Ausgabe 20-07 (20. Juli 2018)

Editorial
Hall of Fame
Neues aus der Buchszene
Schreib-Kick
Autorenwissen
    "Im Stehen schreibt’s sich leichter"
    von Klaus Eckardt
Erfahrungsbericht
    "Abenteuer Buch"
    von Kai Bliesener

EDITORIAL:
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Liebe Autorinnen und Autoren,

der Sommer ist genau die richtige Zeit, um Bewegung in Kopf und Körper zu bringen. Klaus Eckardt hat in seinem Beitrag aus dem Juni-Tempest schon einige Tipps dazu gegeben; in dieser Ausgabe geht es mit einem neuen Artikel zum Thema weiter.

Außerdem in dieser Ausgabe: Ein Selfpublisher erzählt von den Erfahrungen mit seinem ersten selbst verlegten Buch, es gibt neue Ausschreibungen, Kicks, Tipps - und sehr viele News aus der Buchszene. Hans Peter Roentgen macht ausnahmsweise mal wohlverdiente Ferien, darum gibt es diesmal kein Lektorat. Mehr Zeit zum Schreiben für euch!

Der Tipp des Monats, diesmal von mir:

Seid ihr auch oft zu schwach, Schreibablenkungen
wie Facebook oder Solitaire zu widerstehen? Eine App
schafft Abhilfe: selfcontrol für Mac, https://selfcontrolapp.com
(für Android und Windows gibt es Alternativen wie Cold Turkey
oder Freedom, die ich aber nicht getestet habe). Damit blockt man
für eine beliebige Zeit verführerische Websites oder auch
den Maileingang. Steigert die Produktivität ungemein!

Genießt den Sommer, egal wo, egal mit welcher Beschäftigung. Und unterstützt den Tempest weiter!

Gabi Neumayer
Chefredakteurin

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Damit wir den Tempest auch in Zukunft weiterführen können, brauchen wir eure Hilfe: Wer uns unterstützen möchte, überweise bitte einen freiwilligen Jahresbeitrag (15 Euro haben wir als Richtwert gesetzt, aber ihr helft uns auch schon mit 5 oder 10 Euro weiter) auf das Konto:

Jürgen Schloßmacher
Kreissparkasse Köln
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Stichwort: "Beitrag Tempest"

Ihr könnt auch über unsere Website http://www.autorenforum.de direkt per Paypal überweisen!

Und wer nicht überweisen möchte, kann uns den Beitrag auch weiterhin per Post schicken (Adresse am Ende des Tempest).

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ISSN 1439-4669 Copyright 2018 autorenforum.de. Copyright- und
Kontaktinformationen am Ende dieser Ausgabe
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INHALT DIESER AUSGABE:

 

TEIL 1:

Editorial
Hall of Fame
Neues aus der Buchszene
Schreib-Kick
Autorenwissen
"Im Stehen schreibt’s sich leichter"
von Klaus Eckardt
Erfahrungsbericht
"Abenteuer Buch"
von Kai Bliesener
Impressum

 

TEIL 2:

Veranstaltungen
Ausschreibungen
Publikationsmöglichkeiten
mit Honorar
ohne Honorar
Seminare
Messekalender
Impressum

 

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HALL OF FAME:
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(mailto:Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!)

Die "Hall of Fame" zeigt die Erfolge von AbonnentInnen des Tempest. Wir freuen uns, wenn ihr euch davon motivieren und ermutigen lasst - dann werden wir euer neues Buch hier bestimmt auch bald vorstellen können.

Melden könnt ihr aktuelle Buchveröffentlichungen (nur Erstauflagen!) nach diesem Schema:

.......
AutorIn: "Titel", Verlag Erscheinungsjahr (das muss immer das laufende oder das vergangene Jahr sein!), Genre (maximal 2 Wörter). Zusätzlich könnt ihr in maximal 60 Zeichen (nicht Wörtern!) inklusive Leerzeichen weitere Infos zu eurem Buch unterbringen, zum Beispiel eine Homepage-Adresse.
.......
Ein Beispiel (!):

Johanna Ernst: "Der Fall der falschen Meldung", Hüstel Verlag 2015, Mystery-Thriller. Dann noch 60 Zeichen - und keins mehr! Inklusive Homepage!
.......

Ausgeschlossen sind Veröffentlichungen in Anthologien, Bücher im Eigenverlag und BoDs (sofern sie im Eigenverlag erschienen sind) sowie Veröffentlichungen in Druckkostenzuschussverlagen.

ACHTUNG!
Schreibt in eure Mail mit der Meldung immer auch hinein, dass ihr bestätigt, dass die Veröffentlichung weder im Eigenverlag noch in einem Verlag erschienen ist, bei dem der Autor irgendetwas bezahlt hat! Als Bezahlung gilt auch, wenn er Bücher kostenpflichtig abnehmen muss, Lektorat bezahlt o. Ä.

Schickt eure Texte unter dem Betreff "Hall of Fame" an mailto:Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.

Wir berücksichtigen ausschließlich Meldungen, die nach dem obigen Schema gemacht werden und die Bestätigung zum Verlag enthalten. Änderungsaufforderungen zu Meldungen, bei denen das nicht der Fall ist, werden ab sofort nicht mehr verschickt!

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Asja Bonitz: "Das Staubmaushaus", Edition Pastorplatz 2018, Bilderbuch. Für Putzgegner ab 3 Jahren. www.asjabonitz.de

Doris Arend: "Prinzessinnengeschichten", Ravensburger 2018, 1. Lesestufe, www.drachensocke.de

Till Kammerer: "Flucht in die Maschinenstadt", Edition Bärenklau 2018, Science Fiction. https://amzn.to/2llxeuZ

Billie Rubin: "Böse Barden", allitera Verlag 2018, Kriminalroman. Band 4 der Nürnberg-Serie mit Charlotte Braun

Katja Angenent: "Die alte Freundin Dunkelheit. Schauergeschichten", edition subkultur 2018, düstere Kurzgeschichten. https://katjaschreibt.jimdo.com/

Alex Thomas: "Das Labyrinth des Blutes", Edition M 2018, Thriller. https://www.alex-thomas.info

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NEUES AUS DER BUCHSZENE:
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(mailto:Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!)

Wir leben in turbulenten Zeiten, die Buchbranche ist in Bewegung wie nie zuvor. Ob es nun um neue Vertragsbedingungen mit Amazon geht, die zunehmende Digitalisierung des Marktes oder all die neuen Chancen und Möglichkeiten, die sich Verlagsautoren und professionellen Selfpublishern bieten: Eine Nachricht jagt die nächste. Damit ihr den Überblick behaltet und nichts Wichtiges verpasst, fassen wir hier alle interessanten Links zusammen, die uns jeden Monat ins Auge fallen - natürlich ohne Anspruch auf Vollständigkeit.
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Interviews / Gespräche
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https://www.boersenblatt.net/artikel-rowohlt-verlegerin_barbara_laugwitz.1491657.html
Halbzeit in den Charts - mit einem klaren Favoriten: Rowohlt. Verlegerin Barbara Laugwitz über die Rolle, die Bestseller heute spielen.

https://www.boersenblatt.net/artikel-die_sonntagsfrage_.1487254.html
Die Sonntagsfrage: "Was bringt Künstliche Intelligenz dem Buchhandel, Frau Scholz?"

 

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Buchhandel / Buchpolitik / Zwischenhandel
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https://www.boersenblatt.net/artikel-amazon_wird_in_europa_bestreikt.1493163.html
Serverausfälle beim Ansturm auf die Prime-Day-Angebote bei Amazon. Ebenso Streiks in drei europäischen Ländern: Deutschland, Spanien und Polen.

https://www.boersenblatt.net/artikel-saarbruecken.1493013.html
Ende Juli gibt Thalia seine Filiale in der Europa-Galerie in Saarbrücken auf. Der Buchhandelsfilialist nennt dafür wirtschaftliche Gründe.

https://derstandard.at/2000083513501/Buchhandel-Thalia-Oesterreich-macht-mit-weniger-Umsatz-mehr-Gewinn?ref=rss
Österreichischer Thalia-Chef: "Social Media und Streaming-Dienste größeres Problem als Amazon."

https://www.boersenblatt.net/artikel-interview_mit_christian_riethmueller_zur_wittwer-__bernahme_durch_thalia.1491301.html
Thalia übernimmt die traditionsreiche Buchhandlung Wittwer. Osiander-Geschäftsführer Christian Riethmüller erklärt, warum eine Übernahme für Osiander nicht in Frage gekommen wäre.

https://www.boersenblatt.net/artikel-thalia_uebernimmt_traditionshaus_wittwer.1490365.html
Thalia übernimmt Traditionshaus Wittwer.

http://www.boersenblatt.net/artikel-rainer_groothuis__vision_zur_zukunft_der_buchbranche.1487495.html
Vision zur Zukunft der Buchbranche.

https://www.boersenblatt.net/artikel-luedenscheid.1487471.html
Thalia verkleinert Filiale im Lüdenscheider Stern-Center.

https://www.buchreport.de/2018/06/27/ein-sachbuch-muss-auch-orientierung-stiften/
Herausforderungen an das Sachbuch: Den politischen Ereignissen sachgerecht nachkommen.

http://www.sueddeutsche.de/kultur/literaturhaus-trend-zum-geselligen-lesen-1.4027508
"Wie wir lesen": Tagung im Münchner Literaturhaus zur Zukunft des Buches.

https://www.boersenblatt.net/artikel-die_geschichte_der_buchhandlung_felix_jud.1483495.html
Geschichte besteht aus Geschichten: Zum 95. Geburtstag der Buchhandlung Felix Jud erscheint ein reich bebilderter Band.

https://www.buchreport.de/2018/06/18/orell-fuessli-thalia-koedert-leser-ueber-whatsapp/
Orell Füssli Thalia ködert Leser über WhatsApp.

https://www.boersenblatt.net/artikel-__sterreich.1482255.html
Die Dr. Franz Hain Verlagsauslieferungen melden Insolvenz an.

https://www.boersenblatt.net/artikel-veraenderte_kaufgewohnheiten_der_studierenden.1483080.html
Witwer schließt Uni-Buch-Filialen aufgrund der veränderten Kaufgewohnheiten der Kunden.

 

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Verlage / Konzerne
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https://publishingperspectives.com/2018/07/berlin-venerable-ullstein-buchverlage-building-its-literary-reputation/
Ullstein Buchverlage is publishing popular books: On successful publishing.

https://www.boersenblatt.net/artikel-lesetipp.1488667.html
Eine Reise zum Mittelpunkt der Buchbranche.

https://www.boersenblatt.net/artikel-gastspiel_von_jochen_jung.1483442.html
Verlagsvertreterreise und schwierige Autorenfotos.

 

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Leserschwund
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https://derstandard.at/2000082089574/Wie-gewinnt-die-Literatur-Leser-zurueck-Mit-Beachclub-statt-Buchclub?ref=rss
Wie gewinnt die Literatur Leser zurück? Mit Beachclub statt Buchclub!

 

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Ausbildung / Studium
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https://www.buchreport.de/2018/06/22/hochschul-steckbrief-buchwissenschaft-in-erlangen/
Hochschul-Steckbrief: Buchwissenschaft in Erlangen.

 

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Übersetzungen
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https://www.boersenblatt.net/artikel-litprom_foerdert___bersetzungen.1485859.html
Litprom. Zuschüsse für sieben Verlage.

 

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Drehbuch / Film
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http://www.sueddeutsche.de/kultur/literaturverfilmungen-buch-als-beute-1.4049671
Britischer Verlegerverband veröffentlicht Studie: Filme mit Buchvorlage laufen besser.

 

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Kultur / Feuilleton / Literatur
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https://www.zeit.de/kultur/2018-07/petition-kunstfreiheit-gruene-hape-kerkeling-afd
Kunst und Kultur darf nicht der Politik dienen.

https://www.nzz.ch/feuilleton/medien/medien-sollen-eine-wirkung-haben-ld.1398187
Medienwirkung: Können Storys die Welt verbessern?

http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/buecher/themen/yasmina-jraissati-ist-agentin-fuer-arabische-literatur-15660602-p2.html
Agentin für arabische Literatur Jraissati: Dystopien arbeiten die Absurdität von Gewalt auf.

http://www.sueddeutsche.de/kultur/christine-noestlinger-eine-grosse-autorin-fuer-die-kleinen-1.4054446
Christine Nöstlinger, eine große Autorin für die Kleinen.

https://www.zeit.de/kultur/literatur/2018-07/deutsch-russischer-schriftsteller-oleg-jurjew-tot
Poesie gegen das Profane: Der Autor und Dramaturg Oleg Jurjew ist tot.

https://www.welt.de/kultur/literarischewelt/article178958784/Nora-Gomringer-Wozu-fragten-Sie-mich-Wozu-Literatur.html
Die Lyrikerin und Bachmannpreis-Jurorin Nora Gomringer stellt Thesen auf: Wozu Literatur?

http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/medien/die-cia-bringt-eigenes-literaturmagazin-heraus-15667924.html?printPagedArticle=true#pageIndex_0
"Studies in Intelligence": CIA veröffentlicht eigenes Literaturmagazin.

https://www.tagesspiegel.de/kultur/luchterhand-und-die-ns-zeit-studie-ueber-den-luchterhand-verlag-im-nationalsozialismus/22743662.html
Luchterhand und die NS-Zeit.

https://www.boersenblatt.net/artikel-stifterrat_der_stiftung_lesen.1483104.html
Thalia, Funke und spectrumK sind neue Partner der Stiftung Lesen.

https://www.nzz.ch/feuilleton/die-verfolgung-hat-mein-wort-groesser-gemacht-der-tuerkische-autor-dogan-akhanli-zieht-bilanz-ld.1393621
"Die Verfolgung hat mein Wort grösser gemacht" - der türkische Autor Dogan Akhanli zieht Bilanz.

http://www.spiegel.de/kultur/literatur/literaturbetrieb-gegen-rechts-langsam-wird-der-sauerstoff-knapp-a-1213511.html#ref=rss
Autorenkollektiv "Nazis und Goldmund": Strategien gegen den Rechtsruck.

 

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Recht
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https://www.boersenblatt.net/artikel-kuenstlersozialabgabe_2019.1493173.html
Die Künstlersozialabgabe soll 2019 mit 4,2 Prozent gleichbleiben.

 

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Preise / Wettbewerbe / Stipendien
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https://www.abendblatt.de/hamburg/article214779441/Das-sind-Hamburgs-zehn-beste-Buchhandlungen.html
Die Shortlist für den Hamburger Buchhandlungspreis steht fest.

https://derstandard.at/2000083069211/Tanja-Maljartschuk-Ukrainische-Koechin-von-Geschichten?ref=rss
Tanja Maljartschuk hat den Ingeborg-Bachmann-Preis gewonnen.

https://www.zeit.de/kultur/literatur/2018-07/klagenfurt-ingeborg-bachmann-preis-tanja-maljartschuk-ausgezeichnet
Tage der deutschsprachigen Literatur in Klagenfurt: Dies sind alle Gewinner.

https://www.boersenblatt.net/artikel-ausschreibung_zum_deutschen_cartoonpreis_2018.1488368.html
Ausschreibung zum Deutschen Cartoonpreis 2018: Spitzenwerke der Zeichenkünstler gesucht.

http://www.sueddeutsche.de/kultur/literatur-arbeitsstipendien-des-freistaats-fuer-autoren-1.4038458
Bayern vergibt fünf Arbeitsstipendien: Autoren erhalten jeweils 6000 €.

https://www.boersenblatt.net/artikel-paul-maar-preis_fuer_junge_talente.1486306.html
Paul-Maar-Preis für junge Talente: Jens Raschke ausgezeichnet.

http://www.taz.de/Literaturpreis-fuer-Liebesroman/!5512715/
Der Internationale Literaturpreis geht an Ivana Sajko: Die Entmachtung des Einzelnen.

https://www.boersenblatt.net/artikel-bundesfinale_vorlesewettbewerb.1483175.html
Victoria Schaay ist Deutschlands beste Vorleserin.

https://www.boersenblatt.net/artikel-deutscher_buchpreis_2018.1482271.html
Deutscher Buchpreis 2018. Shortlist-Abend zieht ins Schauspielhaus Frankfurt.

https://www.literaturcafe.de/gerlinger-lyrikpreis-2018-geht-an-walle-sayer-anne-nimmesgern-erhaelt-foerderpreis/?pk_campaign=feed&pk_kwd=gerlinger-lyrikpreis-2018-geht-an-walle-sayer-anne-nimmesgern-erhaelt-foerderpreis
Gerlinger Lyrikpreis 2018 geht an Walle Sayer.

 

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Digitalisierung
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https://www.boersenblatt.net/artikel-konstantin_goetschel_ueber_leserschwund_und_digitalisierung_.1491583.html
Konstantin Götschl über Leserschwund und Digitalisierung.

 

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VG Wort
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https://www.boersenblatt.net/artikel-nach_der_hauptausschuettung.1483891.html
Der Bundesgerichtshof hat die Verfassungsbeschwerde von C.H. Beck zum Verlegeranteil abgewiesen - jetzt löst die VG Wort ihre Rückstellungen auf.

 

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Selfpublishing
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http://www.selfpublisherbibel.de/analyse-schrumpft-der-markt-wie-sich-die-umsaetze-der-150-top-autoren-bei-amazon-seit-2015-entwickelt-haben/
Was die 150 erfolgreichsten KDP-Autoren heute verdienen: Schrumpft der E-Book-Markt?

http://www.selfpublisherbibel.de/kindle-allstar-boni-fuer-mai-2018-der-einstieg-ist-schwerer-geworden/
Kindle-Allstar: Einstieg in die Bonusränge ist deutlich schwerer geworden.

http://www.selfpublisherbibel.de/die-rechnung-bitte-eine-beispiel-kalkulation-fuer-selfpublisher/
Schluss mit dem Schönrechnen: Eine Beispiel-Kalkulation für ein Buch im Selfpublishing.

http://www.selfpublisherbibel.de/garantiert-in-die-bestsellerlisten-der-newsletter-das-effizienteste-marketing-hilfsmittel/
Marketing für Self-Publisher: Der Newsletter.

http://www.selfpublisherbibel.de/autoren-tipp-wie-sie-den-passenden-lektor-finden/
Tipp für Autoren: So findet man ein gutes Lektorat.

http://www.selfpublisherbibel.de/autoren-tipp-titelschutz-beantragen-warum-wo-und-zu-welchen-kosten/
Titelschutz: Warum, wo und zu welchen Kosten.

 

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International
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https://www.theguardian.com/books/2018/jul/11/how-minecraft-is-helping-kids-fall-in-love-with-books
"Litcraft": How Minecraft helps to motivate young people to read.

https://publishingperspectives.com/2018/07/interview-fabrice-piault-rise-of-french-popular-fiction/
Interview with Fabrice Piault: "French bestseller lists look similar to those of other countries."

https://www.theguardian.com/books/2018/jul/07/howard-jacobson-says-the-novel-is-not-dead
Howard Jacobson on the modern reader: Lacking the attention span to enjoy novel reading.

http://www.fr.de/kultur/literatur/bestseller-in-china-sie-kennen-uns-besser-als-wir-sie-a-1536578
Bestseller: Westliche Bücher sind bei chinesischen Lesern beliebt.

https://www.boersenblatt.net/artikel-umsatzbilanz_2017.1487663.html
Umsatzbilanz 2017: Frankreichs Verlage spielen weniger ein.

https://www.boersenblatt.net/artikel-urteil_des_obersten_gerichtshofs_der_usa.1488372.html
Erleichterung bei den (stationären) US-Einzelhändlern: Nach einer Entscheidung des Obersten Gerichtshofs werden Onlinehändler steuerlich gleichgestellt.

https://www.boersenblatt.net/artikel-erster_flagshipstore_in_asien.1488525.html
Erster Flagshipstore in Asien: Taschen eröffnet in Hongkong.

https://www.boersenblatt.net/artikel-barnes___noble_entlaesst_ceo.1488352.html
Barnes & Noble entlässt CEO: Demos Parneros muss gehen.

https://www.boersenblatt.net/artikel-us-buchmarkt_im_ersten_halbjahr.1489521.html
US-Buchmarkt: Trump-Effekt lässt Absatz steigen.

https://www.theguardian.com/books/2018/jun/01/new-publisher-plans-to-offer-budding-authors-24000-salary
De Montfort Literature will employ an algorithm ‘to identify career novelists’, and hopes to free its writers from second jobs.

https://www.theguardian.com/books/2018/jun/27/publishers-pay-writers-pittance-philip-pullman-antony-beevor-sally-gardner
Authors call on publishers to raise payments: Full-time writers earn below minimum wage.

https://www.theguardian.com/books/2018/jun/23/how-well-do-you-know-your-fictional-bookshops-quiz
Quiz: How well do you know your fictional bookshops?

https://www.theguardian.com/books/2018/jun/23/writing-opposition-turkey-grim-tradition-publishing
Authors in Turkey: "If you want to be a writer, you need to go to prison."

https://the-digital-reader.com/2018/06/19/amazon-claims-to-accurately-measure-pages-read-in-kindle-unlimited-neglects-to-mention-theres-no-standard-page-size/
Amazon Claims to Accurately Measure Pages Read in Kindle Unlimited.

https://www.theguardian.com/books/audio/2018/jun/19/what-is-it-like-being-a-first-time-novelist-today-books-podcast
Two first-time novelists discuss the challenges of publishing a book.

https://www.theguardian.com/books/2018/jun/18/carnegie-medal-winner-slams-publishers-easy-reading-geraldine-mccaughrean
Carnegie medal winner slams children’s book publishers for ‘accessible’ prose.

 

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SCHREIB-KICK:
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Der Kick des Monats, diesmal von Maike Frie:

Eine Kollegin von mir schreibt derzeit regelmäßig mit Reizwörtern. Das ist ja ein Klassiker unter den Schreibanregungen, trotzdem finde ich es wichtig, immer wieder neue Quellen für Reizwort-Lieferanten aufzutun. Und hier ist eine:

https://365tageasatzaday.wordpress.com/abc-etueden-bisherige-woerter/

 

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AUTORENWISSEN:
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"Im Stehen schreibt’s sich leichter"
von Klaus Eckardt

Wie wichtig Bewegung in der freien Natur fürs kreative Denken ist, habe ich in meinem Beitrag für den letzten Tempest beschrieben. Doch auch am Schreibtisch können wir einiges dafür tun, dass die Gedanken besser fließen. Der wichtigste Tipp dazu: im Stehen schreiben. Dann sind nicht nur die Finger in Bewegung, sondern der ganze Körper arbeitet mit.

 

Der Wechsel macht‘s

Wer das in der Praxis ausprobieren möchte, hat verschiedene Möglichkeiten: Die eleganteste (und teuerste) ist ein höhenverstellbarer Schreibtisch. Der hat - im Gegensatz zu einem separaten Stehpult - den Vorteil, dass Tastatur, Monitor und auch die Unterlagen, die wir benötigen, immer an ihrem Platz bleiben können. Mit einem Knopfdruck wechseln wir von der Sitz- in die Stehposition und zurück.

Dieser Wechsel ist für den Körper wichtig. So, wie langes Sitzen den Rücken ermüdet und ihn schlaff werden lässt, strengt auch die aufrechte Haltung auf Dauer an.

 

Abstand halten

Das Stehen bietet sich besonders bei Prozessen an, die viel Kreativität erfordern. Denn dann können wir auch mal ein paar Schritte zurückgehen und dabei unser Werk mit Abstand betrachten. Oder wir nehmen beim Schreiben von Dialogen einfach mal schnell die Positionen unserer Figuren ein (siehe Tempest 20-5).

Zu den Tätigkeiten, die sich gut im Sitzen ausführen lassen, gehören zum Beispiel Recherchen im Internet oder das Korrekturlesen eines Textes.

 

Komfort hat seinen Preis

In Fachgeschäften für ergonomisches Arbeiten muss man für einen Stehschreibtisch meist zwischen 1.000 und 2.000 Euro auf den Tisch legen. Doch es geht auch billiger: Bei Ikea kostet das günstigste (und wesentlich einfachere) Modell gerade mal 200 Euro. Viele Händler bieten Untergestelle auch einzeln an. Auf die kann man dann die bisherige Schreibtischplatte drauf schrauben und spart sich den Kauf einer neuen.

Als sehr flexible Lösung haben sich auch höhenverstellbare Monitor- und Tastaturhalterungen erwiesen, wie das WorkFit-LX Sitz-Steh-Tischmontagesystem von Ergotron (wenngleich es mit etwa 440 Euro relativ teuer ist).

Wer erst einmal ausprobieren möchte, wie es sich anfühlt, im Stehen zu schreiben, kann sich auch eine Lösung mit Hausmitteln basteln: Einfach so viele Kisten unter Tastatur und Monitor stellen, bis euch die Höhe angenehm ist. Der Wechsel zwischen Sitz- und Stehposition ist hier natürlich etwas aufwendiger.

[Zusatztipp der Redaktion: Wer eine Erkrankung hat, die ihn bewegungsmäßig einschränkt bzw. langes Sitzen schwierig macht (zum Beispiel Rheuma), kann die Bezahlung eines höhenverstellbaren Schreibtischs bei der Krankenkasse beantragen. Erfordert einigen Papierkram, kann sich aber lohnen.]

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Viele weitere Tipps rund ums Bücherschreiben gibt Klaus Eckardt in seinen Schreibseminaren. Details unter http://www.klaus-eckardt.com im Bereich Schreib- und Kommunikationsseminare. Außerdem bietet er individuelle Schreibcoachings und Lektorate an. Kontakt: mailto:Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

 

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ERFAHRUNGSBERICHT:
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"Abenteuer Buch"
von Kai Bliesener

Ein Buch zu schreiben ist und bleibt eines der schönsten, größten und gleichzeitig schwersten Abenteuer unserer Zeit. Literatur verändert sich im Laufe der Zeit, Geschichten werden immer wieder neu erzählt, während andere Staub ansetzen und verschwinden. Die Wege, zu publizieren, sind heute vielfältiger als vor zehn oder zwanzig Jahren. E-Books und Hörbücher haben sich längst neben bedrucktem Papier etabliert, auch wenn nichts davon das Gefühl ersetzt, sein eigenes gedrucktes Werk in den Händen zu halten.

 

Gute Tage und schlechte Tage

Emotionen, Spannung, Leidenschaft, Unterhaltung, all das erwarten wir von einem Buch. Und alles begleitet Autoren bei ihrem Handwerk. Es gibt Tage, da fließen die Worte wie von selbst in die Tasten, formen sich Sätze, und man blickt nach Stunden stolz auf sein Tagewerk. Manchmal sind da aber nur der leere Bildschirm und die bange Frage, warum man sich das überhaupt antut. Doch alles verfliegt, wenn man das eigene Buch in den Händen hält. Es fühlte sich fantastisch an, den ersten Druck meines Romandebüts "Die Watson Legende" aus dem Umschlag zu nehmen, der direkt zu mir, dem frischgebackenen Selfpublisher, geflattert war.

Das ist nicht lange und doch eine gefühlte Ewigkeit her. Inzwischen durfte ich meinen Erstling zum zweiten Mal willkommen heißen. Was war passiert?

 

Schreiben in der Sackgasse

Der Traum vom Autor schlummerte seit Jahren. Mit neidvollem Respekt bewunderte ich alle, die ihre Werke veröffentlichten. Die ersten Schreibversuche als Teenager waren nur die üblichen pubertären Ergüsse voller Wehmut und Weltschmerz auf der Suche nach dem eigenen Ich. Sie blieben zum Glück in der Schublade, wo sie hin gehörten. Später dann von Berufswegen die Mitwirkung an mehreren Publikationen, leider meist ohne Namensnennung. So entstand letztlich die Idee für das erste eigene Buch. Das "Handbuch Medien machen", mit drei Co-Autoren zusammen, erschien 2012 im Schüren Verlag. Es war ein Anfang. Voller Elan machte ich mich danach an meinen ersten Roman. Dachte ich. Aber ich hatte das Einbahnstraßenschild übersehen und stand bald in einer Sackgasse. Neuer Versuch, neues Glück - selbes Ergebnis. Immer und immer wieder. Frustrierend.

 

Struktur - ohne geht es nicht

Da stieß ich im Internet auf die Schreibwerkstatt von Rainer Wekwerth und nahm Kontakt mit ihm auf. Es waren nette Telefonate, die Mut machten. Ein paar Mails später hatte ich mich für einen Intensivkurs angemeldet. Das Versprechen: Es wird viel verlangt und erfordert viel Zeit und Disziplin. Im September 2016 kam die erste Schreibaufgabe. Zehn weitere folgten. So entstand Schritt für Schritt die Struktur, die es braucht, um einen Roman zu schreiben. So wurden die Figuren entwickelt, und die Handlung nahm konkrete Gestalt an. Ein halbes Jahr später war das Konzept fertig. Es folgte die Investition freier Tage, von Wochenenden und Urlaub. Recherchieren und Schreiben waren angesagt. Die Familie stöhnte manchmal vernehmlich.

 

Das Ende ist erst der Anfang

Im November 2017 dann der Schlusspunkt. Geschafft, dachte ich naiv. Von wegen. Lesen, überarbeiten, und von vorne. Aber irgendwann war der Punkt erreicht, wo das Buch in die Öffentlichkeit drängte. Doch das Interesse an Agentengeschichten klassischer Prägung ist momentan gering. Was geht, sind Geschichten um Serienkiller, Vampire oder Kommissare, die dort ermitteln, wo andere Urlaub machen. All das hatte ich nicht zu bieten.

Unbeirrt und unerfahren im Internet nach passenden Verlagen geschaut, Anschreiben mit Leseproben verschickt. Rückmeldungen - fast keine. Eine Handvoll freundliche Absagen. Daher der Schritt zum Self-Publishing.

 

Selfpublishing - viele Freiheiten und Möglichkeiten

Hört sich toll an. Ist es auch. Aber zeitintensiv. Über einen Bekannten Kontakt zu einem Lektor aufgenommen, der den Text korrigierte. Ein anderer Freund aus der Werbewelt gestaltete einen Umschlag. Bei allen Anbietern gibt es zwar die Möglichkeit, den Umschlag selbst zu gestalten. Die Umschläge sind meist gut und unkompliziert. Nur ähneln sich dadurch viele Bücher unterschiedlicher Autoren. Das schmälert das Alleinstellungsmerkmal. Wenn man die Möglichkeit hat, dann lohnt es sich daher, einen Profi zu engagieren, der einem ein gutes und unverwechselbares Cover zaubert.

Aber wo veröffentlichen? Nur bei Amazon oder auch auf anderen Plattformen? Ohne Amazon geht es kaum, zu groß die Marktmacht des Medienriesen. Aber es gibt viele Leserinnen und Leser, die Amazon gezielt meiden. Und dann die Frage, ob es nur mit einem E-Book an den Start geht oder ein Taschenbuch angeboten wird. Viele Selfpublisher werfen nur digitales Lesefutter auf den Markt. Einen Blick in den eigenen Bekanntenkreis malte ein anderes Bild. Schnell war klar, "Die Watson Legende" muss gedruckt werden, da viele gar nicht oder nur ungern am E-Reader lesen.

 

Drucken ja - aber wo?

Das Netz ist voller Anbieter. Von BoD über Twenty Six bis zu Amazons KDP gilt es zu vergleichen, welches Angebot passt. Alle haben Vor- und Nachteile, die jeder Autor für sich abwägen muss. Ich entschied: Das E-Book sollte im ersten Schritt exklusiv bei Amazon erscheinen. Dadurch konnte ich bei Kindle Unlimited teilnehmen. Das Taschenbuch wurde über Neobook/epubli veröffentlicht. Bei Letzterem hatte ich mich bewusst gegen Amazon entschieden, da ich "Die Watson Legende" für den stationären Buchhandel bereitstellen wollte.

Die technische Umsetzung ist auf allen Plattformen relativ simpel und selbst für Technikmuffel zu handhaben. Also die Vorlagen angepasst, Text und Cover hochgeladen, die Fragen zu Buch und Autor beantwortet. Dann war es so weit, das E-Book konnte bei Amazon bestellt werden, das Taschenbuch fand den Weg in die Listung bei den Großhändlern und stand so - zumindest in der Theorie - allen Buchläden zur Verfügung.

 

Kein Bucherfolg ohne Leser - keine Leser ohne Werbung

Doch ohne Werbung geht es nicht. Social Media via Facebook, Twitter und Instagram bespielen, das gehört heute dazu. Damit das erfolgreich ist, muss man Mitglied in den Gruppen sein, in denen sich potentielle Leserinnen und Leser tummeln. Zur Werbung eignen sich Buchcover und Klappentext. Und dann heißt es immer wieder: posten, seien es die Platzierungen in den Amazon-Verkaufcharts oder die Listung bei einem Großhändler. - Im Durchschnitt kostet es mindestens eine Stunde am Tag, wenn man kontinuierlich präsent sein möchte. Aber es ist gut investierte Zeit.

Eine eigene Autorenseite im Internet darf auch nicht fehlen. Meine Erfahrung ist, dass sich einige auch außerhalb der Social-Media-Kanäle über ein Buch oder einen Autor informieren wollen, dazu gehören nach wie vor Pressevertreter. Und wenn ich in die Werbung gehe, steigen auch regelmäßig die Zugriffszahlen auf die Homepage deutlich. (Die Frage, ob sich das auch wirklich spürbar auf die Verkaufszahlen auswirkt, kann ich nicht beantworten.) Aber auch hier muss der Autor den Besuchern etwas bieten. So sollte sich einmal pro Woche etwas bewegen auf der Internetseite. Die Bewegung und die News lassen sich dann auch wieder über Social Media bewerben - und dort weit man auf die Homepage hin. Ein Kreislauf also.

Gerade als Neuling sollte man also kontinuierlich im Web arbeiten und sich und seinen Titel im Gespräch halten. Das kostet Zeit, die zum Schreiben fehlt. Aber für Selfpublisher ist dies unumgänglich und eine notwendige Investition.

 

Berichterstattung - aber wie?

Zur Werbung gehört Pressearbeit. Neulinge brauchen da keine Berührungsängste zu haben. Oft treffen sie bei den Journalisten auf offene Ohren, denn wie Buchautoren wollen sie vor allem eins: Geschichten erzählen.

Per Mail ging eine Info an die regionalen Redaktionen raus. Enthalten: Infos zu Buch und Autor, der Link zu meiner Autorenseite und der Hinweis, dass hier ein neuer Autor aus der Gegend ein Buch veröffentlicht hat. Tage später meldete sich der zuständige Redakteur, und wir vereinbarten einen Interviewtermin. Kurz darauf brachte die Waiblinger Kreiszeitung eine halbe Seite über mein Romandebüt.

 

Ein Autor muss lesen

Der nächste Schritt in die Öffentlichkeit: eine Lesung. In Folge der Aktivitäten und Berichterstattung kam die Frage auf, wann die erste Lesung stattfinden würde. Es gab einen Raum, der mir vom "Freundeskreis" angeboten wurde. Zwar haben wir kein Honorar vereinbart, aber der Eintrittspreis von 2,50 € ging komplett an den Autor. Für Eintrittsgeld spricht, dass Veranstaltungen, die umsonst sind, oft automatisch als "weniger gut" angesehen werden. Und normalerweise sollte der Autor auch ein Honorar verlangen - schließlich sind Lesungen Teil seiner Arbeit. Das muss nicht viel sein, aber man sollte sich auch als Neuling nicht unter Wert verkaufen.

Bald standen Ort und Zeit fest. Plakate und Postkarten kostengünstig über eine Internetdruckerei produziert, aufgehängt und verteilt. Außerdem die regionalen Medien mit Bitte um Veranstaltungshinweise angeschrieben. Mit Erfolg: Das Gemeindeblatt bewarb die Lesung auf der Titelseite.

Gelesen wird im Stehen, getrunken wird stilles Wasser. Im Hintergrund ein Bild des Buchcovers. Dazu eine eloquente Moderatorin, die schwungvoll durch den Abend führt. Das war der Plan - und er ging auf. Immerhin durfte ich fast 60 zahlende Gäste begrüßen - der Eintritt betrug 2,50 €. Die zu lesenden Passagen waren sorgsam ausgewählt und im Vorfeld mehrfach geübt, notwendige Pausen und Betonungen herausgearbeitet. Die Veranstaltung sollte nicht länger als 60 Minuten dauern. Und die gelesenen Teile mussten Interesse wecken, aber nicht zu viel von der Handlung verraten. Am Ende gingen 25 Exemplare der Selfpublishing-Ausgabe von "Die Watson Legende" über den Tisch, und noch mehr wurden an dem Abend signiert.

 

Bewertungen - der Schlüssel zum Erfolg

Ein Jubelschrei löste die erste Bewertung bei Amazon aus. Die Zahl schwoll in wenigen Wochen auf zehn Rezensionen an, alle positiv. Als Nächstes wurde eine Leserunde bei Lovelybooks angeleiert, um weitere Buchbesprechungen zu befeuern. Das weckt Interesse und hilft beim Ranking auf Amazon & Co. Das wiederum schafft mehr Aufmerksamkeit. Und wer im Focus steht, hat die Chance auf Buchverkäufe. Nach Ende der Ausschreibung wurden zehn Gewinner ermittelt - und erhielten erst mal eine Absage. Was war geschehen?

 

Verlag oder Selfpublishing - das war nun die Frage

Der große Verkaufsschlager war "Die Watson Legende" nicht. Zwar kam unterm Strich eine Summe an Tantiemen aus den Verkäufen als Taschenbuch, E-Book und Kindle Unlimited zusammen, die den Kapitaleinsatz für Lektorat und Werbung zum Nullsummenspiel machten. Dazu kam, dass es zwar einige kleine Buchhandlungen rund um meinen Wohnort gab, die mein Buch sogar im Angebot hatten. Doch die großen Ketten fehlten. Und es kam immer wieder zu Lieferschwierigkeiten. Einige Kunden warteten über drei Wochen auf das gedruckte Buch.

Da traf es sich gut, dass sich mit dem Südwestbuch Verlag ein kleiner Verlag meldete. Der Verlagschef selbst meinte, das E-Book sei mit 4,99 € zu billig, der Umschlag zu aufregend, und auch sonst könne man einiges verbessern. Wir vereinbarten ein Treffen, steckten die Rahmenbedingungen ab, und Tage später flatterte mir der Verlagsvertrag ins Haus. Ich wog ab und wagte den Schritt. Ende April verschwand die Self-Publishing Ausgabe von "Die Watson Legende" vom Markt.

 

Verlag und alles gut?

Der Verlag schickte die Entwürfe für ein neues Cover und löste Begeisterung bei mir aus. Mit der Verlagslektorin dann die nächsten Wochen den gesamten Text überarbeitet. Formulierungen verbessert, Wichtiges ergänzt und Unnötiges gestrichen. Kurz darauf ging die Verlagsausgabe in den Druck und ist seit dem 5. Juli nun überall als E-Book und Taschenbuch erhältlich.

Das erste aufregende Kapitel des Abenteuers hat ein Happy End. Doch wer denkt, ein Verlagsvertrag löst alle Herausforderungen, dem sei diese Illusion genommen. Ein guter Verlag nimmt einem einiges ab, kümmert sich professionell um Cover und Lektorat und ebnet automatisch den Weg in den Buchhandel. Aber der Autor ist dennoch gefordert und muss für sein Werk werben. Es gilt, auch als Verlagsautor mit seiner Zeit zu haushalten, denn die nächsten Bücher schreiben sich nicht von selbst. Und ob ein Verlag an weiteren Romanen Interesse hat, hängt letztlich wieder von den Verkaufszahlen ab.

Doch unter dem Strich war das Abenteuer des eigenen Buches für mich eines, das die Mühen lohnt. Ein Bungeesprung ins Ungewisse, den ich jederzeit wiederholen würde, so groß ist die Freude, wenn man sein Buch im Laden neben bekannten Autoren findet und wenn Leserinnen und Leser sich spannend und gut unterhalten fühlen.

Kai Bliesener: "Die Watson Legende", Taschenbuch und E-Book erschienen im Südwestbuch Verlag Waiblingen, ISBN: 3964380016, 272 Seiten

 

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