Ausgabe 19-10 (20. Oktober 2017)

Editorial
Hall of Fame
Echo-Service
Neues aus der Buchszene
Link-Tipp
    “Tatort Schreibtisch”
Schreibkurs
    “Die Mini-Saga”
      von Ingrid Weißmann
    “Feinplotten entlang der dramatischen Grundstruktur”
        von Sibylle Zimmermann
Klappentexte - Klebefallen für Leser
    “Der Tote im Häcksler”
    Text: André Elgeti, Lektorat: Hans Peter Roentgen

EDITORIAL:
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Liebe Autorinnen und Autoren,

mit dem Schreibkurs-Artikel von Ingrid Weißmann zur “Mini-Saga”
schließen wir die Tempestreihe zum Schreiben von Kürzesttexten vorerst
ab. Sibylle Zimmermanns Serie zum Plotten hingegen geht in die dritte
Runde: Diesmal ist “Feinplotten” das Thema.

Hans Peter Roentgen geht in dieser Ausgabe ausnahmsweise einmal nicht
den Weg des Lektors, sondern den des Autors, der einen Klappentext für
seinen Roman schreiben will. Wie entwickelt man eigentlich einen guten
Klappentext? Das zeigt er euch anhand eines Krimis.

Und neue Seminare und Ausschreibungen in Teil 2 des Tempest und Neues
aus der Buchszene gibt‘s natürlich ebenfalls wieder.

Der Tipp des Monats Oktober, diesmal von
http://www.writingforward.com/blog:

If you didn’t make up your setting, then do your best
to get to the location and see it for yourself
before you finish your manuscript. If that’s not possible,
get busy researching.

Kommt gut durch den Herbst, wir lesen uns Ende November wieder! Und
schickt mir eure Tipps, Kicks, Ideen, Artikelvorschläge ...

Gabi Neumayer
Chefredakteurin

~~~~~~~~~~~
Damit wir den Tempest auch in Zukunft weiterführen können, brauchen
wir eure Hilfe: Wer uns unterstützen möchte, überweise bitte einen
freiwilligen Jahresbeitrag (15 Euro haben wir als Richtwert gesetzt,
aber ihr helft uns auch schon mit 5 oder 10 Euro weiter) auf das
Konto:

Jürgen Schloßmacher
Kreissparkasse Köln
BIC: COKSDE33XXX
IBAN: DE23370502991142176163
Stichwort: "Beitrag 2017"

Neu: Ihr könnt jetzt auch über unsere Website
http://www.autorenforum.de direkt per Paypal überweisen!

Und wer nicht überweisen möchte, kann uns den Beitrag auch weiterhin
per Post schicken (Adresse am Ende des Tempest).

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ISSN 1439-4669 Copyright 2017 autorenforum.de. Copyright- und
Kontaktinformationen am Ende dieser Ausgabe
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INHALT DIESER AUSGABE:

TEIL 1:

Editorial
Hall of Fame
Echo-Service
Neues aus der Buchszene
Link-Tipp
“Tatort Schreibtisch”
Schreibkurs
“Die Mini-Saga”
von Ingrid Weißmann
“Feinplotten entlang der dramatischen Grundstruktur”
von Sibylle Zimmermann
Klappentexte - Klebefallen für Leser
“Der Tote im Häcksler”
Text: André Elgeti, Lektorat: Hans Peter Roentgen
Impressum

TEIL 2:

Veranstaltungen
Ausschreibungen
Publikationsmöglichkeiten
mit Honorar
ohne Honorar
Seminare
Messekalender
Impressum

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HALL OF FAME:
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(mailto:Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!)

Die “Hall of Fame” zeigt die Erfolge von AbonnentInnen des Tempest.
Wir freuen uns, wenn ihr euch davon motivieren und ermutigen lasst -
dann werden wir euer neues Buch hier bestimmt auch bald vorstellen
können.

Melden könnt ihr aktuelle Buchveröffentlichungen (nur Erstauflagen!)
nach diesem Schema:

.......
AutorIn: “Titel”, Verlag Erscheinungsjahr (das muss immer das laufende
oder das vergangene Jahr sein!), Genre (maximal 2 Wörter). Zusätzlich
könnt ihr in maximal 60 Zeichen (nicht Wörtern!) inklusive Leerzeichen
weitere Infos zu eurem Buch unterbringen, zum Beispiel eine Homepage-
Adresse.
.......
Ein Beispiel (!):

Johanna Ernst: “Der Fall der falschen Meldung”, Hüstel Verlag 2015,
Mystery-Thriller. Dann noch 60 Zeichen - und keins mehr! Inklusive
Homepage!
.......

Ausgeschlossen sind Veröffentlichungen in Anthologien, Bücher im
Eigenverlag und BoDs (sofern sie im Eigenverlag erschienen sind) sowie
Veröffentlichungen in Druckkostenzuschussverlagen.

ACHTUNG!
Schreibt in eure Mail mit der Meldung immer auch hinein, dass ihr
bestätigt, dass die Veröffentlichung weder im Eigenverlag noch in
einem Verlag erschienen ist, bei dem der Autor irgendetwas bezahlt
hat! Als Bezahlung gilt auch, wenn er Bücher kostenpflichtig abnehmen
muss, Lektorat bezahlt o. Ä.

Schickt eure Texte unter dem Betreff “Hall of Fame” an
mailto:Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.

Wir berücksichtigen ausschließlich Meldungen, die nach dem obigen
Schema gemacht werden und die Bestätigung zum Verlag enthalten.
Änderungsaufforderungen zu Meldungen, bei denen das nicht der Fall
ist, werden ab sofort nicht mehr verschickt!

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Sandra Schindler: "Flim Pinguin im Kindergarten", GrünerSinn-Verlag
2017, Kinderbuch. Info + Trailer:
http://sandra-schindler-schreibt.de/buecher

Margot S. Baumann: “Der Himmel über Positano”, Tinte & Feder 2017,
Familienroman. Ein Sommer voller Geheimnisse an der Amalfiküste.

Karl Plepelits: "Hellas mit und ohne Säulen. Unterwegs in
Griechenland", AAVAA Verlag 2017, erzählendes Sachbuch. Ein Hellasbuch
mit Witz und wissenschaftlicher Akribie.

Karl Plepelits: "Soll ich hier krepieren? oder: Wenn die Katze aus dem
Haus ist. Ein Krimi aus Graz", E-Book, Edition Bärenklau 2017.
http://karlplepelits.jimdo.com/

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ECHO-SERVICE:
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(mailto:Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!)

Ich suche Testleser für einen Krimi (Mischung aus Eberhofer und
Kluftinger plus prickelnde Romantik). Die ersten hundert Seiten sind
geschrieben, und mich würde interessieren, ob sich das Weiterschreiben
aus Sicht der Testleser lohnt. Allen Testlesern würde ich ein
kostenloses Exemplar anbieten, wenn der Krimi fertig ist.

Wer mich als Testleser unterstützen möchte, soll bitte per Mail
Kontakt mit mir aufnehmen: mailto:Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

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NEUES AUS DER BUCHSZENE:
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(mailto:Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!)

Wir leben in turbulenten Zeiten, die Buchbranche ist in Bewegung wie
nie zuvor. Ob es nun um neue Vertragsbedingungen mit Amazon geht, die
zunehmende Digitalisierung des Marktes oder all die neuen Chancen und
Möglichkeiten, die sich Verlagsautoren und professionellen
Selfpublishern bieten: Eine Nachricht jagt die nächste. Damit ihr den
Überblick behaltet und nichts Wichtiges verpasst, fassen wir hier alle
interessanten Links zusammen, die uns jeden Monat ins Auge fallen -
natürlich ohne Anspruch auf Vollständigkeit.
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Interviews / Gespräche
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https://www.boersenblatt.net/artikel-interview_mit_weltbild-
geschaeftsffuehrerin_angela_schuenemann.1378250.html
“Wir leben Multichannel.” Interview mit der Weltbild-Geschäftsführerin
Angela Schünemann.

http://www.berliner-zeitung.de/kultur/literatur/ken-follett-im-interview--ich-will-keine-medaillen---ich-will-millionen---28418486-seite2
Ken Follett im Interview: “Langeweile ist nichts für mich, mich
interessiert das Drama.”

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Buchhandel / Nebenhandel
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https://www.boersenblatt.net/artikel-kundenmagazine_im_handel.1389049.html
Ein haptisches Erlebnis. Kundenmagazine im Handel.

http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/buecher/themen/die-umsaetze-der-buchbranche-brechen-ein-15208155.html?GEPC=s2
Ist das Buch am Ende? Umsätze brechen ein.

https://www.boersenblatt.net/artikel-kommentar_zu_sandra_kegels_leitartikel_in_der__faz__ueber_das_ende_des_buchs.1367692.html
Kommentar zu Sandra Kegels Leitartikel in der FAZ über das Ende des
Buchs.

https://www.wp.de/staedte/hagen/thalia-setzt-auf-beratungskompetenz-auf-allen-kanaelen-id212067959.html
Thalia setzt auf Beratungskompetenz auf allen Kanälen.

https://www.boersenblatt.net/artikel-shortlist_fuer_das_lieblingsbuch_der_unabhaengigen_.1377672.html
Shortlist für das Lieblingsbuch der unabhängigen Buchhändler.

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Verlage / Konzerne / Kleinverlage
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https://www.boersenblatt.net/artikel-suhrkamp_startet_franzoesische_bibliothek_.1378575.html
Suhrkamp startet Französische Bibliothek.

https://www.boersenblatt.net/artikel-carlsen_schliesst_2018_imprint.1378542.html
Carlsen löst aus wirtschaftlichen Gründen das qualitativ hochwertige
Imprint “Königskinder” auf.

+++++++++++++++++++++++++++++++
Kultur / Feuilleton / Literatur
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http://www.sueddeutsche.de/kultur/buchbranche-was-verdient-man-als-schriftsteller-eigentlich-so-1.3704687
Was verdient man als Schriftsteller eigentlich so?

http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/familie/wie-erklaere-ich-s-meinem-kind/kindern-erklaert-wozu-autoren-verlage-brauchen-15234070.html?GEPC=s33
Wie erkläre ich’s meinem Kind? Wozu Autoren Verlage brauchen.

http://www.sueddeutsche.de/kultur/literatur-und-kindheit-gebt-ihm-den-nobelpreis-1.3674622
Warum es mein Glück war, Stephen King erst als Erwachsener entdeckt zu
haben.

http://www.rp-online.de/kultur/buch/ken-follett-wie-ich-meinen-glauben-verlor-aid-1.7112704
Gastbeitrag von Ken Follett: “Wie ich meinen Glauben verlor.”

http://www.deutschlandfunk.de/praesenz-von-schriftstellerinnen-literaturgeschichte.700.de.html?dram%3Aarticle_id=397480
Präsenz von Schriftstellerinnen. Literaturgeschichte pluraler
erzählen.

++++++++++++++++++++++++
E-Book / Digitalisierung
++++++++++++++++++++++++

https://www.lesen.net/artikel/weltbild-steigert-tolino-verkaeufe-um-30-prozent-127636/
Nachfrage immer noch groß: Weltbild vermeldet Steigerung der Tolino-
Verkäufe.

https://www.buchreport.de/2017/09/26/bookbeat-geht-an-den-start/
Konkurrenz für Audible: Bonniers Hörbuch-Flatrate Bookbeat geht an den
Start.

+++++++++++++++++++++++++++++++++++++
Preise / Auszeichnungen / Wettbewerbe
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http://www.spiegel.de/kultur/literatur/margaret-atwood-rede-zum-friedenspreis-in-der-paulskirche-a-1172984.html
Verleihung des Friedenspreises an die Kanadierin Margaret Atwood.

https://www.boersenblatt.net/artikel-liberaturpreis_2017_an_fariba_vafi.1389379.html
Der LiBeraturpreis 2017 ging an Fariba Vafi: “Ein Psychogramm des
Iran.”

https://www.boersenblatt.net/artikel-shortlist_des_deutsch-franzoesischen_jugendliteraturpreises_2018.1389753.html
Shortlist des deutsch-französischen Jugendliteraturpreises 2018.

https://www.boersenblatt.net/artikel-jury_nominiert_20_autoren_fuer_den_25._open_mike_.1377755.html
Jury nominiert 20 Autoren für den 25. Open Mike. Finale im November in
Berlin.

https://www.boersenblatt.net/artikel-shortlist_fuer_den_deutschen_selfpublishing-preis.1377432.html
Shortlist für den Deutschen Selfpublishing-Preis: Zehn Titel im
Finale.

++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++
Literaturfestivals / Buchmessen / Tagungen
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https://www.boersenblatt.net/artikel-messe-highlights_im_videoformat.1389424.html
Messe-Highlights im Videoformat. Tüten, Gastland, Kein & Aber.

https://www.boersenblatt.net/artikel-diskussion_auf_der_frankfurter_buchmesse.1389720.html
Diskussion auf der Frankfurter Buchmesse: Die Zukunft des
Einzelhandels.

https://www.boersenblatt.net/artikel-podiumsdiskussion__kritische_stimmen_aus_der_tuerkei_.1389710.html
Podiumsdiskussion Türkei: “Wir haben uns nicht dem Regime ergeben. Wir
kämpfen weiter!”

https://www.boersenblatt.net/artikel-286.425_gaeste_in_den_messehallen.1389473.html
Frankfurter Buchmesse schließt mit Besucherplus.

http://www.spiegel.de/einestages/von-carrie-bis-es-stephen-king-meister-der-monster-a-1169330.html
Stephen King: Meister der Monster.

https://www.boersenblatt.net/artikel-containerturm_auf_der_frankfurter_buchmesse.1377748.html
Containerturm auf der Frankfurter Buchmesse: Kein & Aber stapelt hoch.

http://www.sueddeutsche.de/kultur/prominente-autoren-alles-was-echt-ist-1.3687796
"Angenehmer Ausnahmezustand": Prominente Autoren kommen zum
Literaturfest München.

https://www.boersenblatt.net/artikel-internationale_kinderbuchmesse_bologna.1378388.html
Internationale Kinderbuchmesse Bologna: 2019 ist die Schweiz Gastland.

https://publishingperspectives.com/2017/09/london-book-fair-writers-digest-event-2017/
‚Writer’s Summit’ from London Book Fair and Writer’s Digest Announces
Pitch Slam Agents.

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Literaturszene
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https://www.boersenblatt.net/artikel-dankesrede_von_nina_george__buecherfrau_des_jahres_2017.1388206.html
Dankesrede von Nina George: “Hüten Sie sich davor, bequem zu werden.”

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Buchpolitik
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https://www.boersenblatt.net/artikel-haertefallfonds_der_boersenvereinsgruppe_fuer_rueckzahlungen_an_die_vg_wort.1378271.html
Härtefallfonds der Börsenvereinsgruppe für Rückzahlungen an die VG
Wort.

++++++++++++++
Selfpublishing
++++++++++++++

https://www.boersenblatt.net/artikel-internationale_vernetzung_der_unabhaengigen.1389491.html
Internationale Vernetzung der Unabhängigen: Schulterschluss der Indie-
Welt.

http://www.selfpublisherbibel.de/autoren-tipp-7-fragen-und-antworten-zu-amazons-verlagsarm-amazon-publishing/
Das sollten Sie als Indie-Autor und -Autorin über “Amazon Publishing”
wissen.

++++++++++++++
Graphic Novels
++++++++++++++

https://www.boersenblatt.net/artikel-neue_graphic_novels.1378235.html
Vom Leben gezeichnet. Neue Graphic Novels.

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International
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https://www.boersenblatt.net/artikel-video__unabhaengig_verlegen_in_den_usa.1389741.html
Unabhängig verlegen in den Zeiten von Donald Trump. Video.

https://www.theguardian.com/books/2017/sep/26/cover-versions-why-are-uk-and-us-book-jackets-often-so-different
Publishing. Why are UK and US book jackets often so different?

https://www.boersenblatt.net/artikel-saemtliche_querido-kind-lektoren_haben_gekuendigt.1377915.html
Aufstand gegen die Trennung: Sämtliche Querido-Lektoren haben
gekündigt.

https://www.theguardian.com/books/2017/sep/28/sexists-need-not-apply-publisher-refuses-to-look-at-manuscripts-addressed-to-dear-sirs
"Dear sirs": Irish indie publisher stops looking at overtly sexist
submissions.

https://publishingperspectives.com/2017/09/oxford-university-press-india-expands-beyond-english/
Oxford University Press starts publishing in Indian Languages.

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LINK-TIPP:
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www.tatort-schreibtisch.de und www.tatort-schreibtisch.com:

Initiiert vom Autor und Drehbuchautor Markus Stromiedel, bieten im
Autorenpaten-Programm von “Tatort-Schreibtisch” über 40 professionelle
Autorinnen und Autoren (darunter die Bestseller-Autorin Jennifer B.
Wind und Kai Hensel, einer der meistgespielten Dramatiker
Deutschlands) ihren Rat und ihre Hilfe an. Die Autorenpaten lesen die
Manuskripte, schätzen sie ein und geben Ratschläge für Verbesserungen.
Auf Wunsch begleiten sie auch die weitere Bucharbeit.

Ergänzt wird das Angebot durch eine Webseite mit wöchentlich
wechselnden Schreibtipps, preisgekrönten Kurzgeschichten sowie
Fachbücher über das Schreiben, die man nach Anmeldung auf der Seite
über weite Strecken oder auch ganz kostenlos lesen kann.

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SCHREIBKURS:
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“Die Mini-Saga”
von Ingrid Weißmann

Die Textform der Mini-Saga entstand in Großbritannien in den 80er
Jahren. Sie geht auf den Einfall eines Einzelnen zurück und verdankt
ihre Beliebtheit unter anderem dem für Wettbewerbe nötigen Sportsgeist
und den strengen formalen Regeln.

Die Mini-Saga hat
- meistens eine unerwartete Wendung
- oft dramatische Themen
- häufig eine Mehrdeutigkeit

Die Erfindung der Mini-Saga

Der britische Science-Fiction-Autor Brian Aldiss plagte sich Anfang
der 80er Jahre mit einem umfangreichen Romanprojekt so lange herum,
bis ihm die Idee kam, Geschichten in nur fünfzig Wörtern zu erzählen.
Er entwarf für seine 1985 abgeschlossene “Helliconia Trilogy” ein
vollständiges Sonnensystem und versuchte, dafür eine Sage mit seiner
Geschichte, seinen Dynastien, Religionen, Mythologien und Kulturen zu
erfinden.

Daneben erfand er als Kontrast die Mini-Saga. Die Erfolge der
anschließend von “The Daily Telegraph” veranstalteten Wettbewerbe
beweisen, dass die Idee zu einer Art Bonsai-Text vielversprechend und
anregend war. Zehntausende von Mini-Sagas wurden bei vier Wettbewerben
eingesandt.

Die Regeln

1. Die Mini-Saga hat genau fünfzig Wörter.

2. Die Überschrift darf zusätzlich bis zu 15 Wörter lang sein. Kürzer
ist jedoch besser.

3. Die Mini-Saga sollte eine Geschichte erzählen, nicht aber
Stimmungen ausmalen und Szenerien, Vorgänge oder Dinge detailliert
beschreiben. Dabei muss sie sich auf die Handlung konzentrieren. Es
kommt also darauf an, treffende Wörter zu finden. Andererseits bleibt
vieles ungesagt, deshalb muss der Leser die Lücken im Geschehen
ausfüllen.

4. Eine Mini-Saga hat - wie andere erzählende Texte - Anfang, Mitte
und Schluss. Sie folgt mehr oder weniger der chronologischen
Reihenfolge der Ereignisse. Die Mini-Saga sollte auf etwas
Unerwartetes, Überraschendes hinauslaufen.

Als Vorbilder zum Schreiben können Anekdoten, Fabeln, Witze oder
Gleichnisse dienen, aber auch Werbeclips. Gerade deren rasante
Schnitttechnik erlaubt es, ganze Lebensgeschichten in kürzester Zeit
darzustellen.

Zu Recht wird die Mini-Saga in einer Reihe mit Haiku und Limerick
gestellt.

Die Themen der Mini-Saga

Die Themen des 1997er Wettbewerbs waren: gescheiterte Ehen,
Liebesbeziehungen, schreckliche Kinder oder Eltern, Mord, Selbstmord,
übersinnliche Ereignisse.

Die Themen der Mini-Saga werden manchmal philosophisch, jedoch auch
makaber, komisch, mysteriös oder romantisch behandelt. Dabei entstehen
durchaus mehrdeutige Texte.

Zwei Beispiele

Unglück im Glück
................
Er wollte nicht nach Griechenland, ahnte irgendein Unheil. Urlaub zu
Hause, das war ungefährlich. Sie flog allein. Er wartete auf die
Meldung vom Flugzeugabsturz. Ein LKW raste in sein Wohnzimmer und
begrub ihn unter sich. Sie bekam Entschädigung für Mann und Haus und
startete zurück zum Liebsten. Das Flugzeug stürzte ab.


Schnäppchen
...........
Hübsch sind sie, die drei jungen Männer in der Boutique. Begutachten
Seidenhemden, feine Sakkos und Hosen. Die Verkäuferin sortiert
Pullover. Sie hängen alles über den Arm, gehen im Gänsemarsch langsam
in Richtung Kasse. Daran vorbei zum Ausgang. Die Verkäuferin startet
durch. Die jungen Männer ebenfalls. Noch hübscher werden sie aussehen.

**~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~**

Auf die Idee, Mini-Sagas in meinen Schreibkursen einzusetzen, brachte
mich eine Freundin. In ihrem Englischkurs der Volkshochschule
schrieben die Teilnehmer zum Üben englische Mini-Sagas. In den
Schreibkursen nutzen wir die Vorteile der Mini-Saga, wenn die Idee für
eine längere Geschichte nicht ausreicht. Der Inhalt kann, zwangsläufig
gestrafft, aussagekräftiger wirken.
Unsere Lesungen leiten wir mitunter mit Mini-Sagas ein oder schließen
sie damit ab.

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SCHREIBKURS:
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“Feinplotten entlang der dramatischen Grundstruktur”
von Sibylle Zimmermann

Im letzten Tempest ging es um das Grob-Plotten einer Geschichte oder
eines Romans mit dem Festlegen der wichtigsten Punkte in den drei
Teilen der dramatischen Grundstruktur. Dieses Mal beschäftigen wir uns
mit dem Feinplotten, dem Anordnen und Gestalten einzelner Szenen.


Grobplot, Feinplot - wo liegt der Unterschied?

Wenn man einen Roman plant, hilft es enorm, wenn man den Ablauf vorher
festlegt; entweder nur mit den wichtigsten Punkten oder schon mit
Einzelheiten, die in den verschiedenen Szenen geschehen.

Als Grobplot bezeichnet man das stichwortartige Festlegen der
wichtigsten Punkte einer Geschichte wie Personen, Ort des Geschehens,
Hauptkonflikt, Konfliktbearbeitung (Kampf), Konfliktlösung (Ausgang
der Geschichte).

Als Feinplot bezeichnet man das Festlegen der einzelnen Szenen. Mit
wenigen Stichworten oder Sätzen beschreibt man, was in jeder Szene
vorkommen soll.


Vor- und Nachteile der verschiedenen Plot-Arten

Der Vorteil des groben Plottens ist, dass man sich beim Planen nicht
so lange aufhalten muss und zügig losschreiben kann. Außerdem ist man
in der Ausgestaltung sehr frei, kann auch noch während des Schreibens
allen möglichen Einfällen nachgehen. Der Nachteil ist, dass man bei
den wenigen Vorgaben leicht einmal die Richtung verlieren und sich
verzetteln kann.

Der Vorteil des Feinplottens ist insbesondere für Einsteiger sehr
groß, denn dann hat man sich eine Art Geländer geschaffen, an dem man
sich nur noch Schritt für Schritt entlanghangeln muss. Meiner
Erfahrung nach ist die Gefahr, dass das Manuskript nach der
fünfzigsten Seite in der Schublade landet, weil man sich verirrt hat,
nach dem Feinplotten extrem gering. Aber manche Autoren fühlen sich
dadurch zu sehr festgelegt und in ihrer Kreativität während des
Schreibens gebremst.


Was denn nun?

Bei unseren Kursen im Institut werden wir häufig gefragt: “Soll ich
nun besser feinplotten oder lieber nur die Stützpfeiler einer
Geschichte aufschreiben?”

Man kann das nicht allgemein beantworten, es kommt, wie so oft beim
kreativen Schreiben, darauf an, wie die Kreativität der einzelnen
AutorInnen funktioniert.

Daher unsere Empfehlung: Probiert es einfach einmal für den Teil 1 der
dramatischen Struktur einer Geschichte. Erst nur grob plotten, dann in
die Feinplanung gehen und jede Szene einzeln festlegen. Und dann die
ersten zwei oder drei Szenen schreiben.

Danach entscheiden: Ist es euch dank des vorherigen Feinplottens
leichtgefallen, weil ihr einfach nur noch drauflos schreiben musste?!
Dann ist das Feinplotten für euch eine Option. Habt ihr euch
vielleicht zu eingeschränkt gefühlt, oder ist durch das Feinplotten
der kreative Schwung aufgebraucht und fehlt für das eigentliche
Schreiben? In dem Falle würde ich euch empfehlen, eure Geschichte nur
grob zu plotten.


Feinplotten, wie geht das?

Ein Beispiel: Ihr habt eine Liebesgeschichte, die Eckpfeiler sind: Bei
einem Fest treffen sich ein Mann und eine Frau, sie verlieben sich
ineinander, aber sie ist fest gebunden und er ist auf dem Sprung zu
einem neuen Job im Ausland.

Dramatische Grundstruktur Teil 1

Im ersten Teil werden die Protagonisten vorgestellt und der
Hauptkonflikt beginnt. Wie letztes Mal in meinem Artikel erwähnt,
könnt ihr erst einmal alles sammeln, was da hineinpassen würde. Das
wären zum Beispiel Situationen aus dem Alltag der Protagonisten, um
sie in ihrem normalen Lebensumfeld vorzustellen. Das könnte auch ein
kleiner Konflikt sein: Sie stolpert zum zehnten Mal über die Schuhe
ihrer Kinder und ärgert sich. Er könnte einen unangenehmen Disput mit
seinem Chef haben.

Dann die Situation, in der der Konflikt auftaucht: Die beiden treffen
sich, verlieben sich, aber es ist für beide klar, das kann nichts
werden. Man erfährt, warum das nichts werden kann: Er ist auf dem
Sprung in ein neues Berufsleben in New York, sie ist mit einem kranken
Mann verheiratet und kann ihn schon allein aus Pflichtgefühl nicht
verlassen.

Das ist der Stoff, aus dem Romane sind: ein Hauptkonflikt, der nicht
so leicht zu lösen ist!


Feinplotten der einzelnen Szenen

Wenn ihr die verschiedenen Situationen gesammelt habt, könnt ihr sie
in einzelne Szenen zusammenfassen und hintereinander anordnen. Das
kann man zum Beispiel mit Hilfe von Karteikarten an einer Pinnwand
tun. Gut ist, wenn eine Szene einen Konflikt hat; das muss nicht der
große Hauptkonflikt des Romans sein, es reichen auch kleine Konflikte
wie zum Beispiel, dass er sich über die Deutsche Bahn ärgert, weil er
schon wieder seinen Anschluss-Zug verpasst hat.

Habt ihr die verschiedenen Szenen hintereinander angeordnet, solltet
ihr für jede Szene auf je einer Karteikarte das Wichtigste
aufschreiben. Das kann so aussehen:

.....
Szene 1: Anna macht sich fertig für einen gemütlichen Nachmittag mit
ihrer Freundin. Es ist der erste seit langem, weil sie nie Zeit für
sich hat. Als sie gehen will, stolpert sie gleich zwei Mal über
irgendwelche Sachen, die Kinder und Ehemann auf dem Boden liegen
gelassen haben. Sie fällt hin und schlägt sich dabei das Knie übel an.
Und verlässt wütend die Wohnung.

Szene 2: Marco steht auf dem Bahnsteig, weil er den Zug verpasst hat,
und versucht, mit seinem zukünftigen Chef in New York zu telefonieren.
Aber es ist zu laut zum Telefonieren. Man erfährt, dass er in Kürze
umziehen will. Er hat im Moment massive Probleme in seinem Job und ist
heilfroh über das neue Karriereangebot.

(Nun sind beide vorgestellt, und damit das nicht langweilig ist,
wurden die Szenen mit Konflikten versehen. Der Leser weiß nun die
wichtigste Voraussetzung für den Hauptkonflikt, nämlich, dass beide
nicht frei sind für eine neue Liebe.)

Szene 3: Jetzt treffen die beiden aufeinander, bei einem Fest einer
gemeinsamen Bekannten. Sie unterhalten sich, verlieben sich, er bringt
sie im Auto nach Hause, sie erzählen sich unterwegs ein bisschen von
sich, genug für beide, um zu wissen, dass aus ihnen kein Liebespaar
werden kann.

Szene 4: Marco zu Hause, er spielt immer wieder mit ihrer Handy-
Nummer, fängt an zu wählen, hört wieder auf und tut es schließlich
doch.

(Und schon sind wir mitten drin im Konflikt: Die beiden fangen eine
Beziehung miteinander an, obwohl sie mit einem kranken Mann liiert und
er schon bald in New York ist.)
.....

Wie es mit der Geschichte weiter geht? Das wird man in Teil 2, im
Hauptteil des Romans, erfahren.

[Wie es mit dem Feinplotten weitergeht, erfahrt ihr im vierten und
letzten Teil des Artikels im nächsten Tempest.]

**~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~**

Sibylle Zimmermann ist Schreibpädagogin und Gründerin des Instituts
für Kreatives Schreiben in Freiburg, wo sie angehende Schreibpädagogen
und Autoren ausbildet. Für ihre Kursteilnehmer gab es bereits
unzählige Preise und Veröffentlichungen. Sie ist vielfach
ausgezeichnete Autorin, Lektorin und Herausgeberin und unterrichtet an
der Universität Freiburg. http://www.kreativ-schreiben-lernen.de

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KLAPPENTEXTE - KLEBEFALLEN FÜR LESER:
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(mailto:Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!)

“Der Tote im Häcksler”
Text: André Elgeti, Lektorat: Hans Peter Roentgen

Diesmal möchte ich keinen Klappentextentwurf lektorieren, sondern
zeigen, wie man einen Klappentext aus einer Geschichte entwickeln
kann. Die Geschichte wurde im Selfpublisherforum diskutiert.

Für folgende Geschichte wurde ein Klappentext benötigt:

In einem Kuhdorf an der Ostseeküste findet eine Bäuerin ihren Nachbarn
in einem Häcksler. Die Ermittler entdecken, dass ein Ferienpark gebaut
werden sollte, und der Tote hätte dies verhindern können. Der ruchlose
Investor hat Leute beauftragt, die ihn zum Umdenken bewegen wollten,
wobei die »Verhandlungstaktik« so stark war, dass der Mann an inneren
Blutungen gestorben ist. Der Investor und seine Helfershelfer werden
verhaftet.
~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~

Lektorat von Hans Peter Roentgen

Zunächst fallen einem klassische Klappentexte ein. Zum Beispiel:

.....
1. In einem Kuhdorf an der Küste findet eine Bäuerin ihren Nachbarn in
einem Häcksler. Was aussieht wie ein tragischer Unfall, entpuppt sich
als weit mehr.
2. Als die Ermittler im norddeutschen Flachland den Tod eines Bauern
aufklären, stoßen sie auf einen Sumpf aus Gier, Gewalt und
Skrupellosigkeit.
.....

Würden Sie diese Sätze als Einleitung eines Klappentextes verlocken,
das Buch aufzuschlagen oder die Leseprobe zu lesen?

Vielleicht. Vermutlich aber eher nicht.

Nummer 1 beginnt anschaulich. Ein Krimi, sagt der Satz, mit einem
Todesfall, der anfänglich wie ein Unfall aussieht, doch dann entpuppt
es sich als mehr. Den zweiten Satz haben Sie sicher schon oft gehört
und gelesen, das ist kein Alleinstellungsmerkmal. Trotzdem verspricht
er Spannung.

Nummer 2 ist sehr allgemein, er sagt nicht viel aus. Ein Sumpf aus
Gier, Gewalt und Skrupellosigkeit findet sich in der Hälfte aller
Krimis.

Der Regiokrimi

Krimis, die an einem bestimmten Ort spielen, haben einen großen
Vorteil: Sie haben wenig Konkurrenz. Ein Toter im Häcksler könnte
überall spielen, das Buch konkurriert also mit tausenden anderen
Büchern. Ein Toter im Häcksler an der Ostseeküste auf Rügen
konkurriert mit anderen Krimis, die auf Rügen spielen. Aber nicht mit
Toten im Häcksler im Allgäu.

Natürlich setzt das voraus, dass das Thema des Krimis sich auch als
Regiokrimi eignet. Wenn Sie einen Krimi mit literarischem Anspruch
schreiben, sollten Sie alles vermeiden, das auf das böse »R-Wort«
hindeutet, weil ihre Zielgruppe Regiokrimis für Teufelswerk hält. Und
einen Krimi mit einem politischen Thema würde ich ebenfalls nicht als
Regiokrimi vermarkten.

Ganz anders sieht es natürlich bei einem Krimi mit lokalpolitischem
Hintergrund aus. Und das scheint hier zuzutreffen. Ferienpark, Streit
zwischen den Befürwortern und den Gegnern, das liefert genügend
Hintergrund für einen spannenden Krimi.

Der Pitch

Den ersten Satz von Nummer 1 können wir als Grundlage für einen Pitch
nehmen. Erweitern wir ihn durch eine klare Ortsangabe. Und ich würde
den Namen der Bäuerin nennen.

.....
Johanne Olsen findet eine Leiche in ihrem Häcksler, daneben den
Rucksack ihres Nachbars Heiner Karlsen. Heiner verhindert lange schon
den Bau des Ferienparks auf Rügen, von dem sich viele im Ort große
Gewinne und neue Arbeitsplätze erhoffen.
.....

Zwei Sätze, die uns sagen, wo die Geschichte beginnt, was der Konflikt
ist und wo die Geschichte spielt. Wer sich für Krimis mit
lokalpolitischen Intrigen interessiert, würde hier weiterlesen. Ebenso
alle, die sich für Rügen interessieren.

Trotzdem ließe der Pitch sich noch verbessern. Der erste Satz ist lang
und komplex. Und wenig lebendig. Vielleicht besser so:

.....
Sonne, Sommer, Urlaub auf Rügen. Und Johanne Olsen findet ihren
Nachbarn im Häcksler. Zumindest vermutet sie das, denn neben dem
Häcksler liegt seine Tasche. Er selbst ist nicht mehr zu
identifizieren.
.....

Reicht das als Klappentext?

Details

Ein wenig mehr Details wären nützlich. Dass der Mann an inneren
Blutungen starb, wird die Gerichtsmedizin vermutlich nicht
herausfinden, wenn er durch den Häcksler geschreddert wurde. Folglich
ist es naheliegend, dass die Polizei erst von einem Unfall ausgeht.
Das ist ein Detail, das ich aufnehmen würde.

Die nächste Frage ist: Wer ist die Hauptfigur der Geschichte? Ein
Kripobeamter? Oder die Bäuerin, die nicht glaubt, dass ihr Nachbar
einem Unfall zum Opfer fiel?

Nehmen wir die Variante des Kripobeamten. Die örtliche Polizei hat
auf Unfall erkannt, doch der Kripobeamte Fred Hermann findet Spuren,
die ihn daran zweifeln lassen. Im Klappentext würde ich einen Grund
liefern, warum Fred Hermann nicht dem Urteil seiner Kollegen folgt.

.....
Der Kripobeamte Fred Hermann glaubt nicht an den Unfall. Warum sollte
der Nachbar den Häcksler eingeschaltet haben? Und wieso hat er ein
Testament hinterlassen, das seinem Neffen seine Grundstücke vermacht,
und in dem er ihm empfiehlt, an die Ferienparkgesellschaft zu
verkaufen? Obendrein stellt die Spurensicherung fest, dass das
Testament erst vor kurzem verfasst wurde. Die Nachbarin glaubt, dass
ihm das Testament abgepresst wurde. Doch alle anderen im Ort schweigen
eisern und freuen sich darauf, ihre Grundstücke bald für viel Geld
verkaufen zu können.
.....

Der Schlusssatz

Der Schlusssatz kann nochmals das Genre und die Geschichte
zusammenfassen. Hier hätte die Gier ihren Platz. Weil der Leser jetzt
weiß, worauf sie sich bezieht:

.....
Ein spannender Rügenkrimi mit einem Sumpf aus Gier, Gewalt und
Skrupellosigkeit.
.....

Diskussionen

Gute Klappentexte entstehen oft aus Diskussionen - so wie gute Plots
und Exposés. In diesem Fall gab es zu dem Klappentext in der Gruppe
“Self Publishing” auf Facebook eine Diskussion. Ich möchte mich bei
allen Teilnehmern bedanken. Ohne euch wäre dieser Artikel nicht
zustande gekommen.

Übrigens: In der Gruppe “Self Publishing” finden sich auch manch
andere interessante Klappentextdiskussionen.

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Hans Peter Roentgen ist der Autor der Bücher "Vier Seiten für ein
Halleluja" über Romananfänge, "Drei Seiten für ein Exposé" und
“Schreiben ist nichts für Feiglinge”. Außerdem hält er Schreibkurse
und lektoriert. Sein aktueller Ratgeber ist: “Spannung - der Unterleib
der Literatur".

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