Ausgabe 2-8 (20. August 2000)

Offerte
     Online-Seminar zur Charakterisierung
Vorstellung
     "Webprojekt CyberZauber"
Leserbrief
Autorenwissen
     "Warum ein Exposé - und wie sieht das überhaupt aus?"
     von Belinda Rodik
Marketingideen
     "Leseridee"
Buchbesprechung
     "Die Kunst des Erzählens" von David Lodge
     besprochen von Ramona Roth-Berghofer
Interview mit Maja Langsdorff
Frag den Experten für Verlagswesen, Buchhandel und Marketing
     (Bjoern Jagnow)
Frag die Expertin für Krimis
     (Monika Niehaus-Osterloh)
Frag die Expertin für Schreibgruppen
     (Ute Hacker)
Glosse
     "Vom Umgang mit der Presse"
     von Ingrid Schmitz
EDITORIAL: 
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Liebe Autorinnen und Autoren,

der Sommer (pah!) geht allmählich, und autorenforum.de startet mit 
mehreren Neuerungen in den  Herbst, die hoffentlich regen Zuspruch bei 
euch finden: 

Im Oktober wird unser erstes Online-Seminar stattfinden. Die in Holly-
wood ausgebildete Buch- und Drehbuchautorin Cassidy Rees bietet ein 
vierwöchiges Seminar zur Entwicklung unvergesslicher Charaktere an - 
mit  Seminarchats, Übungen und intensiver Einzelbetreuung der Teilneh-
merInnen. Meldet euch schnell an! Mehr dazu könnt ihr unter der Rubrik 
"Offerte" hier im Tempest nachlesen.

Für die Zukunft suchen wir weitere qualifizierte SeminarleiterInnen. 
Bitte schickt eure Bewerbungsunterlagen an Ramona Roth-Berghofer,  
mailto:Ramona.Roth-Berghofer at autorenforum punkt de.

Ebenfalls im Herbst werden wir unseren neuen Chatraum einweihen. Dort 
werdet ihr mit interessanten Autoren, Lektorinnen, Agenten ... chatten 
können. Die einzelnen Gäste und Themen der Chats werden wir rechtzei-
tig ankündigen. Freut euch schon mal darauf!

Ein Fehler ist uns im letzten Tempest bei den Ausschreibungen unter-
laufen: Der Hohlbein-Preis wird dieses Jahr nicht vergeben! Wer sein 
Epos schon fertig hat, kann entweder bis zum nächsten Jahr warten - 
oder einige unserer Marketinganregungen nutzen, um es schon vorher un-
ters Lesevolk zu bringen ;-)

Tempest, Website, Seminare, Chats ... wir bauen unser Angebot mit Be-
geisterung aus; aber unsere "personellen Kapazitäten" sind begrenzt. 
Daher hier wie immer mein dringender Aufruf: Helft mit! Schickt mir 
Vorschläge für Artikel für den Tempest (zum Beispiel für den Schreib-
kurs, Erfahrungs- und Veranstaltungsberichte), meldet euch als Markt-
info-RedakteurIn (Näheres bei mir erfragen: redaktion at autorenforum punkt de) 
oder als ChatmoderatorIn. Oder sucht euch einen anderen Bereich, bei 
dem ihr Lust hättet mitzuarbeiten. Damit wir autorenforum.de noch at-
traktiver und nützlicher für alle AutorInnen machen können!

  Gabi Neumayer
  Chefredakteurin
__________
Das Marktinfo-Muster:

Publikation: [Titel, Verlag]
Konzept, Zielgruppe: [in wenigen Sätzen]
Erscheinungsweise: [monatlich, halbjährlich etc.]
Sucht vor allem: 
Länge der Beiträge:
Inhaltliche Vorgaben/Wünsche:
Formale Vorgaben:
Honorar:
Richtlinien anfordern bei: ... [sofern es welche gibt]
Besonderer Tipp für die AutorInnen:
Kontaktperson: [Anschrift, Telefon, Fax, E-Mail, URL]

Bitte gebt dieses Muster an "paying markets" für AutorInnen weiter und 
schickt mir die ausgefüllten Unterlagen. So wollen wir nach und nach 
über immer mehr Publikationen informieren, bei denen AutorInnen gegen 
Honorar veröffentlichen können.

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Der "Tempest" kommt mit Courier 10 Punkt am besten zur Geltung!
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ISSN 1439-4669   Copyright 2000 autorenforum.de. Copyright- und
                 Kontaktinformationen am Ende dieser Ausgabe
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   INHALT DIESER AUSGABE:
      Editorial
      Inserate
      Offerte
           Online-Seminar zur Charakterisierung
      Termine
      Ausschreibungen
      Publikationsmöglichkeiten
      Seminare
      Vorstellung
           "Webprojekt CyberZauber"
      Leserbrief
      Autorenwissen
           "Warum ein Exposé - und wie sieht das überhaupt aus?"
           von Belinda Rodik
      Marketingideen
           "Leseridee"
      Buchbesprechung
           "Die Kunst des Erzählens" von David Lodge
           besprochen von Ramona Roth-Berghofer
      Interview mit Maja Langsdorff
      Frag den Experten für Verlagswesen, Buchhandel und Marketing
            (Bjoern Jagnow)
      Frag die Expertin für Krimis
            (Monika Niehaus-Osterloh)
      Frag die Expertin für Schreibgruppen
            (Ute Hacker)
      Glosse
            "Vom Umgang mit der Presse"
            von Ingrid Schmitz
      Impressum

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INSERATE:
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Kurs "Phantastische Fernsehserien-Untersuchung eines Phänomens" an der 
VHS Rüsselsheim von Robert Vogel

Sciencefiction, Fantasy und Mystery nehmen seit Jahren einen ständig 
anwachsenden Platz in der populären Unterhaltung ein. Phantastische 
Filme sind die größten Blockbuster an den Kinokassen, und Bücher von 
Autoren wie Wolfgang Hohlbein verzeichnen Rekordauflagen. Begriffe wie 
STAR TREK und STAR WARS sind jedem geläufig, ebenso wie DER HERR DER 
RINGE oder PERRY RHODAN.

Besonders phantastische Serien wie STAR TREK, BABYLON 5, HERCULES/XENA 
und RAUMPATROUILLE ORION erfreuen sich größter Beliebtheit. Die Fans 
dieser Serien wissen oft mehr darüber als die Leute, die sie produzie-
ren. Woran liegt das? Was haben diese Serien an sich, dass man sich so 
intensiv damit beschäftigt?
In dem VHS-Kurs "Phantastische Fernsehserien - Untersuchung eines Phä-
nomens" möchte ich diesen Fragen in lockerer, unterhaltender Form auf 
den Grund gehen.  An jedem Abend des Kurses werde ich eine oder mehre-
re beliebte Serien vorstellen und erläutern, wie sie entstanden sind, 
einen Blick hinter die Kulissen werfen und darlegen, was sie so be-
liebt macht. Zur Unterstützung meiner Erläuterungen werde ich Videoma-
terial zeigen, das in Deutschland unbekannt ist (z. T. in englischer 
Sprache). Bei Interesse werde ich gerne nach Ende der Kurs-Stunde Fra-
gen der Teilnehmer beantworten.

Dauer des Kurses: 10 Abende von 20:00 bis 21:30 Uhr (mittwochs)
Beginn: 18. Oktober
Ort: VHS-Unterrichtsstätte Rüsselsheim, Landrat-Harth-Heim, Raum 14, 
Darmstädter Straße 14, Rüsselsheim
Preis: 105 DM
Anmeldungen bei: VHS Rüsselsheim, Am Treff 1, 65424 Rüsselsheim, Tele-
fon: (0 61 42) 3 27 37, Fax: (0 61 42) 1 68 94
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WARP-online: Die Fantastik-Site für Autoren und Bildkünstler hat Ge-
burtstag!

In den letzten 12 Monaten wurden in zweiwöchigen Updates über 500 
Text- und Bilddateien zu einer schönen Werkschau der kreativen Kräfte 
der Genres SF, Fantasy und Mystery zusammengestellt. Neu sind die Rub-
riken "Autoren- und Künstlerliste" mit der Möglichkeit zu Links auf 
die eigene Autoren-/Künstler-Site, die "Künstlerwerkstatt" mit Tipps 
zum Schreiben und Veröffentlichen und die Plattform "Nimm mich", wo 
jeder eigene Bücher, Fanzines etc. bewerben kann. Auch Selbstvorstel-
lungen sind möglich! Mach mit und nutze diesen gut besuchten "Schau-
kasten im Netz" für dich:

http://www.WARP-online.de, mailto:Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

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MASKENBALL: Zeitschrift für Texte, Essays, Kurzgeschichten, Gedichte 
und Zeichnungen. Es werden monatlich 20 bis 40 AutorInnen veröffent-
licht. Es gibt viele Termine für Wettbewerbe, Ausschreibungen, NEWS, 
Adressen etc.

Auch unsere HP ist nicht ohne! http://www.der-maskenball.de

Aktuelle Printausgabe 5,- + 1,50 DM Porto. Jahresbezug 12 Ausgaben 
60,- DM inkl. Porto zuzüglich ein Geschenk.        

Maskenball c/o Jens Neuling, Postfach 12 61 in 63514 Rodenbach, 
mailto:Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! und mailto:Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.

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Suchmaschine für Literatur im Aufbau

Das Internet Projekt "Junges Lektorat" erweitert sein Service-Angebot:
Wir bauen gerade eine Suchmaschine für literaturrelevante Links auf 
und bitten alle, die daran Interesse haben, sich vor der offiziellen 
Präsentation bei www.Junges-Lektorat.de schon einzutragen. Wir fänden 
es schön, wenn die Datenbank bei offiziellem Einsatz dieser Bereiche-
rung unseres Angebotes schon möglichst viele Einträge enthält.

Eintragen könnt ihr euch unter: http://www.JL-Verlag.de/data/search/


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OFFERTE:
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Online-Seminar: "Charakterstärke"

autorenforum.de veranstaltet im Oktober erstmals ein Online-Seminar!

Cassidy Rees, freie Journalistin, Buch- und Drehbuchautorin, u. a. 
ausgebildet am namhaften "Hollywood Scriptwriting Institute" in Holly-
wood/Kalifornien, bietet ein Seminar über die Entwicklung unvergessli-
cher Charaktere an.

Wie erschafft man einen Columbo, einen Sherlock Holmes, eine Miss 
Marple, einen Harry Potter oder einen James T. Kirk? Anhand konkreter 
Beispiele vermittelt dieses Seminar in vier Wochen - in Chats und Ü-
bungen mit intensiver Betreuung der einzelnen TeilnehmerInnen - die 
Kunst, beeindruckende Charaktere zu erschaffen.

Woche 1 - Starke Charakterisierung
Woche 2 - Starke Konflikte
Woche 3 - Starke Handlung
Woche 4 - Starke Dialoge

Die Teilnehmerzahl ist auf 10 Personen beschränkt.
Anmeldeschluss ist der 25. September 2000.
Preis: 240 DM.

Die Termine der etwa zweistündigen Seminarchats:
Donnerstag, 05. Oktober, 19:30 Uhr
Donnerstag, 12. Oktober, 19:30 Uhr
Donnerstag, 19. Oktober, 19:30 Uhr
Donnerstag, 26. Oktober, 19:30 Uhr

Anmeldungen und weitere Informationen bei:
Ramona Roth-Berghofer (mailto:Ramona.Roth-Berghofer at autorenforum punkt de) 
und in der Rubrik "Offerte" auf unserer Website: 
http://www.autorenforum.de.

Die Seminargebühren in Höhe von 240 DM sind im Voraus zu entrichten, 
und zwar auf das folgende Konto von autorenforum.de:
autorenforum.de
BfG Bank AG
BLZ 550 101 11
Konto 14 24 18 99 00

Um die korrekte Buchung zu erleichtern, gebt bitte Name, Wohnort und 
"On-Sem-2000-01" als Verwendungszweck auf dem Überweisungsträger an!

P. S.: Wer schon einmal etwas von Cassidy Rees lesen möchte: Auf unse-
rer Website findet ihr einige Artikel von ihr:
- in der Rubrik "Feuilleton": "Sinn und Unsinn eines Autorenforums" 
und "Warum ich klaue"
- in der Rubrik "Drehbuch": "Hollywood und die schreibende Zunft"
- in der Rubrik "Autorenwissen": "Verkauf eines Manuskripts"

Und im nächsten Tempest erscheint ihr Artikel "Drum prüfe, wer sich 
ewig bindet - das Verhältnis von Drehbuchautor und Agent".


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TERMINE:
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Beim Bücherherbst in Köln (vom 31. August bis zum 3. September auf dem 
Kölner Neumarkt) finden jeden Tag zahlreiche Lesungen statt. Hier ei-
nige Termine, zu denen Krimiautorinnen der "Sisters in Crime" lesen.

31.8., 19:30 - 19:50: Monika Misko 
1.9., 12:30 - 12:50 Uhr: Mischa Bach 
1.9., 13 - 13:20 Uhr: Gitta List
2.9., 11:30 - 11:50 Uhr: Inge Schumann
2.9., 13:30 - 13:50 Uhr: Reiner M. Sowa
2.9., 19:30 - 19:50 Uhr: Gabriele Keiser
3.9., 18 - 19:20 Uhr: Michaela Küpper, Gabi Neumayer, Ina Coelen


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AUSSCHREIBUNGEN:
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    (siehe http://autorenforum.de/links/termine/index.html)
 (Quellen: Westfälisches Literaturbüro, uschtrin.de, Federwelt u. a.)

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31. August 2000
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Floriana 2000
Die Marktgemeinde St. Florian schreibt einen internationalen Litera-
turpreis zum Thema "Literatur zu/über/und Eros" aus. Formal und in-
haltlich gibt es keine Beschränkungen. Es kann jeweils nur ein 
(deutschsprachiges) möglichst unveröffentlichtes Werk eingereicht wer-
den, und zwar in fünffacher Ausfertigung, mit Foto und biobibliogra-
phischen Angaben. Wer unter einem Pseudonym teilnimmt, muss einen ver-
schlossenen Umschlag mit den entsprechenden Daten beilegen, der mit 
einem Kennwort versehen ist. 

Es gibt 100 000, 50 000 und 30 000 ÖS als 1., 2. und 3. Preis.

Einsendungen bitte an: Floriana 2000, Weiling 3, A-4490 St. Florian, 
Österreich.


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1. September 2000
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"Eberhard"
Kinder- und Jugendliteraturpreis des Landkreises Barnim

Zur Förderung von Kindern und Jugendlichen schreibt der Landkreis Bar-
nim anlässlich des Kinder- und Jugendliteraturtages einen Preis aus. 
Er ist mit 5 000 DM dotiert und wird am Tag der Kinder- und Jugendli-
teratur im Landkreis Barnim vergeben. Das Motto der diesjährigen Aus-
schreibung lautet: "2000 - und was morgen geschieht, bestimme auch 
ICH".

Kontakt: Landkreis Barnim, Schulverwaltungs- und Kulturamt, Heegermüh-
ler Straße 75, 16225 Eberswalde, Telefon: (0 33 34) 21 42 55, Fax: (0 
33 34) 21 41 92.


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15. September 2000
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Autorenwettbewerb für alle bis 25

Die Regensburger Schriftstellergruppe International schreibt wieder 
ihren zweijährlichen Jugendautorenwettbewerb aus. Bewerben können sich 
Autoren bis zu 25 Jahren. Eingeschickt werden können deutschsprachige 
Lyrik und Kurzprosa bis zu 5 Minuten Lesezeit (maximal 2,5 
Normseiten zu je 1 800 Anschlägen!). 

Für den ersten bis fünften Preis werden zwischen 2 000 und 250 DM ver-
geben, außerdem gibt es weitere Geld- und Buchpreise. 

Die mit einem Kennwort versehenen Manuskripte müssen in einem Um-
schlag, der ebenfalls mit einem Kennwort versehen ist, und den ausge-
füllten Anmeldeformularen in einem zweiten Umschlag (mit Namen und Ad-
resse) eingeschickt werden. 

Nähere Informationen: Regensburger Schriftstellergruppe International, 
15. Jungautorenwettbewerb, Von-der-Tann-Straße 13, 93047 Regensburg.


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15. September 2000
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Literarischer März 2001 - "Leonce-und-Lena-Preis"

Wie in jedem zweiten Jahr schreibt die Stadt Darmstadt für das Jahr 
2001 den "Leonce-und-Lena-Preis" (dotiert mit 15 000 DM) und die 
"Wolfgang-Weyrauch-Förderpreise" (dotiert mit insgesamt 15 000 DM) für 
deutschsprachige Lyrik aus. Teilnehmen können deutschsprachige Auto-
rinnen und Autoren, die nicht vor 1965 geboren sind, mit jeweils bis 
zu zwölf unveröffentlichten Gedichten. Sie müssen in dreifacher Aus-
fertigung zusammen mit der Meldekarte eingesandt werden, die beim Lek-
torat anzufordern ist. 

Weitere Informationen und Kontakt: Lektorat des Literarischen März, 
Kulturamt, Luisenplatz 5, 64283 Darmstadt, Telefon: (0 61 51) 13 33 
37.


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23./24. September 2000
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Der Ferdinandmarkt in Berlin-Lichterfelde Ost veranstaltet am 23. und 
24. September 2000 einen Literaturbasar. Neben der Präsentation von 
Bucheinzelhandel und -verlagen wird in einem Rahmenprogramm Nachwuchs- 
und unbekannten Autoren die Möglichkeit geboten, sich in kurzen Lesun-
gen einer breiteren Öffentlichkeit vorzustellen.

Interessierte Autoren melden sich bitte bei der mit der Organisation 
beauftragten Firma B&L - Herrn Leese. Kontakt:  Tel. und Fax: (0 30) 6 
06 36 08, E-mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.


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30. September 2000
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Story-Olympiade 2001

Thema: Traumpfade
Genre: Alle nur erdenklichen Spielarten der Phantastik (SF, Fantasy, 
Horror, Crossover ...). Keine Fan-Fiction!

Wie letztes Jahr findet auch dieses Jahr wieder die "Story-Olympiade 
für phantastisches Schreiben" im Internet statt. Es handelt sich um 
eine nicht kommerzielle Veranstaltung. Jeder Hobbyautor, der einen In-
ternetanschluss besitzt, kann daran teilnehmen. Eine Jury wird darüber 
entscheiden, wer auf dem Siegertreppchen steht.

Für die Jury werden noch Juroren gesucht. Wer sich für die Jury bewer-
ben möchte, schickt eine Mail mit dem Kennwort "Juroren Storyolympiade 
2001" an: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.

Die besten Geschichten sollen in einer abschließenden Anthologie ver-
öffentlicht werden.

Hier die Teilnahmebedingungen in verkürzter Form. Wer sich näher in-
formieren möchte, findet ausführlichere Infos auf der Homepage der 
"Story-Olympiade 2001":
http://www.fortunecity.de/lindenpark/karajan/371/wettbewerb/index.html

Die Teilnahmebedingungen:

Teilnehmerkreis
- Hauptberufliche Autoren sind ausgeschlossen.
- Alle Autoren, die noch kein eigenständiges Werk (Roman, Novelle) 
veröffentlicht haben, sind teilnahmeberechtigt.
- Autoren, die in Fanzines oder Anthologien veröffentlicht haben, sind 
natürlich teilnahmeberechtigt.

Technisches
- Nur ein Beitrag pro Autor!
- Umfang minimal 8, maximal 12 Normseiten
- 30 Zeilen pro Seite, zweizeilig
- 60 Zeichen pro Zeile
- Courier 10 oder 12 Punkt
- Alte und neue Rechtschreibung sind zugelassen.
- Einsendungen als Mail mit dem Text der Geschichte oder als Anhang 
(DOC-Formate bis Word 2000, RTF und TXT) an mail-
to:Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.
- Der Autor sollte zumindest mit einem Rechtschreibprogramm geprüft 
haben, ob sein Text einigermaßen fehlerfrei ist.
- Die Story darf weder irgendwo in gedruckter Form noch im Internet 
publiziert werden, bevor die Gewinner feststehen.
- Da die besten Geschichten in einer abschließenden Anthologie veröf-
fentlicht werden sollen, wird eine Erlaubnis der AutorInnen zum Ab-
druck und eine Bestätigung, dass die Geschichten frei von Rechten 
Dritter sind, benötigt. Sämtliche Rechte verbleiben beim AutorIn.
- Eine Veröffentlichung bedingt kein Recht auf ein kostenloses Beleg-
exemplar. Da dies ein nicht kommerzielles Projekt mit voraussichtlich 
geringer Auflage ist, werden eventuelle Überschüsse für Rezensionsex-
emplare verwendet. Dies dürfte sicherlich im Sinne der Autoren sein, 
deren Ziel es ist, ihren Namen bekannt zu machen.


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30. September 2000
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Fragmente 2000

Literatur lebt von Herausforderungen. Immer kürzer wird die Halbzeit 
literarischer Produkte, immer mundgerechter und marktschreierischer 
müssen sie präsentiert werden, um Abnehmer zu finden. Die Veranstalter 
des Wettbewerbs Fragmente 2000 sehen diese Entwicklung kritisch, neh-
men sie aber als kreative Herausforderung an.

Gesucht werden bisher unveröffentlichte, literarische Fragmente, die 
bei aller Kürze über eine gewisse Substanz verfügen. Texte, deren ü-
berraschende Bruchstellen zum Qualitätsmerkmal werden. Inhaltliche 
Vorgaben gibt es nicht, allerdings ist ein Umfang auf 90 Zeilen á 
durchschnittlich 96 Zeichen (Leerzeichen inkl.) festgelegt.

Vier Kopien sind einzureichen, wobei die Fragmente selbst keinen Namen 
tragen sollen (nur das beigelegte Anschreiben). Aus allen Einsendungen 
werden neun Fragmente gewählt, deren Autoren sich am 9. Dezember zum 
Literaturwettstreit in Bamberg treffen. Vor Publikum und Jury verlesen 
sie hier ihre Texte und stellen sich danach der Diskussion. Am Ende 
des Tages entscheidet die Jury über die Vergabe des Preises (zwischen 
3 000 und 10 000 DM).

Einsendungen an: Fragmente 2000, Otto-Friedrich-Universität Bamberg, 
Kapuzinerstraße 16, 96045 Bamberg, www.fragmente2000.de.


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1. Oktober 2000
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Arbeitsstipendien in Nordrhein-Westfalen

15 Arbeitsstipendien hat das nordrhein-westfälische Kulturministerium 
für Autorinnen, Autoren und Übersetzer ausgeschrieben. Die Stipendien 
sollen den Abschluss einer literarischen Arbeit  in den Bereichen Ly-
rik, Prosa und Hörspiel ermöglichen. Die Landesförderung wird für die 
Dauer von 3 Monaten in Höhe von monatlich 2 000 DM gewährt.

Bewerben können sich nur Interessierte mit Wohnsitz in NRW, und zwar 
beim  Ministerium für Arbeit, Soziales und Stadtentwicklung, Kultur 
und Sport, Referat 515, Breite Straße 31, 40213 Düsseldorf.


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15. Oktober 2000
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Buchpreis "Lesen für die Umwelt"

Die "Deutsche Umweltstiftung" vergibt seit 1989 jährlich den Buchpreis 
"Lesen für die Umwelt". Er ist mit 5 000 DM dotiert und wird in diesem 
Jahr zum zwölften Mal vergeben. Es werden Autorinnen und Autoren ge-
würdigt, die durch ein literarisches Werk, ein populäres Sachbuch oder 
eine wissenschaftliche Arbeit einen besonderen Beitrag zum Schutz der 
natürlichen Lebensgrundlagen der Menschen, der Tier- und Pflanzenwelt 
geleistet oder zur Diskussion umweltrelevanter Themen maßgeblich und 
innovativ beigetragen haben. Die Prämierung soll dem Publikum Orien-
tierung im schnelllebigen Buchmarkt geben und die öffentliche Wahrneh-
mung des herausgestellten Titels fördern.

Kontakt: Deutsche Umweltstiftung, Schlachthofstr. 6, 76726 Germers-
heim, Telefon: (0 72 74) 47 67, Fax: (0 72 74) 7 73 02, 
E-Mail: mailto:Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! oder 
        mailto:Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.


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30. November 2000
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Literaturwettbewerb der GEDOK

In diesem Jahr lautet das Motto: "Vieles ist gewaltig, aber nichts ist 
gewaltiger als der Mensch." Vergeben werden zwei Preise von je 1 000 
DM. Jeder Teilnehmer kann eine Kurzgeschichte von bis zu 2 Seiten Um-
fang oder bis zu 3 Gedichte einsenden. Die Texte sollen eingereicht 
werden: in dreifacher Ausfertigung, mit einer sechsstelligen Zahl ano-
nymisiert und mit der Adresse in einem separaten Umschlag.

Kontakt: Gedok e. V., Henkelstraße 3, 65187 Wiesbaden, 
Telefon: (06 11) 69 12 16, Fax: (06 11) 69 12 19.


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31. Dezember
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Glauser - Krimipreis der Autoren

Der Preis wird jährlich von einer Jury des SYNDIKATs vergeben und ist 
mit 10 000 DM dotiert. Mit dem Preis sollen Qualitätsmaßstäbe deutsch-
sprachiger Kriminalliteratur beispielhaft dokumentiert werden.  Die 
Jury bewertet jeweils die Krimiproduktion deutschsprachiger AutorInnen 
des laufenden Jahres. Die Preisverleihung findet jeweils im darauffol-
genden Jahr auf der CRIMINALE statt.

Kontakt: SYNDIKAT, Autorengruppe deutschsprachige Kriminalliteratur, 
c/o Prof. Dr. Horst Bosetzky ("-ky"), Benediktinerstraße 54, 13465 
Berlin.

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PUBLIKATIONSMÖGLICHKEITEN:
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www.literature.de bietet die kostenlose Möglichkeit zur Veröffentli-
chung von Texten auf den Seiten, im Printheft und gesondert in der An-
thologie.


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SEMINARE:
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14. bis 17. September 2000
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Professionalisierung für Autorinnen und Autoren aus den Bereichen Bel-
letristik, Essay, Sachbuch, Lyrik

Themen: Literaturagenturen, Lektorat, Verhandlungen mit Verlagen, Ver-
marktungsstrategien, Werbung und Präsentationsformen - Handbücher, 
Hilfsmittel, Adressen, Stipendien, Literaturpreise, Recherche, Inter-
net, weiterführende Fortbildungsmöglichkeiten, Hinweise und Tipps für 
den Beruf, Rechts- und Steuerfragen, Normvertrag, Verwertungsgesell-
schaft Wort, Künstlersozialkasse - Schreibtechniken, Textwerkstatt, 
Lesungen. Erste Publikationserfahrungen (Zeitschrift/Anthologie) wer-
den vorausgesetzt.

Kosten: 300 DM (150 DM für Mitglieder der IG Medien) 
Anmeldung: Institut für Arbeitnehmerbildung (IfAB), Teutobur-
ger-Wald-Str. 105, 32791 Lage-Hörste, Telefon: (0 52 32) 98 34 28, 
Fax: (0 52 32) 98 34 62, E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.


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24. bis 26. September 2000
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Vom Bild zum Text. Eine Literaturwerkstatt

Diese Literaturwerkstatt erforscht in Lektüre und eigenem Produzieren 
verschiedene Möglichkeiten, zu Bildern zu schreiben. Dabei werden die 
Modalitäten der Zeit in Bildern und Texten - z. B. Simultaneität und 
Sukzession, Augenblick und Dauer - einen Schwerpunkt der Arbeit bil-
den.

Eingeladen sind Menschen, die ihre Schreibstrategien und ihr Reper-
toire generativer Verfahren intensivieren und erweitern wollen, die 
gern experimentieren und über ihre und die Experimente anderer nach-
denken. Grundlegende Voraussetzung für alle TeilnehmerInnen: Lust an 
Bildern - an Gemälden, Fotos und was es sonst noch gibt.

Leitung: Prof. Dr. Gundel Mattenklott, Dr. Olaf Kutzmutz
Kursgebühr: 220 DM (inkl. Übernachtung und Verpflegung)
Anmeldeschluss: 24. August 2000
Anmeldung: Bundesakademie für kulturelle Bildung Wolfenbüttel, Post-
fach 11 40, 38281 Wolfenbüttel, Telefon (0 53 31) 8 08-4 11, Fax (0 53 
31) 8 08-4 13, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!, http://www.bundesakademie.de


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29. September bis 1. Oktober 2000
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Autorenarbeit für den TV-Markt: Das Beispiel Sitcom

Ein neues, zudem finanziell sehr lukratives Betätigungsfeld für deut-
sche Autorinnen und Autoren ist die Sitcom. "Die Camper" oder "Das 
Amt" heißen zum Beispiel deutsche Ableger des Genres, die sich neben 
den amerikanischen Originalen immer größerer Beliebtheit erfreuen.

Wie können Autorinnen und Autoren jedoch Fuß fassen auf dem attrakti-
ven TV-Markt? Gewiss nicht ohne Kenntnis der einschlägigen Mechanismen 
dieses Marktes. Dafür deckt das Seminar die Gesetzmäßigkeiten des 
Schreibens für die Sitcom auf, erläutert den Produktionsprozess, ana-
lysiert die einzelnen Untergenres und gibt den Teilnehmerinnen und 
Teilnehmern die Möglichkeit zu praktischen Übungen. Gemeinsam soll in 
diesen Praxis-Teilen ein Konzept für eine neue Sitcom erarbeitet wer-
den.

Leitung: Michael Joe Küspert, Ute Woeckner
Kursgebühr: 240 DM (inkl. Übernachtung und Verpflegung)
Teilnahmebedingungen: Fügen Sie Ihren Anmeldungen bitte eine tabella-
rische Aufstellung Ihres einschlägigen beruflichen Werdegangs bei.
Anmeldeschluss: 29. August 2000
Anmeldung: Bundesakademie für kulturelle Bildung Wolfenbüttel, Post-
fach 11 40, 38281 Wolfenbüttel, Telefon (0 53 31) 8 08-4 11, 
Fax (0 53 31) 8 08-4 13, mailto:Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!, 
http://www.bundesakademie.de


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20. bis 22. Oktober 2000
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Praxis-Seminar "Schreiben kann man lernen, wenn man es kann"

Man hat eine tolle Idee für eine Hauptfigur in einem Roman. Voller E-
lan wird geschrieben. Auf Seite 30 geht der Hauptfigur langsam die 
Puste aus ... Oder: Man hat einen spannenden Stoff, den man unbedingt 
in einer Geschichte verarbeiten will. Auf Seite 16 findet man den 
Stoff plötzlich furchtbar langweilig ...

"Was braucht eine Schriftstellerin im Medienzeitalter?", fragte sich 
Liane Dirks und gab die Antwort: Mut, Begabung, Technik. Um Technik 
geht es in diesem Wochenendseminar. Es richtet sich an Schriftstelle-
rinnen, die sich auf dem Sprung in die Professionalität weitere Grund-
lagen für ihr Schreiben erarbeiten wollen. Welche Tipps, Regeln oder 
Techniken lassen sich für die jeweilige Schreibabsicht anwenden, um zu 
einer individuellen Arbeitsweise zu gelangen?

Referentin: Ulla Diekneite 
Gebühr: 180 DM inkl. Übernachtung/Verpflegung
Teilnahmebedingungen: schriftliche Bewerbung mit Biographie, Exposé zu 
der Idee (ca. 1 Normseite) und eine Textprobe (5 Normseiten) 
Anmeldeschluss: 1. Oktober 2000
Anmeldung: Literaturbüro NRW-Ruhrgebiet e. V., Friedrich-Ebert-Str. 8, 
45956 Gladbeck, Telefon: (0 20 43) 99 26 44.


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8. bis 10. Dezember 2000
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Nicht von dieser Welt? Die Sciencefiction-Kurzgeschichte

Sciencefiction hat in Deutschland ihr Publikum - das beweisen erfolg-
reiche Filme wie "Star Wars" oder Serien wie "Star Trek". Deutschspra-
chige Sciencefiction-Literatur fristet hingegen - abgesehen vom Mas-
senphänomen "Perry Rhodan" - ein Schattendasein. Kurzgeschichten die-
ses Genres finden nahezu keinen professionellen Markt.

Anders in den USA: Zahlreiche Zeitschriften publizieren die Kurzform 
der Sciencefiction. In den so genannten Clarion Workshops und anderen 
Schreibschulen bilden Profi-Autoren den schriftstellerischen Nachwuchs 
marktgerecht aus. Der amerikanische Einfluss auf die Sciencefiction 
ist dadurch übermächtig - auch in puncto Stil und Inhalt.

Das Seminar orientiert sich an diesen amerikanischen Workshops. Redak-
teur und Autor besprechen kritisch die zuvor eingereichten Texte der 
Teilnehmerinnen und Teilnehmer (max. 5 Seiten), weitere eigene Arbei-
ten entstehen im Seminar und werden auf stilistische und konzeptionel-
le Schwächen überprüft. Die Autorinnen und Autoren finden so schneller 
zu einem unverwechselbaren Stil.

Das Seminar richtet sich vor allem an Autorinnen und Autoren, die ih-
ren ersten literarischen Moonwalk im Bereich Sciencefiction versuchen. 
Allgemeine Grundlagen des Schreibens sollen ebenso erarbeitet werden 
wie Techniken, um Figuren, Handlungen und fantastische Welten zu er-
finden. Der kritische Blick der Teilnehmer für eigene und fremde Werke 
wird durch das Seminar geschärft.

Leitung: Klaus Frick, Robert Feldhoff
Kursgebühr: 230 DM (inkl. Übernachtung und Verpflegung)
Anmeldeschluss: 8. November 2000
Anmeldung: Bundesakademie für kulturelle Bildung Wolfenbüttel, Post-
fach 11 40, 38281 Wolfenbüttel, Telefon (0 53 31) 8 08-4 11, Fax (0 53 
31) 8 08-4 13, mailto:Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!, 
http://www.bundesakademie.de


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VORSTELLUNG:
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 (In dieser Rubrik stellen sich ausgewählte Literaturzeitschriften, 
  Literaturbüros, kulturelle Einrichtungen etc. selbst vor.)

                        "Webprojekt CyberZauber
                           Von der Lust ...
                           ... am Schreiben"


Als begeisterte Websurferin, Webseitendesignerin und Story-Schreiberin 
infizierte mich der Virus "Internet-Projekte von Frauen". Das war ir-
gendwann 1996/1997 - ich war noch recht neu in der Web-Szene. Nachdem 
ich anfänglich nur gechattet hatte (AOLs Foyer 1 war meine zweite Hei-
mat *grins*), wandte ich mich nun dem "Surfen" zu. Der Gedanke an eine 
eigene Homepage dümpelte noch ungeboren vor sich hin. Wochenlang war 
ich erst Gast auf diversen Schreibprojektseiten, dann wurde ich aktiv, 
begann mich zu beteiligen, wo es möglich war. Da und dort tauchten 
Stories von mir auf und Gedichte, ich schrieb Beiträge zu Fortset-
zungsgeschichten. Eines Samstags dann traf es mich wie der Blitz - wa-
rum eigentlich nicht selbst machen?!?      

So entstand eine Website, die zwar bereits zweimal einem radikalen 
Frühjahrsputz ihr Äußeres opfern musste, vom Inneren jedoch immer in 
erster Linie eines geblieben ist: ein Literaturprojekt. Auch der Name 
stand von Anfang an: CyberZauber. 

CyberZaubers Herz ist das so genannte "Zauberbuch" 
(http://www.zauberfee.de/zauberbuch/), in dem aktuell elf Projekte zum 
Mitmachen angeboten werden, verteilt über drei "Kapitel". 

Das erste Kapitel beinhaltet die interaktiven Bereiche: den Fantasy-
Netzroman "Die Perlen von Caala-Elen", das Sciencefiction-Epos "Space-
junk", die wahnwitzige Fortsetzungsstory "Die Spinne im INTERNETz", 
das frühlingshaft-chaotisch-feminine "Nie wieder Ostern?", das tieri-
sche Vergnügen um "Bluna, die abenteuerlustige Kuh" (kein Kinderpro-
jekt!) und - frisch aus den 99er Winterseiten übernommen: das interak-
tive Irrgarten-Experiment "Mystique" (mit eigenen Zeichnungen *gg*) 
sowie - noch recht jungfräulich - "Stern in der Nacht".

Im zweiten Kapitel spielen "Reizwortgeschichten" die Hauptrolle. Es 
handelt sich um Einzelwerke von Autor/inn/en, die - im Gegensatz zu 
den interaktiven Projekten - nicht miteinander in Verbindung stehen. 
Drei unterschiedliche Bereiche stehen zur Auswahl:

Bei [anfang/ende] sucht sich der Autor einen Anfangs- und/oder Endsatz 
aus. Bei [drei] lässt der Autor drei vorgegebene Worte in seiner Story 
eine Rolle spielen. Bei [die blank page] ist die einzige Vorgabe, dass 
sich die Story um Themen wie Cyber, Zauber, Fantasy, Mysteriöses u. Ä. 
dreht.

Was fehlt uns noch? Genau - die Poesie :-) Schlagen wir also Kapitel 3 
auf. Hier findet man die "Regenbogensplitter", eine Sammlung einge-
reichter Gedanken und Gedichte, die immer noch erweitert werden kann. 
Inaktiv und nur noch zum Lesen da sind zwei Sammlungen, die schon ei-
nige Jährchen auf dem Buckel haben: die "Dark Poems" und die "Sternta-
ler" - Gedichte aus einer eingestellten CyberZauber-Version (drum ist 
auch das Design ein gänzlich anderes).

Die Ideen zu den Vorgaben bzw. zu den Basisgeschichen zu den interak-
tiven Projekten und den Reizwortgeschichten stammen bis auf eine Ein-
schränkung von mir: Der "2. interaktive Netzroman" "Die Perlen von 
Caala-Elen" ist ein offizielles Schwesternprojekt des 1. interaktiven 
Netzromans "Die Säulen von Llacaan" 
(http://netzwerke.textbox.de/llacaan/, Webmaster: Roger Nelke) und be-
inhaltet sogar einzelne Stränge, die zwischen diesen beiden Projekten 
(die ja auf unterschiedlichen Homepages liegen) hin und her springen - 
eine faszinierende Möglichkeit des Mediums Internet :-)

Aus der Zusammenarbeit mit Roger Nelke entwickelte sich ein gemeinsa-
mes Projekt: der Webring MINDSTORM (http://www.textbox.de/mindstorm/ 
oder http://www.zauberfee.de/mindstorm/). Hier bieten wir Schreibwil-
ligen eine Fundgrube an Mitschreibprojekten und den Mitgliedern eine 
Anlaufstelle, um ihre Projekte bekannt zu machen und anzubieten.

Doch zurück zu CyberZauber: Der zweite große Part, der sich mit der 
Lust am Schreiben beschäftigt, schlummert in der " Schublade" der Un-
terrubrik "Zauberfee": verschiedene Werke - darunter zwei, die sicher-
heitshalber in eine zugangsgesicherte "Erotikecke" verbannt wurden - 
innerhalb und außerhalb der Homepage, die von mir selbst verfasst wur-
den. Ebenfalls hier zu finden: eine Info zu den beiden Anthologie-
Büchern, in denen ich veröffentlicht habe.

Angegliederte Projekte wie der bereits erwähnte Webring "Mindstorm", 
die separate Creatures-Seite (PC-Simulationsspiel) oder der Beitrag 
zur "Aktion Zivilcourage" sind als eigenständige Homepages anzusehen 
und haben - bis auf den integrierten Link - nicht wirklich etwas mit 
CyberZauber zu tun. 

Wer etwas für Kinder sucht, sucht nicht vergebens - die Seite "Zauber-
lehrling" ist meinem inzwischen neunjährigen Sohn Falk gewidmet; aus 
den vielen Sammlungen über seine Vorlieben sind mit der Zeit einige, 
wie ich meine, ganz brauchbare Tipps zu Kinder-Literatur und Spiele-
software entstanden. Auch hier findet sich die "Lust am Schreiben", 
denn Falk schreibt bereits selbst ;-)  

Zum Schluss blieben noch die Schreibwettbewerbe zu erwähnen: Neben 
Schreibwettbewerben für Kinder und gelegentlichen Schreibwettbewerben 
um die Osterzeit herum findet regelmäßig jedes Jahr in der Weihnachts-
zeit der große CyberZauber-XMAs-Schreibwettbewerb statt. Natürlich 
gibt es auch Preise zu gewinnen!

Welchen Sinn machen Schreibprojekte? Ich persönlich halte mich damit 
in Übung - wenn die Zeit fehlt für die eigenen Vorhaben und die Span-
nen ohne "Schreiberei" wieder einmal lang werden. Alles lässt sich 
ausprobieren, die Unmutigeren können auch unter einem Pseudonym agie-
ren. (Übrigens: Pech, wenn man dann einen ersten Preis gewinnt und 
seine Deckung nicht aufgeben möchte - ich habe es erlebt!) Dadurch 
wird dies auch zu einer fantastischen Plattform für Einsteiger, junge 
Autoren, Schreibfreudige, Ängstliche, Schüchterne. 

Für diese Punkte kann ich Mitschreibprojekte nur jedem ans Herz legen 
- und gleichzeitig zu einem Besuch einladen: ins Zauberland oder zum 
Mindstorm-Webring, hier ist für jeden etwas dabei :-)

Zauberfee
http://www.zauberfee.de


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LESERBRIEF:
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Der folgende Mailwechsel zwischen Rüdiger und Björn wird früher oder 
später alle AutorInnen interessieren - es geht um Urheberrechtsschutz 
im Internet. Daher drucken wir hier die beiden Mails mit allen techni-
schen Details ab.

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Rüdiger Hanke
+++++++++++++
Hallo,

ich möchte ein paar Worte zum letzten Tempest loswerden, genauer ge-
sagt: zu der Expertenfrage bzgl. wirksames Copyright im Internet.

Ich denke, ihr habt es euch mit der Beantwortung der Frage sehr ein-
fach gemacht. Dass es keinen 100%igen Schutz gibt, ist klar. Aber man 
kann einiges tun, um mögliche Ärgernisse zu vermeiden.

Zum einen kann man seine Texte als digitales Dokument (PDF) zum Down-
load anbieten. Leider unterstützt Adobe mein System (Amiga) nicht, so 
dass ich auf die PDF-Exportmöglichkeiten von PageStream angewiesen 
bin, aber prinzipiell bietet PDF sowohl die Möglichkeit, Text zu ver-
schlüsseln, als auch, Kopieren und Einfügen von Text zu verbieten. Wer 
dann etwas am Text verändern wollte, müsste ihn erst einmal abtippen.

Wenn man seinen Text nicht an völlig anderer Stelle im Web wiederfin-
den will, auch nicht in Originalfassung, sollte man Web-Spinnen den 
Zugang zu seiner Website verwehren. Web-Spinnen hangeln sich von Seite 
zu Seite durch das Web und "sammeln" alles ein, was sie so finden. Die 
bekannteste Gattung dürften die Suchmaschinen sein - in der Tat 
braucht man seine Site nur von der richtigen Suchmaschine katalogisie-
ren zu lassen, und schon existiert eine Kopie der eigenen Texte auf 
einem anderen Server.

Wie stark man von Spinnen gefährdet ist, hängt auch davon ab, auf wel-
chem Server man seine Homepage hat. Ein verbreitetes Programm zum 
"Einsammeln" von Webpages ist z. B. "wget". Die Standardeinstellung 
von "wget" bei rekursivem Sammeln ist, dass es alle Links besucht, die 
auf demselben Server liegen wie die Startseite. Hat man jetzt seine 
Seite bei einem Allerweltsanbieter wie Geocities, kann es sein, dass 
jemand mit "wget" eine andere Geocities-Site saugen will, deren Besit-
zer rein zufällig von eurer Website so angetan ist, dass er auf sie 
gelinkt hat - und schon sammelt "wget" die eigene Site auch ein.

Nun mögen manchen Leute dazu "na und?" sagen, immerhin könnte ja je-
mand eure Texte so sehr mögen, dass er sie gleich alle auf einmal her-
unterladen will. Trotzdem, wenn ich abends lange im Poolraum an der 
Uni sitze, muss ich leider manchmal miterleben, dass es Leute gibt, 
die "wget" nutzen um (wohl nicht immer ganz legale...) Sites mit 
MP3-Songs, Hörspielen und Büchern komplett herunterzuladen, auf CD zu 
brennen und die dann zu verkaufen. Wenn dann durch einen blöden zufäl-
ligen Link die eigene Seite auf so einer CD ist, mich würde das schon 
ärgern.

Zum Schutz vor Spinnen kann man zum einen ein META-Tag auf die Haupt-
seite setzen:



Das auf der Startseite bewirkt, dass Web-Spinnen die Startseite kata-
logisieren dürfen (z. B. Suchmaschinen), aber nicht die weiteren Un-
terseiten.

Eine andere Möglichkeit ist die, eine robot.txt-Datei zu schreiben und 
die in das Hauptverzeichnis zu setzen. Hier kann man sehr genau ange-
ben, welche Spinnen man erlauben will und welche Bereiche geschützt 
sein sollen. Ein einfaches Beispiel wäre:

User-agent: *
Disallow: /

... was die ganze Website für Spinnen verbieten würde. Gegen "wget" 
ist es der einzige Schutz, da "wget" das META-Tag nicht beachtet. Man 
braucht für eine robot.txt-Datei allerdings einen eigenen Server.

Beides ist übrigens ein freier Standard, den Programmierern dieser 
Web-Spinnen steht es frei, ihn zu missachten. Die wirklich wirksamste 
Methode, die ich für etwas übertrieben halte, die aber von einigen 
misstrauischen Zeitgenossen tatsächlich praktiziert wird, wäre, die 
Texte in einen Bereich der Website zu setzen, der durch ein Passwort 
geschützt ist. Das Passwort setzt man dann auf die Seite, auf der man 
sich für diesen Bereich einloggen kann. Interessierte Surfer können 
sich damit dann direkt einloggen, Spinnen bleiben draußen.

++++++++++++++++++++++++++++
Björn Jagnow
verlagswesen at autorenforum punkt de
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Hallo Rüdiger!

Vielen Dank für deine Anmerkungen zum Copyright. Ich möchte darauf 
kurz eingehen, weil es erklärt, warum ich diese oder ähnliche Möglich-
keiten gar nicht erst genannt hatte.

PDF-Datei: Dieses Vorgehen  verhindert aber nicht, dass ich die 
PDF-Datei abspeichere und auf meine eigene Website lade. Zwar bleibt 
dann der Text, wie er sein sollte, und auch der Verfassername wird 
nicht geändert, Kontrolle über die Verwendung besitzt der Autor aber 
nicht mehr. Zudem gibt es zahlreiche Möglichkeiten, PDFs in andere 
Formate umzuwandeln (z. B. Word), womit wieder ein editierbarer Text 
entsteht.

Sowohl deine Vorschläge gegen Webspinnen als auch der Passwortschutz 
verhindern nicht das absichtliche Kopieren durch den User, was ja die 
nahe liegendste Verletzung des Urheberrechts darstellt. Dass eine ma-
nuelle Kopie erstellt wird, lässt sich aber nicht verhindern, da der 
Browser zur Wiedergabe von Netzinhalten bereits eine Kopie auf dem 
privaten Rechner/Client herstellt und diese somit offen liegt. Jede 
Schutzmaßnahme im Netz verhindert nur den automatisierten Urheber-
rechtsbruch. Selbst Passwörter können von User zu User weitergegeben 
oder in Mailinglisten, Foren oder Newsgroups veröffentlicht werden.


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AUTORENWISSEN:
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                                       (mailto:Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!)               
         "Warum ein Exposé - und wie sieht das überhaupt aus?"
                          von Belinda Rodik

Exposés sind nicht einfach dazu da, dem Autor den letzten Nerv zu rau-
ben, ihn unendlich viel Zeit zu kosten oder ihn zu trietzen. Exposés, 
Konzepte und Treatments dienen - im übertragenen Sinne - der zwischen-
menschlichen Kommunikation von Autor, Lektor und Manuskript. Auch wenn 
Autor davon ausgeht, dass Sinn und Zweck des zukünftigen Bestsellers 
durchaus beim Lesen aus dem Text an sich hervorgeht, ist Lektor doch 
froh, vorab einen groben Überblick über das Manuskript zu erhalten. Es 
liegt also in der Natur der Sache, dass sich ein gutes Exposé ver-
kaufsfördernd auswirkt und dem Autor damit mehr dient als ihn quält 
...

Das Exposé ist das wichtigste Mittel des Autors, sein Manuskript an 
den Verlag zu bringen. Es ist der Werbetext, das Aushängeschild, die 
Visitenkarte des Autors. Ein schlechtes Exposé kann einen Lektor 
durchaus dazu verleiten, das Manuskript ungelesen zurückzuschicken - 
zu Recht. Wer lässt sich gerne auf 500 Seiten und mehr ein, ohne zu 
wissen, wohin diese vielen Seiten überhaupt führen werden?

Jedes Exposé folgt einer festgelegten Untergliederung. Die einzelnen 
Punkte können selbstverständlich in der Reihenfolge variiert werden, 
jedoch sollten sie alle behandelt werden: 

:-:-:-:-:-:-:-:-:-:-:-:
Arbeitstitel: ...

Genre: Krimi, historischer Roman, Sachbuch etc.

Umfang: sollte in Standard-Manuskriptseiten angegeben werden (30 x 60 
Anschläge, doppelzeilig, 12-Punkt-Schrift, am besten Arial)

Kurzinhalt: Ein Absatz reicht - zu vergleichen ist der Kurzinhalt mit 
einem Klappentext; das Ende der Geschichte muss hier nicht offenbart, 
die Handlung sollte kurz und knackig umrissen werden.

Inhalt: Hier darf sich der Autor austoben, allerdings innerhalb eines 
logischen Rahmens. Die Einteilung sollte eine klassische Fünfteilung 
sein: 
- Anfang (Exposition)
- 1. Wendepunkt
- Mittelteil mit Höhepunkten (2. Akt, Konfrontation)
- 2. Wendepunkt
- Ende (Ende)

Man nennt den Wendepunkt einer Geschichte auch "Plot Point" - den 
Punkt einer bestimmten, alles verändernden Handlung. Syd Field sagt 
dazu in seinem Buch "Drehbuchschreiben für Fernsehen und Film": "Ein 
Plot Point ist ein Vorfall oder ein Ereignis, das in die Geschichte 
eingreift und sie in eine andere Richtung lenkt." Hinter dem Plot 
Point steht also der Sinn, die Handlung anzutreiben.

"Subplot" nennt man den Plot im zweiten Handlungsstrang, im Neben-
strang der eigentlichen Geschichte. Diesen soll man auf alle Fälle 
auch erwähnen - sofern es einen zweiten Handlungsstrang gibt.

Figurenbiographien: aufgeteilt in Hauptfiguren, Nebenfiguren und Rand-
figuren. Wer sind die Protagonisten der Geschichte, wer ihre Gegen-
spieler, wer die Platzhalter und Randfiguren? Was treibt die Figuren 
an? Wie sehen sie aus, was wollen sie, und wie erreichen sie es? 
Sprich: Hierher gehören ausgearbeitete Lebensläufe der Figuren. 
Selbstverständlich braucht es für Neben- und Randfiguren keine so de-
taillierten Angaben wie für die Hauptfiguren. Damit es übersichtlich 
bleibt, sollte man auf alle Fälle bei den Hauptfiguren beginnen; die 
Nebenfiguren und auch die Randfiguren sollten gesondert aufgeführt 
werden:
Hauptfiguren:
- Johannes M.: 30 Jahre, groß, blond, mit dem Gesicht eines Engels, er 
hat ...
- Lea K.: 20 Jahre ...

Nebenfiguren:
- Maria K.: 60 Jahre, Leas Mutter, sie ...
etc. 

Zur Geschichte: Hintergrundinformationen, Recherche (bei einem Krimi 
könnte hier z. B. in kurzen Sätzen erklärt werden, wie der Autor die 
Polizeiarbeit recherchiert hat, etc.)

Motivation: Warum hat man dieses Buch geschrieben und kein anderes? 
Wie ist man auf die Idee zum Roman gekommen? War es ein Interview im 
Fernsehen, ein Zeitungsartikel, ein Erlebnis in der Kindheit? Was hat 
den Ausschlag gegeben, dieses Buch zu schreiben? Welche Verbindung be-
steht zwischen Autor und Geschichte?

Autor: nicht die ganze Lebensgeschichte beginnend bei der Geburt 
schreiben. Die Angaben zum Autor sollten sachlich knapp gehalten wer-
den und sich auf den beruflichen Werdegang beschränken - mit Ausnahme 
des Geburtsjahres, das angegeben werden sollte.
:-:-:-:-:-:-:-:-:

Soweit zum Inhalt eines Exposés. Kommen wir nun zur Länge: Vielfach 
wird die Vermutung geäußert, ein Exposé dürfe den Umfang einer Seite 
nicht überschreiten. Hier kann ich nur aus Erfahrung berichten: Selbst 
ein klassisches Exposé umfasst bis zu 3 Seiten, manchmal auch 5. Al-
lerdings hat es sich mittlerweile eingebürgert, Exposés nicht mehr 
künstlich knapp zu halten, also auf einer Seite - diese eine Seite ist 
bereits mit der Inhaltsangabe voll ausgelastet. Ein Seitenumfang von 5 
bis 8 Seiten ist legitim und hat sich mittlerweile auch durchgesetzt. 
Kürzer sollte ein Exposé nur in Ausnahmefällen werden oder wenn dies 
ausdrücklich der Wunsch des Lektorates ist - wie z. B. bei 
www.romansuche.de: Hier fordern die Redakteure explizit ein einseiti-
ges Exposé. Ansonsten gilt: Je ausführlicher, desto besser.

Der Begriff "Treatment" hingegen kommt aus der Filmbranche und be-
zeichnet eigentlich ein Konzept, das bereits Textauszüge, Dialogfolgen 
etc. beinhaltet und demzufolge auch länger ist - es umfasst ca. 10 bis 
20 Seiten.

Um nun keine Begriffsverwirrung aufkommen zu lassen, die sich vor al-
lem an der Länge eines Exposés festmacht, kann man einfach zum Über-
begriff "Konzept" wechseln, denn wichtig ist nicht, wie man seinen 
Werbetext nennt - wichtig und entscheidend ist allein, was drinsteht 
...

Ein Exposé, das die oben genannten Punkte beinhaltet, ausführlich das 
Projekt vorstellt, aber nicht in unwichtige Details abschweift, or-
dentlich gegliedert ist und Sinn und Zweck des Buches genau definiert, 
wird auf alle Fälle den Lektor begeistern - und dies ist bekanntlich 
der erste Schritt zum Verlagsvertrag.

Viel Glück!

                    **~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~**

Belinda Rodik, Autorin für Droemer-Knaur, Gustav Lübbe, Emons Verlag 
und Gondrom. Im Herbst erscheint "Anno Domini. Drachen vor Köln" (Ju-
gendbuch/Emons), im Frühjahr 2001 "Trimalchios Fest" (Gustav Lübbe). 
Im August geht www.federkiel2000.de online - eine Site für Autoren, 
die mehr über Handwerk und Geschäft des Literaturbetriebes erfahren 
möchten; dazu gibt es Gespräche mit Lektoren etc.

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MARKETINGIDEEN:
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                             (mailto:marketing.ideen at autorenforum punkt de)

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Angelika Stein
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
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Wie wäre es, einen Werbetausch zu organisieren? Nach dem Motto: Ich 
werbe für dein Buch, du wirbst für mein Buch.

Konkret kann das so aussehen:

- Extraseite im Buch
- eine Art Banner im Text
- in der Fußzeile ein Werbeslogan

Ich selbst wäre einem solchen Werbetausch sehr aufgeschlossen!


++++++++++++++++++++++++++++
Ernst Probst
http://ebook-journal.here.de
++++++++++++++++++++++++++++
Ein wichtiges Handwerkszeug für Autoren/innen ist das Presse- und Me-
dienhandbuch "Stamm 2000, Leitfaden durch Presse und Werbung". Es ent-
hält die Anschriften sämtlicher deutscher Zeitungen, Zeitschriften, 
Rundfunk- und Fernsehsender, Pressedienste und deutschsprachiger Aus-
landszeitungen. Allerdings kostet dieses Werk mehr als 200 DM.

Jedem Autor bzw. jeder Autorin eines gedruckten Buches rate ich dazu, 
seinen/ihren Text auch als eBook, CD-ROM oder als Diskette bei 
www.ebookcom.net zu veröffentlichen. Selbst wenn wenig verkauft werden 
sollte, ist dies vorteilhaft, weil man dann sein Werk auch elektro-
nisch zur Verfügung hat. Ich selbst werde bei ebookcom meine 
14-bändige Taschenbuchreihe "Superfrauen" veröffentlichen. Bei ebook-
com zahle ich derzeit nur 100 DM für die Herstellung und erhalte fünf-
zig Prozent des Ladenpreises bei eBooks und vierzig Prozent bei 
CD-ROMs oder Disketten. Selbst wenn man bereits mit einem Buchverlag 
einen Vertrag geschlossen und alle Rechte dabei abgetreten hat, lässt 
sich das eBook noch realisieren. In diesem Fall kann man um eine Zu-
satzvereinbarung bitten und mit dem Buchverlag die Honorare für eBooks 
teilen.

Bei vielen Internetseiten, die sich an Autoren/innen wenden, wundert 
es mich, dass dort keine Werbung für Bücher erlaubt ist. Ich wünsche 
mir ein Forum mit Hinweisen auf neue Bücher, das von möglichst vielen 
gelesen wird. Ein bescheidenes Forum gibt es unter 
http://f3018.siteboard.de.


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BUCHBESPRECHUNG:
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                                    (mailto:redaktion at autorenforum punkt de)

              "Die Kunst des Erzählens" von David Lodge
                 besprochen von Ramona Roth-Berghofer


"Romane sind Erzählungen, und Erzählungen, egal in welchem Medium - 
Wort, Film, Comicstrip -, fesseln ein Publikum dadurch, dass sie Fra-
gen aufwerfen und die Antworten hinauszögern."

Die Enstehung von David Lodges Buch "Die Kunst des Erzählens" begann 
mit einer wöchentlichen Kolumne für die Literaturseiten des "Indepen-
dent on Sunday" Anfang 1991. Jede Woche wählte David Lodge einen oder 
mehrere kurze Auszüge aus bekannten Romanen und Erzählungen der klas-
sischen wie modernen Literatur aus (Jane Austen, James Joyce, Virginia 
Wolf, J. D. Salinger, Henry James, Paul Auster, George Orwell, William 
Golding ...) und behandelte an ihrem Beispiel themenbezogen einige As-
pekte "der Kunst des Erzählens".

Lodge begann seine damalige Kolumne mit dem "Anfang" (Beginning) eines 
Romans bzw. einer Erzählung und wählte dafür die Anfänge von Jane Aus-
tens "Emma" und Ford Madox Fords "Die allertraurigste Geschichte", um 
zu zeigen, wie geschickt es gerade diese Schriftstellerin und dieser 
Schriftsteller durch ihre Einleitung verstanden haben, den Leser in 
ihren Bann zu ziehen. In weiteren Kolumnen ging Lodge anhand von kom-
mentierten Beispielen auf die Erzählstimme eines Werkes, die Spannung, 
die Perspektive, die Namenswahl der Figuren, den inneren Monolog, die 
Atmosphäre oder die Symbolik und auch auf einzelne Erzählgattungen 
(experimenteller Roman, humoristischer Roman, Phantastik, Taschenroman 
…) ein. Und schließlich wurde in einer Überarbeitung all dieser ein-
zelnen Artikel das Buch "Die Kunst des Erzählens" geboren, vom Litera-
turwissenschaftler Logde für den "Durchschnittsleser" gedacht, und 
aufgrund der mitverwendeten Fachbegriffe mit einem kleinen Glossar 
versehen - das nicht ganz so vollständig ist, wie es der "Durch-
schnittsleser" vielleicht gerne hätte.

"Die Kunst des Erzählens" ist  aufgrund der zahlreichen Beispiele und 
Erläuterungen mit James N. Freys "Wie man einen verdammt guten Roman 
schreibt" vergleichbar, jedoch etwas literaturwissenschaftlicher  an-
gehaucht und daher trockener zu lesen, als das bei dem humorvollen 
Frey der Fall ist. Lehrreich und inspirierend ist "Die Kunst des Er-
zählens" in jedem Fall und nicht nur für die angehenden "Literaten" 
unter den Autoren sehr empfehlenswert.

David Logde: "Die Kunst des Erzählens", 16 DM, Diana Verlag, ISBN 3-
453-15017-1.

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INTERVIEW:
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                       (mailto:ramona.roth-berghofer at autorenforum punkt de)

                     "Mit der Welt kommunizieren"
                    Interview mit Maja Langsdorff

Ramona Roth-Berghofer: Sie sind seit fast zwei Jahrzehnten als Autorin 
und Journalistin tätig. Was hat Sie dazu bewogen, gerade diesen Beruf 
zu ergreifen?

Maja Langsdorff: Ich habe immer schon gern geschrieben. Mit zwölf Jah-
ren bekam ich mein erstes Tagebuch zum Geburtstag, und ich bemerkte 
sehr bald, wie viel Spaß es mir machte, mich schriftlich auszudrücken. 
Als Kind nahm ich mir ernsthaft vor, das Lied "Die zwei Königskinder" 
- es hat meiner Erinnerung nach mehr als ein Dutzend Strophen - zu 
dramatisieren und als Schauspiel auf die Bühne zu bringen. Leider wa-
ren die Osterferien für dieses Projekt etwas zu knapp bemessen ...

Aufsätze mussten wir bei Klassenarbeiten in der Schule noch ins Kon-
zept schreiben und dann säuberlich ins Aufsatzheft übertragen. Da ich 
aber so ungeheuer viel mitzuteilen hatte, schrieb ich heimlich immer 
gleich ins Reine - oft zehn, zwölf oder mehr Seiten. Das war eine gute 
Konzentrationsübung. Trotzdem wollte ich Schreiben nicht zum Beruf ma-
chen, denn mein Traum war das Ballett. Ich wurde Tänzerin, aber nach 
einem Unfall war ich gezwungen, den Tanz aufzugeben und mich neu zu 
orientieren. Über den Umweg einer Ausbildung zur Fotografin kam ich 
zum Schreiben, denn ich konnte mir nicht vorstellen, mein Leben mit 
Werbefotografie im Wettlauf gegen das vor der Großformatkamera im
Studiolicht dahinschmelzende Eis zu versäumen.

RRB: Sie haben mehrere Sachbücher veröffentlicht (u. a. Fi-
scher-TB-Verlag), und Ihre Spezialgebiete sind die der Medizin und 
Psychologie. Wie gehen Sie bei Ihren Recherchen vor?

ML: Kontakte mit Menschen - Fachleuten wie betroffenen Laien - aufzu-
nehmen, ihnen aufmerksam zuzuhören, sie ausgiebig berichten zu lassen, 
nachzuhaken, nachzufragen, auch eine Beziehung herzustellen, die ihnen 
nicht das Gefühl gibt, von mir "ausgebeutet" zu werden, ist bei meinen 
Themen das A und O. Da ich meistens über tabuisierte Themen schreibe, 
ist es wichtig, das Vertrauen Betroffener zu gewinnen und sensibel mit 
ihren Informationen umzugehen. Diese Leute zu finden ist meistens kein 
Problem.

Ich sammle alles, was ich an Informationen, Texten, Materialien finde, 
trage auch ständig eine Kladde mit mir herum, in die ich überall und 
jederzeit Assoziationen und Ideen zu meinem Stoff notieren kann. In 
der Recherchephase ist für mich die Reflexion mit Menschen, die mir 
nahe stehen und am Thema interessiert sind, auch sehr wichtig. Sehr 
häufig kommen in der Diskussion neue Aspekte, Anregungen und andere 
Perspektiven hinzu.

Wenn ich ein Thema habe, das mich fasziniert, beiße ich mich richtig 
daran fest. Ich weiß nicht, ob das nicht manchmal für meine Umwelt 
auch ein bisschen anstrengend ist ...

RRB: Wie lange arbeiten Sie im Durchschnitt an einem Sachbuch?

ML: Die Recherchephase kann unter Umständen Jahre dauern, denn die 
muss nebenher laufen. Als Freiberuflerin kann ich mich nicht ausklin-
ken. Die Schreibphase dagegen ist Knochenarbeit und dauert nur so etwa 
sechs bis acht Wochen.

RRB: Haben Sie Schreibroutinen oder -rituale?

ML: Das nicht, aber ich bin völlig blockiert, wenn mein Schreibtisch 
vollgeladen mit Arbeit ist, die ich auch noch erledigen sollte. Und 
das ist leider, seit ich vor elf Jahren auch noch die Geschäftsführung 
für einen Schriftstellerförderkreis übernommen habe, fast immer der 
Fall.
Wenn ich schreibe, muss ich um mich Ordner und Nachschlagewerke ausle-
gen können. Ich habe zwar das meiste auch auf CD-Rom oder elektronisch 
abgespeichert, aber in Büchern oder Papieren zu blättern, hat eine 
ganz andere sinnliche Qualität.

RRB:  Kennen Sie Schreibblockaden?

ML: Glücklicherweise nicht mehr. Meine Arbeit gestaltet sich sehr ab-
wechslungsreich, ich sitze nicht von morgens bis abends da und schrei-
be unentwegt. Ich halte auch mal Vorträge und gebe Kurse, muss irgend-
welche Veranstaltungen organisieren, lese Sachbücher und teste neue 
Computerprogramme, die ich dann bespreche. Vor fünfzehn Jahren hatte 
ich mal eine Schreibblockade. Nachdem ich konsequent eine Zeitlang 
meinen Schwerpunkt aufs Fotografieren verlagert hatte, klappte es dann 
auch wieder mit dem Schreiben.

RRB: Sie haben eine Homepage, auf der Sie auf Ihre Bücher hinweisen. 
Welche Resonanz bekommen Sie auf Ihre Webseite 
(http://www.maja-langsdorff.de)?

ML: Da ich sehr unterschiedliche Themen auf der Homepage behandle, er-
geben sich durch dieses Internet-Angebot immer wieder interessante 
Kontakte auf sehr unterschiedlichen Ebenen. Sehr viele Leute wenden 
sich zum Beispiel mit der Bitte um Rat und Hilfe an mich, weil sie in 
ihrer Situation - als Mensch mit Essstörungen oder als heimliche Ge-
liebte - Tipps und Kontakte suchen. Manchmal komme ich mir schon di-
rekt ein bisschen wie eine elektronische Briefkastentante vor: "Fragen 
Sie Frau Maja …"

Als besonderen Vorteil empfinde ich es, dass so eine Homepage wie eine 
Visitenkarte ist. Wenn Anfragen von den Medien kommen oder jemand mehr 
über meine Bücher oder über mich wissen möchte, muss ich nicht mehr 
wie früher meine Materialien fotokopieren und per Post verschicken, 
sondern verweise auf mein Internet-Angebot.

RRB: Welche Erfahrungen haben Sie als Autorin während der Zusammenar-
beit mit Lektoren gemacht?

ML: Unterschiedliche, aber durchaus gute. Die Zusammenarbeit mit den 
großen Verlagen wie Beltz oder Fischer war sehr positiv, was aber si-
cher auch an den Lektorinnen lag, zu denen ich einen guten Draht hat-
te. Meine Erfahrungen mit einem sehr kleinen Verlag möchte ich auch 
nicht missen, denn dort wurde ich viel intensiver und direkter in die 
"Produktion" mit einbezogen. Schlimm waren nur die Erfahrungen, die 
ich zum Teil bei der optischen Gestaltung meiner Bücher machte. Wenn 
man sein "Kind", das Buch, das man geschrieben hat, endlich in der 
Hand hält und kann sich dann mit dem Aussehen nicht identifizieren, 
dann ist das eine sehr unerfreuliche Erfahrung. Mir passierte es mehr-
mals, dass der Umschlag überhaupt nicht zum Innenleben passte, was ja 
auch nicht gerade verkaufsfördernd ist.

RRB: Wie schätzen Sie die Veröffentlichungsmöglichkeiten für einen un-
bekannten Sachbuchautor bzw. eine Sachbuchautorin ein?

ML: Dazu kann ich wenig sagen, aber ich glaube, wenn jemand zur rich-
tigen Zeit mit dem richtigen Thema anklopft, dann sind sie gut. So 
sind zumindest meine eigenen Erfahrungen. Leider aber ist der Markt 
sehr dicht, und in den Verlagshäusern wird knallhart kalkuliert, nicht 
immer der Sache, sondern häufiger dem Umsatz dienend.

RRB: Welche Vor- und Nachteile sehen Sie für einen Sachbuchautor, wenn 
er sich für die Veröffentlichungsmöglichkeit "Book on Demand" ent-
scheidet, die neuerdings sehr im Kommen ist?

ML: "Books on Demand" ist von der Idee her eine tolle Sache, aber noch 
hapert es an vielen Stellen. So ist ein ganz großes Problem der Buch-
handel, der sich sehr häufig noch schwer tut mit der Beschaffung der 
Bücher. Die Bestellung übers Internet dagegen scheint gut zu klappen, 
nur: Längst nicht alle Interessenten haben einen eigenen Internetan-
schluss.

Ideal sind Books on Demand für Autorinnen und Autoren, deren Bücher 
schon auf dem Markt waren. Wenn sie aus dem Verlagsprogramm fliegen, 
weil sie keine Auflage mehr versprechen, können diese Bücher so "am 
Leben erhalten" werden. Die Autorin oder der Autor muss sich aber dar-
über im Klaren sein, dass sie oder er von nun an Verleger ist, denn
Hersteller wie Libri drucken nur im Auftrag des Autors, und der Autor 
ist sein eigener Verlag. Das heißt, er muss sich ganz allein um die 
Werbung kümmern. Und darin sehe ich ein weiteres großes Problem. Man 
muss wer weiß wie klappern, damit einen irgend jemand hört - Lesungen 
arrangieren, ein tolles, stets neues Internet-Angebot machen, und und
und ... Das kann nicht jede/r leisten.

Einem Neuling würde ich eher von der Veröffentlichung seines Werks als 
Book on Demand abraten. Erste Priorität wäre für mich, nach einem 
"richtigen Verlag" zu suchen, denn dort hat er eine Lektorin oder ei-
nen Lektor, was in der Regel nur nützen kann. Dort trägt er keine Kos-
ten, sondern wird für seine Arbeit honoriert, dort läuft sein Buch in 
einem größeren Verlagsprogramm mit und wird mit ein wenig Glück sogar 
beworben. Auf jeden Fall aber ist es von jedem Buchladen aus von einem 
Tag auf den anderen zu beschaffen.

Was ich auch noch als Problem sehe: Books on Demand kann jede/r veröf-
fentlichen, die/der es schafft, sein Buch als PDF-Datei abzuspeichern, 
einen Schutzumschlag zu gestalten und einen Beitrag von ein paar hun-
dert Mark aufzubringen. Insofern wäre eine denkbare Entwicklung, dass 
Profis in nicht allzu ferner Zeit über Books on Demand die Nase rümp-
fen, denn längst nicht alles, was dort erscheint, hat auch Qualität. 
Andererseits aber warnen Schriftsteller auch immer davor, den Verlagen 
die Entscheidung über die Frage zu überlassen, was denn nun Literatur 
ist und was nicht. Die nächsten Jahre werden zeigen, ob sich hier neue 
Chancen auftun oder ob man mit dem Begriff "Books on Demand" Aus-
schussware assoziieren wird. Dass sich nun schon Unterverlage bilden, 
die Autoren unter ihrer Regie die Veröffentlichung von Books on Demand 
und die üblichen Verlagsleistungen wie etwa das Lektorieren mit anbie-
ten, ist eine spannende Entwicklung, die sicherlich auch für junge Au-
torinnen und Autoren interessant sein dürfte.

RRB: Was macht Ihrer Meinung nach einen guten Autor aus?

ML: Intelligenz - Fantasie - Handwerk. Und die Kunst, den Leser in 
Bann zu ziehen.

RRB: Was bedeutet Schreiben für Sie?

ML: Mit der (Um-)Welt zu kommunizieren.

RRB: Welche Schreib- bzw. Buchpläne möchten Sie unbedingt noch ver-
wirklichen?

ML: Ich würde gern ein Buch über das Leben nach dem Ballett schreiben 
- kein Mensch im Publikum interessiert sich dafür, was eigentlich aus 
diesen schillernden Gestalten auf der Bühne wird, wenn sie zu alt oder 
körperlich kaputt sind. Aber dafür finde ich keinen Verlag, denn es 
gibt zu wenig potentielle Leserinnen und Leser für dieses Thema. Also 
träume ich lieber von einer Gesamtausgabe meiner noch nicht geschrie-
benen Gedichte ...

RRB: Welches Buch/Magazin lesen Sie zurzeit? Und was hat Sie darunter 
sehr beeindruckt?

ML: Ich lese immer mehrere Bücher gleichzeitig. Zurzeit: "Denn rein 
soll deine Seele sein" von Faye Kellermann, einen Krimi, der im jüdi-
schen Milieu spielt. Ich bin sehr an allem interessiert, was mit Ju-
dentum zu tun hat, daher fasziniert mich dieses Buch. Außerdem: David 
Attenborough: "Das geheime Leben der Vögel", ein tolles Sachbuch für 
Vogelfanatiker wie mich, und Maxie Wanders "Guten Morgen du Schöne. 
Frauen in der DDR", ein uraltes Buch mit interessanten Protokollen von 
Gesprächen mit Frauen. Darüber hinaus lese ich Stückchen für Stückchen 
das Manuskript eines BoD-Kollegen, in dem es um sexuelle Gewalt geht.

RRB: Welche Erfahrungen haben Sie im Umgang mit Verlagen, und welche 
Tipps würden Sie angehenden Autorinnen und Autoren dafür geben?

ML: Die Erfahrung, dass eine positive Haltung des Lektorats noch lange 
nicht dazu führen muss, dass ein Verlag sich für ein interessantes 
Buchprojekt entscheidet. Der kommerzielle Aspekt wiegt immer schwer. 
Und wenn man einen Vertrag geschickt bekommt, sollte man den erst mal 
zur Rechtsabteilung der Gewerkschaft schicken und nicht in der Eupho-
rie
ungeprüft unterzeichnen.

Wenn angehende Autorinnen und Autoren einen Verlag suchen, sollten sie 
immer erst mal in die Buchhandlung oder die Bibliothek gehen und 
schauen, in welches Verlagsprogramm ihr Projekt passen würde. Dann 
beim Verlag anrufen und sich zum richtigen Lektor durchfragen (hartnä-
ckig sein!). Dem den Mund wässrig machen. Und zu seinen Händen dann 
ein anständiges Exposé und maximal zwanzig Seiten Text schicken. Nach 
einiger Zeit sich dann mit einem freundlichen Anruf und einer zurück-
haltenden Nachfrage in Erinnerung bringen.

Nie sollte man ungefragt sein Manuskript im Ganzen an einen Verlag 
schicken - wer einmal die Schreibtische der Lektorinnen und Lektoren 
gesehen hat, weiß warum.

RRB: Welche Tipps würden Sie angehenden Journalisten und Journalistin-
nen für eine Bewerbung bei einer Zeitung geben?

ML: O je, da muss ich passen.

RRB: Gibt es irgendetwas, das Sie dem Autoren- und Journalis-
ten-Nachwuchs besonders ans Herz legen wollen?

ML: Lesen, lesen, lesen, lesen. Mich verblüfft es, dass ich Leute 
treffe, die schreiben wollen, aber kein Verhältnis zum Lesen haben. 
Man merkt es an ihrem holperigen Umgang mit der Sprache.

RRB: Danke für dieses Interview.


Maja Langsdorff lebt und arbeitet als freie Journalistin in Stuttgart. 
Sie schreibt psychologische Sachbücher für Frauen, u. a. "Die heimli-
che Sucht, unheimlich zu essen" und  "Die Geliebte. Was es heißt, die 
andere zu sein", verfasst für Zeitungen Artikel zu Themen aus Medizin, 
Psychologie und EDV und ist Geschäftsführerin eines Förderkreises für 
Schriftsteller. Textproben aus ihren Büchern können auf ihrer Homepage
http://www.maja-langsdorff.de nachgelesen werden. 
E-Mail: mailto:Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.


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UNSERE EXPERTINNEN UND EXPERTEN:     
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  Dark Fantasy: Martin Knöpper
                                   mailto:darkfantasy at autorenforum punkt de
  Drehbuch: Christian Lück
                                mailto:drehbuchdoktor at autorenforum punkt de
  Historischer Roman: Titus Müller
                            mailto:historischer.roman at autorenforum punkt de
  Kinderbuch: Gabi Neumayer
                                    mailto:kinderbuch at autorenforum punkt de
  Lyrik: Titus Müller
                                         mailto:lyrik at autorenforum punkt de
  Krimi: Monika Niehaus-Osterloh
                                 mailto:krimiexpertin at autorenforum punkt de
  Sachbuch: Gabi Neumayer
                                      mailto:sachbuch at autorenforum punkt de
  Schreibgruppen: Ute Hacker
                                mailto:schreibgruppen at autorenforum punkt de
  Sciencefiction: Andreas Eschbach
                                      mailto:sf-autor at autorenforum punkt de
  Übersetzung: Barbara Slawig 
                                 mailto:uebersetzerin at autorenforum punkt de
  Verlagswesen: Bjørn Jagnow
                                  mailto:verlagswesen at autorenforum punkt de


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FRAG DEN EXPERTEN FÜR VERLAGSWESEN, BUCHHANDEL & MARKETING:
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                    Bjørn Jagnow (mailto:verlagswesen at autorenforum punkt de)

Frage:
Ich habe kürzlich einen kleinen Verlag gegründet, der vor allem Ta-
schenbücher mit Biographien herausgibt, unter anderem eine von mir 
selbst verfasste 14-bändige Reihe über "Superfrauen" aus allen Berei-
chen. Kennen Sie wenig bekannte, preiswerte Möglichkeiten der Vermark-
tung? Als Anfänger kann ich mir keine kostspielige Beratung oder Wer-
bung leisten.

Antwort:
Zunächst würde ich mich bemühen, in so vielen Buchhandlungen wie mög-
lich präsent zu sein. Beim stationären Buchhandel ist das recht auf-
wendig/schwierig, dafür bei manchen Online-Buchhändlern sehr viel 
leichter: Unter http://www.amazon.de/autoren/ gibt es Möglichkeiten, 
Titel aufnehmen zu lassen bzw. zusätzliche Angaben zum Inhalt, Such-
worte, Cover etc. einzustellen. http://www.buch.de/ ist unter der 
E-Mail-Adresse mailto:Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! zu erreichen. Die vollständige 
Anschrift angeben, und dann erhält man dann ein kostenloses Programm, 
mit dem man die Daten eigener Bücher schicken kann.

Für den stationären Buchhandel kann man in der Region durch persönli-
che Gespräche die Chancen auf Präsenz verbessern. Außerdem kann man 
auf Adressbuch-CDs nach Themenbuchhandlungen suchen - im konkreten 
Fall z. B. nach Frauen- oder historischen Buchläden.

Dann sollte man sich überlegen, welche Menschen die Bücher kaufen bzw. 
kaufen würden, wenn sie davon erfahren. Das können ganz unterschiedli-
che Gruppen sein, die sich z. B. für die Biographien der "Superfrauen" 
interessieren: geschichtlich Interessierte, Frauenbewegte oder oder 
oder. Man kann diese Gruppen auch nach Kaufwahrscheinlichkeit sortie-
ren, sofern man sich zutraut, das abzuschätzen. 

Anschließend stellt sich die Frage, wo bzw. wie man diese Menschen er-
reicht. Gibt es Medien zum Thema? Gibt es Lokalitäten, wo diese Men-
schen zielsicher anzutreffen sind (dies könnte beispielsweise das 
Frauenmuseum in Wiesbaden sein). Diese Medien/Lokalitäten sollten kon-
taktiert und mit passendem Info- und Werbematerial ausgestattet wer-
den. Je konkreter der Bezug zur Zielgruppe ist, desto mehr lohnen sich 
die paar Mark für Herstellung und Versand.

Es ist übrigens auch nicht verkehrt, sich in den Mailinglisten und 
Newsgroups der angepeilten Zielgruppen zu bewegen und dann in der ei-
genen Signatur auf sein Angebot hinzuweisen. Allzu offensichtliche 
Werbung ist hier allerdings verpöhnt.

Die Lokalpresse (Zeitung, Rundfunk, evtl. Internet) zu versorgen, kann 
übrigens auch nie schaden.

Wie wäre es damit, den ersten Teil der Buchreihe als Preis für ein o-
der mehrere Gewinnspiele an passender Stelle zu stiften? Das kostet 
nur die Exemplare und ist damit vergleichsweise günstig.

Ich habe übrigens gute Erfahrungen mit Partnerprogrammen im Internet 
gemacht. Wer sich ein bisschen mit HTML und/oder CGI auskennt, kann 
schnell eine Lösung zusammenbasteln, die es anderen Websites ermög-
licht, Ihre Bücher anzubieten und am Umsatz beteiligt zu werden.

Sofern man als Selbstverleger Buchhandelsrabatte in den Ladenpreis 
einkalkuliert hat, tut diese Umsatzprovision nicht weh, weil der Buch-
handel umgangen wird. Allerdings muss man den Versand und das Inkasso 
dann selbst erledigen!

Die Liste zu Verkaufsförderung und Public Relations lässt sich belie-
big verlängern, wird dabei aber immer spezifischer auf das jeweilige 
Produkt zugeschnitten. Konkretere Tipps sind ferndiagnostisch kaum 
möglich, aber wenn man den Blickwinkel der potentiellen Leser ein-
nimmt, kommt man schnell auf weitere Ideen.

Ich wünsche viele gute Ideen und viele begeisterte Kunden!
__________

Frage:
Ich habe Skript und Idee zu einem Roman mit guter Story, ev. auch als 
Drehbuch, suche aber für die Dialoge und auch, damit einfach mehr 
Freude aufkommt, einen Co-Autor. Können Sie mir weiterhelfen?
Wie sieht das eigentlich rechtlich aus? Wie finden wir zusammen?

Antwort:
Wie man einen Co-Autor findet, kann eine größere Aufgabe sein als die 
rechtlichen Umstände, die sich daraus ergeben. Trotzdem setze ich bei 
Letzterem den Schwerpunkt - wie man geeigneten Kollegen findet, ist 
für jeden Autor ganz unterschiedlich. [Eine Möglichkeit ist beispiels-
weise der Echoservice im Tempest - die Red.]

Wenn mehrere Autoren ein gemeinsames Werk (Buch, Geschichte, Gedicht 
etc.) verfassen, sind sie alle Urheber dieses Werkes. Das heißt, sie 
nehmen gemeinsam die Rechte wahr, die sonst einem Einzelnen gehören. 
Wie diese Gemeinsamkeit in der Praxis gepflegt wird, bleibt den Be-
troffenen überlassen.

Allerdings sollten dafür Regeln in Form eines Vertrages fixiert wer-
den. Andernfalls kann es nicht nur die Beziehung der Co-Autoren be-
lasten, sondern auch ernsthafte Auseinandersetzungen geben. Ohne ver-
tragliche Regelung reicht die ablehnende Stimme eines einzigen der Au-
toren, um eine Veröffentlichung platzen zu lassen.

Um also die Urheberrechte an diesem gemeinsamen Werk sinnvoll nutzen 
zu können, sollten Abstimmungsmodalitäten und ein Schlüssel für die 
Honorarverteilung festgelegt werden. Wenn einer der Co-Autoren einen 
größeren Anteil am Erlös bekommen soll, weil er auch mehr Aufwand hat-
te, hilft eine Fixierung, um Streitigkeiten zu vermeiden. Immerhin 
werden die Co-Autoren bis 70 Jahre nach ihrem Tod wegen des gemeinsa-
men Werkes aneinander gekettet - und spätestens die Erben sind sich 
untereinander nicht unbedingt in Freundschaft verbunden.

Für die Formulierung dieser Co-Autoren-Vereinbarung gibt es keine vor-
geschriebenen Regeln. Zur weiteren Lektüre helfen die Stichworte "Ge-
sellschaft bürgerlichen Recht (GbR)" oder auch "BGB-Gesellschaft". Um 
dauerhafte Macken im Vertrag zu vermeiden, kann man die erste Fassung 
auf eine Laufzeit begrenzen und den Passus hinzufügen, dass danach ei-
ne neueVersion des Vertrags ausgearbeitet werden muss.

                    **~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~**

Björn Jagnow, Jahrgang 1972, gelernter Verlagskaufmann, Buchhändler 
und Verlagsfachwirt (Marketing). Als Autor im Bereich Belletristik 
(Fantasy, Sciencefiction, Horror) und Verlagswesen, Buchhandel, Marke-
ting hat er unter anderem bei Heyne, Bastei-Lübbe und in "c’t magazin 
für computertechnik" veröffentlicht. Zu seinem neuen Buch "Marketing 
für Autoren" gibt es nähere Informationen unter 
http://www.bjoernjagnow.de/fachtexte/buch/autorenmarketing.html.



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FRAG DIE EXPERTIN FÜR KRIMIS:
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        Monika Niehaus-Osterloh(mailto:krimiexpertin at autorenforum punkt de)

Frage:
Ich schreibe gerade an einer Kriminalgeschichte, und meine Frage be-
trifft eine rechtliche Sache. Kann ich die Namen von real existieren-
den Firmen und  Institutionen (z. B. Hoechst AG oder Deutsche Bundes-
bank) für meinen Roman benutzen, oder muss ich dann befürchten, ver-
klagt zu werden? Ein Teil meiner Geschichte spielt nämlich in den er-
wähnten Unternehmen, und es wäre sehr hilfreich, die Namen nicht än-
dern zu müssen.

Antwort:
Die Situation ist folgendermaßen: Firmen haben wie Personen so etwas 
wie  einen "Ehrenschutz". Solange Sie Ihren Mörder beispielsweise nur 
bei Henkel zur Frühschicht gehen oder bei der Deutschen Bank Banknoten 
zählen lassen, ist es kein Problem. Anders sieht es aus, wenn Sie ein 
Umweltverbrechen bei Henkel spielen lassen oder bei der DB Devisenbe-
trügereien aufdecken, dann kann es juristisch Ärger geben.

Ein Düsseldorfer Autor hat vor nicht allzu langer Zeit einen Roman ü-
ber einen fiktiven "Störfall bei Bayer" geschrieben, Bayer ist dagegen 
vor Gericht gezogen, hat gewonnen, und der Autor musste beträchtliche 
Teile des Buches schwärzen, was dem Lesevergnügen einen gewissen Ab-
bruch tut.

Fazit: Wie immer ist Schreiben eine Gratwanderung - wenn sich eine 
Firma  persönlich verumglimpft fühlt und ihren guten Ruf bedroht 
sieht, kann sie dagegen angehen; wenn sie lediglich Schauplatz eines 
Verbrechens ist, mit dem sie direkt nichts zu tun hat, gehören Firmen-
namen zum Lokalkolorit. Die Grenzen sind fließend ...


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FRAG DIE EXPERTIN FÜR SCHREIBGRUPPEN:
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                    Ute Hacker (mailto:schreibgruppen at autorenforum punkt de)


Frage: 
Ich bin an einer Schreibgruppe interessiert und frage mich, wie das 
per Internet funktioniert. Soll ich zum Kennenlernen erst mal etwas 
Geschriebenes von mir zusenden?

Antwort:
Eine Online-Schreibgruppe funktioniert im Prinzip ganz einfach: Man 
braucht ein paar Gleichgesinnte (logischerweise mit E-Mail), und schon 
kann’s losgehen. Ich erzähle Ihnen am besten, wie das mit meiner Onli-
ne-Gruppe funktioniert:

Da die Gruppe schon einmal existierte, war es relativ ein-
fach, Interessenten zu finden. Dazu später mehr. Da ich die Gruppe 
wieder aufleben lassen wollte, damals aber nur "einfaches" Mitglied 
war, habe ich eine Mail an die damalige Gründerin und Leiterin der 
Gruppe geschickt, ob sie nicht Lust hätte, die Gruppe wieder aufleben 
zu lassen. Wir haben dann an alle Mitglieder der ehemaligen Gruppe ei-
ne Mail geschickt mit unseren Vorstellungen, wie die neue Gruppe aus-
sehen sollte. Das ist ein wichtiger Punkt, denn gerade, wenn man kaum 
die Gelegenheit hat, sich persönlich auszutauschen, ist es von immen-
ser Bedeutung, sich von vornherein klar zu machen, was man will. Wenn 
Sie z. B. vorwiegend Romance schreiben, werden Sie sich kaum eine 
Gruppe von Krimiautorinnen suchen.
 
Dann ist auch die Frage: Wollen Sie die Gruppe selbst gründen, oder 
suchen Sie eine bereits vorhandene? Eine Online-Gruppe selbst gründen 
und leiten ist weniger aufwendig als eine Gruppe vor Ort. Vor Ort müs-
sen alle Mitglieder terminlich unter einen Hut gebracht werden, online 
geht das alles einfacher: Man setzt einen Termin, bis zu dem etwas ge-
schehen sein muss. Wir handhaben das so: Eine von uns nennt ein Thema, 
und dann haben alle in etwa einen Monat Zeit, etwas dazu zu schreiben. 
Danach erfolgen gegenseitige Kritik und/oder Vorschläge. Das ist ei-
gentlich schon alles. Es muss sich halt nur wenigstens einer verant-
wortlich fühlen, damit die Gruppe am Leben bleibt.
 
Wenn Sie eine Gruppe ins Leben rufen, haben Sie den großen Vorteil, 
sich das alles selbst auszudenken und die Bedingungen "zu diktieren". 
Wenn Sie einer bereits existierenden Gruppe beitreten, müssen sie de-
ren Bedingungen akzeptieren. Das hört sich aber schlimmer an, als es 
in Wirklichkeit ist.
 
Nun zur Frage: Wie finde ich Gleichgesinnte? Da Sie den Tempest abon-
niert haben, wäre das natürlich ein mögliches Forum. Schicken Sie ei-
nen Aufruf für den Echoservice an die Redaktion (redakti-
on at autorenforum punkt de). Teilen Sie mit, dass Sie entweder eine bereits 
existierende Gruppe mit der und der Richtung suchen oder aber an der 
Gründung einer solchen Gruppe interessiert wären. Je detaillierter Sie 
Ihre Vorstellungen schildern, desto größer ist die Chance, dass sich 
auch wirklich Leute melden, die die gleichen Interessen wie Sie haben. 
Es gibt noch jede Menge Möglichkeiten, gerade im Internet, ein Forum 
zu finden. Am besten Stichworte wie "Schreibgruppen" und Ihre Schreib-
richtung (Romance, Krimis oder Ähnliches) eingeben und die Links 
durchschauen. Manchmal sind richtig interessante dabei.

                    **~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~**

Ute Hacker schreibt u. a. als Billie Rubin und Ann E. Hacker. Im Sep-
tember kommt eine weitere Krimikurzgeschichte in der ostfriesischen 
Anthologie "Mordkompott. Kriminelles zwischen Klütje und Kluntje" auf 
den Markt. Eine ihrer englischen Kurzgeschichten kann derzeit kosten-
los im Internet unter http://acorn.dublinwriters.org/EA7/index.html 
(als Ann E. Hacker) gelesen werden.


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GLOSSE:
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                      "Vom Umgang mit der Presse"
                          von Ingrid Schmitz

Wenn jemand wie ich Krimis schreibt und ohnehin schon mörderische Ge-
danken hat, so werden diese neuerdings noch verstärkt, sobald ein 
Pressetermin ansteht. Sicher, ich bin nicht so berühmt, dass ich mich 
nicht über eine Schlagzeile glücklich schätzen dürfte - wenn sie denn 
tatsächlich einmal so ausfallen würde, wie ich sie gerne hätte.

Am Morgen des ersten Pressetermins stand ich stundenlang vor dem Spie-
gel und brachte meine Kleiderstange vom Hin- und Herschieben der Bügel 
zum Glühen. Aller Vernunft zum Trotz zog ich eine, wie sich leider 
erst hinterher auf dem Foto herausstellen sollte, viel zu enge Bluse 
an. Bei der Wahl der Hose und der Schuhe hingegen hätte ich einen 
Glückstreffer landen können ... hätte - wäre der Fotograf nicht, aus 
mir bisher unerklärlichen Gründen, in die Hocke gegangen und hätte aus 
meinen wirklich schlanken, wohlgeformten Beinen gleichförmige, dicke 
Stempel und aus den Schuhen mindestens Schuhgröße 45 gezaubert. Zuge-
geben, für meine Frisur war ich selbst verantwortlich. Im Irrglauben, 
ich würde einen verwegeneren Gesichtsausdruck bekommen, weil ich das 
Image der biederen Mutter und Hausfrau endlich abschütteln wollte, 
wühlte ich kurz vorher - natürlich ohne Spiegel - mit den Fingern 
durch meine braunen Naturlocken. Was allerdings zur Folge hatte, daß 
diese sich asymmetrisch vom Kopf abstellten  und mir später auf dem 
Foto in der Zeitung, diesen leicht verwirrten "Hilfe wo bin ich"-
Ausdruck verliehen.

So viel zum Thema Foto. Mein gut gemeinter Rat hierzu: Versuchen Sie 
nicht, jemand anders zu sein, als Sie sind - das erledigt bereits der 
Pressefotograf.

Meine versuchte Bestechung, in weiser Voraussicht meiner Fotogeniali-
tät, den Fotografen zu mindestens zehn weiteren Fotos mit Hilfe von 
Kaffee, Keksen und Ach-bleiben-Sie-doch-nochs zu animieren, fruchtete 
leider nicht, da er einen anderen, wirklich dringenden Verunstaltungs-
termin hatte.

Freilich enttäuscht, wandte ich mich nun der Journalistin zu, die 
sich, ob des Schauspiels und ihres Wissens von solchen Dingen, gemüt-
lich grinsend auf ihrem Sessel zurückgelehnt hatte. Sie nippte an dem 
ihr dargebotenen Kaffee, während sie mit der anderen Hand die vollge-
schriebenen Seiten ihres Stenoblocks hin- und herblätterte. Heute ver-
mute ich, dass es sich bereits um den vorgeschriebenen Artikel gehan-
delt hat, in dem anscheinend später nur mein Name einzusetzen war, 
denn anders konnte ich mir das abgedruckte Interview nicht erklären. 
Doch eins nach dem anderen.

Das übliche Geplänkel aus dem Fortgeschrittenenkurs für Reporter: "Wie 
finde ich Zutritt zum Interviewpartner" eröffnete sie mit: "Ach, das 
ist aber eine schöne Couch" und "Nein, dieses reizende Kaffeeservice!" 
(Wieso sie ein "nein" davor setzte, ist mir bis heute nicht klar.) 
Derart geschmeichelt, war ich bereit, ihr alles zu erzählen - restlos 
alles -, ja, zur Not sogar, dass ich als Siebenjährige meiner Mutter 
beim Bügeln Krimis vorlesen musste.

So stellte sie auch sofort die erste verhängnisvolle Frage, die ei-
gentlich immer gestellt wurde und die ich zigmal im Radio und im Fern-
sehen gehört hatte, wenn SchriftstellerInnen interviewt worden sind - 
und ich hätte verdammt nochmal darauf vorbereitet sein müssen! 

"Wie kommt man eigentlich dazu, Krimis zu schreiben?"

Ich sagte die Wahrheit - nichts als die Wahrheit - und wurde bestraft. 
Erzählte von meinem Mann, der bisher noch keine einzige Zeile von mir 
gelesen hatte, lachte und bemerkte dazu: "Das muss jetzt aber nicht an 
die Öffentlichkeit." Sie lachte zurück. Dass es ein dämonisches Lachen 
war, fiel mir in meinem Selbstdarstellungswahn natürlich nicht auf. 
Ich redete mich stattdessen um Kopf und Kragen, sagte, dass meine 
Mordgelüste eben durch diesen Krimi-Ignoranten ausgelöst worden sind 
und dass in meinem neuen Buch eben solche nervenden Ehemänner um die 
Ecke gebracht werden. Aber - und meine Betonung war so überflüssig wie 
ein Kropf - dass ich zum Beispiel nicht nur Ehemänner umbringen, son-
dern auch über gesellschaftskritische Themen schriebe, um nicht dem in 
der schreibenden Männerwelt allgemein verbreiteten Vorurteil über Kri-
mi-Autorinnen Rechnung zu tragen. 

Die Journalistin sah mich eine Weile an, blätterte, strich Sätze 
durch, die sie durch neue ergänzte. Ich hätte es wissen müssen!

Harmlosere Fragen sollten ihre vermutlich hinterlistigen Gedanken ver-
tuschen. Sie wurde nervös. Ihre Finger zuckten auffällig, so, als säße 
sie bereits jetzt vor den Tasten ihres Computers. Ihre innere Unruhe 
bemerkend, fügte ich sicherheitshalber schnell hinzu, dass ich den 
Satz: "Mord ist ihr Hobby" nicht ausstehen könnte, da bei mir das 
Schreiben mehr als ein Hobby ist - von der damit zusammenhängenden Ar-
beit ganz zu schweigen. Sie nickte verständnisvoll und verabschiedete 
sich übereilig. Versprach, den Artikel sofort am nächsten Tag in die 
Zeitung setzen zu lassen.

Die kommende Nacht schlief ich unruhig, das hing wohl mit meiner Intu-
ition zusammen, die mir als Frau nun mal zu Eigen ist. Am anderen Mor-
gen überfiel ich sofort den Zeitungsboten, der sich noch heute nicht 
von dem Schrecken erholt hat. Ich schlug den Stadtteil auf. In dicken 
Druckerschwärze-Lettern sprang mir die Schlagzeile entgegen: "Nervende 
Ehemänner müssen sterben" - weiter unten, nachdem mein Name von Ingrid 
zu Ingeborg zu Ingo mutiert war: "Mord ist nicht ihr Hobby."

Krampfhaft überlegte ich, ob ich sofort den Notarztwagen für meine 
herzkranke Schwiegermutter bestellen oder sie erst einmal anrufen 
sollte, ob der von mir fast zu Tode erschreckte Zeitungsbote (immerhin 
hatte ich noch mein Nachthemd an) es überhaupt bis zu ihr geschafft 
hatte. Fluchtgedanken drängten sich dazwischen, einfach untertauchen, 
zwei Wochen mindestens, sich bei einer Krimi-Kollegin ausheulen  - 
weit weg von zu Hause, bis Gras oder anderes über die Geschichte ge-
wachsen ist.

Heute weiß ich, dass die Entscheidung, sich der Situation zu stellen, 
richtig war. Schwiegermutter gefiel die Überschrift, sie fand sie wit-
zig, meinte nur, meine Haare sähen auf dem Foto aber ungepflegt aus - 
ich wurde in meiner Stadt nicht verfolgt, und Drohbriefe irgendwelcher 
Ehemänner blieben ebenfalls aus. Von meinem rede ich lieber nicht.

Quintessenz: Überlegen Sie es sich gut, was Sie bei Interviews von 
sich geben, denn auch Journalistinnen sind nur Menschen - und was der 
einen der Mord, ist der anderen die Schlagzeile.

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Ingrid Schmitz, Jahrgang 1955, lebt in - na, das lassen wir dann lie-
ber -, ist schreibendes Mitglied bei den "Sisters in Crime" und im 
"Syndikat". Zusammen mit Ina Coelen ist sie Herausgeberin der Krimi-
Anthologie "Rheinleichen, Emons Verlag, September 2000, und ihr Buch: 
"Brave Männer leben länger" erscheint im Herbst bei éditions trèves, 
Trier, ISBN 3-88081-227-6.
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