Ausgabe 6-12 (20. Dezember 2004)

Schreib-Kick
Leserbrief
Marketingideen
    "Im Cyberspace auf Buchtournee?"
    von Bernd Röthlingshöfer
Schreibkurs
    "Dynamische Storyboards"
    von Marc Albrecht
Buchbesprechung
    "Bird by Bird"
    besprochen von Regina Seidel
    "Sicher und frei reden"
    besprochen von Gabi Neumayer
Interview mit Titus Müller und Guido Dieckmann
Fragen Sie Honeyball, Lektor und Autorenfresser
    "Wie wär’s mit einem Beweis Ihrer Lektorenkunst?"
    von Stephan Waldscheidt
Frag die Expertin für Fantasy
    (Stefanie Bense)
Frag den Experten für Drehbuch
    (Oliver Pautsch)
Frag die Expertin für Kriminalistik
    (Nikola Hahn)
Hall of Fame
EDITORIAL: 
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Liebe Autorinnen und Autoren,

schön, dass Stefanie Benses Beitrag über Schreibmethoden bei euch auf 
so fruchtbaren Boden gefallen ist! In dieser Ausgabe des Tempest fin-
det ihr einen Artikel über Storyboards von Marc Albrecht und einen 
Leserbrief zum Thema. Wir freuen uns auch weiterhin auf eure Beiträge 
dazu: Welche Schreibmethoden verwendet ihr?

Ich freue mich jedes Mal, wenn ich einen Tempest zusammenstelle, dass 
es immer wieder neue spannende Themen für AutorInnen gibt. Diesmal 
haben wir zum Beispiel ein Interview mit zwei Autoren, die mit einigen 
anderen zusammen einen erfolgreichen Roman geschrieben haben. Nicht 
nur interessant für diejenigen, die es mal mit einem Co-Autor versu-
chen wollen! Eine ganz besondere Marketingidee stellt Bernd Röthlings-
höfer vor: Er hat sich auf eine virtuelle Buchtournee begeben und be-
richtet von seinen Erfahrungen. Ansonsten gibt es heute gleich zwei 
Rezensionen, viele neue Ausschreibungen, einen neuen Schreibkick und 
vieles mehr. Und natürlich geben unsere Experten wieder praktische 
Tipps.

Da sich unser neues "Vier Seiten für ein Halleluja" ja etwas verzö-
gert, ist Honeyball Lektor in die Bresche gesprungen und analysiert 
auf seine unnachahmliche Weise einen Text, der manchen bekannt vorkom-
men dürfte. Zwar haben wir ihn nicht darum gebeten ? aber wer würde es 
wagen, Honeyball etwas abzuschlagen?

Neues von unseren ExpertInnen: Welche Rechte haben Autoren? Wie lange 
gelten sie? Wie werden sie an Verlage übertragen, und wie bekommt man 
sie zurück? Auf welche Rechte anderer müssen Autoren Rücksicht nehmen? 
Diese Fragen beantwortet Bjørn Jagnow in einem kostenlosen E-Book in 
leicht verständlichen Worten. Die Einführung ins Urheber- und Medien-
recht kann über http://www.bjoernjagnow.de abgerufen werden.

Der Tipp des Monats Dezember, diesmal von mir:

    http://www.found-things.com: Wer übers Mittelalter 
    recherchieren möchte, findet hier jede Menge Infos, 
    vor allem über das mittelalterliche England: 
    Rezepte, der Aufbau einer Burg, das Rechtssystem 
    und vieles mehr ? und jede Menge Links zum Thema.

Wir wünschen euch allen sanften Rutsch in ein spannendes und erfolg-
reiches neues Schreibjahr. Und wenn ihr beim Jahreswechsel an euren 
Jahresbeitrag für den Tempest denkt und uns tatkräftig unterstützt, 
freuen auch wir uns auf ein schönes gemeinsames neues Jahr ? auf dass 
unser siebtes Jahr im Internet kein verflixtes werde!

  Gabi Neumayer
  Chefredakteurin

~~~~~~~~~~~
Damit wir den Tempest auch in Zukunft weiterführen können, brauchen 
wir eure Hilfe: Wer uns unterstützen möchte, überweise bitte einen 
freiwilligen Jahresbeitrag (15 Euro haben wir als Richtwert gesetzt, 
aber ihr helft uns auch schon mit 5 oder 10 Euro weiter) auf unser 
Konto:

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Für AuslandsabonnentInnen: Am 1. Juli 2003 wurden die Auslandsüberwei-
sungsgebühren gesenkt. Aber natürlich könnt ihr uns euren Beitrag auch 
weiterhin per Post schicken (Adresse am Ende des Tempest).

Wer aus Österreich überweist, braucht außerdem diese Nummern (bitte 
genau so zusammenschreiben!)
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ISSN 1439-4669   Copyright 2004 autorenforum.de. Copyright- und
                 Kontaktinformationen am Ende dieser Ausgabe
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   INHALT DIESER AUSGABE:


TEIL 1:

      Editorial
      Inserate
      Schreib-Kick
      Leserbrief
      Marketingideen
         "Im Cyberspace auf Buchtournee?"
         von Bernd Röthlingshöfer
      Schreibkurs
         "Dynamische Storyboards"
         von Marc Albrecht
      Buchbesprechung
         "Bird by Bird"
         besprochen von Regina Seidel
         "Sicher und frei reden"
         besprochen von Gabi Neumayer
      Interview mit Titus Müller und Guido Dieckmann
      Fragen Sie Honeyball, Lektor und Autorenfresser
         "Wie wär’s mit einem Beweis Ihrer Lektorenkunst?"
         von Stephan Waldscheidt
      Frag die Expertin für Fantasy
         (Stefanie Bense)
      Frag den Experten für Drehbuch
         (Oliver Pautsch)
      Frag die Expertin für Kriminalistik
         (Nikola Hahn)
      Hall of Fame
      Impressum


TEIL 2 (nur für Abonnenten):

      Veranstaltungen
      Ausschreibungen
      Publikationsmöglichkeiten
           mit Honorar
           ohne Honorar
      Seminare
      Messekalender
      Impressum

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Auf unserer Homepage gibt es mittlerweile einen praktischen Service 
für orientierungslose Tempest-LeserInnen: Inhaltsübersichten für ein-
zelne Tempest-Jahrgänge, nach AutorInnen sortiert. Martin Eberhard 
Kamprad (http://www.ekamprad.de) hat freundlicherweise die aufwendige 
Arbeit übernommen, nach und nach die Verzeichnisse für alle bisherigen 
Jahrgänge zu erstellen. 

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Kleinanzeigen
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(Die Redaktion behält sich vor, Anzeigen zu kürzen oder Anzeigen, die 
gegen Rechte Dritter, das Urheberrecht oder Jugendschutzbestimmungen 
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INSERATE:
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                                (mailto:werbung at team punkt autorenforum punkt de)


www.jens-neuling.de:  Bücher - Ambiente - Räucherwerk
__________

TKT-Warm up wendet sich an alle, die im Bereich Handwerk des Schrei-
bens noch Lücken haben und diese gemeinsam systematisch schließen wol-
len, bevor sie sich größeren Projekten zuwenden oder keine Zeit für 
größere Projekte haben, aber trotzdem regelmäßig schreiben wollen, um 
in Übung zu bleiben.

Die Werkstatt findet im Internet statt, Einstieg ist jederzeit mög-
lich, Infos unter: http://www.textkraft.de/pageID_597248.html
__________

Neu - Neu - Neu: DEUTSCHES JAHRBUCH FÜR AUTOREN, AUTORINNEN 2005/2006
die völlig neu recherchierte Ausgabe erscheint Ende Januar 2005:
http://www.autorenhaus.de/verlagsprogramm/jahrbuch/index.shtml
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Vom Manuskript zum Buch: Sie suchen eine fachlich versierte und sach-
lich kompetente Unterstützung und Beratung in Bezug auf die Arbeit an 
und mit Ihrem Manuskript? Als renommierte Lektorin unterstütze ich Sie 
gerne bei Ihrem Buchprojekt. Simone Verwied, Tel.: (0 21 95) 68 88 97, 
mailto:Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!, Internet: 
http://www.autorenservice.com


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SCHREIB-KICK:
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                              (mailto:redaktion at team punkt autorenforum punkt de)


Unser Schreib-Kick für den Dezember, diesmal von Judith Harrass:

Wenn euch nichts mehr einfällt, sucht euch aus einem Vornamen-
Verzeichnis, dem Telefonbuch, einer Zeitung oder dem Abspann eines 
Films Namen aus. Schreibt einen Lebenslauf zu diesen Personen, be-
schreibt ihr Aussehen: Wie alt sind sie, welchen Beruf haben sie, wo-
von träumen sie? Was macht ein Josua Schmidtke in  seiner Freizeit, 
welche Freunde hat Allanah im Gegensatz zu Märtha, wie sieht wohl ein 
Rafi oder ein Saul aus?

Kombiniert Vor- und Nachnamen nach Lust und Laune, und haltet fest, 
was euch dabei einfällt.


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LESERBRIEF:
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                              (mailto:redaktion at team punkt autorenforum punkt de)

Vielen Dank für euer Feedback zu unserem Aufruf, uns etwas über eure 
Schreibmethoden zu erzählen! Bitte schreibt mir weiter, wenn ihr eine 
Methode vorstellen wollt ? wie es Marc Albrecht in diesem Tempest in 
der Rubrik "Schreibkurs" tut.
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++++++++++++++
Birgit Baasner
++++++++++++++

Meine Schreibmethode lautet: Die Methode hat mich.

Trotz Vorbereitungen mit diversen Zetteln, Notizen, entworfenen Le-
bensläufen geschieht es immer wieder, dass die Geschichte sich ver-
selbständigt. Es ist wie bei einer Telenovela: Ich sitze vor dem PC 
und bin total gespannt, wie es weitergeht. Trotzdem habe ich am 
Schluss einen fertigen Roman oder eine Kurzgeschichte, von deren Ver-
lauf ich total überrascht bin.

[Anmerkung der Red.: Vielleicht kann sich die Geschichte ja auch nicht 
trotz, sondern gerade wegen der vielen Vorbereitungen verselbständi-
gen? Schreibt uns doch eure Meinung dazu!]


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MARKETINGIDEEN:
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                              (mailto:redaktion at team punkt autorenforum punkt de)


                   "Im Cyberspace auf Buchtournee?"
                       von Bernd Röthlingshöfer

Mal ehrlich: Was soll ein Sachbuchautor denn auf einer Buchtournee 
machen? Lyriker können Gedichte vortragen, Erzähler mit Kurzgeschich-
ten aufwarten, und wer einen Roman geschrieben hat, darf die span-
nendsten Stellen vorlesen. Aber ob sich im stationären Buchhandel, in 
Bibliotheken, Schulen oder anderen Leseorten genügend Leute einfinden, 
um Textpassagen aus meinem Werberatgeber "Werbung mit kleinem Budget" 
zu hören? Wohl kaum.


          Was ist eine virtuelle Buchtournee überhaupt?

Aber es gibt ja das Internet. Und es gibt die Blogger. rund 4 Millio-
nen private Weblogs weltweit. Von Privatleuten oder Kleinunternehmen 
mit hohem persönlichen Engagement betriebene Mini-Medien zu allen er-
denklichen Themen, Interessens- und Fachgebieten. Natürlich auch 
Blogs, die Unternehmer lesen. Oder Blogs, die sich mit Marketing- und 
Werbefragen beschäftigen. Übrigens sollten Autoren schleunigst begin-
nen, selbst zu bloggen. Warum, habe ich unter anderem hier beschrie-
ben: http://www.bod.de/news/index.html#gutzuwissen.

Und es gibt die fantastische Möglichkeit, eine Buchtournee auch virtu-
ell zu gestalten; im Cyberspace unterwegs zu sein. Anstatt Buchhand-
lungen und kaum gefüllte Lesesäle anzusteuern, peilte ich es an, als 
Autor von Weblog zu Weblog zu ziehen. Jeweils einen Tag zu verweilen, 
mich den Fragen des Bloggers und seiner Leser zu stellen, mit ihnen zu 
diskutieren oder Häppchen aus meinem Buch preiszugeben.

Eine virtuelle Buchtournee ? super Idee! Allerdings nicht von mir. Der 
Kleinverleger Ben Brown hat sie erfunden, und inzwischen gibt es in 
den USA bereits zwei Unternehmen, die diese virtuellen Buchtourneen 
konzipieren, organisieren und die Autoren bei der Durchführung unter-
stützen. Während sich Todd Sattersten (Business Blog Book Tour, 
http://www.apennyfor.com/bbbt.html) auf Business-Bücher fokussiert und 
u. a. die Marketingbücher von Seth Godin, McConnell / Huba promotete, 
gehen bei dem Anbieter "The Virtual Book Tour" neben Sachbüchern auch 
erotische Thriller auf die virtuelle Reise.

Genau das, was ich ausprobieren wollte. Und so begab ich mich vom 21. 
bis zu 29. September 2004 auf die erste virtuelle Buchtournee Deutsch-
lands. Vorher musste ich noch die Gastgeber gewinnen, also die Weblog-
ger, die mich für einen Tag beherbergen wollten.
Aufgrund der Themen und Zielgruppenaffinität wurden die Weblogs Gast-
gewerbe Gedankensplitter, m-e-x-Blog und Werbeblogger kontaktiert und 
als Gastgeber der virtuellen Buchtournee gewonnen. Ein Aufruf, der in 
meinem Weblog veröffentlicht wurde, um die beiden noch freien Termine 
zu besetzen, brachte innerhalb von 24 Stunden weitere 12 Weblogs, die 
an einer Gastgeberrolle interessiert waren.

Aber ich hatte ja nur noch zwei Plätze zu vergeben. Die Vergabe der 
freien Plätze erfolgte wegen des experimentellen Charakters der Buch-
tournee ausschließlich in der Reihenfolge der eingehenden Anmeldungen 
und nicht unter Berücksichtigung weiterer Kriterien wie Reichweite, 
themenspezifisches Umfeld, Zielgruppenaffinität usw.


          Was mussten die beteiligten Weblogs tun? 

Die beteiligten Weblogs räumten mir als Autor Veröffentlichungsmög-
lichkeiten auf ihren Weblogs ein. Dies geschah durch Freischaltung 
eines Zugangs zur Weblog-Software, die das Erstellen von Beiträgen 
erlaubt.

Und dann ging es los. Ich beantwortete Fragen des Gastgebers, zitierte 
Passagen aus dem Buch und kommentierte sie z. B. mit erweiterten Hin-
weisen, digitalen Fußnoten sozusagen. In einigen Fällen wurden auch 
Leserfragen und Kommentare, die per E-Mail bei mir eingingen, aufge-
griffen und in einem öffentlichen Posting beantwortet.

Es war wohl ein bisschen so wie bei einer normalen Lesung auch: Manch-
mal dauerte es eine ganze Weile, bis ein paar Fragen eintrudelten. In 
anderen Fällen kam ich fast ein bisschen ins Schwitzen. Denn meine 
Weblogbesuche dauerten jeweils 8 Stunden täglich. 8 Stunden, die ich 
in Reichweite des PC verbrachte, um bei eingehenden E-Mails und Kom-
mentaren sofort aktiv werden zu können. Netto-Arbeitszeit: ca. 4 Stun-
den pro Blog-Besuch; während der anderen Stunden lief das "normale" 
Geschäft als Werbeberater weiter.


          Was hat es gebracht?

Die erste Frage, die wohl jeder stellt: Was hat es gebracht? Am 20. 
August 2004 zeigte die Eingabe des Suchbegriffes "virtuelle Buchtour-
nee" bei Google null Treffer. Am 6. November 2004 waren es 328 ? und 
alle führen zu mir und meinem Buchtitel. Mit anderen Worten: Meine 
Auffindbarkeit im Netz hat sich stark verbessert.

Suchen Sie mal nach "Buchtournee" und lassen Sie das "virtuell" ein-
fach weg. Sie werden sehen: Auch das Stichwort "Buchtournee" weist auf 
den vorderen Trefferplätzen die virtuelle Buchtournee für Werbung mit 
kleinem Budget als Suchtreffer aus. Für Google, so scheint es, exis-
tiert das Wort "Buchtournee" derzeit vor allem in Verbindung mit "vir-
tuell". Und mit dem Hinweis auf mein Buch.

Riesig waren die Leserzahlen. Ich bat die beteiligten Weblogs, mir 
ihre Besucherzahlen zu übermitteln. 11.856 Leser waren dabei! Und die 
besuchten Weblogs registrierten während des Tourneetags tatsächlich 
Rekordzugriffe auf ihren Websites.

Auch das steht in der Erfolgsbilanz: gute Diskussionen und ein hoch-
willkommener Austausch mit den Lesern. Einige, die das Buch gelesen 
hatten, nutzten die Gelegenheit, präzise nachzufragen. Andere wurden 
wohl im Vorbeisurfen aufmerksam und "blieben hängen". Manche verfolg-
ten die Tournee jeden Tag.

Bereits am ersten Tag schoss der Amazon-Verkaufsrang meines Buches 
nach oben ? von Platz 1.130 auf 250. Während der Dauer der Buchtournee 
blieb der Titel meist unter den Top Tausend und gehörte zu den Top-50-
Business-Büchern, die bei Amazon verkauft wurden.


          Eine fantastische Sache ? zum Nulltarif

Gekostet hat die Aktion nahezu nichts ? außer der Arbeitszeit. Mit 
welchen anderen Mitteln erreicht man quasi zum Nulltarif eine derart 
große Anzahl interessierter Leser?

Die Reichweite ist weitaus höher als bei einer realen Buchtour, und 
die Kontakte zu einigen Lesern ließen sich über das elektronische Me-
dium und seine Möglichkeiten sicherlich genauso intensiv gestalten, 
wenn auch das persönliche Kennenlernen fehlte.

Für mich war die virtuelle Buchtournee eine fantastische Sache, und 
ich kann nur jeden Autor ermuntern ,darüber nachzudenken, ob er eine 
solche Aktion nicht auch durchführen könnte. Aber auch etwas Gutes 
kann man noch besser machen.


          Was kann man besser machen?

Eine Möglichkeit, den stationären Buchhandel einzubeziehen, wäre sehr 
zu begrüßen. Das könnte vielleicht so funktionieren: Lesungen, die im 
stationären Buchhandel stattfinden, könnten ins Internet übertragen 
oder durch zusätzliche Webangebote ergänzt werden. Oder Buchhandlungen 
und deren Besucher könnten über Terminals an virtuellen Lesungen teil-
nehmen.

Die Ausweitung der virtuellen Lesung vom Netz in andere Medien wie TV 
oder Radio ist ebenso denkbar wie die Nutzung von SMS, sowohl für ein-
gehende Leserreaktionen als auch für Autorenstatements. 

Die virtuelle Buchtournee zu "Werbung mit kleinem Budget" erfolgte 
rein textbasiert. Die Nutzung von Audio und Video, aber auch der Ein-
satz von Spielen oder Animationen würde eine virtuelle Lesung zu einem 
Event machen, der die medienspezifischen Eigenschaften des Internets 
in vollem Umfang nutzt und das Besuchererlebnis gravierend verstärken 
könnte. Bereits heute kann jeder mit einer Webcam und ein paar Maus-
klicks ein Video für das Netz erstellen. So werden virtuelle Lesungen 
noch lebendiger.


          Weitere Informationen

- 89-seitige Dokumentation der virtuellen Buchtournee als PDF im ZIP-
Archiv, 1,32 MB, http://www.morebrains.de/archives/downloads/VBT.zip 
- Weblog zu "Werbung mit kleinem Budget", 
http://berndroethlingshoefer.typepad.com
- Weblog zu "Kauf! Mich! Jetzt!", 
http://berndroethlingshoefer.typepad.com/mbb

                    **~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~**

Bernd Röthlingshöfer ist Werbeprofi und Autor mit 20 Jahren Berufser-
fahrung in der Werbebranche. Sein erstes Buch ,"Werbung mit kleinem 
Budget", ist das derzeit meistgekaufte Werbesachbuch. Für seinen neuen 
Buchtitel hat er sein Werbe-Know-how und seine Leidenschaft für Bücher 
kombiniert. Er heißt: "Kauf! Mich! Jetzt! Die besten Werbestrategien 
für Autoren und Selbstverleger".


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SCHREIBKURS:
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                             (mailto:redaktion at team punkt autorenforum punkt de)


                        "Dynamische Storyboards"
                           von Marc Albrecht

Es gibt zahllose Methoden, ein Buch zu schreiben. Viele erfolgreiche 
Autoren schwören sogar darauf, keine Methode sei richtig, sondern ein-
zig das Können unterscheide sie von den Millionen erfolgloser Hobby-
schriftsteller.

Ich bin der Meinung, dass ein bisschen Methode so falsch nicht sein 
kann ? das Genie geht dabei schon nicht verloren. Keine Methode kann 
einen geübten Umgang mit Sprache ersetzen, kein Trick macht aus einer 
schwachen Geschichte einen spannenden Thriller. Das, was manche Profis 
"Können" nennen, ist nicht gänzlich Elfenstaub, aber ich glaube, dass 
viele Hobbyautoren mit Übung und der Bereitschaft, misslungene Versu-
che einfach zu löschen, über sich hinauswachsen können.

Die meisten mir bekannten Methoden helfen nur dabei, die erste Fassung 
eines Textes fertig zu stellen (oder überhaupt erst eine funktionie-
rende Geschichte zu bauen ? oder bestimmte Schwierigkeiten zu überwin-
den wie Charakterzeichnung, Dramaturgie etc). Ich kenne keine Methode, 
die automatisch aus einem Text ein gutes Buch macht. Ich bin mir mit 
vielen Autoren darin einig, dass das Entwickeln einer Geschichte Jahre 
dauern kann, das Schreiben selbst vor allem Handwerk ist (und zum Bei-
spiel auf wenige Wochen konzentriert werden kann), aber erst das Be- 
und Überarbeiten, Kürzen, Ausformulieren einen lesenswerten Roman aus-
macht.


          Jede Vorlage ist ein Storyboard

Im Grunde ist jede Vorlage, an der entlang eine neue Geschichte ent-
steht, ein Storyboard: Sie zeigt, wer von wo nach wo wandert, wer sich 

wie entwickelt, was passiert. Ein gutes Storyboard ermöglicht es dem 
Erzähler (Autor, Regisseur, Kameramann), jederzeit den Fortschritt 
eines Projektes an dem zu überprüfen, was als Endprodukt (Film, Buch) 
entstehen soll.

Besonders Autoren, die gerne vom Hundertsten ins Tausendste geraten 
(wie ich) finden in einem guten Storyboard eine Leine, die ihnen das 
Erreichen des Endes ermöglicht. Übrigens sind meiner Erfahrung nach 
die meisten Autoren-Anfänger dieser Gattung zuzurechnen: Sie wollen zu 
viel Stoff unterbringen, glauben, dass nur die Hintergrunddichte eines 
"Herrn der Ringe" ihnen einen Vertrag bringt. Das ist falsch. Es führt 
nur dazu, dass die Geschichten verwässern, der Lektor den Überblick 
verliert und die Redakteurin auf den Knopf "Ablehnung senden" klickt.


          Wie ein Storyboard entsteht

Ein dynamisches Storyboard entsteht mit der ersten Idee zu einer Ge-
schichte. Egal, ob man Karteikarten verwendet, ein Word-Dokument ab-
satzweise vollschreibt (und die Absätze verschiebt) oder Software wie 
"StoryLines" verwendet: Eine Karte erhält den ersten Gedanken, viel-
leicht die zentrale Idee oder die Szene, auf die alles hinausläuft. 
Die Karte enthält wahrscheinlich schon Namen, Orte, eine Handlung ? 
und diese Elemente verlangen, dass sie erzählt werden. Wer ist "Herr 
K.", der in der geplanten Schluss-Szene "Frau D." seine Liebe gesteht, 
und warum hätte niemand (also der Leser) damit gerechnet? Herr K. muss 
also entwickelt werden, und es muss glaubhaft werden, dass er niemals 
offen über seine Gefühle sprechen würde. Das allein erfordert wohl 
schon Dutzende von Szenen.

Aus den Fragen entstehen notwendigerweise (vorher einsetzende) Hand-
lungen ? manchmal weit mehr, als ein Buch zu fassen vermag. Ein Autor 
weiß, dass nicht alles erzählt werden muss, wenn der Leser die Lücken 
selber zu füllen vermag. Dennoch sollte jeder Handlungsfaden fest-
gehalten werden, weil er aus der ersten Karte entstanden ist und also 
zielstrebig auf sie hinführt. Es gibt bequeme Softwarelösungen, um 
diese Art der "Rückwärts-Entwicklung" zu unterstützen. (Mit dem be-
reits erwähnten "StoryLines" ist genau diese Methode leicht zu nutzen. 
"StoryLines" ist Bestandteil des "Writer’s Café" und von 
http://www.anthemion.co.uk oder über mich zu beziehen.)


          Wenn sich die Schwerpunkte verschieben

Ein Storyboard ist nicht dynamisch, wenn es nicht zulässt, dass sich 
im Lauf der Entwicklung einer Geschichte die Schwerpunkte verschieben. 
Was, wenn "Herr K." verheiratet und "Frau D." fest liiert ist? Was, 
wenn "Frau D." ihren Freund seit Jahren nicht heiratet, weil ihm das 
letzte i-Tüpfelchen fehlt, das "Herr K." aber hat? Das wirft ein ande-
res Licht auf die letzte Szene, auf einmal rückt Frau D. ins Rampen-
licht und verlangt, dass der Autor ihre Geschichte durchdenkt ? durch-
plant. Vielleicht zeigt sich beim Schreiben der Szenen, dass beide 
Figuren zwar interessant sind, es aber eines "dritten Mannes" bedarf ? 
zurück zum "Reißbrett".

Genau so kann man auch jede andere ? kleine und große ? Szene zuerst 
formulieren und dann quasi rückwärts die Geschichte konstruieren. We-
der "Genie" noch "Kreativität" gehen dabei verloren: Es sind immer 
noch die Ideen des Autors, sein Witz, seine Figuren, die die Geschich-
te tragen, aber indem er sich an Szenen und Höhepunkten orientiert und 
auf diese hinarbeitet, läuft er nicht Gefahr, seine Figuren einfach in 
eine unbekannte Situation zu stellen und abzuwarten, was passiert. 
Auch damit gelangen manche Autoren zu ihrem Ziel; es ist aber kein 
Zeichen von fehlender Kreativität, Szenen und dramaturgische Abhängig-
keiten sorgfältig und sogar im Detail zu planen.


          Was ein Storyboard leisten kann

Beim Film ist ein Storyboard unbedingt notwendig, um die Kosten für 
Szenen und die gesamte Produktion vorab kalkulieren zu können. Effekt-
leute, Kameraleute, Produzenten können an den Skizzen ablesen, wie 
aufwendig eine Szene ist, wie lange es vermutlich dauern wird, sie zu 
drehen oder die Effekte zu erstellen. Und sie können die Länge des 
Filmes am Storyboard abschätzen ? auf die Minute genau.

Ein Storyboard für Bücher leistet genau das gleiche: Jede Szene, die 
ihre eigene Karte erhalten hat, zeigt, welche Entwicklung für sie not-
wendig ist. Wenn "Herr K." im ersten Entwurf schwul ist, deshalb von 
seiner Mutter verstoßen wurde, darum Frauen verachtet und erst in Frau 
D. einen "ebenbürtigen Menschen" entdeckt ? dann kann all dieses Brim-
borium für die neue Version unnötiger Ballast sein, in der Frau D. und 
ihre "Kompromissliebe" im Vordergrund stehen. Also beginnt der Autor, 
Szenen umzustellen, zu kürzen, unwichtige Handlungen nur noch anzudeu-
ten. Bei einem (dynamischen) Storyboard genügt es, dafür Stichworte zu 
ändern und Karten neu anzuordnen. Die Kreativität steckt im Kopf des 
Autors.

Storyboards helfen beim Entwickeln von glaubwürdigen, dramaturgisch 
ausgewogenen Geschichten, indem sie vorab (und jederzeit später) einen 
Überblick über "den Stand der Dinge" geben. Der Autor arbeitet das 
Gerüst immer mehr aus, entwirft die (notwendigen) Szenen, bis er zu-
letzt "nur noch Fleisch auf die Knochen gibt" und entlang der Vorgabe 
die (ihm nun im Detail bekannte) Geschichte flüssig erzählt. Mit etwas 
Übung "produziert" er so Geschichten routiniert mit seinem persönli-
chen Stil.


          Der Umfang einer Geschichte

Ich halte es auch für sinnvoll, eine Geschichte auf einen bestimmten 
Umfang hin zu planen ? so wie beim Film die Finanzierung auf einen 90- 
oder einen 240-Minuten-Film ausgerichtet wird, kann man Szenen und 
Entwicklungen für ein 500-Seiten-Werk anders anlegen als für einen 
200-Seiten-Roman. Das ist wichtig für Stil und Umfang des Geschehens: 
Schreibt man "vor sich hin", ist es ungleich schwerer, zum Schluss zu 
kommen ? oder auch nur spannend zu bleiben. Jede Stunde Arbeit, die 
man in die Planung einer Geschichte steckt, kann mehrere Tage Schrei-
ben für den Papierkorb einsparen. (Wobei man das natürlich als Übung 
betrachten kann 
)


          Zum Schluss

Wenn man beim Schreiben immer wieder das Storyboard den Charakterent-
wicklungen anpasst und die Szenen, die man gerade formuliert hat, ge-
gen ihre definierten Vorgaben überprüft, sich auch fragt: Ist das, was 
ich geplant habe (Storyboard), sinnvoller im Gesamtzusammenhang als 
das, was sich beim Schreiben "kreativ" entwickelt hat? ? dann erreicht 
man auch den sicheren Hafen eines befriedigenden, umfassenden Schlus-
ses. Und das ist nicht weniger wert als ein 800-Seiten-Roman, bei dem 
der Kritiker näselt: "Der Vorhang fällt, wir sind betroffen, Herr K. 
ist tot ? und alle Fragen offen."

                    **~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~**

Marc Albrecht, Jahrgang 1970, ist Projektentwickler in der Medienbran-
che. Er unterstützt seit 2001 mit dem www.Web-Site-Verlag.de Nach-
wuchsautoren und Literaturprojekte und betreibt außerdem die Autoren-
foren www.fantasyautoren.de (und angeschlossene Systeme).


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BUCHBESPRECHUNG:
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                              (mailto:redaktion at team punkt autorenforum punkt de)


                            "Bird by Bird"
                     besprochen von Regina Seidel

Ich habe ein Faible für Bücher über das Schreiben. Es braucht nicht 
viel, um mir einzureden, dass ich genau dieses eine Buch noch lesen 
muss, um das zu lernen, was ich vielleicht noch nicht weiß und kann. 
Bis jetzt habe ich meistens etwas dazugelernt, manchmal allerdings 
auch nur die Erkenntnis gewonnen, dass nicht jede Ankündigung hält, 
was sie verspricht. Wobei auch das ein nicht zu unterschätzender Lern-
effekt ist. (Ganz besonders im Hinblick auf die Bücher der Konkurrenz, 
aber das ist wieder ein ganz anderes Thema.)

Aus dem Buch von Anne Lamott lässt sich eine Menge lernen, vor allem 
aber dies: dass ein/e Schriftsteller/in nicht den Humor verlieren 
sollte. "Wort für Wort" oder "Bird by Bird" ist keine klassische An-
leitung über den Aufbau einer Kurzgeschichte oder eines Romans. In 
erster Linie geht es um die vielen kleinen und großen Fallen, die das 
Schreiben und der Wunsch nach Veröffentlichung so mit sich bringen. 
Locker und witzig schreibt die Autorin über "Elende Erstentwürfe", 
"Fehlstarts" oder "Radio Eigenwahn"; mehr nebenbei erfährt man, wie 
sich ein Charakter, der Plot oder ein Dialog entwickeln sollten.

Zugegeben, stellenweise kommt das Buch ein wenig sektiererisch daher 
und liest sich wie einer dieser amerikanischen Ratgeber zum Glücklich-
sein. Aber das wird wettgemacht durch die offenherzige Erzählweise 
Lamotts und ihr Bemühen, dem Schriftsteller/innendasein etwas von dem 
hierzulande doch oft sehr ernsthaften Mythos zu nehmen. Schreiben hat 
durchaus etwas Magisches, aber deswegen muss man sich noch lange nicht 
davor fürchten.

Neben der Entmystifizierung gibt es jede Menge Tipps und Hilfen zum 
Dranbleiben, Weiterkommen und Nicht-Verzweifeln. Und ein schönes letz-
tes Kapitel darüber, warum Schreiben Sinn macht und was sich daraus, 
außer Veröffentlichungen, noch gewinnen lässt.

Ärgerlich an dem Buch ist die nachlässige redaktionelle Bearbeitung, 
es wimmelt nur so von Rechtschreib- und Flüchtigkeitsfehlern. Wer also 
noch genügend Lesestoff zu Hause liegen hat, sollte vielleicht auf die 
zweite Auflage warten. Der Verlag hat versprochen, dass diese noch 
einmal überarbeitet wird.


Anne Lamott: "Bird by Bird ? Wort für Wort. Anleitungen zum Schreiben 
und Leben als Schriftsteller", 2004, 234 Seiten, 14,90 Euro, Autoren-
haus-Verlag

                    **~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~**

Seit fast drei Jahren lebe und arbeite ich als Autorin in meiner 
Traumstadt Berlin. Ich schreibe Kurz- und Kindergeschichten, Erzählun-
gen und Sachtexte, probiere alle möglichen Genre aus, bin Mit-Autorin 
der Gruppe Tintenschiff (www.tintenschiff.de). Veröffentlicht habe ich 
bisher in Anthologien und Fachzeitschriften. 


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BUCHBESPRECHUNG:
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                              (mailto:redaktion at team punkt autorenforum punkt de)


                        "Sicher und frei reden"
                     besprochen von Gabi Neumayer

Viele AutorInnen verdienen einen guten Teil ihres Lebensunterhalts mit 
Lesungen. Und auch, wer darauf nicht angewiesen ist, möchte seine Tex-
te vielleicht gern einmal einem Publikum vorstellen. Doch kaum ein 
Autor ist gleichzeitig ein geborener Redner ? und nicht wenigen bricht 
schon der Schweiß aus, wenn sie nur daran denken, öffentlich zu lesen.
Genau darum geht es in Ulla Beushausens Buch: Sprechängste und wie man 
sie überwinden kann. Und dieses Buch, das gleich vorab, kann wirklich 
helfen, auch sehr massive Sprechängste zu überwinden ? im Gegensatz zu 
vielen Büchern zum Thema "Lampenfieber", die sich auf allgemeines 
Blabla beschränken. Denn die Autorin geht das Thema sehr konkret und 
sehr detailliert an. Wer sich darauf einlässt, kann durch viele Tipps, 
Checklisten und Informationen ganz individuell herausfinden, woher die 
eigene Sprechangst kommt, wie sie sich im Einzelnen äußert, in welchen 
Situationen welche Symptome auftreten ? und was man dagegen tun kann.

Ein großer Teil des Buches ist daher erst einmal der detaillierten 
Analyse gewidmet. Danach kann jede/r genau für sich benennen, wie die 
eigene Sprechangst entsteht und wie sie sich wann äußert. Im zweiten 
Teil kann man dann an jedem einzelnen Problem gezielt arbeiten. Die 
Autorin zeigt ausführliche Techniken: zur Kontrolle der körperlichen 
Aufgeregtheit, zur Kontrolle von besorgten Gedanken (Stichworte: inne-
rer Bewertungsprozess, Gedankenschleifen) und zur Kontrolle des 
Sprechverhaltens.

Auch einige Erste-Hilfe-Tipps gibt es ? doch im Gegensatz zu anderen 
Ratgebern wird hier deutlich gemacht, dass sie sich wirklich nur als 
Notprogramm eignen. Wer auf Dauer etwas gegen seine Sprechängste tun 
will, sollte sich auf jeden Fall auf die ausführliche Selbstanalyse 
einlassen und die an hilfreichen Beispielen erläuterten Techniken im-
mer wieder üben.

Ein besonderes, ein hervorragendes Buch, mit dem man nicht nur theore-
tisch, sondern tatsächlich zum sicheren und freien Redner werden kann.


Ulla Beushausen: "Sicher und frei reden. Sprechängste erfolgreich ab-
bauen", 2. überarbeitete Auflage 2004, 140 Seiten, 14,90 Euro, Ernst 
Reinhardt Verlag, http://www.reinhardt-verlag.de


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INTERVIEW:
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                              (mailto:redaktion at team punkt autorenforum punkt de)


                  "Es gab jede Menge Überraschungen"
    Interview mit Titus Müller und Guido Dieckmann von "Quo Vadis"

Der Tempest-Mitarbeiter Titus Müller ist einer der Herausgeber, Guido 
Dieckmann einer der Autoren von "Die sieben Häupter". Insgesamt haben 
zwölf Autoren der Autorengruppe "Quo Vadis" an diesem Roman mitge-
wirkt. Von der Kritik gelobt, verkauft sich das Buch nicht nur er-
staunlich gut, sondern widerlegt auch das Vorurteil: "Viele Köche ver-
derben den Brei."


Hans Peter Roentgen: Vielleicht erzählt ihr erst mal, wie es überhaupt 
zu diesem Projekt kam?

Titus Müller: Ruben Wickenhäuser und ich sind zum Aufbau-Verlag gegan-
gen, um eine Anthologie der Quo-Vadis-Autoren anzubieten. Der Lektor 
schlug vor, statt der Anthologie einen Roman ins Auge zu fassen. Erst 
kam uns die Idee verrückt vor, zu zwölft einen Roman zu schreiben, 
aber dann haben wir uns damit angefreundet und schlussendlich jede 
Menge Spaß gehabt.


HPR: Wie sah eure gemeinsame Arbeit aus? Hat da einer nach dem anderen 
geschrieben, oder haben alle gleichzeitig ihre Texte verfasst?

TM: Einer nach dem anderen. Man muss sich das vorstellen wie das Par-
tyspiel, bei dem jeder eine Zeile schreibt und dann das Blatt an den 
Nächsten weiterreicht. Nur, dass wir den Text des Vorgängers lesen 
durften. Und natürlich haben wir das nicht zeilenweise gemacht, da 
wird eher in Kapiteln gerechnet.

Guido Dieckmann: Wir schrieben unsere Texte nacheinander, wobei die 
nachfolgenden Autoren geschickt Andeutungen und Ideen des Vorgängers 
aufgriffen und nach eigenen Vorstellungen weiterführten. Da ich den 
Prolog der Geschichte verfasste, stand ich vor der Herausforderung, 
die Zeit, zwei der handelnden Figuren und einen der Schauplätze ins 
Spiel zu bringen. Eine historische Persönlichkeit, nämlich Eike von 
Repgow, den Verfasser des Sachsenspiegels, führte ich zwischen den 
Zeilen ein. Ich fand es sehr gelungen, wie manche dieser frühen Anre-
gungen später aufgegriffen wurden.


HPR: Das Buch hat ja einen sehr komplexen Plot. Lag der in dieser Form 
von Anfang an fest, oder ist er während des Schreibens entstanden?

TM: Glaub mir, es gab jede Menge Überraschungen für mich. Unsere Vor-
gaben am Anfang waren sehr grob, die Winkelzüge stammen von den ein-
zelnen Autoren.

GD: Ein Gerüst hatten wir schon, auch die meisten handelnden Figuren 
kannten wir. Aber der Plot ließ jedem einzelnen Mitwirkenden noch viel 
Freiraum, um die Geschichte zu formen, ja teilweise auch in unerwarte-
te Richtungen zu lenken.


HPR: Wie wurde der Roman überarbeitet? Haben alle Autoren an der Über-
arbeitung mitgewirkt?

TM: Jeder Autor hat seine zwei Kapitel überarbeitet.

GD: Zunächst haben die Mitwirkenden ihre eigenen Kapitel mehrfach ü-
berarbeitet und auch fleißig diskutiert. Ruben Wickenhäuser und Titus 
Müller, die Herausgeber des Romans, übernahmen zusätzlich das Lekto-
rat, machten auf Ungenauigkeiten und kleinere Unstimmigkeiten aufmerk-
sam. Selbstverständlich hatten wir beim Aufbau-Verlag auch noch einen 
Lektor.


HPR: Hat sich viel während der Schreibphase an Plot und Personen geän-
dert? 

TM: O ja. Unser Lektor hat versucht, darüber eine Theorie aufzustel-
len. Seiner Meinung nach haben die Autorinnen eher die Figuren weiter-
entwickelt und die Autoren eher die Handlung vorangetrieben.


GD: Ich denke, einiges hat sich geändert. Manche Personen erleben im 
Verlauf der Geschichte eine Wandlung. Und das Ende hätte ich persön-
lich so nicht erwartet.


HPR: Wie sahen die Vorgaben für die einzelnen Autoren aus? Gab es ei-
nen festen Einstieg und ein Ende, oder war auch der Plot selbst be-
reits vorgegeben? Hatten die Autoren auch Vorgaben bezüglich der Länge 
ihrer Texte?

TM: Der Einstieg war ja durch den schon bestehenden Text vorgegeben. 
Man nimmt natürlich den Faden da auf, wo ihn der letzte Autor verlas-
sen hat. Für den Zielpunkt des Textabschnitts gab es keine Vorgaben, 
nur die letzten drei Autoren hatten sich da genauer abgesprochen, um 
alles auf ein großes Finale zulaufen zu lassen. 

GD: Wir hatten vereinbart, dass jeder Mitwirkende zwei Kapitel von 
jeweils ca. 15 Seiten verfasst und sich, so weit es geht, am Span-
nungsbogen orientiert. Mein Prolog war ansonsten vorgabenfrei, da ich 
meinen Auftrag zunächst darin sah, in das Thema einzuführen. Später 
fiel es mir noch einmal zu, im 17.  Kapitel ein zwischenmenschliches 
Problem der beiden Hauptfiguren zu lösen. Das hat mir natürlich sehr 
gut gefallen.


HPR: Was war eurer Meinung nach die größte Überraschung bei diesem 
Projekt, womit hattet ihr gar nicht gerechnet?

TM: Mich haben drei Dinge überrascht. Erstens, dass Individualisten, 
wie es Autoren nun mal sind, sich so genau an den Terminplan gehalten 
haben. Zweitens, dass aus den zwölf Einzelstücken überhaupt ein gerad-
liniger Roman entstanden ist (ich war da skeptisch). Drittens: das 
Ende des Romans.

GD: Ich hatte auch mit einem anderen Ende gerechnet. Aber ich tröstete 
mich mit dem Gedanken, dass das Finale gebündelte Spannung enthält und 
alle Fragen, die während der Handlung aufgeworfen werden, eine Antwort 
finden. Insgesamt betrachtet, überraschte mich die gute Zusammenarbeit 
der einzelnen AutorInnen, die sich ja nicht alle im Mittelalter hei-
misch fühlen.


HPR: Hattet ihr schon vorher Erfahrungen mit gemeinsamem Schreiben 
oder Diskussionen? Wurde in eurer Autorengruppe "Quo Vadis" schon vor 
den "Sieben Häuptern" gemeinsam über einzelne Texte oder Projekte dis-
kutiert?

TM: Die "Sieben Häupter" sind das erste gemeinsame Projekt von "Quo 
Vadis". Diskutiert haben wir vorher schon in unserem Kreis, aber nicht 
zusammen etwas geschrieben.

GD: Ich hatte vor dem Projekt "Die sieben Häupter" keine Erfahrungen 
mit gemeinsamer Schreibarbeit. Und ich muss gestehen: Ich habe sie 
auch nicht gesucht. Das Schreiben bzw. das Entwickeln von Gedanken und 
Geschichten ist für mich eine ganz persönliche, beinahe intime Angele-
genheit. Ich gebe Texte höchst ungern aus der Hand, solange sie noch 
nicht völlig ausgereift sind, und arbeite lieber für mich im Stillen. 
Das Gemeinschaftsprojekt war also für mich eine aufregende Sache, aber 
auch eine sehr schöne.


HPR: Welches Folgeprojekt plant ihr? Werden da wieder die gleichen 
Autoren teilnehmen?

TM: Für den nächsten Gemeinschaftsroman haben wir uns einen Königsmord 
vorgenommen, über dessen Hintergründe sich die Historiker bis heute 
nicht sicher sind. Der ideale Stoff, wie ich finde. 

GD: Die Belegschaft wird sich ein wenig ändern, da einige KollegInnen 
aus verschiedenen Gründen nicht mehr mitarbeiten können oder wollen. 
Den Organisatoren ist es jedoch gelungen, die so entstandenen Lücken 
mit einigen kompetenten AutorInnen zu füllen.


HPR: Was war für euch die überraschendste Erfahrung? Und was würdet 
ihr beim nächsten Mal anders machen wollen?

GD: Die überraschendste Erfahrung war für mich, dass es großen Spaß 
machen kann, gemeinsam mit anderen AutorInnen zu schreiben. Toll fand 
ich auch, wie viel ich während dieser Zeit von den anderen lernte. 
Wenn man das Buch aufmerksam liest, so entdeckt man in den einzelnen 
Kapiteln viele Charakteristika der einzelnen Autoren. Auch was die 
jeweiligen Wissensgebiete angeht, mit denen der eine oder andere sich 
bereits vorher beschäftigt hat. Vieles davon ist in den Roman einge-
flossen und macht damit für mich einen großen Teil seines Zaubers aus.


HPR: Eines Nachts steht plötzlich eine wunderschöne Fee neben eurem 
Bett und sagt: "Ihr habt so ein schönes Buch geschrieben, das soll 
euch belohnt werden. Ihr habt einen Wunsch für "Quo Vadis" frei." Was 
wünschen sich Titus Müller und Guido Dieckmann?

TM: Ein Jahrestreffen in einer Stadt, die durch uns in ein Histori-
sche-Romane-Fieber gerät. Überfüllte Lesungen und Signierstunden, kos-
tenfreies Essen und Übernachten, und trotzdem ? wie immer ? Zeit für 
Diskussionen mit den Kollegen, die einen noch lange beschäftigen.

GD: Muss ich mit der wunderschönen Fee auch noch über Bücher reden? 
Nun gut, "Quo Vadis" wünsche ich mehr Mitglieder, weitere schöne Jah-
restreffen und gute Ideen für künftige Projekte. Das waren schon drei 
Wünsche, aber ich bin sicher, die Fee wird mit sich reden lassen.


HPR: Herzlichen Dank für das Interview.


Homepage Titus Müller: http://www.titusmueller.de
Homepage Guido Dieckmann: http://www.guido-dieckmann.de 
Homepage der Autorengruppe Quo Vadis: http://www.akqv.org
Rezension "Die sieben Häupter": http://www.literatur-fast-
pur.de/3sieben.html

Die Autoren von "Die sieben Häupter" sind: Mani Beckmann, Horst Bo-
setzky, Guido Dieckmann, Richard Dübell, Rebecca Gablé, Helga Glaese-
ner, Malachy Hyde, Tanja Kinkel, Tessa Korber, Titus Müller, Belinda 
Rodik, Ruben Wickenhäuser


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FRAGEN SIE HONEYBALL, LEKTOR UND AUTORENFRESSER:
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                              (mailto:redaktion at team punkt autorenforum punkt de)


Sehr geehrter Herr Doktor Honeyball,

Sie tischen uns jeden Monat Ihre sonderbaren Ratschläge auf, und wenn 
manche auch richtig und hilfreich sein mögen, so möchte ich nun doch 
einmal Zweifel an Ihrer Kompetenz als Lektor anmelden. Verstehen Sie 
Ihr Handwerk? Wie wäre es mit einem kleinen Beweis?

In freudiger Erwartung
Marie-Josepha Carpentier

++++++++++

Sehr geehrte Frau Carpentier,

da die Adventszeit selbst mir aufs Gemüt schlägt, möchte ich Ihnen 
Ihren auf amüsierende Weise anmaßenden Brief vergeben und Ihnen auch 
den verlangten Beweis nicht schuldig bleiben. Der Adventszeit geschul-
det ist die Auswahl des lektorierten Textes, den Sie vielleicht sogar 
kennen.

(Die in Klammern gesetzten Zahlen bezeichnen nicht die Verse, sondern 
die Anmerkungen im Anschluss an den Text.)

.....................................................................

Es begab sich aber zu der Zeit, dass ein Gebot von dem Kaiser Augustus 
ausging, dass (1) alle Welt geschätzt würde. Und diese Schätzung war 
die allererste (2) und geschah zur Zeit, da Quirinius Statthalter in 
Syrien war (3). Und (4) jedermann ging, dass er sich schätzen ließe, 
ein jeder in seine Stadt (5, 6).

Da machte sich auch Josef aus Galiläa, aus der Stadt Nazareth, in das 
jüdische Land zur Stadt Davids, die da (7) heißt Bethlehem, weil er 
aus dem Hause und Geschlecht Davids war, damit er sich schätzen ließe 
mit Maria, seinem vertrauten Weibe; die war schwanger (8). Und als sie 
dort waren, kam die Zeit, dass sie gebären sollte (9).

Und (10) sie gebar ihren ersten Sohn und wickelte ihn in Windeln und 
legte ihn in eine Krippe; denn sie hatten sonst keinen Raum in der 
Herberge (11). Und es waren Hirten in derselben Gegend auf dem Felde, 
die hüteten des Nachts ihre Herde. Und der Engel des Herrn trat zu 
ihnen, und die Klarheit des Herrn leuchtete um sie; und sie fürchteten 
sich sehr (12). Und der Engel sprach zu ihnen: Fürchtet euch nicht! 
(13) Siehe, ich verkündige euch große Freude, die allem Volk widerfah-
ren wird; denn euch ist heute der Heiland geboren, welcher ist Chris-
tus, der Herr, in der Stadt Davids. Und das habt zum Zeichen: ihr wer-
det finden das Kind in Windeln gewickelt und in einer Krippe liegen.

Und alsbald war da bei dem Engel die Menge der himmlischen Heerscha-
ren, die lobten Gott und sprachen: Ehre sei Gott in der Höhe und Frie-
den auf Erden bei den Menschen seines Wohlgefallens. (14)

Und als die Engel von ihnen gen Himmel fuhren, sprachen die Hirten 
untereinander: Lasst uns nun gehen nach Bethlehem und die Geschichte 
sehen, die da geschehen ist, die (15) uns der Herr kundgetan hat.

Und sie kamen eilend (16) und fanden beide, Maria und Josef, dazu das 
Kind in der Krippe liegen. Als sie es aber gesehen hatten, breiteten 
sie das Wort aus, das zu ihnen von diesem Kinde gesagt war. Und alle, 
vor die es kam, wunderten sich über das, was ihnen die Hirten gesagt 
(17) hatten. 

Maria aber behielt alle diese Worte und bewegte sie in ihrem Herzen 
(18). Und die Hirten kehrten wieder (19) um, priesen und lobten Gott 
für alles, was sie gehört und gesehen hatten, wie denn zu ihnen gesagt 
war (20).

Lukas, 2, 1-20

......................................................................


          Grundsätzliches

Ein origineller und weitgehend gelungener Text mit kraftvollen Bil-
dern, dem geradezu lyrische Qualität eignet. Erfrischend die spärliche 
Verwendung von Adjektiven. Der Genre-Plot aus der Phantastik ent-
spricht zudem dem Zeitgeist, wo Harald Töpfers und Ringherren fröhli-
che Urständ feiern. Weniger schön ist lediglich die Passivität der 
Charaktere, die wenig aus eigenem Antrieb handeln.

Auf die Rechtschreibung möchte ich nicht näher eingehen, da der Text 
vor der Reform und der zugehörigen Debatte entstand.

          Im Einzelnen

(1) unschön, die aufeinander folgende Verwendung von "dass".
(2) Das umgangssprachliche "allererste" sollte durch "erste" ersetzt 
werden.
(3) Die zeitliche Einordnung über eine historische Figur ist grund-
sätzlich in Ordnung, sollte jedoch dem Wissenstand der Leserzielgruppe 
entsprechen.
(4) Das Stilmittel, einen Satz mit "Und" beginnen zu lassen, sollte 
nicht überstrapaziert werden.
(5) "jedermann" ? "jeder": das ist genau die lyrische Qualität, die 
ich eingangs erwähnte.
(6) Der erste Absatz ist ein schöner, klassischer Einstieg vom Allge-
meinen zum Besonderen, die Perspektive verengt sich im zweiten Absatz 
auf Josef.
(7) Das zweite "da" ist stilistisch unschön, aber vertretbar. In Ver-
bindung mit "David" hakelt es klanglich.
(8) "Da ... schwanger." Bandwurmsatz, kann aufgelöst werden, muss es 
aber nicht, weil das letzte und entscheidende Wort "schwanger" umso 
stärker wirkt, je länger der Satz ist.
(9) Der Konflikt spitzt sich zu. Was kann es Unangenehmeres geben, als 
weit weg von daheim sein Kind zu bekommen? Sehr gut.
(10) Siehe 1, aber: Durch die vermehrte Verwendung klingt der Text 
atemlos und so authentisch, als würde er gerade in diesem Moment zum 
ersten Mal erzählt. Merke: Die Überstrapazierung eines Stilmittels 
kann selbst ein gelungenes Stilmittel sein. Auf die noch folgenden 
"Und" am Satzanfang soll daher nicht mehr eingegangen werden. Merke: 
Ein Könner weiß, wann und wie er die Regeln brechen kann.
(11) Die Situation verschärft sich weiter: Nicht nur bekommt die arme 
Frau ihr Kind fernab der Heimat, sie muss es auch noch draußen zur 
Welt bringen. Dies verleiht dem Text etwas Archaisches und verstärkt 
ihn dadurch. Hervorragend.
(12) Gelungene, lebendige Beschreibung in wenigen Worten.
(13) Super Satz. Dem ist nichts hinzuzufügen.
(14) Ist dieser Absatz notwendig? Treibt die Handlung nicht erkennbar 
voran, kann aber als "Atmosphäre" stehen bleiben.
(15) Zwei gleichrangige Nebensätze hintereinander werden mit "die" 
eingeleitet. Besser mit "und" verbinden: "die da geschehen ist und die 
uns der Herr kundgetan hat".
(16) "kamen eilend" zu passiv. Besser: "eilten herbei".
(17) "gesagt" wiederholt sich. Besser: "verkündet" oder "verheißen".
(18) "bewegte sie in ihrem Herzen": unklares Bild. Gerade an dieser 
wichtigen, abschließenden Stelle sollte jedoch ein starkes Bild ste-
hen.
(19) "wieder" hat hier keine Funktion, kann wegfallen.
(20) "wie denn zu ihnen gesagt war": Dieser Nebensatz lässt die Hirten 
als reine Befehlsempfänger erscheinen und weniger als Menschen, die 
von einer Sache tief überzeugt sind. Der Nebensatz sollte weggelassen 
werden, um die Lobpreisung stärker und glaubwürdiger erscheinen zu 
lassen.

          Fazit

So muss man schreiben! Ein hervorragender Text, der, von der Hand ei-
nes Meisters lektoriert, das Zeug hat, ein unvergesslicher Text zu 
werden.

Liebe Frau Carpentier, ich bin sicher, dieses kurze Lektorat hat Sie 
überzeugt. Alles Gute bei Ihrer Niederkunft wünscht

Ihr Honeyball Lektor

                    **~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~**

Stephan Waldscheidt, Jahrgang 67. Freier Autor und Texter. Mehr von 
ihm und von seinem Alter Ego Honeyball auf http://www.waldscheidt.de.


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UNSERE EXPERTINNEN UND EXPERTEN:     
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Bitte schickt den ExpertInnen nur Fragen zu ihrem Expertenthema - 
keine Manuskripte zur Beurteilung. Speziell unsere Expertin für Lit-
eraturagenturen nimmt keine neuen AutorInnen an; Anfragen dazu sind 
daher zwecklos.

Bitte verseht jede Anfrage mit einem aussagekräftigen Betreff. Sonst 
kann es sein, dass die Mail vorsichtshalber sofort gelöscht wird.


  Drehbuch: Oliver Pautsch
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  Fandom: Thomas Kohlschmidt
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  Historischer Roman: Titus Müller
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  Sachbuch allgemein: Gabi Neumayer
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  Schreibaus- und fortbildung: Uli Rothfuss
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  Schreibgruppen: Ute Hacker
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  Schreibhandwerk: Ute Hacker
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  Sciencefiction: Andreas Eschbach
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  Technische Literatur, CDs, Internet: Reinhard Mermi
                               mailto:techlit at experte punkt autorenforum punkt de
  Übersetzung: Barbara Slawig 
                         mailto:uebersetzerin at experte punkt autorenforum punkt de
  Verlagswesen: Bjørn Jagnow
                          mailto:verlagswesen at experte punkt autorenforum punkt de



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FRAG DIE EXPERTIN FÜR FANTASY:
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             Stefanie Bense (mailto:fantasy at experte punkt autorenforum punkt de)
Frage:
Ich sitze seit gut zwei Wochen feierabends an meinem ersten Roman und 
habe bisher so knapp hundert Seiten geschrieben, die mir sogar ziem-
lich gut gefallen. Das finde ich ganz ermutigend. Weniger ermutigend 
finde ich die Klagen anderer Autoren im Forum, man fände für Fantasy 
in Deutschland keinen Verlag. 

Was mich an meiner Geschichte hauptsächlich interessiert, sind die 
beiden Hauptfiguren, deren Charaktere und Entwicklungen einen psycho-
logisch-gesellschaftlichen Grundkonflikt widerspiegeln ? wenn ich 
Herrn Gesing richtig verstanden habe, ist das kein schlechter Weg. 
Nebenbei gibt es noch jede Menge Spannung und Erotik. Das Ganze ist 
ein Fantasy-Roman(das hattest du dir vermutlich schon gedacht), die 
Fantasy spielt aber keine vordringliche Rolle. Damit will ich sagen, 
dass ich sehr gut ohne Elfen, Orks und so weiter auskomme, so sehr ich 
sie bei (manchen) anderen Autoren auch zu schätzen weiß. Ein bisschen 
Zauberei und ein Drache hier und da genügt vollauf für meinen Plot.

Meine Frage: Würdest du die Chance, einen Verlag dafür zu finden, hö-
her einschätzen, wenn ich das Ganze in einem historischen Setting 
spielen lassen würde? Die erforderliche Recherche traue ich mir ohne 
weiteres zu, aber irgendwie habe ich halt Lust, einen Fantasy-Roman zu 
schreiben. Es scheint mir auch eingängiger, den gesellschaftlichen 
Konflikt in einer utopischen Welt zuzuspitzen und durch "magische" 
Gegenstände, Tiere etc. zu symbolisieren.


Antwort:
Jetzt erst einmal vor der Beantwortung der Fragen von mir einen Glück-
wunsch, dass du so konsequent an deinem Roman arbeitest! Und dass er 
dir immer noch gut gefällt. (Die Krisen kommen ungefähr kurz nach der 
Hälfte und beim Überarbeiten. ;-))

Die Klagen über die Verlagspolitik der Publikumsverlage sind Legion 
und nicht ganz unberechtigt. Fantasy ist nun mal ein Stiefkind in 
deutschen Verlagsprogrammen, und dort, wo Fantasy noch ein Standbein 
hat, dominieren immer noch Lizenzausgaben bzw. -übersetzungen anglo-
amerikanischer Autoren/innen. Dem ist einfach so, egal ob das nun ent-
mutigend ist oder nicht, es ist Realität. Ein wenig gebessert hat sich 
der Ruf der Fantasy durch die Mega-Erfolge von Harry Potter und die 
Tolkien-Filme.

Aber das bedeutet keineswegs, dass nicht auch Fantasy-Romane von deut-
schen Autoren/innen veröffentlicht werden (Susanne Gerdom, Bernhard 
Hennen, Hadmar von Wieser, Monika Felten etc.). Wenn man etwas wirk-
lich Eigenes, Gutes und Professionelles vorzuweisen hat, dann, denke 
ich, wird sich ein Verlag finden. Es ist schwierig, aber möglich.

Was du von der Gestaltung deines Romans schreibst, lässt mich hoffen, 
dass du genug Handwerk zur Verfügung hast, um ein ausgereiftes Manu-
skript später den Verlagen anbieten zu können.

Womit ich allerdings Probleme habe, ist, dass du mich fragst, ob dein 
Roman mehr Chancen als Historischer Roman hätte. Wenn sich die Fantasy 
so einfach ändern lässt, wenn sie so verzichtbar ist, wieso benutzt du 
sie dann überhaupt? Fantasy ist nur dann Fantasy, wenn die Geschichte 
zusammenfällt, nimmt man die Fantasy-Elemente heraus. "Ein bisschen 
Zauberei und ein Drache hier und da" ist keine Fantasy, sondern nur 
ein exotisches Setting. Wenn die Story aber ohne Drachen und ohne Ma-
gie nicht funktioniert, dann ist es Fantasy. Fantasy ist sozusagen die 
Bedingung, Grundlage, das Existentielle, das damit die Geschichte erst 
möglich macht.

Es gibt natürlich Werke, die sich sowohl bei Historischen Romanen als 
auch bei Fantasy einordnen lassen, z. B. Werke, die in alten Zeiten 
spielen, in denen sich Götter direkt am Geschehen beteiligen oder in 
denen wie im frühen Keltentum Elfen, Zwerge etc. noch Teil der All-
tagswelt waren (z. B. Juliet Marillier "Die Tochter der Wälder"). Aber 
auch hier gilt: Entferne die fantastischen Elemente, und die Story 
funktioniert nicht mehr. In der Regel überwiegt bei ihnen der histori-
sche Anteil, und die phantastischen Elemente sind begrenzt oder werden 
wie bei Kai Meyer "Die Unsterbliche" rational erklärt. Da die histori-
schen Teile maßgeblich sind, sind es dann auch die Merkmale Histori-
scher Romane: historische Genauigkeit, größtmögliche Authentizität, 
Eingliederung in den großgeschichtlichen Zusammenhang, Begrenzung auf 
die epochengemäße Technik / Umwelt / Sprache in der Figurenebene, Um-
fang (historische Romane haben i. d. R. einen stärkeren Umfang) etc.

Welches Etikett diese "Zwitter" erhalten, legt ganz allein der Verlag 
fest. Das o. g. Buch von Marillier trägt ein schlichtes "Roman".

Schreibst du einen Fantasy-Roman, wirst du a) ein anderes Zielpublikum 
haben, b) eine andere (niedrige) Start-Auflage. Schreibst du histori-
sche Romane, ist dein Publikum größer, anders zusammengesetzt und viel 
kritischer. Sie werden dir jeden Fehler, jede Missinterpretation, jede 
historische Ungenauigkeit um die Ohren hauen (und ggf. keine Bücher 
mehr von dir kaufen). Es ist eine Frage, die du selbst abwägen musst, 
für welches Publikum du schreibst.

Oh, und unterschätze bitte nicht, die Recherche zu historischen Roma-
nen! Je nach Verknüpfung der Historie mit dem Roman, dem Forschungs-
stand der Zeitebene und geographischen Lage sowie je nach Umfang der 
Bücher und Artikel zum Thema  kann so eine Recherche viele Jahre dau-
ern. (Ich schreibe zurzeit an einem historischen Roman, der in Grie-
chenland zur Bronzezeit spielt, und musste dafür über vier Jahre re-
cherchieren.) Ganz zu schweigen davon, dass du einen "neuen" oder zu-
mindest interessant-überraschenden Ansatz brauchst, der sich aber 
nachprüfen lässt (z. B. im Mittelalter gäbe es reine Frauendörfer).

                    **~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~**

Stefanie Bense lebt und arbeitet in Hannover, gibt seit 1993 Schreib-
kurse, veröffentlicht sporadisch und schreibt - was sonst - an ihrem 
ersten Roman. Kontakt: mailto:Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.


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FRAG DEN EXPERTEN FÜR DREHBUCH:
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             Oliver Pautsch (mailto:drehbuch at experte punkt autorenforum punkt de)
Frage:
ich habe in diesem jahr 10 kinderbücher (eine serie) geschrieben und 
illustriert, die jedoch noch nicht veröffentlicht wurden. [...] mein 
freund ist trickfilmer, und wir haben den ersten teil davon verfilmt. 
nun gründet mein freund eine firma mit 3 weiteren kreativen. einer 
davon hat gute kontakte und hat uns zuliebe den film bei einem sender 
vorgestellt, der wiederum den film einbehalten hat, da er ihnen gefal-
len hat und sie ihn jetzt weiter prüfen wollen. [...] ich bin jetzt 
ziemlich durcheinander.

1. würde ich lieber warten, erst einen buchvertrag zu haben, da ich 
nicht weiß, inwiefern sich inhalte noch ändern werden, und ich finde, 
das sollte alles aufeinander abgestimmt werden.

2. ich weiß nicht, was meine rechte sind. [...]das heißt, ich würde 
gerne einen vertrag oder ähnliches machen. ich habe die geschichten 
geschrieben, ich habe die bücher illustriert, ich habe die regie und 
das drehbuch gemacht. mein freund hat alles im computer umgesetzt und 
animiert (flash). [...] wie viel ist meine arbeit wert? [...] ich ü-
berlege nun mir vielleicht einen agenten zu suchen. [...]  wie finde 
ich heraus, was wem zusteht? was sind meine rechte? [...]


Antwort:
Vielen Dank für Ihre Fragen. Der Sachverhalt ist in der Tat komplex. 
Zunächst einmal sind Sie Urheberin der Vorlagen, also der Bücher und 
Drehbücher u. a. für den ersten Film, wenn ich das richtig verstanden 
habe.

Bevor Sie die Serie an einen Sender verkaufen, sollten Sie sich mit 
ihren Partnern einig sein. Dabei würde ich an Ihrer Stelle wirklich 
eine Agentur suchen, die Ihre Interessen als Urheberin und Autorin 
vertritt.

Die Agentur kann Sie ggf. bei Vereinbarungen mit Ihren Partnern, einem 
Buchverlag und dem Sender beraten und vertreten. Außerdem kennen sich 
Agenturen damit aus, was wem branchenüblich zusteht.

Die meisten Agenturen sind mittlerweile im Internet vertreten. Ich 
habe außerdem diese Liste gefunden: http://home.t-
online.de/home/coroner/litag.html

                    **~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~**

Oliver Pautsch, Jahrgang 65, sammelte zunächst Erfahrungen als Fahrer, 
Beleuchter, Aufnahmeleiter und Regieassistent im Fernsehgeschäft. Spä-
ter ein Zwischenspiel an der Uni Düsseldorf, doch er wollte lieber 
direkt für die Branche schreiben. Es entstanden Drehbücher für Kurz-
filme, Serienfolgen und für den sog. "abendfüllenden" Film. 
http://www.drehbuchautoren.de/Autoren/meinautor.php?ID=164


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FRAG DIE EXPERTIN FÜR KRIMINALISTIK:
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          Nikola Hahn (mailto:kriminalistik at experte punkt autorenforum punkt de)  

Frage:
In meinem Roman soll das Opfer ihren Mörder vor ihrem Tod kratzen. 
Aber der Mörder weiß, er muss die DNA-Spuren unter den Fingernägeln 
eliminieren. Dabei will er aber weder die Finger verätzen noch diese 
abtrennen. Meine Frage ist nun, ob es irgendwelche Lösungen oder sogar 
haushaltsübliche Reinigungsmittel gibt, die diesen DNA-Beweis völlig 
zerstören bzw. nutzlos  machen würden.

Zudem würde ich gerne wissen, ob es völlig unrealistisch ist, wenn ein 
Gerichtsmediziner der Mörder ist. ( Falls deren Vergangenheit bei ei-
ner Einstellung zu genau durchleuchtet wird, wie es beispielsweise bei 
FBI- "Rekruten" der Fall ist.)


Antwort:
DNA-Spuren sind anfällig für Feuchtigkeit und werden unbrauchbar z. B. 
durch Verschimmeln oder längere Wassereinwirkung. Die DNA-Spuren unter 
den Fingernägeln sind aber ganz gut geschützt, so dass ein bloßes Ab-
duschen der Leiche sicherlich keinen Erfolg bringen würde. Ebenso ist 
es fraglich, ob irgendein Reinigungsmittel wirklich alle Spuren unter 
den Fingernägeln vernichten könnte. 

Um die Spuren zu vernichten, hilft nur, die Fingernägel abzuschneiden. 
Übrigens schneiden wir bei der Spurensuche an einem Tatort die Finger-
nägel der Leiche und, wenn wir einen Verdächtigen haben, ggfs. auch 
dessen Fingernägel ab, um DNA-Spuren zu finden!

Zu Ihrer zweiten Frage: Jeder Mensch kann ein Mörder sein ? also auch 
ein Gerichtsmediziner. Oder sollte Ihre Frage dahingehend zu verstehen 
sein, ob ein verurteilter Mörder Gerichtsmediziner werden kann? Da 
muss ich allerdings passen.

                    **~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~**

Nikola Hahn ist Kriminalhauptkommissarin und Fachlehrerin an der Hes-
sischen Polizeischule in Wiesbaden; nebenberuflich arbeitet sie als 
Autorin mit dem Schwerpunkt historische Kriminalromane. Informationen 
im Internet: http://www.nikola-hahn.com. 


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HALL OF FAME:
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                              (mailto:redaktion at team punkt autorenforum punkt de)

Ja, die Lage auf dem Buchmarkt ist schwierig, und manchmal glaubt man, 
man wird es nie schaffen, ein Buch zu veröffentlichen. Aber andere 
schaffen es ja auch!

Die "Hall of Fame" zeigt die Erfolge von AbonnentInnen des Tempest. 
Wir würden uns freuen, wenn ihr euch davon motivieren und ermutigen 
lasst - dann werden wir euer neues Buch hier bestimmt auch bald einmal 
vorstellen können.

Melden könnt ihr aktuelle Buchveröffentlichungen nach diesem Schema:
.......
AutorIn: "Titel", Verlag Erscheinungsjahr (das muss immer das laufende 
oder das vergangene Jahr sein!), Genre. Zusätzlich könnt ihr in maxi-
mal 60 Zeichen (nicht Wörtern!) weitere Infos zu eurem Buch unterbrin-
gen.
.......

Ausgeschlossen sind Veröffentlichungen in Anthologien, Bücher im Ei-
genverlag und BoDs (sofern sie im Eigenverlag erschienen sind) sowie 
Veröffentlichungen in Druckkostenzuschussverlagen. Schickt eure Texte 
unter dem Betreff "Hall of Fame" an mail-
to:redaktion at team punkt autorenforum punkt de. Wir können ausschließlich Meldungen 
berücksichtigen, die nach dem obigen Schema gemacht werden!

++++++++++

Eduard Breimann: "Die schwarze Katze", Universal Frame Verlag 2004,  
Erzählungen. Über Mörder, Asylanten, Scheinheilige und Folterer; 11,80 
Euro

Eduard Breimann: "Der Tod hat ein Gesicht", Universal Frame Verlag 
2004, Erzählungen. SS-Vergangenheit, Penner und HIV-Infizierte; 11,80 
Euro

Eva Almstädt: "Kalter Grund", Bastei Lübbe 2004, Krimi. Eine Lübecker 
Kommissarin ermittelt auf morastigem Terrain

Magdalena Agdestein: "Nachlass", Drava 2004, Roman. Über das unter-
gründige Weiterwirken einer Vergangenheit

Alexander Köhl: "Victors Schützling", Prolibris-Verlag 2004, Kriminal-
roman. Weitere Infos:  www.alexander-koehl.de


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Veranstaltungen, Ausschreibungen, Publikationsmöglichkeiten, Messen 
und Seminare findet ihr im zweiten Teil des Tempest, der mit 
getrennter Mail kommt!
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Einsendeformalien:
Einsendungen sind zu allen Rubriken von autorenforum.de erwünscht. 
Zurzeit können jedoch noch keine Honorare gezahlt werden. Das Urheber-
recht verbleibt bei der Autorin bzw. beim Autor. 

Einsendungen bitte im RTF-Format und per E-Mail, und zwar an: 
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Fragen zu Einsendungen sollten ebenfalls an diese Adresse gerichtet 
werden. Die genauen Richtlinien findet ihr unter der Adresse 
http://autorenforum.de/Tempest/richtlinien.html.

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                        I M P R E S S U M
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Herausgeber: 
   Ramona Roth-Berghofer mailto:public.relations at team punkt autorenforum punkt de 
   Gabi Neumayer                mailto:redaktion at team punkt autorenforum punkt de
   Stefan Schulz                     mailto:Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
   Thomas Roth-Berghofer 
                    mailto:Thomas.Roth-Berghofer at team punkt autorenforum punkt de
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