Ausgabe 6-02 (20. Februar 2004)

Schreib-Kick
Marketingideen
    "Marketing für Autoren - Teil 1"
    von Harald Schneider
Schreibkurs
    "Wie beim allerersten Mal:
    Von ungewohnten Perspektiven zu ungewöhnlichen Ideen"
    von Stephan Waldscheidt
CD-Besprechung
    "Der ERF Sprechtrainer"
    besprochen von Gabi Neumayer
Interview mit Sabine Kornbichler
Essay
    "Karriereprobleme"
    von Anja Odenthal
Frag den Experten für Verlagswesen
    (Björn Jagnow)
Frag die Expertin für Schreibhandwerk
    (Ute Hacker)
Hall of Fame
EDITORIAL: 
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Liebe Autorinnen und Autoren,

in diesem Tempest: ein neuer Experte, ein kleiner Knigge für das Ver-
halten unseren ExpertInnen gegenüber, der Beginn einer Serie zum Thema 
"Marketing für Autoren", ein Interview mit Sabine Kornbichler und vie-
les mehr - vom Schreib-Kick bis zu neuen Seminaren und Messen. Bei den 
Expertenantworten geht es heute darum, wie man eine Kurzvita schreibt, 
und darum, ob man echte Korrespondenz in einem Roman verwenden darf.

Apropos ExpertInnen 1: Wir freuen uns, euch einen neuen Experten vor-
stellen zu können. Prof. Uli Rothfuss, geboren 1961, ist Hochschulleh-
rer für Poetik, Kreatives Schreiben und Medientheorie an der Hochschu-
le für Gestaltung Schwäbisch Hall, an der Internationalen Hochschule 
Calw und an der Universität Karlsruhe sowie Honorarprofessor an der 
Staatlichen Pädagogischen Hochschule Eupen / Belgien. Er ist selbst 
Autor und Herausgeber von 20 Büchern und Mitglied des Internationalen 
PEN. Ab sofort steht er für eure Fragen rund um die Schreibaus- und -
fortbildung bereit. Seine Mailadresse findet ihr über den Expertenant-
worten.

Apropos ExpertInnen 2: Wir wissen, dass ihr ihre Kompetenz und ihre 
Antworten auf eure Fragen schätzt - aber die meisten bekommen offenbar 
nicht einmal ein kleines "danke" per Mail, wenn sie euch bei einer 
Frage weitergeholfen haben. Denkt bitte dran: Sie arbeiten alle unent-
geltlich für uns und haben zumindest eine kurze Rückmeldung verdient!

Und wo wir schon mal bei den Ermahnungen sind: Bitte schickt keine An-
fragen an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! - verwendet also niemals die Ant-
wortfunktion, wenn ihr den Tempest bekommt. Das ist lediglich die 
Newsletter-Versandadresse!

And now for something completely different: Wir haben zu dieser Ausga-
be auch unsere restlichen Redaktionsadressen geändert, um die Spam-
Fluten einzudämmen. In wenigen Tagen werden die bisherigen Adressen 
abgeschaltet, daher benutzt bitte ab sofort nur noch die neuen Adres-
sen, die ihr überall in dieser Ausgabe findet.

Der Tipp des Monats Februar, diesmal von  James M. Bickham (aus: 
"Short Story", Zweitausendeins):

    In einer guten Geschichte vermittelt sich das Anliegen 
    des Autors allein durch die Handlung.
    Eine schlechte Geschichte, in der dieser Effekt 
    nicht zum Tragen kommt, lässt sich auch nicht 
    durch Erklärungen oder Belehrungen retten.

Wie ihr seht, sind mir die Schreibtipps ausgegangen - bitte schickt 
mir welche! Kurze und knackige Tipps zum Schreiben, Veröffentlichen, 
Lesen, Verlagefinden ... Einfach an mail-
to:redaktion at team pt autorenforum pt de.

Ich wünsche uns allen, dass der Frühling bald anbricht. Draußen und 
möglichst auch auf dem Buchmarkt!

  Gabi Neumayer
  Chefredakteurin

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Damit wir den Tempest auch in Zukunft weiterführen können, brauchen 
wir eure Hilfe: Wer uns unterstützen möchte, überweise bitte einen 
freiwilligen Jahresbeitrag (15 Euro haben wir als Richtwert gesetzt, 
aber ihr helft uns auch schon mit 5 oder 10 Euro weiter) auf unser 
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SEB Mainz (früher: BfG)
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Für AuslandsabonnentInnen: Am 1. Juli 2003 wurden die Auslandsüberwei-
sungsgebühren gesenkt. Aber natürlich könnt ihr uns euren Beitrag auch 
weiterhin per Post schicken (Adresse am Ende des Tempest).

Wer aus Österreich überweist, braucht außerdem diese Nummern (bitte 
genau so zusammenschreiben!)
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ISSN 1439-4669   Copyright 2004 autorenforum.de. Copyright- und
                 Kontaktinformationen am Ende dieser Ausgabe
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   INHALT DIESER AUSGABE:


TEIL 1:

      Editorial
      Inserate
      Schreib-Kick
      Marketingideen
         "Marketing für Autoren - Teil 1"
         von Harald Schneider
      Schreibkurs
         "Wie beim allerersten Mal: 
         Von ungewohnten Perspektiven zu ungewöhnlichen Ideen"
         von Stephan Waldscheidt
      CD-Besprechung
         "Der ERF Sprechtrainer"
         besprochen von Gabi Neumayer
      Interview mit Sabine Kornbichler
      Essay
         "Karriereprobleme"
         von Anja Odenthal
      Frag den Experten für Verlagswesen
         (Björn Jagnow)
      Frag die Expertin für Schreibhandwerk
         (Ute Hacker)
      Hall of Fame
      Impressum


TEIL 2 (nur für Abonnenten):

      Veranstaltungen
      Ausschreibungen
      Publikationsmöglichkeiten
           mit Honorar
           ohne Honorar
      Seminare
      Messekalender
      Impressum

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Auf unserer Homepage gibt es mittlerweile einen praktischen Service 
für orientierungslose Tempest-LeserInnen: Inhaltsübersichten für ein-
zelne Tempest-Jahrgänge, nach AutorInnen sortiert. Martin Eberhard 
Kamprad (http://www.ekamprad.de) hat freundlicherweise die aufwendige 
Arbeit übernommen, nach und nach die Verzeichnisse für alle bisherigen 
Jahrgänge zu erstellen. 

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INSERATE:
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SCHREIB-KICK:
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                              (mailto:redaktion at team pt autorenforum pt de)


Unser Schreib-Kick für den Februar, diesmal von Heike Prassel:

Wenn ich eine Geschichte plane, dann stelle ich mir ein Ensemble von 
Figuren vor und versuche, mir ihre Charaktere auszumalen. Dies gelingt 
mir umso plastischer, je eher mir klar wird, in welcher Beziehung die 
Figuren zueinander stehen.

Ich schreibe den Namen der Hauptfigur in die Mitte eines Blattes und 
notiere die anderen Namen drum herum. Dann ziehe ich einen Pfeil von 
der Hauptfigur zu einer der Nebenfiguren und notiere daran, was sie 
für diese Figur empfindet. Gleich darauf drehe ich die Richtung und 
notiere, was die Nebenfigur für die Hauptfigur empfindet. So verbinde 
ich Figur mit Figur, erst mit der Hauptfigur und anschließend unter-
einander. Da kommen Gefühle zutage, auf die ich bei ungeführter Über-
legung nicht gekommen wäre.

Anhand des entstandenen Tohuwabohus kann ich schließlich auch analy-
sieren, ob meine Figuren sich "alle lieb haben", was ziemlich langwei-
lig werden würde, oder ob niemand niemanden leiden kann - auch nicht 
ideal.


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MARKETINGIDEEN:
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                             (mailto:redaktion at team pt autorenforum pt de)


                   "Marketing für Autoren - Teil 1"
                         von Harald Schneider

Es geht bei dieser Marketing-Serie weniger um das „Was", sondern eher 
um das „Wie". Was aber nicht zu bedeuten hat, dass es in späteren Fol-
gen keine Ideen hageln wird. Auch echte Geheimtipps, die ich bisher in 
keiner Quelle und auch nicht im Internet recherchieren konnte. Dies 
kann Ihnen als informiertem Autor - und das unterstelle ich allen Tem-
pest-Abonnenten - einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil gegenüber 
Ihren Kollegen bringen.

Schreiben ist nun mal nicht das einzige Betätigungsfeld im erfolgrei-
chen Autorenleben. Es gilt, sich aus der Masse herauszuheben, selbst 
wenn man das genialste Buch der Gegenwartsliteratur geschrieben hat. 
Nicht immer hat das „beste" Buch den größten Erfolg. (Wobei ich mich 
hier nicht auf eine Begriffsbestimmung des Wörtchen „beste" einlassen 
will. Sicher haben auch die ungelogenen Biographien so mancher promi-
nenter Zeitgenossen ihre Daseinsberechtigung. Und sei es nur zur Um-
satzsteigerung der Buchhandlungen.)


          Wer braucht Marketing-Tipps?

Es ist schwierig, verdammt schwierig, als Newcomer in einem großen 
Publikumsverlag veröffentlicht zu werden. Meist haben die Verlage ihre 
jahrelang erprobten Hausautoren, oder ihr Verlagsprogramm setzt sich 
zu einem großen Teil aus ausländischen Lizenzen zusammen. Die wenigen 
Neulinge, die es jedes Jahr schaffen, kann man an wenigen Händen ab-
zählen. Und die kommen meistens über Agenten zum Verlag; die unaufge-
fordert eingesandten Manuskripte haben für die großen Verlage fast 
keine Bedeutung. Das ist leider die traurige Wahrheit, die die meisten 
von Ihnen kennen, die zum zwanzigsten Mal ihr Manuskript im eigenen 
Briefkasten wiederfanden.

Und selbst wenn es mal einer schafft, so darf er sich zwar glücklich 
schätzen - dass der Verlag für ein Autorendebüt aber Unsummen in die 
Werbung steckt, kann man trotzdem nicht erwarten. Auch ein solcher Au-
tor kommt um Eigenmarketing nicht herum. Einen entscheidenden Vorteil 
hat er aber: Er braucht sich um den Vertrieb nicht zu kümmern, die Bü-
cher stehen im Buchladen. Wenn man bedenkt, dass mehr als ein Drittel 
aller Buchkäufe Impulskäufe, also ungeplante Käufe sind, ist das ein 
großer Vorteil.

Der frustrierte Autor gibt nicht auf. Er besorgt sich den Banger (Da-
tenbank aller deutschsprachigen Verlage) und schickt seine Manuskripte 
nun an kleinere Verlage. Hier ist die Chance ungleich höher, einen 
Verlag zu finden. 
Doch Achtung: Der Verlagsmarkt ist durchsetzt von so genannten Druck-
kostenzuschussverlagen, manchmal seriös, oft unseriös, je nach Stand-
punkt. Auch die Verlage, die ausdrücklich keinen Druckkostenzuschuss 
verlangen, aber dem Autor 500 Pflichtexemplare aufnötigen oder eine 
Marketingpauschale aufdrücken, gehören zu dieser Kategorie. Sparen Sie 
sich Ihr Geld! Es gibt günstigere Alternativen. (Eine Ausnahme sind 
wissenschaftliche Werke, die häufig mit DKZ veröffentlicht werden.)

Zurück zum Kleinverlag. Diese Verlage haben meist keinen Vertrieb. Die 
Bücher bekommen zwar in der Regel eine ISB-Nummer, dies bedeutet aber 
nur, dass das Buch gefunden und bestellt werden kann. Dass es das Buch 
gibt, weiß dadurch noch niemand. Hier ist der Autor so richtig gefor-
dert. Oft hat er den Vorteil, dass er vom Verlag unterstützt wird, 
wenn auch nicht finanziell. 

Für Autoren, die in Eigenverlagen veröffentlichen oder über PoD (Print 
on Demand), gilt das Gleiche. Nur fehlt ihnen der Sparringspartner, 
sie sind ganz auf sich alleine gestellt. Das fängt schon beim Lekto-
rieren der Texte und beim Layout an. Dafür gibt es in großen Verlagen 
jede Menge Fachleute. Bei PoD heißt es dagegen oft: Da kopier ich mir 
schnell die Word-Vorlage in ein PDF, und dann sieht das auch als Buch 
toll aus. Das geht in die Hose! Wie man reihenweise bei PoD-Büchern 
feststellen kann.

Letztes Jahr habe ich ein Buch gesehen, in dem die Lebensgeschichte 
eines Wellensittichs beschrieben wird. Okay, wer’s mag. Das Cover wur-
de vermutlich mit einer Polaroid-Sofortbildkamera aufgenommen. Es 
zeigt den Wellengeier fliegend, zehn Zentimeter vor einer Eiche-
rustikal-Wohnzimmerwand. So etwas sollte man seinen besten Feinden 
nicht antun. Manchmal alpträume ich immer noch von dem Cover. 

Wer braucht also Marketing-Tipps? Im Prinzip alle, die ein Buch veröf-
fentlicht haben beziehungsweise es vorhaben - und die nicht gerade 
Stephen King heißen.


          Warum Marketing?

Warum eigentlich Marketing? Es reicht eben nicht, eine ISB-Nummer zu 
haben und im Bekanntenkreis für Mund-zu-Mund-Propaganda zu sorgen. Ih-
re nächsten Bekannten erwarten sowieso ein Freiexemplar, und das nähe-
re Bekanntenumfeld ist endlich groß. Nach drei Wochen weiß es jeder. 
Jeder, der sich für Ihr Buch interessiert, hat es jetzt gekauft (oder 
es sich von Ihnen schenken lassen). Das war es schon im Großen und 
Ganzen: das kurze Leben oder vielmehr das kurze Aufbäumen im Leben ei-
nes Buches. 

Jetzt erinnert sich der Autor an diverse Tipps, die er irgendwann mal 
im Internet gelesen hat. Schnell werden ein paar dieser Weisheiten 
ausgedruckt und realisiert. Der Buchhandlung wird eine Lesung angebo-
ten. Hurra, sie akzeptiert! Weitere fünf Bücher verkauft. Und so geht 
es weiter im Leben der meisten Debütanten.

Was fehlt, ist ein klares, modulares Planungskonzept, das individuell 
zusammengestellt wird. Und das schon lange, bevor das Buch die Augen 
der Menschen erblickt. Wie man ein solches Planungskonzept entwickelt, 
das lesen Sie im nächsten Teil dieser Serie.

Zum Schluss ein paar wichtige Kriterien zum Buchmarketing, auf die ich 
in den nächsten Beiträgen noch im Detail eingehen werde. Seien Sie 
ehrlich, wie viele davon haben Sie bei Ihren Marketingaktionen bisher 
berücksichtigt?
- frühzeitiges modulares Planungskonzept
- Langfristigkeit
- Zielgruppen / zielgruppengerechte Ansprache
- breite Streuung / direkte Ansprache
- monetäre Möglichkeiten

                    **~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~**

Harald Schneider, Jahrgang 62, arbeitet als Betriebswirt in einem Me-
dienkonzern und beschäftigt sich mit Strategieplanung im Verlagswesen. 
Nebenberuflich entstanden mehrere Kinderbuchprojekte (Kinderratekri-
mis/Detektivgeschichten). Vor wenigen Wochen ist im Verlag K&C Buchoa-
se das Werk "Die wilden Vier und die geheimnisvolle Botschaft" er-
schienen. Kontakt unter: http://www.Harald-Schneider.gmxhome.de. 


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SCHREIBKURS:
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                             (mailto:redaktion at team pt autorenforum pt de)


                      "Wie beim allerersten Mal: 
         Von ungewohnten Perspektiven zu ungewöhnlichen Ideen"
                        von Stephan Waldscheidt


Mit das Interessanteste am Lesen ist es, Dinge aus einer neuen Per-
spektive zu sehen. Sucht selbst nach (für euch) neuen Perspektiven, um 
euer Schreiben zu verbessern (und euer Leben zu bereichern). Das kann 
bei einfachen Dingen anfangen: Steigt auf einen Stuhl, oder legt euch 
unter den Tisch. Geht in der Hocke durch den Supermarkt (am besten, 
wenn keiner zuschaut), um die Welt von der Warte eines Kindes zu be-
trachten. Verstoßt bewusst gegen eure Gewohnheiten: Wählt einen ande-
ren Platz als euren Stammplatz im Café oder in der Straßenbahn, eine 
andere Soße zu den Spaghetti. Zieht euch mal etwas ganz anderes an, 
was ihr sonst nie tragen würdet: In anderen Kleidern sieht auch die 
Welt anders aus.

Lest eine Wirtschaftszeitschrift, eine Fußballergazette oder ein Mode-
zeitschrift, gerade wenn ihr euch dafür überhaupt nicht interessiert, 
und versucht, die Faszination zu spüren, die andere dabei empfinden.

Macht Sachen anders, die normalerweise unbewusst ablaufen: Vertauscht 
beim Essen Gabel und Messer (und sagt "Gabel und Messer" statt, wie 
gewohnt, "Messer und Gabel"), verschränkt die Arme anders vor der 
Brust als sonst (bei mir: der rechte Arm über den linken statt umge-
kehrt). Versucht, euch die Schuhe anders zuzubinden als gewöhnlich, 
schlüpft mit dem "falschen" Arm zuerst in den Mantel. Versucht, mög-
lichst viele Dinge, die ihr normalerweise mit rechts erledigt, mit der 
linken Hand zu tun: Zähne putzen, mit Essstäbchen essen, Haare bürs-
ten, rasieren (aber versucht bitte nicht, beim Auto fahren mit dem 
linken Fuß zu bremsen!).

Die Macht der Gewohnheit ist ein gefährlicher Gegner der Kreativität. 
Findet eure (weitgehend unbewussten) Gewohnheiten heraus - und ändert 
sie, probeweise.

Betrachtet vertraute Dinge, dir ihr schon nicht mehr wahrnehmt, als 
sähet ihr sie zum ersten Mal: Ein VW Golf ist ein seltsamer Blechkas-
ten mit vier schwarzen Ringen unten. Buchstaben sind lustige Striche 
und Schnörkel - wozu könnten sie wohl gut sein? Starrt vertraute Ge-
sichter (zum Beispiel das von Gerhard Schröder im Fernsehen) so lange 
an, bis sie euch wieder fremd werden. (Das ist eines der spannendsten 
Experimente, und es bedarf einiger Konzentration und Übung. Aber wenn 
es euch gelingt, werdet ihr überrascht sein, wie anders euch das eben 
noch so vertraut geglaubte Gesicht auf einmal erscheint.)

All diese Dinge erweitern nicht nur euren Horizont, sondern sie lösen 
häufig auch einen Kreativitätsschub aus. Nebenbei schafft euer Hirn 
massenweise neue Synapsen zwischen euren grauen Zellen. Wer weiß, wozu 
die mal gut sein können. Womöglich zum Schreiben eines neuen Textes 
...

                    **~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~**

Stephan Waldscheidt, Jg. 67. Freier Autor und Texter. Schreibt Romane 
und Satiren des Vergnügens wegen. Würde es gerne auch des Geldes wegen 
tun und wartet weiter auf einsichtige Lektoren: "Warte nur, balde" 
(Goethe). Hofft, dass alle Tempest-Leser brav ihren Jahresbeitrag zah-
len, damit er wenigstens mit seinen Artikeln dort balde Geld verdienen 
kann ;-). Noch kostenlos: http://www.waldscheidt.de.


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CD-BESPRECHUNG:
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                              (mailto:redaktion at team pt autorenforum pt de)


                        "Der ERF Sprechtrainer"
                      besprochen von Gabi Neumayer

Diese CD ist zwar ursprünglich vor allem für religiöse RednerInnen ge-
dacht - sie ist aber auch der richtige Einstieg für alle AutorInnen, 
die Lesungen halten wollen, in denen das Publikum nicht nach wenigen 
Minuten schon gähnend abschaltet.

Die beiden Autoren, Rundfunkredakteur und -sprecher, führen mit einer 
Redakteurin durch dieses Trainingsprogramm für frustrierte RednerIn-
nen. Sie stellen zunächst die sechs Grundübel vor: falsche Sprechge-
wohnheiten wie monotones Sprechen, Pathos und falsche Betonung. Direkt 
danach setzen sie sechs Faustregeln für gutes Sprechen dagegen - zum 
Beispiel: über Satzzeichen hinwegsprechen, mit der Stimme unten blei-
ben, nur ein Höhepunkt pro Satz.
All das bekommt man natürlich akustisch vorgeführt. Zusätzlich finden 
sich die Textbeispiele mit allen Tipps auch in der umfangreichen Be-
gleitbroschüre, die einem beim Trainieren unschätzbare Dienste leis-
tet.

Die zweite Hälfte der CD ist Stimm- und Sprechübungen gewidmet. Man 
kann und sollte sie sofort nachmachen. Aber wie bei allem, was auf 
dieser CD an Übungen vorgestellt wird, ist es auch bei den Sprechübun-
gen mit einem einmaligen Hören nicht getan. Regelmäßiges Training - 
möglichst einige Minuten jeden Tag - ist nötig, um auf Dauer sprach-
lich und stimmlich deutliche Verbesserungen zu erzielen. Damit ihr am 
Ende ähnlich gut klingt wie die SprecherInnen auf dieser CD - und euer 
Lesungspublikum in den Bann ziehen könnt!


Rolf-Dieter Wiedenmann, Horst Schwinkendorf: "Der ERF Sprechtrainer", 
CD, 12,90 Euro, ERF Verlag, 35573 Wetzlar, Telefon (0 64 41) 9 57-2 
00, Fax: -1 20 (bitte beim Verlag bestellen bzw. dort Verkaufsstellen 
in eurer Nähe erfragen!)

                    **~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~**

Meine aktuellen Veröffentlichungen: zwei Gute-Nacht-Geschichten in 
"Abends, wenn ich träumen geh’", Gondolino; zehn Teufelgeschichten in 
"Mein dickes buntes Buch der 4 _-Minuten-Geschichten", paletti; 
"Schulgeschichten" für ErstleserInnen, Gondolino; Downloadkurs "Die 
professionelle Überarbeitung", http://www.storials.com. Weitere Infos: 
http://www.gabineumayer.de und http://www.bato-schreibt.de.


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INTERVIEW:
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                              (mailto:redaktion at team pt autorenforum pt de)


               "Das erste Buch war etwas ganz Besonderes"
                    Interview mit Sabine Kornbichler


Manuela Tengler: Ihr Debütroman "Klaras Haus" kam damals gut an. Wie 
fühlte sich das an? 

Sabine Kornbichler: Wundervoll! Wenn es dem Roman einer bis dahin fast 
völlig unbekannten Autorin gelingt, so viele Leser zu begeistern, dann 
ist das schon ein umwerfendes Gefühl. Ohne die große Unterstützung 
durch meinen Verlag (Knaur) und den Buchhandel wäre das allerdings 
nicht zu schaffen gewesen. In dieses wundervolle Gefühl mischt sich 
deshalb auch eine große Portion Dankbarkeit.


MT: Welche Erfahrungen haben Sie mit dem ersten verkauften Buch ge-
macht?

SK: Gute. Der Erfolg von "Klaras Haus" hat mich so mutig werden las-
sen, meine beruflichen "Weichen" Richtung Schreiben zu stellen. Hätte 
sich der Roman nicht im Buchmarkt bewährt, wäre ich ja ganz schnell 
wieder draußen gewesen. So kann ich jetzt das tun, was ich tatsächlich 
am liebsten tue: Geschichten erfinden, sie anderen erzählen, sie damit 
unterhalten und sie vielleicht zum Nachdenken anregen.


MT: Waren Sie aufgeregter, als das zweite Buch erschien? 

SK: Ich glaube, die Aufregung, die ich beim Erscheinen des ersten Bu-
ches hatte, lässt sich gar nicht steigern. Das war etwas ganz Besonde-
res. 

Die Aufregung beim Erscheinen des zweiten Buches war eine andere, eine 
vorsichtigere – vielleicht auch eine ängstlichere. Beim zweiten Buch 
ist man mit ganz anderen Erwartungen konfrontiert. Der Debütroman 
setzt einen Maßstab, den es vorher nicht gab, an dem man aber plötz-
lich gemessen wird. Es kommt mir deshalb so vor, als sei nicht das De-
büt die große Hürde, sondern der "berüchtigte" zweite Roman. Wichtig 
ist es, sich von diesen Erwartungen nicht einschüchtern zu lassen, 
diese Erwartungen gar nicht erst in den eigenen Maßstab einfließen zu 
lassen und sich selbst und den eigenen Vorstellungen treu zu bleiben.


MT: Hat sich Ihre Arbeitsweise mittlerweile geändert? 

SK: Ein bisschen vielleicht, aber nicht grundlegend. Meinen ersten Ro-
man habe ich noch ziemlich "ins Blaue" geschrieben. Das heißt, ich 
hatte nur eine ganz grobe Vorstellung von der Geschichte und den Per-
sonen. Ich habe einfach angefangen zu schreiben und habe die Geschich-
te und die Personen sich entwickeln lassen. Mittlerweile arbeite ich 
vor Schreibbeginn ein Konzept aus, mache mir sehr konkrete Gedanken ü-
ber die Personen und recherchiere die psychologischen Hintergründe. A-
ber auch hier gestehe ich den Personen und der Geschichte – wie beim 
ersten Roman – eine Eigenentwicklung zu, folge intuitiven Eingebungen 
und verfolge das Geschehen mit Spannung.


MT: Wie lange brauchen Sie für eine brauchbare Fassung und ihre Über-
arbeitung? 

SK: Ungefähr ein Jahr. Für die Entwicklung der Idee und des Konzepts 
und für die Recherchen brauche ich rund drei Monate, den "Rest" der 
Zeit schreibe ich.


MT: Was lieben Sie am Schreiben? 

SK: Am Schreiben liebe ich die Möglichkeit, in Geschichten einzutau-
chen, sie zu gestalten, um dann immer wieder festzustellen, dass sie 
ein Eigenleben entwickeln. Das finde ich spannend. Außerdem mag ich am 
Schreiben die Möglichkeit, mehrere fiktive Leben neben dem eigenen re-
alen zu führen, am Schreibtisch zu sitzen und auf Phantasiereisen zu 
gehen - ohne irgendeine Beschränkung durch Moral oder Konvention.


MT: Wann lieben Sie Schreiben am meisten - wann hassen Sie es ein 
klein wenig?

SK: Wenn ich ausgeruht bin, mein Kopf ganz frei ist, schreibe ich am 
liebsten. Gehasst habe ich das Schreiben noch nie. Würde ich es has-
sen, würde ich damit aufhören.


MT: Wie lange begleiten Sie Ihre neuen Figuren, bis sie sich im Manu-
skript entfalten dürfen? 

SK: Natürlich in den Monaten, die dem Schreiben vorausgehen. Manchmal 
nimmt eine Person aber auch schon Gestalt in meinen Gedanken an, wenn 
ich noch an einem anderen Manuskript arbeite. Dann skizziere ich sie, 
damit keine Facetten verloren gehen, und vertröste sie auf später. 


MT: Wie und wo arbeiten Sie am liebsten? 

SK: Am liebsten arbeite ich an meinem PC in meinem Arbeitszimmer.


MT: Welches Ritual stimmt Sie auf das Arbeiten ein? Eine bestimmte 
Uhrzeit vielleicht oder die Schreibtischordnung? 

SK: Inzwischen hat es sich so eingespielt, dass ich hauptsächlich 
nachmittags arbeite. Was ich dabei sehr schätze, ist Ordnung um mich 
herum.


MT: Wie ist "Klaras Haus" entstanden? Und wie hat sich das Buch entwi-
ckelt?

SK: Die Idee für "Klaras Haus" ist aus dem Bewusstsein entstanden, 
dass viele Menschen sich nach einem Zufluchtsort sehnen. Ich habe mich 
gefragt, welche Situationen es geben könnte, in denen ein solcher Zu-
fluchtsort hilfreich ist. Da gibt es natürlich unzählige, aber ich ha-
be mich für die von Nina (der verlassenen Ehefrau mit unerfülltem Kin-
derwunsch, deren Mann ein Kind von ihrer Freundin erwartet) und Char-
lotte (Ehefrau und Mutter von drei Kindern, gleichzeitig aber Geliebte 
eines anderen Mannes, der gerade tödlich verunglückt ist) entschieden, 
um Verständnis für die sehr unterschiedlichen Positionen dieser beiden 
Frauen zu schaffen und zu beobachten, wie und ob sie sich einander an-
nähern.


MT: Haben Sie selbst einen Verlag kontaktiert oder eine Agentur gefun-
den, die Sie betreute? 

SK: Ich wollte mein Glück zunächst einmal ohne Agent versuchen und ha-
be selbst Verlage kontaktiert. Bei der Auswahl dieser Verlage hat mir 
meine Buchhändlerin geholfen. Vom Knaur-Verlag habe ich dann ziemlich 
schnell eine positive Antwort bekommen.


MT: Würden Sie heute, nach drei Büchern, etwas anders machen? 

SK: Nein. Ändern würde ich nur dann etwas, wenn ich feststellen soll-
te, dass sich mein Konzept in irgendeiner Weise nachteilig für mich 
auswirkt, wenn ich an Grenzen stieße.


MT: Von welchen Projekten träumen Sie noch, von welchen Genres? Oder 
mal unter einem Pseudonym was ganz anderes schreiben? 

SK: Ich würde gerne irgendwann einen Krimi schreiben, wenn möglich un-
ter meinem Namen.


MT: Angenommen, ein Manuskript ist fertig. Was fühlen Sie – Erleichte-
rung oder Wehmut oder etwas ganz anderes? 

SK: Wenn ein Manuskript fertig ist, stellt sich ein zutiefst befriedi-
gendes Gefühl ein. Erleichtert bin ich allerdings erst, wenn meine 
Lektorin sagt, dass ihr das Manuskript gefällt.

Wehmut kenne ich tatsächlich auch, wenn ein Manuskript fertig ist. Und 
zwar ist es die Wehmut, mich von den Personen, mit denen ich dann im-
merhin ein Jahr "gelebt" habe, verabschieden zu müssen. Das fällt mir 
schon schwer.


MT: Machen Sie Erholungspausen, oder stürzen Sie sich voller Elan in 
das nächste Manuskript? 

SK: Erholungspausen mache ich in jedem Fall. Ich finde es ganz wich-
tig, sich auch innerlich von einem Manuskript zu verabschieden, mit 
ihm abzuschließen, bevor ich in eine neue Geschichte eintauche. Wäh-
rend dieser Erholungsphase spüre ich allerdings immer schon eine Vor-
freude auf die nächste Geschichte.


MT: Machen Sie gern Lesungen? 

SK: Ja. Immerhin ist es eine der wenigen Möglichkeiten, mit Lesern in 
Kontakt zu kommen. Natürlich ist so eine Lesung auch immer mit Aufre-
gung, mit Lampenfieber verbunden. Ich weiß ja vorher nie, wie das Pub-
likum ist, wie es reagiert, ob der Funke überspringt.


MT: Wie reagierten Ihre Freunde und Bekannten auf die Tatsache, dass 
Sie schreiben? Wurden Sie anfangs belächelt? 

SK: Meine Freunde und meine Familie haben ganz normal darauf reagiert, 
ein bisschen überrascht vielleicht, so wie ich selbst. Immerhin habe 
ich erst 1997 meine erste Kurzgeschichte geschrieben und in den Jahren 
davor höchstens mal davon geträumt, ein Sachbuch zu schreiben. Belä-
chelt wurde ich nicht. Im Gegenteil: Ich habe sehr viel Motivation er-
fahren, ganz besonders von meinem Mann.

Aus Neid geborene Reaktionen habe ich – natürlich? - auch erfahren, a-
ber nur von so genannten weitläufig Bekannten. Hintergrund waren dann 
oft geplatzte Lebenspläne dieser Menschen, die sich in irgendeiner 
Weise ums Schreiben rankten. Offensichtlich fällt es manchen Menschen 
schwer, einem anderen das zu gönnen, was sie selbst nicht haben ver-
wirklichen können.


MT: Talent oder Handwerk – was meinen Sie, worauf es beim Schreiben 
vor allem ankommt? 

SK: In jedem Fall kommt es auf beides an. Und ich glaube, auf beides 
gleichermaßen.


MT: Im April kommt Ihr neues Buch auf den Markt, "Vergleichsweise wun-
dervoll". Wie kam es zu diesem Buch? Und wieso ein Band mit Kurzge-
schichten? 

SK: Als ich mit dem Schreiben anfing, habe ich zunächst ausschließlich 
Kurzgeschichten geschrieben. Mein Verlag hat sie sich angesehen und 
vorgeschlagen, ein Buch daraus zu machen, worüber ich mich sehr freue.


MT: Herzlichen Dank für das Interview.


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ESSAY:
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                              (mailto:redaktion at team pt autorenforum pt de)


                           "Karriereprobleme"
                           von Anja Odenthal

Ich blättere  im Vereinsheft des Alpenvereins, als mich die Erkenntnis 
trifft: Verdammt, Rettungsflieger müsste man sein! In dem Heft wird 
einer interviewt, und das klingt alles so wahnsinnig interessant. Ich 
sehe die Szenerie direkt vor mir, während ich lese: die schroffen 
Steilhänge eines Bergmassivs, darunter die schmutziggrauen Runzeln des 
auslaufenden Gletschers. Der Wind peitscht gegen die Fenster des Hub-
schraubers, das Dröhnen des Rotors ist so laut, dass man sich nur über 
Kopfhörer und Mikrofon verständigen kann. Mein Adrenalinspiegel klet-
tert in die Höhe. Die Luft ist dünn hier oben, es ist kalt, ich fühle 
mich etwas atemlos. Und doch ist alles Routine, ich fühle mich sicher, 
der Situation gewachsen. Schneegestöber verringert die Sicht. Wir hal-
ten angestrengt nach unten Ausschau. Da! Eine Leuchtrakete! Wo kam sie 
her? Die Verunglückten müssen das Geräusch unseres Hubschraubers über 
den aufkommenden Sturm gehört haben. Der Hubschrauber schwenkt abrupt 
herum, geht in den Sinkflug über: Der Pilot hat sie entdeckt. Ich dre-
he mich in den Gurten nach hinten um, überprüfe noch einmal meine Aus-
rüstung. Es ist alles Routine, aber eine Routine, die schnell tödlich 
werden kann, wenn man in seiner Sorgfalt nachlässt. Jeden Tag vor Ein-
satzbeginn überprüfe ich die Klettergeschirre, die Karabinerhaken an 
den Seilwinden, das Bergungsnetz ... 

Der Artikel ist zu Ende, und leicht verkatert tauche ich wieder aus 
meinen Heldenphantasien auf. Warum nur musste ich Informatikerin wer-
den, wo es doch so viele Berufe zur Auswahl gegeben hätte, die inte-
ressanter wären? Telepathin zum Beispiel, das wollte ich als Kind im-
mer sein. So wie der Held in der "Thor Konnat"-Serie, die ich mit 
zwölf oder dreizehn verschlungen habe. Stattdessen sitze ich nun hier.

Jeder neue Film versorgt mich mit weiteren Karriere-Ideen. Es ist ein-
fach nicht fair! Und ich weiß, dass ich ein paar hundert Jahre zu früh 
geboren worden bin, wenn ich die Romane von Robert S. Heinlein oder I-
saac Asimov lese. Die Regierung macht ja noch nicht mal Anstalten, in 
der nächsten Zeit eine Raumstation auf dem Mond einzurichten, vom Ter-
raforming des Mars ganz zu schweigen! Wie soll ich dann jemals dorthin 
gelangen?

Wie? Höre ich da jemanden "Eskapist!" brüllen? Das verbitte ich mir a-
ber. Ich stehe auch nicht mehr oder weniger mit den Füßen auf dem Bo-
den der Tatsachen als die Hausfrau, die sich keine Folge von "Gute 
Zeiten, schlechte Zeiten" entgehen lässt, oder der Arbeiter, der ohne 
seinen "Tatort" nicht leben könnte.

Ausgerechnet Informatikerin. Nun ja, ich schätze, irgendetwas musste 
ich wohl lernen. "Kind, mach was Vernünftiges!" – ja, das war meiner 
Mutter Rede. Wie Recht sie hatte! Etwas mit stabilen 
Zukunftsaussichten. Etwas, bei dem man ordentlich verdient – wär doch 
schade sonst um meinen Grips, nicht? Und zugegeben, so ganz ohne 
Möglichkeiten ist die Informatik auch nicht. Ich würde einfach 
Computer-Guru werden, oder Hacker!

Jetzt ist es irgendwie fünfzehn Jahre später. Studium beendet, 
Promotion angefangen, weil ich keine Lust auf eine Arbeitsplatzsuche 
hatte. Nach drei Jahren frustriert abgebrochen, als ich dann doch mal 
anfing, mich zu fragen, ob ich nicht lieber ein ganzes Gehalt hätte 
anstatt einer halben BAT 2A, wenn ich schon jeden Tag neun Stunden 
arbeite. Ich musste mir eingestehen: Es war eh nur eine Warteschleife. 
Warten worauf? Die würden das Raumfahrtprogramm sogar einstellen, wenn 
es nach den Wirtschaftsministern ginge!

Und was ist nun aus dem Computer-Guru oder zumindest dem Hacker 
geworden? Hmm. Irgendwie hat es dazu nie gereicht, wahrscheinlich bin 
ich nicht fanatisch genug.

Aber mittlerweile sehe ich das Licht am Ende des Tunnels. Es hat lange 
gedauert, ich gebe es zu - ich bin wohl einfach von der langsameren 
Sorte. Aber nun habe ich es endlich gerafft: 
Ich bin eine Autorin.

Na, was war daran so schwer? Ich bin eine Autorin! Das ist es!

Ehrlich gesagt, ich kann es selbst noch nicht so richtig glauben. Aber 
es ist wahr.

Das Verblüffendste ist, dass ich nie gedacht hätte, so etwas wie 
Ehrgeiz entwickeln zu können, was meine Karrierepläne anbelangt. Und 
nun bin ich gerade einmal anderthalb Jahre dabei und kann schon 
Dutzende von Schreibbibeln auswendig herunterbeten, nehme zu keinem 
Zeitpunkt an weniger als vier Internet-Schreibkursen teil, plage mich 
mit meinem ersten Roman herum, verfasse Artikel, gebe besserwisserisch 
Ratschläge, als sei ich ein alter Hase – kurzum: Ich erkenne mich 
selbst nicht wieder.
Aber ich weiß jetzt: Ich kann Rettungsflieger werden, wann immer ich 
will. Vielleicht nur für eine Woche oder einen Monat, wenn mein 
Interesse nicht weiter reicht. Ich kann den Mars besiedeln, ein 
Computerhacker oder ein Telepath werden, Hundeführer bei der Polizei 
oder Pferdeflüsterer, wenn mir der Sinn danach steht. Denn ich bin 
eine geborene Träumerin.

Ich erinnere mich noch gut an eine Kurzgeschichte, die ich vor 
bestimmt zwanzig Jahren gelesen habe. "Dreaming Is a Private Thing" 
von Isaac Asimov. Über den kleinen Jungen, der auf dem Bolzplatz 
hinter der Schule dem Ball hinterher rennt, als sei er Maradona, der 
die wütenden Schreie der Jungen um sich herum nicht beachtet, die 
Schramme an seinem Knie nicht mehr spürt, der womöglich am Tor 
vorbeirennt, weil er in SEINER Realität über das Grün eines riesigen 
Stadions flitzt, Tausende von Fans um sich herum aufbrüllen hört - ja, 
genau der war ich. Und bin es noch immer.

Und dabei dachte ich, die Träumerei sei meine größte Schwäche. Das 
Leben ist nicht fair.

Aber ich freue mich schon auf die nächsten fünfunddreißig Jahre. 
Mannomann, wenn ich nur daran denke, was noch alles auf mich zukommen 
wird! Da könnte einem glatt schwindelig werden.

                    **~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~**

Anja Odenthal kommt ursprünglich von der Bildenden Kunst her, sie malt 
und zeichnet seit vielen Jahren und hatte dieses Jahr ihre ersten 
beiden Einzelausstellungen. Sie ist berufstätig und quetscht ihre 
tägliche Schreibroutine zwischen aufstehen, Katzen füttern und zur 
Arbeit gehen. Sie schreibt gerade an ihrem ersten Roman. 


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UNSERE EXPERTINNEN UND EXPERTEN:     
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Bitte schickt den ExpertInnen nur Fragen zu ihrem Expertenthema - 
keine Manuskripte zur Beurteilung. Speziell unsere Expertin für 
Literaturagenturen nimmt keine neuen AutorInnen an; Anfragen dazu sind 
daher zwecklos.

Bitte verseht jede Anfrage mit einem aussagekräftigen Betreff. Sonst 
kann es sein, dass die Mail vorsichtshalber sofort gelöscht wird.


  Drehbuch: Oliver Pautsch
                              mailto:drehbuch at experte punkt autorenforum punkt de
  Fandom: Thomas Kohlschmidt
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  Fantasy: Stefanie Bense
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  Heftroman: Arndt Ellmer
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  Historischer Roman: Titus Müller
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  Kinderbuch: Gabi Neumayer
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  Literaturagenturen: Petra Hermanns
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  Lyrik: Martina Weber
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  Sachbuch allgemein: Gabi Neumayer
                              mailto:sachbuch at experte punkt autorenforum punkt de
  Sachbuch Medizin/Psychologie: Maja Langsdorff
                             mailto:med.psych at experte punkt autorenforum punkt de
  Schreibaus- und fortbildung: Uli Rothfuss
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  Schreibgruppen: Ute Hacker
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  Schreibhandwerk: Ute Hacker
                       mailto:schreibhandwerk at experte punkt autorenforum punkt de
  Sciencefiction: Andreas Eschbach
                              mailto:sf-autor at experte punkt autorenforum punkt de
  Technische Literatur, CDs, Internet: Reinhard Mermi
                               mailto:techlit at experte punkt autorenforum punkt de
  Übersetzung: Barbara Slawig 
                         mailto:uebersetzerin at experte punkt autorenforum punkt de
  Verlagswesen: Bjørn Jagnow
                          mailto:verlagswesen at experte punkt autorenforum punkt de


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FRAG DEN EXPERTEN FÜR VERLAGSWESEN:
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           Bjørn Jagnow (mailto:verlagswesen at experte punkt autorenforum punkt de)


Frage: 
Ich schreibe ein autobiographisches Buch. Darin möchte ich teilweise 
eins zu eins einige der über 100 E-Mails verwenden, die mir mal der 
"Traummann" geschickt hat. Ich habe den Namen und den Wohnort 
geändert. Der Beruf muss wegen der Geschichte bleiben. Wie ist die 
rechtliche Lage? Bin ich verpflichtet, ihn um Erlaubnis zu fragen? 


Antwort: 
Sie müssen für Texte, in denen reale Personen vorkommen, auf 
mindestens zwei Rechtsgüter Rücksicht nehmen: 
a) die Privatsphäre der Personen 
b) das Urheberrecht der Personen 

Die Privatsphäre einer Person kann leicht durch Verfremdungen 
geschützt werden. Allerdings müssen diese Veränderungen so gravierend 
sein, dass selbst Nachbarn, Freunde und die Person selbst nicht 
erkennen, wer gemeint ist. Ansonsten benötigen Sie das Einverständnis 
der Betroffenen, das Sie sich am besten schriftlich geben lassen, wenn 
Sie spätere Streitigkeiten vermeiden wollen. 

Wenn Sie (mündliche oder schriftliche) Äußerungen einer Person so 
umfangreich wiedergeben, dass es kein Zitat mehr ist, dann müssen Sie 
auch hier fragen, ob Sie den Text verwenden dürfen. Diese Person wird 
dann Ihr Co-Autor. Wenn Sie das nicht tun, verletzen Sie die 
Urheberrechte dieser Person, und gerade AutorInnen sollten sich dazu 
nicht herablassen. 
Verändern Sie zudem noch die Identität der Person (wie oben 
beschrieben), dann wären Sie ein Plagiator, d. h., Sie schmücken sich 
mit fremden Federn. Dazu sollten sich AutorInnen noch viel weniger 
hergeben. 

Wenn Sie auf diese rechtlichen Verpflichtungen keine Rücksicht nehmen, 
werden Sie es schwer haben, einen Verlag zu finden. Sie könnten diese 
Probleme natürlich verheimlichen und behaupten, die Personen wären 
fiktiv. Dann riskieren Sie aber nicht nur, von den Personen haftbar 
gemacht zu werden, sondern Sie könnten sogar vom Verlag wegen 
vorsätzlicher Geschäftsschädigung und eventuell sogar wegen 
Vortäuschung falscher Tatsachen verklagt werden.

                    **~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~**

Bjørn Jagnow, Jahrgang 72, ist Schriftsteller, Verlagsfachwirt, 
Verlagskaufmann, Buchhändler und freier Lektor. 
http://www.bjoernjagnow.de/. Seit Jahresbeginn 2003 ist er leitender 
Redakteur der Federwelt, Zeitschrift für Autorinnen und Autoren: 
http://www.federwelt.de/.


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FRAG DIE EXPERTIN FÜR SCHREIBHANDWERK:
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          Ute Hacker (mailto:schreibhandwerk at experte punkt autorenforum punkt de)


Frage:
Wie schreibt man eine Kurzvita oder Kurzbiographie? In Tabellenform 
wie bei einer Bewerbung? Oder in etwa so: "Ich wurde dann und dort 
geboren. Nach dem Abitur ..." etc. Was sollte darin unbedingt 
enthalten sein und was eher nicht? 


Antwort:
Eine Kurzvita sollte auf keinen Fall tabellarisch sein, sondern ca. 
fünf Zeilen Fließtext umfassen. Darin stehen in der Regel der Name, 
Alter bzw. Geburtsjahr, Wohnort, evtl. Beruf und Familienstand. Bis 
auf den Namen sind all diese Angaben freiwillig. Dann kommen 
Informationen über den Autor, die den Leser interessieren könnten: 
aktuelle Veröffentlichungen, ein gewonnener Preis, eine Nominierung, 
ein interessantes Projekt. 

Sie haben die Wahl zwischen einer sachlichen Kurzvita und einer eher 
witzigen. Kommt auf Ihren Typ an oder auch auf das Buch, das Sie 
geschrieben haben. Hier meine Kurzvita als Krimischreiberin aus dem 
Jahr 2003:

..........
Billie Rubin ist das Krimipseudonym der Münchner Autorin Ute Hacker. 
Schreibt deutsch und englisch. Sie hat zahlreiche Kurzgeschichten in 
den unterschiedlichsten Anthologien veröffentlicht; 2002 ist ihr 
erster Kriminalroman Schwabinger Schatten (Vertigo Verlag, München) 
erschienen. Im Herbst 2002 wurde ihre Kurzgeschichte "Living Next Door 
to Malice" in der US-Anthologie The World’s Finest Mystery and Crime 
Stories, Third Annual Collection (Forge, NY) publiziert.
..........

Sie sehen, ich habe einige persönliche Angaben ausgelassen. Sie können 
aber auch schreiben:

"XYZ wurde als fünftes Kind in eine Großfamilie geboren und zog sich 
schon früh in die Welt der Bücher zurück. Seit sechs Jahren reist er 
mit einem Puppentheater durch die Lande und verdient sein Geld  mit 
Geschichtenerzählen. Die Impressionen dieser Reisen verarbeitet er in 
Romanen und Kurzgeschichten, die ihm schon so manchen Preis 
eingebracht haben. Sein Motto lautet: Leben und leben lassen."

Und manchmal gibt es Autoren, die sich komplett neu erfinden (das 
heißt, unter Pseudonym schreiben und nicht lauthals verkünden wollen, 
wer dahinter steckt, weil es z. B. ein vollkommen anderes Genre als 
das übliche ist). Die erfinden dann einfach eine Biographie (wie ich 
eben beim zweiten Beispiel). Wichtig ist nur eines: Sie müssen auf 
sich neugierig machen! Zuerst den Lektor (oder Agenten), und wenn Sie 
diese Hürde genommen haben, den Leser. Aber da hilft Ihnen dann auch 
der Verlag.
                    **~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~**

Ute Hacker schreibt vorwiegend Kurzgeschichten für Kinder und 
Erwachsene. 2002 erschien ihr erster Kriminalroman  „Schwabinger 
Schatten" beim Vertigo Verlag (als Billie Rubin). Sie ist Mitglied der 
Autorinnengruppe München (1997 von ihr gegründet) und der 
International Online Writing Group. Derzeit arbeitet sie an ihrem 
zweiten Kriminalroman. Mehr Informationen auf http://www.utehacker.de.


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HALL OF FAME:
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                              (mailto:redaktion at team pt autorenforum pt de)

Ja, die Lage auf dem Buchmarkt ist schwierig, und manchmal glaubt man, 
man wird es nie schaffen, ein Buch zu veröffentlichen. Aber andere 
schaffen es ja auch!

Die "Hall of Fame" zeigt die Erfolge von AbonnentInnen des Tempest. 
Wir würden uns freuen, wenn ihr euch davon motivieren und ermutigen 
lasst - dann werden wir euer neues Buch hier bestimmt auch irgendwann 
einmal vorstellen können.

Melden könnt ihr aktuelle Buchveröffentlichungen nach diesem Schema:
.......
AutorIn: "Titel", Verlag, Erscheinungsjahr (das muss immer das 
laufende oder das vergangene Jahr sein!), Genre. Zusätzlich könnt ihr 
in maximal 60 Zeichen (nicht Wörtern!) weitere Infos zu eurem Buch 
unterbringen.
.......

Ausgeschlossen sind Veröffentlichungen in Anthologien, Bücher im 
Eigenverlag und BoDs (sofern sie im Eigenverlag erschienen sind) sowie 
Veröffentlichungen in Druckkostenzuschussverlagen. Schickt eure Texte 
unter dem Betreff "Hall of Fame" an 
mailto:redaktion at team pt autorenforum pt de. Wir können ausschließlich 
Meldungen berücksichtigen, die nach dem obigen Schema gemacht werden!

++++++++++

Karin Koch: "Mein kleiner Stern", Edition Bücherbär im Arena-Verlag, 
2004, Bilderbuch. Der kleine Bär will’s wissen: "Wo war ich, bevor ich 
auf die Welt kam?"

Tania Schlie: "Elsas Erbe", Ullstein 2004, Roman. Ein Familienroman um 
einen Kiesbaron und seine Tochter.

Roland Rosenbauer: "In der schwarzen Stadt", Zaubermond-Verlag, 2003, 
Abenteuerroman. Abschlussband der Serie "Die Abenteurer".


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Veranstaltungen, Ausschreibungen, Publikationsmöglichkeiten, Messen 
und Seminare findet ihr im zweiten Teil des Tempest, der mit 
getrennter Mail kommt!
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~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~
Einsendeformalien:
Einsendungen sind zu allen Rubriken von autorenforum.de erwünscht. 
Zurzeit können jedoch noch keine Honorare gezahlt werden. Das 
Urheberrecht verbleibt bei der Autorin bzw. beim Autor. 

Einsendungen bitte im RTF-Format und per E-Mail, und zwar an: 
mailto:beitrag at team pt autorenforum pt de.

Fragen zu Einsendungen sollten ebenfalls an diese Adresse gerichtet 
werden. Die genauen Richtlinien findet ihr unter der Adresse 
http://autorenforum.de/Tempest/richtlinien.html.

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                        I M P R E S S U M
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Herausgeber: 
   Ramona Roth-Berghofer 
                mailto:public.relations at team pt autorenforum pt de 
   Gabi Neumayer                
                       mailto:redaktion at team pt autorenforum pt de
   Stefan Schulz                     mailto:Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
   Thomas Roth-Berghofer 
           mailto:Thomas.Roth-Berghofer at team pt autorenforum pt de
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