Ausgabe 6-08 (21. August 2004)

Schreib-Kick
Echo-Service
Autorenwissen
    "Die kollektive AutorInnenlesung"
    von Rüdiger Heins
Marketingideen
    "Marketing für Autoren - Teil 6: Lesen und gelesen werden"
    von Harald Schneider
Vier Seiten für ein Halleluja
    "Unser neuer Service"
Buchbesprechung
    "Wie gute Autoren noch besser werden!"
    besprochen von Gabi Neumayer
Interview mit Helga Glaesener
Fragen Sie Honeyball, Lektor und Autorenfresser
    "Schicken Sie mir ein Exposé für meinen Bestseller?"
    von Stephan Waldscheidt
Frag den Experten für historische Romane
    (Titus Müller)
Frag die Expertin für Fantasy
    (Stefanie Bense)
Frag die Expertin für Literaturagenturen
    (Petra Hermanns)
Frag die Expertin für Sachbücher
    Gabi Neumayer)
Frag die Expertin für Kriminalistik
    (Nikola Hahn)
Frag die Expertin für Lyrik
    (Martina Weber)
Frag den Experten für Verlagswesen
    (Bjørn Jagnow) Frag die Expertin für Kinderbücher
    (Gabi Neumayer) Hall of Fame
EDITORIAL: 
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Liebe Autorinnen und Autoren,

diesmal können wir euch etwas so Tolles bieten, dass ich meine Begeis-
terung zügeln muss, damit das Editorial nicht den halben Tempest ein-
nimmt ... Also, dann mal gleich zur Sache:

Wir stellen euch heute eine neue Rubrik vor, die es ab dem September-
Tempest voraussichtlich alle zwei Monate geben wird. Hans Peter Roent-
gen hat ein wunderbares Angebot für euch ausgearbeitet, dem wir den 
verheißungsvollen Titel "Vier Seiten für ein Halleluja" gegeben haben. 
Was es damit auf sich hat, könnt ihr weiter unten unter eben diesem 
Rubriktitel nachlesen. Wir hoffen, ihr werdet dieses Angebot eifrig 
nutzen und ebenso begeistert davon sein wie wir!

Aber Begeisterung ist beim Tempest natürlich sowieso und jederzeit an-
gebracht. Diese Ausgabe beispielsweise enthält mit allein acht (!) Ex-
pertenantworten so viel geballte Fachkompetenz, wie sie ein einzelner 
Autor gerade noch verkraften kann. Von zwei verschiedenen Seiten wird 
in diesem Tempest außerdem das Thema "Lesung" behandelt: Unser neuer 
Experte Rüdiger Heins hat Tipps für kollektive Autorenlesungen zusam-
mengestellt, und Harald Schneider betrachtet Lesungen im sechsten Teil 
seiner Serie vom Marketing-Standpunkt aus. Tom Ahrendt hat für uns die 
Autorin Helga Glaesener interviewt, und Honeyball gibt wieder das, was 
er unter Lebenshilfe für AutorInnen versteht. Und dann findet ihr hier 
natürlich noch eine Rezension, neue Ausschreibungen, den Schreib-Kick 
... Aber wem sage ich das.

Der Tipp des Monats August, diesmal von William Faulkner (sinngemäß 
aufgeschrieben von Hartmut Finkeldey):

    Schreibe den ersten Satz deines Romans so, 
    dass der Leser den nächsten lesen will ... 
    und dann immer so weiter.

Wir sind gespannt auf eure Reaktion auf "Vier Seiten für ein Hallelu-
ja", freuen uns wie immer über eure Schreibtipps, Schreibkicks, Erfah-
rungsberichte, Artikel, Meldungen für die Hall of Fame ? und über eu-
ren finanziellen Beitrag zum Erhalt des Tempest. Einen schönen Sommer 
und viel Spaß mit dem neuen Tempest!

  Gabi Neumayer
  Chefredakteurin

~~~~~~~~~
Damit wir den Tempest auch in Zukunft weiterführen können, brauchen 
wir eure Hilfe: Wer uns unterstützen möchte, überweise bitte einen 
freiwilligen Jahresbeitrag (15 Euro haben wir als Richtwert gesetzt, 
aber ihr helft uns auch schon mit 5 oder 10 Euro weiter) auf unser 
Konto:

autorenforum.de
SEB Mainz (früher: BfG)
BLZ 550 101 11
Konto 14 24 18 99 00
Stichwort: "Beitrag 2004"

Für AuslandsabonnentInnen: Am 1. Juli 2003 wurden die Auslandsüberwei-
sungsgebühren gesenkt. Aber natürlich könnt ihr uns euren Beitrag auch 
weiterhin per Post schicken (Adresse am Ende des Tempest).

Wer aus Österreich überweist, braucht außerdem diese Nummern (bitte 
genau so zusammenschreiben!)
IBAN: DE69550101111424189900
BIC: ESSEDE5F550

~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~
ISSN 1439-4669   Copyright 2004 autorenforum.de. Copyright- und
                 Kontaktinformationen am Ende dieser Ausgabe
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   INHALT DIESER AUSGABE:


TEIL 1:

      Editorial
      Inserate
      Schreib-Kick
      Echo-Service
      Autorenwissen
         "Die kollektive AutorInnenlesung"
         von Rüdiger Heins
      Marketingideen
         "Marketing für Autoren - Teil 6: Lesen und gelesen werden"
         von Harald Schneider
      Vier Seiten für ein Halleluja
         "Unser neuer Service"
      Buchbesprechung
         "Wie gute Autoren noch besser werden!"
         besprochen von Gabi Neumayer
      Interview mit Helga Glaesener
      Fragen Sie Honeyball, Lektor und Autorenfresser
         "Schicken Sie mir ein Exposé für meinen Bestseller?"
         von Stephan Waldscheidt
      Frag den Experten für historische Romane
         (Titus Müller)
      Frag die Expertin für Fantasy
         (Stefanie Bense)
      Frag die Expertin für Literaturagenturen
         (Petra Hermanns)
      Frag die Expertin für Sachbücher
         (Gabi Neumayer)
      Frag die Expertin für Kriminalistik
         (Nikola Hahn)
      Frag die Expertin für Lyrik
         (Martina Weber)
      Frag den Experten für Verlagswesen
         (Bjørn Jagnow)
      Frag die Expertin für Kinderbücher
         (Gabi Neumayer)
      Hall of Fame
      Impressum


TEIL 2 (nur für Abonnenten):

      Veranstaltungen
      Ausschreibungen
      Publikationsmöglichkeiten
           mit Honorar
           ohne Honorar
      Seminare
      Messekalender
      Impressum

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Auf unserer Homepage gibt es mittlerweile einen praktischen Service 
für orientierungslose Tempest-LeserInnen: Inhaltsübersichten für ein-
zelne Tempest-Jahrgänge, nach AutorInnen sortiert. Martin Eberhard 
Kamprad (http://www.ekamprad.de) hat freundlicherweise die aufwendige 
Arbeit übernommen, nach und nach die Verzeichnisse für alle bisherigen 
Jahrgänge zu erstellen. 

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Kleinanzeigen
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(Die Redaktion behält sich vor, Anzeigen zu kürzen oder Anzeigen, die 
gegen Rechte Dritter, das Urheberrecht oder Jugendschutzbestimmungen 
verstoßen, abzulehnen.)

Private Anzeigen kosten bis zu fünf Zeilen 1,60 Euro pro Zeile. Jede 
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Aus organisatorischen Gründen liegt der Anzeigenschluss für den Tem-
pest am 12. jedes Monats. Später eingegangene Anzeigen können wir dann 
erst für die nächste Ausgabe berücksichtigen.


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INSERATE:
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                                (mailto:werbung at team pt autorenforum de)


Literatur und bildende Kunst, vereint in einem Projekt.
Das "Niemandsland" von Heiko Kleinhanns und Michael Blümel versteht 
sich als eine Symbiose aus ironisch-sarkastischen Texten und stim-
mungsvollen Tuschezeichnungen. Aus dem Leben gegriffen, mit etwas Sur-
realismus gepaart und einem Spritzer tragischer Komik - so wird aus 
dem Niemandsland eine Szenerie, die jedem begegnen könnte.
Das Online-Kunst-Projekt auf http://www.virtugal.de/niemandsland/
__________

Schreib-Workshop Kriminalroman
Eine erfahrene Krimi-Lektorin, verantwortlich für eine Krimi-Reihe mit 
vielen Newcomern, leitet diesen Workshop mit Autoren-Coaching.
Inhalte: Story, Plot, Figuren, Tipps und Tricks für die kriminalisti-
sche Recherche werden zentrale Themen sein.
Autoren-Marketing: Sorgfältige Überarbeitung, attraktive Präsentation 
und eine Strategie der Verlagssuche = die Schlüssel zum Erfolg.
Mehr Informationen unter: www.krimi-coach.de
__________

Neu: Erinnerungen und Autobiografie schreiben
"Ist nicht alles Schreiben autobiografisch?" Mehr hier:
http://www.autorenhaus.de/verlagsprogramm/3-932909-53-4/index.shtml
__________

Fachfrau für Texte gesucht? 
Mein Name ist Mechthilde Vahsen, ich bin promovierte Germanistin und 
arbeite seit mehreren Jahren in den Bereichen Lektorat, Betreuung von 
AutorInnen-Projekten und Schreibcoaching. Ich bin selbst als Schrift-
stellerin tätig und kenne daher sowohl die technischen als auch die 
kreativen Seiten des Schreibens.
Ich biete folgende Serviceleistungen an: Lektorat und Begutachtung 
(von Einzelkapiteln / Gedichten bis zu umfassenden Mehrteilern), Pro-
jektbegleitung (z. B. für einen Roman oder das Schreiben der eigenen 
oder Familiengeschichte), Feedback für wissenschaftliche Arbeiten und 
Sachbücher sowie Korrekturlesen. Interesse? Kontaktieren Sie mich: 
mailto:Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.
__________

Kreativ Schreiben in der Toskana!
Schreibreise nach Montecatini vom 1. bis 10. Oktober 2004.
In der wundervollen Landschaft der Toskana beschäftigen römische Ther-
men, mittelalterliche Burgen und Zeugen der frühen Neuzeit unsere 
Phantasie und regen zum Fertigen eigener Texte an. Aber auch wer lie-
ber zu Hause schreibt und einfach nur die Seele baumeln lassen möchte, 
ist hier richtig.
Sie entscheiden selbst, ob Sie die vorbereiteten Aufgaben bearbeiten 
oder lieber an Ihren eigenen Projekten schreiben. Als Lektor und Kri-
tiker stehe ich jederzeit zu Verfügung.
Weitere Informationen und Anmeldung unter 
mailto:Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!


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SCHREIB-KICK:
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                              (mailto:redaktion at team pt autorenforum de)


Unser Schreib-Kick für den August, diesmal von Danja Antosch:

Wer immer noch Schwierigkeiten hat, regelmäßiges Schreiben durchzuhal-
ten, kann mal meine "Dailies" (englisch, wörtlich übersetzt "die Täg-
lichen") probieren:

Jeden Tag setze ich mir eine bestimmte Frist (zehn Minuten, eine halbe 
Stunde, je nachdem) und setze mich einfach an den PC. Ein neues Doku-
ment, und los geht’s. Ich schreibe einfach, was mir spontan einfällt. 
Manchmal hilft mir Musik beim Anfangen, manchmal reicht es, einen 
Buchstaben als Anfangsbuchstaben für das erste Wort zu haben. Das Er-
gebnis kann je nach Stimmung sehr unterschiedlich ausfallen: Krimi, 
Grusel, schmalzige Lovestory, Utopisches, Fantasy oder einfach völlig 
Skurriles. Es ist nicht wichtig, dass etwas Tolles oder Wertvolles da-
bei herauskommt. Wichtig ist nur, dass man wie beim Improvisationsthe-
ater spontan weitermacht ? unerwartete Wendungen erwünscht.


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ECHO-SERVICE:
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                              (mailto:redaktion at team pt autorenforum de)


Für unsere Schreibwerkstatt in Freiburg suchen wir noch Menschen, die 
regelmäßig literarisch schreiben oder schreiben wollen und die keine 
Angst vor Kritik haben. Sie findet in einem kleinen, privaten Kreis 
statt und ist kostenfrei. Bitte melden bei mailto:Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! 
oder Telefon (07 61) 2 93 21.


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AUTORENWISSEN:
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                              (mailto:redaktion at team pt autorenforum de)


                  "Die kollektive AutorInnenlesung"
                           von Rüdiger Heins

Kollektive AutorInnenlesungen sind in den letzten Jahren immer häufi-
ger geworden. Das hat mehrere Gründe:

- AutorInnen müssen sich nicht alleine einem Publikum stellen.
- Viele AutorInnen können auch mehr Gäste zu einer Lesung einladen.
- Organisationseinheiten (Lesungsort, Kontakt zum Veranstalter, Finan-
zierung, Setting) können auf die einzelnen AutorInnen verteilt werden.
-  Die Vorfinanzierung der Veranstaltung wird von den AutorInnen ge-
meinsam getragen. 
- Die Vielfalt der vorgetragenen Texte macht die AutorInnenlesung zu 
einem gesellschaftlichen Ereignis.

Die Erfahrungen aus diesen Veranstaltungen haben dazu geführt, dass es 
mittlerweile viele Erkenntnisse gibt, wie eine kollektive AutorInnen-
lesung sinnvoll gestaltet werden kann. Damit Sie sich ein Bild von der 
Planung und auch der Realisierung einer kollektiven AutorInnenlesung 
machen können, möchte ich Ihnen ein Beispiel  zeigen, das sicherlich 
auf Ihr Vorhaben übertragbar ist:

Die "AutorInnengruppe Scriptum" aus der Eifel möchte gerne ihre Texte, 
die sie in zwei Jahren harter Arbeit und regelmäßigen Treffen mühevoll 
geschaffen haben, der Öffentlichkeit präsentieren. Es gibt zwar noch 
kein Buch,  aber jede Menge Motivation, die Kurzgeschichten, Gedichte 
und Impressionen in die Welt zu bringen. Die Idee ist gut, aber: "Wie 
wird eine AutorInnenlesung gemacht?"


          Der Sprung ins kalte Wasser

Eine AutorInnenlesung gleicht dem so genannten "Sprung ins kalte Was-
ser".  Hier werden AutorInnen mit einem völlig unbekannten Publikum 
konfrontiert, dessen Reaktion im Voraus überhaupt nicht kalkulierbar 
ist. Dennoch ist eine Lesung vor fremden Menschen ein wichtiger Grad-
messer für die Qualität der Texte.  Aus dieser Perspektive betrachtet, 
dient das Publikum als Resonanzraum literarischer Kreationen. Durch 
den live vorgetragenen Text entsteht eine Interaktion (also eine Wech-
selwirkung) zwischen AutorIn und Publikum. Diese Interaktion kann auch 
etwas über die Qualität des Textes aussagen. Sicher ist, dass sich 
nach einer Lesung der Schreibstil verändert, weil das Schreiben nun 
eine neue Dynamik bekommen hat, die  aus dieser Begegnung resultiert.


          Was sollen wir lesen?

AutorInnen müssen also, bevor sie überhaupt wissen, wo und wann sie 
lesen, entscheiden, was sie lesen. Dabei tragen sie auch die Verant-
wortung dafür, was einem Publikum zumutbar ist. Das betrifft mit weni-
gen Ausnahmen nicht unbedingt die Thematik der Texte, weil die voran-
gegangene Öffentlichkeitsarbeit einen Einblick in die Inhalte der Au-
torInnenlesung gegeben hat. Nein, es betrifft beispielsweise die Länge 
eines oder der vorgetragenen Texte. AutorInnen dürfen beim Vortrag 
nicht die Geduld ihres Publikums überstrapazieren. Natürlich möchten 
wir so viel als möglich von unseren Texten vortragen, aber ob das Pub-
likum auch so viel hören möchte, das ist eine ganz andere Frage.   

          Wo sollen wir lesen?

Sie wissen jetzt, welche Texte Sie vortragen werden. Spätestens jetzt 
kommt der Zeitpunkt, an dem die Frage auftaucht: "Wo wird denn eigent-
lich die Lesung stattfinden?"

Es gibt exquisite Orte für eine Lesung, die den besonderen Anlass her-
vorheben können. In diesem Zusammenhang sprechen wir von rituellen Or-
ten, etwa Kirchen, alten Burggemäuern, Höhlen, ausgedienten Bahnhöfen 
oder alten Kinos. Diese Ritualplätze, die oftmals keine zentrale Lage 
haben, besitzen den Reiz des Unbekannten, des Neuen. Hier fühlen sich 
die BesucherInnen einer Lesung alleine  vom Ort angezogen. In der Kom-
bination mit einer Lesung ist der Erfolg schon durch das ungewöhnliche 
Setting vorprogrammiert. 

Aber auch hier empfiehlt es sich, themenbezogen zu arbeiten.   In ei-
nem alten Bahnhofsgebäude bietet es sich geradezu an, Reiseliteratur 
oder Outlaw-Literatur vorzutragen. Höhlen haben etwas Schamanisches. 
In einer Eishöhle bei Birresborn in der Eifel hat beispielsweise eine 
rituelle Lesung mit dem Thema "Erde, Mutter Erde" stattgefunden. Die 
AutorInnen haben Texte vorgetragen, die sich mit natürlichen Dingen 
und dem Kreislauf der Erde beschäftigen. In einem alten Kino kann es 
sehr reizvoll sein, einen Kontrast mit zeitgenössischer Lyrik herzu-
stellen. In einem Wechselspiel von lyrischem Vortrag und musikalischer 
Illustration (Saxofon, Klavier oder Querflöte)  kann auf diese Weise 
eine lyrische Installation aufgeführt werden, die einen nachhaltigen 
Eindruck bei den BesucherInnen der Veranstaltung hinterlässt.  

Sehr spannend können auch Kneipenlesungen sein. Wobei hier natürlich 
nicht immer das Publikum ist, das sich von uns angesprochen fühlt. 
Deshalb empfiehlt es sich, in Kneipen literarische Highlights zu set-
zen, welche die Konzentration des Publikums nicht übermäßig beanspru-
chen. Ein punktueller Auftritt von maximal zehn Minuten kann einen in-
tensiveren Eindruck hinterlassen als ein Vortrag von dreißig Minuten, 
bei dem sowieso keiner bis zum Ende zuhört.  

Eine Lesung in einer Galerie, beispielsweise im Zusammenhang mit einer 
Ausstellungseröffnung, hat eine interessante Komponente, wenn Text und 
bildende Kunst miteinander kommunizieren. Dabei geht es nicht darum, 
dass  Text und Bild sich gegenseitig ergänzen, sondern darum, dass sie 
in einer kühlen Distanz zueinander stehen, die sie anziehend machen; 
denn Gegensätze ziehen sich bekanntlich an.

Eine ganz andere Form der Lesung haben wir in einem SeniorInnenstift.  
Hier bedarf es des Fingerspitzengefühls der AutorInnen, denn bei älte-
ren Menschen überwiegt  mehr der unterhaltende Aspekt einer Lesung.

In den vergangenen Jahren haben immer wieder auch Lesungen in öffent-
lichen Verkehrsmitteln wie Bussen, Straßenbahnen, Zügen, Flugzeugen o-
der Schiffen stattgefunden. Das ist nun ein besonderes Publikum, weil 
wir hier nicht unbedingt eine Zielgruppe antreffen, die auf eine Le-
sung vorbereitet ist.  

Unabhängig davon, für welchen Lesungsort  Sie sich als AutorInnen ent-
scheiden werden, ist es wichtig, darauf zu achten, wer ein mögliches 
Zielpublikum sein könnte, um auf dessen kulturelle Bedürfnisse einzu-
gehen. 

                    **~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~**

Rüdiger Heins lebt in Bingen und ist Gründer und Studienleiter des IN-
KAS Instituts für Kreatives Schreiben mit Sitz in Bad Kreuznach. Für 
seine literarische Arbeit erhielt er Preise und Stipendien, zuletzt 
den Mannheimer Literaturpreis und 2004 ein Auslandsstipendium der Gun-
nar Gunnarson Stiftung in Island. Mehr erfahrt ihr auf den Websites 
www.ruedigerheins.de und www.inkas-id.de.


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MARKETINGIDEEN:
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                             (mailto:redaktion at team pt autorenforum de)


      "Marketing für Autoren - Teil 6: Lesen und gelesen werden"
                         von Harald Schneider

Alles muss heutzutage zu einem "Event" ausarten. Diesen (oft nicht be-
gründeten) Vorwurf hört man häufig. Klar, früher ist man als Kind mit 
seinen Eltern sonntags in den Wald zum Spazierengehen zwangsverpflich-
tet worden. Heutzutage müssen Eltern sich immer öfter immer mehr ein-
fallen lassen. Vergnügungsparks öffnen in fast wöchentlichem Rhythmus, 
Ritterfeste, Kirmes und tausend weitere Veranstaltungen werden uns wö-
chentlich präsentiert. Es gibt keinen Grund mehr, ein Wochenende al-
lein vor der Glotze zu verbringen. Was soll also schlimm an Events 
sein?

Eine Lesung als Event zu bezeichnen mag komisch erscheinen. Stellt 
sich der normalinteressierte Bürger darunter doch einen kleinen elitä-
ren Kreis gereifter Personen vor, die abends im schummrigen Licht ei-
ner Buchhandlung ausharren und bei Mineralwasser und Brezeln den rhe-
torischen Geschicken oder Missgeschicken eines Erzählers, eines Autors 
lauschen.


          Warum Lesungen halten?

Warum macht ein Autor so etwas? Zwei Gründe spielen da eine Rolle. 
Erstens bekommt er dafür Geld. Oder sollte er zumindest. Gerade Debü-
tanten gehen oft genug leer aus. Angebot und Nachfrage regeln nun ein-
mal den Markt, das gilt auch für Schriftsteller. Bekannte Autoren wer-
den mit Freude und großem Etat empfangen, Anfänger müssen sich aktiv 
anbiedern.

Der zweite Grund, der wichtigste für Neulinge, ist die Werbung. Auch 
wenn nur wenige Zuschauer kommen, die Buchhandlung (oder die Bücherei 
etc.) wirbt mit Plakaten, Handzetteln und Zeitungsartikeln.

Einen dritten Grund gibt?s nicht. Außer man heißt zum Beispiel Dieter 
Hildebrandt und geht permanent auf Lesungstour mit teilweise vierstel-
ligen Besucherzahlen. Die paar Bücher, die nach der Lesung von den Zu-
hörern gekauft werden, fallen da meist nicht ins Gewicht. Allenfalls 
durch Mundpropaganda erhöhen sich die Verkäufe in der örtlichen Buch-
handlung in den nächsten paar Tagen ein wenig.


          Was ist ein Event?

Ein Event ist für mich ein Ereignis, an dessen Einmaligkeit ich mich 
auch noch nach Jahren im Detail erinnern kann. Ich meine hier keine so 
genannten Pauschalerinnerungen, sondern wirklich das einzelne Ereig-
nis.

Beispiel: Es kann durchaus sein, dass ein Sportinteressierter im Jahr 
vierzig bis fünfzig Fußballspiele schaut, dazu noch dreißig Tennismat-
ches und noch anderes. Um beim Fußball zu bleiben: Jedes Wochenende 
ist Bundesliga-Event, von den Pokalspielen ganz zu schweigen. Das ist 
zum Zeitpunkt der Übertragung bestimmt spannend, doch die Halbwert-
zeit, der Abbau von gesehenen Informationen geht rasant voran: Nach 
dem Spiel erinnert man sich noch an einige Szenen. Tage später wird 
meist nur noch das Ergebnis im Gedächtnis stecken. Wer weiß noch, wie 
Bayern München am 27. Spieltag der letzten Saison gespielt hat? Oder 
gegen wen sie gespielt haben? ? Ja klar, im Kicker-Archiv nachschauen 
...  Ich hab gewusst, dass Sie das jetzt denken.

Über die Zeit bleiben nur wenige Informationen gespeichert. So kenne 
ich jetzt noch das 2:1-Ergebnis im Finale 1974 Deutschland gegen die 
Niederlande. Das war es aber schon. (Okay, das 0:1 gegen die DDR ist 
mir auch noch in Erinnerung.)


          Lesungen zum Event machen

Jetzt schlagen wir den Bogen zu den Lesungen. Neben den hoffentlich 
geldwerten Vorteilen und der Werbung soll eine Lesung in der Erinne-
rung der Zuhörer bleiben. Nicht nur als Lesung, sondern als lebendi-
ges, unvergessliches Ereignis. Das bedeutet zwangsläufig, dass man et-
was anders machen muss, sich vom Standard abheben. Nur Dinge, die ein-
malig sind und die Aufmerksamkeit und das Wohlwollen der Zuschauer er-
reicht haben, erfüllen diesen Zweck.

Den Weg muss jeder selbst finden. Hier sind wieder Fantasie und "lear-
ning by doing" angesagt. Natürlich können Sie (zumindest einmal) die 
Zuschauer während der Vorstellung ihres neuen Mega-Kalorienkochbuchs 
mit Mohrenköpfe bewerfen. Natürlich können Sie während der Vorstellung 
Ihrer so authentischen depressiven Lebens- und Leidensgeschichte Ihren 
Suizid offiziell ankündigen. Ob dies aber zum Ziel führt?

Um Sie jetzt nicht im Regen stehen zu lassen, gebe ich Ihnen ein Bei-
spiel. Das betrifft zwar nur den Kinderbuchsektor, kann Ihnen aber be-
stimmt Anregungen für Ihren Fall geben.

Zur Erklärung vorab: Mein Buch "Die wilden Vier" ist ein Kinderrate-
krimi mit zehn Kapiteln. Nach jedem Kapitel kann der Leser mitraten 
und versuchen, das Rätsel zu lösen. Die Lösung wird jeweils in Spie-
gelschrift abgedruckt.
Bei meinen Lesungen der "wilden Vier" in den Schulen schleppe ich im-
mer ein großes Repertoire an diversen Dingen mit mir herum. Das Buch-
cover habe ich von einer Bekannten einscannen und auf DIN A0 ausdru-
cken lassen. Sieht einfach klasse aus. Das Ganze habe ich dann auf 
Karton geklebt, um es zu schützen und besser rollen zu können. Am obe-
ren Ende habe ich zwei Lochverstärkerstreifen angeklebt. Diese benutzt 
man beispielsweise, um Broschüren in einem Aktenordner abheften zu 
können. Mit zwei selbst gebastelten Drahthaken (am Anfang waren es die 
Bügel eines Heizkörperverdunsters) kann ich das Plakat nun in wenigen 
Sekunden an die Tafel hängen.

Ein Bild der "wilden Vier" habe ich ebenfalls einscannen und vergrö-
ßern lassen. Das Bild in DIN A 3 wurde dann auf die Unterseite eines 
Bananenkartons geklebt. Diesen Karton kann ich dann leicht auf die Ta-
fel oder das Pult stellen. Das Bild ist beschriftet mit den Namen der 
wilden Vier.

Damit fange ich dann auch die Lesungen an. Ich versuche gleich zu Be-
ginn in einen Dialog mit den Sieben- bis Zwölfjährigen zu kommen. Ich 
stelle die wilden Vier vor mit ihren Hobbys und Eigenarten. Wenn dann 
beispielsweise in der Klasse zufällig auch eine Sandra sitzt, gibt es 
natürlich schon Gelächter. Meine Sandra ist Sherlock-Holmes-Fan. Und 
schon diskutiere ich mit den Kindern, wer Sherlock Holmes war und wann 
er gelebt hat (bei all meinen Lesungen hat noch nie jemand gewusst, 
dass er nur eine Romanfigur ist). Und so geht das etwa eine Viertel-
stunde. Zum Schluss wird noch der Dalmatiner Elvis vorgestellt. Beim 
Thema Tiere machen alle mit. Ich hatte nicht gewusst, wie viele Kinder 
Haustiere haben. Alle wollen mir plötzlich von ihren Tieren erzählen 
(in meinem nächsten Kinderbuch muss Elvis eine größere Rolle spielen. 
Das habe ich dabei gelernt).

Der Bann ist längst gebrochen. 

In einer Dreiviertelstunde bekomme ich dann noch zwei Kapitel aus dem 
Buch unter. Und dann kommt der Clou: Gemeinsam mit den Kindern versu-
che ich die Lösung zu finden. Wenn es zu lange dauert, helfe ich etwas 
nach, indem ich Passagen aus dem Buch wiederhole. Endlich streckt ein 
Kind die Hand hoch und hat die vermeintliche Lösung. Der Detektiv darf 
dann nach vorne ans Pult.

Die spiegelverkehrten Lösungen der beiden Geschichten habe ich auf DIN 
A4 kopiert. Der Schüler darf nun vor an den Spiegel über dem Waschbe-
cken und dem Rest der Klasse die Lösung vorlesen. Die Freude der Kin-
der ist einmalig. Beim zweiten Kapitel vergrößert sich der Eifer noch-
mals. 

Als nächsten Höhepunkt verteile ich eine weitere Geschichte der "wil-
den Vier", die im Buch nicht drinsteht. Ich sage der Klasse, dass ich 
diese Geschichte nur für ihre Schule geschrieben habe. Und dass es 
hierzu keine Lösung von mir gibt. Nach den erstaunten Blicken sage ich 
ihnen dann, dass ich ihrer Lehrerin / ihrem Lehrer die Lösung auch 
nicht verrate. Dann sind die Schüler seltsamerweise wieder beruhigt. 
Auf der Geschichte stehen selbstverständlich meine Kontaktdaten und 
meine Internetadresse. ? Und zum Schluss, bevor ich dann gehe, schenke 
ich der Klasse noch für ihre tolle Detektivarbeit eine Lupe (die hat 
es mal in einem Supermarkt als Restposten für 29 Cent gegeben). 

Dass solch ein Event Erinnerungswert hat, bekomme ich laufend zu spü-
ren, wenn Schüler mich in Ludwigshafen zum Erstaunen ihrer Eltern, de-
nen ich ja unbekannt bin, freudig begrüßen und fragen, wann ich dann 
endlich mal wieder in der Schule vorbeikomme. 


          Wie man an Lesungen kommt

Hier gilt ganz besonders: Aller Anfang ist schwer. Man kann sich mit 
einem Buch bewaffnen und die örtlichen Buchhandlungen aufsuchen. Einen 
Versuch ist es allemal wert. Man kann auch den Verlag bitten, einen 
entsprechenden Brief mit Angebot an die Buchhandlungen zu schicken. 
Dann ist das Angebot auch beim richtigen Empfänger, meist beim Ge-
schäftsführer oder Filialleiter. Das Gleiche gilt für Bibliotheken; 
auch ihre Außenstellen in anderen Ortsteilen sollte man nicht verges-
sen: Manchmal dürfen die autark über Veranstaltungen entscheiden.

Bei Schulen ist man auf eine Initialzündung angewiesen. Das erstmalige 
Reinkommen ist die Schwierigkeit. Man kann es zwar bei den Rektoren 
probieren, doch meist klappt das nicht. 
Am einfachsten ist es, wenn man Kinder im entsprechenden Alter hat o-
der kennt. Einfach mal ein Buch mit in die Schule geben. Der Wunsch 
des Lehrers oder der Lehrerin, den Autor kennen zu lernen und vor der 
Klasse vorlesen zu lassen, ist meist groß. Eine Bezahlung kann man 
hier aber nicht erwarten. Hier geht es vorrangig um das Schaffen von 
Referenzen und Empfehlungen.

Wenn man jetzt in der Klasse sein Event (und sein Debüt?) erfolgreich 
durchsteht, folgt die Empfehlungslawine zwangsläufig. In einer Klasse 
hatte ich angefangen, letztendlich habe ich dann von sechzehn Klassen 
einer Grundschule fünfzehn mit einer Lesung beglückt.

Und das muss nicht alles sein. Ein Schüler hat seiner Tante das Buch 
gezeigt. Deren Schwester ist Lehrerin in einer Gesamtschule ein paar 
Kilometer entfernt. Per Mail wurde ich kontaktiert. Und so habe ich 
dort an einem Vormittag fünf  Lesungen in insgesamt acht Klassen 
gehalten.

Doch es gibt noch mehr Möglichkeiten. Auch hier helfen nachdenken und 
Zeitung lesen. Es gibt einige Institute, die Nachhilfeunterricht er-
teilen. Auch hier könnte durchaus die eine oder andere Lesungen unter-
gebracht werden. Adressen findet man in den gelben Seiten, im Internet 
oder in der Zeitung.

Um vom Kinderbuch wegzukommen: Auch andere Lektüre findet Lesungsmög-
lichkeiten. Es gibt Vereine und Clubs, die veranstalten für ihre Mit-
glieder und Freunde beispielsweise Monatsversammlungen. Hier wird 
meist ein Referent eingeladen, der mal über die Gesundheitspolitik, 
mal über das Steuersystem referiert oder einen Diavortrag über den Le-
bensalltag der westafrikanischen Wiesenfeldmäuse zeigt. Natürlich 
sollte das Thema Ihres Werkes nicht dem Zweck des Vereins entgegenste-
hen. Ein Schokoladenbackbuch bei der Vollversammlung der Weight Wat-
chers dürfte unter Umständen gefährlich werden (oder ein Erfolg bei 
Wankelmutigen).

Lassen Sie sich inspirieren! Der regionale Teil der Tageszeitung zum 
Beispiel hat mir schon viele Ideen gebracht. Seien Sie offen für Neu-
es, und heben Sie sich von der Konkurrenz ab. Auch Schriftstellerkol-
legen sind Wettbewerber.

In der Hoffnung, dass ich jetzt nicht alle (passiven) Sportbegeister-
ten gegen mich aufgebracht habe, drücke ich Ihnen für Ihr Lesungsevent 
den Daumen.

                    **~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~**

Harald Schneider, Jahrgang 62, arbeitet als Betriebswirt in einem Me-
dienkonzern und beschäftigt sich mit Strategieplanung im Verlagswesen. 
Zur Buchmesse 2004 erscheinen: Die Meisterschnüffler - Abenteuer in 
der Burgruine - ISBN 3-937640-06-1, Die wilden Vier - und die geheim-
nisvolle Botschaft (Neuausgabe) - ISBN 3-937640-05-3. Kontakt unter: 
http://www.Harald-Schneider.gmxhome.de.


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VIER SEITEN FÜR EIN HALLELUJA:
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                              (mailto:redaktion at team pt autorenforum de)


Oft können Profis schon an den ersten Seite sehen, woran ein Text 
krankt. Da wird zu viel erklärt, oder die Personen bleiben blass, oder 
der Text ist mit Adjektiven überladen oder ...

Wenn eins dieser Probleme in eurem Text auftaucht, wird ihn ein Ver-
lagslektor schnell beiseite legen - und ihr erhaltet ziemlich sicher 
einen der beliebten Formbriefe. Denn die Probleme, die auf den ersten 
vier Seiten auftreten, setzen sich in aller Regel im Rest des Manu-
skripts fort. 

Jetzt könnt ihr die Probe aufs Exempel machen. Der Tempest macht euch 
ein Angebot: Verschiedene Profis ? LektorInnen und AutorInnen ? lekto-
rieren kostenlos vier Seiten eines Lesers / einer Leserin (maximal 
7.200 Anschläge inklusive Leerzeichen) und sagen, was ihnen dabei auf-
fällt. In der Regel werdet ihr feststellen, dass ihr unsere Ratschläge 
auch für den Rest eurer Texte verwenden könnt, weil sich bestimmte 
Fehler einfach wiederholen. Wir werden uns auch bemühen, möglichst un-
terschiedliche Profis für diesen neuen Dienst zu gewinnen, um unter-
schiedlichen Meinungen und Methoden Raum zu geben. 

Den Anfang wird Hans Peter Roentgen im September-Tempest machen, der 
dieses neue Angebot auch organisiert und bereits viel Erfahrung mit 
dem Lektorat der ersten vier Seiten hat.

Also: Schickt uns die ersten vier Seiten eures Manuskripts, und viel-
leicht findet ihr schon im nächsten Tempest unseren professionellen 
Kommentar dazu! Bitte schickt uns aber nur Text- oder RTF-Dateien. Das 
könnt ihr einstellen, indem ihr in Word statt "Speichern" "Speichern 
unter" anklickt und dann ganz unten den Dateityp wählt ("nur Text" o-
der "RTF"). Die normalen Word-Dateien sind beliebte Virenträger und 
werden deshalb von uns nicht geöffnet.

Der Text wird anonym im Tempest abgedruckt und besprochen (es sei 
denn, ihr wollt euren Namen dort sehen, bitte extra vermerken!). Au-
ßerdem werden Text und Besprechung auf den Seiten von Hans Peter 
Roentgen (http://www.textkraft.de) veröffentlicht.

Welcher Text besprochen wird, legen wir fest. Die AutorInnen erklären 
sich mit ihrer Einsendung mit der Veröffentlichung einverstanden. 

                    **~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~**

Hans Peter Roentgen hat zahlreiche Artikel im Tempest über das Schrei-
ben veröffentlicht und lektoriert für www.Textkraft.de die ersten vier 
Seiten von Texten (http://www.textkraft.de/pageID_597246.html). Außer-
dem ist er einer der Coaches bei www.Textkraft.de, einer der Moderato-
ren der Romanwerkstätten und hat eine eigene Kolumne bei 
www.literature.de, für die er auch Rezensionen schreibt.


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BUCHBESPRECHUNG:
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                              (mailto:redaktion at team pt autorenforum de)


                "Wie gute Autoren noch besser werden!"
                     besprochen von Gabi Neumayer


Linda Seger ist nicht nur der wohl bekannteste "Skript Consultant" ? 
sie hat diesen Beruf vor über zwanzig Jahren auch erfunden. Viele ih-
rer hervorragenden Bücher übers Drehbuchschreiben sind inzwischen auch 
auf Deutsch erhältlich. Jetzt ist ein neues, ein ganz besonderes dazu 
gekommen.

Der Untertitel "Das Creativity-Workbook fürs Drehbuchschreiben" zeigt 
schon, dass es hier nicht um einen Grundkurs im Handwerk des Drehbuch-
schreibens geht. Denn Schreiben ist nicht nur Handwerk, sondern auch 
ein kreativer Akt. Und genau das ist das Thema dieses Buches: Was ge-
nau ist der kreative Prozess, und wie weckt man die Muse? Wie macht 
man sich all das zunutze, was an Träumen, unterbewussten Einstellun-
gen, Wünschen, düsteren Seiten und Themen in einem steckt? Wie akti-
viert man seine Sinne, und wie verfeinert man seine erzählerischen Fä-
higkeiten? Wie kann man von divergentem Denken profitieren, und was 
bringt es, mit Gegensätzen zu arbeiten? 

All das scheint schwer zu fassen, und genau deshalb können AutorInnen 
mit vielen anderen Schreibbüchern, die diese Themen aufwerfen, nur we-
nig anfangen. Mit diesem Buch haben sie endlich die Gelegenheit, an-
hand von praktischen Übungen, Anregungen und hilfreichen, erprobten 
Methoden all das hervorzuholen, was in ihnen steckt und was sie nicht 
nur zu guten, sondern zu außergewöhnlichen AutorInnen machen kann.

Ein wunderbares, ein besonderes Buch, das AutorInnen in ihrer Arbeit 
und in ihrer Sicht auf sich selbst enorm beeinflussen und weiterbrin-
gen kann. Und dass es nicht nur ein großartiges Buch für Drehbuchauto-
rInnen ist, sondern für jeden, der kreativ arbeitet ? das brauche ich 
eigentlich gar nicht mehr zu erwähnen, oder?


Linda Seger: "Wie gute Autoren noch besser werden! Das Creativity-
Workbook fürs Drehbuchschreiben", 2003, 224 Seiten, 21,50 Euro, Emons 
Verlag

                    **~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~**

Gabi Neumayer hat gerade das Bilderbuch "Und wann schläfst du?" bei 
Lappan veröffentlicht, außerdem als "Bato" mit Michael Borlik "Fanta-
sygeschichten" (allesamt Zeitreisegeschichten, siehe 
http://www.bato.borlik.de) und "Nikolausgeschichten" - beide bei Gon-
dolino. Mehr: http://www.bato-schreibt.de. Ihren Downloadkurs "Die 
professionelle Überarbeitung" gibt es bei http://www.storials.com.


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INTERVIEW:
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                              (mailto:redaktion at team pt autorenforum de)


             "Wer Gefühle erzeugen will, muss etwas fühlen"
                     Interview mit Helga Glaesener


Helga Glaesener hat fast ein Dutzend Romane geschrieben, vorwiegend 
historische, aber auch Fantasyromane. Mit "Die Rechenkünstlerin" und 
"Die Safranhändlerin" ist es ihr gelungen, sich einen treuen Fan-Stamm 
aufzubauen und auch LeserInnen anzusprechen, die dem historischen Ro-
man sonst eher wenig abgewinnen können. Der Lohn für ihre Mühe: die 
Spiegel-Bestsellerliste. Die Internetseite der Autorin findet ihr un-
ter http://www.helga-glaesener.de.


Tom Ahrendt: Wie sind Sie überhaupt zum Schreiben gekommen?

Helga Glaesener: Geschichten sind mein Leben, seit ich bewusst denken 
kann. Ich habe immer welche im Kopf, und das hat sich bis heute nicht 
geändert. Mit dem Aufschreiben habe ich erst begonnen, als mein jüngs-
ter Sohn zwei Jahre alt war. Natürlich hat das nicht gut funktioniert. 
Im Kopf hatte ich Charaktere und Dialoge. Nun kamen Beschreibungen, 
Spannungsaufbau, Plots und all die anderen Dinge hinzu, die eine "sat-
te" Geschichte ausmachen. Ich habe also geschrieben und weggeworfen 
und neu geschrieben usw., mit nie erlahmender Leidenschaft, bis ich 
dachte: Jetzt weißt du etwa, wie es geht. Bis zum Ende meines ersten 
Buchs sind bestimmt tausend Seiten im Papierkorb gelandet. Die Freude 
am Schreiben ist bis heute geblieben.


TA: Wie war das mit Ihrer ersten Veröffentlichung? Wissen Sie noch, 
wie viele Ablehnungen es waren, bis der große Moment da war?

HG: Ablehnungen über Ablehnungen. Ich hatte drei komplette Romane fer-
tig, bis ich eine Agentur fand, die sich interessierte. Dann ging es 
übrigens ganz schnell. Die Agentur hatte die richtigen Kontakte, und 
plötzlich gab es gleich drei große Verlage, die sich für "Die Safran-
händlerin", die ich gerade schrieb, interessierten. List und Heyne 
teilten sich das Geschäft.


TA: Wie schreiben Sie? Schreiben Sie per Hand auf ein Blatt Papier, o-
der tippen Sie alles gleich von Anfang an in den Computer ein? Oder 
sprechen Sie gar auf Tonband? Arbeiten Sie täglich? Wie lange schrei-
ben Sie jeden Tag? Benötigen Sie bestimmte Musik, bestimmtes Licht o-
der gar bestimmte Gerüche, um sich auf das Schreiben einzustellen? Ha-
ben Sie zu Hause ein spezielles "Schreibzimmer", oder schreiben Sie, 
wie Wolfgang Hohlbein, am Esstisch inmitten der Familie?

HG: Die "Magie" liegt im Kopf und im Herzen. Wer Bilder erzeugen will, 
muss Bilder sehen. Wer Gefühle erzeugen will, muss etwas fühlen. Und 
zwar die Gefühle sämtlicher Protagonisten, auch die absonderlichsten. 
Und am Ende natürlich die Fähigkeit haben, Bilder und Gefühle in Worte 
umzusetzen. Oft ist das frustrierend, aber an guten Tagen wie ein 
Kick. Und für diesen Kick schreibe ich - wie wohl fast alle Schrift-
steller. Da ich eine große Familie habe (die meisten Kinder sind aus 
dem Haus, aber sie kommen ewig zurück, na ja, zum Glück), brauche ich 
ein Arbeitszimmer. Als die Kinder klein waren, haben sie um mich herum 
mit Legos gespielt, und damals hat es mich nicht gestört. Heute muss 
ich etwas mehr Ruhe haben. Ich setze mich um 9 Uhr an den Computer, 
dann geht es weiter bis 12:30 Uhr, Mittagessen für die Familie. Und 
anschließend noch einmal von 15:00 bis 18:00 Uhr schreiben. 

Das ist mein Plan - der fast nie funktioniert. Wenn die Muse nicht 
küssen mag, bügele ich, oder ich gehe spazieren oder unternehme sonst 
etwas, was den Kopf befreit. Bringt was in etwa der Hälfte der Fälle. 
Manchmal hilft es mir, Musik zu hören, manchmal macht mich das 
wahnsinnig. Manchmal macht mich alles wahnsinnig. Schriftsteller haben 
nach den Psychologen die höchste Selbstmordrate. Kein Wunder.


TA: Wie viel überarbeiten Sie? Ist Ihr Buch bereits mit der ersten 
Fassung fertig? Oder bleibt das Manuskript erst zwei, drei Monate lie-
gen, bis Sie sich an die Überarbeitung machen? Sind das dann meist 
kleinere Verbesserungen, oder kommt es vor, dass Sie ganze Kapitel 
noch einmal komplett neu schreiben?

HG: Ich überarbeite die einzelnen Kapitel während des Schreibens und 
dann noch einmal das ganze Buch, wenn es fertig ist. Ideal wäre eine 
Pause dazwischen von wenigstens einem Monat. Dazu ist der Termindruck 
leider meist zu groß. Beim Überarbeiten fliegen oft Passagen heraus, 
aber da ich gründlich plane, musste ich noch nie ganze Kapitel strei-
chen. Nachdem meine Lektorin Korrektur gelesen hat, bekomme ich das 
Skript noch einmal zurück, dann folgt die letzte Überarbeitung, bei 
der es vor allem um stilistische Patzer geht.


TA: Wie entwickeln Sie eine Geschichte von der Idee zum fertigen Ro-
man?

HG: Ich plane meine Bücher, denn wenn ich nicht weiß, wie die Sache 
ausgeht, kann ich weder einen Spannungsbogen anlegen noch Verwicklun-
gen glaubwürdig konstruieren. Und wenn der Autor nicht weiß, worauf er 
hinaus will, wie will er dann den Leser packen? 

Zum Planen benutze ich riesige Papierbögen und Karteikarten - vor al-
lem die Karten. Aber keine Programme. Charaktere entwickeln sich in 
meinem Kopf in "Probeszenen". Details zu ihrem Aussehen, zu Herkunft, 
Leidenschaften und Macken halte ich ebenfalls auf Karteikarten fest. 
Das ist besonders wichtig bei Nebenfiguren. Die Hauptakteure sind bei 
Schreibbeginn meist schon gute Bekannte.


TA: Es gibt einige AutorInnen wie Kai Meyer, Jörg Kastner, Tanja Kin-
kel, Wolfgang Hohlbein, bei denen sich in den historischen Romanen 
entweder Fantasy-Elemente einschleichen oder die sowohl Fantasy- wie 
auch historische Romane schreiben. Auch Sie vereinen Fantasy mit His-
torie. Wo liegen die Unterschiede zwischen diesen Genres Ihrer Meinung 
nach, und warum bieten gerade diese beiden sich an, vermengt zu wer-
den, oder besser gesagt: sich gegenseitig zu ergänzen?

HG: Der Glaube ans Magische ist so alt wie die Menschheit. Die frühen 
Geschichtsberichte hören sich deshalb bisweilen auch wie pure Fantasy 
an. Man hatte die Götter halt für oder gegen sich, und nachts schli-
chen Elben und Dämonen durch die Wälder. Wer authentisch Historie 
schreiben will, muss seinen Protagonisten diese mystische Sichtweise 
zugestehen. Die phantastischen Elemente im "Singenden Stein" sind üb-
rigens fast vollständig der isländischen und der irischen Geschichts-
schreibung entnommen. Beim "Mael Duin" und dem "Skarabäus" ist die 
Grenze zum Historischen natürlich überschritten. Hier wurden ganze 
Völker und neue Landschaften erfunden und den Helden Fähigkeiten ange-
dichtet, die tatsächlich nur noch phantastisch sind. Aber natürlich 
bietet unsere eigene Geschichte viel "Anschauungsmaterial", um dieser 
neuen Wirklichkeit den Anstrich von Realität zu geben.


TA: Man hört, Sie seien auch ein Fan guter SF. Ist von Ihnen irgend-
wann einmal ein SF-Roman zu erwarten, oder ist das ein Genre, für das 
Sie noch keine Pläne haben? Oder ist der Markt dafür einfach zu 
schlecht?

HG: Der Markt spielt natürlich eine Rolle, wenn man vom Schreiben 
lebt. Ich mag gute SF und könnte mir durchaus vorstellen, auch so et-
was zu schreiben. Allerdings habe ich kein Faible für Technik, und 
daran würde es wahrscheinlich scheitern.


TA: Haben Sie Kontakt zu anderen AutorInnen? Sind Sie vielleicht gar 
Mitglied eines Autorenzirkels, oder stehen Sie mit anderen AutorInnen 
zumindest in E-Mail-Kontakt? Oder ist der Beruf des Schriftstellers 
wirklich einer, den man sich recht isoliert vorstellen muss, mit wenig 
Kontakt zu Berufskollegen?

HG: Ich habe einige Freunde, die ebenfalls Schriftsteller sind, und es 
macht mir viel Spaß, mit Ihnen die Tücken des Berufs zu bejammern oder 
Handwerkliches zu diskutieren. Das geschieht bei gelegentlichen Tref-
fen und häufiger am Telefon. In Autorenvereinen steht oft gemeinsame 
Vereinsarbeit mit Anthologien und Werbeaktionen im Vordergrund, für 
die mir leider meist die Zelt fehlt. Da bin ich also eher reserviert. 
Wird sich vielleicht ändern, wenn auch meine beiden Jüngsten ausgeflo-
gen sind. Im Moment haben die Kinder noch erstes Zuschlagsrecht, wenn 
es um meine Freizeit geht.


TA: Was raten Sie angehenden Autorinnen und Autoren?

HG: Angehenden Autoren rate ich, viel und regelmäßig zu schreiben, 
denn auch das Schreiben will geübt sein, und man wird tatsächlich bes-
ser. Außerdem sollten sie die Zahl der Absagen nicht unbedingt als 
Maßstab für die Güte der eigenen Werke nehmen. Hinter jeder Absage 
steht ein Mensch, der vielleicht einen anderen Geschmack hat, der 
vielleicht sieht, dass man das Verlagsprogramm nicht trifft, der weiß, 
dass der Verlag im Moment keine neuen Autoren nimmt, der einen 
schlechten Tag hat, der gerade keine Zeit hat, sich mit neuen Texten 
zu befassen, weil er mit Arbeit überlastet ist, der sich nicht traut, 
sich vor Kollegen für einen Anfänger zu engagieren - oder der sieht, 
dass der Text wirklich nichts taugt, was leider sehr oft vorkommt. 

Nun ist der Autor der Letzte, der den eigenen Text beurteilen kann. 
Glück hat, wer einen kompetenten und ehrlichen Ratgeber findet. Mir 
selbst ist der Durchbruch gelungen, als ich einen Agenten für mich in-
teressieren konnte. Aber aus einer Einmannstudie eine Regel abzulei-
ten, halte ich doch für gewagt.


TA: Welche Bücher lesen Sie? Was ist Ihr Lieblingsautor oder Ihre 
Lieblingsautorin?

HG: Ich lese wild durcheinander, und oft liebe ich von einem Autor nur 
ein einziges Buch (Von S. King zum Beispiel: Die Augen des Drachen). 
Ich mag Doris Lessing, Isabel Allende, Barbara Wendelken, Tolkien 
(welch ein Wunder), die Weitseher-Saga von Robin Hobb, Max Frisch, 
Ruth Rendall, Mark Twain ... es gibt kein Ende.


TA: Giudice Benzonis erster Fall, so heißt es auf dem Cover von "Wer 
Asche hütet". Sitzen Sie bereits an seinem zweiten oder, anders ge-
fragt, an welchem Roman arbeiten Sie gerade? Worauf dürfen wir uns 
freuen?

HG: Ich hoffe sehr, dass Giudice Benzoni noch eine Fortsetzung er-
fährt, denn ich habe ihn sehr ins Herz geschlossen. Im Moment arbeite 
ich allerdings gerade an einem weiteren Buch über die Safranhändlerin 
Marcella Bonifaz, die sich in Frankreich mit Ihrer Vergangenheit 
plagt, und danach folgt der dritte Teil der Thannhäuser-Saga.


TA: Vielen Dank für die Zeit, die Sie sich genommen haben!

                    **~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~**

Tom Ahrendt wuchs zweisprachig auf, lebte in den USA, England, Spanien 
und Russland und zurzeit in Deutschland. Er arbeitet als Übersetzer 
und veröffentlichte unter Pseudonym einen ersten Fantasy-Roman als Ta-
schenbuch (bereits 2. Auflage). Gerade arbeitet er am zweiten. Unter-
stützung, Feedback und fachlich-handwerklichen Rat bietet ihm dabei 
die Autorengruppe WWGPro.DE (http://www.wwgpro.de).


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FRAGEN SIE HONEYBALL, LEKTOR UND AUTORENFRESSER:
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                              (mailto:redaktion at team pt autorenforum de)


Sehr geehrter Herr Dr. Honeyball,

ich würde gerne einen Roman schreiben. Da ich Realist bin, möchte ich 
meine Zeit nicht damit verschwenden, über ein Thema zu schreiben, das 
keinen interessiert. Bitte schicken Sie mir doch ein kurzes Exposé ei-
nes solchen Themas, gerne mit Textprobe, woraus ich einen Bestseller 
machen kann. Porto für Ihre Antwort habe ich beigelegt.

Im voraus vielen Dank.
Kurt G. Meier

PS: Es wäre schön, wenn ich Ihr Exposé bis Anfang nächster Woche auf 
meinem Tisch hätte, damit ich endlich loslegen kann.

++++++++++

Sehr geehrter Herr Meier,

danke für das Porto. Da Sie Realist sind, wird es Sie gewiss nicht 
wundern, dass ich es behalte, ohne dafür die gewünschte Gegenleistung 
zu erbringen. Meine Gegenleistung ist eine Lehre: Lernen Sie erst ein-
mal die Menschen (und deren Abgründe) kennen, dann fällt Ihnen viel-
leicht selbst ein spannendes Thema für einen Roman ein.

Herzlichst
Ihr Honeyball

                    **~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~**

Stephan Waldscheidt, Jahrgang 67. Freier Autor und Texter. Mehr von 
ihm und von seinem Alter Ego Honeyball auf http://www.waldscheidt.de.


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UNSERE EXPERTINNEN UND EXPERTEN:     
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Bitte schickt den ExpertInnen nur Fragen zu ihrem Expertenthema - 
keine Manuskripte zur Beurteilung. Speziell unsere Expertin für Lit-
eraturagenturen nimmt keine neuen AutorInnen an; Anfragen dazu sind 
daher zwecklos.

Bitte verseht jede Anfrage mit einem aussagekräftigen Betreff. Sonst 
kann es sein, dass die Mail vorsichtshalber sofort gelöscht wird.


  Drehbuch: Oliver Pautsch
                              mailto:drehbuch at experte punkt autorenforum punkt de
  Fandom: Thomas Kohlschmidt
                                mailto:fandom at experte punkt autorenforum punkt de
  Fantasy: Stefanie Bense
                               mailto:fantasy at experte punkt autorenforum punkt de
  Heftroman: Arndt Ellmer
                             mailto:heftroman at experte punkt autorenforum punkt de
  Historischer Roman: Titus Müller
                    mailto:historischer.roman at experte punkt autorenforum punkt de
  Kinderbuch: Gabi Neumayer
                            mailto:kinderbuch at experte punkt autorenforum punkt de
  Kriminalistik: Nikola Hahn
                         mailto:kriminalistik at experte punkt autorenforum punkt de
  Lesungen: Rüdiger Heins
                              mailto:lesungen at experte punkt autorenforum punkt de
  Literaturagenturen: Petra Hermanns
                               mailto:agentin at experte punkt autorenforum punkt de
  Lyrik: Martina Weber
                                 mailto:lyrik at experte punkt autorenforum punkt de
  Sachbuch allgemein: Gabi Neumayer
                              mailto:sachbuch at experte punkt autorenforum punkt de
  Sachbuch Medizin/Psychologie: Maja Langsdorff
                             mailto:med.psych at experte punkt autorenforum punkt de
  Schreibaus- und fortbildung: Uli Rothfuss
                           mailto:fortbildung at experte punkt autorenforum punkt de
  Schreibgruppen: Ute Hacker
                        mailto:schreibgruppen at experte punkt autorenforum punkt de
  Schreibhandwerk: Ute Hacker
                       mailto:schreibhandwerk at experte punkt autorenforum punkt de
  Sciencefiction: Andreas Eschbach
                              mailto:sf-autor at experte punkt autorenforum punkt de
  Technische Literatur, CDs, Internet: Reinhard Mermi
                               mailto:techlit at experte punkt autorenforum punkt de
  Übersetzung: Barbara Slawig 
                         mailto:uebersetzerin at experte punkt autorenforum punkt de
  Verlagswesen: Bjørn Jagnow
                          mailto:verlagswesen at experte punkt autorenforum punkt de


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FRAG DEN EXPERTEN FÜR HISTORISCHE ROMANE:
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     Titus Müller (mailto:historischer.roman at experte punkt autorenforum punkt de)


Frage:
Wie schreibt man ein gutes Expose? Was ist zu berücksichtigen? [...] 
[Diese Empfehlungen habe ich bekommen:] Am besten wie eine Art Klap-
pentext, also ein Animiertext, der einerseits den roten Faden der Ge-
schichte wiedergeben soll, sich jedoch nicht im Inhalt verlieren darf. 
Aus den Augen der Heldin sehen (ich schreibe in Ich-Form), wie sie in 
welche Abenteuer gerät ... Nicht trocken, eben lebendig, aber nicht ü-
berzeichnend und in keinem Fall schlussfolgernd, denn dies soll die 
Lektorin selbst machen. ? Was bedeutet: in keinem Fall schlussfol-
gernd? Soll ich das Ende nicht schreiben?

Antwort:
Es ist gut, dass du das Verfassen eines Exposés nicht auf die leichte 
Schulter nimmst. Mit dem Exposé musst du nicht nur den Lektor überzeu-
gen, sondern der Lektor seinerseits braucht das Exposé, um dein Buch 
im Verlag vor seinen Kollegen zu vertreten und ihm einen guten Pro-
grammplatz zu verschaffen. Die anderen Lektoren haben auch tolle Bü-
cher entdeckt und kämpfen in den Sitzungen dafür, dass ihre Bücher ein 
größeres Werbebudget erhalten bzw. von der PR-Abteilung bevorzugt ge-
fördert werden - dein Exposé ist das einzige Argument deines Lektors, 
warum nicht die anderen Bücher hohe Verkäufe versprechen, sondern dei-
nes. Nur wenige Entscheidungsträger des Verlags werden dein Romanmanu-
skript kennen. Das Exposé ist kurz. Das kennen sie.

Ich schicke kein Exposé an den Agenten oder den Verlag, das nicht min-
destens zehn Tage gereift ist, mit mehrmaligem Lesen, Überarbeiten, 
Neuformulieren. Dabei versuche ich, mich in die Position des Verlags 
hineinzudenken, und der fragt sich nicht: Ist es eine hübsche Ge-
schichte?, sondern: Wie können wir diese Geschichte verkaufen? Also 
stelle ich im Exposé Handlungsstränge heraus, die Spannung verspre-
chen, Konflikt, Liebesdrama, oder die das Exotische, das Besondere des 
Romans ausmachen. Wenn ich dabei auf Schwierigkeiten stoße, versuche 
ich, die Handlung in drei Sätzen zusammenzufassen - das hilft mir, den 
richtigen Fokus zu finden. Exposéschreiben heißt, zu entscheiden, was 
wichtig und was unwichtig ist.

Du fragst, ob du das Ende vorenthalten solltest. Was willst du mit dem 
Exposé erreichen? Soll sich ein Programmleiter im Verlag nach dem Le-
sen sagen: Das klingt spannend, ich lasse mir das Manuskript kommen, 
um das Ende zu erfahren! Wenn er das dreimal macht, ist der Tag gelau-
fen. Das Exposé soll Entscheidungsträger im Verlag davon überzeugen, 
dass sie ein gutes Buch einkaufen. Und dazu müssen sie alles kennen, 
Anfang, Mitte, Schluss.

                    **~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~**

"Die Priestertochter" heißt der neue Roman von Titus Müller. "Ein er-
staunlicher Bucherfolg von einem erstaunlichen Autor." (Hessischer 
Rundfunk) "Sprach- und bildmächtig, mitreißend erzählt." (Berliner 
Morgenpost) Lesungstermine, Fotos und weiteres Presseecho unter 
http://www.titusmueller.de.


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FRAG DIE EXPERTIN FÜR FANTASY:
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             Stefanie Bense (mailto:fantasy at experte punkt autorenforum punkt de)


Frage:
Kann ich erwarten, dass ein potentieller Leser im Ungefähren weiß, wie 
ein Zwerg, Elf aussieht? Ich denke nicht, oder? Insbesondere bei We-
sen, die in der Mythologie ihren Ursprung haben (wie Nymphen, Ogern, 
Kentauren) ist eine Beschreibung von Nöten, nicht wahr?


Antwort:
Im Prinzip kennt ein Leser Elfen, Zwerge und Riesen. Durch die Tol-
kien-Filme herrscht ein recht festgefügtes Bild vor: Zwerge sind 
klein, stark und bärtig; Elfen sind groß, schlank, schön und grazil. 
Das bedeutet, dass man viel gegenarbeiten muss, wenn man eigene Kon-
zeptionen von Elfen und Zwergen verfasst. Und da braucht der Leser Be-
schreibungen, weil er sonst nicht weiß, inwiefern sich die verwendeten 
Figuren von den Bildern, die er im Kopf hat, unterscheiden. Habe ich 
also Elfen, die klein und pummelig sind, oder nur glattrasierte Zwer-
ge, dann stelle ich das als Autor am besten sofort klar. Sonst führt 
es beim Leser zu Irritationen, wenn er mitten auf Seite 50 erfährt, 
dass die Elfen nicht in ein "normales" ebenerdiges Hausfenster schauen 
können, ohne dass sie irgendwo draufklettern.

Wie viel Beschreibung braucht man? So viel wie nötig, so wenig wie 
möglich. Und nur dort, wo der Leser sie zum Verständnis der Szene be-
nötigt. Schreibe ich also von Ogern, Kentauren oder Drachen, dann be-
schreibe ich sie am besten, indem ich sie sich für ihre Art typisch 
verhalten lasse: Der Oger reißt einen Baum mit der Hand aus, der Ken-
taur nimmt an einem Bogenschießen teil, der Drache speit Feuer. Und 
ich stelle ihre Eigenheit heraus, die für den Roman gerade wichtig ist 
oder später wichtig wird ("planting"): Der Oger spielt nur zu gerne 
Würfel und lässt sich dadurch ablenken, der Kentaur ist zwar ein ex-
zellenter Schütze, kann aber nicht mal seinen Namen buchstabieren oder 
schreiben, der Drache speit Feuer, hat aber Höhenangst.

                    **~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~**

Stefanie Bense lebt und arbeitet in Hannover, gibt seit 1993 Schreib-
kurse, veröffentlicht sporadisch und schreibt - was sonst - an ihrem 
ersten Roman. Kontakt: mailto:Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.


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FRAG DIE EXPERTIN FÜR LITERATURAGENTUREN:
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             Petra Hermanns (mailto:agentin at experte punkt autorenforum punkt de)


Frage:
Angenommen den Fall, dass man sich ganz zu Anfang eines Romanprojektes 
schon einmal bei einer Agentur beworben hat und die ersten Seiten da-
mals abgelehnt wurden ? macht es Sinn, sich nach der Fertigstellung 
und deutlicher Überarbeitung des Romans (und zwischenzeitlicher Veröf-
fentlichung von Kurzgeschichten, sprich deutlich mehr Erfahrung) noch 
einmal um eine Vertretung zu bemühen?


Antwort:
Natürlich soll man nichts unversucht lassen, aber es ist schon eine 
größere Hürde zu überwinden, wenn man bereits einmal eine Absage er-
halten hat. Das ist wie bei einem Job! Ich würde in jedem Fall vorher 
telefonisch anfragen, ob man eine neue Leseprobe noch eimal prüfen 
würde.

                    **~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~**
Petra Hermanns begann 1996 als freie Mitarbeiterin bei der Literari-
schen Agentur Brigitte Axster mit dem Handel mit Rechten und Lizenzen. 
Seit 1998 betreibt sie die Literaturagentur Scripts for sale in Frank-
furt und hat sich auf deutschsprachige Projekte spezialisiert.


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FRAG DIE EXPERTIN FÜR SACHBUCH:
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            Gabi Neumayer (mailto:sachbuch at experte punkt autorenforum punkt de)


Frage:
1. Hat man im Sachbuchsektor als neuer Autor bzw. Belletristik-Autor 
Chancen, oder setzt man gerade dabei auf Sachkenntnis?

2. Wenn ich z. B. ein Sachbuch bzw. Eheratgeber o. Ä. schreiben will, 
werde ich kaum meine Sachkenntnis in Sachen Ehe zu Rate ziehen. Glei-
ches gilt für andere Themenbereiche. Es ist auch logisch, dass ich 
kein Sachbuch schreiben würde über medizinische Themen, es sei denn, 
ich wäre persönlich davon betroffen oder hätte eben eine Ausbildung in 
dieser Richtung.

3. Angebot dann wie folgt:  Exposé, Inhaltsverzeichnis, einige Kapitel 
als Leseprobe sowie persönliche Infos und Hintergrund über den Autor 
und seine Absicht?


Antwort:
Zu 1:
Beides :-). Ja, als neuer Autor hat man gute Chancen, aber die Sach-
kenntnis spielt auch eine Rolle. Allerdings ist vielen Verlagen wich-
tiger, dass jemand schon mal schreiben kann - denn Sachkenntnis kann 
man sich ja aneignen, gutes Schreiben nicht so leicht.

Zu 2:
Es geht trotzdem! Eine gute Möglichkeit ist zum Beispiel, sich für das 
Buch Experten zu besorgen, die für die nötige Kompetenz sorgen. So 
kann man in seinem Exposé schon vermerken, dass man Experteninterviews 
durchführen wird oder Fragebögen an bekannte Experten schicken oder 
mit diesem und jenem Experten zusammenarbeiten will oder ...

Zu 3:
Vor allem auch: Marktanalyse: Was gibt es zu dem Thema schon - und wie 
unterscheidet sich dein Ansatz davon?

Mit Probekapiteln wäre ich vorsichtig. Sachbücher werden meist in Rei-
hen mit klaren und strengen Vorgaben eingebunden. Bestimmter Aufbau, 
bestimmte Elemente (Tippkästen, Fallbeispiele etc.) sind da meist ge-
nau vorgegeben. Daher macht es im Sachbuchbereich nicht ganz so viel 
Sinn, ganze Probekapitel zu schreiben ? selbst wenn man sich die Rei-
henvorgaben gut ansieht. Denn ob der Verlag das Buch dann nicht viel-
leicht doch für eine andere Reihe für geeigneter hält, ist kaum vor-
hersehbar. Deshalb leg am besten nur einige Seiten bei, und zwar mög-
lichst vom Anfang.

Exposé (Gliederung), Marktanalyse, Zielgruppe, besonderer Ansatz - das 
ist viel wichtiger.

                    **~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~**

Gabi Neumayer letzte Sachbuch-Veröffentlichungen sind der Downloadkurs 
"Die professionelle Überarbeitung", erhältlich bei 
http://www.storials.com, und der Ratgeber für Business-Englisch "Eng-
lish at work", Eichborn. Demnächst erscheint "Geschäftsbriefe schrei-
ben von A bis Z" bei Eichborn. Weitere Infos: 
http://www.gabineumayer.de. 


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FRAG DIE EXPERTIN FÜR KRIMINALISTIK:
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          Nikola Hahn (mailto:kriminalistik at experte punkt autorenforum punkt de)  


Frage:
Ich wüsste gerne, wie alt Fingerabdrücke sein können, um von der Poli-
zei noch nachgewiesen werden zu können. Sozusagen das Haltbarkeitsda-
tum von Fingerabdrücken unter normalen Bedingungen im Innenraum.


Antwort:
Die "normalen" Fingerabdrücke entstehen durch den Kontakt der Finger 
oder Hände mit einem so genannten Spurenträger, also einem Gegenstand, 
der die Spur "festhält". Das kann Papier ebenso sein wie Glas oder 
Kunststoff, eben alles, was man anfassen kann. Da man "normale" Finge-
rabdrücke (im Gegensatz zu solchen, die mittels Fremdstoffen: Blut, 
Staub, Farbe) ohne Hilfsmittel nicht sofort sehen kann, bezeichnet man 
sie auch als "latente" Spuren. Diese werden zumeist durch Schweiß ver-
ursacht. Diese so genannten Schweißspuren bestehen aus Schweißdrüsen-
sekret, Hautfett und zu einem Großteil aus Wasser. Das Wasser ver-
dunstet in Abhängigkeit von der Umgebungstemperatur, und damit verbun-
den ist natürlich eine schlechtere Auswertbarkeit der Spur. Allerdings 
verschwindet sie nicht gänzlich, denn die anderen Bestandteile haften 
immer noch am Spurenträger. 
	 
Die Haltbarkeit latenter Fingerabdrücke ist im Wesentlichen von fünf 
Faktoren abhängig:
	 
1. Eigenschaften des Spurenverursachers
Beschaffenheit der Papillarleisten, also der "Riffelungen" der Finger 
und die Zusammensetzung und Menge der Schweißabsonderung, die von 
Mensch zu Mensch unterschiedlich ist - teilweise auch situationsbe-
dingt! Z. B. wenn jemand sehr nervös ist und dann etwas mit "schweißi-
gen" Fingern anfasst, wird diese Spur sicher deutlicher ausfallen und 
länger nachweisbar sein als bei einem Menschen, der nicht schwitzt.
	 
2. Eigenschaften des Spurenträgers
Die Art des Gegenstandes, der angefasst wurde. Ganz bedeutend ist hier 
die Oberflächenbeschaffenheit: Alles, was glatt ist und / oder glänzt 
(Glas, polierter Kunststoff, Metall, poliertes Holz), hält Spuren gut; 
Gegenstände mit gebrochenen oder stark strukturierten Oberflächen hal-
ten "normale" Fingerspuren nicht oder nur schlecht (z. B. ungehobeltes 
Holz, strukturiertes Leder.)

Auf den erstgenannten Spurenträgern sind latente Fingerspuren recht 
lange haltbar, da ihre glatte Oberfläche den Schweiß nicht aufsaugen 
kann. Auf saugenden Untergründen (Papier, Stoff) sind Fingerabdrücke 
meist nicht lange haltbar, aber ein Richtwert - Tage, Wochen - kann in 
keinem Fall angegeben werden. 
	 
3. Klimatische Einflüsse
In einem Raum mit Normaltemeratur kann die Luftfeuchtigkeit dennoch 
schwanken. Hohe Feuchtigkeit (z. B. in einem Bad) kann eine von 
Schweiß verursachte Fingerspur recht schnell zerstören, da der Schweiß 
in der Feuchte "verläuft" und die Papillarlinien nicht mehr eindeutig 
zu sehen sind. - Aber auch hier können keine bestimmten Zeiträume an-
gegeben werden!
	 
4. Qualität und Quantität der übertragenen Fremdsubstanzen
Latente Fingerspuren bleiben erheblich länger haltbar, wenn sie mit 
fettigen Substanzen verursacht wurden, d. h. wenn die Hände eingecremt 
waren oder wenn man sich vorher mit den Händen durchs Haar oder übers 
Gesicht gefahren ist. 
	 
5. Entstehungsbedingungen der Spur
Eine Spur ist qualitativ besser und damit länger haltbar, je stärker 
oder je länger der Kontakt der Finger / Hände mit dem Spurenträger 
war. 
	 
Du siehst also, dass die Qualität und damit die Haltbarkeit eines Fin-
gerabdrucks von vielen verschiedenen Faktoren abhängig ist. Das Prob-
lem des "Alters" eines Fingerabdruckes taucht immer mal wieder - auch 
vor Gericht auf -, und es wäre wirklich schön, wenn man dafür allge-
meine Richtlinien aufstellen könnte. Man kann es aber leider nicht. 

In einem Mordfall, an dem ich vor einiger Zeit mitgearbeitet habe, war 
genau dieses das Problem! In der Wohnung der Toten wurde ein Fingerab-
druck gesichert, der niemandem zugeordnet werden konnte - auch nicht 
dem Tatverdächtigen (der inzwischen als Mörder verurteilt wurde). Der 
Richter wollte nun von dem Daktyloskopen unseres Erkennungsdienstes 
wissen, ob die gesicherte Spur gegebenenfalls so alt sei, dass sie oh-
ne Relevanz für den Fall sei. Diese Frage konnte natürlich nicht be-
antwortet werden. 

Man kann hier nur Näherungen versuchen, also: Wenn eine Spur sehr, 
sehr gut ist oder aber wenn sie eine andere überlagert, dann kann man 
mit einiger Wahrscheinlichkeit davon ausgehen, dass sie "relativ" neu 
ist. Aber eben nur "relativ". 

                    **~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~**

Nikola Hahn ist Kriminalhauptkommissarin und Fachlehrerin an der Hes-
sischen Polizeischule in Wiesbaden; nebenberuflich arbeitet sie als 
Autorin mit dem Schwerpunkt historische Kriminalromane. Informationen 
im Internet: http://www.nikola-hahn.com. 


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FRAG DIE EXPERTIN FÜR LYRIK:
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                 Martina Weber (mailto:lyrik at experte punkt autorenforum punkt de)


Frage:
Ich möchte demnächst einen Band mit ca. achtzig Gedichten herausgeben 
(in bibliophiler Aufmachung). Kennen Sie einen Verlag, der auch im 
Vertrieb stark ist?


Antwort:
Die Frage nach einem (bibliophilen) Verlag, der "auch im Vertrieb 
stark ist", ist schwierig zu beantworten. Ich vermute, Sie meinen ei-
nen Verlag, der intensive Werbung für Ihr Buch betreibt. So einen Ver-
lag werden Sie gerade auf dem Bereich der bibliophilen Bände kaum fin-
den. Lyrikbände - und besonders bibliophile - erscheinen, wie Sie si-
cherlich wissen, in nur kleinen Auflagen von manchmal nur 50 Stück o-
der noch weniger, weil die Aufmachung naturgemäß aufwendig ist, z. B. 
durch handgesetzte Buchstaben, edles Papier, handgefertigte Umschläge, 
manchmal noch handgemalte Bilder oder Skizzen oder eingeklebte Fotos. 
Damit sind die Herstellungskosten und das Verlagsrisiko relativ hoch.

Achtzig Gedichte sind übrigens schon recht viel für einen bibliophilen 
Band. Es gibt Verlage, die aus bereits aus zehn oder zwanzig Gedichten 
einen bibliophilen Band herstellen.

Es ist harte Arbeit, den richtigen Verlag zu finden. Bevor Sie sich 
bewerben, sollten Sie mit dem Programm des Verlages vertraut sein. Es 
gibt nicht nur Unterschiede in der Qualität oder Stilrichtung der Ge-
dichte, sondern auch in der Art der Aufmachung und der Zahl der veröf-
fentlichten Gedichte. Einiges ist Geschmackssache, deshalb sollten Sie 
sich die Bücher ansehen. Im Buchhandel werden Sie kaum bibliophile 
Bände finden. Eine große Zahl bibliophiler Bände und viel Gelegenheit 
zum persönlichen Gespräch finden Sie dagegen auf Kleinmessen wie der 
Mainzer Minimesse. Die nächste Minimesse findet allerdings erst im Mai 
2005 statt.

Für weitere Empfehlungen zur Verlagssuche verweise ich auf meine Ant-
wort auf eine entsprechende Frage, die Sie in der Expertendatenbank 
auf http://www.autorenforum.de finden.

Ergänzend möchte ich noch zwei Möglichkeiten zur Verlagssuche hinzufü-
gen:

Zum einen die Verlagspräsentationen von Theo Breuer im Faltblatt No. 8 
und No. 9, zu bestellen über [URL nicht mehr gültig, die Red.]. Jede der ge-
nannten Ausgaben bietet einen Einblick in etwa zwei Dutzend Verlage 
(meist Kleinverlage).

Zum andern habe ich selbst in diesem Frühjahr eine Liste von fast 200 
Adressen und sonstigen Erreichbarkeitsdaten wie Internetseiten von 
Verlagen, die Lyrik veröffentlichen, zusammengestellt und teilweise, 
nämlich da, wo ich auf meinen Brief eine Antwort erhielt, ein Verlags-
programm angefügt. Diese Liste wird Anfang Oktober in dem von mir he-
rausgegebenen Buch "Zwischen Handwerk und Inspiration. Lyrik schreiben 
und veröffentlichen" erscheinen.

Ich kann Ihnen nur empfehlen, sich in die Verlagslandschaft der bibli-
ophilen Kleinverlage einzuarbeiten und den zu Ihrer Arbeit passenden 
Verlag zu suchen. Rufen Sie bei den Verlagen, die für Sie in Frage 
kommen, an, fragen Sie, ob der Verlag bibliophile Bände produziert, 
lassen Sie sich Prospekte schicken, bestellen Sie Bücher.

Wie gut sich ein bibliophiler Band verkauft, hängt meist von Ihrer 
privaten Initiative ab. Vernetzungen mit anderen AutorInnen sind immer 
vorteilhaft.

                    **~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~**

Martina Weber ist Herausgeberin des Anfang Oktober erscheinenden Ban-
des "Zwischen Handwerk und Inspiration. Lyrik schreiben und veröffen-
tlichen". Mit Beiträgen von Inger Christensen, Kurt Drawert, Norbert 
Hummelt, Kerstin Hensel und Anton G. Leitner, Federweltverlag, ca. 200 
Seiten, 14,80 Euro. Näheres siehe http://www.federwelt.de.


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FRAG DEN EXPERTEN FÜR VERLAGSWESEN:
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          Bjørn Jagnow (mailto:verlagswesen at experte punkt autorenforum punkt de)

Frage:
Ich arbeite an einem Roman, in dem die Gestalten aus HP Lovecrafts 
Cthulhu-Mythos eine sehr große Rolle spielen. Meine Frage: Sind diese 
Figuren urheberrechtlich geschützt? Es erscheinen etwa laufend Antho-
logien bei diversen Verlagen - Festa, Heyne o. Ä. - mit Geschichten 
aus dem Cthulhu-Mythos von diversen Autoren, Lovecrafts deutsche Über-
setzungen selbst wurden bei Suhrkamp verlegt.


Antwort:
Das Urheberrecht schützt keine Figuren, sondern nur den jeweiligen 
Text, in dem die Figur dargestellt wird. Nicht das der Figur zugrunde 
liegende Konzept. Es ist möglich, dass der Name einer Figur als Marke 
geschützt wurde. Das kennt man z. B. von Harry Potter oder Luke Sky-
walker, deren Schriftzug dann im Handel oft von einem TM gefolgt wird. 

Ob das bei den Cthulhu-Figuren der Fall ist oder nicht, kann ich nicht 
sagen. Dass mehrere Verlage damit arbeiten, könnte ein Indiz dafür 
sein, dass die Figur nicht als Marke geschützt wurden. Nachgucken 
lässt sich das leider relativ schwer. Andererseits sind die Namen auch 
schon ziemlich alt, sodass vermutlich ohnehin kein Markenschutz einge-
reicht wurde.

                    **~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~**

Bjørn Jagnow, Jahrgang 72, ist Schriftsteller, Verlagsfachwirt, Ver-
lagskaufmann, Buchhändler und freier Lektor. 
http://www.bjoernjagnow.de/. Seit Jahresbeginn 2003 ist er leitender 
Redakteur der Federwelt, Zeitschrift für Autorinnen und Autoren: 
http://www.federwelt.de/.


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FRAG DIE EXPERTIN FÜR KINDERBUCH:
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           Gabi Neumayer (mailto:kinderbuch at experte punkt autorenforum punkt de)


Frage:
Ich schreibe als Diplomarbeit ein technisches Kindersachbuch. Meine 
Zielgruppe sind Kinder von sechs bis zehn Jahren, denen ein techni-
sches Thema erklärt werden soll.

Meine Frage an Sie wäre nun, ob es eine bestimmte "Sprache" gibt, mit 
der man zu Kindern spricht? Werden Informationen einfacher aufgenom-
men, wenn sie kindgerecht formuliert sind? Und was bedeutet es, kind-
gerecht zu formulieren? Wo kann ich Informationen dazu finden? 


Antwort:
Ein ganz schön kniffliges Thema, das Sie da ansprechen.  Ob man für 
Kinder anders schreiben muss als für Erwachsene, darüber gibt es un-
terschiedliche Meinungen. Aus meiner Erfahrung und von den Verlagen, 
mit denen ich bisher gearbeitet habe, würde ich sagen "jein" ;-)

Bei Ihnen geht es ja um eine Altersgruppe, die bei den Erstlesern be-
ginnt. Sechsjährige erarbeiten sich das Lesen erst, daher sind Erstle-
sebücher auch besonders geschrieben - oder eher: gesetzt. Wenn Sie 
sich solche Bücher einmal anschauen, sehen Sie, dass man dort die Zei-
len nach Sinnblöcken setzt, nicht einfach so, wie es von der Zeilen-
breite eben hinkäme. Aber ein Kindersachbuch macht man schon wieder 
anders, und die etwas Älteren lesen quasi "ganz normal".

Kindgerecht schreiben sollte man auf jeden Fall - doch die Empfehlun-
gen dafür unterscheiden sich eigentlich nicht von denen, die man auch 
an Texte für Erwachsene stellen sollte, wenn das dort auch oft nicht 
umgesetzt wird (vor allem im Sachbuch, wo oft nicht das einfache und 
einprägsame Erklären im Vordergrund steht, sondern fachliches "Impo-
nierverhalten"). Einige Tipps:

- besser kurze als lange Sätze - öfter mal einen Punkt machen, wo auch 
ein Komma ginge
- keine verschachtelten Sätze, Satzteile nicht auseinander reißen, 
wenn möglich (also zum Beispiel nicht "Der hinter der Schule liegende 
Garten war verwüstet worden", sondern "Der Garten hinter der Schule 
war verwüstet worden")
- möglichst keine Fremdwörter (im Sachbuch besonders wichtig; wo man 
nicht drumherum kommt, jedes Fremdwort einfach und klar erklären, nur 
die notwendigsten Details dabei erwähnen); statt "disqualifizieren" 
schreiben "vom Wettbewerb ausschließen" etc.
- weniger an der Schriftsprache, mehr an der gesprochenen Sprache ori-
entieren
- kurze Absätze, jeder Absatz ein Gedanke (nur als Anhaltspunkt)
- schrittweise Argumentation (eins nach dem anderen) - also auch in-
haltlich keine Verschachtelungen (zum Beispiel höchstens zwei Ebenen, 
also keine mehrfachen Unterkapitelschichtungen (nicht: 1, 1.1, 1.1.1 
...); manche Verlage lassen überhaupt keine Unterkapitel zu

Verschiedene Verlage haben darüber hinaus für ihre speziellen Reihen 
eigene Vorgaben, die man erfragen oder - siehe nächster Absatz - 
selbst herausfinden kann.

Das alles sind nur Anhaltspunkte. Die allerbeste Empfehlung, die ich 
Ihnen deshalb geben kann: Gehen Sie in eine Bibliothek, und schauen 
Sie sich dort so viele Kindersachbücher für Ihre Altersgruppen an, wie 
Sie können! Es gibt unzählige Kindersachbücher, auch zu technischen 
Themen. Analysieren Sie für sich, worauf es dabei ankommt, wie die Bü-
cher aufgebaut und geschrieben sind. Und wie bei besonders erfolgrei-
chen Reihen (beispielsweise "Was ist was?") die Inhalte aufgebaut und 
die Texte geschrieben sind. Achten Sie dabei auch immer genau auf die 
Altersangaben, denn zwischen 6 und 10 Jahren gibt es eine große Band-
breite an Lese- und Verständnisvermögen.

                    **~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~**

Gabi Neumayer hat gerade das Bilderbuch "Und wann schläfst du?" bei 
Lappan veröffentlicht, außerdem als "Bato" zusammen mit Michael Borlik 
"Fantasygeschichten" (allesamt Zeitreisegeschichten) für Kids ab 10 
(eigene Website zum Buch mit Gewinnspiel: http://www.bato.borlik.de) 
und "Nikolausgeschichten" für LeseanfängerInnen - beide bei Gondolino. 
Weitere Infos: http://www.bato-schreibt.de.


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HALL OF FAME:
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                              (mailto:redaktion at team pt autorenforum de)

Ja, die Lage auf dem Buchmarkt ist schwierig, und manchmal glaubt man, 
man wird es nie schaffen, ein Buch zu veröffentlichen. Aber andere 
schaffen es ja auch!

Die "Hall of Fame" zeigt die Erfolge von AbonnentInnen des Tempest. 
Wir würden uns freuen, wenn ihr euch davon motivieren und ermutigen 
lasst - dann werden wir euer neues Buch hier bestimmt auch bald einmal 
vorstellen können.

Melden könnt ihr aktuelle Buchveröffentlichungen nach diesem Schema:
.......
AutorIn: "Titel", Verlag Erscheinungsjahr (das muss immer das laufende 
oder das vergangene Jahr sein!), Genre. Zusätzlich könnt ihr in maxi-
mal 60 Zeichen (nicht Wörtern!) weitere Infos zu eurem Buch unterbrin-
gen.
.......

Ausgeschlossen sind Veröffentlichungen in Anthologien, Bücher im Ei-
genverlag und BoDs (sofern sie im Eigenverlag erschienen sind) sowie 
Veröffentlichungen in Druckkostenzuschussverlagen. Schickt eure Texte 
unter dem Betreff "Hall of Fame" an mail-
to:redaktion at team pt autorenforum de. Wir können ausschließlich Meldungen 
berücksichtigen, die nach dem obigen Schema gemacht werden!

++++++++++

Christa Schmid-Lotz: "Eduard Mörike. Ein Leben auf der Flucht", Salzer 
Verlag 2004, biografischer Roman. Das Leben des Dichters zwischen 
"Brotberuf" und Berufung

Christa Schmid-Lotz: "Aufbruch nach Blaubeuren. Roman aus dem dreißig-
jährigen Krieg", Ulmer Manuskripte 2004, historischer Roman. Odyssee 
einer jungen Frau in den Wirren des Krieges

Ines Bauer, Sabina Luger, Judith Ott: "Schatten über Byzantium", Wur-
dack Verlag 2004, Fantasy-Roman. ISBN 3-938065-01-X, ein Roman aus der 
Demonwright-Serie

Bato und Michael Borlik: "Fantasygeschichten", Gondolino 2004, Kinder-
buch. Zeitreise-Geschichten für Kids, http://www.bato.borlik.de

Michael Borlik: "Schmökerzwerge Abenteuergeschichten", Gondolino 2004, 
Kinderbuch. 11 Geschichten für Leseanfänger

+++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++
Veranstaltungen, Ausschreibungen, Publikationsmöglichkeiten, Messen 
und Seminare findet ihr im zweiten Teil des Tempest, der mit 
getrennter Mail kommt!
+++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++

~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~
Einsendeformalien:
Einsendungen sind zu allen Rubriken von autorenforum.de erwünscht. 
Zurzeit können jedoch noch keine Honorare gezahlt werden. Das Urheber-
recht verbleibt bei der Autorin bzw. beim Autor. 

Einsendungen bitte im RTF-Format und per E-Mail, und zwar an: 
mailto:beitrag at team pt autorenforum de.

Fragen zu Einsendungen sollten ebenfalls an diese Adresse gerichtet 
werden. Die genauen Richtlinien findet ihr unter der Adresse 
http://autorenforum.de/Tempest/richtlinien.html.

~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~
                        I M P R E S S U M
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Herausgeber: 
   Ramona Roth-Berghofer mailto:public.relations at team pt autorenforum de 
   Gabi Neumayer                mailto:redaktion at team pt autorenforum de
   Stefan Schulz                     mailto:webmaster at autorenforum de
   Thomas Roth-Berghofer 
                    mailto:Thomas.Roth-Berghofer at team pt autorenforum de
~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~
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