Ausgabe 6-03 (20. März 2004)

Schreib-Kick
News
Vorstellung
    "tiergeschichten.de"
Autorenwissen
    "Berufsbild RedakteurIn"
    von Ursula Schmid-Spreer
Marketingideen
    "Marketing für Autoren - Teil 2"
    von Harald Schneider
    "Leseridee"
Schreibkurs
    "Wie entsteht eine Geschichte?"
    von Sabine Bovenkerk-Müller
Buchbesprechung
    "Zum Schreien komisch, zum Heulen schön"
    besprochen von Gabi Neumayer
Interview mit Heike Wolf
Glosse
    "Eignungstest für angehende Schriftsteller"
    von Stephan Waldscheidt
Frag den Experten für Verlagswesen
    (Björn Jagnow)
Frag die Expertin für Schreibhandwerk
    (Ute Hacker)
Frag den Experten für Historischen Roman
    (Titus Müller)
Hall of Fame
EDITORIAL: 
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Liebe Autorinnen und Autoren,

auf euch ist Verlass! Nach meinem Aufruf im letzten Tempest habe ich 
eine ganze Menge Kurztipps fürs Editorial bekommen - danke dafür! Und 
lasst euch nicht abhalten, noch mehr zu schicken; zwölf Ausgaben wol-
len jedes Jahr gefüllt werden :-).

Jetzt direkt zum März-Tempest, weil er diesmal wieder bis zum Bersten 
voll ist mit nützlichen und auch amüsanten Beiträgen. In unserer seit 
langem brachliegenden Rubrik "Vorstellung" lernt ihr diesmal ein Web-
Projekt kennen, das für AutorInnen einiges an Marketingmöglichkeiten 
bietet. Apropos Marketing: Harald Schneider zeigt im zweiten Teil sei-
nes Marketing-Beitrags, wie man ein modulares Planungskonzept entwi-
ckelt. Das Berufsbild "RedakteurIn" hat Ursula Schmid-Spreer recher-
chiert, und sie präsentiert heute ihre Ergebnisse. Außerdem: eine neue 
zwerchfellerschütternde Glosse von Stefan Waldscheidt, ein Schreib-
kurs, ein Interview mit Heike Wolf, jede Menge wertvoller Tipps von 
unseren ExpertInnen, Buchbesprechung, Schreib-Kick, neue Ausschreibun-
gen und und und.

Der Tipp des Monats März, diesmal von Rich Schwab:

    Langsam denken. Schnell schreiben. 
    Langsam lesen. Schnell streichen. 
    Laut lesen. Leise korrigieren.

Ich schreibe dieses Editorial bei Sonnenschein und frühlingshaften 
Temperaturen. Hoffentlich bleibt das Wetter jetzt so, wünscht sich und 
euch optimistisch (oder heißt es: wirklichkeitsfremd?)

  Gabi Neumayer
  Chefredakteurin

~~~~~~~~~
Damit wir den Tempest auch in Zukunft weiterführen können, brauchen 
wir eure Hilfe: Wer uns unterstützen möchte, überweise bitte einen 
freiwilligen Jahresbeitrag (15 Euro haben wir als Richtwert gesetzt, 
aber ihr helft uns auch schon mit 5 oder 10 Euro weiter) auf unser 
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SEB Mainz (früher: BfG)
BLZ 550 101 11
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Stichwort: "Beitrag 2004"

Für AuslandsabonnentInnen: Am 1. Juli 2003 wurden die Auslandsüberwei-
sungsgebühren gesenkt. Aber natürlich könnt ihr uns euren Beitrag auch 
weiterhin per Post schicken (Adresse am Ende des Tempest).

Wer aus Österreich überweist, braucht außerdem diese Nummern (bitte 
genau so zusammenschreiben!)
IBAN: DE69550101111424189900
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ISSN 1439-4669   Copyright 2004 autorenforum.de. Copyright- und
                 Kontaktinformationen am Ende dieser Ausgabe
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   INHALT DIESER AUSGABE:


TEIL 1:

      Editorial
      Inserate
      Schreib-Kick
      News
      Vorstellung
         "tiergeschichten.de"
      Autorenwissen
         "Berufsbild RedakteurIn"
         von Ursula Schmid-Spreer
      Marketingideen
         "Marketing für Autoren - Teil 2"
         von Harald Schneider
         "Leseridee"
      Schreibkurs
         "Wie entsteht eine Geschichte?"
         von Sabine Bovenkerk-Müller
      Buchbesprechung
         "Zum Schreien komisch, zum Heulen schön"
         besprochen von Gabi Neumayer
      Interview mit Heike Wolf
      Glosse
         "Eignungstest für angehende Schriftsteller"
         von Stephan Waldscheidt
      Frag den Experten für Verlagswesen
         (Björn Jagnow)
      Frag die Expertin für Schreibhandwerk
         (Ute Hacker)
      Frag den Experten für Historischen Roman
         (Titus Müller)
      Hall of Fame
      Impressum


TEIL 2 (nur für Abonnenten):

      Veranstaltungen
      Ausschreibungen
      Publikationsmöglichkeiten
           mit Honorar
           ohne Honorar
      Seminare
      Messekalender
      Impressum

~~~~~~~~~
Auf unserer Homepage gibt es mittlerweile einen praktischen Service 
für orientierungslose Tempest-LeserInnen: Inhaltsübersichten für ein-
zelne Tempest-Jahrgänge, nach AutorInnen sortiert. Martin Eberhard 
Kamprad (http://www.ekamprad.de) hat freundlicherweise die aufwendige 
Arbeit übernommen, nach und nach die Verzeichnisse für alle bisherigen 
Jahrgänge zu erstellen. 

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Kleinanzeigen
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(Die Redaktion behält sich vor, Anzeigen zu kürzen oder Anzeigen, die 
gegen Rechte Dritter, das Urheberrecht oder Jugendschutzbestimmungen 
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Aus organisatorischen Gründen liegt der Anzeigenschluss für den Tem-
pest am 12. jedes Monats. Später eingegangene Anzeigen können wir dann 
erst für die nächste Ausgabe berücksichtigen.


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INSERATE:
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                                (mailto:werbung at team pt autorenforum pt de)


Neu: Angeline Bauer: LIEBESROMANE SCHREIBEN
im Autorenhaus Verlag: www.AUTORENHAUS.DE
__________

www.souverain-art.de Portal für Kunst-Kultur-Literatur-Musik!
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Vom Manuskript zum Buch: Sie suchen eine fachlich versierte Unterstüt-
zung und Beratung in Bezug auf die Arbeit an und mit Ihrem Manuskript? 
Für das Lektorat Ihres Manuskriptes, die Erstellung eines ansprechen-
den Exposees und/oder Anschreibens an einen Verlag, biete ich Ihnen 
meine kompetente Hilfe und Unterstützung an. Simone Verwied, Tel.: +49 
(0) 21 95 / 68 88 97, mailto:Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!, Internet: 
http://www.libri-vitae.de


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SCHREIB-KICK:
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                              (mailto:redaktion at team pt autorenforum pt de)


Unser Schreib-Kick für den März, diesmal von Gitta Mikati:

"Wie weit würdest du gehen?", Scherz Verlag, ist ein Buch, das Hunder-
te von Fragen aus allen Lebensbereichen enthält, zum Beispiel:
- Welches Unrecht begehst du selbst am liebsten?
- Was ist die heftigste Begierde, die dich überfällt?
- Wofür hast du einen schlechten Ruf?
- Wie viel Geld müsste man dir zahlen, damit du bereit wärst, nie wie-
der in deinem Leben mit jemandem zu schlafen?
- Was ist der deutlichste Beweis für Freiheit in deinem Leben?
- Was ist das Sinnloseste, was das Wertvollste, was du besitzt?

Beantworte sie dir selbst, oder frag Bekannte, Freunde, Verwandte nach 
ihren Grenzen. Das birgt allerlei überraschenden und interessanten 
Stoff für Geschichten.


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NEWS:
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                             (mailto:redaktion at team pt autorenforum pt de)


         E-Mail-Diskussionsrunde zum Autorenmarketing eröffnet

Bjørn Jagnow, unser Experte für Verlagsfragen und Autor von "Marketing 
für Autoren", hat eine E-Mail-Diskussionsrunde eröffnet, die zum Aus-
tausch dienen soll über Möglichkeiten, Tipps und Schwierigkeiten, die 
eigenen Texte zu veröffentlichen, Aufmerksamkeit zu erreichen und Ho-
norare zu erzielen. Wie finde ich einen Verlag? Wie erreiche ich Le-
ser? Wie funktionieren Selbstverlag und Publishing-on-Demand?

Wer sich für die Diskussionsrunde interessiert, schickt eine E-Mail an 
mailto:Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! und setzt im Betreff "Grundin-
fos" ein. Nähere Angaben zur Anmeldung folgen dann.

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VORSTELLUNG:
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                             (mailto:redaktion at team pt autorenforum pt de)


                         "Tiergeschichten.de"
                      vorgestellt von Edith Nebel

Das Team von http://www.tiergeschichten.de betreibt die Seite hobbymä-
ßig und nicht kommerziell. Das heißt, es fließt kein Geld. Wir arbei-
ten mit Hunderten von Freizeitautoren zusammen, und da der eine oder 
andere auch schon ein Buch herausgebracht hat, haben wir im Lauf der 
Zeit verschiedene Methoden der Buchwerbung entwickelt.


          Story mit angehängter Buchwerbung

Wenn ein Autor ein Buch geschrieben hat, das in unser Themenraster 
passt (sprich: Tiergeschichten oder im weitesten Sinne "Menschenge-
schichten" / Glossen / Satiren), stellen wir gern einen Auszug davon 
in der entsprechenden Rubrik online, bilden das Buch ab und nennen Be-
zugsquelle und bibliographische Angaben. Wenn der Autor eine eigene 
Homepage hat, verlinken wir auch diese. Alles gratis, nur zur Freude 
der Leser und im Dienste der Kunst. Dabei spielt es keine Rolle, ob 
das Buch in einem etablierten namhaften Verlag oder im Selbstverlag 
erschienen ist.

Wir denken, damit erreicht der Autor eine Zielgruppe, die in zweifa-
cher Hinsicht affin zu seinem Werk ist: Die Leute sind am Thema inte-
ressiert, und sie sind auf unserer Homepage, weil sie gerne Geschich-
ten lesen.

Bei den Buchvorstellungen, die wir ans Ende einer Geschichte hängen, 
sind wir recht flexibel. Wenn uns der Autor eine Tier- oder Menschen-
geschichte zur Verfügung stellt, weisen wir gern auch auf ein thema-
tisch nicht verwandtes Buch hin. Denn es kann ja durchaus sein, dass 
unseren Lesern der Stil des Verfassers gefällt und er Interesse an ei-
nem historischen Roman oder an - was weiß ich - Gartenbüchern aus sei-
ner Feder hat.


          Die Rezensionsrubrik

Es gibt noch eine zweite Möglichkeit der Werbung bei uns: Wir  haben 
soeben eine Rubrik "Bücher" eingerichtet - für Besprechungen von Wer-
ken, die abseits der etablierten Verlage auf den Markt gekommen sind. 
Die findet man, wenn man auf unsere Startseite 
http://www.tiergeschichten.de geht und in der Navigationsleiste links, 
so ziemlich in der Mitte der Liste, das Stichwort "Bücher" anklickt.

Bücher, die in die Kategorie "Tiergeschichten" oder auch "Menschenge-
schichten" passen, stelle ich dort vor. Die Autoren bekommen den Text 
vorab zu lesen und können Änderungswünsche, Korrekturen und Ergänzun-
gen einreichen, die auch berücksichtigt werden. Sie haben also volle 
Kontrolle über das, was über ihr Buch geschrieben wird.
Handelt es sich um Tierthemen, gehen die Rezensionen auch an die Re-
dakteure der Magazine EIN HERZ FÜR TIERE, GELIEBTE KATZE und / oder 
PARTNER HUND. Dort kennt man mich seit 15 Jahren und weiß, dass ich 
nur Qualität empfehle. - Garantieren kann ich freilich nichts, aber es 
besteht zumindest eine kleine Chance auf ein Presseecho.

Wer Interesse hat, kann uns ja mal auf unserer Seite besuchen und ggf. 
Kontakt mit uns aufnehmen.

Noch eine kleine Anmerkung am Rande: Manche "unserer" Autoren haben 
auch gute Erfahrungen mit dem gemacht, was wir "virales Marketing" 
nennen: Man diskutiert in themenaffinen Foren mit,  spricht bei pas-
sender Gelegenheit über sein Buch und führt einen Link zur Bestell-URL 
in der Signatur mit.

Wie dezent oder wie dynamisch man da vorgeht, das muss man austesten. 
Die aggressive Variante bringt kurzfristig guten Erfolg, aber man 
macht sich in den Foren schnell unbeliebt.  Führt man sich eher subtil 
ein, ist man der Diskussionsteilnehmer, der ein Buch geschrieben  hat. 
Das bringt langfristig mehr.

Ach ja: Im Hauptberuf bin ich Werbetexterin. Ich verkaufe seit bald 
zwanzig Jahren in der Hauptsache ... Bücher.


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AUTORENWISSEN:
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                             (mailto:redaktion at team pt autorenforum pt de)


                       "Berufsbild Redakteur/in"
                       von Ursula Schmid-Spreer

Es ist nicht einfach, diesen Beruf zu beschreiben, da Redakteure in 
fast allen Medienbereichen zu finden sind. Die genaue Berufsbezeich-
nung und die Aufgaben variieren. Redakteure sollten aber generell die-
se Anforderungen erfüllen: Belastbarkeit, schnelle Auffassungsgabe, 
Teamfähigkeit, Ideenreichtum, Objektivität, Kritikfähigkeit, kriti-
sches Denken, die Fähigkeit, Sachverhalte rasch zu analysieren und 
verständlich zu vermitteln, sattelfest im Umgang mit Sprache und 
Rechtschreibung, umfassende Allgemeinbildung, Sprachkenntnisse, audio-
visuelles Einfühlungsvermögen. 



          Grundlagen

Medium
Fernsehen, Hörfunk, Zeitung/Zeitschrift; auch in Agenturen, Presseab-
teilungen und Produktionsfirmen arbeiten Redakteure, die entweder 
selbst produzieren oder Material und Informationen zur Bearbeitung 
liefern. 

Position
Chef-Redakteur, Planungs-Redakteur, Chef vom Dienst, Ressortleiter, 
Text-Redakteur, Schluss-Redakteur
Arbeitsbereiche
Politik, Wirtschaft, Wissenschaft, Kultur bzw. Feuilleton, Nachrich-
ten, Sport, Umwelt, Lokales, Reise, Unterhaltung, Spielfilm, Hörspiel, 
Musik, Mode, Wetter etc.

Organisationsstruktur
Bild-Redakteur, Umbruch-Redakteur, Ablauf-Redakteur, Redakteur in der 
Pressestelle, Online-/Offline-Redakteur, Technischer Redakteur, Ver-
lagsredakteur, Videotext-Redakteur, Werksredakteur, Zuschauer-
Redakteur

Hier kann deshalb nur ein erster Eindruck vermittelt werden, was man 
sich allgemein unter einem Redakteur (vorwiegend im Fernsehbereich) 
vorstellen kann. 

Der Begriff Redakteur bezeichnet einen "Journalisten, der seinen fes-
ten Arbeitsplatz in einer Stammredaktion hat und meinungsbildend ar-
beitet." (Kleines Journalisten-Lexikon) Eine Redaktion besteht aus 
fest angestellten und freien Journalisten. Auch Reporter und Korres-
pondenten, die sich im Außendienst befinden, zählen dazu. Bei den pri-
vaten Sendeanstalten gibt es zudem "freie" Redakteure, die aber die 
gleiche Tätigkeit wie Feste ausüben. Ein Mitarbeiterstab von Redakti-
onsassistenten, Sekretärinnen, Volontären und Praktikanten unterstützt 
die Journalisten bei ihrer Arbeit. 


          Tätigkeiten

In so genannten Redaktionskonferenzen treffen sich regelmäßig die Mit-
arbeiter einer Redaktion. Hier werden Themen diskutiert und Manöver-
kritik geübt. Der Redakteur sammelt, filtert und bringt eigene Ideen 
ein. Er bestimmt Mitarbeiter, verteilt Aufgaben und hat das letzte 
Wort, wenn es darum geht, wie das Blatt bzw. die einzelne Seite oder 
die Sendung gestaltet wird. Form und Inhalt liegen in den Händen des 
Redakteurs, der sich wiederum an die Richtlinien des Senders oder Her-
ausgebers halten muss. Kurz: Der Redakteur realisiert ein Thema von 
der Idee bis zur mediengerechten Umsetzung in Hörfunk-, Fernseh-
Sendung, Zeitung/Zeitschrift, Agenturmeldung, Pressemitteilung etc. 


Dafür müssen Informationen und Datenmaterial gesammelt, recherchiert, 
ausgewählt, bearbeitet und präsentiert werden. Beim Redakteur laufen 
alle Fäden journalistischer Arbeit zusammen. 


Film und Unterhaltung
.....................
Hier (Talkshows, Serien, Soaps, Gameshows etc.) wählt er geeignete 
Stoffe aus, überarbeitet sie gemeinsam mit den Autoren und betreut die 
Sendung redaktionell bis zur Ausstrahlung. Auch an der Auswahl von 
Mitarbeitern und Gästen, Ausstattung und Produktionsort ist er betei-
ligt. 


Hörfunk- und Fernseh-Magazine 
.............................
Dort (z. B. Titel Thesen Temperamente, Monitor, Explosiv, Spiegel-TV) 
ist der Redakteur für die inhaltliche (Themenauswahl) und organisato-
rische Vorbereitung (Erstellen eines Sende-Ablaufplans mit Themen, Au-
toren, Länge und Reihenfolge von Beiträgen, Interviews, Moderationen) 
und für die Durchführung einer Sendung verantwortlich. 

Im Idealfall kalkuliert er auch die Kosten. Durch diese umfangreiche 
Tätigkeit wird er häufig so sehr in Anspruch genommen, dass er selbst 
keine Beiträge mehr recherchieren und realisieren kann. 


Private Sender
..............
Die Redakteure der privaten Sender dagegen arbeiten oft noch selbst 
als Reporter vor Ort. In einigen Fällen schreibt der Redakteur Texte 
für Ansagen, Moderationen, Kommentare und Wortmeldungen und präsen-
tiert sie im Hörfunk (teilweise Selbstfahrerstudios, d. h. Mischpult, 
Bandmaschinen und Zusatzgeräte müssen vom Redakteur selbst bedient 
werden) oder auf dem Bildschirm. 


Printbereich
............
Auch hier recherchieren und schreiben viele Redakteure ihre Artikel 
noch selbst. Zusätzliche Texte liefern Agenturen, Korrespondenten und 
freie Mitarbeiter. Der verantwortliche Redakteur redigiert das Materi-
al (kritisch gegenlesen, berichtigen, ergänzen oder kürzen) und über-
legt sich passende Überschriften. Zur Dokumentation wählt er Fotos, 
Grafiken und Cartoons aus. Auch das Layout (Gestaltung eines Blattes 
nach textlichen und optischen Kriterien) erfolgt heute schon bei vie-
len Zeitungen und Zeitschriften in der Redaktion per Computer, was für 
den Redakteur eine zusätzliche technische Herausforderung darstellt. 
Schreiben und Produzieren gehen oftmals nahtlos ineinander über. 


          Das Arbeitsumfeld 

Der Redakteur arbeitet eng zusammen mit: anderen Redakteuren, Assis-
tenten, Autoren, Reportern, Moderatoren, künstlerischem und techni-
schem Personal wie Regisseuren, Kameraleuten, Tonbearbeitern, Cuttern, 
Produktions- und Aufnahmeleitern, Außenredaktionen, freien Mitarbei-
tern und Firmen, die Informationen sowie Text- und Bildmaterial be-
schaffen. 

Produktionsfirmen erstellen in Zusammenarbeit mit Redakteuren oft gan-
ze Sendungen in Eigenregie, die dann in Sendeanstalten ausgestrahlt 
werden. Zeitungsredakteure arbeiten außerdem noch eng zusammen mit 
Zeichnern, Grafikern, Karikaturisten, Layoutern, Text- und Bildarchi-
ven und Anzeigenabteilungen.


          Berufswege 

- Abitur wird als Voraussetzung für eine Volontärsausbildung von den 
meisten Unternehmen verlangt.
- Hochschulabschluss (auch Spezialwissen ist gefragt, z. B. Medizin, 
Jura, Biologie) 
- Studium der Publizistik, Kommunikationswissenschaften, Theater-, 
Film- und Fernsehwissenschaften 
- Journalistenschule oder gleichwertige fachliche Ausbildung (z. B. 
Deutsche Journalistenschule, München; Henri-Nannen-Schule, Hamburg und 
Berlin; Journalistenschule Axel Springer, Hamburg und Berlin; Burda 
Journalistenschule, München); die Aufnahmebedingungen und Ausbildungs-
wege variieren. 
- Volontariat bei einem Sender, einer Zeitung etc. 
- mehrjährige freie Mitarbeit in einer Redaktion 

Lokalredaktionen sind oft ein gutes Sprungbrett für angehende Redak-
teure. Hier können sie experimentieren, Einblicke in die Arbeitsrouti-
ne bekommen und Kontakte knüpfen. 


          Lektüretipps

- Arnold, Bernd-Peter: ABC des Hörfunks, UVK, 1999 
- Blaes, Ruth / Heussen, Gregor A.: ABC des Fernsehens, UVK, 1997 
- Pürer, Heinz: Praktischer Journalismus in Zeitung, Radio und Fernse-
hen, UVK, erscheint wieder im Juni 2004
- Schneider, Wolf/Raue, Paul-Josef: Handbuch des Journalismus, rororo, 
1996 
- Schult, Gerhard / Buchholz, Axel: Fernseh-Journalismus. Ein Handbuch 
für Ausbildung und Praxis, List, 2000
- Schulze, Volker: Die Zeitung, Hahner Verlag, 2001
- von La Roche, Walther: Einführung in den praktischen Journalismus, 
List, neueste Auflage 2003 


          Fachverbände, Gewerkschaften 

- IG Medien, Industriegewerkschaft Medien - Bundesfachgruppe Journa-
lismus, Friedrichstraße 15, 70174 Stuttgart
- DJV - Deutscher Journalisten Verband e. V., Bennauerstraße 60, 53115 
Bonn
- ver.di - Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft e. V., Bundesvorstand, 
Potsdamer Platz 10, 10785 Berlin, mailto:Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!, 
http://www.verdi.de, Hotline: Montag bis Freitag 7 - 21 Uhr, Telefon: 
(0 18 02) 22 22 77, 6 Cent, Restgebühr übernimmt ver.di

(Quellen: Berufsblätter Arbeitsamt, Internetrecherche, Befragung von 
Redakteuren, Buch von La Roche)


          Interview mit Frank Lipphard 
          vom Sender RTL Franken Life TV


Ursula Schmid-Spreer: RTL Franken Life und Franken TV sind zusammenge-
gangen. Wann und warum?

Frank Lipphard: Das war im Jahre 2002. Ich nehme an aus wirtschaftli-
chen Gründen, da beide kleine lokale Sender waren.


USS: Sie arbeiten als Redakteur für das Fernsehen. Wie sind Sie zu 
dieser Stelle gekommen?

FL: Über einen Zufall. Ich bin von Haus aus gelernter Werkzeugmacher. 
Ein Bekannter fragte mich, ob ich das den Rest meines Lebens machen 
möchte. Und da begann ich nachzudenken. Jung, frei und ledig, wie ich 
war, bin ich als Animateur nach Mallorca gegangen. Die Insel hat mich 
schon immer gereizt. Dort habe ich viel gelernt, nicht nur meine 
Schlagfertigkeit auszuprobieren. Und wie es im Leben so kommt, lernte 
ich eine Nürnbergerin kennen. So bin ich nach zwei Jahren Mallorca in 
die Frankenmetropole gezogen. Auf einer Medienausstellung wurden Mode-
rationsspielchen gemacht. Das hat mir gefallen, deshalb habe ich mich 
bei diesem Sender beworben – und ich wurde angenommen. Ich habe erst 
ein Praktikum absolviert, dann ein Volontariat, und dann wurde ich Re-
dakteur.


USS: Wo erfährt man von Stellen im Fernsehen, die werden ja sicher 
nicht in der Tageszeitung ausgeschrieben?

FL: Ab und zu schon. Meistens stehen Anzeigen in der Branchenzeitung. 
Übers Internet kann man fündig werden oder über einen Journalistenver-
band.


USS: RTL Franken Life TV, wie hängt das mit dem großen Sender RTL zu-
sammen?

FL: Gar nicht! RTL gibt uns eine halbe Stunde Sendezeit, und wir pro-
duzieren regionale Nachrichten. Wir haben – außer dem Namen, wir dür-
fen die Buchstaben benutzen – nichts miteinander zu tun. Von 18 bis 
18:30 Uhr senden wir auf der Frequenz von RTL regional Nachrichten und 
Beiträge.


USS: Wird der Sender gesponsert bzw. wie finanziert sich der Sender?

FL: Hauptsächlich über die Werbung. Die Bayerische Landeszentrale für 
neue Medien gibt manchmal für gewisse Projekte einen Zuschuss, oder 
wir bekommen von Bildung und Wissen eine Finanzspritze.


USS: Kultur- oder Kabelgroschen. Was ist das?

FL: Da werden Projekte von regionalen Sendern gefördert und finanziell 
unterstützt.


USS: Seit wann sendet RTL Franken Life TV?

FL: Seit 1996.


USS: Müssen Sie Einschaltquoten erreichen?

FL: Zum Glück nicht! Wir bemühen uns, gutes Fernsehen mit informativen 
Nachrichten und lokalem Tagesgeschehen zu machen.

USS: Wie weit reicht der Sendebereich?

FL: Wir decken den mittelfränkischen Raum ab, das sind zum Beispiel 
Erlangen, Ansbach, Weißenburg, Gunzenhausen, Forchheim, um nur einige 
Städte zu nennen.


USS: Wer hat Franken Life ins Leben gerufen?

FL: Günter Oschmann vom Müller-Verlag. Er verlegt überwiegend Reisebe-
richte und das Telefonbuch. Es gibt noch mehrere Teilhaber.


USS: Gibt es eine Hierarchie?

FL: Programmchef, Chefredakteur, Redakteur, dann natürlich die Verwal-
tung und die Maske.


USS: Schildern Sie Ihren Arbeitsalltag; wann beginnen Sie?

FL: Etwa um 10:30 Uhr beginnt die Redaktionsbesprechung. Wir verschaf-
fen uns einen Morgenüberblick. Was steht in der Zeitung, was kam über 
den Ticker bzw. das Fax rein, was ist in der Welt und in der Region 
passiert? Wir besprechen aktuelle Themen, und die entsprechenden Ar-
beiten werden verteilt. Wir Redakteure bekommen unseren Dreh zugeteilt 
und gehen mit dem Kameramann los. Ich versuche Interviews von Betei-
ligten zu bekommen. Dann geht es ins Studio, und das Material wird ge-
sichtet. Da wir ein kleiner Sender sind, mache ich alles. Vom Sichten 
zum Schneiden, Vertonen und dem Text. Das heißt, ich schreibe meine 
Texte selber. Wenn ich mal nicht weiter komme, kann ich immer noch ei-
nen O-Ton (Originalton) der Interviewten einfließen lassen. Dann habe 
ich Gästebetreuung während der Sendung, und anschließend gibt es eine 
Sendebesprechung. Gegen 19 bis 20:00 Uhr bin ich dann fertig.


USS: Wie kommen Sie an interessante Beiträge bzw. Aufträge?

FL: Da sind wir natürlich auf das Publikum angewiesen. Wenn wir nicht 
wissen, wo etwas stattfindet, können wir auch nicht hinkommen. Dann 
sichten wir natürlich noch die Nachrichten der örtlichen Zeitung.


USS: Sie schreiben Ihre Beiträge selber, sagten Sie?

FL: Das stimmt, und das macht mir großen Spaß. So ist man von Anfang 
bis Ende dabei und auch selbst dafür verantwortlich. Ich kann meine 
Kreativität ausleben. Ich fungiere auch als Sprecher, so hört der Zu-
schauer den Text, den ich selber geschrieben habe. Bei einem kleinen 
Sender ist dies möglich, deshalb arbeite ich hier auch so gerne. Bei 
einem großen Sender hat jeder seinen Teilbereich.


USS: Sind Sie fest angestellt oder freiberuflich?

FL: Ich bin fest angestellt.


USS: Haben Sie Ihr Handwerk gelernt?

FL: So kann man das nicht sagen. Entweder hat man ein Gefühl und Krea-
tivität oder nicht. Die Grundbegriffe kann man lernen, alles weitere 
hat man oder eben nicht. 


USS: Sie kommen doch sicher mit bekannten Persönlichkeiten zusammen. 
Haben Sie Berührungsängste?

FL: Nein, wirklich nicht! Denn jeder leistet seinen Beitrag im Leben. 
Nur ein Beispiel: Ein Müllmann kann ohne einen Millionär leben, aber 
umgekehrt wird der Millionär ein Problem haben, wenn sein Müll nicht 
weggeräumt wird. Bekannte Leute kochen auch nur mit Wasser. Was glau-
ben Sie, was ich da schon alles erlebt habe! Vor den Kulissen ein tol-
ler Macher und hinter den Kulissen ein Ekelpaket. Nach außen hin wird 
der edle Spender gezeigt, und dahinter wird das gespendete Geld wieder 
aus dem Topf geholt. Nee, Berührungsängste habe ich bei den "so ge-
nannten Großen des Showbiz" nicht mehr.


USS: Standen Sie auch schon einmal vor der Kamera?

FL: Ja, ich habe über 1.300 Quiz-Sendungen moderiert. Das war von 1996 
bis 2002. Bei der Übernahme von RTL Franken Life TV gab’s leider Prob-
leme ,und die Sendung wurde eingestellt.


USS: Haben Sie sich schon mal überlegt, zum Hörfunk oder zur Zeitung 
zu gehen?

FL: Zeitung reizt mich nicht. Die Perspektiven beim Radio sind auch 
nicht besser als beim Fernsehen.


USS: Gibt es bei einem so kleinen Sender Aufstiegsmöglichkeiten?

FL: Ja, ich könnte Chefredakteur werden oder Programmchef. Aber ich 
sage mir immer: Man ist schneller wieder unten, als man oben ist. Des-
halb bewege ich mich zufrieden in der Mitte.


USS: Haben Sie ein bestimmtes Ressort, für das Sie tätig sind?

FL: Nein, alles, was kommt.


USS: Würden Sie etwas nicht tun wollen?

FL: Ja, Kriegsberichtserstattung und Perversitäten.


USS: Greift RTL Franken Life TV alles auf, was von lokalem Interesse 
ist?
FL: Das entscheidet der Chefredakteur, natürlich fällt auch etwas 
durch das Raster. Fünfmal in der Woche brauchen wir keine Feier vom 
Kleintierzüchterverein zu zeigen.


USS: Sie gehen auf einen Außendreh; wer ist da alles dabei, wie läuft 
das ab?

FL: Der Kameramann und ein -assistent sind dabei. Ich mache mir vorher 
Gedanken, was ich fragen will, und arbeite diese Fragen auch aus. Was 
ich dann sende und was ich interessant finde, entscheide ich, dafür 
muss ich dann auch gerade stehen.


USS: Was ist ein Sendeablaufplan?

FL: Ein minutiös aufgezeigter Plan, wie die Sendung abzulaufen hat. 
Jede Anmoderation des Nachrichtensprechers steht drauf, wie der Bei-
trag heißt, dann wieder eine Anmoderation, Werbung. Die Stunde Sende-
zeit ist genau durchgeplant.


USS: Müssen Sie auch Kosten kalkulieren?

FL: Zum Glück nicht, das macht jemand anders!


USS: Sind Sie ein Mädchen für alles?

FL: Ja! (schmunzelt) Ich mache alles, wir arbeiten natürlich im Team, 
kommen gut miteinander aus, so schneide ich auch die Filme und verto-
ne. Bei großen Sendern gibt es eigene Cutter und Tonmeister.


USS: Hätten Sie nicht mal Lust, in einer Seifenoper mitzuspielen?

FL: Klar doch! Da darf ich mich dann als schauspielerischer Dilettant 
gleich "Star" nennen. Ich finde diese Seifenopern ziemlich einfältig, 
allerdings sind manche ganz unterhaltsam, wenn man nicht viel darüber 
nachdenken will.


USS: Würden Sie gerne mal selbst hinter der Kamera agieren?

FL: Dazu braucht man eine eigene Ausbildung zum Kameramann. Interesse 
hätte ich schon. Man sieht die Bilder von der anderen Seite. Mal sehen 
...


USS: Geben Sie über den Sender auch Pressemitteilungen heraus?

FL: Wir geben unsere Kommentare und Berichte an die Nürnberger Nach-
richten weiter.


USS: Arbeiten Sie mit Autoren zusammen?

FL: Nein, ich schreibe ja selber, bin daher auch ein Autor.


USS: Betrachten Sie den kleinen Sender als ein Sprungbrett für einen 
großen?

FL: Ich fühle mich hier sehr wohl. Und ein Sprungbrett ist ein kleiner 
Sender sicher nicht mehr. 


USS: Kann man sich weiterbilden?

FL: Durch spezielle Rhetorikseminare, denn Sprecherziehung finde ich 
sehr wichtig, schließlich muss ich meine Texte akzentuiert vortragen 
können. Auch im Bereich der Schneidetechnik kann man sich weiterbil-
den.


USS: Haben Sie noch einen Tipp für Autoren?

FL: Ich finde, man muss das aufschreiben, was man denkt und was den 
Durchschnittsmenschen interessieren könnte. Zuerst schreibe ich für 
mich, weil es mir wichtig ist, und dabei möchte die Frage nicht ver-
gessen, was mich persönlich interessiert, interessiert auch oft Otto-
Normalverbraucher.


USS: Vielen Dank für das Gespräch!

                    **~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~**

Ursula Schmid-Spreer ist Lehrerin für Gesundheitsberufe (Zahnmedizin). 
Als Ausgleich für den nicht immer ganz leichten Job schreibt sie gerne 
- Briefe, Tagebuch und kleine Storys für ihre Tochter. Im Geestverlag 
sind in einer Anthologie zwei Geschichten zum Thema Hoffnung von ihr 
erschienen. Das Märchenbuch "Florian Floh" wurde im Thomas-Rüger-
Verlag veröffentlicht.


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MARKETINGIDEEN:
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                             (mailto:redaktion at team pt autorenforum pt de)


[Achtung: Unter der URL 
http://www.autorenforum.de/additional/Planungskonzept.htm gibt es zu 
diesem Beitrag zur Veranschaulichung einige Grafiken und Tabellen, wie 
sie in diesem Artikel besprochen werden. - die Red.]

In dieser Folge werden wir uns mit dem Aufbau und den Möglichkeiten 
eines modularen Planungskonzeptes für das Buchmarketing beschäftigen. 

Idealerweise beginnt man als Autor mit der Entwicklung dieser Eigen-
initiative sehr früh, also auf keinen Fall erst mit Erscheinen des 
Werkes. Auch reicht es nicht, sich nur mal so nebenbei Gedanken über 
die Zielgruppe und die persönliche Einsatzmöglichkeiten zu machen - 
ohne Planung versanden alle Pläne.

Nehmen wir als Beispiel die Autorenhomepage. Heutzutage ein Muss für 
jeden (angehenden) Autor. (Das Thema Homepage werden wir übrigens in 
der nächsten Folge behandeln. Dort werden Sie ein paar Tipps kennen 
lernen, die die meisten von Ihnen wahrscheinlich bisher bei Ihrer Ho-
mepage noch nicht berücksichtigt haben.) Gerade dieses Instrument bie-
tet ungeahnte Möglichkeiten. Doch die Autorenseite muss bei Erscheinen 
des Buches zumindest in weiten Teilen fertig sein. Was noch wichtiger 
ist: Die Seite sollte auch in den gängigen Suchmaschinen gefunden wer-
den. Bis dies alles zur Zufriedenheit funktioniert, können mehrere Mo-
nate vergehen.


                   "Marketing für Autoren - Teil 2"
                         von Harald Schneider

          Aufbau eines modularen Planungskonzeptes

Für den Aufbau eines Planungskonzeptes empfiehlt es sich, eine Soft-
ware zu verwenden, zum Beispiel Excel. Aber auch Karteikartenfans kön-
nen ihr Konzept realisieren - in Verbindung mit einem großen Plakat 
(z. B. die Rückseite eines DIN-A0-Wandkalenders). Die Methode bleibt 
dieselbe.

Zunächst geht es um die Definition der Zielgruppe, danach schließt 
sich die Phase der Sammlung von Marketingideen an, im dritten Schritt 
geht es schließlich um die Bewertung. Doch von Anfang an:


          Zielgruppe

Das hört sich für einen Autor zunächst trivial an. Klar, ein Kinder-
buch ist für Kinder. Vielleicht lässt sich noch das Alter einschrän-
ken. Das war’s dann aber auch ... 

Falsch. Zielgruppe sind nur Kinder, die gerne diese Art von Lektüre 
lesen. Kinderkrimis werden also meist nur von Kindern gelesen, die 
gerne Kinderkrimis lesen. Wieder eine anscheinend triviale Feststel-
lung. Ist es aber nicht. Sondern eine wichtige Eingrenzung der Ziel-
gruppe, um Streuungsverluste zu vermeiden. Das wird später noch wich-
tig, nicht nur im Internet. 

Zur Zielgruppe von Kinderbüchern gehören übrigens in nicht geringem 
Umfang auch Erwachsene. Ich meine jetzt nicht die Harry-Potter-Serie, 
da kann man sowieso geteilter Meinung über die tatsächliche Zielgruppe 
sein, sondern spreche von den Erwachsenen, die Bücher für Kinder kau-
fen, z. B. zum Geburtstag oder zu Weihnachten. Kinderbuchklassiker 
werden fast ausschließlich von Erwachsenen gekauft! Welches Kind würde 
heutzutage noch den Struwwelpeter mit seinen überaus sadistischen Ge-
schichten kaufen? Bücher von Enid Blyton werden von Menschen gekauft, 
die diese schon vor dreißig Jahren gelesen haben (ich schließe mich da 
nicht aus, auch ich lese meinen Kindern die "5 Freunde" vor). - Kin-
derbücher müssen also auch Erwachsenen gefallen, damit sie gekauft 
werden.

Dieses Gedankenspiel kann für jedes Buch gemacht werden, egal ob Bel-
letristik oder Sachbuch. Je genauer, desto besser.


          Marketingideen

Jetzt geht es an das Sammeln von Ideen. Das kann durchaus in Form ei-
nes Brainstormings geschehen, auch zusammen mit Freunden. Oder in Form 
einer intensiven Recherche im Internet. Oder man kauft sich ein Buch 
über Autorenmarketing. Oder man wartet die weiteren Folgen dieser Se-
rie ab. Wichtig ist, die einzelnen Ideen immer im Kontext mit der im 
ersten Schritt festgelegten Zielgruppe zu sehen. 

Z. B. Lesungen. Für einen Kinderkrimi würden sich Lesungen in Schulen 
anbieten (welche Klassenstufen?), in Jugendbibliotheken, Buchhandlun-
gen (nur die, die auch Kinderbuchlesungen machen), Jugendfreizeitstät-
ten, Schreib- und Lesefördervereinen für Schüler usw. Und schon hätte 
man in unserem Beispiel die Erwachsenen als Käufer vergessen ... Zu 
einer Kinderbuchlesung wird man aber höchstens die Eltern der teilneh-
menden Kindern bewegen können. Den Zugang zu Eltern oder Großeltern 
muss man auf anderem Weg finden.

Sie sehen, dabei kann man ganz schön ins Grübeln geraten. Mal eben auf 
die Schnelle klappt das nicht. Möglichkeiten gibt es zwar zuhauf (ge-
rade im Internet findet sich da einiges), passen muss es deshalb aber 
noch lange nicht. Erst in Verbindung mit der Zielgruppe wird eine Idee 
zum Knaller. Und dass es schwierig sein kann, die passende Zielgruppe 
überhaupt erst einmal zu benennen, dürfte jetzt auch klar sein.

Eine Ideensammlung muss nicht gleich vollständig sein. Später aufkom-
mende Ideen können jederzeit noch aufgenommen werden. Das ist sogar 
recht leicht, da man in seiner Planungsübersicht leicht Lücken erken-
nen kann, die es noch zu schließen gilt. Mehr dazu später.

Angenommen, Sie haben inzwischen eine gewisse Menge an zielgruppenge-
nauen Ideen. Für jede Idee legen Sie jetzt eine Karteikarte an, oder 
Sie tragen sie in Excel in einer Spalte ein. Danach wird das Ganze be-
wertet:


          Bewertung

Zur Bewertung werden jeder Idee mehrere Spalten hinzugefügt:

Spalte 1: Idee (z. B. Lesung in der Jugendbibliothek)
Spalte 2: Wann (z. B. zwei Monate nach Erscheinen)
Spalte 3: Vorbereitungsbeginn (z. B. nach Erscheinen)
Spalte 4: Aufwand (in Stunden)
Spalte 5: Zielgruppe (z. B. Nutzer der Jugendbibliothek)
Spalte 6: Menge der angesprochenen Personen (z. B. 30)
Spalte 7: Wirkungsdauer (z. B. zwei Wochen)
Spalte 8: Kosten (z. B. "null, aber ein halber Tag Urlaub")
Spalte 9: Zielgenauigkeit in Schulnoten (siehe weiter unten)

Excel hat hier einen weiteren Vorteil gegenüber dem Karteikasten: Zu 
jedem Feld kann ein Kommentar hinzugefügt werden, der beim Darü-
berstreichen mit der Maus sichtbar wird. Bei obigem Beispiel könnten 
unter Spalte 3 beispielsweise die Telefonnummer und der Ansprechpart-
ner der Bibliothek stehen, unter Spalte 7 "2 Wochen wegen Verteilung 
Infozettel und erhoffter Pressebericht". Auf diese Art erhält man 
gleich ein Infoboard mit wichtigen Dingen, die einem zwischendurch im-
mer mal einfallen können. - Zur Zielgenauigkeit in Spalte 9 würde ich 
dafür beispielsweise eine "1" vergeben, für die Verteilung von Werbe-
zettel in der Fußgängerzone hingegen eine "5". 

Das obiges Schema soll übrigens nicht als absolut verbindlich verstan-
den werden - es soll nur als Anregung dienen. Dem einen sind viel-
leicht die Kosten gerade mal egal (Hauptsache, ich werde berühmt), dem 
anderen fallen weitere wichtige Dinge ein, die man berücksichtigen 
könnte. Für weitere Ideen bin ich selbst auch dankbar (gerne per 
Mail). Vielleicht findet sich ja auch jemand, der so eine Vorlage in 
einer kleinen MS-Project-Variante umsetzen kann für die Allgemeinheit?

Mit der Sammlung und Bewertung der Ideen allein ist es aber noch nicht 
getan.


          Ausführung

Das ganze Schema muss jetzt noch zwecks Übersicht grafisch dargestellt 
werden. Ich muss zugeben, dass auch ich mangels Computergrafikerfah-
rung das Ganze auf einem DIN-A0-Plakat umgesetzt habe. Für jede Idee 
habe ich eine andere Farbe genommen (bei mehreren Arten von Lesungen 
tut’s auch dieselbe Farbe).

Auf der horizontale X-Achse habe ich die Zeit aufgetragen (die schon 
weit vor dem Erscheinen des Buches beginnt und ca. drei Jahre andau-
ert). Das ist wichtig für die Spalten 2 und 7.

Auf der vertikalen Y-Achse wird es schwieriger. Für die Spalten 4, 8 
und 6 / 9 gibt es jeweils einen eigenen Maßstab. Der Aufwand und die 
Kosten sind hier noch einigermaßen abbildbar. Schwieriger wird es mit 
der Personenmenge und der Zielgenauigkeit. Hier muss jeder für sich 
ausprobieren, was am besten funktioniert. Bei mir hat sich eine loga-
rithmische Skala bewährt. Vom Nullpunkt ausgehend, habe ich nach einem 
Drittel der Höhe 30 stehen, nach zwei Dritteln 300 und ganz oben 
3.000.

Mit dieser Skala kann ich Lesungen abbilden, die Zugriffszahlen meiner 
Homepage, Plakate in den Schulen und das meiste andere auch. Auf exak-
te Genauigkeit kommt es hier nicht an. Die Fläche (Höhe) unter der 
Personenmenge ist dann die Menge der potentiellen Käufer, die man 
durch die entsprechende Aktion erreicht. Durch die Zielgenauigkeit 
wird diese Fläche (Höhe) mehr oder weniger verringert. Bei Note 1 ist 
sie identisch, bei Note 5 beträgt sie vielleicht nur noch 20 %. (Für 
Mathematiker: Die Fläche zu berechnen ist, mathematisch gesehen, na-
türlich falsch. Man kann nicht jeden Tag die Menge der Personen erneut 
addieren. Das ist aber auch nicht Sinn der Sache.)

Wichtig ist es, anhand des Planes Schwachstellen zu erkennen - dass z. 
B. alle geplanten Aktionen nach vier Wochen verpufft sind. Dann hat 
Ihr Buch nur noch eine Chance bei Spontankäufern und auch nur dann, 
wenn Sie das Glück haben, dass Ihr Buch im Handel präsent ist. Es muss 
gelingen, langfristig und permanent eine bestimmte Menge der Zielgrup-
pe aktiviert zu haben. Klar: Je mehr, desto besser. Aber auch die Dau-
er ist nicht zu vernachlässigen. Ein Artikel in der Zeitung bringt ei-
ne hohe Ansprache, eine sehr niedrige Zielgruppengenauigkeit und eine 
verdammt kurze Dauer. Nur Ihre Bekannten werden sich nach einer Woche 
noch an den Artikel erinnern.

Mit dieser Erkenntnis versehen, wissen Sie jetzt, dass es gar nicht so 
einfach ist, ein Buch in Eigenverantwortung erfolgreich zu vermarkten.

"Dann setz ich halt auf meine Homepage und verkaufe dort meine Bü-
cher!", mag man jetzt denken. Aber das wird von den meisten ziemlich 
überschätzt, wie wir im nächsten Teil dieses Artikels sehen werden. 
Ohne Frage, eine Homepage ist wichtig, die Zugriffszahlen sind jedoch 
im Regelfall ernüchternd, zumindest die der Zielgruppe. Aber keine 
Bange, eine Homepage hat noch andere wichtige Aufgaben. Das nächste 
Mal mehr dazu! - In den kommenden Folgen werden wir außerdem viele an-
dere Ideen unter die Lupe nehmen und anhand von Beispielen bewerten.

                    **~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~**

Harald Schneider, Jahrgang 62, arbeitet als Betriebswirt in einem Me-
dienkonzern und beschäftigt sich mit Strategieplanung im Verlagswesen. 
Nebenberuflich entstanden mehrere Kinderbuchprojekte (Kinderratekri-
mis/Detektivgeschichten). Vor wenigen Wochen ist im Verlag K&C Buchoa-
se das Werk "Die wilden Vier und die geheimnisvolle Botschaft" er-
schienen. Kontakt unter: http://www.Harald-Schneider.gmxhome.de. 


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MARKETINGIDEEN:
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                             (mailto:redaktion at team pt autorenforum pt de)

Schön, dass wir nach langer Zeit mal wieder eine kleine Marketingidee 
einer Leserin bekommen haben. Hier ist sie:

++++++++++++
Teresa Junek 
++++++++++++

Stellen Sie eine Art Kalender zusammen, in dem alles aufgeführt wird, 
was sich lokal anbietet an Literatur- und Schreibgruppen, Stammti-
schen, festen Lesungen, literarische Cafés, Buchhandlungen, die örtli-
chen Schriftstellern die Möglichkeit zum Lesen geben, Schreibfreudi-
gen, Schriftstellern (mit E-Mail-Adressen) und sonstigen literarischen 
Einrichtungen (BZ, CPH, andere Institutionen, die Schreibkurse machen, 
usw.). 

Es gibt Anzeigenblätter, wo man das kostenlos veröffentlichen kann, o-
der man stellt Flyer her und legt sie aus oder stellt sie ins Netz. 
Manchmal ergibt sich dadurch ein Austausch mit einer anderen Stadt - 
oder man lädt sich gegenseitig zu Lesungen ein.


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SCHREIBKURS:
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                             (mailto:redaktion at team pt autorenforum pt de)


                    "Wie entsteht eine Geschichte?"
                      von Sabine Bovenkerk-Müller

Es beginnt mit einem weißen Blatt Papier und einer großen Portion Neu-
gier. Dann stellt man Fragen über Erlebtes, Gesehenes, Gehörtes, Gele-
senes. Auf diese Weise kann man oft aus Kleinigkeiten eine Liebesge-
schichte oder sogar den alltäglichen Horror zaubern.

Gestern überholte mich zum Beispiel ein Kombi mit einer Anhängerkupp-
lung. Darauf hatte der Fahrer den Kopf einer blonden Puppe gestülpt. 
Ich stelle mir einen Mann zwischen dreißig und vierzig vor. Jetzt rast 
er nach Hause und ist genervt. Genervt vom Chef, den Überstunden, den 
hohen Benzinkosten, dem Stau, alles zusammengepfercht in einem Klumpen 
Wut, der im Magen Krämpfe verursacht. In der teuren Wohnung ist etwas 
kaputt gegangen. Die Nachbarin beschwert sich über den Krach der Kin-
der, und alle  Zimmer sind ein einziges Chaos. Die Wut will raus! Aber 
wohin damit? 

Ein falsches Wort, ein trotziger Blick katapultieren den Klumpen Wut 
aus dem Magen in den Mund. Zur Strafe wird die Lieblingspuppe wegge-
nommen. Das Kind schreit, krallt sich an der Puppe fest. Der Vater 
zerrt auf der anderen Seite. Seine Kraft enthauptet die Puppe. Das 
Kind heult auf, und die Wut auf beiden Seiten wächst. 

Was tun mit dem Kopf?, fragt sich der Vater. Der Hohlraum des Puppen-
kopfes bringt ihn auf eine Idee: Der Vater befestigt ihn zum Zeichen 
seines Triumphes am Fahrzeug. Jeder soll es sehen. Er ist ein harter 
Mann, der aus allem das Beste zu machen weiß. 

Wie wird die Tochter mit diesem Erlebnis umgehen? Was wird sie denken, 
wenn sie den misshandelten Puppenkopf sieht? Vielleicht entdeckt sie 
ihn erst später, wenn Regen, Schlamm und Straßenstaub die Entweihung 
fortgeführt haben. Welches Kind würde am Heck eines Autos suchen? Will 
sie den verdreckten Kopf wiederhaben? Will sie sich vielleicht rächen?

Was würde ein Sohn machen? Einer, der gern mit Puppen spielt, obwohl 
der Vater das verabscheut? Wie soll aus einem Puppenspieler ein rich-
tiger Mann werden?, wird der Vater sorgenvoll fragen. Dieses Weichei 
braucht eine Abreibung! Mein Sohn muss abgehärtet werden, klarer Fall! 

Wie wird dieser Junge jetzt seinen vorbildlichen Vater ansehen, von 
ihm denken? Wird diese Strafe Folgen haben, die immer weiter und wei-
ter gehen bis zum Grab, um dort beerdigt zu werden, aber trotz allem 
in Gestalt von Vorurteilen in den Erben zu leben?

Man könnte die Ansätze dieser Geschichte aber auch abschwächen, indem 
die Kinder die Puppe in ihrem Spielzeugberg überhaupt nicht vermissen. 
Computerspiele haben sie an den Rand ihrer Erinnerung gedrängt, bis 
sie per Zufall den Kopf ihrer Puppe entdecken. 

Schon lange sind Puppen out, Cyberspace dagegen ist cool. Schließlich 
leben wir in einer technischen Welt, in der der Mensch als Unsicher-
heitsfaktor gilt. Vielleicht könnte man diesen aufgespießten Puppen-
kopf auch als Symbol unserer Gesellschaft nehmen. Ist unser Leben 
nicht wie der Puppenkörper? Buchstäblich kopflos? Sehen wir nicht täg-
lich in unserem Fernseher Bilder von Krieg, Hass und Zerstörung?

Ich persönlich lese ab und zu gerne Krimis. Auch übe ich mich schrift-
stellerisch in Mord und Totschlag; der Unterhaltungswert ist enorm.

                    **~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~**

Sabine Bovenkerk-Müller schreibt und liest am liebsten längere Texte. 
Ein Buch pro Woche zu lesen ist schon fast ein Muss geworden, genauso 
wie das tägliche Schreibsoll. Zurzeit arbeitet sie an ihrem fünften 
Roman, der ausnahmsweise mal von der Liebe handeln soll.


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BUCHBESPRECHUNG:
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                              (mailto:redaktion at team pt autorenforum pt de)


               "Zum Schreien komisch, zum Heulen schön"
                     besprochen von Gabi Neumayer

Thriller, Komödie, Melodram, Krimi, Fantasy: Genrefilme werden zwar 
von manchen belächelt, sind aber in der Regel die erfolgreichsten Fil-
me und lassen sich keineswegs einfach nach einem 08/15-Schema schrei-
ben. Dieses Buch ist ganz dem Genrefilm gewidmet, und zwar aus jeder 
möglichen theoretischen und praktischen Perspektive.

Für jedes Genre wird zunächst der kulturgeschichtliche Hintergrund 
dargestellt, dazu die Entwicklung des Genres im Film. Danach ergründen 
die Autoren die wirkungsästhetischen Gesetzmäßigkeiten und leiten dar-
aus dramaturgische Tipps ab. Schließlich werden konkrete Drehbücher a-
nalysiert - von "Casablanca" und "Scream" über "Pappa ante Portas" und 
"Outbreak" bis zu "James Bond" und Serienheld Schimanski.

Ihr ahnt es vermutlich schon: Dieses Buch bietet nicht einfach "How-
to"-Anleitungen in simpler Sprache, sondern versucht ein umfassendes 
Bild der Genres zu vermitteln. Das liest sich manchmal nicht ganz so 
leicht wie in anderen Schreibratgebern - aber wer sich darauf ein-
lässt, wird belohnt. Neben sehr konkreten Hinweisen zu Aufbau, Span-
nungsbögen und Gesetzmäßigkeiten der einzelnen Genres bieten die Auto-
ren etwas, das man in den meisten Büchern vergeblich sucht: Sie zeigen 
den Gesamtzusammenhang auf, in dem jedes Genre steht. Und das bedeu-
tet: Man versteht nicht nur, wie etwas funktioniert, sondern bekommt 
auch eine Ahnung davon, warum es funktioniert. - Und das dürfte wohl 
eine Grundvoraussetzung für alle sein, die erfolgreich Drehbücher 
schreiben möchten.


Ralf Kinder, Thomas Wieck: "Zum Schreien komisch, zum Heulen schön. 
Die Macht des Filmgenres", 2001, 410 Seiten, 14,95 Euro, Bastei Lübbe

                    **~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~**

Meine aktuellen Veröffentlichungen: zwei Gute-Nacht-Geschichten in 
"Abends, wenn ich träumen geh’", Gondolino; zehn Teufelgeschichten in 
"Mein dickes buntes Buch der 4 1/2-Minuten-Geschichten", paletti; 
"Schulgeschichten" für ErstleserInnen, Gondolino; Downloadkurs "Die 
professionelle Überarbeitung", http://www.storials.com. Weitere Infos: 
http://www.gabineumayer.de und http://www.bato-schreibt.de.


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INTERVIEW:
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                              (mailto:redaktion at team pt autorenforum pt de)


                    "Bereit sein zur Selbstkritik"
                       Interview mit Heike Wolf


Heike Wolf hat gerade ihr erstes Buch "Spielsteine der Götter" bei 
Phönix Press veröffentlicht 
(http://www.fanpro.com/phoenix/phoenix.htm). Der Fantasy-Roman er-
schien in der Reihe der DSA-Romane, die in der Welt Aventurien spie-
len.


Hans Peter Roentgen: Wie bist du an Phönix Press gekommen? Durch das 
Exposé oder durch den fertigen Text, oder haben die dich angesprochen?

Heike Wolf: Das ist eine etwas komplizierte Geschichte. Ich habe über 
einen Neu-Autoren-Wettbewerb, den die DSA("Das Schwarze Auge")-
Redaktion 2001 im Aventurischen Boten ausgeschrieben hatte, Britta 
Herz kennen gelernt und ihr gegenüber erwähnt, dass ich neben der Ar-
beit an Regelwerken auch Interesse an Romanen hätte und dazu schon die 
eine oder andere Idee in der Schublade läge. Ich habe ihr dann ein 
kurzes Exposé und einige Seiten Text zugeschickt. Als ich die Rückmel-
dung bekam, dass Interesse bestand, habe ich angefangen zu schreiben. 

Im Januar 2002 stand ein Großteil des Manuskripts, allerdings war da-
mals nicht klar, wie es mit der Romanreihe, die damals noch bei Heyne 
erschien, weitergehen würde, so dass ich mich erst einmal meinen Stu-
dienverpflichtungen widmete und den Roman auf Eis legte. Im März 
schließlich teilte mir Britta mit, dass die Reihe zu Phoenix Press ge-
he und ich ein aktuelles Exposé und noch einmal zwanzig Seiten Text-
probe einreichen solle, damit man sich auch dort ein Bild machen kön-
ne. Zwei Monate später erhielt ich die Nachricht, dass man interes-
siert sei und das ganze Manuskript einsehen wolle. Und so nahm die Sa-
che ihren Lauf. 


HPR: Wie sah das Lektorat bei Phönix Press aus? Haben die viel geän-
dert oder den Text, wie er ist, übernommen?
HW: Da Mareen und ich den Text schon sehr gründlich durchgearbeitet 
hatten und einigen Testlesern die übelsten Bugs aufgefallen waren, war 
das meiste bereits geglättet. Das Lektorat beschränkte sich schließ-
lich darauf, orthographische und stilistische Probleme zu beseitigen, 
am Text selbst wurde nichts mehr geändert. 


HPR: "Spielsteine der Götter" erzählt von einem Helden, der, wenn er 
in Wut gerät, jede Beherrschung verliert. Das ist in einem aventuri-
schen Krieger-Orden ebenso wenig eine wünschenswerte Eigenschaft wie 
in der Realität, und der Held schafft es bis zum Ende nicht, seine Wut 
unter Kontrolle zu bringen. Aber gerade diese wenig wünschenswerte Ei-
genschaft ist es, die ihn in der wichtigsten Schlacht siegen lässt. 
Das ist in Fantasy-Romanen so selten wie in realistischen. Wie bist zu 
dieser ungewöhnlichen Figur des Taron gekommen?

HW: Ich spiele seit vielen Jahren DSA und bin eher durch Zufall an ei-
nen Rondra-Geweihten gekommen (also auf jenen "Krieger-Orden", dem Ta-
ron auch angehört). Als Priester der Kriegsgottheit haben diese Krie-
ger einen besonderen Ehrenkodex, bei dem Aufrichtigkeit, ehrenhafter 
Kampf, Disziplin und Gehorsam innerhalb der Kirchenhierarchie eine 
sehr große Rolle spielen. Andererseits steht die Kriegsgöttin Rondra 
auch für Sturm und Gewitter, und ihr heiliges Tier, die Löwin, ist al-
les andere als ein ehrenhafter Kämpfer. Auf diesen Widerspruch bin ich 
im Spiel gestoßen und habe ihn schon bei meinem Rollenspielcharakter 
zu einer Gratwanderung gemacht. Die Figur stand schließlich Pate für 
Taron. Als "Held" eines Fantasy-Romans mag er in der Tat etwas unge-
wöhnlich erscheinen, gerade weil man bei einem Rondra-Geweihten bzw. 
Ordensritter, der er im weitesten Sinne ja ist, eher einen aufrichti-
gen, gradlinigen Charakter erwartet. Aber ich mag keine Helden, die so 
glatt sind, dass sie keine Ecken und Kanten mehr haben, an denen sie 
sich stoßen könnten. 

Was die Bewertung der "Wut" angeht, so unterscheidet sich die aventu-
rische Sicht kaum von unseren irdischen Vorstellungen. Es gibt bei 
Rondra diese wilde, unbeherrschte Seite, deren Ausleben die "offiziel-
le" Kirche aber keineswegs gutheißt - wie die Göttin selbst dazu 
steht, steht jedoch in den Sternen bzw. in den Notizen der DSA-
Redaktion. 


HPR: In den meisten Romanen entwickelt sich der Held und legt im Laufe 
der Geschichte die Eigenschaften ab, die allgemein als negativ gesehen 
werden. Taron schafft das über weite Strecken im Buch nicht, aber zum 
Schluss wird gerade diese Eigenschaft enorm wichtig. War das geplant, 
oder hat sich das erst beim Schreiben so ergeben?

HW: Er entwickelt sich schon. Er lernt, diese Wut so weit zu kontrol-
lieren, dass ihm viele der "Missgeschicke", die noch seine Novizenzeit 
in Donnerbach bestimmen, später nicht mehr passieren. Er lernt, mit 
der Wut zu leben, ohne sie ablegen zu können. Das war aber von vorn-
herein so geplant. Taron spürt diesen Konflikt in sich, und er muss 
versuchen, das Problem für sich zu lösen. Nach meinem Verständnis ist 
ein Held jemand, der lernt, mit seinen Fehlern zu leben bzw. sie zu 
beherrschen - nicht zu unterdrücken, wie Ulrian an einer Stelle zu Ta-
ron sagt. Taron muss zwar lange mit sich und der Welt ringen, aber am 
Ende gelingt es ihm, einen Weg zu finden, den er gehen kann, ohne dass 
er sich selbst und das, was ihn seiner Göttin nahe bringt, verleugnen 
müsste. Letztendlich hat er auch erkannt, dass diese Wut für ihn nicht 
unbedingt etwas Negatives sein muss, sondern durchaus mit dem Wesen 
seiner Gottheit in Einklang steht - allerdings mit anderen Aspekten 
als jenen, die die Kirche vertritt. 


HPR: Aber zunächst kommt er ziemlich herunter, ist also nicht der üb-
liche Held, der immer besser wird?

HW: Wenn er damit in seinem Tempel durchkommen würde und keine Proble-
me hätte, müsste ich das Buch nicht schreiben. Nein, im Ernst: Der 
Konflikt, in den Taron gerät, lässt eigentlich nur zwei Möglichkeiten 
offen – entweder versucht er sich anzupassen und es gelingt ihm, dann 
wäre die Geschichte ziemlich schnell sehr langweilig und Taron ein Ge-
weihter unter vielen und austauschbar. Oder er stellt fest, dass er 
sich nicht anpassen kann, und versucht für sich einen Weg zu finden, 
mit seinem Problem zu leben. Das wäre die klassische Geschichte, in 
der der Held immer besser wird und am Ende alles im Griff hat. Ich ha-
be mich für die dritte Variante entschieden (die Taron freiwillig 
nicht wählen würde): Er versucht sich anzupassen (Variante eins), 
scheitert – und steht plötzlich vor dem Nichts. Aus dieser Situation 
heraus muss er lernen, seinen Weg zu finden (Variante zwei). Ich finde 
eine solche Entwicklung interessanter – und irgendwie muss aus dem 
großkotzigen Jungen, der unbedingt Ritter werden will, am Ende der 
Mystiker werden, der das Spiel der Götter zu begreifen beginnt. Bei 
einer Laufbahn, die nur mit Erfolgen und Bestätigungen gepflastert 
ist, kann ich mir das schwerlich vorstellen.


HPR: Wie hast du den Roman geschrieben? Hast du einen Plan gemacht, o-
der hat sich die Geschichte erst während des Schreibens ergeben?

HW: Da sich der Charakter aus einer Rollenspielfigur entwickelt hat, 
hatte ich zunächst viele lose Fäden im Kopf. So gab es einige Episoden 
aus seiner Novizenzeit, von denen einige wenige Eingang in den Roman 
gefunden haben. Als ich mich hinsetzte und ein erstes Exposé schrieb, 
hatte ich die Geschichte im Großen und Ganzen im Kopf. Beim ersten Ü-
berblick fiel mir auf, wo Probleme auftraten, ich habe vieles wieder 
umgeworfen, mich von lieb gewonnenen Strängen verabschiedet, die nur 
für mich und einige wenige Insider interessant gewesen wären - und am 
Ende stand der Plot ungefähr so, wie er auch im Roman zu finden ist. 

Allerdings habe ich nur den groben Handlungsfaden gestrickt, die ge-
naue Szenenabfolge hat sich erst während des Schreibens ergeben. Auch 
einige Nebencharaktere haben sich später entwickelt. Die Gestalt der 
Marga etwa war nie geplant, sondern eher eine Verlegenheitslösung, um 
überhaupt erst einmal in die Stimmung der Burg hineinzukommen, und 
plötzlich hatte ich zwei Kapitel auf dem Papier und eine Küchenmagd, 
die sich in meinen Roman eingeschlichen hatte (und die aus Platzgrün-
den leider viel kürzer kommen musste, als ich sie eigentlich gerne 
ausgeführt hätte). 


HPR: Hast du schon früher Geschichten oder gar Romane geschrieben? 
Wenn ja, seit wann?
HW: Ich hatte schon als Kind viele Ideen, wie ich einen Roman schrei-
ben würde, so dass ich immer mal wieder erste Kapitel anfing und nach 
zwei, drei Seiten (!!) aufgab. Daneben habe ich die Hintergrundge-
schichten meiner Rollenspielcharaktere geschrieben, manche nur kurz, 
andere fast schon in Form eines Romans, aber eher für mich und meine 
Mitspieler, ewig lang und nie zu einem Ende gebracht. 

Richtig ernst geworden ist die Sache erst während meines Studiums. 
2001 hatte ich schon eine Veröffentlichung in der Kurzgeschichtensamm-
lung "Zeitenwende" der Phantastischen Bibliothek Wetzlar, die damals 
im Rahmen eines germanistischen Seminars "Kreatives Schreiben" ent-
standen ist, in dem ich als Altphilologin ziemlich allein unter vie-
len, vielen Germanisten saß. Danach nahm mich mein Studium sehr in Be-
schlag, so dass ich mich erst im Rahmen des Neu-Autoren-Wettbewerbs 
der DSA-Redaktion wieder dem Schreiben widmen konnte. Für Fantasy Pro-
ductions habe ich inzwischen zwei Kurzabenteuer verfasst und an zwei 
Spielhilfen mitgearbeitet. 


HPR: Der Roman ist in der letzten Phase von Mareen Göbel gecoacht wor-
den, einer Autorin, die ebenfalls - allerdings unter Pseudonym - DSA-
Romane veröffentlicht hat. Warum hast du dieses Coaching in Anspruch 
genommen?

HW: Ich kenne Mareen von unserer gemeinsamen Arbeit bei FanPro. Etwa 
drei Wochen vor Ablauf der Deadline des Romans habe ich sie besucht 
und ihr erzählt, dass mein Manuskript immer noch viel zu lang sei. Sie 
bot mir gleich an, sich die Sache mal anzusehen. Ich weiß nicht, ob 
ich außerhalb eines Freundschaftsdienstes ein Coaching in Anspruch ge-
nommen hätte, da ich eigentlich eher Autodidakt bin. Trotzdem muss ich 
zugeben, dass mich Mareens Anregungen erheblich weitergebracht haben. 
Ich bin in vielen Dingen eher instinktiv vorgegangen, was seltsamer-
weise in den meisten Fällen gut funktioniert hat, bei einigen anderen 
wiederum nicht, und da konnte sie mir gut weiterhelfen und auf Fehler 
aufmerksam machen, die ich aufgrund meiner mangelnden Schreibtheorie-
kenntnisse in diesem ersten Anlauf sicher nicht selbst erkannt hätte.


HPR: Wie ist das Coaching konkret vor sich gegangen? Wie habt ihr da 
zusammengearbeitet?

HW: Mareen hatte einen Ausdruck und die Datei. Kapitelweise hat sie 
das Manuskript durchgearbeitet und mir per E-Mail zugeschickt - einmal 
mit ihren Anmerkungen, einmal bereits überarbeitet, so dass ich sehen 
konnte, wie der Text gekürzt und geglättet aussah. Hin und wieder hat 
sie mir Kommentare dazugeschrieben, wenn ich die Perspektive nicht 
gehalten habe oder als sie mir konsequent die berühmt-berüchtigten 
"Lieblingswörter, die man nicht braucht" rausgestrichen hat. Wenn 
wirklich einschneidende Probleme und Änderungen anstanden, haben wir 
telefoniert und kurz darüber diskutiert, so dass ich genau wusste, wa-
rum was geändert / gestrichen werden sollte. Letztendlich sind aber 
nur zwei kurze Szenen dem Rotstift zum Opfer gefallen, der Rest ließ 
sich aus dem Text selbst kürzen. 


HPR: Wenn du zurückschaust, würdest du es wieder so mit Coaching ma-
chen? Welche Eigenschaften muss deiner Meinung nach jemand haben, der 
einen Autor coacht? Woran erkennt man einen fähigen Textcoach?

HW: Ich halte das Coaching für sehr sinnvoll, gerade, wenn man seinen 
ersten Roman abgeschlossen hat und sich vieler Probleme gar nicht be-
wusst ist. Mit meiner jetzigen Erfahrung kann ich es jedem nur empfeh-
len, aus meiner damaligen Erfahrung hätte ich es sehr wahrscheinlich 
nicht gemacht und wäre damit vermutlich den härteren Weg gegangen. 

Eigenschaften eines fähigen Textcoachs - da würde ich an erster Stelle 
die ehrliche und offene Kritik anführen. Es kann niemandem weiterbrin-
gen, wenn man Honig ums Maul geschmiert bekommt, der Text aber trotz-
dem schlecht ist. Kritik mag weh tun, gerade, wenn man voller Stolz 
ein Kapitel abgeschlossen hat und als Erstes gesagt bekommt, dass das 
Ganze großer Mist sei (so geschehen, als mein Freund das zweite Kapi-
tel in Rohfassung zu lesen bekam), aber mich hat sie auf jeden Fall 
weitergebracht und mir aufgezeigt, worauf ich achten muss und woran 
ich noch arbeiten sollte.

Daneben sind ehrliches Lob und Hervorhebung der Stärken m. E. ebenso 
wichtig, da sonst die Motivation irgendwann verloren geht. Außerdem 
muss ein Textcoach in der Lage sein, sich auf den Stil des Autors ein-
zulassen. Mir hätte es nichts gebracht, wenn Mareen meinen Roman auf 
ihren Stil umgeschrieben hätte - es ist ja nach wie vor mein Buch. 
Diskussionsbereitschaft zählt ebenfalls zu den Eigenschaften, die ich 
mir bei einem Textcoach wünschen würde. Nicht alle Änderungsvorschläge 
mögen auf den ersten Blick eingängig sein, und manches mag auch auf 
Missverständnissen beruhen, die man in einem Gespräch schnell beheben 
kann - oder man kann gemeinsam eine dritte Lösung finden.


HPR: Hattest du vor "Spielsteine der Götter" Erfahrungen mit Textwerk-
stätten oder Schreibbüchern? Glaubst du, dass diese beim Schreiben 
helfen können?

HW: Ich selbst bin Autodidakt. Ich habe Zeit meines Lebens viel gele-
sen, durch mein Studium einen tieferen Zugang zu Texten und Sprache 
bekommen und versuche, die Bilder und die Figuren, die sich in meinem 
Kopf manifestieren, sprachlich umzusetzen. Wenn ich ein gutes Buch in 
der Hand habe, von dem ich nicht mehr lassen kann, versuche ich zu er-
gründen, warum es mich fesselt, wie der Autor Sprache einsetzt, wie 
der Handlungsfaden aufgebaut ist etc. 

Andererseits habe ich nicht zuletzt dank Mareens Korrekturen feststel-
len müssen, dass mir ein guter Teil Schreibtheorie einfach fehlt. So 
hatte ich gespürt, dass eine Szene einfach nicht stimmig war, ohne zu 
wissen, warum, bis Mareen mich darauf aufmerksam machte, dass ich die 
Perspektive unmotiviert wechselte. Hier hätte mir ein Schreibbuch 
vielleicht helfen können, in anderen Bereichen hätte es mich sicher 
eingeengt. Prinzipiell mögen solche Bücher sinnvoll sein, ich bleibe 
jedoch lieber dabei, durch Beobachtung und Diskussionen zu lernen. 


HPR: Was würdest du nach deinen Erfahrungen mit dem Roman einem Autor 
raten, der erstmals versucht, einen Roman zu schreiben?

HW: Man sollte sich auf jeden Fall vorher klar machen, was man will, 
und sich einen groben Handlungsstrang zurechtlegen. Ich habe früher 
immer geglaubt, es reiche, einfach nur loszuschreiben, und dann kommt 
die Muse von ganz allein und gibt einem eine tolle Geschichte ein - 
inzwischen weiß ich, dass dem nicht so ist.

Daneben sollte man unbedingt bereit sein zur Selbstkritik - und ein 
dickes Fell haben. Vieles, was man beim ersten Schreiben noch überra-
gend fand, erscheint einige Tage oder Wochen später gar nicht mehr so 
toll, und ein ehrlicher, kritischer Leser sieht so etwas meist sofort 
und nicht erst mit dem zeitlichen Abstand, den man als Autor braucht. 
Ich habe die Erfahrung gemacht, dass es ungemein hilft, Freunde und 
Bekannte einzubeziehen und sich andere Meinungen und Kritik einzuholen 
- die man sonst erst vom Verlag bekommen würde. Mein größter Kritiker 
ist mein Freund, der mir (manchmal schmerzlich offen) seine Meinung 
sagt und damit nicht unerheblich dazu beiträgt, dass manche üblen 
Klopfer gar nicht erst auf dem Tisch der Lektoren landen. 


HPR: Eines Nachts wachst du auf, und ein wunderschöner, großer Magier 
steht neben deinem Bett und sagt: "Liebe Heike, du hast dir so viel 
Mühe gegeben, eine ungewöhnliche Fantasy-Geschichte zu schreiben, das 
soll dir belohnt werden. Du hast einen Wunsch zur deutschen Fantasy 
frei." Was wünscht sich Heike Wolf?

HW: Fantasy hat immer noch den Ruch billiger Unterhaltungsliteratur - 
ein altes Vorurteil, wie ich immer wieder feststellen muss. Hier würde 
ich mir ein langfristiges Umdenken wünschen. Mit den Harry-Potter-
Romanen (von denen ich, wie ich eingestehen muss, bislang nur die ers-
ten beiden gelesen habe) und der Verfilmung des "Herrn der Ringe" hat 
sich hier zwar einiges getan, aber die mitleidigen Blicke, mit denen 
man bedacht wird, wenn man zugibt, Fantasy zu schreiben, haben damit 
keineswegs aufgehört. Dabei ermöglicht gerade die Fantasy enorme Mög-
lichkeiten, die m. E. kaum ausgeschöpft werden - und es gibt auch 
wirklich gute Bücher in diesem Genre.


HPR: Herzlichen Dank für das Interview.

                    **~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~**

Hans Peter Roentgen ist einer der Moderatoren der Schreibwerkstatt 
www.Textkrafttraining.de, Mitglied der Phoenix-Schreibgruppe 
(http://www.roentgen-software.de/phoenix/phoenix.html) und schreibt 
Artikel, Rezensionen und Geschichten 
(http://www.textkraft.de/pageID_600054.de.html) sowie Computerpro-
gramme.


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GLOSSE:
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                              (mailto:redaktion at team pt autorenforum pt de)

              "Eignungstest für angehende Schriftsteller"
                        von Stephan Waldscheidt

"Heutzutage machen drei Pointen und eine Lüge einen Schriftsteller." 
(Georg Christoph Lichtenberg)

Bevor Sie, inspiriert von dem im Tempest Gelernten, selbst zur Feder 
greifen, sollten Sie sicher sein, ob Sie sich zum Schriftsteller eig-
nen. Das erspart Ihnen unnötige Frustrationen. Ein ausgeklügelter Per-
sönlichkeitstest wird Ihnen bei der Entscheidung helfen, ob Sie den 
Beruf des Schriftstellers ergreifen sollten oder nicht.

Doch zuvor ein paar grundsätzliche Worte. Nicht jedem ist es gegeben, 
die Feder zu ergreifen und entweder Betten damit auszustopfen, Stoß-
dämpfer zu bauen oder zu schreiben. Vergessen Sie das mit der Feder. 
Kein ernsthaft an seiner Karriere feilender Schriftsteller schreibt 
mehr mit der Hand. Tun Sie es noch, brauchen Sie zum folgenden Test 
gar nicht mehr anzutreten: Sie sind draußen. Denn es sind nicht zu-
letzt die Segnungen des PCs und seiner Hilfsmittel zur Textver-, -be- 
und -zerarbeitung, die etwas so Umfangreiches wie einen Roman erst 
möglich machen. Sie schreiben Gedichte? Ach.


          Der Test

Zutreffendes bitte ankreuzen.

1. Was wollten Sie als Kind werden?
a) Groß
b) Astronaut
c) Gott
d) Schriftsteller
e) Eichhörnchen

2. Welche Art von Beziehung haben Sie zu Ihrer Mutter?
a) Keine
b) Eine ödipale
c) Eine katastrophale
d) Eine banale
e) Ich spreche jeden Tag mit ihr, wenn sie in ihrem Schaukelstuhl am 
Fenster sitzt. Aber in den letzten Jahren nickt sie nur noch still zu 
allem, was ich sage.

3. Was hat Ihnen Ihre Mutter als Kind vorgelesen?
a) Grimms Märchen
b) Die Liebesbriefe meines Vaters
c) Die Bedienungsanleitung für meine Märklin-Eisenbahn
d) Sie hat chinesische Schattenspiele veranstaltet, da ich taub bin.
e) Als meine Mutter ein Kind war, war ich noch gar nicht geboren.

4. Wo hatten Sie zum ersten Mal Sex?
a) Im Heu
b) Im Auto
c) Im Kopf
d) In der Bravo, äh, genauer gesagt, über, äh ...
e) Ich hatte noch keinen Sex.

5. Wann haben Sie Ihr erstes Gedicht geschrieben?
a) 1949
b) Nie. Ich bin bis Herz gekommen, aber darauf ist mir kein Reim ein-
gefallen. Was, zum Teufel, reimt sich auf Herz?
c) Nachdem ich Georg Trakls Todesfuge zum ersten Mal gehört hatte
d) Als mich meine Grundschullehrerin für die 2b verließ
e) Geschrieben? Ich bin moderner Lyriker und erbreche meine Gedichte 
im Hinterhof. Sie sind herzlich zu meiner nächsten Performance einge-
laden.

6. Was ist ein Poetry-Slam?
a) Wham! Bam! Thank you, Ma’am!
b) Peinlich
c) Hat irgendwas mit Pop-Literatur zu tun, oder?
d) Eine künstlerische Form, sich lächerlich zu machen und sich dabei 
dennoch gut zu fühlen
e) Gibt es dafür denn kein anständiges deutsches Wort?

7. Was ist Ulysses?
a) Ein bahnbrechendes Werk der Weltliteratur, geschrieben von dem Iren 
James Joyce
b) Ein bahnbrechendes Werk der Weltliteratur, geschrieben von dem Ir-
ren James Joyce
c) Gatte der Penelope auf ausgiebiger Zechtour mit seinen Kumpels
d) Ich hab’s nicht gelesen und weiß es nicht.
e) Ich hab’s gelesen und weiß es nicht.

8. Wie viele Stücke von Shakespeare kennen Sie?
a) Etwa 16
b) Shakespeare? Ist das der, den Zlatko auch nicht kennt?
c) Seinen Kopf, seinen Hals, seine Arme, seine Beine, seinen Rumpf, 
seine Hände und seine Füße, also etwa 16
d) Wen interessiert’s? Ich will Romane schreiben, keine Theaterstücke.
e) Gibt es für "Shakespeare" denn kein anständiges deutsches Wort?

9. Wenn Sie sich entscheiden müssten zwischen gutem Sex und einem gu-
ten Buch, was würden Sie wählen?
a) Ein gutes Buch ist guter Sex.
s. Gibt’s das denn, guten Sex?
c) Gibt’s das denn, ein gutes Buch?
d) Guten Sex gibt’s nur in Büchern.
e) Auf keinen Fall die CDU

10. Was würden Sie auf eine einsame Insel mitnehmen?
a) Meinen Laptop, damit ich schreiben kann
b) Bücher, Bücher, Bücher, damit ich sie nicht selbst schreiben muss
c) Die oder den für den guten Sex aus Frage 9
d) Badeschlappen. Wegen der Verletzungsgefahr. Überall Muscheln, Qual-
len, Kokosnussschalen, Schildkrötenkot.
e) Meine Selbsthilfegruppe "Angst vor dem Alleinsein"

11. Was würden Sie tun, wenn ein angesehener Kritiker Ihr Buch zer-
reißt?
a) Ein neues schreiben. Geht ja schnell.
b) Ihn verklagen. Wegen Sachbeschädigung
c) Ihn nicht mehr ansehen
d) Den Kritiker zerreißen
e) Behaupten, ich stünde über seiner Kritik

12. Was würden Sie zu Ihrer Mutter sagen, wenn Sie ihr erklären müss-
ten, dass Sie Ihr Geld künftig mit dem Schreiben von Büchern verdienen 
werden?
a) Du vererbst mir doch in jedem Fall das Haus, oder?
b) Schriftsteller sind immerhin noch angesehener als Kinderschänder 
und Gebrauchtwagenhändler.
c) Ich werde dafür sorgen, dass du berühmt wirst, Mutter!
d) Ich spreche nicht mit meiner Mutter.
e) Die Frage ist mir zu lang. Fassen Sie sich bitte kurz.

13. Wie würden Sie Ihre Dankesrede beginnen, die Sie anlässlich der 
Verleihung des Büchner-Preises halten sollen?
a) Da ist Ihnen wohl ein Druckfehler unterlaufen: Das heißt doch Bü-
cher, nicht Büchner.
b) Ich danke meiner Mutter, meinem Vater, meinen Kindern, meinem Lek-
tor, meinem Verleger, meinem Agenten, meinem alten Deutschlehrer Hei-
nemann, meinen geduldigen Freunden für Korrekturlesen, meiner langbei-
nigen, äußerst attraktiven Sekretärin Gabi fürs Abtitten, äh, -tippen 
und nicht zuletzt meiner Frau Susanne, ich meine natürlich Marianne, 
ach, verdammt.
c) Wurde auch Zeit.
d) Sagen Sie bloß, Sie alle hier im Saal haben mein Buch gelesen? Laut 
Verlag haben wir nur dreihundertsiebzehn verkauft. Also, wer eines ge-
kauft hat, darf sitzen bleiben, die anderen raus, raus, draußen im Fo-
yer gibt es einen Merchandising-Stand, wo Sie gerne eines zu einem ü-
berhöhten Preis erwerben dürfen, aber natürlich auch ein T-Shirt, one 
size fits all.
e) Ähem, Saaldiener, ich hätte gerne stilles Wasser, bitte.

14. Was würden Sie Goethe fragen, wenn er noch lebte und mit Ihnen 
spräche?
a) Wie war Schiller eigentlich so?
b) Mit welcher Masche haben Sie bloß all die Frauen rumgekriegt?
c) Wissen Sie eigentlich, dass Ihre Farbenlehre völliger Quatsch ist?
d) Wie haben Sie nur so viel schreiben können, noch dazu mit der Hand?
e) Woher hatten Sie die ganzen Ideen, ich meine, ohne Fernsehen und 
Kino und so?

15. Wie viele Stunden pro Tag verbringen Sie im Schnitt vor dem Fern-
sehen, mit PC-Spielen und Web-Surfen?
a) Wie viele Stunden hat ein Tag noch mal?
b) Was ist ein PC? Und was Web-Surfen?
c) Ich besitze weder TV noch PC noch Spielekonsole – aus Überzeugung.
d) Mein Partner hat nach der Scheidung den Fernseher und den Computer 
mitgenommen.
e) Leider komme ich vor lauter Lesen nicht dazu.


          Die Test-Auswertung

Bitte zählen Sie Ihre Punkte anhand des folgenden Schemas zusammen.

1. A(1) B(0) C(10) D(1) E(5)
2. A(2) B(8) C(5) D(0) E(3)
3. A(1) B(7) C(0) D(4) E(5)
4. A(0) B(-3) C(6) D(1) E(3)
5. A(0) B(0) C(1) D(5) E(-10)
6. A(1) B(3) C(0) D(5) E(4)
7. A(1) B(1) C(2) D(0) E(5)
8. A(1) B(0) C(2) D(1) E(10)
9. A(6) B(4) C(8) D(2) E(1)
10. A(5) B(-10) C(3) D(5) E(-5)
11. A(5) B(0) C(2) D(1) E(8)
12. A(1) B(0) C(10) D(-1) E(2)
13. A(0) B(1) C(5) D(10) E(3)
14. A(1) B(5) C(-5) D(0) E(0)
15. A(-10) B(-5) C(0) D(0) E(5)

Sie haben die Auswertung gelesen und erst anschließend den Test ge-
macht, um ihn sicher zu bestehen? Dafür erhalten Sie einen Schlaumei-
er-Extrapunkt.

-38 bis 0 Punkte: 
Sie sind nicht nur nicht zum Schriftsteller geeignet, Sie sind sogar 
so ungeeignet für diesen Beruf, dass Sie ihn unbedingt ergreifen soll-
ten. Schreiben Sie ein Buch über Ihr Scheitern! Alternativ dazu ver-
nichten Sie bitte alle Bücher, die Sie besitzen. Ach, Sie besitzen gar 
keine? Hätte ich mir denken können.

1 bis 39 Punkte: 
Immerhin. Sie gehören nicht zu den ganz aussichtslosen Fällen. Dennoch 
sollten Sie klein anfangen. Schreiben Sie Ihrer Mutter mal einen 
Brief, oder, nicht gleich übertreiben, eine Karte reicht aus, nein, 
doch besser ein Telegramm. Ach was, Sie haben doch sicher auch ein Te-
lefon?

40 bis 76 Punkte: 
Ihre ordentliche Punktzahl lässt darauf schließen, dass Sie schon ein-
mal ein Buch gesehen haben, vielleicht sogar im aufgeschlagenen Zu-
stand. Verderben Sie sich Ihr keimendes Interesse an der Literatur 
nicht gleich mit eigenen Schreibversuchen. Lesen Sie lieber, da haben 
Sie mehr von. Und kaufen Sie preis- und gebundene Bücher statt Ta-
schenbüchern, da haben die Autoren mehr von.

77 bis 105 Punkte: 
Ein Überflieger, was? Geschickt haben Sie stets die Frage angekreuzt, 
die Ihnen am meisten Punkte versprach. Doch dass Sie clever sind, 
heißt noch lange nicht, dass Sie auch ein guter Autor werden würden. 
Sie sind vielleicht ein bisschen zu clever dazu, oder? Was halten Sie 
davon, Literaturagent zu werden? Oder Rechtsanwalt?

106 Punkte und mehr: 
Gratulation! Sie haben die maximal erreichbare Punktzahl von 105 Punk-
ten überschritten. Sie haben also das Zeug zum Autor, denn entweder 
können Sie nicht rechnen, oder sie lügen unverschämt, und das sogar 
bei Dingen, bei denen Sie nicht einmal was von Ihrer Lüge haben. Bei-
des sind für einen Autor unverzichtbare Eigenschaften. Natürlich liegt 
ein langer, steiniger Weg vor Ihnen (aber wahrscheinlich sind es nicht 
so viele Steine, wie Sie gezählt haben).

                    **~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~**

Stephan Waldscheidt, Jg. 67. Ein historischer Roman und ein Satire-
Werk für Autoren werden derzeit von Verlagen geprüft. Drückt mir die 
Daumen! Ein neuer Roman und eine weitere Satire sind in Arbeit. Veröf-
fentlichungen: "Weitgehend Höllenfahrten" (Erzählungen) sowie Kurzge-
schichten und Satiren in Anthologien und Zeitschriften. Lest mal auf 
meiner Website vorbei: http://www.waldscheidt.de.


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UNSERE EXPERTINNEN UND EXPERTEN:     
---------------------------------------------------------------------
Bitte schickt den ExpertInnen nur Fragen zu ihrem Expertenthema - 
keine Manuskripte zur Beurteilung. Speziell unsere Expertin für Lit-
eraturagenturen nimmt keine neuen AutorInnen an; Anfragen dazu sind 
daher zwecklos.

Bitte verseht jede Anfrage mit einem aussagekräftigen Betreff. Sonst 
kann es sein, dass die Mail vorsichtshalber sofort gelöscht wird.


  Drehbuch: Oliver Pautsch
                              mailto:drehbuch at experte punkt autorenforum punkt de
  Fandom: Thomas Kohlschmidt
                                mailto:fandom at experte punkt autorenforum punkt de
  Fantasy: Stefanie Bense
                               mailto:fantasy at experte punkt autorenforum punkt de
  Heftroman: Arndt Ellmer
                             mailto:heftroman at experte punkt autorenforum punkt de
  Historischer Roman: Titus Müller
                    mailto:historischer.roman at experte punkt autorenforum punkt de
  Kinderbuch: Gabi Neumayer
                            mailto:kinderbuch at experte punkt autorenforum punkt de
  Literaturagenturen: Petra Hermanns
                               mailto:agentin at experte punkt autorenforum punkt de
  Lyrik: Martina Weber
                                 mailto:lyrik at experte punkt autorenforum punkt de
  Sachbuch allgemein: Gabi Neumayer
                              mailto:sachbuch at experte punkt autorenforum punkt de
  Sachbuch Medizin/Psychologie: Maja Langsdorff
                             mailto:med.psych at experte punkt autorenforum punkt de
  Schreibaus- und fortbildung: Uli Rothfuss
                           mailto:fortbildung at experte punkt autorenforum punkt de
  Schreibgruppen: Ute Hacker
                        mailto:schreibgruppen at experte punkt autorenforum punkt de
  Schreibhandwerk: Ute Hacker
                       mailto:schreibhandwerk at experte punkt autorenforum punkt de
  Sciencefiction: Andreas Eschbach
                              mailto:sf-autor at experte punkt autorenforum punkt de
  Technische Literatur, CDs, Internet: Reinhard Mermi
                               mailto:techlit at experte punkt autorenforum punkt de
  Übersetzung: Barbara Slawig 
                         mailto:uebersetzerin at experte punkt autorenforum punkt de
  Verlagswesen: Bjørn Jagnow
                          mailto:verlagswesen at experte punkt autorenforum punkt de


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FRAG DEN EXPERTEN FÜR VERLAGSWESEN:
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           Bjørn Jagnow (mailto:verlagswesen at experte punkt autorenforum punkt de)


Frage:
Vor kurzem erfuhr ich, dass eine meiner Geschichten in einer von einem 
BoD-Verlag herausgegebenen Anthologie veröffentlicht werden sollte. 
Der Verlag wollte von mir wissen, ob ich "mehrwertsteuerpflichtig" 
sei. Was bedeutet das genau (und gilt es für Österreich und Deutsch-
land gleichermaßen)?


Antwort:
Die Regelungen zur Mehrwertsteuer sind wie alle Steuerregelungen vom 
Staat abhängig, in dem man das Geld verdient. Bei Autoren ist der 
Wohnsitz (nicht der Verlagssitz) entscheidend.

Grundsätzlich gilt aber für die meisten Staaten, dass nur mehr-
wertsteuerpflichtig ist, wer eine bestimmte Umsatzgrenze überschreitet 
(in Deutschland zur Zeit ca. 16.000 Euro). Wer nicht mehrwertsteuer-
pflichtig ist, kann trotzdem Mehrwertsteuer abführen und einnehmen. 
Dadurch entsteht zwar ein etwas erhöhter Verwaltungsaufwand. Da man 
alle Ausgaben und Einnahmen für die Steuererklärung aber ohnehin auf-
listen muss, macht es keinen großen Unterschied, wenn man noch auf die 
Mehrwertsteuer achtet.

Vorteil: Man bekommt bei Einnahmen die Mehrwertsteuer sofort zusätz-
lich vom Verlag und die bei den Ausgaben gezahlte Mehrwertsteuer spä-
ter vom Finanzamt zurück. Nur falls man gar keine Ausgaben hat, hat 
man von dem Verwaltungsaufwand keinen Vorteil.

In Deutschland wird auf Nutzungsrechte (z. B. bei Literatur) 7 % Mehr-
wertsteuer erhoben, d. h., zusätzlich zum Honorar (100 %) berechnet 
man noch 7 % für die Steuer und bekommt die Gesamtsumme vom Verlag.

                    **~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~**

Bjørn Jagnow, Jahrgang 72, ist Schriftsteller, Verlagsfachwirt, Ver-
lagskaufmann, Buchhändler und freier Lektor. 
http://www.bjoernjagnow.de/. Seit Jahresbeginn 2003 ist er leitender 
Redakteur der Federwelt, Zeitschrift für Autorinnen und Autoren: 
http://www.federwelt.de/.


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FRAG DIE EXPERTIN FÜR SCHREIBHANDWERK:
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          Ute Hacker (mailto:schreibhandwerk at experte punkt autorenforum punkt de)


Frage: 
Ich habe eine Frage zum Thema Erzählperspektive. Am Anfang (1. Kapi-
tel) meines Romans wird eine junge Frau angegriffen und überwältigt. 
Am Ende der Szene wird sie (leblos) von ihrem Peiniger "weggeschafft". 
Der Leser soll dabei nicht erfahren,
a) ob das Mädchen bei diesem Überfall ihr Leben verliert oder nur be-
wusstlos wird
b) wer der Täter ist (ein guter Bekannter oder ein Fremder)

Ich plane, diese Szene aus der personalen Erzählperspektive des Mäd-
chens zu schreiben. Da sie am Ende der Szene bewusstlos oder gar tot 
ist, ist hier die personale Perspektive nicht mehr möglich. Kann ich 
für diesen Zweck innerhalb der Szene auf die auktoriale Erzählperspek-
tive umsteigen, oder wird mir ein Lektor das übel nehmen?


Antwort:
Der Wechsel der Erzählperspektive mitten in einer Szene (oder einem 
Kapitel) gilt als schlechter Stil und dürfte den wenigsten Lektoren 
gefallen. Sie sollten sich noch einmal Gedanken machen, ob Sie die ge-
samte Szene nicht aus einer anderen Perspektive erzählen können. 

Eine andere Möglichkeit wäre, diese Szene komplett auszulassen (da das 
Mädchen ja bewusstlos ist, kann sie sie nicht mitbekommen, also auch 
nicht erzählen) und sie später nachzuholen. Ist nicht gerade ge-
schickt, aber immer noch besser als der Wechsel der Perspektive. 

Mehr kann ich dazu leider nicht sagen, da ich Text und Kontext nicht 
kenne.

++++++++++

Frage:
Ich wage mich an ein größeres Projekt. Den Rahmen und die einzelnen 
Handlungsstränge habe ich inzwischen ausgearbeitet. Jetzt geht es in 
die Details [...]:

Zwei Nebenfiguren sind ausländischer Herkunft: Einer ist Italiener, 
der schon lange in Deutschland lebt, der andere ein Amerikaner, ehema-
liger GI. Beide sprechen fließend Deutsch, natürlich mit Akzent - und 
vielleicht auch hin und wieder einem grammatikalischen Fehler. Wie 
bringe ich in Dialogen die Akzente am besten zur Geltung? Sollte ich 
bei dem Amerikaner ab und zu ein englisches Wort einfließen lassen, 
bei dem Italiener phonetisch schreiben - oder wie kann ich dieses 
Problem sonst lösen? Was schlagen Sie vor?


Antwort:
Ich würde tatsächlich den GI immer mal wieder ein englisches Wort sa-
gen lassen, z. B. ein "anyway" am Satzanfang oder irgendeine andere 
Redewendung, die typisch amerikanisch ist. ("Okay" hat sich ja mitt-
lerweile bei uns so sehr eingebürgert, dass es nicht mehr typisch 
ist.) Bei dem Italiener würde ich das typische "e" verwenden, das Ita-
liener an viele deutsche Wörter anhängen. Sagen Sie sich einfach laut 
ein paar Sätze im jeweiligen Slang vor, dann kommen Ihnen sicher ein 
paar Ideen. 

Aber Vorsicht: Nicht zu viel davon verwenden, sonst wirkt es nicht 
mehr. Nur hier und da mal ein Wort, damit der Lesefluss nicht gestört 
wird und vor allem Ihre Charaktere nicht zu Karikaturen werden.

++++++++++
Nachfrage:
Vielen Dank für die Beantwortung meiner Fragen. Damit haben Sie mir 
sehr geholfen. Tatsächlich hat sich beim Entwickeln der Charaktere ei-
ne weitere Frage ergeben: Der GI verfällt immer dann in seine Heimat-
sprache, wenn er ärgerlich bzw. wütend ist, und das "ohne mein Zutun". 
Ich selbst merke, dass er so am natürlichsten agiert, nur ... ist das 
durchführbar?


Antwort:
Aber das ist doch bestens! Das ist die perfekte Art, einen Charakter 
zu zeigen. Wenn er nicht gerade ein Choleriker ist und auf jeder Seite 
50 % der Zeit wütend ist, also englisch spricht, ist das kein Problem. 
Im Gegenteil!

                    **~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~**

Ute Hacker schreibt vorwiegend Kurzgeschichten für Kinder und Erwach-
sene. 2002 erschien ihr erster Kriminalroman  "Schwabinger Schatten" 
beim Vertigo Verlag (als Billie Rubin). Sie ist Mitglied der Autorin-
nengruppe München (1997 von ihr gegründet) und der International Onli-
ne Writing Group. Derzeit arbeitet sie an ihrem zweiten Kriminalroman. 
Mehr Informationen auf http://www.utehacker.de.


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FRAG DEN EXPERTEN FÜR HISTORISCHEN ROMAN:
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     Titus Müller (mailto:historischer.roman at experte punkt autorenforum punkt de)


Frage:
Ich arbeite an einem historischen Roman, dessen Anfang und Ende von 
historischen Ereignissen bestimmt werden. Das auslösende Ereignis ist 
ein politisch relativ bedeutendes, das Ereignis zum Schluss ein klei-
nes, das aber nicht ohne Folgen in einem bestimmten kulturellen Be-
reich blieb und mich intensiv inspiriert hat. Dazwischen liegen vier-
zig Jahre - eine Zeitspanne, die für die Entwicklung meines Protago-
nisten und auch für die Handlung des Romans zu lang ist. Ich habe nun 
den Beginn bereits in einen Prolog gepackt, diesen etwa fünfzehn Jahre 
vor dem ersten Kapitel angesiedelt. Bleiben immer noch fünfundzwanzig 
Jahre. Zu viel.

Meine Frage nun: Ist es Ihrer Meinung nach akzeptabel, wenn ich hier 
etwas mogle, die Zeit sozusagen raffe? Abgesehen von Anfang und Ende 
kommen keine historisch  relevanten Ereignisse vor, und ich plane, 
auch gar keine Jahreszahlen zu erwähnen, außer in einem Nachwort. Dem 
Lesefluss würde das m. E. nichts anhaben, aber wer sich die Mühe 
macht, nachzurechnen, und das Alter des Protgonisten vergleicht, wird 
den Schummel bemerken. - Was halten Sie davon? 


Antwort:
Sie stellen eine gute Frage; wenn ich antworte, bedenken Sie bitte, 
dass es sich allein um meine persönliche Auffassung handelt - Sie ha-
ben alles Recht der Welt, die Dinge anders zu sehen.

Immer wieder höre ich von meinen Lesern, dass sie historische Romane 
deshalb verschlingen, weil sie zwar gut unterhalten werden, gleichzei-
tig dabei aber auch etwas über die Vergangenheit lernen. Auf den etwa 
30 Lesungen, die ich bisher gehalten habe, kam ohne Ausnahme die Frage 
aus dem Publikum: Wie viel in Ihrem Roman ist historisch belegt, und 
wie viel haben Sie sich ausgedacht? Das beschäftigt die Leser. Sie 
wollen glauben, das Erzählte habe sich tatsächlich so zugetragen, und 
wenn nicht vollständig, so doch zumindest in Teilen.

Überlegen Sie sich gut, ob Sie ein historisches Ereignis verschieben. 
Das historische Ereignis ist eines der Kaufargumente, es ist einer der 
Gründe, weshalb die Leser Ihren Roman überhaupt zur Hand genommen ha-
ben. Sie wünschen sich die Illusion, Sie, die Autorin, seien mit einer 
Zeitreisemaschine beim Geschehen dabei gewesen und würden "authen-
tisch" berichten. Natürlich wissen die Leser, dass vieles ausgedacht 
ist, aber sie versuchen, das zu vergessen, sie wollen Kind sein, wol-
len sich Ihnen bedingungslos ausliefern und Ihnen glauben. Enttäuschen 
Sie sie nicht. In kleinen Dingen dürfen, in kleinen Dingen müssen Sie 
erfinden. Bei den großen Dingen wäre ich an Ihrer Stelle vorsichtig, 
denn auf dieser Säule ruht die Illusion vom historischen Roman.

Nicht jeder sieht das wie ich. Tanja Kinkel beispielsweise versetzt 
sehr wohl historische Ereignisse, um den Plot zu straffen - allerdings 
bekennt sie es im Nachwort ihren Lesern. Vielleicht wäre das ein Weg 
für Sie, wenn Sie keine andere Lösung finden.

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"Die Priestertochter" heißt der neuen Roman von Titus Müller. "Ein er-
staunlicher Bucherfolg von einem erstaunlichen Autor." (Hessischer 
Rundfunk) "Sprach- und bildmächtig, mitreißend erzählt." (Berliner 
Morgenpost) Lesungstermine, Fotos und weiteres Presseecho unter 
www.titusmueller.de.


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