Ausgabe 16-12 (20. Dezember 2014)

Editorial
Hall of Fame
Schreib-Kick
Neues aus der Buchszene
Eure Meinung
Leserstimmen zu Ute Hackers Amazon-Artikel (Tempest 16-10)
Schreibkurs
“Die emotionale Reise der Hauptfigur - Teil 2”
von Ron Kellerman
Klappentexte - Klebefallen für Leser
von Hans Peter Roentgen
Interview mit Marah Woolf

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EDITORIAL:
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Liebe Autorinnen und Autoren,

in diesem Tempest findet ihr zum ersten Mal einen Beitrag in einer
neuen Rubrik: “Klappentexte - Klebefallen für Leser”. Hans Peter
Roentgen zeigt an seinem eigenen Klappentext für sein neues Buch, dass
man auch diese kurzen Appetitmacher sehr sorgfältig überarbeiten
sollte, um LeserInnen zum Kauf zu verführen. In Zukunft wird diese
Rubrik im Wechsel mit Hans Peters Lektorat “Spannung - der Unterleib
der Literatur” erscheinen. Also: Schickt ihm gern eure Klappentexte!

Und nun ein peinliches Geständnis in eigener Sache: Im letzten Tempest
gab es eine wunderbare, sehr ausführliche Expertenantwort. Allerdings
stammte sie nicht von Maike Frie, wie ich behauptet hatte, sondern von
unserer Recherche-Expertin Barbara Ellermeier. Danke noch einmal an
Barbara!

Noch kurz zum Inhalt dieses Tempest, damit ihr die Feiertage nicht nur
mit Lesen verbringen müsst: Im Schreibkurs gibt es den zweiten Teil
von Ron Kellermanns Artikel “Die emotionale Reise der Hauptfigur”.
Hans Peter Roentgen hat nicht nur die Klappentextanalyse beigesteuert,
sondern auch ein Interview mit Selfpublisherin Marah Woolf. Zu Ute
Hackers Amazon-Beitrag vom Oktober haben uns einige Leserstimmen
erreicht. Und wer sich zu Weihnachten einen Schreibkurs schenken
(lassen) möchte, bekommt viele Anregungen im zweiten Teil des Tempest
- darunter sind auch zahlreiche Seminare von Tempest-AutorInnen.

Der Tipp des Monats November, diesmal von
http://www.writingforward.com/blog:

Some of the best fiction comes from real life.
Jot down stories that interest you whether you hear them
from a friend or read them in a news article.


Rechtzeitig zu Weihnachten gibt es diesmal eine neue
Überraschungsverlosung. Gewonnen hat das “Literaturkaninchen” Daniela
Pusch, und zwar einen kuscheligen kleinen Bücherwurm. Ihr wollt auch
gewinnen? Dann schickt uns einen Beitrag für den Tempest! Egal ob
Schreibkick, Erfahrungsbericht oder Artikel (Thema vorher
absprechen!).

Und jetzt: Kommt gut, gesund und voller Schwung ins neue Jahr!

Gabi Neumayer
Chefredakteurin

~~~~~~~~~~~
Damit wir den Tempest auch in Zukunft weiterführen können, brauchen
wir eure Hilfe: Wer uns unterstützen möchte, überweise bitte einen
freiwilligen Jahresbeitrag (15 Euro haben wir als Richtwert gesetzt,
aber ihr helft uns auch schon mit 5 oder 10 Euro weiter) auf das
Konto:

Jürgen Schloßmacher
Kreissparkasse Köln
BIC: COKSDE33XXX
IBAN: DE23370502991142176163
Stichwort: "Beitrag 2015"

Wichtig: Das Konto läuft NICHT mehr auf den Namen “autorenforum”,
sondern nur auf “Jürgen Schloßmacher”!

Neu: Ihr könnt jetzt auch über unsere Website
http://www.autorenforum.de direkt per Paypal überweisen!

Für AuslandsabonnentInnen: Am 1. Juli 2003 wurden die
Auslandsüberweisungsgebühren gesenkt. Aber natürlich könnt ihr uns
euren Beitrag auch weiterhin per Post schicken (Adresse am Ende des
Tempest).

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ISSN 1439-4669 Copyright 2014 autorenforum.de. Copyright- und
Kontaktinformationen am Ende dieser Ausgabe
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INHALT DIESER AUSGABE:


TEIL 1:

Editorial
Hall of Fame
Schreib-Kick
Neues aus der Buchszene
Eure Meinung
Leserstimmen zu Ute Hackers Amazon-Artikel (Tempest 16-10)
Schreibkurs
“Die emotionale Reise der Hauptfigur - Teil 2”
von Ron Kellerman
Klappentexte - Klebefallen für Leser
von Hans Peter Roentgen
Interview mit Marah Woolf
Impressum


TEIL 2:

Veranstaltungen
Ausschreibungen
Publikationsmöglichkeiten
mit Honorar
ohne Honorar
Seminare
Messekalender
Impressum


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HALL OF FAME:
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(mailto:Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!)

Die “Hall of Fame” zeigt die Erfolge von AbonnentInnen des Tempest.
Wir freuen uns, wenn ihr euch davon motivieren und ermutigen lasst -
dann werden wir euer neues Buch hier bestimmt auch bald vorstellen
können.

Melden könnt ihr aktuelle Buchveröffentlichungen (nur Erstauflagen!)
nach diesem Schema:

.......
AutorIn: “Titel”, Verlag Erscheinungsjahr (das muss immer das laufende
oder das vergangene Jahr sein!), Genre (maximal 2 Wörter). Zusätzlich
könnt ihr in maximal 60 Zeichen (nicht Wörtern!) inklusive Leerzeichen
weitere Infos zu eurem Buch unterbringen, zum Beispiel eine Homepage-
Adresse.
.......
Ein Beispiel (!):

Johanna Ernst: “Der Fall der falschen Meldung”, Hüstel Verlag 2009,
Mystery-Thriller. Dann noch 60 Zeichen - und keins mehr! Inklusive
Homepage!
.......

Ausgeschlossen sind Veröffentlichungen in Anthologien, Bücher im
Eigenverlag und BoDs (sofern sie im Eigenverlag erschienen sind) sowie
Veröffentlichungen in Druckkostenzuschussverlagen.

ACHTUNG!
Schreibt in eure Mail mit der Meldung immer auch hinein, dass ihr
bestätigt, dass die Veröffentlichung weder im Eigenverlag noch in
einem Verlag erschienen ist, bei dem der Autor irgendetwas bezahlt
hat! Als Bezahlung gilt auch, wenn er Bücher kostenpflichtig abnehmen
muss, Lektorat bezahlt o. Ä.

Schickt eure Texte unter dem Betreff “Hall of Fame” an
mailto:Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.

Wir berücksichtigen ausschließlich Meldungen, die nach dem obigen
Schema gemacht werden und die Bestätigung zum Verlag enthalten.
Änderungsaufforderungen zu Meldungen, bei denen das nicht der Fall
ist, werden ab sofort nicht mehr verschickt!
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Sylvia Meywerk: "Spiel der Tänzerin", Niebank-Rusch Fachverlag 2014,
Psychodrama. Eine Porzellanfigur tanzt und bestimmt plötzlich Karls
Leben

Jennifer Wellen: “Katerfrühstück mit Aussicht”, Egmont Lyx.digital,
Contemporary-Romance. Wenn die Katze Amor spielt!
(Jenniferwellen.blogspot.com)

Mark Bredemeyer: “Runenzeit - Legion der Donnergötter”, Editia Verlag
2014, Historisch-phantastischer Roman. Mit Kalaschnikow in die
Varusschlacht.


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SCHREIB-KICK:
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(mailto:Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!)


Unser Schreib-Kick für den Dezember, diesmal von Jennifer Schreiner:

Merkwürdige Typen
.................

Wenn wir Personen als “merkwürdig” bezeichnen, bringen wir zur
Wertung, dass wir sie für “schrullig” halten. Wir wundern uns über
“Macken” oder ihr Aussehen, ihr Verhalten.

Übung: Versuche, hinter die äußere Fassade zu blicken. Übernimm
probeweise die Perspektive der “merkwürdigen” Person. Wähle eine
Person aus deiner Umgebung, die nach deiner Einschätzung “merkwürdig”
ist. (Du kannst dir auch eine ausdenken.)

Möglich sind zum Beispiel: Tagebucheintragungen, Selbstgespräche,
Erinnerungen, ein Lebenslauf, eine Festschrift zu Ehren der Person ...


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NEUES AUS DER BUCHSZENE:
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(mailto:Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!)

Wir leben in turbulenten Zeiten, die Buchbranche ist in Bewegung wie
nie zuvor. Ob es nun um den Konditionenstreit mit Amazon geht, die
zunehmende Digitalisierung des Marktes oder all die neuen Chancen und
Möglichkeiten, die sich inzwischen Verlagsautoren und professionellen
Selfpublishern bieten: Eine Nachricht jagt die nächste. Damit ihr den
Überblick behaltet und nichts Wichtiges verpasst, fassen wir von nun
an alle interessanten Links, die uns jeden Monat ins Auge fallen, hier
zusammen - natürlich ohne Anspruch auf Vollständigkeit.
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+++++++++++++++++++++++++++
Das Leben und das Schreiben
+++++++++++++++++++++++++++

http://www.welt.de/kultur/literarischewelt/article135234780/Die-
erfolgreichste-deutsche-Schriftstellerin.html
Gaby Hauptmann ist mit Millionen LeserInnen Deutschlands
erfolgreichste Schriftstellerin, hat alle Frauenliteratur-Auf-und-Abs
überlebt und mit ihren Büchern sogar einen Verlag vor dem Aus bewahrt.
Ein Bericht von Elmar Krekeler.

http://blog.buecherfrauen.de/was-ist-schreiben/#comments
Nina George: Es stört Ehen, irritiert Muggel, zieht nette Menschen im
besten Fall nackt aus und lässt sie in der Not zu Säuferinnen werden.
Es will nichts weniger als Ihr Leben und gibt Ihnen dafür ständige
Zweifel und prekäres Einkommen zurück: Schreiben.

http://www.theguardian.com/books/2014/nov/26/james-patterson-burns-
books-promote-reading?CMP=twt_gu
James Patterson burns books to promote reading. Bestselling thriller
writer releases video of a mob hurling books into a fire to call
Barack Obama’s attention to declining reading in US.
http://www.buchreport.de/nachrichten/nachrichten_detail/datum/2014/11/
25/siebenstellige-bestseller-
wetten.htm?no_cache=1&cHashÏe22ad4c2e69ed9e865c4b8618f20a4
Verlage zahlen immer höhere Vorschüsse für Bücher. Man spricht von
siebenstelligen Bestseller-Wetten.

http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/buecher/e-books-raus-aus-der-
schmuddelecke-das-literarische-im-digitalen-13012059.html
Das Literarische im Digitalen. Der E-Book-Markt wandelt sich: Immer
mehr kleine Verlage setzen auf sorgsam ausgewählte Literatur.
Kuratierte Plattformen sollen sie abseits von Amazon sichtbar machen.


++++++++++++++
Selfpublishing
++++++++++++++

http://www.autorenwelt.de/aktuelles/branchennews/meldung-25112014-e-
book-erfolgstipps
Mark Coker, der Gründer der US-amerikanischen E-Book-Plattform
“Smashwords”, über den Umsatzeinbruch, den erfolgreiche Indieautoren
in den letzten zwölf bis achtzehn Monaten hinnehmen mussten.

http://www.selfpublisherbibel.de/test-wie-die-amazon-rankings-
funktionieren-mythen-und-realitaet/
Wie die Amazon-Rankings wirklich funktionieren - Mythen und Realität.


++++++++
E-Books
+++++++

http://www.buchreport.de/nachrichten/nachrichten_detail/datum/2014/12/
08/kindle-unlimited-zerstoerte-meine-
verkaeufe.htm?no_cache=1&cHash[4929590e0cf528c573e8884fd038a1
“Kindle Unlimited zerstörte meine Verkäufe”: Wie einige Spitzen-
Selfpublisher berichten, hat Amazons Flatrate zu erheblichen
Einkommenseinbußen bei ihren KDP-Verkäufen geführt. Die Amazon-
Bestsellerautorin Holly Ward mit bisher über 6 Millionen verkauften
Büchern musste 75 % Umsatzrückgang hinnehmen und nahm deshalb all ihre
Titel wieder aus dem Kindle-Unlimited-Programm heraus.

http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/spiegelbest-und-
ebookspender-me-razzien-wegen-e-book-kopien-a-1008003.html#js-article-
comments-box-pager
Polizei-Razzia bei Spiegelbest und Ebookspender.


+++++++++++++++++
Film und Drehbuch
+++++++++++++++++

http://www.blm.de/files/pdf1/Marktanalyse__Fernsehfilm_2013.pdf
Eine rückwirkende Marktanalyse zum “Fernsehfilm" für das Jahr 2013
unter Erfassung aller Fernsehfilm-Erstausstrahlungen und
Berücksichtigung der Auftragsvergabe an abhängige und unabhängige
Produktionsfirmen.


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EURE MEINUNG:
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Zu Ute Hackers Artikel im Oktober-Tempest - “Ich und Amazon - Amazon
und ich, oder: Warum ich Amazon nicht boykottiere” - haben uns viele
von euch geschrieben. Hier eine Auswahl der Stimmen:


Regina Schymiczek
+++++++++++++++++
Der Erfahrungsbericht von Ute Hacker spricht mir aus der Seele, ich
kann zu allen Punkten nur heftig nicken. Mir ist es ganz genauso
ergangen (inklusive Behandlung in der Buchhandlung). Erst seit Kurzem
habe ich eine kleine, unabhängige Buchhandlung in meiner Nachbarschaft
für mich gewinnen können.

Von meinen Büchern sind 3 bei einem "normalen" Verlag erschienen
(Schnell & Steiner), 2 bei BOD und 1 bei CreateSpace/Amazon. Bei dem
Letzteren sind die Konditionen einfach am besten, bei schnellster
Lieferung.


Christa Lieb
++++++++++++
Liebe Frau Hacker, herzlichen Dank für Ihren tollen Artikel über Ihr
Verhältnis zu amazon.de im neuen Tempest-NL. Sie sprechen mir aus dem
Herzen (auch mit Ihren Anmerkungen über die Arroganz der
Buchhandlungen).


Peter
+++++
Hallo Ute, ich freue mich sehr, dass du uns deine Erfahrung mit
Buchhandlungen im Tempest mitgeteilt hast. Mir geht es ganz genauso.
Meine Kurzgeschichten und mein zweiter Roman sind in echten Verlagen
erschienen, und selbst in meiner kleinen Ortschaft haben es die
Buchhändlerinnen nicht über sich gebracht, den Roman ins Sortiment zu
stellen, schauen mich aber scheel an, wenn ich (auch deshalb) nicht
bei ihnen kaufe.


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SCHREIBKURS:
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“Die emotionale Reise der Hauptfigur - Teil 2”
von Ron Kellermann


Die spiegelbildliche emotionale Reise
in “Rita will es endlich wissen”

“Rita will es endlich wissen” (1983) ist ein britischer Spielfilm von
Regisseur Lewis Gilbert nach dem Theaterstück “Educating Rita” von
Willy Russell. Interessant ist diese Geschichte aus dramaturgischer
Sicht unter anderem, weil sie zwei emotionale Reisen erzählt, die
spiegelbildlich angelegt sind. Thematisch ist es eine Pygmalion-
Geschichte, also die Geschichte eines Mentors und seines Schützlings
(“My Fair Lady” ist der moderne Prototyp, “Der Stadtneurotiker” von
Woody Allen ist ein typischer Vertreter): Frank (Michael Caine) ist
ein versoffener, desillusionierter Literaturprofessor, der seine
Studierenden und ihr intellektuelles Gewäsch hasst. In dem Projekt
“Open University” soll er zudem Menschen ohne Hochschulzulassung
einmal die Woche unterrichten, worauf er überhaupt keine Lust hat.

Im auslösenden Ereignis trifft er zum ersten Mal seine neue Studentin:
Rita (Julie Walters), eine Friseurin mit losem Mundwerk, geringer
Bildung, aber viel Ehrgeiz. Sie will lernen, weil sie wissen will, wer
sie ist, bevor sie mit ihrem Ehemann eine Familie gründet. Frank lehnt
sie zunächst ab. Doch Rita lässt sich nicht abwimmeln. Im ersten
Wendepunkt beginnt Frank, sie doch zu unterrichten. Rita stürzt nun im
dritten Erzählabschnitt in die Katastrophe: Sie bekommt immer mehr
Ärger in ihrer alten Welt, mit ihrem Mann und ihrem Vater, die dagegen
sind, dass sie liest und lernt. Frank hingegen kommt in die Hoffnung:
Das Treffen mit Rita ist das Highlight in seiner Woche, er genießt
ihre freie Art zu leben und ihren unbefangenen Umgang mit Literatur.

Kennzeichnend für Pygmaliongeschichten ist, dass in der ersten Hälfte
des zweiten Aktes der Mentor eine sehr große Macht über den Schützling
hat und der Schützling glaubt, ohne den Beistand des Mentors nicht in
der neuen Welt überleben zu können. Im typischen Verlauf der
Geschichte des Schützlings betritt dieser die neue Welt, ohne seine
alte ganz zu verlassen. Er fühlt sich in der neuen Welt noch nicht
angekommen, während er immer mehr Probleme in der alten Welt bekommt:
Die alte Welt will ihn nicht mehr. Der Schützling hängt zwischen
beiden Welten, ist in keiner von ihnen mehr zu Hause. Irgendwann wirft
die alte Welt ihn raus, obwohl er in der neuen noch nicht wirklich
angekommen ist.

So ergeht es auch Rita in ihrem zentralen Punkt: Sie wird zu Hause
rausgeworfen und ist an ihrem Tiefpunkt angelangt, an dem sie alles
verloren und noch nichts gewonnen hat. Das ist ihr symbolischer Tod.
Sie überlegt, ob sie ihr Studium abbrechen soll, weil sie daran
zweifelt, jemals der Welt der Literatur und der Bildung angehören zu
können. Ihre symbolische Wiedergeburt findet statt, als sie ein Zimmer
bei einer exaltierten Frau mietet, die sie in Kontakt mit klassischer
Musik bringt und sie ermuntert weiter zu studieren. Rita kommt in die
Hoffnung: Sie findet sich in der neuen Welt immer besser zurecht.
Zugleich braucht sie Frank immer weniger, sie bleibt ohne Ankündigung
und Entschuldigung dem Unterricht mit ihm fern; sie informiert ihn
nicht, dass sie einen neuen Job angenommen hat, und so weiter. Am Ende
der Hoffnung ist sie in der neuen Welt angekommen. Sie wird von den
anderen Studierenden akzeptiert und sogar um Rat gefragt.

Franks Hoffnung in der ersten Hälfte des zweiten Aktes endet, als er
Rita voller Vorfreude auf ihr Wiedersehen von einem mehrwöchigen
Sommercamp abholt und feststellen muss, dass sie sich verändert hat.
Sie raucht nicht mehr, und den Dichter, den er ihr für das neue
Semester vorschlägt, hat sie im Sommercamp bereits gelesen und kann
ihn sogar auswendig. Dieser Beginn ihrer Emanzipation läutet Franks
Katastrophe ein: Er kommt nicht damit zurecht, dass sich Rita von ihm
abwendet. Er trinkt immer exzessiver, fällt im Unterricht negativ auf
(beziehungsweise betrunken um) und wird abgemahnt.

Am Ende von Franks Katastrophe kommt es zum Bruch mit Rita: Völlig
betrunken beleidigt er sie, nachdem sie ein Gedicht von ihm
interpretiert und gelobt hat. Er wirft ihr vor, sich verraten zu
haben, dass sie angefangen hat, zu studieren, weil sie ein “anderes
Lied” singen wollte, und dass sie dieses Lied nun zwar singt, es aus
ihrem Mund jedoch disharmonisch und falsch klingt. Rita will daraufhin
nichts mehr mit ihm zu tun haben.

Dennoch denkt sie im dritten Akt über seinen Vorwurf, sich selbst
verraten zu haben, nach. Als ihre Mitbewohnerin, von der Rita dachte,
dass sie alles hat, um glücklich zu sein, versucht, sich das Leben zu
nehmen, und Rita sie im letzten Moment rettet, wird ihr klar, dass
Frank recht hat: Man wird nicht glücklich, indem man ein anderes Lied
singt, sondern indem man das eigene findet. Damit findet ihre
Charakterentwicklung ihren Abschluss.

Frank hat in der Zwischenzeit in betrunkenem Zustand einen Skandal
verursacht und wird nach Australien strafversetzt. Kurz vor seinem
Abflug versöhnen sie sich wieder, und Rita tut endlich, was sie vom
Anfang der Geschichte an schon tun wollte: Sie schneidet ihm die Haare
- und zeigt damit, dass sie ihre alte Welt des Arbeiter-Milieus, aus
der sie fliehen wollte, und die neue Welt der Literatur und der hohen
Künste in ihrer eigenen Welt vereint.


Das emotionale Thema in der emotionalen Reise

An “Rita will es endlich wissen” kann man sehr schön erkennen, wie das
emotionale Thema mittels der emotionalen Reise erzählt werden kann:
Das emotionale Thema in “Rita will es endlich wissen” ist
Zugehörigkeit. Rita will ihre alte Welt verlassen und zu einer neuen
Welt gehören. Ihre größte Angst ist, ausgeschlossen zu sein, also
keiner Welt anzugehören. Diese Angst bewahrheitet sich in ihrem
Tiefpunkt, nachdem sie in der Phase der Katastrophe immer mehr
Schwierigkeiten mit ihrem Ehemann und ihrem Vater bekommt: Ihre alte
Welt wirft sie raus, in der neuen ist sie noch nicht angekommen. Am
Ende der Geschichte gehört sie der neuen Welt an, ohne jedoch von ihr
wie anfangs von ihrer alten Welt abhängig zu sein. Sie hat sich ihre
eigene Welt geschaffen.


Reiseführer

Um eine emotionale Reise zu entwerfen, braucht es Antworten auf
folgende Fragen: Was ist das Ziel der Figur, und wie sieht ihre
Vorstellung vom größten Glück aus (die sie mit dem Erreichen des Ziels
realisieren will)? Im Hochpunkt am Ende der Hoffnung scheint sie
dieses Ziel erreicht und ihre Vorstellung vom größten Glück realisiert
zu haben.

Was ist die größte Angst der Figur? Was ist das Schlimmste, was ihr
passieren kann? Die Antwort auf diese Fragen ergibt ihren symbolischen
Tod im Tiefpunkt am Ende der Katastrophe, wenn alles verloren scheint.
Was führt zu ihrer symbolischen Wiedergeburt?

Für die Planung einer Charakterentwicklung sind speziell noch folgende
Fragen wichtig: Was ist das emotionale Thema der Geschichte? Um
welchen Wert handelt es sich dabei? In welchen Wertekonflikt gerät die
Figur, und wie sieht ihre Werteveränderung aus?

Ich hoffe, dass meine Darstellung der emotionalen Reise verständlich
war und Sie etwas mit ihr in der Arbeit an Ihrer Geschichte anfangen
können.

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Ron Kellermann ist seit 2001 Dramaturg und Drehbuchdozent; über 200
Dramaturgie-Seminare und Stoffentwicklungs-Workshops; über 200
dramaturgische Beratungen von Autorinnen und Autoren; Autor des Buches
Fiktionales Schreiben - Geschichten erfinden, Schreiben verbessern,
Kreativität steigern, Emons Verlag. www.ronkellermann.de,
www.filmschreiben.de, http://www.facebook.com/kellermann.ron


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KLAPPENTEXTE - KLEBEFALLEN FÜR LESER:
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(mailto:Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!)

Im September habe ich einen Klappentext für mein neues Buch “Spannung
- der Unterleib der Literatur” entworfen. Und das Spannende daran war,
wie dieser Klappentext sich verändert hat. Durch Rückmeldungen von
Freunden, durch meine eigenen Überarbeitung. Vor allem habe ich
entdeckt, welche Fehler ich in den ersten drei Versionen gemacht habe.
Deshalb stelle ich meinen Text hier als Beispiel vor, wie man an einem
Klappentext arbeiten kann.


Klappentext “Spannung -
der Unterleib der Literatur”, Version I

“Aus Fehlern wird man klug”, sagt eine alte Lebensweisheit, und das
gilt auch und besonders in der Literatur. Deshalb zeigt Hans Peter
Roentgen seit vielen Jahren am Beispiel unveröffentlichter Texte, wie
man sie spannender gestalten kann. Denn Nachwuchsautoren nutzen das
Potenzial ihrer Geschichten in der Regel nicht.

In diesem Buch lernen Sie, wie Sie Texte spannender gestalten, wie Sie
Probleme im Text erkennen und wie Sie sie verbessern können. So lernen
Sie, an eigenen Texten zu arbeiten.

Welche Techniken verwenden erfolgreiche Autoren? Auch das werden Sie
an Beispielszenen erfolgreicher Autoren sehen, darunter Zoé Beck,
Andreas Eschbach, Rebecca Gablé und Nika Lubitsch.

Dazu gibt es:

- Checklisten, wie Sie Texte auf Spannung prüfen können
- Interviews mit Bestsellerautoren wie Andreas Eschbach
- Ein Lexikon mit Fachbegriffen, die Autoren kennen sollten
- Welche Techniken die Spannung erhöhen und welche nicht


Kommentar zur 1. Version

Ich habe den Text auf Facebook vorgestellt, weil ich einfach weiß, wie
hilfreich Rückmeldungen von Freunden und anderen Autoren sein können.

Die ersten Rückmeldungen waren nicht so begeistert. Eher vom Typ:
“Ganz gut”, aber ich hatte den Eindruck, dass der Text niemanden vom
Hocker haut.

Ich habe ihn also noch einmal stilistisch ein wenig verbessert, in der
Mitte gestrafft und am Ende hinzugefügt, dass es auch darum geht,
Fallen beim Schreiben zu vermeiden.


Klappentext, 2. Version

“Aus Fehlern wird man klug”, sagt eine alte Lebensweisheit, und das
gilt auch und besonders in der Literatur. Deshalb zeigt Hans Peter
Roentgen seit vielen Jahren am Beispiel unveröffentlichter Texte, wie
man sie spannender gestalten kann. Denn Nachwuchsautoren schöpfen das
Potenzial ihrer Geschichten meistens nicht aus.

In diesem Buch lernen Sie, wie Sie Probleme im Text erkennen und die
Spannung steigern können.

Welche Techniken verwenden erfolgreiche Autoren wie zum Beispiel Zoé
Beck, Rebecca Gablé oder Nika Lubitsch? Auch das erleben Sie im diesem
Buch.

Dazu gibt es:

- Checklisten, wie Sie Texte auf Spannung prüfen können
- Interviews mit Bestsellerautoren wie Andreas Eschbach
- Ein Lexikon mit Fachbegriffen, die Autoren kennen sollten
- Techniken, die die Spannung erhöhen
- Welche Fallen Sie im Text vermeiden sollten


Kommentar zur 2. Version

Auch diese Version überzeugte noch nicht ganz. Ich habe lange hin und
her überlegt, bis mir klar wurde, was das Problem war. Der Klappentext
beginnt damit, zu erläutern, wie das Buch an das Thema “Spannung”
herangeht. Dass die Leser aus den Fehlern anderer lernen sollen. Und
zweitens, dass der Autor als Verfasser vieler Artikel im “Tempest”
weiß, wovon er spricht.

Kurz gesagt: Es werden zwei Fragen beantwortet:
- Wie wird das Thema behandelt?
- Hat der Autor Ahnung vom Thema?

Aber ein Leser, der sich für ein Buch interessiert und den Klappentext
liest, hat als Erstes eine andere Frage. Nämlich: “Was steht in dem
Buch, was ist das Thema?”

Darauf brachten mich zwei befreundete Kollegen, die mich darauf
hinwiesen, dass sie den Satz “In diesem Satz lernen Sie, wie Sie
Probleme im Text erkennen und Spannung steigern können” für den
wichtigsten hielten.

Also habe ich den Text noch einmal umgeschrieben. Habe an den Anfang
gesetzt, WAS das Buch enthält. Als Anfang aber habe ich einen Einstieg
gewählt, der erläutert, warum es für Autoren wichtig ist, spannend zu
schreiben. Dann habe ich die Punkte aufgeführt, die in den alten
Versionen erst am Ende standen und die auflisten, was den Leser im
Buch erwartet. Und die Frage, WIE das Buch das Thema behandelt und
warum der Autor Ahnung hat, nach unten gesetzt. So sieht dann das
Endergebnis aus:


Klappentext, 3. Version

Spannend möchten alle Autoren schreiben. Die Leser sollen im Buch
versinken und erst wieder auftauchen, wenn das Wort “Ende” erreicht
ist. Doch wie schreibt man spannend?

In diesem Buch lernen Sie:

- welche Spannungstechniken Erfolgsautoren wie Zoé Beck, Rebecca Gablé
oder Nika Lubitsch verwenden
- wie Sie die Spannung steigern können
- Checklisten, um Ihre Texte auf Spannung zu prüfen
- Interviews mit Bestsellerautoren wie Andreas Eschbach
- Ein Lexikon mit Fachbegriffen, die Autoren kennen sollten
- Techniken, die die Spannung erhöhen
- Welche Fallen Sie im Text vermeiden sollten


Ist jetzt alles paletti? Was meinen Sie?

Ich dachte ja. Gabi Neumayer, die den Tempest redigiert, war anderer
Ansicht. Da ist einmal das Verb “lernen”. Die sechs Punkte darunter
beziehen sich aber nur zum Teil aufs “Lernen”. Treffender wäre das
Wort “finden”. Jeder, der schreibt, kennt diesen Effekt. Probleme
fallen nicht mehr auf, weil der Autor ja genau weiß, was gemeint ist.
Der Leser, der den Text liest, kann dem Autor aber nicht in den Kopf
schauen. Er ist auf die Worte angewiesen, die dort stehen, und nur auf
die. Deshalb sind Rückmeldungen von Lesern, die den Inhalt des Buches
nicht kennen, so wichtig.

Ein zweiter Punkt ist die Groß-/Kleinschreibung in der Liste. Die ist
nicht einheitlich. Die ersten Wörter der ersten beiden Punkte sind
kleingeschrieben, die von Punkt 4 und 6 aber groß, obwohl es ebenfalls
keine Substantive sind. Man sollte sich aber für eine einheitliche
Lösung entscheiden.

So sieht also die 4. Version aus:


Klappentext, 4. Version

Spannend möchten alle Autoren schreiben. Die Leser sollen im Buch
versinken und erst wieder auftauchen, wenn das Wort “Ende” erreicht
ist. Doch wie schreibt man spannend?

In diesem Buch finden Sie:

- welche Spannungstechniken Erfolgsautoren wie Zoé Beck, Rebecca Gablé
oder Nika Lubitsch verwenden
- wie Sie die Spannung steigern können
- Checklisten, um Ihre Texte auf Spannung zu prüfen
- Interviews mit Bestsellerautoren wie Andreas Eschbach
- ein Lexikon mit Fachbegriffen, die Autoren kennen sollten
- Techniken, die die Spannung erhöhen
- welche Fallen Sie im Text vermeiden sollten

Hans Peter Roentgen zeigt seit vielen Jahren an unveröffentlichten
Texten, warum Geschichten schwächeln und wie man sie verbessert. Im
Newsletter “The Tempest” führt er eine eigene Kolumne zum Thema.


Kommentar zur 4. Version

Was kann man daraus lernen?

Erstens, wie nützlich Rückmeldungen anderer Leser und Autoren sein
können. Sie sehen einen Text unter anderen Gesichtspunkten als der
Autor.

Zweitens, dass Autoren oft andere Dinge wichtig erscheinen als dem
Leser. Aber man muss sich als Autor in den Leser hineinversetzen. Das
gilt ganz besonders bei einem Klappentext. Der Autor möchte natürlich
all die Vorzüge seines Werkes ausbreiten. Der Leser muss aber als
Erstes wissen: Was ist das für ein Buch? - damit er entscheiden kann,
ob es für ihn überhaupt in Frage kommt. In unserem Beispiel: Es geht
um Spannung in Geschichten und warum die wichtig ist.

Als Nächstes ist ein Ausblick auf ein paar beispielhafte Ausblicke auf
den Inhalt gut. Deshalb die Liste, was den Leser im Inhalt erwartet.
Und als Drittes geht um die Frage: Wie vermittelt der Autor seine
Inhalte? In diesem Buch geschieht das anhand von Beispieltexten. Nicht
zu vergessen den vierten Punkt: Wenn der Text im Aufbau stimmt, muss
die Rechtschreibung und Wortwahl nochmals überprüft werden. Bei
Änderungen schleichen sich dort schnell Ungenauigkeiten ein und eine
uneinheitliche Schreibweise.

Auch bei Klappentexten ist der Aufwand für die Überarbeitung oft viel
höher als der für den ersten Entwurf.

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Hans Peter Roentgen ist Autor der Bücher "Vier Seiten für ein
Halleluja" über Romananfänge und "Drei Seiten für ein Exposé".
Außerdem hält er Schreibkurse und lektoriert. Gerade ist sein neuer
Ratgeber “Schreiben ist nichts für Feiglinge” erschienen.


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INTERVIEW:
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(mailto:Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!)


“Durchhaltevermögen, Fleiß und eine Portion Glück”
Interview mit Marah Woolf

Marah Woolf hat mit der Mondlichtsaga einen Überraschungserfolg als
Selfpublisherin erzielt. Ihm folgten die “Bookless!”-Bücher und
demnächst “Federleicht”. Mehr als 300.000 Bücher hat sie mittlerweile
verkauft - nicht nur als E-Books, sondern viele auch im Print und über
den Buchhandel. Grund genug, sie zu ihrer Arbeit zu befragen.


Hans Peter Roentgen: Du hast einigen Erfolg mit deinen Büchern als
Selfpublisherin gehabt. Nicht jeder auf diesem Gebiet erreicht das.
Was sind deiner Meinung nach die wichtigsten Faktoren für so einen
Erfolg?

Marah Woolf: Durchhaltevermögen, Fleiß und eine Portion Glück. Nach
drei Jahren im Selfpublishing glaube ich, dass der Erfolg davon
abhängt, dass man eine ganz klare Linie verfolgt. Das bedeutet für
mich, dass ich versuche, streng in meinem Genre zu bleiben und sehr
regelmäßig zu veröffentlichen. Jedes halbe Jahr ein neues Buch
herauszubringen ist ziemlich harte Arbeit. Ich würde fast sagen,
härter als alles, was ich vorher gemacht habe. Früher konnte ich
nämlich mein Büro abschließen. Heute trage ich es in meinem Kopf
ständig mit mir herum und es flüstert: Mails beantworten, Facebook
pflegen, Blogartikel schreiben, Buchhaltung machen, bestellte Bücher
verschicken, VLB-Einträge machen, Buchtitel schützen, Interviews
beantworten, Leserunden, Gewinnspiele und und und - ach ja, am
nächsten Buch müsste auch noch gearbeitet werden.


HPR: Für deine neue Reihe “Federleicht” hast du Leser über den Anfang
des Romans diskutieren lassen. Warum? Was hast du dir davon erhofft?

MW: Grundsätzlich erhoffe ich mir natürlich ehrliche Statements, ob
ein Buchanfang gefällt. Ich mache das aber auch, um meine Leser über
den Entstehungsprozess des Buches auf dem Laufenden zu halten. Nach
meiner Erfahrung finden Leser das ungeheuer spannend. Sie geben mir
ihr Feedback, helfen mir bei verschiedenen Recherchen, kommentieren
Bilder usw. usf. - diese Leser kaufen dann in der Regel auch sehr
schnell das Buch. Es fällt eben nicht plötzlich vom Himmel, sondern
sie haben die Schwangerschaft miterlebt und wollen nun das Baby sehen.


HPR: In Deutschland gilt es ja als unschicklich, nach Lesererwartungen
zu schreiben. Da heißt es schnell: Mainstream - und dass jeder, der
sich nach den Lesern richtet, minderwertige Massenware liefert. Wie
stehst du dazu?

MW: Über diese Frage habe ich das ganze Wochenende den Kopf
geschüttelt. Bin ich froh, dass ich das nicht wusste! Die
MondLichtSaga habe ich nämlich nur geschrieben, weil ich sicher war,
dass sie den Lesererwartungen entspricht. Ich gebe es ganz ehrlich zu
- ich schreibe Bücher, damit andere sie lesen. Alles andere ist für
mich sinnlos. Außerdem finde ich diese Aussage heuchlerisch - als wenn
Verlage Bücher verlegen, damit sie nicht den Erwartungen entsprechen.
Ich sehe ein, dass vielleicht ein paar Perlen verlegt / eingekauft
werden, in der Hoffnung, dass die Leserschaft diese entdeckt und mag.
Aber ich bin sicher, dass jeder Krimi, Thriller, historische Roman
geschrieben und verlegt wird, eben weil diese Genres den großen
Publikumsgeschmack treffen - sind Fitzek, Meyer, Kinkel und Co. jetzt
minderwertige Massenware?


HPR: [lacht] Es gibt Leute, für die ist das minderwertige Massenware.
Viele Kulturredakteure denken so. Ich finde diese Haltung auch sehr
fragwürdig.

Shakespeare war einer der ganz Großen, von dessen Werk nicht nur
Hollywood immer noch zehrt. Einerseits hat er seine Werke auf das
Publikum hin geschrieben. Das kannte er als Theatermann sehr gut, er
konnte ja sehen, wann die Zuschauer den Atem anhielten, wann sie
gähnten und wann sie im schlimmsten Fall den Autor ausgepfiffen haben.
Sozusagen das analoge Gegenstück zum digitalen Shitstorm. Aber
andererseits hatte er auch geschrieben, was den Lesern nicht so
gefallen hat. Die Zuschauer wollen natürlich, dass Romeo und Julia
zusammenkommen, und wenn sie nicht gestorben sind, lieben sie sich
noch heute.

Shakespeare lässt sie sterben und erreicht damit, dass das zu einer
der bekanntesten Geschichten der Weltliteratur wird.

MW: Dann schreibe ich doch mal ein Buch ohne Happy End ;-). Liegt
sowieso schon auf meinem Stapel für gute Ideen - eine moderne Dystopie
mit einem Romeo und einer Julia eben. Aber Spaß beiseite - für mich
ist das ganz einfach: Ich möchte, dass meine Leser in meinen
Geschichten abtauchen können. Ich möchte ihnen keine Lebensweisheiten
vermitteln und ihnen schon gar keinen Spiegel vor Augen halten. Ich
muss ihnen auch nichts über ihren Alltag erzählen und Dinge, die sie
eh schon wissen. Ich will Märchen erzählen, über Dinge, die niemals
geschehen, von denen wir uns aber wünschten, sie wären Wirklichkeit.
Das kann ich (glaube ich), alles andere überlasse ich anderen Autoren.
Schließlich muss ich nur meine Leser glücklich machen und keinen
Kulturredakteur.

Was soll das eigentlich sein, Mainstream? Wer definiert das und nagelt
Bücher in dieser Kategorie fest? Ist es eine Auszeichnung für ein
Buch, nur von Kulturredakteuren gelesen zu werden? Glücklicherweise
gehöre ich nicht zum “Kulturbetrieb” - Menschen, die meinen,
intellektueller als andere zu sein, weil sie Bücher lesen, die sonst
keinen interessieren, machen mir Angst. Damit meine ich nicht die
Autoren, die auch diese Bücher mit viel Herzblut schreiben, aber
dieses Erhöhen zu mir zuwider. Außerdem darf wohl nicht vergessen
werden, dass diese Bücher leider viel zu oft über den verpönten
Mainstream finanziert werden und sich diese Autoren mit Preisgeldern
und Stipendien über Wasser halten.


HPR: Mainstream heißt ja nur, dass die meisten Leser das mögen und
kaufen. Ich halte diese Mainstream-Diskussionen deshalb auch für wenig
sinnvoll. Mainstream ist so was wie Mode; vor ein paar Jahren waren
Vampirromane Mainstream, jetzt interessieren sich nur noch wenige
dafür. Lange, lange Zeit war Goethe absoluter Mainstream, heute ist er
bei Jüngeren eher uncool. Über die Qualität sagt das wenig aus, finde
ich. Außer, wenn es ein Buch über viele Jahrzehnte schafft, Leser zu
faszinieren, allen geänderten Moden zum Trotz. Viele Autoren, die in
die Literaturgeschichte eingegangen sind, waren zu Lebzeiten
Mainstream. Goethes “Die Leiden des jungen Werther” haben in der
Jugend seiner Zeit so viel Aufsehen erregt wie heute Harry Potter, er
hat ein Vermögen mit seinen Werken verdient. Kafkas “Verwandlung”
dagegen war eher ein Flop, was ich nie verstehen werde.

MW: So ist das eben mit den verschiedenen Geschmäckern. Der eine mag
Schokolade, der andere Currywurst, und das ist auch gut so. Was besser
ist, werden wir nie sagen können (ich bin eher der Schokotyp, falls es
jemanden interessiert).


HPR: Zurück zu den Lesermeinungen. Was folgt für dich aus den
Leserrückmeldungen? Befolgst du alle? Oder nur einige? Falls
Letzteres, wie wählst du aus, was du übernimmst und was nicht?

MW: Ich will mal so sagen, ich mache mir über sehr viele
Leserrückmeldungen Gedanken. Alles übernehme ich sicherlich nicht. Es
liegt, glaube ich, in der Natur der Sache, dass man sich gerade über
konstruktive negative Leserrückmeldungen mehr Gedanken macht als über
Lobeshymnen. Es gibt für mich allerdings keine klaren Kriterien,
welche neuen Ansätze ich nach einem Leserfeedback umsetze. Sicherlich
sind ausgewählte Testleser hierfür auch noch interessanter als die
Umfragen, die ich in meinem Blog oder Facebook veranstalte - denn
diese Leser mögen meine Bücher ja eh schon.


HPR: Leser zu befragen wird von vielen als Marketing gesehen, etwas,
das der Leserbindung dient. Kann man mit diesen Lesererwartungen und
Befragungen aber noch mehr außer Marketing erzielen? Wie wichtig ist
das, um die Leser kennenzulernen? Wie wichtig, um zu wissen, welche
Wirkungen die eigenen Texte haben?

MW: Das ist extrem wichtig, aber: fünfzig Leser - fünfzig Meinungen.
Ganz wichtig ist es, die Meinungen herauszupicken, die wirklich ans
Eingemachte gehen, denn natürlich soll jedes Buch besser werden als
das vorherige. Ich denke, das Hauptproblem liegt darin, einen
Mittelweg zwischen Handwerk und Leidenschaft zu finden. Ein perfektes
Buch kann auch tot sein.

Jeder Autor muss damit leben, dass er es nicht jedem Leser recht
machen kann. Man muss irgendwann einfach Prioritäten setzen. Manchmal
denke ich mir: Jetzt frage ich aber niemanden mehr. Das ist ein
wirklich zweischneidiges Schwert, das für mich aber nach wie vor gut
funktioniert. Das Anstrengende beim Selfpublishing ist, dass man zum
Schluss für sein Scheitern ganz allein verantwortlich ist und aus
diesen Fehlern für das nächste Projekt lernen muss. Dafür ist eine
Fehleranalyse wichtig.


HPR: Hast du es erlebt, dass Leserrückmeldungen dich überrascht haben?
Dass deine Texte anders gewirkt hatten, als du vermutet hast? Oder
sogar anders, als du es gerne möchtest?

MW: Nein eigentlich nicht, jedenfalls nicht in meiner Zielgruppe.
Allerdings bin ich vor Kurzem von der Plattform www.vorablesen.de
eingeladen worden, dort eine Leseprobe, Cover und Klappentext
vorzustellen und bewerten zu lassen.

Das hat nun gar nicht funktioniert, weil dort die Leser nämlich mit
Punkten dafür belohnt werden, wenn sie an den Umfragen teilnehmen. Das
führt dazu, dass sich Leser zu einem Buch äußern, dass sie
wahrscheinlich sowieso niemals lesen würden, weil sie das Genre nicht
mögen, aber die Punkte sammeln möchten. Diese Einschätzungen sind dann
eben auch entsprechend negativ. Also würde ich in Zukunft meine Texte
nur noch von Lesern bewerten lassen, die auch tatsächlich
Romancefantasy mögen. Wer nur Thriller liest, kann mit meinen
Geschichten logischerweise nichts anfangen. Aber Versuch macht klug.


HPR: Andererseits habe ich in Schreibworkshops oft erlebt, dass gerade
die Mischung unterschiedlicher Autoren aus verschiedenen Genres
weiterhelfen kann. Vorausgesetzt, sie sind bereit, sich auf die Texte
der anderen einzulassen. Gerade die Erfahrungen anderer Genres können
zu neue Perspektiven verhelfen, der Blick über den Tellerrand verhilft
dann zu neuen Ideen.

MW: Das ist bestimmt auch so. Man darf sich nur nicht verunsichern
lassen. Jeder Autor hat seinen eigenen Stil, und das ist auch gut so.
Das bedeutet aber nicht, dass man von den Erfahrungen anderer Autoren
oder eben Bücher nicht profitieren kann. Man muss für sich das
Wichtigste herauspicken und versuchen umzusetzen. Das können ja schon
Kleinigkeiten sein, die dann einen Text mehr leben lassen. Es gibt ja
von Andreas Eschbach diese 10 Tipps zur Textüberarbeitung
(http://www.andreaseschbach.de/schreiben/10punkte/10punkte.html).
Meine Lektorin sagt immer, ich soll das mal mit 20 Seiten machen und
dann verinnerlichen - steht auch auf meiner Liste.


HPR: Auf der Frankfurter Buchmesse und auch auf der Leipziger gibt es
mittlerweile zahlreiche Veranstaltungen zum Selfpublishing. Die
einzelnen Dienstleister wie Amazon, Neobooks und BoD bitten ihre
Erfolgautoren zu Diskussionsrunden. Manchmal habe ich aber den
Eindruck, dass dort vor allem das Marketing im Vordergrund steht, und
dass die Fragen, wie man beim Schreiben welche Wirkungen erzielt, eher
eine Aschenputtelrolle spielen. Täusche ich mich da?

MW: Tatsächlich stehen bei solchen Großveranstaltungen diese
Marketingthemen im Vordergrund und werden auch immer wieder auf
einschlägigen Plattformen diskutiert. Ich glaube, das liegt daran,
dass diese Themen so schön griffig sind. Es lässt sich auf einer Bühne
eben schlecht über Spannungsbögen oder zu viele Adjektive diskutieren.
Das sind dann eher Themen für kleine Runden. Als das Selfpublishing in
seinen Kinderschuhen steckte, habe ich immer wieder Diskussionen
gelesen wie: Ich brauche keinen Lektor, ich schreibe aus dem Bauch
heraus, ich will nicht so schreiben wie alle anderen auch, Lektorat
ist Gleichmacherei, Korrektorat ist zu teuer ...

Diese Zeiten sind eigentlich vorbei. Jedenfalls bei den Autoren, die
das Selfpublishing als ernsthaftes Geschäft betreiben. Die
Auseinandersetzung mit einem Lektor gehört heute einfach dazu. Hier
den richtigen Mitstreiter zu finden ist sicherlich oft nicht einfach.
Aber in ein Buch muss eben investiert werden. Ich weiß, es ist
verpönt, ein Buch als Produkt zu betrachten, aber wenn es geschrieben
ist, ist es das irgendwie. Dann muss ich in mein Produkt investieren,
wie jeder Verlag das auch handhabt. Ich persönlich denke, dass es in
Zukunft noch wichtiger wird, dass Bücher von Selfpublishern
handwerklich mit Verlagsbüchern konkurrieren.


HPR: Was du über Selfpublisher sagst, habe ich vor zehn, fünfzehn
Jahren auch erlebt. Da kamen Schreibgruppen, Schreibratgeber,
Schreibregeln aus den USA nach Deutschland. Und die meisten Autoren
und Journalisten fanden, das sei eine furchtbare Einengung der
Phantasie. Damals habe ich immer gesagt: Doch, es gibt einen
Erfahrungsschatz von Autoren, der beim Schreiben und erst recht beim
Überarbeiten helfen kann.

MW: Ich glaube ja an Ratgeber. Mein Mann findet es komisch, dass ich
mir für jedes Problem direkt mal ein paar Ratgeber zulege. Kinder
kriegen - kein Problem, wenn man die “Eltern” liest. Tomaten anbauen?
- Gartenbücher stapeln sich bei mir. Ehekrach - Männer sind vom Mars
... Mehr braucht es eigentlich nicht. War ja logisch, dass ich mir zum
Bücherschreiben erst mal einige Exemplare einschlägiger
Schreibratgeber zulegte. Was hat es gebracht?

Ich wusste plötzlich, dass ich plotten sollte (bin ich viel zu
ungeduldig zu) und eine Headline für meine Bücher brauchte (da gibt es
auch einen Fachbegriff, den ich längst vergessen habe). Es gibt auch
unterschiedliche Erzählperspektiven, erfuhr ich. Kapiert, was ein
auktorialer Erzähler ist, habe ich bis heute nicht. Muss ich auch
nicht - ich lese, und was ich da über die vielen Jahre gelernt habe,
ist viel wichtiger als das, was mir die Ratgeber so klug versuchen zu
vermitteln. Deshalb mein Mantra an andere Autoren: Lesen, lesen,
lesen. Allerdings lese ich gar nicht das Genre, in dem ich schreibe,
und das ist wahrscheinlich gut so.


HPR: Du liest nicht nur viel, du schreibst ja auch viel. Was hast du
durch dein Schreiben dazugelernt? Wie wichtig ist Schreiben,
Schreiben, Schreiben?

MW: Enorm wichtig. Weil man dadurch natürlich seinen eigenen Blick
schärft. Allerdings ist jemand, mit dem man seine Schreibe und seine
Ideen diskutieren kann, fast genauso wichtig. Was habe ich gelernt?
Ich glaube, meine Texte sind jetzt flüssiger und durchdachter. Vor
Kurzem habe ich die erste Fassung von MondSilberLicht noch einmal
gelesen und dachte: Oh, mein Gott! Aber so etwas gehört vielleicht
auch dazu - die Leser mochten es.


HPR: Vorhin hast du gesagt, dass du gar nicht das Genre liest, in dem
du schreibst. Was liest du dann?

MW: Ich lese am liebsten historische Romane und historische Krimis und
Agatha Christie und Dystopien und dann noch alles Mögliche dazwischen.
Eigentlich lese ich immer, und mein Mann testet ab und zu mal, ob mein
Kindle nicht an meinem Gesicht festgewachsen ist. (Ich gestehe, ich
liebe E-Book-Lesen.)


HPR: Was passiert mit deinen Texten in der Überarbeitung? Im Lektorat?
Wie hat man sich das vorzustellen?

MW: Meine Lektorin und ich arbeiten ganz stark am Aufbau der Story
zusammen. Ich bin ein großer Filmfan und habe in einem Seminar von Eva
Völler gelernt, dass es geschickt ist, ein Buch ähnlich wie einen Film
aufzuziehen. Ich hatte die MondLichtSaga schon geschrieben und habe
rückblickend überprüft, ob es bei mir diese ganz bestimmten Punkte
gibt, die den Leser bei der Stange halten - und hatte vieles intuitiv
richtig gemacht. Mittlerweile ist es so, dass ich einen Teil des
Textes recht früh ins Lektorat gebe und ihn dann mit vielen
Anmerkungen, Fragen und Vorschlägen wiederbekomme. Dann weiß ich
besser, worauf ich achten muss, welchen roten Faden ich verfolgen und
welche Szenen ich besser verknüpfen muss oder welche Figuren sich in
welchen spiegeln müssen. Die Endfassung wird dann noch mal komplett
durchgegangen. Da ich eine ziemlich schlechte Plotterin bin,
überarbeite ich meine Texte immer wieder von vorn, bis alles stimmt.
Das ist ziemlich arbeitsaufwendig, aber eben meine Stil.


HPR: Du hast ja geschafft, was angeblich unmöglich ist: Bücher auch
über den Buchhandel zu verkaufen. Viele Selfpublisher sagen, der
Buchhandel würde niemals Selfpublisher verkaufen. Was ist deine
Erfahrung dazu?

MW: Buchhändler sind ja auch nur Menschen, und da gibt es solche und
solche. Ich habe mir ganz ordentlich eine deutsche ISBN zugelegt und
meine Bücher beim VLB gelistet. Und dann gibt es Buchhändler, die
meine Bücher bestellen, und welche, die es nicht tun. Manche nur auf
Kundenwunsch und manche in größerer Stückzahl für den Verkauf im
Laden. Was ich nicht gemacht habe und auch nicht machen werde - ich
klappere nicht die Buchhändler in meiner Heimatstadt ab. Dafür fehlt
mir schlichtweg die Zeit. Ich trage es aber auch keinem Buchhändler
nach, dass er meine Bücher nicht anbietet, das tut er mit Tausenden
anderen Büchern auch nicht. Bücher verkaufen ist nämlich mindestens
ebenso ein Geschäft wie das Bücherschreiben. Auch der Buchhändler
möchte davon leben und seine Kinder satt kriegen - genau wie die
Verleger, Lektoren, Coverdesigner und, ach ja, die Autoren.


HPR: Herzlichen Dank, Marah, für das Interview.


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