Ausgabe 16-07 (20 Juli 2014)

    Editorial
    Hall of Fame
    Schreib-Kick
    Lesetipp
    Interview mit der Qindie-Initiatorin Susanne Gerdom
    Spannung, der Unterleib der Literatur
        "Fey“
        Text: anonym, Lektorat: Hans Peter Roentgen
    Interview mit Sandra Uschtrin
    Verlagsportrait
        "Windspiel Verlag“
    Frag den Experten für Verlagswesen
        (Bjørn Jagnow)

EDITORIAL:
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Liebe Autorinnen und Autoren,

wir sind Weltmeister!!!! Erstaunlicherweise geht das Leben trotzdem
ganz normal weiter - auch im Tempest. In dieser Ausgabe findet ihr
neben vielen neuen Ausschreibungen (in Teil 2): ein neues
Spannungslektorat von Hans Peter Roentgen, ein Interview mit der
Qindie-Initiatorin Susanne Gerdom, ein Interview mit Sandra Uschtrin,
die mit ihrer "Autorenwelt“ etwas ganz Neues auf die Beine stellt,
eine Vorstellung des Windspiel Verlags und eine Expertenantwort von
Björn Jagnow.

Der Tipp des Monats Juli, diesmal von
https://www.facebook.com/Literaturkaninchen:

    Schreibe jeden Tag. Egal ob eine Seite, einen Satz,
    einen Charaktersketch, eine Zeile Dialog oder eine Plotnotiz.
    Schreibe jeden Tag etwas.

Etwas weniger Regen und mehr Sonne wünschen wir euch fürs Leben und
Schreiben im kommenden Monat. Und schickt uns eure Schreibtipps!

  Gabi Neumayer
  Chefredakteurin

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Damit wir den Tempest auch in Zukunft weiterführen können, brauchen
wir eure Hilfe: Wer uns unterstützen möchte, überweise bitte einen
freiwilligen Jahresbeitrag (15 Euro haben wir als Richtwert gesetzt,
aber ihr helft uns auch schon mit 5 oder 10 Euro weiter) auf das
Konto:

Jürgen Schloßmacher
Kreissparkasse Köln
BIC: COKSDE33XXX
IBAN: DE23370502991142176163
Stichwort: "Beitrag 2014"

Wichtig: Das Konto läuft NICHT mehr auf den Namen "autorenforum“,
sondern nur auf "Jürgen Schloßmacher“!

Neu:  Ihr könnt jetzt auch über unsere Website
http://www.autorenforum.de direkt per Paypal überweisen!

Für AuslandsabonnentInnen: Am 1. Juli 2003 wurden die
Auslandsüberweisungsgebühren gesenkt. Aber natürlich könnt ihr uns
euren Beitrag auch weiterhin per Post schicken (Adresse am Ende des
Tempest).

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ISSN 1439-4669  Copyright 2014 autorenforum.de. Copyright- und
               Kontaktinformationen am Ende dieser Ausgabe
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 INHALT DIESER AUSGABE:


TEIL 1:

    Editorial
    Hall of Fame
    Schreib-Kick
    Lesetipp
    Interview mit der Qindie-Initiatorin Susanne Gerdom
    Spannung, der Unterleib der Literatur
        "Fey“
        Text: anonym, Lektorat: Hans Peter Roentgen
    Interview mit Sandra Uschtrin
    Verlagsportrait
        "Windspiel Verlag“
    Frag den Experten für Verlagswesen
        (Bjørn Jagnow)
    Impressum


TEIL 2:

    Veranstaltungen
    Ausschreibungen
    Publikationsmöglichkeiten
         mit Honorar
         ohne Honorar
    Seminare
    Messekalender
    Impressum


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HALL OF FAME:
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                            (redaktion at team pt autorenforum pt de)

Die “Hall of Fame" zeigt die Erfolge von AbonnentInnen des Tempest.
Wir freuen uns, wenn ihr euch davon motivieren und ermutigen lasst -
dann werden wir euer neues Buch hier bestimmt auch bald vorstellen
können.

Melden könnt ihr aktuelle Buchveröffentlichungen (nur Erstauflagen!)
nach diesem Schema:

.......
AutorIn: “Titel", Verlag Erscheinungsjahr (das muss immer das laufende
oder das vergangene Jahr sein!), Genre (maximal 2 Wörter). Zusätzlich
könnt ihr in maximal 60 Zeichen (nicht Wörtern!) inklusive Leerzeichen
weitere Infos zu eurem Buch unterbringen, zum Beispiel eine Homepage-
Adresse.
.......
Ein Beispiel (!):

Johanna Ernst: "Der Fall der falschen Meldung", Hüstel Verlag 2009,
Mystery-Thriller. Dann noch 60 Zeichen - und keins mehr! Inklusive
Homepage!
.......

Ausgeschlossen sind Veröffentlichungen in Anthologien, Bücher im
Eigenverlag und BoDs (sofern sie im Eigenverlag erschienen sind) sowie
Veröffentlichungen in Druckkostenzuschussverlagen.

ACHTUNG!
Schreibt in eure Mail mit der Meldung immer auch hinein, dass ihr
bestätigt, dass die Veröffentlichung weder im Eigenverlag noch in
einem Verlag erschienen ist, bei dem der Autor irgendetwas bezahlt
hat! Als Bezahlung gilt auch, wenn er Bücher kostenpflichtig abnehmen
muss, Lektorat bezahlt o. Ä.

Schickt eure Texte unter dem Betreff “Hall of Fame" an
redaktion at team pt autorenforum pt de.

Wir berücksichtigen ausschließlich Meldungen, die nach dem obigen
Schema gemacht werden und die Bestätigung zum Verlag enthalten.
Änderungsaufforderungen zu Meldungen, bei denen das nicht der Fall
ist, werden ab sofort nicht mehr verschickt!
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Karl Plepelits: "Und es jubeln die Rachegeister", Edition Bärenklau
2014, Mystery Krimi. Die Rachegeister der Ermordeten mahlen langsam,
aber sicher.

Gerlis Zillgens: "Yolo, der wildgewordene Pudding und Jo Zwometerzwo“,
Loewe Verlag 2014, illustrierte Romanreihe. Erster Band. Für
Leser_innen ab 11.

Stephanie Madea: "Hand in Hand - Moonbow 2“, bookshouse Verlag 2014,
Romantic Thrill. Mitreißender Abenteuer-Liebesroman. www.stephanie-
madea.com

Ulrike Wanner: "Motherbrain", Sieben Verlag 2014, Thriller.
Hirnschrittmacher und ein toter Forscher. www.storystore.de


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SCHREIB-KICK:
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                            (redaktion at team pt autorenforum pt de)


Unser Schreib-Kick für den Juli, diesmal von Jennifer Schreiner:

Augenblicke
...........

Erinnere dich an die letzte Woche. Welche Augenblicke hast du
besonders intensiv empfunden (positiv oder negativ)? Liste sie
stichwortartig auf. Dann suche dir einen aus, den du näher beschreiben
möchtest. Was war zu sehen, hören, riechen, schmecken? Was hast du
gefühlt, gewünscht, gehofft, gedacht und gefürchtet? (Denke an die
Möglichkeit der "Zeitdehnung“.)


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LESETIPP:
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                            (redaktion at team pt autorenforum pt de)


http://www.welt.de/kultur/article3350694/Lernen-Sie-hier-einen-Welt-
Bestseller-zu-schreiben.html
Weshalb steht eigentlich kein deutscher Autor in den Top 20 der
Bücher-Weltrangliste? Was ist das Geheimnis für internationalen
Erfolg? Darum geht es in diesem Artikel.

+++++

http://schreibkraftfmr.com/2012/09/24/stell-dir-vor-du-liest-fur-den-
hinten-links-in-der-letzten-reihe/
Stimmtrainerin Sabine Rosen gibt wertvolle Tipps für alle, die
Lesungen halten.


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INTERVIEW:
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                            (redaktion at team pt autorenforum pt de)


                   "Schau nach denen mit dem ‚Q‘"
         Interview mit der Qindie-Initiatorin Susanne Gerdom

Gerdoms Fantasy- und Science-Fiction-Romane sind bei Publikumsverlagen
wie Heyne, Piper und Ueberreuter erschienen. Anfang letzten Jahres
gründete die Autorin, die sich auch als E-Book-Self-Publisherin
versteht, mit Gleichgesinnten das Autorennetzwerk “Qindie" (Qualität &
Indie). Im Mai 2013 ging “Qindie" offiziell im Internet an den Start.
Seither erschienen die E-Books von über 100 AutorInnen unter dem Label
des “Q". Beeindruckt von so viel Pioniergeist, baten wir die “Qindie"-
Initiatorin um ein Interview.

Ramona und Thomas Roth-Berghofer: Liebe Susanne Gerdom, in den letzten
Jahren gab es ja einen unglaublichen Self-Publishing-Hype. Die “Self-
Publisher-Bibel" spricht von schätzungsweise 70.000 deutschsprachigen
Indie-Autoren. Hinzu kommen etliche Verlagsautoren mit ihren Backlist-
Titeln. Selbst als Optimist kann man sich lebhaft vorstellen, dass
potentielle Leser in diesem Ozean aus BoDs und E-Books kaum noch eine
Orientierung finden. “Qindie" scheint da eine lohnenswerte Alternative
zum Verlagsangebot für Leser zu werden.

Doch mal Hand aufs Herz, wie verkraftet ihr “Qindie"-Macher diesen zum
größten Teil ehrenamtlichen und sehr zeitintensiven Zusatzjob neben
euren regulären Brotberufen als Autor, Lektor oder Graphikdesigner?

Susanne Gerdom: Ihr trefft den wunden Punkt mit dem ersten Schlag.

Es ist ungeheuer viel Arbeit, die wir uns da aufgehalst haben, und
immer mal wieder ist nach einem Jahr Laufzeit der eine oder die andere
vom Kernteam ein bisschen angeschlagen, angefressen, genervt und mit
allem durch. Da müssen die anderen dann ein bisschen abfedern, stützen
und zur Hand gehen.

Das Schöne: Das Team ist auf eine geradezu erschreckende Weise
zusammengewachsen. Es gibt weder Streit noch Grabenkämpfe, die
Diskussionen sind sachlich, humorvoll und immer auf den Punkt. Wir
haben bis jetzt noch bei jedem Diskussionspunkt einen Konsens
gefunden, mit dem wirklich alle zufrieden sind. Das macht die Arbeit
leichter.

Eine winzige Korrektur deiner Frage: Die Arbeit ist nicht zum größten
Teil ehrenamtlich. Sie ist es voll und ganz. Da wir keine
Mitgliedsbeiträge oder Bearbeitungsgebühren kassieren, können wir
unseren Arbeitsbienen auch nichts zahlen. Leider. Ich denke ernsthaft
darüber nach, das mittelfristig zu ändern. Nicht zuletzt, weil in den
Köpfen immer noch ein bisschen der gute deutsche Grundsatz "was nichts
kostet, ist nichts wert“ nistet.


RRB/TRB: Autor zu sein ist eine Sache. Verleger oder Lektor zu sein
eine ganz andere. Nun ist “Qindie" zwar ein nicht kommerzielles
Autorennetzwerk, nichtsdestotrotz musstet ihr im letzten Jahr aufgrund
eures Qualitätslabels sehr massiv durch die Verleger- und Lektoren-
Brille schauen. Welche Erfahrungen habt ihr dabei als “Qindie"-
Herausgeber mit eingesandten E-Books gemacht?

SG: Eine überraschende (für mich jedenfalls war es das). Es ist
überraschend viel gutes Zeug auf dem SP-Markt unterwegs. Ich hatte
befürchtet, dass wir wirklich sehr nach den Perlen würden suchen
müssen, und bin jetzt angenehm davon überrascht, wie viele gute
Autoren auch jenseits des Verlagsbetriebs unterwegs sind. Es freut
mich massiv, dass wir Bücher im Regal haben, die von Verlagen als "zu
anspruchsvoll“ abgelehnt werden würden ...


RRB/TRB: Welchen Qualitäts-Anforderungen muss ein an “Qindie"
eingesandtes E-Book (Manuskript) genügen? Anhand welcher Kriterien
entscheidet ihr, ob ein E-Book im Sinne des “Qindie"-Labels
veröffentlichungsreif ist?

SG: Im Prinzip gehen wir nicht sehr viel anders vor, als es ein
Verlagslektorat auch täte. Wir beurteilen die Kandidaten anhand ihrer
Leseproben. Dabei spielt auch eine Rolle, ob das Buch formal
professionell aussieht. (Es gab Fälle, in denen ein Qindie sich erst
einmal um ein neues Cover kümmern musste, bevor das "Q“ auf sein Buch
durfte. In der Regel werden unsere Kritikpunkte aber gerne und sehr
konstruktiv aufgenommen.)

Wir begutachten die Leseprobe nach formalen Gesichtspunkten
(Rechtschreibung, Zeichensetzung, Grammatik, ist es ordentlich
korrekturgelesen oder nicht), dann kommt das "wie liest sich das?“
dazu. Packt die Probe auf den ersten Seiten? Will man weiterlesen?
Stimmt die Erzählstimme, beherrscht der Autor sprachlich /
erzählerisch sein Handwerk? Mehr als das können und wollen wir nicht
beurteilen. Wir können nicht jedes Buch komplett durch eine Jury
jagen, um zu sehen, ob auch Dramaturgie, Figurenentwicklung und Plot
stimmig sind. Aber das macht auch kein Lektorat. Die ersten Seiten
sagen in der Regel genug darüber aus, ob ein Buch dem professionellen
Standard entspricht oder nicht.


RRB/TRB: Welche Genres bietet “Qindie" seinen Lesern an?

SG: Wir haben, glaube ich, für jedes denkbare Genre schon einen
Vertreter im Portfolio. Kinderbücher, Ratgeber, Philosophisches, Lyrik
und alle gängigen U-Genres. Das Genre ist kein Auswahlkriterium. Gute
Bücher gibt es zu jedem Thema und in jedem Bereich, wir filtern sie
nur heraus.


RRB/TRB: Die Resonanz auf Autorenseite war und ist erwartungsgemäß
hoch. Und so bietet “Qindie" neben E-Books unter anderem auch
Lektorate, Autorencoachings und Schreibkurse an. Wie gestalten sich
diese Angebote und welche Konditionen sind damit verbunden?

SG: Das ist einer der Punkte, auf den ich besonders stolz bin. Schon
ein paar Monate nach der Gründung kamen die ersten "Qindie-Babies“ auf
die Welt: Inhalt, Lektorat und Korrektorat, Satz und Covergestaltung
aus dem Qindie-Pool. Davon gibt es mittlerweile eine ganze Reihe, und
es werden immer mehr.

Die Konditionen - darüber entscheiden Anbieter und "Kunde“ selbst.
Aber die Honorare sind freundschaftlich kalkuliert - so, dass beide
Seiten damit zufrieden sein können.


RRB/TRB: Wie sieht das Interesse an “Qindie" nach einem Jahr auf
Leserseite aus? Über welche Kanäle informiert ihr über eure E-Book-
Backlist und eure E-Book-Neuerscheinungen?

SG: Die Lesergewinnung ist immer noch unsere größte Baustelle. Die
Autoren finden von ganz alleine zu uns, um Leser müssen wir werben.
Aber immerhin zieht so langsam die Aussagekraft unseres Logos: Ich
habe in letzter Zeit des Öfteren in Bücherforen die Aussage gehört:
"Wenn du Selfpublisher-Bücher lesen willst, dann schau nach denen mit
dem ‚Q‘“. So was macht mich natürlich stolz.

Es wächst uns aber auch langsam, aber sicher eine Stammleserschaft zu,
nicht zuletzt durch den Einsatz einiger unglaublich engagierter
Buchbloggerinnen - ich nenne hier stellvertretend Jack&Tilly von In
Flagranti Books, http://inflagrantibooks.blogspot.co.uk -, die sich
sehr intensiv mit der SP-Szene auseinandersetzen.

Darüber hinaus ist unser "Social Media Team“ kräftig damit
beschäftigt, Neuerscheinungen, Gewinnspiele und Aktionen, Leserunden
usw. über die einschlägigen Kanäle zu verbreiten, und zwei unserer
Teammitglieder stemmen jeden Monat einen randvollen Newsletter. Und ab
Herbst wird es dann auch unsere erstes "Q-Mag“ geben, ein E-Book-
Magazin mit tollen Beiträgen. Ich bin sehr geflasht, was da an
ehrenamtlicher Arbeit alles gestemmt wird.


RRB/TRB: Die Selfpublisher-Gemeinde ist groß. Welche Strategien nutzt
ihr, damit “Qindie" - etwas überspitzt ausgedrückt - am Ende nicht im
eigenen “Indie-Leser"-Saft schmort? Anders gefragt: Wie erreicht ihr
jene Leser, die bisher vor allem von den Verlagen erreicht werden?

SG: Ich habe den Eindruck, dass die lesende Welt sich nicht in
VerlagsbuchleserInnen und SP-LeserInnen teilt, sondern in E-Book-
Reader-BesitzerInnen und P-Buch-Fans. Die Menschen mit Reader machen
inzwischen gar keine so großen Unterschiede mehr. Schaut euch die Top-
Listen bei Amazon an: Vor kurzem waren die oberen zwanzig oder mehr
Titel allesamt SP. Hier möchte ich noch auf folgenden Link des
Börsenblatts verweisen: http://www.boersenblatt.net/801080/.

Das grundlegende Problem bleibt natürlich das alte: Wie bekomme ich
Leser dazu, *mein* Buch zu lesen? Das teilen VerlagsautorInnen mit
Selfpublishern. (Zumindest im E-Book-Bereich auf Augenhöhe, sogar mit
einem leichten Vorteil fürs SP, weil die Bücher in der Regel
erschwinglicher sind.) VerlagsautorInnen sind nur noch deshalb im
Vorteil, weil sie den automatischen Zugang zum stationären Buchhandel
besitzen, der SP nach wie vor verschlossen bleibt. Aber das gilt ja
wiederum auch nur für die Publikumsverlagsautoren - die von den
kleinen und oft auch mittleren Verlagen vertretenen AutorInnen haben
ähnliche Probleme der Sichtbarwerdung wie ein SP.


RRB/TRB: Wie weiter oben angemerkt, habt ihr gerade zu Beginn
unglaublich viel Arbeit in “Qindie" gesteckt, und diese Arbeit reißt
ja nicht ab. Fast könnte man sagen, ihr betreibt eine Art E-Book-
Verlag: Manuskripte begutachten, Redaktion und Lektorat, Grafikdesign,
Marketing, PR, Vertrieb ... Wenn all diese ehrenamtliche Arbeit getan
ist, bleibt dann eigentlich noch Zeit für eure eigenen
Schreibprojekte? Ketzerisch gefragt: Wo liegt auf lange Sicht gesehen
für euch die wirtschaftliche Rentabilität? Denn dort, wo ihr für
Qindie arbeitet, fehlen euch ja die Stunden für die eigene
Kreativität, sprich den Brotberuf.

SG: Und wieder ein Finger in die Wunde und einmal rumgedreht. Ja, das
Ganze ist eine erhebliche Arbeitsbelastung gerade für diejenigen, die
den täglichen Betrieb aufrechterhalten - und gelegentlich gibt es da
auch den einen oder anderen virtuellen Heulkrampf im Teamchat. Was die
wirtschaftliche Frage angeht - oder schlicht die Frage, ob wir Arbeit
auch mal zumindest halbwegs entlohnen können -, stehen wir noch an dem
Punkt, an dem wir eine Entscheidung treffen müssen. Ich habe zu Anfang
gesagt: Qindie soll kostenfrei sein. Da war ich noch der inzwischen ad
absurdum geführten Überzeugung, dass sich das, was an Arbeit anfällt,
auch auf genügend Schultern verteilen wird, dass wir Arbeitsbereiche
rotieren können und so jeder auch mal eine Auszeit hat. Das läuft so
leider nicht, die große Masse freut sich über den Service, ist aber
nicht sonderlich mitarbeitsfreudig.  (Ja, das hätte ich wissen müssen,
nennt mich blauäugig, stimmt schon, ich streite es nicht ab.)

Deshalb denken wir jetzt darüber nach, mittelfristig doch ein paar
kostenpflichtige Posten einzuführen. Eine Art Aufnahmegebühr oder
einen kleinen Monatsbeitrag. Wir beraten noch.

Ansonsten läuft es halt so, dass sich jede/r von uns, der in einer
heißen Projektphase steckt, abmelden und seine Arbeit zeitweise auf
die anderen verteilen kann - oder dass eben alles liegenbleibt, was
nicht zum täglichen Betrieb gehört.

Das ist wiederum schade, weil gerade da die Weiterentwicklung
stagniert. Aber es ist ja leider wirklich so, dass wir alle auch für
unsere Brötchen arbeiten müssen, und das geht nun mal vor.


RRB/TRB: Wir danken für das Interview und wünschen euch und “Qindie"
alles Gute!

SG: Danke für die spannenden Fragen und euer Interesse! Und wir freuen
uns natürlich über jeden Leser, jede Autorin und jeden
Buchinteressierten, der zu uns stößt, unsere Seite besucht und uns
weiterempfiehlt! (Kleiner Tipp: abonniert unseren monatlichen
Newsletter. Der lohnt sich.)

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SPANNUNG, DER UNTERLEIB DER LITERATUR:
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                            (redaktion at team pt autorenforum pt de)

Was macht Romane spannend, und vor allem: Was macht sie langweilig?

Wer Szenen hat, die sie oder er für spannend hält, oder Szenen, bei
denen er sich nicht sicher ist, oder solche, die eigentlich spannender
gestaltet sein sollten, doch die Frage ist: Wie? - wer solche Szenen
hat, kann sie mir schicken.

Ich wähle dann einige aus, die ich im Tempest bespreche. Schickt die
Szenen als E-Mail-Anhang im RTF-Format an: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Bitte nicht mehr als 7.000 Anschläge, also etwa vier Normseiten. Dazu
zählt auch der Vorspann! Da die Szenen aus beliebigen Stellen eurer
Manuskripte stammen dürfen, müsst ihr eventuell die Vorgeschichte der
Szene erklären. Diese Erklärung sollte 400 Anschläge nicht
überschreiten!
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                                "Fey“
                 Text: anonym, Lektorat: Hans Peter Roentgen

Yerell war nun schon den siebten Tag unterwegs - nach Norden, immer
nach Norden. Sie war müde, durstig und in Eile. Doch zum Glück lag nur
noch diese Tagesreise vor ihr, dann hatte sie das Portal erreicht.
Sie ließ ihren Blick über die gleichförmigen Wellen der Furchen
gleiten, die sich vor ihr ausbreiteten. Der letzte Teil ihres Weges
führte sie über die Felder eines kleinen Dorfes und ein letztes Stück
über die Heide, die sich im Norden anschloss. Es war ein kalter
Frühlingsmorgen und milchig leuchtende Nebelschwaden verwischten die
Konturen des Ackers. Ihr silber-weißes Fell verschmolz mit dem
schimmernden Nebel, dass ihre Gestalt kaum noch auszumachen war.
Zufrieden blickte sie zu dem dunklen Schemen des Dorfes, der sich
geisterhaft auf der gegenüberliegenden Seite erhob. Es würde kein
Risiko sein, den direkten Weg dicht am Dorf vorbei zu nehmen. Zügig
folgte sie einer der tiefen Ackerfurchen, als sie plötzlich stutzte.
Zwei Kerle hatten sie entdeckt und liefen nun neugierig auf sie zu.
Yerell schnaubte verärgert. Das hatte ihr gerade noch gefehlt -
Menschen! Sie überlegte kurz. Ihre Kleidung war zerschlissen und
verdreckt, der Blick getrübt, der Gang leicht schwankend. Eine
Auseinandersetzung mit den beiden würde sie kaum aufhalten. Jedoch
verbot dieses die erste und einzige Regel im Umgang mit diesen Wesen:
Bleib von ihnen fern! Demzufolge blieben ihr nur der Rückzug und die
Umrundung des Dorfes auf der anderen Seite im Schutz einer dicht
bewaldeten Hügelkette. Doch Yerell wich nicht zurück. Es widerstrebte
ihr, nur der Menschen wegen einen unbequemen und recht zeitaufwendigen
Umweg in Kauf zu nehmen. Unterholz und Gestrüpp würden ihr Vorankommen
erheblich erschweren und der Weg über die Heide kostete sie noch viele
Stunden. Immer näher waren die beiden Kerle herangekommen. Trotz des
widerwärtigen Gestanks, der ihr nun in die Nase biss, amüsierte sie
die Art und Weise, wie die Männer über sie redeten und unverhohlen mit
dem Finger auf sie zeigten. Ihrem Geschwätz nach hielten die beiden
Nichtsnutze sie für einen weißen Fuchs. Menschen sind so blind -
sollten sie doch glauben, was sie sahen. Als die beiden jedoch
beschlossen, sie fangen zu wollen, entschied Yerell, dass sie genug
Zeit mit ihnen vertan hatte. Als sie auswich und in einigem Abstand an
ihnen vorbeilaufen wollte, begannen die Kerle zu grölen und mit
Steinen nach ihr zu werfen. Abrupt wirbelte sie herum, blieb
breitbeinig stehen und fixierte ihre Angreifer mit gelb funkelnden
Augen. Ihr gesträubtes Nackenfell stellte sich auf wie ein Hahnenkamm.
Doch die Angreifer waren entweder zu dumm oder vom Alkohol zu
benebelt, um diese eindeutige Warnung zu verstehen. Sie weigerten sich
weiterhin beharrlich, ihr den ihr zustehenden Respekt aufzubringen und
versuchten trotz der Drohgebärden sie zu berühren. Als ihr einer der
Männer zu nahe kam, duckte sie sich unter seiner Hand weg, fletschte
die Zähne und begann tief und kehlig zu knurren. Verunsichert blieb
der Kerl stehen und drehte sich hilfesuchend zu seinem Kumpanen um.
Dieser zog ein Messer hervor und ging mit Angebermiene auf sie zu. Mit
der Klinge fuchtelte er wild in der Luft herum. Da riss ihr der
Geduldsfaden. Das kurze, aber heftige Scharmützel alarmierte das
gesamte Dorf. Dadurch sah sie sich gezwungen, den Weg ein gutes Stück
zurück zu laufen und die Ortschaft nun doch auf der gegenüberliegenden
Seite weitläufig zu umgehen. Während Yerell die erste Anhöhe
hinaufsprintete, um in den Schatten des Waldes Deckung zu suchen,
liefen ihre Gedanken Sturm. Sie hatte die heilige Regel gebrochen!
Immer wieder versuchte sie ihr Handeln zu rechtfertigen. Sie hatte die
beiden Spinner gewarnt. Sie hatte sie gewarnt, verdammt! Was konnte
sie denn für ihre Dummheit. Irgendwann war das Maß eben voll. Warum
war nur immer sie mit diesen Wesen gestraft? Schon früher fiel ihr
auf, dass sie häufiger auf Menschen stieß als andere ihres Volkes. Aus
irgendeinem Grund zog sie sie magisch an. Magisch, ha!

~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~

                   Lektorat von Hans Peter Roentgen

Yerell, ein Wesen, das aussieht wie ein weißer Fuchs, strebt ihrem
Ziel zu. Nur noch ein Tag, und sie hat es erreicht. Sie sieht ein Dorf
und denkt, da könne sie unbemerkt daran vorbei eilen, denn
Nebelstreifen liegen auf den Feldern.

Aber dann bemerken zwei Männer sie. Und versuchen sie zu fangen. Was
ihnen nicht gut bekommt.

Ist das spannend?

Die Konstellation sicher. Yerell muss sich von Menschen fernhalten,
und jetzt haben zwei sie entdeckt. Obendrein wollen sie sie fangen.
Genügend Konfliktpotential ist also vorhanden. Warum zieht die
Geschichte den Leser dennoch nicht herein?


         Der Konflikt und die Ereignisse

Was ist der zentrale Konflikt?

Da kommen zwei Dinge in Betracht. Einmal, dass Yerell weiterziehen
will, die Menschen wollen sie aber fangen. Zum zweiten, dass Yerell
Menschen ausweichen muss, das fordert die heilige Regel.

Das erste ist ein äußerer Konflikt mit Menschen, die sie fangen oder
töten wollen. Das zweite ein innerer Konflikt.

Ein weiteres Ereignis wird ganz am Anfang angerissen: Sie ist schon
den siebten Tag unterwegs, hat es eilig und könnte in einem Tag ihr
Ziel, das Portal, erreichen.

Möglicherweise sind in der weiteren Geschichte die beiden anderen
Konflikte wichtiger. Doch hier und jetzt, nahe dem Dorf der Menschen,
ist der Konflikt mit den beiden Männern entscheidend. Ich formuliere
den Text deshalb so um, dass dieser Konflikt die Szene bestimmt:

.....
Yerells silber-weißes Fell verschmolz mit dem schimmernden Nebel, so
dass ihre Gestalt kaum noch auszumachen war. Plötzlich stutzte sie.
Zwei Kerle hatten sie entdeckt und liefen nun auf sie zu. Das hatte
ihr gerade noch gefehlt - Menschen!
Ihre Kleidung war zerschlissen und verdreckt, der Blick getrübt, der
Gang leicht schwankend. Eine Auseinandersetzung mit den beiden würde
sie kaum aufhalten. Jedoch verbot die erste und einzige Regel im
Umgang mit diesen Wesen dies: Bleib ihnen fern, sagte diese Regel.
Demzufolge blieben ihr nur der Rückzug und die Umrundung des Dorfes
auf der anderen Seite im Schutz einer dicht bewaldeten Hügelkette.
Doch Yerell wich nicht zurück. Es widerstrebte ihr, nur zweier
Menschen wegen einen unbequemen und zeitaufwendigen Umweg in Kauf zu
nehmen.
Die beiden Kerle kamen näher. Ihr widerwärtigen Gestanks biss ihr in
die Nase, und sie zeigten unverhohlen mit dem Finger auf sie. Hielten
die beiden Nichtsnutze sie für einen weißen Fuchs? Menschen waren so
blind - sollten sie doch glauben, was sie sahen.
.....

Ich habe mich hier ganz auf den externen Konflikt beschränkt, den
Verweis auf die Regel, die den Kontakt verbietet, habe ich nur kurz
eingebaut. Denn sie gehört zu dem Konflikt mit den Menschen. Außerdem
habe ich den Text mit Absätzen unterteilt, damit er lesbarer wird.
Dieser Text spart sehr mit Absatzmarken, aber Absätze sind sehr
nützliche Gliederungselemente, die Lesern das Lesen erleichtern. So
wenig Sie endlose Bandwurmsätze entwerfen sollten, so wenig sollten
Sie endlos lange Absätze schreiben. Die Fähigkeit, seinen Text
übersichtlich zu gliedern, zeichnet einen guten Autor aus.

Den Satz "Ihrem Geschwätz nach hielten die beiden Nichtsnutze sie für
einen weißen Fuchs“ habe ich in eine Frage abgeändert: "Hielten die
beiden Nichtsnutze sie für einen weißen Fuchs?“ Denn da das Geschwätz
nicht im Text steht, kann man es streichen.

Dann folgt ein Satz, der kryptisch ist:

.....
"Als die beiden jedoch beschlossen, sie fangen zu wollen, entschied
Yerell, dass sie genug Zeit mit ihnen vertan hatte.“
.....

Woher weiß Yerell das? Wieder aus dem Geschwätz? Und vor allem, was
kümmert es sie, warum läuft sie nicht nicht einfach um die Männer
herum, wie es später geschieht? Weil die Männer mit Steinen werfen?
Das wäre ein Grund. Dann wäre das aber das entscheidende Ereignis.
Lassen wir das Fangenwollen weg und beide Seiten ihre Pläne verfolgen:

.....
Sie wich aus und wollte in einigem Abstand an ihnen vorbeilaufen. Doch
die die Kerle grölten und warfen mit Steinen nach ihr. Abrupt wirbelte
sie herum, blieb breitbeinig stehen und fixierte ihre Angreifer mit
gelb funkelnden Augen. Ihr gesträubtes Nackenfell stellte sich auf wie
ein Hahnenkamm.
.....

Sie sehen, ich habe gleich noch zwei weitere Probleme beseitigt.
Einmal ist es keine gute Idee, zwei Handlungen, die gleichzeitig
geschehen, mit der Konstruktion "Als A geschah, geschah auch B“ zu
umschreiben. Lassen Sie das in zwei Hauptsätzen stehen, das ist in der
Regel spannender. Das gilt auch für die ebenso beliebte
Anfängerkonstruktion: "Während A geschah, passierte auch B.“

Und die Männer warfen mit Steinen - ein aktives Verb ist immer besser
als eine Hilfskonstruktion mit "beginnen“.

Dann kommen die Männer auf sie zu, der eine will sie berühren, der
andere fuchtelt mit seinem Messer herum. Ein kurzes, aber heftiges
Scharmünzel alarmiert das ganze Dorf.


         Den Höhepunkt auskosten

Was, bitte, passiert hier? Das ist der Höhepunkt der
Auseinandersetzung, aber wir erfahren nicht, was geschieht. Reißt
Yerell den Männern die Kehle heraus? Oder schlägt sie sie mit Magie
nieder? Beißt sie sie in die Hände, so dass sie sie in Ruhe lassen? Da
das ganze Dorf alarmiert wird, müssen die Männer wohl laut schreien,
was bedeutet, dass ihnen nicht die Kehle herausgerissen wurde.

Um den Höhepunkt darf sich der Autor nicht herumdrücken. Hier wäre
zumindestens ein Satz gut, der schildert, wie ein Wesen, das wie ein
weißer Fuchs aussieht, zwei Männer ausschaltet.

Als Letztes folgt der innere Konflikt mit der heiligen Regel. Auch
diese Auseinandersetzung lässt sich ein wenig verbessern, wenn wir
näher an den Gedanken Yerells bleiben:

.....
Sie hatte die heilige Regel gebrochen! Aber sie hatte die beiden
Spinner gewarnt. Sie hatte sie gewarnt, verdammt! Was konnte sie denn
für ihre Dummheit?
Warum war nur sie immer mit diesen Wesen gestraft? Schon früher war
ihr aufgefallen, dass sie häufiger auf Menschen stieß als andere ihres
Volkes. Aus irgendeinem Grund zog sie sie magisch an. Magisch, ha!
.....

         Kill your Darlings

Und die Beschreibung des Dorfes und der Umgebung? Soll man all das
streichen? Dabei ist es doch lebhaft und anschaulich geschrieben!

.....
"Sie ließ ihren Blick über die gleichförmigen Wellen der Furchen
gleiten, die sich vor ihr ausbreiteten. Der letzte Teil ihres Weges
führte sie über die Felder eines kleinen Dorfes und ein letztes Stück
über die Heide, die sich im Norden anschloss. Es war ein kalter
Frühlingsmorgen und milchig leuchtende Nebelschwaden verwischten die
Konturen des Ackers.“
.....

Ein Autor soll sich gerade von seinen Lieblingen trennen, besagt der
oft zitierte Satz "Kill your Darlings“. Hängen Sie nicht an ihren
tollen Stellen, wenn Sie nicht zur Szene passen. Und hier passen sie
nicht. Wenn Sie mit dieser Schilderung beginnen, verlieren sie Leser,
die das Buch zuklappen könnten.

Aber wie immer gibt es beim Schreiben mehrere Möglichkeiten. Die eine
habe ich schon genannt: Streichen Sie die Beschreibung! Für die
Handlung ist sie nicht nötig. Die zweite wäre es, diese Beschreibung
nicht am Anfang unterzubringen, sondern später. Wenn der Leser bereits
weiß: Da braut sich etwas zusammen.

.....
Yerells silber-weißes Fell verschmolz mit dem schimmernden Nebel, so
dass ihre Gestalt kaum noch auszumachen war. Plötzlich stutzte sie.
Zwei Kerle hatten sie entdeckt und liefen nun auf sie zu. Das hatte
ihr gerade noch gefehlt - Menschen!
Ihre Kleidung war zerschlissen und verdreckt, der Blick getrübt, der
Gang leicht schwankend. Sie kamen aus dem kleinen Dorf, zu dem die
Felder mit den gleichförmigen Furchen gehörten, die sich vor ihr
ausbreiteten. Es war ein kalter Frühlingsmorgen und milchig leuchtende
Nebelschwaden verwischten die Konturen des Ackers.
Eine Auseinandersetzung mit den beiden würde sie kaum aufhalten.
Jedoch verbot die erste und einzige Regel im Umgang mit diesen Wesen
dies: Bleib ihnen fern, sagte diese Regel der Schwestern.
.....

So ließe sich zum Beispiel die Beschreibung integrieren. Ich würde
eher für die Szene ohne die ausführliche Beschreibung plädieren. Aber
ich kenne nicht das gesamte Manuskript, und es gibt viele Fantasy-
Leser, die Beschreibungen lieben, wenn sie gut gemacht sind.

Habe ich Sie jetzt schockiert? Habe ich nicht immer gepredigt, dass
man Beschreibungen und Infodumps vermeiden sollte?

Richtig. Aber gute Beschreibungen können ihren Reiz haben. Sie bergen
Gefahren, denn gerade Nachwuchsautoren tun sich oft damit schwer.
Sehen Sie sich einfach meine beiden Vorschläge an. Legen Sie sie
nebeneinander. Welcher gefällt Ihnen besser?

Sie müssen auch Ihren eigenen Geschmack entwickeln, um eine eigene
Stimme zu bekommen. Hier ist eine Gelegenheit.

                  **~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~**

Hans Peter Roentgen ist Autor der Bücher "Vier Seiten für ein
Halleluja" über Romananfänge und "Drei Seiten für ein Exposé".
Außerdem hält er Schreibkurse und lektoriert. Gerade ist sein neuer
Ratgeber "Schreiben ist nichts für Feiglinge“ erschienen.


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INTERVIEW:
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                            (redaktion at team pt autorenforum pt de)


               "Gemeinsam etwas auf die Beine stellen“
                    Interview mit Sandra Uschtrin

Sandra Uschtrin ist im deutschsprachigen Raum sicher eine der
bekanntesten Persönlichkeiten, wenn man AutorInnen fragt. Ihr
"Handbuch für Autorinnen und Autoren“, das demnächst in der 8. Auflage
erscheint, war eine der ersten Hilfen für AutorInnen, die sich
professionalisieren wollten. Außerdem gibt Uschtrin die
Autorenzeitschrift "Federwelt“ heraus. Die Chefredaktion hat sie
inzwischen jedoch abgegeben, um sich einem neuen Projekt zu widmen:
der "Autorenwelt“.


Gabi Neumayer: Es gibt inzwischen so viele Angebote, Informationen und
Foren für AutorInnen im Netz: Was ist anders an der "Autorenwelt“?

Sandra Uschtrin: Stimmt, es gibt im Internet mittlerweile
unüberschaubar viele Angebote für Autorinnen und Autoren - gerade
darum ist es an der Zeit, die Kräfte zu bündeln und einen Ort zu
schaffen, an dem man als AutorIn so ziemlich alle und alles findet,
was man zu seinem Glück und für seinen Beruf oder sein Hobby braucht.
Diesen Ort, dieses "Zuhause“, wie ich es gerne nenne, will die
Autorenwelt für Autorinnen und Autoren sein.

Du fragst, was anders sei. Derzeit ist auf der Autorenwelt noch nicht
viel anders. Wer mit Literatur zu tun hat oder mit Menschen, die mit
Literatur zu tun haben, kann auf der Autorenwelt kostenlos ein Profil
von sich erstellen und damit zeigen, was er macht. Das können
AutorInnen sein. Oder auch Schreibcoachs, Lektoren,
Literaturagentinnen, Fotografen, Ghostwriterinnen, Testleserinnen, E-
Book-Konvertierer. Die 1.600 Menschen, die sich bisher eingetragen
haben (Stand: 7. Juli 2014), gehören über 30 "Arten“ an. Außerdem
lassen sich "Organisationen“ eintragen: Derzeit sind das
beispielsweise rund 80 Literaturzeitschriften, 70 Literaturagenturen,
8 Autorenvereinigungen und so weiter. Im Bereich "Literaturbetrieb“
können Veranstalter - Stichwort "user-generated content“ - ihre
Literaturwettbewerbe und -stipendien eintragen, ihre Weiterbildungen
und Veranstaltungen publik machen oder Aufrufe starten, um Leute zu
finden, die sich an einer Anthologie oder irgendeinem anderen Projekt
beteiligen möchten. Das alles gibt es im Internet auch schon an
anderen Orten und ist nicht wirklich neu.

Neu ist auch nicht der Bereich "Aktuelles“ mit seinen Branchennews und
der Möglichkeit, sich für unsere Newsletter anzumelden. Oder dass man
die Einträge im Bereich "Literaturbetrieb“ nach Ort und Genre filtern
und dann sortieren kann. Das alles ist nicht neu.

Was neu ist, ist unser Anspruch. Dass nämlich die Autorenwelt nicht
nur eine Welt für AutorInnen sein soll, sondern eine Welt, die ihnen
gehört. Ihnen selbst. Und eben keinem Verlagskonzern oder einem
Dingsda wie Amazon. Gut, es gibt den Verlag der Autoren, gegründet
1969. Eine GmbH und Co KG, die sich ihre wirtschaftliche
Unabhängigkeit bewahrt hat und die mit derzeit rund 160
Gesellschaftern den AutorInnen und MitarbeiterInnen gehört. Die
Autorenwelt will mehr sein.


GN: Wie stellst du dir die weitere Entwicklung der "Autorenwelt“ vor?
Und wie können die am Literaturbetrieb Beteiligten daran mitwirken?

SU: Im Sommer wollten wir die erste von mehreren Phasen abgeschlossen
haben. Das ist uns gelungen: Die Plattform steht. Alle am
Literaturbetrieb Beteiligten können sich kostenlos eintragen und damit
gefunden werden und ihre Förderungen, Aufrufe, Weiterbildungen oder
Veranstaltungen kostenlos veröffentlichen. Mitglieder, also Menschen,
die von sich ein Profil erstellt haben, können sich untereinander
Nachrichten senden. Aber das reicht natürlich nicht. Um eine starke
Community aufzubauen, wollen wir in der zweiten Jahreshälfte ein Forum
installieren. In diesem Forum kann alles besprochen werden, was in
Foren dieser Art besprochen wird. Und hier wird es eben auch einen
Bereich geben, in dem wir gemeinsam überlegen, wie die beste aller
Autorenwelten aussehen könnte und was es braucht, um sie zu
verwirklichen. Zum Beispiel Strukturen - die wie aussehen sollen? Zum
Beispiel Geld - das wir wie beschaffen? Zum Beispiel tolle Ideen - die
sich wie und in welcher Reihenfolge umsetzen lassen? Und Spaß und
Neugierde daran, Neues zu wagen.

AutorInnen und die am Literaturbetrieb Beteiligten können am Aufbau
der Autorenwelt am besten mitwirken, indem sie die Möglichkeiten
nutzen, die ihnen diese Welt bietet. Beim jetzigen Entwicklungsstand
meint das: Werdet Mitglied ( registriert euch), und erstellt ein
Profil von euch! Tragt eure Organisationen / Einrichtungen / Firmen /
Vereine und eure Veranstaltungen, Weiterbildungen, Wettbewerbe oder
Stipendien ein! Weist andere auf die Autorenwelt hin! Zeigt, wer ihr
seid und dass es euch gibt!

Bald wird es außerdem bedeuten: Tauscht euch untereinander im Forum
aus! Teilt euer Wissen! Bringt euch mit euren Ideen und Visionen ein!
Denn nur so können wir sie gemeinsam umsetzen!


GN: Wie sieht es zurzeit (Juli 2014) aus? Und hat sich an euren
ursprünglichen Plänen durch die bisherige Entwicklung etwas geändert?

SU: Guckt euch die Autorenwelt bitte einmal an:
http://www.autorenwelt.de. Was ihr dort seht, haben wir in einem
halben Jahr gebaut. Pläne steuern die Entwicklung, das Entwickelte
ändert die Pläne und so fort. Eine Welt wie diese wird nie fertig
sein. Sie ist nur dann lebendig, wenn sie sich permanent ändert,
weiterentwickelt.


GN: Welche Reaktionen bekommt ihr bislang - und von wem? Habt ihr auch
unerwartete Unterstützung oder Gegenwind bekommen?

SU: Es sind so viele Reaktionen, jeden Tag! Da ist die Angestellte
einer Kulturbehörde, die nicht weiß, ob sie ihren Workshop für
Jugendliche unter "Weiterbildungen“ oder "Aufrufe“ eintragen soll. Da
ist die Lektorin, die sich bedankt, dass sie via Autorenwelt nun schon
den zweiten Auftrag akquirieren konnte. Da ist der Autor, der als
Profilbild ein Fabelwesen hochlädt und den wir bitten, es gegen ein
Bild auszutauschen, auf dem er selbst zu sehen ist. Da ist der Stimm-
und Sprechtrainer, der uns vorschlägt, bei "Menschen“ noch die "Art“
"Stimm- und Sprechtrainer“ hinzuzufügen, was wir sofort umsetzen
können. Oder die Test-/Betaleserin aus Bayern, die sich freut, auf
diese Art AutorInnen kennenzulernen und mit Thrillern und historischen
Romanen versorgt zu werden. - Gegenwind haben wir bisher keinen
bekommen. Das kommt wohl erst später, wenn wir größer sind.


GN: Was wünschst du dir, wie soll die Autorenwelt in fünf Jahren
aussehen?

SU: "Komisch, wie haben wir das nur früher gemacht, als es noch keine
Autorenwelt gab?“ Wenn sich Autorinnen und Autoren und viele am
Literaturbetrieb Beteiligte das irgendwann verwundert fragen, haben
wir eine Menge richtig gemacht. Amazon wird es dann sicher auch noch
geben. Aber aus dem Buchsegment haben sie sich zurückgezogen, denn die
Leserinnen und Leser kaufen ihren Lesestoff lieber direkt beim
Erzeuger, weil sie wissen: So können sie diejenigen, deren Produkte
sie lieben, am besten bei ihrer Arbeit unterstützen. Und ich? Konnte
die Autorenwelt in die Hände eines fähigen Teams legen, das die
Autorenwelt umsichtig zu lenken weiß.


GN: Was findest du am wichtigsten für heutige AutorInnen? Welche Tipps
sollten sie deiner Erfahrung nach vor allem beherzigen?

SU: Neugierig bleiben. Gucken, was geht. Sich nicht entmutigen lassen.
Sich untereinander vernetzen. Gemeinsam etwas auf die Beine stellen.
Will sagen: die Autorenwelt als ihre eigene Welt begreifen und
zusammen mit anderen gestalten.

Früher hat man gesagt, AutorInnen seien Einzelkämpfer, und so war es
wohl auch. Jeder werkelte daheim an seinem Manuskript, während der
Verlag sich um den Rest kümmerte und die Verträge in 99,8 Prozent
aller Fälle diktierte. Selfpublisher - und immer mehr Autorinnen und
Autoren sind als Selfpublisher unterwegs - müssen beides tun:
schreiben und sich um den Rest kümmern. Was liegt da näher, als sich
auf einer Plattform wie der Autorenwelt zusammenzuschließen?

“Gemeinsam sind wir stark!“
Werden autark.
Treffen ins Mark!
- Ist das nicht ein Gedicht?


GN: Herzlichen Dank für das Interview, und alles Gute für die
"Autorenwelt“!

Die "Autorenwelt“ findet ihr hier: http://www.autorenwelt.de; dort
könnt ihr euch auch registrieren.


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VERLAGSPORTRAIT:
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                            (redaktion at team pt autorenforum pt de)

Windspiel Verlag
Scharbeutz e. K.
Oderstraße 19
23683 Scharbeutz
Tel.: (0 45 03) 79 48 39
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
http://www.windspiel-verlag.de


         Verlagsgeschichte

Dietlind und Martin Kreber sind die Gründer des Verlages und betreiben
ihn hauptberuflich. Sie arbeiten mit drei Lektorinnen, zwei Graphikern
sowie Mitarbeitern für die Pressearbeit und das Marketing.

Nach dem Umzug in die Lübecker Bucht ist die Idee entstanden, einen
"kriminellen“ Reiseführer für diese Region herauszugeben. Der Leser
sollte wie in einem "richtigen“ Reiseführer Informationen über den
jeweiligen Badeort erhalten und sich anhand von Zeichnungen und
Tatortskizzen auf die Spur des Täters begeben können. Geschrieben
werden sollten diese Krimis von regional ansässigen oder zumindest
ortskundigen Autoren, um auch das Lokalkolorit nicht zu kurz kommen zu
lassen. So ist der Windspiel Verlag Scharbeutz e. K. entstanden, der
im Juli den fünften Band der "Kriminellen Reiseführer“ für Berlin
herausgibt.


         Programm und Philosophie

Im Verlagsprogramm sind Krimis, historische Romane und Jugendliteratur
(seit Neuestem in Richtung Fantasy) zu finden. Der Schwerpunkt liegt
jedoch auf der Kriminalliteratur für die Region Lübecker Bucht und
nähere Umgebung.


         Welche Autoren wurden bisher verlegt?

Für den Verlag schreiben über 70 Autoren. Darunter Eva Almstädt, Sina
Beerwald, Gunter Gerlach, Jobst Schlennstedt.


         AutorInnen gesucht?

Wir suchen Autoren und Autorinnen, die einen Kriminalroman aus der
Region Lübecker Bucht und nähere Umgebung in der Schublade haben oder
schreiben möchten. Wir geben auch Anfängern eine Chance, jedoch
sollten Schreiberfahrungen vorhanden sein.


         Konditionen

Für einen abgeschlossenen Roman erhält der Autor 6 bis 8 % vom
Nettoverkaufspreis. Für eine Anthologie wird ein Betrag in Höhe von 7
% vom Nettoverkaufspreis an die beteiligten Autoren ausgezahlt.


         Was ist besonders wichtig?

Individualität, Fantasie und Schreibfähigkeiten. Autoren sollten zudem
Bezug zur Region haben.


         Zukunftspläne, Perspektiven

Mehr Kriminalromane aus der Region veröffentlichen und die als Reihen
angelegten Bücher weiter ausbauen. Die Herausgabe von zehn Büchern im
Jahr wird kurzfristig angestrebt.


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UNSERE EXPERTINNEN UND EXPERTEN:
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Bitte schickt den ExpertInnen nur Fragen zu ihrem Expertenthema -
keine Manuskripte zur Beurteilung.

Bitte verseht jede Anfrage mit einem aussagekräftigen Betreff. Sonst
kann es sein, dass die Mail vorsichtshalber sofort gelöscht wird.


Drehbuch: Oliver Pautsch
                            drehbuch at experte pt autorenforum pt de
Fandom: Thomas Kohlschmidt
                              fandom at experte pt autorenforum pt de
Fantasy: Stefanie Bense
                             fantasy at experte pt autorenforum pt de
Heftroman: Arndt Ellmer
                           heftroman at experte pt autorenforum pt de
Historischer Roman: Titus Müller
                  historischer.roman at experte pt autorenforum pt de
Kinder- und Jugendbuch: Michael Borlik
                          kinderbuch at experte pt autorenforum pt de
Kriminalistik: Kajo Lang
                       kriminalistik at experte pt autorenforum pt de
Lyrik: Martina Weber
                               lyrik at experte pt autorenforum pt de
Marketing: Maike Frie
                           marketing at experte pt autorenforum pt de
Recherche: Barbara Ellermeier
                           recherche at experte pt autorenforum pt de
Plotten: Kathrin Lange
                             plotten at experte pt autorenforum pt de
Sachbuch: Gabi Neumayer
                            sachbuch at experte pt autorenforum pt de
Schreibaus- und -fortbildung: Uli Rothfuss
                         fortbildung at experte pt autorenforum pt de
Schreibgruppen: Ute Hacker
                      schreibgruppen at experte pt autorenforum pt de
Schreibhandwerk: Ute Hacker
                     schreibhandwerk at experte pt autorenforum pt de
Science-Fiction: Andreas Eschbach
                            sf-autor at experte pt autorenforum pt de
Verlagswesen: Bjørn Jagnow
                        verlagswesen at experte pt autorenforum pt de

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Experten-Special:
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Bjørn Jagnow hat seine Fragen und Antworten zu den Themen
Urheberrecht, Verlagswesen und Vermarktung der letzten Jahre gesammelt
- thematisch sortiert und aktualisiert:

"Urheberrecht, Verlagswesen und Vermarktung für Autoren 2012", E-Book,
2,99 Euro, http://www.amazon.de/gp/product/B007VD3OL6/


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FRAG DEN EXPERTEN FÜR VERLAGSWESEN:
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          Bjørn Jagnow (verlagswesen at experte pt autorenforum pt de)


Frage:
Wir produzieren über den Sommer eine Hör-CD über die
Entstehungsgeschichte von [...]. Das Sprecher-Script ist fertig, und
ich werde es über die Sommermonate einsprechen. Die CD werde ich auf
eigene Kosten pressen lassen, so das letztlich ein verkaufsfertiges
Produkt vorliegt.

Nun die Frage an Sie - wenn ich es nun verschiedenen Buchverlagen zum
Verkauf anbiete, wie hoch ist üblicherweise die Provision, die der
Verlag haben möchte (im Schnitt bzw. gibt es feste Sätze?)?

Die Hör-CD soll für 19,90 (zzgl Porto und Versand - was ja dann der
Verlag machen müsste) verkauft werden. Von den 19,90 € möchten wir
2,00 € je CD an [...] abführen. Blieben also 17,90 € pro CD übrig.

Wie gesagt - es handelt sich um ein fertiges Produkt, das wir vielen
Verlagen anbieten möchten, um natürlich viele Exemplare zu verkaufen.


Antwort:
Ein Verlag stellt Produkte (meist Bücher) her und vertreibt sie über
den Buchhandel. Die wenigsten Verlage kaufen fertige Produkte an und
vertreiben sie dann im Buchhandel. Das würde eine zusätzliche
Handelsstufe zwischen Produzent und Endkunde einziehen. Und weil jede
Zwischenebene Geld verdienen will, also aus der Sicht des Produzenten
Geld kostet, versucht man die Anzahl der Zwischenhändler so gering wie
möglich zu halten.

Zudem basiert das Geschäftskonzept praktisch aller Verlage darauf,
dass es das jeweilige Produkt nur von ihrem Verlag zu kaufen gibt. Es
gibt einige Ausnahmen, z. B. Taschenbuch- und Hardcover-Ausgaben, die
in verschiedenen Verlagen erscheinen, aber meist sind diese Verlage in
irgendeiner Form wirtschaftlich verbunden.

Beides spricht dagegen, eine CD zu produzieren und dann möglichst
vielen Verlagen anzubieten, um möglichst viele Exemplare zu verkaufen.
Die Chance ist groß, dass aus dem einen oder dem anderen Grund oder
aus beiden Gründen gar kein Verlag Interesse daran hat.

Bereits hergestellte Produkte benötigen eher Händler als einen Verlag.
Sie müssten lokale Buchhändler, Versandbuchhändler oder einen
Großhändler überzeugen, ihre CD ins Sortiment zu nehmen. Bei einem
Verlag "landen" Sie vermutlich eher, wenn der Verlag bei der
Konzeption (Inhalte, Sprecher etc.) und der Produktion einbezogen ist.

                  **~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~**

Bjørn Jagnow ist Schriftsteller, Verlagsfachwirt, Verlagskaufmann und
Buchhändler. Unter http://bjoernjagnow.blogspot.com/ bloggt er über
die Zukunft der Medien, über Rollenspiele und andere Themen.


+++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++
Veranstaltungen, Ausschreibungen, Publikationsmöglichkeiten, Messen
und Seminare findet ihr im zweiten Teil des Tempest, der mit
getrennter Mail kommt
+++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++

Einsendeformalien:
Einsendungen sind zu allen Rubriken von autorenforum.de - nach
Rücksprache - erwünscht. Das Urheberrecht verbleibt bei der Autorin
bzw. beim Autor.

Einsendungen bitte im RTF-Format und per E-Mail, und zwar an:
beitrag at team pt autorenforum pt de.

Fragen zu Einsendungen sollten ebenfalls an diese Adresse gerichtet
werden.

~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~
                      I M P R E S S U M
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Herausgeber:
 Ramona Roth-Berghofer public.relations at team pt autorenforum pt de
 Gabi Neumayer                redaktion at team pt autorenforum pt de
 Stefan Schulz                     webmaster at autorenforum pt de

 Thomas Roth-Berghofer
                  Thomas.Roth-Berghofer at team pt autorenforum pt de
 Jürgen Schloßmacher
                  juergen.schlossmacher at team pt autorenforum pt de
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"The Tempest" ist ein kostenloser Newsletter für Autorinnen und
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werden (Näheres s. http://www.autorenforum.de/?UeberUns/Impressum) und
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           c/o Gabi Neumayer
           Im Goldacker 41
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