Ausgabe 16-10 (20. Oktober 2014)

Editorial
Hall of Fame
Schreib-Kick
Neues aus der Buchszene
Echo-Service
Autorenwissen
   Hilfestellung für Testleser
   von Klaus Eckardt
Spannung, der Unterleib der Literatur
   Unruhiger Morgen
   Text: anonym, Lektorat: Hans Peter Roentgen
Buchbesprechung
   Mein Leben als Torte von Andrea Behnke
   besprochen von Gabi Neumayer
Erfahrungsbericht
   Ich und Amazon - Amazon und ich, oder:
   Warum ich Amazon nicht boykottiere
   von Ute Hacker
Frag den Experten für Historischen Roman    (Titus Müller)
Frag die Expertin für Marketing    (Maike Frie)
Frag den Experten für Verlagswesen    (Bjørn Jagnow)

EDITORIAL:
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Liebe Autorinnen und Autoren,

wir freuen uns, euch eine neue, aktuelle Rubrik in diesem Tempest
präsentieren zu können: "Neues aus der Buchszene". Alex Thomas
durchstreift dafür ab sofort Monat für Monat das Internet, Foren und
branchenrelevante Websites und stellt interessante Links zusammen: zu
spannenden und wichtigen Artikeln, Interviews, Branchenthemen und
mehr.

Was gibt es sonst noch in dieser Ausgabe? Klaus Eckardt gibt uns einen
Fragebogen für Testleser an die Hand, Ute Hacker beschreibt im
Erfahrungsbericht ihr Verhältnis zu Amazon - als Autorin und als
Kundin. Wer von euch andere Erfahrungen gemacht hat oder auch ganz
anderer Meinung ist: Schreibt uns! Wie werden eine Auswahl eurer
Kommentare zu diesem Thema in einer der zukünftigen Ausgaben
veröffentlichen. Aber weiter im Tempest: Hans Peter Roentgen zeigt in
einem neuen Lektorat, wie man Spannung erzeugt, in der Buchbesprechung
geht es um ein kleines Schmuckstück von Ratgeber, und drei unserer
ExpertInnen geben wertvolle Praxistipps.

Ach ja: Wie kommen eigentlich die Schreibseminare in den Tempest (Teil
2)? Ganz einfach: Wer möchte, dass sein oder ihr Seminar hier
erscheint, schreibt uns im Tausch dafür einen Artikel für den Tempest.
Das Thema und die "Formalitäten" bitte vorher mit der Redaktion
absprechen (redaktion at autorenforum pt de).

Der Tipp des Monats Oktober, diesmal von
https://www.facebook.com/Literaturkaninchen:

    Nutze nie leere Handlungen (wie Geschirrspülen, Autofahren,
    Staubsaugen), die nur als Beschäftigung dienen, damit
    dein Charakter über sich selbst und seine Situation
    nachdenken kann (oder wo er mit dem Auto hin will und was er
    dort sagen wird), als Einstieg in deine Geschichte.

Lasst es euch gutgehen in diesem Herbst - und überweist uns bitte
euren Beitrag zum Erhalt des Tempest (ganz problemlos per Paypal),
auch im nächsten Jahr!

  Gabi Neumayer
  Chefredakteurin

~~~~~~~~~~~
Damit wir den Tempest auch in Zukunft weiterführen können, brauchen
wir eure Hilfe: Wer uns unterstützen möchte, überweise bitte einen
freiwilligen Jahresbeitrag (15 Euro haben wir als Richtwert gesetzt,
aber ihr helft uns auch schon mit 5 oder 10 Euro weiter) auf das
Konto:

Jürgen Schloßmacher
Kreissparkasse Köln
BIC: COKSDE33XXX
IBAN: DE23370502991142176163
Stichwort: "Beitrag 2014"

Wichtig: Das Konto läuft NICHT mehr auf den Namen "autorenforum",
sondern nur auf "Jürgen Schloßmacher"!

Neu:  Ihr könnt jetzt auch über unsere Website
http://www.autorenforum.de direkt per Paypal überweisen!

Für AuslandsabonnentInnen: Am 1. Juli 2003 wurden die
Auslandsüberweisungsgebühren gesenkt. Aber natürlich könnt ihr uns
euren Beitrag auch weiterhin per Post schicken (Adresse am Ende des
Tempest).

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ISSN 1439-4669  Copyright 2014 autorenforum.de. Copyright- und
               Kontaktinformationen am Ende dieser Ausgabe
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 INHALT DIESER AUSGABE:


TEIL 1:

    Editorial
    Hall of Fame
    Schreib-Kick
    Neues aus der Buchszene
    Echo-Service
    Autorenwissen
        "Hilfestellung für Testleser"
        von Klaus Eckardt
    Spannung, der Unterleib der Literatur
        "Unruhiger Morgen"
        Text: anonym, Lektorat: Hans Peter Roentgen
    Buchbesprechung
        "Mein Leben als Torte"  von Andrea Behnke
        besprochen von Gabi Neumayer
    Erfahrungsbericht
        "Ich und Amazon - Amazon und ich, oder:
        Warum ich Amazon nicht boykottiere"
        von Ute Hacker
    Frag den Experten für Historischen Roman
        (Titus Müller)
    Frag die Expertin für Marketing
        (Maike Frie)
    Frag den Experten für Verlagswesen
        (Bjørn Jagnow)
    Impressum


TEIL 2:

    Veranstaltungen
    Ausschreibungen
    Publikationsmöglichkeiten
         mit Honorar
         ohne Honorar
    Seminare
    Messekalender
    Impressum


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HALL OF FAME:
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                            (redaktion at team pt autorenforum pt de)

Die "Hall of Fame" zeigt die Erfolge von AbonnentInnen des Tempest.
Wir freuen uns, wenn ihr euch davon motivieren und ermutigen lasst -
dann werden wir euer neues Buch hier bestimmt auch bald vorstellen
können.

Melden könnt ihr aktuelle Buchveröffentlichungen (nur Erstauflagen!)
nach diesem Schema:

.......
AutorIn: "Titel", Verlag Erscheinungsjahr (das muss immer das laufende
oder das vergangene Jahr sein!), Genre (maximal 2 Wörter). Zusätzlich
könnt ihr in maximal 60 Zeichen (nicht Wörtern!) inklusive Leerzeichen
weitere Infos zu eurem Buch unterbringen, zum Beispiel eine Homepage-
Adresse.
.......
Ein Beispiel (!):

Johanna Ernst: "Der Fall der falschen Meldung",  Hüstel Verlag 2009,
Mystery-Thriller. Dann noch 60 Zeichen - und keins mehr! Inklusive
Homepage!
.......

Ausgeschlossen sind Veröffentlichungen in Anthologien, Bücher im
Eigenverlag und BoDs (sofern sie im Eigenverlag erschienen sind) sowie
Veröffentlichungen in Druckkostenzuschussverlagen.

ACHTUNG!
Schreibt in eure Mail mit der Meldung immer auch hinein, dass ihr
bestätigt, dass die Veröffentlichung weder im Eigenverlag noch in
einem Verlag erschienen ist, bei dem der Autor irgendetwas bezahlt
hat! Als Bezahlung gilt auch, wenn er Bücher kostenpflichtig abnehmen
muss, Lektorat bezahlt o. Ä.

Schickt eure Texte unter dem Betreff "Hall of Fame" an
redaktion at team pt autorenforum pt de.

Wir berücksichtigen ausschließlich Meldungen, die nach dem obigen
Schema gemacht werden und die Bestätigung zum Verlag enthalten.
Änderungsaufforderungen zu Meldungen, bei denen das nicht der Fall
ist, werden ab sofort nicht mehr verschickt!
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Rotraut Mielke: "Rentner-Disco", mainbook-Verlag 2014, Belletristik.
Best-Ager-Roman. Heiter, nachdenklich. www.Rotraut-Mielke.de

Cordula Hamann: "Glasgesichter", MIRA Taschenbuch, 2014, Thriller.
Buchtrailer und Infos auf www.cordulahamann.de

Irmgard Kramer: "Sunny Valentine: Von Tropenvögeln und königlichen
Unterhosen", Loewe Verlag 2014, Kinderbuch. Illustrationen Nina
Dulleck. Homepage: www.irmgardkramer.at

Irmgard Kramer: "Sunny Valentine: Von Tropenvögeln und königlichen
Unterhosen", Argon Verlag 2014, Hörbuch. Gelesen von Jodie Ahlborn.

Karl Plepelits: "Wer eine Frau begehrlich ansieht", E-Book, Edition
Bärenklau 2014, erotischer Liebesroman. Irren ist göttlich.
http://karlplepelits.jimdo.com/

Christiane Höhmann: "Untervörde", Kriminalroman, Grafit Verlag 2014.
http://www.christiane-hoehmann.de

Aileen P. Roberts: "Der letzte Drache - Weltenmagie 1", Goldmann
Verlag 2014, Fantasyroman. Mit viel Schottland-Flair
http://www.aileen-p-roberts.de

Andrea Tillmanns: "Mörderische Saitensprünge", Wurdack Verlag 2014,
Eifelkrimi. Zweiter Fall für Luisa Weinstrauß; www.andreatillmanns.de

Andrea Tillmanns: "Mathilda tanzt", KSB-Media 2014, Aachen-
Genusskrimi. Ein Toter auf Mathildas Gartenbank.
www.andreatillmanns.de


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SCHREIB-KICK:
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                            (redaktion at team pt autorenforum pt de)


Unser Schreib-Kick für den Oktober, diesmal von Jennifer Schreiner:

Horrorland
..........
Wie sieht es dort aus? Welche Gruselgestalten gibt es? Blut, Gerüche
etc.

Beschreibe einen Tagesablauf, bei dem jeder Gruselfilm verblasst.


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NEUES AUS DER BUCHSZENE:
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                          (redaktion at team pt autorenforum pt de)

Wir leben in turbulenten Zeiten. Die deutschsprachige Buchbranche ist
in Bewegung wie nie zuvor. Ob es nun um den Konditionenstreit mit
Amazon geht, die zunehmende Digitalisierung des Marktes oder all die
neuen Chancen und Möglichkeiten, die sich Verlagsautoren und
professionellen Selfpublishern bieten: Eine Nachricht jagt die
nächste. Damit ihr den Überblick behaltet und nichts Wichtiges
verpasst, fassen wir von nun an interessante Links, die uns ins Auge
fallen, hier zusammen - natürlich ohne Anspruch auf Vollständigkeit.
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++++++++++
Interviews
++++++++++

http://www.buchreport.de/nachrichten/buecher_autoren/buecher_autoren_n
achricht/datum/2014/09/09/man-muss-nicht-das-e-book-verdammen.htm
"Man muss nicht das E-Book verdammen." Der Bestsellerautor Andreas
Eschbach über die Funktion und die Nichtfunktion der Verlage bei der
Frage um die Zukunft des Buchs.


http://www.autorenwelt.de/aktuelles/branchennews/meldung-03092014-
interview-axel-hollmann
Alex Hollmanns Roman "Asphalt" ist bei Ullstein-Midnight erschienen,
einem von zwei neuen Ullstein-Digital-Imprints. Im Interview spricht
er über seine Erfahrungen "an der Schnittstelle zwischen
traditionellem Verlegen und Selfpublishing?.


http://www.welt.de/kultur/medien/article129579273/Besuch-beim-Mann-
der-den-Tatort-neu-erfand.html
Sascha Arango ist einer der erfolgreichsten Drehbuchautoren
Deutschlands. Es heißt, er habe den "Tatort" geliftet. Jetzt
verhandelt Arango mit Hollywood!


http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/buecher/themen/protest-gegen-
amazon-mal-sehen-was-die-naechste-schweinerei-ist-13201401.html
Die Proteste von Autoren gegen das Amazon-Geschäftsmodell auf dem
deutschen Buchmarkt gehen weiter. Fünf Fragen an die Bestsellerautorin
Nina George, eine der Initiatorinnen der Protestwelle.


++++++++++++++++++++++++++
Artikel / Berichte / Blogs
++++++++++++++++++++++++++

http://www.buchreport.de/nachrichten/handel/handel_nachricht/datum/201
4/09/18/mini-konzept-in-serie.htm
Zurück zu MONTANUS in den Neunzigern. Thalia spricht von seinem neuen
Kompaktkonzept, verkleinert seine Filialen und damit die
Verkaufsflächen.


http://www.boersenblatt.net/814808/
Ein Hoch auf die belesenen BuchhändlerInnen und darauf, wie sie
Leseglück stiften.


http://www.boersenblatt.net/814352/
Wie entsteht ein Erstlesebuch? Dieses Video zeigt den Ablauf an einem
Beispiel mit allen Beteiligten: Verlag (Arena), Autor und Illustrator.


http://genrefilm.net/von-netflix-den-spiegel-vorgehalten/
Netflix sieht von seinen Plänen ab, deutsche Serien auf
internationalem Niveau zu produzieren. Die Qualität der angebotenen
Stoffe reicht anscheinend nicht aus.


http://www.boersenblatt.net/815561/?t=newsletter
Wie viel verdient ein Autor? Über die Durchschnittseinkommen deutscher
Autoren wird viel gerätselt. Börsenblatt.net hat nun im Bereich
Kinder- und Jugendbuch nachgefragt.


http://blog.fanpagekarma.com/2014/09/04/magie-der-woerter-social-
media-ranking-verlage/?lang?
Weniger ist mehr, mittel ist am meisten: Auf fanpagekarma ist eine
Untersuchung zur Facebook-Reichweite von Verlagen erschienen.


http://www.welt.de/kultur/literarischewelt/article132270381/Wie-man-
einen-Ken-Follett-Roman-schreibt.html
"Wie man einen Ken-Follett-Roman schreibt." Über Lucas Wiegelmann
gewährt uns Ken Follet einen Einblick in die faszinierende Mechanik
seiner Bestseller.


++++++++++++++
Selfpublishing
++++++++++++++

http://www.buchreport.de/nachrichten/verlage/verlage_nachricht/datum/2
014/09/20/debuetant-mit-voller-kontrolle.htm
Wie der US-Amerikaner Richard Surface mit seinem selbstpublizierten
Roman "Das Vermächtnis" den deutschen Buchmarkt erobern will.


http://geboren-in-den-sechzigern.de/drehbuchautor-und-selfpublisher-
matthias-herbert/
Matthias Herbert ist Autor von über dreihundert Drehbüchern. U. a.
schreibt er für Serien wie "Alarm für Cobra 11" oder "Ein Fall für
zwei?. Für sein im Selfpublishing erschienenes 14-bändiges Fantasy-
Epos "Memiana" engagierte er nun eine Marketingagentur. Von seiner
überraschend negativen Erfahrung berichtet er hier.

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ECHO-SERVICE:
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                            (redaktion at team pt autorenforum pt de)

Rezensenten und Lektoren gesucht

Gesucht werden interessierte Rezensenten / Lektoren für das Webprojekt
Zauberwelten-Online.de. In losen Abständen werden phantastische Themen
vorgestellt und Produkte aus dem Bereich des Phantastischen rezensiert
(digitale Spiele, Brett- und Kartenspiele, Literatur, Filme, LARP,
Cosplay, Pen&Paper, Tabletop, Veranstaltungen, Musik).

Wir haben keinen Anspruch auf Vollständigkeit und rezensieren nur auf
Basis unserer zeitlichen Möglichkeiten. Ein Ziel ist es, möglichst
viele Veröffentlichungen von kleinen Unternehmen (aus allen Bereichen)
vorzustellen. Das Projekt läuft vorerst als reines Freizeitprojekt.
Die Rezensenten erhalten die Rezensionsexemplare als Lohn, die
Lektoren eine Plattform zum Ausprobieren und als Referenz.


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AUTORENWISSEN:
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                            (redaktion at team pt autorenforum pt de)


                    "Hilfestellung für Testleser"
                          von Klaus Eckardt

Nur die wenigsten Autorinnen und Autoren sind so von ihrem Schaffen
überzeugt, dass sie ihre Werke direkt vom Computer weg der
Öffentlichkeit respektive einem Verlag präsentieren. Die allermeisten
suchen spätestens, wenn das Werk vollendet ist - manche auch schon
während des Schreibens -, Rückmeldungen anderer. Meist sind es
Partner, Freunde oder Familienangehörige, von denen die Autoren wissen
möchten, ob ihre Geschichte funktioniert, ob die Figuren wirken, ob
Stil und Erzähltempo den Leser wirklich mitreißen.

Doch können Testleser das alles wirklich leisten, selbst wenn sie
belesene Menschen sind und über eine gewisse Sprachkompetenz verfügen?

Dass dem nicht so ist, zeigt sich immer wieder, wenn Autoren die
Urteile und Anmerkungen ihrer Leser aus dem Freundes- und
Bekanntenkreis mit denen professioneller Lektoren vergleichen. Woran
liegt das? Die Testlesern merken zwar in der Regel, ob eine Geschichte
in sich stimmt, ob der Autor seine Figuren wirklich zum Leben erwecken
kann und ob das Ganze so geschrieben ist, dass sie es mit Freude
lesen. Doch können sie den Autoren im Gegensatz zu professionellen
Lektoren meist nicht sagen, warum etwas nicht wie gewünscht
funktioniert und wie sie es verbessern können.

Ein weiterer wesentlicher Unterschied liegt darin, dass Testleser in
aller Regel eine persönliche Beziehung zum Autor haben. Und wer sagt
schon gerne dem Partner oder Freund, dass das Buch an dem er monate-
oder vielleicht sogar jahrelang gearbeitet hat, ihm einfach nicht
gefällt?

Dennoch sind Testleser für jeden Autor von unschätzbarem Wert. Denn
aus ihren Äußerungen und Anmerkungen kann er viele wichtige
Informationen ziehen, vor allem, wenn er diesen Lesern einen kleinen
Leitfaden an die Hand gibt, in dem steht, was genau er wissen möchte.
Zudem lassen sich ihre Dienste kostenlos in Anspruch nehmen, während
die Dienste professioneller Berater zu Recht ihren Preis haben.


         Sehr genau fragen

Mit Testlesern verhält es sich genau so wie sonst im Leben: Je exakter
man fragt, desto genauer sind die Antworten. Wer also dem Testleser
sein Manuskript mit den Worten: "Ich bin mal gespannt, was du sagst?,
in die Hände drückt, muss sich nicht wundern, wenn er zur Antwort nur
bekommt: "Toll.?

So ein Lob freut zwar den Autor, doch wirklich anfangen kann er damit
wenig. Was genau ist toll? Und was meint der Testleser überhaupt mit
"toll"? Toll geschrieben? Tolle Geschichte? Toll erzählt? Oder findet
er es einfach nur toll, einen Autor persönlich zu kennen und von
diesem zum Testleser erkoren worden zu sein?

Um die Eindrücke der Testleser so gut wie möglich auswerten zu können,
habe ich eine kleine Anleitung entwickelt, die am besten gleich mit
dem Manuskript geliefert wird. (Die Anleitung kann auch als Word-
Dokument zum individuellen Anpassen unter http://www.klaus-eckardt.com
heruntergeladen werden.)


         Fragebogen für TestleserInnen


Liebe/r ...,

danke, dass du dich bereiterklärt hast, das Manuskript meines neuen
Romans zu lesen. Mir ist dein Urteil sehr wichtig. Deshalb bitte ich
dich, mir offen und ehrlich zu sagen, wenn dir etwas - oder auch der
ganze Roman - nicht gefällt. Nur so kann ich besser werden.

Um dir die Arbeit zu erleichtern und um für mich möglichst viele
Informationen zu erhalten, hier ein paar Bitten und Fragen:

1. Wenn du während des Lesens auf Fehler (sei es in der
Rechtschreibung, der Grammatik, im Stil oder auch im Inhalt) stößt
oder Zweifel hast, ob etwas stimmt, markiere die Stelle bitte. Wenn du
einen Verbesserungsvorschlag hast, schreib ihn bitte dazu.

2. Mir ist es sehr wichtig, dass meine Figuren im Kopf der Leser
lebendig werden, dass sie ihnen gegenüber Gefühle entwickeln -
positive oder negative. Gib bitte in der folgenden Tabelle an, wie
sehr mir das für die dort genannten Figuren gelungen ist (1 sehr gut
gelungen, 5  gar nicht gelungen). Gerne kannst du auch dazuschreiben,
was dir besonders an ihnen gefallen oder was dir gefehlt hat:

Name 1:  1  2  3  4  5
Bemerkung:     
    
Name 2:  1  2  3  4  5
Bemerkung:     
    
Name 3:  1  2  3  4  5
Bemerkung:

Name 4:  1  2  3  4  5
Bemerkung:

[Mehr als fünf sollten es nicht sein, um die Testleser nicht zu
überfordern.]


3. Hat der Einstieg dich animiert weiterzulesen?

Kreuz für die Antwort bitte folgende Skala an (1  hat ich sehr
animiert, 5  hat mich nicht animiert).

Gerne kannst du auch dazuschreiben, was dir besonders gefallen oder
was dir gefehlt hat:
    

4. Nun zum Aufbau der Geschichte: Wie flüssig liest sie sich für dich?
Markiere deine Antwort bitte wieder auf der Skala (1  sehr flüssig, 5
ziemlich zäh).


Gibt es im Text Stellen, an denen du einen Bruch empfunden hast? Wenn
ja, welche sind das?
    

5. Zur Romanidee insgesamt:
a. Wie originell findest du die Idee? (1  sehr originell, 5  nicht
originell)

Bemerkung:     
    
b. Wie beurteilst du die Umsetzung? (1  sehr gelungen, 5  gar nicht
gelungen)

Bemerkung:     
    
c. (bei unterhaltender Literatur) Wie gut fühlst du dich unterhalten
(1  sehr gut, 5  gar nicht); (bei Romanen, die ein Problem
aufgreifen) Für wie wichtig hältst du es, das behandelte Thema in
einem Roman aufzugreifen? (1  sehr wichtig, 5  gar nicht wichtig))

Bemerkung:     

6. Zum Sprachstil:
a. Wie liest sich der Text für dich? (1  sehr leicht und angenehm, 5
sehr schwer)

Bemerkung:     
    
b. Wie bildhaft wirkt die Sprache auf dich? (1  sehr bildhaft, 5 sehr trocken)

Bemerkung:     
    
c. Wie stufst du meinen Stil ein? (1  sehr einfach, 5  sehr
kompliziert)

Bemerkung:     
    
7. Gibt es noch etwas, was du mir zu meinem Manuskript sagen möchtest?
Schreib es doch auf ein Extrablatt, oder sag es mir persönlich!

Vielen Dank für deine Unterstützung! Sobald das Buch gedruckt ist,
bekommst du ein Dankeschön-Exemplar!
Dein(e)

                  **~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~**

Viele weitere Tipps rund ums Bücherschreiben gibt Klaus Eckardt in
seinem Seminar "Einfach schreiben - Der Weg zu eigenen Buch?. Details
unter http://www.klaus-eckardt.com. Außerdem bietet er individuelle
Schreibcoachings und Lektorate an. Kontakt: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!


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SPANNUNG, DER UNTERLEIB DER LITERATUR:
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                            (redaktion at team pt autorenforum pt de)


Was macht Romane spannend, und vor allem: Was macht sie langweilig?


Wer Szenen hat, die sie oder er für spannend hält, oder Szenen, bei
denen er sich nicht sicher ist, oder solche, die eigentlich spannender
gestaltet sein sollten, doch die Frage ist: Wie? - wer solche Szenen
hat, kann sie mir schicken.


Ich wähle dann einige aus, die ich im Tempest bespreche. Schickt die
Szenen als E-Mail-Anhang im RTF-Format an: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Bitte nicht mehr als 7.000 Anschläge, also etwa vier Normseiten. Dazu
zählt auch der Vorspann! Da die Szenen aus beliebigen Stellen eurer
Manuskripte stammen dürfen, müsst ihr eventuell die Vorgeschichte der
Szene erklären. Diese Erklärung sollte 400 Anschläge nicht
überschreiten!
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                        "Unruhiger Morgen"
              Text: anonym, Lektorat: Hans Peter Roentgen

Sie läuft und läuft. Eine Gejagte. Durch dichte feuchte Wälder, auf
sandigen Pfaden, springt über Wurzeln, Tura, ihre Hündin, hechelnd an
ihrer Seite. Sie blickt sich nicht um, wie in Trance läuft sie um ihr
Leben. Sie fühlt keinen Schmerz, keine Müdigkeit, nur eines weiß sie:
Vorwärts muss sie, nichts als vorwärts, das Grauen hinter sich lassen,
das Herzweh, die Sehnsucht, die Jagd auf Menschen, das Netz, das in
wilder Geschwindigkeit sich hinter ihr her bewegt, das sich um sie
schlingen will, das gnadenlos einschnürende Netz ...
Adela kniet nieder, ihre Stirn berührt fast den gestampften Lehmboden
im halbdunklen Raum. Immer noch halten die Traumbilder der Nacht sie
gefangen, sie friert und zittert. Das Gewirr der bösen Vorahnungen,
glatt und schlüpfrig wie die Lianen im Wald, will ihr den Atem nehmen,
ihre Kehle eindrücken, ihren Körper umschlingen.
Ihre Hände nehmen die Orakelkette vom  Opon-Ifa[1.]-Tablett ihres
Vaters hoch, liebkosen die weiche, glatte glänzende Oberfläche,
schüttelt sie, wirft sie auf das Tablett. Achtmal wiederholt sie,
dabei murmelnd, sie wiegt ihren Körper nach vorn und zurück, nach vorn
und zurück,  betrachtet die Formation der Kerne.  Orunmila [2. ], hilf
mir, Oya [3.], steh mir bei, betet sie zum Gott des Orakels und der
Göttin, die die Frauen beschützt. Es ist dämmerig in dem Gebetshaus,
früh am Morgen, viele im Dorf schlafen noch. An den Wänden entlang
sind Kalebassen aufgestapelt, Bastkörbe beherbergen unzählige
Gegenstände unter ihren Deckeln: Schmuckketten, verschiedene
getrocknete Kräuter, Lederschnüre, Holzstücke aus Sandelholz und
vieles mehr. Besonders das Sandelholz liebt Adela, den Duft, die
Farbe, die sie daraus gewann, und die Nähe zu Osun, ihrer
Lieblingsgöttin, der Göttin der Frauen und Kinder. Die Hähne
haben noch nicht gekräht. Sie nimmt sich die Freiheit, in das Refugium
ihres Vaters einzudringen, das Praktizieren der Ifa-Religion, das
Männern vorbehalten ist, hier im Dorf Iwoye und überall, wo Yoruba zu
Hause sind. In der Ferne meckern die Ziegen, und das Zicklein ruft
nach seiner Mutter. Tura erhebt sich, schüttelt sich, sie wartet wie
immer ruhig auf ihre Herrin.
?Geh nach Hause Tura!?, versucht Adela ihre Hündin zu bewegen, sie
streichelt sie, und tatsächlich, Tura wendet sich nach Hause.
?So ist es brav, Tura, sonst fällt es noch auf, wenn du mir so früh am
morgen durchs Dorf folgst, du weißt doch, wir wollen nicht auffallen.
Mama fragt sonst noch mehr unnötige Fragen." Tura wedelt heftig,
stupst Adela ans Knie und trollt sich davon.
Tura versteht mich, sie ist meine beste Freundin. Ich kann mich auf
sie verlassen.
Die Freundschaft zwischen ihr und Tura hatte bereits begonnen, als
Tura noch ein  Welpe war. Ein Mann wollte sie umbringen, um sie dem
Gott Ogun zu opfern. Adela war dazugekommen, gerade als er im Wald
sein Messer hervorzog, um dem Hund die Kehle durchzuschneiden. Sie
bettelte so lange, bis er nachgab, ihr den Hund zu überlassen. Sehr
ungewöhnlich war das, aber Adela war überall beliebt, und kaum jemand
wollte ihr etwas abschlagen.
Seitdem waren sie und die Hündin unzertrennlich. Alle respektierten
diese Freundschaft. Niemand sonst hatte größeres Interesse an Tieren,
aber Adela liebte Tiere, und sie setzte sich durch bei ihrer strengen
Mutter, der es nicht recht war, wenn Tura vor Adelas Tür schlief. Sie
wollte, dass die Hündin ganz draußen blieb. Aber sie hatte schließlich
nachgegeben, und alle im Dorf hatten sich daran gewöhnt, dass Adela
einen Hund so nah an sich heran ließ. Und Tura dankte es ihr mit
totaler Ergebenheit.
Adela steht auf, streicht den Sand von den Knien, greift nach dem
Tonkrug zum Wasserholen. Sie hat ihn mit hinein genommen, niemand soll
wissen, dass sie hier ist. Bald werden die Hähne krähen und das Dorf
erwachen. Da kräht schon der erste ...
Gerade will sie das Haus verlassen, da verdunkelt ein Schatten den
Raum noch mehr. Ihr Herz beginnt zu klopfen, sie wagt es nicht,
aufzublicken. Als sie langsam ihren Kopf hebt, trifft ihr Blick ein
strahlendes Lächeln, es gibt keine Dämmerung mehr. Er ist hier,
Olufemi ist gekommen. Olufemi, Femi, wie sie ihn für sich nennt und
wie alle ihn nennen.
Draußen teilt ein schmaler rosa Streifen den wolkenverhangenen Himmel.
Sie nimmt ihn wahr, der Tag ist nah. Ihre Beine beginnen zu zittern,
sie kann sich kaum aufrecht halten. Er fasst ihre Hand, hält sie fest,
augenblicklich fühlt sie Gänsehaut, gibt sich diesem Gefühl hin, zieht
ihre Hand nicht fort. Sie genießt es, seine Hand zu spüren.
?Hab keine Angst?, flüstert Femi, "ich bin bei dir.?
Sein Gesicht ist nun ernst, fast berühren sich ihre Stirnen. Sie atmet
seinen Orangenatem ein, sieht, wie die Ader an seinem Hals pulsiert.
Sie macht sich los, flüstert ihm zu "später!?, nimmt den Krug und geht
an ihm vorbei - der Weg zum Fluss, wo die Freundinnen schon auf sie
warten, ist weit. Der Wasservorrat ist fast aufgebraucht,  die Mütter
müssen den Morgenbrei kochen und dann das Essen.  Sie muss sich
beeilen.
"Es ist dringend, Adela, wann später" Ich muss mit dir reden!" Er
fasst ihr Handgelenk fester.
?Heute Nachmittag, in der Koranschule, die ist dann leer, vorher geht
es nicht, sonst wird meine Mutter Verdacht schöpfen!?
?Gut, ich werde kommen, bitte warte auf mich!?
So fast unsichtbar, wie er gekommen ist, verschwindet er wieder in der
Morgendämmerung.
Wie in Trance geht sie zum Fluss, den leeren Krug in der Hand. Ihre
Gedanken rasen, wie stelle ich es am besten an, unbemerkt in die
Koranschule zu kommen" Mama fragt sowieso schon so viel und scheint
etwas zu ahnen. Sie wird nicht locker lassen.

?Wo warst du so lange? Wasserholen hast du auch schon mal schneller
geschafft. Denk nicht, dass deine Umwege mir verborgen bleiben!?,
tadelt die Mutter, als Adela mit dem schweren Krug auf dem Kopf in den
Hof tritt. Genau, das habe ich mir schon gedacht, dass du fragst.
Sie nimmt den schweren Krug vom Kopf, die Mutter hilft ihr dabei,
schimpft dann aber weiter:
?Ich warte doch auf das Wasser, um den Morgenbrei zu kochen, das weißt
du doch! Ich mache hier alles, ich erwarte mehr von dir, mir bei der
Arbeit beizustehen. Ich brauche dich nachher noch auf dem Markt!?
Adela seufzt. Warum muss ich die Älteste sein? Es ist ein Fluch. Immer
nur angetrieben werden.
Das Feuer zischt, ein dickes langes Holzscheit lodert an der Spitze,
die Flammen schlagen hoch. Die Sonne ist verschleiert, trotzdem ist es
warm. Adetola, Adelas Schwester,  fegt mit dem Reisigbesen um das Haus
herum, Folasade und der kleine Adebanke sind nicht zu sehen. Adetola
sprenkelt Wasser aus einer kleinen Kalebasse auf den Boden, während
sie fegt, damit der Staub nicht so fliegt. Mutter steht jetzt da, die
Hände auf die Hüften gestützt.

1. Ifa ist das heilige Prinzip des "Sich-vorwärts-wie rückwärts-
Erinnerns?, des Hellsehens und Wahrsagens, von dem Aristoteles sagt,
es sei eine angeborene Fähigkeit der Seele. Ifa operiert mit dieser
angeborenen Fähigkeit eine meta-algebraische Formenwelt, die sich im
poetischen Korpus von Odu Ifa in 4096 symbolgeladenen Gedichten
manifestiert. Durch das Opon bzw. Orakelbrett, das  die Welt  mit
ihren 4 Himmelsrichtungen symbolisiert, werden die im Kosmos wirkenden
Kräfte an das Tageslicht gebracht. Die Lehren von Orunmila sind
bekannt unter Odu Ifa (Orakeltext) und haben 256 Kapitel. Diese Lehren
sind heilige Schrifttexte, die mündlich über Generationen von
Babalawos weiter erzählt wurden.
2. Orunmila: Gott des Orakels
3. Oya: Göttin für Frauenangelegenheiten, auch Verlust von Schmuck,
der mit ihrer Hilfe wiedergefunden werden kann

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                   Lektorat von Hans Peter Roentgen

Eine Geschichte aus Westafrika, ein Mädchen im Gebetshaus, das von
bösen Träumen verfolgt wird und ein Orakel wirft, statt Wasser zu
holen. Dann betritt ein Mann den Raum, der sich mit ihr treffen will.
Und ganz am Anfang steht ein bedrohlicher Traum.


         Orientierung des Lesers

In den meisten Texten, die ich zugesandt bekomme, wird zu viel
erklärt. Hier ist es umgekehrt. Der Leser muss aber orientiert sein
(http://www.textkraft.de/spannung.html).

Was geschieht? Erst folgen wir einer Verfolgung, dann kniet ein
Mädchen am Boden und wirft die Orakelsteine, schließlich erfahren wir,
dass wir uns in dem Gebetshaus befinden und dass die Verfolgung ein
Traum war.

Aufwachen, Gang ins Gebetshaus, all das wurde weggelassen. Der Autor
springt völlig unvermittelt vom Traum in das Gebetshaus. Und in diesem
Fall würden wir Zwischenschritte benötigen, damit wir verstehen, dass
wir aus einem Traum ins reale Leben springen. Hier müsste also das
Aufwachen eingefügt werden.

Eine andere Möglichkeit wäre es, direkt mit "Adela kniet nieder ...?
zu beginnen. Wir befinden uns im Gebetshaus, eine farbige Szene, die
uns darauf einstimmt, dass das Mädchen Probleme hat, dass Alpträume
sie verfolgen und sie diese durch Gebete zu bannen versucht. Die
Alpträume selbst ließen sich später einfügen.

Ich persönlich halte das für die bessere Variante. Mit einem Traum zu
beginnen ist immer problematisch. Obendrein hat der Traum bisher keine
Verbindung zu dem, was in der Gebetsszene geschieht - außer dass er
bedrohlich ist. Außerdem: Die  Szene im Gebetsraum ist gut dargestellt
und führt uns mit dem Orakel gleich in eine fremde Welt ein, die uns
der Text erleben lässt.

Allerdings sollte im ersten Satz klargestellt werden, wo wir uns
befinden. Das ließe sich leicht erreichen, in dem wir erwähnen, dass
der halbdunkle Raum ein Raum des Gebetshauses ist:

.....
Adela kniet nieder, ihre Stirn berührt fast den gestampften Lehmboden
im halbdunklen Raum des Gebetshauses.
.....

Und schon wäre der Leser besser orientiert. Dann kann er auch die
nachfolgenden Beschreibungen besser einordnen und genießen. Denn diese
Gebetsszene gibt uns ein lebendiges Bild sowohl des Gebetsraums wie
des Orakels, das Adela wirft. Wir erleben, wie sie sich verzweifelt
bemüht, Rat und Hilfe vom Orakel zu erhalten. - Dann kommt ein sehr
komplizierter Satz:

.....
?Sie nimmt sich die Freiheit, in das Refugium ihres Vaters
einzudringen, das Praktizieren der Ifa-Religion, das Männern
vorbehalten ist, hier im Dorf Iwoye und überall, wo Yoruba zu Hause
sind.?
.....

Der Satz wirkt beim ersten Lesen kryptisch. Wieso "nimmt sie sich die
Freiheit, einzudringen?" Sie ist ja bereits eingedrungen. Da müsste
der Autor also die Vergangenheit verwenden, wenn die Geschichte im
Präsens erzählt wird. Möglicherweise soll gesagt werden, dass Adela
sich immer diese Freiheit nimmt? Dann müsste das entsprechend
formuliert werden.

Und "das Praktizieren der Ifa-Religion" klingt sehr holprig.
Formulieren wir den Satz doch einmal um:

.....
Die Orakelsteine zu werfen ist den Männern vorbehalten, hier in Iwoye
und überall, wo Yoruba zu Hause sind. Doch sie nimmt sich die
Freiheit, in den Gebetsraum der Männer einzudringen.
.....


         Erklärungen und Rückblenden

Dann schickt Adela ihre Hündin zurück nach Hause. Und die Gelegenheit
wird genutzt, sehr viel Hintergrund über die Freundschaft zwischen dem
Mädchen und der Hündin zu erzählen.

.....
?Die Freundschaft zwischen ihr und Tura hatte bereits begonnen, als
Tura noch ein  Welpe war. [...] Und Tura dankte es ihr mit totaler
Ergebenheit.?
.....

Eine sehr lange Erklärung, die die Geschichte nicht vorantreibt. Was
ist daran interessant? Dass sie Tura davor gerettet hat, dem Gott
geopfert zu werden. Alles Weitere kann man später einflechten. Eine
Vorgeschichte nicht auf einmal zu erzählen, sondern nach und nach
aufzubauen, während die Geschichte vorangeht, ist immer eine gute
Idee.

.....
Sie hatte Tura gerettet, als die Hündin dem Gott Ogun geopfert werden
sollte. Seitdem waren sie unzertrennlich. Nachts schlief sie vor ihrer
Tür, obwohl ihre Mutter das nicht gerne sah.
.....

Warum die Mutter dagegen war, dass Adela Tiere liebte und dass die
Leute sich im Dorf daran gewöhnen mussten, dass sie einen Hund so nahe
an sich heranließ, all das kommt dann später.


         Dialoge

.....
??Geh nach Hause, Tura!??, versucht Adela ihre Hündin zu bewegen, sie
streichelt sie, und tatsächlich, Tura wendet sich nach Hause.
??So ist es brav, Tura, sonst fällt es noch auf, wenn du mir so früh
am morgen durchs Dorf folgst, du weißt doch, wir wollen nicht
auffallen. Mama fragt sonst noch mehr unnötige Fragen.??
.....

Adela spricht sehr ausführlich mit Tura, als sie sie nach Hause
schickt. Wie würden Sie mit Ihrem Hund reden? Ihm erklären, warum er
nach Hause gehen soll? Dass sie nicht auffallen dürfen?

Das alles klingt sehr nach Erklärungen des Autors. Denn all diese
Dinge sind für Adela (und für Tura) längst selbstverständlich. Dialoge
dazu zu benutzen, um dem Leser etwas zu erklären, ist keine gute Idee.
Der Leser merkt es, wenn Dialoge unecht klingen, nur geschrieben
wurden, um ihm etwas mitzuteilen. Besser wäre vielleicht:

.....
?Geh nach Hause, Tura!?, sagt Adela zu ihrer Hündin, und tatsächlich,
Tura wendet sich nach Hause. Gut, so werden sie beide nicht auffallen.
.....

Dass sie nicht auffallen will, drückt Adela hier aus, aber nicht
warum. Lassen Sie dem Leser ruhig ein paar offene Fragen. Dann muss er
weiterlesen, um die Antworten zu bekommen.

Auch einige andere Dialoge sind viel zu umfangreich. Dialoge sollten
kurz sein, keine komplizierten Sätze enthalten und nichts erklären,
was die Sprecher bereits wissen. Nur so klingen sie echt. Das gilt
auch für Adelas Worte an Femi:

.....
??Heute Nachmittag, in der Koranschule, die ist dann leer, vorher geht
es nicht, sonst wird meine Mutter Verdacht schöpfen!??
.....

Das lässt sich spannender ausdrücken:

.....
?Heute Nachmittag, in der Koranschule, die ist dann leer!?
.....

Aber abgesehen von diesem Dialog halte ich die Szene mit Femi für gut
gelungen, sie besitzt Spannung und verleitet zum Weiterlesen.

Danach kommt die Szene mit der Mutter. Auch die redet sehr
ausführlich:

.....
"Wo warst du so lange? [...] Ich brauche dich nachher noch auf dem
Markt!"
.....

Wer sauer ist - und das ist die Mama -, der fasst sich kurz. Besser
vielleicht:

.....
?Wo warst du so lange??, tadelt die Mutter, als Adela in den Hof
tritt. Sie nimmt den schweren Krug vom Kopf, die Mutter hilft ihr
dabei, schimpft dann aber weiter:
"Ich warte auf das Wasser, muss ich hier alles allein machen? Warum
kann ich mich nie auf dich verlassen?"
.....

Den Satz "Genau, das habe ich mir schon gedacht, dass du fragst" habe
ich gestrichen, er steht etwas verloren und ohne Bezug im Text. Im
Gegensatz zu dem späteren Text: "Adela seufzt. Warum muss ich die
Älteste sein? Es ist ein Fluch. Immer nur angetrieben werden", bei dem
klar ist, dass es sich um einen Gedanken von Adela handelt.


         Abschwächungen

Adelas Stirn "berührt fast" den Lehmboden, sie "kann sich kaum
aufrechthalten?, "fast berühren sich ihre Stirnen?, "fast unsichtbar"
verschwindet Femi.

Solche Abschwächungen sind gefährlich. Sie erwecken schnell den
Eindruck, dass der Autor sich nicht traut, eine klare Aussage zu
machen. Deshalb sollte man genau überlegen, wann "fast", "kaum" und
ähnliche Abschwächungen nötig sind. Lassen Sie ruhig Adelas Stirn den
Fußboden berühren, das ist bei religiösen Zeremonien passend. Die
Köpfe können sich fast berühren, da zeigt das "fast" die Nähe, die
die beiden dann doch nicht wagen. Und dass jemand "fast unsichtbar?
verschwindet, kommt selten vor - da sollte man eine andere
Formulierung wählen.

Trotz allen Meckereien möchte ich aber festhalten, dass es dem Autor
gelingt, Stimmung aufzubauen. Wir erleben den Gebetsraum, das Orakel,
die Begegnung mit Femi und dann die Hausarbeit von Adela und tauchen
so in eine fremde Welt ein.

                  **~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~**

Hans Peter Roentgen ist Autor der Bücher "Vier Seiten für ein
Halleluja" über Romananfänge und "Drei Seiten für ein Exposé".
Außerdem hält er Schreibkurse und lektoriert. Gerade ist sein neuer
Ratgeber "Schreiben ist nichts für Feiglinge" erschienen.


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BUCHBESPRECHUNG:
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                            (redaktion at team pt autorenforum pt de)


              "Mein Leben als Torte" von Andrea Behnke
                    besprochen von Gabi Neumayer

"Eine Anleitung zum autobiografischen Schreiben" soll dieses
wunderschön gestaltete und illustrierte Büchlein sein. Und das ist es
auch. Aber es ist noch viel mehr.

52 Schreibanregungen enthält es, für jede Woche eines Jahres eine.
EInmal arbeitet man mit Textstellen aus seinem Lieblingslied, ein
anderes Mal schlüpft man in die Rolle eines Kinderbuchhelden, dann
wieder darf man sich literarisch verkleiden, macht ein imaginäres
Foto, schreibt ein Urlaubsgedicht oder einen Werbetext für sich selbst
oder wirft einen Blick in die Zukunft. Allen Anregungen ist gemeinsam,
dass man ganz schnell und unkompliziert ans Schreiben kommt - und wenn
sich nebenbei auch noch Ideen für Texte einstellen: umso besser!

Neben den Schreibimpulsen hat die Autorin auch noch jede Menge Tipps
parat, die die Übungen ergänzen. Diese Tipps sind, ebenso wie die
Impulse, kurz, anregend und hilfreich. Und zwar sowohl für
SchreibanfängerInnen als auch für "gestandene" AutorInnen.

Ein kleines und sehr nützliches Schmuckstück von einem
Schreibratgeber, das man nicht nur für sich selbst, sondern gleich
noch einmal als Geschenk für eine/n AutorenfreundIn kaufen sollte!


Andrea Behnke: "Mein Leben als Torte. Anleitung zum autobiografischen
Schreiben?, 2014, 12,95 Euro, 94 Seiten, Don Bosco Medien (zusätzlich
gibt es ein Notizbuch im selben Format und Design für 4,95 Euro)


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ERFAHRUNGSBERICHT:
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                            (redaktion at team pt autorenforum pt de)


               "Ich und Amazon - Amazon und ich, oder:
                 Warum ich Amazon nicht boykottiere"
                           von Ute Hacker


         Ich als Autorin und Amazon  (1)

Tempest-Leser, die mich kennen, wissen, dass ich in drei verschiedenen
Genres zu Hause bin: Krimi, Kinder- und Jugendbuch sowie das, was
allgemein als Frauenbuch bezeichnet wird. Dazu kommen noch Sachbücher,
Kurzgeschichten und einiges andere. Insgesamt habe ich mehr als
zwanzig eigene Bücher verfasst und mehr als dreißig Kurzgeschichten
veröffentlicht. Ich sehe mich also durchaus als erfolgreiche Autorin,
auch wenn es derzeit eher zäh läuft mit dem Veröffentlichen und an ein
Leben vom Schreiben nicht im Traum zu denken ist.

Ich habe in kleinen Verlagen veröffentlicht, aber auch in großen, so
genannten Publikumsverlagen wie dtv oder Knaur. Aktuell bin ich vor
allem Krimiautorin. Meine Nürnberg-Krimis erscheinen im allitera
Verlag in München. Der Verlag ist klein und hat entsprechend wenig
Kapazität für Vertrieb und Marketing. Dennoch versucht man, meine
Bücher in die Nürnberger Buchhandlungen zu bringen. Immerhin sind es
ja Regionalkrimis, die derzeit doch sooo beliebt sein sollen. Nur -
ich merke davon kaum etwas. Wenn ich Glück habe, steht ein einsames
Exemplar meines aktuellen Krimis bei Thalia im Regal, während andere
Nürnberg-Krimis stapelweise auf einem Tisch liegen. Bei den anderen
Buchhandlungen suche ich meist vergebens.

Und da kommt Amazon ins Spiel. Denn bei Amazon sind alle meine Bücher
vorhanden - immer und überall! Renner sind sie auch bei Amazon nicht -
außer vor Weihnachten -, aber sie sind sichtbar und werden deshalb
gekauft.


         Ich als Autorin und Amazon (2)

Ich bin seit vielen Jahren Mitglied einer englischsprachigen Online-
Schreibgruppe. Um die Jahrtausendwende herum entstand die Idee, ein
gemeinsames Buch zu schreiben. Es dauerte noch einmal ca. zwei Jahre,
bis die Idee umgesetzt war, aber 2003 hatten wir ein fertiges,
englisches, lektoriertes Manuskript. Unser Problem war nur, dass
ausgerechnet ich, die einzige deutschsprachige Autorin (und gelernte
Buchhändlerin), die mit den meisten Erfahrungen und Kontakten in der
Branche war. Außerdem lebten wir damals auf vier Kontinenten und
wollten das Buch natürlich überall (ver)kaufen. Das konnte in unseren
Augen nur ein Verlag leisten. Einige Jahre haben wir alles versucht:
(englische und amerikanische) Verlage angeschrieben, uns bei Agenturen
beworben, es sogar bei einem deutschen Fremdsprachenverlag versucht.
Dessen Lektorat hätte das Buch auch gerne gemacht, doch der Vertrieb
winkte nach wochenlangem Nachdenken schließlich ab. Wer, bitte schön,
interessiert sich in Deutschland für englische Bücher?

Schließlich haben wir aufgegeben und in unseren Mails davon
gesprochen, wie es wäre, wenn unser Buch veröffentlicht würde. Dann
kam Amazon und mit ihm Kindle Direct Publishing (KDP) bzw.
CreateSpace. Es gab natürlich schon vorher Möglichkeiten, ein E-Book
zu veröffentlichen, aber das waren in der Regel nationale Plattformen,
auf die der Zugriff vom Ausland aus sehr schwer war. Zudem waren die
Bedingungen unverschämt oder dermaßen nebulös, dass wir die Finger
davon ließen. Amazon bot uns genau das, was wir suchten: eine
Möglichkeit, das Buch (kostenlos!) zu veröffentlichen und es auf der
ganzen Welt anzubieten.

Das Buch ist seit Februar 2014 erhältlich. Es ist kein Bestseller und
wird vermutlich nie auf der Amazon Top Ten-Liste auftauchen. Aber -
unser Traum vom gemeinsamen Buch hat sich erfüllt!


         Amazon und ich als Kundin

Ich versuche, so nachhaltig wie möglich zu leben. Ich fahre schon seit
fast 30 Jahren kein Auto mehr (ausgenommen im Urlaub), esse vor allem
Bio und / oder regional, zahle einen CO2-Ausgleich für jeden Flug und
spare Strom, wo es nur geht. Ich kaufe keine T-Shirts für fünf Euro,
aber auch keine für 200. Könnte ich mir auch gar nicht leisten.

Aber - ich will auch das Leben genießen, ich will mich nicht kasteien.
Ich muss also Kompromisse schließen. Ich habe neben dem PC zu Hause
ein Tablet für unterwegs, sogar noch ein altes Notebook (auf dem
dieser Artikel entstanden ist) und natürlich ein Smartphone (das ist
übrigens von Fairphone, was das Gewissen wieder etwas erleichtert).
Kostet alles Strom, ist schon klar. Und ich sitze nicht zu Hause auf
dem Hometrainer und strample. Worauf will ich hinaus?

Natürlich finde ich es nicht in Ordnung, wie Amazon mit seinen
Mitarbeitern umgeht. Natürlich finde ich es auch beunruhigend, welche
Marktmacht Amazon inzwischen hat - nicht nur bei Büchern. Aber ich bin
halt auch Konsumentin, und als solche will ich es so einfach wie
möglich haben. Ich bin ein Fan von Kauf- und Warenhäusern. Alles unter
einem Dach, man muss nicht kilometerweit laufen, um verschiedene Waren
einkaufen zu können. Wir haben in München ich weiß nicht wie viele
Kaufhäuser, aber wenn ich dann z. B. einen Toaster brauche, finde ich
im Kaufhaus gerade mal zwei Modelle. ZWEI! Das eine ist die Hausmarke,
billig, aber hässlich. Das andere ist zu groß für unsere kleine Küche.
Also zum nächsten Kaufhaus, ist ja gleich um die Ecke, doch dort
dasselbe Trauerspiel. Also doch wieder nach Hause und bei Amazon
nachgeschaut. Toaster ohne Ende! Große, kleine, dicke, dünne, billige,
teure, hässliche, schöne. Schon klar, ein Kaufhaus hat nicht die
Kapazität, so etwas zu bieten, aber mehr als zwei wären halt schon
gut.

Dasselbe gilt für mich übrigens auch für Bücher. Obwohl wir in München
auch mit zahlreichen Buchhandlungen gesegnet sind, habe ich bisher
keine gefunden, die meinen Lesegeschmack weitestgehend erfüllen würde.
Die großen - also vor allem Hugendubel - bieten Stapelware. Irgendwo
in irgendeinem Eck gibt es dann sicher auch die Anthologie oder den
Gedichtband, der durch die Topseller querfinanziert wurde. Nur leider
weiß das von den Verkäufern keiner (Buchhändler sind in großen
Buchhandlungen ja eher die Ausnahme), und selbst suchen ist mühsam.
Die kleinen Läden hingegen richten sich weitestgehend nach ihrem
eigenen Geschmack - was vollkommen in Ordnung ist und vermutlich die
einzige Chance, gegen die Großen zu bestehen. Nur - deren Geschmack
ist halt in der Regel nicht meiner. Und finde ich dann endlich eine
Buchhandlung, die in etwa dem entspricht, was ich mir unter einer
Stammbuchhandlung vorstelle, liegt sie garantiert am anderen Ende der
Stadt. Man kann halt nicht alles haben!

Hinzu kommt, dass ich vorwiegend englischsprachige Bücher lese. Da ist
Amazon einfach unschlagbar. Ich kann mich noch an Zeiten erinnern, als
man englischsprachige Bücher über die Importfirma Petersen bestellen
musste, die, wenn man Glück hatte, nach vier Wochen da waren und ein
Vermögen kosteten. Heute schalte ich den Kindle an, suche den Titel,
drücke auf Bestellen und - schwupps! - ist das Buch da. Für 4,99 Euro.
Oder auch 7,99. Aber keine 25!

Zugegeben: Das Lesen von E-Books ist gewöhnungsbedürftig. Mir fehlt
gar nicht mal das so oft zitierte Haptische. Ich finde den Kindle
angenehm in der Hand. Vor allem ist er um einiges leichter als fast
jedes Buch. Mir fehlt vor allem, dass ich nicht direkt sehe, wie weit
ich mit dem Buch bin. Klar, der Fortschrittsbalken zeigt an, dass ich
bereits 45 % gelesen habe. Aber von wie viel Seiten? Wie dick wäre das
Buch, wenn es ein Buch wäre? Da habe ich noch so meine
Vorstellungsprobleme, was mich aber nicht davon abhält, alle Bücher,
die garantiert nicht im Regal landen (also in der Regel Unterhaltung),
als E-Book zu kaufen (sofern verfügbar). Denn die genialste Funktion
des Kindle ist die Wörterbuchfunktion.


         Warum Buchhandlungen unterstützen,
         die mich als Autorin ignorieren?

Ich habe vor einigen Jahren den großen Fehler begangen, mit meinem
ersten Kriminalroman, der in Schwabing spielte, zu ein paar
Buchhandlungen in München zu gehen und sie zu bitten, ihn ins
Sortiment aufzunehmen. Auf Kommission, versteht sich. Diese
unglaubliche Arroganz, die mir da entgegenschlug, werde ich nie
vergessen. Und es war noch nicht mal im Selbstverlag erschienen. Was
ja an sich nichts Anrüchiges ist. Der gute alte Goethe hat einige
seiner Bücher im Selbstverlag veröffentlicht, weiß nur keiner - oder
will es nicht wahrhaben. Virginia Woolfs Bücher wären ohne
Selbstverlag vermutlich nie erschienen. Aber das ist ein anderes Thema
...

Da kaufe ich lieber gleich bei Amazon, denn die bieten das Beste für
beide - für die Kundin und die Autorin.

[Zu dem Thema gibt es vielfältige Erfahrungen und Meinungen. Wie seht
ihr Amazon - als AutorInnen und als KundInnen? Mailt uns!]

                  **~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~**

Die Münchner Autorin Ute Hacker schreibt deutsch und englisch und
tummelt sich in verschiedenen Genres, vor allem im Kinderbuch (als
Luisa Hartmann), aber auch im Krimi (als Billie Rubin). Sie ist u. a.
aktives Mitglied bei der International Online Writing Group IOWG, die
sie auch mitgegründet hat, sowie bei der Autorinnenvereinigung. Mehr
Infos auf ihrer Homepage: http://www.utehacker.eu


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UNSERE EXPERTINNEN UND EXPERTEN:
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Bitte schickt den ExpertInnen nur Fragen zu ihrem Expertenthema -
keine Manuskripte zur Beurteilung.

Bitte verseht jede Anfrage mit einem aussagekräftigen Betreff. Sonst
kann es sein, dass die Mail vorsichtshalber sofort gelöscht wird.


Drehbuch: Oliver Pautsch
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Fandom: Thomas Kohlschmidt
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Fantasy: Stefanie Bense
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Heftroman: Arndt Ellmer
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Historischer Roman: Titus Müller
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Kinder- und Jugendbuch: Michael Borlik
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Kriminalistik: Kajo Lang
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Lyrik: Martina Weber
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Marketing: Maike Frie
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Recherche: Barbara Ellermeier
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Plotten: Kathrin Lange
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Sachbuch: Gabi Neumayer
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Schreibaus- und -fortbildung: Uli Rothfuss
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Schreibgruppen: Ute Hacker
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Schreibhandwerk: Ute Hacker
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Science-Fiction: Andreas Eschbach
                            sf-autor at experte pt autorenforum pt de
Verlagswesen: Bjørn Jagnow
                        verlagswesen at experte pt autorenforum pt de

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Experten-Special:
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Bjørn Jagnow hat seine Fragen und Antworten zu den Themen
Urheberrecht, Verlagswesen und Vermarktung der letzten Jahre gesammelt
- thematisch sortiert und aktualisiert:

"Urheberrecht, Verlagswesen und Vermarktung für Autoren 2012", E-Book,
2,99 Euro, http://www.amazon.de/gp/product/B007VD3OL6/


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FRAG DEN EXPERTEN FÜR HISTORISCHEN ROMAN:
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   Titus Müller (historischer.roman at experte pt autorenforum pt de)

Frage:
Momentan schreibe ich an einem Roman, welcher im zweiten Weltkrieg
spielt. Ort des Geschehens ist zu 80 Prozent Augsburg. Mich würde
interessieren, ob ich historische Namen, z. B. des Bürgermeisters,
verwenden darf. Gibt es hierzu eine gesetzliche Regelung?


Antwort:
Du musst bedenken, dass der ehemalige Bürgermeister womöglich noch
lebt, und wenn nicht er, dann doch mindestens seine Kinder. Die
Gesetzeslage dazu ist schwammig: Eigentlich endet das
Persönlichkeitsrecht mit dem Tod, aber es gibt erstens Gesetze, die
vor der "Verunglimpfung des Andenkens Verstorbener" schützen sollen,
und zweitens eine Art postmortales Persönlichkeitsrecht, das nur
allmählich schwindet, in dem Maß, in dem die Erinnerung an den
Verstorbenen verblasst. Berühmte Menschen sind länger geschützt als
weniger berühmte. Klagen können jeweils die Kinder oder nahen
Verwandten, z. B. die Witwe.

Ich würde so vorgehen: Wenn du nur die Wahrheit schilderst, verwende
ruhig den echten Namen (der Bürgermeister ist an dem Tag X an diesem
und jenem Ort, er hält eine Rede, die du in Auszügen zitierst, er tut
Dinge, die er tatsächlich getan hat und die du belegen kannst).

Solltest du ihm aber eine Affäre andichten wollen oder ihn als
boshaften Schlächter darstellen wollen und kannst das nicht mit Fakten
untermauern, dann rate ich dir, ihn umzubenennen und auch von anderen
äußeren Merkmalen her zu verändern.

Bei einem Roman über das 19. Jahrhundert hättest du diese Probleme
nicht. (Wobei ich kein Rechtsanwalt bin, bei Unsicherheiten hole dir
lieber professionelle Beratung.) In jedem Fall ist es ratsam, mit den
authentischen Personen in der jüngeren Vergangenheit behutsam
umzugehen.

In meinem Roman "Nachtauge" beispielsweise, der ebenfalls während des
zweiten Weltkriegs spielt, habe ich den Lageraufseher und die junge
ukrainische Zwangsarbeiterin umbenannt, deren Liebesgeschichte ich
schildere - auch wenn es beide gegeben hat. Ich hatte so mehr
Freiheiten in der Schilderung und habe mich auch emotional freier
gefühlt beim Schreiben. Am Ende des Romans habe ich ihre wahren Namen
genannt:

"Inspiriert durch den Aufseher des Barackenlagers auf den Möhnewiesen,
Karl Josef Stüppardt, und die Zwangsarbeiterin Elena Wolkowa, denen es
gelang, ihre Liebe geheim zu halten. Sie überlebten die Bombardierung
der Möhnetalsperren und entgingen der Gestapo. Karl und Elena
heirateten am 16. Juni 1945 in der Neheimer Pfarrkirche St. Johannes
Baptist, fünf Wochen und vier Tage nach Kriegsende."

So hole ich zum Schluss die Leser hinter den Theatervorhang und zeige
ihnen: Guckt mal, diese ganze große Geschichte ist nicht bloß
erfunden, es hat sie wirklich gegeben. Das ist ein befriedigendes
Gefühl für die Leser, wie ich immer wieder bei Lesungen höre.

Vielleicht findest du eine ähnliche Lösung für deinen Roman?

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Aktueller Roman von Titus Müller bei Heyne: "Nachtauge". Die dpa
schreibt darüber: "Titus Müller hat mit 'Nachtauge' einen großartigen
historischen Roman geschrieben, einerseits einen spannenden
Spionagethriller, andererseits eine auf Tatsachen beruhende berührende
Liebesgeschichte inmitten des Grauens."


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FRAG DIE EXPERTIN FÜR MARKETING:
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             Maike Frie (marketing at experte pt autorenforum pt de)


Frage:
Vor zwei Jahren habe ich ein Fachbuch zum Thema "Führen durch
Kommunikation" veröffentlicht. Ich habe den Eindruck, dass der Verlag
nur wenig für dieses Buch wirbt. Was kann ich tun, um den Verkauf zu
steigern?


Antwort:
Ich antworte Ihnen gerne mit ein paar Anregungen - eher allgemeiner
Natur, da Ihre Frage ja auch eher allgemein gehalten ist.

Zunächst einmal sagen Sie, Sie haben "den Eindruck?, dass der Verlag
zu wenig tue. Vielleicht können Sie konkret im Verlag nachfragen, was
von dort aus passiert, und im Anschluss weitere Maßnahmen abstimmen
bzw. sich zum Teil Unterstützung holen. Zum Beispiel könnte der Verlag
Ihnen Werbeunterlagen zur Verfügung stellen: Postkarten mit Cover und
kurzer Inhaltsbeschreibung, die Sie als eine Art Visitenkarte
weitergeben können.

Bei den verschiedenen Buchhändlern im Internet sollte Ihr Buch nicht
nur als gedrucktes Buch, sondern auch als E-Book verfügbar sein - so
wie es auf der Verlagsseite angeboten wird. Da sollten Sie sich um die
Aktualisierung aller Ausgaben kümmern.

Bei Amazon zum Beispiel kann man eine Autorenseite anlegen. Das ist in
kurzer Zeit gemacht, und so können Sie potentiell Interessierten ein
wenig mehr über sich und Ihr Expertenwissen berichten. Denn für den
Kauf eines Fachbuches ist auch der Autor immer ein wichtiges Argument.

Als Erstes sollten Sie sich natürlich fragen, wo diejenigen sich
bewegen, die Ihr Buch kaufen könnten. Eine Lesung in der örtlichen
Buchhandlung wäre zum Beispiel wenig sinnvoll, weil das Thema die
breite Masse nicht interessiert. Aber in jeder Stadt gibt es Business-
Zirkel, Wirtschaftsförderungen usw., über die man sicherlich auch auf
Gruppen stößt, die sich aus Führungskräften zusammensetzen. Dort
könnten Sie sich zu einem Treffen einladen lassen und über Ihr Thema
sprechen.

Volkshochschulen und andere Bildungseinrichtungen bieten zum Beispiel
auch spezielle Veranstaltungen für Existenzgründer u. Ä. an und freuen
sich oft über Themenvorschläge / neue Dozenten. Denn als Experte und
über Vorträge geben Sie etwas von Ihrem Wissen weiter, machen auf sich
aufmerksam und so neugierig auf mehr, was dann zu einem Buchkauf
führen könnte. Als Experte können Sie sich auch bei Veranstaltungen /
Veranstaltern vorstellen und zum Beispiel Vorträge halten. Vielleicht
gibt es Foren für Arbeitgeber auf Jobmessen?

Vielleicht könnten Sie auch eine eigene Internetseite anlegen. Das
muss ja nicht aufwendig und teuer sein; eine einfache Internetpräsenz
hilft schon, wenn jemand nach Ihnen oder Ihrem Buch sucht. Zu dieser
Internetseite könnten Sie auch eine entsprechende E-Mail führen und in
Ihrer Signatur auf Ihr Buch hinweisen.

Zum Thema Kommunikation und Mitarbeiterführung gibt es viele
Internetseiten und sicherlich auch eine Menge Newsletter, Facebook-
Gruppen und anderes. Sie könnten entsprechende ausfindig machen, sich
dort als Experte vorstellen und (Gast-)Beiträge schreiben. Auch über
Twitter könnten Sie regelmäßig kurze Tipps verteilen.

Je präsenter und vernetzter Sie im Internet auftreten, desto eher
werden potentielle Leser auf Sie aufmerksam. Den Verkauf zu steigern,
was Ihr Ausgangspunkt war, ist also eigentlich erst der zweite
Schritt. Der erste müsste sein, Aufmerksamkeit auf Ihr Thema und auf
Sie zu lenken.

                   **~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~**

Maike Frie, Münsteranerin von 1976 mit Skandinavien-Begeisterung; nach
Stationen in Oslo und Hamburg heimgekehrt; tätig als Dozentin,
Texterin, Lektorin und Mutter; bietet für Autoren Korrektorat,
Lektorat und Manuskriptberatung sowie ein Seminarprogramm zum
Kreativen Schreiben - mehr unter http://www.skriving.de


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FRAG DEN EXPERTEN FÜR VERLAGSWESEN:
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          Bjørn Jagnow (verlagswesen at experte pt autorenforum pt de)

Frage:
Seit 2006 bin ich mit einer Kinderbuchreihe bei einem Kleinverlag
[...] Seit geraumer Zeit habe ich den Eindruck, dass mein Verleger
durch andere Tätigkeiten (u. a. ist er nun selbst als Autor tätig
geworden) seine Verlagsarbeit "schleifen" lässt. [...]
Ich habe gehört, daß man dann die nicht ausgeübten Rechte zurückrufen
kann, nachdem man dem Verlag eine angemessene Zeit zur Ausübung
eingeräumt hat. Meine Fragen hierzu wären nun:
a) Stimmt es, dass nicht ausgeübte Rechte nach einer gewissen Zeit
zurückgerufen werden können, und wenn ja, wie ist da die Frist? [...]
b) Wie lang muss die Frist sein, die ich dem Verlag zur Nutzung der
bisher nicht ausgeübten Rechte einräumen muss?


Antwort:
Rechte, die vom Vertragspartner nicht ausgeübt werden, können
tatsächlich zurückgerufen werden. Das geht frühestens, wenn das Recht
(oder die Rechte) zwei Jahre lang nicht genutzt worden sind. Die Frist
muss angemessen sein. Was das genau ist, hängt stark vom jeweiligen
Recht ab. Geht es um die Veröffentlichung eines Buches, die bisher
nicht erfolgt ist, müsste man sicher einige Monate Frist setzen; bei
einer Online-Veröffentlichung wohl eher nur ein paar Wochen. Generell
sollte man hier lieber etwas zu viel Frist geben als etwas zu wenig.
War die Frist nämlich zu kurz, kann der Rückruf der Rechte angefochten
werden.

Zudem kann man die Fristsetzung auch taktisch benutzen. Will man
seinen bisherigen Verlag lediglich in Gang bringen, weil man gar nicht
wechseln möchte, sollte die Frist lieber etwas länger sein. Wenn der
Verlag in der Frist schafft, muss man nicht wechseln und hat seine
Veröffentlichung trotzdem erreicht. Will man in erster Linie wechseln,
dann ist eine Frist, die gerade so angemessen ist, vermutlich
sinnvoller.

Noch eine Ergänzung: Rechte, die ausgeübt wurden, aber nicht mehr
ausgeübt werden (z. B. vergriffene Bücher), kann man ebenfalls
zurückrufen, wenn zwei Jahre lang nichts (mehr) passiert ist.

                  **~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~**

Bjørn Jagnow ist Schriftsteller, Verlagsfachwirt, Verlagskaufmann und
Buchhändler. Unter http://bjoernjagnow.blogspot.com/ bloggt er über
die Zukunft der Medien, über Rollenspiele und andere Themen.


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