Ausgabe 7-11 (20. November 2005)

Editorial
Inserate
Schreib-Kick
Leserbrief
Autorenwissen
    "Berufsbild: KabarettistIn"
    von Ursula Schmid-Spreer
Marketingideen
    "Homepage-Vernetzung"
Vier Seiten für ein Halleluja
    Text: Hans Peter Roentgen, Lektorat: Lena Braun
DVD-Besprechung
    "The making of ’Houwelandt’"
    besprochen von Stephan Waldscheidt
Buchbesprechung
    "Erfolgreiche Künstlerinnen"
    besprochen von Gabi Neumayer
Interview mit Rebecca Gablé
Verlagsportrait
    "Krug & Schadenberg"
    vorgestellt von Ursula Schmid-Spreer
Fragen Sie Biggi Bäumchen
    "Kauft man meine Bücher nur, weil ich so gut aussehe?"
    von Stephan Waldscheidt
Frag die Expertin für Lyrik
    (Martina Weber)
Frag den Experten für Verlagswesen
    (Björn Jagnow)
Frag den Experten für Drehbuch
    (Oliver Pautsch)
Frag die Expertin für Fantasy
    (Stefanie Bense)
Frag die Expertin für Kriminalistik
    (Nikola Hahn)
Frag den Experten für Heftromane
    (Arndt Ellmer)
Hall of Fame
EDITORIAL:  
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Liebe Autorinnen und Autoren, 

als Erstes ein Hinweis in eigener Sache. Da wir nach den Erfahrungen  
der Vergangenheit vorsichtig geworden sind und einen sehr starken  
Spam-Filter verwenden: Schreibt bitte immer klare Betreffs in eure  
Mails, sonst werden sie nicht gelesen. Und schickt sie bitte aus- 
schließlich als Nur-Text! Alle anderen Mails kommen leer bei uns an. 

Damit ihr bei dem trüben Wetter gar nicht erst in trübe Stimmung  
kommt, haben wir diesen Tempest voll gepackt mit spannenden, hilfrei- 
chen und motivierenden Ideen und Tipps. Wie sieht das Berufsbild von  
KabarettistInnen aus? Das hat Ursula Schmid-Spreer recherchiert, und  
sie steuert auch ein neues Verlagsportrait bei. Hans Peter Roentgen  
stellt sich diesmal in "Vier Seiten für ein Halleluja" selbst der Kri- 
tik mit einem Textanfang; außerdem hat er Rebecca Gablé interviewt.  
Urheberrecht, Kurzgeschichtenadaption, Schreibschulen, kriminalisti- 
sche Ermittlungsmethoden: Mit diesen Themen beschäftigen sich unsere  
Experten diesmal unter anderem. Außerdem gibt es eine neue Marketing- 
idee, Buch- und DVD-Besprechungen und im zweiten Teil jede Menge neue  
Ausschreibungen und Seminare. 

Eine kleine Revolution hat sich ja schon im letzten Tempest angedeu- 
tet. Nun hat Biggi Bäumchen offenbar endgültig die Ratgeberrubrik von  
unserem gefürchteten Honeyball übernommen. Doch lasst euch von ihrem  
netten Namen nicht täuschen ... 

Der Tipp des Monats November, diesmal von mir (schickt mir Tipps!): 

    Ein Exposé kann wirkungsvoll zum Beispiel 
    mit einem Textauszug beginnen,  
    der wie aus dem Buch klingt. So vermittelt man 
    einen Eindruck von der "Schreibe", der in einer 
    rein inhaltlichen Zusammenfassung oft zu kurz kommt. 

Herzlichen Dank an alle, die mir so viele Schreibkicks geschickt ha- 
ben, dass wir erst einmal versorgt sind (besonderen Dank an Jenni  
Schreiner, die einen riesigen Fundus an Kicks beigesteuert hat!). Ich  
hoffe, kurze Tipps fürs Editorial schickt ihr nun auch noch in rauen  
Mengen! 



Ausnahmsweise gibt es heute schon einmal eine kleine Vorschau auf den  
Dezember. Da feiern wir nämlich "10 Jahre Tempest"! Macht euch auf die  
eine oder andere Überraschung gefasst – und für Glückwünsche, knallen- 
de Korken und mehr sind wir natürlich jederzeit offen. Bis dahin wün- 
sche ich euch allen einen guten Schreibmonat. 

  Gabi Neumayer 
  Chefredakteurin 

~~~~~~~~~~~ 
Damit wir den Tempest auch in Zukunft weiterführen können, brauchen  
wir eure Hilfe: Wer uns unterstützen möchte, überweise bitte einen  
freiwilligen Jahresbeitrag (15 Euro haben wir als Richtwert gesetzt,  
aber ihr helft uns auch schon mit 5 oder 10 Euro weiter) auf unser   
Konto: 

Sparda Bank Südwest eG 
BLZ 550 905 00 
Kto. 100 724 515 
Stichwort: "Beitrag 2005" 

ACHTUNG: NEUES KONTO! Das alte bleibt aber auch noch eine Weile beste- 
hen. 

Für AuslandsabonnentInnen: Am 1. Juli 2003 wurden die Auslandsüberwei- 
sungsgebühren gesenkt. Aber natürlich könnt ihr uns euren Beitrag auch  
weiterhin per Post schicken (Adresse am Ende des Tempest). 

~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ 
ISSN 1439-4669   Copyright 2005 autorenforum.de. Copyright- und 
                 Kontaktinformationen am Ende dieser Ausgabe 
~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ 

   INHALT DIESER AUSGABE: 


TEIL 1: 

      Editorial 
      Inserate 
      Schreib-Kick 
      Leserbrief 
      Autorenwissen 
         "Berufsbild: KabarettistIn" 
         von Ursula Schmid-Spreer 
      Marketingideen 
         "Homepage-Vernetzung" 
      Vier Seiten für ein Halleluja 
         Text: Hans Peter Roentgen, Lektorat: Lena Braun 
      DVD-Besprechung 
         "The making of ’Houwelandt’" 
         besprochen von Stephan Waldscheidt 
      Buchbesprechung 
         "Erfolgreiche Künstlerinnen" 
         besprochen von Gabi Neumayer 
      Interview mit Rebecca Gablé 
      Verlagsportrait 
         "Krug & Schadenberg" 
         vorgestellt von Ursula Schmid-Spreer 
      Fragen Sie Biggi Bäumchen 
         "Kauft man meine Bücher nur, weil ich so gut aussehe?" 
         von Stephan Waldscheidt 
      Frag die Expertin für Lyrik 
         (Martina Weber) 
      Frag den Experten für Verlagswesen 
         (Björn Jagnow) 
      Frag den Experten für Drehbuch 
         (Oliver Pautsch) 
      Frag die Expertin für Fantasy 
         (Stefanie Bense) 
      Frag die Expertin für Kriminalistik 
         (Nikola Hahn) 
      Frag den Experten für Heftromane 
         (Arndt Ellmer) 
      Hall of Fame 
      Impressum 


TEIL 2 (nur für Abonnenten): 

      Veranstaltungen 
      Ausschreibungen 
      Publikationsmöglichkeiten 
           mit Honorar 
           ohne Honorar 
      Seminare 
      Messekalender 
      Impressum 

~~~~~~~~~ 
Auf unserer Homepage gibt es mittlerweile einen praktischen Service  
für orientierungslose Tempest-LeserInnen: Inhaltsübersichten für ein- 
zelne Tempest-Jahrgänge, nach AutorInnen sortiert. Martin Eberhard  
Kamprad (http://www.ekamprad.de) hat freundlicherweise die aufwendige  
Arbeit übernommen, nach und nach die Verzeichnisse für alle bisherigen  
Jahrgänge zu erstellen.  

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Kleinanzeigen 
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(Die Redaktion behält sich vor, Anzeigen zu kürzen oder Anzeigen, die  
gegen Rechte Dritter, das Urheberrecht oder Jugendschutzbestimmungen  
verstoßen, abzulehnen.) 

Private Anzeigen kosten bis zu fünf Zeilen 1,60 Euro pro Zeile. Jede  
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Aus organisatorischen Gründen liegt der Anzeigenschluss für den Tem- 
pest am 12. jedes Monats. Später eingegangene Anzeigen können wir dann  
erst für die nächste Ausgabe berücksichtigen. 


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INSERATE: 
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                                (mailto:werbung at team punkt autorenforum punkt de) 


Suche erfahrene/n Redakteur/In, PC-bestückt und online, aus der  
Lit.Szene zur Wiederbelebung der Lit.-Zeitschrift Maskenball aus der  
Region Main-Kinzig-Kreis / Frankfurter Raum. Kontakt: mailto:verlag- 
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! oder (01 75) 5 47 33 20 
__________ 

Lese-Lotte sucht Existenzgründer-Team 

Lese-Lotte ist eine von mir entwickelte geniale Vorrichtung zum frei- 
händigen Lesen im Bett, im Liegestuhl, in der Badewanne; ein Buch- 
Halter gewissermaßen! Aha, endlich! – Aber umblättern muss man noch  
selbst! Ich habe eine erste Serie machen lassen und leidlich verkauft.  
(Eine alternde Ex-Lehrerin ist mit dem modernen Marketing einfach ü- 
berfordert.) Aber die Sache ist zu gut, um sie vermodern zu lassen.  
Das Gestell kann nämlich auch als Garderobenständer, Notenständer,  
Kasperl-Vorhang-Halter und sogar als Stehpult für den Laptop benutzt  
werden. Eine Metallvariante existiert als Prototyp. – Gern würde ich  
die Sache abgeben, einschließlich aller Ideen und gemachten Erfahrun- 
gen. Über eine Abfindung oder Gewinnbeteiligung reden wir bei Erfolg  
in zwei Jahren ... Ernsthafte Interessent/innen stellen sich bitte  
kurz vor, wenn sie mir schreiben. Ich bin in Süddeutschland zu Hause.  
mailto:Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! 
__________ 

Romanwerkstatt 2006 

Die Romanwerkstatt richtet sich an alle, die ernsthaft schreiben und  
sich an längeren TeXten versuchen möchten. Deshalb ist die Teilnehmer- 
zahl auf 12 begrenzt. Selbstverständlich könnt und sollt ihr mit euren  
eigenen Projekten, Figuren und Plots arbeiten oder diese entwickeln. 

Es wird um Figuren und Plots gehen, um Übergänge, Einstiegssätze, Dia- 
loge, kurz, um alles, was bei einem Romanprojekt wichtig ist. Ihr  
könnt auch bereits vorhandene TeXtteile in der Romanwerkstatt vorstel- 
len und diskutieren. 

Dabei werden nicht nur wir Trainer eure TeXte kommentieren, sondern  
auch die anderen Teilnehmer. So bekommt ihr eine breitere Rückmeldung  
und lernt außerdem, an TeXten zu arbeiten. 

Weitere Informationen findet Ihr unter: 
http://www.textkraft.de/pageID_597246.html 
__________ 

"Lilli und die Sternchenhose" von Gudrun-Aimée Spalke, ISBN: 3- 
9810408-0-5, fest gebunden, 32 Seiten, 13,90 Euro 
Es ist zum Heulen! Lillis Lieblingshose, die mit den tollen Glitzer- 
sternen, ist weg. Lilli will ihre Hose unbedingt wiederhaben. Da ge- 
schieht etwas Unerwartetes ... 
Ein lustiges Bilderbuch vom Einfühlen und Entgegenkommen für 3-7- 
Jährige.  
Anschauen, Anhören, Lesen, Bestellen unter http://www.spalke-verlag.de 
__________ 

Bringen Sie Manuskripte und Bücher auf Erfolgskurs 
mit http://www.scriptscreening.com/ für Leser, Verlage und Autoren 
__________ 

Stilvolle und praktische Produkte _ Reise & Unterwegs, Lesestoff, Le- 
selampen, Statuen, Accessoires, Räucherwerk, Technik u. v. m.!  
http://www.nstyle.de/ 
__________ 

Mit dem Schreiben von Biographien professionell Geld verdienen 
Autorenworkshop mit Andreas Mäckler, Stefan Schwidder, Matthias Bröm- 
melhaus 

Das Schreiben privater Autobiographien boomt, immer mehr Autoren und  
Journalisten versuchen, mit professionellen Angeboten das Bedürfnis  
nach Erinnerung zu bedienen. Doch bei den meisten bleibt es beim  
Schreiben weniger Biographien im Auftrag ihrer Kunden, die zumeist aus  
dem Verwandten- und Bekanntenkreis kommen. Dass es aber besser geht  
und man als Ghostwriter privater Autobiographien viel Geld verdienen  
kann, beweisen die Mitglieder des Biographiezentrums, einer Vereini- 
gung biographischer Dienstleister (http://www.biographiezentrum.de).  
Sie bieten ein Professionalisierungsseminar für Autoren an, die im  
Auftrag ihrer Kunden Lebensgeschichten bearbeiten oder erstellen. Ziel  
ist, eine effektive Handlungsgrundlage zu geben, die alle für die Bio- 
graphiearbeit wichtigen Themen abdeckt. Die Teilnehmer erhalten so die  
Möglichkeit, künftig noch professioneller und erfolgreicher zu arbei- 
ten.  

Termine: 
31. März  - 2. April 2006, Dämeritz Seehotel, 12589 Berlin-Köpenick  
(Ostdeutschland) 
16. - 18. Juni 2006, Hotel Krone, 86168 Niederstotzingen (Süddeutsch- 
land) 
23. - 25. Juni 2006, Seminarhotel Georg, 58453 Witten-Annen (West- 
deutschland) 
14. - 16. Juli 2006, SeminarHotel Schulz, 29303 Bergen (Norddeutsch- 
land) 
21. - 23. Juli 2006, Hotel Röse, 36179 Bebra (Deutschland Mitte) 
Zeit:  
Beginn jeweils 14 Uhr, Ende 15 Uhr 

Kosten:  
EUR 450,- für Mitglieder des Biographiezentrums, EUR 520,- für Nicht- 
mitglieder (inkl. Übernachtungen, Vollpension, Tagungsverpflegung) 
Anmeldeschluss jeweils 5 Wochen vor Beginn des Workshops. 

Anmeldung: 
mailto:Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! 
Tel. 082 43 / 99 38 46  

http://www. biographiezentrum.de 


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SCHREIB-KICK: 
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                              (mailto:redaktion at team punkt autorenforum punkt de) 


Unser Schreib-Kick für den November, diesmal von Ute Heymann: 

Einige Schriftsteller behaupten, im Gegensatz zur Disziplin sei der  
Kuss der Muse vollkommen unwichtig. Aber ich bin ohne Muse aufge- 
schmissen. Denn wenn die sich verabschiedet hat, nimmt der Zweifel ih- 
ren Platz ein und macht sich breit.  

In solchen Fällen lese ich meine Motivationssammlung. Im Tempest oder  
in Zeitschriften entdecke ich immer wieder Artikel, Interviews u. Ä.,  
die mich motivieren, die mir Mut machen, an mich zu glauben, die mir  
den nötigen Tritt verpassen, den ich brauche, um nicht aufzugeben.  
Selbst diese Schreibkicks gehören dazu. Alle diese Artikel, Interviews  
usw. habe ich in einem Ordner gesammelt. Vielleicht ist das für euch  
auch etwas? 


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LESERBRIEF: 
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                              (mailto:redaktion at team punkt autorenforum punkt de) 


Liebe Redaktion, 

der Begriff "Braiding" ist lächerlich und in diesem Beitrag von Hans  
Peter Roentgen [s. Tempest 7-10] auch völlig überflüssig. Denn es hat  
sich schon längst durchgesetzt, den Vorgang, Handlungsstränge mitein- 
ander zu verflechten, auch als Verflechtung zu bezeichnen. Warum muss  
wieder einmal ein pseudowissenschaftlicher Begriff eingeführt werden,  
der in Wirklichkeit keinen Beitrag leistet? 

Besonders lächerlich wird es dann, wenn versucht wird, den Begriff  
einzudeutschen: gebraidet. "Ich habe alle meine Handlungen gebraidet."  
Oder: "Ich muss meine Handlungen braiden." Reicht es nicht, zu sagen:  
"Ich muss meine Handlungen noch verflechten."? 
Bleiben wir bei der deutschen Sprache, braucht man auch nicht so  
schwanzbeißende Erklärungen wie: "wenn mehrere Handlungsstränge ver- 
knüpft werden, sagt man, sie werden ’gebraidet’ (Braiding = Flech- 
ten)." In der Erklärung wird eigentlich schon gesagt, dass Handlungen  
verknüpft werden. Warum muss man da noch mit einem Extrawort arbeiten?  
Man kann sogar schon das Wort "flechten" benutzen. Statt: "Bitte brai- 
den Sie jetzt Ihre Handlung" kann man sagen: "Bitte flech- 
ten/verknüpfen Sie jetzt Ihre  Handlungsstränge." Beim Flechten von  
Handlungssträngen stelle ich mir lange Haarsträhnen vor, die zu einem  
Pferdeschwanz gedreht werden. Beim Braiding stelle ich mir nichts vor. 

Die Theorie des Schreibens ist kompliziert genug. Wir brauchen keine  
Wörter, mit denen wir uns bei den Akademikern einschmeicheln müssen,  
nur um endlich wahrgenommen zu werden. Wenn das kreative (literari- 
sche) Schreiben wirklich viele Menschen erreichen soll, dann sollten  
wir auch so schreiben. 

Dieser Artikel enthält keine wirkliche Weiterentwicklung der Praxis  
des Schreibens. Er hat mich sehr "gebothert". (to bother = ärgern) 

Viele Grüße 
H. Rehfeldt  

++++++++++ 

Lieber Herr Rehfeld, 

"storylines" und "Handlungsfäden"; "show, don’t tell" und "Zeigen,  
nicht behaupten"; "Kreatives Schreiben" und "creative writing"; "Point  
of view", "POV" und "Erzählperspektive": Tatsächlich gibt es für das  
Schreiben keine allgemein anerkannte Fachsprache. Die einen benutzen  
die amerikanischen Fachausdrücke, andere deutsche – und oft gibt es  
selbst im Deutschen noch mal verschiedene Wörter. 

Leider (oder Gott sei Dank) bin ich nicht in der Lage, einen Begriff  
vorzuschreiben. Deshalb verwende ich generell in Artikeln alle mir be- 
kannten verwendeten Begriffe. Schließlich kann ich nicht davon ausge- 
hen, dass Leser sich automatisch mit all den unterschiedlichen Wörtern  
auskennen. 

Natürlich kann jeder die Fachbegriffe benutzen, die er selbst für  
richtig und treffend hält. In Artikeln, die sich mit bestimmten Prob- 
lemen des Schreibens befassen, werde ich aber weiterhin die Synonyme  
und, falls notwendig, deren Hintergrund vorstellen. 

Viele Grüße 
Hans Peter Roentgen 


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AUTORENWISSEN:	 
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                              (mailto:redaktion at team punkt autorenforum punkt de) 


                     "Berufsbild: KabarettistIn" 
                       von Ursula Schmid-Spreer 

Jeder Kabarettist ist ein Individuum. Daher kommt es der "Quadratur  
des Kreises" gleich, diese Tätigkeit in ein Berufsbild zu packen. Laut  
Meyers Großem Lexikon ist ein Kabarettist ein "zeitkritischer Klein- 
künstler". 

Ein guter Kabarettist unterhält sein Publikum mit einer großen Band- 
breite. Er versteht es, neben humoristischen Geschichten und Balladen  
auch musikalische Darbietungen in das Programm zu integrieren. Es  
sollte ihm gelingen, durch Witz und Esprit die Lacher auf seiner Seite  
zu haben.  

Einige Kabarettisten haben sich auf politisches oder gesellschaftskri- 
tisches Kabarett spezialisiert. Auch hier gilt, sich zwischen den Zei- 
len so auszudrücken, dass das Publikum den Witz versteht. 

Die meisten Kabarettisten schreiben ihre Programme selbst. Das bedeu- 
tet, dass sie mit einer guten Beobachtungsgabe und einem analytischen  
Verstand ausgestattet sein sollten. Regelmäßiges Zeitungsstudium ist  
Pflicht. Und natürlich sollten sie über eine gute Rhetorik, Schlagfer- 
tigkeit und eine satirische Begabung verfügen. 


          Tätigkeitsbereich 

Meist sind sie freiberuflich tätig und daher in der Künstlersozialkas- 
se versichert. Ihr regelmäßig wechselndes Programm präsentieren sie  
auf (Kleinkunst-)Bühnen, im Fernsehen, im Hörfunk und auf Tonträgern.  

Je nachdem, zu welcher Art von Kabarett man sich hingezogen fühlt, ist  
der Reiseaufwand und die damit verbundene Mobilität unterschiedlich.  
Der Tätigkeitsort wird oft gewechselt (Vorstellung des Programms durch  
Bereisen verschiedener Städte). Das Privatleben steht daher oft hinten  
an. Jeder Künstler sollte bedenken, dass der ständige Wechsel der Le- 
bensumstände nur bis zu einem bestimmten Alter zumutbar und verkraft- 
bar ist.  


          Ausbildung 

Eine geregelte Ausbildung zum Kabarettisten gibt es nicht. An einigen  
Schauspiel- und Kunst(hoch)schulen wird jedoch auch Kabarettunterricht  
angeboten, zum Beispiel: 

– die Hochschule der Künste, http://www.hdk-berlin.de  
– die Hochschule für Film und Fernsehen "Konrad Wolf", http://www.hff- 
potsdam.de 
– die Otto-Falckenberg-Schule, http://www.schauspielausbildung.de  
– die Hochschule für Musik und Theater Leipzig, http://www.hmt- 
leipzig.de  
– die Folkwang-Hochschule Essen, http://www.folkwang-hochschule.de  

Die Bewerber müssen künstlerische Eignungsprüfungen bestehen, die sich  
teilweise über mehrere Tage erstrecken.  
Da Künstler ja auch Geld verdienen müssen, stehen sie unter enormen  
Druck, immer ein aktuelles Programm vorzuweisen. Ein Kabarettist muss  
sowohl körperlich als auch geistig belastbar sein. Auch das Thema Kri- 
tik ist sehr wichtig. Die Presse geht mit Künstlern nicht unbedingt  
feinfühlig um. 


          Medienspezifische Ausbildung – lohnt sich das? 

Die Medienlandschaft wird immer breiter mit den neuen Technologien und  
ihren vielfältigen Möglichkeiten. So kann sich der Künstler nicht nur  
darstellerisch bewegen, sondern er kann auch in Sachen Selbstmanage- 
ment, Karrieremarketing und durch Eigeninitiative auf dem hart um- 
kämpften Markt bestehen. 

Quellen: Berufsbilder des Arbeitsamtes, Internetrecherche, Wikipe- 
dia.de, Befragung des Kabarettisten Peter Schneider 

~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ 

Interview mit Peter Schneider, Kabarettist  
und Eigentümer des Travestie-Kabarett-Theaters "Paradies"  
in Nürnberg (http://www.paradies-cabaret.de) 


Ursula Schmid-Spreer: Sie hören, dass ich ziemlich stark erkältet bin  
– was machen Sie, wenn Ihnen so etwas vor einem Auftritt passiert? 

Peter Schneider: Dann geht’s ab zum Arzt, und wenn er "nein" sagt,  
dann halte ich mich auch daran. Eine Stimmbandentzündung hat man sich  
schnell geholt. Dann fällt der Auftritt aus. Ansonsten Augen zu und  
durch. 


USS: Wie lange besteht das "Paradies" schon? 

PS: Seit 1978. 


USS: Gehört es Ihnen? 

PS: Ja, ich habe es vor 15 Jahren übernommen. 


USS: Haben Sie auch die Einrichtung übernommen, es wirkt sehr plü- 
schig! 

PS: Auch die Einrichtung habe ich übernommen, allerdings wird immer  
etwas verändert oder es kommt etwas dazu. Ein Kabarett muss ein biss- 
chen plüschig sein! Das macht dann Atmosphäre. 


USS: Warum haben Sie das Travestietheater übernommen? 

PS: Ich war im Paradies engagiert, und als es dann zum Verkauf stand,  
habe ich mich dafür interessiert, kurz überlegt und es dann übernom- 
men. Das ging recht flott. Und ich habe es bisher noch keine Sekunde  
bereut. 


USS: Was ist für Sie Humor? 

PS: Es gibt verschiedene Arten von Humor. Jeder hat eine andere Auf- 
fassung. Der eine lacht über schwarzen Humor, wieder ein anderer über  
einen plumpen oder über einen versteckten Witz. Man muss alle Richtun- 
gen ein bisschen antasten, auf was springt das Publikum an. Man hat  
doch recht viel im Repertoire ... 


USS: Ich bin vorhin um das Haus herum gelaufen und habe in einem Ihrer  
Schaufenster den Spruch "Kunst der Verwandlung" gesehen. Ist das von  
Ihnen? 

PS: Nein, das hat bestimmt schon jemand anders kreiert; ich fand es  
ganz schön, darum habe ich es mit aufgenommen. Es gehört alles dazu:  
Kleidung, Schminke, Perücken – man schlüpft in eine andere Person. Und  
das mache ich sehr gerne. 


USS: Was machen Sie noch alles? 

PS: Wenn ich auf der Bühne stehe, dann singe ich live, ich mache die  
Conferance und ich spreche. Für die Musik habe ich einen Discjockey. 


USS: Waren die konservativen Nürnberger nicht geschockt, als hier ein  
Travestietheater eröffnet wurde? 

PS: Ganz bestimmt, aber da müssen Sie meinen Vorgänger fragen, der  
1978 das Kabarett eröffnet hat. 


USS: Die Zeit war reif und sie haben praktisch eine Nische bedient ... 

PS: Wir sehen uns mittlerweile überhaupt nicht mehr als Nische, son- 
dern als eine der vielen Kleinkunstbühnen, die es in Nürnberg gibt,  
die eine bestimmte Richtung einschlagen. 


USS: Woher bekommen Sie ihre Künstler? Zum Beispiel über eine Agentur? 

PS: Nein! Private Kontakte oder von Künstler zu Künstler. Die Akteure  
empfehlen sich untereinander. Manchmal sind sie einen Tag da, und wenn  
sie gut sind, gibt es ein Engagement oder nicht. Agenturen kosten ein- 
fach zu viel Geld. Ich habe auch keinerlei schlechte Erfahrungen ge- 
macht, es ist eine reine Kostenfrage. 


USS: Sie geben Amateuren eine Chance? 

PS: Immer am ersten Sonntag im November. Es spricht sich herum, und  
wir gehen natürlich auch an die Presse. Auch auf unserer Homepage ist  
ein Vermerk. 

USS: Was machen Sie, wenn jemand vor der Türe steht und sagt, ich  
möchte gerne mitmachen? 

PS: Dann lasse ich mir Unterlagen geben, Bilder oder ein Video, oder  
ich lasse sie einfach mittanzen. Ich habe keinerlei Ressentiments und  
sage einfach: "Probier mal!" 


USS: Sind Ihre Akteure frei beruflich oder fest angestellt? 

PS: Das ist unterschiedlich. Manche sind frei beruflich, andere haben  
einen fest angestellten Monatsvertrag. Alle sind versichert bei der  
Künstlersozialversicherung. 


USS: Und nun die wichtigste Frage, die unsere Autoren natürlich inte- 
ressiert: Schreiben Sie Ihre Texte selber? 

PS: Nein! 


USS: Jetzt bin ich überrascht. Wer schreibt Texte für Sie? Sie müssen  
doch ein Konzept haben. 

PS: Das habe ich natürlich. Natürlich sind die Texte von mir. Es kommt  
alles spontan, und es wächst ständig. Ich schreibe es nicht auf. Jede  
Vorstellung ist anders. Ich stelle mich voll auf mein Publikum ein,  
gehe auch auf Zuschauereinwände ein. Deshalb ist jede Show, jede Vor- 
stellung auch einzigartig. 


USS: Da müssen Sie ja unheimlich schlagfertig und witzig sein! 

PS: Genau, das macht es aus! Auch meine Akteure haben einen Rahmen,  
und je nach Publikum gestalten wir unsere Dialoge. Es gibt das so ge- 
nannte Theaterpublikum, das nur unterhalten werden will. Das Publikum,  
das mir natürlich viel lieber ist, ist das Publikum, das etwas entgeg- 
net und mitmacht. 


USS: Woher bekommen Sie Ihre Ideen? Sie müssen ja immer wieder mal ein  
anderes Programm machen. 

PS: Es entstehen spontan Dinge auf der Bühne, die man das nächste Mal  
wieder bringt. Ich laufe mit offenen Augen durch die Welt, durch Nürn- 
berg und beobachte die Menschen. 


USS: Ihre Kostüme, haben Sie einen Fundus? 

PS: Ja, und ich nähe die Kostüme selbst. Ich bin ein Multitalent, vom  
Schminken bis zum Nähen, vom Dekorieren, ich bin gelernter Schauwerbe- 
gestalter, über die Musik bis zum Witzeausdenken. Und für die Bar kau- 
fe ich auch noch ein. 


USS: Warum haben Sie sich gerade für Kabarett und nicht für Schauspiel  
entschieden? 

PS: Ich war zu alt für Schauspiel. Ich wollte mal Sänger werden, aber  
da war ich mit 27 Jahren auch schon zu alt. Ich habe getanzt, und als  
sich mir die Gelegenheit bot, das Paradies zu übernehmen, habe ich zu- 
gegriffen. 


USS: Welche Themen würden Sie nie behandeln? 

PS: Da gibt es keines, denn alle Themen kann man charmant verpacken,  
egal ob es jetzt Behinderte oder die Religion ist. 


USS: Wenn Sie drei Wünsche frei hätten, was würden Sie sich wünschen? 

PS: Ich habe nur zwei Wünsche: Gesundheit und Zufriedenheit, ich bin  
wunschlos glücklich. 


USS: Soll man heute noch Kabarettist/Künstler werden? 

PS: Es wird sich sicher niemand überlegen, ob er Künstler werden will.  
Der wird es einfach, sonst ist er nämlich kein Künstler. Man muss ab- 
wägen: Kommt das Künstlerische stärker, kann ich den Brotberuf sein  
lassen, schaffe ich es nicht, muss ich weiter kellnern. Sehr viele ha- 
ben leider kein Talent, obwohl sie es sich einbilden. Ich bin da sehr  
ehrlich und sage es dann auch. Die böse Nachrede stört mich da weni- 
ger, denn ich sage meine ehrliche Meinung. Wenn jemand ein Grundtalent  
hat, kann man den Rest sicher erwerben. Viele Künstler fahren zwei- 
gleisig. Aber plötzlich kommt dann doch ein sicheres Engagement und  
der Lebensunterhalt ist gesichert. Und dann können sie den ursprüngli- 
chen Beruf sein lassen. 


USS: Was geben Sie Künstlern mit auf den Weg? 

PS: Durchhalten, wenn er gut ist. 


USS: Woher weiß ich, dass ich gut bin? 

PS: Das merkt man! An den Reaktionen der Kollegen, am Publikum. Jeder  
sollte eigenständig auf seine Art sein. 


USS: Stört es Sie, wenn jemand Ihre Witze klaut? 

PS: Überhaupt nicht, denn jeder bringt den Witz anders rüber. Meine  
gespielten Witze kann keiner nachmachen. 


USS: Was möchten Sie unseren Lesern noch sagen? 

PS: Immer anders sein als all die anderen! 

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MARKETINGIDEEN: 
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                              (mailto:redaktion at team punkt autorenforum punkt de) 

+++++++++++++++ 
Alexander Benra 
+++++++++++++++ 

Ich habe noch eine Marketing-Idee beizusteuern, soweit man mit anderen  
Autoren befreundet ist und sich unterstützen will. Man kann sich ge- 
genseitig mit einem Buch auf der Homepage vorstellen. Das habe ich mit  
Susanne Kraus und dem Knochenpoet gemacht und bin, wenn man unter die- 
sem Suchwort googelt, immerhin an dritter Fundstelle. So kann man sich  
selbst ein Netz mit wechelseitigen Hinweisen aufbauen, was vielleicht  
effektiver ist als ein einfacher Bannertausch. 


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VIER SEITEN FÜR EIN HALLELUJA: 
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                              (mailto:redaktion at team punkt autorenforum punkt de) 

Hans Peter Roentgen ist in dieser von ihm geschaffenen Rubrik natür- 
lich immer präsent – aber diesmal fungiert er nicht als Lektor oder  
"Lektorenbeschaffer", sondern als Autor. Er wollte sich auch einmal  
selbst mit einer Kindergeschichte der professionellen Kritik stellen.  
Seinen Textanfang und die kritischen Anmerkungen von Lena Braun findet  
ihr hier. 

Zu unserer Gastlektorin: Lena Braun studierte in Hildesheim und Bath  
Kulturwissenschaften, bevor sie sich 2002 ganz dem Büchermachen widme- 
te. Nach einem Volontariat in der Jugendbuchredaktion des Loewe Ver- 
lags ist sie nun im Gondrom Verlag als verantwortliche Redakteurin für  
das Label gondolino tätig. In dieser Funktion betreut sie ein Kinder- 
buch-Vollprogramm, das von Bilderbüchern und Vorlesebänden bis hin zu  
Erstlesereihen, Sachbüchern, Lernhilfen und Beschäftigungstiteln  
reicht. 

................................................................... 

                         "Tante Schadraste"  
                       von Hans Peter Roentgen 

Immer schon hatte Hannas Tante etwas Geheimnisvolles. Sie war Hannas  
Patentante und zu jedem Geburtstag besuchte sie Hanna. Das allein war  
schon etwas Besonderes, einige Mitschülerinnen hatten Patentanten, die  
zum Geburtstag nur anriefen und andere nicht mal das. 
Obendrein hieß sie Schadraste. Niemand sonst hieß so. Jedenfalls nie- 
mand, den Hanna kannte. 
Tante Schadraste hatte auch ein Geheimnis. Sie sagte nie, was sie ar- 
beitete. Hannas Mama war Lehrerin, Hannas Papa arbeitete bei der Zei- 
tung. Alle Erwachsenen arbeiteten. Na ja, fast alle. 
Annemaries Mama arbeitete nämlich nicht. Sie war immer zu Hause. Aber  
als Hanna sie einmal fragte: "Warum arbeitest du nicht?", lachte sie  
nur und sagte: "Oh, ein bisschen arbeite ich schon. Immerhin habe ich  
drei Kinder. Und schaut euch mal an, was allein ihr beiden wieder an- 
gestellt habt", und sie zeigte auf den Fußboden, auf dem Annemarie und  
Hanna die transsibirische Eisenbahn verlegt hatten. Vom Fernbahnhof  
Tür unter dem sibirischen Esstisch hindurch, rund um das Couchgebirge  
bis zum Papierkorb in der anderen Ecke, den sie umgekippt und ausge- 
leert hatten, damit sie die Gleise hineinführen konnten. Der Papier- 
korb war der Lokschuppen. Oder war er die Endstation in China? Egal,  
jedenfalls lagen überall Abfälle, Gleise, Wagen und anderes Baumateri- 
al herum.  
Also arbeitete Annemaries Mama doch auch. 
Tante Schadraste jedenfalls arbeitete. Aber was sie arbeitete, das  
sagte sie nicht. Wenn Hanna sie danach fragte, wich sie aus: "Das ver- 
stehst du noch nicht!" oder "Das darf ich dir nicht sagen!" Als ob  
Hanna noch ein kleines Baby wäre. Dabei war sie doch bereits neun! 
Und am neunten Geburtstag hatte Tante Schadraste ihr eine Geburtstags- 
geschichte erzählt. Eine, die sie sich extra dafür ausgedacht hatte.  
Eine Geschichte nur für Hanna. Eine, die in keinem Buch stand und die  
man nirgendwo kaufen konnte. 
Tante Schadraste dachte sich zu jedem Geburtstag eine Geschichte aus.  
Sie war wirklich eine ganz besondere Tante. 
Und am neunten Geburtstag erzählte sie die Geschichte von den Wackel- 
pudding-Aliens. 

Es war einmal ein Fernsehchef. Der war für die Nachrichten im Fernse- 
hen zuständig. Und genau das war sein Problem. Denn es gab keine. Je- 
denfalls keine richtigen, die die Zuschauer vors Fernsehen lockten.  
Keine Hurrikans mit Tausenden zerstörten Häusern. Keine Morde. Keine  
Seuchen, nicht mal richtig bösen Schnupfen. Keine Banküberfälle. Nicht  
mal ein Kaugummiautomat war aufgebrochen worden. 
Also rief er alle seine Redakteure zusammen. Und sagte ihnen: "Bis  
heute Abend findet ihr Nachrichten. Oder ihr seid entlassen." 
"Es gibt keine Nachrichten", sagten die Redakteure. 
"Dann erfinden Sie gefälligst welche. Strengen Sie sich an! Wozu ver- 
dienen Sie so viel Geld?" 
"Aber wir können doch keine Nachrichten erfinden. Die wären ja nicht  
wahr!" 
"Wen kümmert das schon?", sagte der Chef. "Hauptsache, sie locken die  
Leute vor den Fernseher." 
"Ein Kalb mit dreizehn Köpfen?", schlug einer vor. 
"Aliens entführen eine Frau?" ein anderer. 
"Gut", sagte der Chef. "Das klingt doch interessant, nicht wahr?" 
"Leider gibt es keine Aliens." 
"Dann denken Sie sich gefälligst welche aus! Möglichst eklige. Mit  
Bildern natürlich." 
Und so sahen die Zuschauer am Abend die Nachricht der Wackelpudding- 
Aliens und der Wackelpudding-Vizekönigin im Fernsehen. 
Jedes Jahr finden in der Stadt Bremen, erzählte der Nachrichtenspre- 
cher, die internationalen Wackelpudding-Weltmeisterschaften statt. Die  
Siegerin wird zur Wackelpudding-Königin gekürt - oder zum Wackelpud- 
ding-König, wenn es ein Mann ist.  
Dieses Jahr gab es ein spannendes Wackelpuddingrennen. Maria Wockel  
und Wasila Puddowa hatten die besten Puddings gekocht. Köstlich  
schmeckten beide. Der Jury fiel es schwer zu entscheiden, wen sie zur  
Königin krönen sollten.  
Maria Wockel hatte einen Wackelpudding gekocht, der gelb war, mit ro- 
ten Streifen. Und grünen Punkten! Außerdem konnte er zur Melodie von  
"O Tannenbaum" wackeln. 
Wasila Puddowas Pudding hatte obendrein ganz blaue Wellen, die leuch- 
teten und sich bewegten, als ob es echte Wellen im Meer wären. Und er  
konnte zur Musik von "Hänschen Klein" und "Alle Vögel sind schon da"  
wackeln. Dafür schmeckte er ein bisschen, ein ganz kleines bisschen  
weniger gut als der Pudding von Maria Wockel. Aber wegen der leuchten- 
den blauen Wellen und weil er auch das ganze Jahr und nicht nur zur  
Weihnachtszeit zur Musik wackeln konnte, deshalb wurde Wasila Puddowa  
zur Wackelpudding-Königin des Jahres gewählt. Maria Wockel wurde nur  
Wackelpudding-Vizekönigin. 
Und dann war sie plötzlich verschwunden. 
Erst dachten alle, sie habe sich aus Verzweiflung in den Fluss ge- 
stürzt, weil sie nur Vizekönigin geworden war. Die Stadt ließ den gan- 
zen Fluss von der Quelle bis zur Mündung von Tauchern absuchen, aber  
Maria Wockel wurde nicht gefunden. 
Denn in Wirklichkeit hatten sie Aliens vom Planeten Wiggel-Wackel- 
Wongola entführt. Diese Aliens essen für ihr Leben gerne Wackelpud- 
dings. Und weil Marias Pudding besser schmeckte – wenn auch nur ein  
ganz kleines bisschen –, deshalb entführten sie die Vizekönigin Maria  
und nicht die Wackelpuddingkönigin Wassila. Auf leuchtende blaue Wel- 
len und Musik legten sie eben weniger Wert. 
Sie zwangen Maria jeden Tag eine riesige Schale Wackelpudding zu ko- 
chen. Dann kamen die Aliens. Sie hatten acht Arme und sahen aus, wie  
Tintenfische. Und sie steckten alle acht Arme gleichzeitig in Marias  
Wackelpudding und zermanschten ihn total! Und fraßen ihn einfach auf!  
Kein Benehmen hatten sie, überhaupt kein Benehmen. Sie steckten alle  
ihre acht Arme voll Wackelpudding gleichzeitig in den Mund und  
schlürften und schmatzen. Maria bekam Wackelpudding-Alpträume! Sie  
konnte keinen Wackelpudding mehr kochen und wenn sie es doch versuch- 
te, lief sie gelb an mit roten Streifen. Und grünen Punkten! Deshalb  
schickten die Aliens sie wieder nach Hause. 

Das erzählten die Nachrichten. Sie zeigten sogar Fotos von der Wackel- 
pudding-Vizekönigin und den Aliens. Der Fernsehsender machte ganz viel  
Reklame mit dieser Nachricht: "B-TV sprach zuerst mit den gräßlichen  
Wackelpudding-Aliens." 
.................................................................... 


                          Lektorat von Lena Braun 

Wie bei jedem Text, der als in Auftrag gegebenes Manuskript oder als  
unaufgefordert eingesandte Geschichte auf meinem Schreibtisch landet,  
gehe ich auch bei diesem Ausschnitt nach dem Prinzip vor, mir erst  
einmal einen Überblick zu verschaffen, bevor ich in die Tiefe gehe o- 
der gar einen Stift in die Hand nehme. Also einmal überfliegen, danach  
noch einmal genauer lesen. Dann folgen drei wichtige Fragen:  


          Was weiß ich vom Text? 

Es handelt sich offensichtlich um eine Kindergeschichte. Da die Heldin  
Hanna 9 Jahre alt ist, wendet sich der Text höchstwahrscheinlich an  
eine Zielgruppe ab etwa 8 Jahren. Diese Heldin Hanna hat also Ge- 
burtstag. Ihre Patentante kommt zu Besuch und erzählt eine Geschichte  
von mehreren Zeitungsmachern, die sich aus Mangel an Themen wiederum  
Geschichten für ihre Zeitung ausdenken. Die Geschichte der Wackelpud- 
ding-Aliens wird uns beispielhaft dann auch direkt erzählt. Ich habe  
es also mit einer Geschichte in der Geschichte in der Geschichte zu  
tun – auf knapp 4 Seiten, uff! 


          Was möchte ich vom Text wissen? 

Für welche Leserschaft ist dieser Text geschrieben? 
Wo führt mich die Geschichte hin? 
Wer genau spricht hier? 
Und wenn ich länger nachdenke: Ist Hannas Vater, er arbeitet ja bei  
einer Zeitung, vielleicht der Alien-Erfinder? 


          "Funktioniert" der Text?  
          Und wenn nein, wo liegen die Probleme? 

Die Hauptschwierigkeit dieses Textausschnitts besteht darin, dass der  
gut gelungene und Spannung aufbauende Anfangssatz ("Immer schon hatte  
Hannas Tante etwas Geheimnisvolles.") völlig in der Luft hängen  
bleibt. Anstatt das Wesen dieses Geheimnisses genauer zu erklären,  
verliert sich die Geschichte schon auf den ersten Seiten in der nur  
mäßig interessanten Randgeschichte der Wackelpudding-Aliens.  

Schade ist auch, dass die Heldin Hanna auf den ersten Seiten passiv  
bleibt, der Leser kein Ziel vor Augen hat und der Text dadurch jegli- 
ches Tempo vermissen lässt. Wo geht es hin in dieser Geschichte? Gibt  
es einen Auftrag? Durch die Verschachtelung der drei Geschichten ste- 
hen zu viele Fragen im Raum. Selbst ich als geübte Leserin kann mich  
hier nicht entscheiden. Was möchte ich eigentlich herausfinden? Wel- 
chem Beruf Hannas Tante nachgeht oder was aus den Wackelpudding-Aliens  
geworden ist? 

Darüber hinaus finde ich den Sprachduktus für eine Kindergeschichte  
unangemessen. Wörter und Begriffswelten wie Transsibirien, China, Hur- 
rikans und Seuchen sind für Grundschüler deutlich zu komplex und da- 
durch hier fehl am Platz.  

Und zuletzt: Extrem unpassend finde ich außerdem die moralischen Zei- 
len am Textanfang. Klar, auch Hausfrauen und Mütter arbeiten – aber  
ist das ein Thema, das Kinder zu Beginn einer Lektüre wirklich zu fes- 
seln vermag? Ich habe da meine Zweifel. 


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DVD-BESPRECHUNG: 
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                              (mailto:redaktion at team punkt autorenforum punkt de) 


                    "The making of ’Houwelandt’" 
                  besprochen von Stephan Waldscheidt 

"Einen Roman schreiben vor laufender Kamera? Sich in eine Geschichte  
vertiefen, in Figuren hineinversetzen im Beisein eines Regisseurs?  
Sämtliche Tiefen und Abgründe des Schreibprozesses nicht nur erleben,  
sondern auch dokumentiert zu wissen von einem Film, der die Entstehung  
eines Buches festhalten soll? Geht das überhaupt?" (John von Düffel) 



Es geht. Dokumentiert ist es in  "The making of 
 ’Houwelandt’ – ein  
Roman entsteht", ein spannender, aufschlussreicher und filmisch gelun- 
gen umgesetzter Einblick in das Entstehen  eines wunderbaren Romans  
und in das Leben eines sympathischen Autors. 

Die über 100 Minuten des Films zeigen neben dem Autor den Lektor, den  
Vertriebsleiter, die Umschlaggestalter, die Verlagsvertreter, die  
Buchhändler  u. v. .m. in Aktion, aber auch Gespräche mit von Düffels  
Eltern, seiner  Lebensgefährtin, Buchmessebesuchern usw. So nah dabei  
und emotional  involviert war man, wenn man es nicht schon selbst er- 
lebt hat, beim Entstehen  eines Romans bis hin zur anschließenden Le- 
sereise noch nie. Gesendet wurde  der Film im September bei 3sat. Wer  
ihn verpasst hat, sollte sich jetzt die  DVD (im Paket mit dem gebun- 
denen Roman "Houwelandt" für 14,90 Euro) zulegen. 

Mehr darüber unter http://www.dumontliteraturundkunst.de. 


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BUCHBESPRECHUNG: 
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                              (mailto:redaktion at team punkt autorenforum punkt de) 


                     "Erfolgreiche Künstlerinnen" 
                     besprochen von Gabi Neumayer 

In der Studie, die diesem Buch zugrunde liegt, ging es um die "Voraus- 
setzungen und Bedingungen des Zustandekommens künstlerischen und ge- 
sellschaftlichen Erfolgs von Frauen". Dazu wurden 20 Künstlerinnen aus  
verschiedenen Sparten eingehend befragt.  

Das Besondere: Es wurden gezielt erfolgreiche Frauen ausgewählt, und  
zwar aus den Bereichen Tanz, Malerei, Neue Medien, Fotografie, Bild- 
hauerei, Komposition – und natürlich Literatur. So standen beispiels- 
weise die Schriftstellerinnen Terezia Mora, Katja Lange-Müller, Elke  
Erb und Thea Dorn in langen Interviews Rede und Antwort. 

Und sie alle haben Spannendes zu erzählen. Unter verschiedenen Themen  
finden sich in diesem Buch jeweils kurze Auszüge aus den Interviews,  
beispielsweise: zum Selbstverständnis der Künstlerinnen, zu ihren Weg- 
gefährten und Wegen zum Erfolg, zum Umgang mit Kritik und Werbung in  
eigener Sache, zum künstlerischen Arbeitsalltag, zu Erfolgsdruck und  
Familienorganisation, zur Ausbildung und künstlerischen Kompetenzen  
und nicht zuletzt zu Kulturpolitik und Fördermaßnahmen. 

Die Form – Auszüge aus den Interviews wurden unter Oberthemen zusam- 
mengefasst – ermöglicht sehr direkte, private Einblicke in das Leben  
und Arbeiten und die Ansichten erfolgreicher Künstlerinnen. Darüber  
hinaus gibt es ausführliche Portraits aller Befragten, eine Bibliogra- 
phie und ein wissenschaftliches Kapitel, in dem die "Voraussetzungen  
und Mechanismen aktueller Kulturproduktion" unter die Lupe genommen  
werden. 

Ein wissenschaftliches, dennoch gut zu lesendes Buch, das nicht an der  
Oberfläche Halt macht, sondern einen tiefen Einblick in das Leben und  
die gesellschaftlichen und individuellen Arbeitsumstände von Künstle- 
rinnen bietet. 


Susanne Binas: "Erfolgreiche Künstlerinnen", 2003, 270 Seiten, 15,90  
Euro, Klartext Verlag 


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INTERVIEW: 
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                              (mailto:redaktion at team punkt autorenforum punkt de) 


          "Eine Katastrophe ist immer ein guter Romananfang" 
                      Interview mit Rebecca Gablé 

Mit dem historischen Roman "Das Lächeln der Fortuna" gelang ihr ein  
Bestseller. Jetzt hat Rebecca Gablé mit "Die Hüter der Rose" eine  
Fortsetzung vorgelegt. Grund genug für den Tempest, sie über das  
Schreiben historischer Romane zu interviewen. 


Hans Peter Roentgen: In historischen Romanen treten neben den histori- 
schen Figuren meistens auch erfundene auf. In Ihrem Fall sind das die  
Personen der Familie Waringham. Wie entstehen bei Ihnen solche Perso- 
nen? Legen Sie erst eine Beschreibung, eine Biographie an, oder entwi- 
ckeln die Figuren sich während des Schreibens? 

Rebecca Gablé: Bevor ich anfange zu schreiben, erstelle ich ein Dos- 
sier über die fiktiven Figuren, das ihre Biographie (vor allem auch  
vor Einsetzen der Romanhandlung), die wichtigsten Ereignisse ihres Le- 
bens während des Romans, ein Psychogramm, ihre äußeren Erscheinungs- 
merkmale usw. enthält. Trotzdem passiert es immer noch, dass meine Fi- 
guren mich überraschen, beim Schreiben eine Art Eigenleben entwickeln  
und manchmal etwas tun, was ich nicht geplant habe. Ich versuche, die- 
sem Phänomen möglichst viel Raum zu lassen, denn nach meinem Empfinden  
macht es die Figuren lebendiger. 


HPR: Was tun Sie als Erstes nach der Recherche? Entwerfen Sie einen  
Plot? Entwickeln Sie die Personen? Oder schreiben Sie erst einmal  
drauflos? Oder ...? 

RG: Recherche und Schreibphase sind bei mir nicht getrennt. Natürlich  
steht am Anfang eines Romans immer ein mehrwöchiger Recherchemarathon,  
aber schon währenddessen entstehen einige der Figuren. Sobald ich ei- 
nen Überblick über meinen Stoff habe, mache ich eine grobe Plotstruk- 
tur und fange an zu schreiben. Während des Schreibprozesses recher- 
chiere ich laufend weiter und plotte detaillierter. Es ist, ehrlich  
gesagt, ein ziemlich chaotischer Prozess. Wenn ich einen Roman begin- 
ne, weiß ich zwar ungefähr wann, aber nicht wie er enden wird, und ei- 
nes Tages werde ich damit vermutlich fürchterlich auf die Nase fallen. 


HPR: Jede Person in "Die Hüter der Rose" hat eine eigene Geschichte,  
die sich natürlich mit denen der anderen berührt. Wie verknüpfen,  
braiden Sie diese Geschichten? Ergibt sich das während des Schreibens?  
Gibt es einen Plan? Wird die Geschichte jeder Person erst mal getrennt  
entwickelt, und später werden die verschiedenen Teile zusammengefügt? 

RG: Vor Beginn entwerfe ich meine fiktive Hauptfigur in der oben be- 
schriebenen Weise und entscheide, wer die historische Hauptfigur sein  
soll. Dann überlege ich, wie ich die persönlichen Geschichten dieser  
beiden miteinander verknüpfe. Der Rest ergibt sich weitgehend von  
selbst, durch die verwandtschaftlichen Verbindungen mit den übrigen  
Figuren, ihre politischen Interessen und Konflikte, ihre Gemeinsamkei- 
ten und Gegensätze.  


HPR: Ein historischer Roman benutzt ja viele Fakten, die die Leser  
nicht kennen. Anfänger erstellen deshalb gerne einen "Infodump", pa- 
cken alles zusammen auf ein paar Seiten. Was würden Sie jemandem ra- 
ten, der am Beginn seines Textes so einen Infodump angelegt hat? Wie  
bringt man dem Leser die nötigen Fakten bei? 

RG: Ein solcher "Infodump" ist die sicherste Methode, einen histori- 
schen Roman schon vor dem Stapellauf zu versenken, denn nichts nervt  
Lektoren und Lesepublikum so sehr wie das Gefühl, belehrt zu werden.  
Gerade am Romananfang ist das tödlich. Mein Rat ist: Weg mit dem Info- 
dump. Zu Beginn des Romans sollte man mehr Gewicht auf die Figuren als  
auf die historischen Fakten legen. Bei jeder historischen Information,  
die man in den Roman einbaut, sollte man sich fragen, ob sie der Hand- 
lung dient, ansonsten lässt man sie besser weg. Und man muss sich im- 
mer wieder sagen: Ich habe Zeit. Historische Romane sind ja meistens  
lang und erzählen lange Zeiträume. Es ist nicht nötig, alle Informati- 
onen an den Anfang zu packen. 

Natürlich muss man seinem Publikum trotzdem mehr erklären als in einem  
Roman, der in heutiger Zeit spielt. Das lässt sich auf unterschied- 
lichste Weise in die Handlung integrieren. Zum Beispiel, indem eine  
erwachsene Figur einem Kind politische Zusammenhänge erklärt, ein Ein- 
heimischer einem Ausländer etc. Ein anschauliches Lehrstück ist Ken  
Folletts Beschreibung einer typischen Burganlage des 12. Jahrhunderts  
in "Die Säulen der Erde": Er beschreibt sie uns aus der Perspektive  
des Schurken, der die Burg in Augenschein nimmt, die er kurz darauf  
einnehmen will. So wirkt es spannend und natürlich, dass er uns ihre  
Verteidigungsanlagen etc. aufzählt. 


HPR: Ihr neuer Roman beginnt mit dem Brand in einem Pferdestall. Ist  
diese Szene bewusst an den Anfang gestellt worden? Was waren die Grün- 
de dafür? 

RG: Eine Katastrophe ist immer ein guter Romananfang, finde ich. Das  
Publikum begegnet den Figuren in einer Extremsituation – ein Identifi- 
kationsangebot, dem man sich schwer entziehen kann. Mitgefühl und Sym- 
pathie werden gleich zu Anfang geweckt, und sofort ist der erste,  
kleine Spannungsbogen eröffnet: Wird der Junge es aus dem brennenden  
Stall schaffen? Ist er verletzt? Wie verkraftet sein greiser Vater die  
Situation? Springt das Feuer auf andere Gebäude über? Werden die Pfer- 
de gerettet? Für jeden Leser, jede Leserin ist irgendetwas dabei, wor- 
um er oder sie sich sorgen kann, und schon hat man sie. 


HPR: ... nicht zu vergessen: In der Szene erfährt der Leser auch ne- 
benbei eine Menge über die Personen ganz ohne Infodump:  
- die Waringhams sind bekannte und erfolgreiche Pferdezüchter 
- John hat den berühmten Pferdeverstand der Waringhams 
- Pferde geraten durch Feuer so in Panik, dass sie nicht freiwillig  
den Stall verlassen  
und manches mehr. 

RG: Die Liste ließe sich endlos fortsetzen. Eine Katastrophe ist eine  
gute Gelegenheit, dem Leser Informationen "unterzujubeln", ohne dass  
er es wirklich merkt, weil er – im Idealfall – atemlos das Geschehen  
verfolgt. Soziale und wirtschaftliche Verhältnisse, Konflikte der Fi- 
guren, die politische Ausgangslage, geographische Beschreibungen – all  
das lässt sich dort beinah unbemerkt einflechten. Nur sollte man dies  
äußerst sparsam tun, damit der Spannungsfaden nicht reißt. 


HPR: In dem Buch verändert sich John Waringham; durch den Krieg wird  
er härter, brutaler, und selbst seine Frau fürchtet sich irgendwann  
vor ihm. Im Vorwort schreiben Sie, dass das Buch weit mehr vom Krieg  
handelt, als Sie selbst geahnt hatten. Ist Ihnen das schon öfter pas- 
siert, dass sich Handlungen oder Personen verselbständigen, anders  
laufen als geplant? 

RG: Da ich, wie gesagt, nicht bis ins letzte Detail plane, passiert  
mir das relativ häufig. Natürlich war mir von Anfang an klar, dass die  
Schlacht von Agincourt, die Eroberungsfeldzüge in der Normandie und  
die Jungfrau von Orléans eine wichtige Rolle im Roman spielen würden,  
aber welche Auswirkungen all das auf die Psyche des Protagonisten ha- 
ben würde, wurde mir erst nach und nach bewusst. 


HPR: Was ist überhaupt – neben der Recherche – das Wichtigste bei his- 
torischen Romanen? Was soll jemand, der einen schreiben möchte, auf  
jeden Fall beachten? 

RG: Ich würde sagen, das kommt darauf an, was er oder sie erreichen  
möchte. Wer sein Publikum unterhalten will und – sprechen wir’s ruhig  
mal aus – auf kommerziellen Erfolg hofft, sollte vor allem Billy Wil- 
ders oberstes Gebot befolgen: Du sollst nicht langweilen. 

Das Entscheidende, um das zu erreichen, ist meiner Meinung nach, seine  
Figuren dem Publikum ans Herz zu schreiben. Das ist gerade im histori- 
schen Roman nicht so einfach, wie es klingt, denn seine Figuren stehen  
im Spannungsfeld zwischen erzählter Vergangenheit und der Gegenwarts- 
erfahrung des Publikums. Die Figuren müssen Kinder ihrer Zeit sein, um  
dem Roman Authentizität zu verleihen, aber für das Publikum in ihrem  
Verhalten nachvollziehbar bleiben, um real und lebendig zu wirken. Es  
gibt eine Vielzahl von Methoden und narrativen Techniken, um das zu  
erreichen. Natürliche, glaubwürdige Dialoge gehören zu den wichtigs- 
ten. 


HPR: Wie schaut eigentlich Ihre Zusammenarbeit mit dem Verlag und Lek- 
tor aus? Beraten Sie sich schon während des Schreibens, oder sieht der  
Lektor erstmals etwas davon, wenn Sie den Roman fertig geschrieben ha- 
ben? Wie viel ändert sich im Lektorat? 

RG: Ich bin in der glücklichen Lage, seit zehn Jahren mit derselben  
Lektorin zusammenzuarbeiten, und über einen so langen Zeitraum kann  
man ein Vertrauensverhältnis aufbauen, das letztlich dem Werk zugute  
kommt. Meine Romane sind in der Regel in mehrere große Teile von ca.  
300 Seiten gegliedert. Wann immer solch ein Teil fertig ist, bekommt  
meine Lektorin ihn zum Lesen, und wir reden anschließend über Handlung  
und Figuren. Ich schätze ihr Urteil sehr, weil sie viel Erfahrung hat,  
und ich arbeite diejenigen ihrer Anregungen ein, die mir gut erschei- 
nen. Der Arbeitsgang des eigentlichen Lektorats wird dadurch zu einer  
reinen Textredaktion reduziert.  


HPR: Eines Tages liegen Sie im Bett, plötzlich steht ein wunderschöner  
Elf neben Ihnen und sagt: "Rebecca, Sie haben so viele historische Ro- 
mane geschrieben, deshalb haben Sie eine Wunsch für die deutsche Lite- 
ratur frei." Was wünschen sie sich? 

RG: Ich wünsche mir, dass Bücher endlich teurer werden. Warum?, wird  
der Elf mich vielleicht verwundert fragen. Weil bei den derzeitigen  
Buchpreisen einfach nicht genug herauskommt, um alle Beteiligten ange- 
messen zu entlohnen. Seit über zehn Jahren stagnieren die Buchpreise.  
Bücher gehören zu den wenigen Produkten, die durch die Umstellung von  
D-Mark auf Euro sogar eher preiswerter als teurer geworden sind. Nun  
kommen obendrein die ganzen "Billigeditionen" bei Zeitungen und Zeit- 
schriften. 

Ein Buch, wird dem Publikum suggeriert, darf nicht teurer sein als ei- 
ne Kinokarte, dabei ist der Genuss beim Lesen doch viel länger und  
wiederholbar, und eine beinah unbegrenzte Personenzahl kann ein ein- 
zelnes Exemplar "konsumieren".  

Papierkosten, Energie, Lohnkosten und viele andere Größen, die die  
Kosten einer Buchherstellung beeinflussen, sind in den vergangenen  
zehn Jahren jedoch gestiegen, teilweise drastisch. So bleibt vom Ver- 
kaufserlös des einzelnen Buches für die eigentlichen Literaturschaf- 
fenden immer weniger übrig. Darum werden Literaturübersetzer mit un- 
verschämt geringen Seitenhonoraren abgespeist (die seit ein paar Jah- 
ren sinken), und unerfahrene, noch nicht etablierte Autoren werden von  
den Verlagen mit lächerlichen Vorschüssen oder sogar mit Buy-out- 
Verträgen über den Tisch gezogen.  

Ich wünsche mir, dass das Buch-Dumping ein Ende nimmt und ein Roman im  
Hardcover wenigstens so viel kosten darf wie ein Besuch beim Italiener  
um die Ecke. Derzeit wird das "Produkt Buch" unter Wert verschleudert,  
und die Urheber – die i. d. R. gegenüber den Verlagen wenig Macht ha- 
ben – sind die Leidtragenden.  


HPR: Herzlichen Dank für dieses Interview. 

Leseprobe "Die Hüter der Rose":  
http://www.gable.de/leseproben/leseprobe-hueter.htm 
Homepage von Rebecca Gablé: http://www.gable.de/ 


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VERLAGSPORTRAIT: 
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                              (mailto:redaktion at team punkt autorenforum punkt de) 


Krug & Schadenberg 
Arndtstraße 34 
10965 Berlin 
Telefon: (0 30) 61 62 57-52, Fax: -51  
mailto:Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! 
http://www.krugschadenberg.de  


Dagmar Schadenberg und Andrea Krug haben den Verlag 1993 gegründet.  
Sie bezeichnen sich auch als Mitarbeiterinnen; daneben gibt es aber  
noch etliche dem Verlag zugeneigte Frauen/Freundinnen, die für sie le- 
sen, bei Versandaktionen helfen und sie sonst unterstützen.  

Dagmar Schadenberg ist von Haus aus Grafikerin; sie arbeitet als Frei- 
beruflerin noch für andere Verlage und Institutionen und den Rest ih- 
rer Zeit für den Verlag. Andrea Krug ist Lektorin und Übersetzerin und  
arbeitet fast ausschließlich für Krug & Schadenberg. 


          Verlagsgeschichte, Programm, Philosophie, Schwerpunkte 

Gegründet wurde der Verlag Krug & Schadenberg am 1. Mai 1993, zu einer  
Zeit, in der es nur wenige Bücher für lesbische Leserinnen gab. Die  
beiden Gründerinnen wollten gern die Bücher machen, die Ihnen am Her- 
zen lagen – Bücher für Frauen, die Frauen im Sinn haben. 

Die erste Veröffentlichung im Herbst 1993 bot sofort Zündstoff für  
leidenschaftliche Diskussionen: "Susie Sexperts Sexwelt für Lesben" –  
ein im besten Sinne unverschämter, witziger Ratgeber, der. aktuali- 
siert und ergänzt, als "Best of Susie Sexpert" nun seine vierte Aufla- 
ge erlebt.  

Seit diesem Start werden zwei Programmbereiche gehegt und gepflegt:  
Belletristik und "Lesbisches Leben". Die Belletristik präsentiert sich  
vorwiegend in Romanform und lässt stets eine lesbische Perspektive er- 
kennen. Die erfolgreichste deutschsprachige Autorin im Verlag ist Ma- 
nuela Kuck, die inzwischen ihren siebten Roman veröffentlicht hat:  
"Die Rivalin" – die Fortsetzung der Geschichte von Rieke und Paula,  
die in "Hungrige Herzen" ihren Anfang nahm. Neu in diesem Sommer: "Ge- 
schrieben für Dich", ein Roman von Sylvia Brownrigg über die erste  
große Liebe und eine Geschichte von sinnlichem Zauber. 

Zu den US-amerikanischen Autorinnen, deren Romane verlegt zu haben die  
beiden Damen Krug und Schadenberg besonders stolz macht, gehört Leslie  
Feinberg mit "Träume in den erwachenden Morgen", ein Roman, der die  
Genderdebatte hierzulande eröffnet hat und gemeinsam mit Edith Forbes’  
zauberhaftem Roman "Alma Rose!" die neue Reihe "Krug & Schadenberg  
classic" eröffnet, in der bedeutsame Werke mit lesbischer Perspektive  
verfügbar gehalten werden. Aus dem französischen Sprachraum hat der  
Verlag zwei Romane der preisgekrönten Autorin Mireille Best im Pro- 
gramm. 

Der zweite Programmbereich lässt sich unter der Überschrift "Lesbi- 
sches Leben" zusammenfassen. Darin sind erotische Erzählungen zu fin- 
den ("Augenblicke" und "Verführungen"), aber auch "erzählende Sachbü- 
cher" wie auf Interviews basierende Porträts von Frauen, die zu Themen  
rund ums lesbische Leben Auskunft geben: Viola Roggenkamp über Mütter  
lesbischer Töchter, Sonja Schock über einst heterosexuelle Frauen, die  
heute lesbisch leben, und Traude Bührmann über Lesben und Alter/n. Mit  
Christa Schultes "Tantra für Genießerinnen" und Celeste Wests "Von der  
Kunst, Frauen zu lieben" sind inzwischen auch die ersten echten Sach- 
bücher erschienen.  

Und last but not least erscheinen nun auch Alison Bechdels Kult-Comics  
bei uns, als erster Band: "Lesben und andere Lebensformen auf Kohlen- 
stoffbasis". 

Zurzeit veröffentlicht der Verlag etwa sechs Titel im Jahr, vorzugs- 
weise im Hardcover. 


          AutorInnen gesucht? 

Ja, der Verlag sucht gute Erzählerinnen, die spannende Romane aus les- 
bischer Perspektive schreiben, sowie Frauen, die Sachthemen unterhalt- 
sam darstellen können. Telefonische Kontaktaufnahme wird gern gesehen. 

Der Verlag möchte Frauen ermutigen, sich mit Vorschlägen an sie zu  
wenden – am liebsten zunächst telefonisch oder per E-Mail (bitte keine  
Manuskripte mailen!). Oder per Post mit einem Exposé bzw. einer In- 
haltsangabe und einer Leseprobe. Rückporto wäre schön. Ein wenig Ge- 
duld ebenfalls. Und Beharrlichkeit, um nachzuhaken ... 

Die Konditionen sind Verhandlungssache. Es hängt von der Qualität des  
Manuskripts ab. Und auch von den Verkaufschancen. 


          Was ist besonders wichtig?  

Gute Zusammenarbeit mit Autorinnen. Bei einem Manuskript legen wir  
Wert auf die Qualität –  Ansatz / Bearbeitung des Themas, Plot, Span- 
nung, Stil, Originalität ... all das fließt ja in unterschiedlichem  
Ausmaß, je nach Genre, ein.  


          Zukunftspläne, Perspektiven 

Die beiden Frauen möchten das Programm pflegen und ausbauen. Gern auch  
Belletristik aus anderen Sprachräumen als Deutsch, Englisch, Franzö- 
sisch machen. Im Bereich Sachbuch: neue Themen entwickeln, Trends set- 
zen. Vor allem natürlich: die Leserinnen gut bedienen. 


          Was ist das Besondere, das Einzigartige des Verlags?  
Krug & Schadenberg sind neben dem Göttinger Daphne Verlag der einzige  
Verlag, der ausschließlich Bücher mit lesbenrelevanten Themen verlegt,  
wobei das Programm kontinuierlich ausgebaut wird und der Schwerpunkt  
auf zeitgenössischer Literatur liegt. 


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FRAGEN SIE BIGGI BÄUMCHEN: 
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                              (mailto:redaktion at team punkt autorenforum punkt de) 


Liebe Biggi, 

ich bin ja so froh! Endlich ist da mal jemand, an den ich mich wenden  
kann, ohne fürchten zu müssen, von diesem garstigen Honeyball verspot- 
tet zu werden. Ja, auch ich schreibe, und ja, auch ich habe ein Prob- 
lem. Zunächst klingt das vielleicht nicht wie eins, denn ich bin er- 
folgreich, meine Bücher verkaufen sich gut. Unglücklicherweise sehe  
ich jedoch auch verdammt gut aus. Mein Verlag weiß das in Marketing  
und Werbung auszuschlachten, ich habe mehr Fototermine als Lesungen  
und mehr Anfragen von einschlägigen Hochglanzmagazinen als von Litera- 
turzeitschriften. Kauft man meine Bücher etwa nur deshalb, weil ich  
mich halbnackt auf dem Cover räkele? Oder kauft man sie, weil man von  
der Qualität meiner schriftstellerischen Arbeit überzeugt ist? 

Eins noch: Ich bin ein Mann. 

Dein [Name ist der Redaktion bekannt] 

++++++++++ 

Lieber schöner Unbekannter, 

o ja, das sehe ich, dass du ein Mann bist. Danke für das Foto, das du  
mitgeschickt hast. Du bist wirklich zu bedauern. Ich selbst habe etwas  
Ähnliches erlebt, mit einer guten Freundin. Sie glaubte jedoch, ihre  
Texte würden abgelehnt, weil sie so unattraktiv sei. Ich konnte sie  
gleich beruhigen, indem ich ihr sagte, ihre Texte seien wirklich so  
schlecht, so gut könne man gar nicht aussehen, um das zu kompensieren.  
Mein Ratschlag hat ihr anscheinend so sehr geholfen, dass sie mich  
seither nie mehr um Rat gefragt hat. 

Es wäre leicht, lieber göttlicher Unbekannter, dir zu sagen, du hät- 
test kein Problem. Aber wenn du es so empfindest, muss ich deine Ge- 
fühle respektieren. Es ehrt dich, dass du deine Schönheit nicht aus- 
nutzt und den steinigen Weg der Literatur wählst, anstatt ins Fernse- 
hen zu gehen oder eine Modellkarriere einzuschlagen. Tatsächlich  
braucht die Literatur Menschen wie dich: Menschen, die sich selbst in  
Frage stellen. So wie meine Freundin Christa. Sie trägt mehr Selbst- 
zweifel mit sich herum als Pfunde, und das soll bei ihr wahrhaftig et- 
was heißen. Unter uns: 191 Pfund bei einsfünfundsechzig. Dennoch ist  
sie ein guter Mensch, und auch ihre Texte sind von einer tiefen Ehr- 
lichkeit und Güte durchflutet. Das hat auch ihr neuer Verleger sofort  
erkannt und ihr auf Christas Kosten zehntausend Exemplare ihres neuen  
Romans "Die beleibte Beliebte" drucken lassen. Und da er keine Werbung  
für das Buch macht und es offenbar gar nicht verkaufen will, verdient  
er nicht einmal etwas daran. 

Also, das zeigt doch wieder: Das Literaturgeschäft ist viel besser als  
sein Ruf, alle Beteiligten lieben Bücher, Geld interessiert da keinen,  
wir alle wollen doch nur das eine: ein gutes Buch veröffentlicht se- 
hen. Und ein Buch muss nicht schlecht sein, nur weil die Autorin oder  
der Autor prominent, gerissen oder sexy ist. Von mir aus könnten alle  
Bücher von gut aussehenden, anbetungswürdigen Kerlen geschrieben wer- 
den, ich würde sie mir trotzdem kaufen, selbst, wenn ganz viele Fotos  
des Autors drin wären. Denkt einmal darüber nach, liebe Schwestern. 

Ach ja, und zu dir noch eins, lieber atemberaubender Unbekannter: Ver- 
such dich mit deinem Erfolg abzufinden, und hinterfrage ihn nicht. Es  
gibt einfach Dinge im Leben, denen geht man besser nicht auf den  
Grund. Und das betrifft nicht nur, wie mein Exmann ebenso treffend wie  
widerlich (nur einer von 279 Scheidungsgründen) zu sagen pflegte, Lie- 
be und Kloschüsseln, sondern durchaus auch Bestseller. 

Ich hoffe, ich konnte ein klein wenig nützlich sein, und wünsche dir  
und allen Leserinnen und Lesern eine gute Zeit und frohes Schriftstel- 
lern. Schickt mir eure Fragen, Mädels! 

Deine und Eure 

Biggi Bäumchen 

PS: Das Foto von dir darf ich doch sicher behalten? 

                    **~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~** 

Stephan Waldscheidt, freier Autor. Aktuell: "DIE HARTZ-KRIEGER – Das  
finale Rettungsbuch für Deutschland und seine Arbeitslosen". Satire.  
Gryphon, ISBN 3-937800-30-1. Vorschau: "Schreib den verd... Roman!".  
Die simple Kunst, einen Bestseller zu verfassen. Ein Anti-Ratgeber. Ab  
15. Februar 2006 bei Uschtrin. Schon jetzt vorbestellen und sparen!  
Mehr auf http://www.waldscheidt.de. 


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UNSERE EXPERTINNEN UND EXPERTEN:      
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Bitte schickt den ExpertInnen nur Fragen zu ihrem Expertenthema - kei- 
ne Manuskripte zur Beurteilung. Speziell unsere Expertin für Litera- 
turagenturen nimmt keine neuen AutorInnen an; Anfragen dazu sind daher  
zwecklos. 

Bitte verseht jede Anfrage mit einem aussagekräftigen Betreff. Sonst  
kann es sein, dass die Mail vorsichtshalber sofort gelöscht wird. 


  Drehbuch: Oliver Pautsch 
                              mailto:Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! 
  Fandom: Thomas Kohlschmidt 
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  Fantasy: Stefanie Bense 
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  Heftroman: Arndt Ellmer 
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  Historischer Roman: Titus Müller 
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  Kinderbuch: Gabi Neumayer 
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  Kriminalistik: Nikola Hahn 
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  Lesungen: Rüdiger Heins 
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  Lyrik: Martina Weber 
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  Sachbuch allgemein: Gabi Neumayer 
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  Sachbuch Medizin/Psychologie: Maja Langsdorff 
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  Schreibaus- und fortbildung: Uli Rothfuss 
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  Schreibgruppen: Ute Hacker 
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  Schreibhandwerk: Ute Hacker 
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  Sciencefiction: Andreas Eschbach 
                              mailto:Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! 
  Technische Literatur, CDs, Internet: Reinhard Mermi 
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  Übersetzung: Barbara Slawig  
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  Verlagswesen: Bjørn Jagnow 
                          mailto:Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! 



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FRAG DIE EXPERTIN FÜR LYRIK: 
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              Martina Weber (mailto:Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!) 


Frage: 
Ich sammle seit längerer Zeit Gedichte und Sprüche für Geburtstage,  
Geburten, Hochzeiten und auch für den Trauerfall. Nun würde ich meine  
gesammelten Werke gerne in einem Buch veröffentlichen. In meinem Be- 
kanntenkreis habe ich bemerkt, dass die Nachfrage dafür groß ist. Oft  
möchte man gerne mehr auf eine Geburtstagskarte schreiben als "Herzli- 
chen Glückwunsch", und es fehlen einem dann doch die Worte. 

Nun meine Frage: Da ich von überall Gedichte u. Ä. gesammelt habe  
(auch aus dem Internet), weiß ich oft nicht, wer sie geschrieben hat.  
Es sind aber auch Gedichte von bekannten Personen dabei, wie zum Bei- 
spiel Bonhoeffer, Goethe ... Wie ist das mit dem Copyright? Und an  
welche Verlage könnte ich mich wenden? Es wäre schön, wenn Sie mir  
weiterhelfen könnten. 


Antwort: 
Wenn Sie Gedichte, die Sie nicht selbst geschrieben haben, veröffent- 
lichen wollen, müssen Sie die Nutzungsrechte der Urheber beachten. Der  
Autor/die Autorin eines Gedichtes ist UrheberIn im Sinn des Urheber- 
rechtsgesetzes (UrhG). Der Autor/die Autorin entscheidet, wer sein/ihr  
Werk nutzen darf. Grundsätzlich sind Sie nicht dazu berechtigt, ohne  
die Einwilligung des Urhebers ein Gedicht oder einen Spruch zu veröf- 
fentlichen. Wenn Sie dieses Verbot missachten, können Sie sich scha- 
densersatzpflichtig machen. Die Veröffentlichung eines Werkes ohne  
Einwilligung des Berechtigten (also des Urhebers, seiner Erben oder  
anderer Inhaber des Nutzungsrechtes) wird nach § 106 UrhG mit Frei- 
heitsstrafe bis zu drei Jahren oder mit Geldstrafe geahndet. 

Das Nutzungsrecht des Urhebers/der Urheberin besteht nur für Werke,  
die urheberrechtlich geschützt sind. Nach § 64 UrhG erlischt das Urhe- 
berrecht siebzig Jahre nach dem Tod des Urhebers. Ab dem 70. Todestag  
einer Autorin dürfen ihre Werke also veröffentlicht werden, ohne dass  
man beim Inhaber der Nutzungsrechte die Erlaubnis einholen müsste. Die  
Gedichte von Goethe dürfen also nach Belieben in Anthologien aufgenom- 
men werden. Hierbei muss man nur beachten, dass die Gedichte nicht  
verändert werden, dass der Name des Autors genannt und die Quelle an- 
gegeben wird. Gedichte oder Texte von Dietrich Bonhoeffer genießen da- 
gegen noch vollen Urheberschutz, da seit dem Todestag von Dietrich  
Bonhoeffer (9. April 1945) noch keine 70 Jahre vergangen sind. Wer  
Texte von Dietrich Bonhoeffer veröffentlichen möchte, sollte sich an  
den Verlag wenden, der die entsprechenden Texte veröffentlicht hat. 

Der Urheberschutz anonymer Werke erlischt nach § 66 UrhG siebzig Jahre  
nach der Veröffentlichung. Anonyme Texte aus dem Internet dürfen also  
ebenfalls nicht ohne Einholung einer Erlaubnis in einer Anthologie  
veröffentlicht werden.  

Bei der Verlagssuche würde ich zunächst die Lage auf dem Buchmarkt re- 
cherchieren, also prüfen, ob bereits ähnliche Projekte wie das, das  
Sie planen, erschienen sind und in welchen Verlagen und worin sich Ihr  
geplantes Projekt von den bereits erschienenen unterscheidet. Sie kön- 
nen zum Beispiel in Buchhandlungen recherchieren oder über die Schlag- 
worteingabe in Onlinekatalogen wie dem der Deutschen Bibliothek unter  
http://www.ddb.de oder dem der lieferbaren Bücher unter  
http://www.buchhandel.de. Verlage, die aus meiner Sicht passen könn- 
ten, sind vielleicht Heyne oder dtv. 

Wenn Sie von Ihrem Projekt und der Verkäuflichkeit sehr überzeugt  
sind, aber keinen Verlag finden, kommt für Sie als Alternative zum  
traditionellen Buch vielleicht auch die Herausgabe als Book on Demand  
in Betracht. Bei diesem Verfahren müssen Sie aber zunächst Geld vor- 
strecken. BoD-Verlage finden Sie über jede Suchmaschine. Einen Artikel  
über BoD von Corinna E. A. Schütt finden Sie im Tempest 6-04, nachzu- 
lesen unter http://www.autorenforum.de. 

                    **~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~** 

Martina Weber ist Autorin und Herausgeberin des im November 2004 er- 
schienenen Buches "Zwischen Handwerk und Inspiration. Lyrik schreiben  
und veröffentlichen". Inhaltsverzeichnis, Cover etc. s.  
www.uschtrin.de/weber.html, Lyrikveröffentlichungen u.a. im Jahrbuch  
der Lyrik 2005 bei C. H. Beck und im Jahrbuch der Lyrik 2006 bei S.  
Fischer. Einige ihrer Gedichte finden sich unter  
http://www.poetenladen.de/martina-weber.html. 


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FRAG DEN EXPERTEN FÜR VERLAGSWESEN: 
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         Bjørn Jagnow (mailto:Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!) 

Frage: 
Ich bin selbständige Grafikerin und betreue gestalterisch momentan ein  
kleines Reisebüro. Es entstanden Logo und Geschäftspapiere. Auf einer  
Grußkarte wollen wir nun ein Zitat verwenden. Können Sie mir sagen, ob  
dies rechtens ist (Urheberrecht etc.)? An wen kann ich mich bezüglich  
etwaiger Rechte wenden? 


Antwort: 
Sofern der Autor schon seit mindestens 70 Jahren verstorben ist, ist  
der Text urheberrechtsfrei und kann ohne Weiteres verwendet werden.  
Andernfalls gilt das Urheberrecht und gibt Grenzen vor. 

Grundsätzlich ist Zitieren innerhalb eines eigenen Werkes ohne Geneh- 
migung des Autors erlaubt, soweit es so knapp wie möglich ausfällt, um  
die inhaltliche Auseinandersetzung zu erfüllen. Außerdem muss die  
Quelle des Zitats angegeben werden.  

Im konkreten Fall sind also mehrere Fragen zu klären:  
a) Ist die Grußkarte ein eigenständiges Werk?  
b) Wird die Quelle angegeben? 
c) Ist das Zitat so knapp wie möglich? 
d) Unterstützt das Zitat die inhaltliche Auseinandersetzung des "Trä- 
ger"-Werkes?  

Zu a:  
Eine gestaltete Grußkarte ist ein eigenständiges Werk. Die bloße Kom- 
bination von Firmenname, Firmenlogo und Zitat eher nicht – aber da  
können sich die Juristen vor Gericht auch noch streiten.  

Zu b:  
Sie müssen mindestens den Autor und den Titel der Arbeit nennen, aus  
dem das Zitat stammt. Eigentlich auch den Verlag und den Erscheinungs- 
ort.  

Zu c: 
Das Zitat ist ohne Zweifel knapp. Aber sollte es beispielsweise aus  
einem einzeiligen Gedicht stammen, wäre es kein Zitat, sondern die  
Wiedergabe eines kompletten Werks. Und damit nicht ohne Genehmigung  
zulässig.  

Zu d:  
Wenn die Grußkarte eine künstlerische Auseinandersetzung mit einem  
Thema beinhaltet und daran die Textzeile einen wesentlichen Beitrag  
hat, dann ist es ein zulässiges Zitat. Ist der Text lediglich auf der  
Grußkarte, weil er gefällt und ansonsten nichts mit der Gestaltung der  
Grußkarte zu tun hat, braucht es die Genehmigung des Autors.  

Die Unterstützung der "Werbebotschaft" oder des "Firmenimage" ist kein  
zulässiger Beitrag. 

Sollten Sie sich unsicher sein, ob Sie den Text als Zitat verwenden  
können, dann wenden Sie sich an die Verwertungsgesellschaft Wort  
(http://www.vgwort.de). Sie können dort ein branchenübliches Honorar  
für den Autor hinterlegen, falls ein direkter Kontakt nicht gelingt.  
Möglicherweise kann die VG Wort aber auch den Kontakt herstellen.  

                    **~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~** 

Bjørn Jagnow, Jahrgang 72, ist Schriftsteller, Verlagsfachwirt, Ver- 
lagskaufmann, Buchhändler und freier Lektor.  
http://www.bjoernjagnow.de/. Er leitet zudem die Redaktion der Feder- 
welt, Zeitschrift für Autorinnen und Autoren:  
http://www.federwelt.de/. 


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FRAG DEN EXPERTEN FÜR DREHBUCH: 
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          Oliver Pautsch (mailto:Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!) 


Frage: 
Die Idee: Aus einer Kurzgeschichte von Katherine Mansfield würde ich  
gerne ein Drehbuch bzw. ein Bühnenstück machen. Welche Voraussetzungen  
sind zu erfüllen, damit ich diese Idee auch umsetzen kann? Von wem be- 
komme ich die Rechte (wenn überhaupt), wie sieht es aus mit der Über- 
nahme der Dialoge (wollte mich schon ziemlich an das Konzept halten,  
wobei ich den Ablauf frei gestalten wollte)? Bei wem muss das Drehbuch  
bzw. das Bühnenstück angemeldet werden? 


Anwort: 
Adaptieren können Sie die Geschichte natürlich jederzeit. Die Form  
steht Ihnen dabei völlig frei, sowohl eng am Werk der Autorin oder  
auch sehr frei interpretiert.   

Die Frage ist, ob und wie Sie Ihre Adaption veröffentlichen und ob Sie  
daran verdienen dürfen. 

Wenn Sie die Neuseeländerin Katherine Mansfield (1888-1923) meinen,  
haben Sie eventuell gute Chancen. Soweit ich weiß, erlischt 70 Jahre  
nach dem Tod eines Künstlers sein Urheberrecht an seinem Werk, siehe  
http://remus-hochschule.jura.uni-saarland.de/urheberrecht/gw06.html. 

Im Zweifelsfall würde ich den (neuseeländischen? deutschen?) Verlag  
kontaktieren, der die Rechte an dieser Geschichte ggf. besitzt. Viel- 
leicht unterstützt man Ihre Idee sogar, um den Buchverkauf anzukur- 
beln. 

                    **~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~** 

Oliver Pautsch, Jahrgang 65, sammelte zunächst Erfahrungen als Fahrer,  
Beleuchter, Aufnahmeleiter und Regieassistent im Fernsehgeschäft. Spä- 
ter ein Zwischenspiel an der Uni Düsseldorf, doch er wollte lieber di- 
rekt für die Brange schreiben. Es entstanden Drehbücher für Kurzfilme,  
Serienfolgen und für den sog. "abendfüllenden" Film.  
http://www.drehbuchautoren.de/Autoren/meinautor.php?ID=164 


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FRAG DIE EXPERTIN FÜR FANTASY: 
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             Stefanie Bense (mailto:Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!) 

Frage: 
Ich schreibe sehr gern und möchte einen Fernlehrgang für zukünftige  
Schriftsteller machen. Ich habe viele Geschichten im Kopf, von Fantasy  
bis Krimi und Co. Mein Problem ist nur, dass ich die Anfänge meist zu  
kurz schreibe, die Mitte fast weglasse und eigentlich viel zu schnell  
zum Schluss komme, obwohl meine Ideen für einen großen Roman besser  
wären. Ich habe auch Probleme, den Handlungsablauf und die Charakter- 
beschreibung aufs Papier zu bringen, obwohl alles im Kopf vorhanden  
ist. 


Antwort: 
Im Prinzip stellst du mir eine Frage, die ich nicht beantworten kann.  
Ob es sich lohnt, einen Fernlehrgang Schreiben mitzumachen, kann ich  
nicht beurteilen. Zu viele Faktoren sind mir nicht bekannt, etwa wie  
intensiv du schon schreibst, wie viel Geld zu dafür bereit bist aus- 
zugeben, was du dir davon versprichst, wie viel Zeit du investieren  
kannst ... 

Grundsätzlich: Es sind mir mehrere Möglichkeiten bekannt. Zum einen  
bietet die Hamburger Akademie für Fernstudien mehrere Module an (von  
der Großen Schule des Schreibens bis zu Werbetexten, mit unterschied- 
lichen Preisen), zum anderen das ils in Darmstadt. Diese beiden Insti- 
tute sind kommerzielle Firmen, die damit ihr Geld verdienen. Ich kenne  
sowohl Leute, die mit deren Dienstleistungen zufrieden waren, als auch  
solche, die sich über die Begutachtung der eingesandten "Hausaufga- 
ben", die Begleithefte und das Kosten-Leistungs-Verhältnis beschwert  
haben. 

Darüber hinaus kann man am Deutschen Literaturinstitut Leipzig  
(http://www.deutsches-literaturinstitut.de) das Schreiben von Litera- 
tur studieren. Sie haben wenige Studienplätze und viele Bewerber. 

Für das Schreiben von Drehbüchern gibt es in Köln Adressen, manche  
Verlage bieten "Fortbildungsseminare" oder Stipendien an. 

Mehrtägige Seminare (mal am Wochenende, mal unter der Woche) bietet  
die Wolfenbütteler Bundesakademie für Kulturelle Bildung  
(http://www.bundesakademie.de) an, deren Seminare auch im Tempest an- 
gekündigt werden. Zurzeit läuft eine sehr gute Kursreihe für "Anfän- 
ger", die sich mit der Erzählperspektive beschäftigt und darauf auf- 
baut. 

Weitere Anbieter findest du im Tempest, im Internet oder bei Uschtrin  
im "Handbuch für Autorinnen und Autoren". 

Ich kann dir nicht raten, was für dich das Passende wäre. Ich kann nur  
auf meine Erfahrungen zurückgreifen, und die zeigen mir deutlich, dass  
man Schreiben am besten durchs Schreiben und den Austausch mit anderen  
Schreibern lernt. Alles andere sind "Abkürzungen", die mal funktionie- 
ren und mal nicht. (Aus den Wolfenbütteler Seminaren habe ich viel ge- 
lernt, obwohl es auch dort welche gab, die nicht so ergiebig waren.) 

Dein Problem von zu hastigen Geschichten möchte ich hier dennoch kurz  
aufgreifen. Für mich sieht es so aus, als hättest du viel zu viele Ge- 
schichten im Kopf und kämst mit dem Schreiben gar nicht nach. Keine  
Bange, das gibt sich, sobald du an eine Story gerätst, bei der die Fi- 
guren dich fordern und die Handlung sich nicht einfach herunterschrei- 
ben lässt. ;-) Oder du bist eine "typische Ideen-Schreiberin", die die  
Idee der Story ausformulieren möchte, aber wenig Wert auf Figurenges- 
taltung oder Setting (Bühnengestaltung) legt. 

Der Anfang ist dazu da, die Figuren, den Konflikt oder das Problem so- 
wie die Welt, in der die Story spielt, dem Leser nahezubringen. Dabei  
sollten all die Informationen nicht einfach aufgezählt, sondern in ei- 
ner oder mehreren Szenen gezeigt werden. Der Anfang bildet das erste  
Viertel. Wenn du das kürzt, weiß der Leser nicht, worum es in der Ge- 
schichte geht, und er fiebert mit keiner Figur mit. 

Der Mittelteil entwickelt die Handlung und die Figuren so, dass hier  
die Konflikte verstärkt, die Probleme verwickelter und die Hauptfigu- 
ren in die Enge getrieben werden. Er macht das zweite und dritte Vier- 
tel der Story aus. (Wie du das "fast weglassen" kannst, ist mir ein  
Rätsel!) In der Mitte werden von den Figuren neue Informationen gefun- 
den (insbesondere beim Krimi), falsche Fährten aufgespürt und wider- 
legt, der Gegner ausgemacht, die Konflikte in mehreren scheiternden  
Versuchen angegangen, die Spannung aufgebaut, Freunde und Helfer ge- 
wonnen und verloren, die Hauptfigur entwickelt. Wenn du das weglässt,  
wovon erzählt dann deine Geschichte? 

Der Schluss löst die Verwicklungen, Probleme, Konflikte und Rätsel des  
Anfangs und Mittelteils. Der Held überlebt oder stirbt. Die Heldin be- 
kommt den Prinzen oder nicht oder wird mit dem Drachen glücklich ...  
Hier dürfen keine für die Story wesentlichen Fragen mehr übrig blei- 
ben. Einen Schluss zu finden ist schwierig, denn man darf auch nicht  
über die Story "hinausschreiben", also z. B. noch erzählen, was nach  
der Hochzeit mit dem Prinzen passiert. Das ist wieder eine neue Ge- 
schichte. Das Ende entwickelt sich im letzten Viertel, der Showdown  
zwischen Held und Gegner findet im letzten Achtel statt. 

Ich empfehle dir von Otto Kruse: Kunst und Technik des Erzählens,  
Zweitausendeins, 2002. Das Buch bietet einen guten Überblick in allen  
Bereichen, von Handlungsaufbau bis Szenenfolge, von Figurencharakteri- 
sierung bis Dialog. 

Es gehört zum Schwierigsten beim Schreiben, eine Methode zu entwi- 
ckeln, wie man das, was im Kopf so glänzend genial aussieht, auf das  
Papier oder in den PC bekommt! Dafür gibt es keine Patentrezepte. So  
banal das klingen mag: Es hilft nur üben! Auch eine Cellistin oder ei- 
ne Blues-Gitarristin muss lange trainieren, Griffe einüben, Noten le- 
sen lernen, Noten umsetzen lernen und Rhythmus sowie Melodie-Gefühl  
entwickeln, damit sie später die Stücke vom Blatt spielen und "gut"  
interpretieren kann. 

Ich hoffe, es tröstet dich, dass es mir wie den meisten Autoreninnen  
nicht gelingt, die Geschichte im Kopf wirklich herauszuschreiben. Es  
ist immer nur eine Version davon. Manchmal ist die überarbeitete Vari- 
ante besser als das Hirngespinst, manchmal kommt das Geschriebene an  
das Erdachte nicht heran. Man kann es nur annähern, nur so gut schrei- 
ben, wie man kann, und dann überarbeiten, bis es so rund ist, wie im  
Moment möglich. Wenn man sich die Geschichte dann in zehn Jahren wie- 
der anschaut, würde man sie ganz anders schreiben. (Da hilft nur: Sto- 
rys loslassen und nicht bis zur Perfektion zu überarbeiten versuchen.) 

Schöne Erlebnisse sind die Zeiten, in denen das Schreiben wie im  
Rausch dahinfliegt. Dann entstehen sehr spontane Geschichten, die aber  
gründlich überarbeitet werden müssen. So etwas passiert mir jedoch nur  
dann, wenn ich meine Figuren sehr, sehr genau kenne, den Handlungsab- 
lauf geplant habe und weiß, wohin meine Szenen zielen, und wenn ich im  
Setting wie zu Hause bin. Solche Erlebnisse sind selten (und ganz  
schön anstrengend ;-)); viel öfter ist das Schreiben harte Arbeit. 

Die Arbeit nicht zu scheuen, immer wieder dazuzulernen, immer wieder  
Geschichten zu schreiben und sich zu entwickeln – das ist das ganze  
Geheimnis. 

                    **~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~** 

Stefanie Bense lebt und arbeitet in Hannover, gibt seit 1993 Schreib- 
kurse, veröffentlicht sporadisch und schreibt - was sonst - an ihrem  
ersten Roman. Kontakt: mailto:Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!. 


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FRAG DIE EXPERTIN FÜR KRIMINALISTIK: 
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          Nikola Hahn (mailto:Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!)   


Frage: 
Am Ende eines Semesters wird nach einer Feier eine Studentin ermordet.  
Wenige Tage später beginnen die Semesterferien, in denen die meisten  
der Studenten wohl entweder in Urlaub oder im Praktikum (teilweise im  
Ausland) sind. Mein Roman setzt erst nach den Semesterferien ein, wenn  
das neue Semester bereits läuft, also 3 bis 4 Monate nach dem Mord.  
Nun meine Fragen: 

1. Mir ist klar, dass vor den Semesterferien noch im unmittelbaren Um- 
feld der Toten ermittelt werden wird.  Würden die Ermittler sofort  
auch in die Universität gehen und dort Kommilitonen der Toten befra- 
gen? 
2. Den Großteil der übrigen Studenten dürften sie vor den Semesterfe- 
rien doch nicht mehr befragen können, oder? 
3. Man würde ihnen doch nicht nachreisen oder sie an ihren Prakti- 
kumsstellen aufsuchen, wenn sie nicht verdächtig sind, sondern nur mit  
der Toten studiert haben und auf derselben Feier waren wie sie, oder? 
4. Würde man also mit den Ermittlungen, was die übrigen Studenten an- 
geht, bis nach den Semesterferien warten? Sprich: Kann ich, nachdem in  
meinem Roman seit dem Mord bereits 4 Monate vergangen sind (in denen  
natürlich bereits ermittelt wurde), noch einen Ermittler in der Uni- 
versität Studenten befragen lassen, oder wäre das unrealistisch? 
5. Wie lang wird in einem solchen Fall überhaupt "intensiv" (also mit  
Zeugenvernehmungen etc.) ermittelt? 
6. Wie viele Leute ermitteln in solch einem Fall üblicherweise (nur  
ein Ermittler oder eher zwei oder mehr)? 
7. Wie nennen sich denn die Ermittler solcher Fälle in Deutschland ge- 
nau: Kommissar / Kriminalkommissar? 


Antwort: 
zu 1:  
Aber ja! Und zwar sofort nach der Tat. 

zu 2: 
Doch! Alle, die irgendwie greifbar sind! 

zu 3: 
Doch! Alle Kontakte werden ausermittelt, die irgendwie bekannt werden.  
Das können im Einzelfall hunderte sein. 

zu 4: 
Auf keinen Fall würde man so lange warten! 

zu 5: 
Solange Hinweise und Spuren noch offen sind, also nicht ausermittelt  
sind. Das kann, je nachdem, Wochen oder Monate, u. U. Jahre dauern.  

zu 6: 
Bei unbekanntem Täter ermittelt nie einer allein. Üblich ist die Bil- 
dung einer Arbeitsgemeinschaft (AG) oder Sonderkommission (Soko), wenn  
viele Hinweise da sind.  


zu 7: 
Die Dienstbezeichnungen der Kripo lauten: Kriminalkommissar, Kriminal- 
oberkommissar, Kriminalhauptkommissar. Alle Dienstgrade sind als Sach- 
bearbeiter tätig.  

                    **~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~** 

Nikola Hahn ist Kriminalhauptkommissarin und Fachlehrerin an der Hes- 
sischen Polizeischule in Wiesbaden; nebenberuflich arbeitet sie als  
Autorin mit dem Schwerpunkt historische Kriminalromane. Informationen  
im Internet: http://www.nikola-hahn.com.  


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FRAG DEN EXPERTEN FÜR HEFTROMANE: 
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             Arndt Ellmer (mailto:Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!) 

Frage: 
Wie muss ein Manuskript zu einem Romanheft aussehen, damit sich ein  
Lektor überhaupt damit beschäftigen will, gesetzt den Fall, man hat  
die Hürde Exposé eventuell schon geschafft oder will sie umgehen und  
ein fertiges Manuskript einsenden? Ich weiß, dass es im Bereich Heft- 
roman feste Vorgaben gibt, die eingehalten sein müssen, um überhaupt  
auch nur den Hauch einer Chance zu haben. 

– Anzahl der Seiten, um die geforderte Anzahl der gedruckten Seiten zu  
erreichen? 
– Musterseite: Anzahl Anschläge , Anzahl Zeilen pro Seite, Schriftart,  
Zeilenabstand usw.? 
– Einteilung in Kapitel? Wenn ja, wie viele Manuskriptseiten pro Kapi- 
tel? 


Antwort: 
Ein Manuskript sollte im Ausdruck 60x30 erstellt sein, Flattersatz,  
kein Blocksatz. 60x30 heißt: 60 Anschläge pro Zeile und 30 Zeilen pro  
Seite. Nehmen Sie eine angenehm zu lesende Schrift, also etwa Times  
Roman. Courier ist zu dünn, das mögen manche Redakteure nicht. 

Heftromane haben gewöhnlich keine Kapitelunterteilung, sondern nur ei- 
ne Szenenunterteilung. Allerdings ist das von Produkt zu Produkt un- 
terschiedlich. Das Exposé sollte professionell geschrieben sein, so  
dass sich der Redakteur/die Redakteurin ein Bild vom Ablauf des Ro- 
mans, den Konflikten zwischen den Personen und dem Spannungsbogen ma- 
chen kann. Heftromane haben immer ein Happy End. 

Bitte die ersten zwanzig bis dreißig Seiten Manuskript zusammen mit  
dem Exposé einreichen. Ein Heftroman hat im Schnitt 170.000 bis  
180.000 Anschläge inklusive Leerzeichen, gerechnet in Word. 

                    **~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~** 

Jahrgang 1954. Autor seit 1980. Seit 1981 ATLAN-Serie, seit 1983 PERRY  
RHODAN. Über 300 Hefte, 150 für PERRY RHODAN, 20 Taschenbücher, ein  
Dutzend Hardcover, u. a. "Im Netz der Nonggo". CD-ROM über die  
"Blues". Arbeiten für Serien wie "Der Hexer", "Die Ufo-Akten", "Vampi- 
ra", "Dämonenland", Krimis, Frauenromane sowie Hörspiele. Treatment  
für einen Fernseh-Thriller. 


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HALL OF FAME: 
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                              (mailto:redaktion at team punkt autorenforum punkt de) 

Ja, die Lage auf dem Buchmarkt ist schwierig, und manchmal glaubt man,  
man wird es nie schaffen, ein Buch zu veröffentlichen. Aber andere  
schaffen es ja auch! 

Die "Hall of Fame" zeigt die Erfolge von AbonnentInnen des Tempest.  
Wir würden uns freuen, wenn ihr euch davon motivieren und ermutigen  
lasst - dann werden wir euer neues Buch hier bestimmt auch bald einmal  
vorstellen können. 

Melden könnt ihr aktuelle Buchveröffentlichungen nach diesem Schema: 

....... 
AutorIn: "Titel", Verlag Erscheinungsjahr (das muss immer das laufende  
oder das vergangene Jahr sein!), Genre. Zusätzlich könnt ihr in maxi- 
mal 60 Zeichen (nicht Wörtern!) weitere Infos zu eurem Buch unterbrin- 
gen. 
....... 

Ausgeschlossen sind Veröffentlichungen in Anthologien, Bücher im Ei- 
genverlag und BoDs (sofern sie im Eigenverlag erschienen sind) sowie  
Veröffentlichungen in Druckkostenzuschussverlagen. Schickt eure Texte  
unter dem Betreff "Hall of Fame" an mail- 
to:redaktion at team punkt autorenforum punkt de. Wir berücksichtigen ausschließlich  
Meldungen, die nach dem obigen Schema gemacht werden! 

++++++++++ 

Paula Bettina Mader: "Vorsprechen", Autorenhausverlag 2005, Sachbuch.  
Nützlicher Ratgeber für Schauspieler und Schauspielschüler 

Mitra Devi: "Das Buch Antares", Verlag Edition Spuren, 2005, Roman.  
ISBN 3-033-00039-8 

Horst Gerhold: "Garnspinner – Seilers Rache", Maximilian Dietrich Ver- 
lag 2005. Historischer Kriminalroman aus dem deutschen Mittelalter 

Wolfgang Trips: "Die Offizin", Silberbug-Verlag 2005. Historischer Ro- 
man aus der Frühzeit des Buchdrucks 

Sylvia Görnert-Stuckmann: "Umzug in die dritte Lebensphase – Lösungen, 
Modelle, Beispiele", Herder 2005. Leitfaden zum "Wohnen im Alter";  
mehr: www.buchschmiede.de 


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Veranstaltungen, Ausschreibungen, Publikationsmöglichkeiten, Messen  
und Seminare findet ihr im zweiten Teil des Tempest, der mit getrenn- 
ter Mail kommt! 
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Einsendeformalien: 
Einsendungen sind zu allen Rubriken von autorenforum.de erwünscht.  
Zurzeit können jedoch noch keine Honorare gezahlt werden. Das Urheber- 
recht verbleibt bei der Autorin bzw. beim Autor.  

Einsendungen bitte im RTF-Format und per E-Mail, und zwar an: mail- 
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Fragen zu Einsendungen sollten ebenfalls an diese Adresse gerichtet  
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Herausgeber:  
   Ramona Roth-Berghofer mailto:public.relations at team punkt autorenforum punkt de  
   Gabi Neumayer                mailto:redaktion at team punkt autorenforum punkt de 
   Stefan Schulz                     mailto:webmaster at autorenforum punkt de 
   Thomas Roth-Berghofer  
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