Ausgabe 7-06 (20. Juni 2005)

Editorial
Inserate
Schreib-Kick
Echo-Service
Leserbrief
Autorenwissen
    "Bilder für die eigene Homepage"
    von Ursula Schmid-Spreer
Vier Seiten für ein Halleluja
    Text: anonym, Lektor: Hans Peter Roentgen
Schreibkurs
    "Eine Geschichte entwickeln"
    von Stefanie Bense
Interview mit Kathrin Lange
Fragen Sie Honeyball, Lektor und Autorenfresser
    "Brotberuf und Schreiben: Wie geht das zusammen?"
    von Stephan Waldscheidt
Frag den Experten für historische Romane
    (Titus Müller)
Frag die Expertin für Literaturagenturen
    (Petra Hermanns)
Frag die Expertin für Kriminalistik
    (Nikola Hahn)
Frag den Experten für Heftromane
    (Arndt Ellmer)
Hall of Fame
EDITORIAL:  
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Liebe Autorinnen und Autoren, 

unsere beliebten "Vier Seiten für ein Halleluja" werden immer wieder  
von kleineren Katastrophen heimgesucht. Diesmal ist unsere Gastlekto- 
rin durch Krankheit ausgefallen. Aber der unermüdliche Hans Peter  
Roentgen konnte freundlicherweise einspringen. Und so findet ihr trotz  
aller Widrigkeiten auch diesmal wieder ein spannendes Lektorat im Tem- 
pest. 

Was gibt es sonst noch? Unsere Fantasy-Expertin Stefanie Bense zeigt  
in der Rubrik "Schreibkurs", wie man eine Geschichte von Grund auf  
planen und entwickeln kann. Kathrin Lange, die frühere "Federwelt"- 
Chefredakteurin, hat ihren ersten historischen Roman veröffentlicht  
und Hans Peter Roentgen ein Interview gegeben. Ursula Schmid-Spreer  
zeigt, wie man an Bilder für die Autorenhomepage kommt und was es da- 
bei zu beachten gilt. Und sowohl unsere Experten als auch Honeyball  
stehen euch wieder mit Rat und Tat zur Seite. Ansonsten: Schreib-Kick,  
Leserbrief, neue Ausschreibungen ... Jede Menge Lese- und Lernstoff  
also! 

Der Tipp des Monats Juni, diesmal von mir (schickt uns eure Kurz- 
Tipps!): 

    Die Encyclopedia Mythica ist eine Fundgrube  
    für Mythologien aller möglichen Völker, Fabelwesen,  
    Helden, Stammbäume und vieles mehr:  
    http://www.pantheon.org 

Ich weiß, der Sommer dieses Jahr schwächt einen. Aber da die Tempest- 
Kassen alarmierend leer sind, hoffe ich trotzdem, dass einige von euch  
noch den Weg zur Bank schaffen, um einen Beitrag zu überweisen. Danke  
schon einmal, und schreibt euch warm! 

  Gabi Neumayer 
  Chefredakteurin 

~~~~~~~~~~~ 
Damit wir den Tempest auch in Zukunft weiterführen können, brauchen  
wir eure Hilfe: Wer uns unterstützen möchte, überweise bitte einen  
freiwilligen Jahresbeitrag (15 Euro haben wir als Richtwert gesetzt,  
aber ihr helft uns auch schon mit 5 oder 10 Euro weiter) auf unser  
Konto: 

autorenforum.de 


SEB Mainz (früher: BfG) 
BLZ 550 101 11 
Konto 14 24 18 99 00 
Stichwort: "Beitrag 2005" 

Für AuslandsabonnentInnen: Am 1. Juli 2003 wurden die Auslandsüberwei- 
sungsgebühren gesenkt. Aber natürlich könnt ihr uns euren Beitrag auch  
weiterhin per Post schicken (Adresse am Ende des Tempest). 

Wer aus Österreich überweist, braucht außerdem diese Nummern (bitte  
genau so zusammenschreiben!) 
IBAN: DE69550101111424189900 
BIC: ESSEDE5F550 

~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ 
ISSN 1439-4669   Copyright 2005 autorenforum.de. Copyright- und 
                 Kontaktinformationen am Ende dieser Ausgabe 
~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ 

   INHALT DIESER AUSGABE: 


TEIL 1: 

      Editorial 
      Inserate 
      Schreib-Kick 
      Echo-Service 
      Leserbrief 
      Autorenwissen 
         "Bilder für die eigene Homepage" 
         von Ursula Schmid-Spreer 
      Vier Seiten für ein Halleluja 
         Text: anonym, Lektor: Hans Peter Roentgen 
      Schreibkurs 
         "Eine Geschichte entwickeln" 
         von Stefanie Bense 
      Interview mit Kathrin Lange 
      Fragen Sie Honeyball, Lektor und Autorenfresser 
         "Brotberuf und Schreiben: Wie geht das zusammen?" 
         von Stephan Waldscheidt 
      Frag den Experten für historische Romane 
         (Titus Müller) 
      Frag die Expertin für Literaturagenturen 
         (Petra Hermanns) 
      Frag die Expertin für Kriminalistik 
         (Nikola Hahn) 
      Frag den Experten für Heftromane 
         (Arndt Ellmer) 
      Hall of Fame 
      Impressum 


TEIL 2 (nur für Abonnenten): 

      Veranstaltungen 
      Ausschreibungen 
      Publikationsmöglichkeiten 
           mit Honorar 
           ohne Honorar 
      Seminare 
      Messekalender 
      Impressum 

~~~~~~~~~ 
Auf unserer Homepage gibt es mittlerweile einen praktischen Service  
für orientierungslose Tempest-LeserInnen: Inhaltsübersichten für ein- 
zelne Tempest-Jahrgänge, nach AutorInnen sortiert. Martin Eberhard  
Kamprad (http://www.ekamprad.de) hat freundlicherweise die aufwendige  
Arbeit übernommen, nach und nach die Verzeichnisse für alle bisherigen  
Jahrgänge zu erstellen.  

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Kleinanzeigen 
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(Die Redaktion behält sich vor, Anzeigen zu kürzen oder Anzeigen, die  
gegen Rechte Dritter, das Urheberrecht oder Jugendschutzbestimmungen  
verstoßen, abzulehnen.) 

Private Anzeigen kosten bis zu fünf Zeilen 1,60 Euro pro Zeile. Jede  
weitere Zeile kostet 1,10 Euro. 

Anzeigen von nicht kommerziellen Literatur-Organisationen etc. sind  
kostenlos (max. 5 Zeilen á 60 Zeichen). 

Anzeigen von kommerziellen Unternehmen des Literaturbetriebes kosten  
bis zu fünf Zeilen 2,60 Euro pro Zeile. Jede weitere Zeile kostet 1,60  
Euro. 

Anzeigenschaltung unter mailto:werbung at team punkt autorenforum punkt de. 

Der Abdruck erfolgt nur gegen Vorkasse (Scheck / bar / Überweisung auf  
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Für Übermittlungsfehler haftet autorenforum.de nicht. 

Aus organisatorischen Gründen liegt der Anzeigenschluss für den Tem- 
pest am 12. jedes Monats. Später eingegangene Anzeigen können wir dann  
erst für die nächste Ausgabe berücksichtigen. 


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INSERATE: 
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                                (mailto:werbung at team punkt autorenforum punkt de) 


TKT-Warm up wendet sich an alle, die im Bereich Handwerk des Schrei- 
bens noch Lücken haben und diese gemeinsam systematisch schließen wol- 
len, bevor sie sich größeren Projekten zuwenden oder keine Zeit für  
größere Projekte haben, aber trotzdem regelmäßig schreiben wollen, um  
in Übung zu bleiben. 

Die Werkstatt findet im Internet statt, Einstieg ist jederzeit mög- 
lich, Infos unter: http://www.textkraft.de/pageID_597248.html 
__________ 

DEUTSCHES JAHRBUCH FÜR AUTOREN, AUTORINNEN 2005/2006 
3000 neu recherchierte Adressen, neue Trends und Tipps 
1.022 Seiten, Hardcover, 26,80 EUR - jetzt lieferbar: 
Bitte hier klicken: http://www.autorenhaus.de 
__________ 

Mit dem Schreiben von Biographien professionell Geld verdienen 
Autorenworkshop mit Andreas Mäckler, Stefan Schwidder und Andreas  
Irmer 

Ort: Ramada-Hotel Leipzig (4-Sterne-Hotel) 
Zeit: Freitag, 9. September, 14 Uhr, bis Sonntag, 11. September,  
16 Uhr 
Kosten: EUR 350,- für Mitglieder des Biographiezentrums, EUR 420,-  
für  Nichtmitglieder (inkl. Übernachtungen, Vollpension,  
Tagungsverpflegung) 
Anmeldeschluss: 25. August 2005 

Das Schreiben privater Autobiographien boomt, immer mehr Autoren und  
Journalisten versuchen, mit professionellen Angeboten das Bedürfnis  
nach Erinnerung zu bedienen. Doch bei den meisten bleibt es beim  
Schreiben weniger Biographien im Auftrag ihrer Kunden, die zumeist aus  
dem Verwandten-, Freundes- und Bekanntenkreis kommen. Dass es aber  
viel besser geht und man als Ghostwriter privater Autobiographien viel  
Geld verdienen kann, beweisen die Mitglieder des Biographiezentrums,  
einer Vereinigung biographischer Dienstleister. Sie bieten ein Profes- 
sionalisierungsseminar für Autoren an, die im Auftrag ihrer Kunden Le- 
bensgeschichten bearbeiten oder erstellen. Ziel ist es, eine effektive  
Handlungsgrundlage zu geben, die alle für die Biographiearbeit wichti- 
gen Themen abdeckt. Die Teilnehmer erhalten so die Möglichkeit, künf- 
tig noch professioneller und erfolgreicher zu arbeiten.  

Anmeldung: mailto:Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!, Tel. 0 40 /  
27 88 01 06, http://www.storysite.de,http://www.biographiezentrum.de 
__________ 

Bringen Sie Manuskripte und Bücher auf Erfolgskurs 
mit http://www.scriptscreening.com/ für Leser, Verlage und Autoren 
__________ 

SCHREIBREISEN 
nach Norwegen und in die Toskana 

Lassen Sie sich gemeinsam mit Gleichgesinnten von wundervoller Land- 
schaft und reicher Geschichte inspirieren! 

Termine 2005: 
Norwegen: 22. bis 29. Juli – ANMELDESCHLUSS: 30. Juni 
Toskana: 30. September bis 9. Oktober 
– 2006 geht’s zusätzlich an den Largo Maggiore! –  

In meiner Textwerkstatt biete ich außerdem Lektorat, Schreibkurse und  
Autorenbetreuung an. Besuchen Sie meine Internetpräsenz, es ist be- 
stimmt auch etwas für Sie dabei! 

http://www.textwerkstatt-muench.de  
So erreichen Sie mich direkt:  Textwerkstatt Niels-Arne Münch, Tel.  
0551/3813523, mailto:Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! 


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SCHREIB-KICK: 
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                              (mailto:redaktion at team punkt autorenforum punkt de) 


Unser Schreib-Kick für den Juni, diesmal von Christine Spindler: 

Hin und wieder gerät mir eine Szene zu fad, weil ich manchmal schon  
beim Schreiben des ersten Entwurfs zu sehr auf guten Stil achte und  
mich dadurch hemme. Ich löse das Problem, indem ich die Szene noch  
einmal und diesmal absichtlich so richtig übertrieben schreibe, mit  
beliebig vielen Adjektiven, ausufernden Metaphern und völlig überzoge- 
nen Emotionen.  

Da ist viel Unfug dabei, aber auch einiges, was überraschend gut ist  
und worauf ich bei "gebremster" Schreibweise nicht gekommen wäre. Die- 
se Elemente verwende ich dann, wenn ich die ursprüngliche Szene über- 
arbeite, und hauche ihr damit Leben ein. 


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ECHOSERVICE: 
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                              (mailto:redaktion at team punkt autorenforum punkt de) 


Schaffendes Schreibing 

Suche (oder gründe, je nachdem) Gruppe oder Grüppchen, gerne bei  mir  
vor Ort in Frankfurt am Main, für Creative Writing. Was ich mir vor- 
stelle: Begeisterte. Besessene, die veröffentlicht sind oder das vor- 
haben. Passionierte. Engagierte. Was ich will: Konstruktive Kritik,   
Betonung auf "konstruktiv" und "Kritik". Und Prosa, in allen  
(un)möglichen  Formen, vom 800-Seiten-Schmöker zur intellektuellen  
Kurzkurzgeschichte oder einem grubentiefen Essay (eine spannende  
Gebrauchsanweisung wäre die Mühe auch wert). Genres sind angenehm,  
Belletristik tut es auch :)) Was ich  gerne tun würde, aus Gründen des  
Lernens, des Übens und des Spaßes: besprechen, diskutieren, Ideen aus- 
tauschen (oder Tipps), vielleicht einmal  sogar eine gemeinsame win- 
zig-wunzige Schreibübung machen (herrlich das!). So,  und jetzt seid  
ihr dran: Jutta Vahrson, mailto:Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!  


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LESERBRIEF: 
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                              (mailto:redaktion at team punkt autorenforum punkt de) 


++++++++++++ 
Editha Vögel 
++++++++++++ 
Nachdem ich einige Monate den Tempest gelesen hatte, ohne einen finan- 
ziellen Beitrag zu leisten, hat mich die Februar-Ausgabe 2005 so be- 
geistert, dass ich mich auch in die zahlende Leserschaft eingereiht  
habe. 

Ausschlaggebend war dabei der Artikel von Klaus Frick "Versuch eines  
Lektorats" [Tempest-Ausgabe 7-2]. Auch wenn mein Herz der Kritik von  
Ruth von Benda in der nächsten Ausgabe gefolgt ist, hat mich gerade  
die Ehrlichkeit von Klaus Frick überzeugt. Autoren können nur etwas  
lernen, wenn Fehler detailliert besprochen werden. Und das hat Klaus  
Frick in dem Umfang, der ihm möglich war, getan. 

Auch die neue Ausgabe, zuallererst Stephan Waldscheidts Interview mit  
Markus Orths, hat mir wieder Anregungen für die eigene Arbeit gegeben. 

Hans Peter Roentgens Artikel "Der Absatz – das unbekannte Wesen" hat  
mir einen Seufzer der Erleichterung entlockt. Schwarz auf weiß zu le- 
sen, was mich selbst häufig nervt, tat gut. 

Danke an alle Beteiligten für ihre Mühe. 

Ihre mittlerweile schon treue Leserin 
Editha Vögel 


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AUTORENWISSEN: 
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                              (mailto:redaktion at team punkt autorenforum punkt de) 

                   "Bilder für die eigene Homepage" 
                       von Ursula Schmid-Spreer 

Jeder Autor wird sich wohl schon einmal überlegt haben, eine eigene  
Homepage zu erstellen, ist das doch eine vorzügliche Werbung in eige- 
ner Sache. Untermalt mit Bildern, wirkt eine HP lebendig und lädt zum  
Verweilen ein.  

Woher bekommt man aber gute Bilder, die für den speziellen Anlass ge- 
eignet sind? Ich bin bei FreeCity fündig geworden  
(http://www.freecity.de/special/fotos/recht.phtml). – Herzlichen Dank  
an FreeCity für die Informationen in diesem Beitrag! 


          Freie Bilder für die Homepage 

Kostenlose GIFs gibt es viele. Echte Fotos wirken professionell. Für  
Fotos, die Sie im Internet finden, müssen Sie bezahlen – außer Sie fo- 
tografieren selbst. Damit Sie das nicht tun müssen und eine große Aus- 
wahl freier Bilder nutzen können, hat FreeCity einige Dienste zusam- 
mengetragen, bei denen Sie sich nach Herzenslust umschauen und auch  
bedienen können.  


          Urheberrecht und Traffic-Klau (http://www.bildschutz.de/)  

Urheberschutz  
............. 
Generell können Sie immer mit folgender Aussage rechnen: Bilder sind  
urheberrechtlich geschützt, egal wie und wo sie zu finden sind. Es  
muss keinen Hinweis auf diesen Urheberschutz geben. 

Das ist auch logisch, denn stellen Sie sich vor, Sie haben mit Ihrer  
Kamera hervorragende Fotos gemacht und diese auf Ihrer Homepage prä- 
sentiert. Schon kommen einige Besucher auf die Idee, diese Fotos zu  
verwenden – privat oder kommerziell. Und genau dagegen schützt Sie das  
Urheberrecht, indem es sagt, dass alle Werke geschützt sind, solange  
Sie als Ersteller sie nicht eindeutig für bestimmte Zwecke freigeben  
(z. B. nur für die private Nutzung). Der Urheberschutz geht niemals  
verloren, lediglich das Nutzungsrecht einer Datei kann durch den  
Ersteller bestimmt werden.  

Übrigens: Selbst wenn Sie einige Änderungen an einem Bild vornehmen,  
bleibt der Urheberschutz erhalten. Erst wenn der Anteil der Eigenleis- 
tung an Kreativität hoch genug einzuschätzen ist (Auslegungssache!),  
sind Sie auf der sicheren Seite.  


Rechtliche Folgen 
.................  
Sollten Sie jemals in eine Situation kommen, wo Sie ein urheberrecht- 
lich geschütztes Bild "illegal" auf Ihrer Seite abgelegt haben oder es  
Ihnen selbst passiert, dass Sie Ihr Bild auf einer nicht dafür autori- 
sierten Webseite vorfinden – was gilt es dann zu tun?  

Im Normalfall wird der betreffende Webmaster erst mal auf seinen Feh- 
ler aufmerksam gemacht – die Ansprechpartner müssen im Impressum ge- 
nannt sein. Die meisten Fälle lassen sich schon mit wenigen Worten re- 
geln, und es reicht meist, das Bild einfach von der Webseite zu ent- 
fernen.  

Wenn man sich rechtlich absichern will, flattert eine Abmahnung ins  
Haus. Das ist aber erst einmal nichts Schlimmes. In der Abmahnung muss  
das Vergehen selbst geschildert werden und gegen welches geltende  
Recht dies verstößt. Außerdem gehört dort eine Frist und eine Ver- 
tragsstrafe hinein, die angibt, was bei einem erneuten Verstoß in der  
gleichen Sache droht. Abmahnungen können ohne das Einschalten eines  
Anwalts geschrieben werden, jedoch sollte man beachten, dass die For- 
derung realistisch ist (keine zu knappen Fristen, keine Beträge, die  
der Sache unangemessen sind).  

Besonders "gefährlich" ist es, wenn man sich bei Bildern bedient, die  
durch Firmen rechtlich geschützt sind – so nett Heidi Klum zum Bei- 
spiel auch aussieht, sie möchte für die Veröffentlichung von Fotos be- 
zahlt werden, vor allem, wenn ihr Bild die Attraktivität einer Seite  
erhöht.  

Bilder, die Sie verwenden, sollten also immer offiziell für die Ver- 
wendung freigegeben sein.  


Traffic-Klau  
............ 
Bilder liegen immer unter einer Adresse und werden auch im Quelltext  
so verlinkt. Das kostet natürlich Webspeicherplatz und auch Traffic,  
wenn das Bild vom Server abgerufen wird. 

Wie praktisch ist es da doch, wenn die Bilder woanders liegen und man  
sie einfach mit der URL verlinkt. So entstehen einem weder Kosten für  
den Speicherplatz noch für den Traffic. Doch jedem dürfte klar sein,  
dass diese Kosten dann jemand anderem entstehen, der dazu mit Sicher- 
heit nicht bereit ist. 

Stellen Sie sich vor, Sie haben selbst Bilder und möchten im Gegenzug  
für die Kosten für Traffic und Webspace Besucher haben, die Ihre In- 
halte anschauen. Statt dessen "klauen" aber andere Webmaster Ihnen den  
Traffic, ohne dass Besucher zu Ihnen kommen.  


Ausnahme: Banner  
................ 
Eine Ausnahme stellen z. B. Banner dar. Bei diesen ist es gewünscht,  
dass sie auf einem eigenen Server liegen und durch andere Webseiten  
abgerufen werden – denn so kann man direkt die Anzahl der Einblendun- 
gen überprüfen. Die meisten Webspace-Anbieter verbieten mittlerweile  
das Verlinken von Grafiken aus externen Quellen in ihren Nutzungsbe- 
dingungen. 

Wenn Sie sich weiter über das Schützen von Bildern informieren möch- 
ten, dann schauen Sie bei www.Bildschutz.de vorbei. 


          Pixelquelle (http://www.pixelquelle.de/) 

Eine überragende Anzahl an Foto-Grafiken erwartet Sie bei Pixelquelle.  
Durch Eingabe von Schlüsselwörtern werden Bilder zu einem gewünschten  
Thema schnell gefunden – alternativ auch über das umfangreiche Katego- 
riesystem. Interessant ist vor allem, dass die Nutzung nach einer kur- 
zen Anmeldung kostenfrei ist. 

Pixelquelle ist eine Datenbank, die von ihren Mitgliedern gespeist  
wird. Dadurch ergibt sich eine beachtliche Auswahl an Fotos zu den un- 
terschiedlichsten Themen in 13 Kategorien und jeder Menge Unterkatego- 
rien. Eine Suchfunktion erleichtert das Auffinden von Fotos zu be- 
stimmten Schlagwörtern. Pixelquelle ist eindeutig der Testsieger be- 
züglich Auswahl, Suchkomfort und Gesamtnutzung.  


Anmeldung 
.........  
Die Anmeldung ist kurz, es müssen keine privaten Daten angegeben wer- 
den. Lediglich eine E-Mail-Adresse muss vorhanden sein, damit man den  
Aktivierungslink empfangen kann. Danach kann man sich direkt und ohne  
Umschweife einloggen und nach Herzenslust mit dem selbst gewählten Be- 
nutzernamen und Passwort Bilder aller Kategorien herunterladen. Optio- 
nal kann man sein Profil nach der Anmeldung um persönliche Daten er- 
gänzen.  


Download der Bilder 
...................  
Wenn die Seite stark frequentiert ist, leidet die Performance etwas,  
aber: Wer wartet nicht gern mal ein wenig länger auf die hochwertigen  
Bilder? Außerdem ist ein neuer Server in Planung, der das Problem be- 
heben soll. – Fotos können ohne Limitierung auf den eigenen Rechner  
heruntergeladen werden.  


Verwendung der Bilder 
.....................  
Alle Fotos dürfen ohne weitere Kosten sowohl kommerziell als auch  
nicht kommerziell verwendet werden. Einzige Ausnahme ist die Verwen- 
dung der herruntergeladenen Bilder für eigene Bilddatenbanken, die  
kostenlos oder auch kommerziell betrieben werden – dort dürfen Pixel- 
quelle-Bilder nicht angeboten werden. Belegexemplare sind nicht erfor- 
derlich.  


Features 
........  
Maximal fünf Bilder können im so genannten persönlichen Leuchtkasten  
"zwischengespeichert" werden, um dann gemeinsam als zip-Datei herun- 
terladen zu werden. Das ist z. B. sinnvoll, wenn man eine Traffic- 
limitierte Flatrate hat und dadurch etwas sparen möchte. Außerdem gibt  
es eine Kommentarfunktion und einen Foto-Contest, bei dem die Mitglie- 
der über die zur Wahl gestellten Fotos abstimmen (die man natürlich  
auch verwenden darf).  


Bilder 
......  
Wer eigene Fotos hochladen möchte, kann dies tun und sie anderen Nut- 
zern zur Verfügung stellen. Einzige Bedingung ist natürlich, dass man  
selbst die Nutzungsrechte an dem Bild hat – sprich der Ersteller bzw.  
Urheber des Bildes ist. Eigene Bilder dürfen von anderen Mitgliedern  
dann ebenfalls uneingeschränkt genutzt werden. Löscht man seinen Ac- 
count bei Pixelquelle, besteht auch kein Anrecht darauf, sein Recht an  
den Bildern geltend zu machen. 


          Weitere Informationen 

Um mehr Informationen zu Fotos zu bekommen, sehen Sie sich doch einmal  
die folgenden Seiten an: 

– Fotocommunity: Über Fotos diskutieren – http://www.fotocommunity.de/  
– Photocase: Credits für Bilder – http://www.photocase.de/  
– Designerzone: Ambientebilder und Wallpaper –  
http://www.designerzone.de/bilder.php  
– DieBlen.de: Alltagsgegenstände für Jedermann –  
http://www.dieblen.de/  
– Fotodatenbank: Qualität vor Quantität –  
http://www.fotodatenbank.org/  
– Mehrwegfoto: Ein Hauch von Fernweh – http://www.mehrwegfoto.de/ 
                    **~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~** 

Ursula Schmid-Spreer ist Lehrerin für Gesundheitsberufe. Sie schreibt  
gerne Briefe in alle Welt und Kurzgeschichten. In Anthologien und Li- 
teraturzeitschriften sind Stories von ihr publiziert worden. Das Mär- 
chenbuch "Florian Floh" wurde im Thomas-Rüger-Verlag, Nürnberg, veröf- 
fentlicht. Sie fungierte als Herausgeberin der Mystischen Märchen  
(Web-Site-Verlag). 


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VIER SEITEN FÜR EIN HALLELUJA: 
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                              (mailto:redaktion at team punkt autorenforum punkt de) 


Da unsere Lektorin für den Juni kurzfristig aus gesundheitlichen Grün- 
den absagen musste, ist Hans Peter Roentgen freundlicherweise mit ei- 
nem Lektorat eingesprungen.  

.................................................................... 

                   "Nach Maßgabe der Anforderungen" 

{1} Es gibt Tage, da bleibt man besser im Bett. Wie gerne würde ich  
diesen Satz einmal, nur einmal in einem Recherchebericht verwenden!  
Eine Möglichkeit, an den Satz anzuschließen, könnte sein: Das Target  
hat nicht mehr Hirn als eine Hauskatze, ist aber verschlagener. Nein,  
geht nicht. Keine Wertungen abgeben. O fuck! {2} Der Teufel soll die  
Big Mama holen. Und mich gleich dazu, dachte ich. {2} Wie konnte ich  
nur diesen Auftrag annehmen? Blöde Frage. Ich wusste es sehr wohl: {3}  
nach der Nacht mit Lilo und dem Kunden war ich mit einem zweifellos  
dümmlichen Lächeln in der Morgenkonferenz gesessen, hatte die Hälfte  
des Sermons von Big Mama nicht mitbekommen und irrtümlich an der fal- 
schen Stelle genickt.  
Danke, Beatrice, hatte die Big Mama gemeint, und setzen Sie sich mit  
der Reiseabteilung ins Einvernehmen.  
{4}Fakten, dozierte Big Mama, sind unser Geschäft. Wir recherchieren  
Fakten, keine Meinungen und Gefühle. Unsere Auftraggeber bezahlen uns  
für gesicherte Fakten. 
Jaja, schon gut, aber Silvia, die Sekretärin, Buchhalterin, Junk Food  
Lieferantin und willige Helferin beim Fälschen von Reisekostenabrech- 
nungen als "Abteilung" zu bezeichnen, ließ nur einen Schluss zu: Big  
Mama roch Geld.  
{5}Fakten sind mein Geschäft, du fette Kuh. Dein Geschäft ist das Su- 
chen von sprudelnden Geldquellen, du bist ein menschliches Trüffel- 
schwein, zumal auch die Ähnlichkeit mit einem Schwein geradezu ver- 
blüffend ist. Was war wohl zuerst da: die feine Nase für brachliegende  
Budgets oder dein widerwärtiges Aussehen? Sogar die Geräusche, die du  
von dir gibst, ähneln einem Schwein. Einem italophilen Schwein.  
"Beatrii-tsche"!!!! Was kommt wohl als nächstes? Ein Zitat aus der Di- 
vina Comedia? 
Autsch, das Grinsen verursachte Kopfschmerzen. Nein, das war der gelbe  
Muskateller vom gestrigen Abend, ermahnte ich mich. Ein Rechercheur  
ist kein Redakteur! 
{6}Das geschriebene Gesetz bei Pandora Wirtschaftsrecherchen GmbH, ne- 
ben dem ungeschriebenen: Für Ihr Geld machen wir alles.  
{7}Big Mama heißt außerhalb des Büros Ilse Schneider, ist ebenso fett  
wie menschlich unangenehm, aber vermögend.  
Eine Recherche von Arachne hatte ergeben, dass sie die Kohle mit dubi- 
osen Termingeschäften gemacht hatte. Dafür kann sie  jetzt ihrem Hobby  
frönen: dem Stöbern in fremder Leute Leben. Dass sie sich dafür auch  
noch bezahlen lässt, ist ja schon fast wieder witzig.  

{8} Ich stand vor der papierbespannten Wand und begann wie immer mit  
einer Mind Map: Cluzansky, der Name des Targets in Rot, eingekreist.  
Von dort ausgehend Strahlen mit Beschriftungen, ungeordnet und wie im- 
mer sie mir einfielen: Seminare, Uni Wien, Wirtschaftskammer, Person,  
Geschäft, Vita. 
Prüfend betrachtete ich das krakenförmige Gebilde. Wenig, verdammt we- 
nig für den Anfang. Aber mehr hatte der Auftraggeber offensichtlich  
nicht. Genaue Zieldefinition gab es diesmal auch keine, sondern nur  
die Anweisung von Big Mama: "Bring Alles". Das war selten, aber nicht  
ungewöhnlich. Eine der Gefahren beim Recherchieren war der "rote He- 
ring": ein falscher Köder, der den Rechercheur in eine bestimmte Rich- 
tung lockte – damit schloss man unbewusst andere Spuren aus und bekam  
nur die Hälfte der verfügbaren Fakten, wenn überhaupt. Bring Alles  
hieß auch: nahezu unbegrenztes Budget. Entschlossen fügte ich der Kra- 
ke einen weiteren Arm hinzu: Amsterdam. Da wollte ich immer schon mal  
hin. 
Ich hatte einen Trick für erstklassige Recherchen: man muss sein Hirn  
ausleeren wie einen Korb mit losen Dingen, diese in Beziehungen zuein- 
ander bringen und aus allen anderen vorhandenen Körben (Arachne, Sy- 
billa, Mickey, Money) Sachen dazu legen. Dann erst kommt die Feinar- 
beit. Klassifizieren, überprüfen, nochmals klassifizieren. Einen der  
Kollegen noch mal drüberlassen. Vergleichen. 
Auch Recherchen folgen dem klassischen Prinzip Demings: plan-do-check- 
act, immer im Kreis. 
Ich nahm den blauen Marker und ergänzte Seminare, Uni Wien und Wirt- 
schaftskammer mit: Arachne. Soll Peter, unsere Webspinne, sich ins  
Netz hängen und mal sehen, was er findet. Den Arm "Geschäft" teilte  
ich Money zu, unserem ebenso unverzichtbaren wie korrupten Finanzbeam- 
ten von der Aufsichtsbehörde. Mickey sollte sich um den Rest kümmern.  
Wenn ich alles bringen sollte, was es gab, musste Mickey her. Einbre- 
cher, Betrüger, Frauenliebling– ein ganz schönes Kaliber für ein fünf- 
undzwanzigjähriges Bürschchen.  
{9} Sybilla ist ein eigenes Kapitel. Sie dient mir bei allen Recher- 
chen als Gradmesser für Plausibilität. Ich lasse sie vor sich hin ora- 
keln, ihren Eso-Scheiß abziehen und vergleiche später unsere Ergebnis- 
se mit ihren Voraussagen. Liegen Ergebnis und Voraussage nahe beiein- 
ander, recherchieren wir neu. Ist unser Ergebnis vernünftig weit von  
ihrem Gestammel entfernt, geben wir es guten Gewissens Big Mama ab. 
Die Frau ist besser als jede Qualitätskontrolle. 
.................................................................... 

          Was wird hier erzählt? 

Wieder mal eine Hardboiled-Detektivin, oder besser gesagt: keine De- 
tektivin, sondern eine Rechercheurin. Gute Idee, die altgewohnte Figur  
mal in ein etwas anderes Umfeld zu versetzen. 

Aber gleich beim ersten Lesen fragte ich mich: Was wird hier eigent- 
lich erzählt? Vor allem der erste Abschnitt wirkt chaotisch.  

Was eine Autorin nicht erzählt und was sie erzählt, legt fest, ob ein  
Text spannend ist oder nicht. Einerseits soll dem Leser – nicht nur im  
Krimi! – nicht zu viel verraten werden, andererseits muss er sich ori- 
entieren können, wissen, wo er sich befindet. Auch hier macht die Do- 
sis das Gift. Die meisten Anfänger erzählen zu viel und zu allgemein. 

Konkret gesprochen: Hier beginnt der Text mit einer philosophischen  
Überlegung der Ich-Erzählerin {1}, einer Überlegung, die sehr allge- 
mein gehalten ist. Keine gute Idee für einen Anfang. Dabei gibt es we- 
nig später einen Satz, der sehr viel konkreter ist und die Neugier  
reizen könnte: "Der Teufel soll die Big Mama holen." 

Warum nicht damit beginnen? Und wenn wir schon mal dabei sind, die  
Stelle {2}-{3} brauchen wir hier auch noch nicht. Wenn wir das strei- 
chen, haben wir einen besseren ersten Absatz, der sich auf ein Thema  
konzentriert: Die Ich-Erzählerin hat einen Auftrag angenommen, den sie  
eigentlich nicht wollte. (Übrigens ist Big Mama ein Spitzname und  
sollte auch so benutzt werden, also nicht "die Big Mama", sondern "Big  
Mama".) 

"Der Teufel soll Big Mama holen. Und mich gleich dazu, dachte ich.  
Nach der Nacht mit Lilo und dem Kunden hatte ich mit einem zweifellos  
dümmlichen Lächeln in der Morgenkonferenz gesessen, die Hälfte des  
Sermons von Big Mama nicht mitbekommen und irrtümlich an der falschen  
Stelle genickt.  
Danke, Beatrice, hatte Big Mama gemeint, danke, dass Sie den Auftrag  
Cluzansky übernehmen und setzen Sie sich mit der Reiseabteilung ins  
Einvernehmen." 


          Ordnung schaffen 

Dann folgen drei Absätze {4}: Big Mama wünscht Fakten, Silvia, die  
Reisekostenabteilung wird vorgestellt und dann Big Mama selber. 

Hier springt die Autorin. Silvia und "Reisekostenabteilung" schließt  
an den vorigen Satz von Big Mama an. Folglich sollte dieser Absatz als  
erster folgen. Dann wünscht Big Mama Fakten, dann wird sie vorge- 
stellt. 

"Silvia, die Sekretärin, Buchhalterin, Junk-Food-Lieferantin und wil- 
lige Helferin beim Fälschen von Reisekostenabrechnungen als ’Abtei- 
lung’ zu bezeichnen, ließ nur einen Schluss zu: Big Mama roch Geld.  
Fakten, dozierte Big Mama, sind unser Geschäft. Wir recherchieren Fak- 
ten, keine Meinungen und Gefühle. Unsere Auftraggeber bezahlen uns für  
gesicherte Fakten. 
Fakten sind mein Geschäft ..." 


          Weniger ist mehr 

Big Mamas Vorstellung {5} schließlich ist teilweise sehr gelungen  
(Trüffelschwein) und teilweise übertrieben. Sie ist fett, hässlich,  
geriert sich italienisch. Da wäre weniger mehr. Vielleicht so: 

"Dein Geschäft, Big Mama, ist das Suchen von sprudelnden Geldquellen,  
du bist ein menschliches Trüffelschwein. Was war wohl zuerst da: die  
feine Nase für brachliegende Budgets oder dein Aussehen, dick und  
glücklich wie ein Schwein? Sogar die Geräusche, die du von dir gibst,  
ähneln denen eines Schweins." 

Schließlich wird Big Mamas Name und Vergangenheit verraten {7}. Gut.  
Aber müssen wir hier nochmals erfahren, dass sie fett und unangenehm  
ist? Auch hier wäre weniger mehr: 

"Big Mama heißt außerhalb des Büros Ilse Schneider und hat Kohle mit  
dubiosen Termingeschäften gemacht. Dafür kann sie  jetzt ihrem Hobby  
frönen: dem Stöbern in fremder Leute Leben. Das Hobby lässt sie sich  
sogar bezahlen. Für Geld machen wir alles, lautet das Gesetz bei Pan- 
dora Wirtschaftsrecherchen." 

Hier habe ich den Absatz davor {6} als Schlusssatz angefügt. Meiner  
Ansicht passt das hier besser. 


          Vorsicht mit allgemeinen Betrachtungen! 

In der nächsten Szene {8} fängt die Erzählerin mit ihrer Arbeit an.  
Und bringt eine Menge allgemeiner Regeln und Philosophien über ihre  
Arbeit. 

Nun ist es in Krimis durchaus üblich, dass Hardboiled-Detektive ihre  
Lebensphilosophie vor dem Leser ausbreiten. Das kann den Leser fesseln  
– aber es muss originell und konkret sein. Und vor allem sollte es  
vorsichtig dosiert werden. In dieser Szene überwiegen allgemeine Be- 
trachtungen bei weitem die konkreten Details. Hier würde ich erst mal  
alles Allgemeine streichen und dann das Ergebnis anschauen. 

"Ich stand vor der papierbespannten Wand. Cluzansky, der Name des Tar- 
gets in Rot, eingekreist. Von dort ausgehend Strahlen mit Beschriftun- 
gen: Seminare, Uni Wien, Wirtschaftskammer, Person, Geschäft, Vita. 
Prüfend betrachtete ich das krakenförmige Gebilde. Wenig, verdammt we- 
nig für den Anfang. Genaue Zieldefinition gab es diesmal auch keine,  
sondern nur die Anweisung von Big Mama: ’Bring alles.’ Das war selten,  
aber nicht ungewöhnlich. Alles hieß auch: nahezu unbegrenztes Budget.  
Entschlossen fügte ich der Krake einen weiteren Arm hinzu: Amsterdam.  
Da wollte ich immer schon mal hin. 
Ich nahm den blauen Marker und ergänzte Seminare, Uni Wien und Wirt- 
schaftskammer um ’Peter’. Unsere Webspinne sollte sich ins Netz hän- 
gen, mal sehen, was sie finden würde.  
Den Arm ’Geschäft’ teilte ich Money zu, unserem ebenso unverzichtbaren  
wie korrupten Finanzbeamten von der Aufsichtsbehörde.  
Wenn ich alles bringen sollte, was es gab, musste Mickey her. Einbre- 
cher, Betrüger, Frauenliebling – ganz schön viel für ein fünfundzwan- 
zigjähriges Bürschchen." 

Natürlich ist das nicht ideal, sehr mager, minimalistisch. Aber ein  
Anfang. Soll dieses Gerüst erweitert werden? Vielleicht um die Be- 
trachtung des "red herring"? Ich würde es am Anfang nicht tun und  
schon gar nicht, wenn es kein konkretes Beispiel dazu gibt. 

Wenn diese Szene erweitert wird, sollte man sie um konkrete Einzelhei- 
ten erweitern. Das Büro, die Arbeitsweise sollten dem Leser als Bild  
vor Augen stehen. Vielleicht wäre es sogar am besten, sich in die Er- 
zählerin und die Pandora Wirschaftsrecherchen besser, tiefer hineinzu- 
versetzen und diese Szene neu zu schreiben. 

Und Sybilla mit der Esoterik {9}? Hier haben wir genau das gleiche  
Problem. Es wird einfach abstrakt über Sybilla räsoniert. Tell, don’t  
show. Warum denn gleich alles verraten? Besser wäre es, hier eine kon- 
krete Szene einzusetzen: Die Heldin fragt Sybilla um Rat. Und legt das  
Ergebnis in eine Schublade. Was daraus wird, wozu Sybillas Beitrag  
dient, erfahren wir erst später. 


          Wie geht’s weiter? 

Ich habe mich ganz bewusst auf die wesentlichen Probleme beschränkt.  
Die sollten als Erstes gelöst werden. Dann sollte man sich den Text  
nochmals ansehen und die nächste Überarbeitungsphase einläuten. Denn  
dann werden sich sicher eine ganze Reihe weiterer Probleme zeigen, die  
es zu lösen gilt. (Dazu gehören auch die Rechtschreibfehler, die wir  
diesmal aus Zeitmangel haben stehen lassen.) 

Der Text, den ich erhalten habe, ist übrigens viel länger als hier ab- 
gedruckt, länger auch als die vier Normseiten, die maximal zulässig  
sind. Allerdings setzen sich in den folgenden Seiten die gleichen  
Probleme, die ich hier erörtert habe, fort. Was einmal mehr zeigt:  
Schon an den ersten vier Seiten lassen sich die Hauptprobleme eines  
Textes erkennen. 

                    **~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~** 

Hans Peter Roentgen ist einer der Textkraft-Moderatoren  
(http://www.textkraft.de) und hat dort zahlreiche erste Seiten im Rah- 
men des TeXXS-ray durchleuchtet. Außerdem schreibt er Artikel und Re- 
zensionen für den Tempest und http://www.literature.de und betreut ei- 
ne Romanwerkstatt. 


********************************************************************* 
SCHREIBKURS: 
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                              (mailto:redaktion at team punkt autorenforum punkt de) 

Eine unserer engagiertesten ExpertInnen ist Stefanie Bense. Der fol- 
genden noch sehr jungen Autorin beispielsweise hat sie so ausführlich  
geantwortet, dass wir ihre Antwort als eigenen Beitrag veröffentli- 
chen.  

Nicht nur junge AutorInnen finden darin wertvolle Tipps (immer mit an- 
schaulichen Beispielen) dazu, wie man eine Geschichte von Grund auf  
entwickeln kann. 


++++++++++ 
Die Leserinnenfrage:  
Ich bin 17 Jahre alt und schreibe gerne Fantasygeschichten. Ich habe  
seit drei Jahren keine Geschichte mehr geschrieben und bin etwas unsi- 
cher, was mein neuestes Werk betrifft. In meinem Werk geht es um eine  
Elfenprinzessin, und die wird in die Menschenwelt gesogen, und das  
bringt natürlich einige Schwierigkeiten mit sich. Die Vorgeschichte  
dazu habe ich schon fast fertig. Einen Roman möchte ich nicht schrei- 
ben – es wird eher eine Kurzgeschichte. Eins meiner Probleme ist, pas- 
sende Namen für die Stadt und das Königreich, in dem sie jetzt noch  
lebt, zu finden. 

[Die Frage ist leicht gekürzt, und das angehängte Textbeispiel haben  
wir weggelassen. Aus der Antwort sind alle notwendigen Details erkenn- 
bar. – die Red.] 
++++++++++ 


                       "Eine Geschichte entwickeln" 
                            von Stefanie Bense 


Nach drei Jahren Pause wieder ins Schreiben einzusteigen, ist bestimmt  
nicht einfach. Das ist wirklich ein Stück Bewunderung wert! Ich wün- 
sche dir, dass du bald den richtigen Schwung und jede Menge Spaß be- 
kommst. Lass dich von meiner langen Antwort bitte nicht verschrecken! 


          Planen oder nicht? 

Grundsätzlich: Es gibt zwei Möglichkeiten, eine Geschichte zu schrei- 
ben. 

1. Du denkst dir die Geschichte aus, hast also schon ein Gerüst (mit  
Anfang, Mittelteil und Ende), die Figuren und das Bühnenbild im Kopf  
(oder als Notizen vorliegen) und schreibst die Story an deinem Gerüst  
entlang. In diesem Fall planst du erst und schreibst dann. 

2. Du entwickelst deine Geschichte, während du schreibst. Dann hast du  
vorab höchstens eine vage Ahnung, wohin deine Geschichte laufen soll,  
kennst die Figuren nur mit wenigen Merkmalen, und deine Bühne füllt  
sich erst beim Schreiben der Story mit Leben. In jenem Fall schreibst  
du erst und prüfst dann, ob alles zusammenpasst. 

Alle, die schreiben, müssen ausprobieren, wie sie am besten an eine  
Story herangehen, welche der Möglichkeiten sie wählen oder ob sie eine  
Mischung aus beiden Wegen benutzen. 

Ich plane grob vor (s. u.) und schreibe dann. Damit kann ich immer  
noch spontane Einfälle während des Schreibens einbauen. Planung ver- 
sperrt mir nicht, kreativ zu sein, im Gegenteil, sie eröffnet mir Mög- 
lichkeiten, eine rundere, gehaltvollere Story zu entwickeln. (Wie ge- 
sagt: bei mir ist das so.) 

Vor- bzw. Nachteile haben beide Wege. Möglichkeit 1 erspart es dir  
oft, viele Teile deiner Geschichte ändern oder wegwerfen zu müssen,  
weil du auf ein Ziel hin schreibst. Du weißt, was wann wo mit wem pas- 
siert, BEVOR du davon schreibst. Die Überarbeitung ist leichter. Das  
heißt, du steuerst den Verlauf der Geschichte. Andererseits hemmt die- 
ser Weg manche Leute beim Schreiben, da die zentralen Punkte der Story  
vorab festgelegt sind. 

Möglichkeit 2 mag sehr spannend beim Schreiben sein, denn selbst als  
Autorin weiß man nicht, wo die Story enden wird. Andererseits hat man  
hinterher jede Menge zu überarbeiten, weil weder der Handlungsverlauf  
noch die Figuren konsequent gezeichnet sind. Da passiert es, dass eine  
Figur am Anfang der Story zaubern kann, aber das im Laufe der Story  
nicht einsetzt. Oder wie bei deiner "Vorgeschichte": Die Schwester  
hört anfangs die Prinzessin sich im Traum herumwälzen und schreien,  
aber am Ende der Szene kehrt sie in ein Zimmer zurück, das weit weg am  
Ende des Flurs liegt – das passt nicht zusammen. 


          Welche Geschichte schreibst du? 

Nach dem, was ich aus deiner Mail und dem Anhang gelesen habe, bist du  
dir noch nicht darüber im Klaren, WELCHE Story du erzählen möchtest.  
Dass eine Elfenprinzessin in die Menschenwelt gesogen wird (wie, wa- 
rum, von wem?) und dort mit Schwierigkeiten zu kämpfen hat, macht noch  
keine Geschichte aus. Wichtig ist, warum und mit welchem Ziel sie das  
alles erlebt. Als Beispiel: 


Figurengeschichte 
................. 

Es könnte eine Figurengeschichte werden. Dann geht es darum, dass dei- 
ne Prinzessin ein verzogenes, eigensüchtiges Wesen ist, dass erst  
durch die Bewältigung der Probleme in der Menschenwelt lernt, verant- 
wortungsvoll und selbstlos zu handeln. Damit ist sie auf ihr Königin- 
nenamt vorbereitet und erwachsen geworden. Eine Figurengeschichte er- 
zählt, wie eine Figur sich wandelt (z. B. reifer wird) und eine neue  
Stellung innerhalb ihrer Gesellschaft einnimmt. 


Milieugeschichte 
................ 

Deine Story könnte aber auch eine Milieugeschichte werden. Dabei liegt  
der Schwerpunkt darauf, die Unterschiede zwischen Menschen- und Elfen- 
welt herauszuarbeiten. Die Prinzessin erlebt ihre Elfenwelt als zu i- 
dyllisch-heil und sehnt sich nach Abwechslung und Abenteuer. Sie ver- 
lässt ihre Welt. Doch die Menschenwelt ist anders als erträumt, näm- 
lich bedrohlich fremd und feindlich. Als sich die Prinzessin mit Men- 
schen anfreundet, bringt sie die Elfenwelt in Gefahr. Nur mit einer  
heroischen Tat kann sie die Elfenwelt vor Zerstörung (oder Entdeckung  
etc.) bewahren. Als sie zurückkehrt, sieht sie die Welt mit neuen Au- 
gen. Die Welten, das Leben darin und die Beschreibung durch die Augen  
der Prinzessin bilden den Hauptteil der Story. 


Ideengeschichte 
............... 



Ebenso gut könnte aus deinem Ansatz eine Ideengeschichte werden: Die  
Prinzessin entdeckt, dass es ein großes Geheimnis in der Elfenwelt  
gibt. Um dieses Geheimnis zu lösen, muss sie in die Menschenwelt und  
dort herausfinden, warum Menschen die Elfen nur noch als Märchenwesen  
kennen. Doch die Ältesten der Elfenwelt wollen verhindern, dass sie  
das Geheimnis erfährt. So ist sie in Gefahr. Als sie schließlich das  
Geheimnis aufdeckt, muss sie erkennen, dass die Ältesten Recht hatten.  
Künftig trägt sie eine große Bürde. Diese Geschichte handelt davon,  
dass die Hauptfigur ein Rätsel löst. 


Ereignisgeschichte 
.................. 

Oder Du schreibst eine Ereignisgeschichte. Die Prinzessin muss vor ih- 
rer Schwester fliehen, da diese selbst Königin werden will. Aber in  
der Elfenwelt gibt es kein Versteck, keine sichere Zuflucht, die die  
Häscher der Konkurrentin nicht erobern. Also tut die Prinzessin das  
Verbotene und betritt die Menschenwelt. Aber auch dorthin langt der  
Arm der Schwester. Mit Hilfe von Menschenfreunden wehrt sich die Prin- 
zessin und erobert das Elfenreich zurück. – Bei so einer Story steht  
die Handlung, die Action im Mittelpunkt. 

Da du vorhast, eine Kurzgeschichte zu schreiben, musst du dich unbe- 
dingt auf EINE Art der Story konzentrieren. Du kannst nicht mit einer  
Ereignisgeschichte anfangen und mit einer Figurengeschichte aufhören.  
(Nebenbei: das sollte man auch beim Roman beachten, nur kann man bei  
so viel mehr Platz dann zwei Storys miteinander verweben; die Hauptge- 
schichte ist ereignisorientiert, die Nebenhandlung figurenorientiert.) 

Außerdem: Bedenke, was deine Figuren wollen. Welche Ziele, Stärken und  
Schwächen haben sie? Denn das ist es, was sie zum Handeln bringt. Und  
keine Geschichte ohne sinnvolle Handlung! 


          Was zu einer guten Planung gehört 

Dein Anhang ist eine Mischung aus Szene (Dialog, Handlung, z. B. wenn  
die Schwester deine Prinzessin aus ihrem Alptraum weckt) und Zusammen- 
fassung bzw. Figurengestaltung (Aufzählung der Figurenmerkmale, Hin- 
tergrundinfos wie z. B., dass es bei den Elfen keine Kameras gibt). Du  
machst dir Gedanken, wie diese Welt aussieht, wie die Figuren aussehen  
und was sie im Alltag tun. Das ist sehr löblich. Dennoch solltest Du  
Szenen und Infos auseinander halten. 

Zu einer guten Planung gehören: 
– eine Zusammenfassung der Handlung, die den Spannungsbogen ergibt 
– eine kurze Beschreibung der Figuren, besonders ihrer Motive und Cha- 
raktermerkmale, die für die Story wichtig (!) sind 
– eine kurze Beschreibung der "Bühne", der Merkmale der Welt, die für  
die Story wichtig sind 
– die Vorgeschichte und Hintergrundinfos, die für die Story wichtig  
sind 

Was du davon zuerst entwirfst, ist egal. Du kannst dir auch gern mehr  
ausdenken, z. B. welche anderen Wesen (Faune, Trolle, Zwerge, Riesen)  
es noch im Elfenland gibt. Aber in die Kurzgeschichte kommt nur das,  
was für diese Geschichte wichtig ist! Wenn Zwerge keine Rolle spielen,  
werden sie nicht erwähnt. 


          So könnte die Planung konkret aussehen 

Hier ein (grobes) Beispiel: 


Zusammenfassung der Handlung 
............................ 
Prinzessin I wird seit dem Tod des Vaters von ihrer älteren Schwester  
K beschützt, denn sie wird Königin der Elfenwelt, wenn die kranke Mut- 
ter stirbt. Die Königin hütet die Grenzen zur Menschenwelt, die die  
Elfenwelt bedroht. Der mächtige Grenzstein hat statt der älteren  
Schwester jedoch I erwählt. Ein Elfen-Fürst will herrschen, sich mit  
den zerstörerischen Menschen verbünden und versucht, Einfluss auf I zu  
gewinnen. Als das nicht gelingt, stachelt er die Schwester K auf, Kö- 
nigin zu werden. Er lässt I in die Menschenwelt entführen. Hier  
schützt sie der Grenzstein nicht, hier soll sie getötet werden. Als  
die Schwester K ihren Fehler erkennt und I hilft, in die Elfenwelt zu- 
rückzukehren, bringt der Fürst sie um. I gelingt es zu fliehen, sie  
muss sich durchschlagen, den Fürsten bekämpfen, der inzwischen auf dem  
Thron sitzt, den Grenzstein zurückerobern und ihre Herrschaft aufneh- 
men. (Ereignisgeschichte) 


Kurze Beschreibung der Figuren und ihrer Motive 
............................................... 
1. Prinzessin I: anfangs unwillig, ihre Pflichten zu erfüllen; will  
lieber Blumendesignerin werden; ihre Stärke: spricht mit allen Wesen  
und Dingen, auch Blumen, Steinen, Wasser ...; ihre Schwäche: hält sich  
für schwach; in Menschenwelt lernt sie, stark zu sein, lernt, verant- 
wortlich zu handeln, kann sich vor dem Tod durch Sprechen mit Menschen  
und Steinen retten, gewinnt den Grenzstein zurück, weil sie sich ihm  
ausliefert; ihr Aussehen: lange, blonde, wellige Haare, grüne Augen,  
blaue Flügel, Stupsnase, zierlich, liebt weite Kleider. 

2. Fürst X: will die Elfenwelt erneuern, indem er sie für Menschen zu- 
gänglich macht; seine Stärke: Menschen und Elfen manipulieren; seine  
Schwäche: hält sich selbst für unbesiegbar und damit für den richtigen  
Herrscher; er verliert, weil er sich nicht dem Grenzstein hingeben  
kann, sondern ihn beherrschen will; sein Aussehen: schulterlange blon- 
de Locken, die er sehr pflegt, braune Augen, helle Flügel, schlank,  
kleidet sich gern mit edlen Stoffen. 

3. Schwester K: anfangs behütet sie I und will nichts davon wissen,  
selbst zu herrschen; doch der Fürst weckt Neid und Ehrgeiz, bis sie  
ihre Schwester I verrät; ihre Stärke: für andere da zu sein; ihre  
Schwäche: manipulierbar; sie opfert sich für I, indem sie ihr die  
Rückkehr in die Elfenwelt ermöglicht; ihr Aussehen: fast weißes, lan- 
ges Haar, das sie gern aufsteckt, blaue Augen, blaue Flügel, kräftiger  
als I gebaut, mag Schmuck und figurbetonte Kleider. 

Nebenbei: Achte darauf, was Figurenmerkmale für Konsequenzen haben!  
Wenn Elfen Flügel haben – mit Federn? Lederhaut? libellenhaft? –, dann  
können sie sich kaum in eine Bettdecke kuscheln so wie wir, sonst wür- 
den sie ihre Flügel beschädigen. Also musst du entweder den Unter- 
schied beschreiben oder sie anders schlafen lassen. Wie schlafen Flü- 
gelwesen? Sitzend? Hängend? Auf dem Bauch liegend? 


Kurze Beschreibung der Welten, Vorgeschichte und Hintergrundinfos 
................................................................. 
1. Menschenwelt: wie vor hundert Jahren? wie heute? Zauberer können  
mit einem elfischen Mentor in die Elfenwelt reisen. Das Bindeglied  
zwischen allen Welten ist Magie. Phantasten und Dichter träumen manch- 
mal noch von der Elfenwelt. Die Mehrheit der Menschen hat die Elfen  
jedoch vergessen oder betrachtet sie als Hirngespinste. 

2. Elfenwelt: Der Grenzstein trennt die Menschen- von der Elfenwelt.  
Es gibt keine Technik hier, aber Magie im Überfluss und Fabelwesen.  
Die Elfenwelt lebt von Kunst und Handel mit Zauberern der Menschenwelt  
und mit der Geisterwelt. Im Gegensatz zur Menschenwelt ist die Elfen- 
welt harmonisch, mit weichen Konturen, licht und hell, von Schönheits- 
idealen und Liebe zur Natur bestimmt. Ein reines Idyll ist sie jedoch  
nicht, es gibt Armut, Degeneration, Neid, Kämpfe zwischen Fürstenhäu- 
sern, Krieg und Tod ...  

Hier gehört auch der Name des Elfenreiches und der Stadt bzw. des  
Schlosses hinein. Falls du Probleme hast, Namen zu finden, frage dich,  
wie I und K ihre Welt, die Stadt, die Orte und Dinge benennen. Was  
würden sie dazu sagen? Vielleicht haben ja Menschen und Elfen auch un- 
terschiedliche Bezeichnungen dafür? Vielleicht gibt es offizielle und  
geheime Namen? Fällt dir immer noch nichts ein? Dann nimm dir einen  
Atlas und suche Ortsnamen aus Indien, Afrika, China oder anderen Län- 
dern heraus. Wähle die Namen kleiner Orte, nicht die bekannten der  
Großstädte. Oder benutz die Nachnamen im Telefonbuch als Ortsnamen.  
Sprich die Namen laut vor dich hin, bis dir einer ganz besonders ge- 
fällt. Den nimmst du dann. Frage dich, ob er etwas bedeutet, ob sein  
Klang vielleicht auf den Inhalt weist. Oder ob es eine Übersetzung in  
Menschensprache gibt? 

3. Vorgeschichte: Is Vater hat den Fürsten bekämpft und ist (durch In- 
trige? Gift? Mord? auf dem Schlachtfeld?) umgekommen. Der Fürst X ist  
sein Bruder und schleicht sich bei der verwitweten Schwägerin ein. Die  
kranke, trauernde Königin erkennt nicht, was der Fürst vorhat. Sie  
stirbt. Is Schwester K ist auf der Hut und beschützt I, kann sich aber  
dem Charme des Fürsten nicht widersetzen. Der Fürst sucht Verbündete  
in der Menschenwelt. Ein Zauberer stellt ihm Technik, Waffen etc. zur  
Verfügung. Im Gegenzug will er mehr Zugang zur Magie. Mit den mensch- 
lichen Mitteln erobert der Fürst schließlich den Thron. 

4. Hintergrundinfos wären z. B. System der Magie, wirtschaftliche Ver- 
flechtung der verschiedenen Welten, Herrschaftssystem der Elfenwelt,  
Funktion des Grenzsteins und seine Verbindung zur Königin ... 

Wichtig wäre: wie funktioniert Magie? In beiden Welten gleich? Welchen  
Preis muss man dafür zahlen? Wer kann Zauberer werden und wie (Unter- 
schiede bei Menschen und Elfen)? Will der Fürst daran etwas ändern?  
Warum (nicht)? Wie steht K zur Magie, und kann sie sie ausüben? Welche  
Auswirkungen hat das in der Story? 

          Der Spannungsbogen 

Die Handlung soll einen Spannungsbogen ergeben. Was ist das? Die Hand- 
lung muss für den Leser stets spannend bleiben, er soll sich während  
des Lesens ständig fragen: "Wie geht es weiter?" 

Und wie erreicht man das? 

– Indem man die Konflikte steigert. Stell es dir als immer höher aus- 
schlagende Fieberkurve vor, die erst kurz vor dem Ende wieder abfällt.  
Im Beispiel: Der Grenzstein wählt I statt K, jetzt ist I auf einmal  
Thronanwärterin. Gesteigert: I hat einen Gegner. Fürst X, ihr Onkel,  
hält das Mädchen für zu schwach, will selber herrschen und die Elfen- 
welt den Menschen zugänglich machen. Gesteigert: X tötet Is Mutter.  
Gesteigert: Er stachelt K auf (I hat keinen Rückhalt mehr, sie ist al- 
lein). Gesteigert: X lässt I entführen und will sie in der Menschen- 
welt töten lassen (Is Leben ist bedroht). Gesteigert: K wird getötet,  
als sie I hilft zurückzukehren (I ist mit dem starken Gegner X al- 
lein). Gesteigert: I findet heraus, dass X ihre Eltern getötet hat (e- 
motionale Krise). Gesteigert: I kämpft gegen X. Lösung: I gewinnt den  
Grenzstein zurück und besiegt X, weil sie mit dem Stein besser umgehen  
kann als er. 

– Indem man glaubwürdige, aber unvorhergesehene Wendungen benutzt. Un- 
glaubwürdig wäre z. B., wenn der Fürst an der Grippe stirbt (also I  
nichts tun muss, um ihren Thron zurückzuerlangen). Glaubwürdig ist,  
dass K sich doch wieder auf Is Seite schlägt. Glaubwürdig ist, dass I  
erst durch K oder selbst herausfindet, wer der Mörder ihrer Eltern  
ist. 

– Indem man (in einer Kurzgeschichte) in EINER Perspektive bleibt, d.  
h., eine Figur erzählt die Geschichte aus ihrer Sicht. Man kann nur  
ihre Gedanken und Gefühle beschreiben, nicht die der anderen beteilig- 
ten Figuren. Ebenso kann man nur das erzählen, was diese Figur erlebt,  
wo sie dabei ist. 

– Indem man konkrete, anschaulich-sinnliche Details benutzt, z. B. wie  
es im Elfenreich riecht; was I schmeckt, wenn sie ihre Lieblings- 
Kamanas isst; wie sich ihre Flügel anfühlen; wie es ist, vom Schloss- 
balkon zu starten und zu fliegen; was sie fühlt, als ihre Mutter  
stirbt ... 

Vergleiche die beiden folgenden Absätze. Welcher ist anschaulicher und  
spannender? 

.................................... 
A. Ila schoss hoch. Einen Moment wusste sie nicht, wo sie war. Dann  
fand sie sich in ihrem Zimmer, im Bett wieder. Ihr Mund war trocken,  
das Gesicht war nass, weil sie geweint hatte. Sie vermisste ihren Va- 
ter. 
Ihre Schwester Keavanta saß auf dem Bettrand und starrte sie an. "Du  
hast schlecht geträumt, Kleines." 
Als Kea nach Ilas Wangen fasste, schob Ila ihre Hand bei Seite. Sie  
wollte sich nicht berühren lassen. 

B. Ila schoss hoch. Ihr Herzschlag donnerte, ihr Atem pfiff. Wo ...?  
Dann roch sie die herben Blumendüfte aus der Nachtschale, roch das ge- 
stärkte Leinen ihres Betts und ihren eigenen Schweiß. Wie vertrockne- 
tes Holz lag ihre Zunge im Mund. 
Vater? Vater? Ila zwinkerte die Tränen fort und erkannte, dass Keavan- 
ta auf dem Bettrand saß und sie anstarrte. "Du hast schlecht geträumt,  
Kleines." 
Bei allen Feuerhöllen, konnte Kea nicht endlich aufhören, sie Kleines  
zu nennen? Ältere Schwestern waren so ... so lästig! Gleich würde sie  
wieder... Als Kea nach Ilas Wangen fasste, schob Ila ihre Hand bei  
Seite. Brr, kalte Finger, das war das Letzte, was sie jetzt brauchte. 
....................................... 

– Indem man lebendige Dialoge schreibt. Rede und Gegenrede dürfen da- 
bei nicht immer direkt aufeinander eingehen, wie hier: "Wie geht es  
dir?" "Ich habe schlecht geträumt." "Ach, du armes Mädchen. Hast du  
wieder von Vaters Tod geträumt?" "Ja, er starb und ich konnte ihm  
nicht helfen." "Du musst aufhören, davon zu träumen." "Ja, ich weiß.  
Es ist ja schon 13 Jahre her, dass er starb." – Das ist langweilig.  
Jeder Dialogsatz muss entweder die Handlung voranbringen, also etwas  
Neues bieten, und / oder die Figur, die spricht, charakterisieren.  
(Unterschiedliche Leute reden auch unterschiedlich in Wortwahl, The- 
menwahl, Ausdruck, Betonung ...) 

Gegenbeispiel: "Wie geht es dir?" "Wie schon?" "Hast du schon wieder  
schlecht geträumt?" "Ach, lass mich in Ruhe!" "Ila, Vater ist schon so  
lange tot, da musst du doch ..." "Was weißt denn du!" "Er war auch  
mein Vater und ..." "Aber ich habe ihn geliebt!" – Schon habe ich ei- 
nen Konflikt, Vorwürfe, Gefühle, Beziehungen angedeutet. Und während  
Kea besorgt, aber ruhig in ganzen Sätzen redet, benutzt Ila Verkürzun- 
gen, Zwischenrufe und emotionale Ausrufe. 


          Schreiben und überarbeiten 

Das soll jetzt erst einmal genug Anregung sein. Ich hoffe, es war  
nicht zu viel. Falls du dich jetzt etwas verwirrt fühlst, dann lass  
meine Antwort einfach ein Weilchen liegen. Danach überlegst du dir,  
was DU schreiben möchtest, ohne dir meine Anmerkungen nochmals durch- 
zulesen. 

Dann schreib. Und schreib, und schreib die Story fertig. 

Und dann nimmst du dir zum Überarbeiten meine Anmerkungen noch mal  
vor. Teile die Überarbeitung in mehrere Phasen, die du mit Pausen von- 
einander trennst:  
1. Handlung konsequent und spannend machen (wann tut wer was?)  
2. Figuren konsequent und lebendig schildern (warum tut wer was wann?)  
3. Welt lebendig und mit sinnlichen Details beschreiben (wo und wie  
tut wer was?) 
4. Dialoge lebendig gestalten (was sagt wer wie?)  
5. Stil und Sprache überarbeiten 

Hey, niemand behauptet, Schreiben wäre leicht! ;-) Trotzdem wünsche  
ich dir Spaß beim Schreiben. Verliere nie den Mut! Und lass dir Zeit.  
Versuche nicht, alles auf einmal zu beherzigen. Denke dran: Handwerk  
lernt man dadurch, dass man es übt. Also: schreibe! 

                    **~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~** 

Stefanie Bense lebt und arbeitet in Hannover, gibt seit 1993 Schreib- 
kurse, veröffentlicht sporadisch und schreibt - was sonst - an ihrem  
ersten Roman. Kontakt: mailto:Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!. 


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INTERVIEW: 
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                              (mailto:redaktion at team punkt autorenforum punkt de) 


    "Dieses Kribbeln, darauf könnte ich nur sehr schwer verzichten" 
                      Interview mit Kathrin Lange 


Kathrin Lange (http://www.kathrin-lange.de) war mehrere Jahre Chefre- 
dakteurin der Autorenzeitschrift "Federwelt". Jetzt ist bei Kindler  
ihr Buch "Jägerin der Zeit" erschienen. 


Hans Peter Roentgen: "Jägerin der Zeit" ist dein erstes Buch bei einem  
großen Verlag wie Kindler. Wie lange dauerte es, bis der Vertrag  
stand? Hast du erst einen Agenten gesucht? 

Kathrin Lange: Vom ersten Tag der Recherche bis zur Zusage vergingen  
ungefähr eineinhalb Jahre. Als ich mit der Arbeit anfing, war ich  
schon länger bei einer Agentur unter Vertrag, aber die Zusammenarbeit  
klappte nicht so gut. Also habe ich die Agentur gewechselt, und mein  
neuer Agent hat dann relativ schnell Nägel mit Köpfen gemacht. 


HPR: Gab es im Verlag dann noch mal ein Lektorat? Wie lange dauerte  
das? Was war da der Schwerpunkt? 

KL: Natürlich! Zusammen mit meiner Lektorin habe ich erst inhaltlich  
einiges umgeändert, Szenen umgestellt, unwichtige Nebenfiguren rausge- 
worfen, aber auch noch neue Aspekte der Geschichte geschrieben und so- 
gar noch eine neue Figur erfunden. Danach folgte ein intensives Fein- 
lektorat. Das wir in ungefähr zwei Wochen harter Arbeit durchgezogen  
haben, da uns der Drucktermin mächtig im Nacken saß. Alles in allem  
sind für die beiden Lektoratsphasen drei Monate draufgegangen, wobei  
ich allerdings nicht sagen kann, wie lange das Lektorat effektiv daran  
gearbeitet hat und wie lange das Manuskript auf irgendeinem Schreib- 
tisch lag. 


HPR: Welche Regeln muss man beachten, wenn man historische Romane  
schreibt? Gibt es welche, die du dir selbst setzt? Hatte der Verlag  
Vorgaben? Ich meine solche Sachen wie: Wenn eine neue Person auftritt,  
sollte sie immer erst beschrieben werden. 

KL: Das Letztere zum Beispiel mache ich selten, zumindest was die  
Hauptfiguren angeht, denn die sind bei mir meistens Perspektivträger,  
und ein Blick in den Spiegel ist eben nicht die beste Methode, um sie  
zu beschreiben. Ob es allgemeingültige Regeln für einen historischen  
Roman gibt, kann ich dir nicht beantworten. Ich selbst möchte ein Buch  
abliefern, das, neben aller Spannung und Unterhaltsamkeit, so korrekt  
wie möglich daherkommt. Manchmal setze ich mir so banale Regeln wie:  
In den nächsten zwei Wochen müssen jeden Tag drei Seiten aufs Papier. 


HPR: Mir ist aufgefallen, dass Krimis meist eine sehr nüchterne Spra- 
che haben – vielleicht Dashiell Hammets Erbschaft? –, während histori- 
sche Romane mit vielen Beschreibungen arbeiten, oft auch mit viel mehr  
Adjektiven, als es Schreibbücher empfehlen. Und viele, die sich der  
"Hochliteratur" verschrieben haben, verwenden einen ganz eigenen Stil,  
im Moment am liebsten a la Judith Hermann und anderer Fräuleinwunder.  
Gibt es so was wie Moden in den Genres, an denen sich Autoren – be- 
wusst oder unbewusst – orientieren? 

KL: Die gibt es bestimmt, allerdings muss ich gestehen, dass ich sie  
sehr wenig verfolge, dazu bin ich zu sehr mit meinen eigenen Stoffen  
beschäftigt. Ich versuche, eine dem Thema angemessene Sprache zu fin- 
den, und die kann sich von Projekt zu Projekt durchaus unterscheiden.  
An einem Hardboiled-Krimi a la Hammett habe ich mich allerdings noch  
nicht versucht. LeserInnen von historischen Romanen erwarten eine sat- 
te, informationsreiche Sprache, die ihnen die historische Szenerie vor  
Augen stellt. Wahrscheinlich ist das ein Grund für die ausgiebigere  
Verwendung von Adjektiven in historischen Romanen. 


HPR: In den Roman verwendest du häufig Flashbacks (Rückblenden). Du  
lässt eine bekannte Person auftreten, und dann blendest du zurück, was  
dieser vorher passiert ist. Ist das eine bewusste Technik oder einfach  
dein Stil? 

KL: Am Anfang habe ich das unbewusst gemacht, bis mir klar wurde, dass  
es eine Technik sein kann. Wenn ich ein neues Kapitel mit einem Hook,  
einem Spannungselement, anfange, zieht das den Leser tiefer in die Ge- 
schichte, als wenn ich in der richtigen chronologischen Reihenfolge  
erzähle. 


HPR: "Rainald war die Überraschung anzusehen.", "Langsam, als laufe  
etwas aus ihr heraus, wich die Farbe aus ihrem Gesicht. Sie presste  
die Lippen zusammen, öffnete sie wieder, befeuchtete sie mit der Zun- 
genspitze." Beides Zitate aus deinem Buch. Das eine stellt einfach ein  
Gefühl fest, das zweite lässt es den Leser erleben. Hast du die beiden  
Methoden nach Gefühl verwendet? Oder bei der Korrektur bewusst daran  
gearbeitet? Fordern Lektoren historischer Romane die eine oder andere  
Form ein? 

KL: Ich habe mir schon häufiger gewünscht, einmal diese, meine Meinung  
vertreten zu können: Nicht immer ist es sinnvoll, sich sklavisch an  
Schreibregeln wie "Show, don’t tell" zu halten.  


HPR: Also wie in der Medizin: Die Dosis macht das Gift? 

KL: Genau. Wusstest du eigentlich, dass das ein Spruch ist, der Para- 
celsus zugeschrieben wird? Aber zurück zu deiner Frage.  

Die von dir ausgesuchten Passagen sind ein gutes Beispiel für das, was  
ich meine. Bei der ersten handelt es sich um eine Szene, in der der  
Leser wichtige Informationen erhält. Hätte ich da eine längere Be- 
schreibung von Rainalds Mimik eingeschoben, wäre das unpassend gewesen  
und hätte Zug aus der Geschichte genommen. Alexandra, die Rainalds Ü- 
berraschung wahrnimmt, ist in Gedanken bei den silentiarii und bei ih- 
ren schlimmen Erinnerungen. Sie würde Rainalds Gesicht nicht im Detail  
wahrnehmen, wohl aber die Tatsache, dass er erstaunt ist.  

In der zweiten Szene, die aus Sophias Sicht geschrieben ist, haben wir  
eine Perspektivträgerin, die mit einem sehr seltsamen Verhalten ihrer  
beiden Gegenüber konfrontiert wird. Sie achtet genau auf Kleinigkeiten  
in den Reaktionen der anderen. Hier passt also die längere Beschrei- 
bung. 

Allerdings muss ich gestehen, dass ich beide Stellen nicht bewusst ge- 
schrieben habe, sondern mir das Ganze erst jetzt, durch deine Frage,  
klar geworden ist. Wenn ich also daraus einen Tipp ableiten sollte,  
würde ich sagen: Öfter mal dem Bauchgefühl vertrauen und nicht der  
starren Regel. Für den Veröffentlichungserfolg sind sowieso ganz ande- 
re Kriterien wichtig. 


HPR: Erstaunlich, dabei werden immer Stil und "Show, don`t tell" als A  
und O genannt, die die Chancen der Veröffentlichung definieren. 

KL: Ich weiß noch, dass ich ebenfalls sehr verblüfft war, als mir das  
ein Agent auf einem Schreibseminar erklärt hat. Aber inzwischen decken  
sich meine Erfahrungen mit seiner Aussage. Verlage suchen zuerst ein- 
mal nach Autoren, die sie vermarkten können. Das bedeutet, wenn ein  
Autor Bereitschaft signalisiert, sich mit Themen zu beschäftigen, die  
"der Markt" will, kann das ein Fuß in der Tür sein. Bei mir war das  
das Genre historischer Roman, und ich weiß, dass gerade hier noch im- 
mer händeringend nach guten Autoren gesucht wird. Natürlich ist es von  
Vorteil, wenn man darüber hinaus auch noch eine gute Schreibe hat,  
keine Frage! Aber ich lese zum Beispiel gerade ein Buch, das mir er- 
neut beweist, dass das nicht zum absoluten Muss gehört. Die Autorin  
nenne ich jetzt allerdings nicht.  


HPR: Vorhin hast du davon gesprochen, dass man öfters seinem Bauchge- 
fühl trauen soll. Wie lange braucht man, um das richtig zu entwickeln?  
Oder woran liegt es, dass viele Anfänger tatsächlich viel zu oft be- 
haupten, statt zu zeigen? 

KL: Ich würde sagen, das ist eine Frage der Erfahrung. Erfahrung, die  
man sich nur durch zweierlei aneignen kann. Durchs Schreiben natür- 
lich. Und durchs Lesen. Sich immer wieder Bücher vorzunehmen, deren  
Autoren man bewundert und deren Qualität man erreichen will, kann da  
viel helfen. Eine Nummer kann ich dir nicht nennen, aber bei mir hat  
es Jahre gedauert. Was nicht heißen soll, dass ich der Meinung bin, am  
Ziel zu sein. 


HPR: Deine Geschichte kann nur in der Zeit Kaiser Ottos III. spielen.  
Der ganze Plot, die Differenzen über Geschichtsschreibung, über eine  
neue Zeitrechnung, die in Konstantinopel eingeführt wird, die Silenti- 
arii mit ihren gedungenen Mördern, all das wäre um sagen wir: 1200 gar  
nicht mehr denkbar gewesen. 

KL: Die Zeit um die erste Jahrtausendwende war eine Wendezeit in vie- 
lerlei Hinsicht. Man muss sich vorstellen, dass die Ottonen nur wenige  
Jahre zuvor noch eine Art Stammeshäuptlinge in der nordeuropäischen  
Tiefebene waren. Um 1200 dann tauchte langsam eine ganz neue Weise  
auf, die Welt zu sehen. Die ersten Universitäten entstanden, die Men- 
schen begannen, sich bei ihren Erklärungsversuchen der Welt auf Be- 
obachtungen und Experimente zu verlassen und weniger auf Autoritäten.  
Und nicht zuletzt war das zwölfte Jahrhundert der Beginn der Spaltung  
zwischen Religion und Wissenschaft, die bis dahin eine Einheit waren.  
– Insofern hast du wahrscheinlich recht mit deiner Behauptung. 


HPR: Ab 1100 gab es auch keinen byzantinischen Herrscher mehr, der ge- 
nügend Macht besaß, um eine derartige Kalenderreform durchzusetzen. 

KL: Möglich. Wirklich zerschlagen war das byzantinische Reich ja erst  
im Jahr 1453, als Konstantinopel an die Türken fiel. Aber bereits ab  
1056, nach dem Ende des makedonischen Herrscherhauses, zerfiel das  
Reich aufgrund innerer und äußerer Bedrohungen immer mehr. 


HPR: "Jägerin der Zeit" handelt von der Zeit, wie man sie misst, wie  
alt die Erde ist, wie Geschichtsjahre berechnet werden. Aber es spielt  
um ca. 980. Erstaunlich, dass Zeit und Geschichte damals bereits so  
wichtig waren. Die Stunde genau zu messen ist wichtig, damit die Mön- 
che ihre Stundengebete regelmäßig und zuverlässig beten können. Heute  
ein eher alberner Grund, aber das führte zu der Entwicklung der Zeit- 
messung. Fast sieht es so aus, als hätten im Mittelalter viel mehr  
technische Erfindungen und wissenschaftliche Theorien ihren Ursprung,  
als man gemeinhin glaubt. 

KL: Wir sehen heute mit einer gewissen Arroganz der Wissenden auf frü- 
here Zeiten, besonders auf das Mittelalter zurück. Damals machte man  
Erfindungen, um Alltagsprobleme zu meistern, und das ist heute kein  
bisschen anders. Die benediktinische Regel war ein Anreiz, sich mit  
der Zeitmessung zu befassen, aber natürlich bei weitem nicht der ein- 
zige. Astronomische Beobachtungen zum Beispiel brauchten eine zeitli- 
che Abstimmung. Dann später die aufkommende Seefahrt: Ich kann meinen  
Standort auf dem Meer nur bestimmen, wenn ich weiß, wie spät es ist.  
Andernfalls kann ich nämlich den Breitengrad nicht ausrechnen. Diese  
Notwendigkeit war dann wiederum ein Grund für die Entwicklung von me- 
chanischen Uhren. 


HPR: Die Wissenschaftler berechnen das Alter nach der Bibel und kommen  
auf fast 6.000 Jahre. Leider differieren die Berechnungen um 275 Jah- 
re. Auch eine alberne Methode für heutige Leser. Heute ist das Alter  
der Erde, das Alter des Weltalls immer noch ein Thema, nur befassen  
sich jetzt Physiker damit. 

KL: Wir schauen von unserem "aufgeklärten", wissenschaftlichen Stand- 
punkt auf Leute, die in einer vorwissenschaftlichen Welt lebten. Dabei  
meine ich Wissenschaft in dem Sinne, wie wir sie heute verstehen und  
wie sie in ihrer frühesten Form von Männern wie Adelard von Bath oder  
Roger Bacon praktiziert wurde. Forschung und Wissensdrang hat es im  
zehnten Jahrhundert genauso gegeben wie heute, nur die Voraussetzun- 
gen, die die Forscher vorfanden, waren ganz andere. Gerbert von Auril- 
lac lebte in einer Zeit, in der die Bibel die einzig anerkannte Auto- 
rität darstellte. Nur langsam kamen wissenschaftliche Texte, haupt- 
sächlich aus dem antiken Griechenland, in den westlichen Raum und  
lehrten die Menschen, dass es auch andere Sichtweisen gibt. 

Wer weiß, vielleicht werden zukünftige Menschen schmunzelnd auf uns  
zurückblicken und die Erfindung des Taschenrechners, nur um sich das  
Rechnen zu erleichtern, als albern bezeichnen, weil längst Quantencom- 
puter erfunden und in die Gehirne implantiert sind, so dass jeder  
Mensch eine Milliarde Rechenoperationen in der Sekunde durchführen  
kann? 
Und mal eine ketzerische Frage am Rande: Haben die heutigen Menschen  
nicht nur eine Autorität gegen die andere eingetauscht? Ich meine,  
dass es die Heisenberg’sche Unschärferelation gibt, kann ich als  
Nichtmathematiker auch nur glauben oder nicht glauben. 


HPR: ... und seit der Aufklärung glauben wir an das Gesetz von Ursache  
und Wirkung. Jetzt erklären uns die Quantenphysiker plötzlich, alles  
Unsinn! 

KL: Plötzlich soll ich glauben, dass ein einzelnes (Licht-)Teilchen in  
der Lage ist, gleichzeitig durch zwei verschiedene Schlitze in einer  
Lochblende zu fliegen, weil mir die Interferenzen das nahe legen. Wenn  
mir ein Physiker versucht, das zu erklären, glaube ich zeitweilig, es  
verstanden zu  haben, aber wenn ich es dann wiedergeben soll, scheite- 
re ich jedesmal kläglich. Da geht es mir genauso wie Augustinus, der  
sinngemäß behauptet hat, er verstünde genau, was Zeit ist, bis zu dem  
Moment, wo er es erklären soll. Also, für mich hat sich so vieles  
wirklich nicht geändert! 


HPR: Auch "Jägerin der Zeit" enthält eine Liebesgeschichte. War die  
von vorneherein bei dir drin, oder kam sie später hinzu? Ist heute ein  
Roman ohne Liebesgeschichte überhaupt denkbar? 

KL: Ich glaube, die meisten Leser, die sich einen historischen Roman  
kaufen, wünschen sich auch eine Liebesgeschichte. Für mich selbst ist  
sie ein Muss, wie ein Sahnehäubchen auf einem Stück Erdbeertorte. 


HPR: "Jägerin der Zeit" bedient sich des Sachbuchs eines Wissenschaft- 
lers, der behauptet, dass es das frühe Mittelalter, die Jahrhunderte  
zwischen ca 650 und 950, nicht gegeben hätte, dass das eine Erfindung  
gewesen sei. "Das erfundene Mittelalter" heißt das Sachbuch. Selbst  
Kaiser Karl gab es angeblich gar nicht. 

KL: Gut erkannt! "Das erfundene Mittelalter" und der Nachfolgeband  
"Wer hat an der Uhr gedreht?" waren die Grundlage meiner Recherchen zu  
diesem Thema. Und falls du jetzt wissen willst, ob ich daran glaube:  
Ich halte es für möglich, aber ich erlaube mir kein Urteil darüber. 

HPR: Man kann dein Buch ja auch lesen, selbst wenn man nicht daran  
glaubt. Dann wäre es eine Alternativweltgeschichte, eine, in der die  
drei Jahrhunderte tatsächlich gefälscht worden sind. Alternativweltge- 
schichten gehören traditionell in die Fantasy. Wie wichtig sind ei- 
gentlich diese Genregrenzen? Überall höre ich, dass man sich strikt an  
ein Genre und dessen Gesetze halten solle. 

KL: Ich habe gerade ein interessantes Interview mit dem Quantencompu- 
ter-Entwickler David Deutsch gelesen. Für den sind Parallelwelten kei- 
ne Fantasy, sondern knallharte Quantenphysik. 

Ein Genre-Crossover zwischen Fantasy und historischem Roman wäre dage- 
gen für mich eher, wenn plötzlich eine Figur aus meiner Geschichte ma- 
gische Handlungen durchführen würde oder wenn auf einmal ein Drache  
auf dem gegenüberliegenden Hausdach sitzt. Bei so was sind Lektoren  
sehr, sehr pingelig, und das auch zu Recht, oder? Es entsteht leicht  
der Eindruck, dass das fantastische Element als Ausflucht dient, weil  
der Autor auf ehrlichem Weg nicht mehr weitergekommen ist. Und wenn es  
anders ist, wenn der Autor das magische Element absichtlich eingefügt  
hat, weil er zum Beispiel ein faustisches Thema bearbeitet, dann un- 
terstellt man ihm das trotzdem. Das ist die Crux, und ich empfinde sie  
auch so hart.  

Allerdings kann ich den Grund, der dahinter steht, recht gut nachvoll- 
ziehen, da ich selbst lange genug als Buchhändlerin gearbeitet habe.  
Ein angehender Autor sollte sich ab und zu die folgende Szene vor Au- 
gen halten: Ein Vertreter kommt in die Buchhandlung und preist das  
Erstlingswerk eines Schriftstellers an. Buchhändler: "Und was ist das  
für ein Genre?" (Übersetzung: In welche Säule muss ich das stellen?)  
Vertreter: "Na ja, irgendwie ein bisschen Fantasy, aber auch histori- 
scher Roman. Mit leichtem Belletristik-Einschlag." Buchhändler: "Hm.  
Und der Autor ist völlig unbekannt?" (Übersetzung: Ich muss das Buch  
also erst lesen, bevor ich meinen Kunden sagen kann: Das ist wie Um- 
berto Eco, Rebecca Gablé ...) Vertreter: "Ja, aber ..." Buchhändler:  
"Okay, ich nehme 20 von dem neuen Dan Brown." 

Ich gebe zu, das lässt Buchhändler in keinem besonders guten Licht er- 
scheinen, aber ich weiß, wie hart der Job ist und wie wenig Zeit man  
hat, sich wirklich in die Neuerscheinungen einzulesen. 


HPR: Eines Tages wachst du mitten in der Nacht auf, ein wunderschöner  
Elf steht neben deinem Bett und sagt: "Liebe Kathrin, du hast dich so  
um die Zeit verdient gemacht, dafür hast du einen Wunsch für dein  
Schreiben frei." Was wünschst du dir? 

KL: Erst mal freue ich mich über den wunderschönen Elf ... und dann  
wünsche ich mir, dass das Gefühl, das ich heute beim Schreiben habe  
und das ich nur mit dem Wort "Euphorie" umschreiben kann (ich hoffe,  
alle Leser des Tempest wissen, wovon ich rede!), mir auch noch beim  
dritten, beim zehnten oder vierzehnten Buch erhalten bleibt. Dieses  
Kribbeln, darauf könnte ich nur sehr schwer verzichten. 


HPR: Herzlichen Dank für das Interview. 

KL: Danke dir! Es hat Spaß gemacht. 


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FRAGEN SIE HONEYBALL, LEKTOR UND AUTORENFRESSER: 
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                              (mailto:redaktion at team punkt autorenforum punkt de) 

Sehr geehrter Herr Dr. Honeyball, 

Arbeitslosigkeit macht auch vor uns Autoren nicht halt. Viele von uns  
wollen schreiben, aber sie können es sich nicht (mehr) leisten, sie  
müssen Geld verdienen und ihren Arbeitsplatz im "Brotberuf" sichern –  
und das heißt Überstunden, Weiterbildung, Bewerbungen, Zweit- und  
Drittjobs. Zeit zum Schreiben bleibt da keine mehr. Haben Sie einen  
Rat für uns? 

Ihre Autoren des VS 

++++++++++ 

Sehr geehrte Autoren des VS*, 

wenn der Gewerkschafter nicht mehr weiter weiß, greift er zur Triller- 
pfeife und stellt die Arbeit ein. Das nehme ich ihm nicht übel, denn  
wozu sonst ist er in die Gewerkschaft eingetreten? Die bei einigen so  
gefürchtete Schreibblockade – deren Existenz von echten Schriftstel- 
lern bestritten wird – bekommt vom VS den ungleich klassenkämpferi- 
scheren Namen Streik. Gute PR. 

Tatsächlich sind die besten deutschsprachigen Autoren im Dauerstreik.  
Oder was könnte der Grund sein, dass seit Jahren kein wichtiges oder  
gar bedeutendes Werk in deutscher Sprache erschienen ist? Die Verlage,  
als im Arbeitskampf gestählte Aktionärsbereicherungsvereine, reagieren  
ihrerseits mit Aussperrungen und lehnen die Manuskripte ab, die ihnen  
von den noch arbeitenden Autoren angeboten werden. Es gibt ein paar  
Streikbrecher in der E-Literatur, aber die nimmt keiner ernst, außer  
ein paar Kritikern, die sich gegenseitig Stroh als literarisches Gold  
anpreisen, und es gibt ein paar Streikbrecher aus der U-Literatur, die  
ihrerseits die Kritiker nicht ernst nehmen und ihren Lesern Stroh als  
unterhaltsames Gold verkaufen.  

Da die meisten Leser Esel sind, ist ihnen Stroh vernünftigerweise lie- 
ber als Gold, und auch die anderen könnten zufrieden sein: die Kriti- 
ker mit der heißen Luft, die sie produzieren, die E-Literaten mit der  
heißen Kritikerluft, auf der sie in den Karrierehimmel steigen, die  
Verlage mit der Marge zwischen dem Preis von Gold und dem von Stroh  
und die U-Literaten mit dem, was die Verlage so an Krumen unter den  
Tisch werfen. Das Stroh ist immer das gleiche, mithin abgedroschene  
Spreu. Was mit dem nahrhaften Korn geschehen ist, weiß niemand und,  
weit erschreckender, es will auch niemand wissen. 

Zur Sache. Die Hartz-Gesetze bieten den arbeitswilligen Schriftstel- 
lern unter Ihnen vielfältige Chancen. Mit Überbrückungsgeld (soll ver- 
hindern, dass Sie unter Brücken schlafen müssen) können Sie sich als  
freiberuflicher Autor selbständig machen, oder Sie gründen gleich ei- 
nen Kleinstverlag für die eigenen Werke, eine Ich-AG. Als Mini-Jobber  
schreiben Sie Kurzgeschichten, als Ein-Euro-Jobber schaffen Sie Texte  
für wohltätige Organisationen. Sie können Vermittlungsgutscheine oder  
die vielen neuen Formulare texten, mit denen Hartz zumindest in Dru- 
ckereien für den einen oder anderen neuen Arbeitsplatz sorgt. Wenn Sie  
recherchieren müssen, nennen Sie das ganze Weiterbildung und beantra- 
gen Unterstützung. Als Teilnehmer einer Arbeitsbeschaffungsmaßnahme  
schreiben Sie Ihre Texte im Stadtpark. 

Derzeit sind Gerüchte in Umlauf, dass vereinzelte Fallmanager der Ar- 
beitsagenturen arbeitslose Schriftsteller an Verlage vermitteln und  
den Verlagen Geld dafür zahlen, dass sie die Autoren für sich arbeiten  
lassen. Gerade in Zuschussverlagen können so Arbeitsplätze erhalten  
werden, sind doch diese einzigen wirklich autorenfreundlichen Verlage  
("Verlag sucht Autor") von der Verarmung ihrer Klientel besonders be- 
troffen. Wenn Sie, lieber Autor, Ihren Lebensunterhalt von Arbeitslo- 
sengeld II bestreiten müssen, gehen Sie mit Ihrem für die Eitelkeit  
ersparten Geld (Vanity-Capital) lieber direkt zu einer normalen Dru- 
ckerei oder nutzen Sie Book-on-Demand. Mein Tipp: Ihre Leser dafür zu  
bezahlen, dass sie Ihr Buch lesen, dürfte kostengünstiger und insge- 
samt effizienter sein. 

Die Zumutbarkeitskriterien wurden dank Hartz erheblich gelockert, so  
dass ein Arbeitsloser nahezu jede ihm angebotene Stelle annehmen muss.  
Dies geht so weit, dass die ambitionierten Literaten unter Ihnen ge- 
zwungen werden können, unterhaltsame Romane zu schreiben. Eine schau- 
derhafte Vorstellung. Für die Leser. 

Und jetzt Schluss mit dem Streik – schreiben! 

Herzlichst 
Ihr Honeyball 


*) VS heißt Verband deutscher Schriftsteller und nicht Ver.di-Sklaven,  
wie einige von Ihnen fälschlicherweise annehmen. 

                    **~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~** 

Stephan Waldscheidt, freier Autor. Neu: die Satire "DIE HARTZ-KRIEGER  
– Das finale Rettungsbuch für Deutschland und seine Arbeitslosen". Pa- 
perback, 186 Seiten, 13 Euro. Im Buchhandel oder portofrei bei  
www.gryphon-online.de. ISBN 3-937800-30-1. Mehr auf  
http://www.hartzkrieger.de. 


********************************************************************* 
UNSERE EXPERTINNEN UND EXPERTEN:      
--------------------------------------------------------------------- 
Bitte schickt den ExpertInnen nur Fragen zu ihrem Expertenthema - kei- 
ne Manuskripte zur Beurteilung. Speziell unsere Expertin für Litera- 
turagenturen nimmt keine neuen AutorInnen an; Anfragen dazu sind daher  
zwecklos. 

Bitte verseht jede Anfrage mit einem aussagekräftigen Betreff. Sonst  
kann es sein, dass die Mail vorsichtshalber sofort gelöscht wird. 


  Drehbuch: Oliver Pautsch 
                              mailto:Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! 
  Fandom: Thomas Kohlschmidt 
                                mailto:Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! 
  Fantasy: Stefanie Bense 
                               mailto:Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! 
  Heftroman: Arndt Ellmer 
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  Historischer Roman: Titus Müller 
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  Kinderbuch: Gabi Neumayer 
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  Kriminalistik: Nikola Hahn 
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  Lesungen: Rüdiger Heins 
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  Literaturagenturen: Petra Hermanns 
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  Lyrik: Martina Weber 
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  Sachbuch allgemein: Gabi Neumayer 
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  Sachbuch Medizin/Psychologie: Maja Langsdorff 
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  Schreibaus- und fortbildung: Uli Rothfuss 
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  Schreibgruppen: Ute Hacker 
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  Schreibhandwerk: Ute Hacker 
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  Sciencefiction: Andreas Eschbach 
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  Technische Literatur, CDs, Internet: Reinhard Mermi 
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  Übersetzung: Barbara Slawig  
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  Verlagswesen: Bjørn Jagnow 
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FRAG DEN EXPERTEN FÜR HISTORISCHE ROMANE: 
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    Titus Müller (mailto:Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!) 


Frage: 
In einem deiner Beiträge im Autorenforum hast du geschrieben, dass du  
u. a. über Besonderheiten des Wetters nachforschst. Hast du dafür eine  
bestimmte zentrale Quelle, wo solche Daten zu finden sind, oder stol- 
perst du über solche Angaben, wenn du über eine Person oder einen Ort  
recherchierst? 


Antwort: 
Leider gibt es für mittelalterliche Wetterdaten keine zentrale Quelle.  
Für wiederkehrende Ereignisse wie Mondfinsternisse rufe ich eine  
Sternwarte an, die schlagen in ihren Büchern für mich nach und können  
mir bis auf den Tag genau sagen, wann es im Zeitraum meines Romans ein  
Himmelsphänomen gegeben hat.  

Um das generelle Wetter einer Gegend einzuschätzen, frage ich die Ein- 
heimischen (in der Hoffnung, dass es sich in den letzten siebenhundert  
Jahren nicht allzu sehr geändert hat). Oft sagen sie interessante Din- 
ge wie: "Nebel haben wir hier im Frühling beinahe jeden Tag", oder:  
"Der Fluß friert uns jeden Winter zu".  

Überflutungen und Dürrezeiten sind in den mittelalterlichen Chroniken  
und Annalen erwähnt. Manchmal wissen darüber die örtlichen Heimatfor- 
scher Bescheid – sicherer ist es jedoch, direkt in den Annalen zu for- 
schen. 

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In dunkler Zeit gibt es eine Frau, die den Menschen die Augen öffnet.  
Die unbeugsame junge Brillenmacherin im Kampf zwischen Kirche und Ket- 
zern. Ein dramatischer Roman über die Macht des Lesens. – Titus Mül- 
ler: Die Brillenmacherin, 437 Seiten, 19,90 Euro, Rütten & Loening.  
Erscheint am 01.03., Weiteres unter http://www.titusmueller.de. 


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FRAG DIE EXPERTIN FÜR LITERATURAGENTUREN: 
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            Petra Hermanns (mailto:Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!) 


Frage: 
Ich möchte mich mit meinem historischen Roman (470 Seiten) an eine A- 
gentur wenden, die zunächst gerne eine 30-seitige Leseprobe von mir  
hätte. 
1. Ist es üblich, hierfür einen zusammenhängenden Text zu wählen? 
2. Was spräche für oder gegen das Anfangskapitel? 
3. Was spräche für oder gegen die Splittung der 30 Seiten in zwei oder  
sogar drei Textstellen?  
4. Müsste ich in Fall 3 den Kontext der Auszüge darlegen, falls dies  
nicht eindeutig aus dem Exposé hervorgeht, oder würde die Auskunft  
"aus dem Mittelteil" genügen? 


Antwort: 
Eine Leseprobe sollte immer vom Anfang an die ersten zusammenhängenden  
30 bis 50 Seiten enthalten (je nachdem, welcher Umfang gewünscht wur- 
de). Einem Agenten oder einem Lektor geht es darum, zu prüfen, wie ein  
Autor den Roman beginnt (Romananfänge sind sehr wichtig!), und natür- 
lich darum, den Erzählstil zu beurteilen. Wenn man Kapitel aus dem Zu- 
sammenhang reißt, ist es für Außenstehende sehr schwer, sich da rein  
zu finden (Figuren, Handlung etc.), daher bitte auf keinen Fall ein  
Splitting! Und wenn einem die Leseprobe gefällt, fordert man sowieso  
das Manuskript zur weiteren Prüfung an.  

Daher kann ich Ihnen nur empfehlen, das Anfangskapitel bzw. die ersten  
30 Seiten sehr gut vorzubereiten und einen guten, außergewöhnlichen  
Einstieg zu wählen. Denn die Chance, dass ein Agent die Leseprobe  
liest, muss genutzt werden und kommt pro Agentur nur einmal. Diese  
Lektüre entscheidet ja dann auch über "weiterlesen" oder "absagen". 

                    **~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~** 

Petra Hermanns begann 1996 als freie Mitarbeiterin bei der Literari- 
schen Agentur Brigitte Axster mit dem Handel mit Rechten und Lizenzen.  
Seit 1998 betreibt sie die Literaturagentur Scripts for sale in Frank- 
furt und hat sich auf deutschsprachige Projekte spezialisiert. 


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FRAG DIE EXPERTIN FÜR KRIMINALISTIK: 
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          Nikola Hahn (mailto:Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!)   


Frage: 
Opfer ruft die Polizei, die dann erscheint. Täter wohnt eine Etage hö- 
her im Haus, lässt sich von seiner Mutter als schlafend vertreten. Nun  
die Frage: Verlangt ein guter Polizist den mutmaßlichen Täter trotzdem  
zu sprechen (es gibt keinerlei Beweise für die Behauptungen vom Op- 
fer), in jedem Fall und ganz hartnäckig?  Nimmt dieser den mutmaßli- 
chen Täter dann mit aufs Revier, oder vertagt der Polizist das Verhör  
bis zum Haftbefehl oder der Vorladung oder Ähnliches? Ist das erste  
Gespräch freiwillig oder nicht? 


Antwort: 
Wenn ein "guter Polizist" einen Verdacht hat, der sich entweder aus  
den Angaben des Opfers oder aber durch die Spurenlage ergibt, wird er  
selbstverständlich alle Maßnahmen treffen, die nötig sind. Dazu gehört  
auch eine Wohnungsdurchsuchung zur Nachtzeit, um den mutmaßlichen Tä- 
ter zu finden. 

Die Mutter muss dazu gar nichts sagen; es ist ihr Sohn, und sie hätte  
ein Zeugnisverweigerungsrecht, wenn dieser Beschuldigter wäre. Und  
hier liegt die Crux: Ich kann alle diese Maßnahmen nur treffen, wenn  
die Person Beschuldigter ist. In diesem Fall wäre auch das "Gespräch"  
(wenn ich einen Tatvorwurf mache, handelt es sich bereits um eine Ver- 
nehmung!) selbstverständlich nicht freiwillig! 

Die Beurteilung, ob ich Sofortmaßnahmen treffe, hängt also von der  
Fallbeurteilung ab! Wenn du sagst, dass die Angaben völlig unglaubwür- 
dig sind, ist es natürlich nicht zulässig, gegen die Person Maßnahmen  
zu treffen. Die Frage ist allerdings, warum dieser "Täter" vom Opfer  
überhaupt benannt wird. Jemanden falsch zu verdächtigen, ist übrigens  
auch eine Straftat. 

Du musst dich also erst einmal entscheiden, was du genau willst: ein  
Opfer, das einen Hinweis auf den Täter gibt (das Opfer muss die Tat  
nicht beweisen, das tut die Polizei!), oder ein angebliches Opfer, das  
bewusst einen falschen Hinweis auf eine Person gibt. Wenn der Hinweis,  
wie du schreibst, total unglaubwürdig ist und es auch keine Anhalts- 
punkte gibt, die dieses Urteil revidieren könnten, hätte der Polizist  
keine Handhabe zum Tätigwerden. Es hat also nichts mit "guter" oder  
"schlechter" Polizeiarbeit zu tun, sondern mit gesetzlichen Vorschrif- 
ten.   

                    **~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~** 

Nikola Hahn ist Kriminalhauptkommissarin und Fachlehrerin an der Hes- 
sischen Polizeischule in Wiesbaden; nebenberuflich arbeitet sie als  
Autorin mit dem Schwerpunkt historische Kriminalromane. Informationen  
im Internet: http://www.nikola-hahn.com.  


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FRAG DEN EXPERTEN FÜR HEFTROMANE: 
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             Arndt Ellmer (mailto:Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!) 


Frage: 
Ich würde mich freuen, wenn Sie mir etwas über die Formalia eines ty- 
pischen 64-Seiten-Heftromans verraten könnten. Wie viele Zeichen (mit  
oder ohne Leerzeichen) hat ein Manuskript für einen solchen Roman üb- 
licherweise? In welcher Form wird es üblicherweise bei einem Verlag  
eingereicht (Zeilenabstand, Rand, ggf. Dateiformat etc.)? 


Antwort: 
Ein Heftroman hat je nach Genre oder Reihe einen Umfang zwischen  
160.000 und 190.000 Anschlägen, gerechnet in Word mit Leerzeichen. Ei- 
ne Manuskriptseite drucken Sie bitte im Format 60x30 aus, also 60 An- 
schläge pro Zeile und 30 Zeilen pro Seite. Lassen Sie links einen  
breiten Rand, rechts einen schmäleren. 

Klären Sie zuerst Folgendes ab: 
a) mit sich selbst: Welches Genre liegt mir? Was schreibe ich am  
liebsten? Bringe ich schon genug Schreiberfahrung mit, um vor kriti- 
schen Lektorenaugen bestehen zu können? 
b) mit der betreffenden Redaktion: In welchen Reihen werden Autoren  
gesucht? Wie lang soll das Exposé sein, das Sie zusammen mit den ers- 
ten 20 Seiten Probemanuskript abliefern? 

                    **~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~** 

Jahrgang 1954. Autor seit 1980. Seit 1981 ATLAN-Serie, seit 1983 PERRY  
RHODAN. Über 300 Hefte, 150 für PERRY RHODAN, 20 Taschenbücher, ein  
Dutzend Hardcover, u. a. "Im Netz der Nonggo". CD-ROM über die  
"Blues". Arbeiten für Serien wie "Der Hexer", "Die Ufo-Akten", "Vampi- 
ra", "Dämonenland", Krimis, Frauenromane sowie Hörspiele. Treatment  
für einen Fernseh-Thriller. 


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HALL OF FAME: 
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                              (mailto:redaktion at team punkt autorenforum punkt de) 

Ja, die Lage auf dem Buchmarkt ist schwierig, und manchmal glaubt man,  
man wird es nie schaffen, ein Buch zu veröffentlichen. Aber andere  
schaffen es ja auch! 
Die "Hall of Fame" zeigt die Erfolge von AbonnentInnen des Tempest.  
Wir würden uns freuen, wenn ihr euch davon motivieren und ermutigen  
lasst - dann werden wir euer neues Buch hier bestimmt auch bald einmal  
vorstellen können. 

Melden könnt ihr aktuelle Buchveröffentlichungen nach diesem Schema: 

....... 
AutorIn: "Titel", Verlag Erscheinungsjahr (das muss immer das laufende  
oder das vergangene Jahr sein!), Genre. Zusätzlich könnt ihr in maxi- 
mal 60 Zeichen (nicht Wörtern!) weitere Infos zu eurem Buch unterbrin- 
gen. 
....... 

Ausgeschlossen sind Veröffentlichungen in Anthologien, Bücher im Ei- 
genverlag und BoDs (sofern sie im Eigenverlag erschienen sind) sowie  
Veröffentlichungen in Druckkostenzuschussverlagen. Schickt eure Texte  
unter dem Betreff "Hall of Fame" an mail- 
to:redaktion at team punkt autorenforum punkt de. Wir können ausschließlich Meldungen  
berücksichtigen, die nach dem obigen Schema gemacht werden! 

++++++++++ 

Angelika Scholz: "Wünsch dir was", Orlanda Frauenverlag, 2005, Roman.  
Nach diesem Buch wünschen Sie anders: www.angelikascholz.de 

Boris Koch: "Der adressierte Junge", Eloy Edictions 2005, fünf phan- 
tastische Erzählungen. ISBN 3-938411-01-5, mehr unter: www.eloyed.com 


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Veranstaltungen, Ausschreibungen, Publikationsmöglichkeiten, Messen  
und Seminare findet ihr im zweiten Teil des Tempest, der mit getrenn- 
ter Mail kommt! 
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Einsendeformalien: 
Einsendungen sind zu allen Rubriken von autorenforum.de erwünscht.  
Zurzeit können jedoch noch keine Honorare gezahlt werden. Das Urheber- 
recht verbleibt bei der Autorin bzw. beim Autor.  

Einsendungen bitte im RTF-Format und per E-Mail, und zwar an: mail- 
to:beitrag at team punkt autorenforum punkt de. 

Fragen zu Einsendungen sollten ebenfalls an diese Adresse gerichtet  
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Herausgeber:  
   Ramona Roth-Berghofer mailto:public.relations at team punkt autorenforum punkt de  
   Gabi Neumayer                mailto:redaktion at team punkt autorenforum punkt de 
   Stefan Schulz                     mailto:webmaster at autorenforum punkt de 
   Thomas Roth-Berghofer  
                    mailto:Thomas.Roth-Berghofer at team punkt autorenforum punkt de 
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