Ausgabe 7-08 (20. August 2005)

Editorial
Inserate
Schreib-Kick
Echoservice
Leserbriefe
Autorenwissen
    "Berufsbild: ÜbersetzerIn"
    von Ursula Schmid-Spreer
Schreibkurs
    "Infodump - wie man einen Text tötet"
    von Hans Peter Roentgen
Buchbesprechung
    "Erzählen lernen"
    besprochen von Gabi Neumayer
Interview mit Eva Schweikart
Fragen Sie Honeyball, Lektor und Autorenfresser
    "Wie finde ich jemanden, der mich finanziell unterstützt?"
    von Stephan Waldscheidt
Frag den Experten für historische Romane
    (Titus Müller)
Frag den Experten für Drehbuch
    (Oliver Pautsch)
Frag die Expertin für Fantasy
    (Stefanie Bense)
Frag die Expertin für Kriminalistik
    (Nikola Hahn)
Frag den Experten für Heftromane
    (Arndt Ellmer)
Hall of Fame
EDITORIAL:  
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Liebe Autorinnen und Autoren, 

nach dem Erfahrungsbericht von Markus Gnad aus dem letzten Tempest  
hatten wir einiges an Widerspruch erwartet. Immerhin ein Leserbrief  
hat uns dazu erreicht. Vielleicht regt er ja eine weitere Diskussion  
an? 

Keinen Widerspruch erntet hingegen hoffentlich das Programm, das wir  
für diese Ausgabe für euch zusammengestellt haben: Nach dem Berufsbild  
DolmetscherIn, das Ursula Schmid-Spreer im Tempest 7-5 vorgestellt  
hat, beschäftigt sie sich nun mit den ÜbersetzerInnen - und sie hat  
auch gleich ein Interview dazu geführt. Einen typischen Fehler nicht  
nur von SchreibanfängerInnen nimmt Hans Peter Roentgen gewohnt präg- 
nant und anschaulich unter die Lupe: den Infodump. Honeyball meldet  
sich diesmal zu einem Thema zu Wort, von dem wir alle hin und wieder  
träumen: "Sponsoren und Mäzene". Unsere ExpertInnen geben unter ande- 
rem Auskunft über Fachliteratur zum Drehbuch- und Fantasyschreiben,  
Dienstgrade bei der Polizei und die richtige Recherche. Und den  
Schreib-Kick, eine Buchbesprechung, den Echoservice, jede Menge neue  
Ausschreibungen und vieles mehr gibt’s wie immer noch dazu. 

Der Tipp des Monats August, diesmal von mir (schickt uns eure Tipps!): 

    www.iRights.info: Diese Website informiert 
    über alles rund ums Urheberrecht  
    in der digitalen Welt. 

Gesundheitsexperten warnen übrigens gerade im August: Schweres Porte- 
monnaie befördert Schwitzen und Kurzatmigkeit. Denkt an eure Gesund- 
heit, und überweist uns euren Beitrag für den Erhalt des Tempest! 

  Gabi Neumayer 
  Chefredakteurin 

~~~~~~~~~~~ 
Damit wir den Tempest auch in Zukunft weiterführen können, brauchen  
wir eure Hilfe: Wer uns unterstützen möchte, überweise bitte einen  
freiwilligen Jahresbeitrag (15 Euro haben wir als Richtwert gesetzt,  
aber ihr helft uns auch schon mit 5 oder 10 Euro weiter) auf unser  
Konto: 

autorenforum.de 


SEB Mainz (früher: BfG) 
BLZ 550 101 11 
Konto 14 24 18 99 00 
Stichwort: "Beitrag 2005" 

Für AuslandsabonnentInnen: Am 1. Juli 2003 wurden die Auslandsüberwei- 
sungsgebühren gesenkt. Aber natürlich könnt ihr uns euren Beitrag auch  
weiterhin per Post schicken (Adresse am Ende des Tempest). 

Wer aus Österreich überweist, braucht außerdem diese Nummern (bitte  
genau so zusammenschreiben!) 
IBAN: DE69550101111424189900 
BIC: ESSEDE5F550 

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ISSN 1439-4669   Copyright 2005 autorenforum.de. Copyright- und 
                 Kontaktinformationen am Ende dieser Ausgabe 
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   INHALT DIESER AUSGABE: 


TEIL 1: 

      Editorial 
      Inserate 
      Schreib-Kick 
      Echoservice 
      Leserbriefe 
      Autorenwissen 
         "Berufsbild: ÜbersetzerIn"  
         von Ursula Schmid-Spreer 
      Schreibkurs 
         "Infodump - wie man einen Text tötet" 
         von Hans Peter Roentgen 
      Buchbesprechung 
         "Erzählen lernen" 
         besprochen von Gabi Neumayer 
      Interview mit Eva Schweikart 
      Fragen Sie Honeyball, Lektor und Autorenfresser 
         "Wie finde ich jemanden, der mich finanziell unterstützt?" 
         von Stephan Waldscheidt 
      Frag den Experten für historische Romane 
         (Titus Müller) 
      Frag den Experten für Drehbuch 
         (Oliver Pautsch) 
      Frag die Expertin für Fantasy 
         (Stefanie Bense) 
      Frag die Expertin für Kriminalistik 
         (Nikola Hahn) 
      Frag den Experten für Heftromane 
         (Arndt Ellmer) 
      Hall of Fame 
      Impressum 


TEIL 2 (nur für Abonnenten): 

      Veranstaltungen 
      Ausschreibungen 
      Publikationsmöglichkeiten 
           mit Honorar 
           ohne Honorar 
      Seminare 
      Messekalender 
      Impressum 

~~~~~~~~~ 
Auf unserer Homepage gibt es mittlerweile einen praktischen Service  
für orientierungslose Tempest-LeserInnen: Inhaltsübersichten für ein- 
zelne Tempest-Jahrgänge, nach AutorInnen sortiert. Martin Eberhard  
Kamprad (http://www.ekamprad.de) hat freundlicherweise die aufwendige  
Arbeit übernommen, nach und nach die Verzeichnisse für alle bisherigen  
Jahrgänge zu erstellen.  

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Kleinanzeigen 
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(Die Redaktion behält sich vor, Anzeigen zu kürzen oder Anzeigen, die  
gegen Rechte Dritter, das Urheberrecht oder Jugendschutzbestimmungen  
verstoßen, abzulehnen.) 

Private Anzeigen kosten bis zu fünf Zeilen 1,60 Euro pro Zeile. Jede  
weitere Zeile kostet 1,10 Euro. 

Anzeigen von nicht kommerziellen Literatur-Organisationen etc. sind  
kostenlos (max. 5 Zeilen á 60 Zeichen). 

Anzeigen von kommerziellen Unternehmen des Literaturbetriebes kosten  
bis zu fünf Zeilen 2,60 Euro pro Zeile. Jede weitere Zeile kostet 1,60  
Euro. 

Anzeigenschaltung unter mailto:werbung at team punkt autorenforum punkt de. 

Der Abdruck erfolgt nur gegen Vorkasse (Scheck / bar / Überweisung auf  
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Für Übermittlungsfehler haftet autorenforum.de nicht. 

Aus organisatorischen Gründen liegt der Anzeigenschluss für den Tem- 
pest am 12. jedes Monats. Später eingegangene Anzeigen können wir dann  
erst für die nächste Ausgabe berücksichtigen. 


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INSERATE: 
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                                (mailto:werbung at team punkt autorenforum punkt de) 

TKT-Warm up wendet sich an alle, die im Bereich Handwerk des Schrei- 
bens noch Lücken haben und diese gemeinsam systematisch schließen wol- 
len, bevor sie sich größeren Projekten zuwenden oder keine Zeit für  
größere Projekte haben, aber trotzdem regelmäßig schreiben wollen, um  
in Übung zu bleiben. 

Die Werkstatt findet im Internet statt, Einstieg ist jederzeit mög- 
lich, Infos unter: http://www.textkraft.de/pageID_597248.html 


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SCHREIB-KICK: 
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                              (mailto:redaktion at team punkt autorenforum punkt de) 


Unser Schreib-Kick für den August, diesmal von Ursula Schmid-Spreer: 

Es muss ja nicht immer gleich ein Roman sein. Wie wäre es einmal da- 
mit: Schenken Sie Ihrem Vater, der besten Freundin oder oder ... ein  
Jahr lang wöchentlich einen Brief. Der mag manchmal sehr kurz und  
manchmal länger ausfallen, vielleicht ist es auch mal ein Zeitungsar- 
tikel mit einer kurzen Notiz, ein Familienfoto oder eine Zeichnung Ih- 
rer Kinder. 

Oder machen Sie eine Liste Ihrer wichtigsten Freunde, und nehmen Sie  
sich vor, ihnen einmal monatlich zu schreiben. Egal, ob ein Brief zu- 
rückkommt. Auch hier ist alles möglich - vom langen Brief bis zum Gruß  
-, Hauptsache, Sie schreiben! 

Oder reservieren Sie sich die Sonntagnachmittage generell zum Brie- 
feschreiben. Ob zu Hause oder in einem Cafe oder bei schönem Wetter  
irgendwo draußen. Nehmen Sie den Laptop mit, wenn Sie auf dem Computer  
schneller und leichter schreiben! Lassen Sie die erste und die letzte  
Zeile frei, so dass Sie Anrede und Gruß nach dem Ausdrucken hand- 
schriftlich einsetzen können. 


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ECHOSERVICE: 
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                              (mailto:redaktion at team punkt autorenforum punkt de) 


Für eine neu zu gründenden schreibgruppe suche ich leute, die ernst- 
haft kurzgeschichten und romane jedes genres schreiben. sie müssen  
nicht veröffentlicht sein, sollten aber auf keinen fall blümchenprosa  
produzieren. alter und geschlecht und solche sachen sind egal, je bun- 
ter, desto besser. 

ich stelle mir treffen vor, bei denen eigene texte diskutiert werden,  
langfristig vielleicht workshops und lesungen oder was auch immer den  
teilnehmern einfallen mag. außerdem sollen die treffen in lübeck oder  
zumindest in der nähe dieser schönen stadt abgehalten werden. 

jacqueline ohnhold, mailto:Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! 

++++++++++ 

Ich möchte heute allen Hobby-Autoren meine Website vorstellen. Ich ha- 
be sie ins Leben gerufen, weil ich selbst ein Buch geschrieben habe  
und nur bei Zuschussverlagen untergekommen wäre. Bei großen und klei- 
nen Verlagen war zwar immer Interesse da, aber jedes Mal hieß es, dass  
keine neuen Autoren aufgenommen werden. Bestimmt kennt ihr das.  

Aus dieser Erfahrung heraus entstand die Website Hobby Autoren Web,  
hier können Hobby-Autoren ihre Werke bewerben. Auch zum Verkauf anbie- 
ten ist möglich. Wer schon einen Verlag hat, kann diesen natürlich an- 
geben. Ich bewerbe aber nur Autoren, die bisher maximal zwei Werke  
veröffentlicht haben. 

Jeder, der sein Buch bewerben oder anbieten möchte, schickt mir eine  
Leseprobe und die zu veröffentlichenden Daten. Ich lese mir den Text  
kurz durch, und wenn er nicht gegen geltendes Recht verstößt, trage  
ich das Werk innerhalb von 24 Stunden (in der Regel) ein. Ich achte  
dabei weder auf Qualität noch auf Rechtschreibung oder Grammatik. Zu  
allen Themen - ausgenommen Pornografie - sind Texte willkommen. 

Nicole Kiefer, http://www.hobby-autorengalaxy.net.tf 


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LESERBRIEFE: 
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                              (mailto:redaktion at team punkt autorenforum punkt de) 

Hallo zusammen,  

mit Interesse habe ich den Bericht von Markus Gnad gelesen ["Wie ich  
mir das Romanschreiben zur Gewohnheit machte", Tempest 7-7; die Red.],  
der täglich eine bestimmte Anzahl an Romanseiten schreibt und diese  
Zahl dann monatlich steigert.  

Ich finde das toll, weiß aber nie genau, welchen Stellenwert dann die  
Überarbeitung eines Romans bekommt. Dieses  tägliche Seitenschreiben  
gilt doch nur für die allererste Erstfassung, oder? Und dann fängt bei  
mir die ganze Arbeit so richtig an. Nichts passt zusammen: Figur A ist  
noch nicht richtig ausgearbeitet, und die Handlung passt vorne und  
hinten nicht zusammen. Es gibt unzählige düstere Ecken, die ich erst  
durch neues Schreiben erhellen kann. Häufig verändert sich auch mit- 
tendrin die ganze Richtung meines Buches, so dass ich z. B. die Seiten  
1 bis 30 am liebsten ganz anders machen würde.  

Auf jeden Fall mache ich mir immer viel Arbeit damit, Teile zu verbes- 
sern, anzupassen, die Geschichte und die Figuren neu zu gestalten usw.  
Und eben nicht konsequent damit, eine oder auch fünf neue Seiten pro  
Tag  zu schreiben. Das ist an manchen Tagen sehr zermürbend, und ich  
wünsche mir oft, mein tägliches Schreiben ein wenig zu vereinfachen. 

Vielleicht hat der eine oder andere Tempest-Leser ähnliche Probleme  
wie ich und fühlt sich durch meine kleine Schilderung angesprochen.    

Trotz allem ein schönes Schreiben wünscht 
Gerswid Schöndorf 

++++++++++ 

Wissen schaffen, bis es funkte, 
wohl zu diesem Zwecke tunkte 

in die Tinte eine Feder. 
Uns zur Hilfe schreibt ein jeder 

mit geübter, leichter Hand 
’nen Artikel an die Wand. 

Doch dem PC die Feder wich 
unser Tempest wanket nicht. 

Wir lesen ihn gespannt, voll Glück, 
und geb’m ihn niemals nicht zurück. 

Liebe Grüße, macht nur immer weiter so 
Katharina Kolata 


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AUTORENWISSEN: 
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                              (mailto:redaktion at team punkt autorenforum punkt de) 


                      "Berufsbild: ÜbersetzerIn"  
                       von Ursula Schmid-Spreer 

Die Ausbildung zum Übersetzer baut in der Regel auf der Ausbildung zum  
Fremdsprachenkorrespondenten auf. Nach einem weiteren Semester können  
Sie die Prüfung zum staatlich anerkannten Übersetzer ablegen. In Aus- 
nahmefällen ist es möglich, nach einem Einstufungstest direkt in ein  
Übersetzer-Semester einzusteigen. 

Übersetzer sollten mehrere Sprachen möglichst perfekt beherrschen. Ih- 
re Aufgabe ist, dafür zu sorgen, dass sich Menschen mit unterschiedli- 
chen Muttersprachen miteinander verständigen können. Sie übertragen  
aus der Ausgangssprache in die Zielsprache und umgekehrt. Übersetzer  
übernehmen eine wichtige Rolle in der internationalen Kommunikation.  


          Aufgaben 

Vom Übersetzer wird erwartet, dass er anspruchsvolle schriftliche Tex- 
te in eine andere Sprache überträgt. Übersetzer müssen über ein ausge- 
zeichnetes Ausdrucksvermögen verfügen. Da Übersetzer vorwiegend mit  
technischen, wissenschaftlichen und wirtschaftlichen Texten zu tun ha- 
ben, ist es von Vorteil, auch technische Details der jeweiligen Spra- 
che zu beherrschen. Sie übertragen Betriebsanleitungen, medizinische  
Gutachten, Gerichtsurteile und Verträge, seltener auch literarische  
Werke oder Filmtexte.  

Übersetzer werden in Schreib- und Übersetzungsbüros, in Wirtschaftsun- 
ternehmen, bei internationalen Organisationen und bei Behörden des  
Landes oder des Bundes gebraucht.   


          Die Ausbildung 

Die schulische Ausbildung für den Übersetzer ist landesrechtlich gere- 
gelt. Berufsfachschulen und Fachakademien übernehmen die schulische  
Ausbildung. Die Dauer ist abhängig von der Bildungseinrichtung, von  
der / den Ausbildungssprache(n) und von der Abschlussart. 

Die Ausbildung am Beispiel Bayern: Bei Vollzeitunterricht beträgt die  
schulische Ausbildungsdauer pro Sprache 9 bis 12 Monate, je nach An- 
zahl der gewählten Sprachen insgesamt also ein bis drei Jahre. An den  
Fachakademien in Bayern beträgt die Ausbildungszeit drei  Jahre. Bei  
Teilzeitunterricht dauert die schulische Ausbildung zwei Semester bis  
18 Monate. (Sehen Sie in diesem Verzeichnis für Ihr Bundesland nach:  
http://www.uebersetzer-übersetzer-dolmetscher.de.)  


          Die Prüfung 

Die Prüfung zum Dolmetscher / Übersetzer wird nach den Richtlinien des  
Kultusministeriums abgehalten, ist bundesweit anerkannt und den staat- 
lichen Prüfungen gleichgestellt. Mit dem Abschlussexamen können Sie  
sich an den Gerichten Ihres Bundeslandes als DolmetscherIn / Überset- 
zerIn beeidigen lassen und Mitglied im Bundesverband der Dolmetscher  
und Übersetzer (BDÜ) werden.  

Prüfungsaufgaben: 
- Übersetzen von anspruchsvollen allgemein sprachlichen Texten in die  
Fremdsprache und aus der Fremdsprache  
- Übersetzen von anspruchsvollen Fachtexten in die Fremdsprache und  
aus der Fremdsprache  
- Stegreifübersetzen aus der Fremdsprache  
- Stegreifübersetzen in die Fremdsprache  
- Übersetzungstechnik  
- Diktat  
- Grammatik  
- Konversation / Hörverstehen  
- Handelskorrespondenz  
- BWL- und VWL-Grundlagen  
- Fremdsprachliche Landes- und Wirtschaftskunde  
- Fachterminologie Wirtschaft  
- Präsentationsgrundlagen  
- Schnellschreiben am PC  
- Textverarbeitung (Word)  
- PowerPoint, Excel, Internet etc.  
- computergestütztes Übersetzen  
- zweite Fremdsprache  


          Selbständig oder angestellt? 

Hier einige Zahlen: 34 Prozent sind im Übersetzungsberuf als Freibe- 
rufler tätig, dagegen stehen ca. 64 Prozent im Angestelltenverhältnis.  
Von denen sind wiederum 46 Prozent in der freien Wirtschaft tätig, 13  
Prozent im öffentlichen Dienst und 5 Prozent in Übersetzungsbüros. 

Spezialisierung ist angesagt! Daraus ergibt sich ganz klar eine breite  
Fächerung der Sachgebiete, die dem Übersetzer offen stehen. Er kann  
sich in der Industrie, in großen Wirtschaftsunternehmen, bei Banken,  
Luft- und Schifffahrtsgesellschaften, bei Rundfunk- und Fernsehanstal- 
ten, im Bildungswesen und bei Verlagen sowie bei internationalen Orga- 
nisationen spezialisieren. Es bieten sich die Gebiete Technik, Jura,  
Wirtschaft, Naturwissenschaft, Medizin, Geisteswissenschaften etc. an. 


          Anforderungen 

Unabhängig von der Art der Spezialisierung muss der Übersetzer in je- 
dem Fall in der Lage sein, fachliche Zusammenhänge zu verstehen. Hier- 
bei helfen ihm entsprechende Wörterbücher, Computerprogramme und Fach- 
literatur. Er muss eine sachlich und sprachlich korrekte Übersetzung  
anfertigen können. Gerade bei Buchübersetzungen ist es wichtig, den  
Stil des Autors nicht zu verfälschen. (Hilfe finden Sie hier:  
http://www.dws-translate.de.) 


          (Fremdsprachen-)Schule oder Uni? 

Sie unterscheiden sich durch die Theorieanteile. Grundlagen und Kennt- 
nisse im Fach "Sprach- und Übersetzungswissenschaft" im akademischen  
Präsenzunterricht werden eingehender vermittelt. Ansonsten unterschei- 
den sich die Prüfungsanforderungen in den Kernfächern Übersetzen und  
Dolmetschen im Schwierigkeitsgrad in keiner Weise. Wenn man den Markt  
beobachtet, sind beide Abschlüsse hinsichtlich ihrer Außenwirkung aus- 
sagekräftig genug.  

Man unterscheidet an der Universität zwischen dem achtsemestrigen Prä- 
senzstudium an den wissenschaftlichen Hochschulen oder an einer Hoch- 
schule wie in Köln. Dies ist ein Vollstudium mit zwei Fremdsprachen. 

Interessierte, die eine mehrjährige Berufserfahrung in der freien  
Wirtschaft oder in der Industrie haben, wählen gerne den Weg zum  
"staatlich geprüften Übersetzer" an einer Fachschule (mail- 
to:Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!, http://www.akafremd.de/). 

Das Fernstudium ist eine sehr gute und empfehlenswerte Alternative,  
wenn man neben der Berufstätigkeit studieren möchte und einen akademi- 
schen Grad anstrebt. 

Zur Frage des Abschlusses in einer oder zwei Fremdsprachen: Speziell  
bei Freiberuflern ist die Chance am Markt mit zwei Sprachen wesentlich  
höher. 


          Weiterbildung 
Es ist wichtig, sich nach der rein sprachlichen Ausbildung ständig  
fortzubilden. Hier bietet zum Beispiel das renommierte Zentrum für  
Weiterbildung und Wissenstransfer der Universität Augsburg Kurse an  
(http://www.uni-augsburg.de/weiterbildung/). 

Diejenigen, die noch Zweifel haben oder sich ganz grundsätzlich über  
das Berufsbild und die Licht- und Schattenseiten des Berufs informie- 
ren wollen, können bei der Geschäftsstelle des Ü/D-Verbandes nach- 
schlagen: http://www.bdue-nrw.de/der-bdue/was-ist-der-bdue.htm. Die  
Arbeitsgruppe Transforum (http://www.transforum.de) hat ebenfalls In- 
formationen zum Berufsbild erarbeitet.  

http://www.xlatio.de/: Das Berufsbild und das Memorandum können Sie  
auch bei der Geschäftsstelle des BDÜ bestellen: http://www.bdue.de. 

(Quellen: Internetrecherche, Berufsbilder des Arbeitsamtes, Informati- 
on von Eva Schweikart und der Würzburger Dolmetscherschule:  
http://www.wuerzburger-dolmetscherschule.de) 

                    **~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~** 

Ursula Schmid-Spreer ist Lehrerin für Gesundheitsberufe. Sie schreibt  
gerne Briefe in alle Welt und Kurzgeschichten. In Anthologien und Li- 
teraturzeitschriften sind Stories von ihr publiziert worden. Das Mär- 
chenbuch "Florian Floh" wurde im Thomas-Rüger-Verlag, Nürnberg, veröf- 
fentlicht. Sie fungierte als Herausgeberin der Mystischen Märchen  
(Web-Site-Verlag). 


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SCHREIBKURS: 
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                              (mailto:redaktion at team punkt autorenforum punkt de) 


                "Infodump - wie man einen Text tötet" 
                       von Hans Peter Roentgen 

Es gibt viele Methoden, einen Text gleich am Anfang zu töten, den Le- 
ser dazu zu bringen, das Buch umgehend zuzuklappen, die Seiten in den  
Papierkorb zu werfen. Die beliebteste ist der Infodump. Vor allem Au- 
toren mit wenig Erfahrung lieben ihn. 


          Was ist ein Infodump? 

Ein Infodump ist eine Qualle. Sie treibt einfach im Text, und niemand  
weiß so recht, was sie dort soll. Man begegnet ihr meist auf der zwei- 
ten Hälfte der ersten Seite, sobald man ein wenig in das Wasser - par- 
don: den Text - hineingegangen ist. Ziel und Zweck sind undurchsich- 
tig, und vor allem geschieht nichts, rein gar nichts. Denn ein Info- 
dump erklärt. Und zwar eine ganze Welt. Beliebt ist der Infodump bei  
Fantasy-Autoren, die glauben, ihrem Leser alles über die Welt erläu- 
tern zu müssen. Dass König Kasimir der Verzogene das Königreich vor  
genau 131 Jahren, 5 Monaten und 7 Tagen gegründet hat. Dass es auf Ma- 
gie beruht. Und natürlich auf welcher Magie und wie diese wirkt und  
wie die Zauberergilde organisiert ist und dass nur sie diese Magie  
wirken darf - und spätestens da ist der Leser selig entschlafen. 

Aber nicht nur Fantasy-Autoren füttern die Qualle namens Infodump.  
Auch andere Genres inklusive der Hochliteratur leiden darunter. Da  
wird erzählt, dass die Großmutter aus Sachsen stammte, der Held in  
Frankfurt neun Jahre das Gymnasium besuchte, dieses Gymnasium 1874 von  
Kaiser Wilhelm persönlich gegründet wurde und wann die Mama ihn ent- 
wöhnt hat. Mindestens so spannend wie König Kasimir ... 


          Warum Infodumps tödlich sind 

Dass Infodumps tödlich sind, hat drei Gründe. Zum Ersten weiß der Le- 
ser ja noch gar nicht, wofür er all diese Informationen benötigt. Sie  
sehen aus wie eine langweilige Geschichtsstunde. Wozu sie lesen? Zum  
Zweiten sollte ein Autor nie alles auf einmal verraten, sondern nur so  
viel, dass zwar Spannung aufkommt, der Leser aber nicht alles erfährt.  
Und zum Dritten ist ein Infodump Lexikonwissen ohne jede Handlung.  
Nehmen wir mal ein (kurzes) Bespiel: 

"Es ist ein denkendes Wesen oder das, was von der ursprünglichen Krea- 
tur nach zwei Milliarden Jahre währender Evolution übrig geblieben  
ist: bloß ein Gehirn ohne biologischen Körper. Auch seine technobioti- 
sche Hülle, das Sternenschiff, verfügt über ein Bewusstsein. Beide -  
Wesen und Raumschiff - sind aufeinander angewiesen, sind Symbionten,  
die ohne einander nicht existieren können. Das Wesen ist nicht das  
einzige seiner Art. Seiner Spezies gehören Reisende ohne Heimatplanet  
an, die in ihren Maschinenhüllen einsam durch das Universum streifen." 

Was passiert in diesem Abschnitt? Gar nichts. Muss der Leser das alles  
gleich zu Beginn wissen? Nein. Dass es mehrere Wesen gibt, wird er  
spätestens erfahren, sobald ein weiteres auftaucht. Die Milliarden  
Jahre währende Evolution haben alle Lebewesen (zumindest auf der Erde)  
hinter sich. Und die symbiotische Verbindung kann man schildern, so- 
bald Daten darüber laufen, sobald etwas passiert, mit dem man sie ver- 
deutlichen kann. 


          Informationen und Handlung 

Ein zweites Beispiel:  

"Schon jetzt konnte er spüren, wie sich die Hitze des Morgens aufbau- 
te, Vorbote eines weiteren Tages ohne Regen. Er war jünger als die  
meisten Männer seines Trupps und auch kleiner: gedrungen, muskulös,  
mit kurz geschnittenem braunen Haar. Die Stiele der Werkzeuge, die er  
auf der Schulter trug - eine schwere Bronzehacke und eine Holzschaufel  
- scheuerten an seinem von der Sonne verbrannten Hals. Trotzdem zwang  
er sich, so weit auszuholen, wie es ging. Er kletterte schnell von ei- 
nem sicheren Punkt zum nächsten, und erst als er sich hoch über Mise- 
num befand, an einer Stelle, an der sich der Pfad gabelte, entledigte  
er sich seiner Last und wartete darauf, dass die anderen ihn einhol- 
ten." 

Was ist im zweiten Beispiel anders als im ersten?  
Erstens passiert etwas. Ein Mann klettert einen Berghang hinauf, die  
Werkzeuge scheuern am Hals, er geht schnell. Zweitens erfahren wir  
zwar auch einiges über die Welt und wo wir uns befinden - der Mann  
trägt Werkzeuge, er ist gedrungen und muskulös, vermutlich ein trai- 
nierter Handwerker, und er ist ehrgeizig. Aber die meisten der Infor- 
mationen (ehrgeizig, Handwerker) muss der Leser selbst aus dem Text  
folgern. Und drittens verrät der Autor uns nicht alles. Er erzählt uns  
nichts über die Augenfarbe, nichts darüber, wozu die Werkzeuge dienen,  
nichts darüber, welchen Zweck der Aufstieg hat. 

Womit wir lernen: Einen Infodump kann man durch eine Handlung erset- 
zen: Was tut unser Held? Damit zeigt man dem Leser, wo er sich befin- 
det. Obendrein sollte sich jeder Autor fragen: Welche Informationen  
brauche ich am Anfang? Und welche kann ich später einbauen? Meist er- 
gibt sich das automatisch, wenn der Infodump in Handlung aufgelöst  
wird. Denn jede Handlung benutzt nur Bruchteile der gesamten Welt, die  
der Autor in seinem Buch vor uns erstehen lassen wird. Den Rest krie- 
gen wir Leser später.  


          Wie man Infodumps unschädlich macht 

Wer also einen Roman schreibt oder geschrieben hat, sollte einmal die  
ersten Seiten kritisch lesen. Wo treiben einfach Informationen herum,  
ohne dass sie in Beziehung zu einer Handlung stünden? Das ist meist  
die zweite Hälfte der ersten Seite und die zweite Seite des Manu- 
skripts. Hat man den Infodump gefunden, nehme man eine lange Stange  
(Vorsicht! Quallen und Infodumps brennen auf bloßer Haut!) und stoße  
das Ganze so lange an, bis es in Bewegung kommt. Was sich nicht be- 
wegt, das lässt man weg, sprich: Das wird gestrichen.  

Nein, der Leser muss nicht alles wissen. Natürlich sollte er sich ori- 
entieren können, er muss wissen, wo er ist. Im obigen Beispiel: auf  
einem Hang in einem heißen Land früh am Morgen.  

Aber ein Roman ist kein Lexikon. Ein Roman lebt davon, dass mit jedem  
Abschnitt dem Leser etwas Neues enthüllt wird. Aber nie alles auf ein- 
mal. Ein Striptease, bei dem die Tänzerin alle Hüllen gleichzeitig  
fallen lässt und obendrein still dasteht wie eine Statue, würde auch  
das Blut des verklemmtesten Puritaners nicht in Wallung bringen.  

Ach ja, das zweite Beispiel stammt aus dem Bestseller "Pompeji" von  
Robert Harris. Das erste aus einer der Einsendungen für "Vier Seiten  
für ein Halleluja". Keine Schadenfreude bitte: Jeder Schreiberling hat  
schon mal Infodumps produziert. Das ist nicht weiter schlimm. Schlimm  
ist nur, wenn er sie stehen lässt. 

                    **~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~** 

Hans Peter Roentgen ist einer der Moderatoren der Schreibwerkstatt  
www.Textkrafttraining.de, Mitglied der Phoenix-Schreibgruppe  
(http://www.roentgen-software.de/phoenix/phoenix.html) und schreibt  
Artikel, Rezensionen und Geschichten  
(http://www.textkraft.de/pageID_600054.de.html) sowie Computerprogram- 
me. 


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BUCHBESPRECHUNG: 
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                              (mailto:redaktion at team punkt autorenforum punkt de) 

                          "Erzählen lernen" 
                     besprochen von Gabi Neumayer 

Erzählen lernen: Das ist es, was alle AutorInnen anstreben - ganz  
gleich, wie alt sie sind. Doch wir fassen den Begriff des Erzählens  
oft so eng, dass ein entscheidender Aspekt dabei verloren geht: das  
Erzählen vor Publikum, live, mit vollem Einsatz von Stimme und Körper,  
eventuell auch improvisiert. 

Der Autor und erfahrene Workshopleiter Kurt Wasserfall hat viele Er- 
zählworkshops vor allem mit Kindern und Jugendlichen durchgeführt.  
Dieses Buch ist ein solcher Workshop, nur eben in Buchform. Es gibt  
also Aufgaben, Übungen, Anregungen für Improvisationen, jede Menge  
Fragen und Antworten. All das ist in der Regel für größere Gruppen  
konzipiert, lässt sich oft aber auch allein durchführen. 

Dabei wird Erzählen im umfassenden Sinne verstanden: als kommunikati- 
ves Ereignis zwischen Erzählenden und ZuhörerInnen. Deshalb geht es  
hier zum einen darum, Techniken und Methoden kennen zu lernen (und mit  
viel Spaß einzuüben), mit denen man zum Beispiel den Aufbau eines  
Plots, die Erzeugung von Spannung, Anfang und Ende einer Geschichte  
oder die Erzählperspektive in den Griff bekommt. Zum anderen wird auch  
die körperliche Seite des Erzählens vor Publikum ausgiebig erkundet.  
Was kann man mit der Stimme alles anstellen? Wie lässt Körpersprache  
sich gezielt beim Erzählen einsetzen? Wie packt man die Zuhörer und  
fesselt sie für längere Zeit? Wo und wann kann man wie erzählen? Wel- 
che Mittel helfen beim Improvisieren? 

Jede Menge Anregungen, jahrelang erprobte Übungen, viele Infos und  
Beispiele findet man in diesem Buch. Und das ist keineswegs nur für  
SchreibgruppenleiterInnen und LehrerInnen interessant oder für dieje- 
nigen, die viel vor Publikum sprechen (wollen). Auch AutorInnen, die  
sich aufs Schreiben beschränken möchten, bekommen hier zum Teil er- 
staunliche Anregungen, die es nirgendwo sonst gibt.  

So wird zum Beispiel die Erzählperspektive (die erfahrungsgemäß beson- 
ders vielen AutorInnen Probleme bereitet) frappierend einfach und  
zugleich enorm wirkungsvoll angegangen: Wer die Perspektive einmal  
wirklich körperlich wechselt - zum Beispiel auf einen Stuhl steigt o- 
der sich auf den Rücken legt - und von diesem neuen Standpunkt aus er- 
zählt, begreift sofort, was Perspektivwechsel ist, was er bewirken  
kann und wie sehr die Perspektive das Erzählen bestimmt. 

Dieses Buch geht das Erzählen umfassend an und vermittelt jede Menge  
Möglichkeiten, um das Erzählen in all seinen Facetten zu lernen und zu  
erfahren. Und erfahrenen AutorInnen kann es helfen, eingefahrene  
Schreib- und Erzählgewohnheiten neu zu sehen - wovon sie garantiert  
profitieren werden. 


Kurt Wasserfall: "Erzählen lernen. Ein Workshop zur Entwicklung der  
Sprachkompetenz", 2004, 136 Seiten, 13 Euro, Verlag an der Ruhr 


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INTERVIEW: 
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                              (mailto:redaktion at team punkt autorenforum punkt de) 


           "Der schönste Beruf, den ich mir vorstellen kann" 
                     Interview mit Eva Schweikart 

Eva Schweikart ist Übersetzerin und arbeitet als freiberufliche Lekto- 
rin und Übersetzerin aus dem Niederländischen und Englischen. In den  
mittlerweile rund zehn Jahren in diesem Beruf ist ein (wenn auch  
schmales) Regal an übersetzten bzw. lektorierten Büchern zusammenge- 
kommen, ein buntes Sammelsurium vom Bildband über Gartenkunst und den  
Ratgeber für junge Eltern bis hin zum Psychothriller. Diese Vielfalt  
bzw. Abwechslung macht, neben der Freude am Umgang mit Sprache, den  
Übersetzerberuf für Eva Schweikart so attraktiv. Ihre ganz besondere  
Liebe allerdings gehört der Kinder- und Jugendliteratur. 


Ursula Schmid-Spreer: Welche schulische Ausbildung sollte man haben,  
um Übersetzer zu werden? 

Eva Schweikart: Es gibt universitäre Ausbildungsgänge zum Diplom- 
Übersetzer (in Düsseldorf wird sogar ein Studium "Literarisches Über- 
setzen" angeboten), außerdem eine Vielzahl staatlicher und privater  
Sprachenschulen, die Übersetzerausbildungen anbieten. Ein absolutes  
Muss ist solch eine Ausbildung aber nicht - den Beruf des Übersetzers,  
vor allem des literarischen Übersetzers, üben auch viele "Quereinstei- 
ger" aus.  


USS: Welches sind die gängigsten Sprachen? Welche außergewöhnlichen  
Sprachen sollte man beherrschen, um einen Fuß in die Verlagstüre zu  
bekommen? 

ES: Am gängigsten ist sicherlich Englisch, gefolgt von Französisch,  
Italienisch, Spanisch, den skandinavischen Sprachen, Niederländisch  
und Russisch. Es ist nicht unbedingt notwendig, dass man eine "außer- 
gewöhnliche" Sprache beherrscht - das kann es sogar eher schwierig ma- 
chen, vom Übersetzen zu leben, zumal, wenn man ausschließlich aus ei- 
ner nicht sehr gängigen Sprache arbeitet. Meiner Erfahrung nach ist es  
nicht schlecht, wenn man als Arbeitssprachen eine gängige und dazu ei- 
ne eher "ungewöhnliche" hat. 


USS: Auf welche Sprachen hast du dich spezialisiert? 

ES: Ich übersetze aus dem Niederländischen und aus dem Englischen. 


USS: Was kann alles übersetzt werden? Bücher? Gutachten? Wo bestehen  
die besten Chancen, Aufträge zu bekommen? 

ES: Bücher ja. Gutachten werden oft von Verlagen bei Übersetzern ange- 
fordert, wenn die Lektoren Bücher nicht selbst lesen können (aus Zeit- 
mangel oder weil sie beispielsweise nicht des Ungarischen o. Ä. mäch- 
tig sind). Die Gutachten werden dann aber auf Deutsch geschrieben, da- 
mit der Lektor etwas "davon hat". Manche Literaturübersetzer überset- 
zen neben Büchern auch Zeitschriften- und Zeitungsartikel, Museumska- 
taloge und dergleichen, mitunter auch Fachtexte. 


USS: Mit welchen Texten hast du überwiegend zu tun? 

ES: Mit Belletristik, Sachbuch, Ratgeber, Kinder- und Jugendbuch. 


USS: Du bist freiberuflich tätig. Was hat dazu geführt? Hast du es  
schon einmal bereut? 

ES: Ich habe mich nach fünfzehn Jahren Festanstellung im Verlagswesen  
entschlossen, freiberuflich als Übersetzerin zu arbeiten. Ausschlagge- 
bend war u. a. der Wunsch nach mehr Selbständigkeit. Bereut - nein,  
eigentlich nicht. Es ist nicht einfach, als Freiberuflerin vom litera- 
rischen Übersetzen zu leben, weil diese Tätigkeit ziemlich schlecht  
bezahlt wird, trotzdem ist es der schönste Beruf, den ich mir für mich  
vorstellen kann. 


USS: Wie akquiriert man Aufträge? 

ES: Indem man sich bei Verlagen bewirbt oder sich auf Buchmessen den  
Verlagen vorstellt. Das Angebot an freien Übersetzern ist jedoch groß;  
es kann ein langer Weg werden, bis regelmäßig Aufträge kommen. 


USS: Fehlt dir nicht der Umgang mit Kollegen, wenn du allein vor dem  
PC sitzt und übersetzt? 

ES: Doch, sehr! Einen kleinen Ausgleich schaffen Netzwerke wie die Bü- 
cherfrauen und Mailinglisten, in denen man sich mit Kollegen austau- 
schen kann. 


USS: Wo hast du deine Ausbildung gemacht? 

ES: Ich habe an zwei Heidelberger Sprachenschulen eine Ausbildung zur  
staatlich anerkannten Übersetzerin gemacht. 


USS: Hast du erst einen anderen Beruf erlernt und dann weiter stu- 
diert, oder bist du gleich nach der Schule zum Übersetzerstudium ange- 
treten? 

ES: Gleich nach dem Abitur habe ich eine Ausbildung zur Übersetzerin  
gemacht, dann aber - vor der "ernsthaften" übersetzerischen Berufspra- 
xis - einen langen Umweg, wenn man so will, übers Verlagswesen. 


USS: Was fasziniert dich an Sprachen? 

ES: Das wäre zu viel zum Einzeln-Aufzuzählen - alles irgendwie! Am Ü- 
bersetzen fasziniert mich am meisten der Prozess, der im Idealfall  
letztlich zum "richtigen Ton" führt. 


USS: Du übersetzt ja hauptsächlich Kinderbücher. Ist es nicht sehr  
schwer, den Stil des Autors zu treffen? 

ES: Ja und nein. Es gibt Bücher, die mir liegen, mit deren Inhalt ich  
mich stark identifizieren kann, da ist es dann nicht direkt schwierig,  
den richtigen Stil oder Ton zu finden. Schwieriger ist es, wenn ein  
Buch mich nicht sehr berührt, wenn die Figuren mir erst einmal fremd  
bleiben - die Arbeit ist dann aufwendiger, fordert mehr "Anstrengung"  
beim Einfühlen, denn auch diese Bücher möchte ich natürlich gut über- 
setzen. 


USS: Wie erlebst du die Konkurrenz unter den Übersetzern? 

ES: Sie ist natürlich groß und immer präsent, aber auf der anderen  
Seite erlebe ich immer wieder Positives, etwa, dass mir ein Kollege  
einen Auftrag vermittelt, den er selbst nicht übernehmen kann. 


USS: "Ich weiß nicht, ob ich etwas erreiche, wenn ich etwas tue. Ich  
weiß nur, dass ich nichts erreiche, wenn ich nichts tue." Wie gefällt  
dir dieser Satz? Hat so etwas dazu beigetragen, dass du deinen (gut)  
bezahlten Verlagsjob aufgegeben hast? 

ES: Bezahlt war der Verlagsjob, aber gut nicht. Ansonsten ja: Diesen  
Satz unterschreibe ich jederzeit! 


USS: Bist du in einer Gewerkschaft? 

ES: Ja, bei ver.di. 


USS: Wo bist du versichert?  

ES: Bei der Künstlersozialversicherung. 


USS: Kannst du Fachliteratur empfehlen? 

ES:  
- Übersetzen: Der schiefe Turm von Babel - Geschichten vom Übersetzen,  
Dolmetschen und Verstehen, Ragni M. Gschwend (Hrsg.), Verlag Straele- 
ner Manuskripte 

- Kinderliteratur: Schnellkurs Kinder- und Jugendliteratur. Isa Schi- 
korsky, Du Mont 

- Sprache allgemein: von Wolf Schneider "Deutsch für Profis", "Deutsch  
für Kenner" etc. 
Und noch ein Surftipp: http://euk-straelen.de - das ist die Website  
des Europäischen Übersetzerkollegiums in Straelen am Niederrhein. 


USS: Schreibst du selbst? Welches Genre möchtest du bedienen? 

ES: Nein, ich schreibe nicht selbst. Aber vielleicht kommt der Wunsch  
noch irgendwann auf ... wer weiß das schon? Wenn ich denn selbst Ge- 
schichten schreiben kann oder könnte (was ich bisher noch nicht aus- 
probiert habe), dann würde ich am liebsten Romane für Kinder zwischen  
acht und zehn Jahren schreiben. 


USS: Was würdest du dann unseren Autoren empfehlen? Hast du so etwas  
wie einen Leitsatz? 

ES: In Abwandlung von Camus: "Il faut s’imaginer les auteurs (et les  
traducteurs) heureux!" Man muss sich die Autoren (und Übersetzer) als  
glückliche Menschen vorstellen - denn: Wir haben einen wunderbaren Be- 
ruf, auch wenn er manchmal mühevoll ist. 

USS: Vielen Dank für das Gespräch! 


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FRAGEN SIE HONEYBALL, LEKTOR UND AUTORENFRESSER: 
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                              (mailto:redaktion at team punkt autorenforum punkt de) 

Sehr geehrter Herr Doktor Honeyball, 

schreiben ist einfach, das Geld dafür verdienen ist schwer. Hätte ich  
einen Sponsor, einen Förderer, einen Mäzen, ich finge unverzüglich an,  
das literarische Deutschland aufzumischen. Konjunktiv II, Hoffnungs- 
form des Unwahrscheinlichen eines wenig stilvoll verarmten Adeligen. 

Sie kennen sich doch aus im Literaturzirkus. Wie finde ich jemanden,  
der mich finanziell unterstützt (ohne dass ich heiraten oder meinen  
Körper verkaufen muss)? 

Rudolf Graf von Bodelschwingh 

PS: Ich habe bereits sieben Ehen hinter mir, bin 73. Ihr Rat soll mir,  
bitte, die oben in Parenthesen genannten Alternativen ersparen. 

++++++++++ 

Sehr geehrter Herr Graf von Bodelschwingh, 

ich freue mich, dass Sie mit Mäzenatentum und Sponsoring Möglichkeiten  
ansprechen, die auch dem unbegabteren Autor den Weg in die Literatur- 
szene ermöglichen. 



Leider fehlen Ihnen sowohl die Voraussetzungen, ein erfolgreicher  
Schriftsteller zu werden, als auch die, ein Mäzen zu sein. Graben Sie  
sich ein Loch, legen Sie sich hinein, und fallen Sie Ihrer Familie und  
unserer Gesellschaft bitte nicht länger zur Last (womit Ihrer Bitte  
nach Ersparen der oben in Parenthesen genannten Alternativen nachge- 
kommen wäre). 

Für die Leser des Tempest möchte ich dennoch einiges hinzufügen. Zu- 
nächst: Mit dem Schreiben von Büchern verdient man kein Geld. Alles  
andere sind Propagandabehauptungen der Verlagsindustrie, die händerin- 
gend nach neuen Talenten zum Ausbeuten sucht.  

Durchs Schreiben gar reich gewordene Schriftsteller sind Erfindungen  
der Medien. Stephen King etwa ist ein zwei Meter großer Postbote aus  
Bangor im US-Bundesstaat Maine, der in den kurzen Hosen seiner Dienst- 
uniform äußerst unvorteilhaft aussieht. Mit den Auftritten als der be- 
rühmte Horrorschriftsteller verdient er sich ein kleines Zubrot. Auch  
J. K. Rowling ist selbstverständlich nicht echt (schon mal auspro- 
biert, was der Name "Joanne Kathleen Rowling" ergibt, wenn man die  
Buchstaben nur ein kleines bisschen umstellt? Na?), genauso wenig wie  
ihre fantastischen Verkaufszahlen. Ein Buch, das sich in unserer Zeit  
von Bildmedien und freiwilligem Analphabetentum zig Millionen Mal ver- 
kauft? Ich bitte Sie, wer glaubt denn dieses Märchen? Die Romane indes  
gibt es wirklich, sie werden von Ghostwritern im Akkord herunterge- 
schrieben - eben jenen Talenten, die von der Verlagsindustrie ausge- 
beutet werden. 

Mittels grausiger Studien an lebenden Schriftstellern, wie sie etwa  
die Bundesakademie in Wolfenbüttel unter dem Deckmantel "Literatur- 
werkstatt" veranstaltet, versuchen die Verlage gar, den Ausstoß der  
Ghostwriter noch zu erhöhen. So müssen die gutgläubigen und über den  
Rand ihrer Leistungsfähigkeit getriebenen Autoren Romane innerhalb von  
zwei, drei Tagen herunterschreiben. Ein Beispiel ist der SF-Roman, den  
ein gewisser Andreas Eschbach bei besagter Institution seine Autoren  
kürzlich schreiben ließ - der Name Eschbach steht übrigens auch für  
einen dieser erfolgreichen Schriftsteller, die es tatsächlich gar  
nicht gibt. Wie weit die Verlage mit ihren Betrügereien gehen, belegt  
im Fall Eschbachs nicht nur die Existenz einer umfangreichen Website,  
nein, selbst im Tempest taucht der Name Eschbach auf: als "Experte für  
Science-Fiction". Wohl eher Experte für Tarnen und Täuschen. 

Kürzlich unterhielt ich mich mit einer Autorin, die ernsthaft behaup- 
tete, Andreas Eschbach hätte schon einmal bei ihr übernachtet. Wie  
kommt ein so umfassender Betrug zustande? Ist es Massensuggestion? Er- 
pressung? Oder einfach nur gute, alte Bestechung? Ich würde mich nicht  
wundern, wenn ich die nächsten Tage eine E-Mail erhielte, in der ein  
"Andreas Eschbach" auf seiner Existenz beharrt. 

Ich will die Verlage für diese massive Gaunerei nicht verurteilen,  
schließlich geht es um Geld. Das Erfinden von erfolgreichen Schrift- 
stellern ist heute ein gleichermaßen stilles wie lukratives Geschäft.  
Früher brachten die gelungenen Helden eines Romans ihrem Erfinder Ruhm  
und Ehre und vor allem Mammon ein, jetzt ist es die erdichtete Exis- 
tenz eines Erfolgsschriftstellers, die den Kontoauszug attraktiv  
macht. Die mehrfache Fiktion ist die logische Konsequenz aus einer von  
Unmittelbarkeiten entleerten Zeit. 

Wer nun aber kein Talent besitzt, das ausgebeutet werden könnte, und  
dennoch nicht verhungern will, der muss sich andere Einnahmequellen  
erschließen. Eben Mäzene, Gönner, Sponsoren, Stifter. Wie man dabei im  
Einzelnen vorgehen sollte, davon vielleicht in einem späteren Artikel  
mehr. Gerade so viel: Nur naive Autorinnen und Autoren glauben, die  
Besetzungscouch gäbe es einzig im Filmgeschäft. 

Und nach diesen Plaudereien muss ich jetzt richtig arbeiten, der Auf- 
trag eines großen Verlagshauses mit englischem Doppelnamen wartet: Es  
geht um nichts Geringeres als das Erfinden von Erfolgsschriftstellern.  
Wie klingt Homer T. Holmes, Australiens Krimiautor Nummer 1? 

Herzlichst 
Ihr Honeyball, Lektor und Autorenfresser 

                    **~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~** 

Stephan Waldscheidt, freier Autor. Neu: die Satire "DIE HARTZ-KRIEGER  
- Das finale Rettungsbuch für Deutschland und seine Arbeitslosen". Pa- 
perback, 186 Seiten, 13 Euro. Im Buchhandel oder portofrei bei  
www.gryphon-online.de. ISBN 3-937800-30-1. Mehr auf  
http://www.hartzkrieger.de. 


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UNSERE EXPERTINNEN UND EXPERTEN:      
--------------------------------------------------------------------- 
Bitte schickt den ExpertInnen nur Fragen zu ihrem Expertenthema - kei- 
ne Manuskripte zur Beurteilung. Speziell unsere Expertin für Litera- 
turagenturen nimmt keine neuen AutorInnen an; Anfragen dazu sind daher  
zwecklos. 

Bitte verseht jede Anfrage mit einem aussagekräftigen Betreff. Sonst  
kann es sein, dass die Mail vorsichtshalber sofort gelöscht wird. 


  Drehbuch: Oliver Pautsch 
                              mailto:Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! 
  Fandom: Thomas Kohlschmidt 
                                mailto:Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! 
  Fantasy: Stefanie Bense 
                               mailto:Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! 
  Heftroman: Arndt Ellmer 
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  Historischer Roman: Titus Müller 
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  Kinderbuch: Gabi Neumayer 
                            mailto:Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! 
  Kriminalistik: Nikola Hahn 
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  Lesungen: Rüdiger Heins 
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  Lyrik: Martina Weber 
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  Sachbuch allgemein: Gabi Neumayer 
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  Sachbuch Medizin/Psychologie: Maja Langsdorff 
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  Schreibaus- und fortbildung: Uli Rothfuss 
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  Schreibgruppen: Ute Hacker 
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  Schreibhandwerk: Ute Hacker 
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  Sciencefiction: Andreas Eschbach 
                              mailto:Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! 
  Technische Literatur, CDs, Internet: Reinhard Mermi 
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  Übersetzung: Barbara Slawig  
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  Verlagswesen: Bjørn Jagnow 
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FRAG DEN EXPERTEN FÜR HISTORISCHE ROMANE: 
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   Titus Müller (mailto:Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!) 


Frage: 
1. Ich suche Informationen für einen historischen Roman mit Handlung  
im  Mittelalter (z. B. Leben in der Stadt und auf dem Land,  Lebenser- 
wartung, Herrscher, Weltbild, Länder und ihre Grenzen etc.),  deshalb  
möchte ich gerne von Ihnen wissen, welche Bücher es zum Thema  Mittel- 
alter gibt, die einen ausreichenden Überblick über die Zeit  vermit- 
teln und auch für Laien (ohne Geschichtsstudium) leicht  verständlich  
sind. 

2. Im Zusammenhang mit der oben genannten Frage möchte ich gerne wis- 
sen, wie Sie das "Lexikon des Mittelalters" in 9 Bänden, das im dtv   
Verlag erschienen ist, als Informationsquelle (auch hinsichtlich der   
Lesbarkeit) einschätzen. Im Internet habe ich bisher nur positive   
Meinungen gefunden. 


Antwort: 
zu 1: 
Als Überblickslektüre kann ich Ihnen "Lebensformen im Mittelalter" von  
Arno Borst und "Alltagsleben im Mittelalter" von Otto Borst empfehlen;  
wenn Ihr Roman im Frühmittelalter angesiedelt ist, mag "Die Welt der  
Karolinger" von Pierre Riché nützlich sein.  

Ich will aber offen zu Ihnen sein: Diese Bücher genügen nicht, wenn  
Sie in Ihrem Roman wirklich tief in die beschriebene Zeit eindringen  
möchten. Es gibt für jede Periode spezielle Abhandlungen, die Ihnen  
erst die nötigen Details heranschaffen, die einen Roman so plastisch  
machen. Sie schreiben über jemanden am Hof Friedrichs II.? Dann lesen  
Sie Bücher über Friedrich II. Sie schreiben über einen Waffenschmied  
im mittelalterlichen Prag? Dann lesen Sie Bücher über die Handwerks- 
kunst im entsprechenden Jahrhundert, über Modeerscheinungen bei Waffen  
und Rüstungen, über Prag in der Zeit Ihres Romans - und am allerbesten  
befragen Sie einen heutigen Schmied nach Arbeitsabläufen, die den da- 
maligen ähneln. Graben Sie sich tief in Ihr Thema hinein. Die Leser  
werden es dem Roman anspüren und ihn dafür lieben. 

Das ist Ihnen nicht konkret genug? Kann ich verstehen. Vielleicht  
sollte ich ein Beispiel liefern. Nachfolgend eine Liste der wichtigs- 
ten Bücher, die ich  für meinen Roman "Die Brillenmacherin" gelesen  
habe. Sie sehen, dass Bücher über England im 14. Jahrhundert darunter  
sind, Bücher über den Ritterbund, den ich schildere - Lollarden ge- 
nannt -, und Bücher über das Brillenmacherhandwerk. Ich habe die The- 
men des Romans also von drei Seiten "angegraben". 

Zu England im 14. Jahrhundert: 
- David Nicholas: The Later Medieval City 1300-1500, Harlow 1997 
- Duncan Gray: Nottingham Settlement to City, Nottingham 1953 
- Gordon Mursell: English Spirituality From Earliest Times to 1700,  
London 2001 
- Janet Backhouse: Medieval Rural Life in the Luttrell Psalter, London  
2000 
- E. B. Fryde: Peasants and Landlords in Later Medieval England, Phoe- 
nix Mill 1996 
- Anthony Musson and W. M. Ormrod: The Evolution of English Justice:  
Law, Politics and Society in the Fourteenth Century, London 1999 
- Bryan Bevan: King Richard II, London 1990 

Zu den (Lollarden-)Rittern: 
- K. B. McFarlane: Lancastrian Kings and Lollard Knights, Oxford 1972 
- Peter Coss: The Knight in Medieval England 1000-1400, Phoenix Mill  
1993 
- Margaret Aston, Colin Richmond (Hrsg.): Lollardy and the Gentry in  
the Later Middle Ages, Phoenix Mill 1997 
- Anne Hudson: Selections from English Wycliffite Writings, Cambridge  
1978 
- David Edge, John Miles Paddock: Arms and Armor of the Medieval  
Knight, New York 1988 
- Richard W. Kaeuper, Elspeth Kennedy: The Book of Chivalry of  
Geoffroi de Charny, Philadelphia 1996 
- Anthony Tuck: Richard II and the English Nobility, London 1973 
- Conrad Lindberg (Hrsg.): The Earlier Version of the Wycliffite  
Bible, Uppsala 1973, 1994, 1997 

Zum Brillenmacherhandwerk: 
- Nils Jockel: Ausstellungskatalog "Vor Augen", herausgegeben vom Mu- 
seum für Kunst und Gewerbe, Hamburg 1986 
- Frank Rossi: Die Brille. Eine Geschichte der Sehhilfen, Leipzig 1989 
- Emil Wilde: Geschichte der Optik, Teil I, Wiesbaden 1843 
- E.-H. Schmitz: Handbuch zur Geschichte der Optik, Band  I und Band  
III, Teile A bis C, Bonn 1981 
- Edmund Hoppe: Geschichte der Optik, Wiesbaden 1967 (unveränderter  
Nachdruck von 1926) 
- Inge Keil: Augustanus Opticus. Johann Wiesel (1583-1662) und 200  
Jahre optisches Handwerk in Augsburg, Berlin 2000 
- Rachel Tyson: Medieval Glass Vessels Found in England c. AD 1200- 
1500, Walmgate 2000 

zu 2: 
Das "Lexikon des Mittelalters" lege ich Ihnen wärmstens ans Herz. Es  
bietet verlässliche Informationen. Die Quellenangaben am Ende jedes  
Artikels geben die Möglichkeit zum Weiterforschen, und, weil Sie da- 
nach fragen, gut lesbar ist es auch. Der einzige Nachteil: Naturgemäß  
sind die Artikel kurz gehalten. Betrifft ein Thema Ihren Roman nur am  
Rande, wird das Lexikon des Mittelalters genügen. Für die zentralen  
Themen Ihres Manuskripts sind zusätzliche Bücher aber unabdingbar.  
Dennoch, kaufen Sie es sich, wenn Sie professionell über das Mittelal- 
ter schreiben wollen. Mir hat es viele Wege in die Bibliothek erspart. 

                    **~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~** 

"Ein stimmungsvoller Historienroman! Voller Details, Bilder, Düfte."   
(Bild am Sonntag) "Titus Müller lässt das große Mittelalterdrama Eng- 
lands vor sensibel skizzierter Kulisse spielen. Gut recherchiert!"  
(Deutschlandradio Kultur) - Titus Müller: Die Brillenmacherin, 437  
Seiten, 19,90 Euro 


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FRAG DEN EXPERTEN FÜR DREHBUCH: 
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          Oliver Pautsch (mailto:Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!) 

Frage: 
Können Sie mir einfach verständliche Literatur nennen, die Anleitungen  
zum Verfassen von Drehbüchern gibt? 


Antwort: 
Meine persönliche Empfehlung ist, mit zwei themenübergreifenden Klas- 
sikern der "How-to"-Bücher zu beginnen, die auch noch unterhaltsam ge- 
schrieben sind: 

- "Drehbuchschreiben für Fernsehen und Film" von Syd Field, Peter  
Märthesheimer, Wolfgang Längsfeld,  
http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3471775404 
- "Die Technik des Drehbuchschreibens für Film und Fernsehen" von Eu- 
gene Vale, http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3805820038 

Wenn Sie Ihre Kenntnisse um das Diskutieren und Verkaufen von Stoffen  
vertiefen möchten (und sich gern unterhaltsam und kompetent weiterbil- 
den wollen), sei auch noch dieses Buch empfohlen: 

- "Unternehmen Drehbuch" von Julian Friedmann,  
http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3404940024 

Damit hätten Sie die Grundausrüstung im Schrank, finde ich. 

                    **~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~** 

Oliver Pautsch, Jahrgang 65, sammelte zunächst Erfahrungen als Fahrer,  
Beleuchter, Aufnahmeleiter und Regieassistent im Fernsehgeschäft. Spä- 
ter ein Zwischenspiel an der Uni Düsseldorf, doch er wollte lieber di- 
rekt für die Brange schreiben. Es entstanden Drehbücher für Kurzfilme,  
Serienfolgen und für den sog. "abendfüllenden" Film.  
http://www.drehbuchautoren.de/Autoren/meinautor.php?ID=164 

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FRAG DIE EXPERTIN FÜR FANTASY: 
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             Stefanie Bense (mailto:Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!) 


Frage: 
Gibt es mittlerweile empfehlenswerte Literatur in deutscher Sprache,   
die sich mit dem Verfassen von Fantasy beschäftigt (Aufbau Fantasy- 
welt,  Besonderheiten des Genres, Helden etc.), oder muss man weiter- 
hin auf  englischsprachige zurückgreifen? Können Sie neben den im Tem- 
pest 2-11 und 2-12 genannten Titeln noch weitere empfehlen? 

Wie sieht es aus mit Literatur zum Thema Fabelwesen, Mythen und Sagen,  
die für Fantasyromane verwendet werden können (haben Sie da Favori- 
ten)? 


Antwort: 
Leider hat sich auf dem Markt der deutschen Schreiblehr-Bücher nicht  
viel in Richtung Fantasy getan, so dass ich immer noch nur jene Werke  
empfehlen kann, die ich in meinem alten Artikel aufgeführt habe. 

Dazu aber noch etwas Englisches, was sich gut lesen lässt und einige  
handwerkliche Einsichten vermittelt: 
- David Gerrold: "Worlds of wonder: how to write science fiction &  
fantasy", 2001, 264 Seiten, Writer’s Digest Books, ISBN 1-582-97007-6  
(über amazon zurzeit nur gebraucht erhältlich) 

Woher die Fabelwesen nehmen? Es gibt einige Lexika, die als Reprint  
immer wieder in Buchsonderposten zu finden sind: 
- Wilhelm Vollmer: "Wörterbuch der Mythologie", 2004, 704 Seiten, A- 
rea, ISBN 3-89996-068-8 (ein altes Nachschlagewerk, etwas gewöhnungs- 
bedürftige Schreibweisen, aber für das schnelle Nachschlagen ausrei- 
chend); gibt es inzwischen auch als CD-ROM-Ausgabe für PC und MAC (A- 
SIN: 3898534170), ist aber dreimal so teuer wie die Buchausgabe  
- Gerhard J. Bellinger: "Knaurs Lexikon der Mythologie",  2005, 576  
Seiten, Area,  ISBN 3-89996-270-2 (ebenfalls zum schnellen Nachlesen  
geeignet) 

Neue Werke sind entsprechend teurer: 
- Arthur Cotterell: "Enzyklopädie der Mythologie", Ed. XXL, 1999, ISBN  
3-897363-00-3 (mit vielen Abbildungen, fast schon ein Bildband, gut  
als Überblick für Mythologie einer Kultur) 

Und es gibt jede Menge spezifische Werke zu einzelnen Mythologien, von  
jener aus Mesopotamien bis zu den nordischen. Von Dämonen bis zu En- 
geln. Ehrlich gesagt, ich informiere mich meist zunächst im Internet  
oder in einer Bibliothek. Erst, wenn ich weiß, was ich verwenden will,  
schaue ich mich nach Büchern, CD-ROM etc. um, die ich mir kaufe. 

Eine Ausnahme bildet ein Nachschlagewerk, in dem ich mich regelmäßig  
festlese: 
- Hanns Bächtold-Stäubli (Hrsg.): "Handwörterbuch des Deutschen Aber- 
glaubens", Unveränd. photomechan. Nachdr. d. Ausg. Berlin 1927-1942,  
1987-2000, de Gruyter, ISBN 3-11-0111-94-2 (teuer, auch als Paperback,  
da 10 Bände; ich empfehle, es in einer Bibliothek auszuprobieren; ent- 
hält unglaublich viele skurrile, anregende Artikel über Aberglauben -  
von der Frage, warum man Schuhe mit den Spitzen nach außen vor das  
Bett stellt, bis hin zu Kindesopfern) 

Bildbände liefern ebenfalls gute Anregungen, zum Beispiel die ver- 
schiedenen längst vergriffenen Time-Life-Bände, die aber oft in Stadt- 
büchereien zu finden sind: 
- Tim Appenzeller: "Drachen", 1985 
- Daniel Stashower (Hrsg.): "Fabeltiere", 1985 
- Ellen Phillips (Hrsg.): "Riesen und Ungeheuer", 1986 
(alle drei u. a. aus der Reihe "Verzauberte Welten"; da findet sich  
noch mehr zu Zwergen, Geistern etc.) 

-  Tony Allan; Clifford Bishop; Charles Phillips: "Der Geist des Jagu- 
ars: Südamerika", 1998 
- Marianne Tölle (Leitung): "Im Land des Drachen: China", 1998 
- Marianne Tölle (Leitung): "Triumph des Helden: Griechenland und  
Rom", 1998 
(alle drei u. a. aus der Reihe "Mythen der Menschheit") 

Sagen- und Mythensammlungen existieren zuhauf, da ist eine oft so gut  
wie die andere. Wenn ich mich auf einen Mythenkreis festgelegt habe,  
dann lese ich für eine Roman-Recherche alles, was dazu aus Bibliothe- 
ken erhältlich ist, für Kurzgeschichten-Recherchen wähle ich maximal  
drei aussagekräftige Artikel oder Bücher aus. Von daher habe ich nicht  
wirklich Favoriten. Einen guten Überblick liefert: 
- Pierre Grimal: "Mythen der Völker", 3 Bände, 1977, Fischer Taschen- 
buch-Verlag 

Meine Favoriten, gäbe es denn welche, würden Ihnen vermutlich kaum  
weiterhelfen. Ich bin überzeugt, dass jede/r Schreibende seine eigenen  
Quellen suchen, entdecken und nutzen muss, um zu ihrer oder seiner ur- 
eigenen Thematik und Geschichte zu finden. Eine Story vorzubereiten  
heißt für mich, offen zu sein für Anregungen, egal aus welcher Ecke  
oder aus welchem Medium sie kommen. Eine Dokumentation auf dem Wissen- 
schaftskanal, eine Radiosendung, ein Artikel, ein Telefonanruf, eine  
Bemerkung nebenbei, eine andere Geschichte - alles kann zu meiner Sto- 
ry beitragen, selbst die Ausschlusskriterien einer Wettbewerbsaus- 
schreibung. Sag mir, schreibe nicht über Drachentöter - schwupps, hat  
Stefanie eine Idee zu einer Drachentöter-Story. ;-) 

Nun zum schwierigen Teil: Zum Weltenaufbau, zu Antagonisten und Prota- 
gonisten, Bösewichtern und Helden, zu Magiesystemen und Fremdwesen in  
der Fantasy existiert (noch) keine deutsche Literatur in Buchform.  
Weil ich bereits einige Jahre als Fantasy-Expertin beim Tempest mitar- 
beite, habe ich aber ein "How-to-write-Fantasy" geplant. Wann der ers- 
te Teil dieses Beitrags erscheint, steht jedoch noch nicht fest. 

                    **~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~** 

Stefanie Bense lebt und arbeitet in Hannover, gibt seit 1993 Schreib- 
kurse, veröffentlicht sporadisch und schreibt - was sonst - an ihrem  
ersten Roman. Kontakt: mailto:Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!. 


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FRAG DIE EXPERTIN FÜR KRIMINALISTIK: 
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          Nikola Hahn (mailto:Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!)   


Frage: 
Ich habe einen jungen Polizisten, der zwar nicht mehr in der Ausbil- 
dung, aber doch noch recht neu im Job ist. Er setzt sich mit Beschwer- 
den zum Beispiel über Lärm bei den Nachbarn auseinander und verfolgt  
auch eine Vermisstenanzeige vor Ort. Wie könnte sein Dienstgrad dafür  
sinnvollerweise sein? 


Antwort: 
Da die Polizei (mit Ausnahme BKA und Bundesgrenzschutz) Ländersache  
ist, sind die Ausbildungsgänge und auch Dienstränge der Ausgebildeten  
von Bundesland zu Bundesland verschieden. 

Hessen bildet z. B. nur noch im gehobenen Dienst aus, d. h., jemand,  
der mit der Ausbildung fertig ist, ist auf jeden Fall Kommissar (bei  
der Schutzpolizei, also im Streifenwagen, wäre es: Polizeikommissar,  
bei der Kripo: Kriminalkommissar - allerdings muss hier noch eine Ü- 
bernahme erfolgen, bei der dann auch die Umbenennung von "Polizei-" in  
"Kriminal-" stattfindet). 

Wäre dein junger Polizist also in Hessen tätig, wäre er Polizeikommis- 
sar z. A. (zur Anstellung). Das z. A. trägt er als Zusatz zur Amtsbe- 
zeichnung, bis die Probezeit abgelaufen ist (grundsätzlich 2,5 Jahre).  
Danach fällt das z. A. weg; er wäre angestellt. Lebenszeitbeamter wür- 
de er werden, sobald er das 27. Lebensjahr erreicht (und keine golde- 
nen Löffel geklaut hat). 

                    **~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~** 

Nikola Hahn ist Kriminalhauptkommissarin und Fachlehrerin an der Hes- 
sischen Polizeischule in Wiesbaden; nebenberuflich arbeitet sie als  
Autorin mit dem Schwerpunkt historische Kriminalromane. Informationen  
im Internet: http://www.nikola-hahn.com.  


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FRAG DEN EXPERTEN FÜR HEFTROMANE: 
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             Arndt Ellmer (mailto:Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!) 


Frage: 
Gibt es wirklich nur die im Handbuch für Autoren/innen aufgeführten  
Heftroman-Verlage wie Bastei, Conpart, Cora, Kelter, Pabel Moewig?  
Gibt es hier bei der Einreichung von Manuskripten Besonderheiten, die  
von den üblichen Verfahrens-Regeln (Normseiten, Lektorat usw.)? abwei- 
chen und unbedingt beachtet werden sollten? Gibt es Regeln, deren Ein- 
haltung zwar kein Muss, aber sehr hilfreich sein kann? 


Antwort: 
Conpart ist m. W. ein reiner Comic- und Zeitschriften Verlag. Cora  
gibt Taschenhefte heraus. Die anderen drei Verlage publizieren Heftro- 
mane. 

Bevor Sie ein Manuskript einreichen, sollten Sie sich mit den Redakti- 
onen in Verbindung setzen (per E-Mail z. B.) und abklären, in welchen  
Bereichen / Genres Autoren gesucht sind. Reichen Sie danach ein Exposé  
(1-3 Seiten) und die ersten 20 Seiten Romananfang ein (Format 30 Zei- 
len x 60 Anschläge). 

                    **~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~** 

Jahrgang 1954. Autor seit 1980. Seit 1981 ATLAN-Serie, seit 1983 PERRY  
RHODAN. Über 300 Hefte, 150 für PERRY RHODAN, 20 Taschenbücher, ein  
Dutzend Hardcover, u. a. "Im Netz der Nonggo". CD-ROM über die  
"Blues". Arbeiten für Serien wie "Der Hexer", "Die Ufo-Akten", "Vampi- 
ra", "Dämonenland", Krimis, Frauenromane sowie Hörspiele. Treatment  
für einen Fernseh-Thriller. 


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HALL OF FAME: 
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                              (mailto:redaktion at team punkt autorenforum punkt de) 

Ja, die Lage auf dem Buchmarkt ist schwierig, und manchmal glaubt man,  
man wird es nie schaffen, ein Buch zu veröffentlichen. Aber andere  
schaffen es ja auch! 

Die "Hall of Fame" zeigt die Erfolge von AbonnentInnen des Tempest.  
Wir würden uns freuen, wenn ihr euch davon motivieren und ermutigen  
lasst - dann werden wir euer neues Buch hier bestimmt auch bald einmal  
vorstellen können. 

Melden könnt ihr aktuelle Buchveröffentlichungen nach diesem Schema: 

....... 
AutorIn: "Titel", Verlag Erscheinungsjahr (das muss immer das laufende  
oder das vergangene Jahr sein!), Genre. Zusätzlich könnt ihr in maxi- 
mal 60 Zeichen (nicht Wörtern!) weitere Infos zu eurem Buch unterbrin- 
gen. 
....... 

Ausgeschlossen sind Veröffentlichungen in Anthologien, Bücher im Ei- 
genverlag und BoDs (sofern sie im Eigenverlag erschienen sind) sowie  
Veröffentlichungen in Druckkostenzuschussverlagen. Schickt eure Texte  
unter dem Betreff "Hall of Fame" an mail- 
to:redaktion at team punkt autorenforum punkt de. Wir berücksichtigen ausschließlich  
Meldungen, die nach dem obigen Schema gemacht werden! 

++++++++++ 

Christoph Wenzel: "zeit aus der karte", Rimbaud Verlag 2005, Lyrik.  
http://www.rimbaud.de 

+++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++ 
Veranstaltungen, Ausschreibungen, Publikationsmöglichkeiten, Messen  
und Seminare findet ihr im zweiten Teil des Tempest, der mit getrenn- 
ter Mail kommt! 
+++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++ 

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Einsendeformalien: 
Einsendungen sind zu allen Rubriken von autorenforum.de erwünscht.  
Zurzeit können jedoch noch keine Honorare gezahlt werden. Das Urheber- 
recht verbleibt bei der Autorin bzw. beim Autor.  

Einsendungen bitte im RTF-Format und per E-Mail, und zwar an: mail- 
to:beitrag at team punkt autorenforum punkt de. 

Fragen zu Einsendungen sollten ebenfalls an diese Adresse gerichtet  
werden. Die genauen Richtlinien findet ihr unter der Adresse  
http://autorenforum.de/Tempest/richtlinien.html. 

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                        I M P R E S S U M 
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Herausgeber:  
   Ramona Roth-Berghofer mailto:public.relations at team punkt autorenforum punkt de  
   Gabi Neumayer                mailto:redaktion at team punkt autorenforum punkt de 
   Stefan Schulz                     mailto:webmaster at autorenforum punkt de 
   Thomas Roth-Berghofer  
                    mailto:Thomas.Roth-Berghofer at team punkt autorenforum punkt de 
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ren. Abonnenten sind herzlich aufgefordert, den Newsletter weiter- 
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um, mit der Redaktion Kontakt aufzunehmen.  

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