Ausgabe 9-03 (20. März 2007)

Editorial
Hall of Fame
Schreib-Kick
Lese-Tipp
Autorenwissen
   "Daumen rauf oder Daumen runter:
   Die Programmkonferenz"
   von Oliver Gorus und Jörg Achim Zoll
Schreibkurs
   "Wie schaffe ich es, einen Roman
   fertig zu schreiben? - Teil 1"
   von Ute Hacker (alias Billie Rubin)
Buchbesprechung
   "Raum zum Schreiben"
   besprochen von Gabi Neumayer
Interview mit Heiko Wolz
Verlagsportrait
   "Leporello-Verlag"
Hilkes kleines Horrorleben
   von Hilke Rosenboom
Frag den Experten für Verlagswesen
   (Bjørn Jagnow)
Frag die Expertin für Kriminalistik
   (Nikola Hahn)
Frag den Experten für Heftromane
   (Arndt Ellmer)
Frag die Expertin für Sachbuch
   (Gabi Neumayer)
EDITORIAL:  
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Liebe Autorinnen und Autoren, 

einer unserer gefragtesten Experten, Björn Jagnow, hat seine über 80  
Fragen und Antworten zu den Themen Urheberrecht, Verlagswesen und Ver- 
marktung der letzten sieben Jahre gesammelt und stellt sie euch jetzt  
als kostenloses PDF zur Verfügung. Das Tolle daran: Die Fragen sind  
nun thematisch geordnet, das elektronische Format erlaubt eine schnel- 
le Volltextsuche - und Björn hat außerdem alle Antworten überarbeitet  
und aktualisiert. Ob ihr Infos sucht zu Ausfallhonorar, Book on De- 
mand, Buchpreisbindung, Druckkostenzuschussverlag, Exposé, Honorar,  
ISBN, Leseprobe, Nebenrechte, Plagiat, Titelschutz, Verlagsgründung,  
Zitat oder ... Hier werdet ihr fündig: http://nbn- 
resolving.de/urn:nbn:de:0062-tempest1-9. 

Björn antwortet natürlich weiter, genau wie unsere anderen ExpertIn- 
nen. In diesem Tempest geht es in der Expertenrubrik zum Beispiel dar- 
um, wie ein Polizeiprotokoll aussieht, wie man sich als Heftromanautor  
bewirbt und was ein Plagiat ist und was nicht. 

Diese Ausgabe platzt nahezu vor informativen und spannenden Beiträgen.  
Die Programmkonferenz ist das entscheidende Gremium in einem Verlag,  
und trotzdem weiß kaum ein Autor, eine Autorin etwas darüber. Der Ar- 
tikel von Oliver Gorus und Jörg Achim Zoll klärt auf. Ute Hacker zeigt  
im Schreibkurs, wie man es schafft, einen Roman nicht nur zu beginnen,  
sondern auch zu Ende zu schreiben. Der Autor Heiko Wolz steht im In- 
terview Rede und Antwort. Und Hilke Rosenboom lässt uns an einem neuen  
Kapitel aus ihrem verrückten Leben als erfolgreiche Autorin teilneh- 
men. Dazu kommen noch Verlagsportrait, Buchbesprechung, Schreibkick  
... Ihr wisst schon. 

Der Tipp des Monats März, diesmal von mir (her mit euren Tipps!): 

     http://www.was-verlage-leisten.de: Der Börsenverein  
     des deutschen Buchhandels informiert hier über  
     das Urheberrecht, über das, was Verlage tun, wie Autoren  
     und Verlage zusammenarbeiten und vieles mehr.  
     Ein Verlagslexikon erklärt Begriffe rund ums Verlagswesen,  
     zum Beispiel "Herstellung" und "Barsortiment". 



Ich hatte ja Überraschungsverlosungen unter denjenigen angekündigt,  
die mir (nach Absprache!) Beiträge für den Tempest schicken. Diesmal  
ist das Los auf eine alte Bekannte gefallen: Stefanie Bense, unsere  
Fantasy-Expertin. Ihren zweiteiligen Artikel darüber, wie man eine Fi- 
gur in die Handlung führt, könnt ihr ab Juni im Tempest lesen. Stefa- 
nie hat übrigens eins der beliebten Normseiten-Brettchen aus dem  
Uschtrin Verlag gewonnen. Glückwunsch! Und wer von euch jetzt vor Neid  
platzt: Artikelvorschlag einreichen, absprechen, Beitrag abliefern -  
und sich in unserer Lostrommel häuslich einrichten! 

Ich wünsche euch Wochenend und Sonnenschein, No more rainy days, Good  
day sunshine - und: Write on, write on (wie James Brown so treffend  
sang). 

  Gabi Neumayer 
  Chefredakteurin 

~~~~~~~~~~~ 
Damit wir den Tempest auch in Zukunft weiterführen können, brauchen  
wir eure Hilfe: Wer uns unterstützen möchte, überweise bitte einen  
freiwilligen Jahresbeitrag (15 Euro haben wir als Richtwert gesetzt,  
aber ihr helft uns auch schon mit 5 oder 10 Euro weiter) auf das Konto  
von autorenforum.de: 

Sparda Bank Südwest eG 
BLZ 550 905 00 
Kto. 100 724 515 
Stichwort: "Beitrag 2007" 

Für AuslandsabonnentInnen: Am 1. Juli 2003 wurden die Auslandsüberwei- 
sungsgebühren gesenkt. Aber natürlich könnt ihr uns euren Beitrag auch  
weiterhin per Post schicken (Adresse am Ende des Tempest). 

Wer aus Österreich überweist, braucht außerdem diese Nummern (bitte  
genau so zusammenschreiben!) 
IBAN: DE16 5509 0500 0100 7245 15 
BIC: GENODEF1S01 

~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ 
ISSN 1439-4669   Copyright 2007 autorenforum.de. Copyright- und 
                 Kontaktinformationen am Ende dieser Ausgabe 
~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ 

   INHALT DIESER AUSGABE: 


TEIL 1: 

      Editorial 
      Hall of Fame 
      Schreib-Kick 
      Lese-Tipp 
      Autorenwissen 
         "Daumen rauf oder Daumen runter:  
         Die Programmkonferenz" 
         von Oliver Gorus und Jörg Achim Zoll 
      Schreibkurs 
         "Wie schaffe ich es, einen Roman  
         fertig zu schreiben? - Teil 1" 
         von Ute Hacker (alias Billie Rubin) 
      Buchbesprechung 
         "Raum zum Schreiben" 
         besprochen von Gabi Neumayer 
      Interview mit Heiko Wolz 
      Verlagsportrait 
         "Leporello-Verlag" 
      Hilkes kleines Horrorleben 
         von Hilke Rosenboom 
      Frag den Experten für Verlagswesen 
         (Bjørn Jagnow) 
      Frag die Expertin für Kriminalistik 
         (Nikola Hahn) 
      Frag den Experten für Heftromane 
         (Arndt Ellmer) 
      Frag die Expertin für Sachbuch 
         (Gabi Neumayer) 
      Impressum 


TEIL 2: 

      Veranstaltungen 
      Ausschreibungen 
      Publikationsmöglichkeiten 
           mit Honorar 
           ohne Honorar 
      Seminare 
      Messekalender 
      Impressum 

~~~~~~~~~ 
Auf unserer Homepage gibt es mittlerweile einen praktischen Service  
für orientierungslose Tempest-LeserInnen: Inhaltsübersichten für ein- 
zelne Tempest-Jahrgänge, nach AutorInnen sortiert. Eberhard Kamprad  
(http://www.kamprad-online.de) hat freundlicherweise die aufwendige  
Arbeit übernommen, nach und nach die Verzeichnisse für alle bisherigen  
Jahrgänge zu erstellen.  

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HALL OF FAME: 
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                              (redaktion at team pt autorenforum pt de) 

Ja, die Lage auf dem Buchmarkt ist schwierig, und manchmal glaubt man,  
man wird es nie schaffen, ein Buch zu veröffentlichen. Aber andere  
schaffen es ja auch! 

Die "Hall of Fame" zeigt die Erfolge von AbonnentInnen des Tempest.  
Wir würden uns freuen, wenn ihr euch davon motivieren und ermutigen  
lasst - dann werden wir euer neues Buch hier bestimmt auch bald einmal  
vorstellen können. 

Melden könnt ihr aktuelle Buchveröffentlichungen nach diesem Schema: 

....... 
AutorIn: "Titel", Verlag Erscheinungsjahr (das muss immer das laufende  
oder das vergangene Jahr sein!), Genre. Zusätzlich könnt ihr in maxi- 
mal 60 Zeichen (nicht Wörtern!) weitere Infos zu eurem Buch unterbrin- 
gen. 
....... 

Ausgeschlossen sind Veröffentlichungen in Anthologien, Bücher im Ei- 
genverlag und BoDs (sofern sie im Eigenverlag erschienen sind) sowie  
Veröffentlichungen in Druckkostenzuschussverlagen. Schickt eure Texte  
unter dem Betreff "Hall of Fame" an mail- 
to:redaktion at team pt autorenforum pt de. Wir berücksichtigen ausschließlich  
Meldungen, die nach dem obigen Schema gemacht werden! 
~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ 

Sebastian Corda: "Der Zauber der Stunde", Moments 2006,  fantastischer  
Liebesroman. Was würdest du tun, wenn du eine 25. Stunde hättest?  


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SCHREIB-KICK: 
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                              (redaktion at team pt autorenforum pt de) 


Unser Schreib-Kick für den März, diesmal von Ursula Schmid-Spreer: 

Betrachten Sie eine Person - zum Beispiel Macho, Spießer, Yuppie, Po- 
litiker, autoritäres Familienoberhaupt, Skinhead, kleines Kind - ein- 
mal nicht von außen, sondern von innen. Sie können auch berühmten Fi- 
guren aus Gegenwart und Vergangenheit etwas in den Mund legen.  


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LESE-TIPP: 
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                              (redaktion at team pt autorenforum pt de) 

Ein Tipp von Andreas W. Moser: 

http://www.kloy.de/index.htm: Der Betreiber dieser Site, Klaus-Dieter  
Regenbrecht, geht unter dem Titel "Karriereplanung für Autorinnen und  
Autoren" sehr detailliert auf ein heikles Gebiet ein. Man merkt es den  
Zeichen an, Regenbrecht meint es ehrlich, kennt die Materie und das  
Thema aus eigenen Erfahrungen und möchte hinweisen. Ohne den Finger zu  
heben. Nur beim Thema "Druckkostenzuschuss-Verlag" wird er energischer  
... 

Sehr empfehlenswert für alle, die mit Schreiben Geld verdienen wollen. 


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AUTORENWISSEN: 
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                              (redaktion at team pt autorenforum pt de) 


        "Daumen rauf oder Daumen runter: Die Programmkonferenz" 
                 von Oliver Gorus und Jörg Achim Zoll 

Der Lektor ist zwar Ihr Ansprechpartner im Verlag und der Produktmana- 
ger für Ihr künftiges Buch, er entscheidet aber keineswegs allein dar- 
über, ob Ihnen ein Vertrag angeboten wird oder nicht. Das ist vielmehr  
Aufgabe der so genannten Programmkonferenz, die in allen Verlagen re- 
gelmäßig stattfindet. Dieses Entscheidungsgremium über das künftige  
Buchprogramm tritt normalerweise mindestens einmal im Monat, bei vie- 
len Verlagen wöchentlich zusammen und besteht in der Regel aus Vertre- 
tern des Lektorats, der Geschäftsleitung sowie von Vertrieb, Marke- 
ting, Presseabteilung und Herstellung. Jeder Teilnehmer hat eine ganz  
eigene Sicht auf Buchvorschläge, die eben seiner Rolle im Geschäfts- 
prozess des Unternehmens entspricht, und möchte Argumente hören, die  
aus dieser Perspektive für das Buch sprechen. Wenn Sie solche Argumen- 
te bereits in Ihrem Exposé mitliefern, haben Sie deshalb den meisten  
anderen Autoren etwas voraus. 


          Die Herstellung 

Der Hersteller möchte wissen, welchen Umfang der Lektor mit dem Buch  
anstrebt und ob er Hardcover oder Softcover kalkulieren soll. Stan- 
dardsatz oder Speziallayout? Wie viele Abbildungen? Der Lektor muss  
die Informationen parat haben. Der Vertriebsleiter fragt ihn, wo genau  
im Buchhandel das Buch zu platzieren wäre - davon hängt ab, welche  
Einkäufer der Buchhandlungen vom Vertriebsteam besucht werden müssen.  
Die Pressefrau möchte vor allem eine Story und der Marketingleiter  
beißt sich an einer unscharfen Zielgruppendefinition fest. Und wenn  
der Verlagsleiter fragt, bei welcher Verkaufsauflage denn der Break- 
even zu erwarten wäre, könnte dem Lektor so langsam der Kopf schwirren  
- aber er ist ja gut vorbereitet, dank Ihres hervorragenden Exposés. 


          Das Lektorat 

Der Lektor ist der natürliche Verbündete des Autors im Verlag. Je bes- 
ser Ihr Exposé, desto besser unterstützen Sie ihn bei seinen Bemühun- 
gen, dem Verlag das Buchprojekt mundgerecht zu servieren. Haben Sie  
den Lektor für Ihr Vorhaben gewonnen, dann ist es dessen Aufgabe, das  
Projekt in der Programmkonferenz vorzustellen. Die Ja-Stimme Ihres  
Lektors steht in dem Gremium also bereits fest - jetzt muss er die Ge- 
schäftsleitung und seine Kollegen überzeugen, was angesichts der wohl  
in jedem Unternehmen üblichen großen und kleinen Grabenkämpfe zwischen  
den Abteilungen durchaus seine Tücken haben kann.  

Bei manchen Verlagen bekommen Sie vom Lektorat zusätzlich einen Auto- 
renfragebogen. Diesen sollten Sie ebenso sorgfältig und nach denselben  
Kriterien ausfüllen, wie Sie auch Ihr Exposé erstellt haben, selbst  
wenn sich die Antworten auf einige Fragen mit den Aussagen des Exposés  
überschneiden. Denn solche Fragebögen dienen dazu, die Entscheidung  
der Programmkonferenz wie gewohnt und einheitlich vorzubereiten und  
sollen sicherstellen, dass kein entscheidungsrelevanter Aspekt verges- 
sen wird.  

Zu jedem Projektvorschlag gehört auch eine kaufmännische Kalkulation.  
Der Lektor (oder ein Mitarbeiter der Herstellungsabteilung im Auftrag  
des Lektors) rechnet verschiedene Varianten durch, wie viele Bücher  
verkauft werden müssen, um die Gewinnzone zu erreichen. Die wesentli- 
chen Variablen dieser Kalkulation sind die Produktionskosten pro  
Stück, die umso niedriger sind, je dünner das Buch und je höher die  
Druckauflage ist, sowie der Ladenpreis, für den ein erfahrener Lektor  
die marktkonformen Spielräume kennt.  

Während die Kalkulation eine interne Angelegenheit des Verlags ist, zu  
deren Wirtschaftlichkeit Sie als Autor nur dadurch beitragen können,  
dass Sie den Buchumfang genregerecht und nicht zu umfangreich anlegen,  
bezieht der Lektor die Informationen für den formalisierten Projekt- 
vorschlag weit gehend aus Ihrem Exposé. Sie können dem Lektor die Auf- 
gabe, seine Kollegen mit Informationen zu versorgen, erheblich er- 
leichtern, wenn Sie ihm das Exposé in elektronischer Form, als Micro- 
soft-Word-Datei, schicken. So lassen sich ganze Passagen leicht mit- 
tels "kopieren und einfügen" in das Formular für die Programmkonferenz  
übernehmen.  

Aber kann denn ein Lektor die vermarktungsrelevanten Aspekte des Buch- 
projekts nicht viel besser recherchieren und bewerten als Sie? Ja, das  
schon, in den meisten Fällen jedenfalls. Lektoren haben jedoch wegen  
der vielfältigen Anforderungen des Berufs nun einmal wenig Zeit, und  
genaue Recherchen zur Relevanz des Themas, zur Zielgruppe und zur Kon- 
kurrenz auf den Buchmarkt kosten unter Umständen Stunden. Hat er die  
Wahl zwischen verschiedenen Buchangeboten - und das hat er im Prinzip  
immer -, könnte es durchaus sein, dass er sich im Zweifelsfall für das  
besser vorbereitete Projekt entscheidet, weil ihn das weniger Zeit  
kostet. Daran sollte Ihr Buchprojekt nicht scheitern ... 

Mit einem aussagekräftigen Exposé wappnen Sie Ihren Lektor mit guten  
Argumenten gegen die Einwände aller Teilnehmer der Programmkonferenz.  
Und Einwände wird es immer geben - schon allein wegen der unvermeidli- 
chen Gruppendynamik des Konferenzraums. Es ist eben auch typisch für  
solche Runden, dass jeder seine Wichtigkeit mit mehr oder weniger klu- 
gen Bemerkungen unter Beweis stellen will. Wobei der Lektor noch Glück  
hat, wenn alle Teilnehmer seinen Projektvorschlag auch gelesen haben,  
statt zwischen Büro und Konferenzraum nur einmal kurz draufzuschauen.  


          Der Vertrieb 

Bisweilen hoch her geht es in Programmkonferenzen zwischen Lektorat  
und Vertrieb, was daran liegt, dass hier sehr unterschiedliche Sichten  
aufeinander treffen. Bei aller Orientierung am Markt sieht der Lektor  
das Projekt in der Regel noch eher vom Inhalt her und ist damit am  
nächsten an Ihrer Perspektive als Autor. Die Vertriebsmannschaft will  
dagegen nichts als schlagende Verkaufsargumente hören, denn beim Buch- 
händler haben die Vertreter nur wenige Sekunden Zeit, ein Buch vorzu- 
stellen. Dann entscheidet sich, ob ein Titel bestellt wird oder nicht,  
und wenn ja, in welcher Stückzahl. Die Vertriebsleute denken also sehr  
ähnlich wie die Buchhändler, denn das sind diejenigen, die sie täglich  
überzeugen müssen. Und Buchhändler haben weder das Fachwissen noch die  
Erwartungen der eigentlichen Zielgruppe Ihres Buchs, sollen das Buch  
aber trotzdem verkaufen.  

Wichtig ist deshalb, dass Sie in Ihrem Exposé auch allgemein verständ- 
liche Verkaufsargumente liefern, die nicht nur einem Fachpublikum oder  
den an Ihrem Thema besonders Interessierten einleuchten, sondern auch  
den Buchhändlern. Diese haben von den allermeisten Themen naturgemäß  
nur ein bisschen Ahnung und wechseln in Großstadtbuchhandlungen auch  
häufiger mal die Abteilung - gestern noch Computer, heute Geschichte.  
Wenn Ihr Buch aber beispielsweise das erste Buch zu einem bestimmten  
Thema ist, dann versteht dieses Verkaufsargument jeder Buchhändler,  
auch wenn er vom Thema selbst vorher noch nie gehört hat.  

Als eine Art Stimme des Buchhandels haben die Vertriebsleute in den  
meisten Programmkonferenzen großen Einfluss. Legt der Vertrieb sein  
Veto ein, weil er keine ausreichenden Absatzchancen sieht oder das  
Buch dem Handel gegenüber für schwer vermittelbar hält, dann ist das  
Projekt in der Regel gestorben. Und in den wenigen Fällen, wo die Ge- 
schäftsleitung den Einspruch des Vertriebs überstimmt, zeigt sich  
nicht selten, dass eine Vertriebsmannschaft, die an einen Titel nicht  
glaubt, diesen auch nicht verkaufen kann. Deshalb: Unterhalten Sie  
sich einmal mit Buchhändlern über Ihr Thema und Ihr Vorhaben. Finden  
Sie heraus, worauf Buchhändler achten, und berücksichtigen Sie diese  
Sichtweise, wenn Sie Ihr Exposé schreiben.  


          Das Marketing 

Nicht ganz so einflussreich in der Runde der Programmmacher ist das  
Marketing, dessen Aufgabe es vor allem ist, Ihrem Buch eine anspre- 
chende Verpackung zu verpassen, es in Katalogen und im Internet ins  
rechte Licht zu rücken und natürlich die Werbetrommel dafür zu rühren.  
Weil in der Buchbranche PR die beste Werbung ist - Anzeigen dienen vor  
allem der Kontaktpflege zu den entsprechenden Medien, sind also letzt- 
lich auch PR -, haben die meisten Verlage eine eigene Presseabteilung  
oder zumindest einen PR-Manager. Die Presseleute werden Ihren Buchvor- 
schlag durch die Brille der Journalisten betrachten und sich fragen,  
ob sich aus dem Buch eine spannende Story destillieren lässt und wie  
gut sich der Autor vermarkten lässt. Wenn der Verlag eine Pressemit- 
teilung an die Redaktionen verschickt, dann kann das keine Inhaltsan- 
gabe des Buchs sein, sondern muss eine eigenständige Geschichte abge- 
ben.  

Denken Sie beim Exposé also auch an Dinge, die Journalisten interes- 
sieren könnten. Welche Story rankt sich um Ihr Buch oder um Sie als  
Autor? Beim Fachbuch kann die Erfolgsgeschichte Ihres Unternehmens o- 
der die Innovationskraft Ihres Beratungsansatzes eine solche Story  
sein. Beim Ratgeber ist es oft die Situation der Betroffenen. Am ein- 
fachsten ist es in der Regel beim Sachbuch, da Sachbuchthemen ohnehin  
die Interessen eines breiten Publikums ansprechen.  


          Die Geschäftsleitung 

Die übrigen Teilnehmer der Programmkonferenz, die Vertreter der Her- 
stellung und die Mitglieder der Geschäftsleitung, können Sie im Exposé  
kaum besonders berücksichtigen. Die Herstellung wird ohnehin selten  
Einspruch erheben. Das geplante Buch könnte zwar zu umfangreich sein,  
doch dann bekommt der Lektor schon vorher Schwierigkeiten bei der Kal- 
kulation. Bedenken könnte die Herstellung haben, wenn Sie sehr viele  
Abbildungen planen, an denen Sie selbst nicht die Rechte besitzen.  
Geht beispielsweise aus Ihrem Exposé für ein historisches Sachbuch  
hervor, dass dieses 100 Illustrationen enthalten soll, und muss der  
Verlag die Rechte an allen diese Abbildungen sowie die druckfähigen  
Dateien dazu bei Bildagenturen wie AKG oder Ullsteinbild einkaufen, so  
kann das je nach Auflagenhöhe und Größe der Abbildungen Kosten im  
fünfstelligen Eurobereich bedeuten und die Wirtschaftlichkeit Ihres  
Projekts infrage stellen.  

Die kaufmännische Seite interessiert in der Programmkonferenz ganz be- 
sonders die Vertreter der Geschäftsleitung. Sie bilden sich anhand der  
vom Lektor gegebenen Informationen einen Gesamteindruck hinsichtlich  
der Erfolgsaussichten Ihres Projekts. Bei kleineren Verlagen hat meist  
der Verlagsleiter das letzte Wort, ob ein Projekt den Zuschlag be- 
kommt. Ist der Verlag Teil eines Medienkonzerns, muss häufig auch des- 
sen (mittleres) Management sein Plazet geben. In Zeiten schwacher Han- 
delsumsätze und knapper Kapitalrenditen bei den Verlagen ist es eher  
die Regel als die Ausnahme, dass Buchprojekte, deren Wirtschaftlich- 
keit risikobehaftet scheint, eher ins Kröpfchen kommen als ins Töpf- 
chen, egal wie interessant und wichtig das Thema doch wäre. Die Mana- 
ger sind dabei in der Programmkonferenz oft die Statthalter der Bilan- 
zen, nicht der Leser. Wie sagte doch Franz Beckenbauer? "So läuft's  
Business!"  

In Einzelfällen können Vertreter der Geschäftsleitung auch schon ein- 
mal zu einsamen Entscheidungen neigen. So haben wir erlebt, dass der  
Geschäftsführer eines nicht unbedeutenden Verlags ein Buchprojekt ge- 
kippt hat, weil ihm der Arbeitstitel zu reißerisch war, und ein ande- 
res, weil der Arbeitstitel einen Begriff enthielt, den er als negativ  
besetzt empfand. Für einen Autor sind derartig willkürliche Entschei- 
dungen zwar bitter, aber solche Phänomene gibt es nun einmal in jedem  
Unternehmen. Sie können sich in Ihrem Exposé unmöglich gegen alle mög- 
lichen Einwände absichern, schon weil Ihre Phantasie gar nicht ausrei- 
chen wird, um sich auszumalen, was die Mitglieder der Programmkonfe- 
renz alles an Haaren in der Suppe finden können. Wenn Brancheninsider,  
die die Vorlieben und Abneigungen der Verlagsleute kennen, an Ihrem  
Exposé mitgewirkt oder es zumindest gegengelesen haben, dann sind Sie  
schon sehr weit auf der sicheren Seite.  

                    **~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~** 

Oliver Gorus und Jörg Achim Zoll betreiben die Agentur Gorus 
(http://www.gorus.de), die Sachbuchautoren beim Publizieren unter- 
stützt. Der Beitrag ist ein Auszug aus ihrem Buch "Erfolgreich als  
Sachbuchautor", 333 Seiten, Euro 29,90, ISBN 978-3-89749-632-3,  
http://www.amazon.de/gp/product/3897496321?ie=UTF8&tag=agengorulites- 
21&linkCode=as2&camp=1638&creative=6742&creativeASIN=3897496321 


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SCHREIBKURS: 
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                              (redaktion at team pt autorenforum pt de) 


   "Wie schaffe ich es, einen Roman fertig zu schreiben? - Teil 1" 
                 von Ute Hacker (alias Billie Rubin) 


Die schlechte Nachricht gleich vorneweg: Es gibt kein Patentrezept.  
Aber: Es gibt durchaus Möglichkeiten, Schritt für Schritt von der Idee  
zum fertigen Romanmanuskript zu kommen. 

Grundsätzlich steht am Anfang die Frage: Warum schreibe ich? Nehmen  
Sie sich ein paar Minuten / Stunden / Tage Zeit, gehen Sie in sich,  
und fragen Sie sich: Wie wichtig ist mir das Schreiben? 

Lautet Ihre Antwort: weil es mir Spaß macht, dann sollten Sie das  
Schreiben als schönes, wenn auch zeitaufwendiges Hobby betreiben.  
Schreiben Sie aber, weil es für Sie dazu gehört wie Essen, Trinken o- 
der Schlafen, dann sollten Sie sich ernsthaft mit dem Thema beschäfti- 
gen. Finden Sie heraus, wie intensiv Sie schreiben wollen, wie viel  
Raum das Schreiben in Ihrem Leben einnehmen soll. 

Treffen Sie eine bewusste Entscheidung, was Sie mit dem Schreiben er- 
reichen wollen. 


          Voraussetzungen für den Erfolg beim Schreiben 

Disziplin 
......... 
Eine Grundvoraussetzung für erfolgreiches Schreiben ist Disziplin. Das  
Zitat wird einigen Autoren zugeschrieben, aber wer immer es gesagt hat  
und in welcher Zahlenkombination - sie / er hatte Recht: Schreiben be- 
steht zu 20 % aus Inspiration und zu 80 % aus Transpiration. 

Lassen Sie mich zunächst auf die äußeren Umstände eingehen, die je- 
de(r) AutorIn/SchriftstellerIn kennt - sofern sie / er nicht auf einer  
einsamen Insel lebt: Das Umfeld wie die Familie, der Brotberuf, igno- 
rante Freunde etc. 

Es ist natürlich sehr bequem, das eigene Versagen auf andere zu schie- 
ben. Etwa: Ich habe keinen eigenen PC und kann deshalb nicht schrei- 
ben. Oder: Mein Mann glaubt nicht an mich, warum sollte ich also  
schreiben? 

Wollen Sie einen Roman schreiben? Wollen Sie wirklich? Ja? Dann kaufen  
Sie sich einen eigenen PC, dann zeigen Sie Ihrem Mann, dass er Sie  
nicht kennt. 

Beliebt ist auch: Ich habe keinen Platz, an den ich mich zurückziehen  
kann. Suchen Sie sich eine Nische. Das ist sowohl räumlich als auch  
zeitlich gemeint. Noch in der kleinsten Wohnung gibt es Plätzchen nur  
für Sie, und wenn es der Küchentisch ist. 

Sagen Sie Ihrer Familie: Ich werde jeden Abend von halb sieben bis  
halb acht schreiben, und ich möchte nicht dabei gestört werden. Wenn  
Sie es bestimmt genug sagen, wird man Ihnen glauben. Sicher wird es zu  
Beginn immer mal wieder Störungen geben; wenn Sie jedoch freundlich,  
aber bestimmt auf die Vereinbarung hinweisen, wird man Sie mit der  
Zeit in Ruhe lassen. 


Egoismus 
........ 
Werden Sie egoistisch. Sie haben ein Recht, zu schreiben. Natürlich  
muss man in einer Familie Kompromisse schließen; aber Kompromiss heißt  
ja, dass beide Seiten nachgeben. Dafür, dass Ihre Familie Ihnen jeden  
Abend eine Stunde zum Schreiben frei hält, geben Sie ihr etwas, was  
sie gerne von Ihnen möchte. 

James N. Frey meint sogar: Wenn Ihr Mann dagegen ist, dass Sie schrei- 
ben, trennen Sie sich von Ihrem Mann. Hart, aber im Prinzip richtig.  
Sie wollen schreiben und damit Erfolg haben? Dann räumen Sie Hinder- 
nisse aus dem Weg. 

Stehen Sie zu Ihrer Entscheidung. Beziehen Sie Ihre Familie mit ein.  
Vielleicht wird man Sie am Anfang nicht ganz ernst nehmen, aber wenn  
Sie durchhalten, wird man Ihnen den nötigen Respekt zollen und Sie un- 
terstützen. 

Erkennen Sie Ausreden auch als solche. Was ist Ihnen wichtiger: die  
Bügelwäsche oder Ihr Roman? Die Wäsche? Okay, dann wollen Sie offen- 
sichtlich keine Autorin werden. 


Regelmäßigkeit 
.............. 
Schreiben Sie regelmäßig. Sie haben einen Fulltime-Job und eine vier- 
köpfige Familie und keine Chance, jeden Tag zu schreiben? Kein Prob- 
lem. Dann schreiben Sie am Wochenende, und sei es nur jeden Sonntag- 
morgen eine halbe Stunde. Wichtig ist nicht, wie viel Sie schreiben,  
wichtig ist nur, dass Sie schreiben. Wichtig ist auch, dass Sie regel- 
mäßig schreiben. Natürlich kann immer mal etwas dazwischen kommen, a- 
ber gewöhnen Sie sich an regelmäßige, immer wiederkehrende Zeiten. 


Wissen 
...... 
Schreiben ist Handwerk, und nur wer sein Handwerk beherrscht und sich  
permanent weiterbildet, wird am Ende Erfolg haben. Zu diesem Handwerk  
gehört das Beherrschen der Sprache, inklusive Grammatik. Zu diesem  
Handwerk gehört aber auch das Beachten bestimmter Regeln, z. B. bei  
Ausschreibungen. Wenn bestimmte Vorgaben gefordert sind, sollte man  
diese auch einhalten. Und natürlich: üben, üben, üben. Übung macht be- 
kanntlich den Meister! 


          Schritt für Schritt zum Roman 

Doch nun zum Romanmanuskript. Sie haben bereits Erfahrung im Bereich  
Kurzgeschichte, das ist auch alles kein Problem; aber sobald es an ein  
längeres Projekt geht, bleiben Sie an einer bestimmten Stelle stecken  
und kommen einfach nicht weiter. 

Sie haben sich ein schönes Umfeld geschaffen, haben den Platz und auch  
das Zeitfenster, das Ihnen das Schreiben gestattet. Und dennoch schaf- 
fen Sie es nicht, mehr als zehn Seiten zu produzieren. Immer wieder  
bleiben Sie hängen und zweifeln an sich, der Romanidee, dem Schreiben  
an sich. 

Dazu ein kurzer Exkurs zum Thema Autorentyp. Es gibt zwei Extreme: 

Manche AutorInnen schreiben frisch von der Leber weg und entwickeln  
während des Schreibens die Geschichte. 

Andere AutorInnen erarbeiten ein sehr gründliches Konzept, das bereits  
so ausgearbeitet ist, dass sie den Roman dann "nur noch" schreiben  
müssen. 

Dazwischen gibt es alle möglichen Variationen. 

Viele Anfänger sitzen dem Irrtum auf, dass das Erstellen des Konzepts  
gar kein richtiges Schreiben sei. Würden Sie allen Ernstes behaupten,  
dass bei einem Maler das Skizzieren eines Bildes nicht zum Malen ge- 
hört? Ist nicht gerade das der schöpferische Akt schlechthin? Das Aus- 
probieren, das Austaxieren, welche Variante besser funktioniert, wel- 
che Lösung der eigenen Vorstellung am nächsten kommt? Warum also nicht  
auch das Konzept? 

Sie erinnern sich: Schreiben ist Handwerk. Ob Sie das Konzept nun sei- 
tenlang in den PC tippen oder im Kopf mit sich herumtragen, ist einer- 
lei. Wichtig ist, dass Sie ein Konzept haben. Nur wer weiß, womit er  
sich befassen will, weiß auch, was er schreiben muss. 

Ein letzter wichtiger Punkt, bevor es an die konkrete Planung geht:  
die Belohnung. Setzen Sie sich realistische Ziele, die Sie erreichen  
können. Arbeiten Sie nicht auf den Nobelpreis hin, sondern auf eine  
abgeschlossene Geschichte. Haben Sie diesen Schritt erreicht, belohnen  
Sie sich. Versprechen Sie sich bereits bei Zielfestlegung etwas, was  
Sie gerne haben möchten, sich aber "einfach so" nicht leisten würden.  
Die Belohnung gibt es aber natürlich nur, wenn Sie Ihr Ziel erreicht  
haben! 

[Im zweiten Teil dieses Artikels im nächsten Tempest geht es weiter  
mit einem konkreten Schreibbeispiel und Tipps und Tricks für den Fall,  
dass irgendwann nichts mehr geht.] 

                    **~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~** 

Ute Hacker schreibt für Kinder und Erwachsene. Soeben erschien der  
vierte Britta-Band (als Luisa Hartmann), im Mai folgt ein zweisprachi- 
ger Krimi für Erwachsene (als Billie Rubin), beide Langenscheidt. Mehr  
Informationen auf http://www.utehacker.de. 


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BUCHBESPRECHUNG: 
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                              (redaktion at team pt autorenforum pt de) 


                         "Raum zum Schreiben" 
                     besprochen von Gabi Neumayer 

Inspirierende, motivierende, befreiende und zugleich in die Tiefe der  
Schriftstellerseele gehende Schreibbücher gibt es nicht gerade wie  
Sand am Meer. Dies hier ist eins davon. Bonni Goldberg hat 200 Übungen  
(oder: Lektionen) in diesem Buch versammelt, die jeweils nicht mehr  
als eine Druckseite einnehmen.  

Aber der geringe Umgang täuscht: Wer sich auf die hier vorgeschlagenen  
schriftstellerischen Erkundungen einlässt, kann mithilfe nahezu jeder  
beliebigen Übung ein ganzes Universum erkunden - innerhalb und außer- 
halb seiner eigenen Person. Dabei kann man neue Sinneserfahrungen ma- 
chen, sich mit Ängsten, Tabus, Schutzmechanismen und Wünschen ausein- 
ander setzen, fantastische Welten im Großen und im Kleinen sowie neue  
Genres entdecken, verschiedenste Schreibmöglichkeiten ausprobieren und  
im Endeffekt alle wichtigen Themen bis hin zum Sinn des Lebens schrei- 
bend erforschen. 

Das mag vage klingen, aber Bonni Goldberg gelingt es, zu jedem Thema  
sehr konkrete und ebenso klug wie inspirierend formulierte Anleitungen  
von nur wenigen Sätzen zu geben. Jede Übung besteht aus drei Teilen:  
einem Einführungstext zum Thema, der Schreibanleitung und einem oder  
zwei Zitaten, die eine zusätzliche Anregung sind. 

Dies ist ein Buch, mit dem AutorInnen sich ein ganzes Schreibleben  
lang immer wieder neu auseinander setzen können. Eins, das es einem  
ermöglicht, durch einfühlsame und kluge Anleitung in Bereiche vorzu- 
stoßen, die man bisher noch nicht erkundet hat. Und eins, das einem  
hilft, diese Erfahrungen auch zu nutzen, um besser und mit mehr Be- 
friedigung zu schreiben. 


Bonni Goldberg: "Raum zum Schreiben", 2004, 220 Seiten, 16,80 Euro,  
Autorenhaus Verlag 

                    **~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~** 

Gabi Neumayers erster Kinderkrimi, "Die Nacht im Zoo", ist gerade bei  
Sauerländer erschienen; das Hörbuch dazu gibt es bei Basisklang. Ganz  
frisch auf dem Markt ist außerdem das Kindersachbuch "Expedition Wis- 
sen: Dinosaurier" (Ravensburger). 


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INTERVIEW: 
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                              (redaktion at team pt autorenforum pt de) 


            "Sich selbst treu bleiben und an sich glauben" 
                       Interview mit Heiko Wolz 

Ramona und Thomas Roth-Berghofer: Lieber Heiko Wolz, im Februar 2007  
ist Ihr Debütroman "Spinnerkind - Die wundersame Welt des jungen Jakob  
McGhee" bei Addita erschienen. Der Roman handelt von einem schrulli- 
gen, verantwortungslosen Ehepaar - von Guinness McGhee, einem genialen  
aber erfolglosen Erfinder, und seiner Frau Rachel, einer gnadenfreien  
Rechtsanwältin -, deren unorthodoxe Erziehungsmethoden und bizarren  
Weltbilder dem Sohn, dem vierzehnjährigen Jakob, so manche Überra- 
schung bescheren.  

Schon alleine der Romananfang zeigt, wie herrlich skurril Ihr Roman um  
den heranwachsenden McGhee ist, deshalb hier eine Kostprobe: "Mein Va- 
ter Guinness McGhee war ein so begnadeter Prothesenfußballspieler,  
dass er mir, als ich fünfzehn Jahre alt war, mit einem Schuss zwei  
Rippen brach. Ich behauptete zwar, es sei nicht der Rede Wert, trotz- 
dem zeigte Mom ihn wegen Körperverletzung an 
"  

Wie kamen Sie auf die Idee zu dieser äußerst absurden und dennoch  
ernsthaften Geschichte, die in einem kleinen Vorort von Boston spielt?  
Wie sind Sie beim Schreiben und Recherchieren vorgegangen? Sind Sie  
mehr eine intuitiver Autor, oder planen Sie jedes Detail im Voraus? 

Heiko Wolz: Der Roman entstand aus der Idee, zwei Figuren aufeinander- 
prallen zu lassen, deren Ziele sich nicht ausschließen, die sich aber  
gegenseitig beim Erreichen dieser Ziele behindern. Wir haben das ande- 
re Prinzip in den meisten Krimis oder Thrillern; Paradebeispiel "James  
Bond": Ein Bösewicht will die Weltherrschaft an sich reißen, Bond ver- 
sucht genau das zu verhindern. Es kann nur eine der Parteien ihr Ziel  
erreichen. Rachel und Guinness dagegen könnten beide in ihren Bemühun- 
gen Erfolg haben, doch sobald einer einen Schritt vorwärts kommt,  
wirkt sich das negativ auf den anderen aus. 

Jakob war anfangs nur als Beobachter dieses skurrilen "Kampfs" konzi- 
piert, hat dann aber ein ungemein interessantes Eigenleben entwickelt  
und den Fokus auf sich gezogen. Im Grunde habe ich ihn zu Beginn be- 
handelt wie seine Eltern: Er war Mittel zum Zweck. Das hat er sich  
nicht gefallen lassen. 

Um meine Plots zu planen, benutze ich eine leicht veränderte Version  
von Syd Fields Drehbuchmodell. Sowohl für den gesamten Roman als auch  
für die einzelnen Kapitel und Szenen. Ich bin mir aber sicher, dass  
dieses Modell im fertigen Roman nicht mehr zu erkennen ist, weil sich  
meine Figuren während des Schreibens entwickeln und sich manche Dinge,  
die ich für sie gedacht hatte, nicht bieten lassen. So verschiebt und  
verändert sich alles. (Um es mit einem buddhistischen Bild zu erklä- 
ren: Um einen Fluss zu überqueren, benutzt man ein Floß. Wenn man am  
anderen Ufer angekommen ist, wäre es dumm, das Floß weiter mit sich  
herumzuschleppen.) 

Ich denke, eine Mischung aus guter Vorbereitung und Spaß am "Drauflos- 
schreiben" ist ideal. Die meisten Gags beispielsweise ergeben sich  
erst beim Schreiben. 


RRB/TRB: Wie umfangreich war die Zusammenarbeit mit dem Lektorat des  
Addita Verlags? 

HW: Addita hat mir sehr früh sein Vertrauen ausgesprochen und mir  
sämtliche Freiheiten gelassen. Das Lektorat beschränkte sich deshalb  
mehr auf einzelne Sätze und Formulierungen, als dass es darum ging,  
inhaltliche Fragen zu klären. Trotzdem waren mir der Kontakt zum Ver- 
lag und die Rückmeldungen meines Lektors Herrn Zender wichtig. Die Be- 
geisterung des Verlags für meine Ideen hat mir Selbstvertrauen gege- 
ben. 


RRB/TRB: Hatten Sie Einfluss auf die Titelwahl, die Wahl des Buchco- 
vers oder den Klappentext? 

HW: "Spinnerkind" war mein Titelvorschlag; der Untertitel stammt von  
meinem Lektor. Auch beim Cover konnte ich meinen Vorschlag einbringen,  
der dann von Johannes Kolz genial umgesetzt wurde. Den wunderschönen  
Klappentext verdanke ich wiederum meinem Lektor. Zwar hat er mich ge- 
fragt, ob ich ihn schreiben möchte, ich denke aber, es ist gut, wenn  
jemand anders als der Autor die Handlung zusammenfasst. Jemand, der  
die Geschichte kennt, aber nicht so in sie verstrickt ist wie der Ver- 
fasser, kann "neue", unverbrauchte Worte dazu finden. 


RRB/TRB: Wie kamen Sie zum Schreiben? Gab es ein bestimmtes Schlüssel- 
erlebnis? 

HW: Als Kind konnte ich gut Witze erzählen und hatte zu jeder Gelegen- 
heit einen passenden parat. Ein Freund meiner Eltern schloss damals  
mit mir einen "Vertrag": Wenn es mir gelänge, eine Witzsammlung zu  
verfassen, würde er sie veröffentlichen. Das Werk gibt es bis heute  
nicht, Witze kann ich mir auch nicht mehr merken, aber der Gedanke, zu  
veröffentlichen und Menschen damit zu unterhalten, blieb hängen. Seit- 
dem schreibe ich. 


RRB/TRB: Wie wirken sich die Berufsjahre als Buchhändler und Ihre Mit- 
arbeit in einem Wohnheim für Menschen mit geistiger Behinderung auf  
Ihre Arbeit als Autor aus? 

HW: Zeit für den Standardsatz: Ich habe schon immer gern gelesen. Die  
Ausbildung zum Buchhändler war eine logische Konsequenz. In dieser  
Zeit habe ich meine Favoriten entdeckt, die meine Art, Geschichten zu  
erzählen, und meinen Sinn für Humor mit Sicherheit beeinflusst haben. 

Wichtiger für meine persönliche und schriftstellerische Entwicklung  
empfinde ich aber meine Arbeit mit Menschen mit geistiger Behinderung.  
Ich habe mit Menschen zu tun, die oft keine aktive Sprache haben und  
auch sonst kaum ihre Bedürfnisse äußern. Als Betreuer setzen wir uns  
intensiv mit diesen Menschen auseinander und versuchen, uns in sie  
einzufühlen. Ähnlich funktioniert es beim Schreiben: Am Anfang steht  
die Idee eines Charakters. Wir Autoren müssen sehr genau hinhören, was  
sie uns zu erzählen haben, und sollten bereit sein, unsere eigenen  
Vorstellungen über diese Figur über Bord zu werfen, sobald sie uns ih- 
re tatsächlichen Wünsche und Ziele offenbart. 

Auch der systemische Ansatz aus der Pädagogik findet sich in meiner  
Schreibe wieder: Menschen und deren Probleme werden nicht isoliert be- 
trachtet, sondern immer im Kontext des Umfelds gesehen, in dem sich  
die Person befindet oder befunden hat. So seltsam ein bestimmtes Ver- 
halten auf den ersten Blick wirkt, wird es doch als sinnvoller Aus- 
druck der Person gesehen, ihr Befinden zu äußern. Ich glaube, die Le- 
ser werden merken, dass ich immer Verständnis und Sympathie für meine  
Figuren aufbringe, egal wie verrückt sie sich verhalten mögen. 


RRB/TRB: Wie lange arbeiten Sie im Durchschnitt an einem Roman? 

HW: Das erste Kapitel des Spinnerkinds habe ich Ende Juli 2006 ge- 
schrieben und es dann - leicht überarbeitet - Mitte September im Auto- 
renportal peenae veröffentlicht. Bereits zwei Wochen später habe ich  
bei Addita unterschrieben. Die erste Fassung des Romans hatte ich An- 
fang Dezember; Ende Dezember haben mein Lektor und ich die Arbeiten am  
Spinnerkind beendet. Das ist auch für mich ungewöhnlich schnell, und  
ich hoffe, man merkt beim Lesen den Spaß, den mir Jakobs Geschichte  
bereitet hat. Für meinen nächsten Roman habe ich bis Ende des Jahres  
Zeit. 


RRB/TRB: Was macht Ihrer Meinung nach eine gute Autorin, einen guten  
Autor aus? 

HW: Eine gute Beobachtungsgabe und Einfühlungsvermögen. Spaß, Ge- 
schichten zu erzählen; die Disziplin, diese zu verbessern, und Durch- 
haltevermögen, bis jemand sagt: "Das ist wirklich gut." 


RRB/TRB: Werden Sie von einer Literaturagentur vertreten? Wenn ja, wie  
sieht die Zusammenarbeit mit Ihrer Agentur aus? 

HW: Ich werde von der Literarischen Agentur Rainer Wekwerth vertreten.  
Mein Agent und ich sehen meine Arbeit aus unterschiedlichen Perspekti- 
ven. Während mein Agent den Blick auf den Markt und seine Bedürfnisse  
richtet und damit auf die Möglichkeiten, die er mir bietet, steht für  
mich die Geschichte im Mittelpunkt. Das ergänzt sich gut, und ich den- 
ke, wir holen aus meinen Ideen so das Beste für die Leser heraus. 


RRB/TRB: Wird "Spinnerkind - Die wundersame Welt des jungen Jakob Mc- 
Ghee" auch im Ausland gelesen werden? 

HW: Das kann man noch nicht sagen. Zuerst einmal muss das Spinnerkind  
national gut anlaufen, dann sehen wir weiter. 


RRB/TRB: Wie sieht der Alltag Ihres Autorenlebens neben Familie und  
Vollzeitjob aus? 

HW: Neben Familie und Beruf bleibt nicht viel Zeit für das Schreiben.  
Wenn überhaupt, komme ich an drei bis vier Tagen in der Woche für je- 
weils eine bis zwei Stunden dazu. Ich wünschte, es wäre mehr, denn  
wenn eine Geschichte in Gang kommt, nimmt sie mich so gefangen, dass  
die Zeit bis zum nächsten "Schreibabend" quälend lang werden kann. Es  
fällt mir dann schwer, die Figuren aus dem Kopf zu bekommen und mich  
auf das "normale" Leben zu konzentrieren. Momentan besteht das Auto- 
renleben aber hauptsächlich aus PR für das Spinnerkind: Lesungen vor- 
bereiten, Interviews geben usw. 


RRB/TRB: Gibt es noch irgendein Genre, das Sie als Autor reizen würde?  
Wie sehen Ihre Schreibpläne für die Zukunft aus? 

HW: Ich habe das Gefühl, dass sich meine Geschichten nicht sonderlich  
um Genregrenzen kümmern. Ich kann also nicht sagen, ob ich irgendwann  
dieses oder jenes Genre ausprobieren werde. Das lasse ich auf mich zu- 
kommen; letzten Endes entscheidet das die Geschichte, nicht ich. Kon- 
kret arbeite ich aber an einem Roman, der dem Spinnerkind stilistisch  
ähnlich sein wird. Er wird wieder bei Addita erscheinen, worüber ich  
sehr glücklich bin, und ist für das Frühjahr 2008 geplant. 


RRB/TRB: Welchen Roman (welche Zeitschrift, Kurzgeschichte ...) lesen  
Sie gerade? Was hat Sie am stärksten beeindruckt? 

HW: Der Stapel ungelesener Bücher auf meinem Nachttisch wächst von Wo- 
che zu Woche, aber ich habe momentan schlichtweg keine Zeit, mich dem  
in Ruhe zu widmen. Wenn ich tagsüber etwas lese, ist das meist das Ga- 
lore-Interviewmagazin. An meinen wenigen freien Abenden schreibe ich  
lieber. 


RRB/TRB: Hätten Sie sonst noch einen Rat für angehende Autoren? 

HW: Einen regen Austausch mit Gleichgesinnten suchen und Kritik nie- 
mals persönlich nehmen. Nur wer Kritik annehmen kann, wird sich entwi- 
ckeln. Das heißt aber nicht, dass man sich verbiegen soll: Sich selbst  
treu bleiben und an sich glauben ist das Wichtigste. Und Disziplin. Um  
veröffentlicht zu werden, hilft nur eins: Schreiben, schreiben,  
schreiben. 


RRB/TRB: Herzlichen Dank für das Interview! 


(Mehr über den Autor Heiko Wolz auf seiner Homepage  
http://www.heikowolz.de/) 


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VERLAGSPORTRAIT: 
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                              (redaktion at team pt autorenforum pt de) 

Leporello Verlag e. K. 
Ina Coelen  
Richard-Wagner-Straße 15   
47799 Krefeld   
Telefon: (0 21 51) 95 06 92 oder 50 35 11   
Fax: (0 21 51) 50 01 64   
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!  
http://www.leporello-verlag.de 


          Verlagsgeschichte und Programm 

Gründer des Verlags war Werner Coelen, der nebenberuflich mit vier  
Mitarbeitern arbeitet. 2002 ging der Verlag aus dem Werbeatelier Coe- 
len hervor, das bereits seit 1984 existiert. 

Der Anlass für die Verlagsgründung waren die Krefelder Krimi-Tage. Ein  
Grund war auch, dass immer weniger Verlage Anthologien herausgeben. 



Zum Verlagsprogramm gehören überwiegend Krimis und Kriminalgeschichten  
mit niederrheinischem Lokalkolorit. Jedes Jahr erscheint mindestens  
eine Kriminal-Anthologie von deutschsprachigen AutorInnen.  

Bisher wurden Kurzgeschichtensammlungen von den Herausgeberinnen Mi- 
scha Bach, Ina Coelen, Ulrike Renk, Ingrid Schmitz, Gesine Schulz und  
vielen weiteren KurzkrimiautorInnen herausgegeben. Der Verlag hat Kri- 
minalromane von Ina Coelen, Ulrike Renk und Gesine Schulz im Programm. 


          AutorInnen gesucht? 

Der Leporello-Verlag sucht AutorInnen, die gute Kriminalgeschichten  
und Krimis schreiben, welche überwiegend am Niederrhein spielen. Be- 
sonders wichtig dabei: Qualität geht vor Quantität. 

Die AutorInnen von Krimis, Kurzkrimis und HerausgeberInnen werden nach  
den Richtlinien bezahlt, die der SV vorgibt. 


          Zukunftspläne, Perspektiven  

Der Verlag möchte langsam, aber stetig wachsen, weiterhin talentierte  
AutorInnen finden und diese fördern. 


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HILKES KLEINES HORRORLEBEN: 
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                              (redaktion at team pt autorenforum pt de) 


Es ist ungefähr 25 Jahre her, da gab es im "Stern" eine äußerst gruse- 
lige Reportage zum Thema Obdachlose. Die ging so: Eine ehrgeizige und  
aktive Redakteurin aus der Gewichtsklasse unter 45 Kilo schnappte sich  
fünf oder sechs Nichtsesshafte von der Straße und brachte sie in ein  
Kosmetikstudio, zum Friseur (zu dem sie auch ging) und zu einem Mode- 
designer, der sie alle neu einkleidete. Vielleicht bekamen sie auch  
noch was zu essen. Geschniegelt, wie sie jetzt aussahen, durften sie  
alle in einem tollen Hotel in Hamburg pofen. Am nächsten Tag wurden  
sie fotografiert. Die Geschichte erschien im "Stern". Tenor: Guck mal,  
was man alles aus so einem machen kann. Wo die Obdachlosen danach  
blieben, wusste nachher keiner mehr zu sagen, vielleicht wurden sie  
einfach unter ihre Brücke zurück chauffiert. Aber sie hatten sich so  
rührend bedankt, das hörte man von den damaligen Kollegen. 

Komisch, dass mir diese Geschichte nach dem Besuch der lit.COLOGNE  
wieder einfällt. Und das liegt nicht nur daran, dass man die Beteilig- 
ten solcher lange zurückliegender Produktionen gelegentlich noch mal  
irgendwo als Wiedergänger sieht, auf der lit.COLOGNE beispielsweise.  
(Andere sieht man allerdings auch niemals mehr wieder, das muss man  
dem Schicksal lassen, das macht das Schicksal gut.) 

Die lit.COLOGNE, das edelste aller Literaturfestivals, ist für die  
eingeladenen Autoren bekanntlich Luxus pur. Allein das Hotel! Und das  
schöne fette Honorar! Die Betreuung ist exquisit, ganz ohne Scheiß!  
Der Fahrdienst zur Veranstaltung! Cool! Das frische Ananaspürree zur  
Begrüßung im Hotel. Kühl! Und diese minikleine süße Praline auf dem  
Glastablett! Göttlich. Alles könnte so schön sein. Sollte das Leben  
vielleicht doch lustig sein? Sollte man nun tatsächlich ein erfolgrei- 
cher Autor sein? Ja, aber nur für einen Tag.  

Da ich auch schon im vorigen Jahr zum exklusiven Kreis der eingelade- 
nen Autoren gehörte, freue ich mich in diesem Jahr wie ein Schneekö- 
nig. Jedenfalls bis zu dem Tag, an dem das Programmheft erscheint. Da  
freue ich mich kaum noch. Denn das Programmheft gefällt sich darin,  
eine Art Zweiklassen-System vorzustellen. Manche Autoren werden im Ti- 
tel ihrer Veranstaltung genannt, andere nicht. Ich gehörte in Gruppe  
zwei. Über meiner Veranstaltung steht nur mein Buchtitel, das falsche  
Herz des Meeres, freilich ohne Anführungszeichen und ohne den Hinweis,  
dass es sich um den Buchtitel eines (bei Random House) erschienenen  
Romans handelt und nicht um die Dichtkunst der Programm-Macher. Nein,  
es klingt deutlich so, als habe die Redakteurin des Programms sich den  
Titel ausgedacht, so wie die anderen Überschriften in dem Heftchen.  

Nun will man ja mit seinem Urheberrecht nicht ausgerechnet jetzt so  
ein Korinthenkacker sein, wo man doch bei der lit.COLOGNE in einem  
Fünfsternehotel schlafen darf, und noch dazu mit Mann und Maus. Und  
wie schön, dass die Veranstaltungen der lit.COLOGNE automatisch auch  
an die ganz großen Ticketdienste gemeldet werden. Genau wie Grönemeyer  
und Blue Man Group. Ach, da will man doch gern irgendwie dazu gehören!  
Tut man auch fast. Aber nur fast. Nämlich ohne seinen Namen. Und ohne  
den Hinweis, dass es sich bei der Veranstaltung um eine Lesung han- 
delt. Und ohne einen weiterführenden Link. Denn an die Ticketdienste  
werden natürlich nur die Titel der Veranstaltungen übertragen und (zu- 
mindest in diesem Falle) sonst nix. Das hat aber die zuständige Redak- 
teurin ehrlich nicht geahnt! Aber ganz ehrlich nicht! So gut kann man  
sich auch mit 20 Jahren Berufserfahrung an der Spitze des deutschen  
Journalismus doch nicht auskennen. Da ist man ganz der Anfänger. Da  
ist man doch so betroffen, wie man als satter Mensch überhaupt nur be- 
troffen sein kann!  

Was also, hat nun wohl der geneigte Unterhaltungsbedürftige aus Köln  
gedacht, mag das überall angekündigte falsche Herz des Meeres sein?  
Ein Theaterstück? Eine Rockgruppe? Comedy? Liebe? Achate? Edelsteine?  
Und von wem ist es? Für welches Alter ist es geeignet? (PS: Es ist ab  
12, aber es saß dann auch ein Fünfjähriger mit schreckgeweiteten Augen  
im Publikum.)  

Von den 150 Tickets werden trotzdem 100 verkauft. Die Verantwortliche,  
eine Frau M., die seit vielen Jahren beim WDR Schicht tut und deren  
Gesicht man bzw. frau irgendwie kennt, sagt am Telefon zunächst, dass  
sie LEIDER nur die bekannten Autoren in den Titel setzt. Tja, so sei  
das eben. Bei der lit.COLOGNE. Zudem habe ich ja bislang nur ein ein- 
ziges Buch auf dem Markt. Es sind elf, sage ich. Ach, wirklich?, sagt  
sie, interessant, das. Schnepfenfaktor 1000 plus. Und das mit dem Ur- 
heberrecht? Ach! Liebe Frau Rosenboom!  

Später erklären ihre Kollegen, dass man ja nicht gewusst habe, dass  
Ticketdienste den Titel einer Veranstaltung ohne nähere Angaben mel- 
den, wenn sie denn keine näheren Angaben haben. Das ist aber echt so  
was von schade. Ob vielleicht die Technik schuld sei? Böse, böse Tech- 
nik.  

Zehn Tage vor Beginn der lit.COLOGNE kommt dann noch ein kleiner  
Nachtritt. Den absolviert der Kölner Stadtanzeiger. "Es sind noch Kar- 
ten da", heißt es dort, denn keineswegs seien alle Veranstaltungen  
schon ausverkauft. Es folgt eine Aufstellung der nicht ausverkauften  
Veranstaltungen. Die meisten gehören in die Gruppe derer, die "zufäl- 
lig" ohne Autorennamen angekündigt waren. An diesem hübschen Pranger  
hätte man sich ja gern auch ohne Namen wiedergefunden. Aber nein, es  
geht ja! Dieses Mal aber sind Titel der Veranstaltung UND Autorenname  
wie von Zauberhand miteinander verbunden. Und der Name ist nicht ein- 
mal so verstümmelt wie der der Kinderbuchautorin Ute Wegmann, die in  
dieser Liste zu "Ute Weg" wurde.  

Bestimmt muss ich dafür dankbar sein, wenn ich nun vom luxuriösen "Ho- 
tel im Wasserturm" unter meine Hamburger Brücke zurückkehre, das Feuer  
im Ölfass entfache, die Kinder in frische Blätter einwickele und daran  
denke, wie schön das Autorenleben doch ist, zumindest theoretisch, und  
fast. 

                    **~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~** 

Hilke Rosenboom arbeitet 15 Jahre lang als Reporterin für den Stern,  
bevor sie plötzlich kündigt und beginnt Romane zu schreiben. Ihre Bü- 
cher erscheinen heute bei Carlsen, Hanser und Random House und haben  
bereits Kultstatus; zuletzt erschienen "Ein Pferd namens Milchmann"  
(2005) "Das Handbuch für Prinzessinnen" (2006) und "Das falsche Herz  
des Meeres" (2006). Viele weitere Romane werden folgen.  


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UNSERE EXPERTINNEN UND EXPERTEN:      
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Bitte schickt den ExpertInnen nur Fragen zu ihrem Expertenthema -  
keine Manuskripte zur Beurteilung. 

Bitte verseht jede Anfrage mit einem aussagekräftigen Betreff. Sonst  
kann es sein, dass die Mail vorsichtshalber sofort gelöscht wird. 


  Drehbuch: Oliver Pautsch 
                              drehbuch at experte pt autorenforum pt  
  Fandom: Thomas Kohlschmidt 
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  Fantasy: Stefanie Bense 
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  Heftroman: Arndt Ellmer 
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  Historischer Roman: Titus Müller 
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  Kinder- und Jugendbuch: Michael Borlik 
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  Lesungen: Rüdiger Heins 
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  Lyrik: Martina Weber 
                                 lyrik at experte pt autorenforum pt  
  Sachbuch: Gabi Neumayer 
                              sachbuch at experte pt autorenforum pt  
  Schreibaus- und fortbildung: Uli Rothfuss 
                           fortbildung at experte pt autorenforum pt  
  Schreibgruppen: Ute Hacker 
                        schreibgruppen at experte pt autorenforum pt  
  Schreibhandwerk: Ute Hacker 
                       schreibhandwerk at experte pt autorenforum pt  
  Sciencefiction: Andreas Eschbach 
                              sf-autor at experte pt autorenforum pt  
  Technische Literatur, CDs, Internet: Reinhard Mermi 
                               techlit at experte pt autorenforum pt  
  Übersetzung: Barbara Slawig  
                         uebersetzerin at experte pt autorenforum pt  
  Verlagswesen: Bjørn Jagnow 
                          verlagswesen at experte pt autorenforum pt  

~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ 
Übrigens: Björn Jagnow hat seine über 80 Fragen und Antworten zu den  
Themen Urheberrecht, Verlagswesen und Vermarktung der letzten sieben  
Jahre gesammelt und stellt sie euch jetzt als kostenloses PDF zur Ver- 
fügung. Das Tolle daran: Die Fragen sind nun thematisch geordnet, das  
elektronische Format erlaubt eine schnelle Volltextsuche - und Björn  
hat außerdem alle Antworten überarbeitet und aktualisiert. Ob ihr In- 
fos sucht zu Ausfallhonorar, Book on demand, Buchpreisbindung, Druck- 
kostenzuschussverlag, Exposé,  Honorar, ISBN, Leseprobe, Nebenrechte,  
Plagiat, Titelschutz, Verlagsgründung, Zitat oder ... Hier werdet ihr  
fündig: http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:0062-tempest1-9. 


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FRAG DEN EXPERTEN FÜR VERLAGSWESEN: 
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           Bjørn Jagnow (verlagswesen at experte pt autorenforum pt ) 

Frage: 
Seit meiner Kindheit beschäftige ich mich mit dem Kartenlegen und  
praktiziere dieses seit Jahren. Habe in dieser Richtung schon fast al- 
le Bücher, die es auf dem Markt gibt, gelesen und würde nun gerne sel- 
ber ein Buch über das Kartenlegen schreiben. Aber: Wenn ich nun in  
meinem Buch die Bedeutung der verschiedenen Karten erkläre, dann äh- 
nelt diese natürlich der Kartenbedeutung aus anderen Büchern. Wäre  
dies dann kein Plagiat bzw. Abkupfern? 


Antwort: 
Sie können Ihr Buch bedenkenlos schreiben. Solange Sie die Bedeutungen  
der Karten neu formulieren, ist das kein Plagiat. Ein Plagiat wird es  
erst, wenn Sie irgendwo abschreiben und den Originalverfasser verheim- 
lichen.  

Auch Zitate sind erlaubt, wenn Sie so kurz wie möglich sind, die Quel- 
le angegeben ist und wenn Ihr Text nur wenige Zitate enthält. Ein "Zi- 
tate-Puzzle" statt eigener Ausführungen ist nicht erlaubt. 

Urheberrechtlich geschützt sind immer nur konkrete Ausführungen (Wer- 
ke). Die Ideen dahinter sind frei. 

                    **~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~** 

Bjørn Jagnow ist Schriftsteller, Verlagsfachwirt, Verlagskaufmann,  
Buchhändler und freier Lektor: http://www.bjoernjagnow.de/. Er berät  
in Urheberrechtsfragen auch für den Vorstand Medien der  Vereinten  
Dienstleistungsgewerkschaft ver.di in Wiesbaden. 


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FRAG DIE EXPERTIN FÜR KRIMINALISTIK: 
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         Nikola Hahn (kriminalistik at experte pt autorenforum pt ) 


Frage: 
Ich wüsste gerne, wie genau ein Polizeiprotokoll aussieht. Wenn es  
Teambesprechungen gibt, wird dann Protokoll geführt, und was hält die- 
ses Protokoll fest? Gibt es eine feste äußere Form, also ein Formblatt  
oder so?  


Antwort: 
Wenn die Polizei Besprechungen durchführt und der Inhalt als so wich- 
tig angesehen wird, dass er protokolliert werden soll, dann werden die  
gleichen Protokolle geführt wie bei "normalen Besprechungen" bei Fir- 
men-Meetings. Dass überhaupt Protokoll geführt wird, ist aber eher die  
Ausnahme. Ein Formblatt gibt es dafür jedenfalls nicht. 

                    **~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~** 

Nikola Hahn ist Kriminalhauptkommissarin und Fachlehrerin an der Hes- 
sischen Polizeischule in Wiesbaden; nebenberuflich arbeitet sie als  
Autorin mit dem Schwerpunkt historische Kriminalromane. Informationen  
im Internet: http://www.nikola-hahn.com. [Aber bitte keine Fragen mehr  
senden!] 


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FRAG DEN EXPERTEN FÜR HEFTROMANE: 
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            Arndt Ellmer (heftroman at experte pt autorenforum pt ) 


Frage: 
Ich habe bisher zwei Kurzgeschichten in Wettbewerbsanthologien veröf- 
fentlicht, und zwar im Genre Fantasy und erotische Fantasy. Im "Hand- 
buch für Erstautoren" habe ich gelesen, dass Heftromane mit 500 bis  
1.000 Euro pro Heft honoriert werden. Meine Fragen nun: Stimmt das,  
und wie und wo kann man sich als Autor für Heftromane bewerben? 

Antwort: 
Bei Ihrer Entscheidung sollten Sie berücksichtigen, dass das Schreiben  
von Heftromanen nicht mit Kurzgeschichten oder Buchromanen vergleich- 
bar ist. Sie folgen eigenen Gesetzmäßigkeiten, denn Sie müssen ein ge- 
samtes Romanthema auf relativ kleinem Raum zu Ende bringen. 

Informieren Sie sich bei den Verlagsredaktionen, wo genau Autoren be- 
nötigt werden. Reichen Sie ein aussagekräftiges Exposé (1-3 Seiten)  
und den Romananfang ein (ca. 20 Seiten). 

                    **~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~** 

Jahrgang 1954. Autor seit 1980. Seit 1981 ATLAN-Serie, seit 1983 PERRY  
RHODAN. Über 300 Hefte, 150 für PERRY RHODAN, 20 Taschenbücher, ein  
Dutzend Hardcover, u. a. "Im Netz der Nonggo". CD-ROM über die  
"Blues". Arbeiten für Serien wie "Der Hexer", "Die Ufo-Akten", "Vampi- 
ra", "Dämonenland", Krimis, Frauenromane sowie Hörspiele. Treatment  
für einen Fernseh-Thriller. 


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FRAG DIE EXPERTIN FÜR SACHBUCH: 
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            Gabi Neumayer (sachbuch at experte pt autorenforum pt ) 


Frage: 
Ich bin freie Autorin. Meine Schwerpunkte sind [...].  Ich möchte nun  
als Nächstes ein neues Buch zum Thema [...] schreiben. Ein großer Teil  
des Buches soll auf Interviews beruhen. Das Buch soll in englischer  
und deutscher Sprache erscheinen. 

Frage: Gibt es eine Förderung für Sachbuchautoren? Oder eine Stiftung,  
die für mich in Frage kommen würde? 


Antwort: 
Ohne Recherche kenne ich da leider auch keine Förderungsmöglichkeiten.  
Allerdings gibt es Literatur dazu, zum Beispiel 
http://www.amazon.de/gp/product/3886793427/ref=olp_product_details/028 
-7236799-4322116?ie=UTF8&seller= 

Umfangreich ist auch die entsprechende Seite bei Uschtrin:  
http://uschtrin.de/stip.html. Und die Literaturbüros in Ihrer Gegend  
könnten Sie ebenfalls ansprechen. 

Sie könnten sich außerdem gezielt bei Institutionen umschauen, die mit  
Ihrem Thema  zu tun haben - aber da werden Sie sich besser auskennen  
als ich. 
                    **~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~** 

Gabi Neumayers letzte Sachbuch-Veröffentlichung ist der Ratgeber  
"Praxismappe für überzeugende Geschäftsbriefe", erschienen 2006 bei  
Eichborn. Weitere Infos: http://www.gabineumayer.de.  


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Veranstaltungen, Ausschreibungen, Publikationsmöglichkeiten, Messen  
und Seminare findet ihr im zweiten Teil des Tempest, der mit getrenn- 
ter Mail kommt! 
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Einsendeformalien: 
Einsendungen sind zu allen Rubriken von autorenforum.de - nach Rück- 
sprache - erwünscht. Zurzeit können jedoch noch keine Honorare gezahlt  
werden. Das Urheberrecht verbleibt bei der Autorin bzw. beim Autor.  

Einsendungen bitte im RTF-Format und per E-Mail, und zwar an: mail- 
to:beitrag at team pt autorenforum pt de. 

Fragen zu Einsendungen sollten ebenfalls an diese Adresse gerichtet  
werden. Die genauen Richtlinien findet ihr unter der Adresse  
http://autorenforum.de/Tempest/richtlinien.html. 

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                        I M P R E S S U M 
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Herausgeber:  
   Ramona Roth-Berghofer public.relations at team pt autorenforum pt de  
   Gabi Neumayer                redaktion at team pt autorenforum pt de 
   Stefan Schulz                     webmaster at autorenforum pt de 
   Thomas Roth-Berghofer  
                    Thomas.Roth-Berghofer at team pt autorenforum pt de 
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