Ausgabe 11-10 (20. Oktober 2009)

Editorial
Hall of Fame
Schreib-Kick
Lesetipp
Autorenwissen
   "Wie lang darf ein Exposé sein?"
   von Hans Peter Roentgen
Schreibkurs
   "Zehn Fragen für kreative Schreibanfänge(r)"
   von Christoph Trüper
Buchbesprechung
   "Autorenkalender 2010"
   besprochen von Ramona Roth-Berghofer
Leserbrief
Verlagsportrait
   "Verlag Federfrei"
Glosse
   "Top Ten der dümmsten ŒDu bist Autor'-Sprüche"
   von Jennifer Schreiner
Frag den Experten für Drehbuch
   (Oliver Pautsch)
Frag die Expertin für Fantasy
   (Stefanie Bense)

EDITORIAL:  
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Liebe Autorinnen und Autoren,

das Editorial direkt vor der Buchmesse ist notgedrungen kurz - der
Tempest ist dafür diesmal umso länger. Und dabei auch noch so was von
gehaltvoll!

Hans Peter Roentgen klärt uns darüber auf, wie lang ein Exposé sein
soll, darf, muss und hat außerdem einen Leserbrief zum Leserbrief im
letzten Tempest beigesteuert (das Thema wird weiterhin für Zündstoff
sorgen, wie es aussieht ...). Christoph Trüper ermöglicht angehenden
AutorInnen mit seinen "Zehn Fragen" eine tiefgehende Selbsterkundung -
auch für Profis ist so etwas von Zeit zu Zeit sehr hilfreich. Jennifer
Schreiner macht in einer Glosse ihrem Ärger über die dümmsten "Du bist
Autor"-Sprüche Luft. Außerdem gibt‚s eine neue Buchbesprechung, ein
Verlagsportrait, ausführliche Expertenratschläge und natürlich all die
üblichen kleinen Autorenhelfer wie Schreib-Tipp und Schreib-Kick.

Der Tipp des Monats Oktober, diesmal von Vera Klee:

Um neue Ideen zu finden, klickt man sich einfach
in eine Live-Webcam ins Internet (z. B. auf www.earthtv.com
oder in eine Webcam der Heimatstadt), beobachtet
die Menschen dort und lässt seiner Fantasie freien Lauf:
Wer trifft sich dort mit wem und warum?

Die Rubrik "Küss mich, ich bin ein Autor!" mit entlarvenden Kürzest-
dialogen aus dem Autorenlesen bleibt diesmal leider leer. Bislang wur-
de sie vor allem von Franziska Röchter bestückt - aber viele andere
von euch erleben ja garantiert ebenso Lustiges, Demütigendes, Verrück-
tes ... Schickt mir eure Minidialoge, und wandert dafür in unsere Los-
trommel!

Schnelle, aber herzliche Grüße aus der Redaktion - die nun als eine
von Tausenden zur Buchmesse eilt!

Gabi Neumayer
Chefredakteurin

~~~~~~~~~~~
Damit wir den Tempest auch in Zukunft weiterführen können, brauchen
wir eure Hilfe: Wer uns unterstützen möchte, überweise bitte einen
freiwilligen Jahresbeitrag (15 Euro haben wir als Richtwert gesetzt,
aber ihr helft uns auch schon mit 5 oder 10 Euro weiter) auf das Konto
von autorenforum.de:

Sparda Bank Südwest eG
BLZ 550 905 00
Kto. 100 724 515
Stichwort: "Beitrag 2009"

Für AuslandsabonnentInnen: Am 1. Juli 2003 wurden die Auslandsüberwei-
sungsgebühren gesenkt. Aber natürlich könnt ihr uns euren Beitrag auch
weiterhin per Post schicken (Adresse am Ende des Tempest).

Wer aus Österreich überweist, braucht außerdem diese Nummern (bitte
genau so zusammenschreiben!)
IBAN: DE16 5509 0500 0100 7245 15
BIC: GENODEF1S01

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ISSN 1439-4669 Copyright 2009 autorenforum.de. Copyright- und
Kontaktinformationen am Ende dieser Ausgabe
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INHALT DIESER AUSGABE:


TEIL 1:

Editorial
Hall of Fame
Schreib-Kick
Lesetipp
Autorenwissen
"Wie lang darf ein Exposé sein?"
von Hans Peter Roentgen
Schreibkurs
"Zehn Fragen für kreative Schreibanfänge(r)"
von Christoph Trüper
Buchbesprechung
"Autorenkalender 2010"
besprochen von Ramona Roth-Berghofer
Leserbrief
Verlagsportrait
"Verlag Federfrei"
Glosse
"Top Ten der dümmsten ŒDu bist Autor'-Sprüche"
von Jennifer Schreiner
Frag den Experten für Drehbuch
(Oliver Pautsch)
Frag die Expertin für Fantasy
(Stefanie Bense)
Impressum


TEIL 2:

Veranstaltungen
Ausschreibungen
Publikationsmöglichkeiten
mit Honorar
ohne Honorar
Seminare
Messekalender
Impressum


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HALL OF FAME:
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(redaktion at team pt autorenforum pt de)

Die "Hall of Fame" zeigt die Erfolge von AbonnentInnen des Tempest.
Wir freuen uns, wenn ihr euch davon motivieren und ermutigen lasst -
dann werden wir euer neues Buch hier bestimmt auch bald vorstellen
können.

Melden könnt ihr aktuelle Buchveröffentlichungen (nur Erstauflagen!)
nach diesem Schema:

.......
AutorIn: "Titel", Verlag Erscheinungsjahr (das muss immer das laufende
oder das vergangene Jahr sein!), Genre (maximal 2 Wörter). Zusätzlich
könnt ihr in maximal 60 Zeichen inklusive Leerzeichen (nicht Wörtern!)
weitere Infos zu eurem Buch unterbringen.
.......
Ein Beispiel (!):

Johanna Ernst: "Der Fall der falschen Meldung", Hüstel Verlag 2009,
Mystery-Thriller. 60 Zeichen - und kein einziges mehr! Inklusive Home-
page!
.......

Ausgeschlossen sind Veröffentlichungen in Anthologien, Bücher im Ei-
genverlag und BoDs (sofern sie im Eigenverlag erschienen sind) sowie
Veröffentlichungen in Druckkostenzuschussverlagen.

ACHTUNG, NEU!
Schreibt in eure Mail mit der Meldung immer auch hinein, dass ihr be-
stätigt, dass die Veröffentlichung weder im Eigenverlag noch in einem
Verlag erschienen ist, bei dem der Autor irgendetwas bezahlt hat!

Schickt eure Texte unter dem Betreff "Hall of Fame" an
redaktion at team pt autorenforum pt de.

Wir berücksichtigen ausschließlich Meldungen, die nach dem obigen
Schema gemacht werden und die Bestätigung zum Verlag enthalten. Ände-
rungsaufforderungen zu Meldungen, bei denen das nicht der Fall ist,
werden ab sofort nicht mehr verschickt!
~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~

Janine Lancker: "Weiße Frucht", Verlagshaus J. Frank 2009, Kurzprosa
und Lyrik. http://www.belletristik-berlin.de/index.php?id=11

Ursula Schmid-Spreer, Anne Hassel (Hrsg.): "Nürnberger Morde", Wellhö-
fer Verlag 2009, Krimianthologie. 19 Autoren, 25 mörderische Geschich-
ten

Luisa Hartmann: "30 Geschichten vom Verliebtsein", Verlag an der Ruhr
2009, Kinderbuch. Band fünf der beliebten 3-Minuten-Geschichten

Ann E. Hacker: "Family Party / Familienfest", Langenscheidt 2009,
zweisprachiges Frauenbuch. 4 Frauen auf Zypern und jede hat ein Ge-
heimnis ...

Michael Romahn: "Entscheidung in den Bayous" , C. M. Brendle-Verlag
2009. Eine Leseprobe gibt es hier: http://www.michael-romahn.de

Nicole Hoefs, Petra Führmann: "Auf Hundepfoten durch die Jahrhunderte
- Kulturgeschichten rund um den Hund", Kosmos 2009, Sachbuch

Rosemarie Benke-Bursian: "Tilly und Mordusa", Pia Bächtold Verlag
2009, Kinderbuch. Hexen, Tricks und Zaubereien, wer legt hier wohl wen
herein?

Regina Schleheck: "Klappe zu - Balg tot". Bitterböse Geschichten, Wur-
dack Verlag 2009. www.regina-schleheck.de

Boris Koch: "Gebissen", Heyne 2009, Mystery-Roman. Vampire & mehr in
Berlin, www.boriskoch.de.

Franziska Röchter: "Trete ein in Wundergärten ...", Verlag Pia
Bächthold 2009, Gedichte und Geschichten. Für Zeitlose,
http://www.Franzis-LitFass.de

Regina Schleheck: "Adventsgeschichte von A bis Z. Hörspiel für Ü-
Zehner", Drachenmond Verlag 2009. www.regina-schleheck.de


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SCHREIB-KICK:
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(redaktion at team pt autorenforum pt de)


Unser Schreib-Kick für den Oktober, diesmal von Rich Schwab:

Wohl nicht nur mein Briefkasten wird regelmäßig mit den örtlichen "Kä-
seblättchen" gefüttert. Vom lehrreichen Vergnügen an furchtbar
schlecht geschriebenen Artikeln abgesehen (was ist warum schlecht dar-
an? Wie würde ich das besser schreiben?), gibt es in diesen Blättchen
immer wieder Abbildungen von Menschen - das Schützenkönigspaar, Jubi-
lare, Handwerker, die mit Foto inserieren, Sportler, Künstler, Pro-
vinzpolitiker (und -innen, natürlich).

Denken Sie sich zu den Gesichtern Charakterisierungen und Biographien
aus, malen Sie sich aus, was wohl das einschneidendste Erlebnis oder
Ereignis in deren Leben gewesen sein könnte, und schreiben Sie ein
Kurzgeschichte darüber!

Nächster Schritt: Stellen Sie eine Verbindung her zwischen zwei Abge-
bildeten, die anscheinend rein gar nichts miteinander zu tun haben,
und lassen Sie sie etwas Gemeinsames erleben!


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LESETIPP:
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(redaktion at team pt autorenforum pt de)

Aktuell zur Buchmesse - und teilweise auch mit Bezug zu Hans Peters
Leserbrief - haben wir diesmal gleich mehrere Lesetipps rund um den
Buch- und Medienmarkt für euch.
..........

http://jetzt.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/487972: Welche Literatur
in den Ladenregalen steht und beworben wird, das liegt immer seltener
in der Hand der Verlage. Die Buchwelt klagt zwar stets über das Inter-
net. Doch inzwischen ist klar, dass es zur Zerstörung einer ganzen
Branche keiner neuen Medien bedarf: Ein Konzern wie Thalia besorgt das
auf seine Weise ...

http://www.faz.net/s/Rub1DA1FB848C1E44858CB87A0FE6AD1B68/Doc~E67B4B85A
79C041E5B67CEAD5FDC6B213~ATpl~Ecommon~Scontent.html: Noch ein Beitrag
zu diesem Thema, das leider immer aktueller wird.

http://www.zeit.de/2009/42/DOS-Dick-und-doof: Wie macht man einen
Bestseller? Der junge Soziologe Friedrich Schorb versucht es mit einem
Buch über Fettleibige. Er feilscht mit Verlagen um Honorare, verbringt
Monate am Schreibtisch, beugt sich den Gesetzen der Buchindustrie -
und lernt, dass nichts wichtiger ist als ein provokanter Titel.


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AUTORENWISSEN:
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(redaktion at team pt autorenforum pt de)


"Wie lang darf ein Exposé sein?"
von Hans Peter Roentgen


"Ich habe die Möglichkeit, einen Literaturagenten zu kontaktieren. Da
ich ihn in kürzester Zeit von meinem Projekt überzeugen muss, ist
jetzt die Frage: Wie lang kann das Exposé sein? Ich bin nicht die ein-
zige Kandidatin, und bei der Wahl der Konkurrenz ist es fraglich, ob
er sich erinnert, wenn das Expose gerade 1/2 Seite ist. Und sagen Sie
nicht, ich müsste mindestens einen großen roten Hut tragen zwecks Er-
innerung." - Das schrieb mir eine Leserin.

Das Standardexposé ist 1-3 Seiten lang. Aber die Länge ist nicht so
entscheidend - der Inhalt zählt.


Das Besondere finden

Wie formuliert man ein Exposé an einen Agenten? Natürlich so, dass es
in Erinnerung bleibt. Und das hängt nicht von der Länge ab. Denn in
Erinnerung bleibt das Besondere, das, was sich von anderen unterschei-
det. Genau das sollte man sich als Autor selbst klar machen: Was ist
an meiner Geschichte Besonderes, was findet sich nicht in anderen Ge-
schichten?

Manchmal findet man das heraus, wenn man die Geschichte anderen er-
zählt und beobachtet, worauf sie anspringen. Oder indem man sie danach
bittet, zu erzählen, was für sie das Einprägsamste war. Das, was sie
Freunden über die Geschichte erzählen würden.


Bei der Figur anfangen

Und damit sollte man beginnen: "Ein junger Kellner aus den Slums, kaum
gebildet, bewirbt sich für die indische Ausgabe von ŒWer wird Millio-
när?'. Und gewinnt eine Million."

Beginnen Sie mit Ihrem Protagonisten. Was ist das Besondere an ihm,
das für die Geschichte entscheidend ist? Eine Eigenschaft, nicht eine
lange Liste!


Fragen zum Plot

Das Nächste ist: Was setzt die Geschichte in Gang? Wodurch wird die
alltägliche Routine Ihres Protagonisten unterbrochen? Wo ist der
Punkt, ab dem eine Rückkehr in den normalen Alltag nicht mehr möglich
ist? In unserem Beispiel: Er gewinnt in einem Quiz, für das ihm ei-
gentlich die Voraussetzungen fehlen.

Und wie lang darf ein Exposé sein? 1-3 Normseiten sind üblich. Je kür-
zer, desto besser. Achten Sie darauf, dass Sie sich im Exposé auf Pro-
tagonist, Antagonist und ein oder zwei weitere Hauptpersonen beschrän-
ken - damit fallen die Szenen anderer Figuren automatisch weg.

Und was ist das Ende? Was führt auf dieses Ende hin? Auch das gehört
in ein Standard-Exposé. Dem Exposé legen Sie ein Anschreiben bei, dass
kurz auf das Projekt eingeht (Pitch).


Das Kurzexposé

Sie können es aber auch anders machen. Immer populärer wird das Kurz-
expose, das hat 2-3 Absätze und ist in Amerika mittlerweile üblich. In
Deutschland ist es noch nicht weit verbreitet, ich kenne aber Autoren,
die damit einen Literaturagenten gewonnen haben.

Das Ganze besteht aus einer Seite: Kurzexposé, davor ein Satz mit Gen-
re, eventuell Hintergrund, nach dem Exposé ein Absatz, warum gerade
Sie geeignet sind, dieses Manuskript zu schreiben (besondere Kenntnis
des Gegenstandes, Literaturpreise o. Ä.).

Diese Form des Exposés ähnelt einem Klappentext. Hier wird noch stär-
ker betont, was das Besondere an dem Manuskript ist.

Keine Spielereien!

Und um Gottes Willen: keinen Hut! Versuchen Sie nie, einen Agenten
(oder einen Verlag) durch Dinge zu beeindrucken, die nichts mit dem
Text zu tun haben. Auch keine Grafik, die dem Text unterlegt ist, kei-
ne besondere Schrifttypen, überhaupt keine Spielereien. Entweder der
Text überzeugt und bleibt im Gedächtnis, oder es war umsonst. Spiele-
reien nimmt kein Agent ernst.

Mit dem Text aber können Sie nicht nur beeindrucken, Sie sollten es
sogar. Nur muss es zu Ihrer Geschichte passen. Wenn es ein witziger
Roman ist, dürfen Sie ruhig auch ein bisschen flapsig schreiben - aber
bitte nicht albern!

Wenn Sie eher ein ernster Typ sind, dann schreiben Sie auch Ihr An-
schreiben und Exposé so. Bleiben Sie authentisch! Es hat keinen Zweck,
wenn Sie etwas versuchen, das nicht zu Ihnen passt. Das geht immer
schief.

**~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~**

Hans Peter Roentgen ist einer der Moderatoren der Schreibwerkstatt
www.Textkrafttraining.de, Mitglied der Phoenix-Schreibgruppe
(http://www.roentgen-software.de/phoenix/phoenix.html) und schreibt
Artikel, Rezensionen und Geschichten
(http://www.textkraft.de/pageID_600054.de.html) sowie Computerprogram-
me.


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SCHREIBKURS:
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(redaktion at team pt autorenforum pt de)


"Zehn Fragen für kreative Schreibanfänge(r)"
von Christoph Trüper

Erzählerisches Schreiben fordert einen von vielen Seiten - noch weit
bevor man soweit ist, die alles entscheidende Seite zu schreiben.

Da ist zunächst das verwirrend facettenreiche Spiel der Vorstellungs-
welten, wenn eigene Gedanken und Gefühle geordnet, Recherchen und Er-
kenntnisse eingebracht, die Logik der Geschichte - und das, was darin
vorkommt - einleuchtend erdacht werden müssen. Dann kann sich die
Sprache, die doch im Mittelpunkt des Erzählens steht, sperren: Sie
soll das Geschehen nicht einfach nur beschreiben und erklären, sondern
anschaulich zeigen und Bilder schaffen, die im Kopf eine Reise lohnen.
Dadurch wird sie allerdings auch nicht gerade weniger schwierig,
bleibt gedankengeladen und sensibel für feine Verschiebungen bis aufs
Wort - und bei alldem geht es doch darüber hinaus auch um Rhythmus,
Richtigkeit und korrekte Kommas. Am anderen Ende schließlich stellt
womöglich der Buchhandel Anforderungen an die Handlung - und der Autor
wird sich gleichzeitig bewusst, dass er, vielmehr noch seine Leser,
mit seiner Erzählung auf einer gesellschaftlichen Bühne handeln.

Allein diese Skizze vom Schreiben wirft viele Fragen auf; für die
praktischeren darunter sind vernünftige Ratgeber als Wegweiser zu ei-
ner gut gebauten Lösung bereits fest verankert. Doch Erzählungen zu
verfassen bleibt bei allem ein komplexer und kreativer, eben auch
persönlicher (Verständigungs-)Prozess: Wie genau verstehen die Ratge-
berautorInnen die eigene Position, um weiterhelfen zu können? Und wel-
che - selten alternativlosen - Annahmen über "Erfolg", "Konflikte" und
"Dialog" stehen zwischen den Zeilen ihrer Anweisungen?

Dies ist ein Beitrag für Aspekte der eigenen Schreibauseinanderset-
zung, an die Regeln und Raster kaum hinreichen - und für das Denken im
Schreiben: Zehn Fragen zu allen Etappen des Wegs zeigen zwar keine
Strategien auf, erkundigen sich dafür aber eingehend nach Möglichkei-
ten. Für spezielle Fälle fragen sie also dort nach, wo der renommierte
Ratgeber momentan nicht hinsieht, um - an guten Tagen! - anregende
Ergänzungen zu bieten.

Neu nachzudenken schadet schließlich keinesfalls. Und doch gilt hier
umso mehr: Schreiben muss jede(r) seine Geschichten schon selbst - und
das möglichst selbst-ständig.


Vorstellen - Wahrnehmen - und Schreiben

1. Wie sieht meine Welt aus, und wie bringe ich sie auf die Welt da
draußen? Müsste sich meine erzählte Welt eigentlich ändern, weil sich
die Welt - wenigstens für mich - inzwischen verändert hat? Würde sich
meine Haltung zur Erzählung ändern, wenn ich davon ausgehen müsste,
dass sie im Publikum etwas verändert? Wie?

2. Welche literarische Perspektive nehme ich in meinem Buch ein? In-
wiefern stellt sie eigentlich auch eine Weltsicht - welche? - dar? Was
gehört dazu?

3. Wie wird die Geschichte, wenn ich sie mit genau diesen Mitteln er-
zähle? Will ich das? Sollte ich ihr meine "Technik" besser anpassen?
(Dialogführung, Erzählhaltung, Beschreibungsstil, Szenenfolge ...)

4. Wenn Geschichten immer auch ein komplexes Geflecht aus Menschen,
Dingen und Details sind - welche Rolle spielen die Möglichkeiten der
Auswahl für mich? An welche Entwicklungen, Zusammenhänge glaube ich
eigentlich selbst: im "richtigen Leben" oder sonst? Und in welche
Schubladen oder Schemata möchte ich meine Figuren, Leser etc. drängen?


Rat und Tat zum Text

5. Mit Beobachtungen und Beschreibungen Verständnis zu erreichen ist
immer wieder schwierig - warum machen dann manche Ratgeber einen so
"kurzen Prozess" daraus? Welche Punkte provozieren welche Kritik bei -
punktgenau! - welchen Kritikern: Was mache ich (mir) daraus?

6. Wo ich es doch mit langen, verwickelten Erlebnisketten und kompli-
zierten Gedanken zu tun habe: Welche Rolle spielen eigentlich Erkennt-
nisse aus Geschichte und Gesellschaft, Wissenschaft, Ästhetik und Phi-
losophie für mich? Andererseits: Wenn ich mir vorab schon zu viel sa-
gen lasse(n muss) - habe ich dann selbst überhaupt noch genug zu sa-
gen? Was muss ich schreiben?

7. Wie viel "Stromlinienform" ist gerade noch kreativ?


Buch - Markt - und Forum

8. Suche ich ein Forum für mein Buch oder vor allem einen Markt? Was
sollen meine Bücher auf dem Markt? Wen und was sprechen sie an - und
wie?

9. Wenn ich mit meinem Buch "alles, bloß keine Diskussionen" möchte,
kann ich es dann (so) schreiben? Wen unterhalte ich hier wie - und
womit eigentlich?! - und aus welcher Haltung heraus? Welche Unterhal-
tung(en) möchte ich führen oder fördern? (frei nach Erich Hallhuber
jun.)

10. Wie stelle ich (mir) mein Buch in der Öffentlichkeit vor - und
meinen Umgang damit? Habe ich schon alle Möglichkeiten dafür - auch
die digitalen und die unkonventionellen - eingehend genug geprüft?
Besonders angesichts der Tatsache, dass mir die "höchsten Höhen des
Olymp" (zunächst) verschlossen bleiben dürften?

Der Autor dankt allen Ratgebern, die sich (in) Frage(n) gestellt ha-
ben. Viel Erfolg!

**~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~**

Christoph Trüper (B. A.) kümmert sich als europäisch-grenzübergreifend
orientierter Kulturwissenschaftler auch professionell um Kulturen,
Verständigung und die richtige Auseinandersetzung zwischen Argumenten.
Ein Schwerpunkt kulturgeschichtlicher Neugier liegt beim 19. Jahrhun-
dert (frühe Moderne mit A. C. Doyle, O. Wilde); dazu erste eigene Ar-
beiten. Mehr zu Person & Projekten: www.text-traeger.de.



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BUCHBESPRECHUNG:
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(redaktion at team pt autorenforum pt de)


"Autorenkalender 2010"
besprochen von Ramona Roth-Berghofer

Für alle, die nicht auf eine praktische und zugleich humorvolle Navi-
gation und Terminplanung verzichten wollen, ist der handliche "Auto-
renkalender 2010" gedacht - randvoll mit vielen interessanten Beiträ-
gen. So finden sich neben den Siegertexten des Putlitzer Preises 2009
auch Gastbeiträge von Andreas Eschbach (Autor bleiben - aber wie?),
Iny Lorentz (Erfolg nach Rezept? Eine Richtigstellung) und Anne Hertz
(Erfolgreich unter Pseudonym).

Als besonderen Leckerbissen enthält der Autorenkalender 2010 die voll-
ständige Entstehungs- und Hintergrundgeschichte um den Rohdiamanten-
Autor Rico Beutlich, um dessen Erstling "Über-All" sich mehrere Druck-
kostenzuschuss-Verlage regelrecht gerissen haben. Wenn es nicht so zum
Lachen wäre, wäre es fast schon wieder traurig ...

Praktische Listen und Websites für Autoren fehlen natürlich auch in
diesem Autorenkalender nicht, z. B. die wichtigsten Belletristik-
Verlage, Literatur- und Medienagenturen, Literaturbüros und Links zum
Nachschlagen und Recherchieren. Ganz zu schweigen vom Produktivitäts-
kalender! Mal Hand aufs Herz, wie regelmäßig hat man denn nun wirklich
übers Jahr gesehen an seinem Buch gearbeitet?


42er Autoren e. V. (Hrsg.): "Autorenkalender 2010", 9,95 Euro, Usch-
trin Verlag, ISBN 978-3-932522-13-0


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LESERBRIEF:
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(redaktion at team pt autorenforum pt de)


Auf den letzten Leserbrief gab es eine heftige Reaktion - und einen
andauernden Briefwechsel zwischen mehreren Menschen mit vielen Argu-
menten für beide Seiten, der noch nicht beendet ist. Hier erst einmal
der Leserbrief von Hans Peter Roentgen. (Beachtet bitte auch die Lese-
tipps zum Thema!)
..........

Leider muss ich dem Leserbrief über "gekaufte Rezensionen" und
"getürkte Auflagen" widersprechen.

In dem Leserbrief heißt es: "Der Buchhandel springt auf völlig sinnlos
überhöhte Produktionszahlen an (Œwas, die drucken 50.000? Dann müssen
die davon ausgehen, wenigstens 5.000 verkaufen zu können, also ist das
ein Mega-Bestseller, ich bestelle auch gleich 5!')."

Kein Bucheinkäufer macht so einen Unfug, eben weil die Auflagenzahlen
nicht nachkontrollierbar sind. Deshalb interessiert sich mittlerweile
auch niemand mehr für Auflagenzahlen. Was Bucheinkäufer beeindruckt,
ist die Aussage: "Das Buch bewerben wir im Spiegel", denn die Aussage
ist nachprüfbar und zeigt, dass der Verlag glaubt, da lasse sich ein
Menge von verkaufen.

Buchhändler wissen außerdem, dass jeder Verlag die endgültige Aufla-
genhöhe erst festlegt, wenn die Vorbestellungen des Buchhandels vor-
liegen, nicht vorher.

Dass PR-Agenturen Werbetexte für Bücher verfassen, ist ihre Aufgabe.
Die Texte finden sich in den Vorschauen und auf der Buchrückseite.
Dass mancher Klappentext kaum verändert als Rezension abgedruckt wird,
ist ebenfalls Tatsache, ebenso, dass es Gefälligkeitsrezensionen gibt.
Als Suhrkamp Platzhirsch auf dem Literaturmarkt war, konnte kaum ein
Literaturredakteur - außer er war bekannt genug - es sich leisten,
Suhrkamp zu verreißen. Dann wurde man nicht mehr zu den Partys
eingeladen, erfuhr nicht mehr, was wichtig war, und war beruflich er-
ledigt, so erzählt zumindest Reich-Ranicki, und der sollte es wissen.

Aber gekaufte Rezensionen? Warum, zum Teufel, sollte ein Verlag das
tun? Geld für Werbung wird nur für die Spitzentitel ausgegeben, die
Titel, von denen der Verlag glaubt, dass sie viele begeisterte Leser
finden werden. Für die beschickt man Rezensenten, "Bücherscouts",
Foren etc. reichlich mit Vorabexemplaren, natürlich in der Hoffnung,
dass gute Rezensionen zurückkommen, meist - jedenfalls wenn der
Spitzentitel richtig ausgewählt wurde - mit Erfolg.

Für B-Ware wird keine Werbung seitens der Verlage gemacht, jedenfalls
keine, die über den Verlagskatalog hinausgeht. Da ist in aller Regel
der Autor gefordert. Ganz sicher gibt es da Seilschaften, aber
gezahlte Rezensionen? Wozu zahlen, was es auch umsonst gibt?

Sebastian Fitzeks erster Thriller ist ein Beispiel. Der war vom Verlag
gar nicht als Spitzentitel vorgestellt worden, ist aber aufgrund der
zahlreichen Rezensionen im Netz schnell zum Bestseller geworden. Nein,
die wurden nicht gekauft. Hätte nämlich auch nichts genutzt. Bücher
verkaufen sich durch Mundpropaganda, und wenn ein Buch aufgrund guter
Rezensionen gekauft wird, dann aber Mist ist, ärgert sich der Käufer.
Und erzählt es weiter oder postet einen Verriss, so dass die Wirkung
offensichtlich "getürkter" Rezensionen bald verfliegt.

Tatsächlich gibt es nur einen Bereich, in dem für Rezensionen gezahlt
wird: im Druckkostenzuschussbereich. Manche Druckkostenzuschussverlage
haben "Literaturzeitschriften", die für einen festen Preis (z. B. 100-
150 Euro) Rezensionen erstellen. Und naive Autoren greifen zu, weil
sie glauben, das sei im Buchmarkt üblich. Offenbar glaubt das auch der
Leserbriefschreiber. Doch in diesen "Literaturzeitschriften" tummeln
sich keine Profis, weil das Geld hier zum Fenster rausgeschmissen ist.
Ein einfacher Grund, warum kein ernstzunehmender Verlag bei denen
Rezensionen kauft.

Noch was zu dem Abqualifizieren der Rezensionsforen im Netz: "Eine
Œehrliche' Rezension kann man von den meisten Rezigroupies (das sind
die unendlich vielen "Buchempfehlungsseitenbetreiberinnen", die von
Verlagen mit Neuerscheinungen bis unter die Zimmerdecke versorgt wer-
den - und die die dafür wohlwollend verfasste Rezension auch gleich
zum Abverkauf der Bücher über ebay nutzen) wohl auch kaum erwarten."

Da die Rezensenten für die Besprechungen nicht bezahlt werden, gibt es
keinerlei Grund, geschönte Rezensionen zu verfassen. Wozu? Die Verlage
liefern mittlerweile mehr Leseexemplare aus, als auch der fleißigste
Rezensent lesen kann. Wenn ein Buch nicht gefällt, liest man es nicht
weiter und bespricht es eben auch nicht.

Mit einer Ausnahme: Wenn ein furchtbares Buch viele gute Rezensionen
erhält, dann ärgert man sich. Und dann greift man eben doch zur Feder
und verfasst einen Verriss. Das lässt sich bei Amazon leicht verfol-
gen, bei Büchern, die erst hochgelobt werden. Weil alle die, die auf-
grund der guten Rezensionen zugegriffen haben, nun ihrer Enttäuschung
Luft machen. "Ich kann nicht verstehen, warum das Buch hier so gelobt
wurde, ich habe es nach 50 Seiten nicht mehr weiterlesen können", li-
est man in solchen Fällen.

Was der Leserbriefschreiber hier behauptet, ist einfach Quatsch.
Möglicherweise entsprechen viele Rezensionen nicht seinem Geschmack,
aber das heißt noch lange nicht, dass sie geschönt sind. Foren, die
nur "geschönte" Rezensionen veröffentlichen, liest bald keiner mehr.
Auch im Internet kann man sich schnell den Ruf verderben, und wer
mehrfach erlebt hat, dass man sich auf bestimmte Rezensenten nicht
verlassen kann, wird diese nicht mehr lesen, und damit ist ihre
Wirkung auch gleich Null.

Natürlich gibt es Rezensenten, die einen Namen haben und deren Lob die
Auflage nachweislich steigert. Reich-Ranickis Lob hat schon manchem
Buch zum Erfolg verholfen. Dass er seine Rezensionen verkauft, ist
aber unwahrscheinlich - und falls doch, wäre er so teuer, dass sich
das niemand leisten könnte.

Unfug ist auch die Behauptung, Agenten wollten möglichst hohe Auflagen
sehen. Agenten und Autoren werden nämlich nicht nach der Zahl der ge-
druckten, sondern nach der Zahl der verkauften Bücher bezahlt.
Weswegen sie sich dafür interessieren, ob ein Buch als Spitzentitel
vom Verlag beworben wird, wie hoch die Werbeetat ist, wie groß der
Vorschuss, etc. Das ist es, was zählt.

Ich habe den Eindruck, dass hier kein Profi, sondern ein DKZ-Autor
spricht. Denn dort finden sich diese Argumente fast wortwörtlich wie
in dem Leserbrief immer aufs Neue, und in diesem Segment sind sie auch
richtig. Im Brief wird ja auch kein einziges Beispiel aus dem Profi-
bereich genannt, nicht mal ein anonymes, ganz im Gegensatz zu dem sehr
guten Artikel von Jennifer Schreiner aus dem August-Tempest.

Mein Rat: Vergesst diesen Unfug!

Hans Peter Roentgen


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VERLAGSPORTRAIT:
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(redaktion at team pt autorenforum pt de)

Verlag Federfrei
Inh. Mag. Wolfgang Mayr
Prielstraße 7
A-4614 Marchtrenk
Tel.: 0049 (0)681 10435733
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
http://www.federfrei.at


Der Verlag wurde 2007 gegründet und hat zwei Mitarbeiter. Magister
Mayr arbeitet im Hauptberuf als Verleger.

Um einen Verlag zu gründen, muss man idealistisch oder verrückt sein -
oder beides. Dies hat ein Branchenexperte einmal scherzhaft gemeint.
Auf alle Fälle muss man ein ausgesprochener Buchfanatiker sein. Einen
besonderen Anlass für die Verlagsgründung gab es nicht. Es war die
Liebe zu Büchern, das spezielle Interesse an Krimis, und der Reiz, ein
Hobby zum Beruf zu machen.

Verlagsgeschichte

Im ersten Jahr wurden 5 Bücher publiziert. Mittlerweile erscheinen im
Verlag federfrei jährlich ca. 10 Krimis. Im Jahr 2008 erfolgte der
Startschuss für das Magazin krimiseiten, das derzeit neu konzipiert
wird. Im Jahr 2009 veranstaltete der Verlag federfrei zum ersten Mal
die Literaturtage Gmunden.


Programm und Philosophie

Krimis und Thriller, mit Schwerpunkt auf Krimis mit Lokalkolorit, ohne
dabei ins Triviale abzugleiten. Die Krimis wollen vor allem eines: den
Leser unterhalten. Mit der Veranstaltung von einigen Literatur-
Ereignissen (wie die Literaturtage Gmunden) will der Verlag Literatur
einer breiten Öffentlichkeit vermitteln. Lesungen sollen dabei nicht
im Stil eines Frontal-Unterrichts abgehalten werden - Lesungen sollen
gesellschaftliche Ereignisse sein, bei denen die Besucher sich unter-
halten, miteinander kommunizieren und sich wohl fühlen.


Welche Autoren wurden bisher verlegt?

Vorwiegend österreichische, aber auch deutsche Autoren; es ist dabei
unerheblich, ob ein Autor bereits ein Buch veröffentlicht hat oder ob
es sich um seinen Debütroman handelt. Eine Auflistung der federfrei-
Autoren finden Sie unter http://www.federfrei.at/autoren.html.


AutorInnen gesucht?

Ein Verlag lebt von guten Autoren und guten Manuskripten. Daher sind
wir immer auf der Suche bzw. halten Ausschau nach guten Manuskripten
und engagierten Autoren.


Konditionen

Wir bieten unseren Autoren die üblichen Konditionen, wie im deutschen
Normvertrag für Autorenverträge skizziert.


Was ist besonders wichtig?

Eine faire und transparente Zusammenarbeit. Weiters ist Mayr bei den
Autoren wichtig, dass diese Ihr Werk aktiv mit vermarkten. Die eigen-
tliche Arbeit beginnt nach der letzten Zeile. Der Erfolg eines Buches
wird sich nur dann einstellen, wenn Autor und Verlag aktiv die Ver-
marktung betreiben.


Zukunftspläne, Perspektiven

Aufbau eines monatlichen Krimimagazins - der krimiseiten. Diese findet
man bereits im Internet unter www.krimiseiten.de bzw.
www.krimiseiten.at. Das Magazin soll kein Sammelsurium von Krimi-
Neuerscheinungen darstellen, sondern über das Genre Krimi berichten.
Mit spannenden Reportagen, Gewinnspielen, Interviews, Autoren-
Portraits etc.

Weiterer Ausbau und Ausweitung des Verlagsportfolios.


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GLOSSE:
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(redaktion at team pt autorenforum pt de)


"Top Ten der dümmsten ŒDu bist Autor'-Sprüche"
von Jennifer Schreiner

Ich bin mir sicher, dass jeder, der schreibt, dumme Sprüche kennt -
weil er sie selbst ab und zu zu hören bekommt.

Verwandte, Freunde, alte Bekannte ... Sie alle stehen dem Schreiben
und dem Beruf "Schriftsteller" oftmals mehr oder weniger voreingenom-
men und kritisch gegenüber. Und selbst den netten, verständnis- und
rücksichtsvollen Zeitgenossen in unserer Umgebung entgleist manchmal
die eine oder andere dumme Bemerkung.

Nach fünf Jahren sammeln hat sich bei mir diese Top-Liste
herauskristallisiert:

1. "Ich schreibe auch" - alternativ: "Lies mal!"
2. "Das wollte ich auch immer machen!"
3. "Na ja, jeder braucht ein Hobby!"
4. "Über mich?" - alternativ: "Ich erzähl dir mal meine Bi-
ographie/mein Leben. Daraus kannst du eine tolle Geschichte schrei-
ben!"
5. "Echt?! Und kannst du davon leben?"
6. "Und wann kommt der Bestseller?"
7. "Wieso schreibst du denn jeden Tag von 8 Uhr bis 14 Uhr? Ich
dachte, das macht ihr Schriftsteller gemütlich abends mit einem Glas
Rotwein."
8. "Das wird nie was!" - alternativ: "Weißt du, wie wenig Leute es
schaffen, verlegt zu werden?!"
9. "Bedenk doch mal, wie viel Talent und Zeit du da investieren musst,
um überhaupt Geld zu bekommen! Die Vergütung steht doch in keinem
Verhältnis zum Aufwand."
10. "Schriftsteller?! Das ist doch kein Beruf!" - alternativ: "Bücher
schreiben sich doch von allein, das ist doch keine Arbeit!"


Mein Fazit: Da ich mich bisher wirklich angestrengt, regelmäßig
geschrieben und meine Texte und Manuskripte immer fein säuberlich
geordnet und griffbereit auf dem Schreibtisch deponiert habe, ist es
ja kein Wunder, dass ich noch nicht reich und berühmt bin.

Ich habe also umgehend meine Arbeitsweise geändert. Von nun an krit-
zele ich abends beim obligatorischen Rotwein ein wenig herum - und
führe ein Text-Hotel. Sprich: Angefangene Texte gleichen Genres werden
entsprechend in einer dekorativ eingerichteten Schublade zur Ruhe ge-
bettet. Gruselige Texte dürfen sich zusammen mit Halloweendeko, King-
und Koontz-Büchern im Keller fürchten, erotische Texte werden auf
flauschige Decken gepackt und dürfen unter Rotlicht kuscheln, und die
Kinderbuchtexte müssen lernen, im Zimmer meines vierjährigen Sohnes zu
überleben.

So sollten sie sich optimal vermehren und weiterentwickeln. Und wehe,
die faulen Stücke wagen es, sich nach all dem Aufwand nicht selbst zu
Ende zu schreiben! Dann fertige ich aus ihnen Voodoo-Puppen!

Aber wohin bloß packe ich diesen Text, damit er mehr kreative Kraft
entfalten kann? Damit er sich vermehren kann und Früchte trägt? Ich
hab´s! In den Tempest!

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Wer mehr über die Autorin Jennifer Schreiner oder ihr aktuelles,
dämonisches Fantasy-Romance-Buch "Eine Löwin für die Bestie" erfahren
will, kann ihre Homepage http://www.JenniferSchreiner.com besuchen.


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UNSERE EXPERTINNEN UND EXPERTEN:
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Bitte schickt den ExpertInnen nur Fragen zu ihrem Expertenthema -
keine Manuskripte zur Beurteilung.

Bitte verseht jede Anfrage mit einem aussagekräftigen Betreff. Sonst
kann es sein, dass die Mail vorsichtshalber sofort gelöscht wird.


Drehbuch: Oliver Pautsch
drehbuch at experte pt autorenforum pt de
Fandom: Thomas Kohlschmidt
fandom at experte pt autorenforum pt de
Fantasy: Stefanie Bense
fantasy at experte pt autorenforum pt de
Heftroman: Arndt Ellmer
heftroman at experte pt autorenforum pt de
Historischer Roman: Titus Müller
historischer.roman at experte pt autorenforum pt de
Kinder- und Jugendbuch: Michael Borlik
kinderbuch at experte pt autorenforum pt de
Lesungen: Rüdiger Heins
lesungen at experte pt autorenforum pt de
Lyrik: Martina Weber
lyrik at experte pt autorenforum pt de
Sachbuch: Gabi Neumayer
sachbuch at experte pt autorenforum pt de
Schreibaus- und -fortbildung: Uli Rothfuss
fortbildung at experte pt autorenforum pt de
Schreibgruppen: Ute Hacker
schreibgruppen at experte pt autorenforum pt de
Schreibhandwerk: Ute Hacker
schreibhandwerk at experte pt autorenforum pt de
Sciencefiction: Andreas Eschbach
sf-autor at experte pt autorenforum pt de
Übersetzung: Barbara Slawig
uebersetzerin at experte pt autorenforum pt de
Verlagswesen: Bjørn Jagnow
verlagswesen at experte pt autorenforum pt de

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Experten-Special:
.................

Bjørn Jagnow hat seine über 80 Fragen und Antworten zu den Themen Ur-
heberrecht, Verlagswesen und Vermarktung der letzten acht Jahre gesam-
melt (jetzt inklusive 2007) und stellt sie euch als kostenloses PDF
zur Verfügung. Das Tolle daran: Die Fragen sind nun thematisch geord-
net, das elektronische Format erlaubt eine schnelle Volltextsuche -
und Björn hat außerdem alle Antworten überarbeitet und aktualisiert.
Ob ihr Infos sucht zu Ausfallhonorar, Book on demand, Buchpreisbin-
dung, Druckkostenzuschussverlag, Exposé, Honorar, ISBN, Leseprobe,
Nebenrechte, Plagiat, Titelschutz, Verlagsgründung, Zitat oder ...
Hier werdet ihr fündig: http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:0062-
tempest2-4.


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FRAG DEN EXPERTEN FÜR DREHBUCH:
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Oliver Pautsch (drehbuch at experte pt autorenforum pt de)


Frage:
Ich möchte hauptberuflich vom Schreiben leben können.

Im letzten Jahr habe ich ein recht ungewöhnliches Projekt ins Leben
gerufen, musste allerdings während dieses Jahres feststellen, dass es
nicht möglich sein wird, den Film selber zu produzieren; [...] alleine
für den Trailer würden 50-100.000 Euro an Kosten zustande kommen.
[...]

Da ich mit diesem Projekt nicht weiterkomme, habe ich in diesem Jahr
zwei weitere Drehbücher (in englischer Sprache) geschrieben. [...]
Jetzt stehe ich vor dem Scheideweg. Ich weiß, dass keine deutsche
Agentur, die bei Trost ist, einen deutschen Autor akzeptieren wird,
der auf Englisch schreibt; Ähnliches gilt übrigens auch für engli-
sche/am. Agenturen. [...]

Daher habe ich begonnen, das realistische Drama, die Dreiecksgeschich-
te, in einen Roman in deutscher Sprache umzuarbeiten. Und zwar nicht
1:1, sondern so, dass daraus ein tatsächlich eigenes Buch werden kann.
Meine Frage ist, wie viel ich schreiben soll, bevor ich den Roman an
Agenturen und Verlage schicke; in der Regel wollen diese ja nur ein
einziges Kapitel lesen und die Gesamthandlung stimmt überwiegend mit
dem Drehbuch überein. Ein fertiger Roman wird aber erst daraus, wenn
ich die letzte Seite geschrieben und mindestens eine Korrektur hinter
mir habe, und das kann noch etwas dauern.

Was sollte ich tun? Ein erstes Kapitel schreiben [...] und den Roman-
anfang + Synopsis verschicken oder das Projekt zu Ende führen und den
überarbeiteten Roman bzw. dessen erste(s) Kapitel versenden?

Ich denke ganz einfach, dass man in Deutschland mehr Chancen hat, wenn
man einen Roman veröffentlicht, als wenn man versucht, sich als purer
Drehbuchautor durchzuschlagen. [...]



Antwort:
Ich danke für Ihre E-Mail und kann Ihre Motivation gut verstehen. Aber
wollen Sie das wirklich tun ?-)

Na gut - Sie könnten z. B. als reiner Drehbuchautor Geld verdienen,
wenn Sie sich etablieren. Dazu ist nicht unbedingt ein Roman nötig
oder hilfreich. Damit verdient man weniger. Und Film-
/Fernsehproduzenten schielen eher auf eine Filmografie - außer Sie
haben einen Bestsellerroman geschrieben, der sich adaptieren lässt ;-)

1) Sorgen Sie dafür, in beiden Gewerben dafür etwas "auf die Uhr" zu
bekommen.

2) Arbeiten Sie im Filmbereich an Hochschulprojekten mit. Dort sind
begrenzte Mittel, aber sehr viel Enthusiasmus unterwegs. Die Absolven-
ten (oder Zwischenprüfler) sind risikobereiter und auch SF-Themen auf-
geschlossen. Meist mangelt es dort an guten Drehbüchern! Außerdem ist
die Festival- und Preisauswertung von Abschlussfilmen und -filmern
nicht zu verachten. Denn es ist mindestens noch einmal so viel Arbeit,
den Film auch anständig zu verwerten, wie den gleichen Film vorher gut
zu drehen. Das verkennen viele "Profis" später. Weil Festivaleinrei-
chung so mühsam, riskant und kostspielig ist.

3) Sammeln Sie im Druckbereich Veröffentlichungen: Kurzgeschichten in
Anthologien, vielleicht sogar Preise themengebundener Ausschreibungen,
Zeitschriften, etc. Lernen Sie Kollegen kennen, treten Sie vielleicht
in Autorenorganisationen ein. Auch wenn die meisten Autoren eher Ein-
zelgänger sind, kann das durchaus motivierend, jobfördernd und hilf-
reich sein.

4) Beobachten Sie den Markt. Daran vorbei zu schreiben ist Zeitver-
schwendung. Sie können jedem Genre Ihren Stempel aufdrücken - doch
dazu müssen Sie sowohl das Genre als auch den Markt sehr genau kennen.
Durchforsten Sie Trailerseiten (z. B. http://www.apple.com/trailers/),
Netz- und reale Videotheken, den Buchhandel und die Messen. Und und
und ...

5) Halten Sie durch! Geben Sie nie auf! Autor als Hauptberuf ist
gleichzeitig Hindernis- und Marathonlauf. Geringe Fixkosten, reiche
Eltern, eine Frau mit einem guten Job oder ein Standbein mit 13. Mo-
natsgehalt sind nie verkehrt für den langen Atem, um als Autor Fuß zu
fassen. Und selbst dann müssen Sie ständig dranbleiben und kleine
Brötchen backen. Gilt zumindest für den Großteil aller Autoren in bei-
den Handwerken.

6) Ich halte Ihre durchaus klugen und recherchiert klingenden Ausfüh-
rungen zum Thema "Roman für Agentur oder Verlag" für richtig: Erst das
Exposé und ein Kapitel anbieten. Ob Sie weiter schreiben oder nicht,
bleibt Ihnen überlassen. Oft kommen Verlage allerdings auf andere
Ideen mit Ihrem Manuskript. Dann müssen Sie viel umarbeiten/neu
schreiben.
(Ich bin zu faul, äh, effizient für so etwas ;-))

7) Nummerieren Sie Ihre Ausführungen niemals!

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Oliver Pautsch, Jahrgang 65, sammelte zunächst Erfahrungen als Fahrer,
Beleuchter, Aufnahmeleiter und Regieassistent im Fernsehgeschäft. Spä-
ter ein Zwischenspiel an der Uni Düsseldorf, doch er wollte lieber
direkt für die Branche schreiben. Es entstanden Drehbücher für Kurz-
filme, Serienfolgen und für den sog. "abendfüllenden" Film.
http://www.drehbuchautoren.de/Autoren/meinautor.php?ID=164


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FRAG DIE EXPERTIN FÜR FANTASY:
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Stefanie Bense (fantasy at experte pt autorenforum pt de)


Frage:
Ich habe Schwierigkeiten, mich auszudrücken. In meinem Kopf ist alles
ganz klar, aber ich bekomme es nicht so aufs Papier, habe auch schon
mehrere Geschichten abgebrochen und weiß nicht weiter. [Die Original-
Mail ist verschwunden, daher wird die Frage hier nur inhaltlich wie-
dergegeben. - die Red.]


Antwort:
Gedankenchaos beim Schreiben? Das kennen wir alle. Manche lieben es,
weil dadurch erst die spannendsten Ideen entstehen. Manche hassen es,
weil sie lieber geordneter schreiben möchten. Die Phantasie ist nun
mal frei ...

Wenn man jedoch eine Geschichte erzählen will, braucht sie einen "Ro-
ten Faden" und eine Struktur. Die kann man sich vorher erarbeiten oder
während des Schreibens.

Vorher heißt, dass man sich Gedanken macht, was wann warum mit einer
Figur in der Geschichte passiert und was sich daraus für Konsequenzen
ergeben. Das kann man auf Zetteln, Karteikarten etc. in Kurzform no-
tieren und dann hinterher sortieren. Etwa: Also erst muss der Zauberer
in die Stadt kommen, dann können die merkwürdigen Vorfälle der Stadt-
wache auffallen, und dann bekommt mein Held den Auftrag herauszufin-
den, was da vorgeht.

Als Nächstes wird dieses "Gerippe" mit "Fleisch" gefüllt, d. h., man
erarbeitet sich Szene für Szene, was wo wie mit wem passieren soll.
Auch das lässt sich auf Karteikarten festhalten und später sortieren.
Bevor man den tatsächlichen Text schreibt!

Wer lieber entdeckt statt plant, schreibt einfach drauflos. Das ist
nicht falsch. Aber die Arbeit, die sich ein Planer vorab macht, muss
der Entdecker beim Schreiben oder danach leisten: Er muss eine Struk-
tur finden und beibehalten. Er muss ein logisches Ganzes aus all sei-
nen Ideen machen. Und das bedeutet wirklich Arbeit!

Dennoch kennen auch Planer das Szenario, dass sich Szenen, Figuren und
Schauplätze während des Schreibens ändern. Daher planen sie nie alle
Details im Voraus, sondern schaffen sich nur eine grobe Struktur. Vor
allem muss man wissen, wo die Geschichte anfängt und wo sie wie aufhö-
ren soll. Ohne diese Fixpunkte mäandert jeder Text nur so vor sich
hin. Denken Sie es sich wie eine Urlaubsreise. Wenn Sie nicht wissen,
wohin sie wollen, wie wollen Sie denn da ankommen? Nun können Sie je-
den Stopp und jede Übernachtung vorab planen oder einfach drauflos
fahren (was natürlich mehr Zeit kostet). Aber sobald Ihnen das Ziel
klar ist, werden Sie auch ankommen.

Daher rate ich Ihnen: Werden Sie sich erst einmal über das Ende Ihrer
Story klar. Schreiben Sie es vielleicht zuerst. Dann versuchen Sie,
auf dieses Ende hin zu schreiben. Zusätzlich empfehle ich Ihnen die
Artikel im "Tempest", die sich mit dem Aufbau einer Geschichte befas-
sen.

Was Ihre Unzufriedenheit mit Ihren Formulierungen angeht: Das geht uns
im ersten Entwurf allen so! Nichts, was man im Eifer der aufblühenden
Idee hin schreibt, trifft wirklich das, was wir meinen. Es sei denn,
der Autor ist ein Meister der Sprache und versteht es, sich immer
treffend auszudrücken. Es ist ein Lernprozess und ein dauerndes Trai-
nieren, die Sprache für seine Texte einzusetzen. Sie werden neue Worte
lernen und erfinden, Sie werden manchmal in Metaphern und Bildern
schwelgen, um etwas zu beschreiben. Je mehr Sie schreiben, desto si-
cherer werden Sie in der Sprache. (Ansonsten helfen weiter: Duden,
Synonym-Wörterbücher und Dornseiff: Der deutsche Wortschatz nach Sach-
gruppen.)

Dennoch: So, wie es in Ihrer Phantasie erscheint, so wird es auf dem
Papier oder im PC niemals aussehen. Im Kopf ist es perfekt, geschlif-
fen, blendend bunt, kristallklar und einmalig schön. Aber sobald es in
die Realität treten muss, bedeutet es harte Arbeit, zumindest einen
Teil dieser Schönheit zu retten. Auch das geht uns allen so.

Das mag kein Trost sein, aber es gibt kein Rezept dafür, nur hartes
Training. Immer wieder sind Beschreibungen neu zu formulieren, Wörter
nachzuschlagen (und die deutsche Sprache ist daran sehr reich!), aus-
zuprobieren und ist ein eigener Stil zu schaffen.

Verlieren Sie nicht den Mut! Nehmen Sie's als Herausforderung! Besie-
gen Sie Ihre Selbstzweifel, indem Sie in eine Schreibgruppe gehen, die
handwerklich arbeitet. Dort erfahren Sie, dass alle anderen ähnliche
oder gleiche Probleme haben. Und Sie können sich Hilfe holen bei de-
nen, die schon "etwas länger im Training" sind. Trauen Sie sich aber
erst, selbst eine Geschichte in der Runde vorzustellen, wenn sie an
ihr nicht mehr zweifeln.
Geben Sie nicht auf! Schreiben zu lernen ist ein Prozess wie Bergstei-
gen oder Marathonlauf zu lernen. Irgendwann steckt man mal fest, dann
rutscht man ab, dann geht einem die Puste aus. Nur wenn man dabei
bleibt, kann man etwas erreichen! Sie werden merken, dass Sie etwa
alle 150.000 Wörter, die Sie schreiben, einen "Quantensprung" machen
werden. Es wird dauern, aber das ist es wert! Wer jemals Menschen mit
seinen Geschichten unterhalten hat, der weiß das.

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Stefanie Bense lebt und arbeitet in Hannover, gibt Schreibkurse und
führt eine Roman-Werkstatt, http://www.romantisch.essdeh.de, veröf-
fentlicht sporadisch und schreibt an ihrem dritten Roman.


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Veranstaltungen, Ausschreibungen, Publikationsmöglichkeiten, Messen
und Seminare findet ihr im zweiten Teil des Tempest, der mit getrenn-
ter Mail kommt!
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Einsendungen sind zu allen Rubriken von autorenforum.de - nach Rück-
sprache - erwünscht. Zurzeit können jedoch noch keine Honorare gezahlt
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beitrag at team pt autorenforum pt de.

Fragen zu Einsendungen sollten ebenfalls an diese Adresse gerichtet
werden. Die genauen Richtlinien findet ihr unter der Adresse
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I M P R E S S U M
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Herausgeber:
Ramona Roth-Berghofer public.relations at team pt autorenforum pt de
Gabi Neumayer redaktion at team pt autorenforum pt de
Stefan Schulz webmaster at autorenforum pt de
Thomas Roth-Berghofer
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