Ausgabe 11-09 (20. September 2009)

Editorial
Hall of Fame
Schreib-Kick
Lesetipp
Autorenwissen
   "Die Zufriedenheit der Leser"
   von Annette Scholonek
Schreibkurs
   "Masterplots: Wie man mit erprobten Mustern
   Geschichten designt"
   von Ulrike Dietmann
Leserbrief
Interview mit Lianne Kolf
Verlagsportrait
   "Deich-Verlag"
Küss mich, ich bin ein Autor!
Frag den Experten für Drehbuch
   (Oliver Pautsch)
Frag die Expertin für Sachbuch
   (Gabi Neumayer)
EDITORIAL:  
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Liebe Autorinnen und Autoren, 

der erste Herbst-Tempest beantwortet unter anderem die dringende Autor- 
Innenfrage, was LeserInnen denn nun wirklich wollen und worauf es  
ihnen ankommt. Annette Scholonek hat das per Umfrage untersucht und  
erstaunliche Ergebnisse zutage gefördert. 

Wie man mit alten Mustern etwas Neues schafft, das zeigt Ulrike Diet- 
mann im Schreibkurs. Ramona und Thomas Roth-Berghofer haben die Lite- 
raturagentin Lianne Kolf interviewt, Ursula Schmid-Spreer stellt einen  
neuen Verlag vor, und einen spannenden Leserbrief gibt es diesmal  
auch, in dem es um gefakte Rezensionen geht. Dazu gibt es auch wieder  
Expertenantworten, den Schreib-Kick und vieles mehr. 

Der Tipp des Monats September, diesmal von mir (schickt Kurz-Tipps!!): 

    Um sich ein Thema zu erschließen, kann man das Abecedarium  
    verwenden (ich habe es gerade in einer Schreibwerkstatt 
    für Kinder erprobt). Die Buchstaben des Alphabets untereinander 
    auf ein Blatt schreiben und dann zu jedem Buchstaben  
    etwas zum Thema Passendes suchen. 

Für die nächste Verlosung suchen wir vor allem Schreib-Tipps fürs Edi- 
torial, maximal 250 Zeichen, jedes Thema, das AutorInnen interessiert,  
ist erlaubt: Tipps zum Veröffentlichen, zur Verlagssuche, zur Schreib- 
technik ... Einsendungen, die uns bis zum 15. Oktober erreichen, kom- 
men in die Lostrommel für den nächsten sensationellen AutorInnenpreis! 

Und für alle, die nun schon dem Sommer hinterher trauern: Lasst die  
Blätter ... äh, die Köpfe nicht hängen: Auch der Herbst kann schön  
sein und ungeahnte Erfolge bringen! 

 Gabi Neumayer 
 Chefredakteurin 

~~~~~~~~~~~ 
Damit wir den Tempest auch in Zukunft weiterführen können, brauchen  
wir eure Hilfe: Wer uns unterstützen möchte, überweise bitte einen  
freiwilligen Jahresbeitrag (15 Euro haben wir als Richtwert gesetzt,  
aber ihr helft uns auch schon mit 5 oder 10 Euro weiter) auf das Konto  
von autorenforum.de: 

Sparda Bank Südwest eG 
BLZ 550 905 00 
Kto. 100 724 515 
Stichwort: "Beitrag 2009" 

Für AuslandsabonnentInnen: Am 1. Juli 2003 wurden die Auslandsüberwei- 
sungsgebühren gesenkt. Aber natürlich könnt ihr uns euren Beitrag auch  
weiterhin per Post schicken (Adresse am Ende des Tempest). 

Wer aus Österreich überweist, braucht außerdem diese Nummern (bitte  
genau so zusammenschreiben!) 
IBAN: DE16 5509 0500 0100 7245 15 
BIC: GENODEF1S01 

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ISSN 1439-4669   Copyright 2009 autorenforum.de. Copyright- und 
                Kontaktinformationen am Ende dieser Ausgabe 
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  INHALT DIESER AUSGABE: 


TEIL 1: 

     Editorial 
     Hall of Fame 
     Schreib-Kick 
     Lesetipp 
     Autorenwissen 
        "Die Zufriedenheit der Leser" 
        von Annette Scholonek 
     Schreibkurs 
        "Masterplots: Wie man mit erprobten Mustern  
        Geschichten designt" 
        von Ulrike Dietmann 
     Leserbrief 
     Interview mit Lianne Kolf 
     Verlagsportrait 
        "Deich-Verlag" 
     Küss mich, ich bin ein Autor! 
     Frag den Experten für Drehbuch 
        (Oliver Pautsch) 
     Frag die Expertin für Sachbuch 
         (Gabi Neumayer) 
     Impressum 


TEIL 2: 

     Veranstaltungen 
     Ausschreibungen 
     Publikationsmöglichkeiten 
          mit Honorar 
          ohne Honorar 
     Seminare 
     Messekalender 
     Impressum 

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HALL OF FAME: 
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                             (redaktion at team pt autorenforum pt de) 

Die "Hall of Fame" zeigt die Erfolge von AbonnentInnen des Tempest.  
Wir freuen uns, wenn ihr euch davon motivieren und ermutigen lasst -  
dann werden wir euer neues Buch hier bestimmt auch bald vorstellen  
können. 

Melden könnt ihr aktuelle Buchveröffentlichungen (nur Erstauflagen!)  
nach diesem Schema: 

....... 
AutorIn: "Titel", Verlag Erscheinungsjahr (das muss immer das laufende  
oder das vergangene Jahr sein!), Genre (maximal 2 Wörter). Zusätzlich  
könnt ihr in maximal 60 Zeichen inklusive Leerzeichen (nicht Wörtern!)  
weitere Infos zu eurem Buch unterbringen. 
....... 
Ein Beispiel (!): 

Johanna Ernst: "Der Fall der falschen Meldung", Hüstel Verlag 2009,  
Mystery-Thriller. 60 Zeichen - und kein einziges mehr! Inklusive Home- 
page! 
....... 

Ausgeschlossen sind Veröffentlichungen in Anthologien, Bücher im Ei- 
genverlag und BoDs (sofern sie im Eigenverlag erschienen sind) sowie  
Veröffentlichungen in Druckkostenzuschussverlagen.  

ACHTUNG, NEU! 
Schreibt in eure Mail mit der Meldung immer auch hinein, dass ihr be- 
stätigt, dass die Veröffentlichung weder im Eigenverlag noch in einem  
Verlag erschienen ist, bei dem der Autor irgendetwas bezahlt hat! 

Schickt eure Texte unter dem Betreff "Hall of Fame" an  
redaktion at team pt autorenforum pt de.  

Wir berücksichtigen ausschließlich Meldungen, die nach dem obigen  
Schema gemacht werden und die Bestätigung zum Verlag enthalten. Ände- 
rungsaufforderungen zu Meldungen, bei denen das nicht der Fall ist,  
werden ab sofort nicht mehr verschickt! 
~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ 

Franziska Kelly: "Als sei nichts gewesen ... - 13 Kriminalstorys und  
Thriller", Romantruhe Verlag 2009. http://www.gluehwurm-online.de 

Julie Leuze: "Schwäbische Geisterstunde. Schaurig-schöne Geschichten",  
Silberburg-Verlag 2009, Kurzgeschichten 

Christian Mörken: "Oh, wie schön ist Caracas", R. Brockhaus Verlag  
2008, Liebesgeschichte. www.moerken.de 

Vera Klee: "Schaurig schöne Geschichten - Band 2", Roegelsnap Hörbuch- 
verlag 2009, Mystik/Horror. Hörprobe und Bestellung u. a. bei  
www.soforthoeren.de 

Christian Mörken: "Wie ich versuchte die Schöpfung zu retten", R.  
Brockhaus Verlag 2009, Roman/ Humor. www.moerken.de 

Nicole Rensmann: "Regenbogenläufer - 15 Geschichten für Groß & Klein",  
Drachenmond Verlag 2009. http://www.nicole-rensmann.de  

Mark Bredemeyer: "Runenzeit - Im Feuer der Chauken", Zaria-Prophetia  
Verlag 2009, Historic-Fantasy. Spannender Zeitreiseroman. Mehr:  
http://www.runenzeit.de 

Cornelia Ehses, Renate Naber: "Zeit der Strafe", Emons Verlag 2009,  
Köln-Krimi. www.emons-verlag.de/frame.php oder www.cornelia-ehses.de 

Ruth M. Fuchs: "Kunibert Kumbernuss gefundene Geschichten", Ulrich  
Burger Verlag 2009, All Age. Neue Sagen für Kinder jeden Alters,  
www.ruthfuchs.de  

Susanne Oswald: "Senf - Das geheime Heilmittel der Natur", Herbig Ver- 
lag 2009, Sachbuch. http://www.susanneoswald.de,  
http://www.senferia.de 

Dagmar Fischer: "Bolle ist verschwunden", DIX Verlag 2009, Kinderbuch.  
Spannende Reisegeschichte über Berlin. www.dagmarfischer.com  

Alexa Stein (Hrsg.): "Im Morden was Neues", Wellhöfer Verlag 2009,   
Krimianthologie. 23 Kurzkrimis der Mörderischen Schwestern aus dem  
Norden 


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SCHREIB-KICK: 
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                             (redaktion at team pt autorenforum pt de) 


Unser Schreib-Kick für den September, diesmal von Andrea Behnke: 

Wenn man beim Schreiben "festhängt", hilft es oft, die Textgattung zu  
wechseln. Zum Beispiel, indem man einen Brief oder eine Mail an einen  
Freund / eine Freundin schreibt. Darin kann man einfach weiterschrei- 
ben - in der Ich-Form und ungeachtet aller "Formalia" - oder dem  
Freund / der Freundin schreiben, was man als Nächstes tun möchte. Oder  
man beschreibt seine momentanen Probleme. Meistens geht das Weiter- 
schreiben anschließend wieder viel leichter. 


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LESETIPP: 
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                             (redaktion at team pt autorenforum pt de) 

http://www.spiegel.de/kultur/literatur/0,1518,645279,00.html: Bericht  
über den Schildbürgerstreich einiger 42erAutoren, die mit einem unsäg- 
lichen Machwerk Zuschussverlage vorgeführt haben. 


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AUTORENWISSEN: 
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                             (redaktion at team pt autorenforum pt de) 


                    "Die Zufriedenheit der Leser" 
                        von Annette Scholonek 

Ihr Roman in der Schublade ist nicht das, was "die Leser" sich wün- 
schen? Mag sein, aber vieles von dem, was gegenwärtig veröffentlicht  
ist, stellt "die Leser" auch nicht zufrieden. Ja, Bücher gibt es wie  
Sand am Meer - aber Perlen sind darin leider selten. Und Perlen, die  
den eigenen Geschmack perfekt treffen, sind noch viel seltener. 

Die Ergebnisse der von mir durchgeführten Online-Umfrage zum Thema  
"Zufriedenheit mit Romanen" unter 445 Lesern aus rund 30 Schreib- und  
Leseforen haben gezeigt, dass 44 % der Leser etwas in Romanen vermis- 
sen. Im Schnitt bewerten die Leser nur 3 von 5 Romanen als wirklich  
gut, also 60 %. "Vollkommen begeistert" von einem Buch sind nur 35 %  
der Leser sehr oft. Was überwiegt, sind mäßig gute Leseerlebnisse wie:  
"Das Buch ist weder gut noch schlecht, Durchschnitt eben". 

Man sagt Ihnen, Ihr Roman sei nur lauwarme Kost, die man schon zigmal  
gelesen hat? Nun, Recht könnten Ihre Testleser haben. Aber schließen  
Sie daraus bitte nicht, das Niveau unter den veröffentlichten Romanen  
sei sooo viel höher und stelle sooo viele Leser mehr zufrieden als Ihr  
Werk. 

Sie glauben, die meisten Bücher werden zu Bestsellern, weil die Quali- 
tät so herausragend hoch ist? Dann stehen Sie ziemlich allein da. 79,2  
% der befragten Leser sind überzeugt, dass der Erfolg vieler Bücher  
zum Großteil auf Werbung beruht und viele unbekannte Romane mit dem  
entsprechenden Werbeaufwand auch Bestseller wären. 


         Der Mythos vom Buchanfang 

Was das für Sie mit Ihrem Werk in der Schublade bedeutet: Haben Sie  
erst einmal ein solides Mittelmaß erreicht (und das erreicht man mit  
Beherzigung diverser Schreibtipps recht schnell), könnte sich Ihr Werk  
ganz gut verkaufen, wenn die potentiellen Leser es in jeder Buchhand- 
lung Deutschlands auf Augenhöhe im Regal sehen. Ihr hochdüsterer  
08/15-Anfang mit der Dramatik von "Es blitzte und donnerte, er war  
tot" interessiert die Leser ohnehin nicht so sehr. 46,7 % der befrag- 
ten Leser - also fast die Hälfte! - gab in der Umfrage an, dass der  
Buchanfang überhaupt nicht zu ihrer Kaufentscheidung beiträgt, weitere  
27,9 % verteilten von 100 möglichen Punkten nur 1-10 Punkte auf den  
Buchanfang (der Rest wurde auf 11 weitere Aspekte des Buches ver- 
teilt). 
Die Mehrheit achtet also wenig bis gar nicht auf die so sagenhaften  
ersten Sätze. Auch davor, dass man Ihr Buch vor dem Kauf in der Mitte  
aufschlägt oder an sonst einer Stelle intensiv zu lesen beginnt, brau- 
chen Sie keine Angst zu haben. Nur für 15 % der Leser ist eine tiefere  
Lektüre zumindest ein bisschen mehr für den Kauf eines Buches ent- 
scheidend. 68,7 % schauen überhaupt nicht nach, was Sie auf Seite 203  
verbrochen haben. 


         Klappentext und Cover 

Man verlässt sich eben auf die Qualitätsgarantie der Verlage - oder  
auf die Klappentexte. In Schreibforen hat man Ihnen vielleicht schon  
vielfach gesagt, der Anfang Ihres Romans ist langweilig und man würde  
Ihr Buch niemals in der Buchhandlung kaufen. Dazu müssen Sie wissen:  
Der Schreibforenleser betrachtet Ihren Text oft unter anderen Ge- 
sichtspunkten, als es viele Leser in der Buchhandlung tun. Ihren öden  
oder nur mäßig spannenden Anfang werden sich viele Kunden der Buch- 
handlung überhaupt nicht ansehen - und schon gar nicht werden sie sich  
den Kopf darüber zerbrechen, ob man dieses oder jenes Adjektiv nun  
besser streichen sollte oder ob Sie einmal die rechte Hand mit der  
linken Hand Ihrer Figur verwechselt haben. 

Nein, das alles ist gar nicht so wichtig, wenn Ihr Buch erst einmal im  
Regal steht. Weit fataler für Sie ist es, wenn der Werbetexter den  
Klappentext vermasselt. Das beeinflusst nämlich die Kaufentscheidung  
von 88 % der Leser, von 66,7 % sogar stärker. 

Auch aufs Cover sollten Sie ein wenig Acht geben. Rund 65 % lassen  
sich zumindest ein bisschen davon leiten. 

Sie sehen, beim eigentlichen Verkauf kommt es gar nicht so sehr auf  
Ihre ersten Zeilen an. Vielleicht könnte sich so manches BoD-Buch so- 
gar verkaufen, wenn es in ein augengünstiges Regal der Buchhandlung  
geschmuggelt würde. Beim Verlagslektor sieht es natürlich um einiges  
anders aus mit den Chancen Ihres mäßig guten Manuskripts, aber auch  
dort sind Ihre ersten Zeilen nicht das alles Entscheidende (Ihre Vita,  
Ihr Anschreiben, Ihr Exposé ...). 


         Mittelmaß reicht nicht 

Aber im Interesse aller Leser: Versuchen Sie es nicht mit Werbe- und  
Schmuggeltricks, sondern schreiben Sie Romane, deren Qualität aus Ih- 
rer Sicht wirklich gut ist. Der Klappentext ist nämlich nicht nur das  
Schriftstück, worauf die Leser und Leserinnen beim Kauf am meisten  
achten, sondern ebenfalls das Schriftstück, von dem sie sich am mei- 
sten betrogen fühlen: 46,3 % der befragten Leser gaben an, sich im  
Nachhinein besonders vom Klappentext enttäuscht zu fühlen. 

Noch ein zweiter Grund, warum Sie nicht versuchen sollten, nur "Mit- 
telmaß" zu schreiben oder "Harry Potter" nachzuahmen: 76 % der Leser  
und Leserinnen erwarten mit zunehmender Leseerfahrung bessere Quali- 
tät, was Sprache, Handlung, sachliche Korrektheit und Charaktere be- 
trifft. Mit anderen Worten: Was die Harry-Potter-Generation Ende der  
90er begeistert hat, muss sie im Jahr 2010 nicht ebenso begeistern. 76  
% der Leser lesen nämlich nicht gerne ständig "das Gleiche" (aller- 
dings: 24 % lesen noch gerne Ähnliches wie bisher, es könnte also  
durchaus noch Markt für Ihren Harry-Potter-Klon da sein). 

Aber kommen wir zu der Frage, die Sie als unbekannter Autor, als Neu- 
Autor und Traumberufler am meisten interessiert: Wie sehr warten all  
die unzufriedenen Leser auf SIE? Wie sehr glauben die Leser, dass  
neue, unbekannte Autoren ihre Wünsche erfüllen können? Allzu offene  
Arme dürfen Sie nicht erwarten. In neuen, unbekannten Autoren sehen 44  
% der Leser nur eine "leichte Hoffnung" auf bessere Bücher. Womöglich  
fürchten sich die Leser also vor Ihnen; immerhin tragen Sie zur Infor- 
mationsüberflutung bei und stellen als unbekannte Größe ein großes  
Risiko dar. 

Doch es gibt einen kleinen Trost: Wenn die Leser mehr gute Romane fin- 
den würden (hoffentlich zählt auch Ihr Buch dazu!), wären 72,6 % be- 
reit, sie zum Vollpreis zu kaufen. Für ein wirklich gutes Buch würden  
die meisten Leser 11 bis 20 Euro ausgeben, 30 % sogar mehr. Sie sehen,  
sogar wenn Sie "on demand" oder in anderen kostenhöheren Kleinaufla- 
genverfahren veröffentlichen, finden sich noch genug Leser, die Ihnen  
den höheren Preis bezahlen - vorausgesetzt, Sie schaffen es, die Leser  
wirklich zu überzeugen. 

Link zur ganzen Studie "Zufriedenheit mit Romanen": 
http://0101.netclime.net/1_5/044/15f/309/Studie%20Zufriedenheit%20mit% 
20Romanen%2C%202009.pdf 

                   **~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~**  

Annette Scholonek studierte Germanistik und Soziologie, seit 8 Jahren  
schreibt sie (bisher unveröffentlichte) Romane im Bereich Science- 
Fantasy. Ihre Studienarbeit schrieb sie über Autorenwebsites und Auto- 
renmarketing im Internet und forscht auch in ihrer Freizeit zu Buch- 
markt, Autoren und Leserzufriedenheit, insbesondere für Fantasy /  
Science-Fiction. http://sitekreator.com/Annera/main_page.html 


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SCHREIBKURS: 
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                             (redaktion at team pt autorenforum pt de) 


            "Masterplots: Wie man mit erprobten Mustern  
                        Geschichten designt" 
                         von Ulrike Dietmann 

Plots folgen immer gleichen Spielregeln. Das ist eine erschreckende  
Erkenntnis: Man glaubt ja als Autor, dass man etwas wirklich Neues,  
nie Dagewesenes zu erzählen hat. Aber die meisten Belletristikveröf- 
fentlichungen folgen klaren dramaturgischen Regeln. Und: Strickmuster  
für Plots zu kennen ist eine ungeheure Erleichterung. Denn man muss  
das Rad nicht neu erfinden. Wie macht man nun solche Strickmuster aus- 
findig, um sie für das eigene Projekt zu nutzen? Am besten beantwor- 
test du zunächst zwei Fragen: 


         1. Zu welchem Genre gehört dein Werk? 
Im Buchladen findest du Genreeinteilungen wie: Krimi/Thriller, Histo- 
rischer Roman, Fantasy, Frauen. Das Genre legt bestimmte Regeln für  
den Plot fest. Im Krimi gibt es einen Ermittler und einen Täter und  
ein Verbrechen, das aufgeklärt werden soll. Im Thriller geht es um  
einen Helden, der das Böse besiegen muss, etc. 


         2. Kennst du dein Genre? 

Deine Leser kennen es bestimmt. Sieh dir die aktuellen Veröffentli- 
chungen in deinem Genre an. Denn die Leser erwarten Neues im bekannten  
Grundmuster. Die Regeln des Genres sollten eingehalten werden - mit  
überraschenden Neuerungen in Gestalt von ungewöhnlichen Figuren, Mi- 
lieus oder  Plotwendungen.  

Noch wichtiger: Deine Autorenkollegen haben die Varianten des Genres  
schon vor dir durchgespielt, und du kannst sehen, was funktioniert und  
was nicht. Dadurch ersparst du dir viel Mühe. Denn jeder, der in einem  
Genre arbeitet, kommt zwangsläufig auf ähnliche Ideen.  


	Was sind Masterplots? 

Neben den Genreplots gibt es so genannte Masterplots. Das sind Hand- 
lungsgerüste von Geschichten mit einem bestimmten emotionalen Thema,  
zum Beispiel: Verführung. Das emotionale Thema ist die Brücke zwischen  
Leser und Buch. Es wird meist im Klappentext angesprochen und lockt  
den Leser zum Kauf. Denn der Leser kauft Gefühlserfahrungen.  

Ein gutes Beispiel ist der Werbetext für den Film "Krabat" nach dem  
Roman von Otfried Preußler: "Magie ist Macht. Macht ist Verführung.  
Nur Liebe ist Erlösung." Dem Zuschauer wird ein Verführungsplot, ein  
Liebesplot und Erlösungsplot versprochen. Alles emotionale Themen, die  
uns faszinieren.  


         Beispiel: Der Verführungsplot  

Masterplots folgen wie Genreplots bestimmten Regeln. Ich spiele das  
einmal am Beispiel des Verführungsplots durch: 

Dort haben wir in der Regel eine Hauptfigur mit einer großen Schwäche:  
Geldnot, Liebesnot, Erfolgsnot oder eine unausgewogene Persönlichkeit.  
Die Hauptfigur ist einerseits leidenschaftlich, andererseits labil.  

Dann tritt das Objekt der Begierde auf den Plan, zum Beispiel Lolita,  
die verführerische Nymphe aus dem Roman von Vladimir Nabokov. Als  
Nächstes aktiviert der Held sein inneres Warnsystem: Tu's nicht!!! -  
Dann wird er schwach. Im Lauf der Geschichte gerät er immer tiefer in  
den Sog seines verwerflichen Handelns. Er blickt in den Spiegel und  
erkennt zwar, was ihn antreibt, kann es aber nicht lassen. Falsche  
Beteuerungen und Absichtserklärungen, vorübergehende Rettung pflastern  
seinen Weg. Vergeblich. Der Held bezahlt den Preis für seine Schwäche.  
Wenn er ganz am Boden angekommen ist, überwindet er sich selbst. Er  
befreit sich aus einer unguten Beziehung, von einem miesen Job oder  
gewinnt die Erkenntnis, dass es sich trotz allem gelohnt hat, wie Hum- 
bert Humbert, der Held aus "Lolita", der am Ende wegen Päderastie im  
Gefängnis sitzt, jedoch seinen Lebenssinn erfüllt sieht: Er hat Lolita  
geliebt.  


         Andere typische Masterplots 

In seinem Buch: "Masterplots" beschreibt Ronald B. Tobias eine Reihe  
solcher Strickmuster und ihre typischen Handlungselemente. Hier eine  
Auswahl:  

- Der Opferplot: Jemand opfert sich für einen höheren Wert wie Ehre,  
Freundschaft oder Liebe. Gutes Beispiel: Der Film "Titanic" 
- Der Rivalitätsplot: Erbitterte Konkurrent(inn)en im Zweikampf. Bru- 
tales Beispiel: Der Film "Rosenkrieg" (mit Michael Douglas und Kath- 
leen Turner) 
- Der Underdogplot: Ein in unverschuldete Not geratener Held kämpft  
sich nach oben, kämpft für Gerechtigkeit oder Anerkennung. Dieser Plot  
gewinnt spielend leicht die Sympathie der Leser. Sehr erfolgreiche  
Beispiele: "Die Wanderhure" von Iny Lorenz oder "Verliebt in Berlin",  
die Soap um Mauerblümchen Lisa Plenske 
- Der Auf-der-Suche-nach-Plot: Dieser Plot liegt allen Schatzsuchen  
zugrunde. Er lebt von der Originalität des zu findenden Schatzes und  
den lebendig gezeichneten Schatzsuchern. Beispiel: die Filme um India- 
na Jones 


Übung: Welcher Masterplot steckt in deiner Geschichte?  
...... 
Frag dich nach dem emotionalen Kern deiner Geschichte. Worum geht es  
deinem Helden/deiner Heldin? Sucht sie Liebe? Dann hast du es mit ei- 
nem Liebesplot zu tun. Ist sie auf der Flucht vor Verfolgern? Dann  
hast du es mit einem Fluchtplot zu tun. Wenn du deinen Plot identifi- 
ziert hast, sieh dich nach Geschichten mit einem ähnlichen Plot um.  
Geh in einen Buchladen oder eine Videothek, und lies die Klappentexte.  
Studiere, wie deine Kollegen ihren Plot gebaut haben. Lerne zu unter- 
scheiden zwischen dem Handlungsgerüst und der "Dekoration". Das Hand- 
lungsgerüst aller Verführungsplots ist ähnlich, die Gestalt, in der  
sie auftreten, kann sehr verschieden sein. Der Film  "Wallstreet" hat  
wie "Lolita" einen Verführungsplot, auch wenn er in einem völlig ande- 
ren Milieu spielt. Frag dich immer nach der zentralen Emotion.   


Übung: Was ist dein Hauptplot?  
...... 
Eine Geschichte kann mehrere Masterplots enthalten wie zum Beispiel  
ein Krimi (Rätselplot) mit einer Liebesgeschichte (Liebesplot). Wich- 
tig ist, zu wissen, was dein Hauptplot ist. Der Hauptplot bestimmt das  
Genre, die wichtigsten Handlungselemente und den Charakter deiner  
Hauptfigur.   

Achte darauf, dass eine Geschichte, die als Krimi anfängt, nicht als  
Liebesgeschichte endet. Denn das wird dein Buch schwer verkäuflich  
machen. Die Buchhändler wissen dann nämlich nicht, in welches Regal  
sie es einsortieren sollen. (Das ist kein Witz, sondern gehört zur  
Realität des Buchgeschäfts.)  

         Werde ein Meister der Masterplots! 

So wie sich ein Arzt mit verschiedenen Krankheiten auskennen muss,  
sollte sich ein Autor mit verschiedenen Plottypen auskennen. Das heißt  
zum einen, sie identifizieren zu können, und zum anderen, sie anwenden  
zu können.  

Wenn du Bücher liest und Filme siehst, analysiere den Plot. So entwic- 
kelst du mit der Zeit einen Blick dafür. Um die Anwendung zu üben,  
entwirf zum Frühstück eine kleine Geschichte mit einem bestimmten Ma- 
sterplot. Mit der Zeit wird es dir immer leichter fallen. Du wirst  
staunen, wie vielfältig und doch immer wieder gleich Geschichten ge- 
strickt sind. Genauso vielfältig und doch gleich wie Menschen sind.  
Denn um Menschen geht es ja schließlich. Viel Erfolg! 

                   **~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~**  

Ulrike Dietmann, Jg. 61, Autorin mit zahlreichen Veröffentlichungen,  
Schreibcoach und Betreiberin der Pegasus-Schreibschule. Am 14./15.  
November findet ein Wochenend-Seminar "Plottraining" in Kirchheim/Teck  
bei Stuttgart statt. Infos: http://www.pegasus-schreibschule.de. 


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LESERBRIEF: 
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                             (redaktion at team pt autorenforum pt de) 


Der Verfasser des folgenden Leserbriefs möchte nicht genannt werden.  
Wir kennen seine Gründe und kommen deshalb seinem Wunsch nach. 
.......... 

Der Artikel von Jennifer Schreiner [Tempest 11-8,"Betrug oder genialer  
Bluff?" - die Red.] ist ein guter Ansatz. Leider geht die Autorin noch  
zurückhaltend an die reale Situation heran. Fakt ist, dass auch für  
bekannte (erfolgreiche) Autoren "gefakte" Rezensionen erstellt werden.  
Das ist eine der Kernaufgaben von sogenannten "PR-Agenturen", die dazu  
ganz offen von Verlagen beauftragt werden (Randnotiz: Solche PR- 
Agenturen stellen für viele "Fachzeitschriften" einen erheblichen Teil  
der angeblich redaktionellen Artikel, die letztlich Schleichwerbung  
für Hersteller oder Lobbygruppen sind). Das ist Alltagsgeschäft und  
keine Besonderheit. 

Eine "ehrliche" Rezension kann man von den meisten Rezigroupies (das  
sind die unendlich vielen "Buchempfehlungsseitenbetreiberinnen", die  
von Verlagen mit Neuerscheinungen bis unter die Zimmerdecke versorgt  
werden - und die die dafür wohlwollend verfasste Rezension auch gleich  
zum Abverkauf der Bücher über ebay nutzen) wohl auch kaum erwarten.  
Das ist ein Geschäftsbereich, der gerade für Internetsüchtige, die  
glauben, ihre Lebenshaltungskosten im Web verdienen zu können, zu wol- 
len, zu müssen, eine zuverlässige und leicht zu organisierende Einnah- 
mequelle. Ehrliche Rezensionen (also bei 80  % der Neuerscheinungen:  
"Finger weg") wären geschäftsschädigend. 

Ein für Insider leicht überprüfbarer Fakt ist auch, dass die Auflagen- 
höhen, die Verlage zum Verkaufsstart eines Buches nennen, in vielen  
Fällen um Größenordnungen zu hoch sind. Warum? 

a) Kein Verlag ist heute noch in der Lage, einen Roman einer Debütan- 
tin mit einer exorbitant hohen Auflage zu drucken (Hardcover in edler  
Aufmachung, 50.000 Stück? Unsinn!!!). Produktions- und Lagerkosten  
lassen das gar nicht zu. 
b) Der Buchhandel springt auf völlig sinnlos überhöhte Produktionszah- 
len an ("was, die drucken 50.000? Dann müssen die davon ausgehen, we- 
nigstens 5.000 verkaufen zu können, also ist das ein Mega-Bestseller,  
ich bestelle auch gleich 5!"). 
c) Auch große Verlage produzieren Erst- und Zwischenauflagen digital,  
weil das schneller, flexibler und gerade bei kritisch kleinen Auflagen  
günstiger ist. Zugeben will das keiner, weil "Digitaldruck" in  
Deutschland mit "Verliererdruck" gleichgesetzt wird. 
d) Bei guten Texten (die es ab und zu gibt) will die Agentur (gute  
Texte kommen meistens über Agenturen) viel Geld sehen. Also soll die  
Erstauflage möglichst hoch sein. Das kostet. Es wäre kaufmännischer  
Irrsinn, sowohl einen hohen Vorschuss als auch eine hohe Produktions- 
auflage zu finanzieren, wenn der Erfolg des Titels noch nicht bestä- 
tigt ist. 

Profis unter den Autoren wissen sehr genau, wie der Marketingbetrieb  
läuft. Es kommt sogar vor, dass Autoren von (renommierten!) Verlagen  
Abstand nehmen, weil ihnen die PR-Gags derselben sauer aufstoßen. Aber  
offen darüber reden, wohl gar dazu stehen, dass das eigene Buch mit  
Lügen verkauft wird? Kaum. Autoren sind oft einfach nur Menschen, die  
sich über Lob (wenn auch gekauftes) freuen. 


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INTERVIEW: 
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                             (redaktion at team pt autorenforum pt de) 


                   "Mut und das richtige Gespür" 
           Interview mit der Literaturagentin Lianne Kolf 

Vor fast 30 Jahren eröffnete Frau Lianne Kolf als erste Agentin für  
deutschsprachige Autoren ihre Literatur-Agentur. Inzwischen hat sie  
rund 2.000 Bücher und Filmstoffe vermittelt und etliche bekannte  
Autoren wie den Fitness-Guru Ulrich Struntz oder das Bestseller- 
Autorenehepaar Iny Lorentz unter Vertrag. Frau Kolf kennt sich wie  
kaum ein anderer Mensch im Verlagswesen und in der Filmproduktions- 
branche aus, und so haben wir sie um ein Interview für den Tempest  
gebeten. 


Ramona und Thomas Roth-Berghofer: Frau Kolf, welches Know-how benötigt  
eine Autoren- und Verlagsagentur, um heute in der Buch- und Medien- 
branche erfolgreich zu sein? 

Lianne Kolf: Um eine erfolgreiche literarische Agentur zu betreiben,  
braucht man wie eh und je eine große Titelkenntnis sowie ein Gespür  
für die Tendenzen der Zukunft. Man muss aber auch wissen, wer in  
welchem Medienbereich tätig ist und wo Chancen und Gefahren bei den  
neuen Medien liegen. 


RRB/TRB: Das gesamte Verlagswesen scheint derzeit im Umbruch zu sein.  
Welche Veränderungen beobachten Sie? Welche Schwierigkeiten erleben  
Sie? Wie reagieren Sie auf diese veränderten Bedingungen? Und wie  
sollten Autoren und Autorinnen darauf reagieren? 

LK: Autoren und Agenturen müssen noch stärker als bisher auch den  
letzten Feinschliff an ihren Manuskripten vornehmen, da bei den  
meisten Verlagen die festen Lektoren nicht mehr selbst zum Lektorieren  
kommen, sondern die Manuskripte außer Haus geben, diese aber schon  
weitgehend perfekt sein müssen. 


RRB/TRB: Auf welche Gebiete hat sich Ihre Verlagsagentur spezialis- 
iert? Vertreten Sie auch ausländische Verlagshäuser? 

LK: Wir sind spezialisiert auf deutschsprachige Autoren in allen Gen- 
res außer Kinderbuch und Lyrik. Im Ausland arbeiten wir mit unseren  
Co-Agenten zusammen. 


RRB/TRB: Wie viele Manuskripte erhalten Sie pro Monat? Wie viele neh- 
men Sie davon als vermittelbar an? 

LK: Das ist von Jahr zu Jahr verschieden. Zur Zeit erhalten wir ca.  
100 Manuskripte pro Monat. Davon nehmen wir etwa 3%. 


RRB/TRB: Was sind die häufigsten Ablehnungsgründe für einen Text? 

LK: Die Ablehnungsgründe sind natürlich identisch mit denen der Ver- 
lage. Allem voran: Der Text ist einfach zu schlecht. Und sollten Sie  
sich fragen, weshalb Verlage keine Ablehnungsgründe mehr angeben kön- 
nen ... Meiner Schätzung nach geistern etwa 1 Million deutschsprachige  
Manuskripte durchs Land. 


RRB/TRB: Wie gehen Sie beim Vermitteln der Manuskripte Ihrer deutsch- 
sprachigen Autorinnen und Autoren vor? Wie treten Sie an Verlage  
heran? 


LK: Mutig. 


RRB/TRB: Wenn Sie ein Manuskript annehmen, wie lauten Ihre Kondi- 
tionen? Wie lange ist beispielsweise die Kündigungsfrist oder wie hoch  
Ihr Erfolgshonorar? 

LK: Bei allen Autoren gleich. 


RRB/TRB: Haben Manuskripte von Agenturen eine größere Chance als  
Manuskripte, die unverlangt an einen Verlag geschickt werden? 
LK: Ja, da die Verlage wissen, dass das Buchprojekt schon einmal von  
der Agentur geprüft worden ist. 


RRB/TRB: Neben Texten vermitteln Sie auch Filmstoffe. So wurde von  
Ihnen u. a. "Das Mädchen Anne Frank" an Walt Disney verkauft, und  
Traudl Junges Biografie "Bis zur letzten Stunde" diente als Vorlage  
für Bernd Eichingers Kinoproduktion "Der Untergang". Welche  
Veränderungen beobachten Sie in dieser Branche? 

LK: Leider wird allgemein weltweit weniger produziert als noch vor 10  
Jahren, aber wir können uns nicht beklagen. Im Moment sind wir auf der  
Suche nach Romantic-Comedy-Stoffen, d. h. publizierten Büchern, bei  
denen die Filmrechte bei den Autoren liegen. 


RRB/TRB: Welchen Rat würden Sie Nachwuchsautoren geben? Was sollte man  
unbedingt beachten, wenn man eine Veröffentlichung anstrebt? 


LK: Viel lesen. 


Herzlichen Dank für das Interview. 


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VERLAGSPORTRAIT: 
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                             (redaktion at team pt autorenforum pt de) 

Deich-Verlag 
Anja Marschall 
Deich-Verlag 
Kiek ut 13 
25599 Wewelsfleth 
Telefon: (0 48 29) 90 28 10 
info(at)deich-verlag.de 
http://www.deich-verlag.de 


Anja Marschall hat den Verlag 2009 gegründet. Fünf bis sieben freie  
Projektmitarbeiter (drei Lektorinnen und Korrektorinnen plus Grafik- 
erin sowie aktive Helfer) arbeiten im Deichverlag mit. Marschall ar- 
beitet nebenberuflich, wenn es um den Verdienst geht, hauptberuflich,  
wenn es um die aufgewendete Zeit geht. 


         Anlass für die Verlagsgründung 

Das Buch "Matjes - mild bis makaber" sollte bei einem Verlag er- 
scheinen, doch der fiel kurzfristig aus. Da stellte sich die Frage:  
Alle Geschichten in den Mülleimer werfen oder selber einen Verlag  
gründen? Anja Marschall hat sich für Letzteres entschieden. 


         Verlagsgeschichte 
"Matjes - mild bis makaber" ist derzeit das einzige Buch im Verkauf.  
Anja Marschall ging im Juni 2009 an den Start und traute sich, 1.000  
Exemplare zu drucken. Die waren nach knapp vier Wochen verkauft. Dann  
druckte der Verlag in der 2. Auflage 2.000 Bücher. Auch die verkaufen  
sich gut, aber nicht mehr so rasant wie die erste Auflage. Jetzt muss  
Marschall, nachdem der regionale Markt erfolgreich abgedeckt wurde,  
landes- bzw. bundesweit werben, und das ist eine ganz andere Sache.  
Hier sieht man dem Kunden nicht in die Augen. Hier muss die Be- 
geisterung für das Buch über Flyer, Websites und Pressearbeit  
rüberkommen. Eine neue Erfahrung.  

Darum hat sich der Verlag jetzt die "Matjes-Weltenbummler-Tour" er- 
dacht. Ein Exemplar des Buches reist durch die Welt, wird von  
bekannten Personen - oder auch weniger bekannten - an ungewöhnlichen  
Orten signiert, und es wir ein (Beweis-) Foto gemacht, das an Presse  
und auf die Website geht. Näheres unter http://www.deich-verlag.de.  
Mit dabei: Heinz Rudolf Kunze, die Arktis (!), Ministerpräsident  
Wulff, Bettina v. Cossel (London), Paris, Venedig, Tel Aviv, in Wien  
Anni Bürkl, in Aussicht: Elke Sommer, Peer Schmidt, Brian Adams usw. 


         Programm und Philosophie 

Der Verlag macht in "regional". Das heißt, es interessieren Themen,  
die etwas mit Küste, Küstenleben, Deichen, möglichst Schleswig- 
Holstein, zu tun haben. Das Medium ist offen. Es können Bücher, Hör- 
CDs (Studio vorhanden) und E-Books produziert werden. Zur Zeit ar- 
beitet Marschall an einem Kunstkalender mit unbekannten Gemälden des  
Salzwasser-Dali Hans Peter Wirsing. Maritim-surreale Bilder mit viel  
Hintersinn.  

Der Anspruch: gute Qualität in jeder Hinsicht. Also: edle Aufmachung,  
ungewöhnliche Geschichten, neue Themen. 


         Welche Autoren wurden bisher verlegt? 

18 Autoren in "Matjes - mild bis makaber", darunter Bettina von  
Cossel, Britt Glaser, Heidi Ramlow, Britta Odenthal, Heike Denzau,  
Michael Pick, Manfred H. Freude. 


         AutorInnen gesucht? 

Der Verlag schreibt auf der Website Projekte aus. Was Marschall sich  
aktuell vorstellen könnte, wäre ein gutgemachter Küstenkrimi, der an  
der Westküste Schleswig-Holsteins spielt. 


         Konditionen 

5 bis 7 % Autorenhonorar, 1a Low-Budget-Werbung, ein hoch motiviertes  
Projektteam.  


         Was ist besonders wichtig? 

Neues zu finden, das Marschall und ihr Team begeistert. Die Verlegerin  
arbeitet mit regionalem Anspruch, das heißt sie produzieren Medien,  
die etwas mit der Region "Küste" zu tun haben. Das kann vom  
Küstenkrimi über eine Matjesanthologie bis hin zu skurril-maritimen  
Kunstkalendern gehen. Wichtig ist: Die Idee muss neu sein. Also keine  
Fischrezeptesammlung oder Radwanderkarte, kein Shantygesangsbuch oder  
Bauernhofcaféführer, und auch die Lebenserinnerung auf Plattdeutsch  
sind fehl am Platze. Für all diese Publikationen gibt es Verlage, die  
sehr viel geeigneter sind als der Deich-Verlag.  


         Zukunftspläne, Perspektiven 

Die zweite Auflage von "Matjes - mild bis makaber" bis 2010 komplett  
verkaufen. Ein großes Fest aller Mitstreiter für das Projekt organis- 
ieren und feiern, bis der Matjes singt. Den ersten Kunstkalender er- 
folgreich an den Kunden bringen. Einen historischen Küstenkrimi ver- 
legen. Und weiterhin viel Spaß an der Arbeit mit Büchern, Lesern,  
Autoren und anderen Menschen haben.  

Wenn bis 2011 dabei eine so genannte Vollexistenz daraus entstünde,  
würde Marschall sich freuen.  


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KÜSS MICH, ICH BIN EIN AUTOR! 
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                             (redaktion at team pt autorenforum pt de) 

"Merkwürdig, merkwürdig. Kann sie doch gar nicht wissen ...",  sin- 
niert der angehende Krimiautor, als er nach dem mysteriösen Verschwin- 
den seines Manuskriptes zum Thema "Tatort Fabrik" von der Wettbewerb- 
sleitung der alternativen Kultureinrichtung die Antwort bekommt: "Tja,  
da hätten Sie eben per Einschreiben versenden müssen."  

"Merkwürdig, merkwürdig ...," sinniert die Autorengattin drei Tage  
später nach Durchsicht der Tageszeitung, "die Gewinnerbeiträge enthal- 
ten ja ähnliche Elemente wie dein in der Post verlorengegangener  
Krimi, Paul: ein unterirdischer Gang, Verbindungen nach Asien, ein  
bratwurstessender Kommissar - selbst der Bürgermeister höchstpersön- 
lich kommt vor, wie bei dir." 

"Gar nicht so merkwürdig", sagt Paul. "Der Zeitungsartikel heißt ja  
auch: ŒDie Fabrik ist immer Tatort‚!" 

(Franziska Röchter) 


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UNSERE EXPERTINNEN UND EXPERTEN:      
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Bitte schickt den ExpertInnen nur Fragen zu ihrem Expertenthema -  
keine Manuskripte zur Beurteilung. 

Bitte verseht jede Anfrage mit einem aussagekräftigen Betreff. Sonst  
kann es sein, dass die Mail vorsichtshalber sofort gelöscht wird. 

 Drehbuch: Oliver Pautsch 
                             drehbuch at experte pt autorenforum pt de 
 Fandom: Thomas Kohlschmidt 
                               fandom at experte pt autorenforum pt de 
 Fantasy: Stefanie Bense 
                              fantasy at experte pt autorenforum pt de 
 Heftroman: Arndt Ellmer 
                            heftroman at experte pt autorenforum pt de 
 Historischer Roman: Titus Müller 
                   historischer.roman at experte pt autorenforum pt de 
 Kinder- und Jugendbuch: Michael Borlik 
                           kinderbuch at experte pt autorenforum pt de 
 Lesungen: Rüdiger Heins 
                             lesungen at experte pt autorenforum pt de 
 Lyrik: Martina Weber 
                                lyrik at experte pt autorenforum pt de 
 Sachbuch: Gabi Neumayer 
                             sachbuch at experte pt autorenforum pt de 
 Schreibaus- und -fortbildung: Uli Rothfuss 
                          fortbildung at experte pt autorenforum pt de 
 Schreibgruppen: Ute Hacker 
                       schreibgruppen at experte pt autorenforum pt de 
 Schreibhandwerk: Ute Hacker 
                      schreibhandwerk at experte pt autorenforum pt de 
 Sciencefiction: Andreas Eschbach 
                             sf-autor at experte pt autorenforum pt de 
 Übersetzung: Barbara Slawig  
                        uebersetzerin at experte pt autorenforum pt de 
 Verlagswesen: Bjørn Jagnow 
                         verlagswesen at experte pt autorenforum pt de 

~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ 
................. 
Experten-Special: 
................. 

Bjørn Jagnow hat seine über 80 Fragen und Antworten zu den Themen Ur- 
heberrecht, Verlagswesen und Vermarktung der letzten acht Jahre gesam- 
melt (jetzt inklusive 2007) und stellt sie euch als kostenloses PDF  
zur Verfügung. Das Tolle daran: Die Fragen sind nun thematisch geord- 
net, das elektronische Format erlaubt eine schnelle Volltextsuche -  
und Björn hat außerdem alle Antworten überarbeitet und aktualisiert.  
Ob ihr Infos sucht zu Ausfallhonorar, Book on demand, Buchpreisbin- 
dung, Druckkostenzuschussverlag, Exposé,  Honorar, ISBN, Leseprobe,  
Nebenrechte, Plagiat, Titelschutz, Verlagsgründung, Zitat oder ...  
Hier werdet ihr fündig: http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:0062- 
tempest2-4. 


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FRAG DEN EXPERTEN FÜR DREHBUCH: 
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Oliver Pautsch (drehbuch at experte pt autorenforum pt de) 


Frage: 
Obwohl ich immer wieder Ideen für Filme habe, habe ich es doch nie  
geschafft, ein Drehbuch fertig zu schreiben. Damit das Sammeln der  
Ideen nicht ganz umsonst war, würde ich gerne Folgendes wissen: 

1. Ist es möglich, nur eine Filmidee zu verkaufen und das Schreiben  
des Drehbuchs einem anderen Drehbuchautor zu überlassen? 
2. Falls ja, würde das auch mit einer Serienidee funktionieren? 
3. Falls ja, wie sollte ich es am besten anfangen? 
4. Mit was für einem Honorar könnte ich rechnen, wenn ich nur eine  
Filmidee verkaufe und kein ganzes Drehbuch? 
5. Dürfte ich mich in diesem Fall noch Drehbuchautor nennen, oder gibt  
es für solche Leute eine besondere Berufsbezeichnung? 


Antwort: 
Vielen Dank für Ihre Frage(n), die ich leider wie folgt beantworten  
muss (-: 

1) Nein 
2) Auch nicht 
3) Unglaublich viele, viele Drehbücher für erfolgreiche Filme/Serien  
schreiben und dann (vielleicht) ... 
4) Null 
5) (Ich)MöchteGern 

Aber mal ernsthaft: Ich will Ihnen nicht zu nahe treten, doch sind wir  
kurz realistisch, ok? Wer, frage ich, nimmt Geld in die Hand, um einem  
Menschen eine Idee abzukaufen, die dieser in der Schublade hat? Und  
nicht selbst aufschreiben will? Außer er heißt King, Cameron, Spiel- 
berg oder klingt ähnlich bestsellerverdächtig? 

Autoren, Produzenten, Regisseure, Schauspieler, Maskenbildner - sogar  
Fahrer -, eigentlich ALLE am Film und TV beteiligten Personen sprudeln  
ständig über vor lauter Ideen! Und jede einzelne davon ist brandneu  
und noch nie da gewesen. Allein die harte, zeitaufwendige Arbeit der  
Autorenschaft und das Risiko, abgewiesen zu werden, schreckt aller- 
dings die meisten ab. Deshalb liegen auch so viele Ideen auf der Stra- 
ße ... 

Tut mit leid, Ihnen keine anderen Antworten geben zu können. 

                   **~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~** 

Oliver Pautsch, Jahrgang 65, sammelte zunächst Erfahrungen als Fahrer,  
Beleuchter, Aufnahmeleiter und Regieassistent im Fernsehgeschäft. Spä- 
ter ein Zwischenspiel an der Uni Düsseldorf, doch er wollte lieber  
direkt für die Branche schreiben. Es entstanden Drehbücher für Kurz- 
filme, Serienfolgen und für den sog. "abendfüllenden" Film.  
http://www.drehbuchautoren.de/Autoren/meinautor.php?ID=164 


********************************************************************* 
FRAG DIE EXPERTIN FÜR SACHBUCH: 
---------------------------------------------------------------------               
Gabi Neumayer (sachbuch at experte pt autorenforum pt de) 

Frage: 
Ich arbeite derzeit an einem [...] Fachbuch. Das Buchkonzept ist fer- 
tig, und nun steht die Arbeit am Exposé an. Vor kurzem veröffentlichte  
ich eine Fachzeitschrift, die in einem Teil auch das Thema meines ge- 
planten Buches aufgreift. Nun ist meine Frage, ob ich eine Kopie die- 
ses Kapitels dem Exposé als Probetext beilegen kann oder ob ich einen  
eigenen Probetext für das geplante Buch formulieren soll.  


Antwort: 
Ich würde den Artikel auf jeden Fall beilegen (als Beleg für Ihre Ex- 
pertise), für das Buch aber unbedingt eine neue Leseprobe schreiben.  
Ohne die näheren Details zu kennen, hier einige Anmerkungen dazu (Sie  
können ja dann sehen, was bei Ihnen wie stark zutrifft): 

- Die Zielgruppe von Artikel und Buch ist vermutlich nicht dieselbe.  
Dann muss der Stil der Leseprobe anders sein als der des Artikels. 
- Ein Artikel fasst in der Regel mehr zusammen als ein Buchkapitel, da  
man sich in einem Buch "mehr ausbreiten" kann - und auch sollte. 
- Der Aufbau des Buches und der Kapitel, der Stil etc. sollten sowohl  
zum Verlag (oder zum angestrebten Verlag) als auch zur Länge des Medi- 
ums Buch passen - und die werden sich sicher von denen des Artikels  
unterscheiden. 

Und nicht zuletzt, so banal das klingt: 
- Wenn Sie einen fertigen Artikel beilegen, zeigt das zwar, dass Sie  
einen Artikel schreiben können - aber es sagt noch nicht sehr viel  
darüber aus, ob Sie auch mit den Anforderungen eines kompletten Buches  
zurechtkommen. 

++++++++++ 

Nachfrage: 
Vielen Dank für Ihre Antwort. Die vergangenen Wochen nutzte ich, um  
einen Probetext für das geplante Buch zu schreiben. [...] Eine Frage  
kam mir beim Schreiben noch: Manchmal würde ich - von meinem Gefühl  
heraus - den Leser gerne direkt ansprechen. Allerdings ist das ja,  
wenn ich das richtig überblicke, eher Ratgeber-Stil und nicht in Fach- 
büchern üblich. Liege ich damit richtig, und sollte ich mich eher an  
die Fachbuch-Norm halten? 


Antwort: 
Eine definitive Antwort habe ich dafür nicht, das hängt auch stark vom  
Thema ab. Generell ist es auch im Fachbuch nicht unmöglich - ich würde  
an Ihrer Stelle aber vor allem die Bücher der Verlage, die Sie anspre- 
chen wollen, daraufhin prüfen, ob das dort irgendwo vorkommt. Wenn  
nein, können Sie sich nichtsdestotrotz aber immer noch dafür entschei- 
den, wenn es in Ihren Augen sinnvoller ist als die Alternative! 

Wenn Sie sich allerdings dafür entscheiden, die LeserInnen direkt an- 
zusprechen, dann sollten Sie das entweder durchgängig machen - oder  
sich klar auf bestimmte Textelemente beschränken (Tipp-Kästen, Zusam- 
menfassung am Ende eines Kapitels o. Ä.). 

                   **~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~** 

Gabi Neumayers letzte Sachbuch-Veröffentlichung: "Frag doch mal die  
Maus: Fußball" (cbj). 2010 erscheinen zwei weitere "Maus"-Bücher. Wei- 
tere Infos: http://www.gabineumayer.de und http://www.bato- 
schreibt.de. 


+++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++ 
Veranstaltungen, Ausschreibungen, Publikationsmöglichkeiten, Messen  
und Seminare findet ihr im zweiten Teil des Tempest, der mit getrenn- 
ter Mail kommt! 
+++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++ 

Einsendeformalien: 
Einsendungen sind zu allen Rubriken von autorenforum.de - nach Rück- 
sprache - erwünscht. Zurzeit können jedoch noch keine Honorare gezahlt  
werden. Das Urheberrecht verbleibt bei der Autorin bzw. beim Autor.  

Einsendungen bitte im RTF-Format und per E-Mail, und zwar an:  
beitrag at team pt autorenforum pt de. 

Fragen zu Einsendungen sollten ebenfalls an diese Adresse gerichtet  
werden. Die genauen Richtlinien findet ihr unter der Adresse  
http://autorenforum.de/Tempest/richtlinien.html. 

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Herausgeber:  
  Ramona Roth-Berghofer public.relations at team pt autorenforum pt de  
  Gabi Neumayer                redaktion at team pt autorenforum pt de 
  Stefan Schulz                        webmaster at autorenforum pt de 
  Thomas Roth-Berghofer  
                   Thomas.Roth-Berghofer at team pt autorenforum pt de 
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