Ausgabe 11-01 (20. Januar 2009)

Editorial
Hall of Fame
Schreib-Kick
Leserbrief
Autorenwissen
   "Buchkartei"
   von Ulrike Rudolph
Verlagsportrait
   "Wellhöfer Verlag"
   von Ursula Schmid-Spreer
Seminarbericht
   "Wie ich lernte, seitwärts zu denken"
   von Katharina Gerlach
Besondere Lesungen
   "Stopp-Lesung"
   von Angelika Reiche
Küss mich, ich bin ein Autor!
Frag die Expertin für Fantasy
   (Stefanie Bense)
Frag den Experten für Verlagswesen
   (Björn Jagnow)
Frag die Expertin für Sachbuch
   (Gabi Neumayer)
EDITORIAL:  
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Liebe Autorinnen und Autoren, 

die ganze Republik scheint mit diversen Virenerkrankungen darniederzu- 
liegen - wir auch. Den Tempest gibt's natürlich trotzdem, garantiert  
Grippe- und Magen-Darm-Viren-frei. Und das ist drin an Wirkstoffen: 

Ulrike Rudolph stellt ihre Buchkartei vor, ein nützliches Werkzeug für  
AutorInnen, die Gelesenes fürs eigene Schreiben optimal auswerten  
möchten. Katharina Gerlach berichtet über ein lohnenswertes Online- 
Seminar. Ursula Schmid-Spreer stellt wieder einmal einen Verlag aus- 
führlich vor. Unsere ExpertInnen beschäftigen sich mit Urheberrecht,  
mit dem Beginn beim Romanschreiben und mit der richtigen Vorgehenswei- 
se beim Anbieten eines Sachbuchs. Angelika Reiche erklärt, was eine  
Stopp-Lesung ist, und dann gibt es natürlich noch viele neue Aus- 
schreibungen, neue Schreib-Tipps und -Kicks (dafür brauchen wir drin- 
gend Nachschub!) und einiges mehr. 

Der Tipp des Monats Januar, diesmal von mir (schickt uns Tipps!): 

     Wie überlebt man einen Orkan oder eine plötzliche  
     Überschwemmung? Was tun, wenn plötzlich ein Bär  
     vor einem steht? Wie fährt man mit vier geplatzten Reifen?  
     Der "Survival-Kalender 2009" (Heye Verlag) erklärt's  
     im Detail. Eine echte Schatztruhe für AutorInnen! 

Achtung: Am Ende des Tempest findet ihr die neue Anschrift unserer  
Herausgeber. Wer uns also schreiben möchte ... Noch lieber nehmen wir  
eure Beiträge, Anregungen, Ideen, Schreibtipps und Minidialoge für  
"Küss mich, ich bin ein Autor!" per Mail entgegen:  
redaktion at team pt autorenforum pt de. Und eure finanzielle Unterstüt- 
zung kommt am besten per Überweisung bei uns an (Daten s. übernächster  
Absatz).  

Danke an alle, die uns bisher schon unterstützt haben! Und einen schö- 
nen Frühlingserwartungsmonat für euch alle. 

  Gabi Neumayer 
  Chefredakteurin 

~~~~~~~~~~~ 
Damit wir den Tempest auch in Zukunft weiterführen können, brauchen  
wir eure Hilfe: Wer uns unterstützen möchte, überweise bitte einen  
freiwilligen Jahresbeitrag (15 Euro haben wir als Richtwert gesetzt,  
aber ihr helft uns auch schon mit 5 oder 10 Euro weiter) auf das Konto  
von autorenforum.de: 

Sparda Bank Südwest eG 
BLZ 550 905 00 
Kto. 100 724 515 
Stichwort: "Beitrag 2008" 

Für AuslandsabonnentInnen: Am 1. Juli 2003 wurden die Auslandsüberwei- 
sungsgebühren gesenkt. Aber natürlich könnt ihr uns euren Beitrag auch  
weiterhin per Post schicken (Adresse am Ende des Tempest). 

Wer aus Österreich überweist, braucht außerdem diese Nummern (bitte  
genau so zusammenschreiben!) 
IBAN: DE16 5509 0500 0100 7245 15 
BIC: GENODEF1S01 

~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ 
ISSN 1439-4669   Copyright 2008 autorenforum.de. Copyright- und 
                 Kontaktinformationen am Ende dieser Ausgabe 
~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ 

   INHALT DIESER AUSGABE: 


TEIL 1: 

      Editorial 
      Hall of Fame 
      Schreib-Kick 
      Leserbrief 
      Autorenwissen 
         "Buchkartei" 
         von Ulrike Rudolph 
      Verlagsportrait 
         "Wellhöfer Verlag" 
         von Ursula Schmid-Spreer 
      Seminarbericht 
         "Wie ich lernte, seitwärts zu denken" 
         von Katharina Gerlach 
      Besondere Lesungen 
         "Stopp-Lesung" 
         von Angelika Reiche 
      Küss mich, ich bin ein Autor! 
      Frag die Expertin für Fantasy 
         (Stefanie Bense) 
      Frag den Experten für Verlagswesen 
         (Björn Jagnow) 
      Frag die Expertin für Sachbuch 
         (Gabi Neumayer) 
      Impressum 


TEIL 2: 

      Veranstaltungen 
      Ausschreibungen 
      Publikationsmöglichkeiten 
           mit Honorar 
           ohne Honorar 
      Seminare 
      Messekalender 
      Impressum 

~~~~~~~~~ 
Auf unserer Homepage gibt es mittlerweile einen praktischen Service  
für orientierungslose Tempest-LeserInnen: Inhaltsübersichten für ein- 
zelne Tempest-Jahrgänge, nach AutorInnen sortiert. Eberhard Kamprad  
(http://www.kamprad-online.de) hat freundlicherweise die aufwendige  
Arbeit übernommen, nach und nach die Verzeichnisse für alle bisherigen  
Jahrgänge zu erstellen.  

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HALL OF FAME: 
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                              (redaktion at team pt autorenforum pt de) 

Die "Hall of Fame" zeigt die Erfolge von AbonnentInnen des Tempest.  
Wir freuen uns, wenn ihr euch davon motivieren und ermutigen lasst -  
dann werden wir euer neues Buch hier bestimmt auch bald vorstellen  
können. 

Melden könnt ihr aktuelle Buchveröffentlichungen nach diesem Schema: 

....... 
AutorIn: "Titel", Verlag Erscheinungsjahr (das muss immer das laufende  
oder das vergangene Jahr sein!), Genre (maximal 2 Wörter). Zusätzlich  
könnt ihr in maximal 60 Zeichen inklusive Leerzeichen (nicht Wörtern!)  
weitere Infos zu eurem Buch unterbringen. 
....... 

Ausgeschlossen sind Veröffentlichungen in Anthologien, Bücher im Ei- 
genverlag und BoDs (sofern sie im Eigenverlag erschienen sind) sowie  
Veröffentlichungen in Druckkostenzuschussverlagen.  

ACHTUNG, NEU! 
Schreibt in eure Mail mit der Meldung immer auch hinein, dass ihr bes- 
tätigt, dass die Veröffentlichung weder im Eigenverlag noch in einem  
Verlag erschienen ist, bei dem der Autor irgendetwas bezahlt hat! 

Schickt eure Texte unter dem Betreff "Hall of Fame" an 
redaktion at team pt autorenforum pt de.  

Wir berücksichtigen ausschließlich Meldungen, die nach dem obigen  
Schema gemacht werden! 
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Christian Hartung: "Wohl denen, die da wandeln ...", Pandion Verlag  
2008, Kriminalroman. Mord nach Streit um Dorfsynagoge. www.hartung- 
kirchberg.de 

Christian Hartung: "Noch manche Nacht wird fallen ...", Pandion Verlag  
2007, Kriminalroman. Mord am Heiligabend in der Kirche. www.hartung- 
kirchberg.de 

Hartmut Brie: "Gegenüber", Wiesenburg Verlag 2009, Gedichte. Weltge- 
wissen, Sprachfüge, Zitterpartien, www.gedichte-brie.de 

Esther Grau: "Per E-Mail ins Traumland", Greifenstein Verlag 2009,  
Kinder-/Jugendbuch. Abenteuer, die Kids stark machen. Info:  
www.esthergrau.de 


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SCHREIB-KICK: 
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                              (redaktion at team pt autorenforum pt de) 


Unser Schreib-Kick für den Januar, diesmal von Ursula Schmid-Spreer: 

Sehen Sie Vertrautes einmal ganz anders. Beschreiben Sie unsere all- 
tägliche Wirklichkeit aus der Sicht eines Fremden, eines fremden We- 
sens, eines kleinen Kindes, eines Tieres.  


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AUTORENWISSEN: 
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                              (redaktion at team pt autorenforum pt de) 

                             "Buchkartei" 
                          von Ulrike Rudolph 

Beim Planen oder Schreiben eigener Texte stoße ich gelegentlich auf  
Probleme. Zum Beispiel auf die Frage, aus welcher Perspektive ich  
erzählen möchte oder ob die Motivation meiner Figuren ausreichend groß  
ist, um LeserInnen über ein paar hundert Seiten bei der Stange zu hal- 
ten, oder auch, ob vielleicht ausnahmsweise eine lange Rückblende  
möglich ist, weil ich glaube, die Geschichte erfordere dies. Dann wäre  
es natürlich hilfreich, wenn ich ein Beispiel hätte.  

Die diversen "Schreibbücher" mit ihren pauschalen Tipps kenne ich  
natürlich, aber im konkreten Fall hilft mir die eigene (Lese- 
)Erfahrung weiter. Und meistens erinnere ich mich auch daran, schon  
mal etwas Entsprechendes in Romanen realisiert gesehen zu haben, nur  
weiß ich nicht mehr, wo. Oft genug ärgere ich mich dann, dass ich mir  
keine Notizen gemacht habe, weil ich das gerne nachlesen würde.  

Seit längerem passiert mir das nicht mehr, weil ich eine Kartei führe,  
die nach meinen individuellen "Schreibproblemen" sortiert ist. Ich  
habe immer schon Karteikärtchen mit groben Inhaltsangaben angelegt,  
aber jetzt tue ich mehr. 


          Der Aufbau der Karteikarten 

Nach jedem Roman, den ich gelesen habe, lege ich ein Karteikärtchen an  
(1/4 DIN-A4-Format). Die Titelzeile besteht aus dem AutorInnennamen  
und Erscheinungsjahr (und, falls geliehen, der Ausleiher).  

Zuerst fasse ich die Geschichte sehr knapp (!) zusammen, auf höchstens  
einer halben Karte. Dann notiere ich untereinander:  
1. Erzählperspektive 
2. Erzähltechnik 
3. Charaktere 
4. was objektiv gut gelungen ist und schließlich  
5. alles, was irgendwie bemerkenswert und für mein eigenes Schreiben  
wichtig ist oder sein könnte 

Zwei Beispiele für den 5., subjektiven Part: 

1. Fielding, Joy, Sag Mami Goodbye: lange Rückblende (über fast 200  
Seiten) in Teil 1, die ich teilweise überblättert habe. So lange Rück- 
blenden (besonders S. ...) sind langweilig. Ich will wissen, was jetzt  
passiert.  
Diese Karte würde ich unter "Rückblende" einordnen.  

2. George, Elizabeth, Careless in Red: sehr viele Erzählperspektiven.  
Zwar tolle, sehr knappe, doch plastische Charakterzeichnungen (S. ...,  
...), aber Motivationen mitunter unklar. Dadurch ist es schwer, sich  
als LeserIn mit einer Person zu identifizieren, die Spannung leidet.  
Diese Karte würde ich unter "Perspektive" einordnen mit Verweis auf  
Charakterzeichnung. 

So finde ich schnell ein positives oder negatives Beispiel für mein  
aktuelles Schreibproblem. Natürlich kann man das System verfeinern,  
indem man die Karten unter den Autorennamen ablegt und in einer geson- 
derten Kartei die Schlagworte und Verweise auf die Romane erfasst oder  
das Ganze elektronisch verwaltet. Aber ich bin ja kein Papiertiger ... 

                    **~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~** 

Ulrike Rudolph schreibt Krimikurzgeschichten, englische Kriminalromane  
und Sachbücher. Außerdem ist sie Chefredakteurin eines Business- 
Englisch-Newsletters und Lektorin. http://www.lektorat-rudolph.de 


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VERLAGSPORTRAIT: 
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                              (redaktion at team pt autorenforum pt de) 

Wellhöfer Verlag 
Ulrich Wellhöfer 
Weinbergstraße 26 
68259 Mannheim 
Telefon: (06 21) 7 18 81 67 
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! 
http://www.wellhoefer-verlag.de 


Ulrich Wellhöfer arbeitet im Hauptberuf als Verleger mit etwa 20 Mi- 
tarbeitern. Aus einer bestehenden Agentur ging 2004 der Wellhöfer- 
Verlag hervor. Wellhöfers Interesse an Literatur paarte sich mit dem  
Ziel, kulturell wertvolle und gleichzeitig wirtschaftlich tragfähige  
Projekte umzusetzen. 


          Programm und Philosophie 

Aufbau der Sparte "Regionalkrimis". Schwerpunkt im Bereich Regional-  
und Heimatliteratur. Hier (derzeit noch) Schwerpunkt im Bereich Süd- 
deutschland. 


          Welche Autoren wurden bisher verlegt?  

Walter Landin, vielfach preisgekrönter Krimiautor; Manfred H. Schmitt,  
Krimiautor; Gudrun Wilhelms, Belletristik; Hans-Erhardt Lessing,  
bekannter Biograph (u. a. Bosch, Drais). 


          AutorInnen gesucht? 

Ja, insbesondere Regional-Krimiautoren. 


          Konditionen 

Nach Vereinbarung. Autorenfixum und Umsatzbeteiligung ist obliga- 
torisch. 


          Was ist besonders wichtig? 

Der Verlag wünscht sich qualitativ hochwertige, literarische Geschich- 
ten, die konsequent erzählt sind. Alle Facetten des Genres sind  
willkommen. 


          Zukunftspläne, Perspektiven 

Wellhöfer möchte die Sparte Regionalkrimis auf etwa 10 bis 15 Titel  
pro Jahr ausweiten. 


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SEMINARBERICHT: 
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                              (redaktion at team pt autorenforum pt de) 

                "Wie ich lernte, seitwärts zu denken" 
                        von Katharina Gerlach 

Seit einiger Zeit lese ich mit Begeisterung die Sachbücher zum Krea- 
tiven Schreiben der Fantasy-Autorin Holly Lisle aus den USA. Sie sind  
gut strukturiert, leicht zu verstehen, witzig und oft sehr persönlich  
geschrieben, und sie beleuchten verschiedenste Aspekte des Schreibens.  
Daher griff ich sofort zu, als Holly Lisle den sechsmonatigen Kurs  
"How to Think Sideways - Career Survival School for Writers" anbot.  
Ich hatte eben ein Projekt abgeschlossen, und mein Englisch ist pass- 
abel. Ich erwartete eigentlich, mehr oder weniger das zu wiederholen  
und zu vertiefen, was ich in Hollys Schreibratgebern bereits gelesen  
hatte, doch Holly Lisle überraschte mich - mehr noch, sie brachte mich  
zum Staunen. 


          Spezielle Techniken 

Dabei erfindet Holly Lisle neue Techniken wie "Story Gravity", die  
sich für mich mittlerweile als unentbehrlich herausgestellt haben.  
"Story Gravity" ist eine Zählmethode, mit der man herausfindet, welche  
Enden für einen geplanten Roman überhaupt noch in Frage kommen, nach- 
dem man etwa zwei Drittel des Manuskripts geschrieben und sich dabei  
vom ursprünglich geplanten Ende weit entfernt hat. 

Sie nutzt auch Techniken, die man in ähnlicher Form in diversen  
Schreibratgebern findet, findet aber jedes Mal eine verblüffend neue  
Form der Anwendung (zum Beispiel beim Clustern). Ihre Art, sozusagen  
seitwärts einen neuen Blickwinkel auf vertraute Techniken zu werfen,  
ist ebenso erhellend wie hilfreich. 


          Die Lerninhalte  

Der Kurs führt die Teilnehmer in praktischen Übungen durch ein eigenes  
Projekt, sei es eine Kurzgeschichte oder ein Roman, und behandelt alle  
für eine schriftstellerische Karriere wichtigen Themen: 

- Ideenfindung und -verbesserung 
- Auswahl der erfolgversprechenden Ideen 
- Auswahl des Genres und wie man es wechselt, wenn nötig 
- das richtige Maß bei der Planung einer Geschichte (zu viel Planung  
kostet zu viel Zeit, und mit zu wenig wird die Geschichte eindimen- 
sional) 
- Anfang, Mitte und Ende einer Rohfassung 
- Überarbeitung in einem (unglaublich komplexen, aber umfassenden und  
übersichtlichen) Schritt 
- Bewerbung bei Agenturen und Verlagen 
- der richtige Umgang mit Agenten und Editoren 

und vieles mehr.  

Ein besonderes Aha-Erlebnis war für mich Holly Lisles gründliche, aber  
nicht ausufernde Vorbereitung, insbesondere die Aufstellung eines  
Szenenplans mit einem prägnanten und in seiner Form fest vorgegebenen  
Satz, dem "Sentence Light".  


          Besondere Merkmale des Kurses 

Besonderen Wert legt Holly im gesamten Kurs darauf, das Maß an Planung  
und möglichem Erfolg in ein sinnvolles Verhältnis zu bringen. So lernt  
man ganz nebenbei, seine kostbare Schreibzeit effektiver zu nutzen und  
sich weniger zu verzetteln. 
Neben den wöchentlich herunterladbaren E-Kursen motiviert Holly Lisle  
ihre Schützlinge mit Videos (eins pro Monat) und einem Forum, in dem  
sich die Teilnehmer mal mehr, mal weniger aktiv einbringen. Zusätzlich  
erhält man bei einigen Lektionen mehrere zum Teil vollständige  
Manuskripte von Holly Lisles Romanen, an Hand derer jeder für sich  
Fehler erkennen und verstehen lernen kann (aber nicht muss). 

Gelegentlich musste ich eine ihrer Techniken an meine eigenen  
Bedürfnisse anpassen, weil jeder Autor anders "tickt". Ich hatte zum  
Beispiel bei der Ideenfindung mit der vorgeschlagenen Clustering- 
Methode keinen Erfolg, bis ich begann, in Listen zu clustern. 

Rückblickend hätte ich mir gewünscht, dass Holly Lisle etwas de- 
taillierter auf die Erstellung eines Exposés eingegangen wäre. (Dafür  
ist ihre Anleitung für das Anschreiben zum Manuskript unglaublich!)  
Einige ihrer Bemerkungen über den Umgang mit Agenten und Lektoren sind  
- wie sollte es auch anders sein - stark auf den amerikanischen  
Buchmarkt zugeschnitten. Doch lassen sich leicht mit etwas Nachdenken  
Parallelen zum heimischen Buchmarkt entdecken. 


          Kein Zwang beim Lernen 

Die offene Arbeitsweise ist ein großer Pluspunkt dieses Kurses. Nie- 
mand ist gezwungen, den Kurs in einem halben Jahr "durchzuziehen". Die  
Unterlagen und das Forum bleiben den Teilnehmern zeitlich unbegrenzt  
und kostenlos zugänglich, so dass jeder in seinem eigenen Tempo lernen  
kann. Das ist ideal für AutorInnen, die nur in Teilzeit schreiben und  
lernen können. 

Der Austausch mit den anderen Kursteilnehmern ist anregend und er- 
frischend. Kommt man einmal nicht weiter, gibt es immer jemanden, der  
einen motiviert, auf andere Gedanken bringt oder einfach eine neue  
Herangehensweise vorschlägt. Ach ja, und ganz am Ende gibt es einen  
kostenlosen Bonus-Monat mit zusätzlichen Lektionen! 


          Die Kosten 

Übrigens: Als ich den Preis für diesen Kurs sah, konnte ich es kaum  
glauben. Er beträgt nicht einmal 50 Dollar im Monat. Aufsummiert ist  
das weniger, als man zum Beispiel für zwei Wochenendseminare in  
Wolfenbüttel bezahlt (die sich immer sehr lohnen). Für die, denen die- 
ser Preis immer noch zu hoch ist, gibt es seit kurzem auch die  
Möglichkeit, den Kurs über ein ganzes Jahr zu strecken und nur 25 Dol- 
lar im Monat zu zahlen. 


          Fazit 

Ich habe es nicht eine Minute bereut, an diesem Kurs teilgenommen zu  
haben, und kann ihn allen, die gut Englisch verstehen, nur empfehlen.  
So viele Informationen auf so engem Raum für so wenig Geld sollte man  
sich nicht entgehen lassen. Interessierte finden in meinem Blog  
(http://katharina-gerlach.blogspot.com) weitere Informationen und ein  
besonderes Angebot. 
                    **~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~** 

Katharina Gerlach (http://www.tapio-de.org, http://katharina- 
gerlach.blogspot.com) ist die Autorin des historischen Romans "Engels  
Freiheit" (ISBN 978-3865821751, auch auf Englisch erhältlich) und seit  
kurzem unter Vertrag bei der Agentur Schmid & Abrahams. 


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BESONDERE LESUNGEN: 
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                              (redaktion at team pt autorenforum pt de) 


                            "Stopp-Lesung" 
                          von Angelika Reiche 

Ort des Geschehens war die Volkshochschule in Schleswig, wo der Autor  
Christian Seiffert mit einer Mischung aus klassischer Lesung und den  
Regeln für Poetry-Slam-Wettbewerben einen temporeichen Abend gestal- 
tete.  

Das Publikum konnte zu Beginn des Abends eigene Texte abgeben oder  
aber aus einer Reihe durchnummerierter Bücher eines willkürlich  
auswählen, zum Beispiel Buch Nummer fünf, aus dem Christian Seiffert  
dann vorzulesen begann. Er las nur für genau zwei Minuten, dann piepte  
ein Zeitmesser und die Zuhörer mussten "Weiter!" oder "Stopp" rufen. 

Bei "Weiter" las der Autor weitere zwei Minuten vor. Ein Ohrenschmaus,  
denn Christian Seiffert tut dies nach allen Regeln der Kunst. Das Ne- 
beneinander der verschiedensten Texte - von Kafka bis Michael Ende -  
macht den Reiz einer solchen Darbietung aus und dass nach zwei mal  
zwei Minuten - so die Spielregel - der Text nicht mehr weiter vorgele- 
sen wird, und sei er noch so spannend. 


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KÜSS MICH, ICH BIN EIN AUTOR! 
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                              (redaktion at team pt autorenforum pt de) 


Eine Zuhörerin unterbricht den sich auf der Weihnachtsfeier vorstel- 
lenden Autor unwirsch: "Ja, is ja schon gut, Sie scheinen ja ganz sym- 
patisch zu sein, jetzt lesen Se doch einfach ma schnell Ihre Gedichte,  
und fertich!" 

(Franziska Röchter) 


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UNSERE EXPERTINNEN UND EXPERTEN:      
--------------------------------------------------------------------- 
Bitte schickt den ExpertInnen nur Fragen zu ihrem Expertenthema -  
keine Manuskripte zur Beurteilung. 

Bitte verseht jede Anfrage mit einem aussagekräftigen Betreff. Sonst  
kann es sein, dass die Mail vorsichtshalber sofort gelöscht wird. 


  Drehbuch: Oliver Pautsch 
                              drehbuch at experte pt autorenforum pt de 
  Fandom: Thomas Kohlschmidt 
                                fandom at experte pt autorenforum pt de 
  Fantasy: Stefanie Bense 
                               fantasy at experte pt autorenforum pt de 
  Heftroman: Arndt Ellmer 
                             heftroman at experte pt autorenforum pt de 
  Historischer Roman: Titus Müller 
                    historischer.roman at experte pt autorenforum pt de 
  Kinder- und Jugendbuch: Michael Borlik 
                            kinderbuch at experte pt autorenforum pt de 
  Lesungen: Rüdiger Heins 
                              lesungen at experte pt autorenforum pt de 
  Lyrik: Martina Weber 
                                 lyrik at experte pt autorenforum pt de 
  Sachbuch: Gabi Neumayer 
                              sachbuch at experte pt autorenforum pt de 
  Schreibaus- und fortbildung: Uli Rothfuss 
                           fortbildung at experte pt autorenforum pt de 
  Schreibgruppen: Ute Hacker 
                        schreibgruppen at experte pt autorenforum pt de 
  Schreibhandwerk: Ute Hacker 
                       schreibhandwerk at experte pt autorenforum pt de 
  Sciencefiction: Andreas Eschbach 
                              sf-autor at experte pt autorenforum pt de 
  Technik (physikalisch!): Woldemar Schilgen 
                               technik at experte pt autorenforum pt de 
  Übersetzung: Barbara Slawig  
                         uebersetzerin at experte pt autorenforum pt de 
  Verlagswesen: Bjørn Jagnow 
                          verlagswesen at experte pt autorenforum pt de 

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Experten-Special: 
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Bjørn Jagnow hat seine über 80 Fragen und Antworten zu den Themen Ur- 
heberrecht, Verlagswesen und Vermarktung der letzten acht Jahre gesam- 
melt (jetzt inklusive 2007) und stellt sie euch als kostenloses PDF  
zur Verfügung. Das Tolle daran: Die Fragen sind nun thematisch geord- 
net, das elektronische Format erlaubt eine schnelle Volltextsuche -  
und Björn hat außerdem alle Antworten überarbeitet und aktualisiert.  
Ob ihr Infos sucht zu Ausfallhonorar, Book on demand, Buchpreisbin- 
dung, Druckkostenzuschussverlag, Exposé,  Honorar, ISBN, Leseprobe,  
Nebenrechte, Plagiat, Titelschutz, Verlagsgründung, Zitat oder ...  
Hier werdet ihr fündig: http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:0062- 
tempest2-4. 


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FRAG DIE EXPERTIN FÜR FANTASY: 
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Stefanie Bense (fantasy at experte pt autorenforum pt de) 


Frage: 
Ich möchte schon seit Jahren mit dem Schreiben anfangen, vor allem mit  
dem Schreiben von Fantasyromanen, aber ich traue mich nicht wirklich  
ran, weil ich nicht genau weiß, wie ich anfangen soll. Können Sie mir  
hierzu vielleicht ein paar Tipps, Anregungen geben? 

Fürs Fantasyromane-Schreiben gibt es ja leider so gut wie keine Bü- 
cher, zumindest habe ich keine gefunden. Was ist hier wichtig, welche  
allgemeinen Schreibratgeber könnten einem eventuell helfen, und wie  
sollte man an das Ganze herangehen? 


Antwort: 
Ein wenig ratlos stehe ich vor Ihrer Anfrage. Wie man anfängt, einen  
Fantasyroman zu schreiben? Keine Ahnung! Jede/r fängt woanders an.  
Manche planen und plotten erst, andere beginnen beim Weltentwurf oder  
erfinden ein in sich konsequentes Magiesystem, wieder andere schreiben  
einfach drauflos und schaffen die Struktur und das Setting (Magie,  
Welt, Fabelwesen) hinterher. 

Falls Sie Schreibanfängerin sind, empfehle ich Ihnen, mit Fantasy- 
Kurzgeschichten und -Erzählungen den Aufbau und die Genre- 
Gesetzmäßigkeiten zu trainieren. Und erst in einen Roman einzusteigen,  
wenn Sie sicher sind, die Form beherrschen zu können. 

Allerdings können Sie genauso gut einen Roman beginnen, müssen sich  
aber im Klaren darüber sein, dass Sie mehr und vermutlich länger daran  
arbeiten müssen, als wenn Sie bereits Schreiberfahrung haben. Es ist,  
als ob Sie als Freizeit-Radlerin gleich eine 3000-Kilometer- 
Radwanderung durchführen wollen. Es wird Sie anstrengen, streckenweise  
überfordern, aber auch ein großes Abenteuer sein. 

Romane jeglicher Art brauchen Vorbereitung. Man muss seine Figuren  
entwerfen, einen Spannungsbogen erarbeiten, die Handlung logisch, aber  
abwechslungsreich aufbauen, die Fantasy-Elemente verweben, so dass sie  
nicht mehr aus der Handlung wegzudenken sind, und sich das Handwerk  
erarbeiten, damit man alles in lebendige, sinnliche Szenen umsetzen  
kann. 

Nicht umsonst sagen Schriftsteller, dass sie ein Viertel der Zeit fürs  
Recherchieren (bei Fantasy wäre das auch Weltenbau) und Planen, ein  
Viertel fürs Schreiben und zwei Viertel fürs Überarbeiten aufwenden.  
Und beim ersten Roman muss man noch viel lernen, indem man auspro- 
biert, verwirft, neu schreibt, überarbeitet ... 

Ich persönlich bin dafür, erst zu planen, zu recherchieren und zu  
plotten (also die Handlung zu entwerfen) und dann zu schreiben, denn  
ich mag es nicht, viel Arbeit auf Szenen oder Teile zu verwenden, die  
dann bei einer Überarbeitung nicht mehr gebraucht werden. Das ist je- 
doch meine persönliche Herangehensweise. 

Als Schreibratgeber kann ich Ihnen nur einige gute angloamerikanische  
empfehlen: 

- Card, Orson Scott: How to write Fantasy and Science Fiction. Cincin- 
nati, Ohio: Writer's Digest, 1990 (gebundene Ausgabe), 2008 (Taschen- 
buchausgabe).  
Mit einem wunderbaren Beispiel, wie sich ein "Fehler" als Glücksgriff  
für eine neue Idee herausgestellt hat. 
- Gerrold, David: Worlds of Wonder. Cincinnati, Ohio: Writer's Digest,  
2001.  
Wie man Welten baut und Fantasy glaubhaft dem Leser rüberbringt. 
- Bickham, Jack: Scene and Structure. Elements of Fiction Writing.  
Cincinnati, Ohio: Writer's Digest, 1999.  
Es geht nicht um Fantasy, aber darum, wie man packende Szenen  
schreibt. 
- Stein, Sol: Über das Schreiben. Frankfurt a. M.: Zweitausendeins,  
2001.  
Auch nicht zur Fantasy, aber gut, um zu lernen, wie man zeigt statt  
behauptet. 
- McClanahan, Rebecca: Schreiben wie gemalt. Frankfurt a. M.: Zweitau- 
sendeins, 2002.  
Fantasy kommt nicht vor, aber hier lernt man, wie man beschreibt, ohne  
zu langweilen. 

Das Einzige, was jedoch wirklich hilft, ist: SCHREIBEN! Je mehr Sie  
schreiben, desto geübter werden Sie. Je mehr Sie schreiben, desto si- 
cherer werden Sie in Ihrem Stil, im Handwerk und beim spannenden Er- 
zählen. Wie beim Fahrradfahren ... 

                    **~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~** 

Stefanie Bense lebt und arbeitet in Hannover, gibt Schreibkurse und  
führt eine Roman-Werkstatt, http://www.romantisch.essdeh.de, veröf- 
fentlicht sporadisch und schreibt an ihrem dritten Roman. Kontakt:  
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! 


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FRAG DEN EXPERTEN FÜR VERLAGSWESEN:	 
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Bjørn Jagnow (verlagswesen at experte pt autorenforum pt de) 


Frage: 
Ich würde gerne ein Buch über einen Teilbereich des Programms EXCEL  
veröffentlichen und möchte gerne wissen, ob eine Veröffentlichung ge- 
gen Microsoft-Copyright-Rechte verstoßen könnte. Muss Microsoft die  
Bücher freigeben, oder kann jeder Autor zu dem Thema tätig werden? 


Antwort: 
Ich kann die Frage nur mit einem "Ja und nein" beantworten. Man darf  
ein Buch über Softwareprogramme schreiben, ohne dass der Hersteller  
dies genehmigen muss - sofern das Buch eine eigene schöpferische Leis- 
tung ist. Solange man eigene Erfahrungen oder Zusammenfassungen zum  
Hauptbestandteil des Buches macht, sollte diese schöpferische Leistung  
vorliegen. Würde man bloß eine Liste zum Thema "In welchem Menü finde  
ich welche Funktion?" machen, sähe das vermutlich anders aus. 

Allerdings darf man nicht ohne Erlaubnis Screenshots von der Software  
verwenden. Da die Wiedergabe einer Bildschirmansicht keine eigene  
Leistung ist, gibt es hier Urheberrechte des Softwareherstellers. Ob  
diese Erlaubnis leicht oder schwer zu erhalten ist, lässt sich im Vor- 
aus nicht sagen. Eigentlich könnte der Softwarehersteller froh sein  
über jedes Buch, das die Bedienung erleichtert, aber vielleicht sieht  
der Hersteller das anders. Hier muss man fragen. 

                    **~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~** 

Bjørn Jagnow ist Schriftsteller, Verlagsfachwirt, Verlagskaufmann und  
Buchhändler (http://www.bjoernjagnow.de/). Sein Fantasy-Thriller "Wil- 
de Jagd" ist als kostenloses PDF lieferbar (http://nbn- 
resolving.de/urn:nbn:de:0062-wildejagd1-8). 


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FRAG DIE EXPERTIN FÜR SACHBUCH: 
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Gabi Neumayer (sachbuch at experte pt autorenforum pt de) 


Frage: 
Eine Freundin und ich haben eben beim Kaffeeplausch beschlossen, ein  
Buch zu schreiben über [...]. Meine Freundin ist eine engagierte  
[...], und ich habe schon das eine oder andere veröffentlicht (in  
Buchform nur zwei Mini-Bücher für einen Verlag). Wir schreiben dem  
Thema große Nachfrage zu - bisher sind Bücher zu dem Thema eher esote- 
risch angehaucht.  

Nun frage ich mich, wie wir am besten vorgehen. Mein erster Gedanke  
war: Konzept machen, mit Schreiben anfangen, Exposé erstellen und  
nächstes Jahr auf der Buchmesse bei geeigneten Verlagen einen Termin  
vereinbaren. Leider weiß ich nicht, ob wir damit Erfolg hätten ... Wie  
ist das bei Sachbüchern - suchen wir schon im Vorfeld einen Verlag  
oder erst, wenn das Manuskript vollständig ist? Sollten wir lieber  
direkt auf Verlage zugehen, unabhängig von der Buchmesse? Oder gar  
einen Agenten einschalten? 


Antwort: 
Ja, Ihre Ahnung ist schon sehr richtig: Ein Sachbuch verkauft man in  
der Regel über das Exposé - also eine detaillierte Gliederung (so was  
wie das Inhaltsverzeichnis eines Buches), eine Leseprobe (bei noch  
nicht so bekannten AutorInnen ist das ein Muss), einen Absatz dazu,  
warum gerade Sie die idealen Autorinnen für dieses Thema sind, und  
eine Marktanalyse, die zeigt, dass Sie die Konkurrenz kennen und warum  
gerade für Ihr Buch noch Platz und Bedarf ist. (Mehr dazu finden Sie  
über die Suchmaschine unter autorenforum.de, wo Sie die früheren Aus- 
gaben nach den entsprechenden Artikeln durchsuchen können, und auch  
direkt über die Expertendatenbank unter "Sachbuch".) 

Auf der Buchmesse einen Verlag zu suchen, ist nicht sehr aussichts- 
reich, weil die Menschen dort sehr beschäftigt, in der Regel nur nach  
Terminvereinbarung zu sprechen und zudem wenig bereit sind, Papiersta- 
pel entgegenzunehmen :-) Das aussichtsreichste Vorgehen: Suchen Sie  
sich Verlage heraus, zu denen Ihr Projekt passt, rufen Sie an, stellen  
Sie im Lektorat Ihre Idee in wenigen Sätzen vor (mit den oben genann- 
ten Punkten: Grundidee, Zielgruppe, Marktanalyse, Ihre Qualifikation)  
- und wenn man dann Interesse bekundet, schicken Sie Ihr Exposé ein.  

Stattdessen können Sie natürlich auch einen Agenten suchen - das lohnt  
sich aber in der Regel nur, wenn Sie noch einige weitere Bücher  
schreiben wollen. 

                    **~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~** 

Gabi Neumayers letzte Sachbuch-Veröffentlichung: "Frag doch mal die  
Maus: Fußball" (cbj). 2010 erscheinen zwei weitere "Maus"-Bücher. Wei- 
tere Infos: http://www.gabineumayer.de und http://www.bato- 
schreibt.de. 


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Veranstaltungen, Ausschreibungen, Publikationsmöglichkeiten, Messen  
und Seminare findet ihr im zweiten Teil des Tempest, der mit getrenn- 
ter Mail kommt! 
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Einsendeformalien: 
Einsendungen sind zu allen Rubriken von autorenforum.de - nach Rück- 
sprache - erwünscht. Zurzeit können jedoch noch keine Honorare gezahlt  
werden. Das Urheberrecht verbleibt bei der Autorin bzw. beim Autor.  

Einsendungen bitte im RTF-Format und per E-Mail, und zwar an:  
beitrag at team pt autorenforum pt de. 

Fragen zu Einsendungen sollten ebenfalls an diese Adresse gerichtet  
werden. Die genauen Richtlinien findet ihr unter der Adresse  
http://autorenforum.de/Tempest/richtlinien.html. 

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Herausgeber:  
   Ramona Roth-Berghofer public.relations at team pt autorenforum pt de  
   Gabi Neumayer                redaktion at team pt autorenforum pt de 
   Stefan Schulz                     webmaster at autorenforum pt de 
   Thomas Roth-Berghofer  
                    Thomas.Roth-Berghofer at team pt autorenforum pt de 
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