Ausgabe 11-05 (20. Mai 2009)

Editorial
Hall of Fame
Schreib-Kick
Lesetipp
Autorenwissen
   "Autorenfortbildungen"
   von Jennifer Schreiner
Ein Exposé zum Knutschen
   "Schwanennebel"
   Text: anonym, Lektorat: Hans Peter Roentgen
Schreibkurs
   "Wie bringe ich Gefühle in den Text?"
   von Ulrike Dietmann
Veranstaltungsbericht
   "Infoveranstaltung zu Google Book Settlement,
   27. April 2009, Literaturhaus München"
   von Ute Hacker
Seminarbericht
   "Internet-Schreibwerkstatt Schreib-Lust"
   von Esther Schmidt
Küss mich, ich bin ein Autor!
Frag die Expertin für Lyrik
   (Martina Weber)
Frag die Expertin für Fantasy
   (Stefanie Bense)
Frag den Experten für Kinderbuch
   (Michael Borlik)
EDITORIAL:  
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Liebe Autorinnen und Autoren, 

bei dem umfangreichen Angebot in diesem Tempest fasse ich mich mal  
besser kurz: 

Autorenfortbildungen: Jennifer Schreiner stellt drei verschiedene Ar- 
ten vor, und Esther Schmidt berichtet vom Ablauf einer Internet- 
Schreibwerkstatt. Google Book Settlement: Ute Hacker informiert uns  
über den Stand der Dinge bei diesem undurchsichtigen, aber wichtigen  
Thema. Gefühle: Ulrike Dietmann zeigt im Schreibkurs, wie man sie in  
einen Text bringt. Exposé: Hans Peter Roentgen bringt Schwächen klar  
auf den Punkt und gibt hilfreiche Hinweise. Experten: Sie haben wieder  
unbezahlbare Tipps aus der Praxis für euch. Der Rest: Lest selbst! 

So, jetzt hab ich noch genügend Platz, um etwas zu unserer "Hall of  
Fame" zu sagen: 

1. Viele von euch halten sich leider noch immer nicht an die Vorgaben,  
und es kostet mich einfach zu viel Zeit, bei fehlerhaften Meldungen  
(oft mehrmals) nachzuhaken. Von nun ab findet ihr unten bei den Vorga- 
ben ein Beispiel, das keine Fragen mehr offen lassen sollte. Also bit- 
te genau hinschauen, denn falsche Meldungen werden von nun an nicht  
mehr berücksichtigt.  

2. Hin und wieder erreicht uns ein Hinweis, dass wir ein Buch aus ei- 
nem umstrittenen Verlag aufgenommen hätten. Dazu die Information: Wir  
veröffentlichen grundsätzlich nur Meldungen, bei denen wir es schrift- 
lich haben, dass der Autor keinerlei Kosten im Zusammenhang mit der  
Veröffentlichung hatte. Es stimmt, dass manche Verlage mit einigen  
AutorInnen ganz normale Autorenverträge abschließen, sich von anderen  
jedoch bezahlen lassen. Das unterstützen wir natürlich nicht, aber für  
uns muss da der Einzelfall desjenigen zählen, der sein Buch meldet.  
Bekommt er Honorar und zahlt nichts, kommt sein Buch auch in die "Hall  
of Fame". 

Der Tipp des Monats Mai, diesmal von mir (schickt Tipps!): 

    Um die Marktchancen eures Buches besser  
    einschätzen zu können, fragt doch mal  
    BuchhändlerInnen danach, welche Bücher  
    sie euch im Genre eures aktuellen Buchprojekts  
    empfehlen würden. 


Genießt diesen Tempest gern etwas länger, denn der nächste wird - ur- 
laubsbedingt - nicht ganz so umfangreich ausfallen. Umso mehr Zeit für  
euch, mir mal wieder Lesetipps, Schreibtipps, Autorentipps, Minidialo- 
ge und mehr zu schicken - ihr wisst ja: Unglaublich begehrte Verlo- 
sungspreise erwarten euch (von all dem Ruhm und der Ehre mal ganz zu  
schweigen). 

 Gabi Neumayer 
 Chefredakteurin 

~~~~~~~~~~~ 
Damit wir den Tempest auch in Zukunft weiterführen können, brauchen  
wir eure Hilfe: Wer uns unterstützen möchte, überweise bitte einen  
freiwilligen Jahresbeitrag (15 Euro haben wir als Richtwert gesetzt,  
aber ihr helft uns auch schon mit 5 oder 10 Euro weiter) auf das Konto  
von autorenforum.de: 

Sparda Bank Südwest eG 
BLZ 550 905 00 
Kto. 100 724 515 
Stichwort: "Beitrag 2009" 

Für AuslandsabonnentInnen: Am 1. Juli 2003 wurden die Auslandsüberwei- 
sungsgebühren gesenkt. Aber natürlich könnt ihr uns euren Beitrag auch  
weiterhin per Post schicken (Adresse am Ende des Tempest). 

Wer aus Österreich überweist, braucht außerdem diese Nummern (bitte  
genau so zusammenschreiben!) 
IBAN: DE16 5509 0500 0100 7245 15 
BIC: GENODEF1S01 

~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ 
ISSN 1439-4669   Copyright 2009 autorenforum.de. Copyright- und 
                Kontaktinformationen am Ende dieser Ausgabe 
~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ 

  INHALT DIESER AUSGABE: 


TEIL 1: 

     Editorial 
     Hall of Fame 
     Schreib-Kick 
     Lesetipp 
     Autorenwissen 
        "Autorenfortbildungen" 
        von Jennifer Schreiner 
     Ein Exposé zum Knutschen 
        "Schwanennebel" 
        Text: anonym, Lektorat: Hans Peter Roentgen 
     Schreibkurs 
        "Wie bringe ich Gefühle in den Text?"  
        von Ulrike Dietmann 
     Veranstaltungsbericht 
        "Infoveranstaltung zu Google Book Settlement,  
        27. April 2009, Literaturhaus München" 
        von Ute Hacker 
     Seminarbericht 
        "Internet-Schreibwerkstatt Schreib-Lust" 
        von Esther Schmidt 
     Küss mich, ich bin ein Autor! 
     Frag die Expertin für Lyrik 
        (Martina Weber) 
     Frag die Expertin für Fantasy 
        (Stefanie Bense) 
     Frag den Experten für Kinderbuch 
        (Michael Borlik) 
     Impressum 


TEIL 2: 

     Veranstaltungen 
     Ausschreibungen 
     Publikationsmöglichkeiten 
          mit Honorar 
          ohne Honorar 
     Seminare 
     Messekalender 
     Impressum 


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HALL OF FAME: 
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                             (redaktion at team pt autorenforum pt de
) 

Die "Hall of Fame" zeigt die Erfolge von AbonnentInnen des Tempest.  
Wir freuen uns, wenn ihr euch davon motivieren und ermutigen lasst -  
dann werden wir euer neues Buch hier bestimmt auch bald vorstellen  
können. 

Melden könnt ihr aktuelle Buchveröffentlichungen nach diesem Schema: 

....... 
AutorIn: "Titel", Verlag Erscheinungsjahr (das muss immer das laufende  
oder das vergangene Jahr sein!), Genre (maximal 2 Wörter). Zusätzlich  
könnt ihr in maximal 60 Zeichen inklusive Leerzeichen (nicht Wörtern!)  
weitere Infos zu eurem Buch unterbringen. 
....... 
Ein Beispiel (!): 
....... 
Johanna Ernst: "Der Fall der falschen Meldung", Hüstel Verlag 2009,  
Mystery-Thriller. 60 Zeichen - und kein einziges mehr!  
http://www.ernstfa.de 
....... 

Ausgeschlossen sind Veröffentlichungen in Anthologien, Bücher im Ei- 
genverlag und BoDs (sofern sie im Eigenverlag erschienen sind) sowie  
Veröffentlichungen in Druckkostenzuschussverlagen.  

ACHTUNG, NEU! 
Schreibt in eure Mail mit der Meldung immer auch hinein, dass ihr bes- 
tätigt, dass die Veröffentlichung weder im Eigenverlag noch in einem  
Verlag erschienen ist, bei dem der Autor irgendetwas bezahlt hat! 

Schickt eure Texte unter dem Betreff "Hall of Fame" an  
redaktion at team pt autorenforum pt de
.  

Wir berücksichtigen ausschließlich Meldungen, die nach dem obigen  
Schema gemacht werden. Änderungsaufforderungen zu Meldungen, bei denen  
das nicht der Fall ist, werden ab sofort nicht mehr verschickt! 
~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ 

Doris Wiedemann: "Unterwegs zum Roten Drachen - mit dem Motorrad nach  
China", Delius-Klasing Verlag, 2009, Reisebericht. Eine allein reisen- 
de Frau; ISBN 978-3-7688-2606-8 

Matthias Czarnetzki: "Lutetia Stubbs: KellerLeichen", shaker-media  
2009, Krimi mit Humor. Wie man eine Leiche beseitigt und überlebt.  
mczarnetzki.de  

Claudia Kejwal: "Bauchspeck, Frust und Liebeskummer", Spielberg Ver- 
lag, 2009, Roman. ISBN 978-3-940609-18-2; Euro 13,90, www.kejwal.de 

Anni Bürkl: "Schwarztee" (Tatort Salzkammergut), Gmeiner Verlag 2009.  
Kriminalroman. Teestunde. Ein Mord im Teesalon im Salzkammergut.  

Ingrid Schmitz: "2 Leben - 1 Tod", Droste Verlag 2009, Kriminalroman.  
Mia Magaloff ermittelt in der realen und virtuellen Welt. 

Birgitt Flögel: "Sebastian und Phillip - Zwei ungleiche Freunde und  
ihre Abenteuer", Dieter Frieß Verlag 2009, Kinderbuch. Ab acht Jahre,  
Themen: Fairness, Freundschaft, Abenteuer 


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SCHREIB-KICK: 
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                             (redaktion at team pt autorenforum pt de
) 


Unser Schreib-Kick für den Mai, diesmal von Ursula Schmid-Spreer: 

Buchstabenspiel 

Bereiten Sie Kärtchen mit den einzelnen Buchstaben des Alphabets vor.  
Die Kärtchen werden umgedreht und gut gemischt. Drehen Sie ein Kärt- 
chen um. Schreiben Sie auf den Zettel so viele Dinge wie möglich, die  
mit diesem Buchstaben beginnen. Schreiben Sie nun aus diesen Wörtern  
eine Geschichte - eventuell nach einem vorgegebenen Thema. 


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LESETIPP: 
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                             (redaktion at team pt autorenforum pt de
) 


www.buchreport.de: Diese Website lohnt immer mal wieder einen Besuch.  
So findet man dort neben aktuellen Nachrichten aus der Buchbranche  
beispielsweise unter "Analysen und Dossiers" die 100 größten Verlage  
mit Schwerpunkten und weiteren Mediadaten. 


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AUTORENWISSEN: 
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                             (redaktion at team pt autorenforum pt de
) 

                       "Autorenfortbildungen" 
                       von Jennifer Schreiner 

Vor wenigen Jahren noch "Stiefkinder", gedeihen Schreibseminare und  
Autorentreffen nun in ganz Deutschland. Doch wie kann ich gute  
Schreibseminare, Autorentreffen und Fortbildungsmöglichkeiten finden  
und erkennen? Wie unterscheiden sie sich? Wie finde ich heraus, wel- 
ches Seminar oder Treffen zu mir passt? Und was bieten die unter- 
schiedlichen Fortbildungsmöglichkeiten? Anhand dreier Seminare/Treffen  
möchte ich das beispielhaft zeigen. 


         Finden und Erkennen 

Das Finden ist relativ einfach. Ob über Google, Autorenwebseiten,  
Schreibforentipps, man wird rasch fündig. Auch der Tempest bietet ei- 
nen guten Überblick über Seminare und Treffen, ebenso die Website  
http://www.uschtrin.de.  

Wichtig ist, dass das Preis-Leistungs-Verhältnis stimmt und man sich  
im Vorfeld darüber schlau machen kann, was einen erwartet. Meistens  
kann man sich auf Homepages darüber informieren, wer das Seminar hält,  
wie seine/ihre Qualifikation ist oder wer für ein Autorentreffen ver- 
antwortlich ist, welche Themen behandelt werden und welche anderen  
Leute zu erwarten sind. - Und wo wir beim "Erwarten sind":  


         Was will ich, und was passt zu mir? 

Es ist wichtig, sich vorher klar zu machen, was man erwartet und  
sucht. Suche ich einen gemütlichen Vortrag, Kontakte zu möglichst vie- 
len Gleichgesinnten oder einfach für zwei Tage einen klaren Kopf zum  
Schreiben? Suche ich ein bestimmtes Thema oder generelle Hilfestellun- 
gen? Will ich selber schreiben, oder will ich ein Treffen? 


1. Schreiben 
............ 
Wenn ich die Frage "Was ich will?" mit "schreiben" beantworte, passen  
zum Beispiel die Seminare von Uschi Zietsch und Ulrike Dietmann zu  
meinem Profil. Beide sind auf kein spezielles Genre beschränkt und  
werden im kleinen Kreis abgehalten. Jeweils im gemütlichen Umfeld wird  
dem interessierten und aktiven Schreiber Theorie beigebracht, die an- 
schließend in die Praxis umgesetzt werden kann. 

Und genau da enden auch schon die Gemeinsamkeiten. Während in Uschi  
Zietschs Schreibwerkstatt ein- bis zweimal im Jahr im Kreis von fünf  
bis sieben Leuten "die geballte Wissensladung" gelernt wird, kann man  
in Ulrike Dietmanns Pegasus-Schreibschule zwischen verschiedenen Semi- 
narschwerpunkte und zehn Terminen pro Jahr wählen. 

Also wieder zurück zur Ausgangsfrage: "Was will ich?" Will ich mich in  
eine große Übung vertiefen und an vier Tagen alles lernen, oder will  
ich einen Schwerpunkt setzen und ihn zwei Tage lang vertiefen? Habe  
ich Schwachpunkte, die es gilt, gezielt aufzuarbeiten - oder will ich  
einfach für ein paar Tage mit Gleichgesinnten schreiben? 

Für jeden, der sich an dieser Stelle noch nicht sicher ist, bietet  
Uschi Zietschs Grundlagenseminar einen guten Einblick in die Gesamtma- 
terie, so dass man später gezielt Schwerpunkte, z. B. Exposéarbeit,  
setzen und sie beispielsweise bei Ulrike Dietmann vertiefen kann. 


2. Treffen 
.......... 
Ich will lernen, aber dabei nicht selber aktiv werden? Ich will Kon- 
takte knüpfen oder Bekannte wiedersehen?  Dann bin ich einmal im Jahr  
in Nürnberg richtig. 

Es gibt jeweils drei Seminare/Vorträge, und man bekommt hier die Mög- 
lichkeit, sich mit vielen Leuten (im Schnitt etwa 70 Personen) auszu- 
tauschen und - wenn man sich denn traut - seine Texte einem willigen  
Publikum vorzustellen. 


         Drei unterschiedliche Seminare/Treffen stellen sich vor 

Schreibwerkstatt, Leitung: Uschi Zietsch (http://www.fabylon- 
schreibwerkstatt.de) 
....................... 
Meine Seminare teilen sich in zwei Bereiche auf: Das Basisseminar für  
Einsteiger, das für alle Genres gleich ist, weil es bei "Adam und Eva"  
beginnt, und die "Wortschmiede" für Fortgeschrittene (Freitagabend bis  
Sonntagmittag), wo es hauptsächlich um eine große Übung mit anschlie- 
ßenden kürzeren Übungen nach bestimmten Vorgaben geht (z. B: Charakte- 
risierung, Dialog, Fachthema), aber nur wenig Theorie vorgetragen  
wird. Beiden Seminaren gleich ist die intensive Storyanalyse.  

Das Basisseminar geht von Donnerstagabend bis Sonntagmittag. Vor und  
nach dem Abendessen am Donnerstag gibt es erst einmal nur Theorie, die  
Grundlagen des Handwerks. Auch wenn man alles schon einmal gehört oder  
darüber gelesen hat, schadet eine Wiederholung nicht, weil sie bei der  
Selbstorganisation hilft. Am Freitag findet die intensive Analyse der  
eingereichten Story statt (abgeschlossene Kurzgeschichte oder Anfang  
eines Romans). 

Da die Gruppe nur fünf bis sieben Teilnehmer umfasst, gibt es ausrei- 
chend Zeit, auf alles einzugehen, und zwar in konstruktiver Diskussi- 
on, vor allem auch mit den anderen Teilnehmern. Hier fließt schon in  
aktiver Wiederholung die Theorie vom Vortag ein, und es wird für den  
Teilnehmer plötzlich nachvollziehbar, woran es hapert. Am Samstag be- 
ginnen dann die abwechslungsreichen Schreibübungen, die die Theorie in  
die Praxis umsetzen - auch hier im gegenseitigen Austausch und mit  
Diskussion.  

Fachbücher und Vorträge über das Schreiben gibt es genug, hier geht es  
vor allem um die Praxis, die eigenen Texte mitzuverfolgen, zu analy- 
sieren und festzustellen, wo genau die Schwächen liegen und worin man  
bereits nach einem Tag Fortschritte macht. Damit steigt auch die Moti- 
vation enorm. Dabei wird bis zum Schluss auf jeden Teilnehmer indivi- 
duell eingegangen. Nach der Abendeinheit beim "Absacker" im gemütli- 
chen "Stüberl" besteht die Gelegenheit zum Einzelgespräch. Am Sonntag  
gibt es noch einmal Übungen, Zusammenfassung und allgemeine Fragen.  

Gefördert wird an diesen Tagen die Kreativität. Dadurch, dass es keine  
Ablenkung gibt, kommen enorme Leistungen bei den Übungen heraus. So  
kann jeder Teilnehmer am Ende etwas für sich mitnehmen und wird ir- 
gendwann feststellen, dass plötzlich ein Knopf aufgegangen ist. 

Das Basisseminar in Süddeutschland (Nähe Memmingen) findet jedes Jahr  
im Mai statt, bei großer Nachfrage gibt es noch einen zweiten Termin  
im September. Das Basisseminar in Österreich (Salzburg) findet einmal  
im Jahr im September statt. Die Wortschmiede wird nur in Süddeutsch- 
land angeboten, meistens an zwei Terminen im Oktober und November. Die  
neuen Termine für 2009 finden sich ab Januar auf meiner Homepage. Dort  
gibt es auch alle Informationen, Inhalte und eine Anmeldemöglichkeit. 


Pegasus-Schreibschule in Kirchheim/Teck, Leitung: Ulrike Dietmann  
(http://www.pegasus-schreibschule.de) 
..................... 
Ich habe die Pegasus-Schreibschule gegründet, weil ich anderen Autoren  
ein genussvolles Lernerlebnis bereiten will. Die graue Theorie des  
Schreibhandwerks ist ja nicht immer so ersprießlich, aber eben ein  
Muss, um das man nicht herum kommt. Deshalb halte ich die Seminare in  
meinem Privathaus ab, wo es gemütlich ist, eine kreative, entspannte  
Atmosphäre herrscht und es zwischendurch was Leckeres zu essen gibt.  
Außerdem habe ich die Teilnehmerzahl auf fünf Personen beschränkt. Auf  
diese Weise hat jeder Raum für seine Bedürfnisse und Projekte.  

Die Seminare beginnen jeweils am Samstag um 9 Uhr  und enden am Sonn- 
tag um 17 Uhr. Ich biete eine Grundausbildung im Handwerk des Schrei- 
bens an, aber man kann auch einzelne Seminare buchen. In den Seminaren  
präsentiere ich fundierte Theorie, leicht verdaulich und übersicht- 
lich, die wir in spielerischen Übungen ausprobieren. Meist entsteht  
eine Dynamik, von der alle angesteckt werden, die Ideen sprühen, es  
wird viel gelacht und mit Leidenschaft an Plots getüftelt.  

Mir liegt viel daran, auf den einzelnen Autor einzugehen. Schreibtipps  
haben etwas Relatives, und was für den einen Gift ist, ist für den  
anderen Gold. Ein Schreiblehrer ist dazu da, die ganze Persönlichkeit  
des Autors im Auge zu behalten.  

Am Samstagabend schauen wir dann einen Film und zerlegen ihn in drama- 
turgische Einzelteile. Mein Modell dafür ist Hollywoods "Heldenreise".  
Wer von weiter entfernt anreist, kann auch bei mir übernachten. Essen,  
Arbeitsmaterial und Übernachtung sind im Preis von 200 Euro inbegrif- 
fen.  

Meine Schreibschule heißt Pegasus, weil ich mich der Muse der Dichter  
auch in Fleisch und Blut verbunden fühle. Ich glaube an die Kreativi- 
tät der Natur, die in jedem Lebewesen ruht. Deshalb heißt eines meiner  
Seminare "Intuitives Schreiben mit Pferden" und findet auf der Weide  
statt. Dort sind die Pferde unsere Lehrer, und was sie zu lehren ha- 
ben, steht bislang in keinem Schreibratgeber.  


Autorentreffen in Nürnberg, Organisation: Ursula Schmid-Spreer 
.......................... 
Es ist schon eine feste Institution geworden: Jährlich findet in Nürn- 
berg ein großes Autorentreffen statt. Es ist kein Workshop, wo die  
Teilnehmer "schreiben", sondern ein Treffen, bei dem man sich infor- 
miert und austauscht, wo man Gleichgesinnte trifft und Fragen stellen  
kann.  

Ich lade immer drei Dozenten ein, die ein Referat über ein bestimmtes  
Themengebiet halten. Dieses Jahr wird Edith Kneifl die psychologische  
Seite eines Kriminalromans aufzeigen, Roland Rosenbauer berichtet über  
"Schreiben für das Hören", und Titus Müller erklärt, wie man vom "Roh- 
text zum Roman" kommt. Die Vortragenden beantworten alle Fragen, und  
auf diesem Wege sind schon viele Kontakte zustande gekommen. 

Unter den Teilnehmern befinden sich Hobby-Autoren, Drehbuchleute, die  
schon für das Fernsehen geschrieben haben, Verleger, Omis, die ihren  
Enkel etwas aufschreiben wollen, und viele andere. Ich biete allen  
Teilnehmern die Möglichkeit eines Büchertisches an. Dort können sie  
Flyer auslegen oder die eigenen Werke präsentieren. 

Großer Beliebtheit erfreut sich auch die kleine Lesung nach dem Abend- 
essen. Nach sieben Minuten Lesezeit wird mitten im Text abgebrochen.  
Die noch anwesenden Dozenten geben ihre Einschätzung ab, und auch die  
Teilnehmer sollen ihre Meinung äußern. 

Wie ich immer wieder höre, ist es ein sehr anregender Tag. Die Autoren  
gehen beschwingt und voller Tatendrang nach Hause. 

                   **~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~**  

Wer mehr über die Autorin Jennifer Schreiner oder ihr aktuelles, dämo- 
nisches Fantasy-Romance-Buch "Eine Löwin für die Bestie" erfahren  
will, kann ihre Homepage http://www.JenniferSchreiner.com besuchen. 


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EIN EXPOSÉ ZUM KNUTSCHEN: 
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                             (redaktion at team pt autorenforum pt de
) 

Exposés sind der Alptraum vieler Autoren. Wie kondensiert man 400 Sei- 
ten Text auf zwei, wie presst man einen Elefanten durch ein Nadelöhr? 

Hans Peter Roentgen will zeigen, wie es gemacht wird. Aber nicht abs- 
trakt, sondern wie bei "Vier Seiten für ein Halleluja" an praktischen  
Beispielen. Wer also immer schon wissen wollte, warum sein Exposé  
nicht funktioniert und wie man es verbessern kann, der kann es ihm per  
E-Mail schicken. Maximal 5.000 Anschläge, wenn möglich RTF-Format. Wer  
möchte, kann auch eine Kurzfassung ("Pitch") seines Projekts mitsen- 
den, eine Darstellung der Geschichte in drei Sätzen, maximal 200 An- 
schläge. Mailadresse: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!. 

Aus den Einsendungen werden beispielhafte ausgesucht und besprochen,  
und daran wird gezeigt, wie man Exposés schreibt und verbessert. 

~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ 

                          "Schwanennebel" 
            Text: anonym, Lektorat: Hans Peter Roentgen 

Geheime FBI-Akten führen eine Hackerin auf die Spur eines mysteriösen  
Mannes, und sie gerät in höchste Gefahr. 

Aufgrund der speziellen Fähigkeit, verschlüsselte Daten zu knacken,  
gerät eine Hackerin in das Visier des FBI.  

Um einer Gefängnisstrafe zu entgehen, erklärt sie sich bereit, kodier- 
te CDs zu entschlüsseln. Sie ahnt, dass mehr dahinter steckt, und  
stellt heimlich Nachforschungen an. 

Unter hohem Einsatz bringt sie geheime Personalakten in ihren Besitz,  
aus denen sie Unglaubliches erfährt. Der Urheber der verschlüsselten  
CDs, ein ehemaliger FBI-Agent, ist im Besitz einer merkwürdigen Gabe -  
das Lesen von Gedanken und Willensbeeinflussung. 

Beim ersten Zusammentreffen stellt sie sich ihm kämpferisch entgegen,  
um ihre gewonnenen Erkenntnisse nicht zu verlieren. Dabei gewinnt sie  
seinen Respekt und Sympathie. Nach einem tragischen Ereignis in ihrem  
Freundeskreis und dem Tod eines FBI-Agenten schlägt sie sich auf die  
Seite des Flüchtigen, der ihr Leben rettet und schließlich seine au- 
ßerirdische Herkunft offenbart. 

Nach einer spektakulären Überwachungsaktion, mit Hilfe eines Inspek- 
tors, beweisen sie seine Unschuld und überführen FBI -Mitarbeiter des  
Mordes und Hochverrats.  

Die Geschichte erzählt spannend den Kampf der Protagonistin, an weite- 
re Informationen zu gelangen. Immer wieder gerät sie in brenzlige Si- 
tuationen, die den Leser unterhalten sollen, ohne sich in einer Orgie  
von Gewalt oder Sentimentalität wiederzufinden.  

Das Genre der Geschichte ist in den Bereich Roman einzustufen, besteht  
aus 631.489 Zeichen und ist in dreizehn Tage unterteilt.  
~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ 

                 Lektorat von Hans Peter Roentgen    

Was fällt an dem Expose auf? Dass es erfreulich kurz ist. Das ist po- 
sitiv. Dass es allgemein ist und wenig aussagt, ist das andere. 

"Die Geschichte erzählt spannend den Kampf der Protagonistin, an wei- 
tere Informationen zu gelangen. Immer wieder gerät sie in brenzlige  
Situationen, die den Leser unterhalten sollen, ohne sich in einer Or- 
gie von Gewalt oder Sentimentalität wiederzufinden", das findet sich  
am Ende dieses Exposés. Solche Bemerkungen im Exposé wecken den Ein- 
druck: Das Expose ist nicht spannend, die Geschichte liest sich kon- 
struiert. Warum? Weil das Exposé eine spannende Geschichte vorstellen  
soll, das aber hier nur behauptet wird. Und dass die Heldin immer wie- 
der in brenzlige Situationen gerät, sollte in einem Thriller selbst- 
verständlich sein.  

Besser wäre es hier, das Buch in eine vergleichende Reihe ähnlicher  
Thriller zu stellen. Welche Bücher findet der Autor gut? In welcher  
Tradition steht sein eigenes? Das gibt ein viel genaueren Eindruck als  
die allgemeinen Behauptungen hier.   


         Die Einordnung der Geschichte 

Auch der Satz "Das Genre der Geschichte ist in den Bereich Roman ein- 
zustufen" ist unglücklich. Roman umfasst schließlich alles, egal ob  
Kinderroman, Liebes- oder literarischer Roman. Obendrein ist dieser  
Satz sehr unbeholfen formuliert.  

Das Genre wäre hier eindeutig Thriller, aber eine schärfere Einordnung  
des Buches über den Vergleich anderer Werke wäre besser: "Ein Thriller  
für alle, die E. T. und H. G. Wells lieben." Oder: "Ein Thriller für  
die Leser von Dan Brown und Grisham." 

Egal, welche vergleichenden Bücher man wählt, man kann so das eigene  
Buch mit einem Satz einordnen. Dabei sollte man allerdings auf dem  
Teppich bleiben und Übertreibungen meiden. "Das ist der nächste Dan  
Brown", kommt in der Regel nicht gut an. 

Gut ist es auf jeden Fall, wie vom Autor hier gemacht, am Schluss  
Zeitraum und Umfang des Werkes zu erwähnen: "Die Handlung erstreckt  
sich über 13 Tage, Umfang: ca 630.000 Anschläge". 


         Hat die Geschichte alles, was sie braucht? 

Zurück zum Exposé. Auch die Handlung selbst bleibt allgemein. Warum  
gerät die Hackerin ins Visier des FBI? Was entdeckt sie auf den gehei- 
men CDs, und woher stammen die? Warum und wie kommt sie an Personalak- 
ten? Und wie gelangt sie zu dem Alien? 

Das Exposé beantwortet keine dieser Fragen. Warum sollte jemand die  
Geschichte lesen? Und hat der Autor überhaupt eine Geschichte, die  
einen klaren Anfang, ein Ende und eine spannende Verbindung zwischen  
beiden aufweist? Möglicherweise fehlt es genau daran? 

Exposés sind verräterisch. Oft enthüllen sie nämlich, was der eigenen  
Geschichte noch fehlt. 

Man kann in Exposés auch mal allgemeine Behauptungen aufstellen. Aber  
die Grundstruktur und vor allem Anfang und Schluss sollten klar sein.  

         Konkrete Details 

Beginnen wir mit der Hackerin. Natürlich kenne ich die Geschichte  
nicht, die der Autor geschrieben oder geplant hat. Aber wir können mal  
spekulieren. 

"Natalja ist 17 und eine geniale Hackerin. Mit anderen wetteifert sie  
im Internet darum, wer die meisten Computernetze knacken kann. Welches  
Risiko sie damit eingeht, sieht sie nicht. 

Ihr gelingt es, in ein FBI-Netz einzubrechen, das eigentlich als un- 
knackbar gilt. Das FBI ist nicht begeistert, will aber ihre Fähigkei- 
ten nutzen. Sie soll in einen Computer einbrechen, den bisher niemand  
knacken konnte, und seine Daten entschlüsseln." 

Ich habe hier aus den CDs einen Computer gemacht, weil mir das etwas  
aktueller zu sein scheint. Und ich habe die Protagonistin und ihre  
Aktionen und Wünsche an den Anfang gestellt. 

Was passiert weiter? Auch dabei sollten wir konkret bleiben. Findet  
sie in dem Computer Aufzeichnungen über Gedanken einzelner Personen?  
Welche Gedanken sind das? Dazu müsste man wissen, was dieser Außerir- 
dische hier auf Erden überhaupt möchte. Warum hört er Gedanken ab,  
warum beeinflusst er Menschen, und warum zeichnet er das auf? Und wa- 
rum ging er zum FBI? 

Bereitet er eine Invasion Außerirdischer vor? Das wäre eine etwas ab- 
gedroschene Idee. Aber auch abgedroschene Ideen können, neu aufberei- 
tet, spannend sein. Oder ist er einfach gestrandet wie ET und will nur  
nach Hause? Oder ist er ein Flüchtling, der sich auf der Erde ver- 
steckt? Vielleicht ist er auch Missionar, der die Menschen von etwas  
überzeugen will? Egal was es ist, es gehört in das Exposé. Nicht aus- 
führlich, aber ein Satz sollte hier stehen. 

Auf jeden Fall kann unsere Hackerin aus den geknackten Daten entneh- 
men, was unser Außerirdischer will, und weiß auch, wie sie ihn errei- 
chen kann. So weit, so gut. Und was passiert bei dem Treffen? Will der  
Außerirdische sie bedrohen? Erpressen, den Mund zu halten? Sie über- 
zeugen, dass es besser sei, ihre Erkenntnisse für sich zu behalten,  
weil im FBI eine Verschwörung im Gange ist? 

"Bei dem Treffen eröffnet X ihr, dass es im FBI eine Gruppe gibt, die  
seine Fähigkeiten dafür ausnutzen will, um ein Netz zur Gedankenkon- 
trolle auf der Erde zu installieren. Er bittet sie, seinen Aufent- 
haltsort nicht zu verraten. - Doch dazu ist es zu spät." 

Und was passiert dann? Wie sieht der Anschlag auf das Leben der Hacke- 
rin aus, wie rettet der Außerirdische sie? Was führt dazu, dass die  
mörderische Gruppe im FBI doch gerade noch rechtzeitig enttarnt wird?  

Kleiner Tipp an dieser Stelle: Es ist immer gut, die Geschichte erst  
mal in die umgedrehte Richtung zu drehen. Wenn die Geschichte gut aus- 
geht: Lassen Sie kurz vor Schluss alles platzen. Wir haben's ge- 
schafft, rufen sich Heldin und Außerirdischer zu, lassen schon die  
Sektkorken knallen. Doch genau dann scheitert alles. Keine Hoffnung  
mehr, der FBI-Agent, dem die beiden vertraut haben, hat sie verraten,  
die Gruppe der Verräter hat fast schon gesiegt. Sie können alles er- 
klären, Hackerin und Außerirdischer stehen als lächerliche Verschwö- 
rungstheoretiker da, niemand glaubt ihnen mehr, aber dann, im letzten  
Moment, schaffen sie doch noch die Wende. 

Umgekehrt, wenn die Geschichte schlecht ausgehen soll: Der Außerirdi- 
sche ist tot, die Hackerin im Gefängnis in Isolationshaft, das soll  
das Ende sein. 

Dann ist es sinnvoll, die Geschichte auf einen Erfolg hinzusteuern.  
Alles lehnt sich entspannt zurück, das wird gut gehen. Doch im letzten  
Moment ... 

Und denken Sie daran: Ihr Exposé soll dem Leser eine Vorstellung ge- 
ben, wie Ihre Geschichte aussieht. Und mit dem Exposé können Sie  
selbst nachkontrollieren, ob Ihre Geschichte wirklich rund ist, ob die  
offenen Fäden am Schluss zusammengeführt werden. 

                   **~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~**  

Hans Peter Roentgen ist einer der Moderatoren der Schreibwerkstatt  
www.Textkrafttraining.de, Mitglied der Phoenix-Schreibgruppe  
(http://www.roentgen-software.de/phoenix/phoenix.html) und schreibt  
Artikel, Rezensionen und Geschichten  
(http://www.textkraft.de/pageID_600054.de.html) sowie Computerprogram- 
me.  


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SCHREIBKURS: 
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                             (redaktion at team pt autorenforum pt de
) 

               "Wie bringe ich Gefühle in den Text?"  
                         von Ulrike Dietmann 

Ein Filmproduzent sagte einmal zu mir: "Das Einzige, worauf es mir  
ankommt, wenn ich ein Drehbuch lese, ist, ob da Gefühl drin ist." 

Nachdem er diesen Satz ausgesprochen hatte, hatte ich ein ungutes Ge- 
fühl. Er hatte mein Drehbuch nämlich abgelehnt. Ich wälzte Schreibrat- 
geber und stellte erstaunt fest, dass mir niemand etwas zu diesem of- 
fensichtlich wichtigen Thema des Schreibens sagen konnte. Heute bin  
ich diesbezüglich entspannt. Die Stärke meiner Texte, kriege ich öf- 
ters zu hören, ist das Gefühl. Wie bin ich dahin gekommen?   

1. Lerne, deine eigenen Gefühle wahrzunehmen 
2. Lerne, Gefühle in Text zu übersetzen 
3. Bring Abwechslung rein 

         Die eigenen Gefühle wahrnehmen 

Ich wurde schließlich in der Literatur über Schauspielausbildung fün- 
dig. Dort steht, dass am Anfang der Schauspieler "an sich selbst ar- 
beiten muss". Merkwürdig, dass das noch niemand für Autoren gefordert  
hat. Wie ein Schauspieler muss auch ein Autor Gefühle ausdrücken kön- 
nen, und da hilft es enorm, wenn man sich in seiner eigenen Gefühls- 
welt auskennt. 

Die Wahrnehmung von Gefühlen muss geübt werden, denn unsere Erziehung  
zielt eher darauf, Gefühle zu beherrschen und zu unterdrücken, als  
darauf, sich ihnen hinzugeben und sie auszudrücken. - Wie mache ich  
das?   

Indem du dich immer wieder fragst: Was fühle ich? Wie fühlt sich dies  
und das an? Wie fühlt sich Angst an, Wut, Scham, Freude und Lust? Nimm  
alle Gefühle in dir wahr. Nicht nur die angenehmen. Die unangenehmen  
Gefühle sind oft viel interessanter. Denn in ihnen steckt das Drama,  
das du für deine Figuren und Geschichten brauchst. Ein Autor sollte  
eine ganze Palette menschlicher Seelenzustände kennen. 

Tipp: Journal schreiben  
.......... 
Erforsche dich selbst und die aufregende Welt in deinem Innern. In dir  
liegt alles Menschliche verborgen, ein riesiger Fundus an Gefühlen und  
Fantasien. Dabei wirst du auf innere Hemmungen und Blockaden stoßen,  
aber durch das Journalschreiben  wirst du sie allmählich abbauen. Und  
die Belohnung besteht darin, dass du flüssiger schreiben wirst.  


         Gefühle in Text übersetzen 

Der Schlüssel zum gefühlvollen Schreiben ist echtes Erleben. Du musst  
das Gefühl erleben, im Augenblick, in dem du schreibst. Wenn du Gefüh- 
le nur nachmachst, wirkt das Geschriebene künstlich. Wenn du sie nicht  
fühlst, wird auch der Leser sie nicht fühlen. Wenn du sie aber eins zu  
eins wahrnimmst und mit ihnen mitgehst, wirst du die richtigen Worte  
für Gefühle finden, die sich dann auch auf deine Leser übertragen.  

Wie mache ich das konkret? Ein Beispiel: Du hast im Supermarkt, beim  
Einkaufen, miterlebt, wie so ein Brutalinski eine zarte ältere Dame  
aus dem Weg geschubst hat. Das hat dich wütend gemacht. Zurück am  
Schreibtisch lässt du diese Wut in dir aufleben und überträgst sie auf  
deinen Stoff. Zum Beispiel so: "Mit einer Ruhe, die sich wie eine dün- 
ne Haut über den brodelnden Vulkan in seinem Innern legte, säuberte  
Harry den Lauf seines Maschinengewehrs und 
"  

Es gibt überall Gelegenheit, emotionale Erfahrungen zu machen. Der  
Mensch hat immer Gefühle, sie sind der Motor seines Daseins. Du musst  
sie nur in dir aufspüren. Wenn dein augenblickliches Gefühl nicht zu  
deinem Text passt, erinnere dich an eine Situation, die zu dem Gefühl  
in deinem Text passt, und belebe dieses Gefühl, indem du dich hinein- 
begibst.  

Wenn du dann tiefer in deinen Text eingedrungen bist, wird der Text  
dich selbst mit Gefühlen speisen, und es wird einfacher. Aber vergiss  
nie, bei deinen Gefühlen zu bleiben und nicht ins Nachdenken, Analy- 
sieren oder Drüberstehen abzugleiten. Sonst wird dein Text trocken und  
distanziert. - Es ist nicht ganz einfach, bei den Gefühlen zu bleiben,  
denn Gefühle können schmerzhaft sein, und oft ist es angenehmer, cool  
zu sein und drüber zu stehen.  

Berausch dich auch nicht an deiner eigenen Genialität. Das darfst du  
hinterher tun. Bleib immer schön in dem Gefühl, das der Text fordert.  

         Mit Gefühlen kommen die Worte von allein 

Wenn du auf der Basis von Gefühlen schreibst, wird dir der sprachliche  
Ausdruck viel leichter fallen. Gefühle bringen die richtigen Worte  
quasi von selbst hervor. Jeder von uns hat das schon erlebt: Wenn wir  
richtig wütend sind, denken wir nicht über Formulierungen nach. Genau- 
so ist es auch beim Schreiben. Wenn die Gefühle da sind, lass sie  
fließen, korrigieren kannst du hinterher. Bleib dabei, auch wenn dir  
das, was du schreibst, komisch vorkommt. Ein so genannter Flow ist das  
Wertvollste, was du beim Scheiben haben kannst, und der berühmte Flow  
ist nichts anderes als ein freier Fluss der Gefühle. 


         Was mache ich, wenn kein Gefühl bei mir aufkommt? 

Hier ist ein Trick: Es gibt fiktionale Situationen und Figurenkonstel- 
lationen, die quasi garantiert Gefühl bringen. Ein paar Beispiele:  

Tipp 1: Verwende Charaktere, die in engen Beziehungen zueinander ste- 
hen: Angehörige einer Familie, z. B. Vater und Sohn, Mutter und Toch- 
ter, Schwestern, Brüder, Liebespaare, gute Freunde, gute Feinde.  

Tipp 2:  Verwende Charaktere, die übermäßig schwach und hilflos sind  
und ungerecht behandelt werden. Stell sie Charakteren gegenüber, die  
mächtig, ungerecht, arrogant und rücksichtslos sind.  

Tipp 3: Gib deiner Figur ein starkes Ziel, und sorge dafür, dass  
schwache und hilflose Figuren leiden, wenn deine Figur ihr Ziel nicht  
erreicht.   

Tipp 4: Verwende nicht zu viele Figuren, um deine Geschichte zu erzäh- 
len. Der Leser kann nur mit einigen wenigen Figuren emotional mitge- 
hen.  


         Abwechslung hineinbringen 

Es ist schön, wenn du eine gefühlvolle Passage geschrieben hast, aber  
nun geht es weiter im Text. Unsere Aufgabe als AutorInnen besteht dar- 
in, unsere HeldInnen in emotionale Wechselbäder zu werfen. Erst das  
große Glück, der erste Kuss, dann Betrug, Trennung und ...  

Was emotionale Wendungen betrifft, achte darauf, dass du nicht zu  
sprunghaft vorgehst, sonst kann der Leser emotional nicht folgen und  
fühlt sich vor den Kopf gestoßen. Geh aber auch nicht zu gemächlich  
vor, sonst wird der Leser ungeduldig und langweilt sich, weil er schon  
weiß, was kommt.  


         Der letzte Tipp 

Jeder Autor hat so seine Lieblingsgefühle. Schau dir deinen Text an,  
und frag dich, ob du vielleicht zu oft in denselben Gefühlen  
schwelgst. Wenn ja, bring ein paar Gefühle hinein, die dir vielleicht  
nicht so liegen, damit dein Gefühlskosmos vielseitiger wird.   

Irgendwann wird dir das Gefühleausdrücken in Fleisch und Blut überge- 
hen. Dann wirst du mitreißende Texte schreiben - und außerdem ein ge- 
fühlvollerer Mensch sein.  

                   **~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~**  

Ulrike Dietmann, Jg. 61, Autorin mit zahlreichen Veröffentlichungen im  
Bereich Theater, Hörspiel, Prosa, Schreibcoach, Betreiberin der Pega- 
sus-Schreibschule. Am 20./21. Juni veranstalte ich ein Wochenend- 
Seminar "Emotional schreiben" in Kirchheim/Teck bei Stuttgart. Dabei  
werden wir unsere Grenzen überschreiten und mit gezücktem Kuli tief  
eintauchen in die Gefühle. Infos: www.pegasus-schreibschule.de. 


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VERANSTALTUNGSBERICHT: 
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                             (redaktion at team pt autorenforum pt de
) 


           "Infoveranstaltung zu Google Book Settlement,  
               27. April 2009, Literaturhaus München" 
                           von Ute Hacker 

Seit Monaten schlagen die Wellen hoch, weil Google die Frechheit be- 
sitzt, Bücher einzuscannen, mit dem Ziel, sie im Internet frei verfüg- 
bar zu machen. Weder Autoren noch Verlage wurden gefragt, bis amerika- 
nische Verlage und die (ebenfalls amerikanische) Authors' Guild (ana- 
log unserem VS) dem Treiben einen Riegel vorschoben. Entstanden ist  
dabei das Google Book Settlement, das über 300 Seiten lang ist und  
nicht einmal von Juristen verstanden wird. Die Medien tun ihr Übriges  
dazu, die sowieso schon undurchschaubare Situation weiter zu verwir- 
ren, indem sie nun auch noch Begriffe wie Open Access ins Spiel brin- 
gen. 

Der VS München hat dazu eine Veranstaltung im Literaturhaus mit Ver- 
tretern der VG Wort organisiert, wo die brennendsten Fragen geklärt  
werden sollten. Experten auf dem Podium: Rainer Just und Dr. Robert  
Staats (beide Geschäftsführendes Vorstandsmitglied VG Wort); Gerlinde  
Schermer-Rauwolf, Übersetzerin und im Beirat der VG Wort. Die  Modera- 
tion hatte Matthias Mala vom VS inne. 

Bevor ich auf Google komme, ein kurzer Ausflug: Open Access bedeutet,  
dass frei auf Informationen im Netz zugegriffen werden kann. Frei be- 
deutet kostenlos. Es gibt Menschen, die dies ausdrücklich wünschen,  
vor allem Wissenschaftler, die anderen Leuten ihre Artikel kostenlos  
zur Verfügung stellen wollen. Mit Google hat das alles absolut nichts  
zu tun. 


         Der Vergleich 

Nun zum Google Book Settlement: Die amerikanischen Verlage und Autoren  
haben sich mit Google auf einen Vergleich geeinigt, da ein Prozess für  
beide Seiten vermutlich in die Millionen gehen würde. Google hat zwar  
nicht zugestanden, dass sie Unrecht begangen haben, aber sie haben  
wohl eingesehen, dass sie nicht einfach wahllos Bücher einscannen kön- 
nen, ohne die Rechteinhaber zu fragen. 

Dieser Vergleich heißt Book Settlement und ist noch nicht rechtsgül- 
tig. Der Gerichtstermin wurde soeben um etwa zwei Monate nach hinten  
verschoben und wird voraussichtlich noch ein bis mehrere Male verscho- 
ben werden, da jetzt auch andere Länder (wie Deutschland, Österreich  
und die Schweiz) ihre Rechte geltend machen. Die Rechte, die Google  
für sich beansprucht, also das Veröffentlichen der digitalisierten  
Bücher im Netz, gilt übrigens nur für die USA. Das heißt, man kann -   
zumindest vorerst - nur von einem US-amerikanischen PC auf die Daten  
zugreifen. Technisch ist das machbar (aber sicher auch früher oder  
später zu umgehen). 

Auch der Termin 5. Mai, der seit Monaten als Damoklesschwert in den  
Medien herumgeistert, ist inzwischen von einem New Yorker Richter um  
vier Monate auf Anfang September verschoben worden. Dies wäre der Ter- 
min, um dem Book Settlement zu widersprechen (das sog. Opt-out), was  
aber nicht empfohlen wird (s. u.). 


         Akzeptieren oder ablehnen? 

Prinzipiell gibt es zwei Möglichkeiten, mit dem Book Settlement umzu- 
gehen: 

- Man akzeptiert es. 
- Man lehnt es ab. 

Im ersten Fall würde man für jedes Buch, das bereits gescannt wurde,  
einmalig 60 US-Dollar erhalten. Man hat dann die Möglichkeit, die  
Rechte an den Büchern von Google zurückzufordern. Google wird sich  
verpflichten, alle Daten bis auf eine Sicherheitskopie zu löschen.  
(Dass es eine Sicherheitskopie geben wird, hat laut VG Wort nur den  
Grund, dass nicht nachvollziehbar ist, wo diese Kopie liegt und sie  
deshalb nicht gelöscht werden kann. Google arbeitet ja viel mit Bib- 
liotheken zusammen, u. a. auch mit der Bayerischen Staatsbibliothek,  
um deren Bestände einzuscannen. So gelangen solche Kopien auch auf  
Bibliotheksserver. Da mittlerweile einige Millionen Bücher gescannt  
wurden, ist das im Einzelfall offensichtlich nicht mehr nachzuvollzie- 
hen.) 

Lehnt man das Book Settlement ab, muss man, um seine Rechte einzufor- 
dern, gegen Google klagen. Dies muss in den USA stattfinden, mit allen  
Konsequenzen: Man benötigt einen amerikanischen Anwalt, der entspre- 
chend kostet, und muss alle Auflagen erfüllen, um überhaupt bei Ge- 
richt vorgelassen zu werden. Da dies nicht der Weg der VG Wort ist (s.  
u.), steht man damit allein auf weiter Flur. Ich schätze, David war  
gegen Goliath bestens gerüstet. 


         Die Rolle der VG Wort 

In Deutschland wurde die VG Wort sowohl von den Verlagen als auch von  
den Autoren aufgefordert, sich der Sache anzunehmen. Man hat dies ge- 
tan und steht jetzt mit Google in direktem Kontakt. 

Die VG Wort empfiehlt nun, das Book Settlement anzunehmen und dann die  
Rechte zurückzufordern. Ziel von Google ist es mittlerweile, über das  
sog. Google Partner Program mit den Verlagen eine Kooperation zu be- 
ginnen.  

Für deutsche AutorInnen gilt im Prinzip: Wenn Sie einen Wahrnehmungs- 
vertrag mit der VG Wort abgeschlossen haben und auch Ihr Verlag durch  
die VG Wort vertreten wird, können Sie sich zurücklehnen und abwarten.  
Die VG Wort wird auf einer (baldigen) Mitgliederversammlung die Nut- 
zungsrechte des Wahrnehmungsvertrags entsprechend abändern und das  
allen AutorInnen mitteilen. Sie haben dann sechs Wochen Zeit, gegen  
diese Änderung Einspruch zu erheben. 

Die VG Wort will erreichen, dass Google  
- erst fragt, dann scannt 
- bei Zustimmung zum Scan zahlt 
- maximal "Snippets" veröffentlicht (Auszüge aus Texten, die eine ma- 
ximale Länge von zehn Zeilen haben) 

Die VG Wort will außerdem die Rechte für die bibliographische Anzeige.  
Dazu muss ein Buch jedoch vollständig gescannt werden, auch wenn dann  
nur die bibliographischen Angaben im Netz zu sehen sind. Das kann nur  
im Interesse des Autors sein, denn das Buch soll ja auffindbar blei- 
ben. 

Ich würde darüber hinaus jedem Autor/jeder Autorin empfehlen, mit sei- 
nem/ihren Verlag Kontakt aufzunehmen und zu hinterfragen, 
- ob man einen Vertrag mit der VG Wort hat 
- welche Lösung der Verlag in Bezug auf das Book Settlement anstrebt;  
auch Verlage können dem ja widersprechen 


         Wie finde ich heraus,  
         ob meine Bücher bereits gescannt wurden? 

Man geht auf http://www.googlebooksettlement.com/ und eröffnet einen  
Account. Man muss dazu leider seine persönlichen Daten angeben; aber  
nur so erhält man die Möglichkeit, nach den eigenen Titeln zu for- 
schen. Man kann dann die gelisteten Titel in eine Excel-Tabelle expor- 
tieren und findet dort eine Spalte "Digitalisiert: Ja/Nein". Das  
"Nein" ist natürlich keine Garantie ... 

Achtung: Man findet auf dieser Seite so gut wie alle seine Bücher! Das  
heißt aber nicht, dass sie bereits gescannt wurden. Google hat offen- 
sichtlich bei Online-Anbietern "geräubert" und einfach mal alle ge- 
listeten Bücher übernommen. Der Schwerpunkt der Scans liegt derzeit  
auf den USA, aber es ist natürlich nur eine Frage der Zeit, bis Google  
fremdsprachige Bücher entdeckt. 

Mehr Infos dazu, die auch immer wieder aktualisiert werden, gibt es  
auf: http://www.vgwort.de/google.php. Eine gute Übersicht über das  
gesamte Thema gibt es auch auf  
http://www.zeit.de/themen/digital/urheberrecht/index (Tipp: Links von  
unten nach oben anklicken, da der aktuellste Artikel oben steht). 

Das Thema bleibt weiterhin undurchsichtig, und man fühlt sich als Au- 
torIn doch ziemlich ausgeliefert, auch wenn ich selbst durch die an- 
fangs erwähnte Veranstaltung etwas mehr Durchblick gewonnen habe. 

Auf der Seite https://books.google.com/partner/ findet Google den Ver- 
gleich mit den Verlagen und Autoren übrigens ganz toll und verkauft  
ihn als Sieg. Es ist halt alles eine Frage des Marketings! 

                   **~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~**  

Ute Hacker konzentriert sich derzeit auf das Genre Kinderbuch (als  
Luisa Hartmann). Neben 4 zweisprachigen Kinderkrimis bei Langenscheidt  
hat sie bisher 2 Abenteuerromane für die dtv-Reihe Tigerauge ("Auf- 
stand in der Antarktis" - Nov. 08 - und "Seehunde in Gefahr" - Juni  
09) geschrieben. Momentan arbeitet sie am 5. Band ihrer 3-Minuten- 
Geschichten. Mehr Informationen auf http://www.utehacker.de 


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SEMINARBERICHT: 
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                             (redaktion at team pt autorenforum pt de
) 

              "Internet-Schreibwerkstatt Schreib-Lust" 
                         von Esther Schmidt 

Die Schreib-Lust ist eine Internet-Schreibwerkstatt, die nach einem  
einfachen Fünf-Schritte-Prinzip funktioniert: 


         Schritt 1: Das Monatsthema  

... ist im Voraus bekannt und wird vom Team festgelegt. Jeder Schreib- 
lüstling kann dazu eine Geschichte verfassen und einreichen. Hierzu  
ist grundsätzlich keine Registrierung oder Mitgliedschaft erforderlich  
- allerdings entgehen einem "reinen Einreicher" die anderen Vorteile  
des Projektes und die Gemeinschaft der Schreiblustigen.  

Aus Praktikabilitätsgründen wurde im Jahr 2006 die Anzahl der Ge- 
schichten auf 40 je Monat beschränkt (wer zuerst kommt, mahlt zuerst).  
Zurzeit sind regelmäßig zwischen 20 und 30 Geschichten im Monat onli- 
ne. 


         Schritt 2: Der Austausch 

... über die Geschichten, die auf der Webseite eingesehen werden kön- 
nen, kann einerseits über das Forum geschehen, andererseits über eine  
Mailingliste - was insbesondere bei konkreter Textarbeit durch die  
Kommentarfunktion ("Fähnchen stecken", wie es bei den "Listis" heißt)  
sehr intensiv werden kann. 

Manche der Teilnehmer haben den Ehrgeiz, tatsächlich jede Geschichte  
zu lesen und zu kommentieren. Andere machen eben das, was sie schaf- 
fen. Jeder Teilnehmer sollte sich aber bewusst sein: Wer nur Kommenta- 
re "abgreifen" will, ohne sich selbst durch Kritiken etc. in die Grup- 
pe einzubringen, wird möglicherweise selbst irgendwann auch nicht mehr  
kommentiert werden. Eine Teilnahme am Schreib-Lust-Projekt ist also  
mit Einsatz und Zeitaufwand verbunden. 

Im Übrigen darf auch jeder Interessierte, der keine eigene Geschichte  
am Start hat, sich an der Diskussion beteiligen. Das ist durchaus ger- 
ne gesehen, denn am Ende schreiben wir ja für Leser, nicht für andere  
Autoren.  


         Schritt 3: Die Textarbeit 

... ist die natürliche Folge berechtigter Kritik. Das Schreib-Lust- 
Team ist bereit, jede Geschichte zweimal auszutauschen (also drei Ver- 
sionen hochzuladen). Insofern können auch Zweit- und Drittversionen  
noch einmal der Kritik der anderen ausgesetzt werden. 


         Schritt 4: Der Wettbewerb 

... findet am Monatsende statt. Dann werden von allen Interessierten  
anonym Punkte vergeben und so die "besten" Geschichten gekürt. Auch  
hier gilt, dass auch jemand ohne Geschichte mit abstimmen darf. Für  
jemanden, der selbst einen Text im Wettbewerb hat, ist es allerdings  
ein Gebot der Fairness, alle Geschichten zu lesen und seine Punkte zu  
verteilen. 

Ist diese Abstimmung "gerecht"? Da sich über Geschmack streiten lässt,  
ist Gerechtigkeit sicher kein passendes Kriterium für eine literari- 
sche Rangfolge von Geschichten. Es ist auch nicht auszuschließen, dass  
sich befreundete Schreiblustige gelegentlich gegenseitig Punkte zu- 
schanzen. Allerdings sorgen die Abstimmungsmodalitäten und eine um- 
fangreiche "Bewerterbasis" für zumindest statistische Gerechtigkeit. 


         Schritt 5: Die Veröffentlichung 

... der drei Siegergeschichten erfolgt dann in der quartalsweise er- 
scheinenden Zeitschrift "SL-Print". Diese Veröffentlichung ist für den  
Autor kostenfrei, ist also eine "richtige" Veröffentlichung - und für  
viele Teilnehmer das erste Mal, dass sie ihren Namen "gedruckt" sehen  
konnten. Übrigens hat nicht der Verlag die virtuelle Schreibgruppe ins  
Leben gerufen, sondern umgekehrt - am Anfang war das Online-Projekt. 

Der Schreib-Lust Verlag, der neben der SL-Print auch verschiedene An- 
thologien herausgebracht hat, ist ein Kleinverlag, der sich selbst  
finanziell erhalten kann, aber nicht seinen Mann ernährt. Sowohl der  
Verleger als auch der Rest des Teams arbeiten ehrenamtlich und mit  
viel Begeisterung mit. Weitere Teilnehmer, die sich auch "hinter den  
Kulissen" engagieren möchten, sind immer gerne gesehen. 

Weitere Infos: http://www.schreib-lust.de/schreibaufgabe/ 

                   **~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~** 

Geboren 1970 in Frankfurt am Main lernte Esther Schmidt Lesen und  
Schreiben durch die Sesamstraße. Seitdem hat sie das Schreiben nicht  
mehr losgelassen, doch erst ab 2005 begann sie sich ernsthafter damit  
zu beschäftigen. Mit Kurzgeschichten unterschiedlicher Genres ist sie  
mittlerweile in verschiedenen Anthologien vertreten. Im Brotberuf ar- 
beitet sie im Bereich des Steuerrechts.  


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KÜSS MICH, ICH BIN EIN AUTOR! 
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                             (redaktion at team pt autorenforum pt de
) 


" ... und? Kann ich das einsenden?"  

"Ich denke schon. Aber für den Fall, dass es veröffentlicht wird: Hier  
am Ort kannst du es keinem Menschen zeigen!" 

(Franziska Röchter) 


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UNSERE EXPERTINNEN UND EXPERTEN:      
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Bitte schickt den ExpertInnen nur Fragen zu ihrem Expertenthema - kei- 
ne Manuskripte zur Beurteilung. 

Bitte verseht jede Anfrage mit einem aussagekräftigen Betreff. Sonst  
kann es sein, dass die Mail vorsichtshalber sofort gelöscht wird. 


 Drehbuch: Oliver Pautsch 
                             drehbuch at experte pt autorenforum pt de 
 Fandom: Thomas Kohlschmidt 
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 Fantasy: Stefanie Bense 
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 Heftroman: Arndt Ellmer 
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 Historischer Roman: Titus Müller 
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 Kinder- und Jugendbuch: Michael Borlik 
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 Lesungen: Rüdiger Heins 
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 Lyrik: Martina Weber 
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 Sachbuch: Gabi Neumayer 
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 Schreibaus- und fortbildung: Uli Rothfuss 
                          fortbildung at experte pt autorenforum pt de 
 Schreibgruppen: Ute Hacker 
                       schreibgruppen at experte pt autorenforum pt de 
 Schreibhandwerk: Ute Hacker 
                      schreibhandwerk at experte pt autorenforum pt de 
 Sciencefiction: Andreas Eschbach 
                             sf-autor at experte pt autorenforum pt de 
 Übersetzung: Barbara Slawig  
                        uebersetzerin at experte pt autorenforum pt de 
 Verlagswesen: Bjørn Jagnow 
                         verlagswesen at experte pt autorenforum pt de 

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................. 
Experten-Special: 
................. 

Bjørn Jagnow hat seine über 80 Fragen und Antworten zu den Themen Ur- 
heberrecht, Verlagswesen und Vermarktung der letzten acht Jahre gesam- 
melt (jetzt inklusive 2007) und stellt sie euch als kostenloses PDF  
zur Verfügung. Das Tolle daran: Die Fragen sind nun thematisch geord- 
net, das elektronische Format erlaubt eine schnelle Volltextsuche -  
und Björn hat außerdem alle Antworten überarbeitet und aktualisiert.  
Ob ihr Infos sucht zu Ausfallhonorar, Book on demand, Buchpreisbin- 
dung, Druckkostenzuschussverlag, Exposé,  Honorar, ISBN, Leseprobe,  
Nebenrechte, Plagiat, Titelschutz, Verlagsgründung, Zitat oder ...  
Hier werdet ihr fündig: http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:0062- 
tempest2-4. 


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FRAG DIE EXPERTIN FÜR LYRIK: 
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Martina Weber (lyrik at experte pt autorenforum pt de) 

Frage: 
Wenn ein Zitat, Sprichwort oder Ähnliches abgeändert wurde, darf man  
es dann veröffentlichen (in meinem Fall auf ein Fotokarte drucken)? Es  
geht um einen Spruch von einer Person, die noch lebt. Nun möchte eine  
Freundin genau diesen Spruch für ihren Laden auf einer Karte haben und  
hat aus dem "ich" in dem Satz ein "wir" gemacht, ihn also abgeändert.  
Darf ich ihn nun, ohne Angabe der Person die ihn geschrieben hat, ver- 
wenden? 


Antwort: 
Sie dürfen einen urheberrechtlich geschützten Text nicht ohne Einräu- 
mung eines Nutzungsrechtes durch den Berechtigten (die Autorin oder  
den Verlag) drucken. Werke (zum Beispiel Gedichte) genießen nach § 64  
Urheberrechtsgesetz bis 70 Jahre nach dem Tod der Urheberin Urheber- 
schutz. Nach Ablauf von 70 Jahren nach dem Tod der Urheberin dürfen  
Gedichte ohne Einholung eines Nutzungsrechts (aber mit Angabe des Na- 
mens der Autorin) auf Postkarten gedruckt werden. Um den Aufwand und  
etwaige Kosten für die Einräumung eines Nutzungsrechts zu sparen, kam  
Ihre Freundin nun auf die Idee, einen Spruch, den sie nutzen möchte,  
einfach ein bisschen abzuändern.  

Das Urheberrecht schützt ein Werk, eine geistige Schöpfung. Wenn Sie  
ein Gedicht einer anderen Person ändern, ändern Sie damit die Aussage  
des Gedichtes (auch wenn Sie nur aus einem "ich" ein "wir" machen).  
Das ist nach dem Urhebergesetz nicht zulässig. Es gibt grundsätzlich  
ein Änderungsverbot (siehe §§ 39, 62 Urhebergesetz). Nur durch dieses  
Verbot kann die geistige Schöpfung gewahrt werden.  

Ich bin erstaunt und auch etwas erschüttert über die Idee Ihrer Freun- 
din. Ich hätte mir von jemandem, die Fotokarten mit urheberrechtlich  
geschützten Texten verkauft, ein ausgeprägteres Rechtsgefühl für das  
Urheberrecht gewünscht. Immerhin verdient Ihre Freundin Geld mit der  
geistigen Leistung anderer. 

Wenn Sie ein Zitat, ein Gedicht oder einen Spruch auf Fotokarten ver- 
öffentlichen möchte, scheuen Sie doch bitte nicht den Aufwand, sich an  
die Autorin oder an den Verlag zu wenden. Schildern Sie Ihr Vorhaben  
(Druck auf Fotokarte, Höhe der Auflage, wichtig ist auch die Zusendung  
des Fotos, damit die Nutzungsberechtigte eine Entscheidung darüber  
treffen kann, ob sie ihren Text überhaupt im Zusammenhang mit dem Fo- 
to, das die Interpretation des Textes prägen kann, veröffentlicht se- 
hen möchte), und fragen Sie nach den Kosten für ein einfaches Nut- 
zungsrecht.  

Die Kosten sind Verhandlungssache. Vielleicht liegen diese Kosten gar  
nicht so hoch, wie Sie dachten. Nach meiner Erfahrung verlangen die  
großen Verlage eher höhere Lizenzgebühren für Nutzungsrechte, während  
sich eine Autorin, die einen urheberrechtlich geschützten Text noch  
nicht in einem Buch veröffentlicht hat, sich vielleicht einfach nur  
freut, dass Sie den Text auf einer Fotokarte verbreiten möchten.  

                   **~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~** 

Martina Weber ist Autorin des Buches "Zwischen Handwerk und Inspirati- 
on. Lyrik schreiben und veröffentlichen", Uschtrin Verlag München  
2008, http://www.uschtrin.de/weber.html. Mehr über Martina Weber un- 
ter: http://www.poetenladen.de/martina-weber-person.html 


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FRAG DIE EXPERTIN FÜR FANTASY: 
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Stefanie Bense (fantasy at experte pt autorenforum pt de) 


Frage: 
Ich habe vier Bücher bei Zuschussverlagen [...]. Außerdem 5 E-Books  
bei [...] Verlag. Nun dreht es sich darum, für meine weiteren Manu- 
skripte einen renommierten Verlag zu finden, können Sie da helfen?  


Antwort: 
Bei der Suche nach Verlagen, die Manuskripte kaufen, kann ich Ihnen  
leider nicht helfen. Zum einen: Je nachdem, in welchem Genre und wel- 
chem Thema Sie schreiben, dürften sehr unterschiedliche Verlage in  
Frage kommen. Zum anderen: Ich bin weder Lektorin noch Literaturagen- 
tin. 

Es gibt zwei grundsätzliche Möglichkeiten: 

1. Sie wenden sich mit einem konkreten Projekt (Exposé, Leseprobe  
etc.) an eine Literaturagentur und lassen Ihre Werke von ihr vermark- 
ten. Dafür nehmen die Agenturen meist ca. 15 % des Autorenhonorars.  
Diese Leute haben aber die Kontakte zu Verlagen, das Know-how im Ver- 
lagswesen und bei Verträgen, und sie nehmen den Autoren einige verwal- 
tungstechnische Arbeiten ab. Je nach Angebot der Agentur. 

2. Sie wenden sich mit Ihrem Projekt an einen oder mehrere Verlage,  
die mit diesem Projekt etwas anfangen können. Je nachdem, ob Sie Koch- 
bücher, Thriller, Fantasy oder Frauenliteratur schreiben, kommen dafür  
sehr unterschiedliche Verlage in Frage. Die Verlagsprogramme in Pros- 
pekten, auf der Homepage der Verlage und in Verzeichnissen wie z. B.  
von Sandra Uschtrin: Handbuch für Autorinnen und Autoren (s.  
http://www.uschtrin.de) zeigen Ihnen, welche Verlage in welchem Seg- 
ment welche Inhalte veröffentlichen. Auch eine gut sortierte Buchhand- 
lung kann weiterhelfen. Ebenso könnten Sie aus Ihrer Konkurrenzanalyse  
bereits Verlage kennen, die zu Ihrem Thema veröffentlichen. 

Wie man sich professionell an einen Verlag oder eine Agentur wendet,  
zeigt Ihnen z. B. Sylvia Englert: So finden Sie einen Verlag für Ihr  
Manuskript. Campus-Verlag, 2007, 6. überarb. Aufl. 

Noch ein Tipp: Geben Sie einem Verlag gegenüber nicht an, dass Sie bei  
Zuschussverlagen veröffentlicht haben. Viele Lektoren, Herausgeber und  
Verleger sehen das als unprofessionell an. 

                   **~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~** 

Stefanie Bense lebt und arbeitet in Hannover, gibt Schreibkurse und  
führt eine Roman-Werkstatt, http://www.romantisch.essdeh.de, veröf- 
fentlicht sporadisch und schreibt an ihrem dritten Roman. Kontakt:  
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! 


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FRAG DEN EXPERTEN FÜR KINDERBUCH: 
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Michael Borlik (kinderbuch at experte pt autorenforum pt de) 


Frage: 
Seit zwei Jahren schreibe ich Geschichten für Kinder [...]. Gleichzei- 
tig lerne ich das Wichtigste über Schreiben und Kinder im Fernstudium  
[...]. Mein Fernziel ist, [...] mein Geld mit Schreiben/Lesereisen/...  
zu verdienen. Heute habe ich drei Fragen an Sie: 

1) Welche Messen und Veranstaltungen sind für mich als angehende Kin- 
derbuchautorin in 2009 bzw. allgemein wichtig? 

2) Bisher habe ich noch an fast keiner Ausschreibung teilgenommen. Ist  
es sinnvoll, Kindergeschichten einzuschicken, wenn nicht ausdrücklich  
dabei steht, dass sie erwünscht sind? [...] 

3) Wie kann ich aus Beschreibungen von Weiterbildungsveranstaltungen  
herauslesen, wie viel Nutzen ich als angehende Kinderbuchautorin davon  
habe? 


Antwort: 
Das Wichtigste für Sie als angehende Autorin ist, Kritik und Rückmel- 
dung zu Ihren Texten zu erhalten. Nur wenn Sie wissen, wo Ihre Schwä- 
chen und Stärken liegen, können Sie Ihr Schreiben weiterentwickeln.  
Ich empfehle Ihnen daher Kontakt zu anderen Schreibenden aufzunehmen.  
Im Internet gibt es verschiedene Foren und Schreibgruppen, an die Sie  
sich wenden können. Zum Beispiel finden Sie unter  
http://www.kibujubu.de/ ein Forum für Kinder- und Jugendbuchautoren.  
In größeren Städten gibt es auch oft Schreibgruppen, deren Mitglieder  
sich regelmäßig treffen, um über ihre Texte zu sprechen. Einige Links  
zu Schreibgruppen finden Sie auf der Seite von autorenforum.de,  
http://www.autorenforum.de/content/view/38/36/.  

Nun zu Ihren Fragen: 

1. Die verschiedenen Buchmessen zu besuchen macht nur dann Sinn, wenn  
Sie Kontakte zu Verlagen suchen, um ein Manuskript anzubieten. In die- 
sem Fall sollten Sie jedoch schon zuvor bei einem für Sie interessan- 
ten Verlag einen Termin ausmachen. Natürlich können Sie auf Messen  
aktuelle Trends des Buchmarktes beobachten, aber das ist auch im Buch- 
handel möglich. Wenn es Sie interessiert, wie es auf einer Buchmesse  
zugeht, kann ich Ihnen die Frankfurter Buchmesse empfehlen. Sie findet  
jedes Jahr im Oktober statt. Die Leipziger Messe erst wieder 2010.   

2. Wenn in einer Ausschreibung nicht ausdrücklich steht, dass Kinder- 
geschichten erwünscht sind, macht es auch keinen Sinn, welche einzu- 
schicken. Ausschreibungen für Kindergeschichten sind auch eher selten.  
Im "Tempest" weisen wir u. a. auf Ausschreibungen hin, und im Internet  
finden Sie beispielsweise bei www.uschtrin.de Hinweise zu weiteren  
Wettbewerben. Versuchen Sie es auch über gängige Internetsuchmaschi- 
nen, da es inzwischen immer mehr Homepages gibt, die solche Informati- 
onen veröffentlichen.    

3. Ob sich ein Seminar lohnt oder nicht, lässt sich nicht im Vorfeld  
sagen. Wenn Sie sich für eine solche Veranstaltung interessieren und  
nicht sicher sind, ob sie sich auch an Kinder- und Jugendbuchautoren  
richtet, schreiben oder rufen Sie den Veranstalter ruhig an. In der  
Regel geben diese gerne Auskunft. 

                   **~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~** 

Michael Borlik, 1975 geboren, machte 1995 sein Abitur und ging an- 
schließend in eine kaufmännische Ausbildung, die er 1998 erfolgreich  
abschloss. Seit 2001 erfolgte eine Reihe von Veröffentlichungen. Über- 
wiegend schreibt er Kinder- und Jugendbücher, die u. a. bei Ueberreu- 
ter, Thienemann und Arena erscheinen. Seit Sommer 2005 ist er freier  
Schriftsteller. Mehr Infos unter http://www.borlik.de. 


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Veranstaltungen, Ausschreibungen, Publikationsmöglichkeiten, Messen  
und Seminare findet ihr im zweiten Teil des Tempest, der mit getrenn- 
ter Mail kommt! 
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Einsendeformalien: 
Einsendungen sind zu allen Rubriken von autorenforum.de - nach Rück- 
sprache - erwünscht. Zurzeit können jedoch noch keine Honorare gezahlt  
werden. Das Urheberrecht verbleibt bei der Autorin bzw. beim Autor.  

Einsendungen bitte im RTF-Format und per E-Mail, und zwar an:  
beitrag at team pt autorenforum pt de
. 

Fragen zu Einsendungen sollten ebenfalls an diese Adresse gerichtet  
werden. Die genauen Richtlinien findet ihr unter der Adresse  
http://autorenforum.de/Tempest/richtlinien.html. 

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                       I M P R E S S U M 
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Herausgeber:  
  Ramona Roth-Berghofer public.relations at team pt autorenforum pt de
  
  Gabi Neumayer                redaktion at team pt autorenforum pt de
 
  Stefan Schulz                     webmaster at autorenforum pt de
 
  Thomas Roth-Berghofer  
                   Thomas.Roth-Berghofer at team pt autorenforum pt de
 
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(Näheres s. http://www.autorenforum.de/?UeberUns/Impressum) und der  
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