Ausgabe 12-04 (20. April 2010)

Editorial
Hall of Fame
Schreib-Kick
Lesetipp
Autorenwissen
   "Tipps und Tricks vom Profi -
   Teil 3: Verlagssuche"
   von Jennifer Schreiner
Marketing-Ideen
   "Werbung im Internet: Die Website"
   von Jennifer Schreiner
Buchbesprechung
   "Vom Abenteuer, einen Roman zu schreiben"
   besprochen von Gabi Neumayer
Des bösen Lektors Wörterbuch
Essay
   "Die alten Männer und das Mädchen
   oder: Ein Wechselbad von Gefühlen"
   von Ute Hacker
Küss mich, ich bin ein Autor!
Frag die Expertin für Lyrik
   (Martina Weber)

EDITORIAL:  
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Liebe Autorinnen und Autoren,

wenn man besser schreiben, veröffentlichen und das Geschriebene
vermarkten möchte, ist man gut beraten, andere AutorInnen um Tipps zu
bitten. Jennifer Schreiner hat das getan, und in dieser Ausgabe findet
ihr gleich zwei Artikel von ihr: den dritten Teil der "Tipps und
Tricks vom Profi" und ein Special zum Thema Homepage.

Auch Titus Müller gibt zahlreiche eigene und auch fremde Tipps weiter
- in seinem wunderbaren neuen Buch, das wir in der Buchbesprechung
vorstellen. Ute Hacker macht ihren Gefühlen angesichts der "Affäre
Hegemann" Luft, unsere Lyrikexpertin gibt Auskunft zu
urheberrechtlichen Fragen - und neue Lese-Tipps, einen weiteren Auszug
aus "Des bösen Lektors Wörterbuch", einen Schreib-Kick und vieles
mehr gibt es natürlich auch.

Der Tipp des Monats April, diesmal von Veronika A. Grager:

Man kann Postkarten auch kostengünstig selbst herstellen.
Als A4-Format ausarbeiten lassen und vierteln.
Man kann auch die Texte individuell gestalten - je nach Ort.
Ich habe die auch bei allen Kleingewerbetreibenden
der Umgebung deponiert (Kosmetikerin, Friseur, etc).

Möge euch der Frühling inspirieren und in jeder Hinsicht bereichern -
auf dass ihr auch für den Tempest ein paar Euro erübrigen könnt ...

Gabi Neumayer
Chefredakteurin

~~~~~~~~~~~
Damit wir den Tempest auch in Zukunft weiterführen können, brauchen
wir eure Hilfe: Wer uns unterstützen möchte, überweise bitte einen
freiwilligen Jahresbeitrag (15 Euro haben wir als Richtwert gesetzt,
aber ihr helft uns auch schon mit 5 oder 10 Euro weiter) auf das Konto
von autorenforum.de:

Sparda Bank Südwest eG
BLZ 550 905 00
Kto. 100 724 515
Stichwort: "Beitrag 2010"

Für AuslandsabonnentInnen: Am 1. Juli 2003 wurden die
Auslandsüberweisungsgebühren gesenkt. Aber natürlich könnt ihr uns
euren Beitrag auch weiterhin per Post schicken (Adresse am Ende des
Tempest).

Wer aus Österreich überweist, braucht außerdem diese Nummern (bitte
genau so zusammenschreiben!)
IBAN: DE16 5509 0500 0100 7245 15
BIC: GENODEF1S01

~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~
ISSN 1439-4669 Copyright 2010 autorenforum.de. Copyright- und
Kontaktinformationen am Ende dieser Ausgabe
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INHALT DIESER AUSGABE:


TEIL 1:

Editorial
Hall of Fame
Schreib-Kick
Lesetipp
Autorenwissen
"Tipps und Tricks vom Profi -
Teil 3: Verlagssuche"
von Jennifer Schreiner
Marketing-Ideen
"Werbung im Internet: Die Website"
von Jennifer Schreiner
Buchbesprechung
"Vom Abenteuer, einen Roman zu schreiben"
besprochen von Gabi Neumayer
Des bösen Lektors Wörterbuch
Essay
"Die alten Männer und das Mädchen
oder: Ein Wechselbad von Gefühlen"
von Ute Hacker
Küss mich, ich bin ein Autor!
Frag die Expertin für Lyrik
(Martina Weber)
Impressum


TEIL 2:

Veranstaltungen
Ausschreibungen
Publikationsmöglichkeiten
mit Honorar
ohne Honorar
Seminare
Messekalender
Impressum


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HALL OF FAME:
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(redaktion at team pt autorenforum pt de)

Die "Hall of Fame" zeigt die Erfolge von AbonnentInnen des Tempest.
Wir freuen uns, wenn ihr euch davon motivieren und ermutigen lasst -
dann werden wir euer neues Buch hier bestimmt auch bald vorstellen
können.

Melden könnt ihr aktuelle Buchveröffentlichungen (nur Erstauflagen!)
nach diesem Schema:

.......
AutorIn: "Titel", Verlag Erscheinungsjahr (das muss immer das laufende
oder das vergangene Jahr sein!), Genre (maximal 2 Wörter). Zusätzlich
könnt ihr in maximal 60 Zeichen (nicht Wörtern!) inklusive Leerzeichen
weitere Infos zu eurem Buch unterbringen.
.......
Ein Beispiel (!):

Johanna Ernst: "Der Fall der falschen Meldung", Hüstel Verlag 2009,
Mystery-Thriller. 60 Zeichen - und kein einziges mehr! Inklusive
Homepage!
.......

Ausgeschlossen sind Veröffentlichungen in Anthologien, Bücher im
Eigenverlag und BoDs (sofern sie im Eigenverlag erschienen sind) sowie
Veröffentlichungen in Druckkostenzuschussverlagen.

ACHTUNG, NEU!
Schreibt in eure Mail mit der Meldung immer auch hinein, dass ihr
bestätigt, dass die Veröffentlichung weder im Eigenverlag noch in
einem Verlag erschienen ist, bei dem der Autor irgendetwas bezahlt
hat!

Schickt eure Texte unter dem Betreff "Hall of Fame" an
redaktion at team pt autorenforum pt de.

Wir berücksichtigen ausschließlich Meldungen, die nach dem obigen
Schema gemacht werden und die Bestätigung zum Verlag enthalten.
Änderungsaufforderungen zu Meldungen, bei denen das nicht der Fall
ist, werden ab sofort nicht mehr
verschickt!~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~
~

Elli H. Radinger & Günther Bloch: "Wölfisch für Hundehalter. Von
Alpha, Dominanz und anderen populären Irrtümern", Kosmos 2010,
Sachbuch. http://www.elli-radinger.de

Christiane Gref: "Das Meisterstück", Verlag M. Naumann 2010,
historischer Roman. Ein Silberpokal birgt den Tod. www.autorenkrise.de

Christa Baumann: "Spuren des Glaubens legen. Rituale im
Familienalltag", Aussaat- Verlag 2010, Sachbuch. Vorwort: Ursula von
der Leyen. www.christa-baumann.de

Christa Baumann/Carola Zuberer: " Kommt mit nach draußen. Vielfalt im
Außenspiel", Dreieck-Verlag 2010, Sachbuch für ErzieherInnen.
Illustrationen: Katharina Klimza www.katharinaklimza.de

Astrid Pfister, "Ver-zogen", Wunderwaldverlag 2010, humoristischer
Roman. ISBN 978-3-940582-22-5; ein Umzugsbuch der etwas anderen Art

Eberhard Kamprad: "Dollys Dackelgeschichten I : Kurzgeschichten",
Testudoverlag Ute Winkler 2009. 34 S., ISBN 978-3-942024-03-7, EUR
2,00, www.ekamprad.info

Eberhard Kamprad: "Dollys Dackelgeschichten II : Kurzgeschichten",
Testudoverlag Ute Winkler 2010. 25 S., ISBN 978-3-942024-04-4, EUR
2,00, www.ekamprad.info

Günther Zäuner: "Kokoschanskys Drache", Kontrast-Verlag 2009, Thriller

Günther Zäuner: "Unterösterreich. Alles über Österreichs Unterwelt",
Ecowin 2009, Sachbuch

Günther Zäuner: "Verbrechen zahlt sich aus. Über kriminelle
Karrieren", Goldegg-Verlag 2009, Sachbuch

Günther Zäuner: "Hirngift & Seelenmord. Die Schattenwirtschaft der
Sekten", Goldegg-Verlag 2009, Sachbuch

Markus Stromiedel: "Feuertaufe", Knaur-Verlag 2010, Politthriller und
Hauptstadt-Dystopie. http://www.markus-stromiedel.de

Boris Koch: "Der Drachenflüsterer - Der Schwur der Geächteten",
Wilhelm Heyne Verlag 2010, Fantasyroman. Jugend, Freundschaft,
Drachen. http://www.boriskoch.de

Sandra Bräutigam: "Ovum", Piper Verlag 2010, Wissenschaftsthriller.
Der Traum vom ewigen Leben, www.sandra-braeutigam.de

Christine Schneider: "Indianer essen kein Fondue", Lauber-Verlag 2010,
Erlebnisbericht

Caren Benedikt: "Die Feinde der Tuchhändlerin", Der Club Bertelsmann
2009, Historischer Roman

Myk Jung & Klaus Märkert: "Ich bin dann mal tot", Muschel Verlag 2010,
skurril-humorvolle Erzählungen. www.schementhemen.de

Gabi Neumayer: "Frag doch mal die Maus! Tiere aus aller Welt", cbj
2010, Kindersachbuch. Sind Kängurubabys beutelrein? Und können Tiger
schnurren?


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SCHREIB-KICK:
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(redaktion at team pt autorenforum pt de)


Unser Schreib-Kick für den April, diesmal von Ursula Schmid-Spreer:

Schreiben Sie eine Annonce / ein Inserat. Folgende Stichpunkte: Wer
oder was? Wie beschaffen? Was geschah damit? Unter welchen
Bedingungen? Zu welchem Preis? Angebote an wen?


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LESETIPP:
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(redaktion at team pt autorenforum pt de)

http://www.schreibaufgabe.de: Hier gibt es jede Woche eine neue
Schreibaufgabe, mit ein paar erläuternden Hinweisen und Beispielen.
Wer Anregungen, Anstöße, Tritte in den ... sucht, ist bei diesem
kostenlosen Service richtig.

http://www.andreaseschbach.de/schreiben/schreiben.html: Die Homepage
des Bestseller-Autors Andreas Eschbach ist immer wieder einen Besuch
wert. Hier als Anregung Eschbachs "Mythen übers Schreiben".


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AUTORENWISSEN:
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(redaktion at team pt autorenforum pt de)


"Tipps und Tricks vom Profi -
Teil 3: Verlagssuche"
von Jennifer Schreiner

Angenommen, autor hat ein ausgezeichnetes Manuskript fertiggestellt,
bereits die Testleser-Feedbacks hinter sich gebracht und das Exposé
geschrieben. Nun ist es Zeit, einen Verlag zu suchen. Doch wie?


Michael Borlik - im Tempest Experte für Kinderbuch

Wenn man einen Verlag sucht, sollte man sich auf jeden Fall
informieren, ob das angebotene Projekt überhaupt ins Verlagsprogramm
passt. Vielleicht macht der Verlag ja gar keine Fantasy?!

Oder man sucht sich eine Agentur. Bei http://www.uschtrin.de gibt es
eine ganze Liste, und natürlich findet man weitere im Internet.
(http://www.borlik.de)


Astrid Martini

Aus meiner Sicht wichtig: Finger weg von Verlagen, bei denen der Autor
eine Selbstbeteiligung bezahlen muss und die so gut wie jedes
Manuskript veröffentlichen.
(http://www.astrid-martini.de)


Jennifer Schreiner

Oftmals sind kleine und mittelgroße Verlage offener für "Anfänger" und
schneller in der Lage, auf aktuelle Trends zu reagieren. Also: Nicht
nur Verlage in der Größe von Random House anvisieren, sondern auch die
kleineren Verlage auf Eignung prüfen.
(http://www.JenniferSchreiner.com)


Ednor Mier

Senden Sie Ihr Manuskript nicht wahllos an irgendwelche Verlage,
sondern gezielt. Um es drastisch auszudrücken: Es hat keinen Sinn, ein
Roman-MS, in der die weibliche Prota abtreiben lässt, an den Verlag
"Katholisch-christliches Dasein" zu schicken. Sehen Sie sich das
Verlagsprogramm zuvor genau an! Viele Verlage haben auf ihren
Internetseiten so genannte FAQ - in denen die genauen Richtlinien für
die Manuskripteinreichung stehen.

Sehen Sie sich Ihr Manus genau an, passt es dort hinein oder nicht?
Fehlen diese Hinweise, mailen Sie oder rufen Sie im Verlag an und
fragen Sie, ob Interesse an einer Zusendung besteht, und wenn ja, an
wen genau Sie das Material senden sollen. Das hat den Vorteil, dass
Ihr Manus an die richtige Stelle kommt und Sie schon mal einen
direkten Ansprechpartner haben.
(http://www.ednor-mier.de und http://www.darklady.twoday.net)


Monika Dennerlein

Zur Verlagssuche: Bevor der Autor einen Verlag anschreibt, sollte er
sich erkundigen, zu welchem Verlag das Buch überhaupt passt. Denn es
bringt nicht viel, ein erotisches Manuskript an einen Sachbuchverlag
zu schicken.
(http://inka.gfx-online.de)


Jeanine Krock

Vor der »Bewerbung« lohnt sich ein genauer Blick auf die
Verlagslandschaft. Das ist inzwischen so einfach wie noch nie. Die
Verlage stellen ihre Programme ins Internet, und man kann im Vorfeld
bereits erkennen, ob die eigene Geschichte überhaupt dort hineinpasst.

Auf Verlagswebsites finden sich übrigens zumeist Hinweise zum Thema
»unverlangt eingesandte Manuskripte«. Auch hier mein Rat: Gewissenhaft
durchlesen und es genau so machen. Dies gilt übrigens auch für die
Suche nach einer geeigneten Literaturagentur. Die meisten sagen ganz
klar, welche Art von Literatur sie vertreten und wie sie sich die
Kontaktaufnahme wünschen.
(http://www.Jeaninekrock.de)


Monika di Giorgi

Zur Verlagssuche: Suche einen Verlag, der zu dir und deinem Werk
passt.
(http://www.midnightfairytales.de)


Nina Behrmann

Es gibt tausende von Verlagen. Von Publikums- bis zu Kleinverlagen:
Für jede Nische, jedes Genre und jeden Leser ist etwas Passendes zu
finden. Daher sollte man als Autor genau schauen, welcher dieser
vielen Verlage denn überhaupt zum eigenen Buch passt.

Möchte man sich nicht direkt bei Verlagen bewerben, gibt es den seit
knapp zehn Jahren auch sehr populären Weg über den Literaturagenten.
Dieser Weg ist nicht unbedingt leichter, weil seriöse Agenturen ebenso
prüfen wie Verlage und sich leider auch darunter immer wieder schwarze
Schafe finden. Allerdings ist der Kontakt zu Agenturen leichter
herzustellen, das Projekt wird meist in einem Zeitrahmen von wenigen
Wochen bis zu zwei Monaten begutachtet, und man hat größere Chancen,
auch bei Verlagen vorgestellt zu werden, bei denen man es mit einem
unverlangt eingesandten Manuskript vielleicht nicht bis auf den
Schreibtisch des Lektors geschafft hätte.

Wichtig in beiden Fällen ist die korrekte Bewerbung. Exposé und
Leseprobe sollten formal den üblichen Ansprüchen genügen, ebenso wie
das Anschreiben. Eine Bewerbung mit einem Manuskript ist wie eine
Bewerbung für einen Job. Und genauso sollte man sich auch vorstellen.
(http://www.kerimaya.de)


Lilly Grünberg

Im Internet lässt sich inzwischen recht gut nach Verlagen und den von
ihnen vertretenen Genres recherchieren. Es macht keinen Sinn, einen
Liebesroman einzureichen, wenn der Verlag dieses Genre gar nicht
vertritt.

Fast immer findet man Vorgaben zur Manuskripteinreichung, ob
beispielsweise 10 oder 30 Seiten Leseprobe gewünscht sind, ob es das
erste Kapitel sein muss oder das sein darf, was man selbst für das
beste hält.

Meistens werden Bewerbungen per Post gewünscht, aber auch da gibt‚s
Ausnahmen. Je näher man sich an die Vorgaben hält, vielleicht sogar
einen konkreten Ansprechpartner ermittelt, desto eher besteht die
Chance, dass es überhaupt gelesen wird.

Abgesehen von Banalitäten wie Sauberkeit, Rechtschreibung, Anschreiben
...
(http://www.sira-lilly.de)


Christine Spindler

Zur Verlagssuche: Sich möglichst professionell verhalten, damit meine
ich so Sachen wie: Schick das Exposé nur an Verlage, bei denen es ins
Programm passt, vermeide Firlefanz im Anschreiben, zeige keine
beleidigten Reaktionen auf Absagen. Immer schön sachlich bleiben, dann
klappt es irgendwann auch mit dem Verlag.
(http://www.christinespindler.de)

**~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~**

Wer mehr über die Autorin Jennifer Schreiner oder ihr aktuelles,
dämonisches Fantasy-Romance-Buch "Eine Löwin für die Bestie" erfahren
will, kann ihre Homepage http://www.JenniferSchreiner.com besuchen.


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MARKETING-IDEEN:
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(redaktion at team pt autorenforum pt de)


"Werbung im Internet: Die Website"
von Jennifer Schreiner

Die meisten Autoren besitzen bereits eine Website oder spielen
zumindest mit dem Gedanken, sich eine zuzulegen. Doch wozu sollte man
eine besitzen, was sollte die Autorenwebsite bieten, und wie sollte
sie aufgebaut sein? Gibt es Tipps und Tricks, die dafür sorgen, dass
sie tatsächlich von Lesern entdeckt und frequentiert wird? Was kann
man machen - und was sollte man lassen -, um seine Website speziell zu
machen? Diese Fragen beantwortet der folgende Beitrag.


Gestaltung einer Autorenwebsite

Die Autorenwebsite ist eure Visitenkarte im World Wide Web! Dieselbe
Sorgfalt und Übersichtlichkeit, die man auf einer Visitenkarte
präsentiert, sollte man auch im Internet an den Tag legen. Blinkende,
drehende Dinge, knallbunte Spielereien gehören nur auf eine Webseite,
wenn man sie ausdrücklich für Kinder gestaltet. Merke: Die Gestaltung
muss zum Autor und zum Produkt passen.

Beispiel: Sargartikelhändler dürfen ein Seite mit schwarzem
Hintergrund, weißer Schrift und roten Extras haben ... Erotikautoren
auch. Bei Kinder- und Sachbuch ist diese Farbkombination bestenfalls
ungünstig.


Aufbau einer Autorenwebsite

Was gehört auf eine Webseite? Fakten, Fakten, Fakten!

Auf jeden Fall:
- eine Vita
- Veröffentlichungen
- Informationen zum Produkt/zu den Produkten, sprich: Klappentext,
Leseprobe, Kaufmöglichkeit / Link zur Kaufmöglichkeit, Impressum

Weiterführend:
- Termine (wo ist man wann zu treffen und in welchem Zusammenhang?) -
Kontaktmöglichkeiten
- Neuigkeiten

Absolut sinnvoll auch:
- Pressefoto (professionell, zum Download und mit Verweis auf den
Fotografen; unbedingt hinzufügen, dass sie zum Abdruck freigegeben
sind)
- Presseinformation: Pressetexte zu den einzelnen Produkten / Büchern
(1.500 und 500 Zeichen, dabei objektive Fakten anbieten)
- Pressespiegel: vorhandene Rezensionen zu den Produkten / Büchern
- Links (wieso sollten andere Autoren etc. dich verlinken, wenn du es
auch nicht tust?)

Nette Gimmicks, aber kein Muss:
- Interviews
- Projektvorschau
- Gästebuch
Der Aufbau der Website sollte übersichtlich sein. Nicht alles muss
direkt auf der Startseite stehen!


Bewerben der eigenen Website

- auf der Visitenkarte
- im Buch
- im Verlag (in der Verlagsbiografie, bei Leseproben etc.)
- in Interviews
- in Foren und auf Onlinepräsenzen (z. B. Facebook)
- in Anschreiben (Verlagsanschreiben, Biobibliographien, Lebensläufen
etc.)
- verlinken: mit den eigenen anderen Onlinepräsenzen und mit anderen
Autoren


Homepage-Specials

Man kann vieles tun, um eine Homepage interessanter zu gestalten:

- Fotos (eigene, von Lesungen)
- Eventberichte (z. B. Lesungen, Messen)
- Recherchematerial zu seinen Produkten / Büchern (Fotos, Notizen
etc.)
- Tagebuch (wie ist man bei Buch XY mit dem Schreiballtag
klargekommen?)
- Buchtrailer
- Filme (Interviews, Lesungen)
- Podcasts (vertonte Kurzgeschichten, Leseproben etc.)
- Newsletter
- ein eigenes Forum (zu sich, Buch, Thema)
- interaktive Möglichkeiten: Blog, Twitter
- Gratis-Kurzgeschichte nach Registrierung des Users
- Gewinnspiele
- Adventkalender

Und - absolut wichtig und meist sträflich vernachlässigt: die
Verlinkung mit den anderen eigenen Internetpräsenzen!


"Warum hast du eine Webseite?" - Autorenantworten

Jeanine Krock: "Eine Webpräsenz ist derzeit die schnellste - beinahe
schon klassische - Möglichkeit für Interessierte (Leserinnen und
Leser, Pressevertreter etc.), Informationen in komprimierter Form und
aus erster Hand zu finden oder mit Autoren Kontakt aufzunehmen. Mir
gibt eine Website die Möglichkeit, ganz unkompliziert aktuelle Inhalte
zu hinterlegen." (http://www.JeanineKrock.de)

Lucy Palmer/Inka Loreen Minden: "Der Kontakt zu meinen Lesern ist mir
wichtig, und mit meiner Homepage haben sie ein Medium, durch das sie
mich erreichen können und zudem von meinen neuesten Veröffentlichungen
erfahren oder nachlesen können, was sich in meinem Autorendasein sonst
noch so tut." ((http://inka.gfx-online.de)

Nina Behrmann/Kira Maeda: "Eine Homepage ist die persönliche
Visitenkarte im Web. Falls jemand gerne mehr über meine Arbeit und
mich wissen möchte, kann derjenige sich dort informieren. Ich versuche
dort auch die Fortschritte meiner momentanen Projekte oder der
Projekte von Freunden festzuhalten." (http://www.kerimaya.de)

Lilly Grünberg: "Da ich von Natur aus auch neugierig bin, google ich
natürlich auch, wenn ich was von einem Autor gelesen habe, was mir
gefallen hat. Und dann bin ich enttäuscht, wenn es keine Website gibt
und man so gar nichts erfährt. Deshalb fassten meine Freundin Sira und
ich irgendwann den Entschluss, eine gemeinsame Website zu gestalten.
In der heutigen Zeit gehört das meiner Meinung nach einfach dazu."

Rena Larf: "Weil ich mich nirgendwo sonst in der Welt so komplex in
all meiner Vielfalt präsentieren kann wie auf meiner eigenen
Homepage." (http://www.esprisa.de)

Moni Di Giorgi: "Das Internet ist heute eine unverzichtbare
Möglichkeit, um potentielle Leser zu erreichen." (http://www.midnight-
fairytales.de)

Christine Spindler: "Weil ich mich ohne Homepage unsichtbar fühlen
würde. Die meisten Lesungsanfragen bekomme ich über meine Homepage.
Auch Fans nutzen das Kontaktformular."
(http://www.christinespindler.de)

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Wer sich davon überzeugen möchte, wie die Autorin dieses Artikels ihre
Homepage nutzt und ob es mehr zu ihren vampirischen Fantasy-Romance-
Romanen gibt, kann sich unter http://www.JenniferSchreiner.com selbst
ein Bild machen.


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BUCHBESPRECHUNG:
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(redaktion at team pt autorenforum pt de)


"Vom Abenteuer, einen Roman zu schreiben"
besprochen von Gabi Neumayer

Die LeserInnen des Tempest kennen Titus Müller seit langem: Er ist
unser Experte für Historische Romane, und das von Anfang an. Er hat
außerdem die "Federwelt" aufgebaut, den Autorenkreis "Quo Vadis"
mitgegründet - und ist trotz allen Engagements für andere AutorInnen
auch längst selbst ein erfolgreicher Autor.

Wer ihn in einem Vortrag oder Seminar schon einmal erlebt hat, weiß,
dass er zudem hervorragend über das Schreiben und das Leben als
Schriftsteller erzählen kann. Und das tut er auch in diesem kleinen
und wunderschön gestalteten Buch so gekonnt, humorvoll und ehrlich,
dass man das Buch aus vielerlei Gründen in einem Rutsch durchliest:

Zum Beispiel, weil Titus Müller nichts beschönigt, sondern alle Tiefen
und Abgründe des Schriftstellerdaseins offen anspricht. Er kennt sie
ohne Zweifel selbst - und zeigt uns die Tricks, die ihm helfen, wenn
er mal wieder demotiviert oder abgelenkt ist oder sich selbst im Weg
steht.

Zum Beispiel, weil er wunderbare Tipps zum Aufbauen von Spannung, zu
den Figuren, zum Dialogschreiben, zur Sprache und zu vielem anderen
gibt, die auf eigenen Erfahrungen und auf denen anderer AutorInnen
basieren.

Zum Beispiel, weil er selbst mit der Sprache so großartig umgeht, dass
das Lesen allein schon ein Lehrstück in Sachen treffender Ausdruck und
faszinierender Stil ist.

Und nicht zuletzt, weil dieses Buch einfach ein Lesevergnügen ersten
Ranges ist.

Die spannenden Interviews mit den BestsellerautorInnen Andreas
Eschbach, Rebecca Gablé und Kai Mayer sind da nur eine erfreuliche
Zugabe.

Das einzig Unerfreuliche: Nach gut hundert Seiten ist man schon am
Ende - denn die letzten 40 Seiten des Buches sind frei und für Notizen
gedacht. Dabei würde man gern noch ein paar hundert Seiten
weiterlesen, weiterlernen und sich weiter vergnügen ...


Titus Müller: "Vom Abenteuer, einen Roman zu schreiben", 2010, 144
Seiten, 14,90 Euro, Textmanufaktur Verlag (Band 1 der "Bücher für
Autoren")


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DES BÖSEN LEKTORS WÖRTERBUCH:
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(redaktion at team pt autorenforum pt de)


Buch zum Film
Ergebnis der Silikoneinspritzung in ein Drehbuch.

Buchclub
Lesezwang von Unterhaltungsliteratur unter Gruppendruck (siehe dazu
die psychologische Fachliteratur).

Bücherverbrennung
Viel zu selten benutzte Möglichkeit destruktiver Kritik.

Buchmarkt
Massenansturm von durstigen Affen, Pfauen, Füchsen, Eseln, Hornochsen,
Geiern und Stinktieren auf eine Pfütze, die sie für einen See halten.

..........
aus: Dr. Honeyball Lektor / Stephan Waldscheidt (Hrsg.): "Zehn Gründe,
eine Schriftstellerin zu heiraten", Satire, 128 Seiten mit Abbildungen
und Cartoons. Mehr dazu: http://www.waldscheidt.de


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ESSAY:
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(redaktion at team pt autorenforum pt de)


"Die alten Männer und das Mädchen
oder: Ein Wechselbad der Gefühle"
von Ute Hacker

Ganz klar: Es geht um Helene Hegemann. Das gleich vorweg, für die, die
den Namen nicht mehr sehen können. Mir geht es eigentlich genauso,
dennoch schreibe ich darüber. Warum? Ich finde, es geht um so was wie
die schriftstellerische Ehre.

Ich gebe offen zu, am Anfang war ich vor allem neidisch. Eine 17-
Jährige wird in den Feuilletons hochgejubelt. Toll!! Warum passiert
mir das nie? Na ja, klar, ich bin längst keine siebzehn mehr. Vor
allem aber schreibe ich vorwiegend Kinder- und Jugendbücher, da gibt‚s
wenig Sex und Alkohol und noch weniger Drogen (bisher eigentlich gar
keine).

Dann kam die erste Nachricht: Alles nur geklaut. Hah! Was nun, liebe
Feuilletonisten? Eine Handvoll - wenn überhaupt - revidierte die
eigene Meinung, sagte jetzt: Wenn sie von anderen geklaut hat, ist das
Buch nicht so toll, wie wir dachten. Es hat immer noch was, aber es
ist anrüchig. Klauen ist nicht okay, auch für eine 17-Jährige nicht.
Auch, wenn sie behauptet, es gebe keine Originalität mehr, nur noch
Echtheit.

Andere bemühten Thomas Mann oder Elfriede Jelinek, die offensichtlich
auch geklaut hatten, um - ja was? Um eine hochgejubelte Jungautorin
vor dem Absturz zu bewahren oder doch nur, um ihr eigenes Gesicht zu
wahren? Um nicht sagen zu müssen: "Sorry, ich hab mich geirrt, das
Buch ist gar nicht so toll, ich hab‚s nur nicht zugeben wollen, weil
alle es klasse fanden."?

Es ist ja nun kein Geheimnis, dass einer mit einem Hype anfängt und
(fast) alle auf den Zug aufspringen. Das ist mit Rezensionen so und
auch mit Preisen. So ist der Literaturbetrieb nun mal.

Am 15. März haben namhafte Schriftsteller (u. a. Günter Grass und
Christa Wolf) die "Leipziger Erklärung zum Schutz geistigen Eigentums"
abgegeben. Natürlich ist es ein Seitenhieb auf die Nominierung von
Hegemanns Buch für den Leipziger Buchpreis. Vor allem aber ist es ein
wichtiges Plädoyer für den Schutz geistigen Eigentums, egal, wo es
steht, in Büchern, Blogs oder E-Books.

Ich lese regelmäßig die Süddeutsche Zeitung und Die ZEIT und bin immer
wieder fasziniert, welch abstruse Bücher dort oftmals rezensiert
werden. Jedes Buch hat ganz klar seine Berechtigung. Aber sollte es
nicht die Aufgabe eine Rezensenten sein, Bücher für die Mehrheit der
Leser zu besprechen? Manchmal scheinen die Feuilletonisten in einem
Paralleluniversum zu leben. Das muss man wohl als gegeben hinnehmen.
Dass aber manche dieser Feuilletonisten den Diebstahl geistigen
Eigentums verharmlosen, weil es sich um eine 17-Jährige handelt oder
weil sie nicht zugeben wollen oder können, dass sie auf einen
Marketingtrick hereingefallen sind, ist nicht akzeptabel!

In einem muss man Hegemann zustimmen: Es gibt nichts, was nicht schon
mal erzählt wurde. Aber das war schon immer so, nicht erst seit
Google, Blogs und Twitter. Im Prinzip erzählen wir AutorInnen immer
noch die gleichen Geschichten, die sich schon unsere Urahnen vor
Jahrtausenden am Lagerfeuer erzählt haben: Held rettet die Welt, Mann
trifft Frau, Ermittler jagt Killer.

Worauf es ankommt, ist, die eigene Stimme zu finden. Den Plot so zu
konstruieren, dass es neu klingt, dass die Leser nicht sagen: Hatten
wir doch schon hundert Mal. Aus langjähriger Schreibgruppenerfahrung
weiß ich, dass es eigentlich normal ist, dass jeder ein Thema anders
interpretiert. Gib zwölf Leuten die gleiche Überschrift, und du
erhältst zwölf vollkommen unterschiedliche Texte.

Ich bin stolz drauf, meine Geschichten zu erfinden, meine Fantasie zu
bemühen, auch wenn‚s manchmal schwer fällt. Wenn man schon zwanzig
Texte zum selben Thema geschrieben hat (wie bei meinen 3-Minuten-
Geschichten), fällt einem erst mal nichts mehr dazu ein. Da ist man
schon versucht, sich umzuschauen. Aber mir geht das gegen die
schriftstellerische Ehre, bei anderen AutorInnen zu klauen. Da steht
doch mein Name drüber, also soll es auch mein Text sein.

Vermutlich bin ich zu alt(modisch). Das hält man Helene Hegemann ja
zugute: Sie ist ja noch jung, sie weiß es nicht besser. Aber hallo!
Meine Eltern haben mir schon im Kindergartenalter beigebracht, was
deins und meins ist. Und Vater Hegemann gehört sicher noch nicht zur
Generation Internet. Er sollte es also wissen.

Neulich, während einer Lesereise, war ich in einem Buchladen. Zwei
Exemplare von "Axolotl Roadkill" lagen auf einem Tisch, das Schwarz-
Pink sticht raus. Aus reiner Neugier habe ich mal drin geblättert.
Wenn man den Rezensionen glauben will, gibt‚s in dem Buch nur
verschraubte Sätze, die zumindest ich nicht verstanden hätte. Und es
geht nur ums Ficken, Saufen, Kotzen, Drogennehmen. Das ist nicht meine
Welt.

Aber ich war ehrlich überrascht. In dem Buch stehen auch völlig
normale Sätze! Lesen werde ich es trotzdem nicht. Wie gesagt, es ist
nicht meine Welt, ich bin auch gar nicht die Zielgruppe. Dass die
Amazon-Leser das Buch mit deutlicher Mehrheit schlecht finden, macht
mich auch ein klein wenig schadenfroh. Nicht alle 83 Leser können
Dumpfbacken (Zitat Elke Heidenreich) sein, die nur neidisch sind auf
Hegemann. Mir beweist es, dass der Hype um das Buch künstlich erzeugt
wurde, vom Verlag und von den alten Männern im Feuilleton.

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Ute Hacker schreibt deutsch und englisch und tummelt sich in
verschiedenen Genres, vor allem im Kinderbuch (als Luisa Hartmann),
aber auch im Krimi (als Billie Rubin). Sie ist aktives Mitglied bei
der International Online Writing Group IOWG, die sie mitgegründet hat,
und bei der Autorinnenvereinigung. Vom Verlag an der Ruhr wurde sie
2010 zur Autorin des Jahres gekürt. Mehr Infos: www.utehacker.de


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KÜSS MICH, ICH BIN EIN AUTOR!
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(redaktion at team pt autorenforum pt de)


Ich komme gerade von einer Recherchereise zurück und habe einen
Riesenstapel Material zu sichten und zu ordnen. Gleichzeitig müssen
Druckfahnen für ein neues Buch gelesen, ein weiteres Buch lektoriert
und zwei Artikel abgeben werden. Ich habe mir meine Zeit gerade so
eingeteilt, dass ich alles bis zum Ende der Woche fertig haben kann.
Aber - ich habe Geburtstag!

Morgens klingt es an der Tür. "Überraaaaschung! Ich bin dein
Geburtstagsgeschenk!" Eine Freundin hat sich mit ihren drei Hunden auf
den Weg gemacht und ist 700 km gefahren, um mir eine Freude zu machen.
Auf meine vorsichtige Frage, wie lange sie bleibt, strahlt sie mich
an: "Stell dir vor, eine ganze Woche!"

(Elli Radinger)


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UNSERE EXPERTINNEN UND EXPERTEN:
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Bitte schickt den ExpertInnen nur Fragen zu ihrem Expertenthema -
keine Manuskripte zur Beurteilung.

Bitte verseht jede Anfrage mit einem aussagekräftigen Betreff. Sonst
kann es sein, dass die Mail vorsichtshalber sofort gelöscht wird.


Drehbuch: Oliver Pautsch
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Fandom: Thomas Kohlschmidt
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Fantasy: Stefanie Bense
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Heftroman: Arndt Ellmer
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Historischer Roman: Titus Müller
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Kinder- und Jugendbuch: Michael Borlik
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Lesungen: Rüdiger Heins
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Lyrik: Martina Weber
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Schreibgruppen: Ute Hacker
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Übersetzung: Barbara Slawig
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Verlagswesen: Bjørn Jagnow
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Experten-Special:
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Bjørn Jagnow hat seine über 80 Fragen und Antworten zu den Themen
Urheberrecht, Verlagswesen und Vermarktung der letzten Jahre gesammelt
und jetzt auch in einem Buch zusammengefasst - thematisch sortiert und
aktualisiert:

Björn Jagnow: "Fragen und Antworten zu Urheberrecht, Verlagswesen und
Vermarktung", 2009, 188 Seiten, 10,00 Euro, Edition Octopus


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FRAG DIE EXPERTIN FÜR LYRIK:
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Martina Weber (lyrik at experte pt autorenforum pt de)


Frage:
Ich möchte gern am Anfang meines Buches ein Rilke-Gedicht zitieren.
Muss ich dafür eine Genehmigung einholen, auch wenn ich einen genauen
Quellennachweis mache?


Antwort:
Wenn Sie einem Buch ein Gedicht als Zitat voranstellen möchten, müssen
Sie aus urheberrechtlicher Sicht die §§ 51, 62 und 63
Urheberrechtsgesetz beachten.

§ 51 Urheberrechtsgesetz nennt die Voraussetzungen, nach denen das
Zitieren ohne Zustimmung des Urhebers und ohne Vergütungspflicht (also
ohne Kontaktaufnahme mit dem Urheber oder dem Verlag) zulässig ist. §
51 Urheberrechtsgesetz bezieht sich nur auf urheberrechtlich
geschützte Werke.

Nicht geschützt sind zum Beispiel Gesetzestexte; nicht MEHR
urheberrechtlich geschützt ist ein Werk, dessen Urheber seit 70 Jahren
tot ist (siehe § 64 Absatz 1 Urheberrechtsgesetz). Rainer Maria Rilke
starb am 29.12.1926. Rilkes Werk ist also seit dem 30.12.1996 nicht
mehr urheberrechtlich geschützt.

Nicht geschützte und nicht mehr geschützte Werke dürfen beliebig
zitiert werden, allerdings darf das Zitat nicht geändert werden (siehe
§ 62 Urheberrechtsgesetz), und es gilt die Pflicht zur Quellenangabe
nach § 63 Urheberrechtsgesetz: Nicht nur der Name, sondern auch der
Titel des Werkes und die Fundstelle müssen genannt werden. Der Sinn
der Fundstellenangabe liegt darin, dass die LeserInnen prüfen können,
ob korrekt zitiert wurde.

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Martina Weber ist Autorin des Buches "Zwischen Handwerk und
Inspiration. Lyrik schreiben und veröffentlichen", Uschtrin Verlag
München 2008, http://www.uschtrin.de/weber.html. Sie erhielt das
Frankfurter Autorenstipendium 2009, http://kultur.frankfurt.de/
(weiter auf "Literatur" und auf "Autorenstipendium")


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