Ausgabe 3-11 (20. November 2001)

Schreib-Kick
Marketingideen
     "Leserideen"
Schreibkurs
     "140 Beispiele, seinen Text zu straffen" - Teil 2
     von Andreas Gruber
Buchbesprechung
     "Sprechertraining" von Michael Rossié
     besprochen von Gabi Neumayer
Erfahrungsbericht
     "Von Tankwarten, Dr. Media und der verlorenen Menschheit -
     Live-Erfahrungen beim SF-Kabarett"
     von Thomas Kohlschmidt
     "Der lange Weg zum eigenen Buch"
     von Michael Romahn
Umfrage
     "Fernlehrkurse - Auswertung der Tempest-Umfrage"
     von Hans Peter Röntgen
Frag die Expertin für Literaturagenturen
     (Petra Hermanns)
Frag die Expertin für Fantasy
     (Stefanie Bense)
Frag die Experten für Kinderbücher
     (Kopietz & Sommer)
Frag die Expertin für Schreibgruppen
     (Ute Hacker)
Frag den Experten für Lyrik
     (Titus Müller)
Frag den Experten für Verlagswesen
     (Bjørn Jagnow)
EDITORIAL: 
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Liebe Autorinnen und Autoren,

während um mich herum die Menschen abwechselnd in tiefste Verzweiflung 
sinken und sich frisch verlieben (ein ganz normaler November eben), 
geht es mit dem Tempest weiter wie gewohnt. Allerdings markiert diese 
Ausgabe unser zweijähriges Online-Jubiläum (mein Hinweis auf Jubi-
läumsgeschenke letztes Jahr ist ja leider ungehört verhallt ...), und 
der Tempest ist diesmal besonders umfangreich. Neben zahlreichen Ex-
pertentipps und Ausschreibungen enthält er vor allem: den zweiten Teil 
von Andreas Grubers Überarbeitungsartikel - der erste ist übrigens 
sehr gut bei euch angekommen -, die Ergebnisse unserer Umfrage über 
Fernlehrkurse fürs Schreiben und zwei sehr unterschiedliche, aber 
gleichermaßen spannende  Erfahrungsberichte.

Eine neue ... alte ... neue Expertin kann ich euch heute ebenfalls 
vorstellen. Schreibgruppen-Expertin Ute Hacker hat sich angeboten, ei-
ne große Lücke in unserer Expertenschaft zu schließen: Ab sofort könnt 
ihr bei ihr Antworten auf eure Fragen zum Handwerk des Schreibens, zu 
Schreibtechniken bekommen (mailto:schreibhandwerk at autorenforum punkt de). 
Spezialfragen zu einzelnen Genres und Textformen richtet aber bitte 
weiterhin an die entsprechenden SpezialistInnen. Übrigens: Mailt Ute, 
ebenso wie allen anderen ExpertInnen, keine Manuskripte! Sie beantwor-
tet Fragen, kann aber auf keinen Fall Texte prüfen. - Bitte lest auch 
ihren Aufruf am Ende dieses Editorials, und meldet euch bei ihr.

Der Tipp des Monats November:

         Druckt eine Geschichte, die ihr überarbeiten wollt, 
         einmal in einer Schriftart aus, die sich von der, die
         ihr normalerweise verwendet, deutlich unterscheidet. 
         Eine solche Änderung in der Form macht es möglich, 
         einen neuen, frischen Blick für einen Text zu bekommen.

Bitte schickt mir eure Schreibtipps fürs Editorial (nicht mehr als 300 
Zeichen)! Und über Artikelangebote, Marketingideen etc. freue ich 
mich, wie immer, ebenfalls.

Möget ihr beim Schreiben nicht von verfrühter Weihnachtsdeko erschla-
gen werden.

  Gabi Neumayer
  Chefredakteurin


Und hier der Aufruf unserer Schreibgruppen-Expertin Ute Hacker:

Verzeichnis von Schreibgruppen in Deutschland - Die Nachfrage nach 
Schreibgruppen ist in den letzten Jahren immens gestiegen. Meines Wis-
sens gibt es kein Verzeichnis von Schreibgruppen in Deutschland. Es 
würde aber sicher Sinn machen, einen Überblick zu bekommen, wo es wel-
che Gruppen gibt. Deshalb: Wenn Sie Mitglied einer Schreibgruppe sind, 
selbst eine leiten oder von einer solchen Gruppe wissen, schicken Sie 
mir bitte ein Mail (mailto:schreibgruppen at autorenforum punkt de), und geben 
Sie mir nach Möglichkeit folgende Informationen:
- Name der Schreibgruppe
- Ort
- Kontaktperson (mit Telefon und/oder E-Mail-Adresse)
- Größe der Gruppe
- Ziele, bevorzugtes Genre, Besonderheiten
- Nimmt die Gruppe noch neue Mitglieder auf?

Je mehr Informationen ich bekomme, desto besser wird natürlich das 
Verzeichnis, das auch auf der Homepage von autorenforum.de stehen 
wird. Einen ersten Versuch, einen Überblick über Münchner bzw. bayeri-
sche Schreibgruppen zu geben, finden Sie auf 
http://www.autorengruppen.de.

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Der "Tempest" kommt mit Courier 10 Punkt am besten zur Geltung!
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ISSN 1439-4669   Copyright 2001 autorenforum.de. Copyright- und
                 Kontaktinformationen am Ende dieser Ausgabe
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   INHALT DIESER AUSGABE:

      Editorial
      Inserate
      Schreib-Kick
      News
      Marketingideen
          "Leserideen"
      Schreibkurs
          "140 Beispiele, seinen Text zu straffen" - Teil 2
          von Andreas Gruber
      Buchbesprechung
           "Sprechertraining" von Michael Rossié
           besprochen von Gabi Neumayer
      Erfahrungsbericht
           "Von Tankwarten, Dr. Media und der verlorenen Menschheit -
           Live-Erfahrungen beim SF-Kabarett"
           von Thomas Kohlschmidt
           "Der lange Weg zum eigenen Buch"
           von Michael Romahn
      Umfrage
          "Fernlehrkurse - Auswertung der Tempest-Umfrage"
          von Hans Peter Röntgen
      Frag die Expertin für Literaturagenturen
          (Petra Hermanns)
      Frag die Expertin für Fantasy
          (Stefanie Bense)
      Frag die Experten für Kinderbücher
          (Kopietz & Sommer)
      Frag die Expertin für Schreibgruppen
          (Ute Hacker)
      Frag den Experten für Lyrik
          (Titus Müller)
      Frag den Experten für Verlagswesen
          (Bjørn Jagnow)
      Veranstaltungen
      Ausschreibungen
      Publikationsmöglichkeiten
      Seminare
      Impressum

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Kleinanzeigen in "The Tempest"
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(Die Redaktion behält sich vor, Anzeigen zu kürzen oder Anzeigen, die 
gegen Rechte Dritter, das Urheberrecht oder Jugendschutzbestimmungen 
verstoßen, abzulehnen.)

Private Anzeigen kosten bis zu fünf Zeilen 3 DM pro Zeile. Jede weite-
re Zeile kostet 2 DM.

Anzeigen von nicht kommerziellen Literatur-Organisationen etc. sind 
kostenlos (max. 5 Zeilen á 60 Zeichen).

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Anzeigenschaltung unter werbung at autorenforum punkt de.

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INSERATE:
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STRANGE DAYS IN HAMBURG
 
Wortkarge Killer. Falsche Freunde. Seltsame
Bullen. Coole Frauen. Liebe, Mord und Totschlag.
 
Der Krimi im Internet unter
http://www.hamburg-krimi.de

__________

Warum sollten Sie mein Buch, STATT VOR VERSCHLOSSENEN TÜREN betitelt, 
unbedingt kaufen? Nicht deshalb, weil es sich vielleicht um ein Kult-
buch handelt, sondern aus ganz anderen Gründen. "Ein psychosoziales 
Entkrampfungs-Training" (= Untertitel) würde sowohl Ihrem Kontaktver-
mögen als auch Ihrer Gesundheit sehr zugute kommen! Beide sind gegen-
wärtig infolge von Verkrampfung und einer Absonderungsneigung in 
höchsten Maß gefährdet. Umfang: 256 Seiten, Ladenpreis: 39,80 DM 
(20,35 Euro). Beziehbar ist das Buch über das Internet 
(http://www.BoD.de) oder durch den Buchhandel (ISBN 3-8311-1526-5).

__________

"Könnte ein Standardwerk werden." - Tempest 3-7, Juli 2001

"Äußerst kurzweilig und erfreulich klar. Ein Buch [...], das zum Le-
sen, Nachschlagen und Schmökern verführt." - Bernhard Horwartitsch

Titus Müller (Hrsg.): Gedichte schreiben und veröffentlichen, 152 Sei-
ten, 24,80 DM, jetzt bestellen unter http://www.federwelt.de!

__________

Für alle, die schreiben und veröffentlichen: http://www.AutorInnen.de

__________
Es weihnachtet sehr ... Beim ersten Schnee oder ab dem 1.12. öffnet 
das WinterWeihnachtsWunderland seine Pforten und der schon be-
rühmt-berüchtigte *g* CyberZauber XMAS-Schreibwettbewerb findet wieder 
statt! Schaut einfach mal rein!
http://www.winterweihnachtswunderland.de/


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SCHREIB-KICK:
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                                  (mailto:redaktion at autorenforum punkt de)


Unser Schreib-Kick für den November, diesmal von Werner Boder:

Ein Tipp, den ich in Ludwig Reiners’ Stilfibel fand: Such dir einen 
Prosa-Fabeldichter, sei nicht bescheiden, wähle zum Beispiel Lessing. 
Lies eine seiner Fabeln einmal, zweimal, merke dir die Story und die 
Lehre, die man ziehen soll - und dann schreibe am nächsten Tag die Fa-
bel noch einmal. So gut du es kannst. Dann vergleiche und siehe da: 
Deine Fassung ist doppel so lang und halb so klar - oder aber besser. 
So oder so hast du etwas gelernt.


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NEWS:
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                                  (mailto:redaktion at autorenforum punkt de)


WRITING Business, das Fachmedium für professionelles Schreiben, sam-
melt und veröffentlicht seit kurzem Autorenporträts. Sowohl der Ein-
trag als auch das Betrachten sind kostenlos. Die Porträts bieten sich 
als Nachschlagewerk an: zum Suchen nach geeigneten Autoren für ein 
Projekt ebenso wie für das Herausfinden einer aktuellen Kontaktmög-
lichkeit. Außerdem kann das Porträt als Ersatz für eine eigene Website 
oder als Ergänzung der E-Mail-Signatur verwendet werden.

Bjørn Jagnow hofft auf rege Beteiligung, denn je mehr Autoren mitma-
chen, umso mehr werden die Porträts genutzt. 
http://www.writingbusiness.de/


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MARKETINGIDEEN:
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                                  (mailto:redaktion at autorenforum punkt de)

+++++++++++++
Willi Westrup
+++++++++++++
eine neue "alte" idee von mir ist die postkarte mit cover und klappen-
text, die auf der rückseite ein bestellfeld hat und portofrei ver-
schickt werden kann (gebühr zahlt empfänger). einfacher und bequemer 
kann man es, glaub ich, nicht machen. die karten eignen sich zum able-
gen in büchereien, cafés etc. ich habe noch nie nachporto zahlen müs-
sen. entweder sieht meine werbepostkarte so professionell aus, oder 
die post ist immer noch schlampig genug. eine vorstellung davon gibt’s 
auf meinen seiten: http://www.tikishop.de/druck/werbekarten.htm. die 
karten lassen sich mit ein bißchen typografie auch leicht selbst her-
stellen.


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SCHREIBKURS:
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                                  (mailto:redaktion at autorenforum punkt de)

           "140 Beispiele, seinen Text zu straffen" - Teil 2
                          von Andreas Gruber

          Unnötige Ort-Ergänzungen

Sind Details unwichtig, müssen sie gestrichen werden. Der Leser kennt 
sich aus, selbst wenn man ihm nicht genau erklärt, wo etwas passiert 
oder sich befindet. Die Phantasie des Lesers ergänzt von selbst die 
fehlenden Details. Hier die nächsten zehn Beispiele:

....................
Ich trat (auf dem weichen Teppich) in den Turnschuhen von einem Bein 
auf das andere.
Sie würde ihm geradewegs die Augen aus(dem Gesicht)kratzen.
Sie stieß zischend die Luft aus (den Lungen).
Die Faust stoppte (eine Handbreit) vor meiner Nase.
Er lehnte sich (im Sitz) zurück.
Er spritzte sich regelmäßig eine Infusion (in den Körper).
Er griff (in die Innentasche seines Sakkos) nach der Geldbörse.
Er deutete mit einem Kopfnicken (über die Schulter) zu dem freien 
Tisch.
Er fühlte das kalte Metall (zwischen den Fingern) und betrachtete den 
Abzug der Pistole.
Er drängte sich (zwischen den Menschen) zur Theke hindurch.
....................


          Eindampfen unnötiger Wendungen

Auch unnötig, ausführlich zu erwähnen, wohin etwas gehört oder woher 
etwas stammt. Hier nur vier Beispiele:

....................
(Die Lampe an der Decke) Die Deckenlampe surrte.
(Die Unterlage auf dem Schreibtisch) Die Schreibtischunterlage war 
(mit den Flecken vom Kaffee) mit Kaffeeflecken übersät.
Sie knöpfte (die blaue Bluse ihrer Uniform) die blaue Uniformbluse zu.
Sie versteckten sich (in einer Kammer des Dachbodens) in einer Dachbo-
denkammer.
....................


          Unnötige Art-Ergänzungen

Der Leser kennt sich aus, selbst wenn ihm nicht erklärt wird, womit 
etwas gemacht wird. Hier die nächsten zwölf Beispiele:

....................
Sie zählte die Gründe an den Fingern (ihrer Hand) auf.
Ich trat auf dem weichen Teppich (in den Turnschuhen) von einem Bein 
auf das andere.
Er wedelte mit einer Bestätigung von der Firmenleitung (in der Hand) 
herum.
Er lehnte (mit dem Rücken) am Tresen.
Er rutschte (mit dem Stuhl) ein Stück vom Tisch zurück.
Er tippte (mit den Fingern) in die Tastatur. Sie streichelte (mit den 
Fingern) seine Wange.
Er stützte sich (mit den Handflächen) auf den Knien ab. Er wischte 
sich (mit der Handfläche) über die Stirn.
Er pochte (mit den Knöcheln) gegen die Tür.
Er stieß ihren Arm (mit der Hand) weg. Er griff (mit der Hand) nach 
der Geldbörse. Einige Männer schlugen ihm anerkennend (mit der Hand) 
auf die Schulter.
Er schob die Tür (mit der Schuhspitze) auf.
Er fixierte mich (mit zusammengekniffenen Augen).
....................


          Unnötige Zeit-Ergänzungen

Der Leser kennt sich auch dann aus, wenn ihm die zeitliche Abfolge des 
Textes nicht bis ins letzte Detail erklärt wird. Meist genügt es, die 
Füllwörter wegzulassen. Hier die nächsten acht Beispiele:

....................
(Dann hob) er (seine Hand und) schnippte mit den Fingern.
Er blickte auf, (dann) ließ (er) die Karte in der Tasche des Sakkos 
verschwinden(,) und (anschließend) betrachtete (er) sich im Spiegel.
Er fühlte sich von den Zwängen seines (bisherigen) Lebens befreit. Un-
sere exakte Position konnten wir (bisher) noch nicht bestimmen.
Er informierte mich über unsere (derzeitige) Situation.
Die Uni war vorüber, und in den Sommerferien trieb es ihn (immer) auf 
seinem Fahrrad an den See.
Bei ihrer (momentanen) Geschwindigkeit würden sie das Auto bald einge-
holt haben.
Die Pforte hatte sich bisher nur (für wenige Augenblicke) einen Spalt-
breit geöffnet. Sein Herzschlag setzte (für einen Augenblick) aus.
....................


          Unnötige Erwähnung des Namens

Es klingt steif und erschwert das Lesen, wenn die Namen der Hauptper-
sonen immer wieder genannt werden. Gerade bei Dialogen zwischen Mann 
und Frau ist das unnötig. Meist genügt ein "er" oder "sie". Hier die 
nächsten fünf Beispiele:

....................
"Auf keinen Fall!", antwortete sie (Maria) auf seine (Karls) Frage.
Der Wind zerzauste sein (Edgars) Haar, und sein Blick schweifte über 
die gekräuselte Oberfläche des Sees.
Sein (Rutgers) Rücken war schweißnass.
"Wir nehmen Kontakt auf", schlug sie (Myra) ihm (Commander Beer) vor.
Im gleichen Augenblick hörte er (Philipp) das Dröhnen der Autos.
....................


          Unnötige Dialog-Ergänzungen

Es ist wohl richtig, man muss Wortwiederholungen vermeiden und am 
Wortschatz arbeiten. Aber wenn der schüchterne Protagonist ständig nu-
schelt, murmelt, flüstert und stammelt, ist das zu viel des Guten. 
Wenn der zornige Protagonist ständig schreit, knurrt, bellt, raunt, 
grölt, brummt und schnaubt, ist das nicht weniger übertrieben. Genauso 
falsch ist es, die attraktive Protagonistin ständig hauchen, wispern, 
säuseln oder flöten zu lassen. 

Als Autor neigt man dazu, die Personen durch ihre Art des Sprechens 
und nicht durch das Gesagte zu charakterisieren. Dieses äußerliche 
Mittel wirkt bald grob und oberflächlich. Besser wäre es, die Personen 
durch die Wahl ihrer Worte und den Satzbau zu beschreiben. Dabei kann 
man die Art des Sprechens vernachlässigen und die Personen stattdessen 
- in einem eigenen Satz - handeln lassen. Hier die nächsten zehn Bei-
spiele:

....................
"Du versuchst wohl witzig zu sein?", (antwortete) sie (schlagfertig 
und) stemmte die Fäuste in die Hüften.
"Jawohl!", (bestätigte) er (und) nickte.
"Yahooo!", (brüllte) Erik (und) lachte schrill.
"Schau mal!", (brummte) er (schließlich und) deutete auf den Monitor.
Die Frau lächelte höflich (und flüsterte): "Das war schön. Vielen 
Dank."
"Komm doch näher!", (forderte) sie (mich auf und) winkte mit dem Fin-
ger.
"Spielst du heute gar nichts?", (fragte) sie (und) ließ sich neben ihm 
ins Gras sinken.
"Du wirst jetzt sterben!", (johlte) er ( siegessicher und) deutete zu 
den bewaffneten Wächtern.
"Du willst mich nie mehr wieder sehen?", (rief) er (und) setzte eine 
Trotzmiene auf.
"Kann ich ihn endlich sprechen!", (verlangte) er (und) trommelte mit 
den Fingern auf dem Pult.
....................

Auch innere Monologe können gestrafft werden. Hier fünf Beispiele:

....................
Hau endlich ab!, (dachte) Kurt (und) trat von einem Bein aufs andere 
und schielte zu seinem Widersacher.
Angeber!, (dachte) Sabine (und) verdrehte die Augen.
Miese Ratte!, (fluchte) Erwin (in Gedanken und) ballte die Hände zu 
Fäusten.
Soll ich ihm die Meinung sagen?, (grübelte) Günter (und) verschränkte 
die Arme vor der Brust.
Eigentlich hätte ich Zeit!, (überlegte) Katrin (und) knabberte am Fin-
gernagel.
....................


          Unnötige besitzanzeigende Fürworter

Es ist nicht notwendig, ständig zu betonen, wem etwas gehört. Dadurch 
wird der Lesefluss unterbrochen. Hier nur fünf Beispiele:

....................
Sie stützte das (ihr) Kinn auf die Hände.
Sie reckte den (ihren) Kopf der Sonne entgegen.
Edgar warf das (sein) Klapprad in die Wiese.
Er legte die (seine) Finger auf die Saiten der Gitarre und spielte.
Er sprang aus dem (seinem) Sitz.
....................


          Unnötige Nebensätze mit "dass"

Der Stil wird flüssiger, wenn Nebensätze durch Hauptsätze ersetzt wer-
den. Hier nur zwei Beispiele:

....................
(Wir dachten, dass wir als Helden zurückkommen.) Wir dachten, wir wür-
den als Helden zurückkommen.
(Er meinte, dass der Commander nur eine Gelegenheit abwarten würde, um 
das Kommando zu übernehmen.) Er meinte, der Commander würde nur eine 
Gelegenheit abwarten, um das Kommando zu übernehmen.
....................

Abschließen möchte ich mit einem Aphorismus des Hörspiel- und Bühnen-
stück-Autors Hans Kasper: "Die Kunst, verständlich zu schreiben, ist 
die Höflichkeit des Genies."

Ich wünsche viel Vergnügen beim Überarbeiten.

                    **~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~**

Andreas Gruber, Jahrgang 68, lebt südlich von Wien und arbeitet halb-
tags im Büro eines Mittelbetriebs. Sein 2000 erschienener Kurzge-
schichtenband "Der fünfte Erzengel", 9 Horror-Stories, Edition Medu-
senblut, wurde für den Deutschen Phantastik-Preis nominiert. Soeben im 
Shayol-Verlag erschienen: "Die letzte Fahrt der Enora Time", 7 SF-
Erzählungen. Weitere Infos unter: 
http://www.myworld.privateweb.at/gruber.


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BUCHBESPRECHUNG:
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                                  (mailto:redaktion at autorenforum punkt de)

                "Sprechertraining" von Michael Rossié
                     besprochen von Gabi Neumayer

Wer schreibt, steht über kurz oder lang auch vor der Situation, die 
eigenen Texte zu lesen - vorzulesen. Doch wer gut schreibt, kann noch 
lange nicht gut vortragen; das beweisen auch hochkarätige AutorInnen 
immer wieder.

So vorzutragen, dass die ZuhörerInnen interessiert dabei bleiben, 
statt unruhig auf ihrem Stuhl hin und her zu rutschen oder gar schnar-
chend auszusteigen, setzt aber glücklicherweise kein angeborenes Ta-
lent voraus. Ebenso wie beim Schreiben gibt es auch beim Vortragen ei-
niges an Handwerk. Und genau das vermittelt Rossié in seinem Buch.

Es gliedert sich in ein Lernprogramm, ein Kapitel zur Sprechtechnik 
und ein Übungsprogramm. Ein kleines Kapitel mit Tipps für Sprecher-
castings und Demobänder rundet das Praxisbuch ab.

Schritt für Schritt, an zahlreichen Beispielen und Übungen - die eige-
nen Lösungsversuche kann man anhand der beigelegten CD überprüfen - 
zeigt der Autor, worauf es beim Sprechen ankommt. Hier nur einige 
Stichworte:
- Welche Bedeutung haben Betonungen und Pausen? Wo sollte man sie ein-
setzen - wo nicht?
- Ein Text wird beim Lesen nicht nach Satzzeichen gegliedert, sondern 
nach Gedankeneinheiten.
- Welche Sprechzeichen braucht man, und wie setzt man sie wirkungsvoll 
ein?
- Wie variiert man Tempo, Lautstärke, Melodie, Stimmlage, Rhythmus und 
Stimmfarbe, um einen Unterhaltungstext lebendig zu machen?
- Wie vermittelt man mit der Stimme Ironie?
- Wie hält man in einem Dialog die verschiedenen SprecherInnen ausein-
ander?

Rossié hält außerdem Tipps für alle möglichen sprecherischen Heraus-
forderungen bereit - ob man nun einen Witz möglichst gut vortragen 
möchte oder bei Zahlen ins Schleudern kommt.

Im zweiten Teil, Sprechtechnik, geht es ums Atmen, um Artikulation, 
Mimik und Gestik, Versprecher, Lampenfieber. Wer Sprachprobleme hat 
oder Stimmstörungen, findet hier ebenfalls hilfreiche Hinweise. Das 
Übungsprogramm schließlich bietet die Möglichkeit, das Gelernte auszu-
probieren und anzuwenden. Dabei gibt der Autor immer wieder Tipps, so 
dass man beim Trainieren nie allein gelassen wird.

Wie in der Reihe "Journalistische Praxis" von List üblich, ist auch 
dieses Buch übersichtlich und gut strukturiert. Darüber hinaus ist es 
didaktisch hervorragend aufgebaut, und Kästchen mit Merksätzen bieten 
für alle Kapitel Zusammenfassungen.

Dieses großartige Buch und Trainingsprogramm kann jeden zu einem  bes-
seren Sprecher machen - wenn man denn einige zentrale Techniken übt 
und anwendet, die hier genau erklärt werden. Für alle AutorInnen, die 
öffentlich lesen, ein Muss!


Michael Rossié: "Sprechertraining. Texte präsentieren in Radio, Fern-
sehen und vor Publikum", Buch und CD, 2000, 270 Seiten, 44 DM, List

                    **~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~**

Aktuelle Veröffentlichungen: der Kurzkrimi "Mein Heim ist meine Burg" 
in: "Teuflische Nachbarn", Scherz Verlag; "Marketing für AutorInnen" 
in: "Handbuch für Autorinnen und Autoren", Uschtrin Verlag. Im Früh-
jahr erscheint das Bilderbuch "Viele Grüße, dein Löwe" bei Baumhaus. 
Mehr Infos und viele Schreibtipps auf meiner Homepage: 
http://www.gabineumayer.de.


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ERFAHRUNGSBERICHT:
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                                  (mailto:redaktion at autorenforum punkt de)


      "Von Tankwarten, Dr. Media und der verlorenen Menschheit -
                  Live-Erfahrungen beim SF-Kabarett"
                        von Thomas Kohlschmidt

 
Als Autoren haben wir oft das Problem, dass wir unsere Zielgruppe 
nicht genau kennen. Für wen schreiben wir eigentlich unsere Geschich-
ten und Artikel?  Für uns selbst? Für den Lektor? Für Kritiker? Oder 
für "die Leser"?

Falls man – wie ich – trotz aller persönlichen Gründe und Taktiken ge-
genüber Verlagen vorrangig die letzten Variante der Beweggründe ver-
tritt und Schreiben als "Service" zur Unterhaltung und Anregung ver-
steht, dann ist man zunächst ziemlich ratlos. Wer zum Teufel sind "die 
Leser"? Was sind das für Menschen, die unsere Zeilen später einmal le-
sen, und was mögen sie, was nicht? Sind sie alle verschieden, oder 
gibt es da reale Erwartungsmuster? Wie bekomme ich das als Autor her-
aus? Ganz klar: "Die Wahrheit ist irgendwo dort draußen!"

Meine Freunde Bernd Timm, Klaus Wittmack und ich organisieren in Ham-
burg das monatliche Fantastik-Treffen. Das ist ein Stammtisch im Club-
raum eines China-Restaurants, zu dem etwa dreißig bis vierzig "Fans 
fremder Welten" kommen -  mal mehr, mal weniger. Dort wird gut geges-
sen, geklönt und über Bücher, TV-Serien und Kinofilme geredet. Manch-
mal tauscht man sich auch aus über eigene Projekte, denn hier finden 
wir Maler, Kostüm- und Modellbauer, Gedichte- und auch Geschichten-
schreiber. Oder eben einfach Szenegänger. Dabei sind die Fans typische 
Fans: Sie kennen fast alles aus dem Genre, sind Liebhaber des Ganzen 
und oberkritisch. Das ideale Testpublikum also!


          Der Publikumstest

So kamen Bernd und ich vor anderthalb Jahren auf die Idee, hier vor 
Ort einmal live Texte von uns zu verlesen. Das sollte zum einen unser 
Treffen auflockern und bereichern, zum anderen uns Rückmeldung darüber 
verschaffen, wie unsere Elaborate ankommen. Im stillen Kämmerchen 
schreiben ist ja schön und gut, aber sind unsere Witze wirklich wit-
zig? Ist unsere Spannung wirklich schweißtreibend? Und ist der Cliff-
hanger gut gewählt? Sind die Texte zu lang, zu kurz? Sind die Figuren 
gut oder nur holzschnitthaft getroffen? Klar, wir hatten dazu unser 
Selbstbild, aber stimmte das auch?

Viele von uns Autoren schreiben seit Jahren für Fanzines, für Online-
Projekte usw., aber die Rückmeldungen sind da doch eher spärlich. Eine 
bessere Methode, konstruktive Kritik zu bekommen, ist es da schon, 
wenn wir Mitglied in Autorenrunden werden und Geschichten zum Kriti-
sieren tauschen. Da lesen und bewerten kompetente Leute - in der Regel 
selbst Autoren - unsere Werke, und wir bekommen wertvolle Anregungen, 
Stil, Technik und Ausdruck zu verbessern.

Was aber ist mit "einfachen" Lesern? Dem "un-vorgebildeten" Publikum? 
Sehen diese Menschen filigrane Satzbauten mit denselben Augen wie Au-
toren, die sich aufgrund ihrer Liebe zum Wort an raffiniert formulier-
ten Sinn-Kathedralen berauschen können und diese dann loben? Wirken im 
allgemeinen Publikum flotzige Zoten vielleicht viel besser als im Li-
teraturzirkel, wo man dir mit rotem Stift deine "Gossensprache" aus-
treiben will? 

Das waren die Fragen, die uns immer mehr beschäftigten. Wir beschlos-
sen also, aus der Schnapsidee in Bierlaune ernüchternden Ernst zu ma-
chen. Wir würden Texte trotz Lampenfieber und einsetzendem Selbstzwei-
fel live vortragen!

Jetzt sind wir anderthalb Jahre weiter und um einige Erfahrungen rei-
cher. In der Zwischenzeit haben wir die zwölfteilige SF-Parodie "Raum-
schiff Bermuda: Die Abenteuer des Captain Maxwell – Auf der Suche nach 
der verlorenen Menschheit" aufgeführt, mehrere Folgen unserer Under-
dog-Serie "Dankwart, der Tankwart" zum Besten gegeben und ganz neu mit 
Comedy-Sketchen unter dem Titel "Dr. Media, der Unvermeidliche" begon-
nen. Das Schönste dabei: Unser Publikum ist immer noch da und nicht 
geflüchtet! Das Zweitbeste: Wir haben bis heute so viele Fehler ge-
macht, dass wir unablässig lernen konnten. 


          Die wichtigsten Erkenntnisse

Anfangs wollten wir auf Nummer sicher gehen und haben kleine Texthäpp-
chen gereicht, indem wir etwa fünfzehn Minuten lange Texte vom Papier 
weg verlesen haben. Diese Texte waren meistens Erzählungen ohne Dialo-
ge, um gerafft viel Handlung unterzubringen. Wir brachten sehr viele 
Fakten (Namen, Raumschiff-Bezeichnungen, Planetensysteme, Völker, 
technische Begriffe etc.). Das wirkte, trotz mancher Insiderjokes und 
Anspielungen auf zum Beispiel "Star Trek", "2001 - Odyssee im Welt-
raum", "Star Wars" und "Perry Rhodan" doch sehr ermüdend: Das Publikum 
schaltete oft schon nach fünf Minuten ab, und einige Leute begannen 
sich leise zu unterhalten. Also überlegten wir uns, das Ganze in kür-
zere Szenen-Schlaglichter zu zerlegen und immer zwei Personen Dialoge 
vorlesen zu lassen. 

Das war schon besser, aber die einzelnen Sprechparts waren oft noch zu 
lang und kompliziert. Wir kürzten. Auch waren Konflikte dem Publikum 
oft nicht deutlich genug gemacht worden. Wo stand jede Person? Worum 
ging es?

So waren wir gezwungen, die Sätze noch geschliffener, kürzer, prägnan-
ter zu setzen und immer zwei Figuren auch wirklich in starkem Konflikt 
gegeneinander antreten zu lassen. Nur so entstand offenbar Spannung. 
Wenn Captain Maxwell mit Lieutenant Ludmilla Candelloni sprach und 
beide schwärmten von der Schönheit des Weltraums, dann sackten die Zu-
hörer zusammen. Wenn sich Maxwell aber mit der Candelloni über Waffen-
technik stritt, dann war man allgemein wieder voll dabei!

Die Zuschauer wollten scharf gezeichnete Sequenzen, die trotzdem noch 
Eleganz und Überraschungen aufwiesen. (Einmal waren wir zu banal ge-
worden, zu klischeehaft, da gab es auch nur "Daumen nach unten", 
seufz.) Offenbar ging es um eine richtige Mischung, eine Balance zwi-
schen Rasanz und Sinn. Nicht einfach ...


          Action!

Im Laufe der Episoden zeigte es sich, dass die Wirkung durch mehr 
"Stimmungsmache" verstärkt werden konnte: Kostüme, Gegenstände, Akzen-
te in der Sprache, Effekte. Wir bauten nun "Action" ein. Zum Beispiel 
erschien in einer Folge der Fiesling "Der Schatten" unvermutet mit To-
tenschädelmaske und Lasergewehr und lieferte sich mit Captain Maxwell 
einen aktiven Kampf, denn dieser schoss mit einer Wasserpistole zu-
rück. Später gab es Lichteffekte, Sound aus einer Fussballtröte usw.

Die Lesung mutierte in Richtung Theater, und je mehr sie das tat, umso 
erfolgreicher wurde der Auftritt. Zwar bot der Text immer den Rahmen 
und über Dialoge das Gerüst für die jeweilige Episode, aber Bewegungs-
abläufe und Personen-Choreographie taten ihr Übriges.

Das hatte interessanterweise direkte Rückwirkungen auf die Art des 
Schreibens und die Inhalte: Wir überlegten schon beim Verfassen der 
nächsten Folge, wie wir Dialoge und Dramaturgien so setzen konnten, 
dass gut getimte Effekte zur Geltung kamen. Die Sketche wurden auch 
sprachlich interessanter, weil es nun nicht mehr um einen einheitli-
chen Fließtext ging, sondern um kleine Zubringer zu Highlights. - 
Pointen, Gesten und Effekte wurden also wie Rosinen in den Kuchen hin-
eingestreut.


          Der Schritt zum Theater

Inzwischen machen außer Bernd und mir auch einige Besucher des Dinners 
aktiv mit, und wir schreiben Rollen für sie. Die Dynamik nimmt dabei 
sofort zu und auch der Spaß. Aber eben auch die Mühsal, textlich noch 
alles zusammenzuhalten, einen übergeordneten Sinn zu finden und nicht 
nur in Einzel-Jokes zu zerfallen. Nicht, dass wir nachher nur noch Ro-
sinen und gar keinen Kuchen mehr haben ...

"Okay", mag nun manch einer von euch sagen, "das ist nun also Schrei-
ben fürs Theater geworden. Angefangen habt ihr mit etwas anderem: dem 
Schreiben von Lesetexten, die ihr lediglich live verlesen habt. Man 
kann doch nun Äpfel nicht mit Birnen vergleichen! Klar kommen Theater-
stückchen live besser an als nur Text, weil hier auch Bewegung, Ak-
kustik  und Optik wirken!"

Das stimmt! Dennoch haben solche "Theater-Erfahrungen" auch für die 
Erstellung reiner Lesetexte ihren Nutzen: Wir haben zum Beispiel ge-
merkt, dass Sketche-Schreiben einen dafür sensibler macht, Rhythmus in 
Texte zu bringen und Dialoge kernig zu machen. Außerdem stelle ich mir 
nun auch beim Schreiben von Lesetexten immer vor, wie man diese Szene 
spielen müsste, damit sie gut aussieht. Diese Bilderfolge im Kopf be-
schreibe ich dann wieder. Meine Vorstellungswelt ist optischer gewor-
den und vom reinen Wort abgerückt. Manchmal fühle ich nun regelrecht 
eine Bewegung, die mein Held im Text gerade macht, so als würde ich 
sie vor Publikum aufführen. Das macht alles plastischer!

Und: Durch das live unternommene Herumexperimentieren mit Sprache, Ak-
zenten, typenbedingten Besonderheiten und Mimiken ist uns die Bedeu-
tung guter Charakterzeichnung in Fleisch und Blut übergegangen. Wir 
haben zudem gemerkt, an welchem Punkt Sprache zu kompliziert wird. 


          Fazit

Gewaltige Wortgebäude kommen selten gut an, auch wenn die Literaten-
szene gerade so etwas fördert. Hier muss man sich als Autor wohl opti-
mal einzurichten versuchen zwischen den Extremen verstiegener Sinn-
Kunst und trivialer Reizmuster für den Augenblick. 

Wie ein guter Koch es tut, so muss auch ein Autor Zutaten mischen, 
verbinden, Basis mit Gewürzen abschmecken und immer seine Töpfe und 
den Herd im Auge behalten. Und natürlich nachher auf seinen Gast hö-
ren: Hat es geschmeckt?

Wir werden bestimmt mit unseren Kabarettstückchen weitermachen und 
noch viele Fehler dabei fabrizieren. Unserem Publikum sind wir sehr 
dankbar dafür, dass es uns lernen lässt, es noch besser zu erreichen.

Und das ist auch unser Tipp an alle Autoren: Sucht die Menschen auf! 
Ob nun auf Dinnern, auf Poetry-Slams und bei Comedy-Wettbewerben, in 
Form von Lesungen oder indem ihr öfter Mal auf Kindergeburtstagen den 
Märchenerzähler gebt: All das macht das Schreiben garantiert lebendi-
ger und lebensechter. Schließlich hat so vor Zeiten ja auch alles an-
gefangen. Lange bevor es Schrift gab und gelesen wurde, zogen Ge-
schichtenerzähler umher und sprachen von Angesicht zu Angesicht mit 
den Leuten auf den Marktplätzen und Höfen. Das können wir heute wieder 
entdecken und werden wieder zu richtigen Köchen - nicht nur zu reinen 
Kochbuchschreibern.

                    **~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~**

Thomas Kohlschmidt, Diplom-Betriebswirt, ist seit 15 Jahren im deut-
schen Fantastik-Fandom aktiv: Zine-Redakteur, Selbstverlag, Organisa-
tor von Fantastik-Treffen, Hörspiel, SF-Kabarett, Mitglied in diversen 
Clubs und Projekten (z. B. Leiter der ÄON-Lokalredaktion Hamburg, Fan-
dom-Experte bei autorenforum.de). Er ist Verfasser von Genre-Storys 
und Artikeln und Mitbegründer/-betreiber der Fantastiksite 
http://www.WARP-online.de.


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ERFAHRUNGSBERICHT:
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                                  (mailto:redaktion at autorenforum punkt de)


                   "Der lange Weg zum eigenen Buch"
                          von Michael Romahn

Als ich vor gut sechs Jahren beschloss, mich intensiv mit dem Schrei-
ben zu befassen, tat ich dies mit einer grenzenlosen Euphorie, die ich 
rückblickend als ziemlich blauäugig, wenn nicht sogar naiv bezeichnen 
möchte. Ich glaubte damals tatsächlich, dass es nur eine Frage der 
Zeit sei, bis mein Stern am Literaturhimmel aufgehen würde. Ich 
schrieb also munter drauf los, Zeile für Zeile, bis ein 200-Seiten-
Manuskript, fünffach kopiert und versandfertig, vor mir lag. Erwar-
tungsvoll sah ich Tag für Tag in den Briefkasten, und nach knapp drei 
Monaten hatte ich all meine Manuskripte wieder. Einen Standardbrief 
mit kunstvollen Sätzen wie "... doch leider lässt sich Ihr Werk nicht 
in unsere Programmstruktur einfügen" oder "... passt leider nicht in 
das Programmkonzept der nächsten Jahre" gab es gratis dazu. Da nützt 
es für die eigene Psyche wenig, dass diese Absagen selbstverständlich 
kein Werturteil darstellen, was bei der Vielzahl von unverlangt einge-
sendeten Manuskripte ja ohnehin nicht möglich ist. Jeder, dem das 
Gleiche schon einmal widerfahren ist, kann nachvollziehen, wie frust-
riert ich war. Aber meine Enttäuschung legte sich schnell, und ich be-
gann unverzüglich, an meinem zweiten Meisterwerk zu schreiben. Doch 
das Resultat blieb das Gleiche. Eine Absage jagte die nächste. 


          Das Fernstudium

Langsam spürte ich, dass ich einen anderen Weg gehen musste. So schwer 
es mir auch fiel, ich musste mir eingestehen, dass ich nicht die lei-
seste Ahnung hatte, wie man, um mit James N. Frey zu sprechen, einen 
"verdammt guten Roman" schreibt. Ab sofort las ich nicht nur seine Bü-
cher, sondern verschlang alles, was mir die Kunst des Schreibens näher 
bringen könnte. Schließlich begann ich ein Fernstudium für Belletris-
tik an der Axel Andersson Akademie in Hamburg. In den folgenden zwei 
Jahren lernte ich, wie man einen Plot entwickelt, den Figuren Leben 
einhaucht, wie man die Leser an seine Geschichte fesselt und Ausdruck 
und Stil verbessert. Es gibt Menschen, denen das Talent in die Wiege 
gelegt worden ist. Sie setzen sich an den Schreibtisch, nehmen einen 
Stift in die Hand und bringen eine wunderschöne Geschichte zu Papier. 
Andere hingegen, zu denen ich mich auch zähle, müssen sich vieles hart 
erarbeiten. Ich habe mir angewöhnt, so schwer es auch manchmal fällt, 
täglich zu schreiben: Gedanken, die mir in den Sinn kommen, ein Ereig-
nis des Tages oder auch nur Bruchstücke eines Dialogs. Learning by 
doing, auch wenn es nur ein paar Minuten am Tag sind.      


          Der erste Wettbewerb

Durch Zufall las ich 1999 vom "Großen Romanpreis" des Bertelsmann-
Verlages. Ich schrieb das Manuskript, das ich während meines Fernstu-
diums begonnen hatte, zu Ende und schickte es an den Verlag. Ich 
glaubte an meine Chance, weil bei einem Wettbewerb (im Gegensatz zu 
unverlangt eingesandten Manuskripten) jeder Beitrag zumindest angele-
sen wird. Trotzdem hörte ich fast ein Jahr nichts, und dann, wie aus 
heiterem Himmel, erreichte mich ein Brief, dass mein Manuskript in die 
engere Wahl gekommen sei. Aber entschieden war immer noch nichts. Erst 
nach einem weiteren Vierteljahr hatte eine unabhängige Jury mein Manu-
skript auf Platz 4 von mehr als 800 Einsendungen gesetzt. Jetzt, im 
Spätsommer 2001, also mehr als zwei Jahre später, halte ich mein ers-
tes, noch druckfrisches Buch, "Am Ufer der Großen Seen", endlich in 
den Händen. Es ist vollbracht. 


          Wie geht es weiter?

Auch wenn es sich wie eine abgedroschene Phrase anhört, möchte ich 
Folgendes nicht unerwähnt lassen. Zu keinem Zeitpunkt kam es mir in 
den Sinn, mein Glück bei einem Druckkostenzuschuss-Verlag zu versu-
chen. Ich war immer davon überzeugt, dass es mir eines Tages gelingen 
würde, einen Verlag von meinem Manuskript zu überzeugen. Wenn nicht 
jetzt, dann in einem oder vielleicht zwei Jahren, aber irgendwann ganz 
bestimmt. Wahrscheinlich wird der eine oder andere denken: Der hat gut 
reden, der hat es geschafft. Ich habe mein erstes Buch veröffentlicht, 
nicht mehr und nicht weniger. Wenn es sich in einen Ladenhüter verwan-
delt und das zweite Manuskript keine Klasse besitzt, ist der Traum 
schneller vorbei, als man denkt.

Noch eines zum Schluss: Es gehört neben einem ausdrucksstarken Manu-
skript natürlich sehr viel Glück dazu, einen Verlag, bzw. Lektor zu 
finden, der die Geschichte genau so versteht wie man selbst. Das gilt 
erst recht für Neueinsteiger. Der eine oder andere mag auch so zum Er-
folg kommen, aber für mich persönlich sind Literaturwettbewerbe der 
bessere Weg, um auf sich aufmerksam zu machen. Neben meinem Roman wer-
den bis Ende des Jahres noch drei meiner Kurzgeschichten in Antholo-
gien veröffentlicht. Es waren alles Beiträge, mit denen ich an Aus-
schreibungen teilgenommen hatte.

                    **~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~**

Michael Romahn, 42, Technischer Redakteur, verheiratet, eine Tochter, 
Fernstudium an der Axel Andersson Akademie, erste Roman-Veröffentli-
chung: "Am Ufer der Großen Seen", Bertelsmann-Verlag, 2001, 320 Sei-
ten, 16,90 DM, zu beziehen unter http://www.derclub.de, weitere In-
fos: http://www.derclub.de/info/romahn.


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UMFRAGE:
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                                  (mailto:redaktion at autorenforum punkt de)


           "Fernlehrkurse - Auswertung der Tempest-Umfrage"
                        von Hans Peter Röntgen

Vor einem Jahrzehnt, am Anfang meiner Schreibkarriere, habe ich mich 
für einen Fernlehrkurs angemeldet. Es war die Zeit, als es in Deutsch-
land fast keine Kurse über das Schreiben gab und erst recht keine Bü-
cher darüber.

Der Kurs war eine Enttäuschung. Das Lehrmaterial war schlecht und ver-
altet - ein generelles Problem bei Fernkursen -, die Übungen wurden so 
gut wie nie korrigiert, sondern nur benotet. Dass die Benotung immer 
gleich war (2), machte die Sache auch nicht besser.

In den USA fand ich im Urlaub Bücher über das Schreiben, an der VHS 
einen Kurs, und ich meldete mich aus dem Fernkurs ab. Was nicht so 
einfach war: Fernkursinstitute sind wie ein arabischer Bazar. Je un-
williger der Käufer, desto mehr senkt der Verkäufer seine Preise.

Später kam das Internet und damit E-Mail-Listen mit Textdiskussionen. 
Bald stellte sich heraus, dass ich nicht der einzige Fernkursgeschä-
digte war. So entstand die Idee, eine Fragebogenaktion über Fernkurse 
zu machen, die vom Tempest verbreitet wurde. Dreizehn Fragebogen kamen 
zurück, dreizehn Meinungen, die unterschiedlicher nicht sein könnten.

Dass die Unterlagen etwas "altfränkisch" seien, die Kurse teuer und in 
den Übungen wenig korrigiert werde, sind fast die einzigen Konstanten. 
Aber schon über das Letzte gehen die Meinungen auseinander. Die einen 
wünschen sich eine genauere Korrektur mit Vorschlägen zur Storyline, 
zum Stil, überhaupt zu allem, was einen Text verbessert. Andere emp-
fanden gerade die "milde" Korrektur als angenehm. Wer weiß, mit welch 
harten Aussagen mancher Text im Internet bedacht wird, kann das ver-
stehen. Andererseits wird ein Autor nur dann etwas lernen, wenn er auf 
Fehler hingewiesen wird.

Manche stehen ihren Erlebnissen im Fernkurs sehr kritisch gegenüber. 
Andere fanden es gut, dass es regelmäßige Übungen gab und damit den 
Druck, etwas zu schreiben. Erstaunlicherweise haben etliche der Teil-
nehmer keine anderen Erfahrungen mit Schreibseminaren, erst recht 
nicht mit Internet-Mail-Listen gemacht.

Das Interessanteste an der Fragebogenaktion waren die Bemerkungen der 
Teilnehmer zu den einzelnen Fragen. Weswegen ich hier auch meinen Kom-
mentar beenden möchte und den Ring frei gebe für diese Bemerkungen 
selbst. Lest sie, und bildet euch selbst eine Meinung.


          Was war für dich der Hauptvorteil des Kurses?

1. Motivation am Anfang
2. dranbleiben - Themen 
3. lernen, dass ich nicht für mich, sondern für LESER schreibe
4. erkennen, dass es viel Arbeit, aber nicht von "Gott" gegeben sein 
muss
5. Grundrüstzeug

Ich war gezwungen zu schreiben, auch wenn ich keine Lust dazu verspür-
te.

eine objektive Meinung eines Außenstehenden über meine Arbeit zu er-
fahren, keine nett gemeinten Belobigungen von Freunden mehr, eigene 
Zeiteinteilung, abwechslungsreiche Aufgaben

regelmäßiges Studium bei freier Zeiteinteilung

Als Vorteil sah ich ursprünglich die persönliche Betreuung und angeb-
liche Weitervermittlung an Verlage.

1. Das Lektorat meiner Texte, die Lektorin war sehr gut.
2. Das Studienmaterial gab viele Informationen.
3. Die "Hausaufgaben" führten zu einer gewissen Regelmäßigkeit, mit 
der ich schrieb.

Naja, wie bei allen Fernkursen. Man ist zeitlich flexibler.

Ich konnte schreiben, wann ich wollte. Außerdem gab es für jeden Teil 
des Kurses einen festen Ansprechpartner, der die eingesandten Texte 
korrigiert hat. Die "Lehrer" bauten im Laufe des Lehrganges ein sehr 
persönliches Verhältnis zu ihren "Schülern" auf, so dass man letzten 
Endes ziemlich frei von der Leber weg schreiben konnte.

Die Betreuung war sehr persönlich.

die Anregung und auch der Druck, etwas vorweisen zu müssen

Der einzige Vorteil war es, dass ich mich wirklich mal intensiv mit 
der Möglichkeit beschäftigte, Bücher zu schreiben.

Ich bin gehalten, jeden Monat eine Hausaufgabe/Text abzuliefern. Das 
zwingt und motiviert mich, trotz beruflicher Belastungen kontinuier-
lich zu schreiben.


          Was war für dich der Hauptnachteil des Kurses?

Irgendwann wurde mir klar, dass die Motivation, dabei zu bleiben, ein 
Hauptfaktor des "Lektors" und somit der Akademie war. Z. B. war kein 
näherer Kontakt möglich - ein Interesse für mich als Person war nicht 
vorhanden, von mir aber bei einer Betreuungszeit von 12 Monaten er-
wünscht. Erkannt habe ich das, als ich den Mut hatte, einen Text so-
wohl der Akademie als auch den 42er Autoren vorzulegen. Die Rezi der 
Akademie war sehr positiv, die der Autoren vernichtend.

die zeitliche Begrenzung, die mich zum Ende des Kurses hin enorm unter 
Druck setzte.

die hohen Kosten

Mir fehlte der unmittelbare persönliche Kontakt.

Keine nennenswerte Leistung für das viele Geld. Nichts, was man nicht 
billiger auch aus Büchern über das Schreiben hätte lernen können.  Die 
Arbeitshefte waren auch bloß eine Zusammenfassung dieser Bücher.

Keine Zusammenarbeit mit Redaktionen oder Verlagen, also keine Mög-
lichkeit, Veröffentlichungen zu erreichen. Trotz entgegengesetzter 
Werbung.

Nachteilig waren die hohen Kursgebühren, die zwar in Raten gezahlt 
werden konnten, aber in keinem Preis-Leistungsverhältnis standen.

Habe nichts Neues gelernt.

Der Lernerfolg war von meinen Willensanstrengungen abhängig. Es gab 
niemanden, der mir auf die Füße getreten ist, wenn ich mal keine Lust 
zum Schreiben hatte, weil mir z. B. das Thema nicht gefiel.

Die Antwortzeiten auf die Briefe waren recht lang (ca. ein Monat).
viel zu teuer

Ich bin mir nicht sicher, wie "kritisch" die Studienbetreuer tatsäch-
lich sind. Möglicherweise ist die Rückmeldung zu positiv. Die Arbeits-
hefte bedürfen einer "modernen" Überarbeitung.

keine Kontakte mit anderen Teilnehmern vor Ort


          Wie beurteilst du die Übungen (Note 1-6)? 

Die eigentlichen Übungen waren in Ordnung, die Aufgaben zum Abgeben 
waren teilweise zu schwammig gestellt.


          Wie beurteilst du die Korrekturen der Übungen (Note 1-6)? 

Meine Lehrer haben nie an meinem Stil herumkritisiert. Es gab Randbe-
merkungen, aber diese waren lediglich kleine Hinweise, wie man etwas 
treffender schreiben könnte. Sie waren hervorragende Kritiker, die ei-
nen nie in die Pfanne gehauen haben.

Manchmal war der Betreuer etwas begriffstutzig, da er wenig mit Fanta-
sy und/oder SF anfangen kann.

persönlich und nett, aber auch kritisch und produktiv


          Wie beurteilst du die fachliche Qualifikation 
          der Übungsleiter (Note 1-6)?

konstruktive Kritik 4-5, Motivation am Anfang 3

Note 1, es waren gestandene Autoren bzw. Lektoren. Der Übungsleiter 
wechselt jedes Jahr, so dass eine einseitige Betreuung ausgeschlossen 
wird.


          Welches Schreibbuch hältst du für das beste?  

derzeit: Wie man einen verdammt guten Roman schreibt

Ich habe die Schreibbücher bisher kaum genutzt.

Das ist sicher Ansichtssache, aber mir gefällt der Stil Freys.

Sol Stein: Solution for Writers; Roger A. Hall: Mein erstes Stück; 
Linda Seeger: Von der Figur zum Charakter; Lutz von Werder: Lehrbuch 
des Kreativen Schreibens; Robert McKee: Story

Reiners (obwohl der ziemlich viel labert), evtl. noch Otto Schumann. 
Stein und Frey bringen, wenn man sich mit den anderen Stilschulen be-
schäftigen hat, nicht viel Neues (außer Freys Prämissen).

Keines ist so gut wie ein ordentlicher Lehrgang, bei dem man alles von 
der Pike auf lernt. Hätte ich vorher auch nicht gedacht, ist aber so. 
In den Büchern wird meist versucht, auf  200 Seiten das gesamte Grund-
wissen reinzupacken. Das führt schon fast zur Reizüberflutung, vor al-
lem, wenn man ganz am Anfang steht. Nach dem Lehrgang habe ich noch 
einmal ein paar Bücher übers Schreiben gelesen. Dann habe ich vieles 
besser verstanden.

Joan Aiken: The way to write for children - und  Sol Stein: Über das 
Schreiben

Stephen King: Das Schreiben und das Leben

Sie haben alle ihre Sonnen- und Schattenseiten. Gerade lese ich "20 
Masterplots" von Ronald B. Tobias. Es gefällt mir sehr gut.


          Wo hast du mehr gelernt, im Fernkurs 
          oder in Schreibbüchern?

Ergänzt sich beides.

Vorteil Fernkurs: Ich setze mich in aller Ruhe hin und erarbeite eine 
Aufgabe, das kann ein paar Tage dauern. Beim Schreibseminar ist eine 
schnelle Lösung am Stundenende gewünscht, setzt mich zusätzlich unter 
Druck. Vorteil Schreibseminar: Ich kann mich mit anderen austauschen, 
erfahre viel mehr andere Meinungen als die eines Lehrers beim Fern-
kurs.

Das lässt sich so nicht alternativ beantworten. Erst der Fernkurs hat 
mich wirklich motiviert, parallel Schreibbücher zu lesen.


          Was bringt deiner Meinung nach mehr, 
          der Fernkurs oder das Studium von Schreibbüchern?

Fernkurs: bringt mehr, da ein wirklicher Übungsleiter die Texte kom-
mentiert und korrigiert. Schreibbücher: Man kann sie zwar bearbeiten, 
wann immer man will. Doch hier fehlen der Druck von außen und der Ü-
bungsleiter, der auf Fehler aufmerksam machen könnte.

Fernkurs und Schreibbücher sollten sich ergänzen.

Fernkurs, wegen der Kontakte zu Lektoren und Mitstudenten.

Im Allgemeinen würde ein Fernkurs mehr bringen, da es dort ein Feed-
back gibt und man so schneller auf Fehler und Fortschritte hingewiesen 
werden kann.

Wenn man Selbstdisziplin genug hat, kann man mit Schreibbüchern (zumal 
auch billiger) genauso viel, manchmal auch mehr lernen als im Fern-
kurs. Duch die individuelle Betreuung ist aber der Fernkurs, den ich 
gemacht habe, schneller. Ich wurde mir besser über meine individuellen 
Schwächen klar und konnte anschließend mehr mit den Büchern anfangen.


          Wo hast du mehr gelernt, 
          im Fernkurs oder in Internetlisten?

Ich würde keinem Anfänger empfehlen, in einer Liste einen Text zu pos-
ten, wenn dieser nicht sehr stark oder sehr gut ist. Die Liste ist ein 
Treffen von mehr oder weniger guten und erfolgreichen Autoren. Alle 
betrachten Texte sehr detailliert und sehr kritisch.

Internetlisten sind eine gute Übung und Ergänzung.

Kommt drauf an, ich fand meine eigene Internetschreibwerkstatt besser, 
von den anderen habe ich nicht allzu Gutes gehört. Auf jeden Fall ist 
eine Internetschreibwerkstatt billiger.


          Was bringt deiner Meinung nach mehr, 
          ein Fernkurs oder eine Internetdiskussionsliste?

Internetlisten (die gab’s aber zur Zeit meines Fernkurses leider noch 
nicht, sonst hätte ich mir das Geld gespart ...)

Ich denke, die ergänzen sich. Wobei in den Listen doch sehr häufig 
einfach zu viel nebenher stattfindet.

ein Fernkurs mit Schreibseminaren


          Was würdest du jemandem raten, der dich fragt, 
          wo er am meisten lernen kann?

Nur die Summe macht es. Ich brauchte den Fernkurs für den Start. Ich 
brauche die Liste, um weiterzukommen.

Um sein Handwerk zu verbessern und die Kreativität zu entfalten, muss 
man mehrere Möglichkeiten nutzen.

VHS-Kurse und dergleichen sind etwas für Leute, die sich trauen. Bei 
einem Fernkurs gibt man nur das von sich preis, was man wirklich möch-
te. Da kann man in vielen Dingen wesentlich offener sein. Egal welche 
Form man für sich selbst wählt - ein kleines bisschen Talent sollte 
man schon haben, den die Technik alleine macht’s auch nicht.

lesen, lesen, lesen

möglichst verschiedene Angebote miteinander verknüpfen

eine Kombination von Büchern und Kursen


          Hast du schon etwas gegen Honorar veröffentlicht? 
          Würdest du sagen, dass der Fernkurs 
          dir dabei geholfen hat?

Ja, mein Leiter hat mir mal ein paar Adressen von Zeitschriften gege-
ben, wodurch ich dann prompt meine erste Veröffentlichung hatte. 

Ja, es hat mein Selbstbewusstsein gestärkt, und ich habe mich "get-
raut", an Veröffentlichungen zu denken.


          Wenn du noch etwas zum Thema Fernkurs 
          sagen möchtest, hier ist Platz:

Die Literaturhinweise zu Schreibtechniken und weiteren Informationen 
rund ums Schreiben in den Kursunterlagen waren teilweise sehr "antik".

Obwohl immer ein Übungsleiter die verschiedenen Abschnitte des Kurses 
betreut hat, war der Kurs ziemlich anonym seitens der Schreibschule. 
Man durfte zwar schriftlich Kontakt über die Schule mit dem jeweiligen 
Leiter aufnehmen, aber telefonisch oder gar persönlich war dies nicht 
erwünscht.

Nach Abschluss des Fernkurses kam ich mir ziemlich verlassen vor. Die 
Betreuung hörte mit der letzten Aufgabe abrupt auf. Hilfreiche Tipps 
und Anregungen zum Weg einer Veröffentlichung bestanden nur aus einer 
dicken Adressenliste, die mir eigentlich nur hohe Portokosten und nur 
eine einzige Veröffentlichung bescherte.

Die Qualität eines Fernkurses steht und fällt neben fachlich guten 
Lehrbriefen mit den fachlichen und pädagogischen Fähigkeiten der Stu-
dienleiter. Neben der fachlichen Seite ist jeder Fernkurs auch eine 
Frage des Preises. Jede Studienanstalt, die Fernkurse veranstaltet, 
muss letzten Endes mehr Geld einnehmen als sie ausgibt. Nach Abschluss 
des Schreibkurses habe ich mich einer Schreibgruppe an der Volkshoch-
schule ... angeschlossen. Wir sind eine Gemeinschaft, in der offen 
kritisiert und gelobt wird, und unser Literaturdoktor, als Leiter, 
bringt uns immer in das richtige fachliche Fahrwasser. Dieser mündli-
che Austausch in einer Gruppe von Gleichgesinnten hat mir beim Fern-
kurs gefehlt.

Meiner Erfahrung nach sehr unseriös. Geld muss gezahlt werden, ob man 
Aufgaben einreicht oder nicht. Aufschub ist m. E. nur bedingt möglich. 
Fragen werden oftmals gar nicht beantwortet oder bei hartnäckiger 
Nachfrage dann mit Nichtwissen entschuldigt.

Ich möchte die Kenntnisse, Informationen, Materialien und Kontakte aus 
dem Fernkurs trotz der hohen Kosten nicht missen.

Es gibt solche und solche Fernkurse. Die meisten bieten ein Probestu-
dium an. Das sollte man nutzen, um vorher herauszufinden, welche Aka-
demie für einen persönlich geeignet ist und ob man diese Form des Ler-
nens wirklich will. Letzlich ist man erst einmal ganz allein mit sei-
nen Texten. Erst wenn der Text fertig ist, wie man meint, tritt der 
Lehrer auf die Bildfläche. Es gibt keine Mitschüler, mit denen man 
sich austauschen kann. Vorteil: Es redet niemand rein.

Das Geld für einen Fernkurs lohnt sich nur dann, wenn man professio-
nell arbeitet (d. h. Selbstdisziplin, Aufgaben sofort abgeben). Außer-
dem sollte man, wenn man merkt, dass es nichts mehr bringt, besser 
aufhören. Ich empfehle immer, erst einmal in VHS-Kursen auszutesten, 
ob man genug Energie hat, professionell zu schreiben, und nur zur Per-
fektion oder falls der VHS-Kurs nicht gut ist, einen Fernkurs zu ma-
chen.

Mir hat der Fernkurs verholfen, aus einem Schreibloch herauszukommen. 
Ich hatte das Gefühl, etwas zu lernen und wieder zu schreiben. Aber 
was ich dort lernte, war nicht mehr als eine Basis - die Informationen 
gingen nie wirklich ins Detail, ich hatte immer das Gefühl an dem ei-
gentlichen Punkt, der mir geholfen hätte, vorbeizuschlittern. Trotzdem 
bin ich der Meinung, Workshops sind eine bessere Hilfe, denn sie gehen 
viel mehr auf den Einzelnen ein und man bekommt immer auch Anregung 
von Mitteilnehmern. Schon auf dem Weg zum Seminar sind mir die tolls-
ten Ideen gekommen (die ich übrigens teilweise für den Fernkurs wei-
terverwendet habe) - es ist also in der Hauptsache die Kombination aus 
allem. Ebenso verhält es sich bei den Schreibbüchern: NACHDEM ich mei-
nen Fernkurs (kurz vor Schluss) abgebrochen hatte, las ich das Buch 
von Frey, und dadurch bin ich endlich zu dem ersten abgeschlossenen 
Roman gelangt, mit dem ich auch heute noch "zufrieden" bin. für mich 
persönlich hat das Buch wirklich alles übertroffen, aber deswegen kann 
man das noch immer nicht verallgemeinern. Es gibt verschiedene Bücher, 
Kurse und Workshops, die zu verschiedenen Zeiten bei verschiedenen Au-
toren mehr oder weniger bringen können. Ich bin der Meinung, man soll-
te immer wieder aus allen Möglichkeiten schöpfen und niemals aufgeben. 
Jedoch steht der Fernkurs (alleine schon aus finanziellen Gründen) bei 
mir ziemlich hinten an.

In den Internetlisten scheint mir die Gruppendynamik und die Erwar-
tungshaltung der Leser ein große Rolle zu spielen. Von Autor/in X oder 
Y werden gute Texte erwartet, also fällt die Beurteilung entsprechend 
aus. Wenn X oder Y eine machtvollere Position in der Internetliste hat 
als A oder B, wirkt sich das auch auf die Rückmeldung aus. Letzendlich 
geht auch ein Verlag so vor, ein bekannter Autor wird anders behandelt 
als ein unbekannter. Aber ich glaube, es kann Einzelne - gerade 
"Frischlinge" - auch ziemlich demotivieren.

Man sollte die Preise vergleichen, nicht immer ist der teuerste auch 
der beste. Ein Fernkurs allein reicht nicht, er sollte mit anderem 
kombiniert werden. Vor allem niemals den Mut verlieren, dran bleiben, 
es braucht auch viel Geduld!

                    **~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~**

Hans Peter Röntgen schreibt Programme und Geschichten. Er lebt in 
Freiburg. Einige seine Geschichten findet ihr unter 
http://www.roentgen-software.de/eigen/eigen.html. Er ist außerdem Mit-
glied der 42er Autoren (http://www.42erautoren.de) und leitet im Mo-
ment deren Schreibwerkstatt 
(http://groups.yahoo.com/group/42erSchreibwerkstatt).


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UNSERE EXPERTINNEN UND EXPERTEN:     
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  Dark Fantasy: Martin Knöpper
                                   mailto:darkfantasy at autorenforum punkt de
  Drehbuch: Christian Lück
                                mailto:drehbuchdoktor at autorenforum punkt de
  Fandom: Thomas Kohlschmidt
                                        mailto:fandom at autorenforum punkt de
  Fantasy: Stefanie Bense
                                       mailto:fantasy at autorenforum punkt de
  Heftroman: Arndt Ellmer
                                     mailto:heftroman at autorenforum punkt de
  Historischer Roman: Titus Müller
                            mailto:historischer.roman at autorenforum punkt de
  Kinderbuch: Gerit Kopietz und Jörg Sommer
                                    mailto:kinderbuch at autorenforum punkt de
  Krimi: Monika Niehaus-Osterloh
                                 mailto:krimiexpertin at autorenforum punkt de
  Kriminalistik: Reiner M. Sowa
                                 mailto:kriminalistik at autorenforum punkt de
  Literaturagenturen: Petra Hermanns
                                       mailto:agentin at autorenforum punkt de
  Lyrik: Titus Müller
                                         mailto:lyrik at autorenforum punkt de
  Reiseführer: Gabriele Kalmbach
                                  mailto:reisefuehrer at autorenforum punkt de
  Sachbuch allgemein: Gabi Neumayer
                                      mailto:sachbuch at autorenforum punkt de
  Sachbuch Medizin/Psychologie: Maja Langsdorff
                                     mailto:med.psych at autorenforum punkt de
  Schreibgruppen: Ute Hacker
                                mailto:schreibgruppen at autorenforum punkt de
  Schreibhandwerk: Ute Hacker
                               mailto:schreibhandwerk at autorenforum punkt de
  Sciencefiction: Andreas Eschbach
                                      mailto:sf-autor at autorenforum punkt de
  Technische Literatur, CDs, Internet: Reinhard Mermi
                                       mailto:techlit at autorenforum punkt de
  Übersetzung: Barbara Slawig 
                                 mailto:uebersetzerin at autorenforum punkt de
  Verlagswesen: Bjørn Jagnow
                                  mailto:verlagswesen at autorenforum punkt de


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FRAG DIE EXPERTIN FÜR LITERATURAGENTUREN:
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                      Petra Hermanns (mailto:agentin at autorenforum punkt de)

Frage:
Nach vielem Hin und Her um ein Manuskript mit vielen Überarbeitungen, 
im Endeffekt ergebnislos, lautet meine Frage: Welche Erwartungen kann 
ich überhaupt an die Arbeit und Betreuung von Autorenneulingen der A-
genturen stellen? Ist es vielleicht ratsamer, sich doch direkt an die 
Verlage zu wenden? Oder gibt es qualitativ bei Agenturen auch wesent-
liche Unterschiede? 
       
Antwort:
Wie überall gibt es auch bei Agenten verschiedene Arbeitsweisen, die 
man so gut wie möglich – z. B. bei einem Kennenlernen – bespricht, 
wenn eine Agentur schon Interesse signalisiert hat und BEVOR man einen 
Vertrag unterschreibt. Die Arbeit zwischen Agent und Autor ist sehr 
vom gegenseitigen Vertrauen abhängig; wenn das gestört ist, hat die 
weitere Zusammenarbeit in der Regel keinen Sinn mehr. 

Zur Arbeit einer Agentur gehört heute auch die Entwicklung und Bespre-
chung von Manuskripten, wobei wir Agenten darunter leiden, dass das im 
Grunde früher einmal die Arbeit der Lektoren war, die heute fast nur 
noch Programm-Manager sind und die klassische Lektoratsarbeit nun von 
einem Agenten erwarten. Da das Risiko für einen Agenten auch nicht ge-
ring ist, versucht man in der Regel so gut wie möglich an der Entwick-
lung mitzuwirken, dem Engagement sind aber natürliche Grenzen (geringe 
Kapazitäten) gesetzt. Bitte denken Sie daran, dass eine Agentur ja nur 
bei Erfolg Geld verdient und alle übrigen Vorleistungen auf das eigene 
wirtschaftliche Risiko gehen. Auch Agenten haben da schon tolle Dinge 
erlebt, z. B. Autoren, die gute Ideen nicht umsetzen können, Manu-
skripte nicht beenden und Ähnliches. Wie gesagt, man muss gegenseitig 
darauf vertrauen, dass jeder seine Arbeit gut macht ...

++++++++++

Frage:
Ich schreibe seit einiger Zeit schon Gedichte. Da ich von mehreren 
Leuten gehört habe, ich solle diese doch mal drucken lassen bzw. auf 
jeden Fall schützen lassen, würde ich gern einmal wissen, wie das 
funktioniert. Vielleicht können Sie mir Tipps geben, an wen ich mich 
wenden müsste, um meine Gedichte schützen und sie in Druck geben zu 
lassen.


Antwort:
Nach deutschem Urheberrecht sind Werke urheberrechtlich geschützt, 
auch wenn sie nur mündlich geäußert werden, soweit sie individuellen 
Charakter tragen. Eine Rechtsberatung darf ich nicht vornehmen, aber 
es reicht, wenn Sie sich die Gedichte selbst per Post zuschicken und 
den geschlossenen Umschlag aufbewahren. Im Streit geht es nämlich 
meist immer nur um den Nachweis, dass man die Geschichte, das Werk 
etc. zu einem Zeitpunkt x selbst schon verfasst hatte. Vor dem Raub 
selbst kann man sich natürlich leider nicht schützen ...

In Druck brauchen Sie diese Gedichte nicht zu geben, wenn es Ihnen le-
diglich um den Nachweis Ihres Urheberrechts geht!

                    **~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~**

Petra Hermanns begann 1996 als freie Mitarbeiterin bei der Literari-
schen Agentur Brigitte Axster mit dem Handel mit Rechten und Lizenzen. 
Seit 1998 betreibt sie die Literaturagentur Scripts for sale in Frank-
furt und hat sich auf deutschsprachige Projekte spezialisiert.


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FRAG DIE EXPERTIN FÜR FANTASY:
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                      Stefanie Bense (mailto:fantasy at autorenforum punkt de)

Frage:
Ich habe schon viele Listen von Agenturen durchstöbert. Aber i. d. R. 
finde ich den Hinweis "keine Fantasy/SF" oder "keine ausgesprochene 
Genreliteratur" (hätten letztere dann auch Grisham abgelehnt?). Wich-
tig ist, dass ich dem Agenten/der Agentin nicht nur Großprojekte (= 
Romane) schicken kann, sondern dass sie auch schaut, ob man nicht im 
Bereich Heftromane oder Serien unterkommen kann. Ich weiß nicht, ob 
das in Deutschland so häufig ist, aber einige Heftroman-Autoren sind 
ja durch Vorschlag und Vermittlung ihrer Agenten in den 70er/80er Jah-
ren dazu gekommen. In den USA habe ich auch schon von mehreren Fällen 
gehört, wo Agenten dann im Bereich "Bücher für Filme" vermittelt ha-
ben, während sie den Roman eines Autors betreuten.

Deshalb:
1. Vermitteln Agenturen heutzutage überhaupt noch im Bereich Se-
rien/Heftromane/Bücher zu Filmserien?

2. Speziell zu "Bücher zu Filmserien": Wolfgang Hohlbein schreibt z. 
B. ja für die Indiana-Jones- und StarGate-Romane (zu den Serien). Ist 
es auch für jemanden ohne einen solch mächtigen Namen möglich, in den 
Bereich vorzudringen? Kann hier eventuell ein Agent helfen?

3. Ich schreibe auch auf Englisch (unter Betreuung eines amerikani-
schen Autors). Gibt es eine internationale Agentur, die mir helfen 
könnte, englische Romane an einen amerikanischen, kanadischen oder 
englischen Verlag zu vermitteln und gleichzeitig in Deutschland die 
Übersetzungsrechte anzubieten? Oder wendet man sich da besser gleich 
an eine englische/amerikanische Agentur mit internationaler Erfahrung?


Antwort:
Du missverstehst m. E. nach die gerade entstehende Agenturlandschaft 
in Deutschland, die mit den Verhältnissen in den USA nicht vergleich-
bar ist. Deutsche Literaturagenten vermitteln Manuskripte oder be-
stimmte Buchprojekte, für die sie ganz sicher einen Verlag interessie-
ren können. Andere Projekte haben bei ihnen keine Chance. Das heißt, 
sie haben sich sehr spezialisiert. Und sie gehen von etwas aus, das 
man ihnen anbietet.

Es ist (noch?) nicht üblich, einen Autor komplett zu vertreten, also 
auch im Kurzgeschichten- und Heftroman-Bereich, zumal Letzterer meines 
Wissens gar nicht von Agenturen beschickt wird.

zu 1.: Heutzutage? Überhaupt noch? Besser wäre es, du wendest dich mit 
einer Leseprobe direkt an die Heftverlage. Schließlich musst DU ihnen 
zeigen, dass du schreiben kannst!

zu 2.: Was schreibst du überhaupt? Ist Hohlbein dein Maßstab? Du 
brauchst gute Manuskripte, gute Ideen und jede Menge Handwerk, um "in 
den Bereich vorzudringen", und keinen "mächtigen Namen"! Du, nicht 
dein Agent muss beweisen, dass du verkaufsfähige Manuskripte liefern 
kannst! Das bedeutet, wende dich mit einem gut durchdachten und durch-
formulierten Exposé an die Serienverlage, biete ihnen Leseproben und 
professionelles Verhalten.

zu 3.: Es gibt kaum deutsche Autoren im SF&F-Bereich, die jemals ins 
Englische übersetzt werden (Eschbach ist der einzige, der es in letz-
ter Zeit geschafft hat). Du kannst es mit einer eng-
lisch-amerikanischen Agentur versuchen, aber frage dich, was du denen 
bieten könntest, was sie nicht von einem muttersprachlich englischen 
oder amerikanischen Autor schon bekommen?  Warum sollten sie einen 
Deutschen (die dort verschrien sind, kompliziert, wenig lebendig und 
kaum unterhaltend zu schreiben) unter Vertrag nehmen, wenn sie zig 
englische oder amerikanische Autoren/innen haben können?

                    **~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~**

Stefanie Bense lebt und arbeitet in Hannover, gibt seit 1993 Schreib-
kurse, veröffentlicht sporadisch und schreibt - was sonst - an ihrem 
ersten Roman. Kontakt: mailto:Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.


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FRAG DIE EXPERTEN FÜR KINDERBÜCHER:
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    Gerit Kopietz und Jörg Sommer (mailto:kinderbuch at autorenforum punkt de)

Frage:
Würde gern "Kinderkurzgeschichten" schreiben und veröffentlichen. Su-
che Kontakt zu Könnern, die mit Rat, Tat und Kritik hilfreich zur Sei-
te stehen können und wollen. Wohin kann ich mich wenden; wer kann hel-
fen?


Antwort:
Da die meisten "Könner" ziemlich mit Schreiben beschäftigt sind und 
die Betreuung einzelner Nachwuchsautoren meist sehr zeitintensiv ist 
(und es davon wesentlich mehr als "Könner" gibt), sind die Chancen 
recht gering, einen persönlichen "Paten" zu finden. Viel eher emp-
fiehlt es sich, eine der in der Zwischenzeit nicht wenigen angebotenen 
Fortbildungsveranstaltungen für angehende Autoren zu besuchen. Die 
Volkshochschulen haben, nicht überall, aber in vielen Regionen, att-
raktive Angebote, aber auch zahlreiche andere Träger bieten solche Se-
minare an. Viel Informationen zu Fortbildungen bietet: Das "Handbuch 
für Autorinnen und Autoren" des Uschtrin-Verlages und natürlich der 
"Tempest". Konkrete Einzelfragen werden hier auch immer gerne beant-
wortet.

++++++++++

Frage:
Ich habe im Juli einen Jugendroman bei einem sehr kleinen Verlag he-
rausgebracht. Meine Frage ist die in Richtung Werbemöglichkeiten: Der 
Verlag ist zu klein und zu neu, als dass er großartig Werbung für das 
Buch machen könnte. Was kann ich in diesem Punkt tun? Gibt es Zentral-
stellen (außer Bibliotheken, die ich ja direkt anschreiben kann), die 
Lesungen vermitteln?


Antwort:
Ein Trost: Auch bei größeren Verlagen muss sich der Autor meist selbst 
gewaltig um die Werbung kümmern, sonst geschieht nichts. Mit Lesungen 
liegst du ziemlich richtig. Sie schaffen Fans und sind noch dazu be-
zahlt (Richthonorar ca. 500 DM, aber für unbekannte Autoren oft deut-
lich weniger).

Bundesweit zentral vermittelt Schullesungen der Bundesverband Fried-
rich-Bödecker-Kreis e. V., http://www.boedecker-kreis.de. (Allerdings 
wird nicht jeder Autor angenommen.) Die Vermittlung ist für Autoren 
und Schulen kostenlos, sogar dein Honorar (allerdings in der Regel 
"nur" zwischen 200 und 400 DM) wird übernommen. Einfach anschreiben 
und dich vorstellen.

Ansonsten solltest du versuchen, vom Verlag wenigstens ein Paket Wer-
beexemplare zu besorgen und diese dann mit einem persönlichen An-
schreiben an die einschlägigen Zeitschriften zu schicken. Ganz wichtig 
sind das "Bulletin Kinder- und Jugendliteratur" 
(http://www.eulenhof.de) und die Zeitschrift "Eselsohr" 
(http://www.eselsohr-online.de) Beide klein, aber Multiplikatorenzeit-
schriften. Sie werden von allen wichtigen Bibliothekaren und Medien-
menschen gelesen. Wenn die dein Buch positiv rezensieren, bist du 
"drin".

                    **~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~**

Gerit Kopietz und Jörg Sommer leben und arbeiten seit etwa zehn Jahren 
zusammen. In dieser Zeit haben sie vier Kinder und etwa 60 Bilder-, 
Kinder- und Jugendbücher produziert, die mit nahezu einer Million Auf-
lage und Übersetzungen in 16 Sprachen sehr erfolgreich sind. Seit zwei 
Jahren leben die beiden ausschließlich vom Schreiben. (Weitere Infos 
findet ihr auf ihrer Homepage: http://www.kopietz-sommer.de.)


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FRAG DIE EXPERTIN FÜR SCHREIBGRUPPEN:
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                  Ute Hacker (mailto:schreibgruppen at autorenforum punkt de)


Frage:
Ich suche eine Schreibgruppe an meinem Ort. Wie gehe ich am besten 
vor?


Antwort:
Sie haben folgende Möglichkeiten, eine Schreibgruppe zu finden:
- Es gibt in jedem größeren Ort einen Veranstaltungskalender, in dem 
in der Regel auch Schreibgruppen Termine veröffentlichen, die noch 
Mitglieder suchen oder eine Art Tag der offenen Tür haben. Es lohnt 
sich natürlich vor allem, Lesungen von Schreibgruppen zu besuchen.
- im Internet. Suchen Sie einfach mal nach "Schreibgruppe" und "mein 
Ort", und lassen Sie sich überraschen.
- Kleinanzeige in einer Zeitung (in München gibt es z. B. die Kurz & 
Fündig, wo Privatanzeigen kostenlos sind; Sie müssen aber u. U. damit 
rechnen, dass Sie auch nicht ernst gemeinte Anrufe bekommen.) So eine 
Anzeige sollte ausführlich formuliert sein mit dem genauen Ziel, das 
Ihnen vorschwebt.
- über die VHS. Hängen Sie Zettel an den einschlägigen Veranstaltungs-
orten aus. Oder wenden Sie sich an den Leiter eines Schreib-Workshops. 
Machen Sie einen Workshop mit, auch wenn das Thema nicht so das Ihre 
ist, da ergeben sich die besten Möglichkeiten. Meine Autorinnengruppe 
entstand aus einem VHS-Kurs heraus.
- über den Tempest: Schicken Sie einen Aufruf für den Echo-Service an 
die Redaktion (mailto:redaktion at autorenforum punkt de). Teilen Sie dar-
in mit, dass Sie eine Schreibgruppe mit der und der Richtung in Ihrem 
Ort oder in der Nähe suchen oder an der Gründung einer solchen Gruppe 
interessiert wären. Je detaillierter Sie Ihre Vorstellungen schildern, 
desto größer ist die Chance, dass sich auch wirklich Leute melden, die 
die gleichen Interessen wie Sie haben. Ihr Aufruf wird dann im Tempest 
veröffentlicht.

                    **~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~**

Ute Hacker hat als Billie Rubin zahlreiche Krimikurzgeschichten veröf-
fentlicht - aktuell in "Tödliche Beziehungen" und "Von Mord zu Mord". 
Ihr erster Kriminalroman, "Schwabinger Schatten", wird im Frühjahr 
2002 erscheinen. Als Ann E. Hacker hat sie soeben "Der Gedankendieb" 
in der Anthologie "Weihnachtszauber" veröffentlicht. Mehr Informatio-
nen auf http://www.utehacker.de und http://www.billierubin.de.

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FRAG DEN EXPERTEN FÜR LYRIK:
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             Titus Müller (mailto:historischer.roman at autorenforum punkt de)

Frage:
wenn ich eigene gedichte auf meiner homepage ins netz stelle, gelten 
diese dann bereits als veröffentlicht? auch wenn es nicht kommerziell 
ist? kann ich also solche texte noch zu wettbewerben einsenden, die 
auf nicht veröffentlichtem material bestehen?


Antwort:
Ich würde hier zwischen Verlagen und Wettbewerben unterscheiden. Ein 
Verlag erwartet, dass er unveröffentlichtes Material angeboten bekommt 
- weil es die Leser erwarten. Wer möchte 20 Mark für ein Buch bezah-
len, das es seit Jahren kostenlos im Internet zu lesen gibt? Wettbe-
werbe könnten mit der Grauzone Internet gnädiger umgehen, weil sie in 
den meisten Fällen veröffentlichte Texte nicht wegen zukünftiger Leser 
ausschließen, sondern um zu vermeiden, dass sich arrivierte Autoren 
mit ihren Glanzstücken bewerben - oder dass Autoren mit immer wieder 
demselben "Glückswurf" Preise absahnen.

Anders sieht es mit Anthologien aus, für die eine Ausschreibung ge-
macht wird. Hier geht es klar um eine zukünftige Veröffentlichung. Den 
Wunsch des Verlegers nach unveröffentlichtem Material sollten Sie 
ernst nehmen. Im Zweifelsfall rufen Sie besser an, bevor Sie sich be-
werben, und fragen, ob eine Veröffentlichung auf Ihrer Website die 
Texte in diesem Fall unbrauchbar macht.

++++++++++

Frage:
Demnächst werden Gedichte von mir durch einen Freund im Selbstverlag 
(Zusammenarbeit von Druckerei, Fotograf und Freund) als kleines Buch 
veröffentlicht. Kann ich diese Gedichte später noch in einem anderen 
Verlag veröffentlichen? Ich bin übrigens nicht durch irgendwelche Ver-
träge gebunden.


Antwort:
Wenn Sie im Selbstverlag publizieren, sind Sie selbstverständlich 
frei, Ihre Gedichte später einem anderen Verlag anzubieten. Bedenken 
Sie aber: Die Leserschaft für Lyrik in Deutschland ist klein. Der an-
gesprochene Verleger muss sich gut überlegen, ob es Sinn macht, Ihre 
Gedichte in einem zweiten Anlauf zu veröffentlichen, weil ja ein guter 
Teil der potentiellen Leser schon mit dem im Selbstverlag erschienenen 
Buch zufrieden gestellt worden ist. Vertragsrechtlich spricht nichts 
gegen eine zweite Veröffentlichung; aus Verlegersicht machen Sie Ihre 
Texte allerdings weniger interessant.

                    **~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~**

Titus Müller studiert Literatur, Geschichte und Publizistik in Berlin. 
Er ist Herausgeber der Autorenzeitschrift "Federwelt" und des neuen 
Buchs "Gedichte schreiben und veröffentlichen" mit Beiträgen zu Lesun-
gen, Lyrikverlagen, Stilmitteln in Gedichten, Poetry Slams und hand-
werklichem Dichterwerkzeug (zu finden unter http://www.federwelt.de).


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FRAG DEN EXPERTEN FÜR VERLAGSWESEN:
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                  Bjørn Jagnow (mailto:verlagswesen at autorenforum punkt de)

Frage: 
Ich habe eine Idee für eine neue Art von Reiseführer (inhaltlicher 
Art).Kann ich diese Idee irgendwie schützen, bevor ich mich damit an 
einen entsprechenden Verlag wende? Wie muss ich vorgehen, wenn ich 
diese Idee, kein fertiges Buch oder Manuskript, an den "Mann" bringen 
will?


Antwort: 
Ideen sind weder durch Urheber-, noch durch Patentrechte geschützt. Da 
haben Sie keine Chancen - nur die jeweilige Ausführung als Werk oder 
Prototyp/Gebrauchsmuster lässt sich schützen. In Ihrem Fall können Sie 
also nur Informationen zurückhalten (was Ihre Erfolgschancen senkt) 
oder mit offenen Karten spielen und den Verlag so begeistern, dass er 
auf Ihre Kompetenz setzt.
Wenden Sie sich an geeignete Verlage, die bereits im entsprechenden 
Reisebereich tätig sind, aber keine vergleichbaren Bücher im Programm 
haben. Den richtigen Ansprechpartner können Sie in der Zentrale erfra-
gen. Adressen und Telefonnummern finden Sie in den Gelben Seiten 
(http://www.gelbeseiten.de/).

Zur Planung der Akquisegespräche sollten Sie sich vorher Gedanken ma-
chen. Wie wecken Sie Interesse? Wie viel kommt am Telefon rüber - was 
muss in einen Brief? Wie kann ich wahrscheinliche Gegenargumente außer 
Kraft setzen? Dieses Thema ist umfangreicher, als es anfangs scheint; 
schauen Sie deshalb in die Fachlektüre zum Autorenmarketing. Inzwi-
schen gibt es mehrere Bücher, die sich damit befassen.

                    **~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~**

Bjørn Jagnow ist Verlagsfachwirt und Autor phantastischer Literatur 
sowie von Fachartikeln zum Medienwesen. Seine Website 
http://www.writingbusiness.de berichtet wöchentlich über aktuelle The-
men rund um das professionelle Schreiben.


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VERANSTALTUNGEN:
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                                  (mailto:redaktion at autorenforum punkt de)


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24. - 25. November 2001
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TDP-Charity-Con 2001 in Düsseldorf

Was geschieht, wenn der Vampir LaCroix mit dem Raumschiffkommandanten 
wider Willen Stanley Tweedle zusammentrifft und zu guter Letzt auch 
noch der apokalyptische Reiter Caspian dazu kommt? Und wenn sich dann 
noch ein kreativer Kopf, die Drehbuchautorin Gillian Horvath, dazuge-
sellt, dann ist die reale Story perfekt. Spaß und Information vom 
Feinsten.

Vom 24. - 25. November 2001 stellen sich die internationalen Schau-
spieler und Beteiligten bekannter TV-Serien den Fans und Interessier-
ten in Düsseldorf im Novotel City-West. Hintergrund der prominenten 
Anwesenheit an diesem Wochenende ist eine Wohltätigkeitsveranstaltung 
zugunsten der "Ärztlichen Kinderschutzambulanz" am evangelischen Kran-
kenhaus in Düsseldorf. Die begünstigte Einrichtung kümmert sich um 
misshandelte und missbrauchte Kinder und Jugendliche.

Wir freuen uns, folgende Gäste begrüßen zu können: Nigel Bennett, Bri-
an Downey, Marcus Testory mit seiner Band Chamber, Gillian Horvath 
(Drehbuchautorin).

Highlights dieser Wochenendveranstaltung ist das "Dinner with the 
Stars". Die Teilnehmer haben die Möglichkeit, sich ein Abendessen mit 
ihren Lieblingsstars zu ersteigern. Die durch diesen Programmpunkt 
eingenommene Summe geht zur Hälfte in die Spendensumme für die Ärztli-
che Kinderschutzambulanz ein. Die andere Hälfte wird von dem jeweili-
gen Schauspieler an eine soziale Organisation seiner Wahl in seiner 
Heimat gespendet.

Das zweite Highlight sind die Workshops in Zusammenarbeit mit den 
Schauspielern. Diese Workshops konzentrieren sich darauf, dem Teilneh-
mer ein Bild von der Arbeit hinter den Kulissen einer Fernsehshow zu 
vermitteln. Gillian Horvath zum Beispiel wird einen Workshop durchfüh-
ren, der Interessierten und angehenden Drehbuchautoren zeigen soll, 
wie bei Serien Storys entwickelt werden und mit welchen Schwierigkei-
ten die Autoren kämpfen müssen. Brian Downey erzählt von der Arbeit 
eines Hollywoodschauspielers.

Doch das ist längst nicht alles. Q & A’s, Autogrammstunden, Merchandi-
se, Tombola, Versteigerung, Videovorführungen, Dia-Shows, Tanzparty 
und musikalische Unterhaltung runden diese etwas andere Convention ab.

Infos und Anmeldungen: Starbuck Förderkomitee e. V. (i. Gr.,)Postfach 
10 21 64, 40844 Ratingen, Telefon: (0 21 04) 96 75 45 (ab 16:00 Uhr) 
oder (01 73) 1 34 25 67 oder im Internet unter http://www.starbuck-
foerderkomitee.de/TDP


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2. - 5. Mai 2002
(Anmeldeschluss: 31. Januar)
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1. Österreichische SF-Schreibwerkstatt 

Die Sciencefiction-Schreibwerkstatt (http://www.prsg.at/sfswst.htm) 
findet im Bildungshaus Retzhof bei Leibnitz/Stmk. in Österreich statt. 
Sie ist offen für angehende SF-Autorinnen und SF-Autoren, die bereits 
Erfahrung mit dem Schreiben von SF-Geschichten haben. Als Veranstalter 
fungieren der Perry Rhodan Stammtisch Graz - Verein zur Förderung der 
phantastischen Lese- und Spielkultur (http://www.prsg.at) und das Bil-
dungshaus Retzhof (http://www.retzhof.at).


Die Vortragenden:

Andreas Findig
SF-Autor, Kinderbuchautor, Verfasser phantastischer Erzählungen; er 
schrieb u. a. Romane und ein Kinderbuch für die weltgrößte SF-
Heftserie, Perry Rhodan. Geboren 1961 in Linz, lebt und arbeitet er 
zur Zeit in Wien. Biographie, Bibliographie und viele weitere Informa-
tionen sind in seiner "Netzbehausung" (http://findig.de.vu) nachzule-
sen.

Klaus N. Frick
Als er 1977 begann, Perry-Rhodan-Hefte zu lesen, hat er sich sicher-
lich nicht träumen lassen, dass er einmal der Chefredakteur dieser Se-
rie sein wird (http://www.perry-rhodan.com/html/f/frick.html). Mit 
seinem Wissen, das er gerne auch in der SF-Schreibwerkstatt an der 
Bundesakademie für kulturelle Bildung Wolfenbüttel 
(http://www.bundesakademie.de/index_800600.htm) und bei anderen Gele-
genheiten weitergibt, ist er für alle angehenden SF-AutorInnen eine 
Bereicherung als Vortragender.

Leo Lukas
Reise-Reporter, Kabarettist, Musikant, Regisseur, Schriftsteller (u. 
a. SF: "Wiener Blei", ein Roman aus der Shadowrun-Welt, "Die Astronau-
tische Revolution" - Heft 2059 der SF-Serie Perry Rhodan) und Theater-
autor ... ein Multitalent. Näheres ist auf seinen Internetseiten 
(http://www.leolukas.kultur.at/) nachzulesen.


Termine:

31. Januar 2002
Schriftlicher Anmeldungsschluss (es gilt das Datum des Poststempels) - 
Anmeldung an: Bernd Hubich, postlagernd, Postamt Peter Tunnergasse 49, 
8029 Graz, Österreich

28. Februar 2002
Einsendeschluss der einzureichenden Arbeiten der TeilnehmerInnen (eine 
SF-Kurzgeschichte - das Thema ist frei - mit maximal 5 Seiten, 60 An-
schläge/Zeile und 30 Zeilen/Seite, und 2 - 3 Sätzen Exposé) Adresse 
siehe oben

31. März 2002
Schriftliche Verständigung über die Aufnahme zur SF-Schreibwerkstatt

2. bis 5. Mai 2002
SF-Schreibwerkstatt im Bildungshaus Retzhof (das Programm ist noch in 
Planung).

Der Kostenanteil für Vollpension im Bildungshaus Retzhof, Nutzung der 
dortigen Infrastruktur im Rahmen der SF-Schreibwerkstatt, Vorträge und 
Unterlagen beiträgt 175 Euro/TeilnehmerIn und ist bis spätestens 30. 
April 2002 auf das Konto des Perry Rhodan Stammtisches Graz einzuzah-
len. 

Fragen können Sie per E-Mail (mailto:Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!) oder per Post stel-
len (Bernd Hubich, postlagernd, Postamt Peter Tunnergasse 49, A-8029 
Graz).


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AUSSCHREIBUNGEN:
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    (siehe http://autorenforum.de/links/termine/index.html)
      (Quellen: Westfälisches Literaturbüro, uschtrin.de, 
          Federwelt, clickfish.com, Presseinfos u. a.)


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30. November 2001
+++++++++++++++++
UNICUM-Kurzkrimi-Wettbewerb

Aus 100 Wörtern (ohne Überschrift) sollen UNICUM-Literarisch-Liebhaber 
kuriose & spannende Kurzkrimis unter dem Titel "Mord auf dem Campus" 
schreiben.

Teilnahmebedingungen:
- Jeder Teilnehmer darf nur einen Beitrag einsenden, in dem es um al-
les geht, was einen Krimi ausmacht: Verbrechen, vertuschen, verste-
cken, verlieben, verraten - fliehen ...
- Der Text muss in Datenform (Diskette oder E-Mail) vorliegen.
- Eine originelle Kurzbiographie in drei Sätzen und ein Passbild müs-
sen dabei sein.

Einsendungen an: UNICUM Verlag GmbH, Willy-Brandt-Platz 5-7, 44787 Bo-
chum, oder per Mail an: mailto:Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.

Die Preise: 
- ein Multifunktions-Colorcenter MFC-860 von BROTHER (Farbkopierer, 
Farbdrucker, Farb-A-Mail-Assistent, Farbfax in einem)
- ein C-Pen 600C von C TECHNOLOGIES (scannt, speichert und verarbeitet 
Text, der dann drahtlos zum PC oder PDA übertragen werden kann)
- ein Füllhalter "freeway" von SANDFORD


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1. Dezember 2001
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13. Katholischer Kinder- und Jugendbuchpreis 2002

Der 13. Katholische Kinder- und Jugendbuchpreis für das Jahr 2002  
wird von der Deutschen Bischofskonferenz vergeben. In den Wettbewerb 
werden Titel des Produktionsjahrgangs 2001 aufgenommen. 

Der Preis wird verliehen für Bücher, die beispielhaft und altersgemäß 
-  religiöse Erfahrungen vermitteln
-  Glaubenswissen erschließen
-  christliche Lebenshaltungen verdeutlichen

Die ausgezeichneten Werke sollen das Zusammenleben von Gemeinschaften, 
Religionen und Kulturen fördern. Dabei muss die transzendente und da-
mit religiöse Dimension erkennbar sein. 

Verlage, Institutionen und Privatpersonen können Erzähl- oder Sachtex-
te für Kinder oder Jugendliche aus dem Jahr 2001 einreichen, die den 
genannten Kriterien entsprechen.

Der Preis wird für das Jahr 2002 ausgeschrieben und jährlich verlie-
hen. Er ist mit 10 000 DM dotiert. Er kann geteilt werden und sowohl 
Autoren als auch Illustratoren und Übersetzer angemessen berücksichti-
gen. Der Preis wird nicht vergeben, wenn keine der eingereichten Ar-
beiten im Sinne der Ausschreibung voll überzeugt. Die Preisverleihung 
ist für das Frühjahr 2002 vorgesehen. 

Die Titel müssen in zehn Exemplaren geschickt werden an: Zentralstelle 
Medien der Deutschen Bischofskonferenz, Geschäftsführung Katholischer 
Kinder- und Jugendbuchpreis, Kaiserstraße 163, 53113 Bonn, Telefon: 
(02 28) 1 03-2 36, Fax: (02 28) 1 03-3 29, E-Mail: mail-
to:Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! oder mailto:Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.


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31. Dezember 2001
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Storywettbewerb "Ich bin drin"

2002 ist ein besonderes Jahr, denn der Colonia-Con jährt sich zum 15. 
Mal. Aus diesem Anlass hat das Veranstalter-Team rund um Winfried 
Brand beschlossen, einen Storywettbewerb zu veranstalten, Thema: "Ich 
bin drin."

Preise: Zur Zeit befindet sich das Veranstalterteam noch in Verhand-
lungen, die Preise stehen leider noch nicht definitiv fest. Die Veröf-
fentlichung im Con-Buch für die ersten drei Plätze ist auf alle Fälle 
gesichert. In den nächsten Monaten werden auf der Webseite 
http://www.colonia-con.de weitere Informationen dazu bekanntgegeben.

Kriterien: Die Story darf sechs Manuskriptseiten - 30 Zeilen à 60 An-
schläge - oder 10 800 Zeichen nicht überschreiten. Sie muss eindeutig 
dem phantastischem Bereich zugeordnet sein. Die Themenpalette schließt 
also SF, Horror, Grusel, Fantasy und die Randgebiete der Phantastik 
ein.

Die Storys können auf elektronischem Weg als Ascii(MS-DOS-Text)-, als 
WinWord-2.0-Format oder als PDF-Dokument an mailto:Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! ge-
sandt werden. Andere Formate können wegen der Virengefahr leider nicht 
berücksichtigt werden. Alternativ kann die Story auch auf dem Postweg 
versandt werden an: Christian Spließ, c/o J. Kürten, Gutenbergstraße 
38, 50823 Köln. Die auf diesem Weg eingereichten Storys können leider 
nicht zurückgeschickt werden, dafür ist der Zeitaufwand zu groß.

Weitere Informationen zum Colonia-Con findet ihr auf 
http://www.colonia-con-de.


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31. Dezember 2001
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1. Dulzinea-Lyrikpreis

Im Rahmen der Gründungsausgabe von "Dulzinea - Zeitschrift für Lyrik" 
wird ein Lyrikpreis zum Thema "Neue Galgenlieder" ausgeschrieben. Die 
Preisträgerin/der Preisträger wird durch einen Wettbewerb bestimmt. 
Der Gewinn des Wettbewerbs ist mit einem Preisgeld von 1 000 DM ver-
bunden. 

Jede/r kann an diesem Wettbewerb teilnehmen. Die Anzahl der eingesand-
ten Beiträge liegt im Ermessen der Teilnehmerin/des Teilnehmers. Jedes 
Gedicht wird einzeln (unabhängig von weiteren Gedichtsbeiträgen der 
gleichen Autorin) bewertet. Ein Gedicht, nicht eine gesamte Gedichts-
gruppe, wird den Ausschlag für den Gewinn des Wettbewerbs geben. 

Alle lyrischen Möglichkeiten sind erlaubt (Einschränkungen: 1. keine 
lyrische Prosa, 2. der Text muss druckbar sein, 3. nur deutschsprachi-
ge Texte werden berücksichtigt). 

Ausgewählte Gedichte des Wettbewerbs werden in der Gründungsausgabe 
von "Dulzinea" veröffentlicht. Die in der Dulzinea-Ausgabe veröffent-
lichten AutorInnen erhalten ein Belegexemplar der Zeitschrift. 

Nähere Informationen zum Wettbewerb auf der Homepage: 
http://www.dulzinea.de.

Adresse: Projekt Dulzinea: Autorenportal / Dulzinea - Zeitschrift für 
Lyrik / Xenien - lyrisches Faltblatt, Postfach 1927, 36009 Fulda, Her-
ausgeber: Uwe Pfeiffer 


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31. Dezember 2001
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"Glauser" - Krimipreis der Autoren 2002 für die beste Kriminalkurzge-
schichte

Ausgezeichnet wird die beste deutschsprachige Krimikurzgeschichte, die 
im Jahr 2001 in gedruckter Form veröffentlicht wurde (elektronische 
Veröffentlichungen können nicht berücksichtigt werden). 

Jede/r Autor/in kann nur eine Kurzgeschichte einreichen, in dreifacher 
Ausfertigung (Fotokopien plus Titelseite der Zeitschrift oder Impres-
sumseite der Anthologie) an: Tatjana Kruse, Gymnasiumstraße 52, 70174 
Stuttgart.

Die Geschichten sollen maximal 15 Normseiten (30 Zeilen à 60 Anschlä-
ge) umfassen. Der Kurzgeschichten-Glauser ist mit 1 000 Euro dotiert. 

Die Preisverleihung findet im Rahmen der Criminale 2002 in München 
statt, und der Rechtsweg ist ausgeschlossen.


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31. Dezember 2001
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Literaturpreis der schwulen Buchläden 2002

Zum fünften Mal wird im März 2002 der Literaturpreis der schwulen 
Buchläden verliehen. Der Preis versteht sich als Initiative zur Förde-
rung deutschsprachiger schwuler Literatur, will Talente fördern und 
öffentliche Aufmerksamkeit auf diesen Bereich der Literatur lenken. 
Für den Wettbewerb zugelassen sind bislang unveröffentlichte Prosatex-
te, die sich schwerpunktmäßig mit Aspekten des Lebens schwuler Männer 
beschäftigen. 

Der Preis der Arbeitsgemeinschaft schwuler Buchläden wird alle zwei 
Jahre ausgeschrieben, ist mit 2 000,- DM dotiert und mit der Zusiche-
rung einer Veröffentlichung der nominierten Texte in einem eigenen 
Sammelband verbunden.
Jede/r kann bisher nicht veröffentlichte Prosatexte (also keine Ly-
rik!) in deutscher Sprache einreichen, die sich schwerpunktmäßig mit 
Aspekten des Lebens schwuler Männer beschäftigen. Theatertexte können 
nur zugelassen werden, wenn sie als (Vor-)Lesetexte geeignet sind. 
Grundsätzlich zugelassen sind auch Auszüge aus längeren Texten, die 
jedoch so weit in sich abgeschlossen sein sollten, dass eine Beurtei-
lung und/oder Veröffentlichung des Auszugs auch ohne Kenntnis des Ge-
samttextes sinnvoll erscheint. 

Die Texte dürfen bis zu 20 Normseiten lang sein (Format DIN A4, bis zu 
35 Zeilen pro Seite, 60 Anschläge pro Zeile, Standardschrift in 
12-Punkt-Größe). Handschriftliche Texte können nicht angenommen wer-
den. Bitte nur einen Text einsenden. Jeder Text ist in vierfacher Aus-
fertigung einzureichen, und zwar in ausgedruckter Form (bitte keine 
Disketten o. Ä.). Die Texte werden von der Jury anonymisiert weiterge-
geben, deshalb bitte drei Textkopien ohne Namensnennung des Autors/der 
Autorin.

Die Juryexemplare verbleiben bei den Juroren. Das Archivexemplar kann 
auf Wunsch zurückgesandt werden, sofern ein ausreichend frankierter 
Rückumschlag vorliegt. Andernfalls gehen alle eingereichten Beiträge 
ins Archiv des Schwulen Museums Berlin. 

Eingesandte Texte werden auf die Einhaltung der formalen Kriterien ü-
berprüft. Anschließend gibt es eine Eingangsbestätigung (ggf. mit dem 
Hinweis, aus welchen formalen Gründen der Text - noch - nicht zur 
Wettbewerbsteilnahme geeignet ist). Alle zugelassenen Texte werden der 
unabhängigen Jury vorgelegt, die drei Texte für den Preis nominiert. 
Diese Texte (und das heißt dann auch: die AutorInnen dieser Texte) 
werden im Rahmen einer öffentlichen Veranstaltung Ende März in Berlin 
vorgestellt. Anschließend folgt das "the winner is ..."-Ritual. 

Anschrift für Texteinsendungen und Rückfragen: Buchladen Prinz Eisen-
herz, "Literaturpreis 2002", Bleibtreustraße 52, 10623 Berlin, Tele-
fon: (0 30) 3 13 99 36, Fax: (0 30) 3 13 17 95 (Texte aber nicht fa-
xen!), E-Mail: mailto:Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.


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31. Dezember 2001
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Gustav-Regler-Preis

Der Saarländische Rundfunk und die Kreisstadt Merzig vergeben zum 
zweiten Mal diesen Preis für eine herausragende erbrachte oder zu er-
wartende literarische Leistung oder eine Übersetzung. Er ist mit 10 
000 DM dotiert. Außerdem wird - anhand einer Textprobe von höchstens 
40 Seiten - ein Förderpreis von 5 000 DM für einen jungen Autor verge-
ben.

Weitere Infos unter http://www.merzig.de oder http://www.sr-online.de.


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31. Dezember 2001
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Lyrik 2000 S

Thema: "Sehn-sucht"

Anforderungen:
- Das Gedicht muss deutschsprachig sein.
- Pro Autorin/Autor darf nur ein (bisher unveröffentlichtes) Gedicht 
eingereicht werden.
- Auf dem eingereichten Werk darf kein Hinweis auf den Verfasser zu 
erkennen sein.
- In einem verschlossenen Umschlag ist eine Kurzvita mitzusenden.
- Fünffache Ausfertigung des Gedichtes.
- Ausreichend frankierter und adressierter C6-Rückumschlag für Infor-
mationen über Gewinnerinnen und Gewinner, Ort und Zeit der Preisver-
leihung und weitere Veröffentlichungen.
- Eine Teilnahme per E-Mail ist nicht möglich.

Alle Einsender erklären sich mit Teilnahme automatisch damit einver-
standen, dass der Beitrag im Rahmen des Lyrikpreises in verschiedenen 
Medien unentgeltlich veröffentlicht werden kann.

Aus organisatorischen Gründen können die Beiträge nicht zurückge-
schickt werden.

Die Gewinner werden bis April 2002 ermittelt. Die ersten vier werden  
zu einer Lesung ihrer Beiträge im Mai 2002 eingeladen und im Rahmen 
einer Live-Sendung oder einer Fernsehaufzeichnung für das Bürgerfern-
sehen (BOK Marl) geehrt. Das genaue Datum und der Ort der Verleihung 
werden noch bekannt gegeben.

Preise: 1. Preis: 300 Euro, 2. Preis: 150 Euro, 3. Preis: 100 Euro, 4. 
Preis: 50 Euro

Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Jurymitglieder und ihre Angehörigen 
dürfen nicht am Wettbewerb teilnehmen.

Einsendungen an: Lyrik 2000 S, Rosenstraße 60, 45899 Gelsenkirchen
Für Rückfragen: Telefon: (02 09) 58 39 60, Fax: (02 09) 58 39 70, E-
Mail: mailto:Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
Aktuelle Informationen immer auf der Homepage: 
http://www.lyrik2000s.de


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15. Januar 2002
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9. Rattenfänger-Literaturpreis

Die Stadt Hameln stiftet 2002 zum neunten Mal den mit 5 000 Euro do-
tierten Rattenfänger-Literaturpreis. Ausgezeichnet werden ein oder 
zwei Märchen- oder Sagenbücher, phantastische Erzählungen, moderne 
Kunstmärchen oder Erzählungen aus dem Mittelalter für Kinder und Ju-
gendliche. 

Der Rattenfänger-Literaturpreis kann an AutorInnen, BearbeiterInnen, 
ÜbersetzerInnen und IllustratorInnen vergeben werden. Wenn ein Bilder-
buch ausgezeichnet wird, geht der Preis je zur Hälfte an die 
Text-Autorin/den Text-Autor und die Illustratorin/den Illustrator. Ei-
ne Teilung ist auch möglich, wenn die Jury zwei Werke für auszeich-
nungswürdig erachtet. Weitere Bücher, die von der Jury hervorgehoben, 
aber nicht mit dem Preis bedacht werden, finden Aufnahme in einer Aus-
wahlliste.

Teilnahmeberechtigt sind Bücher, die zwischen dem 1. Januar 2000 und 
dem 31. Dezember 2001 veröffentlicht wurden und dem Kulturbüro der 
Stadt Hameln in sechs Exemplaren eingereicht werden. Die Bücher wer-
den, wenn die Rückgabe bei der Einreichung nicht ausdrücklich ge-
wünscht wird, nach der Preisverleihung der Stadtbibliothek oder kari-
tativen Einrichtungen zur Verfügung gestellt. 

Die Preisverleihung findet im Herbst 2002 statt.

Einsendungen an: Stadt Hameln, KULTURbüro im Hochzeitshaus, Ellen Gre-
ten, Osterstraße 2, 31785 Hameln, Telefon: (0 51 51) 2 02-6 50, Fax: 
(0 51 51) 2 02-6 51, mailto:Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! oder mail-
to:Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!, 
http://www.hameln.de/rathaus/fachbereiche/rattenfaenger-literaturpreis
.htm.


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31. Januar 2002
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Uslarer Literaturpreis 2002

Der "Literatur- und Kunstkreis Uslar e. V." in Niedersachsen vergibt 
den Uslarer Literaturpreis, der mit 1000 Euro dotiert ist, an junge 
AutorInnen bis 35 Jahre. 

Thema: "Leben außerhalb des Zentrums" - Einzelschicksale, Erfahrungen, 
Überlegungen zu den Bereichen Partnerschaft, Arbeitswelt, Freizeit, 
Ost-West-Beziehung, Radikalismus u. a. 

Eingereicht werden können Texte von maximal acht Seiten (1,5-zeilig) 
oder maximal fünf Gedichte. Um die Anonymität zu wahren, sollen die 
Arbeiten mit einer vierstelligen Nummer versehen werden. Ein ver-
schlossener Umschlag, auf dem die gleiche Nummer steht, muss Name, An-
schrift, Telefonnummer und Geburtstag der EinsenderInnen enthalten. 

Einsendungen an: Harald Wetzold, Leipziger Straße 48, 37170 Uslar.

Die Preisverleihung findet im Herbst 2002 in Uslar statt.


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31. März 2002
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NDL-Preis

Der "neue deutsche Literaturpreis" wird von der Zeitschrift "neue 
deutsche literatur" (ndl) und dem Aufbau-Verlag ausgeschrieben. Er ist 
mit 20 000 DM dotiert und mit dem Abschluss eines üblichen Verlagsver-
trags für die Veröffentlichung im Hardcover-Programm der Auf-
bau-Verlagsgruppe verbunden. Der Preis wird für einen Text vergeben, 
der sich durch eine mit sprachlicher Meisterschaft erzählte Handlung 
auszeichnet und in der traditionellen Form des Romans oder der Novelle 
geschrieben ist.

Ausgesprochene Genretexte (Krimi, Sciencefiction, Fantasy usw.) sind 
vom Preis ausgeschlossen. Eingereichte Manuskripte müssen mindestens 
100 Seiten (in losen Blättern) umfassen und in deutscher Sprache ge-
schrieben sein. Berücksichtigt werden nur unveröffentlichte Texte. Ein 
Exposé und eine Kurzbiographie sind beizulegen. Manuskripte werden nur 
zurückgesandt, wenn Porto beiliegt. Die Preisträger werden während der 
Frankfurter Buchmesse 2002 bekannt gegeben.

Einsendungen (versehen mit dem Kennwort "ndl-Preis") an: Aufbauverlag, 
Neue Promenade 6, 10178 Berlin.


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1. Mai 2002
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2. FiFa-Schreibwettbewerb

Schreibwettbewerb für Schüler und andere junge deutschsprachige Auto-
ren vom FiFa-Fiction&Fantasy e. V. München - Verein zur Förderung des 
deutschsprachigen Autoren-Nachwuchses 

Preise (Urkunde und Sachpreis, z. B. Buch oder CD) werden vergeben in 
den Bereichen 
- Romane (längere Erzählungen) 
- Kurzgeschichten 
- Gedichte und Liedtexte 
- Theaterstücke (einschließlich Sketche) 
- Comics 

und zwar getrennt für die Altersstufen 
- Kinder bis 12 Jahre 
- Jugendliche von 13 bis 17 Jahren 
- Erwachsene ab 18 Jahre (ohne Altersbeschränkung nach oben)

Die Textbeiträge müssen als MS-Word-Dateien (Bilder bei Comics als 
JPG-Dateien) eingesandt werden an: mailto:Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! oder 
auf Diskette oder CD-ROM an:   FiFa-Fiction&Fantasy e. V., Spala-
tinstr. 23, 81739 München. Bei Postversand müssen Briefmarken im Wert 
von 3 DM (oder der entsprechende Wert in Euro) als Rückporto beigelegt 
werden.

Die TeilnehmerInnen müssen neben der Postanschrift auch ihr Geburtsda-
tum angeben (wegen der verschiedenen Altersgruppen). 

Weitere Informationen unter: Telefon: (01 77) 7 50 29 37.


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PUBLIKATIONSMÖGLICHKEITEN:
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                                 (mailto:redaktion at autorenforum punkt de)

Das X-Zine (http://www.x-zine.de), Online-Magazin für Fantasy, Scien-
cefiction, Comics und Rollenspiel (250 Leser pro Tag - ca 2000 Zugrif-
fe), hat aufgrund der immer wieder auftauchenden Anfragen beschlossen, 
ein Literaturportal zu eröffnen, um die über 200 Kurzgeschichten, Ro-
mane, Gedichte aus den verschiedenen Webauftritten geschlossen präsen-
tieren zu können.

Geplant sind auch E-Books in druckfertigen layouteten PDF-Dokumenten, 
da die Erfahrung gezeigt hat, dass ein längerer Text ungern am Bild-
schirm und garantiert nicht in HTML gelesen wird.

Die Redaktion des X-Zine nimmt unter den E-Mail-Adressen mail-
to:Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! und mailto:Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! Manuskripte entgegen, 
die zusammen mit dem neuen Literaturportal Anfang Februar 2002 er-
scheinen sollen. Die gesuchten Genres sind Fantasy, Sciencefiction, 
Krimi, Horror. Wenn ein E-Book erstellt wird, geht ein virtuelles Be-
legexemplar an den/die Autor(in).

++++++++++

Vor kurzem wurde der http://www.web-site-verlag.de gegründet, der sich 
für das Winter/Frühjahr-Programm 2002 vor allem auf die Bereiche SF 
und F ("klassische Fantasy") konzentriert, das Programm jedoch schnell 
ausbauen und später z. B. auch Kinderbücher und Sachbücher aufnehmen 
wird.

Wir sind kein Zuschuss- oder BoD-Verlag, das heißt: Bei uns erhält je-
der Autor (natürlich) neben einem ordentlichen Autoren-Vertrag ab dem 
ersten verkauften Buch Tantiemen, außerdem in jedem Fall auch einen 
Vorschuss. Wir suchen nach (guten ...) Autoren - speziell aus den ge-
nannten Bereichen - auch für unsere Anthologie-Reihe 
"Web-Site-Stories" (siehe http://www.web-site-stories.net).

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Am 1. Juni 2001 haben wir unsere neue Internet-Site GroschenStory.de 
gestartet. Wir planen dort die Veröffentlichung von Kurzgeschichten 
und Serien aus den Bereichen Horror, Science Fiction und Fantasy. Den 
Auftakt bildet eine fünfteilige Serie, "Das Beil des Henkers" von Mor-
ris Düsterhoff.

Während der Aufbauphase sind wir vor allem an Kurzgeschichten interes-
siert. Diese müssen bisher unveröffentlicht sein. Dies beinhaltet auch 
Veröffentlichungen im Internet. Die Geschichten sollten 10 - 15 Norm-
seiten lang sein. Wir bezahlen ein Honorar von 100 DM.

Michael Böhnhardt, Redaktion GroschenStory, 
http://www.GroschenStory.de, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

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Heyne-Anthologien

Gesucht werden weiterhin Gedichte und Kurzgeschichten sowie Märchen 
für Anthologien im Heyne-Verlag München. Ein bestimmtes Thema ist 
nicht vorgegeben.

Weitere Infos und Einsendungen an: Kristiane Allert-Wybranietz, Zum
Horsthof 6, 31749 Auetal-Rolfshagen.

Der Einsendeschluss ist nach hinten offen und verlängert sich jeweils 
um ein halbes Jahr.


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SEMINARE:
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                                  (mailto:redaktion at autorenforum punkt de)


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25. - 27. Januar 2002
(Anmeldeschluss: 31. Dezember 2001)
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Jenseits von Erden - Der Sciencefiction-Roman

2001 ist vorüber, das neue Jahrtausend hat endgültig begonnen. Von den 
großen Träumen, die sich in den letzten fünfzig Jahren an diese "neue 
Zeit" geknüpft haben, ist fast nichts geblieben: Weder wurden Hunger 
und Elend auf unserer Erde beseitigt, noch gelangten Menschen bis zum 
Jupiter wie in Stanley Kubricks Film "2001". Die Wirklichkeit scheint 
gemächlicher als jegliche Schriftsteller-Fantasie - gleichzeitig ist 
sie schneller. Denn die Sciencefiction des 20. Jahrhunderts hat zum 
Beispiel den Siegeszug des Heimcomputers ebenso wenig "vorhergesehen" 
wie den durchschlagenden Erfolg des Internets. Soll Sciencefiction a-
ber überhaupt die Zukunft "vorhersagen"? Soll dieses Genre nicht viel-
mehr durch spannende Abenteuer unterhalten? Oder soll die Sciencefic-
tion auf Missstände unserer Zeit hinweisen und sie in eine fiktive Zu-
kunft übertragen? 

Fragen, die sich jeder Autor stellen muss, bevor er eine möglichst in-
teressante und stimmige Sciencefiction-Welt in Romanform erarbeiten 
will. Fragen, die sich auch die Teilnehmerinnen und Teilnehmer dieses 
Seminars stellen sollen. Zwar wird ihnen grundsätzliches Schreibhand-
werk vermittelt, zwar sollen sie ihre eigenen Stärken und Schwächen 
ausloten - sie sollen aber zugleich herausfinden, welche Geschichte 
sie denn eigentlich erzählen möchten. Das Seminar richtet sich deshalb 
vor allem an erfahrenere Autorinnen und Autoren, die bereits laufende 
oder gar "vollendete" Projekte überarbeiten möchten.

Leitung: Andreas Eschbach, Sciencefiction-Autor, und Klaus N. Frick, 
SF-Redakteur
Kostenanteil: 120   (234,70 DM) + 5   (9,78 DM) für einen Reader
Anmeldung: Bundesakademie für kulturelle Bildung Wolfenbüttel, Post-
fach 11 40, 38281 Wolfenbüttel, Telefon (0 53 31) 8 08-4 11, Fax (0 53 
31) 8 08-4 13, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!, http://www.bundesakademie.de

 
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März bis November 2002 und 10. - 11. November 2002
(Anmeldeschluss: 15. Februar 2002)
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Ermail mir was! Eine Schreibwerkstatt im Netz

Internet und Schreiben - einige Literatur-Scouts unter den Autoren und 
Autorinnen haben sich schon in diesen Dschungel gewagt und raunen: Das 
Medium beeinflusst dein Schreiben, eröffnet ungeahnte Möglichkeiten 
... Starten wir einen Selbstversuch und machen die Schreibprobe aufs 
Exempel!

Bei dieser Werkstatt im Netz erhalten Sie per E-Mail Schreibaufgaben, 
die Sie "lösen" und ggf. an den nächsten Bearbeiter weiterleiten müs-
sen. An jeder Aufgabe (ca. eine pro Monat) wirken möglichst mehrere 
Schreiber mit. Das eigene Werk steht bei diesen Netzgeschichten nicht 
im Vordergrund, sondern die gemeinsame Textarbeit. Zur besseren Ver-
ständigung hinterlegen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer ihre Texte 
in einem Netzforum, das neben einem Chat dem sonstigen Austausch und 
der Kontaktpflege dient.

Persönlich lernen sich die "Netzschreiber" am 10./11. November in Wol-
fenbüttel kennen. Dort endet die Werkstatt, und zwar von Angesicht zu 
Angesicht. Hier werden Texte gelesen, Erfahrungen mit dem Netzschrei-
ben ausgetauscht, vielleicht eine letzte Aufgabe gelöst.

Voraussetzung für eine Teilnahme: E-Mail-Adresse, Internet-Anschluss, 
die Bereitschaft, in Teams zu schreiben, und die göttliche Gabe, Fris-
ten einhalten zu können.

Leitung: Dr. Olaf Kutzmutz
Kostenanteil: 150   (293,37 DM)
Anmeldung: Bundesakademie für kulturelle Bildung Wolfenbüttel, Post-
fach 11 40, 38281 Wolfenbüttel, Telefon (0 53 31) 8 08-4 11, Fax (0 53 
31) 8 08-4 13, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!, http://www.bundesakademie.de


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3. - 5. April 2002
(Anmeldeschluss: 3. März 2002)
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Auf Leben und Tod - oder: Wie man einen Krimi schreibt

Über Krimis wird gesprochen: in Verlagen darüber, wie mit ihnen der 
Umsatz gesteigert werden kann; in Talkshows mit Autorinnen und Auto-
ren; in Uni-Seminaren über die Frage "Literatur oder nicht?"; in der 
Film- und TV-Branche darüber, welche der neuesten Neuerscheinungen 
sich spektakulär vermarkten lässt. Auch Autoren so genannter 
E-Literatur überlegen, ob sie (zur finanziellen Sanierung) nicht auch 
einmal einen Krimi vorlegen sollten - abgesehen davon, dass sie es na-
türlich sowieso besser könnten ...

Kein Wunder also, wenn im deutschsprachigen Raum ständig mehr Autoren 
Krimis schreiben. Aber nimmt damit auch die Qualität der Kriminalroma-
ne zu? Welche Ansprüche an die schriftstellerische Arbeit haben Auto-
rinnen und Autoren, die sich dem Genre nähern? Wollen sie "die schnel-
le Mark" verdienen oder eine Geschichte so erzählen, dass sie Bestand 
hat? Das Seminar möchte mit der Meinung aufräumen, Krimischreiben sei 
ein Kinderspiel, und denen Mut machen, die Schriftstellerei als ernst-
haftes Handwerk verstehen. Im Zentrum des Kurses steht das Gespräch 
über eigene Texte und die Arbeit an genrespezifischen Schreibaufgaben.

Reichen Sie bei der Anmeldung bitte kurze Texte aus der eigenen Werk-
statt ein (max. 5-10 Seiten). Ihre eigene Arbeit stellt Doris Gercke 
im Rahmen einer öffentlichen Lesung am 4. April, 20 Uhr vor.

Leitung: Doris Gercke, Autorin der Bella-Block-Krimis
Kostenanteil: 135   (264,04 DM) + 5   (9,78 DM) für einen Reader
Anmeldung: Bundesakademie für kulturelle Bildung Wolfenbüttel, Post-
fach 11 40, 38281 Wolfenbüttel, Telefon (0 53 31) 8 08-4 11, Fax (0 53 
31) 8 08-4 13, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!, http://www.bundesakademie.de


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23. - 25. April 2002
(Anmeldeschluss: 23. März 2002)
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Eingeseift - Autorenarbeit für Soaps

Die Arbeit für eine Daily Soap eröffnet Autorinnen und Autoren attrak-
tive Möglichkeiten, sich auf dem TV-Markt konzipierend und schreibend 
auszuprobieren. Durch die tägliche Routine lässt sich relativ schnell 
das nötige Handwerk lernen, um später auch andere Stoffe für Film und 
Fernsehen be- und erarbeiten zu können. Selbst wer noch nicht über 
"Cliffs", "Pens" und "Waterfalls" zu erzählen weiß, hat hier eine 
Chance - blutige Schreibanfänger jedoch nicht.

Das Seminar möchte den Teilnehmerinnen und Teilnehmern am Beispiel der 
"Verbotenen Liebe" das Rüstzeug vermitteln, um in eine aktuelle Soap 
als Storyliner oder Dialogautor einsteigen zu können. Themen unter an-
derem: Wie entwickle ich eine Grundidee zur Storyline, wie Charaktere 
und Plots? Wie vernetze ich einzelne Folgen? Welche Freiheiten und 
Zwänge gibt eine Soap vor? Für welches Zielpublikum arbeite ich? Und 
wie finde ich die passende Sprache? Darüber hinaus sollen in Klein-
gruppen eine elementare Story und drei exemplarische Szenen für die 
"Verbotene Liebe" entwickelt werden.

Voraussetzungen für eine Teilnahme: erste Schreiberfahrungen und an-
sonsten Aufgeschlossenheit für das Format "Verbotene Liebe".

Leitung: Jens Schleicher, fünf Jahre Story- und Scripteditor für "Ver-
botene Liebe", jetzt Dialogautor dieser Soap
Kostenanteil: 140   (273,82 DM)
Anmeldung: Bundesakademie für kulturelle Bildung Wolfenbüttel, Post-
fach 11 40, 38281 Wolfenbüttel, Telefon (0 53 31) 8 08-4 11, Fax (0 53 
31) 8 08-4 13, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!, http://www.bundesakademie.de


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28. - 30. April 2002
(Anmeldeschluss: 28. März 2002)
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Besser ein guter Text! - Kritik und Analyse eigener Manuskripte

Die Recherchen liefen gut, Zeit hatten Sie ausnahmsweise reichlich und 
waren in der Schreibform Ihres Lebens. Nun ist das Manuskript fertig - 
aus Ihrer Sicht. Oder aber: Der Stoff ist klar, viele Seiten sind ge-
schrieben und doch will sich kein Ganzes daraus fügen. Wie weiterma-
chen?

Im Seminar stellen Sie Ihre Texte vor, als wollten Sie einen Verlag 
von Ihrem Projekt überzeugen. Oder Sie sehen sich ausnahmsweise einmal 
in der komfortablen Situation, das offene Ohr eines Lektors für Ihren 
sperrigen Text zu finden. In beiden Fällen stellen Sie ein eigenes li-
terarisches Projekt "seminaröffentlich" zur Diskussion. Im Zentrum des 
Kurses steht die Arbeit am eigenen Text und das Gespräch darüber. In 
einer weiteren Arbeitsphase werden die Schritte der Verlagssuche, der 
Kontaktaufnahme, der Manuskripteinreichung diskutiert und durchge-
spielt. Was ist aus Sicht eines Verlags wichtig, wenn Sie ihm einen 
Text anbieten?

Reichen Sie bitte mit Ihrer Anmeldung eine Arbeitsprobe (maximal 10 
Seiten) und ein Exposé (1 Seite) plus Anschreiben ein, mit dem Sie ei-
nem Verlag Ihr Buchprojekt schmackhaft machen würden.

Leitung: Werner Irro, Lektor deutschsprachige Literatur beim Rowohlt 
Verlag, und Dr. Olaf Kutzmutz
Kostenanteil: 125   (244,48 DM) + 5   (9,78 DM) für einen Reader
Anmeldung: Bundesakademie für kulturelle Bildung Wolfenbüttel, Post-
fach 11 40, 38281 Wolfenbüttel, Telefon (0 53 31) 8 08-4 11, Fax (0 53 
31) 8 08-4 13, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!, http://www.bundesakademie.de


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31. Mai - 2. Juni 2002
(Anmeldeschluss: 31. April 2002)
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Gemeinsamkeit der Langstreckenläufer - Romanwerkstatt

Jemand hat eine Geschichte im Kopf oder gleich mehrere, stellt sich 
Figuren vor, die darin vorkommen sollen, weiß Ort, Zeit, sogar schon 
Anfang und Schluss des Geschehens - und beginnt zu schreiben. Das We-
sentliche ist da, scheint es, der Rest disziplinierte Arbeit. Ein an-
derer hat von alledem fast nichts, ein paar vage Vorstellungen, einige 
Bilder oder Sätze vielleicht und Lust zum Schreiben. Er probiert aus, 
was da entsteht, tastet sich voran zu Geschichten, Personen, Orten - 
und ist auf einmal dabei, einen Roman zu schreiben. Beide haben ver-
mutlich viel gelesen, haben Vorbilder, oder sie versuchen im Gegen-
teil, alles Gelesene zu vergessen, um den eigenen Ton zu finden.

Es kann sein, dass der Plan des einen beim Schreiben ins Wanken gerät, 
die Planlosigkeit des anderen in strenge Konstruktion umschlägt. Es 
kann auch sein, dass zu all den Problemen, die während der Arbeit auf-
tauchen, eines gehört, mit dem keiner von beiden gerechnet hatte - die 
spezifische Schwierigkeit der langen Strecke: Atem, Kraft und Rhythmus 
behalten, den Ablauf komponieren.

Das Seminar ist gedacht für Teilnehmerinnen und Teilnehmer, die an ei-
nem Roman arbeiten. Als Arbeitsgrundlage dienen die eingesandten Text-
proben (maximal 10 Seiten).

Leitung: Brigitte Burmeister, freie Schriftstellerin, und Dr. Frauke 
Meyer-Gosau, freie Literaturkritikerin
Kostenanteil: 135   (264,04 DM) + 5   (9,78 DM) für einen Reader
Anmeldung: Bundesakademie für kulturelle Bildung Wolfenbüttel, Post-
fach 11 40, 38281 Wolfenbüttel, Telefon (0 53 31) 8 08-4 11, Fax (0 53 
31) 8 08-4 13, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!, http://www.bundesakademie.de


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11. - 14. September 2002
(Anmeldeschluss: 11. August 2002)
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Kunstgeschichten für Grenzgänger - 
Literaturwerkstatt im Sprengel Museum Hannover

"Franz Marc: Zwei Pferde, eines klagend. Um 1912. Aquarell, 22 x 17 
cm." Schon wer sich im Museum flüchtig umblickt, entdeckt auf Bildern 
und Skulpturen meist mehr, als die Texttäfelchen neben den Werken ver-
raten. Wie viel mehr entlockt ihnen wohl erst ein Betrachter, der sich 
ausreichend Zeit für die Kunst nimmt? Je länger er schaut, umso eher 
werden ihm die Werke etwas erzählen - Unvermutetes, Unerhörtes, Unsag-
bares vielleicht. Nur aufschreiben muss er das Gehörte dann noch ...

Dieses Seminar ist gemacht für Grenzgänger, die Werken und Orten der 
Kunst eine Sprache geben, sie zu "Kunstgeschichten" verdichten möch-
ten. Nach Vorbereitung auf die Sammlung verbringen die Teilnehmerinnen 
und Teilnehmer einen Arbeits- und Studientag im Sprengel Museum. Dort 
setzen sie sich literarisch mit den Werken der Sammlung auseinander. 
Das Flanieren, Beobachten und Notieren kann auch andere Bereiche ein-
beziehen: das Café, den Menschen an der Kasse, den Schwitters-Platz. 
Die übrige Zeit ist für das Schreiben und das Gespräch über die Ge-
schichten und poetischen Miniaturen reserviert, die in Wolfenbüttel 
aus den Notizen vor Ort entstehen sollen. Die textkünstlerische Arbeit 
soll ggf. in einem alternativen Museumsführer dokumentiert werden.

Eingeladen zu diesem Seminar sind vor allem Autorinnen und Autoren so-
wie Museumspädagoginnen und -pädagogen, die für künstlerische Experi-
mente und neue Formen der Kunstvermittlung aufgeschlossen sind. Der 
Transfer Wolfenbüttel - Hannover ist im Preis nicht enthalten.

Leitung: Marcel Beyer, Autor, und Renate Dittscheidt-Bartolosch, Muse-
umspädagogin am Sprengel-Museum
Kostenanteil: 220   (430,28 DM) + 5   (9,78 DM) für einen Reader
Anmeldung: Bundesakademie für kulturelle Bildung Wolfenbüttel, Post-
fach 11 40, 38281 Wolfenbüttel, Telefon (0 53 31) 8 08-4 11, Fax (0 53 
31) 8 08-4 13, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!, http://www.bundesakademie.de


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20. - 22. September 2002
(Anmeldeschluss: 20. August 2002)
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Vom Monolog zum Dialog - Praktische Übungen zum Hörspiel

Das Hörspiel kennt eigene Erzählweisen. Sie haben sich im Laufe seiner 
fast 80-jährigen Geschichte entwickelt und sind Ausdruck der Gesetzmä-
ßigkeiten, die das Genre bestimmen. Fürs Hörspiel schreiben heißt, 
diese Gesetzmäßigkeiten kennen und mit ihnen spielen. Und genau darum 
geht es in dieser Hörspiel-Werkstatt.

Erzählweisen von Hörspielen werden durch Hörbeispiele erkundet, die 
eigenen Hörspiel-Texte betrachtet, auf ihre Wirkung hin untersucht und 
spielerisch auf dem Hintergrund dramaturgischer Fragestellungen wei-
terentwickelt.

Mitzubringen ist die Lust, seine Texte in einer Gruppe zu präsentie-
ren, die Neugier auf die Unternehmungen von anderen, die Bereitschaft, 
sich konstruktiv kritisch mit dem eigenen und den anderen Projekten 
auseinander zu setzen. Gruppenarbeit, Einzelgespräche und Vortrag 
wechseln sich je nach Bedarf ab.

Senden Sie bitte mit Ihrer Anmeldung Proben aus der eigenen Werkstatt 
ein (maximal 10 Seiten).

Leitung: Hilke Veth, Hörspieldramaturgin beim NDR
Kostenanteil: 125   (244,48 DM) + 5   (9,78 DM) für einen Reader
Anmeldung: Bundesakademie für kulturelle Bildung Wolfenbüttel, Post-
fach 11 40, 38281 Wolfenbüttel, Telefon (0 53 31) 8 08-4 11, Fax (0 53 
31) 8 08-4 13, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!, http://www.bundesakademie.de

 
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24. - 28. November 2002
(Anmeldeschluss: 24. Oktober 2002)
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Geschichten erfinden in Wort und Bild - 
Kleine Schule des Textens und Zeichnens

Texte sind nicht gern allein. Das gilt auch für Bilder. Wie sonst lie-
ße sich ihr - mitunter unanständiges - Gedrängel in Bibliotheksregalen 
und an Museumswänden erklären? Viele dieser Singles entschließen sich 
im Laufe ihres Daseins gegen Wohngemeinschaften in Archiven oder 
Kunsttempeln und sehnen sich nach einer aufregenden Mischehe. Aus den 
geglücktesten dieser Beziehungen gehen dann zum Beispiel Bilderbücher 
und Comics hervor.

Lassen wir uns aber nicht täuschen: Noch immer ziehen Legionen von 
Texten und Bildern allein durchs Leben - innerlich einzeilig, die See-
le steingrau. Wer hilft? Vielleicht dieser Kurs, in dem Bilder zu ein-
samen Texten und Texte zu einsamen Bildern erfunden werden sollen. 
Auch wer mitunter weitere Einzelgänger in die Welt setzen möchte, soll 
seine Chance erhalten. Tragische, komische oder auch tragikomische Ge-
schichten und Bilder - alles ist erlaubt und willkommen.

Die Bereitschaft, zu Feder und Zeichenstift zu greifen, sollten alle 
Teilnehmerinnen und Teilnehmer dieser Werkstatt mitbringen. Zum ästhe-
tischen Grenzgang besonders willkommen sind bildende Künstler, die mit 
Sprache arbeiten, und Autoren, die skizzieren möchten.

Leitung: F. K. Waechter, Texter und Zeichner
Kostenanteil: 250   (488,96 DM)
Anmeldung: Bundesakademie für kulturelle Bildung Wolfenbüttel, Post-
fach 11 40, 38281 Wolfenbüttel, Telefon (0 53 31) 8 08-4 11, Fax (0 53 
31) 8 08-4 13, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!, http://www.bundesakademie.de


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6. - 8. Dezember 2002
(Anmeldeschluss: 6. November 2002)
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Projekt TERRA NOVA - Weltenbau in der Sciencefiction

Erst im zwanzigsten Jahrhundert entwich die Sciencefiction aus dem Di-
ckicht schlecht gedruckter Schmuddel-Zeitschriften, erreichte die Hö-
hen gebundener Ausgaben und die Erfolge millionenfach gesehener Filme 
- vielleicht gilt sie deswegen häufig als "Literatur des Atomzeital-
ters". Im Genre bietet vor allem die Sciencefiction-Kurzgeschichte un-
erschöpfliche Möglichkeiten. Welten können in wenigen Sätzen entworfen 
werden, Ideen sind entscheidend für die Qualität der Geschichte, und 
ein Autor kann mit schnelleren "Erfolgen" rechnen als bei dickleibigen 
Romanen.

Wie aber entstehen solche Welten? Und wie baue ich meine Welt so, dass 
der Leser sie für stimmig hält? Wie beschreibe ich eine Landschaft auf 
einem fernen, sauerstofflosen Planeten, wie dessen Bewohner? Und woher 
nehme ich all die zündenden Ideen für meine Geschichte? 

Selbst bei der literarischen Kurzstrecke ist das Handwerk grundlegend 
- und das soll beim "Projekt TERRA NOVA" geschult werden. Die Teilneh-
merinnen und Teilnehmer des Kurses versuchen gemeinsam eine stimmige 
Sciencefiction-Welt zu entwerfen und sammeln gleichsam Bausteine, die 
sie später für ihr "literarisches Haus" benötigen. Dafür erhalten sie 
Vorgaben, die sie bei dem Entwurf der fiktiven Szenarien berücksichti-
gen müssen. Die gemeinsame Kritik berücksichtigt nicht in erster Linie 
die stilistische Qualität der einzelnen Vorschläge, sondern ihre inne-
re Logik in Bezug auf die Aufgaben. Willkommen sind deswegen nicht nur 
angehende SF-Schreiber, sondern alle, die sich gern konzeptionell mit 
Weltenbau in der fantastischen Literatur beschäftigen möchten.

Leitung: Robert Feldhoff, Exposé-Autor der Perry-Rhodan-Serie, und 
Klaus N. Frick, Sciencefiction-Redakteur
Kostenanteil: 120   (234,70 DM) + 5   (9,78 DM) für einen Reader
Anmeldung: Bundesakademie für kulturelle Bildung Wolfenbüttel, Post-
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