Ausgabe 3-3 (20. März 2001)

Chats
     21. Juni, 19:30 Uhr: SF-Bestseller-Autor Andreas Eschbach
Offerten
     "Kurzkrimi" (Online-Seminar)
     "Charakterstärke" (Online-Seminar)
     "Strukturierung" (Online-Seminar)
     "Einführung ins Drehbuchschreiben" (Echtwelt-Seminar)
     "Fortgeschrittenenseminar Drehbuchschreiben
     (Echtwelt-Seminar)
Echoservice
Vorstellung
     "Wortbilder.de"
Autorenwissen
     "Wozu Bücher über das Schreiben?"
     von Hans Peter Röntgen
     "Der Verlag der Autoren"
     von Cassidy Rees
Schreibkurs
     "Ideenkeime - Kreativtechniken zur Entwicklung
     von Charakteren und Plots"
     von Diandra Stone
Buchbesprechungen
     "Jenseits von Hollywood"
     besprochen von Cassidy Rees
     "Drehbuchlesen"
     besprochen von Gabi Neumayer
     "Handbuch für Erst-Autoren"
     besprochen von Gabi Neumayer
Frag den Experten für Lyrik
     (Titus Müller)
Frag den Experten für Verlagswesen, Buchhandel und Marketing
     (Bjoern Jagnow)
Frag die Expertin für Fantasy
     (Stefanie Bense)
Frag die Expertin für Reiseführer
     (Gabriele Kalmbach)
EDITORIAL:
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Liebe Autorinnen und Autoren,

ihr seid ja schon daran gewöhnt, dass ich euch aufrufe, Artikel für
uns zu schreiben. Heute habe ich aber eine Motivation der besonderen
Art für euch:

Je mehr LeserInnen der Tempest findet, desto erfolgreicher werden auch
unsere AutorInnen. In der nächsten Zeit erscheinen zahlreiche Beiträge
aus dem Tempest in der einen oder anderen Buchveröffentlichung und in
verschiedenen Zeitschriften - was den AutorInnen nicht nur eine größe-
re Bekanntheit bringt, sondern endlich auch die verdienten Honorare!
Darüber hinaus hat die Arbeit für autorenforum.de mittlerweile mehre-
ren AutorInnen bezahlte Schreib- und Lektoratsaufträge gebracht; man-
che davon sind regelmäßige Arbeiten über einen längeren Zeitraum.

Na, beeindruckt? Das will ich doch meinen. Schickt mir also eure Arti-
kelvorschläge!

Dass der Tempest diesmal wieder pickepackevoll ist mit Expertentipps
(vom Reiseführer bis zur Fantasy), Rezensionen, interessanten und an-
regenden Beiträgen, brauche ich wohl nicht zu erwähnen, oder? Oder
dass ihr euch zu einigen Online-Seminaren noch anmelden könnt? Oder
dass am 21. Juni Bestseller-Autor Andreas Eschbach bei uns im Chat
ist? Oder ... Ach, lest doch einfach selbst!

Der Tipp des Monats März kommt von Rupert Benedikt:

          Man sollte immer am Abend zum Schlafengehen
          etwas zum Schreiben ans Bett legen, denn wenn man
          in seiner Geschichte so richtig aufgeht,
          dann denkt man unweigerlich dauernd an die
          selbst geschaffene Welt, so dass die besten Ideen
          mitunter kurz vor dem Einschlafen kommen,
          wenn man schon zu faul ist, um noch einmal
          aufzustehen und sich wieder vor den Computer
          zu setzen!

Schickt mir bitte auch eure Schreibtipps. Dafür im Voraus schon einmal
danke und einen besonders schönen Frühlingsbeginn euch allen!

  Gabi Neumayer
  Chefredakteurin

__________
Das Marktinfo-Muster:

Publikation: [Titel, Verlag]
Konzept, Zielgruppe: [in wenigen Sätzen]
Erscheinungsweise: [monatlich, halbjährlich etc.]
Sucht vor allem:
Länge der Beiträge:
Inhaltliche Vorgaben/Wünsche:
Formale Vorgaben:
Honorar:
Richtlinien anfordern bei: ... [sofern es welche gibt]
Besonderer Tipp für die AutorInnen:
Kontaktperson: [Anschrift, Telefon, Fax, E-Mail, URL]

Bitte gebt dieses Muster an "paying markets" für AutorInnen weiter und
schickt mir die ausgefüllten Unterlagen. So wollen wir nach und nach
über immer mehr Publikationen informieren, bei denen AutorInnen gegen
Honorar veröffentlichen können.

Und nun - als Anregung - ein Musterbeispiel (Achtung: ist fiktiv! Bit-
te nicht versuchen, Kontakt aufzunehmen ;-)):

Publikation: Dein Stachelschwein und du, Fruchtfliegenverlag

Konzept, Zielgruppe: Wir wollen mit dieser Zeitschrift dem Stachel-
schweinfreund und -halter Tipps und Hilfe zur Stachelschweinhaltung -
in Haus und Garten - geben und ihn mit literarischen Texten rund ums
Stachelschwein unterhalten.

Erscheinungsweise: vierteljährlich

Sucht vor allem: Aktuell suchen wir Reportagen (mit Fotos) über be-
rühmte Stachelschweinhalter, Interviews - zum Beispiel mit Stachel-
schweinpsychologen und -züchtern - und Kurzgeschichten, in denen Sta-
chelschweine eine wichtige Rolle spielen.

Länge der Beiträge: Reportagen und Interviews: 7 000 - 12 000 Zeichen;
Kurzgeschichten: maximal 8 000 Zeichen

Inhaltliche Vorgaben/Wünsche: Die Kurzgeschichten sollten professio-
nell geschrieben und unterhaltend sein. Besonderes Interesse haben wir
an Krimis und humorvollen Geschichten.

Formale Vorgaben: Kurzgeschichten können direkt geschickt werden, bei
Reportagen und Interviews muss vorher das Thema abgesprochen werden.
Wir erwarten die Texte in neuer Rechtschreibung per Mail, im RTF-
Format, die Fotos als Grafikdatei (JPEG), außerdem ein Kurzprofil des
Autors, der Autorin mit Angaben zu bisherigen Veröffentlichungen.

Honorar: 1,15 DM pro Zeile (= 42 Anschläge), 95 DM pro Foto

Richtlinien anfordern bei: s. u. "Kontaktperson"

Besonderer Tipp für die AutorInnen: Sie sollten schreiben können und
zwar locker, mit Humor. Auch neue AutorInnen sind willkommen, wenn sie
ihr Handwerk beherrschen.
Wenn Sie uns originelle Ideen anbieten wollen: Betrachten Sie das Sta-
chelschwein einmal aus einer neuen, frischen Perspektive.
Die Bearbeitung Ihrer Anfrage kann bis zu fünf Wochen dauern; fragen
Sie vorher bitte nicht nach.

Kontaktperson: Karin Schnabel, Fruchtfliegenverlag, Hüpfgasse 12,
19364 Schweiningen, Telefon und Fax: (00 00) 0 00 01, E-Mail: schna-
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!, Homepage: www.fruchtfliegenverlag.com

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Der "Tempest" kommt mit Courier 10 Punkt am besten zur Geltung!
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ISSN 1439-4669   Copyright 2000 autorenforum.de. Copyright- und
                 Kontaktinformationen am Ende dieser Ausgabe
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   INHALT DIESER AUSGABE:
      Editorial
      Inserate
      Chats
          21. Juni, 19:30 Uhr: SF-Bestseller-Autor Andreas Eschbach
      Offerten
          "Kurzkrimi" (Online-Seminar)
          "Charakterstärke" (Online-Seminar)
          "Strukturierung" (Online-Seminar)
          "Einführung ins Drehbuchschreiben" (Echtwelt-Seminar)
          "Fortgeschrittenenseminar Drehbuchschreiben
          (Echtwelt-Seminar)
      Echoservice
      Ausschreibungen
      Publikationsmöglichkeiten
      Seminare
      Vorstellung
          "Wortbilder.de"
      Autorenwissen
          "Wozu Bücher über das Schreiben?"
          von Hans Peter Röntgen
          "Der Verlag der Autoren"
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      Schreibkurs
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      Buchbesprechungen
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          "Handbuch für Erst-Autoren"
          besprochen von Gabi Neumayer
      Frag den Experten für Lyrik
          (Titus Müller)
      Frag den Experten für Verlagswesen, Buchhandel und Marketing
          (Bjoern Jagnow)
      Frag die Expertin für Fantasy
          (Stefanie Bense)
      Frag die Expertin für Reiseführer
          (Gabriele Kalmbach)
      Impressum


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Kleinanzeigen in "The Tempest"
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(Die Redaktion behält sich vor, Anzeigen zu kürzen oder Anzeigen, die
gegen Rechte Dritter, das Urheberrecht oder Jugendschutzbestimmungen
verstoßen, abzulehnen.)

Private Anzeigen kosten bis zu fünf Zeilen 3 DM pro Zeile. Jede weite-
re Zeile kostet 2 DM.

Anzeigen von nicht kommerziellen Literatur-Organisationen etc. sind
kostenlos (max. 5 Zeilen á 60 Zeichen).

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Anzeigenschaltung unter werbung at autorenforum punkt de.

Der Abdruck erfolgt nur gegen Vorkasse (Scheck/bar/Überweisung auf
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Für Übermittlungsfehler haftet autorenforum.de nicht.


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INSERATE:
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"Man merkt sofort, dass hier ein Fachmann schreibt." (Tempest 2-11)
"Vermittelt Tipps aus der Praxis." (Buchhändler heute, 12/2000)
"Jede Mark wert." (Martin Halotta)

Bjørn Jagnow: Marketing für Autoren. Der Weg zur erfolgreichen Veröf-
fentlichung. Federwelt Verlag, 208 Seiten, 22 Abbildungen, 10 Check-
listen, 24,80 DM
http://www.federwelt.com/marketing_fur_autoren.html
__________

Das Team von bod.de könnt ihr vom 22.3. bis 25.3.2001 auf der Leipzi-
ger Buchmesse in der Halle 2 an Stand A 501 besuchen. Also eine ideale
Gelegenheit für Gespräche unter Schriftstellern, Lektoren, Buchhänd-
lern und Verlegern, die sich ganz besonders für Books on Demand und
seine neuesten Titel und technischen Entwicklungen interessieren. Mehr
Infos über http://www.bod.de.

__________

Habt ihr schon einmal bei www.lesebuch.net vorbeigeschaut? Nein? Dann
solltet ihr das einmal tun. Im lesebuch.net stellen eine beträchtliche
Menge Autorinnen und Autoren ihre Texte vor: Märchen, Kindergeschich-
ten, Gedichte, Kurzgeschichten, Erzählungen, Satiren, autobiographi-
sche Texte und Texte zum Zeitgeschehen. Weitere Infos auf
http://www.lesebuch.net.

__________

Zauberhafte Gedichtbände, Broschüren über Magie, Mystik, Religion, ein
Feenkalender für 2001, phantasievoller Lesestoff für lange Winteraben-
de, aber auch traumhafte s/w-Postkartenmotive für Geburtstage, Weih-
nachten oder Halloween, keltische Briefpapiere oder Celtic Art Sticker
und vieles mehr bietet der Curtis Nike Verlag:
http://www.curtisnikeverlag.de.
__________

Für unsere Kunden suchen wir als Agenten Drehbuch-Autoren mit Kri-
mi-Erfahrungen (und ersten TV-Credits). Interessenten wenden sich bit-
te an: mailto:Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.

__________

Die Anthologie "Traumpfade" mit den 20 besten Geschichten der Story-
olympiade 2000 ist nun erhältlich. Infos unter
http://buerger.metropolis.de/story-olympiade/ - und dann dem Link
"Publikationen" folgen.


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CHATS:
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Der Bestseller-Autor (und gleichzeitig unser SF-Experte) Andreas Esch-
bach wird am 21. Juni von 19:30 bis 20:30 Uhr zu Gast im Chat bei au-
torenforum.de sein. Streicht euch das am besten schon jetzt im Kalen-
der an!

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OFFERTEN:
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Online-Seminar "Kurzkrimi"

Ute Hacker, Münchner Autorin, die als Billie Rubin mehrere Kriminal-
kurzgeschichten veröffentlicht hat, bietet über vier Wochen ein Semi-
nar zur Entwicklung einer Krimikurzgeschichte nach James N. Frey an.

Wie viele Personen sind für eine gute Kriminalgeschichte notwendig?
Wie entwickelt man diese Personen? Wie legt man Plot und Step Sheet
an? Und wie arbeitet man eine solche Kriminalgeschichte schließlich
aus?

Woche 1: Entwicklung der Figuren
Woche 2: Tagebücher der Figuren
Woche 3: Plot und Step Sheet
Woche 4: Ausarbeitung der Krimikurzgeschichte

Die Teilnehmerzahl ist auf 10 Personen beschränkt.
Anmeldeschluss: 26. April 2001
Seminarbetrag: 320 DM

Eröffnungschat: 9. Mai 2001
Termine der Unterrichtschats: jeweils mittwochs, 19:30 - 21 Uhr
(16., 23., 30. Mai und 6. Juni)

Anmeldungen und weitere Informationen bei: Ramona Roth-Berghofer
(mailto:Ramona.Roth-Berghofer at autorenforum punkt de) und in der Rubrik "Of-
ferten" auf unserer Website: http://www.autorenforum.de.

Die Seminargebühren in Höhe von 320 DM sind im Voraus zu entrichten,
und zwar auf das folgende Konto von autorenforum.de:
autorenforum.de
BfG Bank AG
BLZ 550 101 11
Konto 14 24 18 99 00

Um die korrekte Buchung zu erleichtern, gebt bitte Name, Wohnort und
"On-Sem-2000-02" als Verwendungszweck auf dem Überweisungsträger an!

Übrigens: Wer schon einmal etwas von Ute Hacker lesen möchte: Auf un-
serer Website findet ihr einige Artikel von ihr zum Thema "Wie gründe
ich eine Schreibgruppe?" in der Rubrik "Autorenwissen".

++++++++++

Online-Seminar "Charakterstärke"

autorenforum.de veranstaltet auch im April/Juni 2001 ein Onli-
ne-Seminar zum Thema "Charakterstärke" mit Cassidy Rees, freier Jour-
nalistin, Buchautorin und Drehbuchautorin, (u. a. ausgebildet am nam-
haften "Hollywood Scriptwriting Institute" in Hollywood/Kalifornien).
Der Inhalt ist nicht nur für alle interessant, die Erzählungen schrei-
ben wollen, sondern auch für die, die eher an Romanen oder Drehbüchern
interessiert sind.

Wie erschafft man einen Columbo, einen Sherlock Holmes, eine Miss
Marple, einen Harry Potter oder einen James T. Kirk? Anhand konkreter
Beispiele vermittelt dieses Seminar in vier Wochen - in Chats und Ü-
bungen mit intensiver Betreuung der einzelnen TeilnehmerInnen - die
Kunst, beeindruckende Charaktere zu erschaffen.

Woche 1 - Starke Charakterisierung
Woche 2 - Starke Konflikte
Woche 3 - Starke Handlung
Woche 4 - Starke Dialoge

Die Teilnehmerzahl ist auf 10 Personen beschränkt.
Anmeldeschluss ist der 12. April 2001.
Preis: 320 DM

Das Seminar beginnt am Donnerstag, den 19. April, mit einem Eröffnung-
schat. Am 26. April, 3., 10. und 17. Mai finden die auf den Wochenauf-
gaben basierenden Seminarchats statt, für die im Laufe des Seminars
wiederholt themenbezogene Texte im Seminarforum hinterlegt werden. Die
Seminarchats beginnen jeweils um 19:30 Uhr.

Anmeldungen und weitere Informationen bei:
Ramona Roth-Berghofer (mailto:Ramona.Roth-Berghofer at autorenforum punkt de)
und in der Rubrik "Offerte" auf unserer Website:
http://www.autorenforum.de.

Die Seminargebühren in Höhe von 320 DM sind im Voraus zu entrichten,
und zwar auf das folgende Konto von autorenforum.de:
autorenforum.de
BfG Bank AG
BLZ 550 101 11
Konto 14 24 18 99 00

Um die korrekte Buchung zu erleichtern, gebt bitte Name, Wohnort und
"On-Sem-2001-Char-1" als Verwendungszweck auf dem Überweisungsträger
an!

Auf unserer Website findet ihr einige Artikel von Cassidy Rees, unter
anderem:
- in der Rubrik "Drehbuch": "Hollywood und die schreibende Zunft"
- in der Rubrik "Autorenwissen": "Verkauf eines Manuskripts"
Außerdem im November von Cassidy Rees im Tempest in der Rubrik "Auto-
renwissen" erschienen: "Schwierige Deutschstunden für Helden"

++++++++++

Online-Seminar "Strukturierung"

Im Juni/Juli bietet Cassidy Rees bei autorenforum.de erneut ihr Semi-
nar zum Thema Strukturierung an. Der Inhalt ist nicht nur für alle in-
teressant, die Erzählungen schreiben wollen, sondern auch für die, die
eher an Romanen oder Drehbüchern interessiert sind.

So wie hinter jedem erfolgreichen Mann angeblich eine starke Frau
steht, steht hinter jeder unvergesslichen Geschichte eine starke
Struktur. Unauffällig schmiegt sich die Erzählung an eine feste Form,
die ihr Halt verleiht, während der Handlungsbogen für die nötige Dra-
matik sorgt. Das Erzeugen von Spannung ist keine Zauberei, sondern
lässt sich ganz einfach erlernen.

Woche 1: Charakter versus Plot
Woche 2: Akteinteilung und Plotpoints
Woche 3: Haupt- und Nebenhandlung
Woche 4: Aktionen und Reaktionen

Die Teilnehmerzahl ist auf 10 Personen beschränkt.
Anmeldeschluss ist der 29. Mai 2001.
Preis: 320 DM

Das Seminar beginnt am Dienstag, den 5. Juni, mit einem Eröffnungsc-
chat. Am 12., 19. und 26. Juni und am 3. Juli finden die auf den Wo-
chenaufgaben basierenden Seminarchats statt, für die im Laufe des Se-
minars wiederholt themenbezogene Texte im Seminarforum hinterlegt wer-
den. Die Seminarchats beginnen jeweils um 19:30 Uhr.

Anmeldungen und weitere Informationen bei: Ramona Roth-Berghofer
(mailto:Ramona.Roth-Berghofer at autorenforum punkt de) und unter
http://www.autorenforum.de in der Rubrik "Offerten".

Die Seminargebühren in Höhe von 320 DM sind im Voraus zu entrichten,
und zwar auf das folgende Konto von autorenforum.de:
autorenforum.de
BfG Bank AG
BLZ 550 101 11
Konto 14 24 18 99 00

Um die korrekte Buchung zu erleichtern, gebt bitte Name, Wohnort und
"On-Sem-2001-Struk-1" als Verwendungszweck auf dem Überweisungsträger
an!

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Einführung ins Drehbuchschreiben

autorenforum.de veranstaltet weitere Drehbuchseminare. Christian Lück,
Drehbuchdoktor und Autor verschiedener Spielfilm- und Kurzfilmproduk-
tionen, bietet seine Einführung ins Drehbuchschreiben erneut an. Das
Seminar richtet sich an alle, die sich für die Grundzüge von Drehbü-
chern und Filmen interessieren. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich.

Termin: 7. - 8. April 2001 im Jugendgästehaus Neustadt/Weinstraße

Weitere Informationen gibt es unter der Rubrik "Offerten" auf unserer
Website (mailto:Ramona.Roth-Berghofer at autorenforum punkt de).

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Fortgeschrittenenseminar Drehbuchschreiben

autorenforum.de veranstaltet das erste Fortgeschrittenenseminar im Be-
reich des Drehbuchschreibens. Christian Lück, Drehbuchexperte und Au-
tor verschiedener Spielfilm- und Kurzfilmproduktionen, bietet ein auf
seinem Einführungsseminar auffbauendes Drehbuchseminar an.

In gemeinsamen Analysen und Übungen lernen die Teilnehmer, Struktur-
probleme zu beheben, sowie das Dialogschreiben mit besonderem Augen-
merk auf Subtexte, Charakterisierung und "wortlose" Dialoge. Des Wei-
teren werden die Teilnehmer mit den speziellen Anforderungen von Se-
rien-Drehbüchern, Episodenfilmen und nicht linearen Filmerzählungen
vertraut gemacht. Eine ausführliche "Pitching"-Übung zum besseren
"Verkauf" der eigenen Ideen rundet das Seminar ab.

Termin: 9. - 10. Juni 2001 im Jugendgästehaus Neustadt/Weinstraße

Weitere Informationen gibt es unter der Rubrik "Offerten" auf unserer
Website (mailto:Ramona.Roth-Berghofer at autorenforum punkt de).


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ECHOSERVICE:
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Ich suche "literarische Schreibgruppen" deutschlandweit, die ihr Kon-
zept ins Internet stellen möchten. Meine Homepage
http://www.autorengruppen.de befindet sich noch im Aufbau für München
und Umland. Interessenten mailen an mail-
to:Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.


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AUSSCHREIBUNGEN:
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    (siehe http://autorenforum.de/links/termine/index.html)
 (Quellen: Westfälisches Literaturbüro, uschtrin.de, Federwelt u. a.)


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Jeder erste Montag im Monat
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Internet-Schreibwettbewerb des Deutschen Schauspielhaus in Hamburg

Jeden ersten Montag des Monats werden unter
http://www.schauspielhaus.de die "Dogmen" (Regeln) für das neue Stück
veröffentlicht. Einsendeschluss ist der darauffolgende Sonntag, 24:00
Uhr. Eine Jury des Schauspielhauses wählt ein Stück aus, das mit dem
Ensemble produziert wird. Das fertige Tondokument liegt in der dritten
Woche des Monats auf der Homepage zum Hören bereit.

Der Gewinner erhält eine SchauspielhausCard. Mitmachen dürfen alle,
die die Regeln beachten.

Hier zur Anschauung ein Beispiel für die Vorgaben, das für Februar
2001 galt (also: jetzt nicht mehr!)
1) 1 Wellensittich
2) mindestens 2 verschiedene Schauplätze
3) 3 Personen, davon eine unter 18 Jahren, die im schwäbischen Dialekt
spricht
4) nicht länger als 4 Seiten


+++++++++++++++++
ab 1. Januar 2001
+++++++++++++++++
160 Zeichen. SMS - Literatur auf kleinstem Raum

So war es wohl im Sinne des Erfinders: SMS als einfache Möglichkeit,
Notizen zu verschicken - gedacht für die Momente, wo man Informationen
loswerden will, für die sich ein Telefonat nicht lohnt.

Alles kam anders. Liebeserklärungen werden per SMS gemacht, Beziehun-
gen aufrecht erhalten und - auch wieder gelöst. Kleine und große Nach-
richten, Unwichtiges, Witziges, viel Alltägliches und manchmal auch
höchst Dramatisches - kurz: Das Leben hat Einzug gehalten in die Welt
der 160 Zeichen.

Wir wollen dieser "Kultur der Kurznachricht" mit unserem Wettbewerb
Rechnung tragen.

Drei Kategorien stehen zur Wahl: "Literatur", "Liebe" und "Spaß". Wäh-
rend die letzteren wohl eindeutig sind, ist "Literatur" der freie
Wettbewerb - ohne thematische Einschränkung. Für alle aber gilt: Nur
160 Zeichen.

Große Literatur in dicken Wälzern. Slammer brauchen fünf Minuten.
Songs enden radiogerecht nach drei Minuten. Alte Weisheiten verlieren
ihre Fülle mit den Jahren, selbst von den großen bleiben oft nur ein
paar Worte hängen. 160 Zeichen. Kann man sich wirklich so kurz fassen,
wenn man etwas zu sagen hat? Diese Frage wollen wir klären. Machen Sie
mit. Und lassen Sie das Handy in der Tasche, denn Ihren Beitrag erwar-
ten online.

1. bis 3. Preis in jeder Kategorie: jeweils 160 DM

Veranstalter: Uzzi Verlag e. K., Homepage des Wettbewerbs:
http://www.160-Zeichen.de
Ansprechpartner: Harald Müller, E-Mail: mailto:Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!,
Telefon: (01 77) 6 66 84 50


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23. März 2001
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Fünfter Klagenfurter Literaturkurs

Vom 24. bis 27. Juni 2001 veranstalten die Kulturabteilung der Stadt
Klagenfurt und das ORF Landesstudio Kärnten den Fünften Klagenfurter
Literaturkurs, zu dem insgesamt zehn Autorinnen und Autoren eingeladen
werden.

Geboten werden:
- Tutorien mit erfahrenen Kolleginnen und Kollegen (Gespräche über den
eingereichten Text)
- Diskussionen zu den Bedingungen von Literatur und Schreiben
- die Möglichkeit, die Tage der deutschsprachigen Literatur (Inge-
borg-Bachmann-Preis) als Gast zu besuchen (27. Juni - 1. Juli 2001)
- Reisekosten und Unterkunft sowie Verpflegungsgutscheine für die Zeit
des Literaturkurses und der Tage der deutschsprachigen Literatur (24.
Juni - 1. Juli 2001)

Die Bedingungen:
- nicht älter als 35 Jahre (Stichtag: 23. März 2001)
- mindestens eine literarische Veröffentlichung (deutschsprachig, kei-
ne Übersetzung);  als adäquate Veröffentlichung gelten Prosaarbeiten
in Buchform, Beiträge für im Buchhandel erhältliche Anthologien und
Zeitschriften, als nicht adäquat gelten Texte, die im Eigenverlag er-
schienen sind
- von der Teilnahme ausgeschlossen sind Kandidatinnen und Kandidaten
der Tage der deutschsprachigen Literatur 2001

Interessierte schicken eine Textprobe (ausschließlich Prosa) mit einem
Schriftgrad von mindestens 12 Punkt im Umfang von maximal 10 Seiten
jeweils in sechsfacher Ausfertigung sowie einen Lebenslauf mit Biblio-
graphie und ein Foto in Druckqualität bis spätestens 23. März 2001
(Poststempel) an das: Robert-Musil-Literatur-Museum,  Dr. Heimo
Strempfl, Bahnhofstrasse 50, A-9020 Klagenfurt, E-Mail: klagen-
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!, Telefon: (00 43/4 63) 50 14 29.

Eine unabhängige vierköpfige Jury entscheidet über die Teilnahme. Li-
teraturkurs-Teilnehmerinnen und -Teilnehmer werden Anfang Mai 2001
persönlich verständigt.

Weitere Informationen im Internet unter: http://www.musilmuseum.at und
unter http://www.bachmannpreis.at.


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1. April 2001
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Wein wörtlich

Eine Anthologie rund um den Wein. Von der Mythologie bis zur Smaragd-
eidechse.

Unveröffentlichte Lyrik und Prosa bis höchstens 5 Seiten.

Zusendungen an: Mag. Maria Magdalena Cervenka, Rudolf-Kattnig-Straße
57, A-9020 Klagenfurt,  Telefon/Fax: (04 63) 26 10 80,
mailto:Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!


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30. April bis 31. Mai
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Der Geest-Verlag veranstaltet bis Ende April und Ende Mai mehrere Aus-
schreibungen.

Inés Apitz, Cornelia Eichner: Angst - eine Anthologie von und für mu-
tige Menschen
Einsendeschluss: 30. April 2001

Verena Blecher: Die Spur des Gauklers in den blauen Mond
Für diese Anthologie sucht der Geest-Verlag Märchenhaftes und Phanta-
siegespinste.
Einsendeschluss: 31. April 2001

Alfred Büngen, Cornelia Eichner: ,,trendy’’ - ein Schreibwettbewerb
für junge und jüngste Autoren.
Einsendeschluss: 30. Mai 2001

Ute Eppich: Hoffnung - Geschichten in realistischer Phantasie
Erzählen Sie von Wundern, von Mut und Überwindung innerer und äußerer
Schwierigkeiten, von Menschlichkeit und Menschen, die auf dem Weg
sind.
Einsendeschluss: 31. Mai 2001

Nähere Informationen unter: http:www.geest-verlag.de


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13. Mai 2001
++++++++++++
Hattinger Förderpreis 2001

Die KUBISCHU (Kultur- und Bildungskooperative Schulenburg Hattingen e.
V.) vergibt in diesem Jahr zum elften Mal Förderpreise an junge Auto-
rinnen oder Autoren.

Die 11. Hattinger Literatur-Tage finden voraussichtlich statt vom 31.
August bis zum 16. September 2001. Teilnahmeberechtigt sind junge Au-
torinnen und Autoren, die im Jahr 2001 zwischen 16 und 25 Jahre alt
sind. Sie können für eine öffentliche Lesung literarische Texte jeder
Art in deutscher Sprache einreichen (Umfang bis maximal 5
DIN-A4-Seiten bei l,5-zeiliger Schreibweise, einseitig, maschinenge-
schriebene Form, l Exemplar, ungeheftet).

Eine Jury wählt aus diesen Einsendungen die Autorinnen und Autoren (in
der Regel acht) für eine öffentliche Lesung während der Literatur-Tage
aus und vergibt einen Jurypreis. Die dann anwesenden Zuhörer stimmen
zusätzlich über einen Publikumspreis ab.

Den Eingeladenen wird das Fahrgeld erstattet; sie sind am Tag der Le-
sung Gäste der KUBISCHU. Daneben sorgt die KUBISCHU, falls nötig, für
eine Übernachtungsmöglichkeit.

Der Preis besteht aus einer von der KUBISCHU organisierten und bezahl-
ten Lesung der Preisträger im Frühjahr 2002.

Bewerbungen um den Hattinger Förderpreis sind zu richten an: KUBISCHU,
Postfach 80 05 23, 45505 Hattingen.

Eine Eingangsbestätigung erfolgt nur auf besonderen Wunsch mit Rück-
porto, doch erhalten alle Einsender nach Abschluss der Juryauswertung
Ende Juni eine Mitteilung. Die Texte werden nur auf Wunsch und mit
beigelegtem, frankiertem Rückumschlag zurückgeschickt.

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30. Mai 2001
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Story-Olympiade 2001

Das Thema: Geschöpfe der Dunkelheit

Teilnehmerkreis: alle AutorInnen, die nicht ausschließlich von ihren
Büchern leben.

Die Geschichten: Jede nur erdenkliche Spielart der Phantastik ist mög-
lich (SF, Fantasy, Phantastik, Märchen ...). Aber keine Fan-Fiction!
Die Geschichten sollen einen Anfang, einen erkennbaren Handlungsstrang
und einen Schluss haben (kein Teilstück aus einem größeren Werk). Um-
fang: maximal 20 000 Zeichen, Format: Doc oder RTF.

Avantgardistische Wort-, Zeichen- oder Satzexperimente sind nicht er-
wünscht, ebensowenig Geschichten mit eindeutig rassistischem, sexisti-
schem oder sonstwie diskriminierendem Inhalt.

Eine Zusammenfassung aller Teilnahmebedingungen und Kriterien, nach
denen die Vorjury entscheidet, ob eine Geschichte zum Wettbewerb zuge-
lassen wird, könnt ihr direkt bei mailto:Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
anfordern.


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15. Juni 2001
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Literaturwettbewerb Lyrik der Akademie Graz

Die Akademie Graz setzt einen Literaturpreis für Lyrik für das Jahr
2001 aus. Teilnehmen können AutorInnen bis zum 35. Lebensjahr.

Schicken Sie bitte höchstens zehn Gedichte in fünffacher Ausfertigung.
Beizulegen ist ein verschlossenes Kuvert, in dem die Titel der Gedich-
te, Name, Anschrift und Rufnummer sowie eine Ablichtung eines Perso-
nalausweises/Passes/Führerscheins des Autors/der Autorin enthalten
sein müssen. Kennwort: Lyrik 2001.

Adresse: Akademie Graz, Albrechtgasse 7/II, A-8010 Graz, Telefon (03
16) 83 79 85-16, Fax: (03 16) 83 79 85-17.


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30. Juni 2001
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Maskenball - eine Anthologie

Die Maske - Wahrheit, Symbol oder Verschleierung. Der Maskenball - ge-
sellschaftlicher Totentanz, individueller Exzess, Treffen geheimer
Wünsche. Eine lange künstlerische und literarische Tradition umgibt
das Thema. Und heute?

Wir suchen Gedichte, Kurzgeschichten, Erzählungen, kurze dramatische
Arbeiten. Die Maske als Wahrheit oder Verschleierung - der Ball als
Spiel oder Taktik!
- Prosa und Dramatik maximal 7 Seiten, übliche Randabstände, 10er
Schriftgröße
- max. 3 Gedichte

Einsendungen: Diskette (Word) und ein Papierausdruck. Herausgeber ist
die Zeitschrift Maskenball. Die Anthologie Maskenball wird im
Geest-Verlag herausgegeben und erscheint im Herbst 2001.

Die Autoren müssen über das Copyright ihrer Beiträge verfügen. Der/die
AutorIn erklärt, dass der Beitrag unveröffentlicht ist, also nicht in
einer eigenständigen Veröffentlichung, einer Anthologie oder einer ü-
berregionalen Literaturzeitung etc. erschienen. Veröffentlichungen im
Internet sind davon ausgeschlossen.

Es wird kein Honorar gezahlt. Jeder veröffentlichte Autor erhält ein
kostenloses Autorenexemplar. Zusätzliche Exemplare können zu einem be-
sonderen Autorenpreis bezogen werden. Unter den eingesandten Beiträgen
werden insgesamt drei Beiträge mit einem besonderen Buchpräsent ausge-
zeichnet und als besondere Maskenball-Beiträge gekennzeichnet. Die
Auswahl erfolgt in der Zusammenarbeit von Maskenball und Geest-Verlag.
Mit der Einsendung erklärt der Autor sich mit einer Veröffentlichung
unter den genannten Bedingungen einverstanden.

Beiträge bitte unter Angabe des Stichwortes "Ausschreibung Maskenball"
einsenden an: Maskenball, Postfach 12 61, 63514 Rodenbach.


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15. Juli 2001
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Wilhelm-Busch-Preis für satirische und humoristische Versdichtung

Auch in diesem Jahr wird dieser Preis wieder ausgeschrieben. Dazu kann
jede/r satirische und humoristische Versdichtung einreichen - Inhalt
und Form sind nicht weiter vorgegeben. Die Beiträge dürfen nicht län-
ger als drei normal beschriebene A4-Seiten sein. Sie können gern auf
Diskette (3,5", TXT-Format) eingereicht werden. Die Texte werden nicht
zurückgeschickt. Alle TeilnehmerInnen müssen durch rechtsverbindliche
Unterschrift erklären, dass die Urheberschaft für die Texte bei ihnen
liegt. Außerdem müssen sie versichern, dass es sich um unveröffent-
lichtes Material handelt.

Die Textseiten selbst müssen anonymisiert sein, dürfen also keinen
Hinweis auf die AutorInnen enthalten. Legen Sie der Einsendung aber
gesondert Infos über sich bei (Vorname, Name, Alter, Beruf, Anschrift,
Telefon etc.).

Die Preisgelder betragen mindestens 10 000 DM, Preisverleihung ist im
November. Die prämierten Beiträge und ausgewählte weitere werden in
einem Sammelband und eventuell auch auf der Internetseite veröffent-
licht.

Einsendungen (nicht per E-Mail!) an: Wilhelm-Busch-Gymnasium Stadtha-
gen, Kennwort "Wilhelm-Busch-Preis", Schachtstraße 53, 31655 Stadtha-
gen

Weitere Infos: http://www.wilhelm-busch-preis.de


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31. Juli 2001
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Maskenball-Award 2001 für die besten Kurzgeschichten

Thema "Moral" für eine Anthologie Anfang Dezember 2001.

Gefordert sind maximal 2 DIN-A4-Seiten, einzeilig, Fließtext, ca. 56
Zeilen pro Seite zu je maximal 95 Anschlägen, Schriftgröße 11. Zusen-
dung auf Diskette in Word und in drei Papierausdrucken. Kurzvita bis
160 Zeichen.

Eine dreiköpfige Jury entscheidet, welche Texte veröffentlicht werden.
Alle AutorInnen, deren Kurzgeschichten in der Anthologie veröffent-
licht werden, erhalten ein Freiexemplar, und sie können diese Bücher
mit einem Rabatt von 30% portofrei erwerben.

1. Preis: 500 DM, 2. Preis: 300 DM, 3. Preis: 150 DM

Alle AutorInnen werden bis Mitte August 2001 benachrichtigt, ob sie
veröffentlicht werden. Bitte einen frankierten Rückumschlag beilegen!

Einsendungen mit dem Stichwort "maskenball-award 2001" an: Maskenball,
Postfach 12 61, 63514 Rodenbach. Weitere Informationen unter
http://www.der-maskenball.de.


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31. August 2001
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Das Kopfkissenbuch 2001

Ein Kopfkissenbuch kommt dem Kopf sehr nahe. Es hat fast einen physi-
schen Kontakt zur Schläferin, zum Schläfer, zu ihren Phantasien, Erin-
nerungen, Wünschen und Träumen. Ein Kopfkissenbuch kann so intim wie
ein Tagebuch sein, es kann ein Lieblingsbuch sein oder ein Lehrbuch,
dessen Inhalt sich im Schlaf einprägen soll. In Japan waren die Kopf-
kissenbücher der Hofdamen nicht nur Beschreibungen des täglichen Le-
bens, sondern auch erotischer Natur. Den Assoziationen sind also keine
Grenzen gesetzt.

Die 12 besten Prosatexte werden in einer Anthologie mit dem Titel "Das
Kopfkissenbuch 2001" veröffentlicht. Jeder Preisträger erhält von die-
sem Band 10 kostenlose Exemplare.

Die Wettbewerbsbedingungen können gegen einen als Brief frankierten
und adressierten Umschlag angefordert werden beim Autorenhaus-Verlag,
"Das Kopfkissenbuch 2001", Karmeliterweg 116, 13465 Berlin.


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1. November 2001
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Hans-im-Glück-Preis

Der Hans-im-Glück-Preis ist ein Förderpreis der Kreisstadt Limburg a.
d. Lahn für Jugendbuchautoren und -autorinnen. Ausgezeichnet werden
sprachlich und formal anspruchsvolle Romane und Erzählungen aus dem
deutschen Sprachraum für jugendliche Leser und Leserinnen.

Die Jury wird Bücher und Manuskripte auszeichnen, die durch neue The-
men und Erzählweisen auffallen. Sie ermuntert die Einsender ausdrück-
lich zu Experimenten und Wagnissen.

Der Mindestumfang des Manuskriptes beträgt 100 Seiten. Nicht berück-
sichtigt werden Kurzgeschichten,  Bilderbuchtexte, Gedichte oder Über-
setzungen in die deutsche Sprache.  Unveröffentlichte Manuskripte kön-
nen von den Autoren oder Bücher von den Verlage eingereicht werden.

Der Preis ist mit 5 000 DM und einer Kugel mit 24-karätiger Blattver-
goldung der Limburger Silberschmiedin Annette Zey dotiert. Die Kugel
symbolisiert die Glücksgüter, die "Hans im Glück" bedenkenlos und
glücklich verschenkte. Eine kurze Vita (Lebenslauf) sollte beigefügt
werden. Eingereichte Manuskripte können nur gegen Rückporto zurückge-
schickt werden. Die Jury kann zu den einzelnen Manuskripten auch keine
Lektoratsgutachten ausstellen.

Im Sinne der Literatur- und Leseförderung lädt der Magistrat der Stadt
Limburg - Kulturamt - die Preisträgerin/den Preisträger in der Folge
zu mindestens einer Autorenlesung ein.
Die eingereichten Manuskripte (eine Kopie) oder Bücher (fünf Exemplare
für die fünf Juroren) sind zu senden an den Magistrat der Kreisstadt
Limburg a. d. Lahn - Kulturamt -, Frau Nicole Schultrich, Fischmarkt
21, 65549 Limburg a. d. Lahn.

Weitere Infos: Tel.: (0 64 31) 21 29-13, Fax: (0 64 31) 21 29-18,
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!, Homepage:
http://www.limburg.de.

Die Bekanntgabe des Preises findet im Juni 2002, die Preisverleihung
im Herbst 2002 in der Kreisstadt Limburg a. d. Lahn statt.


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PUBLIKATIONSMÖGLICHKEITEN:
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SOLAR-Tales sucht  Storys von Fantasy- & SF-Autoren zu folgenden The-
men: "Drachen" und, aus gegebenem Anlass, "2001 - A Space Odyssee".
Hier sind gefragt: Weltraumodysseen, Hard-SF-Raumfahrtstorys und Ar-
thur-C.-Clarke-inspirierte Geschichten.

Deadline: Spätsommer 2001. Storys an und Infos von Wilko Müller jr.,
Volhardstraße 20, 06112 Halle/S., mailto:Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!. (Noch
zu haben: SOLAR-T Nr. 1, DM 7,50, A 4, 64 Seiten.
http://www.solar-x.de.)

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Mit der Website www.ooha.de ist ein Online-Satiremagazin an den Start
gegangen, das den Autoren, die die Inhalte aufbauen, völlig neue Mög-
lichkeiten bietet. Bei OOHA können Sie Ihre Texte direkt auf der Web-
site verfassen und bekommen im Falle der Veröffentlichung Ihres Textes
einen Anteil an dem Unternehmen. Der Zeitaufwand für einen Artikel
liegt zwischen 30 min und 3 h, ein Beitrag hat ca. 3 000 Zeichen. OOHA
ist ein Magazin von Menschen für Menschen. Es wird das sein, was Sie
daraus machen.

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neues e-zine! sf4you.de

hier werden monatlich stories & gedichte von deutschen und internatio-
nalen autoren veröffentlicht. besonders interessant für noch nicht so
bekannte schreiber: die linkliste mit kommentierten links zu fanzines,
verlagen und clubs in aller welt. mehr infos auf der homepage:
www.sf4you.de oder im monatlichen newsletter: mail-
to:Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.

außerdem werden für eine sf-anthologie bis juli nächsten jahres noch
humorige, satirische, auch bissig-ironische stories gesucht.

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Heyne-Anthologien

Gesucht werden weiterhin Gedichte und Kurzgeschichten sowie Märchen
für Anthologien im Heyne-Verlag München. Ein bestimmtes Thema ist
nicht vorgegeben.

Weitere Infos und Einsendungen an: Kristiane Allert-Wybranietz, Zum
Horsthof 6, 31749 Auetal-Rolfshagen.

Der Einsendeschluss ist nach hinten offen und verlängert sich jeweils
um ein halbes Jahr.


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SEMINARE:
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19. bis 21. Mai 2001
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In 14 Zeilen um die Welt - Literaturwerkstatt Sonett

14 Zeilen für die Ewigkeit: Das Sonett, in Sizilien entstanden, von
Petrarca wie von Shakespeare zum Klassiker der Lyrik veredelt, von Ba-
rockdichtern und Romantikern gepflegt, von Rilke frei variiert, in der
Konkreten Poesie demontiert und bis heute immer wieder neu zusammenge-
fügt, gehört zu den interessantesten Formen europäischer Dichtung. Ne-
ben einem historischen Überblick über Sonette der letzten 500 Jahre
führt das Seminar in Vers- und Strophenbau, Klangform und gedankliche
Struktur der verschiedenen Sonettformen theoretisch und praktisch ein.
Dazu sind gemeinsame Übungen geplant. Darüber hinaus fragen wir da-
nach, warum die Gegenwartsdichtung häufig auf klassische literarische
Formen zurückgreift.

Das Seminar wendet sich an Leser, Autoren und Vermittler von Lyrik.
Eigene Sonette der Teilnehmerinnen und Teilnehmer sind nicht Bedin-
gung, können aber im Seminar vorgestellt und diskutiert werden.

Lektürehinweis: Hummelts Übersetzung des Sonettenkranzes "Das Schmet-
terlingstal. Ein Requiem" von Inger Christensen, erschienen im
Schreibheft 52/1999. Proben seiner eigenen Arbeit gibt Norbert Hummelt
im Rahmen einer öffentlichen Lesung.

Seminarleitung: Norbert Hummelt, Köln, Lyriker und freier Publizist,
Dr. Olaf Kutzmutz
Kostenanteil: 230 DM + 10 DM 10 für einen Reader
Anmeldeschluss: 19. April 2001
Anmeldung: Bundesakademie für kulturelle Bildung Wolfenbüttel, Post-
fach 11 40, 38281 Wolfenbüttel, Telefon (0 53 31) 8 08-4 11, Fax (0 53
31) 8 08-4 13, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!, http://www.bundesakademie.de


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25. bis 27. Mai 2001
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Dem Text an die Wäsche gehen - Kritik und Analyse eigener Manuskripte


Auf dem Weg zum Buch ist das Schreiben nur die eine, wenn auch uner-
lässliche Voraussetzung. Das Lesen, das Gegenlesen ist für Autorinnen
und Autoren jedoch genauso wichtig. Solcher Austausch findet häufig
unter Freunden statt. Streben Sie an, ein Buch zu veröffentlichen, ist
zumeist ein Lektor Ihr Gesprächspartner. In diesem Seminar haben Sie
Gelegenheit, eines Ihrer aktuellen Projekte zur Diskussion zu stellen.
Ein Lektor sieht sich Ihr Manuskript zuvor gründlich an und sucht mit
Ihnen und den anderen Teilnehmern nach Verbesserungen.

Wie stellen wir uns das Gespräch über Ihre Manuskripte vor? Schonungs-
los gegenüber den Texten, aber respektvoll gegenüber den Urhebern, so
ehrlich wie möglich und so kritisch wie nötig. Ziel des Seminars ist
schließlich ein gutes Manuskript - und das geht nicht ohne Kritik. Am
Rande erfahren Sie darüber hinaus, was Sie aus Sicht eines Lektors be-
achten sollten, wenn Sie einem Verlag einen Text anbieten.

Reichen Sie bitte mit Ihrer Anmeldung eine Arbeitsprobe (maximal 10
Seiten) und ein Exposé (1 Seite!) ein, mit dem Sie einem Verlag Ihr
Buchprojekt schmackhaft machen würden.
Seminarleitung: Stefan Ulrich Meyer, München, Lektor der Deutschen
Verlags-Anstalt, Dr. Olaf Kutzmutz
Kostenanteil: 240 DM + 10 DM für einen Reader
Anmeldeschluss: 25. April 2001
Anmeldung: Bundesakademie für kulturelle Bildung Wolfenbüttel, Post-
fach 11 40, 38281 Wolfenbüttel, Telefon (0 53 31) 8 08-4 11, Fax (0 53
31) 8 08-4 13, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!, http://www.bundesakademie.de


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7. bis 9. Oktober 2001
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"Etwas ist nicht geheuer, damit fängt es an" - Literaturwerkstatt Lo-
kal-Krimi

Die Kriminalromane von Léo Malet spielen in Paris, Donna Leons Commis-
sario Brunetti ermittelt in Venedig, für die Bestseller von Henning
Mankell bildet die schwedische Kleinstadt Ystad den Hintergrund - aber
schreiben Malet, Leon und Mankell auch Lokal-Krimis? Was unterscheidet
einen Kriminalroman von einem Lokal-Krimi? Die Qualität der Texte und
der Autoren? Oder spielt die (Welt-)Bekanntheit der Städte und Regio-
nen, in denen die Handlung angesiedelt ist, die entscheidende Rolle?
Ersetzt der Lokal-Krimi gar den Heimatroman, ist er nur für Leser ge-
schrieben, die ihren eigenen Kirchturm im Roman wiederfinden wollen?

Das Seminar möchte einerseits Theorie vermitteln, vor allem aber das
Krimi-Schreiben professionalisieren. Die Texte der Teilnehmerinnen und
Teilnehmer stehen dabei im Mittelpunkt. Eine kurze Einführung in die
Geschichte des Kriminalromans kann dazu beitragen, die Gattung "Lo-
kal-Krimi" zu definieren und dadurch von anderen, aktuell vertretenen
Sub-Genres abzugrenzen. Ein weiteres Thema im Seminar sind Vermark-
tungswege in der Literaturbranche: Wie finde ich einen Verlag? Welche
Rollen spielen Agenten? Bieten Internet, E-Book und Book on Demand
neue Chancen?

Mit der Anmeldung reichen Sie bitte eigene Kurzgeschichten (maximal 10
Seiten) und/oder Romanexposés (1 Seite) ein.

Proben seiner eigenen Arbeit gibt Jürgen Kehrer im Rahmen einer öf-
fentlichen Lesung.

Seminarleitung: Jürgen Kehrer, Münster, freier Schriftsteller von Kri-
minal- und historischen Romanen, Sach- und Drehbüchern.
Kostenanteil: 230 DM + 10 DM für einen Reader
Anmeldeschluss: 7. September 2001
Anmeldung: Bundesakademie für kulturelle Bildung Wolfenbüttel, Post-
fach 11 40, 38281 Wolfenbüttel, Telefon (0 53 31) 8 08-4 11, Fax (0 53
31) 8 08-4 13, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!, http://www.bundesakademie.de


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12. bis 14. Oktober 2001
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Vom Erzähltext zur Szene - Übungen, Prosa zu adaptieren

Wer von Lyrik, Epik und Dramatik spricht, meint zumeist eine ideale
Ordnung, die der praktischen literarischen Vielfalt nur teilweise ent-
spricht. Denn die Grenzen zwischen den Gattungen sind mitunter flie-
ßend, manche Texte kokettieren geradezu mit ihren Nachbarn. Vor diesem
Hintergrund arbeitet der Workshop literarisch-praktisch mit solchen
Grenzgängern: Wie lässt sich zum Beispiel Prosa in einen szenischen
Text überführen? Wie können wir dramatisch wichtige Elemente einer Er-
zählung oder eines Romans isolieren und in Dialoge umsetzen? Dafür
sind Ideen, aber auch ein gut sortierter Koffer mit literarischem
Handwerkszeug nötig. Zu diesem Zweck beschäftigen wir uns mit der Ge-
schichte, Beispielen und Verfahren von Prosa-Dramatisierungen. Prak-
tisch denken wir über szenische Strukturen (Konzepte, Lesarten, Gat-
tungsalternativen) nach, arbeiten darüber hinaus an Einzelpassagen, an
Figuren und ihrer Sprache. Forum für erste Arbeitsergebnisse ist eine
Werkstattlesung. Das Ziel: Im kritischen Gespräch die weitere Reali-
sierung Ihrer Adaption vorzubereiten.

Was Sie zuvor tun sollten: Einen Prosatext auswählen, der sich für ei-
ne Dramatisierung eignet. Das kann ein eigener, aber auch ein Fremd-
text sein. Zusätzlich sammeln Sie im Vorfeld Argumente, die aus Ihrer
Sicht das szenisch-dramatische Potential des ausgewählten Textes be-
gründen. Mitbringen müssen Sie vor allem Fantasie, Originalität, auch
Raffinesse und Fleiß, weniger oder erst in zweiter Linie zählen wis-
senschaftliche Lektüre und akribische Vorarbeiten.

Seminarleitung: Peter Reichel, Leipzig, Lehrstuhl für Dramaturgie an
der Hochschule für Musik und Theater "Felix Mendelssohn Bartholdy"
Leipzig.
Kostenanteil: 230 DM + 10 DM für einen Reader
Anmeldeschluss: 12. September 2001
Anmeldung: Bundesakademie für kulturelle Bildung Wolfenbüttel, Post-
fach 11 40, 38281 Wolfenbüttel, Telefon (0 53 31) 8 08-4 11, Fax (0 53
31) 8 08-4 13, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!, http://www.bundesakademie.de


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27. bis 29. Oktober 2001
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Morde für die Ohren - Profiwerkstatt Kriminalhörspiel

Sie haben früher "Kalle Blomquist, der Meisterdetektiv" im Kinderfunk
gehört - und sind natürlich dem Krimischreiben verfallen. Inzwischen
sind Sie ein Profi, was die Dramaturgie fingierter Morde angeht. Sie
haben bislang mindestens einen Krimi veröffentlicht, suchen aber nach
neuen literarischen Feuerproben. Das Genre Kriminalhörspiel reizt Sie
ungemein, vielleicht haben Sie sogar schon eins in der Schublade und
wissen nicht, ob es etwas taugt. Genau für Sie ist unsere Profiwerk-
statt Kriminalhörspiel gedacht. Hier erfahren Sie, was Sie über das
"Handwerk" wissen sollten: Sie hören aktuelle und historische Produk-
tionen und lernen die Geschichte des Kriminalhörspiels, seine Erzähl-
formen und Inszenierungsstile kennen.

Höhepunkt und Katharsis: Sie sind live dabei, wenn das Hörspielstudio
des NDR in Hamburg Texte inszeniert.

Seminarleitung: Hilke Veth, Hamburg, Hörspieldramaturgin beim NDR, Le-
onhard Koppelmann, Köln, (Hörspiel-)Regisseur und Autor
Kostenanteil: 240 DM + 10 DM für einen Reader
Anmeldeschluss: 27. September 2001
Anmeldung: Bundesakademie für kulturelle Bildung Wolfenbüttel, Post-
fach 11 40, 38281 Wolfenbüttel, Telefon (0 53 31) 8 08-4 11, Fax (0 53
31) 8 08-4 13, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!, http://www.bundesakademie.de
Das Seminar wird in Zusammenarbeit mit dem NDR-Hörspiel durchgeführt
und findet in Wolfenbüttel und Hamburg statt.


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14. bis 16. Dezember 2001
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Möglichkeit statt Wirklichkeit? Die Sciencefiction-Kurzgeschichte

Zumindest in der so genannten Goldenen Zeit der Literaturgattung galt
die Kurzgeschichte als das Medium schlechthin, um Sciencefiction zu
schreiben. Kein Wunder, gab es doch Dutzende einschlägiger Zeitschrif-
ten auf dem angloamerikanischen Markt und ungezählte Leser, die origi-
nelle Weltentwürfe und prägnante Ideen liebten.
Und wie sieht es zu Beginn des 21. Jahrhunderts aus? Die meisten
Sciencefiction-Leser bevorzugen dicke Wälzer oder gar Endlos-Sagas.
Magazine und Anthologien für Kurzgeschichten scheinen auszusterben.
Nach wie vor bietet jedoch die Sciencefiction-Kurzgeschichte Schrei-
bern ungeahnte Möglichkeiten, denn durch die Kunst knapper Schilderun-
gen und einen sauberen Stil können fantastische Welten entstehen. Zu-
dem kann die Kurzgeschichte für manchen Schriftsteller eine wichtige
Fingerübung sein, um in überschaubarer Zeit handwerkliches Rüstzeug
für komplexere Werke zu erwerben.

Solches Rüstzeug erhalten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer dieses
Seminars, das sich als Schreibschule für angehende Scienceficti-
on-Schriftsteller versteht. Grundlegende Fertigkeiten zum Schreiben
von Sciencefiction werden hier vermittelt. Zudem üben die Teilnehme-
rinnen und Teilnehmer an konkreten Beispielen, wie sie ihre Texte
verbessern können. Sie verfassen Geschichten und stellen sie im Kreis
der schreibenden Kollegen vor. Das fördert zugleich die Kritikfähig-
keit für eigene wie fremde Texte.

Seminarleitung: Klaus N. Frick, Karlsruhe, Sciencefiction-Redakteur,
Uwe Anton, Wuppertal, Sciencefiction-Autor, Übersetzer und Herausgeber
Kostenanteil: 230 DM + 10 DM für einen Reader
Anmeldeschluss: 14. November 2001
Anmeldung: Bundesakademie für kulturelle Bildung Wolfenbüttel, Post-
fach 11 40, 38281 Wolfenbüttel, Telefon (0 53 31) 8 08-4 11, Fax (0 53
31) 8 08-4 13, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!, http://www.bundesakademie.de


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VORSTELLUNG:
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 (In dieser Rubrik stellen sich ausgewählte Literaturzeitschriften,
  Literaturbüros, kulturelle Einrichtungen etc. selbst vor.)


                           "Wortbilder.de"
                     vorgestellt von Jürgen Erbe

Seit mehr als 20 Jahren schreibt Jürgen Erbe Gedichte und Kurzge-
schichten. 2000 entstand die Idee, die Texte im Internet zu veröffent-
lichen. So wurde am 07.03.2000 Wortbilder.de geboren. Wortbilder.de
ist mittlerweile das Zuhause für weitere Autoren geworden. In enger
Zusammenarbeit mit Anja Verhuelsdonk (http://www.bilder-einer-frau.de)
enstanden auf Wortbilder.de Kompositionen aus Text und Bild.

Das Internet bietet heute jedem Autor die Möglichkeit, seine Texte den
Mitmenschen relativ kostengünstig vorzustellen. Auf Wortbilder.de fin-
det man nun Gedichte und Kurzgeschichten von Jürgen Erbe und weiteren
AutorInnen und ein öffentliches Forum, in dem heftig diskutiert werden
kann und jeder seine eigenen Werke veröffentlichen kann.

Mittlerweile hat Wortbilder.de verschiedene Awards gewonnen.


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AUTORENWISSEN:
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                                   (mailto:redaktion at autorenforum punkt de)

                  "Wozu Bücher über das Schreiben?"
                       von Hans Peter Röntgen

Mittlerweile gibt es auch in Deutschland eine große Zahl von Büchern
über das Schreiben; die meisten sind Übersetzungen aus dem Amerikani-
schen. Sol Stein, James N. Frey, Ursula K. LeGuin und Stephen
King sind nur einige derer, die das Schreiben lehren wollen.


          Was können solche Bücher leisten?

Sie können "das Handwerk" lehren. Beim Schreiben gibt es, wie bei je-
dem anderen Handwerk auch, einige Grundregeln, es gibt Kniffe, und es
gibt typische Anfängerfehler.

Dazu finden sich in jedem Lehrbuch eine Menge Hinweise. Aber es gibt
zwischen den Büchern deutliche Qualitätsunterschiede. Und was Peter
Maier hilft, muss nicht notwendigerweise auch Hanna Müller weiterbrin-
gen.

Wer gerade angefangen hat zu schreiben, kann vielleicht mit Schreibbü-
chern gar nichts anfangen. Da kommt es erst mal darauf an, überhaupt
zu schreiben. In den ersten Reitstunden ist auch jeder Reitschüler
froh, wenn er nicht vom Pferd fällt, und macht sich keine Gedanken,
wie er das Pferd lenken kann.

Aber irgendwann kämpft jeder Anfänger mit einem Problem, sieht, dass
an seinem Text etwas nicht stimmt, aber weiß nicht, was das Problem
ist, und erst recht nicht, wie er es lösen könnte. Hier setzen Anfän-
gerbücher an, die den Leser erst mal bei der Hand nehmen und ihn durch
die üblichen Anfängerfehler geleiten, ihm beibringen: Wie kann ich ei-
nen Text korrigieren? In diesem Stadium macht es aber keinen Sinn,
sich ein Spezialbuch über Plotentwicklung zu besorgen. Jenes Buch ist
das beste, das die Schwierigkeiten behandelt, mit denen der Autor ge-
rade kämpft.

Ich habe mich früher immer schwer damit getan, meine Texte zu korri-
gieren, Schwachstellen zu entdecken. Für mich war Sol Steins "Über das
Schreiben" eine Offenbarung, weil ich genau dies dort gelernt habe.

Ein Anfänger, der merkt, dass sein Stil eine Schwachstelle seiner Tex-
te ist, wäre vielleicht mit Stephen Kings "Über das Leben und das
Schreiben" gut bedient. Dort ist kurz und prägnant zusammengefasst,
was sich Grundlegendes zum Stil sagen lässt, und es ist spannend zu
lesen.


          Lust aufs Schreiben

Damit komme ich zum ersten Kriterium eines guten Schreibbuches. Für
mich ist das die Frage: Macht das Buch Lust aufs Schreiben? Das klingt
vielleicht merkwürdig, aber ich kenne Schreibbücher, deren Lektüre da-
zu führte, dass mich mein Bleistift juckte und ich schreiben musste.
Daneben gibt es solche, die zu lesen eine einzige Qual war. Wie soll
man aus einem Buch lernen, spannend zu schreiben, dessen Inhalt so
faszinierend ist wie die EU-Norm für Stachelschweinzüchter?

Ein Buch, das den Leser gähnen lässt oder - noch schlimmer - aus Meis-
terwerken zitiert, die der Leser ehrfürchtig anstarrt, ahnend, dass er
dieses Niveau nie erreichen wird, taugt nichts.

Wenn der Leser aber schon nach ein paar Seiten das Gefühl hat: "Das
muss ich zu Ende lesen!" oder "Ich muss jetzt unbedingt meine Ge-
schichte korrigieren!", dann hat er ein Buch gefunden, das für ihn
passt.

Denn Schreiben kann und soll Spaß machen. Nicht immer (jeder kennt die
furchtbaren Momente, wenn nur gezwungene Sätze den Weg aufs Papier
finden), aber immer öfter.

Schon an dieser ersten Hürde scheitern manche Schreibbücher.

          Beispiele: das A und O

Jedes Schreibbuch verwendet Beispiele. Das meistverwendete Beispiel
dürfte der erste Satz aus Anna Karenina sein: "Alle glücklichen Fami-
lien ähneln einander; jede unglückliche aber ist auf ihre eigene Art
unglücklich."

Der Satz ist genial und ein hervorragendes Beispiel für einen gelunge-
nen Romaneinstieg, er weckt sofort die Neugier des Lesers. Aber wie
schaffe ich es, einen derartig perfekten Satz zu finden? Das ist das
Problem mit Beispielen aus Meisterwerken. Wenn ein Schreibbuch keine
anderen bringt, nützt es wenig. Schließlich fängt jeder mit schlechten
oder mittelmäßigen Texten an. Schreibbücher sollten zeigen, wie man
daraus gelungene Texte bauen kann.

Ein Schreibbuch zum Plot sollte die Entwicklung eines Plots von der
ersten Idee, von der ersten, mittelmäßigen Fassung zu einem spannenden
Plot zeigen. Ein Kapitel über Spannung sollte nicht nur spannende Sze-
nen aus Meisterwerken vorstellen, sondern auch zeigen, wie der Leser
aus einer langweiligen Szene eine spannende machen kann - es braucht
"schlechte" Beispiele.

Zuckerman hat in seinem Buch "Bestseller. Wie man einen Erfolgsroman
schreibt" den Weg eines Romans von Ken Follett nachgezeichnet. Er hat
vier verschiedene Stadien des Plotentwurfs in seinem Buch als Beispiel
vorgestellt. Selbst dieser Bestsellerautor fängt mit einem mittelmäßi-
gen Text an, der so lange verbessert wird, bis ein spannender daraus
wird. Tröstlich zu wissen: Auch Bestsellerautoren kochen nur mit Was-
ser. Und spannend zu lesen, wie sie daraus Schritt für Schritt einen
Bestseller konstruieren.

Sol Steins Buch "Über das Schreiben" enthält eine Vielzahl von
"schlechten Beispielen", aus denen er bessere Texte entwickelt.

Linda Segers "Von der Figur zum Charakter" enthält eine bärig schlech-
te Szene (Nachwuchsautor trifft Produzent), und sie macht daraus zwei
verschiedene spannende Szenen.

An dieser zweiten Hürde müssen uns eine Menge weiterer Schreibbücher
verlassen. Ansen Dibells Buch "Plot" ist meiner Meinung nach ein Buch,
das auf der Kippe steht. In der ersten Hälfte arbeitet sie auch an der
Verbesserung eines vorhandenen Plots. In der zweiten Hälfte finden
sich nur noch Beispiele aus bekannten Meisterwerken, und dieser Teil
war für mich sehr mühsam zu lesen.

"Dramentechnik für Prosatexte" von Robert Bahr ist ein Beispiel für
ein Buch, dem es vor allem an Beispielen mangelt.


          Die Regeln der Kunst

Jede Kunst, jedes Handwerk hat seine Regeln, und beim Schreiben ist es
nicht anders.

"Wenn Sie ein Adjektiv finden, bringen Sie es um", soll Mark Twain ge-
sagt haben, und Recht hatte er. Fast alle Anfänger verwenden zu viele
und vor allem nichts sagende Adjektive.

Aber jede Regel hat ihre Ausnahmen. Ich erinnere mich an eine Übung
aus dem Buch von LeGuin, "Steering the craft". Verlangt wurde, aus ei-
ner Seite eigenem Text alle Adjektive zu streichen.

Also nahm ich mir die erste Seite eines meiner Texte vor. Leider gab’s
da nur ein Adjektiv. Die erste Seite eines anderen Textes war auch
nicht ergiebiger, zwei Adjektive deuteten nicht auf einen Missbrauch
dieser Wortart hin. Seit diesem Tag weiß ich, dass obige Regel für
mich bedeutungslos ist; ich muss eher darauf achten, meinen Texten ab
und zu ein Adjektiv zu gönnen.

Was ich damit sagen möchte: Jede Regel hat Gründe. Diese Gründe müssen
in einem Schreibbuch zu finden sein, sonst ist das Buch so dogmatisch
wie der letzte Papstrundbrief. Am besten lässt sich das natürlich an
Beispielen zeigen. Wer einen typischen Anfängertext liest, der mit Ad-
jektiven gespickt ist, und dann die Version, in der sich nur noch ein
Viertel davon findet, begreift sofort, welchen Sinn diese Regel hat,
wo sie angewendet werden sollte und - genauso wichtig! - wo nicht.

Damit schmilzt die Zahl brauchbarer Schreibbücher weiter zusammen. Ja-
mes N. Frey "Wie man einen verdammt guten Roman schreibt" wäre für
mich ein Beispiel eines Schreibbuches, das manchmal die Tendenz hat,
ins Dogmatische abzugleiten. Was nichts daran ändert, dass es eine
Menge guter Kapitel vor allem zur Charakterentwicklung enthält.

Christopher Voglers Buch "Die Odyssee des Drehbuchschreibers" erweckt
den Eindruck, es gebe "eine" Form, der alle Geschichten gehorchen. Für
mich das klassische Beispiel eines Schreibbuches, das gut lesbar ist,
eine Menge guter Ansätze enthält, aber die Gefahr birgt, den Leser in
dogmatisches Fahrwasser zu lenken.

Selbst das hervorragende Buch von Zuckerman enthält Dogmen. Zuckerman
ist der festen Überzeugung, ein Autor müsse seinen Plot komplett ent-
worfen habe, bevor er zu schreiben anfängt. Doch es gibt eine Menge
Autoren, die das Gegenteil beweisen. Stephen King geht von der Frage-
stellung "Was wäre wenn ..." aus und schreibt auf ein sehr vages Ziel
hin, das sich im Prozess des Schreibens verändert. Gleiches gilt für
Toni Hillermann, der in den USA sehr erfolgreiche Krimis schreibt, und
für viele andere Autoren. Was nichts daran ändert, dass der Plot eines
Buches extrem wichtig ist und das volle Augenmerk des Autors verlangt.


          Müssen Schreibbücher von erfolgreichen Autoren sein?


Quatsch. Von einem Schreibbuch erwarte ich nicht, dass es ein Thriller
ist, sondern dass es das Schreiben lehrt. Die besten Mathematiker sind
oft lausige Mathematiklehrer. Sie können sich längst nicht mehr in die
Probleme von Anfängern hineinversetzen. Und die besten Mathematikleh-
rer sind oft mittelmäßige Mathematiker.

Ich halte Stephen Kings Buch "Über das Leben und das Schreiben" für
hervorragend, aber nicht, weil der Autor viele Bestseller geschrieben
hat, sondern weil es gut zu lesen ist und fundierte Tipps zum Schrei-
ben gibt.

Zuckerman ist ein erfolgreicher Literaturagent, hat aber meines Wis-
sens nie einen Bestseller geschrieben. Trotzdem ist sein Buch "Best-
seller. Wie man einen Erfolgsroman schreibt" lesenswert, weil er lange
mit Autoren zusammengearbeitet hat und weiß, wie man an Texten arbei-
tet.


          Und wie komme ich an die Bücher?

Da haben wir ein Problem. Anders als in den USA gibt es bei uns so gut
wie keine Buchhandlungen, die ein Sortiment von Schreibbüchern haben.
Einzige Ausnahme ist Zweitausendeins. Wer das Glück hat, in einer
Stadt mit einer Filiale zu leben, findet hier eine ganze Reihe von
Schreibbüchern, in denen er blättern kann. Aber die Läden führen nur
die eigenen Bücher. Bücher aus anderen Verlagen sucht man hier vergeb-
lich.

Man kann bei Amazon.de oder Buch.de vorbeischauen und hoffen, dass es
dort Textauszüge gibt. Leider stellen noch längst nicht alle Verlage
Textauszüge ihrer Bücher ins Netz. Bei Amazon lohnt es sich, die ame-
rikanischen Bücher zu besuchen, dort finden sich zumindest die Kriti-
ken von Lesern. Überhaupt gibt es im englischsprachigen Raum ein Viel-
faches an Schreibbüchern, die meisten sind leicht und gut lesbar. Pro-
biert mal http://www.writersdigest.com, dieser Verlag hat Hunderte von
Büchern zu allen möglichen Themen. Dort findet ihr auch zahlreiche
Spezialthemen, z. B. "Deadly Doses, A Writer’s Guide to Poison".

Oder man kann seinen Buchhändler fragen, ob er ein Buch zur Ansicht
bestellen kann. Nicht zu vergessen: der Tempest, der immer wieder Bü-
cher ausführlich bespricht.

Auf meiner eigenen Internetseite habe ich eine Sammlung von Schreibbü-
chern mit Links zu allen Besprechungen, derer ich habhaft werden konn-
te: http://www.roentgen-software.de/creativ.html. Auch dort kann man
sich kundig machen.


          Meine persönliche Hitliste

Anfänger und fortgeschrittene Anfänger:
.......................................
Sol Steins "Über das Schreiben" halte ich für ein ganz ausgezeichnetes
Buch, es hat hervorragende Kapitel zur Überarbeitung von Texten.

Stephen Kings "Über das Leben und das Schreiben" ist nur zur Hälfte
ein Schreibbuch, liest sich aber spannend wie ein Roman und enthält
ebenfalls gute Tipps vor allem zum Stil.

Sybille Knauss’ "Schule des Erzählens" fällt aus den üblichen
Schreibratgebern heraus, beschäftigt sich mit dem Zusammenhang von ak-
tuellen Texten und Mythen, erfüllt einige meiner Kriterien nur ungenü-
gend, ist aber ungeheuer amüsant zu lesen.

James N. Freys "Wie man einen verdammt guten Roman schreibt" empfehle
ich nur bedingt; es enthält gute Kapitel zur Charakterentwicklung, a-
ber manchmal ist es arg dogmatisch.

Fortgeschrittene:
.................
Ursula K. LeGuins  "Steering the Craft" enthält sehr gute Übungen für
Fortgeschrittene.

Linda Segers’ "Von der Figur zum Charakter" zeigt, wie man an den Fi-
guren eines vorhandenen Drehbuchs feilt. Nichts für Anfänger, aber
auch für Romanautoren interessant.

Syd Fields "Das Handbuch zum Drehbuch" liefert eine Menge Stoff zum
Aufbau eines Spannungsbogens, darunter die berühmten "Plot Points".
Auch für Romanautoren zu empfehlen und ein weiteres Beispiel dafür,
dass ein Sachbuch nicht langweilig sein muss.

Zuckermans "Bestseller. Wie man einen Erfolgsroman schreibt" habe ich
oben schon des Öfteren zitiert; gut vor allem zum Aufbau eines span-
nungsreichen Plots.


          Zu guter Letzt

Eins sollte man nie vergessen: Mit dem Schreiben ist es wie mit dem
Reiten und Skifahren auch: Übung macht den Meister. Schreiben lernt
man vor allem dadurch, dass man schreibt. Das Lesen von Schreibbüchern
kann diese Übung nicht ersetzen, es kann nur dabei helfen.

                    **~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~**

Hans Peter Röntgen, 1949 in Aachen geboren, studierte Informatik und
Biologie und verdient seine Brötchen mit dem Schreiben von Computer-
programmen. Seit zehn Jahren schreibt er außerdem Geschichten, in der
Regel Mischungen aus Realität und Märchen. Veröffentlichungen in Fan-
tasia und dem Märchenletter.


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AUTORENWISSEN:
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                                   (mailto:redaktion at autorenforum punkt de)
                       "Der Verlag der Autoren"
                           von Cassidy Rees

Aus diesem Haus kommen Filme wie "Echte Kerle", "Gloomy Sunday" und
"Jetzt oder Nie". Hier werden namhafte Autoren wie Felix Huby, Dominik
Graf und Wim Wenders vertreten. Offensichtlich blickt der Verlag der
Autoren auf eine Geschichte des Erfolgs zurück.

Gegründet wurde er vor etwa 30 Jahren, zunächst als Theaterverlag und
Agentur, später auch als Buchverlag. Heute vertritt der Verlag der Au-
toren mehr als 200 Autoren.

Die Hauptarbeit der Drehbuchagentur, auf die ich mich hier konzentrie-
re, besteht aus Akquisition, Vertragsverhandlungen sowie Lektorat und
Dramaturgie.


          Die Basisarbeit

Professionalität und ein Gespür für gute Geschichten sind Vorausset-
zung, um sich am Markt einen Platz unter den Ersten zu erkämpfen und
vor allem zu bewahren.

Die Aufgaben des Verlags gehen weit darüber hinaus, Regisseure und Au-
toren zusammenzubringen. Die wichtige Arbeit im Hintergrund frisst ei-
nen nicht unbedeutenden Teil der Ressourcen. Viel Zeit und Energie
wird in solche Dinge wie Überzeugungsarbeit in Medienkommissionen und
-gremien und in Vertragsbesprechungen investiert. Der Verlag schafft
eine Lobby für Autoren, und davon profitieren nicht nur die Autoren
des Verlags, sondern jeder, der sein Geld mit dem Schreiben von Dreh-
büchern verdient.

Diese Arbeit erledigt der Verlag auf eigenes Risiko, denn Agenturen
werden weder im Vorfeld bezahlt, noch gibt so etwas wie eine monatli-
che oder jährliche Gebühr, sondern sie bekommen zwischen 10 und 15 %
Erfolgshonorar. Umso wichtiger ist die Auswahl der Autoren. Nur ein
erfolgreicher Autor sichert das Überleben einer Agentur.


          Auswahlkriterien für Autoren

Man hört es deutlich heraus: Beim Verlag der Autoren ist man nicht auf
der Suche nach dem perfekten Drehbuch für den nächsten "Tatort". Auto-
ren, die für Krimiserien schreiben können, hat der Verlag bereits in
seinen Reihen. Stattdessen ist man auf der Suche nach Autoren mit er-
zählerischem Vermögen. Man hofft auf große Geschichten, auch wenn die
Drehbücher zunächst nicht so perfekt sein mögen.

Der Verlag der Autoren lebt von Geschichten. Entsprechend werden Auto-
ren vor allem an ihren Geschichten und dem Talent gemessen, erst in
zweiter Linie an ihrer Erfahrung.
Während die Handlung alltäglich sein kann, sollte die Sichtweise neu
und erfrischend sein und eine originelle Lösung bieten. An die Ge-
schichten wird ein hoher Anspruch gestellt: Sie sollen die Tür zu ei-
ner unerwarteten Bewusstseinsebene aufstoßen; oder einfacher ausge-
drückt: Sie sollen erstaunen. Dabei sollten Inhalt und Form in sinn-
voller Weise miteinander korrespondieren. Ein Autor, der seine Sprache
beherrscht, eine Vision und Phantasie hat, hat gute Chancen, auf Inte-
resse zu stoßen.

Beim Verlag der Autoren fahndet man nach den großen Kinomomenten; Sze-
nen oder Einstellungen, für die es nur eine Ausdrucksweise gibt - das
bewegte Bild.

Momentan gibt es in Deutschland mehr charakterorientierte als plotori-
entierte Drehbücher. Raffinierte Geschichten mit irren Wendungen fin-
det man selten, stattdessen leben die meisten Drehbücher von interes-
santen Charakteren. Das ist zwar keine Bewertung, aber ein Hinweis auf
einen Mangel, der vielleicht dem ein oder anderen Autor einen Denkan-
stoß gibt.


          Neuaufnahmen

Verstaubt vielleicht gerade eine außergewöhnliche Geschichte in Ihrer
Schublade ... oder schlimmer, auf dem Schreibtisch eines Produzenten?
Dann versuchen Sie Ihr Glück doch mal mit einem Agenten.

Dies soll ganz klar kein Aufruf an alle Anfänger sein, sich an den
Verlag der Autoren zu wenden, weil man dort auf einen aufgeschlossenen
Agenten trifft. Auch hier kann man nicht jeden Autor vertreten, mag er
auch noch so talentiert sein. Jeder neue Autor kostet zusätzliche E-
nergie, entsprechend liegt die Latte hoch. Von zwanzig eingesandten
Projekten kommen lediglich drei in die engere Auswahl.

Aber wer sich an den Markt traut, der sollte über die Vorteile eines
Agenten nachdenken. Dieser bildet einen willkommenen Puffer zwischen
Autoren und Produzenten, garantiert durch seine dramaturgische Arbeit
einen Qualitätsstandard der Geschichten.

Die Adressen kompetenter Agenturen findet man zum Beispiel im Buch
"Unternehmen Drehbuch" von Julian Friedman oder im "Handbuch für Auto-
rinnen und Autoren" des Uschtrin Verlags - von dem gerade die fünfte
Auflage erschienen ist.


          Und wenn es nicht klappt?

Wer keinen Agenten findet, kann es immer noch über den Umweg über
Wettbewerbe versuchen. Weitere Auskunft kann der Verband deutscher
Drehbuchautoren erteilen (http://www.vdd.de), oder man durchstöbert
Magazine wie "Blackbox" und "Blickpunkt Film"; was man auf jeden Fall
tun sollte, um einen Überblick über den Markt zu bekommen.

Zusammen mit der Frankfurter Autorenstiftung hat der Verlag der Auto-
ren einen Wettbewerb ins Leben gerufen, den "Treatment-Thesaurus".
Hier ist man auf der Suche nach inhaltlich anspruchsvollen, radikalen,
schwierigen, unangepassten Stoffen fürs Kino. Weitere Informationen
gibt es in jedem Filmhaus.


          Ein Schlusswort

Wer von Agenten nur Absagen kassiert und auch bei Wettbewerben keine
lobende Erwähnung findet, sollte genau darüber nachdenken, ob er für
den Markt bereit ist. Es wäre schade, sich seinen Ruf zu verderben,
noch bevor man richtig angefangen hat.

Stattdessen heißt es zurück an den Schreibtisch und schreiben, schrei-
ben, schreiben, das ist schließlich die Voraussetzung für eine gute
Geschichte!


(Ich bedanke mich bei Herrn Ingo Fließ, Geschäftsführer beim Verlag
der Autoren, für den Einblick in seine Arbeit, den er mir freundli-
cherweise gewährt hat.)

                    **~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~**

Nach Arbeiten im Verlagsbereich, unter anderem als Lektorin und Redak-
teurin und einer Ausbildung zur Drehbuchautorin in Hollywood, arbeitet
die Cassidy Rees jetzt als freie Dozentin, Journalistin, Übersetzerin
und Drehbuchautorin.


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SCHREIBKURS:
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                                   (mailto:redaktion at autorenforum punkt de)

            "Ideenkeime - Kreativtechniken zur Entwicklung
                      von Charakteren und Plots"
                           von Diandra Stone

Wichtigstes Utensil zur Ideenfindung ist das Notizbuch. Jeder Einfall,
jeder noch so kleine Gedanke kann zum entscheidenden i-Tüpfelchen ei-
nes großen Handlungskontextes werden: die Runzelhaut einer Sonnenanbe-
terin, die an eine getrocknete Feige erinnert; fettiges, schmieriges
Haar; das Herz-Tattoo einer Siebzigjährigen, das nunmehr einem ver-
dorrten Kleeblatt gleicht. Manchmal ist es der Tonfall einer Stimme,
der in uns Assoziationen weckt, z. B. bei der Stimme, die wie quiet-
schende Kreide auf der Tafel in den Ohren schrillt ... - Aufschreiben.
Jeder Eindruck zählt.


          Menschen, Menschen, Menschen

Wenn wir nicht gerade Geschichten über den ausgestorbenen Kuckuck in
Burungadu schreiben, sind Menschen die wichtigste Zutat guter Ge-
schichten. Ohne dumme, schlaue, neidische, intrigierende, neugierige,
ehrgeizige, wütende, verliebte, hasserfüllte, instinktgetriebene Cha-
raktere keine Handlung, keine Geschichte. Faszinierend anders müssen
sie sein! - Oft genügt schon ein außergewöhnliches Detail, um aus der
klischeehaften Klatschbase eine potentielle Anwärterin auf den Nobel-
preis zu kreieren. Mein Tipp: Talkshows!

Nirgendwo sonst findet man so viele skurrile, eigenartige, verschrobe-
ne und interessante Charaktere auf einem Haufen. Sind ihre Gesten und
Verlautbarungen auch manchmal aufgesetzt und einstudiert, so sagt auch
diese "Verstellung" etwas über den Menschen aus und lässt sich in
Schriftstellerköpfen beliebig weiterspinnen. Kennen Sie etwa nicht
diesen Typ mit den wulstigen Metallplatten unter den Augenbrauen, den
Zähnen, die angespitzten Raubtierfängen gleichen, und der tätowierten
Schuppenhaut auf der Glatze? - Herrje, stellen sie sich diese Origina-
le in ihrer Nachbarschaft vor ... oder als Prototypen für eine Grusel-
geschichte?


          Von Skeletten

Es heißt, es gibt keine Geschichte, die nicht schon erzählt worden
sei. Nichts Neues mehr. Alles kalter Kaffee. Und die Schriftsteller
machen nichts anderes, als diesen tagtäglich neu aufzubrühen. Wozu al-
so die Mühen?

Sicher, es gibt nur eine begrenzte Anzahl von Motiven und Motivatio-
nen, die eine Geschichte in Gang bringen. Der Plot ist das Skelett ei-
ner Geschichte, sein Gerüst. Vielleicht kennt der Autor das Innenleben
seiner Story noch nicht; der Leser setzt jedoch gewisse Erwartungen in
die Struktur einer Geschichte, die sein Interesse geweckt hat, und
diese muss der Autor auf seine eigene kreative Weise erfüllen.

Nützlich ist deshalb die genaue Kenntnis dieser Grundplots, der Mus-
ter, denen eine Geschichte bestimmter Thematik folgen kann, um beim
Publikum Anklang zu finden. Eine Geschichte handelt z. B. von einem
Rätsel, einer Suche, einer Verfolgung, einer großen Liebe ... und na-
türlich von deren Kombinationen. Die Erkenntnis, welchem Plot unsere
Geschichte folgt, erleichtert uns die weitere Kreativarbeit: die Ge-
schichte auf unsere eigene Weise zu erzählen. Wir würzen sie mit fri-
schen Charakteren, aktuellen Themen, neuen technischen Erkenntnissen
und und und. (Weiterführende Literatur: Ronald B. Tobias, "20 Master
Plots - Woraus Geschichten gemacht sind", Verlag Zweitausendeins)


          Sciencefiction now!

Eine Geschichte muss glaubwürdig erscheinen, egal ob sie auf dem Pla-
neten Kryxbyx oder in der Stadt Hamburg spielt. Schlecht recherchierte
Geschichten sind der Tod jeglicher Glaubwürdigkeit. Selbst wenn der
Schriftsteller seine Geschichte auf einen anderen Planeten mit anderen
physikalischen Begebenheiten projiziert, muss er verflucht genau über
die Himmelsfarbe, die Atmosphäre und die Gebräuche seiner Einwohner
Bescheid wissen. Plausibilität schaffen heißt womöglich eine eigene
Logik schaffen, aber die muss nachvollziehbar sein!

Der Leser soll Vertrauen zur Geschichte fassen können, er muss sicher
gehen, dass er nicht belogen oder betrogen wird. Schreiben wir fürs
Hier und Jetzt, so ist es wichtig, genaue Kenntnisse über die örtli-
chen Begebenheiten und alle in der Geschichte vorkommenden technischen
Details zu erlangen. Es ist sinnlos, eine Geschichte über Genmanipula-
tion schreiben zu wollen, wenn der Begriff Klonen oder RNS die Gehirn-
windungen des Autors zum Kochen bringt. Vielleicht kann sich der Autor
während des Schreibens um nähere Erläuterungen drücken; wenn dieser
Punkt jedoch der zentrale Knackpunkt der Geschichte ist, wird er sich
früher oder später in die selbst gebaute Falle schreiben und seine Ah-
nungslosigkeit vor aller Leseraugen entblößen.


          Was hat Recherche mit Kreativität zu tun?

Das Wissen um Details und den Hintergrund der Geschichte fördert die
Kreativität. Durch weitere Fragen, die der genauen Erforschung des
Storyhintergrundes beinahe zwangsläufig folgen, stößt der Autor auf
neue Facetten und Möglichkeiten der Geschichte. Eine Ressource, die er
ohne Recherche wahrscheinlich nie erschlossen hätte.

So ist wissenschaftliche Lektüre für Thrillerautoren beinahe Pflicht.
Wo erfährt man sonst von einem fehl geleiteten Genversuch, der Mäuse
unfruchtbar machen sollte, und bei dem sie stattdessen mit einem töd-
lichen Virus infiziert wurden? Woher mag wohl Michael Crichton die I-
dee für seinen Dino-Park gehabt haben? Zuerst ist Realität, danach
kommt die Fiction, und die bleibt der Fantasie des Autors überlassen.
Zumindest ums Zeitungslesen kommt kein Autor herum.


          Kreativitätstechniken
Eine Szene, ein wissenschaftlicher Knackpunkt, eine interessante Per-
sönlichkeit allein machen noch keine Geschichte. Geschichten sind vol-
ler Szenen, technischer Finessen und idealerweise voller lebendiger
Gestalten. Ein Keim muss also wachsen und gedeihen. Was tun, wenn man
zwar viele bruchstückhafte Einfälle, aber noch keinen Einfall zu einem
interessanten Plot hat? - Helfen hier Kreativitätstechniken, dem rau-
chenden Kopf vorzubeugen? Oder ist es wieder nur dem Zufall, der Fan-
tasie überlassen? Sicher, Fantasie brauchen Sie, aber sie kann geför-
dert und unterstützt werden.

Clustering: die Ideen "einkreisen"
..................................
Blättern Sie Ihre Notizbücher durch. Sammeln Sie Eindrücke. Stellen
Sie fest, welche Figuren, welche Szenen Sie am meisten beeindrucken.
Zücken Sie den Stift. Nehmen Sie ein großes Blatt Papier. Setzen sie
sich hin und schließen Sie die Augen. Horchen Sie in sich. Was hat Sie
am meisten fasziniert? Welches Thema bringt Ihre Gedanken auf Hochtou-
ren?
Nicht jeder kann alles schreiben. Nur was Sie selbst fasziniert, kann
von Ihnen für den Leser faszinierend erzählt werden. Der Leser zehrt
von Ihrem Feuer. Und wenn da nichts brennt, versiegt rasch das Lesein-
teresse.

Schreiben Sie Ihre Personen auf, kreisen Sie sie ein, versuchen Sie
Assoziationen aufzubauen. Lassen Sie Ihren Gedanken freien Lauf.
Nichts ist verboten, nichts ist idiotisch oder surreal. Alles ist er-
laubt. Brainstorming. Lassen Sie in Ihrer Fantasie Probleme auf die
Personen einstürzen, und zeichnen Sie sie als Pfeile. Die Eigenschaf-
ten der Personen erfordern bestimmte Reaktionen, welche? Was ist Ihr
Thema? Welche Probleme ergeben sich aus einer technischen Neuentwick-
lung? Aus einem Versehen? Einem Fehler? Einem falschen Wort?

Sie können in den Details wühlen oder ein Grobkonstrukt für den Hand-
lungsablauf skizzieren. Wichtig ist, dass Sie sich selbst keine Gren-
zen setzen und dieses Sitzung als eine Methode sehen, Ihre Gedanken zu
befreien. Fantasie heißt sich loszulösen von gewohnten Gedankenpfaden.
Es heißt, zu fliegen. Fliegen Sie! Nutzen Sie alle Mittel, mit denen
Sie sich ausdrücken können. Vielleicht inspiriert Sie eine bestimmte
Musik, vielleicht können Sie sich gut mit dem Zeichenstift ausdrücken
und Szenen bildhaft vorzeichnen. Diese ersten Schritte sollen kein
festgelegtes Konstrukt erzeugen, es soll Ihnen Möglichkeiten aufzei-
gen. Mehr nicht. Das ist der einzige Anspruch. Formulieren Sie Ihre
Gedanken wie Sie möchten, vielleicht in einem Gedicht, aber beginnen
Sie um Himmels willen nicht damit, eine Geschichte oder ein Inhalts-
verzeichnis aufzuschreiben. Es ist zu früh.

Eine Geschichte gleicht einem kniffligen Puzzle. Erst muss man alle
Teile vor sich auslegen. Dann sucht man die passenden Gegenstücke. So
geht man vor, bis sich alle Teile zu einem Ganzen fügen. (Weiterfüh-
rende Literatur: Gabriele L. Rico, "Garantiert Schreiben lernen -
Sprachliche Kreativität methodisch entwickeln", Rowohlt)


Fragetechniken: logisches Einkreisen des Problems
.................................................
Sie haben eine Idee für einen Plot, einen Charakter - und keine Ah-
nung, wie beides zusammenpassen könnte? Stellen Sie sich Fragen!
Schreiben Sie so viele Fragen auf, wie Ihnen zu der Szene einfallen.
Tasten Sie sich an die Stellen heran, die nicht funktionieren, und
fragen Sie, warum. Alle Fragen sind wichtig. Setzen Sie die Fragen
keinerlei Bewertung aus. Es gibt keine dummen Fragen. Jede Frage führt
zu einer Antwort, und sei es nur die, dass man weitere Anstrengungen
in punkto Recherchen und Erarbeiten von Hintergrundwissen anstellen
sollte.

Haben Sie alle Fragen zusammen, sortieren Sie sie. Vielleicht benöti-
gen manche Probleme eine "kreative" Lösung? Hier helfen weitere Fra-
gen, an das Problem heranzukommen. Ließe sich etwas in der Szene
- anders verwenden?
- adaptieren?
- modifizieren?
- magnifizieren?
- minifizieren?
- substituieren?
- rearrangieren?
- umkehren?
- kombinieren?

(Mehr Infos zur dieser Technik - der Osborn-Checkliste - unter:
http://www.zeitzuleben.de/inhalte/denken_lernen_kreativitaet/denkmetho
den/fragetechnik1.html)


Ziehen Sie sich mal ’nen anderen Hut an! - Perspektiven wechseln
................................................................
Pflichtübung für Autoren ist, sich in andere Personen hineinzufühlen.
So wie keine zwei Menschen gleich sprechen oder sich kleiden, so den-
ken auch nicht zwei gleich. Trotzdem ... Grundsätzlich ähneln sich be-
stimmte Menschenschläge und Denkweisen. Man kann beispielsweise von
sechs Grundtypen ausgehen, darunter
- Realisten, die mit beiden Beinen auf dem Boden stehen und alles bes-
ser wissen
- Träumer, für die Atlantis noch nicht untergegangen ist
- Optimisten, die standfest mit 200 kg Körpergewicht behaupten, sie
fühlen sich rundum glücklich
- Pessimisten, bei deren Anblick jede Primel augenblicklich eingeht
- Friedensrichter, die in der Gruppe heiß diskutierte Themen letztlich
auf den Punkt bringen
- Erbsenzähler, Sammler, Messis, deren Leben fein katalogisiert ist
und aus unzähligen Zetteln mit endlosen Listen besteht

Betrachten Sie die Welt bzw. Ihr Problem doch mal aus deren Augen.
Setzen Sie die rosarote Brille auf, oder ziehen Sie Ihre Schultern ein
und verkriechen sich in einer Ecke. Hauen Sie auf den Tisch und nehmen
die Sache in die Hand, oder überraschen Sie mit unkonventionellen, auf
den ersten Blick völlig idiotischen Ansätzen.

Schreiben Sie alles auf. Ihr Charakter wird sich bestimmt aus einer
Mischung der Grundtypen zusammensetzen. Mit dieser Übung stecken Sie
seinen Handlungsspielraum und sein Denken ab und erweitern gleichzei-
tig Ihre Perspektive der Geschichte. (Weitere Infos:
http://www.zeitzuleben.de/inhalte/denken_lernen_kreativitaet/denkmetho
den/6hut_1_methode.html)


          Fazit

Neue Eindrücke sind der Motor der Kreativität. Ideen entstehen aus
Möglichkeiten. Möglichkeiten gibt es für den Autor an jeder Straßen-
ecke. Ist es vielleicht die Meldung, dass eine vollständig konservier-
te Mücke im Bernstein gefunden wurde? Oder der bedrohlich abschmelzen-
de Pol der Antarktis? Man muss sie nur mit wachen Augen wahrnehmen.
Und so ist eine Idee nur ein Samenkorn, ein Brotkrumen auf einem Weg,
der sich durch die eigene Fantasie gestaltet.

                    **~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~**

Diandra Stone ist das Pseudonym einer freiberuflichen Autorin. Vor
kurzem erschienen ihre  Kurzgeschichten "Bett aus Rosen" und "Die Prü-
fung" in der erotischen Anthologie "Das süße Fleisch der Feigen" im
Knaur Verlag. Unter http://www.diandra-stone.de zeigt sich die myste-
riöse Seite der Autorin.

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BUCHBESPRECHUNG:
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                                    (mailto:redaktion at autorenforum punkt de)

                       "Jenseits von Hollywood"
                     besprochen von Cassidy Rees

Ein gutes Drehbuch zu schreiben ist ganz einfach. Man kauft sich eines
der vielen am Markt erhältlichen Anleitungsbücher, dann hängt man nach
Gebrauchsanweisung ein paar bedeutungsvolle Bilder aneinander und gar-
niert das Ganze mit salbungsvollen Dialogen. Das jedenfalls scheinen
einige hoffnungsvolle deutsche Jungautoren zu glauben.

Es ist nicht so. Es ist sogar ganz und gar nicht so. Das Leben eines
Drehbuchautors fordert Aufopferung, Hingabe, den Willen zum Kampf, die
Fähigkeit, einstecken zu können, und vor allem viel Humor, was sich
manchmal auch mit Verrücktheit übersetzen lässt.

Den Beweis dafür treten die Drehbuchschreiber der Agentur Verlag der
Autoren an. Auf spannende und bissige Weise erzählen sie von ihrem
Alltag mit Produzenten, den Tücken der Technik und den Freuden des
Schreibens.

Wer wissen will, wie die Drehbuchbranche in Deutschland wirklich aus-
sieht, für den ist dieses Buch ein Muss. Autoren wie Dominik Graf,
Ruth Toma, Peter Lilienthal, Felix Huby und Jan Schütte beleuchten
Themen wie Dramaturgie, das Leben in Klausur und die Branche im Allge-
meinen auf humorvolle Weise und ganz ohne verschönernde Schnörkel.

Christiane Altenburg/Ingo Fließ (Hrsg.): "Jenseits von Hollywood.
Drehbuchautoren über ihre Kunst und ihr Handwerk." 2000, 221 Seiten,
28 DM, Verlag der Autoren


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                    "Die Kunst des Drehbuchlesens"
                     besprochen von Gabi Neumayer

Ein Drehbuch lesen können - müssen das nicht nur Lektoren, Dramatur-
ginnen und Co.? Keineswegs. Das wird schon in der Einleitung klar:

"Die Kunst besteht darin, die Ursachen für die Fehler zu erkennen.
Denn es ist nichts einfacher, als ein Drehbuch zu lesen und zu behaup-
ten, es sei nicht dynamisch genug oder die Figuren seien noch nicht
interessant genug. ’Die Kunst des Drehbuchlesens’ ist nicht mehr und
nicht weniger als die Fähigkeit, die Ursache für die Schwächen eines
Drehbuches zu erkennen und beim Namen nennen zu können."

AutorInnen rät Schütte, die Finger von diesem Buch zu lassen, wenn sie
gerade an einem Buch arbeiten - und es sich dann vorzunehmen, wenn sie
sich an die Überarbeitung machen. Dieser Empfehlung kann ich mich vol-
ler Überzeugung anschließen, und zwar nicht nur für DrehbuchautorIn-
nen, sondern auch für alle anderen. Denn dieses Buch ist etwas Beson-
deres auf dem Markt der Schreibbücher.

Anhand von deutschsprachigen Kino- und TV-Produktionen (!) erklärt
Schütte alles gut, anschaulich und nachvollziehbar, was man über die
Bestandteile eines Drehbuchs (und auch eines Romans) wissen sollte:
von den Charakteren, ihrer Orchestrierung und der Fallhöhe über den
Konflikt und seinen Aufbau und die genaue Struktur (Akte, Sequenzen,
Szenen, Wendepunkte) bis zu Dramaturgie-Elementen (wie Enthüllung,
Entdeckung, Umkehrung), Dialog und Szenenübergängen.

Seine Beispiele sind treffend und genau, und er gibt einem immer zu-
sätzliche Hilfsinstrumente an die Hand:
- Diagramme, mit denen beispielsweise die Drehbuchstruktur oder die
Figurenorchestrierung anschaulich gemacht werden
- tabellarische Übersichten, zum Beispiel über Genres (mit Beispielen
und Hauptmerkmalen)
- eine große Checkliste, in der die Fragen an ein Drehbuch zusammenge-
fasst sind

Nur ein Register vermisst man schmerzlich, zumal Schütte ein Händchen
für knappe, aber dennoch anschauliche Definitionen hat. Vom Subtext
bis zum Buddy-Movie: Man würde sie gern anhand eines Registers jeder-
zeit nachschlagen können.

Aber damit ist das Buch noch nicht am Ende: Schütte stellt außerdem
die Berufe rund ums Drehbuch vor (vom Lektor bis zur Produzentin),
teilweise mit konkreten Beispielen für ihre Arbeit, zum Beispiel einem
Gutachten eines Lektors über ein fiktives Drehbuch.

Der besondere Leckerbissen sind die abschließenden Beispielanalysen:
Von "Knockin’ on Heaven’s Door" bis zu "Lola rennt" werden fünf deut-
sche Filmproduktionen ausführlich analysiert.

Ein hervorragendes Buch, das DrehbuchautorInnen, aber auch AutorInnen
von Romanen unschätzbare Dienste erweisen kann.

Oliver Schütte: "Die Kunst des Drehbuchlesens", 1999, 240 Seiten,
29,90 DM, Bastei Lübbe

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Soeben ist in "Alien Contact" 40 meine SF-Kurzgeschichte "Wandertag"
erschienen. Infos unter: http://www.epilog.de/go/ac.


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BUCHBESPRECHUNG:
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                                    (mailto:redaktion at autorenforum punkt de)

                     "Handbuch für Erst-Autoren"
                     besprochen von Gabi Neumayer

Dieses Handbuch aus dem Autorenhaus-Verlag Plinke, der unter anderem
alle zwei Jahre das "Jahrbuch für AutorInnen" herausbringt, ist für
diejenigen gedacht, die eine erste Orientierung auf dem kaum über-
schaubaren und zum Teil tückischen Literaturmarkt suchen. Thematisch
wird dabei alles angerissen, was hoffnungsvolle ErstautorInnen wissen
und kennen sollten - und was ihnen an Rückschlägen und unlauteren An-
geboten widerfahren kann. Es geht um:
- den Buchmarkt
- Manuskript und Begleitbrief
- Literaturagenturen
- die Verlagssuche
- den Vertrag
- Absagen und den Umgang damit
- Pseudoverlage
- Verbände, Zeitschriften, Preise, Stipendien, Förderung etc.
- Lesungen
- Internet
- Book on Demand

Hilfreich sind die Checklisten, die beispielsweise vor Vertragsab-
schlüssen zu Rate gezogen werden können oder helfen, Absagen im rich-
tigen Licht zu sehen. Praktisch auch die vielen Übersichten: mit Agen-
turen, Literaturpreisen und -zeitschriften, Autorenverbänden und mehr.
Viele davon sind jedoch ausführlicher im "Jahrbuch" zu finden.

Dieses Buch hat aber denselben Nachteil wie das "Jahrbuch" - der hier
allerdings angesichts der Zielgruppe schwerer wiegt: Fast alles ist
sehr knapp gehalten; manches davon zu knapp, um noch hilfreich zu
sein. Das betrifft beispielsweise den Kommentar zum Verlagsvertrag,
der um einiges umfangreicher hätte ausfallen müssen, um AutorInnen zu
einer informierten Vertragsbeurteilung zu befähigen.

Insgesamt ist dieses Buch als erste Orientierung dennoch zu empfehlen,
da es alle relevanten Themen zumindest anschneidet und vor den wich-
tigsten Fallen warnt.

Manfred Plinke: "Handbuch für Erst-Autoren", 2000, 187 Seiten, 29,80
DM, Autorenhaus-Verlag Plinke


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UNSERE EXPERTINNEN UND EXPERTEN:
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  Dark Fantasy: Martin Knöpper
                                   mailto:darkfantasy at autorenforum punkt de
  Drehbuch: Christian Lück
                                mailto:drehbuchdoktor at autorenforum punkt de
  Fandom: Thomas Kohlschmidt
                                        mailto:fandom at autorenforum punkt de
  Fantasy: Stefanie Bense
                                       mailto:fantasy at autorenforum punkt de
  Heftroman: Arndt Ellmer
                                     mailto:heftroman at autorenforum punkt de
  Historischer Roman: Titus Müller
                            mailto:historischer.roman at autorenforum punkt de
  Kinderbuch: Gabi Neumayer
                                    mailto:kinderbuch at autorenforum punkt de
  Lyrik: Titus Müller
                                         mailto:lyrik at autorenforum punkt de
  Krimi: Monika Niehaus-Osterloh
                                 mailto:krimiexpertin at autorenforum punkt de
  Kriminalistik: Reiner M. Sowa
                                   mailto:kriminalist at autorenforum punkt de
  Reiseführer: Gabriele Kalmbach
                                  mailto:reisefuehrer at autorenforum punkt de
  Sachbuch allgemein: Gabi Neumayer
                                      mailto:sachbuch at autorenforum punkt de
  Sachbuch Medizin/Psychologie: Maja Langsdorff
                                     mailto:med.psych at autorenforum punkt de
  Schreibgruppen: Ute Hacker
                                mailto:schreibgruppen at autorenforum punkt de
  Sciencefiction: Andreas Eschbach
                                      mailto:sf-autor at autorenforum punkt de
  Übersetzung: Barbara Slawig
                                 mailto:uebersetzerin at autorenforum punkt de
  Verlagswesen: Bjørn Jagnow
                                  mailto:verlagswesen at autorenforum punkt de



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FRAG DEN EXPERTEN FÜR LYRIK:
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Titus Müller (mailto:lyrik at autorenforum punkt de)

Frage:
Ich schreibe schon seit einiger Zeit Gedichte und würde gerne wissen,
ob diese zur Veröffentlichung geeignet wären? Ich habe die Hoffnung
auf Hilfe schon fast aufgegeben, da ich von den meisten Verlagen eine
Absage bekommen habe. Ich habe deshalb einige Fragen an Sie:

1. An welche Verlage könnte man seine Gedichte senden, damit sie zu-
mindest einmal gelesen werden?

2. Ab wie viel Gedichten lohnt es sich, diese zu schicken, oder ist
die Quantität nebensächlich?

3. Müsste man vorher irgendwelche Rechte abklären?

Antwort:
Zu 1: Da muss ich einmal ganz konkret zurückfragen: Welche Verlage wa-
ren das? Haben Sie sich vorher informiert, ob der Verlag überhaupt Ly-
rik herausbringt? Konzentriert sich der Verlag auf bereits verstorbe-
ne, ruhmbeladene Dichter, oder ist er offen für junge Autoren? Publi-
ziert er eher konventionellere, gereimte Gedichte, oder ist freie Ly-
rik in seinem Programm? Das sind Fragen, die vor einer Einsendung von
Texten unbedingt geklärt werden müssen. Scheuen Sie sich nicht, dazu
im Verlag anzurufen. Sie werden feststellen, dass die meisten Verlage
gar nicht in Frage kommen.

Wie finden Sie dann einen Verlag für Ihre Texte? Gehen Sie in eine
Buchhandlung, suchen Sie nach der "Lyrik-Ecke". Auch wenn unter uns
Autoren oft geklagt wird, Lyrik sei unverkäuflich geworden - die Buch-
händler verkaufen noch welche. Blättern Sie in den Büchern, merken Sie
sich Verlagsnamen. Über das Internet oder über das "Jahrbuch für Auto-
rinnen und Autoren" (Autorenhaus-Verlag Plinke) finden Sie die dazuge-
hörigen Adressen.

Wenn Sie die Chance auf eine Veröffentlichung erhöhen wollen, versu-
chen Sie es bei einem kleineren Verlag. Einige Adressen werden Sie in
dem Buch "Gedichte schreiben und veröffentlichen" finden, das im März
im Federwelt Verlag erscheinen wird.

Haben Sie die Literaturzeitschriften in Ihr Konzept einbezogen? Oft
haben diese Zeitschriften mehr Leser, als ein Lyrikband je erreichen
wird (der "Muschelhaufen" beispielsweise hat eine Auflage von 800 Ex-
emplaren, "Das Gedicht" wird in der kommenden Ausgabe sogar 5000mal
gedruckt - ein gewöhnlicher Lyrikband erlebt dagegen in der Regel nur
300, 400 verkaufte Exemplare).

Zu 2: Bevor Sie einen Gedichtband angehen können, sollten Sie 100 bis
150 Texte vorzuliegen haben. Nur so ist eine sinnvolle Auswahl zu
treffen (der Herausgeber wird sich die Freiheit nehmen wollen, nicht
alle Gedichte aufzunehmen).

Zu 3: Vor der Veröffentlichung - natürlich! Sie werden einen Vertrag
vom Verlag zugesandt bekommen. Bei Literaturzeitschriften ist das
nicht üblich.

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Titus Müller studiert Literatur, Geschichte und Publizistik in Berlin.
Sein Gedichtband "Sturmtag" kann über Amazon.de bestellt werden oder
auf seiner Website www.titusmueller.de. Er ist Herausgeber der Auto-
renzeitschrift "Federwelt" (www.federwelt.de).

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FRAG DEN EXPERTEN FÜR VERLAGSWESEN, BUCHHANDEL & MARKETING:
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                    Bjørn Jagnow (mailto:verlagswesen at autorenforum punkt de)

Frage:
Ich beabsichtige in Kürze die Veröffentlichung eines Buches als BoD:
Meine Frage hierzu lautet, was zu beachten ist, um festzustellen, ob
der von mir vorgesehene Titel noch "frei" verfügbar ist bzw. schon an
anderer Stelle etwaigen Urheber-, Patent- oder sonstigen Rechten un-
terliegt (die ich nicht verletzen möchte). Des Weiteren würde ich ger-
ne wissen, wie die rechtliche Absicherung des von mir vorhergesehenen
Titels, im Falle einer freien Verfügbarkeit, möglich ist.

Antwort:
Dazu muss ich eine mehrteilige Antwort geben, da man bei der Kontrol-
le, ob ein Titel frei ist, auch in mehreren Schritten vorgehen muss.

Zunächst gilt es zu kontrollieren, ob es diesen Buchtitel schon gibt.
Dazu kann man am besten unter http://www.vlb.de/ stöbern. Dies gibt
keine 100%ige Sicherheit über bereits verwendete Titel, denn es gibt
ja auch Bücher, die nicht im Verzeichnis lieferbarer Bücher stehen (z.
B. weil sie keine ISBN haben), aber dass es bei derlei Sonderfällen zu
Beschwerden wegen des Titels kommt, ist recht unwahrscheinlich.

Leider reicht es aber nicht aus, keine bestehenden Titel zu verletzen.
Wegen der langen Vorlaufzeiten in der Verlagsproduktion können Titel
nämlich schon vor der Veröffentlichung geschützt werden. Dies ge-
schieht durch Anzeige in den Branchenblättern (Börsenblatt des dt.
Buchhandels, Kunst&Kultur, Werben&Verkaufen) und gibt ein befristetes
Anrecht von 6 Monaten auf den Titel. Wenn man diese Zeitschriften
nicht alle selber abonniert hat, ist es quasi unmöglich, Kollisionen
mit dem Vorabschutz auszuschließen - sofern man nicht auf die Dienste
einer Titelschutzagentur zurückgreift (z. B.
http://www.buchhandel.de/gracklauer-titelschutz/willkomm.htm).

Einziger Ausweg für solchen Aufwand - einen "schwachen" Titel verwen-
den! Als schwache Titel gelten solche, die Begriffe von häufigem
Gebrauch verwenden - sprich: deren Verwendung man nicht beschneiden
kann/darf, weil sonst eine zu große Beschneidung in der Titelgestal-
tung zukünftiger Bücher eintreten würde. Zum Beispiel sind "Nacht",
"Wilde Jagd", "Frühsommermorgen" schwache Titel. Schwache Titel werden
so häufig verwendet, dass daraus keine "Markenpersönlichkeit" mit ei-
genem Charakter entstehen kann. Niemand hört das Wort "Mittagessen"
und denkt dabei gleich an einen Roman.

++++++++++

Frage:
Ich bin mit einer Agentur einen Beratungsvertrag eingegangen, der Ma-
nuskriptbearbeitung versprach und das Ziel hatte, eine Vermittlung am
Ende der - ungewissen - Zeit anzustreben. Nach zwei Jahren Beratung
war ich der Meinung, dass es jetzt wohl Zeit wäre, die Vermittlung an-
zugehen.

Nur war im Vermittlungsvertrag, der vor der Vermittlung abgeschlossen
werden sollte, ein Passus enthalten, der mich veranlasste, bis heute
nicht zu unterschreiben. Er lautete folgendermaßen:
"Aus dem Verlagsvertrag, der während der Laufzeit dieses Vertrages ge-
schlossen wird, sowie aus allen aus diesem Verlagsvertrag resultieren-
den Folgeverträgen erhält die Agentur zeitlich unbegrenzt ein Honorar
in Höhe von 15% der Nettohonorare des Autors zuzüglich der jeweiligen
gesetzlichen Mehrwertsteuer."

Obwohl der Vermittlungsvertrag eindeutig den Namen des Manuskripts be-
inhaltete und sich darauf bezog, hat mich bis heute die Formulierung
"allen aus diesem Verlagsvertrag resultierenden Folgeverträge" ge-
schreckt, die der Agent als Nebenrechte erklärte (Taschenbuch, Verfil-
mung etc.). Sollte der Verlag in dem Vertrag eine Option auf ein wei-
teres Buch verewigt haben, würde dies doch auch von diesem Vermitt-
lungsvertrag berührt werden, oder nicht? Selbst wenn es ursprünglich
in dem Vermittlungsvertrag nur um das benannte Manuskript ging. Der
Agent war auch nicht bereit, nochmals den Namen des Manuskripts in den
Passus aufzunehmen oder gar die nebulösen
Folgeverträge aufzuschlüsseln.

Meine Frage an Sie (nach langer Vorrede ...): Ist dieser Passus tat-
sächlich üblich? Das ist nämlich das, was mir der Agent erzählte. Je-
der würde diesen Passus unterschreiben müssen, und selbst große Auto-
ren hätten dies gemacht.


Antwort:
Der Passus ist in weiten Teilen der Agenturlandschaft leider üblich.
Dass Sie sich in diesem Fall die Unterzeichnung sehr gut überlegen
sollten, wird schon daraus klar, dass der Agent Sie belogen hat. Die
Formulierung bezieht sich NICHT auf die Nebenrechte. Die Honorarzah-
lungen für Nebenrechte werden nämlich bereits im Verlagsvertrag gere-
gelt und sind somit nicht Folgeverträge. Der Passus zielt stattdessen
auf andere Verträge ab: z. B. wenn Sie bei dem Verlag, der Ihr erstes
(über diese Agentur vermitteltes) Manuskript veröffentlicht hat, noch
ein weiteres Buch unterbringen. Selbst wenn der Agenturvertrag zu die-
sem Zeitpunkt bereits abgelaufen ist, würde die Agentur mit verdienen.

Den Passus würde ich auf keinen Fall akzeptieren. Entweder ersatzlos
streichen oder wenigstens klar definieren, welche Folgeverträge und in
welchem Zeitraum: "... sowie aus allen innerhalb von zwei Jahren nach
Vertragsschluss unterzeichneten Verträgen mit zuvor durch die Agentur
vermittelten Verlagen erhält die Agentur ..." - in dieser Art. Denn
der ursprüngliche Passus hat noch einen Haken: Das Wort "Folgevertrag"
ist nicht definiert. Geht es um eine logische Folge (weil Vertrag A
durch die Agentur zustande kam, kam es auch zu Vertrag B) oder um eine
zeitliche Folge (nachdem Vertrag A durch die Agentur zustande kam, kam
Vertrag B)? Streitigkeiten sind also vorprogrammiert!


                    **~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~**

Bjørn Jagnow, gelernter Verlagskaufmann, Buchhändler und Verlagsfach-
wirt (Marketing). In seinem neuen Buch "Marketing für Autoren" gibt er
Rat, Anregungen und Checklisten für den Weg zur erfolgreichen Veröf-
fentlichung. Ihr erreicht ihn über seine Homepage:
http://www.bjoernjagnow.de/fachtexte/buch/autorenmarketing.html.


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FRAG DIE EXPERTIN FÜR FANTASY:
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                      Stefanie Bense (mailto:fantasy at autorenforum punkt de)


Frage:
Seit ich ein Kind war, habe ich gern und ausdauernd geschrieben und
mich nun erstmals soweit durchgerungen, einen Roman zu schreiben und
diesen auch zu veröffentlichen. Es handelt sich um einen Fantasy-
Roman. Da ich Perfektionist bin, habe ich mich durch etliche Schreib-
kurse dieses Forums gewühlt und alle möglichen Fantasy-Romane gelesen,
um ein Gefühl für Stil und Spannung zu erhalten.

Meine Angst besteht im Großen und Ganzen eigentlich darin, selbst
nicht das nötige Gefühl dafür zu besitzen, ob das Manuskript reif ist,
Verlagen angeboten zu werden.

Ich habe in Sylvia Englerts Buch "So finden Sie einen Verlag ..." ge-
lesen, dass es sinnvoll wäre, sich in Literaturzeitschriften einen Na-
men zu machen. Mein Problem ist, dass ich keine Kurzgeschichten
schreiben kann, denn wenn ich anfange zu schreiben, beginnt es zu
fließen und ich kann kaum aufhören und ein Ende finden. Wenn schon,
dann was Großes, scheint es.

Meine beiden Testleserinnen (Fantasy-Fans, E-Mail-Bekannte aus dem In-
ternet und mir persönlich nicht bekannt, daher unvoreingenommen) waren
an sich begeistert, nannten mich sehr begabt, übten bereits konstruk-
tive Kritik (wodurch ich bereits fünf Überarbeitungen hinter mir habe)
und waren auf den bis dahin noch nicht fertigen Schluss sehr gespannt.
Das macht Hoffnung, aber ich weiß nicht, ob das ausreicht.

Ist es sinnvoll, andere Autoren zu finden, die Manuskripte unbekannter
Autoren lesen? Wenn man jemandem, der selbst schreibt, das Manuskript
zu lesen gibt, wie schützt man dann seine Idee? Ist das überhaupt nö-
tig?

Alle Verlage, die ich mir bisher herausgesucht habe, sind große Verla-
ge. Gibt es für Fantasy auch kleinere, bei denen ich eventuell anfan-
gen kann bzw. sollte, mein Manuskript anzubieten?

Ich würde mich freuen, wenn Sie Zeit für eine Antwort hätten und mir
ein paar Tipps geben könnten.


Antwort:
Was Sie schon alles unternommen haben, um sich das schreiberische
Handwerk anzueignen, klingt sehr vernünftig. Viele glauben, nicht ein-
mal das machen zu müssen.

Leider gibt es keinen "allgemeingültigen Maßstab", der uns zeigt, wann
ein Manuskript veröffentlichungsreif ist. Unabhängige Testleser zu ha-
ben ist bereits die halbe Miete. Die andere Hälfte ist, sich Abstand
zu verschaffen (indem man den Text längere Zeit nicht anschaut) und
dann mit "völlig neuem Blick" wieder und wieder zu überarbeiten. Auch
das haben Sie, wie Sie schreiben, schon getan.

Professionelle "Testleser" (= Lektoren) gibt es auch, die Sie z. B.
über das Internet oder den Tempest finden können. Diese nehmen natür-
lich Honorar für ihre Arbeit, da kann einiges zusammenkommen. Es
bleibt Ihnen überlassen, ob Sie solch ein Lektorat für notwendig hal-
ten.

Eine weitere Möglichkeit bietet sich mit Literaturagenturen für Sie.
Diese Agenturen prüfen eingesandte Manuskripte auf ihre Verkaufbarkeit
und schlagen ggf. Verbesserungen vor. Allerdings gibt es einige
"schwarze Schafe", die dafür Geld verlangen, unabhängig davon, ob sie
später einen Verlag interessieren können oder nicht. "Gute" Literatur-
agenten beziehen ihre Provision aus dem Verkauf des Manuskripts an ei-
nen Verlag. Der Autor hat dann einen Prozentsatz seines Honorars an
den Agenten abzugeben. Wie viel das ist, wird vorher vertraglich fest-
gelegt.

Literaturagenturen und Verlage werden von Manuskripten überschwemmt.
Es ist also nicht einfach, hier seinen Roman unterzubringen. Falls Sie
diesen Weg gehen wollen: Machen Sie sich kundig, welche Agentur über-
haupt Fantasy vertritt, und schicken Sie auf keinen Fall Ihr Manu-
skript an eine, die nur Kinderbücher betreut. Auch dazu finden Sie
Hinweise im Tempest und bei Englert.

Grundsätzlich ist es sinnvoll, sich über Kurzgeschichten schon einen
Namen zu machen, damit die Lektoren, Herausgeber oder Agenten einen
Wiedererkennungseffekt haben ("Ach, diese Autorin hat doch schon gute
Geschichten geschrieben, na, da schaun wir mal genauer in das Manu-
skript des Romans ...").

Ich bin zwar der Meinung (aus Erfahrung mit anderen, die bereits einen
Roman oder mehrere geschrieben und sich erst danach an eine Kurzge-
schichte gesetzt haben), dass man jede Form erlernen kann, auch, sich
kurz zu fassen. Aber wenn Sie lieber Romane schreiben, ist das Ihre
ureigne Entscheidung. Es kann nur sein, daß Sie es etwas schwerer ha-
ben und mehr Durchhaltevermögen und Selbstvertrauen entwickeln müssen,
wenn Sie damit auf den Markt wollen.

Ihre Idee selbst ist nicht geschützt oder schützbar. Das Manuskript,
also die Ausarbeitung der Idee, schon. Da gilt das deutsche Urheber-
recht, das Ihnen noch siebzig Jahre nach Ihrem Tod die Verwertungs-
rechte verbrieft, die Sie dann an den Verlag vertragsgebunden verkau-
fen. Das Manuskript oder Teile davon, die nachweisbar von Ihnen sind,
dürfen nicht ohne Ihre Zustimmung veröffentlicht werden.

Es gibt viele engagierte und einige dilettantische Kleinverlage, die
stets Manuskripte suchen.  Versuchen Sie es erst mal mit einer telefo-
nischen Anfrage  - zum Beispiel bei Argument/Ariadne, die gerade eine
SF/F-Reihe aufbauen, aber möglichst Sozialutopien haben wollen. Der
G.Meyer-Verlag bringt eher heroische Fantasy heraus. Weitere Möglich-
keiten bieten der Blitz-Verlag, edition medusenblut und der Klaus Bie-
lefeld-Verlag, über die ich aber keine Informationen besitze.

Bei einem Anruf (auf den Sie sich gut vorbereiten sollten!) sprechen
Sie mit der zuständigen Lektorin (falls im Internet nicht erfahrbar,
dann in einem vorherigen Anruf erfragen), und erläutern Sie Ihren Ro-
man. Dazu brauchen Sie zwei, drei griffige Sätze, die Ihr Projekt be-
schreiben und zeigen, für welche Leser es gedacht ist und warum es zum
Verlagsprogramm passt. Und ein Exposé des Romaninhalts, das Sie ggf.
als Gedächtnisstütze nutzen können (nicht mehr als eine Seite).

Sie werden sich darauf einstellen müssen, lange mit Ihrem Manuskript
"unterwegs" zu sein, soll heißen: Sie werden viel herumtelefonieren,
fragen, reden, werben und das Exposé und eine Leseprobe oft versenden
müssen, bis sich ein Verlag dafür interessiert. Verlieren Sie nicht
den Mut! Wenn Ihr Roman gut ist, wird er irgendwann auf eine/n Lek-
tor/in treffen, der/die das auch erkennt!

Gehen Sie bitte keinem Druckkostenzuschuss-Verlag auf den Leim, auch
nach der dreihundertsten Absage nicht! Diese "Verlage" nehmen viel
Geld dafür, Ihr Manuskript zu drucken, investieren aber weder in Lek-
torat noch Werbung noch Vertrieb, so dass es zwar gedruckt, aber i. d.
R. nicht verbreitet wird.

Geben Sie Ihrem Manuskript eine Chance, seien Sie davon überzeugt, und
vermitteln Sie das auch den zuständigen Lektoren, dann wird es auch
veröffentlicht.

                    **~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~**

Stefanie Bense lebt und arbeitet in Hannover, gibt seit 1993 Schreib-
kurse, veröffentlicht sporadisch und schreibt - was sonst - an ihrem
ersten Roman. Kontakt: mailto:Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.


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FRAG DIE EXPERTIN FÜR REISEFÜHRER:
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              Gabriele Kalmbach (mailto:reisefuehrer at autorenforum punkt de)

Frage:
Gemeinsam mit einer Kollegin plane ich ein Buch über legendäre, tradi-
tionelle Hotels. Derzeit sammeln wir Infos zu den Häusern, die selbst
auch Infos beisteuern.

Da wir beide mit Veröffentlichungen in diesem Rahmen bislang keine Er-
fahrungen haben, nun die Frage: Wie geht man am geschicktesten vor?
Exposés versenden? Fertiges Manuskript? Können Sie uns einen Tipp ge-
ben? Vorab schon mal herzlichen Dank!


Antwort:
Für Ihr Projekt ist es sicher sinnvoll, schon vor der Fertigstellung
ein Exposé zu versenden; später das Exposé und ein Probekapitel, zu-
letzt das ganze Manuskript ­ je nach Stadium Ihrer Arbeit und falls
Sie den Band wirklich  auf jeden Fall schreiben wollen, also auch ohne
Verlagsvertrag daran arbeiten werden. Falls Sie Letzteres vorhaben,
empfehle ich Ihnen auf jeden Fall, einzelne (Hotel-)Kapitel auch zur
Einzelveröffentlichung an die Reiseredaktionen großer Tageszeitungen
zu schicken ­ diese Art Thema hat recht gute Chancen.

Schon ein Exposé zu versenden (statt des fertigen Manuskripts) ist
deswegen sinnvoller, weil dann Verlage mit Ihnen noch die genaue Kon-
zeption besprechen und gegebenenfalls etwas verändern können. Der eine
Verlag, in dem Reiseliteratur erscheint, wird die Akzente eher litera-
risch-kulturgeschichtlich setzen wollen, der andere Verlag, der Reise-
führer veröffentlicht, vielleicht auf viele praktische Tipps (Preise,
Beschreibung der Zimmer etc.) Wert legen. Zudem sind sicher der Umfang
und die Auswahl der Hotels abstimmungsbedürftig.

Ihr Exposé sollte auf jeden Fall Angaben dazu enthalten, wie sich Ihr
Buch von Konkurrenztiteln unterscheiden wird. Erschienen sind bereits
etwa: Lis Künzli, Hotels. Ein literarischer Führer (bei Gatza); Silke
Behl & Eva Gerberding, Drehtür in die große Welt. Die 50 schönsten
Grandhotels (bei DuMont) und einige weitere der Art "Traumhotels in
aller Welt" aus der Schöner-Wohnen-Ecke.

Ich hoffe, das hilft Ihnen schon etwas. Falls Sie weitere Fragen ha-
ben, schreiben Sie mir!
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