Ausgabe 3-10 (20. Oktober 2001)

Echo-Service
Marketingideen
     "Verfassen Sie Verkaufsargumente für Ihr Buch"
     von Andreas Mäckler
Schreibkurs
     "140 Beispiele, seinen Text zu straffen" - Teil 1
     von Andreas Gruber
Buchbesprechung
     "Recht für Autoren" besprochen von Martina Weber
     "von Lust und Last literarischen Schreibens"
     besprochen von Gabi Neumayer
     "Handwerk Humor" besprochen von Gabi Neumayer
Erfahrungsbericht
     "Recherche für einen historischen Roman"
     von Rena Belzner
Frag den Experten für historische Romane
     (Titus Müller)
Frag die Expertin für Literaturagenturen
     (Petra Hermanns)
Frag die Expertin für Fantasy
     (Stefanie Bense)
Frag die Experten für Kinderbücher
     (Kopietz & Sommer)
EDITORIAL: 
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Liebe Autorinnen und Autoren,

viele von euch werden noch ermattet sein von der Buchmesse in Frank-
furt - aber vielleicht auch besonders motiviert, in der Zukunft ein
eigenes Buch dort vorzustellen. Der Oktober-Tempest gibt euch viele
Tipps, wie ihr diesem Ziel ein Stück näher kommen könnt:

Überarbeitungsexperte Andreas Gruber zeigt in einem zweiteiligen
Schreibkurs an 140 Beispielen, wie man einen Text straffen und verbes-
sern kann. Rena Belzner beschreibt, wie sie für ihren historischen Ro-
man recherchiert hat. Andreas Mäckler beschäftigt sich damit, wie man
Verkaufsargumente für das eigene Buch findet. Und in Martina Webers
Buchbesprechung geht es um die rechtlichen Fragen, mit denen AutorIn-
nen sich auseinander setzen sollten. Außerdem haben unsere ExpertInnen
wie immer eine Menge Tipps parat. Und wer einen Ort sucht, um sich zum
Schreiben zurückzuziehen, sollte einmal in den Echo-Service sehen.

Der Tipp des Monats Oktober:

Absagenfrust lässt sich lindern, wenn man von vornherein
nicht alle Hoffnungen auf nur einen Verlag konzentriert.
Schreibt eine längere Verlagsliste. Tütet dann das mit
einer Absage zurückgeschickte Manuskript sofort wieder
ein, und schickt es an den nächsten Verlag auf der Liste.

Möge euer nächster Schreiburlaub produktiv verlaufen - und nicht durch
einen Bänderriss gleich zu Beginn getrübt werden, wie es mir gerade
passiert ist ...

Gabi Neumayer
Chefredakteurin


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Der "Tempest" kommt mit Courier 10 Punkt am besten zur Geltung!
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ISSN 1439-4669 Copyright 2001 autorenforum.de. Copyright- und
Kontaktinformationen am Ende dieser Ausgabe
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INHALT DIESER AUSGABE:

Editorial
Inserate
Schreib-Kick
News
Echo-Service
Marketingideen
"Verfassen Sie Verkaufsargumente für Ihr Buch"
von Andreas Mäckler
Schreibkurs
"140 Beispiele, seinen Text zu straffen" - Teil 1
von Andreas Gruber
Buchbesprechung
"Recht für Autoren" besprochen von Martina Weber
"von Lust und Last literarischen Schreibens"
besprochen von Gabi Neumayer
"Handwerk Humor" besprochen von Gabi Neumayer
Erfahrungsbericht
"Recherche für einen historischen Roman"
von Rena Belzner
Frag den Experten für historische Romane
(Titus Müller)
Frag die Expertin für Literaturagenturen
(Petra Hermanns)
Frag die Expertin für Fantasy
(Stefanie Bense)
Frag die Experten für Kinderbücher
(Kopietz & Sommer)
Veranstaltungen
Ausschreibungen
Publikationsmöglichkeiten
Seminare
Impressum

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Kleinanzeigen in "The Tempest"
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(Die Redaktion behält sich vor, Anzeigen zu kürzen oder Anzeigen, die
gegen Rechte Dritter, das Urheberrecht oder Jugendschutzbestimmungen
verstoßen, abzulehnen.)

Private Anzeigen kosten bis zu fünf Zeilen 3 DM pro Zeile. Jede weite-
re Zeile kostet 2 DM.

Anzeigen von nicht kommerziellen Literatur-Organisationen etc. sind
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"Könnte ein Standardwerk werden." - Tempest 3-7, Juli 2001

"Äußerst kurzweilig und erfreulich klar. Ein Buch [...], das zum Le-
sen, Nachschlagen und Schmökern verführt." - Bernhard Horwartitsch

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ten, 24,80 DM, jetzt bestellen unter http://www.federwelt.de!


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SCHREIB-KICK:
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Unser Schreib-Kick für den Oktober:

Suche in deinen Geschichten lange, ausgearbeitete Beschreibungen - und
versuche sie durch jeweils ein einziges aussagekräftiges Bild zu er-
setzen. Ein Beispiel von James V. Smith jr. (Fiction Writer’s Brain-
stormer):
- lange Beschreibung: "Der Eisnebel mit seinem Glitzern, Funkeln und
Blitzen lenkte ihn ab. Er war wie ein Regen schimmernder, schwereloser
Glasteilchen."
- kurzes Bild: "Der Eisnebel funkelte wie ein Sandsturm aus Glas."


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NEWS:
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(mailto:redaktion at autorenforum punkt de)


"Zukunft E-Book"
von Ramona Roth-Berghofer

In der Computer Zeitung (Nr. 40 vom 4. Oktober 2001) berichtet Frank
Gotta in seinem Artikel "Buchmesse als Bit-Show" über die elektroni-
schen Waren auf den Messeständen und über die Diskussion um den Ko-
pierschutz von Bit-Büchern zur Überwachung des Copyrights und zur Ver-
waltung digitaler Rechte. Wie Gotta schreibt, bot unter den 7 000 Aus-
stellern jeder dritte digitale Veröffentlichungen an. Sage und schrei-
be 2 200 Aussteller haben Multimedia, Software, Online-Infos, Edutain-
ment, Hörbücher, Videos und andere elektronische Waren angeboten. In
Sachen E-Book sind die Anbieter im Vergleich zum Vorjahr jedoch merk-
lich zögerlicher gewesen. Erst für das Jahr 2005 werden, laut Markt-
forscher Forester, gerade mal 251 Millionen Dollar Umsatz erwartet. In
Deutschland hat sich der Marktanteil seit 1997 zwar verzehnfacht, doch
liegt er mit 300 Millionen DM gerade mal bei 2 Prozent des Gesamtum-
satzes im Jahr 2000.

Hauptsächlich führt Gotta dies nach seinen Recherchen auf die Vorsich-
tigkeit der Rechtsinhaber (Autoren und Verlage) zurück, die den bis-
lang bekannten Kopierschutzmechanismen noch sehr skeptisch gegebenüber
stünden. So wurden beispielsweise Mitte 2001 vom Internet-Buchhändler
Barnes & Noble angebotene E-Books durch einen Hacker geknackt. Und
auch der Kopierschutz von Microsofts E-Book Reader soll das Opfer ei-
nes Hackers geworden sein. Auch werden im Bereich der E-Literatur
Tauschbörsen (ähnlich napster.com) befürchtet. Und nicht zuletzt sind
die Endgeräte für E-Book-Leser noch viel zu unflexibel, um wirklich
interessant und somit eine Konkurrenz des guten alten Print-Buches zu
sein. Selbst der E-Book-Award - mit 50 000 Dollar dotiert, für Auto-
ren des besten Romans und des besten Sachbuchs - schürt die Begeiste-
rung für das E-Book nur mäßig.

Wie es ausschaut, sieht Frank Gotta die Sache realistisch, wenn er
sagt: "E-Books haben noch einen langen Weg vor sich."


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ECHO-SERVICE:
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(mailto:redaktion at autorenforum punkt de)


+++++++++++++++++++++++++++++++++++
Jana A. Czipin
mailto:Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
+++++++++++++++++++++++++++++++++++
Ich suche auch eine preiswert Möglichkeit, um mich zum Schreiben zu-
rückzuziehen. Am liebsten wäre mir ein Platz, der am Meer gelegen ist,
Zeit Dezember bis März. Als Austausch könnte ich eine kleine Wohnung
in Wien (zentral gelegen) anbieten.


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MARKETINGIDEEN:
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(mailto:redaktion at autorenforum punkt de)


"Verfassen Sie Verkaufsargumente für Ihr Buch"
von Andreas Mäckler
[Dieser Beitrag ist ein Auszug aus dem Ratgeber
"Die besten Marketing-Tipps für Autoren"]

Neben der Zielgruppendefinition lautet beim Marketing die zentrale
Frage: Warum sollte jemand Ihr Buch kaufen? Warum sollte er sauer ver-
dientes Geld in ein bisschen Druckerschwärze auf Papier investieren?

Also bitte! Sagen Sie mir mal, warum ich Ihr Buch kaufen soll.

Sie könnten mir antworten: Weil mein Fachbuch besser ist als ver-
gleichbare Publikationen auf dem Markt und außerdem den neuesten Stand
der Forschung spiegelt. Dadurch erhalten Sie einen wichtigen Informa-
tionsvorsprung, mit dem Sie Ihre Produkte besser verkaufen.

Das ist ein gutes Argument! Stellen Sie die Vorzüge Ihres Buchs noch
detaillierter dar. Wenn ich professionellen Bedarf an den Fachinforma-
tionen habe, kaufe ich das Buch sofort!

Ihre Kunst muss darin bestehen, potentielle Kunden davon zu überzeu-
gen, Ihr Buch zu kaufen und nicht das der Konkurrenten (oder zumindest
beide Bücher, was viele Käufer tatsächlich tun, um sich optimal zu in-
formieren). Die Fragen lauten immer: Worin unterscheidet sich Ihr Buch
von Konkurrenz-Angeboten? Warum ist es besser? Warum sollte es anderen
Titeln zum gleichen Thema vorgezogen werden?

Wenn Sie diese Fragen selbstkritisch behandeln, kann das zur grausamen
Erkenntnis führen, dass überhaupt keine objektive Notwendigkeit für
Ihr Buch besteht! Dann sollten Sie Ihr Projekt überdenken und verbes-
sern.

Anschließend frage ich Sie wieder: Warum sollte ich Ihren Liebesroman
kaufen, wenn "Vom Winde verweht" Millionen Menschen zu Tränen gerührt
hat und als 400-seitiges Taschenbuch EUR 5 kostet, während Ihr Book on
Demand mit 200 Seiten EUR 15 kostet?

Sie könnten antworten: "Vom Winde verweht" ist ein Klassiker von ges-
tern. Mein Buch ist ein Klassiker von morgen, den Sie schon heute ent-
decken können. Das ist ein Privileg. Außerdem ist mein Roman ebenso
mitreißend geschrieben. Sie werden lachen und weinen, und am Schluss
werden Sie sagen, die Zeit, in der ich diesen Roman gelesen habe, war
wertvoll und gut.

Prima! Das könnte mich als Kaufargument überzeugen. Wenn Sie auch noch
charmant sind, ist der Deal perfekt. Immer müssen Sie neben dem Nutz-
wert den Spaßfaktor des Lesers im Kopf haben, wenn Sie Selbstmarketing
betreiben. Das können bei Fachbüchern materielle Gründe sein, zum Bei-
spiel Informationsvorsprung, der zur Gewinnmaximierung führt; das kön-
nen aber auch – wie beim Liebesroman – Identifikationserlebnisse sein,
die die schönen Gefühle des Lesens ansprechen.

Immer sollten Sie Ihre Argumente kurz und knackig halten. Zwanzig Wör-
ter müssen ein starkes Verkaufsargument zusammenfassen können. Wenn
Sie einer Frau oder einem Mann erst in langen Vorträgen mühsam erklä-
ren müssen, warum sie sich eventuell ineinander verlieben könnten,
dann sollten Sie ... – na, lassen wir den schrägen Vergleich.

Denken Sie an eins: "Verkaufen ist wie Flirten!" (Barbara Niedner,
Verkaufstrainerin). Weil es selten rationale und zwingende Gründe
gibt, ein Buch zu kaufen, müssen Sie neben der Präsentation guter Ar-
gumente immer mit Ihren Lesern flirten, real und auf Papier (oder was
glauben Sie, warum ich dieses Buch für Sie in dieser Art und Weise
schreibe und Sie nicht mit einer Dissertation über das Autorenmarke-
ting unter besonderer Berücksichtigung des nachkriegsdeutschen Litera-
turbetriebs vor dem Fall der Mauer 1989 mit tausend Zitaten, Anmerkun-
gen und Fremdwörtern beglücke?). Als Wissenschaftler müssen Sie Ihre
Zuhörer mit anderen Mitteln begeistern, als wenn Sie Gedichte schrei-
ben oder das tausendste Kochbuch auf den Markt bringen.

Wenn Sie sich nicht klar über die Verkaufsargumente sind, warum jemand
Ihr Buch kaufen sollte, nehmen Sie ein Blatt Papier und schreiben im
Brainstorming alle Gründe auf, die Ihnen einfallen. Später gehen Sie
kritisch die Liste durch und streichen alle Argumente, die nicht
stichhaltig sind. Ein Buch allein aufgrund seiner Existenz zu kaufen
ist sicherlich kein Verkaufsargument.

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Andreas Mäckler ist Spezialist für Autorenmarketing und Buchprodukti-
on. Verfasser der Ratgeber "Selbstverlag – Das eigene Buch erfolgreich
vermarkten" und "Books on Demand – So verkaufen Sie Bücher im Inter-
net". Gründer der Buchproduktion xlibri.de - ein Service für Autoren
und Verlage (Books on Demand und Offset). Weitere Informationen:
http://www.maeckler.com und http://www.sequenz-online.de.


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SCHREIBKURS:
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(mailto:redaktion at autorenforum punkt de)


"140 Beispiele, seinen Text zu straffen" - Teil 1
von Andreas Gruber

Es steht außer Frage, dass Texte überarbeitet werden müssen, denn ei-
nen ohne Konzept in einem Schwung runtergetippten und dennoch absolut
perfekten Text gibt es nicht. Das schafft nicht einmal Charles Bukows-
ki im nüchternen Zustand.

Es gibt einen guten Grund, weshalb man sich die Mühe machen sollte,
die eigenen Texte zu überarbeiten. Wolf Schneider schreibt im Vorwort
zu seinem Buch "Deutsch fürs Leben", dass ein Schreiber die Plage des
Überarbeitens deshalb auf sich nehmen soll, weil das Schreiben im
Zeitalter des Fernsehens, der Videoclips und der Computerspiele un-
gleich mehr Mühe, Grips und Phantasie erfordert als noch vor dreißig
Jahren.

Schließlich soll das Geschriebene ein Lesevergnügen nach sich ziehen.
Wenn wir uns einen Mann vorstellen, der in einem Sessel eingenickt
ist, eine halb gelesene Zeitschrift auf dem Schoß, dann ist das (nach
William Zinsser) jemand, dem der Schreiber zu viel unnötige Mühe be-
reitet hat.

Wie können wir dem Leser also unseren Text schmackhaft machen? E. B.
White schreibt, guter Stil entsteht durch Klarheit und Einfachheit.
Kaum ausgesprochen, sind die ersten Bedenken zu hören: Ist das über-
haupt noch literarischer Stil? Verarmt die Sprache dadurch nicht? Ge-
genfrage: Warum sollte sie? Als Erzähler können wir uns stets an die
Worte Schopenhauers halten: Man brauche gewöhnliche Worte und sage un-
gewöhnliche Dinge. Literaten, die es umgekehrt machen, gibt es genug.
Ihre Bücher sind schwer verständlich und ohne Inhalt. Das muss nicht
sein!

Ein amerikanischer Literatur-Nobelpreisträger hat uns vor rund siebzig
Jahren gezeigt, was Sache ist: Ernest Hemingway. Auf den ersten Blick
erscheint sein Stil anspruchslos und einfach – doch das trügt! Ein Le-
ben lang hat er versucht, an einem knappen Stil zu arbeiten. Seine
Texte vermitteln nicht den Eindruck, wie schwierig es ist, literarisch
und anspruchsvoll zu schreiben – im Gegenteil! Der Autor und seine
Kunst des Schreibens treten in den Hintergrund und verschwinden. Das
Handwerk des Schreibens ist nicht mehr sichtbar, der Leser vergisst es
und wird stattdessen von der Geschichte gefangen genommen.

Wenn Sie Ihren Text überarbeiten und nachher mehr Worte haben als zu-
vor, haben Sie etwas falsch gemacht! Überarbeiten bedeutet nicht, dem
Text mehr Floskeln, Füllwörter, Verzierungen, Ausschmückungen, Meta-
phern und Vergleiche hinzuzufügen, sondern ihn zu verknappen, ihn auf
das Wesentliche zu verdichten. Wir sollten den Leser nicht mit wortge-
waltigen Satzkonstruktionen beeindrucken, sondern unterhalten, ihn den
Autor vergessen lassen, ihn in die Geschichte hineinziehen und über
die Handlung, die Dialoge und Charaktere nachdenken lassen.

Aber wer einfach, knapp und klar schreibt, so der SF-Autor Ben Bova,
wird sich bald den Vorwurf gefallen lassen müssen, er schreibe nicht
künstlerisch und literarisch. Das ist der Preis, den der Autor bezah-
len muss, wenn er sich für seine Leser bemüht. Bovas Leser lieben sei-
ne Sciencefiction-Romane, und das ist ihm allemal lieber, als wenn man
ihn für einen intellektuellen, künstlerischen Literaten hielte. Übri-
gens kann er auf eine Reihe Bestseller und zahlreiche SF-Preise zu-
rückblicken.

Viel und breit zu schreiben ist einfach - knapp und pointiert zu
schreiben äußerst mühselig. Dazu gibt es viele Tipps und Tricks. Einer
davon lautet: Weniger bedeutet mehr! Wir alle haben diesen Satz sicher
schon hundertmal gelesen, doch ihn anzuwenden, ist alles andere als
einfach. Warum? Meist fehlt es an konkreten Beispielen. Dieser Artikel
soll das ändern.
Ich möchte mit dem leichtesten und einleuchtendsten Kapitel beginnen.


Unnötige Adjektive und Adverbien

Über den Franzosen Georges Clemenceau, der 1880 die Zeitung "La Justi-
ce" und siebzehn Jahre später das Blatt "L’Aurore" gründete, gibt es
folgende Anekdote zu erzählen: In seiner Redaktion hing ein Schild mit
der Aufschrift: "Bevor Sie ein Adjektiv hinschreiben, kommen Sie zu
mir in den dritten Stock und fragen, ob es nötig ist."

Diese Scheu vor Eigenschaftswörtern ist leicht erklärt. Durch Adjekti-
ve werden - wie auch durch Adverbien - Aussagen oft doppelt gemoppelt.
Sie wirken aufdringlich, und nicht nur das: Sie sind überflüssig! Wer
dennoch in seine Wortkreationen verliebt ist und sie nicht streichen
möchte, weil er Angst hat, der Leser würde nicht wissen, WIE etwas ge-
macht, gesagt oder gedacht wird, sollte bedenken, dass der Leser von
sich aus ergänzt. Die Phantasie des Lesers ist mit Sicherheit stärker
als jeder ausführlich erläuterte Text. Hier die ersten fünfundzwanzig
Beispiele, wobei auf die in Klammern gesetzten Adjektive getrost ver-
zichtet werden kann:

....................
Sie schmunzelte (amüsiert).
Sie stürzte (augenblicklich) zu ihrem Schreibtisch.
Alkoholdunst und Rauchschwaden hingen wie eine (dichte) Glocke über
den Gästen des Lokals.
Ihre (einzigartige) Genialität verblüffte mich.
Er schüttelte (entschieden) den Kopf.
Der (erotische) Klang ihrer Stimme prickelte auf meiner Haut.
Sie stöhnte (frustriert) auf.
Er zuckte (gleichgültig) mit den Achseln.
Die Gitarre gab ein (grässliches) Quäken von sich.
Er rang (keuchend) nach Atem.
Er blinzelte mich mit (misstrauisch) zusammengekniffenen Augen an.
Seine Augenlider zuckten (nervös).
"Nein!", entfuhr es ihm (prompt).
Er stand vor mir, mit zugeknöpfter Weste und (sauber) gebügeltem Hemd.
Sehen Sie die (schwarzen) verkohlten Reste der Kirche?
"Korrekt!", lautete ihre (simple) Antwort.
Mit einer (stillen) Kopfbewegung bedeutete er den Männern, weiter zu
arbeiten.
Er sog die Luft (tief) ein.
"Niemals!", krächzte er und schluckte (trocken).
Plötzlich raste mein Herz (unnatürlich schnell).
Alles andere war eine (vage) Vermutung.
"Das ist mir egal!", fauchte er (verächtlich).
In dem Raum herrschte (vollkommene) Stille.
Der Schmerz ließ mich (wild) herumfahren.
Es wurde (wild) durcheinander gebrüllt.
....................


Unnötige Füllwörter

"Wenn es möglich ist, ein Wort zu streichen – streiche es!" Auch
George Orwell war ein Anhänger des knappen Stils.

Überflüssige Wörter sind Wortballast. Treten sie gehäuft auf, wirkt
der Text zäh und holperig. Flüssiger Text verwendet kein einziges der
hier in Klammern gesetzten Wörter, die oft um der vermeintlichen Ge-
nauigkeit willen eingefügt wurden. Tatsächlich aber belasten sie den
Leser und lenken ihn vom Wesentlichen ab.

Mag sein, dass einige der Streichungen übertrieben erscheinen. Mag
sein, dass der Leser die in Klammer gesetzten Wörter braucht, um den
Text besser zu verstehen. Doch beachten Sie: Die Beispiele wurden aus
dem Zusammenhang gerissen. Wenn sie in eine Geschichte eingebunden
sind, ergibt sich durch den restlichen Text ein Sinn, trotz der Strei-
chungen. Hier die nächsten 54 Beispiele:

....................
Ob er (aber dann) noch einmal eine Chance erhalten würde, war eine an-
dere Frage.
Die meisten (anderen) bezeichneten sie als arrogante Wichtigtuerin.
Ich öffnete die Tür, und die Glieder der Sicherheitskette klickten
(aneinander).
Es war so kalt, als liefe die Klimaanlage (bereits) seit Monaten.
"Oh nein", sagte er und schüttelte (dabei) den Kopf.
Wenn später Zeit (dafür) ist, erzähle ich es dir. Habe ich mich schon
bei dir (dafür) bedankt, dass du mir das Leben gerettet hast?
Er wollte den Tisch hochreißen und seinen Widersacher (damit) vom
Stuhl rammen.
"Also gut, wohin wollen Sie?", murrte er (dann doch).
Alles weitere würde sich (dann von alleine) ergeben.
Er griff nach der Geldbörse und zog die letzten Scheine (daraus) her-
vor.
Er machte keinen Schritt mehr vor seine (eigene) Wohnungstür. Sie be-
trachtete ihr (eigenes) Spiegelbild.
Sie hatte (eigentlich) nicht damit gerechnet, das System überlisten zu
können.
Nicht (einmal) ein winziger Lichtschimmer war zu erkennen.
Sie klopfte an die (einzelnen) Wohnungstüren.
Diese Zeiten waren (endgültig) vorüber.
Er beugte sich (erneut) über die Tastatur.
Den Schatten auf der Wiese bemerkte er (gar) nicht. Du weißt es noch
(gar) nicht?
Am Tag darauf hätte er sich eigentlich mit ihr verabreden sollen, weil
sie (gemeinsam) im Gastgarten einer Cafeteria einen Bananensplit
schlemmen wollten. Der Traum von einem (gemeinsamen) Familienleben war
zerstört.
Es war so finster wie in einem Keller, in dem (gerade) der Strom aus-
gefallen war. Ich habe keine Ahnung, wo wir uns zur Zeit (gerade) be-
finden. Er starrte (geradeaus) in den Monitor.
Doch zuvor hätten sie ihn (gewiss) in einem schalldichten Raum ver-
hört.
Blitzende Augen starrten mich aus der Dunkelheit (heraus) an.
Er nestelte am Kabel (herum). Er trommelte mit den Fingern auf der
Tischplatte (herum).
Die Kamera klickte zweimal (hintereinander).
Das Licht fiel auf den Körper (hinunter).
Sein Puls raste (innerlich).
Seufzend sog sie die Luft (in sich) ein.
Die aufgebogene Nase verlieh ihr (irgendwie) ein vornehmes Aussehen.
(Irgendwo) im Hintergrund des Lokals klimperte der Entertainer des Ho-
tels eine Melodie auf dem Piano.
Ohne (jeden) Zweifel wäre sie verrückt genug, es zu tun.
Sie interessierte sich nicht mehr (länger) für mich.
Ich konnte mich nicht (mehr) erinnern.
Er lächelte (mich) nachsichtig (an).
Gingen (mit einem Mal) die Emotionen mit ihr durch?
Er stapfte (mitten) durchs Wohnzimmer.
Solange wir die Zusammenhänge (noch) nicht begreifen, sollten wir die
Finger davon lassen. Es blieb nur (noch) eine pulverisierte Staub-
schicht zurück.
Der Trakt war fensterlos, (nur) elektrisches Licht flimmerte von der
Decke. Er blickte (nur) flüchtig hin. Aus einer Entfernung von (nur)
wenigen Hundert Metern waren die Fenster zu erkennen.
Wenn er sich beeilte, würde er noch (rechtzeitig) den Zug erwischen.
"Na gut, was wollen Sie?", brummte er (schließlich).
Er wollte sich (selbst) Mut machen.
Die Wetten stiegen (soeben) ins Unermessliche. Sämtliche Möglichkeiten
hatten sich (soeben) erübrigt.
Woher willst du das (so genau) wissen?
Stecken Sie die Waffe weg! Sie schießen (sonst) noch ein Loch in die
Armaturen.
Wir sollten es zum Ausgang schaffen, bevor das Haus (völlig) zusammen-
bricht. Seine Anwesenheit bringt mich (völlig) aus der Fassung.
Von der Unbeschwertheit des Studentenlebens war nichts mehr (übrig)
geblieben.
"Hau ab!", riefen die Betrunkenen (um ihn herum).
Mit jeder (verstrichenen) Sekunde wurde der Kurs neu berechnet.
Sie war (von allen) die Aufmüpfigste gewesen.
Er starrte mir (von hinten) ein Loch in den Rücken.
Die Tür öffnete sich (vor mir).
(Wahrscheinlich) hatte der betrunkene Kerl die Waffe mit einem Sender
manipuliert.
Ich stieß die Tür mit der Schuhspitze (weiter) auf. Er dachte über
(weitere) mögliche Ursachen nach. Ohne eine (weitere) Sekunde zu ver-
lieren, stürzte er davon. Die Teile fügten sich (weiter) ineinander,
bis ein komplettes Bild entstand.
Er starrte (wieder) zur ihr hinüber.
Er erinnerte sich (zurück), wie er seinen Traum verwirklicht hatte.
....................

["Aber das waren doch keine 140 Beispiele!" Stimmt. Dieser Beitrag
wird im nächsten Tempest fortgesetzt. - die Red.]

**~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~**

Andreas Gruber, Jahrgang 68, lebt südlich von Wien und arbeitet halb-
tags im Büro eines Mittelbetriebs. Sein 2000 erschienener Kurzge-
schichtenband "Der fünfte Erzengel", 9 Horror-Stories, Edition Medu-
senblut, wurde für den Deutschen Phantastik-Preis nominiert. Im Sep-
tember 2001 erscheint im Shayol-Verlag die SF-Storykollektion "Die
letzte Fahrt der Enora Time", Weitere Infos unter:
http://www.myworld.privateweb.at/gruber.


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BUCHBESPRECHUNG:
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(mailto:redaktion at autorenforum punkt de)


"Recht für Autoren"
besprochen von Martina Weber

Manchmal ist es erschreckend, wie Rechte von AutorInnen (vor allem das
Urheberrecht) mit Füßen getreten werden. Der Respekt vor der geistigen
Leistung anderer ist häufig gering. Jammern und Klagen helfen nicht.
Nur wer informiert ist, kann seine Rechte auch gegenüber Verhandlungs-
partnern vertreten. Mit diesem Anspruch tritt Manfred Plinke im Vor-
wort auf. Einige Beiträge stammen von drei Rechtsanwälten, die sich
auf entsprechende Fachgebiete spezialisiert haben.

Der Ratgeber enthält viele wichtige Informationen, die jeder Au-
tor/jede Autorin kennen muss, z. B. Grundkenntnisse des Urheberrechts
und dessen Herausforderungen durch das Internet. Praktisch sehr gut
umsetzbar sind auch der Artikel zum Verlagsrecht mit den Hinweisen für
den Vertragsschluss und der Normvertrag für Verlagsverträge mit Erläu-
terungen. Das Buch enthält außerdem den Normvertrag für den Abschluss
von Übersetzungsverträgen, einen Muster-Verlagsvertrag über ein wis-
senschaftliches Werk und einen Muster-Herausgebervertrag. An Gesetzes-
texten gibt es Auszüge aus dem Urheberrechtsgesetz und dem Verlags-
rechtsgesetz. Knapp 20 Seiten werden häufigen Rechtsfragen gewidmet,
wie denen nach dem Schutz vor einem Plagiat oder vor Ideenklau, Ver-
filmungsrechten, der Frage, inwieweit man zu bekannten Romanen einen
Fortsetzungsroman schreiben darf, und wie man zu einem Pseudonym
kommt. Sehr gelungen sind die Kurztexte zu Ghostwritern, Multi-
Autoren-Projekten und Co-Autoren.

Trotz der Fülle an angerissenen Rechtsfragen erwartet die AutorInnen
in diesem Buch kein Rundumschlag über alle Rechtsmaterien, über die
sie Bescheid wissen müssen. So fehlen etwa ein Kapitel über die Künst-
lersozialversicherung, Informationen zur Mehrfachverwertung von Arti-
keln, Fragen nach den Honoraren für Theater und Hörspiele sowie zum
Steuerrecht. Die Schlagworte aus dem Untertitel schränken den viel
versprechenden weit gefassten Titel leider wieder ein.

Wünschenswert wäre mehr Hilfe zur Selbsthilfe gewesen. Gelegentlich
werden Probleme nur angerissen, es mangelt an konkret umsetzbaren
Tipps. Beispiel: Der Hinweis, dass sich strafbar machen kann, wer mit-
tels Links im Internet auf urheberrechtsverletzende Inhalte verweist
(S. 21), muss doch nicht unkommentiert bleiben! Hier hätte man den Rat
geben können, auf der entsprechenden Website den distanzierenden, die
Strafbarkeit ausschließenden Hinweis zu bringen: "Auf die Gestaltung
der Links habe ich keinen Einfluss. Die Inhalte der gelinkten Seiten
mache ich mir nicht zu Eigen." So wie für die Prüfung, ob ein ge-
wünschter Domainname noch frei ist, eine Internetadresse angegeben
wird, wäre auch ein entsprechender Hinweis zur Frage, ob ein Buchtitel
bereits vergeben ist, hilfreich gewesen. Und die Information, was ein
Autor, dessen Text urheberrechtswidrig etwa im Internet erscheint
(laut Vorwort immerhin ein Hauptproblem in unserer Zeit), ohne Anwalt
unternehmen kann, bleibt das Buch auch schuldig.

Die Sprache schwankt zwischen nettem Plauderton, in dem prominente
Fälle dargeboten werden, klaren Erklärungen und gelegentlich hölzernen
Formulierungen. Die in juristischen Kreisen so beliebten lateinischen
Wendungen (immerhin übersetzt) sind fehl am Platz. Und ob ich als
Nichtjuristin die Bedeutung des Begriffs "nach herrschender Auffas-
sung" einschätzen könnte? Auch das Kredithai-Urteil des Bundesge-
richtshofs (S. 118) ist nur in Fachkreisen "berühmt".

Insgesamt ist die Qualität der Beiträge gemischt. Struktur und Niveau der Artikels über das Zitat- und das Verlagsrecht wären für alle Texte wünschenswert gewesen. Neben teilweise dringend erforderlichem und gut erläutertem Wissen vermitteln manche Beiträge eher ein Rechtsgefühl für mögliche Probleme als ein konkret umsetzbares Wissen. Dieser Ein- druck wird durch den häufigen Verweis auf die Beratung beim speziali- sierten Anwalt verstärkt. In diesem Zusammenhang hätte ein Hinweis auf die Möglichkeiten der Prozesskosten- und Beratungshilfe sicherlich da- zu beigetragen, die Hemmschwelle vor dem Aufsuchen eines Anwaltsbüros zu senken. Interessant hätte ich auch den Aspekt gefunden, wie die Staatsanwaltschaft mit Urheberrechtsverletzungen umgeht. Ein Stich- wortverzeichnis fehlt. Es gibt auch durchaus weit mehr Websites zum Thema als die wenigen eingestreuten. Im Literaturverzeichnis habe ich vergeblich nach dem großartigen Buch von Goetz Buchholz "Ratgeber Freie" gesucht. Schade. Man hätte dieses wichtige Buch an manchen Stellen noch praxis- näher auf die Zielgruppe zuschneiden können. Manfred Plinke: "Recht für Autoren. Urheberrecht, Verlagsrecht, Mus- terverträge", 2001, 143 Seiten, 29,80 DM, Autorenhaus-Verlag **~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~** Martina Weber, 1966 geboren, Autorin und Juristin. Redakteurin der Fe- derwelt, dort zuständig für den Federwelt Newsletter. Auf der Online- präsentation der Federwelt http://www.federwelt.de kann der Federwelt Newsletter kostenlos abonniert werden. Er enthält praktische Artikel, Rezensionen von Autoren-Fachliteratur, Websiteempfehlungen, Lyrik und Ausschreibungen. ********************************************************************* BUCHBESPRECHUNG: --------------------------------------------------------------------- (mailto:redaktion at autorenforum punkt de) "von Lust und Last literarischen Schreibens" besprochen von Gabi Neumayer Einmal im Jahr finden sich 15 bis 20 AutorInnen beim "Münstereifeler Autorentreffen" zusammen, um Texte vorzustellen, an denen sie arbeiten - und um sich Kritik dazu anzuhören. Die meisten sind regelmäßig da- bei; von ihnen stammen die Beiträge in diesem Buch. Die Autorinnen und Autoren - unter ihnen Thomas Hettche, Bernd Eilert, Ulrike Draesner und Kurt Bracharz - beschäftigen sich auf sehr unter- schiedliche Weise mit den Bedingungen der Produktion von Literatur, mit literarischen Phänomenen und Fragen. Da berichtet ein Stadtschrei- ber über seine Erfahrungen beim "Stadtschreiben"; Bernd Eilert seziert den im Ende gescheiterten Versuch, eine Fernsehserie für Pro7 zu ent- wickeln; eine Autorin beschäftigt sich mit Schreibmaterialien; ein an- derer Autor analysiert die Rolle, die der Ort einer Handlung spielen kann. Und einer der Herausgeber schreibt sogar über den Schlusspunkt. - Ebenso vielfältig wie die Themen sind die Formen der Beiträge: lite- rarische Arbeitsberichte, Tagebuchauszüge, eine Rede, Aphorismen ... Wer ein Buch randvoll mit handfesten handwerklichen Tipps erwartet, wird von diesem Buch enttäuscht sein. Wer sich jedoch auf die indivi- duelle Sicht- und Ausdrucksweise vieler unterschiedlicher Literaten und auf ihre Erfahrungen beim Schreiben und im Umgang mit dem Litera- turbetrieb einlassen möchte, sollte dieses Buch unbedingt lesen. Klaus Modick, Helmut Mörchen (Hrsg.): "von Last und Lust literarischen Schreibens", 2001, 160 Seiten, 29,80 DM, Eichborn ********************************************************************* BUCHBESPRECHUNG: --------------------------------------------------------------------- (mailto:redaktion at autorenforum punkt de) "Handwerk Humor" besprochen von Gabi Neumayer Kann man lernen, witzig, amüsant, humorvoll zu schreiben? Ja, sagt John Vorhaus, der Autor von "Handwerk Humor". Und er zeigt auch, wie das geht: Zunächst einmal sollte man seinen inneren Zensor davon ab- halten, einem ins Handwerk zu pfuschen - er kommt einem sonst immerzu mit Anmerkungen wie "Ist das albern!" oder "Wer soll denn darüber la-
chen?" ins Gehege. Mut zum Risiko ist gefragt, denn nach Vorhaus "Neu-
ner-Regel" sind von zehn witzigen Ideen, die man produziert, neun
Schrott.

So vorbereitet, kann man sich den handwerklichem Mitteln zuwenden.
Vorhaus zeigt, wie eine komische Prämisse aussieht, wie man komische
Figuren und Figurenkonstellationen schafft, welche Typen komischer
Konflikte und Geschichten es gibt. Außerdem stellt er Komödie, Sitcom
und Sketch-Comedy vor, beschäftigt sich mit Running Gags, Satire, Pa-
rodie und auch damit, wie man komischen Texten den letzten Feinschliff
gibt.

Ob Monty Python, Alf, Beverly Hills Cop oder African Queen - Vorhaus’
Beispiele kommen aus vielen Quellen. Die meisten stammen aus Film und
Fernsehen, wie es bei amerikanischen Büchern übers Schreiben von Humor
die Regel ist. Trotzdem sind die Tipps und Techniken zu einem großen
Teil auch für Roman- und KurzgeschichtenautorInnen brauchbar.

Besonders hervorzuheben sind die vielen Übungen, die es sofort möglich
machen, Komiktechniken auszuprobieren und einzuüben.

Ein sehr empfehlenswertes Buch, das erfreulicherweise von einem nicht
nur kenntnisreichen, sondern auch selbst sehr komischen Autor ge-
schrieben wurde.

John Vorhaus: "Handwerk Humor", 2001, 300 Seiten, 25 DM, Zweitausend-
eins

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Aktuelle Veröffentlichungen: der Kurzkrimi "Mein Heim ist meine Burg"
in: "Teuflische Nachbarn", Scherz Verlag; "Marketing für AutorInnen"
in: "Handbuch für Autorinnen und Autoren", Uschtrin Verlag. Im Früh-
jahr erscheint das Bilderbuch "Viele Grüße, dein Löwe" bei Baumhaus.
Mehr Infos und viele Schreibtipps auf meiner Homepage:
http://www.gabineumayer.de.


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ERFAHRUNGSBERICHT:
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(mailto:redaktion at autorenforum punkt de)


"Recherche für einen historischen Roman"
von Rena Belzner

Es mag jetzt zehn Jahre her sein, da begann in mir der Wunsch Form an-
zunehmen, einen historischen Roman zu schreiben. Allabendlicher Weg-
weiser nach Hause war die beleuchtete Burgruine des "Auerbacher
Schlosses", zu deren Füßen ich damals wohnte. Im Westen, kaum zehn Ki-
lometer entfernt, die Überreste des Klosters Lorsch, die Torhalle
Karls des Großen, das Grab Ludwigs des Deutschen, Weltkulturerbe. Ge-
schichtsträchtiger Boden also, Sagen von verborgenen Schätzen, gehei-
men Gängen, die vage Idee einer Handlung, doch nirgends eine Figur,
die sich als Protagonist geeignet hätte. Zudem ergaben erste, vorsich-
tige Rechercheversuche, dass es nicht einmal die geheimen Gänge geben
konnte, von denen die Sagen erzählten, da die Burg nie als Zufluchts-
ort für die Lorscher Mönche gedient hatte, sondern die weiter südlich
gelegene Starkenburg; doch auch hier schlug die Geheimgangtheorie
fehl, zwischen den beiden Orten erstreckte sich ein Sumpf. So lag die
Idee erst einmal auf Eis.


Ein Held muss her

Irgendwann fiel mir der Roman "Der Eroberer" von Georgette Heyer in
die Hände, und das Leben im Mittelalter nahm ganz langsam in meinem
Kopf Gestalt an. Dass die Schriftstellerin vom Britischen Museum als
Sachverständige konsultiert wurde, bürgt für die Qualität ihrer histo-
rischen Recherche, ihre treffende und nie langatmige Schreibe für den
Genuss beim Lesen. Und mit Wilhelm, dem Herzog der Normandie, schien
ein Held gefunden.

Wilhelm, jedes Lexikon gibt Auskunft über sein Leben als Herzog, Ero-
berer, König von England; Fakten und Daten gleichen sich. Nur um sei-
nen Tod ranken sich verschiedene Geschichten, und da begann die Sache
für mich spannend zu werden. Keine zwei Berichte seiner Beerdigung
gleichen sich. Sicher, eine Grabplatte ist noch heute in der Kirche
St. Etienne in Caen vorhanden; dass sie unmöglich aus dem Mittelalter
stammen kann, sieht man auf den ersten Blick. Dabei musste ich nicht
einmal in die Normandie reisen: Bildbände, Reiseführer und Videos
hielt die hiesige Stadtbibliothek bereit. Das Tourismusbüro in Falaise
schickte auf Anfrage ein ausführliches, gut bebildertes Heftchen. Ü-
berhaupt war die Stadtbücherei in den beiden Jahren, in denen ich dann
tatsächlich schrieb, immer wieder meine Anlaufstelle. Bände, die nicht
im Bestand waren, konnten innerhalb weniger Tage über die Fernleihe
beschafft werden. Ich las also über den Eroberungsfeldzug des Norman-
nenherrschers nach England und betrachtete die Bilder des berühmten
Teppichs von Bayeux.


Geschichte kann spannend sein

Meine Geschichte entwickelte sich, während ich schrieb, denn ich lasse
meinen Figuren gerne eine gewisse Freiheit. Manchmal scheint es, dass
sie ihre eigenen Wege gehen, fast ohne mein Zutun. Der Brückenschlag
vom Damals zum Heute sollte über ein altes Tagebuch erfolgen, doch wie
alt kann ein Buch sein, bedenkt man die Wirren der Zeit? Also las ich
über die Französische Revolution, die, gemessen an der niedergeschrie-
benen Geschichte, noch nicht sehr lange zurück liegt, und ließ im Ta-
gebuch einen Zeitzeugen zu Wort kommen.

Natürlich vergrub ich mich nicht nur in Bücher, - ich ging ja weiter
zur Arbeit und versorgte meine Tochter -, doch ich änderte z. B. meine
Fernsehgewohnheiten. In den dritten Programmen, bei 3sat und Arte gibt
es eine große Zahl an gut gemachten Dokumentationen, die ich nun ge-
zielt aussuchte und auf Video aufnahm.

Nach einem halben Jahr Vorbereitung hatte ich also: eine historische
Person, einen Ort, eine Zeit (d. h. eine von zwei Zeitschienen); für
die fiktiven Personen waren die Lebensläufe geschrieben. Was jetzt
noch fehlte, war der Schlüssel zu meinem Helden.


Mit offenen Augen und Ohren

Der Zufall kam mir zu Hilfe. Bei einem Ausflug betrachtete ich einen
uralten, verwitterten Steinsarg und kam mit einem älteren Herrn ins
Gespräch, der mich auf die widersprüchlichen Zeichen hinwies, die in
die steinernen Wände eingemeißelt waren, einmal nämlich das christli-
che Kreuz, an anderer Stelle Reste des Weltenbaums Yggdrasil. Langsam
habe sich der Wechsel vom alten Glauben zum Christentum vollzogen, er-
klärte er, und ob ich die Nibelungensage gelesen hätte. Ich hatte,
hier im Nibelungenland zwischen Worms im Westen und Siegfrieds Oden-
wälder Jagdrevier im Osten, doch ich las sie ein zweites Mal und eini-
ge Lieder der Edda dazu, denn mir wurde klar: Auch Wilhelm hatte sich
auf dieser Schwelle befunden, den alten Göttern abgeschworen, nach au-
ßen hin ein treuer Sohn der Kirche, doch in seinen Adern war das Blut
der Nordmänner, die erst vor drei Generationen in der Normandie Fuss
gefasst hatten - wer kann sagen, wie es in seinem Innern ausgesehen
haben mag? Da fielen mir die widersprüchlichen Berichte um die Umstän-
de seines Todes und seiner Beerdigung wieder ein, und der Kreis
schloss sich.

Sicher, möglich ist, dass ich mit meinen Vermutungen falsch liege -
doch es könnte sich so zugetragen haben, wie mein Roman beschreibt.
Die Fakten, die ich gesammelt habe, lassen meine Version zumindest zu.
Der Rest ist Fantasie, die Welt, die zu erfinden uns erlaubt ist.

Was dann noch blieb, waren die kleineren Geschichten in der Geschich-
te, Nebenhandlungen, Details. Um dem Bruder meiner Heldin Leben einzu-
hauchen, suchte ich nach einer Person, der er möglichst ähnlich sein
sollte. So wurde er Bauingenieur, wie der Bruder meines Freundes, er
nahm dessen flapsigen Umgangston an und - kein Wunder - gleicht ihm
aufs Haar. Auch andere Personen haben ihren Ursprung in realen Men-
schen: die Großtante, deren Sohn starb, die normannische Wirtin, bei
der ich vor 22 Jahren einmal meine Ferien verbracht habe. Bei den Or-
ten ging ich ähnlich wie die italienischen Renaissancemaler vor, die
in ihren "Idealveduten" Stadtansichten aus realen Gebäuden in nicht
realer Anordnung komponierten. So befindet sich das Museum im Roman-
Falaise in der wirklichen Welt natürlich in meiner Heimatstadt Bens-
heim, der lauschige Biergarten in Lorsch - diese Freiheit sei uns al-
len erlaubt. Ich meine sogar, bei der Beschreibung eines Ortes, der
uns selbst gut bekannt ist, unterlaufen uns weniger Flüchtigkeitsfeh-
ler, die sich bei einem rein erdachten Gebilde schon einmal einschlei-
chen können. Auch das gehört zur Recherche - mit dem Ergebnis, eine
glaubhafte Geschichte zu schreiben.


Antworten bekommt nur, wer Fragen stellt

Schon wer liest, zeigt damit eine gewisse Neugier, im positiven Sinn,
und wer schreibt, sollte eine gehörige Portion Neugier mitbringen. Im
Lied der Sesamstraße heißt es: "...wer nicht fragt, bleibt dumm", die-
se Aufforderung sollte nicht nur für Kinder gelten. So befragte ich
einen Falkner zur Beizjagd, ein Forstarbeiter erklärte mir die Zusam-
mensetzung eines Mischwaldes. Die meisten Leute, die ich so ansprach,
waren zunächst erstaunt, doch alle waren auf die eine oder andere Art
stolz, über ihr Hobby oder ihren Beruf sprechen zu können, niemand
wies mich zurück. Ich erfuhr eine Unmenge von Dingen, deren Existenz
ich vor ein paar Jahren nicht einmal geahnt hätte.

Florence, meine Hauptfigur, wurde, was zu Beginn des Schreibens nicht
beabsichtigt war, letztlich ein Teil von mir. Sie brachte mich dazu,
mich an meine erste Liebe zu erinnern, sie führte mich zurück in meine
eigene Jugend, als ich zu Pferd durch die Wiesen und Felder gestreift
war. Dafür bin ich ihr unendlich dankbar.

**~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~**

Rena Belzner wurde 1957 in Bensheim geboren, wo sie bis heute lebt und
als Mediendesignerin arbeitet. Sporadische Veröffentlichungen von "Ge-
heimnisvollen Geschichten aus dem Odenwald" in einem südhessischen Wo-
chenmagazin. Der erste Roman ist abgeschlossen, ein zweiter ist im
Werden. Kontakt: mailto:Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.


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UNSERE EXPERTINNEN UND EXPERTEN:
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Dark Fantasy: Martin Knöpper
mailto:darkfantasy at autorenforum punkt de
Drehbuch: Christian Lück
mailto:drehbuchdoktor at autorenforum punkt de
Fandom: Thomas Kohlschmidt
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Fantasy: Stefanie Bense
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Heftroman: Arndt Ellmer
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Historischer Roman: Titus Müller
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Kinderbuch: Gerit Kopietz und Jörg Sommer
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Krimi: Monika Niehaus-Osterloh
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Kriminalistik: Reiner M. Sowa
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Literaturagenturen: Petra Hermanns
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Lyrik: Titus Müller
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Reiseführer: Gabriele Kalmbach
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Sachbuch allgemein: Gabi Neumayer
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Sachbuch Medizin/Psychologie: Maja Langsdorff
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Schreibgruppen: Ute Hacker
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Sciencefiction: Andreas Eschbach
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Technische Literatur, CDs, Internet: Reinhard Mermi
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Übersetzung: Barbara Slawig
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Verlagswesen: Bjørn Jagnow
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FRAG DEN EXPERTEN FÜR HISTORISCHE ROMANE:
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Titus Müller (mailto:historischer.roman at autorenforum punkt de)


Frage:
Ich schlage mich mit zwei Ideen herum. Die erste findet ihren Ursprung
in einer Legende, der Keim der Idee wuchs inzwischen weiter. Jedoch
eher im Rahmen einer Zeitsprunggeschichte, so dass ich nun nicht si-
cher bin, ob man das Manuskript dann eigentlich als historischen Roman
anbieten kann?

Darum meine Frage, welche Vorgaben ein Roman erfüllen muss, um als
historischer Roman zu gelten? Wie groß soll der Anteil an Geschichte
sein? Welche Tabus gibt es, bzw. was ist besonders dabei zu beachten?


Antwort:
Ich beantworte Ihre Mail gerne. Und ich beantworte Sie subjektiv. Es
gibt keine DIN-Norm für die Bezeichnung "historischer Roman", es gibt
nur die Einschätzung der Verlage, womit man die Liebhaberleser von
historischen Romanen erfreuen und womit man sie enttäuschen kann.

Die Ideen, von denen Sie "verfolgt" werden, erscheinen mir als sinn-
volle und reizvolle Hintergründe für einen historischen Roman. "Exo-
tisch" verkauft sich bei historischen Romanen gut, wie ich von Ver-
lagslektoren gehört habe. (Eine beratende Frage am Rande: Sie erzählen
aber doch von Menschen, und nicht vordergründig von einem Ort, oder?
Ich gehe davon aus.)

Wenn Sie sich intensiv auf das Thema "Zeitsprung" konzentrieren, wird
man Ihr Manuskript als Sciencefiction einordnen, auch wenn die Zeit-
reisenden bei den Inkas landen oder in Arabien. Wenn Sie die Legenden
überbetonen, verliert es die Basis eines historisch gut recherchierten
Romans - und Leser von historischen Romanen nehmen es sehr genau mit
den Fakten. Natürlich kann kein Autor eine Geschichte erzählen, ohne
große Teile zu erfinden oder - selbst bei historischen Romanen - Ver-
mutungen anzustellen. Das, was man sicher über die geschichtlichen Ge-
gebenheiten weiß, sollte aber nicht einfach ignoriert werden, weil es
im Plot besser passt, wenn Friedrich II. in Rom statt auf Sizilien
aufgewachsen ist oder Waterloo in Ihrem Buch eben ganz anders ausgeht.
Von einem historischen Roman wird erwartet, dass die erzählte Ge-
schichte möglicherweise so geschehen sein könnte, damals. Jeder weiß,
sie ist erfunden, aber es "könnte so gewesen sein", keine überliefer-
ten Fakten sprechen dagegen.

Viele Legenden enthalten einige Stückchen Wahrheit. Es ist Ihre Frei-
heit als Autorin, sich Stückchen aus ihnen auszuwählen, die Sie für
eine mögliche Grundlage der Legenden halten, und damit eine Geschichte
zu erzählen. Beim Thema Zeitreise wäre ich vorsichtig, wenn Ihnen das
Prädikat "historischer Roman" wichtig ist. Andererseits gibt es ausge-
zeichnete Romane mit Zeitreisenden - lassen Sie sich nicht von dem
Wunsch einengen, einen historischen Roman schreiben zu wollen, wenn
Sie eine grandiose Idee für eine Zeitsprung-Geschichte haben. Manche
haben es damit bis zur Weltliteratur geschafft. Und dann sind Katego-
rien plötzlich völlig unwichtig.

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Titus Müller studiert Literatur, Geschichte und Publizistik in Berlin.
Er ist Herausgeber der Autorenzeitschrift "Federwelt" und des neuen
Buchs "Gedichte schreiben und veröffentlichen" mit Beiträgen zu Lesun-
gen, Lyrikverlagen, Stilmitteln in Gedichten, Poetry Slams und hand-
werklichem Dichterwerkzeug (zu finden unter http://www.federwelt.de).


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FRAG DIE EXPERTIN FÜR LITERATURAGENTUREN:
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Petra Hermanns (mailto:agentin at autorenforum punkt de)

Frage:
Eine Bekannte hat mich auf die Idee gebracht, zu versuchen, Romane zur
Serie oder zum Film zu schreiben. Also die Romane zu Serien wie Hinter
Gittern oder GZSZ usw. Diese beiden beispielsweise werden vom DI-
NO-Verlag herausgebracht. Können Sie mir Tipps geben, in welcher Form
man sich da am besten bewirbt oder welche Verlage Ähnliches machen?


Antwort:
Welche Verlage solche Bücher machen, lässt sich ja schnell durch einen
Gang in die Buchhandlung und durch Katalogrecherche rausfinden. Bewer-
ben sollten Sie sich mit einer Arbeitsprobe, die demonstriert, dass
Sie diese Fähigkeiten (also aus Drehbüchern Romane zu schreiben) als
Autorin haben. So könnten Sie aus einer Filmszene/Serie einmal einen
Romananfang schreiben, so ca. 30 Seiten, und sich damit bei den Verla-
gen bewerben. - Viele (englische) Drehbücher finden Sie übrigens über
die Links unter
http://dir.yahoo.com/Entertainment/Movies_and_Film/Screenplays.

Hinweisen müssten Sie immer darauf, dass Sie nicht die Rechte an die-
ser Literarisierung haben; diese liegen in der Regel beim Sender.

++++++++++

Frage:
Ich bin Drehbuchautorin und will jetzt mein erstes Kinderbuch schrei-
ben. Habe bereits ein Spielfilm-Exposé dafür geschrieben, was bei ver-
schiedenen Fernseh- und Filmproduktionsfirmen liegt. Das heißt, dass
ich auch versuchen will, einen Film aus diesem Stoff zu zaubern. Wie
gehe ich jetzt am besten vor, wenn daraus auch ein Kinderbuch werden
soll?


Antwort:
Sie müssten ausgewählten Verlagen das vollständige Manuskript anbieten
- das ist bei Debüts der beste Weg. Die wenigsten Lektoren können näm-
lich mit Drehbüchern etwas anfangen ... Suchen Sie daher die am besten
passenden Verlage (ein Gang in die Buchhandlung lohnt immer!), und te-
lefonieren Sie sich die Ansprechpartner unbedingt vorher raus! Dann
kann es schon losgehen - etwa fünf Verlagen kann man ein Projekt auch
gleichzeitig anbieten. Anschreiben, Exposé und je nach Umfang das gan-
ze Manuskript oder eine Leseprobe.

Mehr Infos finden Sie in einschlägigen Autorenratgebern, z. B. von
Sandra Uschtrin oder Sylvia Englert. Es gibt auch Agenturen, die Kin-
der- und Jugendbuch vermitteln, Adressen dazu unter
http://www.uschtrin.de.

**~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~**

Petra Hermanns begann 1996 als freie Mitarbeiterin bei der Literari-
schen Agentur Brigitte Axster mit dem Handel mit Rechten und Lizenzen.
Seit 1998 betreibt sie die Literaturagentur Scripts for sale in Frank-
furt und hat sich auf deutschsprachige Projekte spezialisiert.

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FRAG DIE EXPERTIN FÜR FANTASY:
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Stefanie Bense (mailto:fantasy at autorenforum punkt de)


Frage:
Erzählperspektive - mir schwebt ein Buch vor (nicht der Frauenroman
zur Abwechslung), wo ich gerne kapitelweise die Perspektive wechseln
will - zwischen den beiden Hauptfiguren sozusagen. Machbar oder nicht?
Oder für Anfänger superschwierig?

Was mich noch interessiert: kapitelweise Einteilung des Manuskriptes -
empfehlenswert, wie und wann? Aufbau ähnlich wie Szenen beim Drehbuch
mit Anfang, Höhepunkt und Schluss, und mit dem nächsten Kapitel läuft
die Story weiter?

Gibt`s einen Richtwert, wie viele Kapitel man zu wie viel Seiten ma-
chen soll bzw. kann?

Und zu guter Letzt: Hättest du noch ein paar Tipps für einen guten
Perspektivwechsel?

Rückblenden wären zwar auch eine Idee, aber auch heikel in der Anwen-
dung - viel oder nicht zu viel, richtiger Zeitpunkt, dass der Leser
nicht einschläft?


Antwort:
Natürlich kann man die Erzählperspektive wechseln, aber auf keinen
Fall mitten in einer Szene! Sinnvolle Wechsel ergeben sich am Ende ei-
ner Sequenz (mehrere Szenen), noch besser am Kapitelende oder nach
mehreren Kapiteln.

Wichtig ist, dass du dir darüber im Klaren bist, was das Wechseln des
Point of View bedeutet:

Für dich: Du musst die Erzählstränge voll ausplanen, die Chronologie
aller Perspektiven im Griff haben, mit vielen Verknüpfungen arbeiten
und die Übergänge (die sehr schwer zu schreiben sind!) geschmeidig
hinbekommen, so dass der Leser sich nicht herausgerissen fühlt.

Für den Leser: Er kann sich nicht mit nur einer Hauptfigur identifi-
zieren. Er muss sich auf zwei oder mehrere Figuren einlassen. Weil Le-
ser (fast) immer dazu tendieren, einen "Liebling" unter den Charakte-
ren zu haben, wird ihnen eine deiner Hauptperspektiven weniger gefal-
len, und das kann bedeuten, dass sie Teile des Romans überschlagen.

Natürlich ist auch für Anfänger ein Perspektivwechsel machbar. Ein
deutliches Wort: Es ist ein typischer Anfängerfehler, zu denken, mehr-
perspektivisches Erzählen sei einfacher, sinniger, witziger ...

Wenn es schon NUR ZWEI Perspektiven sein sollen, denke ich, du hast
dir das gründlich überlegt. Dennoch solltest du nochmals darüber nach-
denken, wessen Story es denn nun eigentlich ist. Wer leidet am meis-
ten? Für wen steht am meisten auf dem Spiel? Wer ändert sich durch
seine/ihre Erlebnisse am stärksten? Oft kommt dabei heraus, dass es
doch eher um EINE Hauptfigur geht. Und aus deren Perspektive sollte es
dann erzählt werden.

Zum Thema Kapitel:
Es gibt auch hier keine Rezepte oder Normen, die Seitenkontingente
festlegen. Kapitel sind Sinn-Einteilungen, d. h., wie Absätze die Sei-
ten strukturieren, gliedern Kapitel den gesamten Text nach Sinneinhei-
ten. Folglich gibt es keine Mindest- oder Maximalseitenanzahl dafür.
Allerdings machen Kapitel unter drei Seiten manchmal wenig Sinn und
über dreißig Seiten ermüden sie den Leser. Kapitel sind für den Leser
nämlich auch Einschnitte, anhand derer er gern mal eine Pause einlegt
oder aufatmet, weil’s so spannend ist.

Jedes Kapitel ist unterteilt in Anfang, Höhepunkt und Ende, aber sie
können ganz unterschiedliches Tempo aufweisen. Am Ende des Kapitels
sollte immer etwas kommen, was den Leser in das nächste zieht. Eine
Pointe, ein Cliffhanger, eine überraschende Wendung ...


Zum Thema Rückblenden:
Sie sollte man entweder ganz vermeiden, denn oft lassen sich die Infos
in Dialog oder innerem Monolog rüberbringen. Oder auf ganz kurze Ab-
sätze begrenzen. Frage dich auch hier, wozu du sie un-be-dingt
brauchst!? Meist erscheint das nur als einfachster Weg.


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Stefanie Bense lebt und arbeitet in Hannover, gibt seit 1993 Schreib-
kurse, veröffentlicht sporadisch und schreibt - was sonst - an ihrem
ersten Roman. Kontakt: mailto:Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.


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FRAG DIE EXPERTEN FÜR KINDERBÜCHER:
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Gerit Kopietz und Jörg Sommer (mailto:kinderbuch at autorenforum punkt de)


Frage:
Ich war auf eurer Homepage und bin wirklich beeindruckt, in wie vielen
großen Verlagen Ihr bereits zahlreiche Bücher veröffentlicht habt.
Wärt Ihr so nett und würdet mir noch einmal die Kriterien für Kinder-,
vor allen Dingen Bilderbüchern aufzählen, wie z. B. kurze Sätze, prob-
lemorientierte Geschichten etc.? Ich habe zwar schon ein Kin-
der-Vorlesebuch herausgegeben und auch mit Gute-Nacht-Geschichten ei-
nen bescheidenen Erfolg, aber trotzdem möchte ich meinen Stil verbes-
sern, um auch bei großen Verlagen meine Chancen zu erhöhen.

Ich frage mich immer wieder, wieso gerade dies oder jenes Manuskript
angenommen wurde. Was auf dem Markt ist, empfinde ich nicht als besser
oder schlechter als meine Texte. Ist das einfach Glückssache oder
wirklich Können? Ich weiß, dass ich mich noch verbessern kann. Viel-
leicht könntet Ihr mir ein paar grobe Tipps geben, da Ihr ja schon mit
vielen verschiedenen Verlagen zusammengearbeitet habt.


Antwort:
Sicher hast du Recht, wenn du vermutest, dass es "harte" Kriterien für
die unterschiedlichen Kinderbuch-Formate gibt. Nur: Nahezu jeder Ver-
lag hat seine eigenen. Hier zunächst ein paar Grundlagen, die sich im
Kinderbuch-Markt als nahezu allgemeingültig durchgesetzt haben:

Sprache (Wortwahl und Grammatik) müssen altersgemäß sein. Üblich ist
folgende Unterteilung:
- FKB (Bilderbuch, Vorlesebuch bis Ende Kindergartenalter)
- Erstleser (6-8 Jahre)
- Kinderbuch (8-10 Jahre)
- Jugendbuch (10-12/14 Jahre)

Darüber werden, wenn überhaupt, Erwachsenenbücher gelesen. Mit zuneh-
mendem Alter dürfen Handlung, Grammatik und Wortwahl anspruchsvoller
werden. Tabuthemen sind jedoch, vor allem für die jüngeren Leser, Ge-
walt, Drogen und all das, was diese Altersgruppe meist schon im Fern-
sehen sieht ...

Aber auch vermeintlich alltägliche Wörter sind mit Bedacht zu wählen.
So habe ich erst in der vergangenen Woche in einem Erstlesemanuskript
als zweites Wort "Frühstückszeit" gelesen. Für einen Erstklässler, der
gerade erst die letzten Buchstaben des Alphabets lernt, ein absolutes
Killerwort.

Hier hilft es ungemein, sich von Anfang an ganz klar der angepeilten
Altersgruppe bewusst zu sein und vor und während der Arbeit am Manu-
skript gezielt andere Bücher für die gleiche Zielgruppe unter sprach-
lichen Gesichtspunkten auszuwerten. Ein Tipp z. B. in Sachen Satzlänge
für Erstleser: Nahezu überall, wo ein Komma steht, kann auch ein Punkt
stehen.

In der Praxis sind die Hinderungsgründe für eine Manuskriptannahme a-
ber meist zwei andere:

Erstens sind, so brutal das klingt, im Kinderbuchbereich die Autoren
meist austauschbar, d. h. weitaus mehr Autoren sind in der Lage,
martktgerechte Bücher zu produzieren, als die Verlage absetzen können.
Rund 95% aller Kinderbuchtitel verkaufen sich über die Vertriebsstärke
des Verlages und über Titel/Thema/Illustration. Nur ein Bruchteil über
einen Autorennamen (und der lautet dann Lindgren, Ende etc.).

D. h., für die Lektorate zählen ganz andere Kriterien, vor allem: Wie
professionell arbeitet die Autorin. Liefert sie pünktlich? Sind die
Manuskripte professionell aufbereitet, umfassend redigiert (eine Lek-
torin in einem großen Verlagshaus bearbeitet bis zu 60 Buchtitel im
Jahr!!!), ist sie bereit, redaktionelle Vorgaben zu übernehmen, ist
sie verliebt in den eigenen Text oder bereit, auch lange Textpassagen
abzuändern, kurz: Wie pflegeleicht ist die Autorin?

Zweitens haben nahezu alle Kinderbuchverlage klare Programmstrukturen,
mit klaren thematischen und inhaltlichen Vorgaben. Nehmen wir einmal
die (aus urheberrechtlichen Gründen fiktive, aber absolut typische)
Reihe "LESELAUS" des XY-Verlages:

In dieser Reihe erscheinen pro Jahr acht Titel von acht verschiedenen
Autoren. Die zuständige Lektorin hat außer der LESELAUS-Reihe noch
vier weitere Reihen zu versorgen. Die Programmplanung hat in der Regel
einen Vorlauf von zwei Jahren, die Themen müssen aus der kindlichen
Alltagswelt kommen. Keine Gewalt, keine "Problemthemen". Die Protago-
nisten müssen zu 70% weiblich sein, immer acht oder neun Jahre alt,
immer Sympathieträger. Die Themen Pferde, Katzen, Zirkus, Feuerwehr,
Urlaub, Ferien, Gespenster sind bereits vergeben. Zur Zeit sucht die
Lektorin noch dringend einen Autor für das Thema Ballett, da ihr der
ursprüngliche Autor kurzfristig abgesprungen ist. Die Texte werden um-
fangreich illustriert, sie müssen also genug visuelle Vorlagen bein-
halten. Die Länge muss 660-680 Sinnzeilen umfassen (eine Sinnzeile
hat maximal 35 Zeichen, wird aber bei jeder Sprech- oder Sinnpause be-
reits umbrochen). Der Text muss in 6-7 Kapitel eingeteilt sein, einen
klaren Spannungsbogen und ein Happy End haben. Ein offener Schluss ist
nicht möglich.

Klar, warum auch die besten unverlangt eingereichten Kinder-
buch-Manuskripte meist chancenlos bleiben? Mit Qualität alleine ist in
der Branche kein Blumentopf zu gewinnen.

Deshalb unser Tipp: Ganz genau analysieren, was der angepeilte Verlag
publiziert. Dann ein kompatibles Manuskript einreichen - und es von
Anfang an als "Arbeitsprobe" sehen und auch präsentieren. Dann persön-
lich nachhaken und versichern, man könne auch zu anderen Themen
schreiben. Wenn man dann eine Chance bekommt: So schnell und so per-
fekt wie möglich liefern, professionell überarbeiten, und dann biste
drin ...

Klingt einfach, ist schwer, aber durchaus möglich.

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Gerit Kopietz und Jörg Sommer leben und arbeiten seit etwa zehn Jahren
zusammen. In dieser Zeit haben sie vier Kinder und etwa 60 Bilder-,
Kinder- und Jugendbücher produziert, die mit nahezu einer Million Auf-
lage und Übersetzungen in 16 Sprachen sehr erfolgreich sind. Seit zwei
Jahren leben die beiden ausschließlich vom Schreiben. (Weitere Infos
findet ihr auf ihrer Homepage: http://www.kopietz-sommer.de.)


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VERANSTALTUNGEN:
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(mailto:redaktion at autorenforum punkt de)


+++++++++++++++++++++++
24. - 25. November 2001
+++++++++++++++++++++++
TDP-Charity-Con 2001 in Düsseldorf

Was geschieht, wenn der Vampir LaCroix mit dem Raumschiffkommandanten
wider Willen Stanley Tweedle zusammentrifft und zu guter Letzt auch
noch der apokalyptische Reiter Caspian dazu kommt? Und wenn sich dann
noch ein kreativer Kopf, die Drehbuchautorin Gillian Horvath, dazuge-
sellt, dann ist die reale Story perfekt. Spaß und Information vom
Feinsten.

Vom 24. - 25. November 2001 stellen sich die internationalen Schau-
spieler und Beteiligten bekannter TV-Serien den Fans und Interessier-
ten in Düsseldorf im Novotel City-West. Hintergrund der prominenten
Anwesenheit an diesem Wochenende ist eine Wohltätigkeitsveranstaltung
zugunsten der "Ärztlichen Kinderschutzambulanz" am evangelischen Kran-
kenhaus in Düsseldorf. Die begünstigte Einrichtung kümmert sich um
misshandelte und missbrauchte Kinder und Jugendliche.

Wir freuen uns, folgende Gäste begrüßen zu können: Nigel Bennett, Bri-
an Downey, Marcus Testory mit seiner Band Chamber, Gillian Horvath
(Drehbuchautorin).

Highlights dieser Wochenendveranstaltung ist das "Dinner with the
Stars". Die Teilnehmer haben die Möglichkeit, sich ein Abendessen mit
ihren Lieblingsstars zu ersteigern. Die durch diesen Programmpunkt
eingenommene Summe geht zur Hälfte in die Spendensumme für die Ärztli-
che Kinderschutzambulanz ein. Die andere Hälfte wird von dem jeweili-
gen Schauspieler an eine soziale Organisation seiner Wahl in seiner
Heimat gespendet.

Das zweite Highlight sind die Workshops in Zusammenarbeit mit den
Schauspielern. Diese Workshops konzentrieren sich darauf, dem Teilneh-
mer ein Bild von der Arbeit hinter den Kulissen einer Fernsehshow zu
vermitteln. Gillian Horvath zum Beispiel wird einen Workshop durchfüh-
ren, der Interessierten und angehenden Drehbuchautoren zeigen soll,
wie bei Serien Storys entwickelt werden und mit welchen Schwierigkei-
ten die Autoren kämpfen müssen. Brian Downey erzählt von der Arbeit
eines Hollywoodschauspielers.

Doch das ist längst nicht alles. Q & A’s, Autogrammstunden, Merchandi-
se, Tombola, Versteigerung, Videovorführungen, Dia-Shows, Tanzparty
und musikalische Unterhaltung runden diese etwas andere Convention ab.

Infos und Anmeldungen: Starbuck Förderkomitee e. V. (i. Gr.,)Postfach
10 21 64, 40844 Ratingen, Telefon: (0 21 04) 96 75 45 (ab 16:00 Uhr)
oder (01 73) 1 34 25 67 oder im Internet unter http://www.starbuck-
foerderkomitee.de/TDP


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2. - 5. Mai 2002
(Anmeldeschluss: 31. Januar)
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1. Österreichische SF-Schreibwerkstatt

Die Sciencefiction-Schreibwerkstatt (http://www.prsg.at/sfswst.htm)
findet im Bildungshaus Retzhof bei Leibnitz/Stmk. in Österreich statt.
Sie ist offen für angehende SF-Autorinnen und SF-Autoren, die bereits
Erfahrung mit dem Schreiben von SF-Geschichten haben. Als Veranstalter
fungieren der Perry Rhodan Stammtisch Graz - Verein zur Förderung der
phantastischen Lese- und Spielkultur (http://www.prsg.at) und das Bil-
dungshaus Retzhof (http://www.retzhof.at).


Die Vortragenden:

Andreas Findig
SF-Autor, Kinderbuchautor, Verfasser phantastischer Erzählungen; er
schrieb u. a. Romane und ein Kinderbuch für die weltgrößte SF-
Heftserie, Perry Rhodan. Geboren 1961 in Linz, lebt und arbeitet er
zur Zeit in Wien. Biographie, Bibliographie und viele weitere Informa-
tionen sind in seiner "Netzbehausung" (http://findig.de.vu) nachzule-
sen.

Klaus N. Frick
Als er 1977 begann, Perry-Rhodan-Hefte zu lesen, hat er sich sicher-
lich nicht träumen lassen, dass er einmal der Chefredakteur dieser Se-
rie sein wird (http://www.perry-rhodan.com/html/f/frick.html). Mit
seinem Wissen, das er gerne auch in der SF-Schreibwerkstatt an der
Bundesakademie für kulturelle Bildung Wolfenbüttel
(http://www.bundesakademie.de/index_800600.htm) und bei anderen Gele-
genheiten weitergibt, ist er für alle angehenden SF-AutorInnen eine
Bereicherung als Vortragender.

Leo Lukas
Reise-Reporter, Kabarettist, Musikant, Regisseur, Schriftsteller (u.
a. SF: "Wiener Blei", ein Roman aus der Shadowrun-Welt, "Die Astronau-
tische Revolution" - Heft 2059 der SF-Serie Perry Rhodan) und Theater-
autor ... ein Multitalent. Näheres ist auf seinen Internetseiten
(http://www.leolukas.kultur.at/) nachzulesen.


Termine:

31. Januar 2002
Schriftlicher Anmeldungsschluss (es gilt das Datum des Poststempels) -
Anmeldung an: Bernd Hubich, postlagernd, Postamt Peter Tunnergasse 49,
8029 Graz, Österreich

28. Februar 2002
Einsendeschluss der einzureichenden Arbeiten der TeilnehmerInnen (eine
SF-Kurzgeschichte - das Thema ist frei - mit maximal 5 Seiten, 60 An-
schläge/Zeile und 30 Zeilen/Seite, und 2 - 3 Sätzen Exposé) Adresse
siehe oben

31. März 2002
Schriftliche Verständigung über die Aufnahme zur SF-Schreibwerkstatt

2. bis 5. Mai 2002
SF-Schreibwerkstatt im Bildungshaus Retzhof (das Programm ist noch in
Planung).

Der Kostenanteil für Vollpension im Bildungshaus Retzhof, Nutzung der
dortigen Infrastruktur im Rahmen der SF-Schreibwerkstatt, Vorträge und
Unterlagen beiträgt 175 Euro/TeilnehmerIn und ist bis spätestens 30.
April 2002 auf das Konto des Perry Rhodan Stammtisches Graz einzuzah-
len.

Fragen können Sie per E-Mail (mailto:Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!) oder per Post stel-
len (Bernd Hubich, postlagernd, Postamt Peter Tunnergasse 49, A-8029
Graz).


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AUSSCHREIBUNGEN:
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(siehe http://autorenforum.de/links/termine/index.html)
(Quellen: Westfälisches Literaturbüro, uschtrin.de,
Federwelt, clickfish.com, Presseinfos u. a.)



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1. November 2001
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Hans-im-Glück-Preis

Der Hans-im-Glück-Preis ist ein Förderpreis der Kreisstadt Limburg a.
d. Lahn für Jugendbuchautoren und -autorinnen. Ausgezeichnet werden
sprachlich und formal anspruchsvolle Romane und Erzählungen aus dem
deutschen Sprachraum für jugendliche Leser und Leserinnen.

Die Jury wird Bücher und Manuskripte auszeichnen, die durch neue The-
men und Erzählweisen auffallen. Sie ermuntert die Einsender ausdrück-
lich zu Experimenten und Wagnissen.

Der Mindestumfang des Manuskriptes beträgt 100 Seiten. Nicht berück-
sichtigt werden Kurzgeschichten, Bilderbuchtexte, Gedichte oder Über-
setzungen in die deutsche Sprache. Unveröffentlichte Manuskripte kön-
nen von den Autoren oder Bücher von den Verlage eingereicht werden.

Der Preis ist mit 5 000 DM und einer Kugel mit 24-karätiger Blattver-
goldung der Limburger Silberschmiedin Annette Zey dotiert. Die Kugel
symbolisiert die Glücksgüter, die "Hans im Glück" bedenkenlos und
glücklich verschenkte. Eine kurze Vita (Lebenslauf) sollte beigefügt
werden. Eingereichte Manuskripte können nur gegen Rückporto zurückge-
schickt werden. Die Jury kann zu den einzelnen Manuskripten auch keine
Lektoratsgutachten ausstellen.

Im Sinne der Literatur- und Leseförderung lädt der Magistrat der Stadt
Limburg - Kulturamt - die Preisträgerin/den Preisträger in der Folge
zu mindestens einer Autorenlesung ein.

Die eingereichten Manuskripte (eine Kopie) oder Bücher (fünf Exemplare
für die fünf Juroren) sind zu senden an den Magistrat der Kreisstadt
Limburg a. d. Lahn - Kulturamt -, Frau Nicole Schultrich, Fischmarkt
21, 65549 Limburg a. d. Lahn.

Weitere Infos: Tel.: (0 64 31) 21 29-13, Fax: (0 64 31) 21 29-18,
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!, Homepage:
http://www.limburg.de.

Die Bekanntgabe des Preises findet im Juni 2002, die Preisverleihung
im Herbst 2002 in der Kreisstadt Limburg a. d. Lahn statt.


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1. Dezember 2001
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13. Katholischer Kinder- und Jugendbuchpreis 2002

Der 13. Katholische Kinder- und Jugendbuchpreis für das Jahr 2002
wird von der Deutschen Bischofskonferenz vergeben. In den Wettbewerb
werden Titel des Produktionsjahrgangs 2001 aufgenommen.

Der Preis wird verliehen für Bücher, die beispielhaft und altersgemäß
- religiöse Erfahrungen vermitteln
- Glaubenswissen erschließen
- christliche Lebenshaltungen verdeutlichen

Die ausgezeichneten Werke sollen das Zusammenleben von Gemeinschaften,
Religionen und Kulturen fördern. Dabei muss die transzendente und da-
mit religiöse Dimension erkennbar sein.

Verlage, Institutionen und Privatpersonen können Erzähl- oder Sachtex-
te für Kinder oder Jugendliche aus dem Jahr 2001 einreichen, die den
genannten Kriterien entsprechen.

Der Preis wird für das Jahr 2002 ausgeschrieben und jährlich verlie-
hen. Er ist mit 10 000 DM dotiert. Er kann geteilt werden und sowohl
Autoren als auch Illustratoren und Übersetzer angemessen berücksichti-
gen. Der Preis wird nicht vergeben, wenn keine der eingereichten Ar-
beiten im Sinne der Ausschreibung voll überzeugt. Die Preisverleihung
ist für das Frühjahr 2002 vorgesehen.

Die Titel müssen in zehn Exemplaren geschickt werden an: Zentralstelle
Medien der Deutschen Bischofskonferenz, Geschäftsführung Katholischer
Kinder- und Jugendbuchpreis, Kaiserstraße 163, 53113 Bonn, Telefon:
(02 28) 1 03-2 36, Fax: (02 28) 1 03-3 29, E-Mail: mail-
to:Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! oder mailto:Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.


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31. Dezember 2001
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Storywettbewerb "Ich bin drin"

2002 ist ein besonderes Jahr, denn der Colonia-Con jährt sich zum 15.
Mal. Aus diesem Anlass hat das Veranstalter-Team rund um Winfried
Brand beschlossen, einen Storywettbewerb zu veranstalten, Thema: "Ich
bin drin."

Preise: Zur Zeit befindet sich das Veranstalterteam noch in Verhand-
lungen, die Preise stehen leider noch nicht definitiv fest. Die Veröf-
fentlichung im Con-Buch für die ersten drei Plätze ist auf alle Fälle
gesichert. In den nächsten Monaten werden auf der Webseite
http://www.colonia-con.de weitere Informationen dazu bekanntgegeben.

Kriterien: Die Story darf sechs Manuskriptseiten - 30 Zeilen à 60 An-
schläge - oder 10 800 Zeichen nicht überschreiten. Sie muss eindeutig
dem phantastischem Bereich zugeordnet sein. Die Themenpalette schließt
also SF, Horror, Grusel, Fantasy und die Randgebiete der Phantastik
ein.

Die Storys können auf elektronischem Weg als Ascii(MS-DOS-Text)-, als
WinWord-2.0-Format oder als PDF-Dokument an mailto:Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! ge-
sandt werden. Andere Formate können wegen der Virengefahr leider nicht
berücksichtigt werden. Alternativ kann die Story auch auf dem Postweg
versandt werden an: Christian Spließ, c/o J. Kürten, Gutenbergstraße
38, 50823 Köln. Die auf diesem Weg eingereichten Storys können leider
nicht zurückgeschickt werden, dafür ist der Zeitaufwand zu groß.

Weitere Informationen zum Colonia-Con findet ihr auf
http://www.colonia-con-de.


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31. Dezember 2001
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1. Dulzinea-Lyrikpreis

Im Rahmen der Gründungsausgabe von "Dulzinea - Zeitschrift für Lyrik"
wird ein Lyrikpreis zum Thema "Neue Galgenlieder" ausgeschrieben. Die
Preisträgerin/der Preisträger wird durch einen Wettbewerb bestimmt.
Der Gewinn des Wettbewerbs ist mit einem Preisgeld von 1 000 DM ver-
bunden.

Jede/r kann an diesem Wettbewerb teilnehmen. Die Anzahl der eingesand-
ten Beiträge liegt im Ermessen der Teilnehmerin/des Teilnehmers. Jedes
Gedicht wird einzeln (unabhängig von weiteren Gedichtsbeiträgen der
gleichen Autorin) bewertet. Ein Gedicht, nicht eine gesamte Gedichts-
gruppe, wird den Ausschlag für den Gewinn des Wettbewerbs geben.

Alle lyrischen Möglichkeiten sind erlaubt (Einschränkungen: 1. keine
lyrische Prosa, 2. der Text muss druckbar sein, 3. nur deutschsprachi-
ge Texte werden berücksichtigt).

Ausgewählte Gedichte des Wettbewerbs werden in der Gründungsausgabe
von "Dulzinea" veröffentlicht. Die in der Dulzinea-Ausgabe veröffent-
lichten AutorInnen erhalten ein Belegexemplar der Zeitschrift.

Nähere Informationen zum Wettbewerb auf der Homepage:
http://www.dulzinea.de.

Adresse: Projekt Dulzinea: Autorenportal / Dulzinea - Zeitschrift für
Lyrik / Xenien - lyrisches Faltblatt, Postfach 1927, 36009 Fulda, Her-
ausgeber: Uwe Pfeiffer


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31. Dezember 2001
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"Glauser" - Krimipreis der Autoren 2002 für die beste Kriminalkurzge-
schichte

Ausgezeichnet wird die beste deutschsprachige Krimikurzgeschichte, die
im Jahr 2001 in gedruckter Form veröffentlicht wurde (elektronische
Veröffentlichungen können nicht berücksichtigt werden).

Jede/r Autor/in kann nur eine Kurzgeschichte einreichen, in dreifacher
Ausfertigung (Fotokopien plus Titelseite der Zeitschrift oder Impres-
sumseite der Anthologie) an: Tatjana Kruse, Gymnasiumstraße 52, 70174
Stuttgart.

Die Geschichten sollen maximal 15 Normseiten (30 Zeilen à 60 Anschlä-
ge) umfassen. Der Kurzgeschichten-Glauser ist mit 1 000 Euro dotiert.

Die Preisverleihung findet im Rahmen der Criminale 2002 in München
statt, und der Rechtsweg ist ausgeschlossen.


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31. Dezember 2001
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Literaturpreis der schwulen Buchläden 2002

Zum fünften Mal wird im März 2002 der Literaturpreis der schwulen
Buchläden verliehen. Der Preis versteht sich als Initiative zur Förde-
rung deutschsprachiger schwuler Literatur, will Talente fördern und
öffentliche Aufmerksamkeit auf diesen Bereich der Literatur lenken.
Für den Wettbewerb zugelassen sind bislang unveröffentlichte Prosatex-
te, die sich schwerpunktmäßig mit Aspekten des Lebens schwuler Männer
beschäftigen.

Der Preis der Arbeitsgemeinschaft schwuler Buchläden wird alle zwei
Jahre ausgeschrieben, ist mit 2 000,- DM dotiert und mit der Zusiche-
rung einer Veröffentlichung der nominierten Texte in einem eigenen
Sammelband verbunden.

Jede/r kann bisher nicht veröffentlichte Prosatexte (also keine Ly-
rik!) in deutscher Sprache einreichen, die sich schwerpunktmäßig mit
Aspekten des Lebens schwuler Männer beschäftigen. Theatertexte können
nur zugelassen werden, wenn sie als (Vor-)Lesetexte geeignet sind.
Grundsätzlich zugelassen sind auch Auszüge aus längeren Texten, die
jedoch so weit in sich abgeschlossen sein sollten, dass eine Beurtei-
lung und/oder Veröffentlichung des Auszugs auch ohne Kenntnis des Ge-
samttextes sinnvoll erscheint.

Die Texte dürfen bis zu 20 Normseiten lang sein (Format DIN A4, bis zu
35 Zeilen pro Seite, 60 Anschläge pro Zeile, Standardschrift in
12-Punkt-Größe). Handschriftliche Texte können nicht angenommen wer-
den. Bitte nur einen Text einsenden. Jeder Text ist in vierfacher Aus-
fertigung einzureichen, und zwar in ausgedruckter Form (bitte keine
Disketten o. Ä.). Die Texte werden von der Jury anonymisiert weiterge-
geben, deshalb bitte drei Textkopien ohne Namensnennung des Autors/der
Autorin.

Die Juryexemplare verbleiben bei den Juroren. Das Archivexemplar kann
auf Wunsch zurückgesandt werden, sofern ein ausreichend frankierter
Rückumschlag vorliegt. Andernfalls gehen alle eingereichten Beiträge
ins Archiv des Schwulen Museums Berlin.

Eingesandte Texte werden auf die Einhaltung der formalen Kriterien ü-
berprüft. Anschließend gibt es eine Eingangsbestätigung (ggf. mit dem
Hinweis, aus welchen formalen Gründen der Text - noch - nicht zur
Wettbewerbsteilnahme geeignet ist). Alle zugelassenen Texte werden der
unabhängigen Jury vorgelegt, die drei Texte für den Preis nominiert.
Diese Texte (und das heißt dann auch: die AutorInnen dieser Texte)
werden im Rahmen einer öffentlichen Veranstaltung Ende März in Berlin
vorgestellt. Anschließend folgt das "the winner is ..."-Ritual.

Anschrift für Texteinsendungen und Rückfragen: Buchladen Prinz Eisen-
herz, "Literaturpreis 2002", Bleibtreustraße 52, 10623 Berlin, Tele-
fon: (0 30) 3 13 99 36, Fax: (0 30) 3 13 17 95 (Texte aber nicht fa-
xen!), E-Mail: mailto:Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.


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31. Dezember 2001
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Gustav-Regler-Preis

Der Saarländische Rundfunk und die Kreisstadt Merzig vergeben zum
zweiten Mal diesen Preis für eine herausragende erbrachte oder zu er-
wartende literarische Leistung oder eine Übersetzung. Er ist mit 10
000 DM dotiert. Außerdem wird - anhand einer Textprobe von höchstens
40 Seiten - ein Förderpreis von 5 000 DM für einen jungen Autor verge-
ben.

Weitere Infos unter http://www.merzig.de oder http://www.sr-online.de.


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4. Januar 2002
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Dortmunder Preis der jungen Literatur

Vom 31. Oktober 2001 bis zum 4. Januar 2002 veranstalten das Kulturbü-
ro der Stadt Dortmund, die Stadt- und Landesbibliothek und der Verein
für Literatur das LesArt Literaturfestival Dortmund 2001. Im Rahmen
dieses Festivals wird der "Preis der jungen Literatur" für Prosa aus-
geschrieben. Er ist mit 1 000 DM dotiert und wird innerhalb der Ab-
schlussveranstaltung des Festivals von der Stadtsparkasse Dortmund,
dem Hauptsponsor des Festivals, verliehen. Nur Dortmunder Autorinnen
und Autoren im Alter zwischen 18 und 30 Jahren sind zugelassen.

Bitte senden Sie Ihre Prosa-Texte (maximal 10 DIN-A4-Seiten) auf Pa-
pier an Gisela Koch, Stadt- und Landesbibliothek Dortmund, "LesArt
2001", Königswall 18, 44137 Dortmund.


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31. März 2002
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NDL-Preis

Der "neue deutsche Literaturpreis" wird von der Zeitschrift "neue
deutsche literatur" (ndl) und dem Aufbau-Verlag ausgeschrieben. Er ist
mit 20 000 DM dotiert und mit dem Abschluss eines üblichen Verlagsver-
trags für die Veröffentlichung im Hardcover-Programm der Auf-
bau-Verlagsgruppe verbunden. Der Preis wird für einen Text vergeben,
der sich durch eine mit sprachlicher Meisterschaft erzählte Handlung
auszeichnet und in der traditionellen Form des Romans oder der Novelle
geschrieben ist.

Ausgesprochene Genretexte (Krimi, Sciencefiction, Fantasy usw.) sind
vom Preis ausgeschlossen. Eingereichte Manuskripte müssen mindestens
100 Seiten (in losen Blättern) umfassen und in deutscher Sprache ge-
schrieben sein. Berücksichtigt werden nur unveröffentlichte Texte. Ein
Exposé und eine Kurzbiographie sind beizulegen. Manuskripte werden nur
zurückgesandt, wenn Porto beiliegt. Die Preisträger werden während der
Frankfurter Buchmesse 2002 bekannt gegeben.

Einsendungen (versehen mit dem Kennwort "ndl-Preis") an: Aufbauverlag,
Neue Promenade 6, 10178 Berlin.


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PUBLIKATIONSMÖGLICHKEITEN:
---------------------------------------------------------------------
(mailto:redaktion at autorenforum punkt de)


Vor kurzer Zeit wurde der http://www.web-site-verlag.de gegründet, der
sich für das Winter/Frühjahr-Programm 2002 vor allem auf die Bereiche
SF und F ("klassische Fantasy") konzentriert, das Programm jedoch
schnell ausbauen und später z. B. auch Kinderbücher und Sachbücher
aufnehmen wird.

Wir sind kein Zuschuss- oder BoD-Verlag, das heißt: Bei uns erhält je-
der Autor (natürlich) neben einem ordentlichen Autoren-Vertrag ab dem
ersten verkauften Buch Tantiemen, außerdem in jedem Fall auch einen
Vorschuss. Wir suchen nach (guten ...) Autoren - speziell aus den ge-
nannten Bereichen - auch für unsere Anthologie-Reihe
"Web-Site-Stories" (siehe http://www.web-site-stories.net).

++++++++++

Am 1. Juni 2001 haben wir unsere neue Internet-Site GroschenStory.de
gestartet. Wir planen dort die Veröffentlichung von Kurzgeschichten
und Serien aus den Bereichen Horror, Science Fiction und Fantasy. Den
Auftakt bildet eine fünfteilige Serie, "Das Beil des Henkers" von Mor-
ris Düsterhoff.

Während der Aufbauphase sind wir vor allem an Kurzgeschichten interes-
siert. Diese müssen bisher unveröffentlicht sein. Dies beinhaltet auch
Veröffentlichungen im Internet. Die Geschichten sollten 10 - 15 Norm-
seiten lang sein. Wir bezahlen ein Honorar von 100 DM.

Michael Böhnhardt, Redaktion GroschenStory,
http://www.GroschenStory.de, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

++++++++++

Heyne-Anthologien

Gesucht werden weiterhin Gedichte und Kurzgeschichten sowie Märchen
für Anthologien im Heyne-Verlag München. Ein bestimmtes Thema ist
nicht vorgegeben.

Weitere Infos und Einsendungen an: Kristiane Allert-Wybranietz, Zum
Horsthof 6, 31749 Auetal-Rolfshagen.

Der Einsendeschluss ist nach hinten offen und verlängert sich jeweils
um ein halbes Jahr.


*********************************************************************
SEMINARE:
---------------------------------------------------------------------
(mailto:redaktion at autorenforum punkt de)


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14. bis 16. Dezember 2001
(Anmeldeschluss: 14. November)
++++++++++++++++++++++++++++++
Möglichkeit statt Wirklichkeit? Die Sciencefiction-Kurzgeschichte

Zumindest in der so genannten Goldenen Zeit der Literaturgattung galt
die Kurzgeschichte als das Medium schlechthin, um Sciencefiction zu
schreiben. Kein Wunder, gab es doch Dutzende einschlägiger Zeitschrif-
ten auf dem angloamerikanischen Markt und ungezählte Leser, die origi-
nelle Weltentwürfe und prägnante Ideen liebten.

Und wie sieht es zu Beginn des 21. Jahrhunderts aus? Die meisten
Sciencefiction-Leser bevorzugen dicke Wälzer oder gar Endlos-Sagas.
Magazine und Anthologien für Kurzgeschichten scheinen auszusterben.
Nach wie vor bietet jedoch die Sciencefiction-Kurzgeschichte Schrei-
bern ungeahnte Möglichkeiten, denn durch die Kunst knapper Schilderun-
gen und einen sauberen Stil können fantastische Welten entstehen. Zu-
dem kann die Kurzgeschichte für manchen Schriftsteller eine wichtige
Fingerübung sein, um in überschaubarer Zeit handwerkliches Rüstzeug
für komplexere Werke zu erwerben.

Solches Rüstzeug erhalten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer dieses
Seminars, das sich als Schreibschule für angehende Scienceficti-
on-Schriftsteller versteht. Grundlegende Fertigkeiten zum Schreiben
von Sciencefiction werden hier vermittelt. Zudem üben die Teilnehme-
rinnen und Teilnehmer an konkreten Beispielen, wie sie ihre Texte
verbessern können. Sie verfassen Geschichten und stellen sie im Kreis
der schreibenden Kollegen vor. Das fördert zugleich die Kritikfähig-
keit für eigene wie fremde Texte.

Seminarleitung: Klaus N. Frick, Karlsruhe, Sciencefiction-Redakteur,
Uwe Anton, Wuppertal, Sciencefiction-Autor, Übersetzer und Herausgeber
Kostenanteil: 230 DM + 10 DM für einen Reader
Anmeldung: Bundesakademie für kulturelle Bildung Wolfenbüttel, Post-
fach 11 40, 38281 Wolfenbüttel, Telefon (0 53 31) 8 08-4 11, Fax (0 53
31) 8 08-4 13, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!, http://www.bundesakademie.de


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Zurzeit können jedoch noch keine Honorare gezahlt werden. Das Urheber-
recht verbleibt bei der Autorin bzw. beim Autor.

Einsendungen bitte im RTF-Format und per E-Mail, und zwar an: mail-
to:beitrag at autorenforum punkt de.

Fragen zu Einsendungen sollten ebenfalls an diese Adresse gerichtet
werden. Die genauen Richtlinien findet ihr unter der Adresse
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Ramona Roth-Berghofer mailto:public.relations at autorenforum punkt de
Gabi Neumayer mailto:redaktion at autorenforum punkt de
Stefan Schulz mailto:webmaster at autorenforum punkt de
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Bei Unwirksamkeit einer der vorstehenden Bedingungen bleibt die Wirk-
samkeit der übrigen unberührt. Die unwirksame Klausel wird sodann ein-
vernehmlich durch eine andere ersetzt, die wirtschaftlich und in ihrer
Intention der unwirksamen Klausel am nächsten kommt.
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