Ausgabe 4-4 (20. April 2002)

Schreib-Kick
News
Autorenwissen
     "10 sichere Wege, (k)eine Geschichte
     zu veröffentlichen - Teil 2"
     von Cassidy Rees
Buchbesprechung
     "Kunst und Technik des Erzählens"
     "Literaturpreise und Autorenförderung"
     beide besprochen von Gabi Neumayer
Interview mit Andreas Eschbach - Teil 2
Erfahrungsbericht
     "Books on Demand"
     von Ulrike Nolte
Frag die Expertin fürs Übersetzen
     (Barbara Slawig)
Frag die Expertin für Schreibhandwerk
     (Ute Hacker)
Frag die Expertin für Literaturagenturen
     (Petra Hermanns)
Frag die Experten für Kinderbücher
     (Kopietz & Sommer)
Frag die Expertin für Fantasy
     (Stefanie Bense)
EDITORIAL:
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Liebe Autorinnen und Autoren,

auf unseren Aufruf in der Märzausgabe, uns mit einem freiwilligen Jah-
resbeitrag beim Erhalt des Tempest zu unterstützen, haben einige be-
reits reagiert - herzlichen Dank an euch! Die anderen etwa 99,5 % bit-
te ich noch einmal, 15 Euro (als Richtwert) zu überweisen. Wer mehr
zahlen kann und möchte, kann gern für einen anderen den Beitrag mit
übernehmen; und wer sich das nicht leisten kann, der hilft uns auch
mit 5 oder 10 Euro weiter. Bitte überweist euren Beitrag an:

autorenforum.de
SEB Mainz (früher: BfG)
BLZ 550 101 11
Konto 14 24 18 99 00
Stichwort: "Beitrag 2002"

Notiert euch am besten gleich diese Daten, und nehmt den Zettel zum
nächsten Bankbesuch mit - sonst habt ihr das nach der Lektüre dieses
extrem langen und spannenden Tempest vielleicht wieder vergessen ;-) -
Da einige nachgefragt haben: Der Name unserer Bank hat sich geändert,
nicht aber die BLZ!

Wer uns auf dem Postweg erreichen möchte: autorenforum.de hat eine
neue Anschrift (s. Impressum).

Übrigens: Unsere Leserin, die uns nach meinem Geschenkeaufruf im letz-
ten Jahr Weihnachtsplätzchen versprochen hatte, hat Wort gehalten:
Danke für die leckeren Kekse, Martina!

In Zusammenarbeit mit dem BVjA bieten wir ab sofort auf unserer Websi-
te eine Termindatenbank an. Bitte tragt dort selbst Termine von Aus-
schreibungen, Lesungen etc. ein, so dass sich die Datenbank zu einem
umfassenden Hilfsmittel für alle AutorInnen entwickeln kann.

Zur Rezension des "Kürschners" in der Märzausgabe erreichte uns die
Nachricht des Verlags, dass es den ersten Sachbuchkalender bereits
gibt, und zwar seit Ende letzten Jahres (ich hatte geschrieben, dass
er in Planung sei). Wer mehr wissen möchte: http://www.saur.de/kds.

Aber jetzt zum diesmal wieder aus allen Nähten platzenden Tempest: Im
zweiten Teil ihres Artikels gibt Cassidy Rees praktische Tipps zum
Aufbau von Geschichten und Szenen, außerdem zu Sprache und Visualisie-
rung. Ulrike Noltes Erfahrungsbericht zum Thema "Books on Demand" in-
teressiert viele von euch, wie mir zahlreiche Mails zu dem Thema ge-
zeigt haben. Und der zweite Teil des Interviews mit Andreas Eschbach
ist ein ebensolcher Genuss wie der erste :-) Außerdem gibt’s wie immer
viele neue Ausschreibungen, Expertentipps und Rezensionen, einen neuen
Schreibkick und und und ...

Der Tipp des Monats April, diesmal von mir (schickt mir eure Tipps!):
    Wenn ihr als angehende AutorInnen nicht gleich eure
    ersten Geschichten veröffentlichen könnt, lasst euch
    davon nicht abschrecken. Nicht wenige AutorInnen
    stellen nach einigen Jahren Schreiberfahrung fest, dass es
    ein Glück war, dass ihre ersten Werke nie die Augen der
    Öffentlichkeit erreicht haben ;-)

Ich wünsche euch einen sonnigen und produktiven Schreibfrühling! (Und
wenn dabei auch der eine oder andere Tipp oder Schreibkick für den
Tempest herauskommt, freue ich mich besonders.)

  Gabi Neumayer
  Chefredakteurin


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Marktinfo-Muster:
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[Name der Publikation]

Konzept, Zielgruppe:

Erscheinungsweise:

Gesucht wird vor allem:

Länge der Beiträge:

Inhaltliche Vorgaben/Wünsche:

Formale Vorgaben:

Honorar:

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Besonderer Tipp für die AutorInnen:

Kontaktperson:


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ISSN 1439-4669   Copyright 2002 autorenforum.de. Copyright- und
                 Kontaktinformationen am Ende dieser Ausgabe
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   INHALT DIESER AUSGABE:

      Editorial
      Inserate
      Schreib-Kick
      News
      Autorenwissen
          "10 sichere Wege, (k)eine Geschichte
          zu veröffentlichen - Teil 2"
          von Cassidy Rees
      Buchbesprechung
          "Kunst und Technik des Erzählens"
          "Literaturpreise und Autorenförderung"
          beide besprochen von Gabi Neumayer
      Interview mit Andreas Eschbach - Teil 2
      Erfahrungsbericht
          "Books on Demand"
          von Ulrike Nolte
      Frag die Expertin fürs Übersetzen
          (Barbara Slawig)
      Frag die Expertin für Schreibhandwerk
          (Ute Hacker)
      Frag die Expertin für Literaturagenturen
          (Petra Hermanns)
      Frag die Experten für Kinderbücher
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      Frag die Expertin für Fantasy
          (Stefanie Bense)
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      Impressum

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Studium, Sprachschule, Immobilien, Rechtsfragen, Sport, Freizeit, Kon-
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Was andere ablehnen, macht uns erst recht heiß. Für unser Projekt "Ab-
gelehnte Autorinnen und Autoren" suchen wir Theaterstücke,  die andere
Theater oder Verlage nicht wollten. (Bitte legen Sie ein Ablehnungs-
schreiben bei.) GROSZ THEATER VERLAG, Rathausstraße 98, 12105 Berlin
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"Leben ist Frieden, der wie die Sonne über dem Wasser ruht und mit
seinen Strahlen jedes Herz berührt." Jürgen Mack NEU: Edition
"Wort-Geschenke", 4 Bücher mit Seele. Lesen Sie unter
http://www.juergen-mack.de, Bestellungen im Internet und in Ihrem
Buchhandel.
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Kurzgeschichten schreiben lernen, Schritt für Schritt bei Autorin.
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Autorenarbeit in Mecklenburg-Vorpommern. Preis: 100 Euro pro Woche,
375 Euro pro Monat. mailto:Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
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Neuerscheinung: Vom Schreiben leben: http://www.AutorInnen.de
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Filmproduktionsfirma Wolfgang Pfeiffer bietet 9-monatigen Schreibkurs
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Pantsless - die junge Community für AutorInnen der Genres Funny Fanta-
sy/SF, Trash, Endzeit und Mystik. Mit Möglichkeit, eigene Texte zu
veröffentlichen. http://www.pantsless.de


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SCHREIB-KICK:
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                                  (mailto:redaktion at autorenforum punkt de)


Unser Schreib-Kick für den April, diesmal von mir (schickt mir eure
Kicks!):

Beobachtungsgabe und das Finden anschaulicher Details könnt ihr bei-
spielsweise so trainieren: Beschreibt - ohne gleich eine Geschichte zu
schreiben - eine Person bei dem, was sie tut: ein Kind, das mit seinem
Teddy spielt; einen Kellner, der eine Bestellung aufnimmt ... Geht da-
nach diese Schilderung durch, und fragt euch: Was ist die besondere
Art genau dieses einen Kindes, dieses einen Kellners, das zu tun, was
es/er tut? Sucht konkrete Details, die diesen Charakter unverwechsel-
bar machen. [nach einer Übung aus "Kunst und Technik des Erzählens"
von Otto Kruse, s. auch die Rezension weiter unten]


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NEWS:
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                                  (mailto:redaktion at autorenforum punkt de)


Autorendatenbank NRW

Die Autorendatenbank des Kulturmininisteriums und des Westfälischen
Literaturbüro ist nun im Netz zugänglich, unter
http://www.nrw-autoren-im-netz.de.

Sie wollten schon immer wissen, wer in NRW Krimis schreibt? Sie suchen
für eine Lesung in Ihrer Grundschule einen Kinderbuchautor? Sie benö-
tigen dringend die Faxnummer von Dieter Wellershoff? Sie brauchen für
Ihre Arbeit eine Liste von Autorinnen und Autoren von "um die Ecke"?
Antworten auf solche Fragen gibt es ab sofort unter der Adresse
http://www.nrw-autoren-im-netz.de. Auf dieser Internetseite werden Au-
torinnen und Autoren vorgestellt, die in Nordrhein-Westfalen leben o-
der aus Nordrhein-Westfalen stammen.

In Zusammenarbeit mit dem VS und mit Mitteln des Ministeriums für
Städtebau und Wohnen, Kultur und Sport des Landes Nordrhein-Westfalen
hat das Westfälische Literaturbüro eine Datenbank mit verschiedenen
Suchfunktionen konzipiert. Die Webseite eignet sich für schnelle In-
formation, umfangreiche Recherche, zügige Kontaktierung oder einfach
nur fürs Stöbern. Sie beinhaltet Porträts, Biographien, Bibliogra-
phien, Fotos, Adressen, Pressestimmen und vieles mehr. Die Internet-
seite ist so aufgebaut, dass gezielt nach Autorinnen und Autoren be-
stimmter Genres oder Regionen gesucht werden kann. Die Autorinnen- und
Autorenporträts werden in der Regel mindestens einmal im Jahr aktuali-
siert. Derzeit werden rund 300 Autorinnen und Autoren porträtiert.

Im nächsten Jahr soll eine Möglichkeit geschaffen werden, Gesamtauf-
stellungen anzubieten, die nach Autorinnen und Autoren aus oder in NRW
unterscheiden. Ebenfalls ist an eine Funktion gedacht, die Listen nach
Geburtsdaten zusammenstellt. Außerdem sollen Textproben ins Netz ge-
stellt, und es soll eine internationale Bedienerführung geschaffen
werden.

Die Datenbank ist in erster Linie für Literaturschaffende, Veranstal-
ter und Literaturinteressierte gedacht. Aber auch für Autorinnen und
Autoren ist die Datenbank eine lohnende Neuheit. Sie bietet die Mög-
lichkeit für eine weitläufige Vorstellung ihres Werkes und ihrer Vita,
ihrer Veröffentlichungen und Presseurteile. Interessierte Schriftstel-
lerinnen und Schriftsteller können sich über eine Aufnahme in die Da-
tenbank direkt auf der Homepage informieren oder sich an das WLB wen-
den. Die Aufnahme setzt mindestens eine selbständige Veröffentlichung
voraus und ist kostenlos.

Informationen/Auskünfte: Westfälisches Literaturbüro in Unna e. V.,
Friedrich-Ebert-Straße 97, 59425 Unna, Telefon: (0 23 03) 9 63 85-0,
Fax: -1, mailto:Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!, http://www.wlb.de,
http://www.nrw-autoren-im-netz.de


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AUTORENWISSEN:
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                                  (mailto:redaktion at autorenforum punkt de)


   "10 sichere Wege, (k)eine Geschichte zu veröffentlichen - Teil 2"
                           von Cassidy Rees

Als Einführung in den zweiten Teil würde ich Ihnen gerne einen Rat-
schlag ans Herz legen, den ich selbst vor Jahren von einem Lehrer be-
kommen habe. "Stell dir einfach vor, du müsstest jedes deiner Worte
für 50 Euro kaufen." Treffender kann ich es eigentlich nicht umschrei-
ben, wie man zur Essenz einer Geschichte kommt. Man stellt jedes Wort
auf den Prüfstand und fragt sich, ob man es wirklich braucht, um seine
Aussage deutlich rüberzubringen. Eine klare Struktur hilft einem da-
bei, auf den Punkt zu kommen, sinnvoll zu kürzen und das Interesse des
Lesers mit Überraschungen wach zu halten.

          Der Aufbau der Geschichte

Meistens sind die Themen vorgegeben. Also suchen wir uns ebenfalls ein
Thema. Wie wäre es mit "Traumtänzer"? Sagen wir, Ihnen fällt dazu
spontan die Geschichte eines Mädchens ein, das gerne Seiltänzerin wer-
den möchte, es aber nicht schafft, das Gleichgewicht zu halten. Nur
des Nachts, wenn sie schlafwandelt, tanzt sie elfengleich übers Seil.

Noch bevor Sie den ersten Satz schreiben, sollten Sie sich darüber im
Klaren sein, wohin Sie Ihre Geschichte am Ende führen wird. Worum geht
es? Welche Aussage möchten Sie machen? Das Thema der Geschichte ist
die Leitlinie, an der Sie sich entlang hangeln. Dabei kann ich Ihnen
drei Fragen an die Hand geben, die Ihnen helfen, eine klare Struktur
zu finden: Wer sind die Hauptfiguren? Mit welchem Konflikt kämpfen
sie? Wie sieht die Lösung dieses Konflikts aus?

Nennen wir unsere Hauptfigur Callia; ein Zirkuskind, das gerne auf dem
Seil tanzen möchte. Die Suche nach dem Konflikt führt uns zu einer
ganzen Reihe von möglichen Geschichten.
- Callia ist ein faules Mädchen und will nicht üben, darum kann sie
nur in ihren Träumen auf dem Seil tanzen.
- Callia muss lernen, anstatt vor Schwierigkeiten und Gefahren Angst
zu haben, einfach mit schlafwandlerischer Sicherheit auf ihre Fähig-
keiten zu vertrauen.
- Callia träumt davon, bewundert zu werden, schafft es aber nicht, ih-
re Träume in die Realität umzusetzen.

Angelehnt an diese Leitfäden, kann man seine Geschichte erzählen. Si-
cherlich fallen Ihnen noch weitere Themen ein. Versuchen Sie es ruhig
mal!


          Der Einstieg

Ein guter Einstieg in eine Kurzgeschichte weist den Leser gleich mit
dem ersten Satz auf den Konflikt hin. Weil Callia nicht übt, kann sie
nicht auf dem Seil tanzen. Wie würde bei dieser Variante ein guter
Einstieg aussehen? Wie wäre es zum Beispiel hiermit?

..........
"Callia", rief die Mutter ganz aufgeregt. "Nun komm doch endlich.
Willst du dich etwa schon wieder vor dem Seiltanzen drücken?"
Callia trat aufgebracht gegen einen Stein, so dass er gegen das Gitter
des Löwenkäfigs flog. Irritiert öffnete der alte Prinz ein Auge, um zu
sehen, wer es wagte, ihn in seinem Mittagsschlaf zu stören. Da streck-
te Callia ihm wütend die Zunge raus. "Immer dieses blöde Üben! Hab ich
ja gar nicht nötig", fauchte das Mädchen aufgebracht.
..........

Mit dieser Einführung wird innerhalb der ersten Sätze bereits der
zentrale Konflikt etabliert, um den sich der Rest der Handlung dreht.
Jetzt brauchen Sie sich nur noch darauf zu konzentrieren, wie Callia
diesen Konflikt überwindet, und Sie haben eine straff strukturierte
Geschichte.


          Der Aufbau einer Szene

Zentraler Konflikt - Lösung dieses Konflikts; der mangelnde Fokus auf
diese beiden Elemente ist genau das, woran viele Geschichten schei-
tern.

Eine Ausschreibung stellt die Aufgabe, eine  Geschichte zu erzählen.
Eine Geschichte. Nicht die Lebensgeschichte der Charaktere.  Die Etab-
lierung der Hauptfiguren findet über den Konflikt statt. Das Vorleben
- unwichtig. Das Leben danach - unwichtig. Am besten sehen Sie die Ge-
schichte als eine Art Momentaufnahme. Diese Aufnahme beginnt, wenn die
Hauptfigur sich des Problems bewusst wird und eine Lösung anstrebt.
Mit anderen Worten: Beginnen Sie Ihre Geschichte so nah wie möglich am
Ende.

Momentaufnahme - da drängt sich natürlich der Vergleich zu einem Pho-
tographen auf. Der kann auch nur Ausschnitte zeigen, die stellvertre-
tend für sein Thema stehen. Wir alle kennen das Bild des vom Napalm
verbrannten Mädchens, das schreiend eine Straße entlang rennt. Mehr
braucht man über Krieg nicht zu erzählen. Im Gegenteil: Jedes weitere
Wort, jedes weitere Bild würde die Aussage nur abschwächen.

Genau diese Augenblicke müssen Sie im Leben Ihrer Hauptfiguren finden.
Augenblicke, die stellvertretend für den Konflikt und seine Überwin-
dung stehen. Im Fall unserer Geschichte ist es völlig unwichtig, dass
Callia schon seit Jahren auf dem Seil übt und keinen Schritt voran-
kommt. Das gehört nicht zur Lösung des Problems. Demnach ist dieses
Szenario auch nicht Teil der Geschichte. Es handelt sich hier ledig-
lich um eine Information, die ihre  Frustration deutlicher macht. In-
formationen kann man mit ein, zwei Sätzen vermitteln.

Callias Traum, sicher auf dem Seil zu tanzen, ist hingegen ein wichti-
ger Teil des Szenarios. Eine lebendige Erzählung dieses Traums ver-
leiht der Geschichte Glaubwürdigkeit, emotionale Stärke. So kann der
Leser beide Seiten des Konflikts kennen lernen. Auf der einen Seite
ihre Faulheit, auf der anderen Seite ihr Ziel und die Sehnsucht da-
nach, eine  Seiltänzerin zu sein.

Lernen Sie also zwischen Information und wichtiger Szene zu unter-
scheiden.

Im Dominoeffekt wird in der ersten Szene ein Konflikt überwunden, nur
damit sich die Hauptfigur in der nächsten Szene mit einem noch größe-
ren Konflikt konfrontiert sieht. In der Praxis sieht das so aus: Cal-
lia erkennt ihr Problem. Sie muss mehr üben. Widerwillig überwindet
sie den inneren Schweinehund und geht aufs Seil. Prompt fällt sie run-
ter und bricht sich das Bein. Sie erleidet einen Rückschlag. Wieder
muss sie sich aufrappeln.

Damit haben Sie eine neue Szene gesetzt, denn nun geht es nicht mehr
um die Überwindung ihrer Faulheit, sondern ein neues Element ist hin-
zugekommen: Angst. Entsprechend steht die nächste Szene/die nächste
Momentaufnahme symbolisch dafür, wie sie ihre Angst besiegt.


          Sprache und Visualisierung

Ein wichtiger Aspekt einer Szene ist die Nähe, die der Autor zu seinen
Figuren und den Ereignissen aufbaut. Dies ist für mich einer der
Hauptpunkte, mit denen junge Autoren zu kämpfen haben. Die Texte wir-
ken distanziert, leblos und damit langweilig. Das hängt zum einen mit
der Visualisierung zusammen, zum anderen mit der Sprache.

Die Visualisierung einer Szene scheint manchen schwer zu fallen. Neh-
men wir den Moment, in dem Callia vom Seil fällt. Wie gelingt es dem
Autor, dass die Szene dem Leser auch wirklich nahe geht, ihn berührt?

Visualisieren Sie die Szene, betrachten Sie die Geschehnisse im Ein-
zelnen. Je komplexer Sie die Szene einfangen können, umso tiefer be-
rühren Sie den Leser. Seien Sie dem Leser ein Führer durch die Szene.
(Hierzu gehört im Übrigen auch die Klärung der berühmten W-Fragen:
Wer? Was? Wann? Wo? Geben Sie dem Leser einen Überblick.)

Fühlen Sie, was sich in diesem Moment in Ihrer Hauptfigur abspielt.
Beschreiben Sie, mit welchen Eindrücken, Empfindungen und Emotionen
die Hauptfigur konfrontiert wird. Angst, Wut, Demütigung, Schmerz, das
Herz, das bis zum Hals klopft, das Gesicht, das sich verzieht ... An
all diesen Auswirkungen des Ereignisses sollten Sie den Leser teilha-
ben lassen.

Visualisierung einerseits . und Sprache andererseits.

In dieser Szene herrscht eine große Aufregung, entsprechend muss sich
Ihr Erzähltempo steigern. Kurze und/oder unbeendete Sätze, hier und da
auch nur ein Wort, Wiederholungen - das alles sind Mittel, um dem Tu-
mult des Ereignisses gerecht zu werden.

Der Fall vom Seil ist ein emotionaler Höhepunkt. Nachdem Callia sich
so sehr bemüht hat, ihr Problem zu bekämpfen, wirft ihr das Schicksal
hier fast schon einen Felsen in den Weg. Ganz schön unfair. Schmerzen
brennen sich durchs Bein. Fassungslos starrt Callia auf das grotesk
verdrehte Bein. Alles verloren! Jetzt wird sie nie wieder auf dem Seil
tanzen können. Ihr Herz poltert, schlägt entrüstet von innen gegen die
Brust. Und dann der Schmerz, dieser ungeheure Schmerz in ihrem Bein.

Die Szene muss in Ihnen leben, und diese Welt müssen Sie dem Leser
vermitteln. Blind und taub, ist er auf Ihre Beschreibungen angewiesen.
Ihre Geschichte ist der einzige Zugang zu Ihrer Welt. Je tiefer Sie
den Leser führen, umso näher ist er am Geschehen.

Der Umgang mit der Sprache - meiner Erfahrung nach mangelt es jungen
Autoren gerade hier oft am Handwerkszeug. Spielen Sie mit der Sprache,
entwerfen Sie neue Bilder, erfinden Sie neue Wörter. Ketten Sie nicht
nur einfach Wörter aneinander, arbeiten Sie mit der Sprache! Das erst
macht einen Text zu einem wirklichen Schmuckstück.

Hier ein paar Beispiele:
- "Ich weiß schon, Reisende soll man nicht aufhalten, aber keiner
sagt, dass man ihnen nicht folgen darf."
- "Er sah so ungemein gesund aus, dass es richtig krank war."
- "Tap, tap, tap, platsch. Und wieder lernte ein junger Albatros das
Fliegen."

Entsprechend möchte ich den Artikel mit einer Abhandlung eines Zitats
von Johann Wolfgang von Goethe schließen: Hätte ich mehr Zeit gehabt,
wäre der Artikel kürzer geworden, und bei 50 Euro pro Wort hätte ich
mir ein Vermögen sparen können!

[Im letzten Teil dieses Artikels - im nächsten Tempest - geht es dann
um Charakterisierung, Dialog/Beschreibung und Originalität.]

                    **~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~**

Cassidy Rees ist Lektorin der Autorenschule des Weltbildverlags und
arbeitet als Dozentin im Bereich "Autorenausbildung". Außerdem arbei-
tet sie als Journalistin und Drehbuchautorin. Kurzgeschichten sind zum
Beispiel in den Anthologien "Die Spur des Gauklers in den blauen Mond"
und "Angsthasen" im Geest Verlag (http://www.geest-verlag.de) erschie-
nen.


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BUCHBESPRECHUNG:
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                                  (mailto:redaktion at autorenforum punkt de)


           "Kunst und Technik des Erzählens" von Otto Kruse
                     besprochen von Gabi Neumayer
Mit seinem 1993 erschienenen Buch "Keine Angst vor dem leeren Blatt",
das schon viele Auflagen erlebt hat, hat Kruse unzähligen unglückli-
chen Studierenden gezeigt, wie sie wissenschaftliche Texte Schritt für
Schritt, mit Sinn und Verstand und sogar mit Spaß konzipieren und
schreiben können. Nun hat dieser Autor ein Buch mit Trainingsprogramm
für alle vorgelegt, die das Erzählen von Grund auf lernen wollen.

Und mit diesem Ansatz unterscheidet er sich auch von vielen seiner a-
merikanischen KollegInnen. Denn um Kruses Übungen zu machen, braucht
man weder theoretisches Vorwissen, noch wird man gleich aufgefordert,
einschüchternd komplexe Aufgaben zu lösen. Das macht dieses Buch für
alle zu einem unschätzbaren Hilfsmittel, die bei den herkömmlichen
Schreibbüchern über kurz oder lang den Mut verloren haben: weil dort
zu viele Kompetenzen bereits vorausgesetzt werden und weil dadurch
meist eher die Arbeit als der Spaß im Vordergrund steht.

"Es ist wichtig, die Freude am Erzählen nicht zu früh durch zu strenge
Vorgaben zu strangulieren", sagt Kruse in seiner Einleitung. Das be-
deutet aber keineswegs, dass die Übungen in diesem Buch vage oder be-
liebig wären. Sie knüpfen an unser aller natürliche Erzählkompetenz
an; über das, was wir alle können und regelmäßig tun (mündliches Er-
zählen, lautes Denken, Ausreden erfinden etc.) bringt Kruse die Lese-
rInnen mit seinen Übungen dazu:
- ihre Erzählstimme/n zu finden
- Charaktere zu entwickeln
- Techniken zu finden und zu erproben, mit denen man Handlungen, Ge-
danken und Gefühle darstellen und optimal einsetzen kann
- Geschichten ans Laufen zu bringen

Und das alles geschieht sozusagen nebenbei, wenn man sich auf seine
Übungen einlässt, die niemals kompliziert oder Furcht einflößend wir-
ken - auch wenn man noch ganz am Anfang mit seinem Schreiben steht.
Außerdem bietet Kruse jede Menge Hilfsmittel an, mit denen man auch
umfangreiche Geschichten in den Griff bekommt und die Überarbeitung
meistert.

Das erste Schreibbuch mit Trainingsprogramm von einem deutschen Autor
ist etwas Besonderes. Wer bisher mit Ratgebern zum Schreiben wenig an-
fangen konnte, sollte hier auf jeden Fall einmal hineinschauen - und
alle anderen sowieso; auch Fortgeschrittene werden durch Kruses Buch
eine Menge verstehen, was bisher reine Theorie für sie war.

Wenn ich in Zukunft gefragt werde, welches Schreibbuch ich jemandem
empfehlen würde, der nur ein einziges kaufen möchte, dann werde ich ab
sofort zu diesem hier raten.


Otto Kruse: "Kunst und Technik des Erzählens", 2001, 325 Seiten, 18
Euro, Zweitausendeins


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BUCHBESPRECHUNG:
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                                  (mailto:redaktion at autorenforum punkt de)


                "Literaturpreise und Autorenförderung"
                     besprochen von Gabi Neumayer

Auch wenn die Mittel für Kultur- und damit auch für Literaturförderung
weiter gekürzt werden, so gibt es doch jedes Jahr immer noch einige
Millionen Euro an Preis- und Fördergeldern für AutorInnen jedes Genres
und jedes Alters. Aber wer fördert was? Und wer kann sich wo und womit
bewerben?
Etwa 1 000 Preise und Stipendien für AutorInnen und ÜbersetzerInnen
finden sich in diesem Buch, jeweils mit Kontaktangaben, Turnus, Dotie-
rung und Hinweisen zu den Teilnahmebedingungen (Eigenbewerbung mög-
lich?, Genres/Kategorien etc.). Eine gezielte Suche ist durch die Ein-
teilung in Rubriken möglich:
- Literaturpreise
- Hörspiel- und Hörbuch-Preise
- Drehbuchpreise und Filmförderung
- Preise für Bühnenautoren
- Förderung der Buchkultur
- Autorenförderung
- Arbeits- und Reisestipendien
- Preise und Stipendien für ÜbersetzerInnen
- Aufenthaltsstipendien
- weitere Möglichkeiten der Kultur- und Literaturförderung

Dazu gibt es einige Beiträge, die Einblicke in die Welt der Literatur-
förderung bieten. So wird über den Klagenfurter Wettbewerb berichtet,
der Kulturchef von "Allegra" erzählt amüsant und sehr erhellend über
die Anfänge und die Durchführung des "Allegra"-
Kurzgeschichtenwettbewerbs, ein Stipendien-Reisender schildert seine
Erfahrungen, und das Übersetzer-Kollegium in Straelen wird ebenso vor-
gestellt wie der Preis für "Junge Prosa" in Arnheim.


Gerhild Tieger (Hrsg.): "Literaturpreise und Autorenförderung. Über 1
000 Literaturpreise, Arbeitsstipendien, Aufenthaltsstipendien und an-
dere Förderungen", 2002, 188 Seiten, 14,90 Euro, Autorenhaus-Verlag

                    **~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~**

Gabi Neumayers aktuelle Veröffentlichungen: das Bilderbuch "Viele Grü-
ße, dein Löwe", Baumhaus Verlag, illustriert von Elena Conti, 9,90 Eu-
ro, für Kinder ab 3 Jahren; der Ratgeber "Liebe Grüße und Glückwünsche
kurz und knapp", Falken Verlag, 7,90 Euro. Mehr dazu und vieles andere
rund ums Schreiben auf ihrer Homepage: http://www.gabineumayer.de.


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INTERVIEW:
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                                  (mailto:redaktion at autorenforum punkt de)


     "Ich war in akuter Gefahr, völlig zu versuhrkampen" - Teil 2
                    Interview mit Andreas Eschbach


Hans Peter Röntgen: Oft fragen sich Autoren, wenn sie ein paar Jahre
erfolglos einer Veröffentlichung hinterhergejagt sind: Habe ich über-
haupt Talent? Sollte ich mir nicht ein anderes Hobby suchen, Square-
dance zum Beispiel?

Andreas Eschbach: Ich zucke immer zusammen, wenn jemand vom Schreiben
als "Hobby" spricht. Für mich ist Schreiben kein Hobby und ist es nie
gewesen. Hobby, das ist etwas, das man ohne allzu großen Anspruch an
sich selbst macht. Wenn ich mit meiner Frau eine Wanderung mache, dann
ist das Hobby - ich bin froh, fünfzehn oder zwanzig Kilometer bis zum
Ende zu schaffen, und fühle mich hinterher schön müde, aber ich habe
keinerlei Ehrgeiz, irgendwelche Rekorde aufzustellen oder an irgend-
welchen Meisterschaften teilzunehmen oder was man da so machen könnte.
Null. Mir reicht es, wie es ist. Aber wer mit dieser Einstellung ans
Schreiben herangeht, der, so leid es mir tut, gehört nicht zu denen,
zu denen ich spreche, wenn ich übers Schreiben spreche. Insofern kann
ich dazu nichts sagen. Für mich ist Schreiben eine todernste Sache.


HPR: Es gibt auch genügend Kritiker, die aufgrund vorgelegter Texte
entscheiden, ob jemand Talent hat oder nicht. Wie stehst du dazu?

AE: Also, auf Kritiker zu hören, würde ich niemandem empfehlen. Ich
habe das Gefühl, dass viele Kritiker werden, weil sie sich nicht trau-
en, selber etwas zu schreiben. Da schwingt dann immer entweder Miss-
gunst und Neid mit in dem, was sie sagen, oder aber völlig überzogene
Heldenverehrung. Das Erstere ist verletzend, das Letztere darf man
tunlichst nicht ernst nehmen, bloß nützlich ist beides nicht.

Ob man Talent hat ...? Na ja, das ist so ein Wort. Talent haben viele.
Die Welt wimmelt von talentierten Leuten - die halt nur nichts daraus
machen. Insofern sollte man sich sein eigenes Durchhaltevermögen anse-
hen. Wenn die Ausdauer nicht von Talent unterfüttert ist, wird sie ei-
nes Tages nachgeben.


HPR: Ein Autor kommt zu dir, der drei fertige, aber hundertfach abge-
lehnte Romanmanuskripte in der Schublade liegen hat. "Soll ich weiter-
schreiben oder mich einer Verhaltenstherapie wegen chronischen
Schreibzwangs unterziehen?", fragt er dich. Was antwortest du?

AE: Ich bezweifle, dass es das überhaupt gibt, hundertfach abgelehnte
Romanmanuskripte, und dann gleich drei davon. Die meisten schicken ihr
Ding doch an eine Handvoll Verlage und kapitulieren, wenn sie damit
keine Begeisterungsstürme auslösen. Aber selbst wenn doch: Drei Roma-
ne, das ist noch keine Menge, mit der man es ausgereizt hätte. In den
guten alten Zeiten, als in den CompuServe-Foren noch echt was los war,
bin ich mal auf eine Notiz von C. J. Cherryh gestoßen, in der sie er-
zählte, dass sie zehn Jahre lang jedes Jahr einen Roman fertig ge-
stellt und auf die Reise geschickt hat - bis schließlich einer ange-
nommen wurde und ihre Karriere beginnen konnte!

Ich denke, man sollte das Schreiben so ähnlich betrachten wie eine
Sportart. Lass uns doch noch einmal das Beispiel von vorhin aufgrei-
fen, das mit dem Fußball. [s. erster Teil des Interview, Tempest 4-3 -
die Red.] Fast jeder spielt irgendwann Fußball - sogar ich habe mal
Fußball gespielt, man höre und staune! -, und man wäre ja kein mensch-
liches Wesen, wenn man sich dabei nicht vorstellen würde, Beckenbauer
zu sein oder so jemand. Aber die meisten lassen es letztlich wieder
sein. Nur wenige packt es so, dass sie einen Beruf daraus machen. Man
muss dazu ja nicht nur viel Talent mitbringen, sondern vor allem Be-
reitschaft, auch die außergewöhnlichen Mühen auf sich zu nehmen, die
eine außergewöhnliche Laufbahn erfordert. Bestimmt ist es toll, im
schweißgetränkten Hemd dazustehen, den Worldcup in die Höhe zu halten
und von Hunderttausenden begeisterter Zuschauer bejubelt zu werden.
Aber der Preis dafür - der Preis allein für die vage Chance, irgend-
wann dahin zu kommen - sind eben furchtbar viele Stunden Training,
viele anstrengende Spiele, gefährliche Verletzungen, jede Menge Kampf
und Anstrengung. Da muss jeder für sich entscheiden, ob es ihm das
wert ist.

Es geistert dummerweise so eine seltsame Vorstellung in vielen Köpfen,
man MÜSSE ein Buch schreiben im Leben. Ein Haus bauen, einen Sohn zeu-
gen, ein Buch schreiben, so ungefähr. Da schwingt Angst mit, ansonsten
dereinst an der Himmelspforte abgewiesen zu werden. Was ganz bestimmt
Blödsinn ist. Es gibt keinen Himmel der Schriftsteller, und was die
Welt ganz bestimmt nicht braucht, ist ein weiteres Buch.

Ich denke, das Kriterium muss sein, dass man sich die Frage stellt:
Will ich es wirklich - oder tue ich es nur, um mir etwas zu beweisen?
Ich habe mal geglaubt, mir beweisen zu müssen, dass ich ein toller Ge-
schäftsmann und Unternehmer bin. Verführerischerweise eine Zeitlang
nicht mal unerfolgreich, so dass diese leise Stimme, die mir von An-
fang an zuflüsterte, "das ist aber nicht das, was du wolltest im Le-
ben", fast kein Gehör gefunden hätte. Zum Glück habe ich dann die Kur-
ve gekriegt und bin jetzt da, wo ich hingehöre. Ich bin aber über-
zeugt, dass sich viele mit dem Schreiben abplagen, die eigentlich wo-
anders hingehören und eigentlich im Leben etwas ganz anderes machen
wollen. Wenn man ihnen nur nicht eingeredet hätte, sie müssten schrei-
ben. Sie müssen nicht. Sie dürfen es auch lassen. "Wenn Sie im Leben
etwas anderes tun können als zu schreiben, dann tun Sie das", pflegte
Georges Simenon zu sagen.

Deswegen, wenn man sich plagt mit dem Schreiben, wenn einem nicht, un-
abhängig von allen Veröffentlichungen und Preisen und dem ganzen Drum-
herum, der Akt des Schreibens an sich Freude bereitet, dann ist man
mit ziemlicher Sicherheit auf dem falschen Dampfer. Wobei ich jetzt
nicht behaupten will, dass Schreiben jederzeit besser ist als Sex -
das ist es nur manchmal.


HPR: Wie viel, wie lange hast du überhaupt geschrieben, bis dein ers-
ter Roman erschienen ist?

AE: Lass mal rechnen ... Als ich ernsthaft angefangen habe zu schrei-
ben, war ich 12, das dürfte so im Frühjahr 1972 gewesen sein. Ich hat-
te gerade die Schreibmaschine entdeckt und war nicht mehr davon loszu-
kriegen. Mein erster Roman ist im Frühjahr 1995 erschienen - macht al-
so eine Differenz von reichlich entmutigenden 23 Jahren. Nun habe ich
natürlich nicht all diese Jahre hindurch versucht, veröffentlicht zu
werden, im Gegenteil, ich habe die Existenz von Verlagen praktisch
nicht zur Kenntnis genommen. Mein Schreibaufkommen verteilt sich auch
sehr ungleichmäßig. In meiner Jugend habe ich einige Dutzend kurze und
eine Handvoll längere Romane geschrieben, aber das dünnte aus, als die
Schule vorbei war und ich auf der Uni war - mit 21, 22 habe ich meinen
damals letzten Roman mühsam beendet und dann, wie erwähnt, erst mal
lange nur Tagebuch und seltsames Zeug geschrieben. Den nächsten Roman
habe ich erst 1989 wieder in Angriff genommen, ihn auch beendet - was
der eigentliche Gewinn war, ansonsten ist er ziemlich missraten. Ich
dachte nach dem ersten Lesen wirklich, ich hab’s verlernt. Eingeros-
tet. Aber dann fiel mir diese Story wieder in die Hände, und ich dach-
te, hmm, wie wäre es, wenn ich daraus einen Roman mache? Na ja, und
das habe ich dann gemacht.


HPR: Wenn du dir ansiehst, wie viel du geschrieben hast: Wurde das
meiste davon veröffentlicht, oder quellen deine Schubladen über von
nicht fertig gestellten, nicht veröffentlichten Texten?

AE: Nein, meine Schubladen sind mittlerweile ziemlich leer. Das weit-
aus meiste, was ich seit Anfang der Neunziger geschrieben habe, ist
auch veröffentlicht. Allerdings gibt es da auch noch Kisten und Kästen
im Keller, in denen ein Haufen nicht fertig gestelltes und nicht ver-
öffentlichtes Zeug aus meinen Jugendjahren vor sich hin modert. Das
ist an Menge und Umfang leicht noch mal so viel wie das, was ich ver-
öffentlicht habe, doch es taugt nur zum Heraufbeschwören sentimentaler
Erinnerungen, nicht dazu, veröffentlicht zu werden.


HPR: Stephen King ist ein intuitiver Autor, dessen Handlungen und Per-
sonen sich während des Schreibens entwickeln. Andere Autoren planen
jede Szene genau, bevor sie auch nur ein Wort zu Papier gebracht ha-
ben. Wie machst du es? Würdest du dich eher als "Bauch-" oder als
"Kopfschreiber" bezeichnen?

AE: Weder noch. Oder beides, vielleicht. Wenn ein Text, den ich
schreibe, gut gerät, dann habe ich meistens schon beim Schreiben ein
Gefühl von umfassendem Einklang, von Ganzheit, um mal dieses heutzuta-
ge viel strapazierte Wort zu gebrauchen. Wenn’s was zu überlegen gibt,
dann erledigt der Kopf das, und wenn’s was zu erspüren gibt, der
Bauch.


HPR: Manchmal geschieht es, dass die eigenen Figuren ein Eigenleben
führen, den geplanten Plot durcheinander wirbeln, sich störrisch den
Plänen ihres Schöpfers widersetzen. Passiert dir das auch? Wie gehst
du damit um?

AE: Das passiert mir auch, zum Glück, denn genau das ist ja eines der
sichersten Zeichen dafür, dass es einem gelungen ist, lebendige Figu-
ren zu schaffen, nicht wahr? Ein Wesen, das einem vollkommen gehorcht
und kein Eigenleben entwickelt, ist ein Roboter, und Romane, die mit
literarischen Robotern bevölkert sind, gibt es schon genug. Nein, ich
finde es immer höchst spannend, wenn das passiert - ich warte regel-
recht darauf während des Schreibens eines Romans. Und dann gehe ich
einfach mit und schaue, was sich entwickelt. Da verliere ich auch das
Gefühl, den Roman zu "machen" - er macht sich sozusagen von selbst,
ich brauche nur noch mitzuschreiben. Also auch ein höchst ökonomischer
Effekt.


HPR: Wie habe ich mir das vorzustellen? Du hast eine Idee für einen
Roman, dir fällt auch ein, auf welchen Schluss der Text zusteuert.
Schreibst du dann los, Szene nach Szene? Oder machst du auf Packpapier
ein Konzept wie der Schriftsteller im Jesus Video? Schreibst du jeden
Tag eine bestimmte Textmenge? Legst du es darauf an, dass deine Figu-
ren die Herrschaft übernehmen und du ganz woanders ankommst, als du
gedacht hast?

AE: Ich entwickle ein Konzept, aber nicht auf Packpapier wie Peter Ei-
senhardt, sondern meist in einem kleinen DIN-A5-Ringblock. An dem
spiele ich herum und probiere Varianten und male es immer wieder neu
zusammen, bis mir der Roman in seiner Gesamtheit ziemlich klar vor Au-
gen steht. Daraus leiten sich dann Szenen und Kapitel ab, und wenn ich
das Gefühl habe, ich weiß jetzt, wie’s laufen wird, fange ich an.
Meistens am Anfang, eine Szene nach der anderen schreibend - auf diese
Weise entwickelt sich alles in der Regel am besten; wenn man weiter
hinten liegende Szenen im Voraus schreibt - was ich trotzdem manchmal
mache -, muss man sie meist wieder ändern, wenn man den Leerraum da-
zwischen aufgefüllt hat.

Ich schreibe nicht jeden Tag eine bestimmte Textmenge, sondern ich
verteile die Gesamtaufgabe auf die Zeit, die ich mir einräume. Also
wenn der Roman z. B. 350 Seiten haben soll, ich im Januar anfange und
ihn Ende Dezember fertig haben will, dann muss ich Ende Juni bei Seite
175 sein und von der Handlung her in der Mitte, und das kann man noch
feiner herunterbrechen, bis man recht genau weiß, wann welches Kapitel
fertig sein muss. Das trage ich in einen Jahreskalender ein, der zu
den sonstigen Begleitunterlagen kommt, und in diesem Kalender führe
ich auch Buch darüber, wann welches Kapitel tatsächlich fertig wird.
So sehe ich, ob ich meinem Plan voraus oder hinterher bin. Wobei man
ihm am Anfang meist etwas hinterher hinkt und ihn am Schluss überholt
- in der zweiten Hälfte eines Romans läuft es meist wesentlich schnel-
ler. Wie auch immer, jedenfalls weiß ich jederzeit, ob ich sagen kann,
"ja, klar, lass uns morgen ins Freibad gehen" oder "nein, du, ich kann
leider nicht zu deiner Party kommen". Das ist das ganze Geheimnis.

Was die Figuren anbelangt, so fließt ein Teil von deren "Eigeninitia-
tive" bereits in den Entwurf ein. Wenn man sich mit einer Figur ange-
freundet und sie klar vor Augen hat und plötzlich merkt, die würde
das, was man ihr zugedacht hat, nicht tun, dann denkt man sich eben
etwas anderes aus.

Und wenn man es dann tatsächlich niederschreibt, wird es meistens noch
mal anders als gedacht ...!


HPR: Eines Nachts liegst du schon halb eingeschlafen im Bett, plötz-
lich steht eine gute Fee neben dir und sagt: "Du hast so viel ge-
schrieben, das soll dir belohnt werden. Du hast einen Wunsch zur deut-
schen Literatur- und Buchszene frei." Was wünscht sich Andreas Esch-
bach?

AE: Dass es plötzlich wie eine Seuche um sich greift, Fernsehen doof
zu finden und stattdessen Bücher zu lesen, vielleicht? Obwohl auch
schon viel gewonnen wäre, wenn in Straßenbahnen anstatt dieser ent-
setzlich unpraktischen Zeitungen Bücher gelesen würden. Zeitung lesen
ist ohnehin eine der größten Zeitverschwendungen, die es gibt.


HPR: Herzlichen Dank für das Gespräch.

                    **~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~**

Hans Peter Röntgen schreibt phantastische Geschichten
(http://www.roentgen-software.de/eigen/eigen.html), macht Textwerk-
stätten im Internet (http://www.roentgen-software.de/sws/sws.html) und
schreibt Artikel für den Tempest.


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ERFAHRUNGSBERICHT:
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                                  (mailto:redaktion at autorenforum punkt de)


                           "Books on Demand"
                           von Ulrike Nolte


          Die Suche nach dem richtigen Verlag

In früheren, BoD-losen Zeiten wäre es ziemlich teuer geworden, meine
Doktorarbeit als Buch zu veröffentlichen. Welches Lektorat interes-
siert sich schon für ein Exotenthema wie "Moderne Klassiker der schwe-
dischen Literatur und ihre Sciencefiction"? Ich hätte einen wissen-
schaftlichen Zuschussverlag für den Druck bezahlen müssen, und jeder
Student weiß, welche Preise dort verlangt werden. Aber seit kurzer
Zeit gibt es glücklicherweise eine Alternative:

Beim Books-on-Demand-Verfahren existieren die Bücher nur virtuell, bis
eine Bestellung eingeht, und dann wird genau die geforderte Anzahl ge-
druckt. Es gibt also keinen Überschuss, der später verramscht werden
muss. Für den Verlag entfällt ein Großteil des Risikos, und für den
Autor wird es wesentlich billiger. Aber natürlich gibt es auch in die-
sem Marktbereich schwarze Schafe. Die Zahl der BoD-Verlage wächst ra-
sant, es scheint eine Art Goldgräberstimmung zu herrschen. Man kann
nur jedem raten, sich vorher genau über die verschiedenen Angebote zu
informieren, um nicht bei Profitmachern oder einer unerfahrenen Chao-
tentruppe zu landen. Ich selbst habe mir als Erstes die Websites der
Verlage genau angesehen (eine Liste von Internet-Adressen findet ihr
unten). Dabei sind mir im Laufe der Recherche drei besonders wichtige
Unterscheidungsmerkmale aufgefallen.


          Kriterium 1: Erfahrung und Engagement
Als Erstes sollte man auf der Homepage des Verlags nachschauen, wie
viele Bücher im Gesamtverzeichnis stehen. Am sichersten erscheint eine
Spanne von ca. 20 bis 80. Bei zu wenig Veröffentlichungen ist man als
Kunde noch Versuchskaninchen, bei zu vielen lässt oft der Service zu
wünschen übrig. Von einem der größten Verlage habe ich zumindest ge-
hört, dass er inzwischen sehr anonym geworden sei und nur schleppend
auf die Wünsche der Autoren reagiere. Dagegen sind neue, kleine Unter-
nehmen noch besonders um ihre Kunden bemüht. Als ein Test für den Grad
des Engagements hat sich bei mir bewährt, eine E-Mail mit Bitte um nä-
here Informationen an den Verlag zu schicken und dann zu sehen, wie
schnell und ausführlich die Antwort erfolgt.

Man kann häufig schon an der Website selbst erkennen, wie viel Arbeit
und Sorgfalt das Unternehmen in seine Produkte steckt: Gibt es zum
Beispiel eine kurze Inhaltsangabe der veröffentlichten Bücher oder In-
formationen über die Autoren? Das mag für den Verkaufserfolg nicht
sehr wichtig sein, aber es zeigt doch das Interesse der Verleger. Be-
sonders aussagekräftig ist, ob die Bücher bei Internet-Buchshops wie
Amazon zu finden sind. (Am besten klickt man bei Amazon in der Rubrik
"Bücher" auf "Erweiterte Suche" und gibt den Verlagsnamen ein, dann
werden alle erhältlichen Titel aufgelistet. Das ist übrigens generell
eine gute Methode, um die Größe und das inhaltliche Profil von Verla-
gen herauszufinden, zum Beispiel für Bewerbungen.) Da BoD-Produkte
hauptsächlich auf diesem Weg an den Käufer gelangen, kann man Verlage,
die kein Suchergebnis bringen, gleich von der Liste streichen.


          Kriterium 2: "Nebenkosten"

Auf den ersten Blick wirken alle BoD-Verlage verblüffend preiswert,
und bei den meisten Websites flasht einem sofort ein Supersonderange-
bot entgegen. Das bedeutet aber überhaupt nichts, denn wie ich fest-
stellen konnte, wachsen die Kosten oft ganz gewaltig durch diverse
"Zusatzleistungen". Bei einem BoD-Auftrag muss man als Autor gewöhn-
lich einen Großteil der Verlagsarbeit selber machen, zum Beispiel Bil-
der scannen und einfügen, die Word-Datei in Postscript bzw. PDF umwan-
deln, ein Buchcover entwerfen ... Wenn man dazu keine Lust oder nicht
die nötige technische Ausrüstung hat, kann der Preis schnell hoch-
schießen.

Manchmal werden sogar ganz selbstverständliche Leistungen wie die Ver-
gabe einer ISBN-Nummer oder die Garantie, dass das Buch länger als ein
Jahr gespeichert und im Buchhandel erhältlich ist, zusätzlich berech-
net. Wenn der Verlag seriös ist, dann sollte also auf der Website oder
zumindest im Kostenvoranschlag genau definiert sein, welche Dienste im
Grundpreis enthalten sind, welche Extras es gibt und wie viel sie kos-
ten.


          Kriterium 3: Verkaufspreis

Ein weiteres wichtiges Unterscheidungsmerkmal von BoD-Verlagen sind
die Preise, für die ihre Bücher im Handel erhältlich sind. Oft werden
übertrieben hohe Summen verlangt, so dass sich bestimmt keine Käufer
finden. Gleichzeitig steht aber im Vertrag, dass der Autor selbst zehn
bis fünfzehn Pflichtexemplare abnehmen muss. Durch diesen Zwangskauf
finanziert sich dann der Verlag. Allerdings muss man hierbei zwischen
wissenschaftlichen und belletristischen Werken unterscheiden. Da zum
Beispiel eine Doktorarbeit meist nur von Universitätsbibliotheken ge-
kauft wird, denen der Preis relativ gleichgültig ist, sind 30 Euro pro
Exemplar nicht unüblich. Die Tantiemen werden dann zwischen Verlag und
Autor aufgeteilt. Überteuerte Ladenpreise sind also gewöhnlich nur
dann ein Zeichen für unseriöse Verkaufsstrategien, wenn es sich um li-
terarische Werke handelt.


          Erfahrungen mit Monsenstein & Vannerdat

Nach meiner Recherche entschied ich mich schließlich für den MV-
Verlag. Dabei spielten auch persönliche Gründe eine Rolle, vor allem
befand sich das Unternehmen in meiner Studienstadt Münster, und ich
brauchte nicht alle Unterlagen per Post hin und her zu schicken. Aber
am wichtigsten war doch, dass die oben genannten Kriterien erfüllt wa-
ren: Der Verlag hat bisher ca. 65 Bücher herausgebracht, die preiswert
sind und äußerlich ansprechend wirken. Die zwei Inhaber haben sich
erst kürzlich selbständig gemacht, sie gehen auf jeden Extrawunsch ein
und beantworten E-Mails oft noch am selben Tag.

Vor allem ist mir aber ihre Website positiv aufgefallen, die eine ü-
berwältigende Fülle an Informationen bietet, insbesondere im "Handbuch
für Autoren", zu finden unter: http://www.mv-
verlag.de/Inhalt/Books_on_Demand/Handbuch.pdf. Dieser Text ist so in-
formativ, dass ich nur jedem BoD-Kunden empfehlen kann, ihn sich her-
unterzuladen. Er beschreibt genauestens, welche Vorarbeiten man leis-
ten kann, damit die Herstellung des Buches möglichst preiswert wird,
welche Papiersorten, Schriftarten, Umschläge usw. es gibt. Das Hand-
buch warnt auch vor häufigen Fehlern in der Manuskriptgestaltung, die
einen Druck schwierig machen. Zum Beispiel habe ich Bilder für meine
Doktorarbeit mit möglichst hoher Auflösung gescannt und sie hinterher
als JPEG-Datei auf eine handliche Datenmenge verkleinert. Das war ge-
nau falsch. Lieber gleich eine niedrige Auflösung wählen, die noch gut
auf eine Diskette passt!

Bevor es zu technisch wird, beschreibe ich aber lieber, wie die Zusam-
menarbeit mit Monsenstein & Vannerdat konkret ablief. Als Erstes be-
sprachen wir genau, welche Vorarbeiten ich selbst erledigen wollte,
und sie schickten mir daraufhin einen Kostenvoranschlag. Die beiden
waren fast übertrieben besorgt, dass ich als arme Studentin zu viel
bezahlen könnte, und überzeugten mich daher, eine Reihe von Aufgaben
zu übernehmen, die ich vorher eigentlich dem Verlag überlassen wollte.
Im Nachhinein muss ich sagen, dass ich damit nicht völlig zufrieden
bin. Gerade die Bildbearbeitung sollte doch lieber von Profis ausge-
führt werden.

Als Nächstes kam die Umwandlung meines Textes in eine Postcript / PDF-
Datei. Dieser Arbeitsschritt lässt sich kaum umgehen - außer man will
wirklich viel Geld ausgeben -, aber man opfert Zeit und Nerven. Ei-
gentlich sollte mit ein paar simplen Befehlen und einer Korrektur der
Seitenumbrüche alles erledigt sein; Windows gelingt es jedoch immer
wieder, neue überraschende Probleme zu erzeugen. (Wenn ich jemals Bill
Gates treffe, beiße ich ihn!!) Der wichtigste Tipp: Man muss den Text
als Ganzes bearbeiten und abspeichern. Wenn man ihn in Kapitel zerlegt
hat und erst am Ende zusammenfügt, verändern sich wieder sämtliche
Seitenumbrüche und Bilderpositionen. Andererseits bin ich gewarnt wor-
den, dass ältere Word-Programme bei einem Text über 400 Seiten zusam-
menbrechen und den gesamten Text löschen können. Tja, viel Spaß!

Als Buchcover wollte ich am Anfang ein bekanntes Gemälde nehmen, er-
fuhr aber, dass ich damit Eigentumsrechte verletzten könnte. Also bas-
telte ich stattdessen mit Collagentechnik das Bild einer futuristi-
schen Embryonenmaschine zusammen. Der Verlag entwarf den übrigen Um-
schlag nach einem Standardverfahren und scannte das Bild ein. Alles
funktionierte schnell und reibungslos. Ich erhielt innerhalb kürzester
Zeit die Korrekturfahnen meines Textes, löschte letzte Rechtschreib-
fehler und hielt schon ein paar Tage später meine bestellten 8 Buchex-
emplare in der Hand. Die Rechnung fiel noch geringer aus, als ur-
sprünglich besprochen: nur 165 Euro für die Dienstleistungen! Zusätz-
lich 15,50 Euro (= Verkaufspreis) für die bestellten Bücher. Aller-
dings sagte mir einer der Inhaber, dass der Service demnächst ein
bisschen teurer wird, denn im Moment können sie kaum die eigenen Kos-
ten decken. Aber selbst dann dürfte sich Monsenstein & Vannerdat immer
noch preislich lohnen, ganz abgesehen davon, dass sie ungewöhnlich
schnell und zuverlässig arbeiten.


          Internet-Adressen

Bei allem Lob für den MV-Verlag sollte sich doch jeder Autor selbst
ein Bild machen. Ich liste daher einige weitere Web-Adressen auf. Wer
noch mehr über BoD allgemein wissen will, kann sich unter
http://www.uschtrin.de/bod.html informieren.

http://www.mv-verlag.de
http://www.bod.de
http://www.tenea-verlag.de
http://www.trigaverlag.de
http://www.vdg-weimar.de
http://www.garamont.org
http://www.dwverlag.de
http://www.heimdall-verlag.de
http://www.ubook.de

                    **~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~**

Ulrike Nolte ist Autorin des preisgekrönten SF-Romans "Jägerwelten"
und arbeitet freiberuflich als Lektorin für den Heyne-Verlag. Sie hat
soeben ihr Studium abgeschlossen. Jetzt ist sie auf der Suche nach ei-
ner Volontariats- oder Lektoratsstelle und dankbar für Tipps! Wer ihre
literarischen und graphischen Werke kennen lernen oder etwas über
skandinavische SF wissen möchte: http://www.ulrike-nolte.de.


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UNSERE EXPERTINNEN UND EXPERTEN:
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Bitte schickt den ExpertInnen nur Fragen zu ihrem Expertenthema - kei-
ne Manuskripte zur Beurteilung. Speziell unsere Expertin für Litera-
turagenturen nimmt keine neuen AutorInnen an; Anfragen dazu sind daher
zwecklos.


  Fandom: Thomas Kohlschmidt
                                        mailto:fandom at autorenforum punkt de
  Fantasy: Stefanie Bense
                                       mailto:fantasy at autorenforum punkt de
  Heftroman: Arndt Ellmer
                                     mailto:heftroman at autorenforum punkt de
  Historischer Roman: Titus Müller
                            mailto:historischer.roman at autorenforum punkt de
  Kinderbuch: Gabi Neumayer
                                    mailto:kinderbuch at autorenforum punkt de
  Kriminalistik: Reiner M. Sowa
                                 mailto:kriminalistik at autorenforum punkt de
  Literaturagenturen: Petra Hermanns
                                       mailto:agentin at autorenforum punkt de
  Lyrik: Titus Müller
                                         mailto:lyrik at autorenforum punkt de
  Reiseführer: Gabriele Kalmbach
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  Sachbuch allgemein: Gabi Neumayer
                                      mailto:sachbuch at autorenforum punkt de
  Sachbuch Medizin/Psychologie: Maja Langsdorff
                                     mailto:med.psych at autorenforum punkt de
  Schreibgruppen: Ute Hacker
                                mailto:schreibgruppen at autorenforum punkt de
  Schreibhandwerk: Ute Hacker
                               mailto:schreibhandwerk at autorenforum punkt de
  Sciencefiction: Andreas Eschbach
                                      mailto:sf-autor at autorenforum punkt de
  Technische Literatur, CDs, Internet: Reinhard Mermi
                                       mailto:techlit at autorenforum punkt de
  Übersetzung: Barbara Slawig
                                 mailto:uebersetzerin at autorenforum punkt de
  Verlagswesen: Bjørn Jagnow
                                  mailto:verlagswesen at autorenforum punkt de


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FRAG DIE EXPERTIN FÜRS ÜBERSETZEN:
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              Barbara Slawig (mailto:uebersetzerin at autorenforum punkt de)


Frage:
Meine Muttersprache ist Englisch. Ich habe Englisch und Jura studiert,
lebe jetzt seit 13 Jahren in Deutschland und beherrsche auch die deut-
sche Sprache. Ich würde sehr gerne als Übersetzerin arbeiten. Ich habe
einen zehnjährigen Sohn und interessiere mich daher sehr für Kinderli-
teratur.


Antwort:
Übersetzungsaufträge werden von den Verlagen vergeben, die das Buch in
der "Zielsprache" auf den Markt bringen wollen. Zunächst müssten Sie
sich also entscheiden, in welche Richtung Sie übersetzen wollen. Dabei
kommt es im Bereich des "literarischen Übersetzens" (Romane, Erzählun-
gen, Lyrik etc.) vor allem darauf an, dass man sich in der "Zielspra-
che" heimisch fühlt, denn natürlich ist es leichter, Sinn und Atmo-
sphäre eines Textes passiv zu erfassen, als beides aktiv nachzuer-
schaffen - und genau darum geht es ja beim Übersetzen. Andererseits
ist beim Englischen der Markt für Übersetzungen ins Deutsche unendlich
viel größer ist als der für Übersetzungen aus dem Deutschen, so dass
die Aufträge im Bereich Literatur im zweiten Fall dünn gesät sind.

Einen sicheren Weg, an erste Aufträge zu kommen, gibt es leider nicht;
es gehören Glück und Ausdauer dazu. Hier sind einige Tipps und Anre-
gungen:

Lektoren sind chronisch überlastet. Bewerbungen sollten also kurz und
übersichtlich gestaltet sein und der Lektorin nicht abverlangen, dass
sie viele Seiten Text liest. (Und wenn man sich bei einem Verlag um
Aufträge z. B. im Bereich Kinderliteratur bewirbt, sollte man sich
vergewissert haben, dass der Verlag tatsächlich Kinderliteratur he-
rausgibt.)

Allgemein gehaltene Bewerbungen gehen leider leicht unter. Günstiger
ist es, wenn man sich mit einem konkreten Vorschlag bewirbt. Ein Bei-
spiel: Angenommen, Sie kennen einen Kinderbuchautor aus Ihrer Heimat,
der in Deutschland bisher unbekannt ist, dessen Bücher Sie aber guten
Gewissens empfehlen können. Dann könnten Sie sich in einer gut sor-
tierten Buchhandlung und/oder anhand von Verlagsprogrammen gezielt
solche Verlage heraussuchen, bei denen der Autor ins Programm passen
würde, und sich dort an die zuständige Lektorin wenden. In Ihrem Brief
würden Sie sie auf ein Buch dieses Autors hinweisen, kurz erklären,
warum Sie dieses Buch für übersetzenswert halten, und eine kurze Pro-
beübersetzung mitschicken. (Nicht gleich das ganze Buch übersetzen!!!)
- Diese Strategie hat bei kleinen und mittleren Verlagen vermutlich
mehr Aussicht auf Erfolg.

Und wenn Sie schon irgendwelche Kontakte zu Verlagen haben: unbedingt
nutzen! Auch wenn der Kontakt in einen Bereich führt, der Sie litera-
risch nicht so interessiert - man kann sein Arbeitsgebiet später immer
noch verlagern und ausweiten. Wichtig ist es, den Einstieg zu finden,
damit man sich bei der nächsten Auftragssuche auf Erfahrungen berufen
kann.

Zum Schluss noch einige Internet-Adressen:

- http://www.literaturuebersetzer.de/a_start.htm - die Homepage der
Bundessparte Übersetzer im VS. Hier werden u. a. Fortbildungen für Ü-
bersetzer angeboten; man kann sich über die marktüblichen Honorare in-
formieren und einiges mehr.

- http://www.literaturhaus.at/lh/ueg/links/ - eine Seite voll nützli-
cher Links zu Mailinglisten, Bibliotheken, Verbänden u. v. m.

- http://www.euk-straelen.de - Homepage des Europäischen Übersetzer-
kollegs in Straelen

Und nun wünsche ich Ihnen viel Glück!

PS: Die Frage, wie man ins Übersetzergeschäft einsteigt, wird recht
häufig gestellt. Vielleicht lohnt es sich für Sie, einmal im Archiv
des "Tempest" nach früheren Expertenantworten zu suchen.

                    **~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~**

Barbara Slawig ist freie Übersetzerin und Autorin. Übersetzungen aus
dem Englischen/Amerikanischen: Belletristik, auch Sachtexte, viel SF.
Ihr Roman "Die Lebenden Steine von Jargus" gewann 2001 den Alien Con-
tact Leserpreis und erscheint demnächst als TB bei Heyne.


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FRAG DIE EXPERTIN FÜR SCHREIBHANDWERK:
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                 Ute Hacker (mailto:schreibhandwerk at autorenforum punkt de)


Frage:
Wie finde ich die richtigen Namen für Figuren und Orte?


Antwort:
Je nachdem, was man mit einer Figur oder deren Namen ausdrücken will,
gibt es mehrere Möglichkeiten:
1. Der Name einer Figur soll Programm sein, das heißt, schon am Namen
kann man den Charakter erkennen. Z. B. könnte eine Maria besonders
keusch oder ein Felix ein besonders fröhlicher Mensch sein etc. Es
gibt jede Menge Namensbücher oder auch Seiten im Internet, wo man die
Bedeutung eines Namens nachlesen kann.
2. Das Ganze funktioniert natürlich auch umgekehrt: Man hat einen Na-
men, aber noch keinen passenden Charakter. Anhand der Bedeutung des
Namens kann man nun die Figur dazu erfinden.
3. Ihnen ist der Zusammenhang Name - Charakter egal; dann hilft oft
ein Griff zum Telefonbuch; auch Todesanzeigen sind ein probates Mit-
tel, um Namen zu finden. Am besten sollte man aber echte Namen nicht
100%ig übernehmen, sondern mischen. Also zum Beispiel aus einem Hein-
rich Gebhardt und einer Dorothee Wackelmeier einen Heinrich Wackelmei-
er und eine Dorothee Gebhardt machen.
4. Namen sollten natürlich auch zum Inhalt der Geschichte passen.
Spielt Ihr Roman z. B. im Norden Deutschlands, sollten Sie auch die
entsprechenden Namen verwenden und nicht unbedingt typisch bayerische
- außer natürlich, es ist ein Bayer dabei.

Man kann auch üben, den richtigen Namen zu finden. Nehmen Sie einfach
irgendeinen Namen, und geben Sie der Figur dahinter eine Biographie.
Statten Sie sie mit Eigenschaften aus, beschreiben Sie das Aussehen,
erzählen Sie von der Kindheit. Insgesamt sollten Sie ruhig 2 bis 3
DIN-A4-Seiten schreiben. Wenn Sie damit fertig sind und auch das Ge-
fühl haben, Namen und Figur passen gut zueinander, geben Sie Ihrer Fi-
gur einen anderen Namen. Sie werden sehen, dass das nicht mehr stimmig
ist. In den meisten Fällen hat man nämlich zu einem Namen ein bestimm-
tes Bild im Kopf, und wenn ich den Namen ändere, ändert sich auch das
Bild.

In Bezug auf den Ort gibt es zwei Möglichkeiten: Entweder man nimmt
reale Orte, oder man erfindet welche. Sind es Städte etc., dann sind
reale Orte sicher am einfachsten. Bei Lokalitäten, z. B. Kneipen und
Restaurants, muss man ein eventuelles Produktrecht beachten und vor
allem auch, dass das Persönlichkeitsrecht eines oder mehrerer Menschen
nicht verletzt wird. Wenn ich z. B. über eine Kneipe in München
schreibe, in der viele Künstler verkehren, darf ich diese nicht ein-
fach in meine Geschichte einbauen. Sicher kann man den einen oder an-
deren Namen erwähnen, aber sie dürfen keine - noch so kleine - Rolle
spielen, ohne vorher gefragt zu werden.

                    **~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~**

Ute Hacker hat als Billie Rubin zahlreiche Krimikurzgeschichten veröf-
fentlicht. Ihre Geschichte "Tür an Tür mit Malice" wird im Herbst in
der amerikanischen Anthologie "The World’s Finest Crime and Mystery
Stories, Vol. III" erscheinen. Ihr erster Kriminalroman "Schwabinger
Schatten" ist soeben beim Vertigo Verlag, München, erschienen. Mehr
Infos: http://www.utehacker.de und http://www.billierubin.de.


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FRAG DIE EXPERTIN FÜR LITERATURAGENTUREN:
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                      Petra Hermanns (mailto:agentin at autorenforum punkt de)


Frage:
Ich bin freie Autorin, habe gerade ein Literaturstipendium und ein Ma-
nuskript mit Erzählungen an Verlage geschickt. Zwei große Verlage in-
teressieren sich für die Texte, genauso wie für meinen ersten Roman,
an dem ich gerade arbeite.

Ist es sinnvoll, noch an diesem Punkt (bzw. falls ein Verlag entschei-
det, die Sachen rauszubringen),  eine Agentur einzuschalten? Oder
reicht es, den eventuellen Vertrag von einem Anwalt überprüfen zu las-
sen?


Antwort:
Erst einmal: Gratulation! Das hört sich ja nach einer guten Position
an! Schön, auch einmal Positives aus der Branche berichtet zu bekom-
men!

Zu Ihrer Frage gibt es wahrscheinlich unterschiedliche Meinungen, eine
"Regel" gibt es nicht. Ich würde mich nicht mehr an eine Agentur wen-
den, sondern einen Anwalt zur Prüfung einschalten, und zwar einen, der
auf Urheberrechtsfragen spezialisiert ist. (Empfehlen kann ich Alexan-
der Setzer-Rubruck, Berater des VS in Frankfurt.)

Die Verlage mögen es meiner Erfahrung nach gar nicht, wenn Sie eine
Autorin entdeckt haben und sich eine Agentur dann erst hinterher ein-
schaltet, das gibt oft ungute Stimmung - harmlos ausgedrückt. Dabei
kommt es aber auch auf den Verlag an. Aber: Das Entscheidende bei Ih-
rem Fall wäre es tatsächlich "nur", einen guten, seriösen Vertrag zu
bekommen, das kann auch ein Anwalt prüfen.
Außerdem müssen Sie wahrscheinlich etwas aufpassen, wie Sie mit dem
Interesse von zwei Verlagen "taktieren". Dabei wäre Ihnen eine Agentur
schon nützlich, aber ich würde zu diesem Zeitpunkt als Agentur nicht
mehr einsteigen.

                    **~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~**

Petra Hermanns begann 1996 als freie Mitarbeiterin bei der Literari-
schen Agentur Brigitte Axster mit dem Handel mit Rechten und Lizenzen.
Seit 1998 betreibt sie die Literaturagentur Scripts for sale in Frank-
furt und hat sich auf deutschsprachige Projekte spezialisiert.


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FRAG DIE EXPERTEN FÜR KINDERBÜCHER:
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                                      Gerit Kopietz und Jörg Sommer


Frage:
Ich schreibe seit knapp zwei Jahren Jugendbücher (Liebesgeschichten,
Komödien) und habe mich endlich dazu überwunden, einige davon an ver-
schiedene Verlage zu schicken. Jetzt stehe ich vor einem neuen Prob-
lem: Wie genau stelle ich so was an? Gibt es vielleicht ein paar Tipps
oder Tricks, die Sie mir mitteilen könnten? Was sollte in meinem Be-
gleitbrief stehen, und welche Verlage kämen gerade für Jugendbücher in
Frage?


Antwort:
Du solltest NIE unaufgefordert dein ganzes Manuskript (oder gar mehre-
re) verschicken. Lektoren bekommen im Monat bis zu 100 Manuskripte auf
den Tisch. Die meisten davon lesen sie NIE, weil sie gar nicht die
Zeit dazu haben. Besser ist es, du schickst einen kurzen Brief (eine
Seite), in dem du dich und dein Manuskript in wenigen Sätzen vor-
stellst (im Stil der so genannten "Klappentexte", das ist das, was bei
Taschenbüchern auf der Buchrückseite, bei Hardcovern auf der Innen-
klappe des Schutzumschlages steht). Höchstens vier oder fünf Sätze,
die den potentiellen Leser neugierig machen sollen. Ganz wichtig: Ma-
nuskriptumfang in Normseiten (das sind jeweils 30 Zeilen zu je max. 60
Anschläge) und Zielgruppe (z. B. Mädchen ab 14 oder ...).

WENN dann der Verlag das Manuskript anfordert, DANN darfst du es auch
schicken - und du hast gute Karten, denn angeforderte Manuskripte wer-
den IMMER gelesen.

Zur Verlagssuche: Das kann und will ich dir nicht abnehmen. Du kennst
dein Buch am besten. Marschier einfach in zwei, drei Buchhandlungen,
sieh nach, welche Bücher dort von Thema, Zielgruppe und Umfang deinem
am meisten ähneln. Dann notiere dir die Verlage. Es werden nicht mehr
als sechs oder sieben sein. All denen schickst du dann gleichzeitig
deine Post. Und nicht frustriert sein, wenn es ein paar Wochen (manch-
mal sogar Monate) dauert, bis du Antwort bekommst. Das muss keine
schlechte Nachricht sein. Auf unser erstes Manuskriptangebot hat z. B.
der Ravensburger Verlag erst nach 22 Monaten (!!!!) reagiert - posi-
tiv.

                    **~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~**

Gerit Kopietz und Jörg Sommer leben und arbeiten seit etwa zehn Jahren
zusammen. In dieser Zeit haben sie vier Kinder und etwa 60 Bilder-,
Kinder- und Jugendbücher produziert, die mit nahezu einer Million Auf-
lage und Übersetzungen in 16 Sprachen sehr erfolgreich sind. Seit drei
Jahren leben die beiden ausschließlich vom Schreiben. (Weitere Infos
findet ihr auf ihrer Homepage: http://www.kopietz-sommer.de.)

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FRAG DIE EXPERTIN FÜR FANTASY:
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                     Stefanie Bense (mailto:fantasy at autorenforum punkt de)


Frage:
Auch ich habe einige hoffnungsvolle Versuche unternommen, die Welt -
oder zumindest einen Verlag  - auf meine(n) Roman(e) aufmerksam zu ma-
chen. Ich tat dies anfangs mit viel Schwung und Mut und Überzeugung.
Geblieben ist derzeit nur die Überzeugung. Ich habe einige wirklich
"wohl wollende und aufbauende Absagen" zu verzeichnen. Ich betreibe
die Schreiberei ebenfalls "nebenbei" - natürlich: Man muss ja seine
Semmeln finanzieren ... Aber: Mir ist es todernst! Und ich geb es zu:
Ich will, will, will will, will!

Dass es speziell im Genre "Fantasy" anscheinend ganz besonders trübe
für No-Name-Anfänger (noch dazu deutschsprachige) aussieht, höre ich
allerorten. (Wohlmeinende Ratschläge wie: "Mach doch mal ’nen histori-
schen Roman!" oder "Könnte man das nicht auch als Jugendbuch verscher-
beln?" haben mich bis dato nicht viel weiter gebracht.)

Ist ein Literaturagent auch auf dem Gebiet "Fantasy" ein hoffnungshei-
schender Weg? Gibt es Agenturen, die sich insbesondere diesem Genre
und seinen Randzonen widmen? Gibt es womöglich Quellen, die eine ziel-
gerichtetere Bewerbung erleichtern?

Eine andere Sache, die mich wurmt: Mein Erstlingswerk ist recht üppig
geraten: eine zusammenhängende Trilogie von einigem "Gewicht". Ich ha-
be den Roman zweimal gründlich durchgekaut, teilweise auch umgeschrie-
ben. Mir wird ganz flau, wenn ich mir vorstelle, alles noch einmal und
vielleicht noch einmal selbst zu überarbeiten. Weil ich nicht über-
zeugt bin, dass es dadurch besser wird... Mir fehlt schlichtweg pro-
fessionelles Feedback. Sollte man denn in einem solchen Zustand erwä-
gen, einen Profi zur Überarbeitung der Texte zu Rate zu ziehen?
Sprich: könnte ein professioneller Lektor meinem Roman quasi postnatal
auf die Sprünge helfen? Zum Beispiel, in dem er klipp und klar sagt:
"Titanische Schufterei, diese Berge von Seiten zu überarbeiten. Und
letzlich nicht der Mühe wert. Lass es bleiben!" Ist so etwas für Nor-
malsterbliche überhaupt finanzierbar?


Antwort:
Das Wichtigste, was du zum Veröffentlichen brauchst, ist: DURCHHALTE-
VERMÖGEN. Mut? Ja, aber du solltest dir schon sicher sein, ein gutes
Buch geschrieben zu haben, dann kannst du das auch gegenüber einem
Verlag bzw. Lektor vertreten. Schwung? Ja, auch kein Fehler. Aller-
dings solltest du dir darüber im Klaren sein, dass kaum jemand von
heute auf morgen ein Buch verkauft, sondern dass die Suche nach einem
Verlag sehr lange dauern kann.

Wohlwollende Absagen? Gut, dann erkennen die Lektoren deine Leistung
und dein Werk doch schon an. Gibt es Tipps, was du eventuell überar-
beiten sollst? Dann tu das.

Wenn du Fantasy schreibst und veröffentlichen willst, sorge dafür,
dass die Lektoren aus deiner Geschichte gar nicht mehr auftauchen mö-
gen - dann wirst du das Manuskript bestimmt verkaufen, egal, ob die
Aussichten generell schlecht sind oder nicht. Inzwischen kenne ich
zwei, drei deutsche Autorinnen (eine davon unter englischem Pseudo-
nym), die es "geschafft" haben - ganz  aussichtslos kann es also nicht
sein!

Ein Literaturagent ist sicher auf längere Sicht noch keine sinnige Al-
ternative, denn die meisten schließen SF&F aus ihrem Programm aus.
(Wenn du natürlich schon Erfolg hattest, nimmt dich auch gern ein Li-
teraturagent, weil er weiß, du schreibst verkaufbare  Romane - eine
Katze, die sich in den Schwanz beißt.)

Für eine Bewerbung solltest du die Verlagsprogramme studieren. Viel-
leicht passt dein Roman genau in eine Lücke oder schließt sich anderen
Titeln gut an. Es gibt Übersichten, welche Verlage was publizieren,
aber diese Listen sind i. d. R. grob kategorisiert (z. B. Uschtrin:
Handbuch für Autorinnen und Autoren). Besser ist es, mal in einer
Buchhandlung zu stöbern, welche SF&F-Verlage was auf den Markt brin-
gen. Oder lass dir von interessant erscheinenden Verlagen das Programm
zusenden.

Dann finde den/die zuständige/n Lektor/in heraus (Anruf, eventuell auf
Website genannt), und frage sie/ihn, ob sie an deinem Werk Interesse
hätten. Mach es ihnen schmackhaft, ohne zu übertreiben.  (Solche Tele-
fonate kann man trainieren.) Frag, ob du ein Exposé mit Manuskriptaus-
zug (meist wird der Anfang verlangt) oder das gesamte Manuskript sen-
den darfst. Zeig deinem Gesprächspartner, dass du ein Profi bist, ak-
zeptiere ein "nein" oder ein "jetzt nicht" (bei Letzterem nachfragen,
wann), wenn es fällt.

Wie ein Exposé aussieht, wie man ein Manuskript gestaltet, können dir
verschiedene Bücher zeigen (z. B. Meynecke, Dirk: Von der Buchidee zum
Bestseller, München, Econ, 2000, hieß früher: Autoren-Fibel; oder e-
benfalls nachzulesen in Uschtrins Handbuch). Auch im Tempest ist eini-
ges dazu erschienen - stöbere einfach mal auf der Website.

Außerdem würde ich gleich beim Lektor nachfragen, in welcher Form er
das Exposé haben möchte, da gibt es durchaus unterschiedliche Vorstel-
lungen, etwa, was den Umfang betrifft.

Obwohl opulente Bücher grade Konjunktur haben, ist eine Triologie als
Erstling schwer zu verkaufen. Bedenke das finanzielle Risiko, das der
Verlag eingehen würde! Besser wäre ein Einzelwerk, aber das heißt
nicht, dass eine sehr gute, spannende Triologie keinen Absatz findet.

Überarbeiten wird dir nicht erspart bleiben! Da zeigt sich, ob du ein
Profi bist oder nicht. Das solltest du aber nach deinem Aufwand bisher
nur noch in Absprache mit deinem Lektor machen.

Professionelles Feedback zu finden ist nicht einfach. Am besten suchst
du dir eine Gruppe Autoren/innen. Ansonsten wirst du über LektorInnen-
netzwerke im Internet fündig.

Das Wichtigste an deinem Roman ist erst mal nicht die Stilebene, son-
dern der Plot: Ist alles logisch, glaubwürdig und nachvollziehbar?
Sind die Figuren lebendig und glaubhaft motiviert? Gibt es einen halt-
baren Spannungsbogen? - So was lernst du überwiegend durchs Schreiben,
durch Seminare (z. B. bei der http://www.bundesakademie.de) und aus
Büchern (eine Liste kannst du bei mir anfordern). Feedback ist gut und
wichtig, aber bei einer Triologie wirst du an Grenzen stoßen.

                    **~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~**

Stefanie Bense lebt und arbeitet in Hannover, gibt seit 1993 Schreib-
kurse, veröffentlicht sporadisch und schreibt - was sonst - an ihrem
ersten Roman. Kontakt: mailto:Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.


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VERANSTALTUNGEN:
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                                 (mailto:redaktion at autorenforum punkt de)


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14.-16. Juni
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Regionale Autorentage

In der Region Dachau/Fürstenfeldbruck werden dieses Jahr vom 14.-16.
Juni die Regionalen Autorentage stattfinden. Diese Veranstaltung soll
eine Alternative zu den großen kommerziellen Buchmessen sein und
Künstlern der Region die Möglichkeit geben, ihre Werke direkt zu prä-
sentieren.

Mehr Infos gibt es auf http://www.regionale-Autorentage.de.


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26. Oktober 2002
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Hambacher Visionen

Es gab langwierige und anstrengende Verhandlungen mit der Tschi-
ra-Stiftung über die Finanzierung einer großen internationalen Tagung
auf dem Hambacher Schloss, die Ende November 2001 im letzten Moment
gescheitert sind, da alle Zusagen zurückgezogen wurden (wegen "kontro-
verser Gutachten des Kuratoriums"). Dennoch sind uns etliche Sponsoren
treu geblieben.

Jetzt haben wir in kürzester Zeit und mit sehr niedrigem Budget ein
neues Konzept mit neuen Kooperationen entworfen, das realisierbar ist,
auch wenn wir in jeder Hinsicht Abstriche machen mussten. Dieses Pro-
jekt heißt "Visionen - Science meets Fiction", dauert einen Tag und
findet im Kongresszentrum Saalbau in Neustadt statt. Das Schloss kön-
nen wir nicht zahlen, leider.

Alle Infos sind auf unserer Website zu finden, unter
http://www.science-meets-fiction.de. Demnächst wird dort auch eine
Seite zur Voranmeldung sein. Wer sich jetzt schon anmelden möchte
(Unkostenbeitrag nur 5 Euro!), kann das in den nächsten Wochen noch
bei mir tun, unter mailto:Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.

Zimmerbuchung verschiedener Kategorien am besten über die Tourist In-
formation Neustadt. Da im Oktober noch Weinfestsaison in Neustadt ist,
empfiehlt sich eine rechtzeitige Zimmerreservierung - die großen Ho-
tels sind schon weg.


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AUSSCHREIBUNGEN:
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      (Quellen: Westfälisches Literaturbüro, uschtrin.de,
          Federwelt, clickfish.com, Presseinfos u. a.)


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30. April 2002
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Wiener Werkstattpreis

Der Literaturpreis des Wiener Werkstattpreises wird 2002 für Kurzprosa
und Lyrik vergeben. Jede/r kann zum Thema "Freiheit?" einen Text von
maximal 5 Seiten bzw. 10 Gedichte einreichen. Der Preis ist mit 2 800
Euro dotiert.

Zur Teilnahme ist unbedingt ein Teilnahmeformular auszufüllen, das un-
ter http://www.werkstattpreis.net zu finden ist.

Einsendungen an: Wiener Werkstattpreis, c/o Peter Schaden, Schönbrun-
ner Straße 79/19, A-1050 Wien, Telefon: (00 43/1) 5 45 50 32


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30. April 2002
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ZEBRA, der 1. weltweite Poetry Film Award mit Festival vom 2.-5. Juli
2002

ZEBRA wird veranstaltet von der LiteraturWERKstatt Berlin in Koopera-
tion mit interfilm berlin und unterstützt vom Staatsminister für Kul-
tur und Medien (Hauptstadtkulturfonds).

Eingebettet in das renommierte internationale Festival "Berliner Som-
merfest der Literaturen" wird 2002 zum ersten Mal der Poetry Film A-
ward ZEBRA ausgeschrieben. Der Wettbewerb schafft eine Plattform, die
einen Vergleich und einen Austausch der Poetry-Film-Produktionen un-
tereinander ermöglichen wird.

Eine international besetzte Jury aus Produzenten und Regisseuren sowie
aus den Bereichen TV, Videokunst und Poesie vergibt mindestens drei
Geldpreise. Darüber hinaus sind ein Publikumspreis und weitere Sach-
preise vorgesehen. Eine Sichtungskommission trifft die Vorauswahl. Die
Teilnehmer des Endwettbewerbs werden bis zum 1. Juni 2002 benachrich-
tigt und können einen Unkostenbeitrag für die Anreise beantragen.

Zur Teilnahme am Wettbewerb um ZEBRA sind alle Videoproduktionen auf-
gerufen, die sich bei einer maximalen Spieldauer von 10 Minuten mit
einem oder mehreren Gedichten auseinander setzen. Weil die erstmalige
Ausschreibung des Preises auch dazu genutzt werden soll, einen ersten
Überblick über bisher entstandene Produktionen zu schaffen, spielt das
Produktionsjahr bei der Bewerbung keine Rolle. Der Aufruf zur Teilnah-
me wendet sich deshalb explizit an alle bislang realisierten Poetry-
Film-Projekte. Aus diesem Grund sollen auch alle eingereichten Produk-
tionen auf dem Festival vom 2.-5. Juli 2002 öffentlich gezeigt werden.

Ergänzend dazu wird sich ein internationales Kolloquium mit dem ästhe-
tischen Spannungsfeld "Wortbild-Bildsprache" beschäftigen.

Die genauen Reglements der Bewerbung sowie ein Bewerbungsformular für
ZEBRA findet ihr unter: http://www.zebra-award.com.


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30. April 2002
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Büchergilde: Essaypreis 2002

Die Büchergilde Gutenberg veranstaltet einen Essaywettbewerb zum Thema
"Sehnsucht nach Sinn? Lebensziele und Wertvorstellungen im vereinten
Europa".

Der Preis ist mit 2 500 Euro dotiert, teilnehmen können junge Menschen
bis 30 Jahre. Die besten Beiträge erscheinen im Oktober in einem Band
der Edition "Zeitkritik".

Die Ausschreibungsunterlagen können heruntergeladen werden unter:
http://www.buechergilde.de (PDF-Format).


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1. Mai 2002
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2. FiFa-Schreibwettbewerb

Schreibwettbewerb für Schüler und andere junge deutschsprachige Auto-
ren vom FiFa-Fiction&Fantasy e. V. München - Verein zur Förderung des
deutschsprachigen Autoren-Nachwuchses

Preise (Urkunde und Sachpreis, z. B. Buch oder CD) werden vergeben in
den Bereichen
- Romane (längere Erzählungen)
- Kurzgeschichten
- Gedichte und Liedtexte
- Theaterstücke (einschließlich Sketche)
- Comics

und zwar getrennt für die Altersstufen
- Kinder bis 12 Jahre
- Jugendliche von 13 bis 17 Jahren
- Erwachsene ab 18 Jahre (ohne Altersbeschränkung nach oben)

Die Textbeiträge müssen als MS-Word-Dateien (Bilder bei Comics als
JPG-Dateien) eingesandt werden an: mailto:Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! oder
auf Diskette oder CD-ROM an: FiFa-Fiction&Fantasy e. V., Spalatinstr.
23, 81739 München. Bei Postversand müssen Briefmarken im Wert von 3 DM
(oder der entsprechende Wert in Euro) als Rückporto beigelegt werden.
Die TeilnehmerInnen müssen neben der Postanschrift auch ihr Geburtsda-
tum angeben (wegen der verschiedenen Altersgruppen).

Weitere Informationen unter: Telefon: (01 77) 7 50 29 37.


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3. Mai 2002
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7. Allegra-Literaturwettbewerb

Gesucht werden Kurzgeschichten (keine Gedichte!) zum Thema "Das
Meer-Prinzip". Länge: maximal 10 Manuskriptseiten, pro Seite maximal
30 Zeilen. Mit Schreibmaschine oder Computer geschrieben, keine hand-
schriftlichen Einsendungen.

Wer mitmachen möchte, darf zum Zeitpunkt der Einsendung noch kein Buch
veröffentlicht haben, und der Beitrag muss exklusiv für Allegra ver-
fasst sein. Auf dem Manuskript selbst darf kein Name stehen. Mitarbei-
ter des Axel Springer Verlags dürfen nicht teilnehmen.

Eine Jury aus Allegra-Redakteuren und Autoren trifft eine Vorauswahl
aus allen Einsendungen. Diese etwa 50 Kurzgeschichten werden dann ei-
ner Profijury aus Schriftstellern und Verlagsprofis vorgelegt. Die Ge-
winner werden im Sommer 2002 benachrichtigt.

1. Preis: ein Renault Twingo
2. Preis: eine Kanada-Reise
3. Preis: ein DVD-Player

Für die Dezember-Ausgabe von Allegra wird ein Sonderheft produziert,
in dem alle Gewinner und ihre Geschichten vorgestellt werden. Mit der
Teilnahme am Wettbewerb erklärt ihr euch einverstanden, in Allegra mit
Bild und vollem Namen zu erscheinen, wenn eure Geschichte einen Preis
gewinnen sollte. Außerdem soll auch im nächsten Jahr in Zusammenarbeit
mit dem Knaur Verlag eine Anthologie mit den besten Einsendungen des
Wettbewerbs erscheinen.

Das Manuskript - mit einigen Angaben zur Person auf einem Deckblatt -
schickt bitte an: Redaktion Allegra, Stichwort: "Meer-Prinzip", 20691
Hamburg.

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31. Mai 2002
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Förderpreis Lionsclub Hamburg-Moorweide

Der Lions Club (LC) Hamburg Moorweide vergibt zum zweiten Mal einen
Förderpreis von 2000 Euro (gegebenenfalls unter mehreren Preisträge-
rInnen aufzuteilen) plus Sachleistungen (Reise nach Hamburg zu einer
Lesung, Aufenthalt in Hamburg) für eine unveröffentlichte Kurzge-
schichte. Das Thema: "Stadt und Stattlich". Der Text sollte zwölf DIN-
A4-Seiten nicht überschreiten.

Einsendungen: Schicken Sie Ihren Text mit einer vierzeiligen Lebensbe-
schreibung als angehängtes Word-Dokument unter dem Betreff "Lions Aus-
schreibung" an: mailto:Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! - oder als Hardcopy in
vierfacher Ausfertigung an: Firmengruppe Frank, Herrn Schauenburg,
Postfach 60 07 69, 22207 Hamburg.

Eine Rücksendung der Manuskripte findet nicht statt, deshalb keine O-
riginale einschicken. Von Rückfragen bitten wir abzusehen. Die Teil-
nehmerInnen werden über den/die Preisträger unterrichtet.

Unter den Einsendungen werden möglicherweise weitere Beiträge für eine
Anthologie ausgewählt. Von der letzten Ausschreibung zum Thema "Dorf
und Dörflichstes" liegt eine Anthologie vor, die im Geest Verlag er-
schienen ist.


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31. Mai 2002
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Story-Olympiade 2002

Thema: Hexen, Magier, Scharlatane
Genres: Phantastik, Mystery, SF, Fantasy, Horror, Märchen

Die Sieger (Platz 1-3) erhalten die Möglichkeit, gemeinsam einen Roman
zu schreiben. Dieser wird im Rahmen der Reihe "Story-Olympiade Spezi-
al" veröffentlicht. Außerdem erscheinen die besten 20 bis 30 Geschich-
ten in der jährlichen Wettbewerbs-Anthologie.

Weitere ausgewählte Autorinnen und Autoren können ihre Wettbewerbsbei-
träge bei Warp-Online präsentieren, dem umfangreichsten Fantastik-
Online-Portal Europas mit 16 000 Besuchern pro Monat.

Eindeutig Gewalt verherrlichende, sexistische oder diskriminierende
Stories werden nicht berücksichtigt. Ebenso Fan-Fiktion (Star-Trek,
Akte X etc.), da die Rechte bei den jeweiligen Gesellschaften liegen.
Ausschnitte aus Romanen oder längeren Erzählungen/Serien weisen wir
genauso zurück wie Lyrik.

Teilnahmebedingungen:
- Die Einsendungen dürfen weder in gedruckter Form noch im Internet
veröffentlicht werden (worden sein), bevor die Juryentscheidung gefal-
len ist.
- Länge der Beiträge: max. 20 000 Zeichen inklusive Leerstellen. Die
Siegerstories der letzten Jahre hatten fast alle zwischen 12 000 und
15 000 Zeichen. Dies scheint ein Umfang zu sein, der von jungen Auto-
ren gut zu meistern ist.
- Formatierung: nur Fließtext (WORD=Format:Standard), einzeilig, Times
New Roman 10 oder Courier 10, Hervorhebungen nur kursiv, keine sonsti-
gen Formatierungen, kein Erstzeileneinzug, keine Kopf- oder Fußzeilen,
keine Seitenzahlen. Am Anfang  des Textes nur Titel und AutorIn, am
Ende der Geschichte Name, Adresse, E-Mail, evtl. Pseudonym.
Die Beiträge können per E-Mail an mailto:Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! einge-
reicht werden. Der Text selbst kann als Word- oder RTF-Dokument (auch
gezippt) angehängt werden.

Rechtliches:
- Teilnahmeberechtigt sind Autorinnen und Autoren, die nicht von ihrer
schriftstellerischen Tätigkeit leben, also Amateure im Sinne des olym-
pischen Gedankens. Das Team der Story-Olympiade und deren Angehörige
sowie alle Mitglieder der Vor- und Hauptjury sind von der Teilnahme
ausgeschlossen.
- Die eingereichten Stories müssen frei von Rechten Dritter sein, und
mit der Teilnahme am Wettbewerb erteilt der Einsender gleichzeitig die
Erlaubnis, dass seine Geschichte in der Anthologie 2002 abgedruckt
werden darf.
- Es gibt keinen Anspruch auf Veröffentlichung der eingesandten Ge-
schichten.
- Die Entscheidung der Jury ist nicht anfechtbar, der Rechtsweg ist
ausgeschlossen.
- Der/die Einsender/in ist damit einverstanden, dass seine Story und
Mailadresse für den Fall an WARP-Online weitergegeben wird, dass
er/sie sich nicht (!) unter den Gewinnern zur Aufnahme in die Antholo-
gie 2002 befindet. WARP-online wird sich dann bei ausgewählten Einsen-
dern dieses Kreises melden, um sich gemeinsam mit ihnen darüber zu
verständigen, ob ihre Geschichte dort veröffentlicht werden soll oder
nicht.

Ein letzter Tipp:
Es ist hilfreich - besonders für noch nicht so versierte Autorinnen
und Autoren -, sich die Siegergeschichten der letzten Jahre genau an-
zusehen.


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31. Juli 2002
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Maskenball Award 2002

Kurzgeschichten-Wettbewerb zum Thema "Sterbehilfe" für die Herausgabe
einer Anthologie Anfang Dezember 2002

1. Preis: 300 Euro
2. Preis: 200 Euro
3. Preis: 100 Euro

Die Geschichten sollen maximal zwei DIN-A4-Seiten lang sein, Schrift-
größe 11, Schrift Times New Roman. Kurzvita bis 200 Zeichen. Einsen-
dung per Diskette in Wordformat + drei Papierausdrucke. Die Manuskrip-
te werden nicht zurückgesandt. Die Rechte bleiben bei den Autoren.

Eine dreiköpfige Jury entscheidet, welche Texte veröffentlicht werden.
Gewinner und Anthologieteilnehmer werden schriftlich benachrichtigt,
ihre Namen werden im Maskenball, auf der Maskenball-Homepage und im
Maskenball-Newsletter veröffentlicht. Jeder Anthologieteilnehmer be-
kommt ein Freiexemplar und kann weitere Exemplare mit 30 % Rabatt be-
ziehen.

Einsendungen mit dem Stichwort "Maskenball-Award 2002" an: Verlag Jens
Neuling, Postfach 12 61, 63514 Rodenbach, http://www.jens-neuling.de


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31. Juli 2002
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Kargo Europa

Beteiligungsbedingung für das 4. Rheinsberger Autorinnen-Forum, das
für 80 Schriftstellerinnen Platz bietet, ist ein bis zu fünfseitiger
Text (Essay, Prosa, Lyrik, Szenisches), der sich mit der Idee und dem
Motto des Forums: "Kargo Europa" auseinander setzt. Diese Texte werden
zugleich Gegenstand des Literaturwettbewerbs sein. Eine unabhängige
Jury wird aus diesen Einsendungen drei Preisträgerinnen ermitteln, die
am Eröffnungsabend des Forums, am 26. September 2002, öffentlich prä-
miert werden.

Einige Anregungen:

KARGO bedeutet bei unserem Vorhaben zuerst einmal die Frage nach den
Transportwegen von Literatur. Um Distributionsprozesse geht es folg-
lich, um Einfluss, Macht, gut gewirkte Netze und Geld im männlich ge-
prägten Literaturbetrieb.

KARGO bezeichnet unseren Schreibprozess: Unterwegs sein mit einer I-
dee, Halt machen, das Manuskript mit Baumaterial anreichern, manches
über Bord werfen, einen blinden Passagier entdecken, der dann schließ-
lich zum Kern des noch zu Entstehenden wird, dann weiter reisen, immer
weiter.

KARGO hat auf dem Kontinent Europa, und den meinen wir natürlich hier,
auch eine historische Dimension. Die bringt in die Reise die Legende
der Europa ein, jener verspielten Königstochter, die vom verwandelten
Zeus-Stier bis Kreta verbracht wird, damit er sie dort, weit entfernt
von ihrem Ursprung, ungestört beschlafen kann. Poetischer Mythos oder
die Geschichte einer Vergewaltigung? Historisches könnte darüber hin-
aus von dem europäischen Urschlachtfeld Kathargo, der Schreckgestalt
Karko bis zum heute eher inflationären Fracht-Unternehmen Cargo, un-
terwegs quer durch Europa, eingespielt werden.

Weitere Infos unter http://www.autorinnenforum.de.

Einsendungen an: Geschäftsstelle des Autorenkreises, c/o Karin Preiss-
ler, Oderstraße 10, 10247 Berlin


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15. September 2002
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Wolfgang-Hohlbein-Preis

Wolfgang Hohlbein, einer der bekanntesten Jugendbuchautoren des
deutschsprachigen Raums, wurde 1982 durch einen vom Verlag Ueberreuter
ausgeschriebenen Preis entdeckt. Sein fantastischer Roman "Märchen-
mond" wurde unter 1 000 Einsendungen als bestes Manuskript ausgewählt.
Mittlerweile ist Hohlbein Autor zahlreicher Bestseller.

Um weitere Talente zu fördern, schreibt der Verlag Ueberreuter den
Wolfgang-Hohlbein-Preis, der 1995 ins Leben gerufen wurde, im Jahr
2002 zum dritten Mal aus.

Der Preis ist mit 10 000 DM dotiert. Das ausgezeichnete Manuskript
wird in der von Hohlbein herausgegebenen Reihe "Meister der Fantasy"
erscheinen.

Teilnehmen können AutorInnen und Autoren mit einem bislang unveröf-
fentlichten Manuskript aus den Genres "Fantasy" und "Abenteuer", 160
bis 300 Seiten zu je 1 800 Anschlägen.
Einsendungen an: Verlag Carl Ueberreuter GmbH, Kennwort Wolfgang-
Hohlbein-Preis, Alser Straße 24, A-1091 Wien

Weitere Infos zum Preis: Iris Seidenstricker, Leitung Presse & Öffent-
lichkeitsarbeit, Telefon: (00 43/1) 4 04 44-1 95, Fax (00 43/1) 4 04
44-1 98, mailto:Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!


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30. September 2002
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Düsseldorfer Jugend-Literaturwettbewerb

Zum Thema "Jung und Alt - Generationen begegnen sich" nimmt der Freun-
deskreis Düsseldorfer Buch jede Art von Lyrik und Prosa entgegen.

Preise:
1. Preis für Lyrik und Prosa je 555 Euro
2. Preis für Lyrik und Prosa je 333 Euro
3. Preis für Lyrik und Prosa je 111 Euro


Umfang der Einsendungen: Lyrik max. 3 Beiträge oder Prosa max. 3 Sei-
ten (60 Anschläge/30 Zeilen). Alter bis einschließlich 30 Jahre zum
Einsendeschluss.

Die eingesandten Beiträge sollen in fünffacher Ausfertigung eingesandt
werden. Der Name mit Anschrift und Kurzvita sind auf einem separaten
Blatt in einem verschlossenen Briefumschlag beizufügen. Die Arbeiten
werden von einer unparteiischen Jury bewertet. Der Rechtsweg ist aus-
geschlossen. Eine Bestätigung des Eingangs und eine Rücksendung der
Texte erfolgt nicht.

Einsendungen an: Herrn Helmut Fleurkens, Dreherstraße 33, 40625 Düs-
seldorf


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PUBLIKATIONSMÖGLICHKEITEN:
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                                  (mailto:redaktion at autorenforum punkt de)

Als Erstes findet ihr hier Publikationen, die Honorare zahlen, und als
Zweites diejenigen, bei denen es keine Honorare gibt. - Neue Marktin-
fos sind uns immer willkommen! Wer hier aufgenommen werden möchte,
fülle bitte das Marktinfo-Muster aus (steht direkt hinter dem Editori-
al) und schicke es als RTF-Datei an die Redaktion.

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MIT HONORAR
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30. Juni 2002
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Sammelbände

Ein Sammelband mit poetischen Texten wird - nach Absprache mit dem
Heyne Verlag - im Frühjahr 2003 erscheinen.

Derzeit laufen Verhandlungen mit dem Verlag, ob die Sammelband-Reihe,
die seit 1987 ganz erfolgreich dort im Programm ist, fortgesetzt wird.
Trotzdem können derzeit auch schon neue Kurzgeschichten und Märchen
eingesandt werden. Falls ein Text daraus veröffentlicht werden soll,
setzt sich Kristiane Allert-Wybranietz vorher mit dem Autor wegen ei-
ner Abdruckgenehmigung in Verbindung. In der Zwischenzeit liegen die
Texte nicht auf Eis, sondern können jederzeit anderwo angeboten und
veröffentlich werden, da im Falle einer Veröffentlichung in einem der
Sammelbände die Rechte ohnehin beim Autor verbleiben.
Manuskripte sollen generell auf dem klassischen Wege eingesandt wer-
den, also als Ausdruck (den man z. B. zusammen mit vielen anderen
Einsendungen gemütlich auf dem Sofa lesen kann), per Post, mit Rück-
porto - bitte keine Disketten, keine CDs und keine E-Mails!

Anschrift: Kristiane Allert-Wybranietz, Zum Horsthof 6, 31749 Aue-
tal-Rolfshagen

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Castrum Peregrini (deutschsprachige Zeitschrift für Literatur, Kunst
und Geistesgeschichte)
.................

Konzept, Zielgruppe:
"Widerständigkeit gegen den Zeitgeist"

Erscheinungsweise:
5 x jährlich in zwangloser Folge

Gesucht wird vor allem:
bitte Pressemappe anfordern!

Länge der Beiträge:
nicht länger als 3 Seiten

Inhaltliche Vorgaben/Wünsche:
siehe Pressemappe

Formale Vorgaben:
nur Manuskripte, Courier New, 1,5-zeilig

Honorar:
nach Vereinbarung

Richtlinien anfordern bei:
Marinus Pütz

Besonderer Tipp für die AutorInnen:
keiner

Kontaktperson:
Marinus Pütz (Redaktionsbüro), Andrea Korte, Castrum Peregrini Presse,
Postbus 6 45, NL-1000 AP Amsterdam, mailto:Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

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Grrrr! (Journal)
......

Konzept, Zielgruppe:
Das Grrrr!-Journal ist ein A5-Fanzine und richtet sich vor allem an
seine Leserschaft. Diese besteht zu 90% aus sehr seltsamen Menschen,
die wir nicht kennen, und zu 10% aus sehr seltsamen Leuten, die wir
sehr wohl kennen.

Erscheinungsweise:
Etwa alle drei Monate. Manchmal auch öfter. Und wenn wir anderweitig
eingespannt sind, dauert es sogar länger!

Gesucht wird vor allem:
Punk- und Beat-Literatur, Satire, Essays, Erlebnisse, Reviews, Inter-
views, und was einem sonst so in den Kopf purzelt (keine Hippie-
Gedichte!).

Länge der Beiträge:
Das kommt natürlich auf die Qualität an. Aber mehr als vier A5-Seiten
haben wir noch keinem gegeben ...

Inhaltliche Vorgaben/Wünsche:
Deine Sachen dürfen auf keinen Fall mit "Es regnete ..." beginnen!

Formale Vorgaben:
Nicht unbedingt mehr als 2 bis 3 A4-Seiten, Schriftgröße 12, Arial o-
der vergleichbare Schrift. Bitte per Post einschicken! Nach Möglich-
keit keine AutorInnen-Info, kein Foto und keine Referenzen mitschi-
cken, wir interessieren uns nämlich nicht für dich, sondern für deine
Texte.

Honorar:
Du wirst am Umsatz beteiligt. Das werden so in etwa 50 Euro. Außerdem
bekommst du zwei Belegexemplare und ein qualifiziertes Dienstzeugnis!
;-) Wenn du willst, kannst du auch mal zum Sekt/Erdbeerfrühstück rein-
schneien.

Richtlinien anfordern bei:
mailto:Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Besonderer Tipp für die AutorInnen:
Kurze Sachen passen uns besser. Einfach mal so.

Kontaktpersonen:
Ben Hurley und Torben W. Bitte fordere per E-Mail unsere Adresse an
(wechselt öfters, grins), bevor du uns Texte schickst. KEINE TEXTE PER
E-MAIL! mailto:Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!


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OHNE HONORAR
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www.alien-contact.de
....................

Konzept, Zielgruppe:
Literaturmagazin mit jeweils einer Erzählung und sekundärliterarischen
Beiträgen zur phantastischen Literatur; die Zielgruppe ist ein Phan-
tastik-interessiertes Publikum.

Erscheinungsweise:
Ca. 10 Ausgaben pro Jahr

Gesucht wird vor allem:
Fundierte Sekundärliteratur (Artikel, Essays) zu allen Gebieten der
Phantastik. Wir suchen keine Erzählungen.

Länge der Beiträge:
3 bis 10 Manuskriptseiten, abhängig von der Thematik

Formale Vorgaben:
Senden Sie uns keinesfalls Manuskripte ohne vorherige konkrete Abspra-
che.

Honorar:
Keine Honorare

Richtlinien anfordern bei:
Hardy Kettlitz, mailto:Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
Besonderer Tipp für die AutorInnen:
Senden Sie uns keine Manuskripte ohne vorherige konkrete Absprache.
Uns liegen noch Hunderte Manuskripte vor, die größtenteils ungelesen
sind.

Kontaktperson:
Hardy Kettlitz, E-Mail: mailto:Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

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Der Dreischneuß (Halbjahresschrift für Literatur)
...............

Konzept, Zielgruppe:
Für Menschen, die an literarischen Texten interessiert sind. Zeit-
schrift mit sorgfältig ausgesuchten Arbeiten zum ausgeschriebenen The-
ma. Schöne Ausstattung auf schwerem Feinpapier, Größe A5, 40 Seiten,
Efalin-Leinen-Umschlag. Meist drei Künstlerbilder und eine Rezension.
Auflage 300. Themenhefte

Erscheinungsweise:
Zum 1. April und 1. Oktober eines Jahres

Gesucht werden:
Gedichte und Geschichten zum jeweiligen Thema

Länge der Beiträge:
1 bis 4 Normseiten

Inhaltliche Vorgaben/Wünsche:
Jeweils Beiträge zum ausgeschriebenen Thema

Formale Vorgaben:
Möglichst unveröffentlicht; Erklärung, dass der Autor Urheber seiner
eingereichten Texte ist und diese frei von Rechten Dritter sind; Kurz-
vita, die nicht zu allgemein sein soll. Bei Einsendungen können nur
die Autoren, deren Beiträge ausgewählt wurden, eine Nachricht und Kor-
rekturfahnen erhalten.

Honorar:
Zahlung nicht möglich. Es gibt nur ein Belegheft. Ferner die Möglich-
keit, weitere Exemplare mit Autorenrabatt zu erwerben.

Richtlinien anfordern bei:
Siehe Ausschreibung im Internet unter http://www.dreischneuss.de

Besonderer Tipp für die AutorInnen:
Leseproben im Internet lesen oder ein Heft näher ansehen.

Kontaktperson:
Regine Mönkemeier, Marien-Blatt Verlage, mailto:Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

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Kreativo!
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Konzept/Zielgruppe:
Gedichte, Geschichten, Comics, Zeichnungen, Berichte ...

Erscheinungsweise:
4 x jährlich (März, Juni, September, Dezember) seit 1992

Gesucht wird vor allem:
Comics, Zeichnungen

Länge der Beiträge:
Höchstens 3 DIN-A5-Seiten ohne Fortsetzung

Inhaltliche Vorgaben/Wünsche:
Keine

Formale Vorgaben:
Nur in DIN A5 oder kleiner einreichen. Besonders bei Bildern auf gute
Qualität achten!

Honorar:
Da "K!" ein Fanzine ist ohne Verlag o. Ä., ist ein Honorar nicht mög-
lich. Mitwirkende, die ein Belegexemplar wünschen, sollen eine 77-
Cent-Marke Porto beilegen!

Kontaktperson:
Kreativo!-Projekt Birke: Postfach 20 22, 58470 Lüdenscheid

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KULT - Magazyn fyr Netzwerk-Poesy
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Konzept, Zielgruppe:
Für Autoren & Leser, die an einer lebendigen Auseinandersetzung mit
den Möglichkeiten der Literatur interessiert sind

Erscheinungsweise:
2 x jährlich

Gesucht wird vor allem:
Kritische, satirische, experimentelle - interessante - Literatur; Ly-
rik, Prosa, Essays, Artikel

Länge der Beiträge:
Bei Lyrik erhält jeder Autor eine ganze Seite, Prosa & Essays können 3
bis 4 Seiten haben

Inhaltliche Vorgaben/Wünsche:
Alles ist den Autoren freigestellt: freie Poesy für freie Leser

Formale Vorgaben:
Texte am liebsten per E-Mail oder auf Diskette

Honorar:
Keins; ein Belegexemplar

Richtlinien anfordern bei:
Es gibt keine Hinrichtungslinien!

Besonderer Tipp:
Bitte keine weinerlichen Herzensangelegenheiten!

Kontakt:
KARLYCE Schrybyr, Sportplatzstraße 21 b, 63773 Goldbach, fon/fax: (0
60 21) 5 66 36, E-Mail: mailto:Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!, Homepage:
http://www.aalfaa.de


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LEseSTOFF
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Konzept, Zielgruppe:
LEseSTOFF ist ein Magazin, in dem sich alles rund ums geschriebene
Wort dreht. Im Heft finden sich lustige, aber auch nachdenkliche Tex-
te, pfiffige Geschichten und Gedichte. Interviews mit bekannten Per-
sönlichkeiten zum Thema Literatur, Tipps zum Schmökern und Berichte
runden das Angebot ab.

Erscheinungsweise:
Vierteljährlich im A5-Format

Gesucht wird vor allem:
Kurzgeschichten, Lyrik

Länge der Beiträge:
Prosa bis maximal 1 500 Worte; bei Lyrik bitten wir um drei bis acht
Texte, aus denen wir auswählen können.

Inhaltliche Vorgaben/Wünsche:
LEseSTOFF ist offen für alles, was gut ist und gefällt. Dabei haben
konventionelle Texte eher eine Chance als experimentelle.

Formale Vorgaben:
Einsendungen als E-Mail-Anhang im RTF- oder Word-Format mit Kurzbio-
graphie; in den Dateien muss unbedingt Name und Adresse angegeben
sein. Die Autoren müssen damit einverstanden sein, dass ihre Beiträge
(auch auszugsweise) auf der Website von LEseSTOFF veröffentlicht wer-
den.

Honorar:
Leider keines, dafür ein Belegexemplar und ein Rabatt von 1,00 Euro
bei Abnahme weiterer Hefte

Besonderer Tipp für die AutorInnen:
Pornographie und rechtes Gedankengut haben keine Chance! Wir empfehlen
Autoren, sich bisher erschienene Beiträge auf unserer Homepage unter
http://www.lesestoff-leipzig.de bzw. im Heft anzuschauen.

Kontaktperson:
Heike Wolff über mailto:Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! oder direkt über die Homepage
http://www.lesestoff-leipzig.de

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Literatur im Kleinformat (Literaturzeitschrift)
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Konzept, Zielgruppe:
AutorInnen deutscher Sprache

Erscheinungsweise:
10-mal im Jahr

Gesucht wird vor allem:
Kurzprosa, Lyrik, Kurzessays, Kommentare

Länge der Beiträge:
4 500 Zeichen (word.doc)

Inhaltliche Vorgaben/Wünsche:
Keine

Formale Vorgaben:
Nach Möglichkeit per E-Mail

Honorar:
Keines

Kontaktperson:
Robert Zettl, Lerchengasse 15/6, A-1080 Wien


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30. April 2002
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Erlkönig & Co - Balladen gibt es noch

Die Ballade ist eine der klassischen literarischen Formen. Zunehmend
scheint es aber schwieriger geworden zu sein, Balladen zu verfassen -
Mangel an Stoffen, handwerkliche Überforderung? Oder ist der geringe
Veröffentlichungsgrad von Balladen auf mangelnde Nachfrage bei Verla-
gen und/oder LeserInnen zurückzuführen?

Mit dieser Anthologie wollen wir einige dieser Fragen beantworten.
Gibt es noch Autoren, die auch heute Balladen schreiben können?
Zugleich geben wir theoretischen Geistern die Möglichkeit, sich in Es-
says mit der heutigen Situation der Ballade auf ihrem historischen
Hintergrund zu befassen (kann die Ballade heute noch eine Bedeutung
haben?).

Die Einsendebedingungen für Balladen:
Bedingung für eine Ballade ist eine gebundene lyrische Form. Die Nähe
zur Musik muss man ihr anmerken, denn sie wurde ursprünglich getanzt
und gesungen. Die sprachliche Bindung ist rhythmisch, auch als so ge-
nannter freier Rhythmus, zu dem ein metrisches Schema, Reim und Stro-
phe gehören kann. - Der Inhalt der Balladen ist völlig frei gestellt.
Der Umfang sollte fünf A4-Seiten nicht überschreiten.

Die Einsendebedingungen für Essays:
Das Essay soll sich mit den Chancen und Unmöglichkeiten einer Ballade
heute auseinander setzen. Dabei soll der historische Hintergrund der
Ballade im Blickfeld bleiben (welche Funktion erfüllte sie?). Der Um-
fang sollte zehn A4-Seiten möglichst nicht überschreiten.

Allgemeine Ausschreibungsbedingungen:
Die Diskette bitte als Nur-Text- oder Word-Datei und als Papieraus-
druck zusenden (im Fall nicht vorhandener Rechner auch nur als Papier-
ausdruck). Bitte keine Originale senden, da die Einsendungen nicht zu-
rückgeschickt werden können. Der Teilnehmer versichert mit der Abgabe
seines Beitrages, dass er über das alleinige Recht an dem eingereich-
ten Beitrag verfügt. Das Recht an seinem Beitrag verbleibt bei dem Au-
tor auch im Fall einer Veröffentlichung im Rahmen der Anthologie.

Legen Sie dem Beitrag eine Kurzvita von maximal fünf Zeilen bei, und
geben Sie unbedingt eine genaue Adresse an - falls möglich mit Tele-
fonnummer und E-Mail-Adresse.

Der Abdruck wird nicht honoriert. Die Teilnehmer erhalten ein kosten-
loses Belegexemplar und die Möglichkeit einer verbilligten Abnahme von
Exemplaren zum Autorenpreis.

Informationen über den Verlauf der Ausschreibung erhalten Sie auf der
Homepage des Verlages: http://www.Geest-Verlag.de.

Senden Sie Ihre Beiträge bitte an eine der folgenden Anschriften:
- Geest-Verlag, Bachstraße 4, 26197 Ahlhorn, Telefon: (0 44 35) 17 45
- Verena Raupach (Herausgeberin), Schrödt 6, 41238 Mönchengladbach

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30. April 2002
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Die pure Lust am Leben: das Geheimnis des Alterns

Die heutige Spaßgesellschaft orientiert sich an Jugend und Jugendlich-
keit. Das biologische Alter eines Menschen lässt sich wegretuschieren,
glätten und überstreichen. Damit gerät der Prozess des Alterns, des
Älterwerdens, der zum menschlichen Dasein gehört, ins Abseits und wird
tabuisiert. Man redet nicht über dieses Thema.

Dabei ist die Bandbreite an Phänomenen, die mit dem Altern verbunden
sind, sehr groß und reicht von körperlichen Veränderungen und Bewälti-
gungen von Lebenskrisen und Herausforderungen über Entwicklungen in
der eigenen Identität und Rollenverschiebungen bis zu Generationenbe-
ziehungen und dem großen Thema der komplexen Gefühle. Das Glück einer
späten Liebe, Einsamkeit, die Rollenveränderung innerhalb der Familie,
wenn Kinder groß sind und das Haus verlassen, Krankheiten, die Verän-
derungen der eigenen Kraft, verlorene und neue Träume und Sehnsüchte
gehören dazu.

Es werden Texte gesucht, die sich mit diesen Erfahrungen sowohl posi-
tiv als auch negativ beschäftigen und davon erzählen. Das können Ge-
dichte, Essays und Kurzgeschichten sein. Die Beiträge sollten die Län-
ge von zehn Normseiten nicht überschreiten.

[Die weiteren Einsendebedingungen entsprechen denen zur Anthologie
"Erlkönig & Co.", s. 30. April - die Red.]

Senden Sie Ihre Beiträge bitte an eine der folgenden Anschriften:
- Dr. Mechthilde Vahsen, Benrodestraße 47, 40597 Düsseldorf, mail-
to:Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
- Geest-Verlag, Bachstraße 4, 26197  Ahlhorn, mail-
to:Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!, http://www.geest-verlag.de


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30. Juni 2002
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Anthologie "Das Lachen deiner Augen - Frauenporträts in Prosa und Ly-
rik"

Gesucht werden Beiträge, in denen das Leben von Frauen geschildert
wird. Leben von alltäglichen Frauen, aber auch von bekannten Frauen.
Frauen von heute, Frauen von gestern. Porträts, in denen deutlich
wird, was das Leben von Frauen ausmacht, wo ihre Kraft, aber auch ihre
Schwäche liegt. Geschichten von Frauen, die ein ungewöhnliches Schick-
sal meisterten, aber auch Porträts, die Zugänge zum Leben als Frau
möglich machen.

Beiträge können in der Form von Lyrik oder Prosa eingesandt werden,
überwiegend werden Prosabeiträge gesucht. Die Länge sollte den Rahmen
von 20 Normseiten A4 nicht überschreiten, maximal drei Gedichte.

Herausgeberin und Verlag behalten sich vor, kleinere lektorale Verän-
derungen (z. B. Interpunktion, Rechtschreibung) vorzunehmen. Mit der
Einsendung der Texte versichert der Autor, dass das Recht der Texte
bei ihm liegt. Die Rechte verbleiben bei den Autorinnen/Autoren. Ein
Rechtsanspruch auf Veröffentlichung besteht nicht.

Eine Honorierung kann nicht erfolgen. Jeder Autor erhält ein Freiex-
emplar und die Möglichkeit, verbilligte Autorenexemplare zu beziehen.

Die Beiträge bitte als Papierausdruck und (soweit möglich) auf Disket-
te zusenden. Bitte eine Kurzvita, im Umfang von fünf Zeilen, beifügen.
Keine Originalbeiträge einsenden, da die Einsendungen nicht zurückge-
schickt werden können.

Den Fortgang der Anthologie können Sie auf den Verlagsseiten des
Geest-Verlags (http://www.Geest-Verlag.de) verfolgen. Oder Sie fordern
unter mailto:Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! den Geest-Zettel an, der Sie ständig
über Neuigkeiten des Verlages informiert.

Einsendungen bitte an: Silvana E. Schneider, Möwenweg 1, 86938 Schon-
dorf am Ammersee


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1. Juli 2002
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Popliteratur

Literatur ist Pop geworden, der Autor ein Star, Lesungen sind "Live-
Lecture-Events" und Lesen ist (fast) wie Musik hören. Kurz: Die Popli-
teratur hat den Gebrauchsgegenstand Buch vom Muff der Hochkultur be-
freit. Ist der Underground also Mainstream geworden? Ist das gut oder
schlecht? Und wie konnte es überhaupt soweit kommen? Werfen wir einen
Blick auf Beat-Literatur, Slam Poetry, Neue Frankfurter Schule, die
Prenzlauer Berg-Szene und ... Näheres in der SUBH 38. Release-Datum
ist der 1. August 2002.

Gesucht werden Essays, Autoren- und Autorinnenporträts sowie Storys
und Parodien. Geplant ist außerdem ein "Warenkunde"-Special mit Rezen-
sionen zum Thema.

Ihr könnt eure Werke per Mail (mailto:Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!) oder per Post
(plus Diskette) schicken - an den Verlag Andreas Reiffer, Stichwort:
SUBH 37, Albert-Schweitzer-Straße 17, 38108 Braunschweig. Bitte nicht
das Rückporto vergessen. Honorare können wir leider nicht zahlen - die
AutorInnen erhalten aber eine ausreichende Anzahl Freiexemplare.


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31. Juli 2002
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Anthologie "Liebe"

Vor einem Jahr wurde das Online-Literatur-Projekt "Schreib-Lust"
(http://www.schreib-lust.de) ins Leben gerufen. Jetzt hat der Initia-
tor den Schreiblust-Verlag Andreas Schröter gegründet.

Das Schreib-Lust-Projekt ist nun ein dauerhaftes Angebot des Verlages
an interessierte Autoren und Autorinnen für die gemeinsame Arbeit an
Prosatexten.

Eine Anthologie zum Thema "Liebe" ist für den Herbst 2002 geplant. Für
diese Textsammlung nimmt der Verlag noch Geschichten bis 20 Seiten Um-
fang an (Standardseiten: 30 Zeilen x 60 Anschläge). Texte bitte per E-
Mail als RTF-Attachment an mailto:Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.


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1. November 2002
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Phantastische Literatur

Ist Fantasy rückwärtsgewandt und weltfremd? Beschreiben Horror-Romane
die menschliche Lust an Angst und Gewalt? Hat die Gegenwart die Vor-
stellungen von der Zukunft, wie sie in Science- und Socialfiction ver-
mittelt wurden, nicht längst überholt? "Phantastische Literatur" ist
das Thema der SUBH 39. Veröffentlichung am 1. Dezember 2002.

Gesucht werden Essays, Autoren- und Autorinnenporträts sowie Storys
und Parodien. Geplant ist außerdem ein "Warenkunde"-Special mit Rezen-
sionen zum Thema.

Ihr könnt eure Werke per Mail (mailto:Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!) oder per Post
(plus Diskette) schicken - an den Verlag Andreas Reiffer, Stichwort:
SUBH 37, Albert-Schweitzer-Straße 17, 38108 Braunschweig. Bitte nicht
das Rückporto vergessen. Honorare können wir leider nicht zahlen - die
AutorInnen erhalten aber eine ausreichende Anzahl Freiexemplare.


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30. November 2002
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Anthologie "Grusel/Horror"

Der Schreiblust-Verlag sucht Geschichten für eine Anthologie zum Thema
"Grusel/Horror". Sie soll im Frühjahr 2003 erscheinen. Texte (bis zu
20 Standardseiten) bitte per E-Mail als RTF-Attachment an mail-
to:Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.

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Autoren für eine Poe-Anthologie gesucht

Der Autor Markus K. Korb sucht für eine Anthologie Kurzgeschichten,
die von Edgar A. Poe beeinflusst worden sind. Dabei kann es sich um
Prequels oder Sequels zu Poe-Geschichten handeln oder auch um Erzäh-
lungen, die dem Geist von Poes Schaffen verpflichtet sind. Wer also
Lust hat, an einer derartigen Anthologie mitzumachen, der sende seine
Geschichte(n) im RTF-Format an mailto:Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.

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Graz 2003 - Kulturhauptstadt Europas: Beiträge gesucht

Was wäre eine Kulturhauptstadt ohne ein breites kulturelles Spektrum?
Der Medienturm bietet eine Plattform für kreative Beiträge abseits des
offiziellen Programms: http://www.medienturm.at/mt/graz2003/about. Me-
dienbezogene Thesen, Theorien und künstlerische Projekte werden ab so-
fort laufend bis Ende 2003 veröffentlicht und archiviert. Wir behalten
uns das Recht vor, eine Auswahl aus der Fülle der Einsendungen zu
treffen.

Themenkreis: Kulturhauptstadt, Kunst, Kultur, Graz, Region ...
Genres: keine Einschränkung (z. B. Medienkunst, Literatur, Architektur
...)
Texte: maximal 6 000 Zeichen, in Absätze gegliedert
Bilder: in GIF- oder JPG-Format, maximal 500 Pixel breit
Video, Audio: können über einen Link auf die eigene Homepage eingebun-
den werden

Einsendungen (ausschließlich per E-Mail) oder Fragen an: MMag. Ma-
ria-Bernadette Ehrenhuber, mailto:Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

                    **~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~**

Ständige Mitarbeiterin dieser Rubrik ist Ursula Schmid-Spreer, Lehre-
rin für Gesundheitsberufe (Zahnmedizin). Als Ausgleich für den nicht
immer ganz leichten Job schreibt sie gerne - Briefe, Tagebuch und
kleine Storys für ihre Tochter. Im Geestverlag sind in einer Antholo-
gie zwei Geschichten zum Thema Hoffnung von ihr erschienen. Das Mär-
chenbuch "Florian Floh" wurde im Thomas-Rüger-Verlag veröffentlicht.


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SEMINARE:
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                                  (mailto:redaktion at autorenforum punkt de)


Online-Workshop "Entwicklung einer Kurzgeschichte"

Ute Hackers Online-Workshop [unsere Expertin für Schreibgruppen und
Schreibhandwerk - die Red.] basiert auf den Büchern von James N. Frey
("Wie man einen verdammt guten Roman schreibt", Band 1 + 2; "The Key.
Die Kraft des Mythos"; alle Emons Verlag). Er dauert acht Wochen (vier
Teile à zwei Wochen). Es gibt die Möglichkeit der Einzel- oder Grup-
penbetreuung (maximal acht Teilnehmer), der Kurs kostet jedoch immer
pro Teilnehmer 150 Euro.

Die Abwicklung des Kurses erfolgt via E-Mail. Sie erhalten zu Beginn
eine Übersicht, was Sie erwartet und welches Ziel Sie anvisieren; au-
ßerdem eine Aufgabe, die Sie bis zum vereinbarten Zeitpunkt lösen und
Ute Hacker per Mail zuschicken sollten. Sie gibt Ihnen Tipps, was Sie
besser machen könnten und warum. Außerdem erhalten Sie die zweite Auf-
gabe, die Sie wiederum bis zum vereinbarten Termin lösen, der Work-
shopleiterin schicken etc. Es sind insgesamt vier Aufgaben, und am En-
de sollten Sie eine fertige Kurzgeschichte haben.- Einmal pro Kursteil
besteht die Möglichkeit zu einem Telefonat.

Die vier Aufgaben im Überblick:
1. Entwicklung zweier Figuren
2. Tagebücher der Figuren
3. Plot, Prämisse und Step Sheet
4. Ausarbeitung der Kurzgeschichte

Es wird ein Vertrag abgeschlossen, in dem alles geregelt ist; das Ho-
norar ist vorab fällig.

Für weitere Informationen schicken Sie bitte ein Mail an mail-
to:Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!, Betreff: "Workshop".


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Mai 2002 bis Mai 2003
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Textkrafttraining

"Textkrafttraining" ist eine Schreibwerkstatt über ein Jahr als E-
Mail-Liste mit monatlichen Übungen, die im Mai beginnt. Sie richtet
sich an Fortgeschrittene, die entweder an einem längeren Textprojekt
arbeiten oder eines entwickeln möchten.

Die Moderatoren sind Hans Peter Röntgen und Judith Tepesch, die beide
die Textwerkstatt der 42er Autoren bis März 2002 moderiert haben.

Judith Tepesch wird exemplarisch Übungen zu Problemen längerer Texte (
z. B. Übergänge) stellen; Hans Peter Röntgen zu Entwicklung von Perso-
nen und wie aus der Entwicklung der Hauptperson der Plot der Geschich-
te folgt.

Die Teilnahme ist dieses Jahr noch kostenlos. Weitere Informationen
findet ihr unter  http://www.roentgen-software.de/sws/sws.htm.

Wer sich beteiligen möchte, schickt eine Mail mit einer kurzen Text-
probe an: mailto:Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! oder mail-
to:Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!


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26. Mai 2002
(Anmeldeschluss: 30. April)
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Beruf: Schriftsteller - Seminar zum professionellen Schreiben

Wer sich auf dem Literaturmarkt etablieren will, braucht Orientierung
und sollte die Wege durch den Alltag der Schriftstellerei und deren
Bedingungen kennen. Wer sein Schreiben zum Beruf machen will, sollte
wissen, worauf er sich einlässt. U. a. werden folgende Themen behan-
delt: Schriftstellerei - was ist das? Buchmarkt, Verlagswesen und Me-
dien. Kann man vom Schreiben leben? Gibt es Qualitätskriterien? Die
Rolle der Literaturkritik. Zensur. Vertragsbedingungen. Books on De-
mand. Preise und Stipendien.

Das Seminar findet von 11 bis 16 Uhr im Westfälischen Literaturbüro in
Unna statt.

Referent: Wolfgang Bittner, Autor
Teilnehmerzahl: maximal 30
Gebühr: 16 Euro, inkl. Imbiss
Veranstalter: Westfälisches Literaturbüro in Unna e. V., Fried-
rich-Ebert-Straße 97, 59425 Unna, Telefon (0 23 03) 96 38 50, Fax (0
23 03) 96 38 51, E-Mail: mailto:Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!, Internet:
http://www.wlb.de


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31. Mai - 2. Juni 2002
(Anmeldeschluss: 31. April 2002)
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Gemeinsamkeit der Langstreckenläufer - Romanwerkstatt

Jemand hat eine Geschichte im Kopf oder gleich mehrere, stellt sich
Figuren vor, die darin vorkommen sollen, weiß Ort, Zeit, sogar schon
Anfang und Schluss des Geschehens - und beginnt zu schreiben. Das We-
sentliche ist da, scheint es, der Rest disziplinierte Arbeit. Ein an-
derer hat von alledem fast nichts, ein paar vage Vorstellungen, einige
Bilder oder Sätze vielleicht und Lust zum Schreiben. Er probiert aus,
was da entsteht, tastet sich voran zu Geschichten, Personen, Orten -
und ist auf einmal dabei, einen Roman zu schreiben. Beide haben ver-
mutlich viel gelesen, haben Vorbilder, oder sie versuchen im Gegen-
teil, alles Gelesene zu vergessen, um den eigenen Ton zu finden.

Es kann sein, dass der Plan des einen beim Schreiben ins Wanken gerät,
die Planlosigkeit des anderen in strenge Konstruktion umschlägt. Es
kann auch sein, dass zu all den Problemen, die während der Arbeit auf-
tauchen, eines gehört, mit dem keiner von beiden gerechnet hatte - die
spezifische Schwierigkeit der langen Strecke: Atem, Kraft und Rhythmus
behalten, den Ablauf komponieren.

Das Seminar ist gedacht für Teilnehmerinnen und Teilnehmer, die an ei-
nem Roman arbeiten. Als Arbeitsgrundlage dienen die eingesandten Text-
proben (maximal 10 Seiten).

Leitung: Brigitte Burmeister, freie Schriftstellerin, und Dr. Frauke
Meyer-Gosau, freie Literaturkritikerin
Kostenanteil: 135 Euro (264,04 DM) + 5 Euro (9,78 DM) für einen Reader
Anmeldung: Bundesakademie für kulturelle Bildung Wolfenbüttel, Post-
fach 11 40, 38281 Wolfenbüttel, Telefon (0 53 31) 8 08-4 11, Fax (0 53
31) 8 08-4 13, mailto:Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!,
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14. - 16. Juni 2002
(Anmeldeschluss: 31. Mai)
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Alltag verzaubern, entzaubern - Short Stories schreiben

"Unverzichtbar ist der Gebrauch einer klaren und genauen Sprache,
Sprache, die so genutzt wird, dass sie auch Kleinigkeiten vor dem Auge
des Lesers lebendig werden lässt" (Raymond Carver). Alltagsgegenstände
durch Sprache in ein anderes Licht setzen; kleine Ereignisse, wie ne-
benbei erlebt, durch Worte zum Leuchten bringen - solche Verwandlungen
sollen an diesem Wochenende eingeübt werden. Formales Vorbild ist
hierbei die US-amerikanische Short Story, die sich von der deutschen
Kurzgeschichte durch verbindlichere Regeln hinsichtlich Handlung und
Struktur unterscheidet. Die spezifische Form kann helfen, die Forde-
rung Raymond Carvers nach Genauigkeit umzusetzen; eine Genauigkeit,
die er mit Recht für notwendig hält, wenn Erlebnisse durch das Schrei-
ben ent- oder verzaubert werden sollen.

Ort: Europäisches Übersetzerkollegium Straelen
Referent: Dr. Christof Hamann, Autor
Gebühr: 110 Euro, inkl. Übernachtung und Vollverpflegung
Teilnehmerzahl: 10
Teilnahmebedingungen: Bewerbung mit Biographie/Textprobe (max. 10
Normseiten)
Veranstalter: Literaturbüro NRW-Ruhrgebiet e. V., Fried-
rich-Ebert-Straße 8, 45956 Gladbeck, Telefon (0 20 43) 99 26 44, Fax
(0 20 43) 99 14 13, Internet: http://www.literaturbuero-ruhr.de


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23. Juni 2002
(Anmeldeschluss: 20. Mai)
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Auf den Vortrag kommt es an

Das Schreiben und das Vortragen eigener Texte sind zwei Paar Schuhe.
Autorinnen und Autoren sollten aber bereits früh ihre Stimme schulen,
um ihre Texte vermitteln zu können. Mit der Steigerung der Ausdrucks-
fähigkeit (des adäquaten lauten Lesens) sind auch Rückwirkungen auf
die fixierte Textfassung möglich. Der Workshop wendet sich an alle,
die ihren Lese- und Vortragsstil verbessern wollen. Vorlesen folgt,
wie jede Kunst, bestimmten Regeln. Diese Regeln gilt es zu erkennen.
Fragen werden aufgeworfen: Was hält ein Text "lesetechnisch" aus? Wie
weit kann der/die Vorleser/in gehen, was kann er/sie den Zuhörern zu-
muten und was besser nicht? Welche speziellen Schwerpunkte verlangt
das Vortragen von Lyrik? Lesen von Dialogen, ist das ein besonderes
Vergnügen? Lese-Improvisationen bringen überraschende Ergebnisse.

Das Tagesseminar findet von 10 bis 18 Uhr statt.

Ort: Westfälisches Literaturbüro in Unna e. V
Referent: Kurt Wasserfall, Autor und Schauspieler
Teilnehmerzahl: maximal 12
Gebühr: 30 Euro, inkl. Verpflegung
Teilnahmebedingungen: kleine Biobibliographie
Veranstalter: Westfälisches Literaturbüro in Unna e. V., Fried-
rich-Ebert-Straße 97, 59425 Unna, Telefon (0 23 03) 96 38 50, Fax (0
23 03) 96 38 51, E-Mail: mailto:Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!, Internet:
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11. - 14. September 2002
(Anmeldeschluss: 11. August 2002)
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Kunstgeschichten für Grenzgänger -
Literaturwerkstatt im Sprengel Museum Hannover

"Franz Marc: Zwei Pferde, eines klagend. Um 1912. Aquarell, 22 x 17
cm." Schon wer sich im Museum flüchtig umblickt, entdeckt auf Bildern
und Skulpturen meist mehr, als die Texttäfelchen neben den Werken ver-
raten. Wie viel mehr entlockt ihnen wohl erst ein Betrachter, der sich
ausreichend Zeit für die Kunst nimmt? Je länger er schaut, umso eher
werden ihm die Werke etwas erzählen - Unvermutetes, Unerhörtes, Unsag-
bares vielleicht. Nur aufschreiben muss er das Gehörte dann noch ...

Dieses Seminar ist gemacht für Grenzgänger, die Werken und Orten der
Kunst eine Sprache geben, sie zu "Kunstgeschichten" verdichten möch-
ten. Nach Vorbereitung auf die Sammlung verbringen die Teilnehmerinnen
und Teilnehmer einen Arbeits- und Studientag im Sprengel Museum. Dort
setzen sie sich literarisch mit den Werken der Sammlung auseinander.
Das Flanieren, Beobachten und Notieren kann auch andere Bereiche ein-
beziehen: das Café, den Menschen an der Kasse, den Schwitters-Platz.
Die übrige Zeit ist für das Schreiben und das Gespräch über die Ge-
schichten und poetischen Miniaturen reserviert, die in Wolfenbüttel
aus den Notizen vor Ort entstehen sollen. Die textkünstlerische Arbeit
soll ggf. in einem alternativen Museumsführer dokumentiert werden.

Eingeladen zu diesem Seminar sind vor allem Autorinnen und Autoren so-
wie Museumspädagoginnen und -pädagogen, die für künstlerische Experi-
mente und neue Formen der Kunstvermittlung aufgeschlossen sind. Der
Transfer Wolfenbüttel - Hannover ist im Preis nicht enthalten.

Leitung: Marcel Beyer, Autor, und Renate Dittscheidt-Bartolosch, Muse-
umspädagogin am Sprengel-Museum
Kostenanteil: 220 Euro (430,28 DM) + 5 Euro (9,78 DM) für einen Reader
Anmeldung: Bundesakademie für kulturelle Bildung Wolfenbüttel, Post-
fach 11 40, 38281 Wolfenbüttel, Telefon (0 53 31) 8 08-4 11, Fax (0 53
31) 8 08-4 13, mailto:Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!,
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20. - 22. September 2002
(Anmeldeschluss: 20. August 2002)
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Vom Monolog zum Dialog - Praktische Übungen zum Hörspiel

Das Hörspiel kennt eigene Erzählweisen. Sie haben sich im Laufe seiner
fast 80-jährigen Geschichte entwickelt und sind Ausdruck der Gesetzmä-
ßigkeiten, die das Genre bestimmen. Fürs Hörspiel schreiben heißt,
diese Gesetzmäßigkeiten kennen und mit ihnen spielen. Und genau darum
geht es in dieser Hörspiel-Werkstatt.

Erzählweisen von Hörspielen werden durch Hörbeispiele erkundet, die
eigenen Hörspiel-Texte betrachtet, auf ihre Wirkung hin untersucht und
spielerisch auf dem Hintergrund dramaturgischer Fragestellungen wei-
terentwickelt.

Mitzubringen ist die Lust, seine Texte in einer Gruppe zu präsentie-
ren, die Neugier auf die Unternehmungen von anderen, die Bereitschaft,
sich konstruktiv kritisch mit dem eigenen und den anderen Projekten
auseinander zu setzen. Gruppenarbeit, Einzelgespräche und Vortrag
wechseln sich je nach Bedarf ab.

Senden Sie bitte mit Ihrer Anmeldung Proben aus der eigenen Werkstatt
ein (maximal 10 Seiten).
Leitung: Hilke Veth, Hörspieldramaturgin beim NDR
Kostenanteil: 125 Euro (244,48 DM) + 5 Euro (9,78 DM) für einen Reader
Anmeldung: Bundesakademie für kulturelle Bildung Wolfenbüttel, Post-
fach 11 40, 38281 Wolfenbüttel, Telefon (0 53 31) 8 08-4 11, Fax (0 53
31) 8 08-4 13, mailto:Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!,
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25. - 27. Oktober 2002
(Anmeldeschluss: 1. Oktober)
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Der "Umweg" zum Leser führt über Literaturagenturen? - Aktuelle Ent-
wicklungen rund um den Buchmarkt

Eine Urheberrechtsnovelle wird im Parlament beraten, der Kulturstaats-
minister setzt sich für eine dauerhafte Sicherung der Buchpreisbindung
ein, und Konzentrationsprozesse verändern Verlagsprofile. Berufsfelder
von Lektoren haben sich verschoben und Autorinnen und Autoren, beson-
ders im Kinder-und Jugendbuchbereich, beklagen eine mangelnde
Back-List-Pflege. Schritstellervereinigungen und der Boedecker-Kreis
reagieren darauf mit Book-on-Demand-Aufträgen oder -Verlagen.

Auf diese Veränderungen auf dem Buchmarkt sollten Autorinnen und Auto-
ren reagieren können, wenn sie ihr Geschriebenes professionell ver-
markten wollen. Macht es noch Sinn, den traditionellen Weg des Anbie-
tens eines Manuskriptes zu gehen? Was leisten Literaturagenturen, die
sog. "heimlichen Herrscher des Literaturbetriebs", und unter welchen
Bedingungen? Wo zeigen sich Grenzen des Selbstmarketings, und welche
Alternativen sind vorstellbar? Das Seminar möchte informieren, Unsi-
cherheit abbauen und Orientierungshilfen anbieten.

Ort: Europäisches Übersetzerkollegium Straelen
Referentinnen: Sandra Uschtrin, Verlegerin, Herausgeberin des "Hand-
buchs für Autorinnen und Autoren"; Elisabeth Roters-Ullrich, wiss.
Mitarbeiterin im Literaturbüro NRW-Ruhrgebiet e. V.
Teilnehmerzahl: 14
Gebühr: 110 Euro, inkl. Übernachtung und Vollverpflegung
Teilnahmebedingungen: schriftliche Bewerbung mit Biographie und Werk-
verzeichnis/Arbeitsschwerpunkte
Veranstalter: Literaturbüro NRW-Ruhrgebiet e. V., Fried-
rich-Ebert-Straße 8, 45956 Gladbeck, Telefon (0 20 43) 99 26 44, Fax
(0 20 43) 99 14 13, Internet: http://www.literaturbuero-ruhr.de


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8. - 10. November 2002
(Anmeldeschluss: 10. Oktober)
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Nie wieder langweilig! - Spannungsdramaturgie und Spannungstechnik des
Kriminalromans

Wie fesselt man als Autor seine Leserinnen und Leser mit der Geschich-
te, den Figuren oder einem Thema? Mit der Rätselspannung des klassi-
schen Detektivromans und der Aktionsspannung des modernen Thrillers
manipuliert der Autor den Leser. Spannung wird auf allen Ebenen des
Werkes erzeugt: in der Sprache, im Plot, in der Anlage von Figuren, im
Dialog und in der Erzähldramaturgie. Es wird an Beispielen (auch der
Teilnehmenden) diskutiert und geübt, wie die grundlegenden Spannungs-
techniken der erzählenden Literatur auf eine Kriminalgeschichte ange-
wendet werden. Der Workshop richtet sich an Autorinnen und Autoren,
die sich immer schon einmal dem Genre des Krimis zuwenden wollten.

Ort: Westfälisches Literaturbüro in Unna e. V.
Referent: Reinhard Jahn, Krimiautor, N. N.
Teilnehmerzahl: 8 - 10
Gebühr: 70 Euro, inkl. Unterbringung/Verpflegung
Teilnahmebedingungen: kleine Biobibliographie, Textbeispiel: wahlweise
kurze Story, Textauszug, Dialog oder ein Treatment/Exposé (alles nicht
mehr als 3 bis 5 Seiten)
Veranstalter: Westfälisches Literaturbüro in Unna e. V., Fried-
rich-Ebert-Straße 97, 59425 Unna, Telefon (0 23 03) 96 38 50, Fax (0
23 03) 96 38 51, E-Mail: mailto:Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!, Internet:
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24. - 28. November 2002
(Anmeldeschluss: 24. Oktober 2002)
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Geschichten erfinden in Wort und Bild -
Kleine Schule des Textens und Zeichnens

Texte sind nicht gern allein. Das gilt auch für Bilder. Wie sonst lie-
ße sich ihr - mitunter unanständiges - Gedrängel in Bibliotheksregalen
und an Museumswänden erklären? Viele dieser Singles entschließen sich
im Laufe ihres Daseins gegen Wohngemeinschaften in Archiven oder
Kunsttempeln und sehnen sich nach einer aufregenden Mischehe. Aus den
geglücktesten dieser Beziehungen gehen dann zum Beispiel Bilderbücher
und Comics hervor.

Lassen wir uns aber nicht täuschen: Noch immer ziehen Legionen von
Texten und Bildern allein durchs Leben - innerlich einzeilig, die See-
le steingrau. Wer hilft? Vielleicht dieser Kurs, in dem Bilder zu ein-
samen Texten und Texte zu einsamen Bildern erfunden werden sollen.
Auch wer mitunter weitere Einzelgänger in die Welt setzen möchte, soll
seine Chance erhalten. Tragische, komische oder auch tragikomische Ge-
schichten und Bilder - alles ist erlaubt und willkommen.

Die Bereitschaft, zu Feder und Zeichenstift zu greifen, sollten alle
Teilnehmerinnen und Teilnehmer dieser Werkstatt mitbringen. Zum ästhe-
tischen Grenzgang besonders willkommen sind bildende Künstler, die mit
Sprache arbeiten, und Autoren, die skizzieren möchten.

Leitung: F. K. Waechter, Texter und Zeichner
Kostenanteil: 250 Euro (488,96 DM)
Anmeldung: Bundesakademie für kulturelle Bildung Wolfenbüttel, Post-
fach 11 40, 38281 Wolfenbüttel, Telefon (0 53 31) 8 08-4 11, Fax (0 53
31) 8 08-4 13, mailto:Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!,
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6. - 8. Dezember 2002
(Anmeldeschluss: 6. November 2002)
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Projekt TERRA NOVA - Weltenbau in der Sciencefiction

Erst im zwanzigsten Jahrhundert entwich die Sciencefiction aus dem Di-
ckicht schlecht gedruckter Schmuddel-Zeitschriften, erreichte die Hö-
hen gebundener Ausgaben und die Erfolge millionenfach gesehener Filme
- vielleicht gilt sie deswegen häufig als "Literatur des Atomzeital-
ters". Im Genre bietet vor allem die Sciencefiction-Kurzgeschichte un-
erschöpfliche Möglichkeiten. Welten können in wenigen Sätzen entworfen
werden, Ideen sind entscheidend für die Qualität der Geschichte, und
ein Autor kann mit schnelleren "Erfolgen" rechnen als bei dickleibigen
Romanen.

Wie aber entstehen solche Welten? Und wie baue ich meine Welt so, dass
der Leser sie für stimmig hält? Wie beschreibe ich eine Landschaft auf
einem fernen, sauerstofflosen Planeten, wie dessen Bewohner? Und woher
nehme ich all die zündenden Ideen für meine Geschichte?

Selbst bei der literarischen Kurzstrecke ist das Handwerk grundlegend
- und das soll beim "Projekt TERRA NOVA" geschult werden. Die Teilneh-
merinnen und Teilnehmer des Kurses versuchen gemeinsam eine stimmige
Sciencefiction-Welt zu entwerfen und sammeln gleichsam Bausteine, die
sie später für ihr "literarisches Haus" benötigen. Dafür erhalten sie
Vorgaben, die sie bei dem Entwurf der fiktiven Szenarien berücksichti-
gen müssen. Die gemeinsame Kritik berücksichtigt nicht in erster Linie
die stilistische Qualität der einzelnen Vorschläge, sondern ihre inne-
re Logik in Bezug auf die Aufgaben. Willkommen sind deswegen nicht nur
angehende SF-Schreiber, sondern alle, die sich gern konzeptionell mit
Weltenbau in der fantastischen Literatur beschäftigen möchten.

Leitung: Robert Feldhoff, Exposé-Autor der Perry-Rhodan-Serie, und
Klaus N. Frick, Sciencefiction-Redakteur
Kostenanteil: 120 Euro (234,70 DM) + 5 Euro (9,78 DM) für einen Reader
Anmeldung: Bundesakademie für kulturelle Bildung Wolfenbüttel, Post-
fach 11 40, 38281 Wolfenbüttel, Telefon (0 53 31) 8 08-4 11, Fax (0 53
31) 8 08-4 13, mailto:Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!,
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