Ausgabe 4-3 (20. März 2002)

Schreib-Kick
Echoservice
Autorenwissen
     "10 sichere Wege, (k)eine Geschichte
     zu veröffentlichen - Teil 1"
     von Cassidy Rees
Schreibkurs
     "Die Schreibgruppe WordArt und ihre Schreibspiele"
     von Ursula Schmid-Spreer
Buchbesprechung
     "Kürschners Deutscher Literatur-Kalender"
     "So verkaufen Sie Ihr Buch!"
     beide besprochen von Gabi Neumayer
Interview mit Andreas Eschbach - Teil 1
Frag den Experten für Verlagswesen
     (Bjørn Jagnow)
Frag den Experten für Sciencefiction
     (Andreas Eschbach)
Frag die Expertin für Sachbücher
     (Gabi Neumayer)
Frag die Expertin für Schreibhandwerk
     (Ute Hacker)
Frag die Expertin für Literaturagenturen
     (Petra Hermanns)
Frag die Experten für Kinderbücher
     (Kopietz & Sommer)
Frag die Expertin für Fantasy
     (Stefanie Bense)
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EDITORIAL:
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Liebe Autorinnen und Autoren,

das Editorial ist diesmal besonders umfangreich, und das aus gutem
Grund (dazu gleich mehr). Zunächst möchte ich unsere Kinderbuchexper-
tInnen Kopietz und Sommer verabschieden: Aus privaten Gründen können
sie nicht mehr als Experten zur Verfügung stehen. Sie haben mich gebe-
ten, euch aber mitzuteilen, "dass wir das Projekt nach wie vor für ei-
ne tolle Idee halten und die vielfältigen Fragen gerne beantwortet ha-
ben - in der Hoffnung, dem ein oder anderen ein wenig geholfen zu ha-
ben." Ich danke den beiden ganz herzlich für ihre Arbeit. Und wenn ich
es auch bedauere, dass sie nicht mehr zu unserem Expertenteam gehören
- in den Monaten ihrer Mitarbeit haben sie so viele Fragen so kompe-
tent und praxisnah beantwortet, dass alle AutorInnen auch weiterhin
davon profitieren können sollen: Im Zuge des Relaunchs unserer Website
(ich gebe Bescheid, wenn es so weit ist) werden wir alle Expertenant-
worten inklusive Suchmöglichkeit ins Netz stellen. - Vorübergehend
fungiere ich nun wieder als Kinderbuchexpertin, möchte euch aber bit-
te, bevor ihr mir Fragen schickt, auf die Website zu sehen: Kopietz/
Sommer haben auf nahezu jede interessante Frage bereits geant-
wortet!

Schon jetzt findet ihr auf unserer Website die Schreibgruppendaten-
bank, die Ute Hacker initiiert und umgesetzt hat. Und bald werden wir
dort die Publikationsmöglichkeiten ebenfalls zur Verfügung stellen -
Ursula Schmid-Spreer hat in den letzten Wochen bereits so viele Markt-
infos zusammengetragen, dass sie den Rahmen des Tempest sprengen. Wir
veröffentlichen die "Dauer-Märkte" daher ab sofort nur noch einmal im
Tempest und stellen sie danach auf die Website.

Aber jetzt zum Hauptthema dieses Editorials:

"Wie macht ihr das eigentlich alles mit autorenforum.de und dem Tem-
pest?" Diese Frage wird uns oft gestellt. Bisher lautete die Antwort:
viel Spaß und Engagement, viel Freizeit investieren, irgendwie die
Kosten tragen. Und es lohnt sich: Der Tempest hat sich als zentrale
Informations- und Professionalisierungsquelle für AutorInnen etab-
liert, euer Feedback und die steigenden AbonnentInnenzahlen zeigen das
deutlich. - Aber das bedeutet für uns auch: immer mehr Arbeit, immer
größerer Zeitaufwand (allein die Beantwortung der Mailanfragen für den
Tempest nimmt inzwischen jeden Tag ein, zwei Stunden in Anspruch). Und
die Kosten steigen natürlich auch, die wir nach wie vor selbst tragen:
für das Betreiben der Website, Online-Zeit, Porto, Telefon, Hardware
... Nicht zuletzt stecke ich mittlerweile so viel Zeit in die Arbeit
rund um den Tempest, dass ich - die ich ja selbständig bin und keinen
festen Job mit entsprechendem Einkommen im Rücken habe - inzwischen
Schwierigkeiten habe, "nebenbei" das notwendige Knäckebrot zu verdie-
nen.

Lange Rede, kurzer Sinn: Wir stoßen jetzt an unsere Grenzen. Nicht,
was die Freude an der Arbeit betrifft, aber was unsere finanziellen
Möglichkeiten angeht. Was tun? Wir haben lange diskutiert. Aufhören
möchten wir nicht, und wir wollen uns auch nicht an einen Geldgeber
"verkaufen". Ein fester Abonnentenbeitrag scheint uns ebenfalls nicht
die beste Lösung zu sein - der Tempest soll nach wie vor für alle of-
fen sein, auch für AutorInnen mit geringen finanziellen Möglichkeiten.

Deshalb haben wir uns entschieden, einen freiwilligen Jahresbeitrag
einzuführen. Viele von euch haben schon bekundet, dass ihnen unsere
Leistungen viel wert sind und dass sie bereit sind, dafür auch etwas
zu bezahlen. Wir bitten euch alle daher um einen freiwilligen Jahres-
beitrag von - als Richtwert - 15 Euro (das ist nicht mehr, als man für
eine beliebige Fachzeitschrift ausgibt). Wer mehr zahlen kann und
möchte, kann gern für einen anderen den Beitrag mit übernehmen; und
wer sich das nicht leisten kann, der hilft uns auch mit 5 oder 10 Euro
weiter. Bitte überweist euren Beitrag an:

autorenforum.de
BfG Bank AG
BLZ 550 101 11
Konto 14 24 18 99 00
Stichwort: "Beitrag 2002"

Ob ihr einen Dauerauftrag einrichtet, die Bankverbindung notiert und
beim nächsten Bankbesuch mitnehmt oder jetzt gleich per Online- oder
Telefonbanking überweist - wählt den Weg, der euch am liebsten ist.
Und zögert bitte nicht: um den Fortbestand des Tempest als offenes Me-
dium für alle AutorInnen zu sichern.

Der Tipp des Monats März, diesmal von mir (schickt mir eure Tipps!):

    Der mediafon-Newsletter bringt regelmäßig wertvolle
    Infos für selbständige JournalistInnen (und damit
    auch für professionelle AutorInnen) - beispielsweise
    zu rechtlichen Neuerungen (aktuell unter anderem:
    Urhebergesetz, Riester-Rente für FreiberuflerInnen?,
    Netz-Urheberrechte). Der Newsletter kann im Internet
    abonniert werden unter
    http://www.mediafon.net/newsletter.php3.


Mögen wir alle weiterhin viel Spaß am Tempest haben :-)

  Gabi Neumayer
  Chefredakteurin


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Marktinfo-Muster:
~~~~~~~~~~~~~~~~~

[Name der Publikation]

Konzept, Zielgruppe:

Erscheinungsweise:

Gesucht wird vor allem:

Länge der Beiträge:

Inhaltliche Vorgaben/Wünsche:

Formale Vorgaben:

Honorar:
Richtlinien anfordern bei:

Besonderer Tipp für die AutorInnen:

Kontaktperson:


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ISSN 1439-4669   Copyright 2002 autorenforum.de. Copyright- und
                 Kontaktinformationen am Ende dieser Ausgabe
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   INHALT DIESER AUSGABE:

      Editorial
      Inserate
      Schreib-Kick
      Echoservice
      Autorenwissen
          "10 sichere Wege, (k)eine Geschichte
          zu veröffentlichen - Teil 1"
          von Cassidy Rees
      Schreibkurs
          "Die Schreibgruppe WordArt und ihre Schreibspiele"
          von Ursula Schmid-Spreer
      Buchbesprechung
          "Kürschners Deutscher Literatur-Kalender"
          "So verkaufen Sie Ihr Buch!"
          beide besprochen von Gabi Neumayer
      Interview mit Andreas Eschbach - Teil 1
      Frag den Experten für Verlagswesen
          (Bjørn Jagnow)
      Frag den Experten für Sciencefiction
          (Andreas Eschbach)
      Frag die Expertin für Sachbücher
          (Gabi Neumayer)
      Frag die Expertin für Schreibhandwerk
          (Ute Hacker)
      Frag die Expertin für Literaturagenturen
          (Petra Hermanns)
      Frag die Experten für Kinderbücher
          (Kopietz & Sommer)
      Frag die Expertin für Fantasy
          (Stefanie Bense)
      Ausschreibungen
      Publikationsmöglichkeiten
           mit Honorar
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      Impressum

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Kleinanzeigen in "The Tempest"
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(Die Redaktion behält sich vor, Anzeigen zu kürzen oder Anzeigen, die
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Private Anzeigen kosten bis zu fünf Zeilen 1,60 Euro pro Zeile. Jede
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INSERATE:
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"Leben ist Frieden, der wie die Sonne über dem Wasser ruht und mit
seinen Strahlen jedes Herz berührt." Jürgen Mack NEU: Edition
"Wort-Geschenke", 4 Bücher mit Seele. Lesen Sie unter
http://www.juergen-mack.de, Bestellungen im Internet und in Ihrem
Buchhandel.
__________

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__________

Schon mal daran gedacht, eine professionelle Meinung einzuholen, bevor
Sie eine Geschichte bei einem Wettbewerb oder Verlag einreichen? Lek-
torin mit langjähriger Erfahrung bietet umfangreiche Analyse. Weitere
Infos unter: mailto:Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.


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SCHREIB-KICK:
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                                  (mailto:redaktion at autorenforum punkt de)


Unser Schreib-Kick für den Februar, diesmal von mir (schickt mir eure
Kicks!):

Schreibt eine oder zwei Seiten über einen Menschen, den ihr sehr gut
kennt, und zwar in der dritten Person ("er/sie"). Schreibt danach noch
einmal über diesen Menschen, aber diesmal in der ersten Person
("ich"). Vergleicht die Wirkung der Texte, und prüft, was sich alles
ändert, wenn ihr die Perspektive wechselt.


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ECHOSERVICE:
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                                  (mailto:redaktion at autorenforum punkt de)


Suche für Internetpräsenz Autoren (möchtegern), die einen eigenen Kopf
und Persönlichkeit besitzen und schon ein paar Texte rumliegen haben.
Zusammen können wir eine stilvolle "Internet-WG" gründen, auf der Be-
sucher dann jeden einzelnen Autor in seinem Bereich besuchen können.
(Leseproben, Infos über Verfasser, Gästebuch ...). So besteht die Mög-
lichkeit, mit Texten an die Öffentlichkeit zu treten und zu promoten.
Gerne auch neue/erweiternde Ideen.

Wenn möglich, auch Kenntnisse in Programmieren mitbringen - wenn Inte-
resse besteht, mit kurzer Info (Leseprobe?) melden bei Anna:
mailto:Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.


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AUTORENWISSEN:
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                                  (mailto:redaktion at autorenforum punkt de)


   "10 sichere Wege, (k)eine Geschichte zu veröffentlichen - Teil 1"
                           von Cassidy Rees


Gehören Sie auch zu den Leuten, die immer wieder Geschichten bei Aus-
schreibungen und Wettbewerben einsenden und noch nie veröffentlicht
wurden? Kennen Sie auch den Standardsatz der Verlage, dass Ihre Ge-
schichte leider nicht ins Verlagsprogramm passt und man Ihnen viel
Glück für Ihren weiteren Weg als Autor wünscht?

Vielleicht ist die Lösung Ihres Problems einfacher, als Sie glauben.
Während man Erfolg nicht garantieren kann und Glück bei einer Veröf-
fentlichung immer eine Rolle spielt, so gibt es auf jeden Fall die
"Misserfolgsgarantie".

Im Laufe meiner Lektoratsarbeit ist mir bewusst geworden, dass viele
Autoren bereits an ganz einfachen Standardvoraussetzungen scheitern.
Wenn man Tausende von Geschichten gelesen hat, bildet sich ein System
heraus, nach dem man innerhalb der ersten halben Seite bereits eine
Aussage über die Qualität eines Textes treffen kann. Für den Autor be-
deutet dies leider, dass ein Lektor - ständig im Stress und immer un-
ter Arbeitsdruck - bei Texten, die nicht den Standards entsprechen,
meist auch nicht mehr liest als eben diese erste halbe Seite.

In diesem Artikel finden Sie einige dieser typischen Fehler, die eine
Geschichte schon in der ersten Runde disqualifizieren. Die meisten da-
von lassen sich leicht vermeiden.


          Das Layout

Der berühmte erste Eindruck spielt auch bei Ihren Einsendungen eine
wichtige Rolle. Darum kann ich nur jedem Autor ans Herz legen, dem
Layout des Manuskriptes seine Aufmerksamkeit zu schenken.

Nicht alle Autoren sind Computerfreaks, und das verlangt auch keiner
von Ihnen, aber ein paar einfache Layoutstandards sollte jeder beherr-
schen. Kaufen Sie sich ein Buch mit entsprechender Anleitung, fragen
Sie Bekannte, Freunde, Verwandte, machen Sie einen Kurs an der Volks-
hochschule, aber vergeben Sie nicht die Chance auf einen positiven
ersten Eindruck.

Eine Aufgabe der Lektoren ist die Endabnahme des Satzes eines Textes.
Die Beurteilung der Lesbarkeit eines Buches, die ästhetische Stellung
von Bildern und Fotos zum Text, das alles gehört zu ihren Aufgaben.

Wenn man täglich mit Layout zu tun hat, entwickelt man nicht nur einen
gewissen Anspruch, sondern auch ein Auge für Details. Jeder Lektor
sieht, ob zwischen zwei Worten ein oder zwei Leerzeichen gesetzt wur-
den. Es gibt Lektoren, die können Ihnen auf den Millimeter genau sa-
gen, wie weit ein Bild rechts oder links verschoben ist.
Mit dieser Art von Menschen haben Sie es zu tun, wenn Sie einen Text
einsenden. Nehmen Sie sich das bei der Gestaltung zu Herzen. Das Manu-
skript sollten Sie nur lose mit einer Büroklammer zusammenstecken,
denn dann kann der Lektor es am besten lesen. Falls es keine Vorgaben
gibt, lassen Sie links einen Rand von 3 cm und rechts von 3,5 cm.
Dies gilt gerade dann, wenn Sie das Manuskript an einen Verlag schi-
cken. Der Lektor braucht rechts diesen breiten Rand, um Korrekturen
und Anmerkungen machen zu können.

Normalerweise werden Schriftgröße und Zeilenabstand bei einer Aus-
schreibung vorgegeben. Wenn das nicht der Fall ist oder Sie Ihr Manu-
skript an einen Verlag senden, hier mein Vorschlag:
- Schriftart: Times New Roman oder Courier
- Schriftgröße: 11 oder 12
- Abstand: 1,5-zeilig

Auf das Deckblatt gehören:
- der Titel der Geschichte
- die vollständige Adresse
- das Datum
- wahlweise auch die Anzahl der Zeichen (mit Leerzeichen)

Folgeseiten kann man beispielsweise so aufbauen:
- Kopfzeile: Vor- und Nachname (nicht bei anonymisierten Einsendun-
gen), Titel der Geschichte
- Fußzeile: Seitenzahl, eventuell Anzahl der Gesamtseiten (also zum
Beispiel "Seite 34 von 58")

Kopf- und Fußzeile trennen Sie am besten durch eine Linie vom Rest des
Textes ab. Dabei sollte der Abstand des Textes zur Linie mindestens
eine Zeile betragen. Hier darf der Schriftgrad 9 oder sogar 8 betra-
gen.

Bei fast jeder Ausschreibung, jedem Wettbewerb wird die Zeilenanzahl
pro Seite vorgegeben. Müssen Sie sich daran halten? Mein ehrlicher
Eindruck ist, wenn sich der Textumfang ungefähr im Rahmen der Aus-
schreibung befindet, zählt keiner die Zeilen nach. Allerdings geben
Sie im Zweifelsfall dem Verlag einen Grund, Ihren Text abzulehnen. Und
dieser Punkt addiert sich möglicherweise zu anderen Gründen. Am Ende
mag das der auslösende Faktor sein, warum jemand anders den Zuschlag
bekommt.


          Rechtschreibung

Fehler sind irritierend und reißen aus dem Fluss der Geschichte. Wenn
diese mitreißend ist - und davon gehen wir mal aus -, dann befindet
sich der Leser in einer anderen Welt. Er leidet mit den Figuren. Stol-
pert er dann über ein vergessenes Fragezeichen oder fehlende Anfüh-
rungsstriche, wird diese Verbindung zerstört, und es besteht jedes Mal
die Gefahr, dass der Leser die Geschichte aus der Hand legt.

Dies zu vermeiden ist einfach. Suchen Sie sich jemanden, der Ihre Ge-
schichte Korrektur liest. Wenn Sie niemanden im Verwandtschafts- oder
Freundeskreis haben, suchen Sie über Inserat oder über Lektoratsange-
bote im Internet nach jemandem. Die Investition lohnt sich.

Ich habe noch keinen guten Text gelesen, bei dem nicht Layout, Gramma-
tik und Rechtschreibung einen guten Eindruck hinterlassen hätten. Das
schließt natürlich nicht aus, dass eine Geschichte trotz dieser Mängel
gut sein kann, aber Sie sollten daran denken, dass Lektoren auch nur
Menschen sind ...

Manche dieser Fehler hinterlassen den unguten Eindruck, dass Ihnen Ihr
Text egal ist und Sie keinen zweiten Blick darauf geworfen haben. Und
warum sollte ein Lektor sich für einen Text interessieren, der dem Au-
tor egal zu sein scheint? Bedenken Sie auch: Selbst wenn diese Ge-
schichte es in die engere Auswahl schaffen sollte - es gibt genügend
Autoren, die ihre Sprache hervorragend beherrschen. Als Lektorin würde
ich jederzeit einem Text den Vorzug geben, den ich nicht bearbeiten
muss.

Es gibt einige typische Fehler, die mir immer wieder über den Weg lau-
fen:
- Die Anreden "du" und "euch" werden nur im Brief großgeschrieben,
nicht aber im Dialog.
- Um zwischen "das" und "dass" zu unterscheiden, muss man sich keine
komplizierten grammatikalischen Regeln merken. Wird ein Nebensatz mit
"das" eingeleitet, muss sich dieses "das" auf das Subjekt des Haupt-
satzes beziehen und lässt sich durch das Wort "welches" ersetzen ("das
Haus, das grün ist" = "das Haus, welches grün ist";  aber: "Mir ist
klar, dass ich den Unterschied lernen muss" nicht = "Mir ist klar,
welches ich den Unterschied lernen muss")
- Satzzeichen wie Punkt, Komma, Ausrufezeichen, Anführungsstriche wer-
den nicht durch ein Leerzeichen vom vorhergehenden Wort getrennt.
- Leiten Sie einen Dialog mit einem Doppelpunkt ein, geht der Satz
weiter. Das heißt, Sie sollten den Dialog nicht in einen neuen Absatz
setzen.
- Benutzen Sie keine Abkürzungen, also nicht "d. h.", sondern "das
heißt". Sie schreiben keinen Gesetzestext, sondern eine Geschichte.
- Zahlen werden in aller Regel ausgeschrieben. "Zehn Fehler können das
Aus für einen Text sein." Ausnahmen sind zum Beispiel Hausnummern oder
Telefonnummern, Größe und Alter.
- In der deutschen Sprache kommen zuerst das Anführungszeichen und
dann das Komma, aber zuerst der Punkt und dann das Anführungszeichen.
(Wenn man wie ich viele Texte im Englischen schreibt, können solche
Fehler passieren. Darum lasse ich am Ende über meinen Text ein Such-
programm laufen, das Komma/Anführungszeichen durch Anführungszei-
chen/Komma ersetzt.)
- Im Deutschen wird das Genitiv-s nicht durch ein Apostroph abgetrennt
wie im Englischen. Es heißt "Peters Manuskript" und nicht "Peter’s Ma-
nuskript". Auch hier hilft ein Suchprogramm beim Beseitigen des Feh-
lers (in Word unter Bearbeiten/Ersetzen).
- Die drei Punkte . werden vorne und hinten jeweils mit einem Leerzei-
chen abgetrennt. Genau wie der Bindestrich. (Den etwas längeren
Strich, der in Manuskripten gesetzt wird, bekommen  Sie, indem Sie
gleichzeitig die "Strg"-Taste und die "Minus"-Taste auf der Nummern-
tastatur drücken.)

Neue oder alte Rechtschreibung? Schauen Sie sich die Texte des Verlags
an, zu dem Sie Ihr Manuskript schicken wollen, und Sie erhalten die
Antwort, ob Sie auf die neue Rechtschreibung umstellen müssen. Warum
sollte ein Lektor einen Text in alter Rechtschreibung wählen, wenn er
einen vergleichbaren in neuer Rechtschreibung haben kann, den er nicht
mehr ändern muss?

Wenn Sie sich in der Rechtschreibung unsicher sind, schauen Sie doch
mal auf der Homepage vom Duden nach, dort sind alle Neuerungen er-
klärt: http://www.duden.de.

[Im nächsten Tempest geht es dann um den Aufbau der Geschichte, den
Aufbau einer Szene und Sprache/Visualisierung, und im Mai beschäftigt
Cassidy Rees sich mit Charakterisierung, Dialog/Beschreibung und Ori-
ginalität.]

                    **~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~**

Cassidy Rees ist Lektorin der Autorenschule des Weltbildverlags und
arbeitet als Dozentin im Bereich "Autorenausbildung". Außerdem arbei-
tet sie als Journalistin und Drehbuchautorin. Kurzgeschichten sind zum
Beispiel in den Anthologien "Die Spur des Gauklers in den blauen Mond"
und "Angsthasen" im Geest Verlag (http://www.geest-verlag.de) erschie-
nen.


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SCHREIBKURS:
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                                  (mailto:redaktion at autorenforum punkt de)


         "Die Schreibgruppe WordArt und ihre Schreibspiele"
     von Ursula Schmid-Spreer (mailto:Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!)


Leider war der Kurs an der Volkshochschule für "kreatives Schreiben"
ausgebucht. Ich war enttäuscht - aber dann kam mir der Gedanke, es
doch selbst einmal mit einer Anzeige zu versuchen und auf diesem Wege
schreibfreudige Leute zu finden. Gedacht, getan - und die Resonanz war
überwältigend.


          Kennen lernen

Ich bat meinen Lieblingswirt, mir das Hinterzimmer zu geben. Und dann
habe ich alle Leute zu einem Treffen eingeladen. Zwölf waren es, ich
war die Dreizehnte (!), Männlein und Weiblein, alle Altersstufen. Ge-
hemmt und (noch) etwas schüchtern. Nein, ich bin überhaupt nicht aber-
gläubisch! Nun lag es an mir, eine angenehme Atmosphäre zu schaffen.

Ich hatte Papier, Bleistift und Kopiervorlagen vorbereitet. Ich drück-
te jedem einen Kuli in die Hand und bat, ein Blatt auszufüllen. Ein
Beispiel:

++++++++++
Ich heiße: Ursula
Ich bin: Lehrerin und ? Jahre alt
Ich war: bis vor einigen Minuten noch etwas aufgeregt
Meistens: bin ich gut aufgelegt und fröhlich
Manchmal: bin ich wütend, wenn ich ignoranten Menschen begegne, die
Vogel-Strauß-Politik betreiben
Nie: würde ich Spinat essen!
Gestern: habe ich mir Gedanken über das Treffen gemacht
Heute: freue ich mich, dass es so viele Leute gibt, die gerne schrei-
ben und mitmachen möchten
Morgen: werde ich mir noch mehr Gedanken machen, wie unsere Schreib-
treffen positiv verlaufen könnten
Jetzt: bin ich sehr neugierig, wie ihr euch vorstellen werdet
++++++++++

So waren die Leute gleich beschäftigt, mussten nicht frei sprechen und
konnten ihre Gedanken zum Vorstellen schriftlich festhalten. Ich be-
gann, wobei ich mich an meinem Blatt Papier festhalten konnte. Wir ha-
ben viel gelacht bei dieser Runde, denn es war schon sehr lustig,
festzustellen, was die Schreiberlinge nie tun würden (z. B. Spinat es-
sen).

Diese kurze Vorstellrunde regte bereits eine kleine Diskussion an, und
so fasste ich schnell den Mut, die Anwesenden nach ihrer Motivation zu
befragen und danach, was sie eigentlich von der neu zu gründenden
Schreibgruppe erwarteten.


          Ziele

Ich versuchte deutlich zu machen, dass ich keine Selbsthilfegruppe
gründen wollte - sondern mit Menschen schreiben, und zwar regelmäßig
schreiben, der Phantasie freien Lauf lassen. Ich wollte die Gruppe mit
Reizwörtern reizen, Fortsetzungsgeschichten formulieren, Schreibspiele
spielen, Gedichte dichten, gemeinsam schreiben und vorlesen, kritisie-
ren (Netiquette beachten!), und das alles in angenehmer Stimmung. Die
anderen waren im Wesentlichen meiner Meinung. Sie wollten schreiben,
Gleichgesinnte kennen lernen, verschiedene Schreibrichtungen auspro-
bieren. Bei einem älteren Herren hatte ich den Eindruck, dass er mehr
autobiographisch schreiben wollte.

Wir machten einen neuen Termin aus. Bis dahin konnte sich jeder über-
legen, ob er/sie regelmäßig mitschreiben wollte.

Zum neuen Treffen kamen einige Leute weniger. Manche entschuldigten
sich (sie dachten, dass ich ein Verleger wäre und sie groß herausbrin-
gen könnte, oder sie wollten eine Art Selbsterfahrungsgruppe und über
ihre Probleme reden), manche blieben stillschweigend weg. Der harte
Kern reduzierte sich in den kommenden Monaten auf sechs Personen.


          Schreibspiele

Damit sich die Gruppe besser kennen lernte, bat ich sie, zwei Spalten
mit den Überschriften "Was ich mag" und "Was ich nicht mag" anzulegen.
Mit den Anfangsbuchstaben seines Vornamens beginnend, sollte jeder
seine Vorlieben und Abneigungen aufschreiben. So erfuhren wir, dass
einer unserer Herren ein ganz "süßer Schokoladenfan" war und ein ande-
rer am liebsten in Regenpfützen stapfte.

++++++++++
Beispiel zum Namen "Ursula":

Was ich mag

Urlaub
Rosen
Sonnenstrahlen und schreiben
USA, Unternehmungen
Lustig sein
Anekdoten und Geschichten
++++++++++

So ganz wagten wir uns noch nicht an eigene Geschichten. Es sollte zu-
erst etwas Gemeinsames werden.

.....................
Die Reihum-Geschichte
.....................
Wir einigten uns auf:
- weiblicher Name und Alter: Hortensie Pfannenstiel, 55 Jahre
- männlicher Name und Alter: Heribert Krummbiegel, 30 Jahre
- Ort: Paris
- Jahr: 1960
- roter Faden: schwarzes Strumpfband

Jeder hatte die Aufgabe, 6 bis 10 Sätze zu schreiben, dann wurde der
Text weitergegeben. Zweimal ließen wir den Text herumgehen, den
Schluss sollte dann wieder derjenige schreiben, der den Anfang ge-
schaffen hatte.

Das ergab sechs verschiedene Versionen zu einem Thema, denn vorgegeben
war ja der "rote Faden".
..............
Pressemeldung
..............
Jeder sollte eine der folgenden Fragen beantworten und den Zettel da-
nach an den Nachbarn weitergeben:
- Wer tut was mit wem? Bei welcher Witterung? Ortslage? Wer war dabei?
Was geschah dabei? Sonstige Umstände?

Aus den auf diese Weise gefundenen Begriffen sollte jeder eine Presse-
meldung formulieren.

......................
Ausgedachte Krankheit
......................
Auch hier bereitete ich wieder einen Text vor. Jeder Kulischwinger
ließ sich zu folgenden Schlagwörtern etwas Originelles einfallen (auch
hier wurde der Zettel nach jedem Schlagwort weitergeben):
- Krankheit
- Anzeichen/Symptome
- Behandlungsvorschläge
- Heilungsdauer

Ich hatte leichte Probleme, die Heilungsdauer meines "Wurmfortsatzpi-
ckels" zu bestimmen ... Aber ansonsten hat dieses Schreibspiel großen
Spaß gemacht.

...................
Rede und Gegenrede
...................
An einem anderen Schreibnachmittag loste ich Poetenpaare einander zu
und bat sie, die folgenden Fragen schriftlich in Rede und Gegenrede zu
beantworten.
- Allgemeine Unterhosenwaschpflicht in der BRD, ja oder nein?
- Die Bedeutung des Haarausfalls beim südamerikanischen Eisbären?
- Wie fühlt sich Tarzan in der Großstadt?


          Unsere Schreibgruppe heute

Unsere Schreibgruppe besteht nun schon seit fünf Jahren. Mittlerweile
haben wir auch einen Namen für uns gefunden: Wir sind die WordArtis-
ten. Wenn ihr uns auf unserer Seite besuchen wollt, dann schaut doch
mal bei http://www.wordart.home.pages.de vorbei. Wir treffen uns re-
gelmäßig alle drei Wochen, jetzt privat zu Hause bei mir, und bei ei-
ner Tasse Tee entstehen oft auch spontane Ideen zu einer Geschichte.
Wann immer mir ein ungewöhnliches Wort, eine Zeitungsüberschrift oder
eine Fernsehschlagzeile auffällt, überlege ich, ob man daraus ein
Schreibspiel machen könnte.

Spielt unsere Spiele doch mal nach und erzählt uns von euren Erfahrun-
gen. Viel Spaß!

                    **~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~**

Ursula Schmid-Spreer ist Lehrerin für Gesundheitsberufe (Zahnmedizin).
Als Ausgleich für den nicht immer ganz leichten Job schreibt sie gerne
- Briefe, Tagebuch und kleine Storys für ihre Tochter. Im Geestverlag
sind in einer Anthologie zwei Geschichten zum Thema Hoffnung von ihr
erschienen. Das Märchenbuch "Florian Floh" wurde im Thomas-Rüger-
Verlag veröffentlicht.


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BUCHBESPRECHUNG:
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                                  (mailto:redaktion at autorenforum punkt de)


               "Kürschners Deutscher Literatur-Kalender"
                     besprochen von Gabi Neumayer


Den "Kürschner" gibt es bereits seit 122 Jahren - da wird es Zeit,
dass wir ihn hier auch einmal vorstellen ...

Im Kürschner können sich (im Gegensatz zu anderen, nicht selten zwei-
felhaften Publikationen) AutorInnen mit ihren Veröffentlichungen kos-
tenlos eintragen lassen. Und sie tun es eifrig: 11 662 lebende
deutschsprachige AutorInnen verzeichnet die zweibändige Ausgabe
2000/2001, mit insgesamt etwa 125 000 Veröffentlichungen.

Doch das ist nicht alles. Darüber hinaus bietet der Kürschner zusätz-
liche Verzeichnisse in den Anhängen, die es in sich haben und die für
AutorInnen, aber auch für ÜbersetzerInnen von unschätzbarem Recherche-
wert sind:
- Literarische ÜbersetzerInnen mit Sprachenübersicht (567 an der Zahl)
- Belletristische Verlage mit Kurzangaben zum Programm (1 520)
- Literaturagenturen (59)
- Rundfunkanstalten (40)
- Literaturzeitschriften (331)
- literarische Feuilletons (31)
- Autorenverbände und -vereinigungen (549)
- Literaturpreise mit den PreisträgerInnen der letzten Jahre (520)

Die Eingetragenen sind außerdem in einem eigenen Überblick geogra-
phisch sortiert - der nächste Autor, der nächste Verlag wohnt viel-
leicht gleich bei euch um die Ecke ...

Ein solches Mammutwerk hat natürlich auch seinen Preis, und den wird
ein einzelner Autor kaum zahlen wollen oder können. Aber die Anschaf-
fung im Autorenverein, in einer größeren Schreibgruppe oder im Verband
kann sich für alle lohnen.

Weitere Infos zum Kürschner findet ihr unter http://www.saur.de/kdl.
Für die Zukunft ist übrigens ein vergleichbares Nachschlagewerk für
SachbuchautorInnen, -verlage etc. geplant.


"Kürschners Deutscher Literatur-Kalender", Ausgabe 2000/2001, zwei
Bände zu insgesamt 1 800 Seiten, 310 Euro, K. G. Saur Verlag


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BUCHBESPRECHUNG:
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                                  (mailto:redaktion at autorenforum punkt de)


            "So verkaufen Sie Ihr Buch!" von Britta Schwarz
                     besprochen von Gabi Neumayer


Wie verkauft man ein Manuskript an einen Verlag - und was kann man da-
nach tun, um den Verkauf des Buches zu fördern? Dieser Frage, die Au-
torInnen beschäftigen muss, wenn sie professionell arbeiten wollen,
geht Britta Schwarz in ihrem Ratgeber nach. Aber AutorInnen sind nur
eine der beiden Zielgruppen dieses Buches, die andere sind Selbstver-
legerInnen. Das erweitert einerseits die Perspektive, hat aber auch
zur Folge, dass nicht jedes Kapitel für AutorInnen und Selbstverlege-
rInnen gleichermaßen interessant ist.

Zum Inhalt: Schwarz fängt sinnvollerweise beim Selbstverständnis des
Autors an, über das er sich zunächst einmal klar werden sollte: Was
bedeutet Erfolg für mich? Welche Ziele verfolge ich als Autor? Welches
Image möchte ich aufbauen - und wie mache ich das? Weiter geht es mit
den den drei "Hürden" für ein Buch: Verlage, Handel, LeserInnen. Um
den Weg zur Veröffentlichung geht es in Kapitel vier, dann folgenden
Tipps zum Aufbau eines eigenen Verlags - mit Hinweisen zu den Chancen
und Risiken und Kalkulationshilfen.

Wie macht man Öffentlichkeitsarbeit? Wann lohnt sich Werbung? Und wie
betreibt man wirkungsvolles Internetmarketing? All das behandelt
Schwarz ebenso wie Networking und die Grundlagen der Kommunikation.

Besonders praktisch: die Checklisten am Ende der Kapitel. Sehr span-
nend sind auch die Einblicke in die Verlagspolitik und die zitierten
Studien zum Kauf- und Leseverhalten sowie die Zielgruppeneinteilungen
- es kann nicht schaden, wenn AutorInnen auch darüber Bescheid wissen.

Einige kritische Punkte: Die vielen Ausrufezeichen (schon im Titel)
stören. Manche Image-Tipps haben mich nicht überzeugt, NLP nimmt für
meinen Geschmack zu viel Raum ein, und den Tipp, in bestimmten Fällen
auch mal in teure Werbung zu investieren, würde ich an AutorInnen
nicht weitergeben. Aber abgesehen davon finden AutorInnen und
SelbstverlegerInnen in diesem Ratgeber viele wertvolle Informationen
und Anregungen dazu, wie sie ihr Werk und auch sich selbst wirkungs-
voll vermarkten können.


Britta Schwarz: "So verkaufen Sie Ihr Buch! Erfolgsstrategien und Mar-
keting für Autoren und Selbstverleger", 2001, 129 Seiten, 14,90 Euro,
Autorenhaus-Verlag

                    **~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~**

Aktuelle Veröffentlichungen: das Bilderbuch "Viele Grüße, dein Löwe",
Baumhaus Verlag, illustriert von Elena Conti, 9,90 Euro, für Kinder ab
3 Jahren; der Ratgeber "Liebe Grüße und Glückwünsche kurz und knapp",
Falken Verlag, 7,90 Euro. Mehr dazu und vieles andere rund ums Schrei-
ben auf meiner Homepage: http://www.gabineumayer.de.


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INTERVIEW:
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                                  (mailto:redaktion at autorenforum punkt de)


     "Ich war in akuter Gefahr, völlig zu versuhrkampen" - Teil 1
                    Interview mit Andreas Eschbach


Hans Peter Röntgen: Andreas Eschbach, du hast mehrere sehr erfolgrei-
che Bücher geschrieben. Auf deiner Homepage findet sich aber nicht nur
Werbung zu deinen Büchern, sondern es gibt auch eine Menge Anregungen
zum Schreiben, und du machst auch zahlreiche Schreibwerkstätten. Warum
machst du dir überhaupt diese Arbeit?

Andreas Eschbach: Ehrlich gesagt, die entsprechende Sektion auf meiner
Homepage betreibe ich, um mir Arbeit zu ersparen. Die Alternative wäre
nämlich, per E-Mail immer wieder dieselben Fragen zum Schreiben ge-
stellt zu bekommen, und das wäre nicht so lustig. Was die Schreibwork-
shops anbelangt, so viele sind es ja nicht - einer pro Jahr. Das kann
ich nicht im Ernst als Arbeit bezeichnen.

HPR: Wenn ich mir deine Antwort so ansehe und daran denke, dass 99%
der deutschen Autoren weder Schreibworkshops machen noch E-Mails mit
Fragen zum Schreiben beantworten: Habe ich Recht mit der Vermutung,
dass dir das auch Spaß macht?

AE: Es ist sogar eines der auffälligsten Motive in meinem Leben - was
immer ich gerade tue, wenn es irgendwie eine Möglichkeit dabei gibt,
nebenher ein wenig zu unterrichten, dann lande ich unweigerlich dort.
Als Schüler habe ich schwunghaften Handel getrieben mit Kurzzusammen-
fassungen des für eine Prüfung wichtigen Schulstoffs - man könnte auch
sagen, mit Spickzetteln -, als Student war ich der erste studentische
Mitarbeiter am Institut, der ein Fach betreut hat - Konstruktionslehre
- bis hin zur Notenvergabe, und ich hatte gerade bei einer EDV-Firma
angefangen, als ich mitbekam, dass die auch EDV-Kurse veranstaltete
... Man rate mal, was ich bald darauf machte. Na ja, und so ist es nur
konsequent, dass ich als Schriftsteller Schreibseminare gebe.


HPR: Hast du selbst an Schreibseminaren oder Schreibgruppen teilgenom-
men, bevor du deinen ersten Roman veröffentlicht hast?

AE: Als ich angefangen habe zu schreiben, gab es so etwas wie Schreib-
seminare hierzulande nicht nur nicht, man hatte noch nicht einmal die
Vorstellung, dass es so etwas überhaupt geben könnte oder sollte.
Trotzdem habe ich während meiner Studienzeit eine Schreibgruppe be-
sucht - allerdings eine von der Sorte, die einem eher nicht gut tun.
Das war, wie sollte es im universitären Umfeld anders sein, der Lite-
raturkreis des Studium Generale an der Universität Stuttgart. In so
einer Umgebung kann man mit Sciencefiction-Geschichten natürlich über-
haupt keine Punkte machen, und so was wie Spannung ist absolut su-
spekt. Da muss man elitär sein, schwierig, anspruchsvoll, dunkelsinnig
und so weiter - alle waren sie versammelt, die Krankheiten der typisch
deutschen Art, mit Schreiben umzugehen, hochkonzentriert in einem Raum
und höchst virulent. Die ersten Monate war ich völlig konfus, zweifel-
te an allem und jedem, vor allem aber an meiner Fähigkeit zu schrei-
ben, und fing an zu glauben, nur Sonette, alexandrinische Versmaße und
dunkle Metaphorik sei wahre Literatur. Ich war, kurz gesagt, in akuter
Gefahr, völlig zu versuhrkampen. Aber irgendetwas - ein Überlebensin-
stinkt vermutlich - bewahrte mich davor, indem es mich zunächst aufhö-
ren ließ, überhaupt etwas zu schreiben. Die Genesung dauerte ein paar
Jahre, aber schließlich kam ich so weit zu sagen: Scheiß drauf, das,
was ihr für Literatur haltet, ist alles gequirlte Kacke, und ich zeig
euch jetzt mal, wie es wirklich geht.

Wie das eben so ist im Leben: nichts ist nur schwarz oder nur weiß.
Vielleicht war es ein Trainingscamp, in das mich das Schicksal schick-
te, zur Abhärtung gegen schwafelige Kritik und zur Stählung meiner
Entschlusskraft, wer weiß? Jedenfalls, eines Tages stellte ich der
Runde eine Kurzgeschichte vor, die ich ziemlich gut fand, und danach
kam einer der anderen Teilnehmer auf mich zu, outete sich als Redak-
teur einer Stuttgarter Literaturzeitschrift und zuständig für Science-
fiction und fragte, ob ich nicht etwas für seine Rubrik hätte. Ich
sagte "Ja", und weil das gelogen war, ging ich heim und schrieb an ei-
nem Tag die Story, die heute in unveränderter Form das erste Kapitel
der "Haarteppichknüpfer" ist.


HPR: Wer gerne Fußball spielt, fängt vielleicht in der Kreisklasse an,
besucht Trainingslager, spielt irgendwann in der Landesliga und hofft,
dass er, wenn er intensiv genug trainiert und genügend Talent hat,
einmal in der Bundesliga landen wird. Beim Schreiben gibt es diese
Hierarchie nicht, da wollen alle gleich bei Suhrkamp oder Heyne veröf-
fentlichen.
AE: In Wirklichkeit gibt es sie natürlich doch, diese Hierarchie, und
es kann nicht schaden, beizeiten ein Gefühl dafür zu entwickeln, dass
man, wenn man eine Story in einem Literaturmagazin veröffentlicht hat,
gewissermaßen erst in der Kreisklasse spielt. Viele denken nämlich,
schreiben und veröffentlicht werden sei so eine "Alles-oder-nichts-
Geschichte" - entweder nobelpreisverdächtig oder aber völlig unfähig.
Von diesem hierzulande sehr verbreiteten Irrglauben muss man sich be-
freien. Schreiben ist eine Laufbahn, in der man sein Leben lang lernt
und übt und - hoffentlich - allmählich besser wird. Und während man
diesen Weg zurücklegt, veröffentlicht man immer mal wieder etwas. Na-
türlich kann es dann passieren, dass man sich Sachen anschaut, die man
vor zehn Jahren geschrieben und poliert und so gut gemacht hat, wie
man damals konnte, und förmlich über Sätze und Wendungen und Stellen
stolpert, die man heute ganz anders machen würde. Aber irgendwie muss
es sich ja auswirken, wenn man dazulernt, nicht wahr?

Ein solches "graduelles" Verständnis des Weges führt auch dazu, dass
man unterwegs viele kleinere, aber letztendlich genauso motivierende
Erfolgserlebnisse haben kann. Wie weit würde ein Fußballer kommen, der
sich jeden Morgen sagt, "ich bin nicht in der Nationalmannschaft, also
tauge ich nichts"? Jedenfalls nie in die Nationalmannschaft, so viel
steht fest. Nein, es geht darum, immer den sinnvoll nächsten Schritt
zu sehen. Wenn er in der Kreisklasse spielt, muss er sich Gedanken
darüber machen, wie er den Sprung in die Regionalliga schafft. Durch-
aus mit der Vision der Nationalmannschaft im Hinterkopf, aber eben als
Vision, als Leitstern am Horizont, über dessen Betrachtung man den Weg
nicht aus den Augen lassen darf, den man gerade geht.


HPR: Glaubst du, in den USA ist dies anders? Gibt es dort eher die
Möglichkeit, durch entsprechendes Training langsam immer besser zu
werden?

AE: Ich glaube, dass die überragende Stellung amerikanischer Autoren
vor allem aus der enormen Konkurrenzsituation zu erklären ist, in der
sie heranwachsen. Das lässt diverse ungünstige Ideen und Verhaltens-
weisen, die wir uns hierzulande leisten, gar nicht erst aufkommen. Und
abgesehen von der "Creative Writing"-Kultur - die, was man hört, so
furchtbar "creative" auch nicht immer sein soll - gibt es eben dreimal
mehr Amerikaner als Deutsche, dazu Kanadier und Engländer und Iren und
so weiter ... also ein schlicht wesentlich größeres Talentpotential.
Direkt in der Weltsprache zu schreiben hat nicht nur Vorteile. Es
setzt einen auch unbarmherziger Konkurrenz aus.


HPR: In der Branche heißt es oft, ein Autor solle sich nicht durch an-
dere Autoren lektorieren oder gegenlesen lassen, weil Autoren immer
versuchten, das Manuskript so zu verändern, wie sie es schreiben wür-
den. In deinen Seminaren sitzen angehende Autoren mit halbfertigen
Texten, zu denen du und auch die anderen etwas sagen. Sollte ein Autor
überhaupt über einen Text reden, bevor die erste Fassung steht? Führt
ihn das nicht dazu, dass er schreibt, wie der Seminarleiter es möchte
oder die anderen Seminarteilnehmer, dass er sich beeinflussen lässt,
seine individuelle Stimme verliert?

AE: Ein angehender Autor muss seine Stimme sowieso erst finden, und
was er dafür hält, sind zum größten Teil Manierismen, die er besser
heute als morgen los wird. Aber sich auf die Erwartungen anderer ein-
zustimmen und für die Gruppe oder den Seminarleiter zu schreiben, um
sich in der aktuellen Situation Streicheleinheiten abzuholen auf Kos-
ten der eigenen Entwicklung, das ist eine ernste Gefahr. Der man im
Grunde nur durch viel Abwechslung entgehen kann - andere Leser, andere
Meinungen, andere Umgebung. Und dadurch, dass man sich sehr, sehr
deutlich darüber klar wird, warum man eigentlich schreibt.

Abgesehen davon gibt es tatsächlich einen Punkt, bis zu dem man eine
Idee oder eine Textfassung für sich behalten sollte, und man muss un-
bedingt lernen, diesen Punkt wahrzunehmen und zu respektieren. Ist
diese "Schutzfrist" vorbei, kann man von Feedback profitieren - davor
schadet es in jeder Form, selbst als überschwängliches Lob.


HPR: Du zitierst oft Hemingway, einmal kann ich mich an Dürrenmatt er-
innern, beide gehören nicht zur Sciencefiction, sondern zur Hochlite-
ratur. Was kann ein Sciencefiction-Autor überhaupt von Autoren der
Hochliteratur lernen? Kann er von der klassischen Literaturwissen-
schaft lernen? Kann er aus Schreibbüchern lernen?

AE: Auch Sciencefiction-Literatur ist zunächst einmal Literatur, und
es wäre dumm zu glauben, dass sie nicht grundsätzlich denselben Regeln
unterliegt wie jede andere Literatur auch. Im Grunde ist nur das Sujet
anders. Hätte Hemingway sich für Raumfahrt interessiert statt für
Großwildjagd, hätte er sicher hervorragende Geschichten geschrieben,
die heute als SF laufen würden. "Schnee auf dem Olympus Mons" hieße
dann vielleicht eine, und es gäbe einen Roman mit dem Titel "Der alte
Mann und das All" ... Nun ja, das ist natürlich eine nette Träumerei.
Aber natürlich kann man von jedem Autor lernen. Wenn man ein Buch
liest, das einen beeindruckt - was sollte einen daran hindern, sich
dieses Buch wieder und wieder vorzunehmen, in dem Bemühen, herauszu-
finden, wie der Autor es gemacht hat?

Kann ein Schriftsteller von der Literaturwissenschaft lernen? Gerade-
heraus gesagt: Nein. Ich weiß nicht genau, wozu es so etwas wie Lite-
raturwissenschaft gibt und wozu sie gut sein soll, aber jedenfalls
nicht dazu, einem Schriftsteller zu helfen, besser zu schreiben. Ganz
verheerend ist es, Germanistik zu studieren - der sicherste Weg, sein
Talent abzutöten oder zumindest ernsthaft zu beschädigen.

Die so genannten "Schreibbücher"... Das ist so eine Sache. Was nicht
funktioniert, ist, sich zu sagen: "Ich kann doch nicht einfach drauf
los schreiben, ich muss erst mal lernen, wie man das richtig macht,
und deswegen les ich erst ein paar Bücher übers Schreiben." So jemand
wird im Lauf der Zeit zu einer beeindruckenden Sammlung derartiger Bü-
cher kommen und zum Dauergast in Schreibseminaren werden, bloß eines
wird er nicht zustande kriegen, nämlich ein Manuskript, unter dem "En-
de" steht. Anfangen muss man mit dem Schreiben selbst. Aufs Gerate-
wohl, einfach drauf los. Man muss es erst mal kräftig falsch machen,
ehe man eine Chance hat zu verstehen, was einem jemand übers Schreiben
erzählen will.


HPR: Ich kenne Texte von Hobbyautoren, da habe ich das Gefühl, der Au-
tor weicht konsequent der Geschichte aus, schlägt überall Haken, wo es
interessant wird. Ich kenne das auch von eigenen Texten. Du hast es
mal "die Angst des Autors vor dem eigenen Stoff" genannt. Ist dir das
auch passiert? Woher kommt diese Angst? Woran kann der Autor diese
Falle erkennen, was könnte er deiner Meinung nach dagegen tun?

AE: Na ja, woran erkennt man, dass man Angst hat? Eben daran. Im prak-
tischen Leben äußert sich das auf verschiedenste Weise - vielleicht
hat man angeblich eine Schreibblockade, oder man weicht eben den heik-
len Szenen aus. Und was tut man gegen Angst? Man muss sich ihr stel-
len, eine andere Möglichkeit gibt es nicht. Das ist wie im richtigen
Leben. Da gibt es für Autoren keine Sonderbehandlung. Und das ist ein
Punkt, an dem sich, wie es so schön heißt, "die Männer von den Knaben
scheiden".


HPR: Wie entwickelt man sich zum Mann (oder zur Frau)? Dürrenmatt soll
gesagt haben, eine Geschichte wäre erst dann fertig, wenn sie den
schlechtestmöglichen Verlauf genommen hat. Hieße das, ein Autor muss
vor allem an den Stellen weitererzählen, die er lieber nicht erzählen
würde, die ihm unangenehm sind, wo er zunächst nicht weiter weiß?

AE: Vor allem sind das die Momente, in denen die Geschichte sich des
Autors bemächtigt, nach ihm greift und ihn zwingt, sich einer Wahrheit
zu stellen. Wobei ich nicht einer Psychologisierung das Wort reden
will. Es geht nur darum, dass man sich eingesteht, hier stocke ich,
weil ich nicht weiter weiß; mein ursprüngliches Konzept funktioniert
irgendwie nicht, und ich weiß nicht, wie es weitergeht. Das ist wich-
tig: sich einzugestehen, "ich weiß gerade nicht weiter". Ich glaube,
das allein entsetzt einen Autor ja erst mal. Man hält es nicht aus,
nicht sofort eine Lösung parat zu haben, und ist deshalb leicht be-
reit, nach dem nächstliegenden Strohhalm zu greifen, und das ist eben
die Vermeidung. Vielleicht weiß man nicht weiter, weil man vor einer
Szene steht, der man sich von seinen Fähigkeiten nicht gewachsen
fühlt. Dann lässt man es aus, schildert die notwendigen Ereignisse in
der Rückschau oder als Bericht dritter Hand - das macht man ein paar
Mal, und das ganze Buch besteht aus Vermeidungen. Nein, man muss ran
an die Sache. Da ist also diese Szene. Ein erbitterter Streit zwischen
einem Mann und einer Frau. Liebesdrama. Man schreibt die Szene, so gut
man kann, und sie wird nicht gut. Man schreibt sie um, schreibt sie
nochmals. Schreibt vielleicht erst was anderes, um dann zu diesem
Punkt zurückzukehren. Dann, beim siebzehnten Umschreiben, kommen einem
plötzlich Erinnerungen an eine eigene schmerzhafte Trennung hoch, die
ganze Verletztheit, die ganze Enttäuschung, alles wieder da, frisch,
als wäre es gestern gewesen, und aus diesem Zustand heraus schreibt
man die Szene - und sie wird gut. Womöglich großartig. Und man selber
ist ein Stück heiler geworden, vielleicht. Oder vielleicht auch nicht,
das weiß man nie vorher.

[Den zweiten Teil dieses Interviews könnt ihr im nächsten Tempest le-
sen.]

                    **~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~**

Hans Peter Röntgen schreibt phantastische Geschichten
(http://www.roentgen-software.de/eigen/eigen.html), macht Textwerk-
stätten im Internet (http://www.roentgen-software.de/sws/sws.html) und
schreibt Artikel für den Tempest.


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UNSERE EXPERTINNEN UND EXPERTEN:
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Bitte schickt den ExpertInnen nur Fragen zu ihrem Expertenthema - kei-
ne Manuskripte zur Beurteilung. Speziell unsere Expertin für Litera-
turagenturen nimmt keine neuen AutorInnen an; Anfragen dazu sind daher
zwecklos.


  Fandom: Thomas Kohlschmidt
                                        mailto:fandom at autorenforum punkt de
  Fantasy: Stefanie Bense
                                       mailto:fantasy at autorenforum punkt de
  Heftroman: Arndt Ellmer
                                     mailto:heftroman at autorenforum punkt de
  Historischer Roman: Titus Müller
                            mailto:historischer.roman at autorenforum punkt de
  Kinderbuch: Gabi Neumayer
                                    mailto:kinderbuch at autorenforum punkt de
  Kriminalistik: Reiner M. Sowa
                                 mailto:kriminalistik at autorenforum punkt de
  Literaturagenturen: Petra Hermanns
                                       mailto:agentin at autorenforum punkt de
  Lyrik: Titus Müller
                                         mailto:lyrik at autorenforum punkt de
  Reiseführer: Gabriele Kalmbach
                                  mailto:reisefuehrer at autorenforum punkt de
  Sachbuch allgemein: Gabi Neumayer
                                      mailto:sachbuch at autorenforum punkt de
  Sachbuch Medizin/Psychologie: Maja Langsdorff
                                     mailto:med.psych at autorenforum punkt de
  Schreibgruppen: Ute Hacker
                                mailto:schreibgruppen at autorenforum punkt de
  Schreibhandwerk: Ute Hacker
                               mailto:schreibhandwerk at autorenforum punkt de
  Sciencefiction: Andreas Eschbach
                                      mailto:sf-autor at autorenforum punkt de
  Technische Literatur, CDs, Internet: Reinhard Mermi
                                       mailto:techlit at autorenforum punkt de
  Übersetzung: Barbara Slawig
                                 mailto:uebersetzerin at autorenforum punkt de
  Verlagswesen: Bjørn Jagnow
                                  mailto:verlagswesen at autorenforum punkt de



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FRAG DEN EXPERTEN FÜR VERLAGSWESEN:
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                  Bjørn Jagnow (mailto:verlagswesen at autorenforum punkt de)


Frage:
Als Hobbyschreiberin bin ich kurz vor der Fertigstellung der Biogra-
phie meiner Mutter. Ich plane eine Drucklegung über Books on Demand.
Es würde mich interessieren, ob es "Kollegen" gibt, die damit bereits
Erfahrung haben. Außerdem stellt sich mir die Frage, ob ich die Namen
unverändert nennen kann. Meine Mutter lebt nicht mehr, es leben noch
mein Bruder und meine Schwester. Das Geschriebene enthält nur Fakten
und ist nicht angetan, irgendjemanden zu verunglimpfen.


Antwort:
Zu Publishing on Demand gibt es zahlreiche Erfahrungen, die in Buch-
form oder auch im Netz diskutiert werden. Relativ gute Infos (vor al-
lem in der Mailingliste) gibt es auf http://www.literatur-fast-
pur.de/wzb/ bei den BoD_ies.

Die richtigen Namen zu verwenden, will ich Ihnen nicht ausreden, aber
ich muss Sie warnen. Zum einen muss nicht alles, was Sie als Fakten
bezeichnen, vom Betroffenen verstanden werden. Zum anderen fallen ge-
rade Fakten oft unter Datenschutz bzw. den Schutz der Persönlichkeits-
rechte.

Das heißt in der Praxis: Wenn sich nach der Veröffentlichung auch nur
eine der genannten Personen ungerecht dargestellt fühlt, kann dies
leicht zu einem Gerichtsverfahren führen! Wenn Sie sich vorher von al-
len Betroffenen eine Veröffentlichungserlaubnis unterschreiben lassen,
minimiert es das Risiko. Was machen Sie aber, wenn eine Person diese
Erlaubnis zurückzieht? Dann müssten Sie das Buch vom Markt nehmen.

Ich persönlich würde die Namen ändern. Denn außer Ihrem engsten Kreis
merkt ohnehin keiner etwas davon. Achten Sie auch darauf, dass die
Personen nach der Namensänderungen nicht durch andere Details erkannt
werden können. Im Zweifelsfall gibt es auch Probleme, wenn Sie von XY
sprechen, der 1995 in der Lindenstraße 12 gewohnt hat, oder schreiben,
dass XY der einzige einbeinige Busfahrer in der Stadt war. Damit las-
sen sich die realen Personen nämlich auch rekonstruieren!

                    **~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~**

Bjørn Jagnow, Jahrgang 72, Autor, Verlagsfachwirt, betreibt unter
http://www.writingbusiness.de/ ein Fachmedium für professionelles
Schreiben.


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FRAG DEN EXPERTEN FÜR SCIENCEFICTION:
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                  Andreas Eschbach (mailto:sf-autor at autorenforum punkt de)


Frage:
Ich bin auf Ihre Homepage über autorenforum.de gestoßen, weil Sie dort
als Experte für Sciencefiction aufgeführt sind. Ich schreibe gerade
einen SF-(ich nenne ihn lieber Zukunfts-)Roman und wollte Sie fragen,
ob Sie Fragen  zu naturwissenschaftlichen und technischen Problemen
beantworten würden.

Ich selbst bin relativ unbewandert in diesen Dingen. Z.B. habe ich ge-
lesen, dass Radioaktivität Luft elektrisch leitend macht. Wäre es mög-
lich, auf einem radioaktiven Leitstrahl (wie der auch immer funktio-
nieren könnte) Strom zu leiten wie über eine normale Drahtverbindung?


Antwort:
Luft wird elektrisch leitend, wenn sie ionisiert ist. Ionisierung
heißt, dass die elektrisch neutralen Moleküle in geladene Bruchstücke
zerfallen. Radioaktivität kann so etwas bewirken, allerdings muss sie
dazu von extremer Stärke sein - weit jenseits der Grenze, ab der sie
sofort tödlich für Organismen ist. Insofern glaube ich nicht, dass ein
solcher radioaktiver Leitstrahl den Segen des TÜV fände.

Strom durch Luft zu leiten entspräche außerdem jenem Vorgang, der bei
einer Blitzentladung in Sekundenbruchteilen vor sich geht. Ihr Leit-
strahl wäre also eine Art Dauerblitz - hell leuchtend, weil die Mole-
küle unterwegs energetisch angeregt würden, und entsprechend verlust-
reich. Sprich, es würde nur ein Bruchteil der ausgeschickten Energie
überhaupt ankommen. Nicht sehr ökonomisch, ökologisch schon gar nicht.
Es wäre eine Brachialmethode, Strom zu leiten.

Überlegen muss man noch, wie man den Stromkreis schließt. Denn wie Sie
sicher trotz aller Unbewandertheit wissen, muss Strom immer im Kreis
fließen. Deswegen gehen zwei Kabel zur Glühbirne und nicht nur eines.
Sie hätten also zwei Leitstrahlen, einer mit Strom hin, der andere zu-
rück. Aufgrund elektromagnetischer Effekte in Stromleitungen käme es
zu Beeinflussungen zwischen beiden, wobei ich mir aus dem Stand heraus
nicht sicher bin, ob sie sich anziehen oder abstoßen würden, wahr-
scheinlich Ersteres, in dem Bemühen, den Stromkreis kurzzuschließen.

Sprich: alles wenig plausibel. Sorry.

                    **~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~**

Andreas Eschbach, Jahrgang 1959, schreibt seit seinem 12. Lebensjahr,
studierte Luft- und Raumfahrttechnik und arbeitete zunächst als Soft-
wareentwickler. Bis Juni 1996 Geschäftsführer einer
EDV-Beratungsfirma, lebt er seither als freier Schriftsteller in der
Nähe von Stuttgart. Er ist verheiratet und hat einen Sohn. Sein aktu-
eller Roman "Eine Billion Dollar" ist bei Lübbe erschienen.


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FRAG DIE EXPERTIN FÜR SACHBÜCHER:
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                     Gabi Neumayer (mailto:sachbuch at autorenforum punkt de)


Frage:
Ich möchte ein Sachbuch über eine bestimmte Hunderasse schreiben. Nach
nunmehr einem Jahr Recherche möchte ich mit dem eigentlichen Schreiben
beginnen. Meine Frage, darf ich das ganze gesammelte Material verwen-
den, oder auf was muss ich achten?


Antwort:
Informationen, die du aus allgemein zugänglichen Quellen hast, kannst
du grundsätzlich verwenden. Natürlich darfst du keine Texte oder Text-
auszüge wörtlich übernehmen, sie sind ja durch das Urheberrecht ge-
schützt. Solange du aber die Informationen mit deinen eigenen Worten
verarbeitest, kannst du sie verwenden. Kurze (!) Zitate aus anderen
Texten sind ebenfalls erlaubt, sofern du die Quelle angibst.

Übrigens: Du solltest dir VOR dem Schreiben bereits einen Verlag su-
chen (anhand eines Exposés und einiger Probeseiten). Wenn es knifflige
Fragen gibt, kannst du sie mit den dort zuständigen Fachleuten am bes-
ten besprechen - und zwar bevor du mit dem Schreiben begonnen hast.

                    **~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~**

Aktuelle Ratgeber-Veröffentlichungen: "Liebe Grüße und Glückwünsche
kurz und knapp" (mit Ulrike Rudolph), Falken Verlag; demnächst: "Brie-
fe, E-Mails & Co", Eichborn Verlag. Mehr dazu und vieles andere rund
ums Schreiben auf meiner Homepage: http://www.gabineumayer.de.



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FRAG DIE EXPERTIN FÜR SCHREIBHANDWERK:
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                 Ute Hacker (mailto:schreibhandwerk at autorenforum punkt de)


Frage:
Seit einiger Zeit versuche ich einen Roman zu verkaufen. Offenbar ist
es aber bei einigen Verlagen und auch in anderen Literaturkreisen üb-
lich, das Manuskript zu verlangen und dann nie wieder - auch nicht auf
Nachfrage - von sich hören zu lassen. Abgesehen davon, dass ich diese
Ignoranz geradezu als Frechheit empfinde - eine E-Mail erfordert
schließlich kaum Zeit -, woher weiß ich, wann ich meine Hoffnungen be-
graben muss? Wenn ich nach vier Wochen keine Antwort erhalten habe?
Oder vielleicht nach einem Vierteljahr? Ist es allgemein üblich, ver-
langte Manuskripte nicht mehr zurückzuschicken, und wie lange braucht
ein Verlag in der Regel, um sich für oder gegen ein Manuskript zu ent-
scheiden?


Antwort:
Es ist sicher kein angenehmes Gefühl, vergeblich auf eine Antwort ei-
nes Verlags warten zu müssen, und ich kann Ihnen versichern, dass es
den meisten AutorInnen so geht. Zumindest den unbekannteren.

Bei seriösen Verlagen ist es nicht üblich, gar nichts mehr von sich
hören zu lassen, allerdings ist es beinahe unmöglich, eine generelle
Zeitspanne anzugeben. Wie Sie sicher aus der Presse wissen, werden
Verlage - und auch Agenturen - mit unverlangten Manuskripten über-
häuft, und es gilt, die berühmte Nadel im Heuhaufen zu finden, also
das Manuskript, das der nächste Bestseller werden könnte.

Sie schreiben, dass Ihr Manuskript angefordert wurde; Sie haben also
schon einmal Kontakt mit dem jeweiligen Verlag gehabt. Sie hätten also
unter Umständen die Möglichkeit gehabt, nachzufragen, wann in etwa Sie
mit einer Nachricht von Seiten des Verlags rechnen können. Überhaupt
empfiehlt es sich grundsätzlich immer, vor dem Verschicken eines Manu-
skripts mit dem jeweiligen Lektor Kontakt aufzunehmen, um eben auch
solche Fragen vorab zu klären. Wenn Sie wissen, dass der Verlag in der
Regel vier bis sechs Monate braucht, um ein Manuskript zu prüfen,
fällt das Warten etwas leichter.

Aus Erfahrung kann ich Ihnen sagen, dass E-Mail in Verlagskreisen noch
absolut unüblich ist. Selbst wenn die entsprechende Software vorhanden
ist, scheuen sich viele Lektoren, dieses Tool auch anzuwenden. Das
wird sich sicher in den nächsten Jahren ändern, aber vorerst sind es
nur die Ausnahmen, die per E-Mail mit einem Autor verkehren.

Allerdings ist es absolut üblich, ein Manuskript nicht mehr zurückzu-
schicken, wenn Sie nicht den entsprechend frankierten und adressierten
Umschlag beigelegt haben. Sie können bei einem großen Publikumsverlag
von ca. 10 bis 20 eingehenden Manuskripten pro Tag ausgehen; wenn der
Verlag das Porto für alle Rücksendungen zahlen müsste, würde das ziem-
lich ins Geld gehen.

Wie gesagt, eine Faustregel, wie lange ein Verlag für eine Beurteilung
braucht, gibt es nicht, das hängt auch vom Lektor und seinem Interesse
an Ihrem Buch ab. Vier Wochen sind auf alle Fälle unrealistisch, dann
schon eher drei Monate. Ich habe auch schon ein ganzes Jahr gewartet,
und da wollte der Verlag das Manuskript unbedingt von mir haben. Lei-
der gehört das Warten zu den lästigsten Aufgaben eines Autors.

Ich würde Ihnen raten, bei Verlagen, die Ihr Manuskript angefordert
haben, nachzuhaken, wann Sie mit einer Antwort rechnen können. Die
meisten werden zwar erst einmal herumdrucksen, doch in der Regel be-
kommt man, wenn man hartnäckig ist, eine Antwort. Schlagen Sie auf die
genannte Frist immer mindestens zwei Wochen drauf, denn oft liegt es
auch einfach am Versand.

                    **~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~**

Ute Hacker hat als Billie Rubin zahlreiche Krimikurzgeschichten veröf-
fentlicht. Ihre Kurzgeschichte "Tür an Tür mit Malice" wird im Herbst
in der amerikanischen Krimianthologie "The World’s Finest Crime and
Mystery Stories, Vol. III" erscheinen. Ihr erster Kriminalroman
"Schwabinger Schatten" wird im April 2002 beim Vertigo Verlag erschei-
nen. Mehr Informationen auf http://www.utehacker.de und
http://www.billierubin.de.


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FRAG DIE EXPERTIN FÜR LITERATURAGENTUREN:
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                      Petra Hermanns (mailto:agentin at autorenforum punkt de)

Frage:
ich hatte ihnen schon mal geschrieben und berichtet, dass einige ver-
lage sich für mein manuskript interessierten. trotz dieser kontakte
hat bisher kein verlag mein manuskript angenommen. weil ich das gefühl
habe, mich selbst evtl. nicht clever genug verkaufen zu können, habe
ich mich an eine etablierte agentur gewandt. die agentur hat mich an-
gerufen und gebeten, mein manuskript zur prüfung zu schicken.
allerdings hat mir inzwischen die lektorin eines sehr, sehr renommier-
ten verlags eine mail geschickt: sie hätte meine erzählungen mit gro-
ßem interesse gelesen, hielte sie nicht geeignet fürs hauptprogramm,
würde mich aber sofort an das taschenbuchlektorat weitergeben. außer-
dem möchte sie gerne mein roman-manuskript lesen. darüber habe ich
mich natürlich sehr gefreut. und jetzt zur frage:

1. falls ich einen vertrag mit der agentur unterschreibe, soll ich
dieser lektorin bescheid geben, dass in zukunft alles über die agentur
läuft? oder kann ich evtl. im vertrag mit der agentur festlegen, dass
schon bestehende kontakte über mich weiterlaufen? denn verkauft hätte
ich mein buch dann ja selbst, warum sollte ich der agentur provision
bezahlen?

2. oder soll ich mit der agentur einfach keinen vertrag abschließen,
so lange noch etwas in der schwebe ist?

3. die agentur möchte von mir die zusicherung, dass ich mein manu-
skript nicht weiter verschicke, so lange es bei ihnen zur prüfung
liegt. fair enough, aber was, wenn sich in genau dieser zeit der sehr,
sehr renommierte verlag bei mir meldet?

4. der bisherige kontakt mit lektoren war sehr aufschlussreich für
mich. die meisten  absagen gehen ausführlich auf schwächen und stärken
der texte ein. außerdem habe ich das gefühl, der direkte kontakt zu
den lektoren könnte für die zukunft nützlich sein? man hat halt schon
mal telefoniert und kennt sich ein bisschen. bei dem gedanken, das
vollkommen aus der hand zu geben, wird mir etwas mulmig. andererseits
nutzt der tollste kontakt nichts, wenn ich mein manuskript nicht ver-
kaufen kann. gibt es da einen mittelweg, so dass ich trotz agenturver-
trag mitkriege, was die lektoren zu meinen texten sagen?


Antwort:
zu Ihren grundsätzlichen Fragen kann ich vielleicht zunächst generell
Stellung nehmen:

Verlage mögen es nicht, wenn eine Autorin ein Manuskript direkt ein-
schickt, also keine Agentur erwähnt oder hat, und dann eine Agentur
auf den Plan tritt, die die Verhandlungen führt. Das heißt nicht, dass
der Deal dann platzt, aber es kann unschöne Stimmung geben. Meiner
Einschätzung nach müssen Sie in dieser Vereinbarung mit der Agentur
auch unterschreiben, dass das Projekt bei keiner anderen Agentur /
keinem anderen Verlag liegt - prüfen Sie noch einmal, ob Sie das auch
unterschreiben können.

Wenn Ihnen der Verlag, der momentan Interesse hat, gefällt und Sie
sich Ihr Werk dort gut vorstellen können, kommt natürlich bald der Au-
genblick, in dem Sie einen Verlagsvertrag unterschreiben dür-
fen/sollen/müssen, und dann könnten Sie das Know-how einer Agentur gut
gebrauchen. Eine Agentur verdient sich ihre Provision nicht nur durch
die Akquise! Wenn Sie die Rechtsanwaltskosten mit der Provision ver-
gleichen, machen Sie mit einer Agentur sicherlich den besseren Schnitt
...

Was nicht geht, ist, dass Sie der Agentur sagen, dass bestehende Kon-
takte von Ihnen direkt verfolgt werden - wozu sollte sich eine Agentur
dann um Sie bemühen? Und wie soll man das nach außen auf dem Markt
vertreten? Was vielleicht eine Möglichkeit wäre, ist, dem Verlag den
Sachverhalt so mitzuteilen, wie er ist, nämlich dass jetzt auch eine
Agentur Ihr Projekt prüft - denn eine Zusage haben Sie doch von der
Agentur nicht - oder? Da geht es doch nur darum, dass die Agentur das
Ms. prüft. Und dann könnte die Agentur im positiven Fall den Vertrag
verhandeln. Vielleicht sollten Sie auch ganz offen mit der zuständigen
Lektorin sprechen und dort ihren Rat einholen. Lektoren haben in der
Regel auch gute Kontakte zu den Agenten, so dass es nicht immer "sauer
aufstößt", wenn eine Agentur erst spät eingeschaltet wird.

PS: Natürlich "stört" die Agentur den Kontakt zu den Lektoren über-
haupt nicht! NUR: Sie müssen dann  mit den Lektoren nicht über Geld
reden! Natürlich ist der Lektor der Ansprechpartner für Sie - daran
rüttelt eine Agentur nicht.

                    **~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~**

Petra Hermanns begann 1996 als freie Mitarbeiterin bei der Literari-
schen Agentur Brigitte Axster mit dem Handel mit Rechten und Lizenzen.
Seit 1998 betreibt sie die Literaturagentur Scripts for sale in Frank-
furt und hat sich auf deutschsprachige Projekte spezialisiert.


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FRAG DIE EXPERTEN FÜR KINDERBÜCHER:
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    Gerit Kopietz und Jörg Sommer (mailto:kinderbuch at autorenforum punkt de)


Frage:
Ich habe eine Idee für ein Kinderbuch. Lesealter 8 Jahre, Umfang 96
Seiten ... doch Problem: Ich habe mindestens vier Hauptfiguren. Wie
kann ich die Storyoutline und das Manuskript am besten aufbauen? Sind
vier oder mehr Hauptfiguren für Kinder dann zu viel, zu unübersicht-
lich, oder hilft da mit Figurenwechsel ein Kapitelwechsel inkl. Per-
spektivwechsel?

Okay, im schlimmsten Fall mache ich das mit meiner Lieblingsfigur,
doch auch die anderen sind mir ans Herz gewachsen, und das Schicksal
teilt die Gruppe. So muss ich ja die Grüppchen weiterverfolgen, bis
sie sich wiederfinden?


Antwort:
Also: Ab 8 Jahren würde ich dafür plädieren, die Perspektive nicht zu
oft zu wechseln. Parallele Handlungsstränge überfordern die Leser
meist noch - glauben die Lektoren. Und deshalb ist es wahr. Lösungs-
vorschlag: Ruhig alle vier zu Protagonisten machen, aber eine HAUPTFI-
GUR herausarbeiten, aus deren Perspektive erzählt wird. WENN eine
Trennung der Handlung zwingend erforderlich ist, dann nicht erzählen,
sondern später über Berichte an die Hauptperson darstellen.

Ab 10 Jahren zum Beispiel ist es ganz anders. Da können parallele
Handlungsverläufe (nie mehr als drei!) durchaus als Spannungsmittel
eingesetzt werden. Beispiel: unsere neue MEGAPARK-Reihe bei Bertels-
mann. Aber auch hier ist es besser, sich auf eine bis max. drei Haupt-
figuren zu konzentrieren. Vier sind gefährlich. Da braucht man Erfah-
rung, um den Leser nicht zu überfordern.

++++++++++

Frage:
Haben Sie einen Verlagstipp für eine Fantasystory für Kinder mit "el-
fischem Touch"?


Antwort:
Keinen Tipp, nur ein Depressivum: Fantasy ist out. WEGEN Harry Potter.
Da haben sich die Verlage nämlich im vergangenen Jahr in einen Rausch
gekauft. Vor einem Jahr konnte man fast alles losschlagen, was irgend-
wie nach Fantasy roch. Jetzt sitzen die Verlage auf Manuskripten die
bis zum Jahr 2007 (z. B. beim Potter-Verlag Carlsen) reichen. Also:
Probieren ist okay, aber nicht zu optimistisch sein!

++++++++++

Frage:
Sollte man beim Einreichen des Manuskriptes bereits alle dazugehörigen
Illustrationen komplett beilegen, oder reicht erst einmal eine kleine-
re Kostprobe, oder wartet man erst mal ab, ob das Manuskript überhaupt
auf Interesse stößt?

Antwort:
Wenn Sie schon alle Illustrationen haben, dann sollten Sie diese auch
mit einreichen. Denn letztlich ist der Illustrationssteil meist das
entscheidende Argument für oder gegen eine Veröffentlichung. Sie soll-
ten allerdings nur dann Illustrationen mit anbieten, wenn diese ABSO-
LUT PROFESSIONELL und publikumsfähig sind. Ich schreibe das so deut-
lich, weil amateurhafte Buntstiftbildchen in 30% aller Fälle von Bil-
derbuchautoren mit eingereicht werden - und in 100% der Fälle zur Ab-
lehnung des gesamten Projektes führen. Immerhin sind nahezu 3/4 aller
Bilderbücher von einem Autoren/Texter-Duo. Dafür gibt es Gründe: Nur
die wenigsten Autoren können wirklich professionell zeichnen, und die
meisten Illustratoren beherrschen das Texten nicht perfekt genug. Es
gibt Ausnahmen. Die Frage ist nur: Gehören Sie dazu? Lösungsvorschlag:
Erst mal nur Manuskript einreichen und ggf. anbieten, Probeillustrati-
onen anzufertigen, aber gleich signalisieren, dass man auch mit Fremd-
illustratoren einverstanden ist.


Frage:
Wie werden die Bilder überhaupt eingereicht - per Original, per Farb-
kopie oder per Datenträger?

Antwort:
Farbkopie. NIE Originale. Denn die Bearbeitungszeit im Lektorat kann
bis zu eineinhalb Jahren dauern. Außerdem ist es eine Zumutung, von
einem Verlag zu verlangen, ungefragt eingereichte Originale auf eigene
Kosten zurückzusenden. Bei bis zu 100 Manuskripten im Monat ...


Frage:
Gibt es Richtlinien bezüglich der Größe der Bilder?

Antwort:
Ja: das Verlagsprogramm. Die meisten Bilderbuchverlage haben ein oder
zwei Standard-Buchgrößen, die aus guten produktionstechnischen Gründen
gewählt werden. Als Neuling hat man kaum Chancen, ein spezifisches
Buchformat durchzusetzen. Also: In die Buchhandlung gehen und ausmes-
sen ...


Frage:
Muss man sich selbst Illustratoren suchen, falls die Illustrationen
sich als zu schwierig für mich erweisen, oder wird bei den Verlagen
auch zwischen Autor und Illustrator vermittelt?

Antwort:
Das machen fast immer die Verlage. Und das ist auch gut so. Für Sie
spart dies eine Menge Arbeit und vermindert das Risiko, dass der Text
gefällt, aber die Illustration nicht. Außerdem koordiniert das Lekto-
rat dann zwischen Texter und Zeichner. Auch die Verträge werden des-
halb meist individuell ausgehandelt.

                    **~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~**

Gerit Kopietz und Jörg Sommer leben und arbeiten seit etwa zehn Jahren
zusammen. In dieser Zeit haben sie vier Kinder und etwa 60 Bilder-,
Kinder- und Jugendbücher produziert, die mit nahezu einer Million Auf-
lage und Übersetzungen in 16 Sprachen sehr erfolgreich sind. Seit drei
Jahren leben die beiden ausschließlich vom Schreiben. (Weitere Infos
findet ihr auf ihrer Homepage: http://www.kopietz-sommer.de.)


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FRAG DIE EXPERTIN FÜR FANTASY:
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                     Stefanie Bense (mailto:fantasy at autorenforum punkt de)


Frage:
Ich habe bereits ein Fantasybuch geschrieben, das ich gerade versuche
zu veröffentlichen, aber das mich wahrscheinlich ein Menge Geld kosten
wird, das ich als Studentin leider nicht wirklich besitze. Nun meine
Frage: Gibt es hier in Deutschland denn wirklich keine anderen Mög-
lichkeiten, seine Bücher zu veröffentlichen? Die meisten Verlage lesen
ja nicht mal auch nur ein kleines Stückchen in das Manuskript hinein,
sondern schicken es ungelesen mit einer "Allerweltsabsage" wieder zu-
rück. Was kann ich also anderes tun?


Antwort:
Zunächst einmal: HÄNDE WEG von einem Verlag, der Geld von der Autorin
will, um das Buch zu veröffentlichen!!! Diese Druckkostenzu-
schuss-Verlage haben in der Regel kaum Verbreitungsmöglichkeiten, ihre
Produkte werden nicht rezensiert, und du zahlst viel mehr, als du bei
einem ordentlich arbeitetenden Copy-Shop zahlen müsstest. Wer einmal
in so einem "Verlag" publiziert hat, den nehmen die "richtigen" Verla-
ge zudem meist nicht mehr ernst.

Für alle Manuskripte gilt: Wenn es wirklich gut ist, dann findet es
seinen Verlag, das kann eben dauern. Aber frage dich mal, ob dein Ma-
nuskript wirklich optimal ist. Warum interessiert sich denn kein Ver-
lag dafür? Diese Allerweltsabsagen schicken die meisten Verlage nur,
weil sie keine Kapazitäten und Zeit haben, um einem Autor zu erklären,
dass sein Manuskript recht überarbeitungsbedürftig ist. Verständli-
cherweise können sie sich auf keine Diskussionen einlassen. (Sie tun
es manchmal dort, wo sie der Meinung sind, dass es sich lohnen würde.)

Nebenbei gesagt: Wenn man hier in Deutschland nicht gerade wie Tolkien
oder Rowling schreibt, hat man es ziemlich schwer, überhaupt Fantasy
zu veröffentlichen. Dennoch: Es gibt einige, die das im Bereich DSA
(Das Schwarze Auge) schaffen, und ein, zwei, die sogar reihenungebun-
dene Werke bei Heyne untergebracht haben. Wenn ein Manuskript also gut
ist ...

Selbst, wenn ein Verlag dein Manuskript akzeptieren könnte, so planen
die Marketingabteilungen meist ein ganzes Jahr im Voraus, so dass ihr
Programm oft wirklich festliegt. Da lässt sich kaum etwas einschieben.
Und es wird immer härter kalkuliert, die kleinen Verlage von Konzernen
aufgekauft und knallhart am Markt verkauft. Das bedeutet: Was sich
nicht verkauft, wird nicht verlegt.

Zum Dasein einer Autorin gehört leider auch die "Ochsentour": Anbieten
des Manuskripts, Absage kassieren, erneutes Anbieten des Manuskripts
bei einem anderen Verlag, Absage kassieren usw. Da kommt niemand drum
herum.

                    **~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~**

Stefanie Bense lebt und arbeitet in Hannover, gibt seit 1993 Schreib-
kurse, veröffentlicht sporadisch und schreibt - was sonst - an ihrem
ersten Roman. Kontakt: mailto:Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.


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AUSSCHREIBUNGEN:
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      (Quellen: Westfälisches Literaturbüro, uschtrin.de,
          Federwelt, clickfish.com, Presseinfos u. a.)

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1. Januar bis 31. März 2001
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160 Zeichen. SMS-Literatur auf kleinstem Raum

Seit Jahresbeginn läuft der 2. Literaturwettbewerb. Beiträge können
auch in diesem Jahr in drei Kategorien abgegeben werden, die Themen:
"Angst", "Eifersucht", "Lust". Für alle Kategorien gilt erneut die
formale Begrenzung auf 160 Zeichen.

Kann man sich wirklich so kurz fassen, wenn man etwas zu sagen hat?
Eine Frage, die sich nicht nur bei der alltäglichen Kurznachricht
stellt.

Veranstalter: Uzzi Verlag, http://www.160-Zeichen.de,
mailto:Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!


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22. März 2002
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Sechster Klagenfurter Literaturkurs 2002

Er wird vom 23. bis 26. Juni 2002 von der Kulturabteilung der Stadt
Klagenfurt und vom ORF Landesstudio Kärnten veranstaltet. Maximal zehn
Autorinnen und Autoren werden eingeladen.

Das Programm:
- Tutorien mit erfahrenen Kolleginnen und Kollegen (Gespräche über den
eingereichten Text)
- Diskussionen zu den Bedingungen von Literatur und Schreiben
- die Möglichkeit, die Tage der deutschsprachigen Literatur (Inge-
borg-Bachmann-Preis) als Gast zu besuchen (26. - 30. Juni 2002)
- Reisekosten und Unterkunft sowie Verpflegungsgutscheine für die Zeit
des Literaturkurses und der Tage der deutschsprachigen Literatur (23.
- 30. Juni 2002)

Die Bedingungen:
- nicht älter als 35 Jahre (Stichtag: 22. März 2002)
- mindestens eine literarische Veröffentlichung (deutschsprachig, kei-
ne Übersetzung)
- als adäquate Veröffentlichung gelten Prosaarbeiten in Buchform, Bei-
träge für im Buchhandel erhältliche Anthologien und Zeitschriften
- als nicht adäquat gelten Texte, die im Eigenverlag erschienen sind
- von der Teilnahme ausgeschlossen sind Kandidatinnen und Kandidaten
der Tage der deutschsprachigen Literatur 2002

Interessierte schicken eine Textprobe (ausschließlich Prosa) mit einem
Schriftgrad von mindestens 12 Punkt im Umfang von maximal 10 Seiten
jeweils in sechsfacher Ausfertigung, einen Lebenslauf mit Bibliogra-
phie, ein Foto in Druckqualität (es sollte honorarfrei zur Verfügung
stehen) und Adressangaben an das: Robert-Musil-Literatur-Museum, Dr.
Heimo Strempfl, Bahnhofstraße 50, A-9020 Klagenfurt, Tel.: (++43) 4
63-50 14 29 (Fax: -1),  E-Mail: mailto:Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.
Literaturkurs-Teilnehmerinnen und Teilnehmer werden Anfang Mai 2002
persönlich verständigt. Weitere Informationen unter:
http://www.musilmuseum.at.


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31. März 2002
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NDL-Preis

Der "neue deutsche Literaturpreis" wird von der Zeitschrift "neue
deutsche literatur" (ndl) und dem Aufbau-Verlag ausgeschrieben. Er ist
mit 20 000 DM dotiert und mit dem Abschluss eines üblichen Verlagsver-
trags für die Veröffentlichung im Hardcover-Programm der Auf-
bau-Verlagsgruppe verbunden. Der Preis wird für einen Text vergeben,
der sich durch eine mit sprachlicher Meisterschaft erzählte Handlung
auszeichnet und in der traditionellen Form des Romans oder der Novelle
geschrieben ist.

Ausgesprochene Genretexte (Krimi, Sciencefiction, Fantasy usw.) sind
vom Preis ausgeschlossen. Eingereichte Manuskripte müssen mindestens
100 Seiten (in losen Blättern) umfassen und in deutscher Sprache ge-
schrieben sein. Berücksichtigt werden nur unveröffentlichte Texte. Ein
Exposé und eine Kurzbiographie sind beizulegen. Manuskripte werden nur
zurückgesandt, wenn Porto beiliegt. Die Preisträger werden während der
Frankfurter Buchmesse 2002 bekannt gegeben.

Einsendungen (versehen mit dem Kennwort "ndl-Preis") an: Aufbauverlag,
Neue Promenade 6, 10178 Berlin


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30. April 2002
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Wiener Werkstattpreis

Der Literaturpreis des Wiener Werkstattpreises wird 2002 für Kurzprosa
und Lyrik vergeben. Jede/r kann zum Thema "Freiheit?" einen Text von
maximal 5 Seiten bzw. 10 Gedichte einreichen. Der Preis ist mit 2 800
Euro dotiert.

Zur Teilnahme ist unbedingt ein Teilnahmeformular auszufüllen, das un-
ter http://www.werkstattpreis.net zu finden ist.

Einsendungen an: Wiener Werkstattpreis, c/o Peter Schaden, Schönbrun-
ner Straße 79/19, A-1050 Wien, Telefon: (00 43/1) 5 45 50 32


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30. April 2002
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Büchergilde: Essaypreis 2002

Die Büchergilde Gutenberg veranstaltet einen Essaywettbewerb zum Thema
"Sehnsucht nach Sinn? Lebensziele und Wertvorstellungen im vereinten
Europa".

Der Preis ist mit 2 500 Euro dotiert, teilnehmen können junge Menschen
bis 30 Jahre. Die besten Beiträge erscheinen im Oktober in einem Band
der Edition "Zeitkritik".

Die Ausschreibungsunterlagen können heruntergeladen werden unter:
http://www.buechergilde.de (PDF-Format).


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1. Mai 2002
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2. FiFa-Schreibwettbewerb

Schreibwettbewerb für Schüler und andere junge deutschsprachige Auto-
ren vom FiFa-Fiction&Fantasy e. V. München - Verein zur Förderung des
deutschsprachigen Autoren-Nachwuchses

Preise (Urkunde und Sachpreis, z. B. Buch oder CD) werden vergeben in
den Bereichen
- Romane (längere Erzählungen)
- Kurzgeschichten
- Gedichte und Liedtexte
- Theaterstücke (einschließlich Sketche)
- Comics

und zwar getrennt für die Altersstufen
- Kinder bis 12 Jahre
- Jugendliche von 13 bis 17 Jahren
- Erwachsene ab 18 Jahre (ohne Altersbeschränkung nach oben)

Die Textbeiträge müssen als MS-Word-Dateien (Bilder bei Comics als
JPG-Dateien) eingesandt werden an: mailto:Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! oder
auf Diskette oder CD-ROM an: FiFa-Fiction&Fantasy e. V., Spalatinstr.
23, 81739 München. Bei Postversand müssen Briefmarken im Wert von 3 DM
(oder der entsprechende Wert in Euro) als Rückporto beigelegt werden.
Die TeilnehmerInnen müssen neben der Postanschrift auch ihr Geburtsda-
tum angeben (wegen der verschiedenen Altersgruppen).

Weitere Informationen unter: Telefon: (01 77) 7 50 29 37.


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3. Mai 2002
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7. Allegra-Literaturwettbewerb

Gesucht werden Kurzgeschichten (keine Gedichte!) zum Thema "Das
Meer-Prinzip". Länge: maximal 10 Manuskriptseiten, pro Seite maximal
30 Zeilen. Mit Schreibmaschine oder Computer geschrieben, keine hand-
schriftlichen Einsendungen.

Wer mitmachen möchte, darf zum Zeitpunkt der Einsendung noch kein Buch
veröffentlicht haben, und der Beitrag muss exklusiv für Allegra ver-
fasst sein. Auf dem Manuskript selbst darf kein Name stehen. Mitarbei-
ter des Axel Springer Verlags dürfen nicht teilnehmen.

Eine Jury aus Allegra-Redakteuren und Autoren trifft eine Vorauswahl
aus allen Einsendungen. Diese etwa 50 Kurzgeschichten werden dann ei-
ner Profijury aus Schriftstellern und Verlagsprofis vorgelegt. Die Ge-
winner werden im Sommer 2002 benachrichtigt.

1. Preis: ein Renault Twingo
2. Preis: eine Kanada-Reise
3. Preis: ein DVD-Player

Für die Dezember-Ausgabe von Allegra wird ein Sonderheft produziert,
in dem alle Gewinner und ihre Geschichten vorgestellt werden. Mit der
Teilnahme am Wettbewerb erklärt ihr euch einverstanden, in Allegra mit
Bild und vollem Namen zu erscheinen, wenn eure Geschichte einen Preis
gewinnen sollte. Außerdem soll auch im nächsten Jahr in Zusammenarbeit
mit dem Knaur Verlag eine Anthologie mit den besten Einsendungen des
Wettbewerbs erscheinen.

Das Manuskript - mit einigen Angaben zur Person auf einem Deckblatt -
schickt bitte an: Redaktion Allegra, Stichwort: "Meer-Prinzip", 20691
Hamburg.


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31. Mai 2002
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Story-Olympiade 2002

Thema: Hexen, Magier, Scharlatane
Genres: Phantastik, Mystery, SF, Fantasy, Horror, Märchen

Die Sieger (Platz 1-3) erhalten die Möglichkeit, gemeinsam einen Roman
zu schreiben. Dieser wird im Rahmen der Reihe "Story-Olympiade Spezi-
al" veröffentlicht. Außerdem erscheinen die besten 20 bis 30 Geschich-
ten in der jährlichen Wettbewerbs-Anthologie.

Weitere ausgewählte Autorinnen und Autoren können ihre Wettbewerbsbei-
träge bei Warp-Online präsentieren, dem umfangreichsten Fantastik-
Online-Portal Europas mit 16 000 Besuchern pro Monat.

Eindeutig Gewalt verherrlichende, sexistische oder diskriminierende
Stories werden nicht berücksichtigt. Ebenso Fan-Fiktion (Star-Trek,
Akte X etc.), da die Rechte bei den jeweiligen Gesellschaften liegen.
Ausschnitte aus Romanen oder längeren Erzählungen/Serien weisen wir
genauso zurück wie Lyrik.

Teilnahmebedingungen:
- Die Einsendungen dürfen weder in gedruckter Form noch im Internet
veröffentlicht werden (worden sein), bevor die Juryentscheidung gefal-
len ist.
- Länge der Beiträge: max. 20 000 Zeichen inklusive Leerstellen. Die
Siegerstories der letzten Jahre hatten fast alle zwischen 12 000 und
15 000 Zeichen. Dies scheint ein Umfang zu sein, der von jungen Auto-
ren gut zu meistern ist.
- Formatierung: nur Fließtext (WORD=Format:Standard), einzeilig, Times
New Roman 10 oder Courier 10, Hervorhebungen nur kursiv, keine sonsti-
gen Formatierungen, kein Erstzeileneinzug, keine Kopf- oder Fußzeilen,
keine Seitenzahlen. Am Anfang  des Textes nur Titel und AutorIn, am
Ende der Geschichte Name, Adresse, E-Mail, evtl. Pseudonym.

Die Beiträge können per E-Mail an mailto:Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! einge-
reicht werden. Der Text selbst kann als Word- oder RTF-Dokument (auch
gezippt) angehängt werden.

Rechtliches:
- Teilnahmeberechtigt sind Autorinnen und Autoren, die nicht von ihrer
schriftstellerischen Tätigkeit leben, also Amateure im Sinne des olym-
pischen Gedankens. Das Team der Story-Olympiade und deren Angehörige
sowie alle Mitglieder der Vor- und Hauptjury sind von der Teilnahme
ausgeschlossen.
- Die eingereichten Stories müssen frei von Rechten Dritter sein, und
mit der Teilnahme am Wettbewerb erteilt der Einsender gleichzeitig die
Erlaubnis, dass seine Geschichte in der Anthologie 2002 abgedruckt
werden darf.
- Es gibt keinen Anspruch auf Veröffentlichung der eingesandten Ge-
schichten.
- Die Entscheidung der Jury ist nicht anfechtbar, der Rechtsweg ist
ausgeschlossen.
- Der/die Einsender/in ist damit einverstanden, dass seine Story und
Mailadresse für den Fall an WARP-Online weitergegeben wird, dass
er/sie sich nicht (!) unter den Gewinnern zur Aufnahme in die Antholo-
gie 2002 befindet. WARP-online wird sich dann bei ausgewählten Einsen-
dern dieses Kreises melden, um sich gemeinsam mit ihnen darüber zu
verständigen, ob ihre Geschichte dort veröffentlicht werden soll oder
nicht.

Ein letzter Tipp:
Es ist hilfreich - besonders für noch nicht so versierte Autorinnen
und Autoren -, sich die Siegergeschichten der letzten Jahre genau an-
zusehen.


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31. Juli 2002
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Maskenball Award 2002

Kurzgeschichten-Wettbewerb zum Thema "Sterbehilfe" für die Herausgabe
einer Anthologie Anfang Dezember 2002

1. Preis: 300 Euro
2. Preis: 200 Euro
3. Preis: 100 Euro

Die Geschichten sollen maximal zwei DIN-A4-Seiten lang sein, Schrift-
größe 11, Schrift Times New Roman. Kurzvita bis 200 Zeichen. Einsen-
dung per Diskette in Wordformat + drei Papierausdrucke. Die Manuskrip-
te werden nicht zurückgesandt. Die Rechte bleiben bei den Autoren.

Eine dreiköpfige Jury entscheidet, welche Texte veröffentlicht werden.
Gewinner und Anthologieteilnehmer werden schriftlich benachrichtigt,
ihre Namen werden im Maskenball, auf der Maskenball-Homepage und im
Maskenball-Newsletter veröffentlicht. Jeder Anthologieteilnehmer be-
kommt ein Freiexemplar und kann weitere Exemplare mit 30 % Rabatt be-
ziehen.

Einsendungen mit dem Stichwort "Maskenball-Award 2002" an: Verlag Jens
Neuling, Postfach 12 61, 63514 Rodenbach, http://www.jens-neuling.de


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15. September 2002
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Wolfgang-Hohlbein-Preis

Wolfgang Hohlbein, einer der bekanntesten Jugendbuchautoren des
deutschsprachigen Raums, wurde 1982 durch einen vom Verlag Ueberreuter
ausgeschriebenen Preis entdeckt. Sein fantastischer Roman "Märchen-
mond" wurde unter 1 000 Einsendungen als bestes Manuskript ausgewählt.
Mittlerweile ist Hohlbein Autor zahlreicher Bestseller.

Um weitere Talente zu fördern, schreibt der Verlag Ueberreuter den
Wolfgang-Hohlbein-Preis, der 1995 ins Leben gerufen wurde, im Jahr
2002 zum dritten Mal aus.


Der Preis ist mit 10 000 DM dotiert. Das ausgezeichnete Manuskript
wird in der von Hohlbein herausgegebenen Reihe "Meister der Fantasy"
erscheinen.

Teilnehmen können AutorInnen und Autoren mit einem bislang unveröf-
fentlichten Manuskript aus den Genres "Fantasy" und "Abenteuer", 160
bis 300 Seiten zu je 1 800 Anschlägen.
Einsendungen an: Verlag Carl Ueberreuter GmbH, Kennwort Wolfgang-
Hohlbein-Preis, Alser Straße 24, A-1091 Wien

Weitere Infos zum Preis: Iris Seidenstricker, Leitung Presse & Öffent-
lichkeitsarbeit, Telefon: (00 43/1) 4 04 44-1 95, Fax (00 43/1) 4 04
44-1 98, mailto:Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

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30. September 2002
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Düsseldorfer Jugend-Literaturwettbewerb

Zum Thema "Jung und Alt - Generationen begegnen sich" nimmt der Freun-
deskreis Düsseldorfer Buch jede Art von Lyrik und Prosa entgegen.

Preise:
1. Preis für Lyrik und Prosa je 555 Euro
2. Preis für Lyrik und Prosa je 333 Euro
3. Preis für Lyrik und Prosa je 111 Euro


Umfang der Einsendungen: Lyrik max. 3 Beiträge oder Prosa max. 3 Sei-
ten (60 Anschläge/30 Zeilen). Alter bis einschließlich 30 Jahre zum
Einsendeschluss.

Die eingesandten Beiträge sollen in fünffacher Ausfertigung eingesandt
werden. Der Name mit Anschrift und Kurzvita sind auf einem separaten
Blatt in einem verschlossenen Briefumschlag beizufügen. Die Arbeiten
werden von einer unparteiischen Jury bewertet. Der Rechtsweg ist aus-
geschlossen. Eine Bestätigung des Eingangs und eine Rücksendung der
Texte erfolgt nicht.

Einsendungen an: Herrn Helmut Fleurkens, Dreherstraße 33, 40625 Düs-
seldorf


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PUBLIKATIONSMÖGLICHKEITEN:
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                                 (mailto:redaktion at autorenforum punkt de)

Ab sofort unterteilen wir diese Rubrik: Als Erstes findet ihr hier nun
Publikationen, die Honorare zahlen, und als Zweites diejenigen, bei
denen es keine Honorare gibt. - Neue Marktinfos sind uns immer will-
kommen! Wer hier aufgenommen werden möchte, fülle bitte das Marktinfo-
Muster aus (steht direkt hinter dem Editorial) und schicke es als RTF-
Datei an die Redaktion.

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MIT HONORAR
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30. Juni 2002
(Anmeldung bis 31. März 2002)
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Krimi-Anthologie "Bayerisches Mordkompott"

Der Leda-Verlag und Billie Rubin (als Herausgeberin) planen
ein "Bayerisches Mordkompott. Kriminelles zwischen Kraut und Knödeln".
Wie schon beim ersten Band ("Mordkompott. Kriminelles zwischen Klütje
und Kluntje") sollen wieder landestypische Rezepte und Morde, diesmal
aber an bayerischen Orten, in Verbindung gebracht werden.

Ihr, liebe Kolleginnen und Kollegen, seid herzlich dazu eingeladen.
Bitte lasst mich nach Möglichkeit bis 31. März 2002 wissen, ob ihr an
der Anthologie teilnehmen möchtet und für welchen Ort bzw. welches Re-
zept ihr euch entschieden habt. Falls es Überschneidungen geben soll-
te, werde ich umgehend mit euch in Kontakt treten. Übrigens: München
und Nürnberg sind leider schon mehrfach vergeben!

Der Umfang der Geschichten sollte zwischen 5 und 15 Normseiten (à 1
800 Anschläge) liegen. Wir bitten um Beiträge in konservativer neuer
Rechtschreibung (also "dass" und "Rad fahren", aber "Portemonnaie").
Bitte Kurzbiographie mitschicken!

Den Text bitte vorzugsweise via E-Mail an mailto:Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
oder per Post an:Ute Hacker, Adamstraße 1, 80636 München.

Alle veröffentlichten Storys werden honoriert. Das Buch wird voraus-
sichtlich im Frühjahr 2003 erscheinen. Aufmachung und Ausstattung wer-
den sich an "Mordkompott" orientieren. Wer sich ein Bild von den bis-
herigen Leda-Produkten machen will, kann dies tun unter
http://www.leda-verlag.de

Übrigens: Hilfe bei den Rezepten und auch beim Bayerischen kann ge-
währt werden!

Ich freue mich auf eine mörderisch gute Zusammenarbeit! Eure Billie
Rubin


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30. Juni 2002
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Sammelbände

Ein Sammelband mit poetischen Texten wird - nach Absprache mit dem
Heyne Verlag - im Frühjahr 2003 erscheinen.

Derzeit laufen Verhandlungen mit dem Verlag, ob die Sammelband-Reihe,
die seit 1987 ganz erfolgreich dort im Programm ist, fortgesetzt wird.
Trotzdem können derzeit auch schon neue Kurzgeschichten und Märchen
eingesandt werden. Falls ein Text daraus veröffentlicht werden soll,
setzt sich Kristiane Allert-Wybranietz vorher mit dem Autor wegen ei-
ner Abdruckgenehmigung in Verbindung. In der Zwischenzeit liegen die
Texte nicht auf Eis, sondern können jederzeit anderwo angeboten und
veröffentlich werden, da im Falle einer Veröffentlichung in einem der
Sammelbände die Rechte ohnehin beim Autor verbleiben.

Manuskripte sollen generell auf dem klassischen Wege eingesandt wer-
den, also als Ausdruck (den man z. B. zusammen mit vielen anderen
Einsendungen gemütlich auf dem Sofa lesen kann), per Post, mit Rück-
porto - bitte keine Disketten, keine CDs und keine E-Mails!

Anschrift: Kristiane Allert-Wybranietz, Zum Horsthof 6, 31749 Aue-
tal-Rolfshagen

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AROVA (Literaturzeitschrift; ehemals ceit & taeg)
.....

Konzept, Zielgruppe:
AutorInnen und Kunstinteressierte

Erscheinungsweise:
4-mal jährlich

Gesucht wird vor allem:
experimentelle und Neue Literatur

Länge der Beiträge:
1 bis 2 A4-Seiten

Inhaltliche Vorgaben/Wünsche:
Texte mit künstlerischem Aspekt und/oder gesellschaftsreichem Hinter-
grund

formale Vorgaben:
keine

Honorar:
nach Absprache!

Richtlinien:
keine

Besonderer Tipp für die AutorInnen:
Alle Rechte verbleiben bei den Autoren. Es besteht die Möglichkeit, im
Anschluss ein Buch zu verlegen.

Kontaktperson:
Paul Jaeg, http://www.arovell.at
(AROVELL = der Verlag der Zeitschrift)

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rapzap (literarisches Groschenheft)
......

Konzept, Zielgruppe:
rapzap versteht sich als ein offenes literarisches Projekt, das sich
vornehmlich an studentisches Publikum wendet. rapzap versucht seinem
Namen gerecht zu werden. Jeder und jede Interessierte ist dazu aufge-
rufen, sich mit innovativen Beiträgen zu beteiligen. Ungedruckte Lite-
raten, deren Kunstverständnis sich unverblümt, auch in fragmentari-
scher Form, dem Alltagsgeschehen zwischen Ödnis und Sex & Crime wid-
met, können hier ein überregionales Forum finden.

Erscheinungsweise:
Geplant ist eine Printausgabe zweimal jährlich. Das Erscheinen der
ersten Ausgabe lässt wegen rechtlicher Probleme leider noch auf sich
warten. Daneben gibt es und wird es auf der Website von rapzap Vorab-
"Geschmacksmuster" geben.

Gesucht wird vor allem:
Prosa, Trash, Schund, Groschenheftniveau, Alltagsödnis, Sex & Crime.
Hirngespinster. Alles, was Spaß macht und schlechten Geschmack reprä-
sentiert.

Länge der Beiträge:
1 Seite aufwärts, längere Texte können auch fragmentarisch veröffent-
licht werden.

Inhaltliche Vorgaben/Wünsche:
Siehe "Gesucht wird vor allem"

Formale Vorgaben:
Text sollte in digitaler Form vorliegen. Keine hohen Ansprüche an das
Layout und Schriftbild - rapzap orientiert sich hier an seinem hehren
Vorbild, dem Groschenheft.

Honorar:
Geplant ist ein Vertriebsmodell nach dem Beispiel diverser Obdachlo-
senzeitungen, der Verkäufer erhält X Euro vom Verkaufswert. Autoren
erhalten Sonderkonditionen und Freiexemplare.

Richtlinien anfordern bei:
Richtlinien sind einsehbar unter http://www.rapzap.de

Besonderer Tipp für die AutorInnen:
Hm ... Geduld? Gebt uns Geld, und es geht schneller? Die Welt ist
schlecht, wir sind es auch? Keine Ahnung ...

Kontaktperson:
mailto:Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

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OHNE HONORAR
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30. März 2002
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"Sonnensprung" - eine Anthologie über Krisen und deren Bewältigung
Herausgeberin Birgit Oldenburg

Schicksalsschläge, aus denen es keinen Ausweg zu geben scheint, Le-
benskrisen, die kaum zu bewältigen sind, Schwierigkeiten und Probleme,
die überwunden werden müssen. Fast jeder hat sie, wenn auch in unter-
schiedlicher Schärfe, erlebt. Die Skizzierung oder auch breitere Dar-
stellung selbst erlebter oder auch fiktiv nachempfundener Krisen soll
ein Element des Anthologiebeitrages sein.

Wesentlicher soll jedoch ein zweiter Teil der Erzählung sein. Es geht
um die Bewältigung der Krisensituation: Welche Momente innen oder au-
ßen tragen im Wesentlichen dazu bei, dass man wieder Vertrauen zu sich
selbst entwickelt? Fast immer gleicht dieser Prozess dem Sonnensprung
des morgendlichen Sonnenaufgangs. Ein diffuses Licht durchbricht das
nächtliche Dunkel und kündet den Sonnenaufgang an, der sich dann je-
doch mit einer eruptiven Kraft sprunghaft vollzieht.

Der Inhalt der Erzählungen ist völlig frei gestellt. Es werden jedoch
nur literarisch verdichtete Texte angenommen, keine rein privaten Ta-
gebuchaufzeichnungen. Wir erbitten nur Prosabeiträge, keine Lyrik. Der
Umfang der eingereichten Beiträge sollte zwischen fünf und zwanzig
Normseiten liegen.

[Die weiteren Einsendebedingungen entsprechen denen zur Anthologie
"Erlkönig & Co.", s. 30. April - die Red.]

Senden Sie Ihre Beiträge bitte an eine der folgenden Anschriften:
- Birgit Oldenburg, Schützenstraße 64, 58452 Witten,
mailto:Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!,
http://www.birgit-oldenburg.de
- Geest-Verlag, Bachstraße 4, 26197 Ahlhorn,
mailto:Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!, http://www.geest-verlag.de


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30. April 2002
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Erlkönig & Co - Balladen gibt es noch

Die Ballade ist eine der klassischen literarischen Formen. Zunehmend
scheint es aber schwieriger geworden zu sein, Balladen zu verfassen -
Mangel an Stoffen, handwerkliche Überforderung? Oder ist der geringe
Veröffentlichungsgrad von Balladen auf mangelnde Nachfrage bei Verla-
gen und/oder LeserInnen zurückzuführen?

Mit dieser Anthologie wollen wir einige dieser Fragen beantworten.
Gibt es noch Autoren, die auch heute Balladen schreiben können?
Zugleich geben wir theoretischen Geistern die Möglichkeit, sich in Es-
says mit der heutigen Situation der Ballade auf ihrem historischen
Hintergrund zu befassen (kann die Ballade heute noch eine Bedeutung
haben?).

Die Einsendebedingungen für Balladen:
Bedingung für eine Ballade ist eine gebundene lyrische Form. Die Nähe
zur Musik muss man ihr anmerken, denn sie wurde ursprünglich getanzt
und gesungen. Die sprachliche Bindung ist rhythmisch, auch als so ge-
nannter freier Rhythmus, zu dem ein metrisches Schema, Reim und Stro-
phe gehören kann. - Der Inhalt der Balladen ist völlig frei gestellt.
Der Umfang sollte fünf A4-Seiten nicht überschreiten.

Die Einsendebedingungen für Essays:
Das Essay soll sich mit den Chancen und Unmöglichkeiten einer Ballade
heute auseinander setzen. Dabei soll der historische Hintergrund der
Ballade im Blickfeld bleiben (welche Funktion erfüllte sie?). Der Um-
fang sollte zehn A4-Seiten möglichst nicht überschreiten.

Allgemeine Ausschreibungsbedingungen:
Die Diskette bitte als Nur-Text- oder Word-Datei und als Papieraus-
druck zusenden (im Fall nicht vorhandener Rechner auch nur als Papier-
ausdruck). Bitte keine Originale senden, da die Einsendungen nicht zu-
rückgeschickt werden können. Der Teilnehmer versichert mit der Abgabe
seines Beitrages, dass er über das alleinige Recht an dem eingereich-
ten Beitrag verfügt. Das Recht an seinem Beitrag verbleibt bei dem Au-
tor auch im Fall einer Veröffentlichung im Rahmen der Anthologie.

Legen Sie dem Beitrag eine Kurzvita von maximal fünf Zeilen bei, und
geben Sie unbedingt eine genaue Adresse an - falls möglich mit Tele-
fonnummer und E-Mail-Adresse.

Der Abdruck wird nicht honoriert. Die Teilnehmer erhalten ein kosten-
loses Belegexemplar und die Möglichkeit einer verbilligten Abnahme von
Exemplaren zu Autorenpreis.

Informationen über den Verlauf der Ausschreibung erhalten Sie auf der
Homepage des Verlages: http://www.Geest-Verlag.de.

Senden Sie Ihre Beiträge bitte an eine der folgenden Anschriften:
- Geest-Verlag, Bachstraße 4, 26197 Ahlhorn, Telefon: (0 44 35) 17 45
- Verena Raupach (Herausgeberin), Schrödt 6, 41238 Mönchengladbach


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30. April 2002
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Die pure Lust am Leben: das Geheimnis des Alterns

Die heutige Spaßgesellschaft orientiert sich an Jugend und Jugendlich-
keit. Das biologische Alter eines Menschen lässt sich wegretuschieren,
glätten und überstreichen. Damit gerät der Prozess des Alterns, des
Älterwerdens, der zum menschlichen Dasein gehört, ins Abseits und wird
tabuisiert. Man redet nicht über dieses Thema.

Dabei ist die Bandbreite an Phänomenen, die mit dem Altern verbunden
sind, sehr groß und reicht von körperlichen Veränderungen und Bewälti-
gungen von Lebenskrisen und Herausforderungen über Entwicklungen in
der eigenen Identität und Rollenverschiebungen bis zu Generationenbe-
ziehungen und dem großen Thema der komplexen Gefühle. Das Glück einer
späten Liebe, Einsamkeit, die Rollenveränderung innerhalb der Familie,
wenn Kinder groß sind und das Haus verlassen, Krankheiten, die Verän-
derungen der eigenen Kraft, verlorene und neue Träume und Sehnsüchte
gehören dazu.

Es werden Texte gesucht, die sich mit diesen Erfahrungen sowohl posi-
tiv als auch negativ beschäftigen und davon erzählen. Das können Ge-
dichte, Essays und Kurzgeschichten sein. Die Beiträge sollten die Län-
ge von zehn Normseiten nicht überschreiten.

[Die weiteren Einsendebedingungen entsprechen denen zur Anthologie
"Erlkönig & Co.", s. 30. April - die Red.]

Senden Sie Ihre Beiträge bitte an eine der folgenden Anschriften:
- Dr. Mechthilde Vahsen, Benrodestraße 47, 40597 Düsseldorf,
mailto:Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
- Geest-Verlag, Bachstraße 4, 26197  Ahlhorn,
mailto:Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!, http://www.geest-verlag.de


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31. Juli 2002
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Anthologie "Liebe"

Vor einem Jahr wurde das Online-Literatur-Projekt "Schreib-Lust"
(http://www.schreib-lust.de) ins Leben gerufen. Jetzt hat der Initia-
tor den Schreiblust-Verlag Andreas Schröter gegründet.

Das Schreib-Lust-Projekt ist nun ein dauerhaftes Angebot des Verlages
an interessierte Autoren und Autorinnen für die gemeinsame Arbeit an
Prosatexten.

Eine Anthologie zum Thema "Liebe" ist für den Herbst 2002 geplant. Für
diese Textsammlung nimmt der Verlag noch Geschichten bis 20 Seiten Um-
fang an (Standardseiten: 30 Zeilen x 60 Anschläge). Texte bitte per E-
Mail als RTF-Attachment an mailto:Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.


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30. November 2002
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Anthologie "Grusel/Horror"

Der Schreiblust-Verlag sucht Geschichten für eine Anthologie zum Thema
"Grusel/Horror". Sie soll im Frühjahr 2003 erscheinen. Texte (bis zu
20 Standardseiten) bitte per E-Mail als RTF-Attachment an
mailto:Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.

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Bildstörung
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Konzept, Zielgruppe:
Magazin für die Neuordnung von Buchstaben und Bildzeichen. Leser, die
das Unerwartete lieben

Erscheinungsweise:
halbjährlich

Gesucht wird vor allem:
Lyrik, die nahe am Schweigen ist. Illustrationen (Wort/Bild-Symbiosen)

Länge der Beiträge:
bis ca. 4 Seiten

Inhaltliche Vorgaben/Wünsche:
Themenausgaben: z. B. Entstehung von Sprache/Sprachsysteme (Arbeitsti-
tel für die Winterausgabe 2002/03)

formale Vorgaben:
Manuskripte (Erstveröffentlichungen erwünscht)

Honorar:
leider keins, Belegexemplar

Besonderer Tipp für die AutorInnen:
Religiöse Texte oder fremdsprachige Lyrik (Übersetzung beilegen) kön-
nen zugeschickt werden.

Kontaktperson:
Bildstörung, Roman Castenholz, Triftstraße 47, 53919 Weilerswist

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Eulalia - Die Schönredende
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Konzept, Zielgruppe:
Lyrik, Prosa und etwas Zeitkritik, Psychologie, Essays, gelegentlich
Rezensionen, Hinweise auf andere Lit.-Zeitschriften

Erscheinungsweise:
Erscheint seit Juli 1999, bisher vierteljährlich, zukünftig halbjähr-
lich

Gesucht wird vor allem:
ausgewählte Lyrik und Prosa, die Sprachgefühl, individuellen Gestal-
tungswillen und inhaltliche Aussagekraft haben

Länge der Beiträge:
Texte bis 5 Seiten (max. 3 000 Wörter), Gedichte bis 5 Stück

Inhaltliche Vorgaben/Wünsche:
Bitte Dateien auf Diskette im RTF-Format beifügen! Rücksendungen oder
Antworten nur gegen ausreichendes Rückporto (oder ggf. per Fax)

formale Vorgaben:
keine

Honorar:
Kein Honorar möglich, da nicht kommerzielles Projekt. Autoren, die
veröffentlicht werden, erhalten ein Belegexemplar.

Richtlinien anfordern bei:
Bernd Mehrtens, Zwoller Straße 14, 28259 Bremen (Herausgeber Eulalia)

Besonderer Tipp für die AutorInnen:
Der Herausgeber hilft auf Wunsch als Lektor (gegen Honorar privat).

Kontaktperson:
Bernd Mehrtens (s. o.)

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Konzepte (Literaturzeitschrift)
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Konzept, Zielgruppe:
junge Autoren; Zeitschrift des Bundesverbands junger Autoren

Erscheinungsweise:
halbjährlich

Gesucht wird vor allem:
Prosa, Lyrik, Drama, Essay

Länge der Beiträge:
bis 15 Seiten oder 5 bis 10 Gedichte

Inhaltliche Vorgaben/Wünsche:
keine

Formale Vorgaben:
Biographie; Rückporto oder E-Mail-Adresse für Antwort

Honorar:
drei Belegexemplare

Richtlinien anfordern bei:
mailto:Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Besonderer Tipp für die AutorInnen:
keine

Kontaktperson:
Markus Orths, mailto:Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

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Maskenball (Zeitschrift für Kunst und Literatur)
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Konzept/Zielgruppe:
Kunst- und Literaturinteressierte, Autorinnen und Autoren, Verlage,
Werbende

Erscheinungsweise:
monatlich, 1 x im Jahr Preisausschreiben Maskenball-Award mit Geld-
preisen

Gesucht wird vor allem:
Texte, die in die Tiefe gehen

Länge der Beiträge:
bis 6 DIN-A4-Seiten

Inhaltliche Vorgaben/Wünsche:
keine speziellen

Richtlinien anfordern bei:
Info bei Verlag Jens Neuling, Postfach 12 61, 63514 Rodenbach

Besonderer Tipp für die AutorInnen:
Nicht so viel auf sog. Fachleute hören, die Geld für Infos nehmen. An
sich glauben und aufs eigene Gefühl hören. Masken lesen :-)) Immer
weiter machen und seinen Stil bewahren.

Kontaktperson:
Jens Neuling, http://www.jens-neuling.de

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Seelenkrater (Literatur- & Kunstzeitschrift)
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Konzept, Zielgruppe:
Für Lyrikfreunde zu empfehlen

Erscheinungsweise:
ca. 2 x jährlich

Gesucht wird vor allem:
Kunstbeiträge, die sich für S/W-Druck eignen, Lyrik, Kurzprosa

Länge der Beiträge:
max. vier A4-Seiten. Die Rechte bleiben bei den Autoren.

Inhaltliche Vorgaben/Wünsche:
keine Horror-, Phantastik- oder Krimi-Beiträge oder Politisches. An-
sonsten alles erlaubt!

formale Vorgaben:
Beitragseinreichung am besten auf Papier und Diskette

Honorar:
leider keins, die Autoren erhalten ein Belegexemplar

Richtlinien anfordern bei:
keine

Besonderer Tipp für die AutorInnen:
Sich vor der Beitragseinreichung ruhig mal die Zeitschrift ansehen!

Kontaktperson:
Matthias Korb, Biedenkopfer Weg 95, 60489 Frankfurt am Main

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S.U.B.H. (Literaturzeitschrift)
........

Konzept, Zielgruppe:
Die Zeitschrift für Literatur und Subkulturen beschäftigt sich mit
sog. Popliteratur, sozialen Themen und Satire. Unsere Schwerpunktaus-
gaben setzen sich z. B. mit "Punk", "Subversion und Subkultur", "Lite-
ratur des 20. Jahrhunderts" oder "Science & Social Fiction" auseinan-
der. Jede Ausgabe wird durch einen etwa 20-seitigen Info- und Rezensi-
onsteil ergänzt.

Erscheinungsweise:
dreimal jährlich

Gesucht wird vor allem:
Essays, Stories, Satiren (bitte Ausschreibungen unter www.subh.de be-
achten)

Länge der Beiträge:
max. 5 Schreibmaschinenseiten

Inhaltliche Vorgaben/Wünsche:
Die Beiträge sollten zum Konzept des Heftes passen.

Formale Vorgaben:
Texteinsendungen bitte in Papierform plus Diskette oder per Mail im
RTF-Dateiformat

Honorar:
Wir bieten ausreichend Belegexemplare (und weltweiten Ruhm).

Richtlinien anfordern bei:
Verlag Andreas Reiffer (SUBH), Albert-Schweitzer-Straße 17, 38108
Braunschweig (Rückporto nicht vergessen!), mailto:Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!,
http://www.subh.de

Besonderer Tipp für die AutorInnen:
Unter www.subh.de Leseproben anschauen und Ausschreibungen beachten

Kontaktperson:
Andreas Reiffer

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Autoren für eine Poe-Anthologie gesucht

Der Autor Markus K. Korb sucht für eine Anthologie Kurzgeschichten,
die von Edgar A. Poe beeinflusst worden sind. Dabei kann es sich um
Prequels oder Sequels zu Poe-Geschichten handeln oder auch um Erzäh-
lungen, die dem Geist von Poes Schaffen verpflichtet sind. Wer also
Lust hat, an einer derartigen Anthologie mitzumachen, der sende seine
Geschichte(n) im RTF-Format an mailto:Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.

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Graz 2003 - Kulturhauptstadt Europas: Beiträge gesucht

Was wäre eine Kulturhauptstadt ohne ein breites kulturelles Spektrum?
Der Medienturm bietet eine Plattform für kreative Beiträge abseits des
offiziellen Programms: http://www.medienturm.at/mt/graz2003/about. Me-
dienbezogene Thesen, Theorien und künstlerische Projekte werden ab so-
fort laufend bis Ende 2003 veröffentlicht und archiviert. Wir behalten
uns das Recht vor, eine Auswahl aus der Fülle der Einsendungen zu
treffen.

Themenkreis: Kulturhauptstadt, Kunst, Kultur, Graz, Region ...
Genres: keine Einschränkung (z. B. Medienkunst, Literatur, Architektur
...)
Texte: maximal 6 000 Zeichen, in Absätze gegliedert
Bilder: in GIF- oder JPG-Format, maximal 500 Pixel breit
Video, Audio: können über einen Link auf die eigene Homepage eingebun-
den werden

Einsendungen (ausschließlich per E-Mail) oder Fragen an: MMag. Ma-
ria-Bernadette Ehrenhuber, mailto:Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

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Anthologie "Sommernächte"

Gibt es etwas Schöneres, als mit Freunden in einer Sommernacht im
Biergarten zu sitzen, im See zu schwimmen? Außerdem: Sommernächte sind
lau, und da kann auch vieles anderes passieren.

Der AusLese Bücher-Verlag Reinhard Mermi sucht für die Anthologie
"Sommernächte" Geschichten. Sie sollten nicht länger als 15 Standard-
Manuskriptseiten (60 Anschläge, 30 Zeilen) sein. Autoren, deren Ge-
schichten angenommen werden, können die Anthologie zum reduzierten
Buchhandelspreis beim Verlag erwerben.

Geschichten (keine Lyrik) können unter mailto:Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! einge-
reicht werden. Anfragen sind ebenfalls an diese Mail-Adresse zu rich-
ten.

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Anthologie "Nachbarschaften"
Das Nachbarschaftsverhältnis kann viele Facetten haben. Wir alle ken-
nen liebe, gute, gefällige oder kleinliche, gehässige und hinterhälti-
ge Nachbarn. Dasselbe gilt für das  Nachbarschaftsverhältnis zwischen
Gemeinden, Religionen, Völkern. Doch in vielen Beziehungen spielen
Vorurteile und Dummheit mit.

Der AusLese Bücher-Verlag Reinhard Mermi sucht für die Anthologie "Der
Nachbar von nebenan" Geschichten. Sie sollten nicht länger als 15
Standard-Manuskriptseiten (60 Anschläge, 30 Zeilen) sein. Autoren, de-
ren Geschichten angenommen werden, können die Anthologie zum reduzier-
ten Buchhandelspreis beim Verlag erwerben.

Geschichten (keine Lyrik) können unter mailto:Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! einge-
reicht werden. Anfragen sind ebenfalls an diese Mail-Adresse zu rich-
ten.

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Anthologie "Der Tag danach"

"Am nächsten Tag war alles anders." Ein Satz, der für gute, schlechte,
geschichtsträchtige  Ereignisse gleichermaßen gilt. Dem Tag danach
geht ein Ereignis voraus, das für eine Person, eine Familie, für ein
Volk eine Zäsur gebracht hat. Das Ereignis selbst kann schleichend,
vorhersehbar oder auch unvermittelt über die Betroffenen hereingebro-
chen oder willentlich verursacht worden sein. Es kann sowohl positive
als auch negative Auswirkungen haben. Nur eines haben die Ereignisse
gemeinsam: Der Tag danach ist anders.

Der AusLese Bücher-Verlag Reinhard Mermi sucht für die Anthologie "Der
Tag danach" Geschichten. Die Geschichten sollten nicht länger als 15
Standard-Manuskriptseiten (60 Anschläge, 30 Zeilen) sein. Autoren, de-
ren Geschichten angenommen werden, können die Anthologie zum reduzier-
ten Buchhandelspreis beim Verlag erwerben.

Geschichten (keine Lyrik) können unter mailto:Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! einge-
reicht werden. Anfragen sind ebenfalls an diese Mail-Adresse zu rich-
ten.


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Anthologie "Schwiegermütter und andere Drachen"

Sind Schwiegermütter und Drachen böse? - Nein. Jeder kennt doch Grizu,
den kleinen Drachen, der von Kindheit an Feuerwehrmann werden wollte.
Dann muss es auch liebe Schwiegermütter geben. Vielleicht beweisen Sie
uns das mit Ihrer Geschichte.

Der AusLese Bücher-Verlag Reinhard Mermi sucht für die Anthologie
"Schwiegermütter und andere Drachen" Geschichten. Die Geschichten
sollten nicht länger als 15 Standard-Manuskriptseiten (60 Anschläge,
30 Zeilen) sein. Autoren, deren Geschichten angenommen werden, können
die Anthologie zum reduzierten Buchhandelspreis beim Verlag erwerben.
nicht.

Geschichten (keine Lyrik) können unter mailto:Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! einge-
reicht werden. Anfragen sind ebenfalls an diese Mail-Adresse zu rich-
ten.

                    **~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~**

Ständige Mitarbeiterin dieser Rubrik ist Ursula Schmid-Spreer, Lehre-
rin für Gesundheitsberufe (Zahnmedizin). Als Ausgleich für den nicht
immer ganz leichten Job schreibt sie gerne - Briefe, Tagebuch und
kleine Storys für ihre Tochter. Im Geestverlag sind in einer Antholo-
gie zwei Geschichten zum Thema Hoffnung von ihr erschienen. Das Mär-
chenbuch "Florian Floh" wurde im Thomas-Rüger-Verlag veröffentlicht.


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SEMINARE:
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                                  (mailto:redaktion at autorenforum punkt de)


Online-Workshop "Entwicklung einer Kurzgeschichte"

Ute Hackers Online-Workshop [unsere Expertin für Schreibgruppen und
Schreibhandwerk - die Red.] basiert auf den Büchern von James N. Frey
("Wie man einen verdammt guten Roman schreibt", Band 1 + 2; "The Key.
Die Kraft des Mythos"; alle Emons Verlag). Er dauert acht Wochen (vier
Teile à zwei Wochen). Es gibt die Möglichkeit der Einzel- oder Grup-
penbetreuung (maximal acht Teilnehmer), der Kurs kostet jedoch immer
pro Teilnehmer 150 Euro.

Die Abwicklung des Kurses erfolgt via E-Mail. Sie erhalten zu Beginn
eine Übersicht, was Sie erwartet und welches Ziel Sie anvisieren; au-
ßerdem eine Aufgabe, die Sie bis zum vereinbarten Zeitpunkt lösen und
Ute Hacker per Mail zuschicken sollten. Sie gibt Ihnen Tipps, was Sie
besser machen könnten und warum. Außerdem erhalten Sie die zweite Auf-
gabe, die Sie wiederum bis zum vereinbarten Termin lösen, der Work-
shopleiterin schicken etc. Es sind insgesamt vier Aufgaben, und am En-
de sollten Sie eine fertige Kurzgeschichte haben.- Einmal pro Kursteil
besteht die Möglichkeit zu einem Telefonat.

Die vier Aufgaben im Überblick:
1. Entwicklung zweier Figuren
2. Tagebücher der Figuren
3. Plot, Prämisse und Step Sheet
4. Ausarbeitung der Kurzgeschichte

Es wird ein Vertrag abgeschlossen, in dem alles geregelt ist; das Ho-
norar ist vorab fällig.

Für weitere Informationen schicken Sie bitte ein Mail an
mailto:Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!, Betreff: "Workshop".


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23. - 25. April 2002
(Anmeldeschluss: 23. März 2002)
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Eingeseift - Autorenarbeit für Soaps

Die Arbeit für eine Daily Soap eröffnet Autorinnen und Autoren attrak-
tive Möglichkeiten, sich auf dem TV-Markt konzipierend und schreibend
auszuprobieren. Durch die tägliche Routine lässt sich relativ schnell
das nötige Handwerk lernen, um später auch andere Stoffe für Film und
Fernsehen be- und erarbeiten zu können. Selbst wer noch nicht über
"Cliffs", "Pens" und "Waterfalls" zu erzählen weiß, hat hier eine
Chance - blutige Schreibanfänger jedoch nicht.

Das Seminar möchte den Teilnehmerinnen und Teilnehmern am Beispiel der
"Verbotenen Liebe" das Rüstzeug vermitteln, um in eine aktuelle Soap
als Storyliner oder Dialogautor einsteigen zu können. Themen unter an-
derem: Wie entwickle ich eine Grundidee zur Storyline, wie Charaktere
und Plots? Wie vernetze ich einzelne Folgen? Welche Freiheiten und
Zwänge gibt eine Soap vor? Für welches Zielpublikum arbeite ich? Und
wie finde ich die passende Sprache? Darüber hinaus sollen in Klein-
gruppen eine elementare Story und drei exemplarische Szenen für die
"Verbotene Liebe" entwickelt werden.

Voraussetzungen für eine Teilnahme: erste Schreiberfahrungen und an-
sonsten Aufgeschlossenheit für das Format "Verbotene Liebe".

Leitung: Jens Schleicher, fünf Jahre Story- und Scripteditor für "Ver-
botene Liebe", jetzt Dialogautor dieser Soap
Kostenanteil: 140 Euro (273,82 DM)
Anmeldung: Bundesakademie für kulturelle Bildung Wolfenbüttel, Post-
fach 11 40, 38281 Wolfenbüttel, Telefon (0 53 31) 8 08-4 11, Fax (0 53
31) 8 08-4 13, mailto:Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!,
http://www.bundesakademie.de


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28. - 30. April 2002
(Anmeldeschluss: 28. März 2002)
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Besser ein guter Text! - Kritik und Analyse eigener Manuskripte

Die Recherchen liefen gut, Zeit hatten Sie ausnahmsweise reichlich und
waren in der Schreibform Ihres Lebens. Nun ist das Manuskript fertig -
aus Ihrer Sicht. Oder aber: Der Stoff ist klar, viele Seiten sind ge-
schrieben und doch will sich kein Ganzes daraus fügen. Wie weiterma-
chen?

Im Seminar stellen Sie Ihre Texte vor, als wollten Sie einen Verlag
von Ihrem Projekt überzeugen. Oder Sie sehen sich ausnahmsweise einmal
in der komfortablen Situation, das offene Ohr eines Lektors für Ihren
sperrigen Text zu finden. In beiden Fällen stellen Sie ein eigenes li-
terarisches Projekt "seminaröffentlich" zur Diskussion. Im Zentrum des
Kurses steht die Arbeit am eigenen Text und das Gespräch darüber. In
einer weiteren Arbeitsphase werden die Schritte der Verlagssuche, der
Kontaktaufnahme, der Manuskripteinreichung diskutiert und durchge-
spielt. Was ist aus Sicht eines Verlags wichtig, wenn Sie ihm einen
Text anbieten?

Reichen Sie bitte mit Ihrer Anmeldung eine Arbeitsprobe (maximal 10
Seiten) und ein Exposé (1 Seite) plus Anschreiben ein, mit dem Sie ei-
nem Verlag Ihr Buchprojekt schmackhaft machen würden.

Leitung: Werner Irro, Lektor deutschsprachige Literatur beim Rowohlt
Verlag, und Dr. Olaf Kutzmutz
Kostenanteil: 125 Euro (244,48 DM) + 5 Euro (9,78 DM) für einen Reader
Anmeldung: Bundesakademie für kulturelle Bildung Wolfenbüttel, Post-
fach 11 40, 38281 Wolfenbüttel, Telefon (0 53 31) 8 08-4 11, Fax (0 53
31) 8 08-4 13, mailto:Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!,
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31. Mai - 2. Juni 2002
(Anmeldeschluss: 31. April 2002)
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Gemeinsamkeit der Langstreckenläufer - Romanwerkstatt

Jemand hat eine Geschichte im Kopf oder gleich mehrere, stellt sich
Figuren vor, die darin vorkommen sollen, weiß Ort, Zeit, sogar schon
Anfang und Schluss des Geschehens - und beginnt zu schreiben. Das We-
sentliche ist da, scheint es, der Rest disziplinierte Arbeit. Ein an-
derer hat von alledem fast nichts, ein paar vage Vorstellungen, einige
Bilder oder Sätze vielleicht und Lust zum Schreiben. Er probiert aus,
was da entsteht, tastet sich voran zu Geschichten, Personen, Orten -
und ist auf einmal dabei, einen Roman zu schreiben. Beide haben ver-
mutlich viel gelesen, haben Vorbilder, oder sie versuchen im Gegen-
teil, alles Gelesene zu vergessen, um den eigenen Ton zu finden.
Es kann sein, dass der Plan des einen beim Schreiben ins Wanken gerät,
die Planlosigkeit des anderen in strenge Konstruktion umschlägt. Es
kann auch sein, dass zu all den Problemen, die während der Arbeit auf-
tauchen, eines gehört, mit dem keiner von beiden gerechnet hatte - die
spezifische Schwierigkeit der langen Strecke: Atem, Kraft und Rhythmus
behalten, den Ablauf komponieren.

Das Seminar ist gedacht für Teilnehmerinnen und Teilnehmer, die an ei-
nem Roman arbeiten. Als Arbeitsgrundlage dienen die eingesandten Text-
proben (maximal 10 Seiten).

Leitung: Brigitte Burmeister, freie Schriftstellerin, und Dr. Frauke
Meyer-Gosau, freie Literaturkritikerin
Kostenanteil: 135 Euro (264,04 DM) + 5 Euro (9,78 DM) für einen Reader
Anmeldung: Bundesakademie für kulturelle Bildung Wolfenbüttel, Post-
fach 11 40, 38281 Wolfenbüttel, Telefon (0 53 31) 8 08-4 11, Fax (0 53
31) 8 08-4 13, mailto:Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!,
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11. - 14. September 2002
(Anmeldeschluss: 11. August 2002)
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Kunstgeschichten für Grenzgänger -
Literaturwerkstatt im Sprengel Museum Hannover

"Franz Marc: Zwei Pferde, eines klagend. Um 1912. Aquarell, 22 x 17
cm." Schon wer sich im Museum flüchtig umblickt, entdeckt auf Bildern
und Skulpturen meist mehr, als die Texttäfelchen neben den Werken ver-
raten. Wie viel mehr entlockt ihnen wohl erst ein Betrachter, der sich
ausreichend Zeit für die Kunst nimmt? Je länger er schaut, umso eher
werden ihm die Werke etwas erzählen - Unvermutetes, Unerhörtes, Unsag-
bares vielleicht. Nur aufschreiben muss er das Gehörte dann noch ...

Dieses Seminar ist gemacht für Grenzgänger, die Werken und Orten der
Kunst eine Sprache geben, sie zu "Kunstgeschichten" verdichten möch-
ten. Nach Vorbereitung auf die Sammlung verbringen die Teilnehmerinnen
und Teilnehmer einen Arbeits- und Studientag im Sprengel Museum. Dort
setzen sie sich literarisch mit den Werken der Sammlung auseinander.
Das Flanieren, Beobachten und Notieren kann auch andere Bereiche ein-
beziehen: das Café, den Menschen an der Kasse, den Schwitters-Platz.
Die übrige Zeit ist für das Schreiben und das Gespräch über die Ge-
schichten und poetischen Miniaturen reserviert, die in Wolfenbüttel
aus den Notizen vor Ort entstehen sollen. Die textkünstlerische Arbeit
soll ggf. in einem alternativen Museumsführer dokumentiert werden.

Eingeladen zu diesem Seminar sind vor allem Autorinnen und Autoren so-
wie Museumspädagoginnen und -pädagogen, die für künstlerische Experi-
mente und neue Formen der Kunstvermittlung aufgeschlossen sind. Der
Transfer Wolfenbüttel - Hannover ist im Preis nicht enthalten.

Leitung: Marcel Beyer, Autor, und Renate Dittscheidt-Bartolosch, Muse-
umspädagogin am Sprengel-Museum
Kostenanteil: 220 Euro (430,28 DM) + 5 Euro (9,78 DM) für einen Reader
Anmeldung: Bundesakademie für kulturelle Bildung Wolfenbüttel, Post-
fach 11 40, 38281 Wolfenbüttel, Telefon (0 53 31) 8 08-4 11, Fax (0 53
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20. - 22. September 2002
(Anmeldeschluss: 20. August 2002)
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Vom Monolog zum Dialog - Praktische Übungen zum Hörspiel
Das Hörspiel kennt eigene Erzählweisen. Sie haben sich im Laufe seiner
fast 80-jährigen Geschichte entwickelt und sind Ausdruck der Gesetzmä-
ßigkeiten, die das Genre bestimmen. Fürs Hörspiel schreiben heißt,
diese Gesetzmäßigkeiten kennen und mit ihnen spielen. Und genau darum
geht es in dieser Hörspiel-Werkstatt.

Erzählweisen von Hörspielen werden durch Hörbeispiele erkundet, die
eigenen Hörspiel-Texte betrachtet, auf ihre Wirkung hin untersucht und
spielerisch auf dem Hintergrund dramaturgischer Fragestellungen wei-
terentwickelt.

Mitzubringen ist die Lust, seine Texte in einer Gruppe zu präsentie-
ren, die Neugier auf die Unternehmungen von anderen, die Bereitschaft,
sich konstruktiv kritisch mit dem eigenen und den anderen Projekten
auseinander zu setzen. Gruppenarbeit, Einzelgespräche und Vortrag
wechseln sich je nach Bedarf ab.

Senden Sie bitte mit Ihrer Anmeldung Proben aus der eigenen Werkstatt
ein (maximal 10 Seiten).

Leitung: Hilke Veth, Hörspieldramaturgin beim NDR
Kostenanteil: 125 Euro (244,48 DM) + 5 Euro (9,78 DM) für einen Reader
Anmeldung: Bundesakademie für kulturelle Bildung Wolfenbüttel, Post-
fach 11 40, 38281 Wolfenbüttel, Telefon (0 53 31) 8 08-4 11, Fax (0 53
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24. - 28. November 2002
(Anmeldeschluss: 24. Oktober 2002)
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Geschichten erfinden in Wort und Bild -
Kleine Schule des Textens und Zeichnens

Texte sind nicht gern allein. Das gilt auch für Bilder. Wie sonst lie-
ße sich ihr - mitunter unanständiges - Gedrängel in Bibliotheksregalen
und an Museumswänden erklären? Viele dieser Singles entschließen sich
im Laufe ihres Daseins gegen Wohngemeinschaften in Archiven oder
Kunsttempeln und sehnen sich nach einer aufregenden Mischehe. Aus den
geglücktesten dieser Beziehungen gehen dann zum Beispiel Bilderbücher
und Comics hervor.

Lassen wir uns aber nicht täuschen: Noch immer ziehen Legionen von
Texten und Bildern allein durchs Leben - innerlich einzeilig, die See-
le steingrau. Wer hilft? Vielleicht dieser Kurs, in dem Bilder zu ein-
samen Texten und Texte zu einsamen Bildern erfunden werden sollen.
Auch wer mitunter weitere Einzelgänger in die Welt setzen möchte, soll
seine Chance erhalten. Tragische, komische oder auch tragikomische Ge-
schichten und Bilder - alles ist erlaubt und willkommen.

Die Bereitschaft, zu Feder und Zeichenstift zu greifen, sollten alle
Teilnehmerinnen und Teilnehmer dieser Werkstatt mitbringen. Zum ästhe-
tischen Grenzgang besonders willkommen sind bildende Künstler, die mit
Sprache arbeiten, und Autoren, die skizzieren möchten.

Leitung: F. K. Waechter, Texter und Zeichner
Kostenanteil: 250 Euro (488,96 DM)
Anmeldung: Bundesakademie für kulturelle Bildung Wolfenbüttel, Post-
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6. - 8. Dezember 2002
(Anmeldeschluss: 6. November 2002)
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Projekt TERRA NOVA - Weltenbau in der Sciencefiction

Erst im zwanzigsten Jahrhundert entwich die Sciencefiction aus dem Di-
ckicht schlecht gedruckter Schmuddel-Zeitschriften, erreichte die Hö-
hen gebundener Ausgaben und die Erfolge millionenfach gesehener Filme
- vielleicht gilt sie deswegen häufig als "Literatur des Atomzeital-
ters". Im Genre bietet vor allem die Sciencefiction-Kurzgeschichte un-
erschöpfliche Möglichkeiten. Welten können in wenigen Sätzen entworfen
werden, Ideen sind entscheidend für die Qualität der Geschichte, und
ein Autor kann mit schnelleren "Erfolgen" rechnen als bei dickleibigen
Romanen.

Wie aber entstehen solche Welten? Und wie baue ich meine Welt so, dass
der Leser sie für stimmig hält? Wie beschreibe ich eine Landschaft auf
einem fernen, sauerstofflosen Planeten, wie dessen Bewohner? Und woher
nehme ich all die zündenden Ideen für meine Geschichte?

Selbst bei der literarischen Kurzstrecke ist das Handwerk grundlegend
- und das soll beim "Projekt TERRA NOVA" geschult werden. Die Teilneh-
merinnen und Teilnehmer des Kurses versuchen gemeinsam eine stimmige
Sciencefiction-Welt zu entwerfen und sammeln gleichsam Bausteine, die
sie später für ihr "literarisches Haus" benötigen. Dafür erhalten sie
Vorgaben, die sie bei dem Entwurf der fiktiven Szenarien berücksichti-
gen müssen. Die gemeinsame Kritik berücksichtigt nicht in erster Linie
die stilistische Qualität der einzelnen Vorschläge, sondern ihre inne-
re Logik in Bezug auf die Aufgaben. Willkommen sind deswegen nicht nur
angehende SF-Schreiber, sondern alle, die sich gern konzeptionell mit
Weltenbau in der fantastischen Literatur beschäftigen möchten.

Leitung: Robert Feldhoff, Exposé-Autor der Perry-Rhodan-Serie, und
Klaus N. Frick, Sciencefiction-Redakteur
Kostenanteil: 120 Euro (234,70 DM) + 5 Euro (9,78 DM) für einen Reader
Anmeldung: Bundesakademie für kulturelle Bildung Wolfenbüttel, Post-
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