Ausgabe 8-07 (20. Juli 2006)

Editorial
Schreib-Kick
Schreibkurs
   "Ein Kinderbuch kann doch jeder schreiben!"
   von Michael Borlik
Interview mit Thomas Görden
Verlagsportrait
    "C. M. Brendle-Verlag"
Frag den Experten für Verlagswesen
    (Bjørn Jagnow)
Frag die Expertin für Kriminalistik
    (Nikola Hahn)
Frag die Expertin für Kinderbuch
    (Gabi Neumayer)
Hall of Fame
EDITORIAL:  
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Liebe Autorinnen und Autoren,

wer Kinderbücher schreiben will, stellt schnell fest: Das ist mitnich-
ten einfacher, als für Erwachsene zu schreiben. Worauf es dabei vor
allem ankommt, zeigt Michael Borlik in seinem Artikel in dieser Ausga-
be. Außerdem haben die Roth-Berghofers den Autor Thomas Görden inter-
viewt, Ursula Schmid-Spreer hat ein neues Verlagsportrait für uns, und
unsere ExpertInnen haben wieder sehr detaillierte Fragen sehr ausführ-
lich und praxisnah beantwortet.

Der Tipp des Monats Juli, diesmal von Sabine Rasch:

Um in den Schreibfluss zu kommen, habe ich mir
ein Zitat-Büchlein angelegt (ein Lexikon geht auch).
Brauche ich Anregung, suche ich mir einen Spruch
oder wähle zufällig aus. Die Gedanken dazu führen mich
oft von selbst zur aktuellen Schreibaufgabe!

Diesmal haben wir also eine etwas leichtere Sommerferienausgabe des
Tempest für euch, die den Magen nicht zu sehr belastet ... Nein, im
Ernst: Wir sind auf eure Artikel angewiesen - unsere StammautorInnen
können den Tempest auf Dauer nicht allein bestücken. Deshalb noch mal
meine dringende Bitte: Schickt mir eure Vorschläge für Beiträge! Ob
ihr eine tolle Marketingidee für euer letztes Buch ausprobiert oder
eine gute Autorenveranstaltung besucht habt, ob ihr einen Verlagslek-
tor oder eine Vertriebsleiterin kennt, die ihr interviewen möchtet,
oder Schreibtipps und anderes Autorenwissen mit den anderen Tempest-
LeserInnen teilen wollt: Meldet euch!

Wir können zwar noch immer nichts dafür zahlen (was mich wieder auf
die finanziellen Beiträge bringt, die wir ebenso dringend brauchen
...), aber dafür könnt ihr euch über 5.500 LeserInnen vorstellen. Ist
doch auch schon was. - Einen schönen Schreibsommer. Und ich sitze dann
also gespannt vor meiner Mailbox!

Gabi Neumayer
Chefredakteurin

~~~~~~~~~~~
Damit wir den Tempest auch in Zukunft weiterführen können, brauchen
wir eure Hilfe: Wer uns unterstützen möchte, überweise bitte einen
freiwilligen Jahresbeitrag (15 Euro haben wir als Richtwert gesetzt,
aber ihr helft uns auch schon mit 5 oder 10 Euro weiter) auf das Konto
von autorenforum.de:



Sparda Bank Südwest eG
BLZ 550 905 00
Kto. 100 724 515
Stichwort: "Beitrag 2006"

ACHTUNG: NEUES KONTO!
Das alte bleibt aber auch noch eine Weile bestehen.

Für AuslandsabonnentInnen: Am 1. Juli 2003 wurden die Auslandsüberwei-
sungsgebühren gesenkt. Aber natürlich könnt ihr uns euren Beitrag auch
weiterhin per Post schicken (Adresse am Ende des Tempest).

Wer aus Österreich überweist, braucht außerdem diese Nummern (bitte
genau so zusammenschreiben!)
IBAN: DE16 5509 0500 0100 7245 15
BIC: GENODEF1S01

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ISSN 1439-4669 Copyright 2006 autorenforum.de. Copyright- und
Kontaktinformationen am Ende dieser Ausgabe
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INHALT DIESER AUSGABE:


TEIL 1:

Editorial
Schreib-Kick
Schreibkurs
"Ein Kinderbuch kann doch jeder schreiben!"
von Michael Borlik
Interview mit Thomas Görden
Verlagsportrait
"C. M. Brendle-Verlag"
Frag den Experten für Verlagswesen
(Bjørn Jagnow)
Frag die Expertin für Kriminalistik
(Nikola Hahn)
Frag die Expertin für Kinderbuch
(Gabi Neumayer)
Hall of Fame
Impressum


TEIL 2:

Veranstaltungen
Ausschreibungen
Publikationsmöglichkeiten
mit Honorar
ohne Honorar
Seminare
Messekalender
Impressum
~~~~~~~~~
Auf unserer Homepage gibt es mittlerweile einen praktischen Service
für orientierungslose Tempest-LeserInnen: Inhaltsübersichten für ein-
zelne Tempest-Jahrgänge, nach AutorInnen sortiert. Eberhard Kamprad
(http://www.kamprad-online.de) hat freundlicherweise die aufwendige
Arbeit übernommen, nach und nach die Verzeichnisse für alle bisherigen
Jahrgänge zu erstellen.


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SCHREIB-KICK:
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(redaktion at team pt autorenforum pt de)


Unser Schreib-Kick für den Juli, diesmal von Jenni Schreiner:

Schreibkick für 2: Bummeln

Such dir jemanden, dem du wirklich bedingungslos vertraust. Lass dich
von dieser Person irgendwo hinfahren (am Anfang am Besten in einen
Park, später - wenn du mutig genug bist - auch in eine Einkaufspassa-
ge). Dann lass dich zehn Minuten mit geschlossenen (oder verbundenen)
Augen von seiner Stimme führen. Versuche dabei zu beschreiben, wie du
dich fühlst, was du hörst, wie deine Wahrnehmung ist, was du denkst.

Version B: Beschreibe hinterher, was du gehört hast, wie deine Wahr-
nehmung war, was du gedacht und wie Du Dich gefühlt hast.

Version C: Beschreibe, wie es war, von jemandem geführt zu werden. Wie
man zu der Person steht, wie sie riecht, sich anfühlt. Wie es ist,
sich jemandem so sehr anzuvertrauen.


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SCHREIBKURS:
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(redaktion at team pt autorenforum pt de)


"Ein Kinderbuch kann doch jeder schreiben!"
von Michael Borlik

"Natürlich", sage ich dann, wenn ich so etwas zu hören bekomme. "Jeder
kann ein Kinderbuch schreiben." Und es ist ja auch wahr! Worin liegt
schon das Problem, ein paar Wörter in die Tastatur zu hämmern? Dass
aus den Wörtern dann Sätze werden, sogar eine logisch nachvollziehbare
Geschichte, all das mag sein. Die Frage ist nur: Reicht das?

Eine Geschichte, die wie eine Dokumentation über "Sandmännchens Aben-
teuer" klingt, würde auch meine Katze einschläfern. Was nicht automa-
tisch bedeutet, dass sie zur Gute-Nacht-Geschichte taugt. Die Frage
ist also: Was macht eine gute Kindergeschichte aus? Die wichtigste Re-
gel fürs Kinderbuchschreiben vorab: Wer Kinderbücher schreiben will,
muss auch Kinderbücher lesen.

Ist meine Idee originell?

Das ist die wichtigste Frage, die Sie sich stellen sollten, bevor Sie
mit der Figuren- und Plotentwicklung beginnen. Versuchen Sie sich
nicht an dem x-ten Ableger der "Fünf Freunde", damit werden Sie bei
keinem Verlag eine Chance haben. Aber was ist überhaupt originell? O-
riginell bedeutet, etwas Bekanntes in neuer Form zu präsentieren: ein
Dieb, der einbricht, aber nichts stiehlt. Eine Prinzessin, die verzau-
bert wird und alles daran setzt, nicht gerettet zu werden. Solche An-
sätze werfen sofort unzählige Fragen auf. Was immer ein gutes Zeichen
ist!


Für welche Altersgruppe schreibe ich?

Wollen Sie für Leseanfänger schreiben? Oder soll es doch lieber für
begeisterte Leseratten sein? Für Jungen oder Mädchen oder beide? Für
welches Alter? Es gibt Bücher für Kleinkinder, für Kinder ab sechs,
acht und zehn Jahren. Über all das sollten Sie sich im Klaren sein,
bevor Sie mit dem Schreiben beginnen. Denn je nachdem, für welches Le-
sealter Sie schreiben wollen, hat das Auswirkungen auf Sprache, Länge
der Sätze, Umfang des Manuskriptes - und natürlich auf das Thema.

Generell lässt sich sagen, dass Fremdwörter nichts in Kinderbüchern zu
suchen haben. Zudem habe ich die Erfahrung gemacht, dass es LektorIn-
nen gibt, die bereits das Wort "Riesenhummer" als zu schwierig für Le-
seanfänger empfinden. Andere vertreten hingegen den Standpunkt: Kinder
dürfen nicht unterfordert werden! Sie sehen, jede/r LektorIn stellt
eigene Ansprüche, und es gibt kein Patentrezept für den perfekten Kin-
derroman. Es gibt allenfalls "Richtlinien", die sich von Verlag zu
Verlag unterscheiden können.

Bücher für Leseanfänger enthalten oft eine Sammlung von Kurzgeschich-
ten zu einem bestimmten Thema (Pferde, Krimi, Freundschaft etc.). Sol-
che Geschichten umfassen zwischen 2.000 und 2.400 Zeichen (inklusive
Leerzeichen). In der Regel haben Verlage entsprechende Konzepte für
die Reihen, in denen solche Lesebände erscheinen. Bevor Sie also mit
der Arbeit an einem solchen Band beginnen, sollten Sie zunächst bei
den Verlagen anfragen, welche Themen überhaupt gesucht werden (und ob
man nicht nur mit bereits bekannten HausautorInnen zusammenarbeitet).

Natürlich gibt es auch Einzelromane für Leseanfänger. Sie liegen
durchschnittlich bei etwa 25 bis 30 Normseiten und behandeln ebenfalls
Themen wie Schule, Abenteuer, Ritter, Gespenster usw. Bücher für Kin-
der ab acht Jahren sind meist nicht länger als 50 Normseiten. Wenn Sie
Bücher für Zehnjährige schreiben, ist die Seitenzahl nach oben hin of-
fen. Ein 500-seitiges Werk sollte es aber nicht gerade werden.

Haben Sie eine Idee und sind sich unsicher darüber, für welches Lese-
alter sie geeignet ist, gehen Sie am besten in die nächste Buchhand-
lung. Oder Sie besuchen die Webseiten der Verlage. So können Sie sich
leicht einen Überblick über altersgerechte Themen verschaffen.


Gibt es Tabus?

Auch hier spielt wieder das Alter Ihrer Zielgruppe eine Rolle. Ein
Mord in einem Jugendkrimi ist bereits gang und gäbe, in einem Kinder-
krimi hat er dagegen in der Regel nichts zu suchen. Ebenso wenig wie
diskriminierende oder gewaltverherrlichende Schilderungen.

Es kommt aber auch immer darauf an, wie man an ein Thema herangeht. In
Ihrem Buch können Sie durchaus Problemthemen wie Gewalt, Missbrauch,
Scheidung etc. behandeln, wobei es dann in Ihrer Geschichte darum ge-
hen sollte, aufzuklären, Verständnis zu wecken und Hilfestellungen zu
geben. Für manche Verlage sind solche schwierigen Themen jedoch grund-
sätzlich tabu.


Die Entwicklung der Figuren

Wenn Sie Figuren entwickeln, bedenken Sie immer, dass es die ungewöhn-
lichen und ausgefallenen Charaktere sind, die uns begeistern. Und das
gilt für Kinder ebenso wie für Erwachsene. Zum Beispiel Pippi Lang-
strumpf: Sie ist stark wie Herkules, wohnt allein in einer riesigen
Villa und hat einen Seeräuber als Vater. Welches Kind findet so etwas
nicht toll? Pippi Langstrumpf ist eine Figur, die fasziniert, weil sie
genau so ist, wie alle Kinder sein möchten. Mutig, frech, abenteuer-
lustig. Sie macht, was sie will, und niemand verbietet es ihr.

Was einen Charakter spannend und interessant macht, ist aber auch sei-
ne Entwicklung. Eine Figur, die am Ende eines Buches noch genau so
ist, wie am Anfang, ist meist langweilig (sofern es nicht um einen
Seriencharakter geht, der "lange halten" muss). Die Figur muss die Le-
ser überraschen können. Um es einmal überspitzt zu formulieren: Von
einem Kind, das sich nicht in den Keller wagt, weil es Angst vor Mons-
tern hat, erwarten die Leser am Ende der Geschichte, dass es zum Mons-
terjäger wird.

So verhält es sich beispielsweise auch bei Harry Potter. Ein Junge,
der bei Onkel und Tante lebt und ständig von ihnen schikaniert wird,
in einem Wandschrank haust und tieftraurig ist, wird am Ende seines
Abenteuers zum gefeierten Helden, der sich einem Gegner entgegen-
stellt, der hundertmal schlimmer ist als Onkel und Tante.


Die Entwicklung des Plots

Die Handlung Ihrer Geschichte sollte sich aus der Hauptfigur heraus
entwickeln. Wenn Sie eine verzauberte Prinzessin haben, die nicht ent-
zaubert werden will, gehen Sie genau von diesem Ansatz aus. Schreiben
Sie alle Fragen auf, die Ihnen zu der Situation der Prinzessin einfal-
len: Von wem wurde sie verzaubert - und warum? Weshalb möchte sie
nicht entzaubert werden? Was würde sie alles dafür tun, um zu bleiben,
wie sie ist? Gibt es jemanden, der sie retten möchte - und warum? Wie
entscheidet sich die Prinzessin am Ende? Und, und, und


Die Antworten auf diese Fragen stellen den Rahmen für das Handeln Ih-
rer Hauptfigur dar. Wenn Sie sich nun an die Ausarbeitung des Plots
machen, müssen Sie dabei das Alter der von Ihnen gewählten Zielgruppe
ständig im Auge behalten. Bei den Handlungssträngen sollten Sie darauf
achten, dass es nicht zu viele werden. Geschichten für Leseanfänger
haben in der Regel nur einen einzigen. Mit steigendem Lesealter und
und wachsender Lesefähigkeit der Kinder können es dann auch mal zwei
oder drei sein.

Sobald die Handlung steht, sollten Sie sie in Kapitel unterteilen.
Entwerfen Sie dabei jedes Kapitel wie eine Kurzgeschichte. Es muss et-
was Spannendes und für die Handlung Wichtiges darin passieren. Lassen
Sie ein Kapitel möglichst niemals ruhig ausklingen, sondern an einer
spannenden Stelle oder mit einer unbeantworteten Frage enden. Bei-
spiel: "Tine grinste. Endlich hatte sie Herrn Luchs' supergeheime Ge-
heimschachtel gefunden. Was da wohl drin war? Mit zittrigen Fingern
öffnete sie den Deckel." (Wer würde jetzt nicht wissen wollen, was
sich in der Schachtel verbirgt?)


Das Schreiben

Nachdem Sie für sich eine Zielgruppe gefunden haben und Plot und Cha-
raktere entwickelt sind, geht es mit dem Schreiben los. Auch dazu will
ich Ihnen ein paar Anregungen geben.


Wie reden Kinder miteinander? (Dialoge)
.......................................

Kinder reden nicht in verschachtelten Sätzen (Bandwurmsätzen), die
sich über drei Zeilen ziehen. Treffen Sie klare, kurze Aussagen, und
vermeiden Sie Dialoge, die mit "ich glaube", "ich denke", "ich finde"
anfangen. So reden Kinder einfach nicht. Kinder sind sehr direkt. Bei-
spiele: "Ich hab keine Lust!", "Ich hasse Mathe!", "Puh, der Rosenkohl
stinkt schlimmer als Papas Socken!", "Was ist mit deinen Haaren? Du
siehst ja aus wie Omas Pudel!".


Beschreibungen von Gebäuden und Örtlichkeiten
..............................................
Knappe, interessante Schilderungen sind wichtig. Bedenken Sie, dass
man seiner Umgebung nur dann Aufmerksamkeit schenkt, wenn etwas die
Neugier weckt. Versuchen Sie Gebäude und Landschaften durch Kinderau-
gen zu sehen. Wenn Sie etwas beschreiben, ziehen Sie nur Vergleiche,
die Kinder kennen. Beispiele: "Es war das komischste Haus, das Tine je
gesehen hatte. Es sah aus wie ein zitronengelber Würfel.", "Die Wiese
war so braun und vertrocknet wie Tante Nellys Nudelauflauf."


"Kindersprache"
...............
Am Ende möchte ich noch mit dem mehr oder weniger verbreiteten Irr-
glauben aufräumen, Kinderbücher müssten in "Kindersprache" geschrieben
sein. Das ist etwas, was Sie unbedingt vermeiden sollten. Auch wenn
Kinder noch keinen so umfangreichen Wortschatz wie Erwachsenen haben
und gerne das Wort "tun" benutzen oder in unvollständigen Sätzen re-
den, sollte Ihre Geschichte das nicht widerspiegeln. Beim Lesen geht
es zwar in erster Linie darum, zu unterhalten, aber es schadet nicht,
wenn die Kinder auch etwas dabei lernen. Nämlich den Umgang mit Spra-
che: Sie erfahren neue Wörter, ihre Bedeutung und wie man sie ein-
setzt.

Wenn Sie sich unsicher sind, wie sie etwas schreiben sollen, stellen
Sie sich einfach vor, Sie würden es einem Kind erzählen. Schütten Sie
sich meinetwegen einen Kaffee oder Tee auf, setzen Sie sich in Ihren
Lieblingssessel, und beginnen Sie laut zu erzählen ... Seien Sie Ihr
eigener Zuhörer. Und? Klingt es spannend, verständlich, wollen Sie
mehr hören? Dann sind Sie auf dem richtigen Weg!

**~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~**

Michael Borlik, Jahrgang 1975, schreibt Kinder- und Jugendbücher, die
u. a. bei Ueberreuter, Thienemann und Arena erscheinen. Seit 2005 ar-
beitet er als freier Schriftsteller. Mehr Infos unter:
http://www.borlik.de.


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INTERVIEW:
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(redaktion at team pt autorenforum pt de)

"Der magische Aspekt des Schreibens"
Interview mit Thomas Görden

Ramona und Thomas Roth-Berghofer: Ein toter Delphin im Rhein. Skrupel-
lose Industrielle, die in einer geheimen unterirdischen Forschungsan-
lage grausame Experimente durchführen lassen. "Das Delphinorakel" ist
nach "Die Krypta" Ihr vierter Thriller um die Kölner Kommissarin Su-
sanne Wendland und die Schamanin Chris Adrian als ungewöhnliches Er-
mittlerinnenduo. Wie kamen Sie auf die Idee zu diesem Roman? Wie sind
Sie beim Recherchieren und Schreiben, beim Verweben der Fakten und der
Ihnen vorschwebenden Fiktion vorgegangen? Sind Sie dabei mehr ein in-
tuitiver Autor, oder planen Sie jedes Detail im Voraus?

Thomas Görden: Ein Faible für Delphine und andere Waltiere teile ich
sicher mit vielen Menschen. Nach meiner Erzählung "Der Delphin" wollte
ich gerne auch einmal einen Roman schreiben, in dem diese faszinieren-
den Wesen eine wichtige Rolle spielen. Die Delphine allerdings mit
Köln zu verbinden, wo Susanne Wendland ihren Einsatzbereich hat, war
dramaturgisch gar nicht so einfach (auch wenn in den sechziger Jahren
des vorigen Jahrhunderts ja bekanntlich schon einmal ein Beluga bis
nach Köln geschwommen ist). Außerdem lag es mir sehr am Herzen, die
Gefährdung der Meeressäuger durch die neuartigen ultrastarken Unter-
wasser-Sonare zu thematisieren, wie sie inzwischen von der US-Marine,
aber auch von anderen Ländern verstärkt eingesetzt werden.

Beim Schreiben ist die Intuition unverzichtbar. Sie ist die eine Seite
der Medaille. Das ist sozusagen der magische Aspekt des Schreibens wie
jeder Kunst. Darüber kann man nicht viel sagen. Niemand weiß, wie "es"
funktioniert. Entweder es passiert, dann fließen die Worte aus dir
heraus - oder es passiert nicht (dann hast du als Autor einen schlech-
ten Tag). Und der Verstand ist die andere Seite der Medaille: Der
Verstand recherchiert und beschafft die notwendigen Fakten, kümmert
sich um die Entwicklung des Plots und den dramaturgischen Aufbau. Aber
letztlich ist, bei mir zumindest, die Intuition der stärkere Faktor.
Sonst würde der Schreibprozess zu vorhersehbar werden, für mich selbst
keine Überraschungen und Entdeckungen mehr bereithalten. Und das würde
dann bestimmt auch für die Leser ein ziemlich langweiliges Buch.


RRB / TRB: Wie umfangreich gestaltete sich die Zusammenarbeit mit dem
Lektorat des Knaur Verlags?

TG: Es gab eine Außenlektorin, die das Manuskript betreute, und eine
für die Produktion verantwortliche Lektorin im Verlag. Aufgrund der
etwas knappen Terminplanung habe ich der Außenlektorin das Manuskript
kapitelweise gemailt. Sie hat mir die Korrekturvorschläge zurückge-
schickt (per Post), und alles Weitere wurde dann telefonisch abgespro-
chen.


RRB / TRB: Hatten Sie Einfluss auf die Titelwahl, die Wahl des Buchco-
vers oder den Klappentext?

TG: Mein ursprünglicher Titelvorschlag lautete "Das Delphinrätsel",
was meines Erachtens besser zu der Geschichte gepasst hätte. Aber man
muss dann auch ein wenig kompromissbereit sein. Der Verlagslektor muss
schließlich den Vertrieb für das Buch begeistern. Wenn den Vertriebs-
leuten Titel und Cover nicht behagen, hat das Buch von Anfang an einen
schweren Stand.

Beim Klappentext gab es allerdings eine peinliche Panne, die auf ein
Missverständnis zurückzuführen ist: Dort ist von einem Iren die Rede,
der aber im Roman gar nicht vorkommt, denn der neben Köln zweite
Schauplatz der Geschichte liegt in Holland, nicht in Irland. Aber ich
mache den Angestellten im Verlag keinen Vorwurf, die sind schließlich
auch dem allgemeinen Rationalisierungs-Stress unterworfen. Es zeigt
nur, unter welchem kommerziellen Zeitdruck heutzutage Bücher produ-
ziert werden, was doch die Freude am Büchermachen und Bücherlesen ein
wenig trübt.


RRB / TRB: Wie kamen Sie zum Schreiben? Gab es ein bestimmtes Schlüs-
selerlebnis?

TG: An ein konkretes Schlüsselerlebnis erinnere ich mich nicht. Gele-
sen habe ich schon immer gerne. Ich konnte es sogar schon, als ich in
die Schule kam. Mit Hilfe meines Vaters hatte ich es mir beigebracht,
weil ich gerne die Sprechblasen in den Comics lesen wollte. Das
Schreiben scheint mir irgendwie ein ganz natürlicher Bestandteil mei-
ner Persönlichkeit zu sein, über den ich gar nicht viel nachdenke. Ich
tue es einfach, so wie andere Leute vielleicht Bilder malen oder Musik
machen (auf diesen Gebieten bin ich ziemlich unbegabt). Jedenfalls
kann und mag ich mir überhaupt nicht vorstellen, nicht zu schreiben.


RRB / TRB: Wie lange arbeiten Sie im Durchschnitt an einem Roman?

TG: Meistens ungefähr ein Jahr. Es kann aber auch länger dauern. Das
weiß man vorher nie so genau.


RRB / TRB: Was macht Ihrer Meinung nach einen guten Autor aus?

TG: Neugierde, eine gute Beobachtungsgabe, Liebe zur Sprache (so wie
ein Maler seine Farben liebt). Ein Romanautor muss Freude daran haben,
sich spannende, faszinierende Geschichten auszudenken. Und dann sollte
natürlich die erzählerische Grundspannung da sein: dass man seine Pro-
tagonisten liebt und trotzdem ziemlich grausam mit ihnen umspringt -
denn wenn man sie nicht tüchtig leiden und kämpfen lässt, wird der Ro-
man langweilig.


RRB / TRB: Werden Ihre Romane auch im Ausland gelesen?

TG: Bisher gibt es keine Übersetzungen in andere Sprachen.


RRB / TRB: Wie sieht der Alltag Ihres Autorenlebens aus?

TG: Ich beginne den Tag mit Taiji-Qigong, darüber freut sich meine
Seele ebenso wie der von der sitzenden Autorentätigkeit belastete Rü-
cken. Nach dem Frühstück mit meiner Lebensgefährtin wandere ich eine
Stunde durch den Wald - für mich die schönste Form von Meditation. An-
schließend schreibe oder übersetze ich bis in den späten Nachmittag,
also sozusagen zu normalen Bürozeiten.


RRB / TRB: Eine Kölner Kommissarin und eine Schamanin als Ermittlungs-
team: Wie kamen Sie darauf, und warum haben Sie sich für zwei weibli-
che Protagonisten entschieden?

TG: Chris, die Schamanin, und Susanne, die Kommissarin, sind zwei sehr
gegensätzliche Heldinnen. Durch Chris kommt ein mystisches Element in
die Romane hinein, das man normalerweise wohl nicht gerade mit Poli-
zeiarbeit in der Großstadt verbinden würde. Aber der Großstadtdschun-
gel, in dem Susanne ermittelt, existiert ja nicht im luftleeren Raum.
Die Natur, die Wildnis ist zwar teilweise überbaut, aber immer noch
da. In dieser anderen, geheimnisvollen, irrationalen Welt lebt Chris.
Und ich glaube, gerade in Großstädten werden Schamaninnen dringend ge-
braucht!

Die Romane aus der Perspektive zweier weiblicher Hauptfiguren zu er-
zählen ist für mich als Mann faszinierend und lehrreich. Aber ich bin
nicht auf weibliche Protagonisten fixiert. In meinem neuen Roman ist
der Held ein junger Mönchsnovize, und in "Die Seelenlosen" stand ein
Polizeikommissar aus Dresden im Mittelpunkt. Ich hoffe, dass es mir
gelingt, weibliche und männliche Charaktere überzeugend zu schildern.


RRB / TRB: Wann und wo wird Ihr aktueller historischer Roman erschei-
nen?
TG: Die Fertigstellung des Manuskripts ist bis Anfang Oktober geplant.
Ich denke, dass er dann wohl Anfang nächsten Jahres bei Knaur als Ta-
schenbuch erscheinen wird.


RRB / TRB: Wann wird der fünfte Roman Ihrer Thrillerserie erscheinen?

TG: Die Hauptfiguren so einer Romanreihe, Chris und Susanne, aber auch
Jonas, Tönsdorf und Mister Brown, den Medizinhund, nicht zu vergessen,
wachsen einem doch sehr ans Herz, werden sozusagen Teil der Familie.
Gegenwärtig bin ich ihnen aber untreu geworden und schreibe an diesem
historischen Roman. Schauen wir einmal, was die Zukunft bringt.


RRB / TRB: Gibt es sonst noch irgendein Genre, das Sie als Autor rei-
zen würde?

TG: Wie gesagt, gerade ist ein Mittelalterroman in Arbeit, der zur
Zeit des zweiten Kreuzzugs im Rheinland spielt. Protagonist ist ein
junger Klosternovize, der seine eigene Herkunft nicht kennt. Er ver-
liebt sich in die Tochter eines jüdischen Gelehrten und lernt einen
Schüler des großen Abaelard kennen. Der Abaelard-Schüler und der jüdi-
sche Gelehrte werden ermordet, und der junge Held gerät selbst in töd-
liche Gefahr und verstrickt sich immer mehr in die Wirren seiner Zeit,
was für die Leser hoffentlich genauso spannend wird wie für ihn
selbst.


RRB / TRB: Welchen Roman (welche Zeitschrift, Kurzgeschichte ...) le-
sen Sie gerade? Was hat Sie am stärksten beeindruckt?


TG: Momentan komme ich nicht zum Romanlesen, da ich die Zeit, die mir
zum Lesen bleibt, nutze, um mich in Sachliteratur über das Mittelalter
zu vertiefen, aktuell in das Buch "Alltag im Mittelalter" vom Histori-
ker Ernst Schubert. Davor habe ich zuletzt Lion Feuchtwangers "Die Jü-
din von Toledo" und "Roma" von Gisbert Haefs gelesen.


RRB / TRB: Hätten Sie noch einen Rat für angehende Autoren?

TG: Gerade habe ich im Internet gelesen, dass Richard Bachs "Die Möwe
Jonathan" von achtzehn Verlagen abgelehnt wurde, ehe endlich ein Lek-
tor das Potential des Buches erkannte, von dem dann weltweit über
dreißig Millionen Exemplare verkauft wurden. Vielen späteren Erfolgs-
autoren erging es ähnlich. Damit will ich nicht sagen, dass ein Autor
es sich unbedingt zum Ziel setzen soll, die Bestsellerlisten zu stür-
men, aber man sollte auch nicht gleich verzagen, wenn ein Manuskript
abgelehnt wird.

Wenn Sie glauben, dass Sie eine gute Erzählerin, ein guter Erzähler
sind und der Welt etwas Wertvolles zu geben haben, dann bleiben Sie am
Ball. Üben Sie täglich wie ein Musiker. Verfeinern Sie die handwerkli-
chen Aspekte Ihres Schreibens. Es gibt da immer noch etwas dazuzuler-
nen. Ich mag diese Idee vom "Anfänger-Geist" aus dem Zen-Buddhismus.
Als Schriftsteller braucht man Anfänger-Geist. Ich hoffe, den auch
noch zu haben, wenn ich sechzig oder achtzig bin. Und: Überarbeiten!
Zeiten, in denen sonst nicht viel passiert, dazu nutzen, die eigenen
Texte zu überarbeiten. Eventuell übersetzen oder Lektoratsarbeiten ü-
bernehmen. Aus der Arbeit an den Texten anderer Autoren kann man viel
für das eigene Schreiben lernen.


RRB / TRB: Danke für das Interview.


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VERLAGSPORTRAIT:
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(redaktion at team pt autorenforum pt de)


C. M. Brendle-Verlag
Christine Brendle
Im Höfle 2
72406 Bisingen
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
Telefon: (0 74 71) 91 09 55
Fax: (0 74 71) 93 31 55
http://www.brendle-verlag.de


Verlagsgeschichte

Eine Brücke ist das Verlagslogo des C. M. Brendle Verlags. Sie gilt
als Symbol der Verbindung zwischen Verlag und Autoren. Gründerin des
Verlags ist Christine Brendle. Bis jetzt hat sie nur freie Mitarbeiter
(drei für das Lektorat und ein Satzbüro für das Cover).

Der Autorenkreis Little Pen e. V., den Christine Brendle vor elf Jah-
ren gegründet hat (http://www.little-pen.de), machte öfters Ausschrei-
bungen. Es wurde immer schwieriger, einen guten Verlag für die Antho-
logien zu finden. Außerdem erfuhr sie von den Autorenkollegen, dass
gute Texte oft keine Chance hatten, gegen Geld jedoch jeder Schrott
veröffentlicht wurde. Sie selbst hatte als Autorin sehr schlechte Er-
fahrungen mit einem Verlag gemacht, der zwar nicht mit Druckkostenzu-
schuss arbeitete, leider aber auch die vertraglich vereinbarten Hono-
rare nicht bezahlte.

Christine Brendle hat schon länger mit dem Gedanken gespielt, einen
Verlag zu gründen, aber immer wieder gezögert, da sie befürchtete,
dann selbst nicht mehr zum Schreiben zu kommen. (Nicht ganz zu Un-
recht, wie sich nun herausstellt.) Sie liebt gute und schöne Bücher
seit Kindertagen.

Dann machte ein seriöser kleiner Verlag - der ihre Rosenanthologie he-
rausgeben wollte - plötzlich einen Rückzieher. Er war mit den "Korea-
titeln" für die Buchmesse 2005 ausgelastet. Da hat sie dann den
Schritt gewagt und ist Verlegerin geworden.


Verlagsprogramm und -philosophie

Für Christine Brendle kommen alle Genres guter Unterhaltungsliteratur
in Frage, also Roman, Liebesroman, Krimi.

Demnächst wird ein Buch herauskommen, in dem sich Lyrik und Kunst (Ma-
lerei und Holzdrucke) finden. Sie könnte sich auch Jugendliteratur
vorstellen, allerdings keine illustrierten oder Bilderbücher. Sie ist
auch offen für gut geschriebene Biographien, Reiseliteratur und Sach-
literatur (so lange sie nicht zu spezifisch sind).

Sie veröffentlicht lieber wenige, aber sorgfältig ausgewählte Texte.
Die Verlegerin muss hinter jedem Text stehen können.

Jeder Autor ihres Verlages soll sich in guter Gesellschaft finden.
(Nicht nach dem Motto: "Die nimmt jeden, solange er nur zahlt.")

Im ersten Buchprojekt, "Samt und spitze Dornen", eine Anthologie vol-
ler Rosentexte, sind sehr erfahrene Autoren vertreten, aber auch Auto-
ren, die davor noch nie veröffentlicht wurden. Das zweite Buch ist ein
historischer Liebesroman mit einer Autorin aus dem Rosenbuch. Im aktu-
ellen Projekt: "Augenblicke in Poesie und Farbe" werden ebenfalls wie-
der Profis und Neulinge vertreten sein.

Weitere Projekte sind zwei Anthologien: "Autoren unterwegs" und "Was-
sertexte", außerdem ein unterhaltsamer Familienroman. Weitere Texte
sind in der Prüfung.


AutorInnen gesucht?

Christine Brendle sucht nicht. Die Autoren kommen zahlreich von sich
aus auf sie zu. Sie wünscht sich von den Autoren ein gut lesbares Ma-
nuskript (zuerst maximal 30 Seiten), ein aussagekräftiges Exposé (da-
mit sie weiß, wie der Roman / das Buch aufgebaut ist) und eine Auto-
renvita (sie muss nicht eine schillernde Autorenkarriere belegen, doch
sie möchte eine Vorstellung vom Gegenüber haben).

Der Verlegerin ist eine gute Zusammenarbeit mit den Autoren wichtig.
Sie bringt selbst viel Engagement in ein Buchprojekt ein und erwartet
das auch vom Autor, also: Lesungen und Vorstellungen bei der örtlichen
Presse.

Eingereichte Texte können nicht zurückgeschickt werden. Doch die Auto-
ren erhalten auf jeden Fall eine Antwort - allerdings sollten sie et-
was Geduld haben.


Konditionen

Autoren, die in Anthologien aufgenommen werden, erhalten ein kostenlo-
ses Buch und weitere Bücher zum Autorenrabatt.

Autoren von Romanen oder anderen Büchern erhalten einen Vertrag mit
Staffelhonorar zwischen 5 und 10 %. Neulinge beginnen etwas niedriger
als erfolgreiche "Wiederholungstäter".

Druckkostenzuschuss will sie nicht verlangen.

Zukunftspläne

Das Programm soll kontinuierlich auf- und ausgebaut werden.


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UNSERE EXPERTINNEN UND EXPERTEN:
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Bitte schickt den ExpertInnen nur Fragen zu ihrem Expertenthema - kei-
ne Manuskripte zur Beurteilung. Speziell unsere Expertin für Litera-
turagenturen nimmt keine neuen AutorInnen an; Anfragen dazu sind daher
zwecklos.

Bitte verseht jede Anfrage mit einem aussagekräftigen Betreff. Sonst
kann es sein, dass die Mail vorsichtshalber sofort gelöscht wird.


Drehbuch: Oliver Pautsch
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Fandom: Thomas Kohlschmidt
fandom at experte pt autorenforum pt de
Fantasy: Stefanie Bense
fantasy at experte pt autorenforum pt de
Heftroman: Arndt Ellmer
heftroman at experte pt autorenforum pt de
Historischer Roman: Titus Müller
historischer.roman at experte pt autorenforum pt de
Kinderbuch: Gabi Neumayer
kinderbuch at experte pt autorenforum pt de
Kriminalistik: Nikola Hahn
kriminalistik at experte pt autorenforum pt de
Lesungen: Rüdiger Heins
lesungen at experte pt autorenforum pt de
Lyrik: Martina Weber
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Sachbuch allgemein: Gabi Neumayer
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Übersetzung: Barbara Slawig
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Verlagswesen: Bjørn Jagnow
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FRAG DEN EXPERTEN FÜR VERLAGSWESEN:
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Bjørn Jagnow (verlagswesen at experte pt autorenforum pt de)

Frage:
Folgendes ist mir passiert: Ich habe an einem Wettbewerb teilgenommen.
Auf der dazu gehörigen Internetseite steht, dass sie viele Einsendun-
gen bekommen haben und dass die Bewerber daher bis August warten müss-
ten, bis die 3 Haupt- und die 20 Anthologiegewinner auf der Webseite
aufgelistet würden.

Die Anthologie wird von zwei Autorinnen herausgegeben, die nicht zur
Jury gehören. Angeblich ist jede Geschichte nur eine Nummer, der in
einem Umschlag die Autorendaten zugeordnet werden ...

Jetzt hat, zwei Monate zu früh, eine dieser Autorinnen Kontakt mit mir
aufgenommen und wollte das Manuskript von mir per E-Mail zugesandt be-
kommen. Ich habe Böses gewittert und zugegebenermaßen undiplomatisch
scharf geantwortet. Jetzt bin ich aus dem Rennen.

Ich möchte nur gerne wissen, ob das so üblich ist, wie man mir weißzu-
machen versucht. Ich habe mich auf den Standpunkt gestellt, lieber auf
den Wettbewerb zu verzichten, als einem Plagiat auch noch allzu naiv
in die Hände zu spielen.


Antwort:
Ich möchte nicht direkt auf die Anfrage antworten, sondern erst einen
Grundsockel zum Verständnis legen.

Wenn man eine Geschichte schreibt, dann ist der Text dieser Geschichte
urheberrechtlich geschützt. Die Geschichte selbst ist nicht geschützt.
Sie kann auch gar nicht geschützt werden, weil Ideen nicht schutzfähig
sind, sondern nur konkrete Ausführungen. Das gilt grundsätzlich fast
überall auf der Welt so, und auch nicht nur für Literatur, sondern
beispielsweise auch für technische Patente: Ideen sind Freiwild - Aus-
führungen sind geschützt.

Das viel beschworene Plagiat definiert sich so, dass jemand einen
fremden Text nimmt, seinen eigenen Namen dazu setzt und es in dieser
Kombination veröffentlicht. Das kann jedem Autor und jeder Autorin im-
mer passieren, denn wenn eine Geschichte veröffentlicht wird, kann es
auch jemanden geben, der sie abschreibt und als seine ausgibt.

Vor diesem Hintergrund war die Reaktion bei dem konkreten Literatur-
wettbewerb tatsächlich überzogen. Wenn ein Mitglied der Jury betrügen
will, kann es das jederzeit tun. Eine persönliche, frühe Anfrage bei
der Autorin mit der Bitte um den Text ist dafür nicht notwendig. Wer
einen Text illegal verwerten will, kann das auf anderem Weg viel weni-
ger auffällig tun.

Als Konsequenz darauf kann man gänzlich verkrampft durchs Autorenleben
ziehen und niemandem die eigenen Texte zeigen, wenn nicht vorher ein
Verlagsvertrag abgeschlossen wurde. Allerdings wird man so die Texte
wohl auch nicht veröffentlichen.

++++++++++
Frage:
In meinem aktuellen Roman spielt ein Lied aus den 80er Jahren eine
Rolle; an einer Stelle werden die vier Zeilen des Refrains zitiert,
der Titel mehrfach. Gibt es auch für solche Zitate Regeln? Darf ich
den Refrain zitieren, ohne gegen irgendwelche Urheberrechte zu versto-
ßen? Oder muss ich jemanden um Genehmigung bitten? Oder ist das Allge-
meingut?


Antwort:
Für Zitate gelten Regeln, sofern das zitierte Werk noch urheberrecht-
lich geschützt ist. Bei diesem Lied ist das unstrittig der Fall. Diese
Regeln sagen, dass Zitate so kurz wie möglich und dem Zweck angemessen
sein müssen, mit Quellenangabe versehen sein müssen und keine bloße
Zitatsammlung sein dürfen. Nur wenn man von diesen Regeln abweichen
will, braucht man eine Genehmigung.

Wenn ein Lied-Refrain eine Rolle in einer Geschichte spielt, darf er
zitiert werden. Zitieren als bloßer Zierrat ist dagegen nicht erlaubt.

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Bjørn Jagnow ist Schriftsteller, Verlagsfachwirt, Verlagskaufmann,
Buchhändler und freier Lektor. http://www.bjoernjagnow.de/.


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FRAG DIE EXPERTIN FÜR KRIMINALISTIK:
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Nikola Hahn (kriminalistik at experte pt autorenforum pt de)


Frage:
Ich schreibe gerade an einem Jugendbuch, in dem ein 14-/15-jähriges
Mädchen verschwindet, weil es in einer psychischen Krise steckt. Die
Eltern schalten die Polizei ein, als es nachts noch nicht zu Hause
ist. Da ich mir nicht sicher bin, wie die Polizei da konkret handelt,
hier nun meine Fragen:

1. Handelt die Polizei bei einer Vermisstenanzeige sofort, wenn es
sich um eine/n Minderjährigen handelt? Was sind die ersten Schritte?

2. Wie groß ist der personelle Aufwand, der dafür zur Verfügung ge-
stellt wird?

3. Wie sollen sich die Eltern verhalten? Gibt es da Empfehlungen oder
gar Regeln und Vorschriften der Polizei?

4. a) Geht die Polizei z. B. zur Schule oder zu außerschulischen Kur-
sen, die das Kind besucht?
b) Darf sie die Kinder einfach so befragen, oder müssen erst die
Schul- und Kursleitung, die Institution oder gar die jeweiligen Eltern
um Erlaubnis ersucht werden?

5. Werden tatsächlich sämtliche Lehrer, Kinder befragt, oder genügt
nur ein allgemeiner Aufruf vor der Klasse oder in der Schule? Werden
Freunde/innen befragt, d. h. auch zu Hause aufgesucht?
6. Wie geht die Polizei mit jemandem um, der einer Minderjährigen Zu-
flucht geboten hat, weil sie sich in psychischer Not an ihn gewendet
hat? Muss er mit einer Strafe rechnen, wenn er auf Bitten des Kindes
erst einmal (ein paar Tage lang) nicht den Eltern Bescheid gegeben hat
und wenn seine Begründung so lautet, dass er das Vertrauen des Kindes
nicht missbrauchen wollte, um seine Situation nicht noch zu verschlim-
mern?

7. Kann und darf in einem Vermisstenfall die Polizei das Handy des
Vermissten orten? Geht das überhaupt? Wie ist es mit einem Handy, das
ausgeschaltet ist?


Antwort:

zu 1:
Es gibt keine "Wartefrist" bei Vermissten. Entweder besteht ein Grund
für polizeiliches Tätigwerden, dann wird sofort etwas getan, oder es
besteht keiner, dann wird auch keine Vermisstenanzeige aufgenommen.
Wenn ein Erwachsener verschwindet und es liegen keinerlei Hinweise auf
einen Selbstmord(versuch) oder eine Straftat vor, handelt es sich
nicht um einen Vermissten im Sinne des Straf-/Polizeirechts. - Bei
Minderjährigen wird allerdings sofort etwas unternommen!


zu 2:
Die weiteren Maßnahmen hängen von den Umständen des Einzelfalles ab.
Besteht der Verdacht auf einen Selbstmord (wurden z. B. entsprechende
Äußerungen gemacht) oder auf eine Straftat, werden natürlich sofort
umfangreiche Suchmaßnahmen eingeleitet, Leute befragt etc. Dafür wer-
den dann auch die entsprechenden Beamten zugezogen und eingesetzt. Je
nach Brisanz des Falles können das mehr oder weniger Beamte sein.

Handelt es sich bei dem Kind / dem Jugendlichen aber um einen "öfter
Abgängigen", dann werden natürlich nicht so viele Beamte eingesetzt.

Die meisten Kinder/Jugendlichen tauchen nach kurzer Zeit wieder auf.


zu 3:
Vorschriften gibt es keine. Allgemeine Empfehlungen sind es natürlich,
bei Verwandten und Freunden nachzufragen.


zu 4:
a) Wenn sich das Verschwinden nicht aufklärt und die Möglichkeit be-
steht, dort Informationen über den möglichen Verbleib zu bekommen, auf
jeden Fall.

b) Wenn Kinder befragt werden, sind die Eltern immer "mit im Boot", da
sie als Erziehungsberechtigte für das Kind verantwortlich sind. Bei
Jugendlichen gilt das auch, aber hier wird es nicht mehr so streng ge-
sehen. Wenn Polizei in Schulen oder andere Einrichtungen geht, ist es
selbstverständlich, dass man erst mal mit dem "Hausrechtsinhaber" bzw.
einem Lehrer spricht. Normalerweise gibt es da aber keine Probleme.




zu 5:
Das kommt auf die Umstände des Einzelfalls an!


zu 6:
Wie schon erwähnt, ein Minderjähriger gehört in die Obhut seines Er-
ziehungsberechtigten. Wenn das Kind dort nicht mehr hin will (aus wel-
chen Gründen auch immer), dann gibt es Einrichtungen wie das Jugend-
amt, die dann weiteres veranlassen.

Im Strafgesetzbuch gibt es den § 235, der sich mit solchen Fällen be-
fasst:

"Entziehung Minderjähriger: (1) Mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren
oder mit Geldstrafe wird bestraft, wer

1. eine Person unter achtzehn Jahren mit Gewalt, durch Drohung mit ei-
nem empfindlichen Übel oder durch List

2. ein Kind, ohne dessen Angehöriger zu sein,

den Eltern, einem Elternteil, dem Vormund oder dem Pfleger entzieht
oder vorenthält. [...]"

Da das Mädchen in Ihrer Geschichte 14 oder 15 ist, ist sie rechtlich
gesehen kein Kind mehr, sondern Jugendliche, so dass 2. nicht greift.
Da das Mädchen freiwillig zu der Person gekommen ist, gilt auch 1.
nicht.

Strafrechtlich bliebe da also nichts. Wie es zivilrechtlich aussieht,
kann ich nicht sagen.


zu 7:
Unter Berücksichtigung der gesetzlichen Vorgaben (Strafprozessordnung
oder Polizeigesetze / Gefahrenabwehr), ja. Einzelheiten zur Handyor-
tung gehören in den taktischen Bereich, zu dem ich keine Auskunft ge-
ben darf. Nur so viel: Es hängt auch hier von den Umständen des Ein-
zelfalles ab.

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Nikola Hahn ist Kriminalhauptkommissarin und Fachlehrerin an der Hes-
sischen Polizeischule in Wiesbaden; nebenberuflich arbeitet sie als
Autorin mit dem Schwerpunkt historische Kriminalromane. Informationen
im Internet: http://www.nikola-hahn.com.


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FRAG DIE EXPERTIN FÜR KINDERBUCH:
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Gabi Neumayer(kinderbuch at experte pt autorenforum pt de)

Frage:
Ich habe gemeinsam mit meinem Lebenspartner ein Bilderbuch illustriert
und den Text dazu geschrieben. Nun haben wir 50 Exemplare im Eigenver-
lag hergestellt und bei der Vernissage meiner Bilderausstellung mit
vorgestellt und verkauft.

Nun wollen wir auf die Suche nach einem Verlag gehen. Dabei stellt
sich uns die Frage, ob wir eines der fertigen Bücher dort einschicken
sollen oder ob es besser ist, nur ein Exposé mit einer inhaltlichen
Zusammenfassung und einer Kostprobe der Bilder dort einzusenden.


Antwort:
Bei einem Bilderbuch sollten Sie den gesamten Text einreichen, kein
Exposé. Das ist hier anders als bei anderen Manuskriptarten, weil Bil-
derbuchtexte deutlich kürzer sind und sich die LektorInnen gern ein
komplettes Bild machen möchten.

Ich würde an Ihrer Stelle ausgewählte Illustrationen beilegen, nicht
das selbst gebundene Buch. Denn im Verlag reagiert man in der Regel
empfindlich, wenn man den Eindruck bekommt, die AutorInnen hielten ihr
Produkt schon für perfekt. Schließlich kommt noch eine Bearbeitung im
Lektorat auf jedes Manuskript zu; und was Format, Ausstattung etc. an-
geht, entscheiden die Verlage ja auch ganz nach ihren Anforderungen
und Vorstellungen.

Wenn Sie ein fertig gebundenes Buch abgeben, unterstützen Sie den Ein-
druck, Sie hielten Ihr Manuskript schon für druckfertig, und das wirkt
auf die meisten aus den genannten Gründen überheblich und / oder naiv.
Deshalb meine Empfehlung: Schicken Sie den kompletten Text, aber nur
einige ausgewählte Illustrationen.

**~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~**

Gabi Neumayers letzte Kinderbuchveröffentlichungen: "Hexengeschichten"
(Vignettengeschichten für Kinder ab 4), "Piratengeschichten" und "Di-
nosauriergeschichten" (für LeseanfängerInnen), "Die Spur führt zum
Fußballplatz" (Ratekrimis für LeseanfängerInnen), alle Gondolino 2006
(als "Bato"); "Und wann schläfst du?" (Bilderbuch), Lappan 2005. Wei-
tere Infos: http://www.gabineumayer.de.http://www.bato-schreibt.de.


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HALL OF FAME:
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(redaktion at team pt autorenforum pt de)

Ja, die Lage auf dem Buchmarkt ist schwierig, und manchmal glaubt man,
man wird es nie schaffen, ein Buch zu veröffentlichen. Aber andere
schaffen es ja auch!

Die "Hall of Fame" zeigt die Erfolge von AbonnentInnen des Tempest.
Wir würden uns freuen, wenn ihr euch davon motivieren und ermutigen
lasst - dann werden wir euer neues Buch hier bestimmt auch bald einmal
vorstellen können.

Melden könnt ihr aktuelle Buchveröffentlichungen nach diesem Schema:

.......
AutorIn: "Titel", Verlag Erscheinungsjahr (das muss immer das laufende
oder das vergangene Jahr sein!), Genre. Zusätzlich könnt ihr in maxi-
mal 60 Zeichen (nicht Wörtern!) weitere Infos zu eurem Buch unterbrin-
gen.
.......

Ausgeschlossen sind Veröffentlichungen in Anthologien, Bücher im Ei-
genverlag und BoDs (sofern sie im Eigenverlag erschienen sind) sowie
Veröffentlichungen in Druckkostenzuschussverlagen. Schickt eure Texte
unter dem Betreff "Hall of Fame" an mail-
to:redaktion at team pt autorenforum pt de. Wir berücksichtigen ausschließlich
Meldungen, die nach dem obigen Schema gemacht werden!


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Veranstaltungen, Ausschreibungen, Publikationsmöglichkeiten, Messen
und Seminare findet ihr im zweiten Teil des Tempest, der mit getrenn-
ter Mail kommt!
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Einsendeformalien:
Einsendungen sind zu allen Rubriken von autorenforum.de erwünscht.
Zurzeit können jedoch noch keine Honorare gezahlt werden. Das Urheber-
recht verbleibt bei der Autorin bzw. beim Autor.

Einsendungen bitte im RTF-Format und per E-Mail, und zwar an: mail-
to:beitrag at team pt autorenforum pt de.

Fragen zu Einsendungen sollten ebenfalls an diese Adresse gerichtet
werden. Die genauen Richtlinien findet ihr unter der Adresse
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Herausgeber:
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Gabi Neumayer redaktion at team pt autorenforum pt de
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