Ausgabe 15-03 (20. März 2013)

Editorial
Hall of Fame
Schreib-Kick
Lesetipps
Spannung, der Unterleib der Literatur
   "Das Geschenk des Paschas" (Teil 2)
   Text: anonym, Lektorat: Hans Peter Roentgen
Buchbesprechung
   "Schreiben ist nichts für Feiglinge"
   besprochen von Ramona und Thomas Roth-Berghofer
Interview mit Martina Weber
Verlagsportrait
   "HOMO Littera"
Frag die Expertin für Fantasy
   (Stefanie Bense)
Frag den Experten für Kriminalistik
   (Kajo Lang)

EDITORIAL:
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Liebe Autorinnen und Autoren,

im Interview habt ihr diesmal die Gelegenheit, unsere Lyrikexpertin
Martina Weber besser kennenzulernen. Weiter vertiefen könnt ihr diese
Bekanntschaft, wenn ihr ihren soeben erschienenen Gedichtband
"erinnerungen an einen rohstoff" lest. Und wo wir schon dabei sind:
Auch Titus Müller, unser Experte für historische Romane, hat ein neues
Buch vorgelegt: "Nachtauge". Hans Peter Roentgens neuer Ratgeber,
"Schreiben ist nichts für Feiglinge", lohnt sich natürlich ebenso.
Eine Rezension dazu findet ihr unten unter "Buchbesprechung".

Und sonst? Hans Peter lektoriert den zweiten Teil des Textes, mit dem
er in der letzten Ausgabe begonnen hat. Ursula Schmid-Spreer stellt
uns den HOMO Littera Verlag vor, unsere ExpertInnen für Fantasy und
Kriminalistik antworten auf eure Fragen, und viele neue Tipps und
Ausschreibungen gibt es natürlich auch. Wem das immer noch nicht genug
Lesestoff ist: Die "Hall of Fame" ist diesmal besonders gut gefüllt;
vielleicht schaut ihr mal in die Veröffentlichungen eurer
AutorenkollegInnen rein?

Der Tipp des Monats März, diesmal von mir:

    Wer die Akkulaufzeit beim Schreiben unterwegs verlängern möchte,
    sollte WLAN ausschalten. Das kann gut und gerne
    eine halbe Stunde mehr Zeit bringen.

Habt ihr eigene kleine Tipps, von denen auch andere AutorInnen
profitieren können? Dann mailt mir! - Den freiwilligen (und dringend
benötigten) Beitrag zum Erhalt des Tempest könnt ihr zwar nicht
mailen, aber umso leichter überweisen. Kontoverbindung hinterm
Editorial!

Möge die Grippe im beginnenden Frühling einen großen Bogen um euch
machen, das wünscht euch die gesamte Tempest-Mannschaft.

  Gabi Neumayer
  Chefredakteurin

~~~~~~~~~~~
Damit wir den Tempest auch in Zukunft weiterführen können, brauchen
wir eure Hilfe: Wer uns unterstützen möchte, überweise bitte einen
freiwilligen Jahresbeitrag (15 Euro haben wir als Richtwert gesetzt,
aber ihr helft uns auch schon mit 5 oder 10 Euro weiter) auf das
Konto:

Jürgen Schloßmacher
Kreissparkasse Köln
BLZ 370 502 99
Kto. 11 42 17 61 63
Stichwort: "Beitrag 2013"

Wichtig: Das Konto läuft NICHT mehr auf den Namen "autorenforum",
sondern nur auf "Jürgen Schloßmacher"!

Für AuslandsabonnentInnen: Am 1. Juli 2003 wurden die
Auslandsüberweisungsgebühren gesenkt. Aber natürlich könnt ihr uns
euren Beitrag auch weiterhin per Post schicken (Adresse am Ende des
Tempest).

Wer aus Österreich überweist, braucht außerdem diese Nummern (bitte
genau so zusammenschreiben!)
IBAN: DE16 5509 0500 0100 7245 15
BIC: GENODEF1S01

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ISSN 1439-4669  Copyright 2013 autorenforum.de. Copyright- und
               Kontaktinformationen am Ende dieser Ausgabe
~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~

 INHALT DIESER AUSGABE:


TEIL 1:

    Editorial
    Hall of Fame
    Schreib-Kick
    Lesetipps
    Spannung, der Unterleib der Literatur
       "Das Geschenk des Paschas" (Teil 2)
       Text: anonym, Lektorat: Hans Peter Roentgen
    Buchbesprechung
       "Schreiben ist nichts für Feiglinge"
       besprochen von Ramona und Thomas Roth-Berghofer
    Interview mit Martina Weber
    Verlagsportrait
       "HOMO Littera"
    Frag die Expertin für Fantasy
       (Stefanie Bense)
    Frag den Experten für Kriminalistik
       (Kajo Lang)
    Impressum


TEIL 2:

    Veranstaltungen
    Ausschreibungen
    Publikationsmöglichkeiten
         mit Honorar
         ohne Honorar
    Seminare
    Messekalender
    Impressum


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HALL OF FAME:
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                            (redaktion at team pt autorenforum pt de)

Die "Hall of Fame" zeigt die Erfolge von AbonnentInnen des Tempest.
Wir freuen uns, wenn ihr euch davon motivieren und ermutigen lasst -
dann werden wir euer neues Buch hier bestimmt auch bald vorstellen
können.

Melden könnt ihr aktuelle Buchveröffentlichungen (nur Erstauflagen!)
nach diesem Schema:

.......
AutorIn: "Titel", Verlag Erscheinungsjahr (das muss immer das laufende
oder das vergangene Jahr sein!), Genre (maximal 2 Wörter). Zusätzlich
könnt ihr in maximal 60 Zeichen (nicht Wörtern!) inklusive Leerzeichen
weitere Infos zu eurem Buch unterbringen, zum Beispiel eine Homepage-
Adresse.
.......
Ein Beispiel (!):

Johanna Ernst: "Der Fall der falschen Meldung", Hüstel Verlag 2009,
Mystery-Thriller. Dann noch 60 Zeichen - und keins mehr! Inklusive
Homepage!
.......

Ausgeschlossen sind Veröffentlichungen in Anthologien, Bücher im
Eigenverlag und BoDs (sofern sie im Eigenverlag erschienen sind) sowie
Veröffentlichungen in Druckkostenzuschussverlagen.

ACHTUNG!
Schreibt in eure Mail mit der Meldung immer auch hinein, dass ihr
bestätigt, dass die Veröffentlichung weder im Eigenverlag noch in
einem Verlag erschienen ist, bei dem der Autor irgendetwas bezahlt
hat! Als Bezahlung gilt auch, wenn er Bücher kostenpflichtig abnehmen
muss, Lektorat bezahlt o. Ä.

Schickt eure Texte unter dem Betreff "Hall of Fame" an
redaktion at team pt autorenforum pt de.

Wir berücksichtigen ausschließlich Meldungen, die nach dem obigen
Schema gemacht werden und die Bestätigung zum Verlag enthalten.
Änderungsaufforderungen zu Meldungen, bei denen das nicht der Fall
ist, werden ab sofort nicht mehr verschickt!
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Angelika Lauriel: "Frostgras", Schwarzkopf & Schwarzkopf Verlag 2013,
realistischer Jugendroman. Jans Tagebuch ändert Julias Leben -- sie
MUSS ihn finden.

Stephanie Fey: "Die Verstummten", Heyne Verlag 2013, Thriller. Zweiter
Fall der  Rechtsmedizinerin. www.stephanie-fey.de

Kirsten Wulf: "Aller Anfang ist Apulien", Kiepenheuer & Witsch 2013,
Roman. http://www.kirstenwulf.com

Heinrich von der Haar: "Der Idealist", Kulturmaschinen Verlag 2013,
Berlin-Roman. Vom Abbruch 70er Jahre www.HeinrichvonderHaar.de

Karl Plepelits: "Du sollst nicht töten. Apostel Johannes ermittelt".
AAVAA Verlag 2013, Historischer Roman. Ausgehend von dem Aufstand
gegen Paulus (Apostelgesch. 19)

Cornelia Lotter: "Gottesgericht - Ki und die Schatten der
Vergangenheit", fhl Verlag  2013, Krimi/Thriller. Taffe Detektivin
wird von entlassenem Ex-Freund verfolgt

Katalin Sturm: "Provinzprinzen", E-Book, dotbooks 2012, erotischer
Roman. Simone flüchtet sich vor ihrem stalkenden Ex in die Provinz

Katalin Sturm: "Kleinstadthengste", E-Book, dotbooks 2013, erotischer
Roman. Fortsetzung von "Provinzprinzen"

Katalin Sturm: "Schreibtischspiele", E-Book, dotbooks 2012, erotischer
Kurzroman. Sekretärin einmal ganz anders

Natascha Schwarz: "Tausche Wechseljahre gegen Mann im Bett", E-Book,
dotbooks 2013. Heiterer Frauenroman zu einem nervenden Thema

Ilka Köhler: "Kreative Sprachspiele und Sprechanlässe", BVK - Buch
Verlag Kempen 2013, Grundschul-Praxisbuch. Thema Sprachförderung,
http://ilkakoehler.de.to/

Ilka Köhler: "Die Geschichte einer Ameisenkönigin", BVK - Buch Verlag
Kempen 2012, Grundschul-Projekt. Thema Kooperation / soziales Lernen,
http://ilkakoehler.de.to/

Sabrina ?elezn?: "Kondorkinder - Die Suche nach den Verlorenen
Geschichten", Verlag Mondwolf 2013, Historische Fantasy. Perú und
Andenmythologie - mehr Infos: www.sabrinarequipa.de

Titus Müller: "Nachtauge", Blessing Verlag 2013, Tatsachenroman und
Spionagethriller. http://www.titusmueller.de

Jordis Lank: "Rauklands Sohn", Verlagshaus El Gato 2013, Roman.
Schwertkampf ist nicht alles im Leben. www.jordis-lank.de

Cairiel Ari: "Der Verfluchte", Weltenschmiede-Verlag 2013,
Fantasyroman. http://www.facebook.com/CairielAri

Michael Romahn: "Tod im Auetal", MCE-Verlag 2011, Kriminalroman. Eine
Leseprobe findet ihr hier: www.michael-romahn.de


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SCHREIB-KICK:
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                            (redaktion at team pt autorenforum pt de)


Unser Schreib-Kick für den März, diesmal von Jennifer Schreiner:


Du bist Pate ...
... und schreibst einen Brief mit Wünschen für ein neugeborenes Kind.

1. Du schreibst für ein heute geborenes Kind Wünsche auf.
2. Empfänger bist du selbst, als du noch ein Baby warst.


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LESETIPPS:
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                            (redaktion at team pt autorenforum pt de)


http://www.faz.net/aktuell/gesellschaft/george-r-r-martin-der-
thronfolger-11987229.html
15 Millionen Bücher hat George R. R. Martin inzwischen verkauft. In 40
Sprachen wurde seine Saga "Das Lied von Feuer und Eis" übersetzt. Hier
der Bericht eines Hausbesuchs plus Interview in Santa Fe.

+++++

http://aislingbreith.de/2013/01/09/interview-mit-franka-zastrow-von-
der-literarischen-agentur-thomas-schlueck/
Wie wird man Literaturagent? Wie kann die berufliche Laufbahn
aussehen? Wie der berufliche Alltag? All diesen Fragen hat sich Franka
Zastrow von der Literarischen Agentur Thomas Schlück gestellt.


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SPANNUNG, DER UNTERLEIB DER LITERATUR:
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                            (redaktion at team pt autorenforum pt de)

Was macht Romane spannend, und vor allem: Was macht sie langweilig?

Wer Szenen hat, die sie oder er für spannend hält, oder Szenen, bei
denen er sich nicht sicher ist, oder solche, die eigentlich spannender
gestaltet sein sollten, doch die Frage ist: Wie? - wer solche Szenen
hat, kann sie mir schicken.

Ich wähle dann einige aus, die ich im Tempest bespreche. Schickt die
Szenen als E-Mail-Anhang im RTF-Format an: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Bitte nicht mehr als 7.000 Anschläge, also etwa vier Normseiten. Dazu
zählt auch der Vorspann! Da die Szenen aus beliebigen Stellen eurer
Manuskripte stammen dürfen, müsst ihr eventuell die Vorgeschichte der
Szene erklären. Diese Erklärung sollte 400 Anschläge nicht
überschreiten!
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                "Das Geschenk des Paschas" (Teil 2)
            Text: anonym, Lektorat: Hans Peter Roentgen

Der Roman "Das Geschenk des Paschas" bezieht sich auf eine wahre
Begebenheit, den ersten Transport einer Giraffe nach Frankreich. Den
ersten Teil haben wir im letzten Tempest besprochen, aus der
Perspektive des ägyptischen Vizekönigs Mohammad Ali Pascha. Die andere
Perspektive ist die der Giraffe, und die wollen wir jetzt untersuchen.

++++++++++

Hochland von Äthiopien, September 1824

Plumps.
Hilfe, aua! Was ist das, wo bin ich, warum ist es hier so hell?
Wenigstens hat mein Kopf aufgehört, in der Luft zu baumeln. Mir ist
noch ganz schwindelig.
Wo ist das Bummbummbumm und wer hat meine warme Höhle geklaut?
Was ist passiert?

Huch, was kommt denn da für ein blauer Waschlappen von oben?
Ich spür was Warmes, Raues. Es ist angenehm, es tut gut. Er reibt mich
ein, massiert mich, macht mich wach. Der Traum von der roten Höhle ist
nur noch verschwommen.
Stattdessen nähern sich mir zwei dunkle freundliche Glaskugeln.
"Willkommen in der Welt, Kleines", sagt eine zärtliche Stimme. "Ich
bin deine Mama."
Komisch. Meine Mama hab ich mir ganz anders vorgestellt. Wie eine
Höhle. Dunkel. Warm. Rund. Nicht staksig, mit einem riesigen
gefleckten Hals und pinseligen Hörnern.

Irgendwie ist alles verknotet. Die vier Stelzen unten an meinem Bauch,
der lange gefleckte Schlauch, auf dem mein Kopf sitzt. Ich will hier
nicht liegen. Ich will aufstehen. Aber womit? Wie soll ich all diese
Knoten sortieren?
Ruhig, ganz ruhig leckt mich der mütterliche Waschlappen ab. So als
hätte ich alle Zeit der Welt. Dabei gibt es so viel zu versäumen.
Mamas Kopf schubst zärtlich gegen meine Stelzen. Ich muss irgendwie
den Kopf aus der Schlinge kriegen.
Geschafft. Mama stupst mich an. Jetzt sie es, die es eilig hat.

Um mich herum was Warmes, Weiches, Kitzeliges.
"Hast du dir wehgetan?"
Wehgetan? Was ist das?
"Komm, Kleines, probier, ob du aufstehen kannst", lockt die Stimme von
oben.
Aufstehen - was ist das?
Wieder nähert sich etwas Riesiges, Dunkles meinem Körper, fängt an, an
meinen Stelzen rumzuschieben.
Irgendwie gelingt es mir mit der Hilfe von oben, mich zu
entwurschteln.
Es piekst mich von allen Seiten. Ich will hoch. Ich will groß sein wie
das Wesen da über mir. Das steht fest auf seinen dünnen Stelzen. Das
muss doch bei mir auch gehen!
Aber womit fang ich an? Vorne oder hinten?
"Vorne zuerst", lockt die Stimme von oben.
Das ist gar nicht so einfach. Die Vorne-Stelzen knicken immer ein.
"Los! Stell die Vorderbeine auf! Du packst das!"
Aha -Vorderbeine heißen die Stelzen mit den Knicken in der Mitte.
Jetzt zittern sie auch noch. Aber ich pack es. Ganz mühsam gelingt es
mir, mich vorne aufzurichten.
"Und jetzt die Hinterbeine!"
Richtig. Hinten hab ich auch noch zwei von den Stelzen. Die Kunst ist,
alle vier gleichzeitig aufzurichten.
Plumps.
Jetzt bin ich genauso weit wie vorher.
Aber es tut nicht mehr so weh. Vorhin bin ich von ganz oben
runtergefallen. Das war viel tiefer. Von wo bin ich eigentlich
runtergeplumpst?
"Geduld, Geduld, du schaffst das schon, Kleines."
Die sanfte Stimme von oben macht mir Mut. Immer wieder diese zarten,
liebevollen Schubser.
Uff. Jetzt bin ich hinten oben.
Plumps - ich knicke nach vorne wieder ein.
"Wenn du erst mal stehst, wirst du sehen, wie schön die Welt ist."
"Welt? - Schön?"
Aufstehen ist eine mühsame Prozedur. Aber ich schaff' es, ich schaff'
es, ich schaff' es.
Es klappt immer besser.
Endlich  hab ich’s gepackt. Noch etwas wackelig stehe ich da auf
meinen vier Beinen und erhasche einen Blick von dem, was das Wesen da
oben Welt nennt.
Wow, von hier oben sieht man ja viel mehr!. Es gibt drei Dinge: mich,
das Wesen über mir und das Weite um uns herum, was sich Welt nennt.
Plumps. Da lieg ich wieder.
"Komm, trinke mal was, Kleines"
Trinken. Was ist trinken? Ich hab keine Lust, noch was Neues zu
lernen. Ich hab Lust, mich noch mal aufzurappeln. Außerdem zwickt mich
was innen drin, das tut weh. Ich kann stehen, ich kann richtig stehen.
Mit wackeligen Beinchen krabble ich unter das Wesen. Und dann entdeck
ich was, das so aussieht, als könnte es gegen das Zwicken in meinem
Inneren helfen. Da hängen so rosa Zipfel runter, die sehen zum
Anbeißen aus.
"Trink, Kleines. Lass es dir schmecken."
Schmatzend fülle ich das Loch in mir drin. Hach, jetzt geht’s mir viel
besser.
Die Welt um mich verschwimmt, alles ist ganz weit weg, ich bin nur
noch müde,
unendlich müde. Plumps.

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                  Lektorat von Hans Peter Roentgen

Eine Giraffe wird geboren, muss lernen, auf vier Beinen zu stehen und
zu trinken.

Finden Sie diese Geschichte spannend, so interessant wie die von dem
Kameltreiber, der ägyptischer Vizekönig wird, aus dem letzten Tempest?

Ich nicht. Und woran liegt das?


         Die richtige Szene als Einstieg wählen

Überlegen Sie: Was wäre, wenn die Geschichte des ägyptischen
Vizekönigs mit seiner Geburt beginnen würde? Das würde wohl kaum
jemanden interessieren. Außer, es passiert bei der Geburt etwas
Ungewöhnliches, zum Beispiel eine Weissagung oder dass alle annehmen,
der Säugling wird nicht überleben, aber der ist so zäh, dass er doch
überlebt.

Warum sollte es bei einer Giraffe anders sein? Wie die Giraffe
gefangen wird, in Zeiten, in denen es keine Betäubungsgewehre gibt und
Großtierfang eine brutale Angelegenheit war, bei der viele Tiere
verletzt oder getötet worden sind, das wäre ein Szene, die interessant
zu lesen sein könnte.

Das wäre auch die Szene, in der sich alles für die Giraffe ändert.
Früher frei in der Savanne von Afrika, muss sie jetzt hinter Gittern
leben, eine lange Reise antreten in einem Segelschiff, mit einem
anderen Klima in einem ganz anderen Land zurechtkommen.

All das würde dafür sprechen, mit der Gefangennahme zu beginnen.

Eine Alternative wären natürlich Szenen aus dem freien Giraffenleben.
Aber auch die müssten gut gewählt werden.


         Wie fühlt eine Giraffe?

Dazu kommt, dass die Szene auch nicht besonders gut erzählt ist. Wie
fühlt man sich als neugeborenes Giraffenkind? Wie fühlt man sich als
neugeborener Mensch? Schon Letzteres fordert dem Erzähler einiges ab
an Erzählgeschick. Denn mal ehrlich: Erinnern Sie sich an Ihre Geburt?

Bei der Geburt reagieren Tiere automatisch entsprechend den genetisch
vorgeschriebenen Verhaltensmustern. Die Szene ist aber sehr
verstandesmäßig geprägt. Obendrein gibt es die Dialoge, aber Giraffen
können nicht sprechen, sie kommunizieren, nehme ich mal an, mit
Anstupsen, Felllecken, Gerüchen und Lauten.

Heißt das, in Geschichten dürfen Tiere generell nicht sprechen?
Natürlich nicht. Aber sie müssen so sprechen, dass es für den Leser
"giraffig" klingt. Genau das ist hier nicht der Fall. Auch der interne
Monolog klingt nicht sehr nach Giraffe.

Was darauf hindeutet, dass der Autor noch keinen Grund unter den Füßen
hat, seine Giraffe noch nicht lebendig ist. In solchen Fällen sollte
man noch mal neu anfangen. Erstens mit der Überlegung, welche Szene an
den Anfang gehört. Zweitens damit, der Giraffe eine eigene Stimme zu
geben, mit der sie spricht.


         Vorbereitendes Schreiben

In diesem Fall bin ich der Meinung, dass der Autor ganz neu schreiben
muss, weil die Szene nur als Schreib-Vorbereitung taugt. Das ist nicht
ungewöhnlich. Autoren müssen damit leben, dass sie viele Texte, viele
Szenen immer aufs Neue schreiben, bis endlich das Ziel erreicht ist:
eine spannende Szene mit einem glaubwürdigen Protagonisten. Das gilt
für Giraffen genauso wie für Menschen.

                  **~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~**

Hans Peter Roentgen ist Autor der Bücher "Vier Seiten für ein
Halleluja" über Romananfänge und "Drei Seiten für ein Exposé".
Außerdem hält er Schreibkurse und lektoriert. Gerade ist sein neuer
Ratgeber "Schreiben ist nichts für Feiglinge" erschienen.


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BUCHBESPRECHUNG:
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                           (redaktion at team pt autorenforum pt de)


                "Schreiben ist nichts für Feiglinge"
           besprochen von Ramona und Thomas Roth-Berghofer


Dass "Schreiben nichts für Feiglinge" ist, weiß der Autor und
Schreibcoach Hans Peter Roentgen schon lange. Seit 20 Jahren hat er
den Schreibbetrieb in Seminaren, Autorentreffen, Foren und
Diskussionszirkeln aus erster Hand erlebt und studiert und die
Karrieren vieler deutscher Autoren verfolgt. In seinem aktuellen
Ratgeber räumt er nun mit so manchem sich hartnäckig haltenden Mythos
auf. So mit dem Jammermärchen: "Verlage veröffentlichen keine
deutschen Autoren, sondern nur billige amerikanische Bücher."

"Schreiben ist nichts für Feiglinge" ist ein sehr an der Basis der
Branche orientiertes Buch. Die Netzwerk-Kontakte des Autors
ermöglichen dem außenstehenden Leser einen direkten, authentischen
Einblick in die Literaturszene, und gerade deshalb geht dieser Titel
vielen brennenden Fragen von Nachwuchsautoren auf den Grund. Wie sind
zum Beispiel deutsche Bestsellerautoren wie Ursula Poznansky oder Wulf
Dorn ihren Weg gegangeb? Wie wichtig sind soziale Netzwerke für
Autoren wirklich? Was bedeuten Verlagsabsagen? Vor allem dann, wenn
sie einmal von der Standard-Absage abweichen? Und was läuft in den
Besprechungsräumen von großen oder kleinen Verlagshäusern und
Literaturagenturen ab?

Interessant sind auch die ausführlichen Interviews mit langjährigen
Profis des Buchbetriebs, mit Verlagslektoren, Autoren,
Literaturagenten oder den Betreibern von Leserunden-, Rezensions- oder
Autorenforen wie den "Büchereulen" oder dem "Autorenforum Montsegur".
Hans Peter Roentgen hat auch ein Interview mit einer der
Mitarbeiterinnen von "Neobooks" geführt, der Website eines großen
Publikumsverlages, auf der Autoren ihre Manuskripte vorstellen und
publizieren können.

Ein klein wenig Kritik: Ein nochmaliger Lektoratsdurchgang würde dem
Ratgeber gut tun. Auch hat sich uns nicht erschlossen, was die
Entdeckung eines Autorentalents durch einen Verlagslektor bei einem
Literatur-Wettbewerb mit dem doch sehr negativ belegten Begriff
"Vitamin B" zu tun hat.

Fazit: "Schreiben ist nichts für Feiglinge" bietet viele wertvolle
Insider-Informationen und -Tipps, die dem einen oder anderen Leser
ganz sicher helfen werden, nerven- und zeitraubende Stolpersteine im
Buchbetrieb zu vermeiden. Oder anders gesagt: Dieser Ratgeber bietet
zwar kein "Vitamin B", dafür aber zwischen zwei Buchdeckeln ein
ordentliches Stück "sozialer Netzwerk-Arbeit"!


Hans Peter Roentgen: "Schreiben ist nichts für Feiglinge - Buchmarkt
für Anfänger", 2013, 208 Seiten, 14,90 Euro, Sieben Verlag


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INTERVIEW:
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                            (redaktion at team pt autorenforum pt de)


               "Hinter die Sprachoberfläche gelangen"
                     Interview mit Martina Weber

Martina Weber ist Lyrikexpertin des Tempest. Ihr erster Gedichtband,
"erinnerungen an einen rohstoff", erschien gerade im Leipziger
Poetenladen Verlag. Für ihre Gedichte erhielt die in Frankfurt lebende
Autorin den Heinrich-Vetter-Literaturpreis, den Georg K. Glaser-
Förderpreis und das Frankfurter Autorenstipendium. Seit 2005 leitet
sie die "Textwerkstatt II" im Zentrum für junge Literatur in
Darmstadt.


Elke Barker: Frau Weber, wie fühlen Sie sich seit der
Veröffentlichung?

Martina Weber: Da schwingen so viele Gefühle mit, dass ich gar nicht
weiß, wo ich anfangen soll, sie aufzuzählen: Erstaunen, Dankbarkeit,
Erleichterung, Stolz, Trotz und natürlich große Freude. Da ich so
lange an dem Buch gearbeitet habe und da es nach zehn Fachbüchern mein
erstes literarisches Buch ist, empfinde ich auch ein Gefühl von
Aufbruch, eine irgendwie verfahrene Situation, wie sie auch auf dem so
wunderbar von Franziska Neubert gestalteten Cover sichtbar wird.


EB: Wie schwer war es, einen Verlag zu finden?

MW: Als ich erfuhr, dass ich das erste Frankfurter Autorenstipendium
erhalten sollte, hoffte ich, dass mir dies die Verlagssuche
erleichtern würde. Das war durchaus auch der Fall, weil das Stipendium
eine gewisse öffentliche Aufmerksamkeit brachte, es war aber nicht
ausschlaggebend für den Verlagsvertrag. Entscheidend ist bei kleinen
Verlagen die Überzeugung des Verlegers für genau die Art von
Gedichten, die er publiziert, die Leidenschaft für die Sache. Bei
großen Verlagen, so mein Eindruck, geht es mehr um finanziellen
Erfolg, was allenfalls mit einer Art von Lyrik gelingt, die ein
breites Publikum anspricht.

Die Verlagssuche beschäftigte mich sehr. Irgendwann hatte ich
beschlossen, dass es für mich wichtiger ist, Gedichte zu schreiben,
als einen Verlag für einen Gedichtband zu finden. Ich hielt inne und
versuchte, meinen Schreibansatz weiterzuentwickeln, inhaltlich und
sprachlich. Ich fing dann mit dem ersten Kapitel meines Bandes an, dem
ich bald die Überschrift "fußnoten, fehlaufnahmen" gab. Letztlich ist
dieses Kapitel mit 18 Gedichten das umfangreichste geworden. Ich hätte
für mein Debüt auf keinen Fall auf diese Gedichte verzichten wollen,
zumal ich dann wieder andere Gedichte aus dem Manuskript
hinausgeworfen habe, was den Gesamteindruck gestärkt hat.

Zum Poetenladen hatte ich bereits im Jahr 2006 Kontakt, durch meine
Mitarbeit in der Jury des  Poetenladen Debütpreises. Andreas Heidtmann
war von meiner Arbeit überzeugt und wollte den Band machen.


EB: Die Art und Weise, wie Sprache in Ihren Gedichten verwendet wird,
ist spannend. Sie beschreibt nicht passiv, sondern handelt aktiv. Sie
wird - ganz im Sinne des englischen Philosophen J. L. Austin - zum
performativen Akt (siehe sein Werk "How to do things with words"). Wie
haben Sie zur Sprache in Ihren Gedichten gefunden? Inwieweit war das
eine bewusste Entscheidung?


MW: Den Austin habe ich tatsächlich hier in einem Bücherregal.
Allerdings ist es nicht er, der meinen Umgang mit Sprache geprägt hat.
Wenn ich an einem Gedicht arbeite, geschieht das Entscheidende
unterbewusst, sobald etwas in Gang gesetzt worden ist. Der Vorgang ist
letztlich nicht berechenbar und nicht kontrollierbar, und das ist ja
auch das Interessanteste daran.

Dennoch gibt es auch einen planbaren Teil der Arbeit. Dieser liegt zum
Beispiel in der Lektüre von Gedichten, die mich faszinieren und die
ich immer wieder lesen kann. Ich schätze vor allem solche Gedichte,
die sich nicht gleich erschließen, in denen ich immer wieder etwas
entdecken kann, weil die Sprache stark ist und der Rhythmus mich
mitreißt. Das kann auch mal nur eine Passage sein, ein paar Zeilen.
Auch einzelne Wörter und ihre Strahlkraft können eine
Inspirationsquelle für mich sein. Solche Schätze aufzustöbern benötigt
sehr viel Zeit und Ruhe.

Neben deutschsprachiger Lyrik lese ich auch sehr gern
englischsprachige Gedichte, zum Beispiel von William Stanley Merwin,
Michael Palmer und John Ashbery. Zurzeit entdecke ich Clark Coolidge.
Auch poetologische Texte haben mich weitergebracht, auch mal eine
wissenschaftliche Analyse eines dichterischen Werkes. Bevor ich das
erste Kapitel meines Gedichtbandes geschrieben habe, habe ich eine
Dissertation über John Ashberys Lyrik gelesen. Es hat mich gefreut,
dass Kurt Drawert in seinem Nachwort zu meinem Gedichtband schrieb,
meine Stärke läge in der Schnittstelle zwischen den Sätzen. Ich kam
dann auf die Idee, einige Bücher von Jürgen Ploog zu lesen, einem
Prosaautor, der stark von der von William Burroughs entwickelten Cut-
up-Methode inspiriert ist. Dabei geht es darum, konventionelle
Denkmuster auszuhebeln und zu Gedanken hinter der Sprachoberfläche zu
gelangen. Das finde ich sehr sympathisch.


EB: Ihre Gedichte sind Momentaufnahmen (Reflexionen, Träume,
Erinnerungen, Pläne und Wünsche), wobei der umgebende Raum zur
Projektionsfläche für das lyrische Ich wird. Welche (literarische)
Bedeutung hat der Raum für Sie?


MW: Ich habe sehr darauf geachtet, meine Gedichte räumlich zu
verorten, indem ich eine Umgebung spürbar werden lasse, mal mehr
plastisch, mal ganz vage. Teilweise handelt es sich um geographische
Räume vom Polarkreis bis zu verschiedenen Meeren, teilweise sind es
geschlossene Räume, oder es sind Gedanken- bzw. Erinnerungsräume. Es
gibt also den äußeren Raum und den inneren, und es gibt eine
Wechselwirkung zwischen Raum und Person(en) im Raum. Oft verschwindet
auch jede Orientierung. All das wird in Sprachschichten aufgebrochen
und ineinander verwoben.


EB: Auch in einer Ansprache an ein "Du" versucht sich das lyrische Ich
zu verorten.

MW: Ja, vor allem im ersten Kapitel. So einfach ist die
Identitätsbildung durch Spiegelung in einem anderen aber auch nicht.
Es heißt dann auch in einem Gedicht: "wir bewachen unser gefängnis
selbst" und in einem anderen: "nannten wir es gespräch?"


EB:  Auffallend ist, dass sich bei all diesen Versuchen das  Gefühl
einer "Abwesenheit von etwas" aufdrängt. Das lässt an Martin Heidegger
denken, der in seinem Hauptwerk "Sein und Zeit" gesagt hat, dass der
Mensch den Bezug zum Sein verloren hat und dass es Aufgabe der
Philosophie ist, danach zu suchen. Können Sie sich darin wiederfinden?


MW: Ich habe zwar ein paar kleinere Texte von Heidegger gelesen, aber
das ist lange her, und ich kann nicht behaupten, dass Heidegger meine
Gedichte beeinflusst hat. Die Formulierung "Abwesenheit von etwas"
gefällt mir jedoch. Man müsste das an einzelnen Gedichten konkret
untersuchen. Allerdings möchte ich nicht damit anfangen, meine eigenen
Gedichte öffentlich zu interpretieren. Wer die Gedichte liest, wird
spüren, was da jeweils abwesend ist. Indem ich etwas Abwesendes
sprachlich umkreise, wird es ja auch in gewisser Weise anwesend.
Vielleicht hängt der Eindruck von etwas Abwesendem auch damit
zusammen, dass ich meine Gedichte so gearbeitet habe, dass etwas
Unausgesprochenes bleibt. Auf mich wirkt das Indirekte viel
nachhaltiger als das Direkte. In der Schlusszeile eines Gedichtes
nehme ich darauf Bezug: "alles, was zwischen uns ungesagt ist, lebt
weiter."


EB: Früher haben Sie Prosa und Lyrik geschrieben, jetzt konzentrieren
Sie sich auf Lyrik. Wie kam es dazu?

MW: Ja, ich hatte zuerst Prosa geschrieben und auch einige
Kurzgeschichten veröffentlicht, zum Beispiel in der Federwelt und in
den Anthologien zum Wettbewerb der Buchmesse im Ried (in Stockstadt am
Rhein), wo ich mehrmals unter den Preisträgern war. Irgendwann begann
ich, mehr Lyrik zu lesen, und merkte, dass mich die Lyrik stark
herausforderte und packte. Es klappte schon bald ziemlich gut mit
Veröffentlichungen in Anthologien und Literaturzeitschriften, also
blieb ich dabei und konzentrierte mich darauf. Es würde mich jedoch
reizen, auch mal wieder Prosa zu schreiben, nur müsste ich das ganz
anders angehen als früher. Auch Hörspiele interessieren mich sehr.


EB: Sie sind seit zehn Jahren Lyrikexpertin dieses Autorennewsletters.
Was hat Sie dazu bewogen, diese Arbeit zu machen?

MW: Nachdem sich Titus Müller umorientiert hatte, suchte die
Chefredakteurin des Tempest, Gabi Neumayer, eine Nachfolge. Da ich von
den AutorInnen, mit denen ich Kontakt hatte, ständig zu allen
möglichen Themen rund um die Lyrik und den Literaturbetrieb befragt
wurde und offensichtlich zufriedenstellende Antworten geben konnte,
bewarb ich mich.


EB: Sie beschäftigen sich auch mit Lyriktheorie. Ihr Handbuch
"Zwischen Handwerk und Inspiration. Lyrik schreiben und
veröffentlichen" im Uschtrin Verlag erscheint bereits in dritter
Auflage. Inwieweit kann man Ihrer Meinung nach lernen, Lyrik zu
schreiben?

MW: Man kann viel lesen und Vorbilder suchen, ihnen in eigenen
Schreibversuchen nacheifern, man kann andere um ehrlichen
konstruktiven Rat bitten, weiter arbeiten, versuchen einen eigenen
Ansatz zu entwickeln, man kann die Lebensführung auf das Schreiben
konzentrieren und versuchen, möglichst wenig Geld zu brauchen und
dafür Freiheit zu bekommen, man kann versuchen, eine Atmosphäre zu
schaffen, in der man sich entwickeln kann, Menschen meiden, die der
Arbeit nicht gut tun, und solche aufsuchen, die sie fördern. Man kann
poetologische Texte lesen und diverse Bücher durcharbeiten und
versuchen, mit Hilfe von Schreibanregungen und Gedichten Techniken
einzuüben, man kann immer wieder beschließen, nicht aufzugeben, auch
wenn man spürt, dass man noch nicht gut genug ist. Das alles kann man
tun, um dadurch das eigene Talent hervorzulocken und aufzubauen. Aber
das Entscheidende, das Individuelle, und alles, was erst zur eigenen
Stimme führt, das kann man nicht lernen.


EB: Sie leiten seit 2005 die Textwerkstatt II in Kurt Drawerts
"Zentrum für junge Literatur" in Darmstadt. Was bedeutet diese Arbeit
für Sie?

MW: Die Einbindung in das "Zentrum für junge Literatur" habe ich von
Anfang an als große Chance gesehen. Gilles Deleuze hat einmal in einem
Fernsehinterview gesagt, man könne Menschen nicht "an sich" begegnen,
sondern nur in einer Sache. Was mir in der Textwerkstatt neben der
intensiven Textarbeit und der beruflichen Vernetzung gefällt, sind die
menschlichen Begegnungen: Sie finden auf der Grundlage der
literarischen Texte statt, sie sind menschlich nah, aber sie wahren
persönliche Distanz. In einer Textwerkstatt ist es besonders wichtig,
diesen Schutzraum zu wahren, da letztlich private Haltungen
preisgegeben werden. Die gemeinsame Arbeit an etwas, was eine Person
in ihrer Schreibentwicklung, die ein wichtiger Teil der persönlichen
Entwicklung ist, weiterbringt, gefällt mir sehr.

http://www.poetenladen-der-verlag.de
http://www.poetenladen.de/martina-weber-person.html

                  **~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~**

Martina Weber wurde interviewt von Elke Barker, geboren 1969 in
Karlsruhe, Studium der Romanistik und Germanistik in Heidelberg, Paris
und Lyon, arbeitet als freiberufliche Journalistin und schreibt Prosa.
Veröffentlichungen in Anthologien und Zeitschriften, darunter "L. Der
Literaturbote" und "Krautgarten".


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VERLAGSPORTRAIT:
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                            (redaktion at team pt autorenforum pt de)

HOMO Littera
Romy Leyendecker
Am Rinnergrund 14/5
8101 Gratkorn
Österreich
E-Mail: office(at)homolittera.com
http://www.homolittera.com


HOMO Littera ist Österreichs erster Verlag für ausschließlich
homosexuelle Literatur. Er verlegt Bücher aus dem Schwulen-, Lesben-
und Transgenderbereich und arbeitet derzeit mit freien Mitarbeitern,
deren Anzahl je nach Bedarf schwankt.


         Verlagsgeschichte

Da Österreich noch großen Aufholbedarf hat, was das Thema
Homosexualität anbelangt, entschied sich Romy Leyendecker, einen
Buchverlag zu gründen, der die Themen Homosexualität und Transgender
in den Mittelpunkt stellt und Österreich damit ein Stück
vorwärtstreibt. Nach monatelanger Recherchearbeit, Seminaren zum Thema
Verlagsgründung und erfolgreiche Unternehmensführung sowie zahlreichen
bürokratischen Hürden war es schließlich so weit: HOMO Littera wurde
am 1. Dezember 2011 angemeldet.


         Programm und Philosophie

Das Verlagsprogramm ist mannigfaltig. Der Verlag verlegt Horror,
Krimi, Fantasy, Thriller, Comics ... solange die Hauptprotagonisten
homosexuell sind beziehungsweise aus dem Transgenderbereich kommen.

Verlegt wurden bisher Bücher von Yara Nacht und Alec Cedric Xander.
Verträge sind jedoch bereits mit weiteren Schriftstellern
abgeschlossen worden; mit drei Autoren laufen gerade die
Verhandlungen.


         AutorInnen gesucht?

Wir sind stets auf der Suche nach neuen Schriftstellern, die sich mit
Leib und Seele dem Schreiben verpflichtet fühlen. Dabei ist es egal,
ob man bereits ein bekannter Autor ist oder sein Erstlingswerk
geschrieben hat, wir entscheiden rein nach Qualität des eingesandten
Werkes.

Voraussetzung für eine Bewerbung ist, dass die Protagonisten der
eingesandten Texte homosexuell sind beziehungsweise aus dem
Transgenderbereich kommen. Heterotexte oder Geschichten, in denen
schwule / lesbische und Charaktere aus dem Transgenderbereich nur
Nebendarsteller sind, werden nicht angenommen und akzeptiert.

Da wir ein österreichischer Verlag sind, würde sich HOMO Littera über
österreichbezogene Texte und Handlungen sehr freuen.
Selbstverständlich sind wir aber auch anderen Kulturen und Themen
aufgeschlossen.


         Konditionen

Aus Datenschutzgründen kann der Verlag leider die genauen Konditionen
nicht öffentlich nennen. Die Tantiemen liegen jedoch im marktüblichen
Bereich. HOMO Littera orientiert sich an den Empfehlungen des
Verbandes für deutsche Schriftsteller oder der IG Autoren Ö.


         Was ist besonders wichtig?

Wichtig ist dem Verlag vor allem, einen Verlag geschaffen haben, der
Schwule, Lesben und Transsexuelle in den Mittelpunkt rückt. HOMO
Littera will, dass sein Programm als genauso "normal" bezeichnet wird
wie das jedes klassischen Heteroverlags. Natürlich wird es auf dem Weg
von der Toleranz zur Akzeptanz noch ein Stück weit sein, aber wie
sagte einst Martin Luther King: I have a dream 
Und genau das sagen
Romy Leyendecker und ihr Team auch: Wir träumen davon, dass eines
Tages alle Menschen gleich sind und nicht aufgrund ihrer sexuellen
Orientierung über sie gerichtet wird.


         Zukunftspläne, Perspektiven

Zukünftig hat der Verlag einiges vor, zum Beispiel interessante
Merchandising-Produkte herzustellen. Da die Artikel etwas Besonderes
werden sollen, möchten HOMO Littera dazu noch nichts Genaueres sagen,
sondern die Leser überraschen.


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UNSERE EXPERTINNEN UND EXPERTEN:
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Bitte schickt den ExpertInnen nur Fragen zu ihrem Expertenthema -
keine Manuskripte zur Beurteilung.

Bitte verseht jede Anfrage mit einem aussagekräftigen Betreff. Sonst
kann es sein, dass die Mail vorsichtshalber sofort gelöscht wird.


Drehbuch: Oliver Pautsch
                            drehbuch at experte pt autorenforum pt de
Fandom: Thomas Kohlschmidt
                              fandom at experte pt autorenforum pt de
Fantasy: Stefanie Bense
                             fantasy at experte pt autorenforum pt de
Heftroman: Arndt Ellmer
                           heftroman at experte pt autorenforum pt de
Historischer Roman: Titus Müller
                  historischer.roman at experte pt autorenforum pt de
Kinder- und Jugendbuch: Michael Borlik
                          kinderbuch at experte pt autorenforum pt de
Kriminalistik: Kajo Lang
                       kriminalistik at experte pt autorenforum pt de
Lesungen: Rüdiger Heins
                            lesungen at experte pt autorenforum pt de
Lyrik: Martina Weber
                               lyrik at experte pt autorenforum pt de
Plotten: Kathrin Lange
                             plotten at experte pt autorenforum pt de
Sachbuch: Gabi Neumayer
                            sachbuch at experte pt autorenforum pt de
Schreibaus- und -fortbildung: Uli Rothfuss
                         fortbildung at experte pt autorenforum pt de
Schreibgruppen: Ute Hacker
                      schreibgruppen at experte pt autorenforum pt de
Schreibhandwerk: Ute Hacker
                     schreibhandwerk at experte pt autorenforum pt de
Sciencefiction: Andreas Eschbach
                            sf-autor at experte pt autorenforum pt de
Übersetzung: Barbara Slawig
                       uebersetzerin at experte pt autorenforum pt de
Verlagswesen: Bjørn Jagnow
                        verlagswesen at experte pt autorenforum pt de

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Experten-Special:
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Bjørn Jagnow hat seine Fragen und Antworten zu den Themen
Urheberrecht, Verlagswesen und Vermarktung der letzten Jahre gesammelt
- thematisch sortiert und aktualisiert:

"Urheberrecht, Verlagswesen und Vermarktung für Autoren 2012", E-Book,
2,99 Euro, http://www.amazon.de/gp/product/B007VD3OL6/


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FRAG DIE EXPERTIN FÜR FANTASY:
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         Stefanie Bense (fantasy at experte pt autorenforum pt de


Frage:
Ich bin gerade dabei, mein Fantasy-Buch zu schreiben. Anfangs hatte
ich eine Story wie jede andere auch. Da die Guten, da die Bösen und
ein Krieg dazwischen. Aber mir ist aufgefallen, dass dieser Part doch
irgendwann nicht mehr so viel Neues bringen kann, außer man heißt
Tolkien.
Und dann ist mir in den Sinn gekommen, wie es in Realität eigentlich
ist. Kein Staat ist wirklich gut, alle führen Krieg und das auch mal
mit nicht legalen Mitteln. Vielleicht kann man das ja in ein Buch
übertragen? Sprich, die Guten handeln manchmal mehr als fragwürdig,
und die Bösen fangen plötzlich an, die Welt zu retten.

Außerdem wollte ich das auch auf den Tod anwenden, der ja meist als
das absolute Chaos und Ende beschrieben wird. Kann er denn auch zu den
Guten gehören? In meinem Fall mit eingeschränkter Handlungsfreiheit,
weil er ja nicht einfach seinem Kollegen (Leben) in die Arbeit
pfuschen kann.

Frage 1: Kann ich das so machen, oder sollte ich lieber bei dem
bleiben, was es bisher gibt? Mein Plan war, hin und wieder in den
Perspektiven zu den "Bösen" zu wechseln und dann einmal deren Sicht,
Gefühle und Antrieb zu zeigen, also eben auch, dass selbst sie
eigentlich ganz normal sind.

Frage 2: Soll ich das hin und wieder so einspielen oder bis zum Ende
warten und das dann als große Überraschung enttarnen?

Frage 3: Wenn ich Tod als einen Guten darstelle, wie kann man das am
besten machen? Da habe ich nämlich überhaupt keine Idee. Als Menschen?
Oder als nicht sichtbare Macht? In Gestalt von Tieren? Ich weiß
wirklich nicht, wie.


Antwort:
Zwar hat Tolkien meist schwarz-weiß gezeichnete Charaktere geschaffen,
aber auch etliche, die sich entweder nicht gleich Gut oder Böse
zuordnen lassen (Bombadil) oder die Seiten wechseln (Saruman) oder aus
Verbitterung das Falsche tun (Denethor, der Verwalter von Minas
Tirith). Im Krieg müssen sie natürlich alle Position beziehen, weil
sie sonst nicht handlungsfähig (im Sinne der Story) wären.

Viele Geschichten handeln vom Kampf Gut gegen Böse oder umgekehrt. Die
Lager können jedoch ganz unterschiedlich repräsentiert sein: Könige
gegen Magier, zwei sich bekriegende Völker, Heilerin gegen einen
Heerführer, Priester gegen Dämon, guter Dämon gegen bösen Teufel ...
mit Einzelfiguren oder Figurengruppen. Wobei immer die Frage bleibt,
ob sich nicht alle für "gut" oder im Recht halten. Erst wie du deine
Geschichte von Gut gegen Böse ausgestaltest, kann originell sein (oder
auch nicht). Das heißt: Auch aus alten Erzählmustern und
Figurenkonstellationen kann man etwas Originelles machen.

An der Realität sollte man sich als Autorin nicht unbedingt
orientieren, es sei denn, man schreibt einen Gegenwartsroman. Wichtig
ist jedoch Glaubwürdigkeit. Glauben wir heutzutage noch, dass jemand
nur gut oder böse ist? Was ist das Böse überhaupt? Außerdem sind
Figuren mehrdimensional und viel interessanter, wenn sie als Gute auch
ihre dunklen Punkte haben und als Böse ihre lichten Momente - eine
Frage des Kontrastreichtums (schau mal ins Tempest-Archiv, 2007, Juni
und Juli, 9-6 und 9-7, da gibt es einen ausführlichen Artikel von mir
zur Figurenkonzeption).

Und die Figuren müssen sich in der Logik der Story glaubwürdig
verhalten. Wenn in der Storywelt Magie funktioniert, dann wird ein
Magier andere verzaubern. Zum Guten oder Schlechten. Unglaubwürdig
wäre aber, wenn er statt mit Zaubersprüchen plötzlich mit einer
Panzerfaust loszieht. Logischerweise würde er jedoch einen Soldaten
mit Zaubersprüchen so weit bringen können, seine Panzerfaust zu
benutzen.

Konflikte ergeben sich nicht nur aus dem Zusammenprall von Gut und
Böse. Gegensätzliche Ziele, Wünsche, Motive können sogar einen
Charakter in Konflikt mit sich selbst bringen, nicht nur zwei Figuren,
zwei Völker, zwei Welten. (Im Tempest 2000, November und Dezember, 2-
11 und 2-12, und im Tempest 2005, Juni, 7-6, findest Du ein paar
hilfreiche Werkzeuge, um Konflikte zu basteln.) Konflikte können
zwischen Mensch und Natur auftreten (ist ein Schneesturm böse?),
zwischen Vater und Sohn oder Mutter und Tochter
(Generationenkonflikt), zwischen Konkurrenten, Liebenden oder
Fabelwesen - ohne dass eine Partei gut / böse sein muss.

Ist der Tod bei dir eine handelnde Figur? Dann ist er personifiziert,
statt eine abstrakte Kraft zu bleiben. Abstrakte Kräfte jedoch sind
weder gut noch böse; die Menschen empfinden ihr Wirken nur so, weil
sie es hineininterpretieren. Bei vielen Autoren ist der Tod als Figur
auch weder gut noch böse, weil er einfach keine moralische Kategorie
ist, sondern ein Fährmann, ein Katalysator und neutraler Mittler. Nur
weil er das Lebensende begleitet, heißt das nicht, dass er gut oder
böse sein muss. Er kann es natürlich in deiner Konzeption sein, je
nachdem, was er als Aufgabe in deiner Story hat: Helfer oder Gegner
des Protagonisten? Wie du ihn gestaltest, musst du selber wissen, denn
du bist die Einzige, die weiß, was er in deiner Geschichte leisten
soll. Wozu ist er denn als handelnde Figur da? Was soll er bewirken?
Bei Terry Pratchett (der ja satirische Fantasy schreibt) ist der Tod
eine eigenständige Figur, die ihren Job macht. Dabei hat er sehr wohl
einen Gerechtigkeitsbegriff, aber keine Gut-Böse-Ausrichtung.

Bedenke: Wenn der Tod eine Figur in deiner Story ist, heißt das, dass
andere abstrakte Kräfte ebenfalls Figuren sein können: Schicksal,
Glück, Ruhm, Zufall ... Passt das in dein Konzept? Ich empfehle dir,
Bücher zu lesen, in denen der Tod bereits personifiziert wurde, und
solche, die Gedankenkonzepte zum Tod bieten (philosophisch z. B.).
Dann kannst du deine Frage selbst beantworten, wie du den Tod
darstellen möchtest, ob als Kraft, unpersönlich und neutral, oder als
personfizierte Figur.

Perspektivwechsel (von Kapitel zu Kapitel) vom Protagonisten (gut?)
zum Antagonisten (böse?) sind nichts Neues. Viele Krimis machen das
so, um die Taten des Gegners plausibler und nachvollziehbarer zu
gestalten. Es kommt sehr stark auf deine Geschichte an, ob sie solche
Wechsel verträgt, sogar fordert, ob es aufgesetzt wirkt oder sich
verbietet. Keinesfalls solltest du nur am Ende deiner Erzählung einen
einzigen Perspektivwechsel schreiben, um den "Bösen" erklären zu
lassen, warum er das alles tut. Soll der Leser die böse Figur
verstehen, benötigt er Zeit und Handlung, die er mit ihr verbringt.

Mir persönlich sind Antagonisten (Gegner) lieber, die ich verstehen
kann, z. B. einer, der die Heldin gnadenlos verfolgt und vernichten
will, weil sie ihm etwas ganz Übles angetan hat. Oder einer, der gegen
meine Heldin arbeitet, weil er sie nicht versteht, der andererseits
aber sein Reittier liebt und hegt. Kurz: Meine Antagonisten haben
nicht nur vor sich selbst, sondern überhaupt gute Gründe, um gegen
meine Heldin zu sein. Heißt ja nicht, dass sie Recht haben müssen.
Frage dich, welche Motive deine Figuren haben, das zu tun, was sie tun
- selten hat das etwas mit Gut oder Böse zu tun. Und dann nimm das,
was deine Geschichte voranbringt.

Falls du dich nicht entscheiden kannst, dann schreib verschiedene
Versionen. Probier Figuren einfach aus, lass sie handeln, leben,
leiden und lieben. Das geht auch schon auf einer Seite.

                  **~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~**

Stefanie Bense lebt und arbeitet in Hannover, gibt Schreibkurse,
veröffentlicht sporadisch und schreibt an ihrem vierten Roman.


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FRAG DEN EXPERTEN FÜR KRIMINALISTIK:
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         Kajo Lang (kriminalistik at experte pt autorenforum pt de)


Frage:
Ich schreibe gerade eine Kurzgeschichte, in welcher ein
Selbstmordversuch in einer Zelle vorkommen soll. Was für Möglichkeiten
gibt es in einer Zelle, sich das Leben zu nehmen?


Antwort:
Der Möglichkeiten gibt es - ähnlich wie im "normalen" Leben - viele.
Theoretisch.

Zuerst einmal sollte man unterscheiden, ob es sich um eine
Untersuchungshaft handelt oder ob jemand im Strafvollzug sitzt. Die
Bestimmungen in der Untersuchungshaft sind wesentlich lockerer. So
kann man dort in der Regel seine Privatkleidung tragen. Auch gibt es
selten Zellendurchsuchungen, da diese Häftlinge noch nicht
rechtskräftig als "Verbrecher" verurteilt wurden.

Die Möglichkeiten sich umzubringen wären somit beispielsweise, sich
selbst Stichwunden beizufügen, Gift zu nehmen, sich durch Strom zu
töten oder sich zu erhängen und vieles mehr. Gerade das Erhängen
findet immer wieder statt, wobei - was die Wenigsten wissen - die
meisten Suizidalen dies knieend tun.

Die einzige Ausnahme, bei der es kaum Gelegenheiten zum Selbstmord
gibt, ist, wenn jemand als selbstmordgefährdet gilt.

                  **~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~**

Kajo Lang, Jahrgang 1959, ist Dozent für Kreatives Schreiben an der
Journalisten Akademie in Stuttgart. Er studierte Germanistik, Theater-
und Literaturwissenschaft und veröffentlichte Gedichte,
Kurzgeschichten, Romane. Neben Kriminalromanen schreibt und berät Lang
Drehbücher u. a. für Tatort. Besonderes Augenmerk legt er auf
gründliche Recherche. Mehr Infos auf http://www.kajo-lang.de


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Veranstaltungen, Ausschreibungen, Publikationsmöglichkeiten, Messen
und Seminare findet ihr im zweiten Teil des Tempest, der mit
getrennter Mail kommt
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Einsendungen sind zu allen Rubriken von autorenforum.de - nach
Rücksprache - erwünscht. Das Urheberrecht verbleibt bei der Autorin
bzw. beim Autor.

Einsendungen bitte im RTF-Format und per E-Mail, und zwar an:
beitrag at team pt autorenforum pt de.

Fragen zu Einsendungen sollten ebenfalls an diese Adresse gerichtet
werden.

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Herausgeber:
 Ramona Roth-Berghofer public.relations at team pt autorenforum pt de
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 Stefan Schulz                     webmaster at autorenforum pt de
 Thomas Roth-Berghofer
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                  juergen.schlossmacher at team pt autorenforum pt de
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