Ausgabe 15-02 (20. Februar 2013)

Editorial
Hall of Fame
Schreib-Kick
Lesetipps
Schreibkurs
   "Romanfiguren mit dem Leuchtturm-Modell entwickeln"
   von Klaus Eckardt
Spannung, der Unterleib der Literatur
   "Das Geschenk des Paschas"
   Text: anonym, Lektorat: Hans Peter Roentgen
Frag die Expertin für Fantasy
   (Stefanie Bense)

EDITORIAL:
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Liebe Autorinnen und Autoren,

Metaphern können beim Entwickeln von Geschichten hilfreich sein, so
auch die des Leuchtturms. Wie man anhand dieses Bildes die
verschiedenen Ebenen einer Figur entwickelt und entdeckt, zeigt Klaus
Eckardt im Schreibkurs dieser Ausgabe.

Ein neues Spannungslektorat steuert Hans Peter Roentgen bei, bei dem
es diesmal um eine historische Geschichte geht. Und Stefanie Benses
Expertenantwort hat, wie so oft, nicht nur enormen praktischen Nutzen,
sondern ist auch ein eigener, umfangreicher Schreibartikel. Und
natürlich haben wir außerdem neue Schreib- und Linktipps, Schreibkicks
und Ausschreibungen für euch.

Der Tipp des Monats Februar, diesmal von Michael Modler:

    Zwingt euch, die am Seitenende verlinkten Wikipedia-Beiträge
    zumindest anzulesen. Manchmal kommen einem dadurch neue Ideen,
    und eure Allgemeinbildung freut sich in jedem Fall.

Habt ihr eigene kleine Tipps, von denen auch andere AutorInnen
profitieren können? Dann mailt mir!

Lasst es euch im beginnenden Frühling gut gehen, das wünscht euch die
gesamte Tempest-Mannschaft.

  Gabi Neumayer
  Chefredakteurin

~~~~~~~~~~~
Damit wir den Tempest auch in Zukunft weiterführen können, brauchen
wir eure Hilfe: Wer uns unterstützen möchte, überweise bitte einen
freiwilligen Jahresbeitrag (15 Euro haben wir als Richtwert gesetzt,
aber ihr helft uns auch schon mit 5 oder 10 Euro weiter) auf das
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Kreissparkasse Köln
BLZ 370 502 99
Kto. 11 42 17 61 63
Stichwort: "Beitrag 2013"

Wichtig: Das Konto läuft NICHT mehr auf den Namen "autorenforum",
sondern nur auf "Jürgen Schloßmacher"!

Für AuslandsabonnentInnen: Am 1. Juli 2003 wurden die
Auslandsüberweisungsgebühren gesenkt. Aber natürlich könnt ihr uns
euren Beitrag auch weiterhin per Post schicken (Adresse am Ende des
Tempest).

Wer aus Österreich überweist, braucht außerdem diese Nummern (bitte
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ISSN 1439-4669  Copyright 2013 autorenforum.de. Copyright- und
               Kontaktinformationen am Ende dieser Ausgabe
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 INHALT DIESER AUSGABE:


TEIL 1:

    Editorial
    Hall of Fame
    Schreib-Kick
    Lesetipps
    Schreibkurs
       "Romanfiguren mit dem Leuchtturm-Modell entwickeln"
       von Klaus Eckardt
    Spannung, der Unterleib der Literatur
       "Das Geschenk des Paschas"
       Text: anonym, Lektorat: Hans Peter Roentgen
    Frag die Expertin für Fantasy
       (Stefanie Bense)
    Impressum


TEIL 2:

    Veranstaltungen
    Ausschreibungen
    Publikationsmöglichkeiten
         mit Honorar
         ohne Honorar
    Seminare
    Messekalender
    Impressum


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HALL OF FAME:
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                            (redaktion at team pt autorenforum pt de)

Die "Hall of Fame" zeigt die Erfolge von AbonnentInnen des Tempest.
Wir freuen uns, wenn ihr euch davon motivieren und ermutigen lasst -
dann werden wir euer neues Buch hier bestimmt auch bald vorstellen
können.

Melden könnt ihr aktuelle Buchveröffentlichungen (nur Erstauflagen!)
nach diesem Schema:

.......
AutorIn: "Titel", Verlag Erscheinungsjahr (das muss immer das laufende
oder das vergangene Jahr sein!), Genre (maximal 2 Wörter). Zusätzlich
könnt ihr in maximal 60 Zeichen (nicht Wörtern!) inklusive Leerzeichen
weitere Infos zu eurem Buch unterbringen, zum Beispiel eine Homepage-
Adresse.
.......
Ein Beispiel (!):

Johanna Ernst: "Der Fall der falschen Meldung", Hüstel Verlag 2009,
Mystery-Thriller. Dann noch 60 Zeichen - und keins mehr! Inklusive
Homepage!
.......

Ausgeschlossen sind Veröffentlichungen in Anthologien, Bücher im
Eigenverlag und BoDs (sofern sie im Eigenverlag erschienen sind) sowie
Veröffentlichungen in Druckkostenzuschussverlagen.

ACHTUNG!
Schreibt in eure Mail mit der Meldung immer auch hinein, dass ihr
bestätigt, dass die Veröffentlichung weder im Eigenverlag noch in
einem Verlag erschienen ist, bei dem der Autor irgendetwas bezahlt
hat! Als Bezahlung gilt auch, wenn er Bücher kostenpflichtig abnehmen
muss, Lektorat bezahlt o. Ä.

Schickt eure Texte unter dem Betreff "Hall of Fame" an
redaktion at team pt autorenforum pt de.

Wir berücksichtigen ausschließlich Meldungen, die nach dem obigen
Schema gemacht werden und die Bestätigung zum Verlag enthalten.
Änderungsaufforderungen zu Meldungen, bei denen das nicht der Fall
ist, werden ab sofort nicht mehr verschickt!
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Martina Bilke: "Erben", Der Kleine Buchverlag 2012, Gegenwartsroman.
http://www.derkleinebuchverlag.de

Aileen P. Roberts "Der Feenturm", Goldmann Verlag 2012, historische
Fantasy. Danas Zeitreise ins Schottland von vor über 2000 Jahren

Heinrich von der Haar: "Mein Himmel brennt", Kulturmaschinen Verlag
2013, Roman. ISBN 978-3-943977-07-3. Infos: www.kulturmaschinen.com

Thomas Franke: "Das Tagebuch", Gerth-Medien 2013, Zeitreise-Roman,
Infos: http://www.thomasfranke.net

Markus Gnad: "33 1/3", Resistenz Verlag 2013. Roman. Kaputte Familien
und mysteriöse Botschaften auf alten LPs

Sylvia Klinzmann: "Die Stickerin von Sevilla", AAVAA Verlag 2013,
historischer Roman. Spanien, Ende 15. Jhd., Infos: www.sylvia-
klinzmann.com

Claudia Luz und Natalie Eichhorst-Ens: "Tierisches Leben",
Kunstanstifter Verlag 2012, Gedichte + Illustrationen.
www.kunstanstifter.de/die-buecher/tierisches-leben.html

Andrea Tillmanns: "Was krabbelt, summt und fliegt denn da?", Edition
Dreieck im Mellinger Verlag 2012, Kindergarten-Praxisbuch. Zum Thema
Insekten. www.andreatillmanns.de

Andrea Tillmanns: "Ziemlich Böse Nachtgeschichten #1-4", Chichili
2012, Horror-Erzählungen. E-Books für Kindle, als epub etc.
www.andreatillmanns.de

Anja Marschall: "Das Erbe von Tanston Hall", Goldfinch Verlag 2013,
Krimi. Zwei starke Frauen & Žne Leiche. Cornwall-Crime mal anders!

S. A. Urban: "Erwarte mich in Paris", Himmelstürmer Verlag 2013,
homoerotischer Roman. Info: www.myspace.com/sigrid.a.urban

Barbara van den Speulhof: "Pippa, die Elfe Emilia und die
Käsekuchenschlacht", Fischer KJB 2013, erzählendes Kinderbuch. Ab 8
J., http://www.facebook.com/#!/b.vandenspeulhof

Barbara van den Speulhof: "Das große Buch der Augsburger Puppenkiste",
Boje Verlag 2013. http://www.facebook.com/#!/b.vandenspeulhof

Evelin Niemeyer-Wrede: "In der Flucht", KUUUK Verlag 2013,
Gegenwartsroman. Infos und Leseprobe: http://www.kuuuk.com

Gabi Neumayer: "Undercover City: Der Unsichtbare im Wald", Beltz &
Gelberg 2013, Kinderkrimi. Emily in einer Stadt voller Ex-Agenten und
Geheimnisse ...


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SCHREIB-KICK:
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                            (redaktion at team pt autorenforum pt de)


Unser Schreib-Kick für den Februar, diesmal von Ursula Schmid-Spreer:

Was wäre, wenn? Gesellschaftliche Tendenzen und Wunschträume zu Ende
gedacht
.....
Malen Sie sich Zeiterscheinungen und Wunschträume in die Zukunft
hinein aus, und machen Sie daraus humorvolle, komische, schreckliche
oder beflügelnde Geschichten. Z. B. über ewiges Jungsein oder
lebensechte mechanische Doppelgänger oder ...


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LESETIPPS:
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                            (redaktion at team pt autorenforum pt de)


http://www.ndr.de/ratgeber/verbraucher/markt7443.html
Verkaufstricks im Buchhandel: Pro Tag erscheinen über 250 neue Bücher
in Deutschland. Doch wie wird ein Titel bei einem Händler "Buch des
Monats", oder worin unterscheiden sich beispielsweise die "Spiegel"-
und die "Fokus"-Bestsellerliste?

+++++

http://www.buchreport.de/nachrichten/buecher_autoren/buecher_autoren_n
achricht/datum/2012/12/11/es-fehlt-an-autoren-mit-biss.htm
Der Bastei-Lübbe-Verlag eröffnet eine verlagseigene Autorenschule.
Namhafte Autoren wie Andreas Eschbach werden dort unterrichten. Warum
es Autoren "hierzulande an Biss fehlt und weshalb solche
Schreibschulen in Deutschland längst überfällig sind", könnt ihr unter
obigem Link nachlesen.


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SCHREIBKURS:
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                            (redaktion at team pt autorenforum pt de)


         "Romanfiguren mit dem Leuchtturm-Modell entwickeln"
                          von Klaus Eckardt

Die Entwicklung der Figuren gehört zu den zentralen Punkten bei der
Arbeit an jedem Roman. Herangehensweisen gibt es dabei viele: Manche
Autoren erarbeiten detaillierte Lebensläufe für jede Figur, andere
vertrauen eher auf ihre Intuition und verfeinern die anfangs groben
Bilder erst beim Schreiben.

Ein Weg, der sich sowohl für die grundlegende Entwicklung des
"Personals" wie auch als zusätzliches Instrument zu jeder anderen
Methode eignet, ist die Arbeit mit dem "Leuchtturm-Modell". Dieses
Modell beschreibt jede Figur aus neun verschiedenen, sich aber
ergänzenden Perspektiven - oder Etagen eines Leuchtturms. Es basiert
auf den "Logischen Ebenen" des Amerikaners Robert Dilts.

Also hereinspaziert in unseren Leuchtturm! Da ich selber Krimis
schreibe, schauen wir uns das Ganze in Kurzform mal aus der Sicht
einer zentralen Figur an, nämlich der des Mörders aus meinem neuesten
Buch "Bestzeit".


         Die Etagen

Fundament
.........
Es symbolisiert die Umgebung des Leuchtturms, legt fest, wo die Figur
lebt, in welchem Land, in welcher Stadt, mit wem, in welcher Zeit usw.
Sie ist die Basis all dessen, was noch kommt.

In unserem konkreten Fall lebt unser Mann im Jahr 2012 in Ulm. Er ist
geschieden, wohnt allein und hat eine Beziehung zu einer Kollegin, von
der allerdings niemand etwas wissen darf.

Verhalten
..........
Die erste Etage beschreibt das Verhalten, ohne es zu bewerten. Denn
auch wenn die Figur letztlich etwas Böses tut, tut sie das ja nicht um
des Bösen willen, sondern aus einem inneren Druck heraus, den es zu
beschreiben gilt. Hier geht es ausschließlich um das "Was". Es
leuchtet ein, dass das "Was" mit dem "Wo" zu tun hat. Lebt unsere
Figur in einer High-Tech-Umgebung, sollte dies nicht gerade das
Sibirien des frühen 20. Jahrhunderts ein.

Unser Mann arbeitet als Ingenieur bei einem Unternehmen, das
Wasserkraftwerke baut, und ist leidenschaftlicher Marathonläufer.
Eines Tages klaut er Firmendaten, wird dabei beobachtet und erpresst.
Er weiß, dass der Erpresser nur aus einem kleinen Kreis von Kollegen
kommen kann, und beginnt, einen nach dem anderen umzubringen.

Wichtig ist hier, dass es nicht um die Gründe geht, sondern erst mal
rein um das, was der Charakter tut.

Fähigkeiten
...........
Mit dem "Wie" haben wir uns in der zweiten Etage beschäftigt. Jetzt
geht es um die Fähigkeiten, die unsere Figur braucht, um die zuvor
beschriebenen Dinge zu tun.

Als Ingenieur verfügt der Mann natürlich über technische Fähigkeiten,
er ist intelligent und in der Lage, strukturiert zu denken und zu
handeln. Zudem ist er als Marathonläufer körperlich fit.

Werte
.....
Ganz zentral in unserem Leuchtturm ist die Etage mit den Werten. Was
ist unserer Figur wichtig? Woran glaubt sie? Hier kann es hilfreich
sein, Sätze aus der Ich-Perspektive der Figur zu formulieren: "Mir ist
(in meinem Leben, bei der Arbeit, in Beziehungen etc.) wichtig, dass
..." bzw. "Ich glaube, dass ..."

Niemand mordet aus reiner Lust. Das Interessante an Krimis ist ja in
der Regel nicht, was die Täter machen, sondern was sie dazu gebracht
hat. Unser Ingenieur, der zum Mörder wird, ist ein Mensch, der - auch
wenn das im Widerspruch zu seinem Tun steht - an die Gerechtigkeit
glaubt, der ein hohes Sicherheitsbedürfnis hat, Sehnsucht nach Nähe,
der ohne Zwänge leben will.

Eine wichtige Ausgangsbasis bei der Suche nach den Werten ist die
Annahme, dass hinter jedem Verhalten eine positive Absicht steckt -
und die leitet sich aus den Werten ab.

Identität
.........
Die ersten vier Etagen des Leuchtturms bündeln sich in der Identität.
Hier fragen wir unsere Figur: "Wer bist du, der oder die das tut?" Und
sie wird in der Rolle unseres Mörders antworten: "Ich bin ein Mensch,
der an die Gerechtigkeit glaubt und der diese Gerechtigkeit
durchsetzt."

Die Erfahrung zeigt, dass es zu mehr Klarheit führt, die Dinge positiv
zu formulieren, also zu schreiben: "Ich bin ..." statt "Ich bin nicht
..."

Zugehörigkeit
.............
Einen Stock weiter oben befassen wir uns mit der Zugehörigkeit, also
der Frage: Wem fühlt sich unsere Figur verbunden? Ist sie Ehemann oder
Ehefrau, Mitarbeiter/in in einem Betrieb, Mitglied in einem Verein,
einer Partei 
?

In unserem Beispiel fühlt sich der Täter seinem Unternehmen verbunden,
seinen Freunden aus dem Lauftreff, seiner Freundin.

Lebenssinn
..........
Nun geht es in die oberen Etagen zu den etwas schwerer greifbaren
Ebenen. Zunächst zum Lebenssinn, der Mission. Große Worte, doch
sollten wir uns nicht scheuen, unsere Figuren zu fragen: "Wofür tust
du das alles?"

Die Bandbreite der möglichen Antworten ist riesig. Manche wollen nicht
weniger als die Welt retten. Unser Ingenieur würde schlicht sagen:
"Ich will in Frieden leben und mein Auskommen haben." - Und wehe,
dieser Frieden gerät in Gefahr!

Spiritualität
.............
Während wir uns bei der Mission noch mit Antworten wie "für Geld",
"für Anerkennung" oder "für Liebe" zufrieden geben, bohren wir bei der
Frage nach der Spiritualität etwas tiefer (wer das Wort nicht mag,
kann auch gerne sagen: nach dem, was dahinter steht). Hier können wir
die Frage stellen: "Welchem höheren Ganzen dient das, was ich tue?"

Hier lohnt es sich, ein wenig zu bohren, denn auch uns selbst ist oft
nicht bewusst, was uns tief im Innern antreibt. Und doch liegt hier
die Basis für unser Verhalten und für das unserer Figuren.

In unserem Beispiel könnte das heißen: "Ich diene der Gerechtigkeit,
indem ich sie wiederherstelle." Die Überschneidung mit den vorher
erwähnten Werten überrascht nicht, da die obersten Ebenen den Überbau
für die Werte bereitstellen.

Oben leuchtet die Vision
........................
Nun sind wir viele Stufen in unserem Leuchtturm hochgeklettert und
kommen zum Ausguck, wo sich das große Licht dreht und meilenweit in
die Dunkelheit strahlt - eine schöne Metapher für die Vision, die ganz
große Idee, die unsere Figur antreibt. Hier kann der Griff in die
Vollen nicht zu viel sein. "Ich will die Menschheit vom Bösen
befreien", mag einer sagen. Oder: "Ich will die Welt beherrschen" -
die zentrale Vision aller Bösewichte, gegen die James Bond seit 50
Jahren zu Felde zieht.

Die Vision kann, muss aber nicht, der Spiritualität sehr ähnlich sein.
Denn letztendlich fließen diese Ebenen ineinander. Bei dem Ingenieur
könnte sie lauten: "Ich schaffe eine friedliche und gerechte Welt."


         Müssen die Ebenen logisch aufeinander aufbauen?

Das Bild des Leuchtturms zeigt, dass die obere Etage nur dann Bestand
haben kann, wenn die unteren sie tragen. Aber es gibt auch marode
Türme, die einstürzen - so, wie es widersprüchliche Figuren gibt, die
zusammenbrechen, weil bei ihnen nichts wirklich zusammenpasst. Hier
gilt, wie in vielen Dingen: Es gibt kein reines Gut und kein reines
Schlecht. Weder beim Schreiben noch im richtigen Leben existiert nur
ein einziger Weg. Wichtig erscheint mir, dass Widersprüche bei
Romanfiguren bewusst angelegt sind und so eine dramaturgische
Bedeutung haben. Mörder haben , wie das Beispiel zeigt, aus ihrer
Sicht oft nur die besten Absichten, also Visionen und Werte, die Gutes
erwarten lassen, aber sich dann doch ins Böse drehen. Diese Gegensätze
schaffen Spannung, werfen Fragen auf, die der Leser beantwortet haben
möchte. Der reine Gutmensch ist so interessant wie eine Zeitung mit
lauter guten Nachrichten - nämlich überhaupt nicht.

Die Arbeit mit dem Leuchtturm-Modell eignet sich auch für die
Entwicklung von Gegenspielern. In der gleichen Umwelt, beim gleichen
Verhalten und den gleichen Fähigkeiten von Personen können ganz
unterschiedliche Werte und Visionen aufeinanderprallen, die für
spannende und interessante Geschichten sorgen.


Ein Arbeitsblatt mit den Ebenen des Leuchtturm-Modells kann von meiner
Webseite im Bereich "Schreib- und Kommunikationsseminare"
heruntergeladen werden. Die Arbeit mit diesem Modell ist Teil meines
Seminars "Tatort Schreibtisch - Der Weg zum eigenen Krimi", in dem die
Teilnehmer mit dem Leuchtturm-Modell auch ihre eigene Schreibstrategie
entwickeln können. Die Termine stehen auf meiner Webseite
http://www.klaus-eckardt.com. Ich freue mich, wenn ihr mir eure
Erfahrungen mit dem Leuchtturm-Modell mitteilt: post@klaus-
eckardt.com.

                  **~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~**

Klaus Eckardt, Jahrgang 1960, lebt in Tübingen. Er hat drei
Kriminalromane veröffentlicht, die alle mit seiner großen
Leidenschaft, dem Laufen, zu tun haben: "Bestzeit" (2012), "Marathon-
Mord" (2011) und "Der Lauf des Todes" (2010). Zudem arbeitet er
freiberuflich als Journalist sowie als Kommunikations- und
Schreibtrainer.


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SPANNUNG, DER UNTERLEIB DER LITERATUR:
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                            (redaktion at team pt autorenforum pt de)

Was macht Romane spannend, und vor allem: Was macht sie langweilig?

Wer Szenen hat, die sie oder er für spannend hält, oder Szenen, bei
denen er sich nicht sicher ist, oder solche, die eigentlich spannender
gestaltet sein sollten, doch die Frage ist: Wie? - wer solche Szenen
hat, kann sie mir schicken.

Ich wähle dann einige aus, die ich im Tempest bespreche. Schickt die
Szenen als E-Mail-Anhang im RTF-Format an: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Bitte nicht mehr als 7.000 Anschläge, also etwa vier Normseiten. Dazu
zählt auch der Vorspann! Da die Szenen aus beliebigen Stellen eurer
Manuskripte stammen dürfen, müsst ihr eventuell die Vorgeschichte der
Szene erklären. Diese Erklärung sollte 400 Anschläge nicht
überschreiten!
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                     "Das Geschenk des Paschas"
            Text: anonym, Lektorat: Hans Peter Roentgen

Prolog

Sollten Sie ihn doch ruhig als Kameltreiber bezeichnen. Ja, er hatte
nicht die feinsten Manieren. Erst im Alter von vierzig Jahren hatte er
das Lesen erlernt. Und doch war es ihm gelungen, die Aufstände der
Mameluken niederzuschlagen und Vizekönig über Ägypten zu werden und
das Land zu einem modernen Staat werden zu lassen. Selbst die
Zeitungsleser in Europa rieben sich erstaunt die Augen, wenn sie
lasen, was da drüben im Orient passierte. Das Land in der Ferne, das
nichts vorweisen konnte außer seinen alten Pyramiden und ein paar
eingewickelten Mumien, entwickelte unter den Händen seines neuen
Herrschers Reichtum, Wirtschaft und Macht. Mohammad Ali Pascha hatte
sich vieles von Europa abgeschaut und die Industrie nach Ägypten
geholt. Vor allem der Baumwollhandel und die vielen Baumwollfabriken
waren es, die sein Land reich gemacht hatten. Und natürlich seine
zahlreichen Feldzüge. Der Handel mit dem "Schwarzen Gold", wie man die
Sklaven nannte, florierte. Nein, Mohammad Ali Pascha war wirklich
nicht zimperlich, wenn es galt, sich mit brutalen Mitteln Macht und
Geld zu verschaffen.

[Hier folgt ein Kapitel mit einem anderen Erzählstrang aus anderer
Perspektive.]

Schubra El-Cheime  Sommer 1824

In seinem Sommerpalast in Schubra-el-Cheime im fernen Ägypten zupfte
Mehmed Ali Pascha an seinem Bart. Er saß im Raum der Namen, den er
immer nutzte, wenn er nachdenken oder meditieren wollte. Bei allem
Prunk und Pomp in dem Palast, den er sich innerhalb von 15 Jahren
hatte errichten lassen, liebte er diesen stillen schlichten Raum mit
der Decke im arabesken Stil. In der Mitte des Marmorbodens prangte in
arabischer Schrift sein Name: Mohammad Ali Pascha.  Über dem runden
Gesicht unter dem Turban  zeichnete sich ein stolzes Lächeln ab. Bis
zum Vizekönig hatte er es gebracht. Millionen zitterten vor ihm, die
einen aus Angst, die anderen aus Ehrfurcht und Bewunderung.  Längst
wurde er in Ägypten als Gründer der Nation verehrt, der das Land von
der Herrschaft der Osmanen erlöst hatte, auch wenn seine Methoden
nicht gerade zimperlich waren. Der Pascha kannte seine Beinamen, die
man ihm hinter seinem Rücken verlieh: Kameltreiber, Renaissancebarbar,
Blut saugender Vampir des Niltals. Mohammad Ali Pascha, auch Mehmed
Ali genannt, lachte dröhnend darüber, galt er doch als Gründervater
des modernen Ägyptens und einer der mächtigsten Herrscher des Orients.
Eines war gewiss, er drehte mächtig am Rad der Geschichte, was
kümmerten da schon seine rauen und unkonventionellen Methoden?
Natürlich gab es hin und wieder Ärger mit anderen Ländern, doch das
waren nur Herausforderungen für seine ungebremste Abenteuerlust.
Einiges ließ sich kriegerisch regeln, anderes mit Diplomatie. Dass er
gerade einen Aufstand der Griechen gegen die Türken niedergeschlagen
hatte, sah man in Europa nicht gerne.
Der Brief, den ihm sein Diener Kadmir hereingebracht hatte, ließ
nichts Gutes ahnen. Er trug das Siegel des französischen Königs
Charles X und Mehmed Ali konnte sich denken, was darin stand. Keiner
der europäischen Herrscher hatte Mehmet Ali Paschas Eingreifen in den
Aufstand der Griechen gutgeheißen. Nun gut, er hatte den Türken
geholfen, den Aufstand niederzuschlagen. Alleine hätten sie es niemals
gepackt, er, Mohammad Ali Pascha, schaffte es mit seinem Know-how
innerhalb weniger Wochen. Natürlich nicht umsonst. Er tat niemals
etwas, ohne eine Gegenleistung zu verlangen.
Er nestelte unruhig an seiner Goldkette, als sei sie ihm zu eng. "Die
Griechen - die Griechen, ich mochte sie noch nie", murmelte er zu sich
selbst. Wenn du einem Griechen die Hand schüttelst, zähle die Finger,
lautete ein altes Sprichwort aus seiner albanischen Heimat, und da war
was Wahres dran.
Nun ja, in Europa war sein Schachzug nicht gut angekommen, zahlreiche
Herrscher hatten ihm Briefe schreiben lassen, in denen sie ihr
Missfallen deutlich zum Ausdruck brachten.
Der Briefumschlag aus gehämmertem Papier und dem dicken Siegel roch
nach Ärger. Ausgerechnet der französische König! Mit Frankreich konnte
und mochte er es sich nicht verderben!
"Bring mir die Wasserpfeife!", herrschte er seinen Diener an, "und
sorge dafür, dass Drovetti sich im Palast einfindet! Lasst den
Empfangssaal richten! Die Dienerinnen sollen eine Schale mit Datteln,
Trockenfrüchten und Nüssen bereitstellen und einen starken Tee
zubereiten, wie Drovetti ihn liebt. Vergesst nicht die Schale mit
sardischen Oliven! Und schickt mir Jussuf herbei! Unverzüglich!"
Während Kadmir noch dienerte und sich fragte, wo er Bernadino Drovetti
auffinden sollte, starrte Mohammad Ali Pascha den Brief des
französischen Königs an wie eine giftige Schlange und hüllte sich in
zorniges Schweigen.

~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~

                  Lektorat von Hans Peter Roentgen

Wie immer als Erstes die Frage: Ist dieser Text spannend? Reizt er zum
Weiterlesen?

Mich würde er dazu reizen, weiterzulesen. Allerdings dürften hier die
Meinungen weit auseinandergehen. Geschmäcker sind verschieden, ich
liebe historische Texte, weiß aber, dass viele meine Begeisterung
nicht teilen. Kein Text, egal wie spannend, kann alle Leser
ansprechen.

Aber habe ich nicht immer gepredigt, dass Autoren nichts erklären
sollten? Dass Infodumps Spannungskiller sind?


         Wie bringt man Informationen spannend an den Leser?

Warum also wirkt dieser Text, der doch sehr viel Informationen
enthält, spannend?

Ich denke, es sind mehrere Gründe, warum der Text funktioniert.
Erstens erzählt er uns etwas, das die meisten Leser nicht wissen
dürften. Ein Text, der uns mitteilt, dass Angela Merkel
Bundeskanzlerin ist, dass sie mit der FDP koaliert, dass sie
Vorsitzende der CDU ist, wird kaum einen deutschen Leser vor dem
Einschlafen bewahren. Das wissen wir nämlich alles schon. Wohingegen
Mehmet Ali Pascha für die meisten neu sein dürfte. Dazu kommt, dass
Ägypten einen exotischen Hintergrund verspricht, in den man sich gerne
entführen lässt.

Aber das allein würde nicht reichen, um Spannung zu erzeugen. Der Text
ist außerdem nicht wie ein Lexikonartikel verfasst, sondern verbindet
Geschichte mit einer Person. Wir erfahren nicht nur, wer Mehmet Ali
Pascha war, wir erleben, wie er denkt, wie er sich und die Welt sieht.
Diese Methode - Informationen mit einer interessanten Innenansicht
einer Figur zu verbinden - ist ein guter Trick, um dem Leser
historische Geschichten nahezubringen.

Und was für eine Figur uns da begegnet. Ein Mann, der erst mit vierzig
Lesen und Schreiben lernte, der sich hochgekämpft hat. Vom
Tellerwäscher zum Millionär würde die Geschichte in Amerika heißen,
hier, in den Zeiten des osmanischen Reiches, ist es die Geschichte vom
Kameltreiber zum ägyptischen Vizekönig.

Und ist er sympathisch?


         Sympathische und faszinierende Figuren

Nein, sympathisch würde ich ihn nicht nennen, den Vizekönig. Noch ist
sehr unklar, was ich als Leser von ihm halten soll. Wir erfahren, dass
er den griechischen Aufstand niedergeschlagen hat, dass er Vorurteile
gegen Griechen hat, dass er in der Wahl seiner Mittel nicht kleinlich
ist. Die Modernisierung Ägyptens wird den Leser eher für Mehmet Pascha
einnehmen, dass er mit Sklaven handelt, aber ganz sicher nicht. Nicht
unbedingt der Mann, den man zum Nachbarn haben möchte. Eine
schillernde Persönlichkeit. Und schillernde Persönlichkeiten
faszinieren Leser. Die Faszination ist viel wichtiger als die Frage,
ob eine Person sympathisch ist.


         Wechsel von narrativem und szenischem Schreiben

Noch ein weiterer Punkt trägt zur Spannung bei. Mehmet Pascha wird uns
aus der Innenansicht geschildert, der Autor geht nahe an diese
schillernde Person heran. Er fängt mit einem inneren Monolog an. Doch
dann wechselt der Text in eine Szene. Der Pascha erhält einen Brief,
vom französischen König. Der dürfte nicht freundlich sein, und damit
stellt sich die Frage, wie der Pascha auf diesen Brief reagieren wird.
Dieser Wechsel zwischen erzählendem, narrativem und szenischem
Schreiben ist wichtig, und auch das ist ein Trick, mit dem Autoren
ihren Informationen Spannung verleihen können.

Wer sich mit Geschichte auskennt, weiß außerdem, dass der griechische
Aufstand 1827 mit der Unabhängigkeit Griechenlands endete. Ganz so
erfolgreich war der Einsatz des ägyptischen Vizekönigs in Griechenland
offenbar doch nicht, wie er uns weißmachen will. Was eine weitere
offene Frage ergibt. Und spannende Fragen sind es, die Geschichten
vorantreiben.


         Feinkorrekturen

Natürlich habe ich auch einige Stellen, die sich verbessern lassen.
Zum Beispiel am Ende des inneren Monologs, dort heißt es:

.....
Über dem runden Gesicht unter dem Turban zeichnete sich ein stolzes
Lächeln ab. Bis zum Vizekönig hatte er es gebracht.
.....

Hier wechselt der innere Monolog plötzlich, wir sehen den Pascha von
außen, verlassen die Perspektive.

Warum? Das stolze Lächeln ist ganz sicher nichts, das die Geschichte
vorantreibt. Dass der Pascha auf sich stolz ist, wissen wir aus dem
inneren Monolog. Also kann man das stolze Lächeln nebst
Perspektivwechsel getrost streichen.

Gibt es noch etwas, das Ihnen an dem inneren Monolog auffällt?

Der gesamte Monolog ist ein einziger Absatz. Und das ist etwas zu
viel. Da dürften ein, zwei Absätze die Lesbarkeit sehr verbessern.

Dann bringt der Diener den Brief des französischen Königs. Und der
Text sagt:

.....
Keiner der europäischen Herrscher hatte Mehmet Ali Paschas Eingreifen
in den Aufstand der Griechen gutgeheißen.
.....

Hier wird in die Vergangenheit zurückgeblendet. Warum? Das erweckt den
Eindruck, dass die europäischen Herrscher nur früher mit Ägyptens
Krieg in Griechenland nicht einverstanden waren. Der Brief zeigt aber,
dass sie auch zu dem Zeitpunkt der Erzählung mit dieser Aktion immer
noch nicht einverstanden waren. Also muss man nicht ins
Plusquamperfekt wechseln, sondern kann im Imperfekt bleiben: "Keiner
der europäischen Herrscher hieß Mehmet Ali Paschas Eingreifen in den
Aufstand der Griechen gut."

Anschließend heißt es:

.....
Nun gut, er hatte den Türken geholfen, den Aufstand niederzuschlagen.
Alleine hätten sie es niemals gepackt, er, Mohammad Ali Pascha,
schaffte es mit seinem Know-how innerhalb weniger Wochen.
.....

Das "Nun gut" passt nicht recht zum Stil des gesamten Textes. Würde
der Pascha hier "Nun gut" denken? Ich glaube nicht, und deshalb würde
ich das streichen.

Auch dass er es "mit seinem Know-how schaffte", fällt aus der
Sprachebene. "Know-how" ist ein Wort, das sehr modern klingt.
"Schaffen" wiederum hat wie "sie hätten es nicht gepackt" einen
umgangssprachlichen Ton, auch das passt nicht zu den Gedanken dieses
Paschas. Und da es sich damals nicht um die Türkei, sondern um das
osmanische Reich handelte, sollte man statt von "Türken" von "Osmanen"
sprechen.

Besser wäre also die Formulierung:

.....
Er hatte den Osmanen geholfen, den Aufstand niederzuschlagen. Er,
Mohammad Ali Pascha, vollbrachte in wenigen Wochen, woran der
osmanische Herrscher in Istanbul gescheitert war. Er besiegte die
Griechen.
.....

Aber zum Schluss möchte ich nochmals betonen, dass diese Geschichte
trotz aller meiner Mäkelei schon sehr gut geschrieben ist.

                  **~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~**

Hans Peter Roentgen ist Autor der Bücher "Vier Seiten für ein
Halleluja" über Romananfänge und "Drei Seiten für ein Exposé".
Außerdem hält er Schreibkurse und lektoriert. Und vor kurzem ist sein
Krimi "Der Plotter" bei Conte erschienen.


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Schreibaus- und -fortbildung: Uli Rothfuss
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Schreibgruppen: Ute Hacker
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Übersetzung: Barbara Slawig
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Verlagswesen: Bjørn Jagnow
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FRAG DIE EXPERTIN FÜR FANTASY:
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         Stefanie Bense (fantasy at experte pt autorenforum pt de


Frage:
Ich habe bisher einige Kurzgeschichten geschrieben und traue mich nun
an einen deutschsprachigen Roman heran. Es handelt sich um eine
Fantasygeschichte, die in einem alternativen Universum in der Zukunft
spielt. Die eigentlichen Ereignisse des Romans finden aber etliche
Jahrhunderte nach sehr wichtigen Begebenheiten statt, die sich über
zwei bis drei Jahrhunderte ziehen und von denen der Leser aber wissen
müsste. Da ich viel Arbeit in die Hintergrundgeschichte gesteckt habe,
und weil ich möchte, dass der Leser bereits vor dem ersten Kapitel, d.
h. vor Beginn der eigentlichen Handlung, ein bestimmtes Gefühl einer
allgegenwärtigen Bedrohung spürt - als direkte Konsequenz zu der
erwähnten Vorgeschichte also.

Nun habe ich mich aber durch diverse Artikel und Literaturbücher
dieses Thema betreffend durchgewühlt, und es scheint, dass Prologe
mehr als fragwürdig sind. Ich hatte vor, eine Art Rückblende anhand
von chronologisch aufgeführten Ausschnitten aus einem fiktiven
"Geschichtsbuch" zu erstellen, anhand derer dem Leser auf einigen
wenigen Seiten die markanten Abschnitte der besagten Jahrhunderte
erzählt werden. Anhand dieser Retrospektive hätte ich zwei Fliegen mit
einer Klappe geschlagen: Der Leser wüsste über die Geschichte des
Universums Bescheid und wie es zu der momentanen Situation kommen
konnte; und das bereits erwähnte Gefühl aufkommenden Übels wäre von
Anfang an präsent und der Leser würde die Aktionen der Figuren aus
einem anderen Winkel betrachten, anders bewerten.

Ich habe mir überlegt, diese Informationen im Laufe des Romans
durchsickern zu lassen, jedoch ist die Geschichte zu komplex, um sie
in einem oder mehreren simplen Dialogen darzustellen. Außerdem könnte
der Leser den Zusammenhang zwischen den Einzelteilen nicht mehr
erkennen und möglicherweise den Überblick verlieren.

Gibt es eine andere Methode, dieses Problem zu umgehen, oder ist man
manchmal wirklich auf Prologe angewiesen? Ich wäre eher dagegen,
jedoch scheint es mir die naheliegendste Lösung zu sein, den Leser
über die ersten paar Seiten mit gezielten Informationen auf das
vorzubereiten, was ihn erwartet, anstatt dies tröpfchenhaft
nachzuholen.


Antwort:
So wie ich deine Anfrage lese, hast du zwei Schwierigkeiten:
1. Wie verpacke ich meine Weltenbau- und Geschichtsinformationen? Als
Prolog?
2. Wie vermittle ich von Anfang an eine bedrohliche Atmosphäre, die
sich aus der Geschichte ergibt?

Du hast dich schon informiert: Prologe sind tatsächlich ein
zweischneidiges Schwert, denn der Autor fängt aus Lesersicht zweimal
mit der Story an, nämlich im Prolog und im folgenden ersten Kapitel.
Das bedeutet für den Autor, dass man zweimal den "Haken auswerfen"
muss, zweimal einen packenden, spannenden und lebendigen Anfang
schreiben muss - und den Leser nicht gleich in die Geschichte werfen
kann.

Frag dich selbst: Was möchtest du lesen, wenn du ein Fantasy-Buch
aufschlägst? Chroniken, lange Listen der Figuren oder ihrer
Abstammung, Weltenbeschreibungen, historische Abhandlungen oder lieber
eine spannende Stelle, an der die Hauptfigur schon in Bedrängnis gerät
und ein Abenteuer besteht?

Ganz ehrlich: Ich ertrage Prologe nur, wenn sie mir eine Geschichte
erzählen. Aber auch dann vergesse ich während des Lesens, was im
Prolog passiert ist. Und das umso schneller, je interessanter,
lebendiger und spannender die eigentliche Geschichte ab Kapitel 1 ist.
Prologe, die mir mit Informationen kommen, überblättere ich, da ich ja
noch nicht mal abschätzen kann, ob mir die Figuren nahekommen, ob mir
die Story zusagt ... - typisches Leserverhalten. Also: Mach es deinen
Lesern leicht, in die eigentliche Story hineinzukommen, und verpacke
die Informationen anders.

Zu 1:
Möglich sind Prologe, wenn sie ein figuren- und weltbewegendes
Ereignis zeigen (!) (nicht einfach referieren), das in der Story ganz
wichtig und aktuell wird. Dennoch ist es fraglich (aus o. g. Gründen),
diese Szenen voranzustellen. Was sollen sie nützen?

Auf keinen Fall solltest du reine Informationen im Prolog vermitteln
wollen. Deine Rückblende chronologischer Ausschnitte aus einem
fiktiven Geschichtsbuch wäre so ein Infodump. Egal wie gut du das
aufbereitest, es bleibt Information, keine Szene, keine Handlung.
Stell dir vor, du müsstest diese Informationen auf eine Theaterbühne
bringen. Könnte man sie in Handlung umsetzen? (Ich wette: schwerlich.)
Oder wäre es eher ein monologisierender Vortrag? (Wie gesagt: reine
Info.)

George R. R. Martin benutzt wohlweislich szenische Prologe in seinem
Zyklus "Feuer und Eis": Im ersten Buch begleitet der Leser Will (eine
der Hauptfiguren) auf einer Patrouille der Nachtwache, während er, ein
junger Lord und ein altgedienter Wächter Todesfälle untersuchen, die
so nicht hätten vorkommen dürfen. Und: Diese Welt und die historischen
und soziologischen Verflechtungen sind komplex, kompliziert und nicht
leicht zu verstehen. Trotzdem steht das eigentliche Geschehen im
Vordergrund. Es gibt keinen Infodump.

J. R. R. Tolkien fängt in seinem Epos "Herr der Ringe" mit viel
Infomationen über Auenland, Hobbits und die Welt an - ganz ehrlich:
Die ersten 80 Seiten sind recht langweilig, bis die Geschichte endlich
losgeht, indem Gandalf bei den Hobbits auftaucht. Aber verlass dich
nicht auf das, was ich meine, sondern vergleiche es selbst.

Trau deinen Lesern bitte mehr zu! Sie können diese
Geschichtsinformationen während der eigentlichen Geschichte aufnehmen.
Und zwar jenseits eines Dialogs mit "Wusstest du schon, dass ..." Dazu
hast du mehrere Möglichkeiten:

- Du stellst jene (wenigen) Informationen, die die Figuren und Leser
benötigen, jeweils in einen winzigen Geschichtsbuch-Ausschnitt
(maximal ein Absatz) an den Anfang eines Kapitels. Dennoch rechne
damit, dass dies nicht alle Leser lesen oder parat haben werden. Das
bedeutet, dass du im Prinzip alle Informationen nochmals in die Story
verpacken musst, wenn du willst, dass der Leser sie zu diesem Punkt
hat. Und wenn du das schon machst, wozu benötigst du dann den
vorangestellten Ausschnitt?

- Du verknüpfst die Informationen mit den Figuren. Das heißt, die
Figuren haben geschichtliche Hintergründe, etwa einen (Ur-)Großvater,
der in der Schlacht von X mitgekämpft und genug vom Krieg gesehen hat,
um den kampflustigen Enkel zu schelten, oder eine Magierin, die
Kontakt zu einer verstorbenen Großmeisterin pflegt, um von ihr den
Kampf gegen Dämonen für die erneut drohende Schlacht zu lernen, obwohl
Nekromantie verboten ist, oder ein Bettlerjunge, der herausfindet,
dass seine Familie reich wäre, wenn nicht während der letzten hundert
Jahre eine feindliche Familie sie systematisch ruiniert hätte. Solche
Konstellationen bringen Konfliktstoff und beleben gleichzeitig das
Hintergrundwissen. Der Leser muss es jedoch zusammen mit der Figur
herausfinden, und es muss die Figur etwas kosten, das alles
herauszufinden, es muss etwas auf dem Spiel stehen.

- Du verknüpfst die Informationen dort mit der Handlung, wo sie
relevant für die Handlung werden. Beispiel: Der Bettlerjunge zieht
aus, fernab der Feind-Familie ein Vermögen zu machen und seine Familie
zu retten, gerät an einen Händler, der unter der Hand mit roten
Edelsteinen handelt, doch das sind Blutsteine, die im Krieg gegen XYZ
eingesetzt und magisch negativ besetzt sind. Der Bettlerjunge wird mit
diesen Blutsteinen von Magiern gefangen genommen, der Händler hat sich
längst aus dem Staub gemacht, man verhandelt gegen den Bettlerjungen
wegen Hochverrats - hier sind die Infos wichtig, warum die Blutsteine
verfemt sind und was sich daraus für Probleme für die Hauptfigur
ergeben. Und man kann sie wunderbar in der Auseinandersetzung mit den
Magiern, vor Gericht etc. anbringen.

Figuren können auch etwas Ungewöhnliches, zunächst Unlogisches tun,
das sich nur durch den geschichtlichen Hintergrund erklären lässt.
Dadurch verbindest du Motivationen der Figuren mit den Informationen.
Natürlich dürfen sich die Figuren nicht einfach erklären: "Weil
Urgroßvater damals bei den Goldenen Fürsten gekämpft hat, ihr wisst
schon, als die Dämonenschlacht bei XYZ tobte, muss ich jetzt ...",
sondern es muss Stück für Stück erarbeitet werden. Etwa, indem eine
andere Figur die Informationen herauskitzelt oder indem die Figur
etwas davon preisgeben muss, um eine weitere Katastrophe zu
verhindern.

- Du gibst den Hauptfiguren ein Motiv, um selbst nach den
Informationen zu suchen, die du vermitteln willst. Wenn es für sie
bedeutsam ist (und für die Story), was auch immer herauszufinden und
zu nutzen, dann ist es auch für den Leser interessant. Dabei dürfen
die Figuren nicht einfach aus Interesse historische Bücher lesen oder
in einem Archiv herumstöbern, sondern es muss etwas auf dem Spiel
stehen, wenn sie die Informationen finden bzw. nicht finden.

- Die Figuren gehen ganz selbstverständlich mit den Informationen um.
Sie sind ja nur für den Leser neu, nicht für die handelnden Figuren.
Das bedeutet, dass sie sich nicht erklären, keine Rücksicht darauf
nehmen, was der Leser weiß oder nicht weiß, und dass sie manchmal
Unverständliches tun.

Trick: Es gibt eine Figur, die in diesem Zusammenhang (Land, Stadt,
Magierkonvent) neu ist und eingeführt werden muss. Der Leser lernt
zusammen mit dem Neuling, worum es geht. Am besten dadurch, dass der
Neuling sich in Schwierigkeiten bringt, weil er die Gegebenheiten
nicht kennt und ihn jemand heraushauen muss. Heißt: Setz die
informative Einführung in Handlung um, nicht in statischen Dialog oder
Monolog.

In den meisten (guten) Geschichten nutzen die Autoren eine Mischung
all dieser handwerklichen Techniken.

Zu 2:
Eine bedrohliche, unheimliche Atmosphäre entwickelt sich nicht (!) aus
Informationen, sondern aus Erleben von Situationen. Nur, weil du
weißt, dass die Steuerfahndung hinter dir her ist, fühlst du dich
nicht unmittelbar und konkret bedroht. Aber wenn du im Büro stehst und
es "überfallen" dich vierzehn Mann und tragen die Akten und Computer
raus, nehmen dir sogar das Smartphone ab ... - das ist konkret,
bedrohlich und beängstigend. Das heißt: Bedrohung ergibt sich aus dem
szenischen Erleben, aus der Perspektive der Figur (vielleicht musst du
die Steuerfahndung ja nicht einmal fürchten, weil alles korrekt
versteuert wurde; dann lachst du dir eins, wenn sie dein Büro
plündern, oder überlegst dir, die Finanzbehörde anzuzeigen) und aus
der Interpretation der Umgebung.

Wissen denn deine Figuren sofort aus ihrem geschichtlichen
Hintergrund, woraus sich "das Übel" ergibt? Haben sie denn den
Überblick, den du dem Leser verschaffen willst? Oder möchtest du - mal
ehrlich - nicht nur dem Leser zeigen, wie gründlich, gut und
detailreich du diese Geschichte vorbereitet hast? - Besser nicht!

Auch hier könntest du eine Figur nutzen, die erst die Informationen
(zusammen mit dem Leser) herausfinden muss. Und zwar gegen
Widerstände, Konflikte, unter Gefahr oder großen Mühen. Damit machst
du die Informationen für die Figur (und den Leser) wertvoll. Beide
werden sie so schnell nicht vergessen.

Stell dir vor, deine Figuren müssen die Bedrohung, das aufkommende
Übel erst erkennen lernen, dann versuchen sie es zu identifizieren,
einzuordnen und zu bekämpfen. So hast du alle Gelegenheiten, die du
benötigst, um Informationen von ihnen ausgraben zu lassen.

Falls sie jedoch schon alles wissen und parat haben, muss es ja einen
Grund geben, ein Motiv, warum sie es ständig parat haben. Gibt es
einen Mahner, der ständig daran erinnert? Gibt es eine Schuld
abzutragen? Gegnerische Gruppen, die alles leugnen? - Kurz: Sieh dir
an, wie Einzelpersonen, Gruppen, Völker, Staaten etc. mit Katastrophen
umgehen: der Holocaust, Seuchen, Tornado-Schäden, 9/11 oder andere
Terroranschläge ... Was bleibt davon im Gedächtnis? Wie wird es
wachgehalten? Fühlt man sich von historischen Ereignissen bedroht?
Oder nicht doch eher von den Neonazis, die vor deinem Supermarkt einen
Ausländer krankenhausreif prügeln, oder von Gestalten, die eine
Gepäcktasche unter der Sitzbank verstecken und dann weggehen?

Fazit: Mach die Bedrohung konkret, lege sie ins Erleben deiner Figuren
- damit bringst du den Leser viel eher dazu, die Bedrohung zu fühlen,
das kommende Übel zu erahnen. Wenn jedoch der Leser mehr wissen soll
als deine Figuren, dann gib ihm die Möglichkeit, eher den Überblick zu
gewinnen, die Informationen eher verknüpfen zu können (wie beim
Krimi).

                  **~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~**

Stefanie Bense lebt und arbeitet in Hannover, gibt Schreibkurse,
veröffentlicht sporadisch und schreibt an ihrem vierten Roman.


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