Kann ich die Idee eines existierenden Films für ein Theaterstück wiederverwenden?

Ich möchte auf der Basis eines existierenden Films ein volkstümliches Theaterstück schreiben. Kann ich einfach Charaktere, Handlung und Dialoge in eine Bühnenfassung umwandeln, d.h. die Idee des Films verwenden und daraus ein Volksstück für die Theaterbühne machen?

Den Film können Sie nur adaptieren und als Theaterstück aufführen, wenn Sie sich die dafür nötigen Rechte beim Inhaber einholen. Das wird normalerweise die Filmproduktion sein, die den Film hergestellt hat.

Frage 2:

Ich nehme aber doch an, dass ich die Idee des Films verwenden kann (selbst wenn diese - für Leute, die den Film gesehen haben - wiedererkennbar ist)?

Antwort:

Auch wenn es im hypothetischen Fall eher unwahrscheinlich ist, dass eine Theaterproduktion per einstweiliger Verfügung eingestellt wird – ausgeschlossen ist es nicht.

Wenn die Filmidee wie im Fall "Eine Gruppe arbeitsloser Männer gründet einen männlichen Stripclub und hat damit den Durchbruch" zu eindeutig ist, können Gerichte zu Gunsten des Klägers entscheiden. Filmtitel: "Ganz oder gar nicht" – ich erinnere mich dunkel an einen Gerichtsstreit, weiß das Ergebnis aber nicht mehr.

[Ergänzung unserer Leserin Birte Vogel: „Die 20th Century Fox einigte sich außergerichtlich mit den neuseeländischen Autoren des Originals (des Theaterstücks "Ladies Night"), Stephen Sinclair und Anthony McCarten. Das Ganze zog sich, wenn ich mich recht erinnere, über mehrere Jahre hin, denn obwohl Sinclair und McCarten die erfolgreichsten Bühnenautoren Neuseelands sind und das Plagiat nur allzu offensichtlich war, hatten sie natürlich in der 20th Century Fox einen nahezu übermächtigen Gegner. Über die Einigung sind keine Details bekannt, denn es wurde absolutes Stillschweigen vereinbart, wie immer in diesen Fällen. – Dem Drehbuchautor hat es scheinbar nicht geschadet. Er ist seither sehr gut im Geschäft und hat 2009 einen Oscar für das Drehbuch zu „Slumdog Millionaire” bekommen.”]

Die Filmidee "Eine Frau zwischen zwei Männern" allerdings wird nahezu täglich im Film verbraten, da könnte niemand klagen.

Was ist denn mit dem Gedanken, die Vorlage sogar offiziell zu nutzen? Wenn der Film erfolgreich war, könnte er (neudeutsches Stichwort: "Crossmarketing") dem Stück sogar helfen, wenn Sie die Rechte einholen.

beantwortet von: Oliver Pautsch (11-2)

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