Ausgabe 23-09 (20. September 2021)

   Editorial
   Hall of Fame
   Neues aus der Buchszene
   Autorenwissen  
      „Infodump revisited - Teil 2“
      von Hans Peter Roentgen
   Frag die Expertin für Sachbuch
      (Gabi Neumayer)
   Impressum

EDITORIAL 

Liebe Autorinnen und Autoren,

Infodump, die Zweite: Hans Peter Roentgen setzt seinen Artikel mit der Frage fort, ob ein allwissender Erzähler automatisch zu Infodumps führt - und gibt eine anschauliche Antwort.

Ist ein Korrektorat vorm Anbieten eines Manuskripts notwendig? Darum geht es heute in der Frage an die Sachbuch-Expertin (also mich). Ramona Roth-Berghofer hat im Netz wieder allerlei Wissenswertes gefunden. Und was die wiedererwachende Seminarlandschaft an schönen Aussichten bietet, welche Wettbewerbe anstehen und wo man sich mal wieder mal auf einer Messe mit anderen Autor*innen und Verlagsmenschen treffen kann, können die Abonnent*innen des zweiten Teils des Tempest dort nachlesen.

Der Tipp des Monats, diesmal von Robert Black:

Like with many jobs, the key to writing is to turn up.

Kommt gut in den Herbst! 

   Gabi Neumayer
   Chefredakteurin


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Und wer nicht überweisen möchte, kann uns den Beitrag auch weiterhin per Post schicken (Adresse am Ende des Tempest). 


ISSN 1439-4669 Copyright 2021 autorenforum.de. Copyright- und Kontaktinformationen am Ende dieser Ausgabe


INHALT DIESER AUSGABE

TEIL 1

   Editorial
   Hall of Fame
   Neues aus der Buchszene
   Autorenwissen  
      „Infodump revisited - Teil 2“
      von Hans Peter Roentgen
   Frag die Expertin für Sachbuch
      (Gabi Neumayer)
   Impressum


TEIL 2 (in separater E-Mail, falls ebenfalls abonniert)

   Veranstaltungen
   Ausschreibungen
   Publikationsmöglichkeiten
     mit Honorar
     ohne Honorar
   Seminare
   Messekalender


HALL OF FAME (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!


Die „Hall of Fame“ zeigt die Erfolge von AbonnentInnen des Tempest. Wir freuen uns, wenn ihr euch davon motivieren und ermutigen lasst - dann werden wir euer neues Buch hier bestimmt auch bald vorstellen können.

Melden könnt ihr aktuelle Buchveröffentlichungen (nur Erstauflagen!) nach diesem Schema:

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AutorIn: „Titel“, Verlag Erscheinungsjahr (das muss immer das laufende oder das vergangene Jahr sein!), Genre (maximal 2 Wörter). Zusätzlich könnt ihr in maximal 60 Zeichen (nicht Wörtern!) inklusive Leerzeichen weitere Infos zu eurem Buch unterbringen, zum Beispiel eine Homepage-Adresse.

.......

Ein Beispiel (!):

Johanna Ernst: „Der Fall der falschen Meldung“, Hüstel Verlag 2015, Mystery-Thriller. Dann noch 60 Zeichen - und keins mehr! Inklusive Homepage!

.......

Ausgeschlossen sind Veröffentlichungen in Anthologien, Bücher im Eigenverlag und BoDs (sofern sie im Eigenverlag erschienen sind) sowie Veröffentlichungen in Druckkostenzuschussverlagen. 

ACHTUNG!

Schreibt in eure Mail mit der Meldung immer auch hinein, dass ihr bestätigt, dass die Veröffentlichung weder im Eigenverlag noch in einem Verlag erschienen ist, bei dem der Autor irgendetwas bezahlt hat! Als Bezahlung gilt auch, wenn er Bücher kostenpflichtig abnehmen muss, Lektorat bezahlt o. Ä.

Schickt eure Texte unter dem Betreff „Hall of Fame“ an die Redaktion

Wir berücksichtigen ausschließlich Meldungen, die nach dem obigen Schema gemacht werden und die Bestätigung zum Verlag enthalten. Änderungsaufforderungen zu Meldungen, bei denen das nicht der Fall ist, werden ab sofort nicht mehr verschickt! 


Carl-Heinz Dirks: „Wi proten un wi snackt in Ostfriesland“, Ellert & Richter Verlag 2021, ostfriesische Sprache. Erklärt humorvoll, aber korrekt Ostfrieslands Sprache(n)

Sylvia Schmieder: „Saling aus dem Wald“, edition federleicht 2021, All-Age-Roman. Ein Waldwesen fasziniert die Menschen. www.sylvia-schmieder.de

Carolina Conrad: „Stürmische Algarve“, rororo 2021, Portugal-Krimi. Der vierte Fall für Anabela Silva. www.bettina-haskamp.de


NEUES AUS DER BUCHSZENE (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!)


Wir leben in turbulenten Zeiten, die Buchbranche ist in Bewegung wie nie zuvor. Ob es nun um neue Vertragsbedingungen mit Amazon geht, die zunehmende Digitalisierung des Marktes oder all die neuen Chancen und Möglichkeiten, die sich Verlagsautoren und professionellen Selfpublishern bieten: Eine Nachricht jagt die nächste. Damit ihr den Überblick behaltet und nichts Wichtiges verpasst, fassen wir hier alle interessanten Links zusammen, die uns jeden Monat ins Auge fallen - natürlich ohne Anspruch auf Vollständigkeit.


Interviews


„Wir suchen Überzeugungstäter.“ Interview mit Till Weitendorf von Storydocks.

Interview mit der Verlegerin Sandra Uschtrin über die Entstehungsgeschichte des „Handbuchs für Autorinnen und Autoren“, die Fachzeitschriften „Federwelt“ und „Der Selfpublisher“ sowie das Autorenwelt-Portal.

Interview mit Tobias Kiwitt, Anwalt und Vorstandssprecher des Bundesverbandes junger Autoren und Autorinnen.

BOD-Bestseller: Raphael Lepenies veröffentlicht pragmatische Poesie.


Buchhandel / Börsenverein


Neues Remissionsmodell bei Oetinger. Mehr Nachhaltigkeit durch neue Prozesse.

Libri und Umbreit wollen die Transportgebühren erhöhen.

Personalnot im Buchhandel. Buchhändler*innen dringend gesucht!


Verlage / Konzerne


Viel zu viele Bücher! Gastspiel von Peter Haag zur Buchproduktion.

Penguin Random House darf frechverlag kaufen.

Langjähriger S. Fischer-Programmleiter Oliver Vogel wird vierter Gesellschafter der Graf & Graf Literatur- und Medienagentur. 


Kultur / Politik / Literaturszene


Im Rahmen des Programms „Neustart Kultur“ legt die VG Wort für professionelle Autor*innen ein Stipendienprogramm von insgesamt 15 Millionen Euro auf.

Niemand hat Präzision und Einbildungskraft so virtuos verbunden wie Stanisław Lem.

Als Honoré de Balzac nach Java verschwand.

„Durchaus möglich, dass Dante aus niederen Beweggründen das Inferno begann. Rache!“

Die Menschheit ist ihrer Zukunft nicht gewachsen.

Ist die unterrepräsentierte Frau im Literaturbetrieb bloß eine „Meistererzählung“?

„Billy Summers“ von Stephen King: Was ertragen Fans und Kritiker?

Das Literarische Quartett im August 2021: Das ewige Spiel der Immergleichen.

Umgeblättert heute: „Jedes Buch ist ein Risiko.“


Preise / Auszeichnungen 


Der aspekte-Literaturpreis wird für das beste literarische Debüt des Jahres verliehen – nun steht die Shortlist für 2021 fest.

Nominierungsstart für „Lieblingsbuch der Unabhängigen“ 2021.

Regina Kammerer erhält isländischen Falkenorden.

Thomas-Mann-Preis geht an Norbert Gstrein.

Gerlinger Lyrikpreis für 2022 erneut ausgeschrieben.


International


Welches Buch wurde am häufigsten übersetzt? Weltweit nach Ländern sortiert, finden sich hier die manche überraschende Antwort.

B&N, BAM Remain Open.

Beijing Book Fair's New Plans for September.

Humble Bundle Teams with Stephen King to Support the ACLU.


 AUTORENWISSEN (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!)


„Infodump revisited - Teil 2“

von Hans Peter Roentgen

Beispiel: Palast der Winde

Ashton Hilary Akbar Pelham-Martyn wurde in einem Zeltlager unweit eines Passes im Himalaja geboren und kurz darauf in einem zusammenlegbaren Wassersack aus Segeltuch getauft. Sein erster Schrei wetteiferte kühn mit dem Gebrüll eines Leoparden, der sich etwas weiter unten am Hang befinden mußte, und sein erster Atemzug füllte die Lungen mit der eisigen Luft, die von den hohen Gipfeln blies und den Dunst der Ölfunzel, den Geruch nach Blut und Schweiß und den durchdringenden Gestank der Tragtiere mit dem frischen Duft von Schnee und aromatischen Kiefernnadeln mischte. Als der eisige Windstoß den nachlässig verschnürten Zelteingang aufriss und die Flamme der verrußten Ölfunzel heftig zu flackern begann, hörte Isobel das lebenslustige Krähen ihres Sohnes und sagte matt: „Wie ein Siebenmonatskind schreit er eigentlich nicht, oder? Ich muss mich wohl ... muss mich wohl verrechnet haben ...“
So war es denn auch, und dieser Rechenfehler kam Isobel teuer zu stehen. (Schließlich muss bei weitem nicht jeder gleich mit dem Leben für eine solche Nachlässigkeit bezahlen.) Zu ihrer Zeit – es war die von Königin Viktoria und Prinzgemahl Albert – galt Isobel Ashton als eine empörend unbürgerliche junge Frau, und als sie – Waise, ledig und in der offen bekundeten Absicht, ihrem unverheirateten Bruder den Haushalt zu führen – im Jahr der Weltausstellung an der nordwestlichen Grenze Indiens in der Garnison Peshawar eintraf, wurden nicht nur viele Augenbrauen missbilligend hochgezogen, es fielen auch abschätzige Bemerkungen. Der Bruder William war übrigens erst kürzlich zur Heeresabteilung der Kundschafter versetzt worden. Als Isobel dann ein Jahr später Hilary Pelham-Martyn heiratete, einen auf seinem Gebiet berühmten Sprachwissenschaftler, Ethnologen und Botaniker, und mit ihm eine offenbar unbegrenzt lange, gemächliche Forschungsreise ins Vorgebirge von Hindustan antrat, ohne festen Reiseplan und ganz ohne weibliche Bedienung, da wurden die Brauen neuerlich hochgezogen, diesmal eher noch indignierter.
Kaye, Mary M.: Palast der Winde, Fischer Klassik Plus (German Edition), Fischer E-Books. Kindle-Version

 

Der allwissende Erzähler ist kein Infodump

Hier gibt es einen allwissenden Erzähler, der alles über Handlung und Personen weiß. Und uns in einem ganz anderen Stil eine Menge Informationen vermittelt.

- Wir befinden uns an der nordwestlichen Grenze Indiens.
- Die Handlung spielt im viktorianischen Zeitalter.
- Der Bruder dient im Militär bei den Kundschaftern.
- Isobel ist unverheiratet.
- Es gibt kein elektrisches Licht, sondern eine Ölfunzel.

Und auch hier kann jeder noch eine ganze Menge weiterer Infos aus dem Text herauslesen. Der Stil ist langsam, ausführlich, langweilt trotzdem nicht. Auch hier wegen der lebendigen Details (show, don't tell), weil aktiv erzählt wird, die Infos nicht mit dem erhobenem Zeigefinger dargeboten werden, sondern in die Handlung eingebunden sind und nur Infos auftauchen, die zu der Handlung passen.

Auch hier ist das wichtig: Sobald Infos im Text stehen, die mit der Geschichte nicht zusammenhängen, erhalten wir einen Infodump. Und in der Regel wird dann auch der Stil plappernd.

Infodump Palast der Winde

Würde die Erzählung als Infodump erzählt, sähe sie ganz anders aus. Vielleicht so:

Als England von Königin Viktoria regiert wurde, zu deren Reich auch Indien und das heutige Pakistan gehörten, wurde Ashton Hilary Akbar Pelham-Martyn in der Grenzregion zwischen Indien und Afghanistan geboren. Kurz darauf wurde er mit Wasser getauft. Am 1. Mai 1876 nahm Königin Victoria gemäß dem Royal Titles Act den Titel „Kaiserin von Indien“ an – die Proklamation erfolgte am 1. Januar 1877 in Delhi.
Ein wildes Tier schrie, als Ashton Hilary Akbar Pelham-Martyn seinen ersten Schrei ausstieß, der sehr kräftig klang, obwohl die Mutter gedacht hatte, er wäre ein Siebenmonatskind gewesen. Der Himalaya hat kalte Winde, die ins Lager geblasen wurden, in dem ein furchtbarer Gestank der Lasttiere herrschte. Isobel Ashton wurde von der englischen Gesellschaft als sehr unbürgerlich angesehen. Sie war der Meinung, dass sie sich mit der Schwangerschaft verrechnet haben musste, weil sie glaubte, dass kein Siebenmonatskind so kräftig schreien konnte.

Was unterscheidet die Infodump-Erzählung von dem Original?

- Sie ist unanschaulich (nicht Gebrüll eines Leoparden, sondern eines wilden Tieres).
- Sie enthält viele passive Behauptungen des Autors (das Himalaya hat kalte Winde, statt das die kalten Winde in das Zelt fahren).
- Sie hält eine große Distanz zu den Figuren, während das Original immer wieder dicht an die Personen herangeht (Ich muss mich verrechnet haben).
- Sie enthält unnütze Informationen. Dass Viktoria Königin von England ist, sagt uns, in welcher Zeit die Geschichte spielt. Dass sie auch Kaiserin von Indien ist, ist eine völlig unnötige Info für diese Geschichte.

Die Erzählstimme des Originals ist eine eigene Stimme, genau wie im ersten Beispiel. Die Infodumps haben keine eigene Erzählstimme, wir hören den plappernden Autor, der uns langweilt, weil er nur aufzählt, aber der Erzählung keine Spannung durch eine eigene Erzählstimme gibt.

Zum Schluss

Stephen King sagt zum Thema: „Wenn ein Leser ein Buch zur Seite legt, weil es ‘langweilig wurde’, liegt die Ursache oft darin, dass der Autor sich an seinen Beschreibungskünsten begeisterte und darüber sein oberstes Ziel aus den eigenen Augen verlor, den Ball im Spiel zu halten.”

In der Gruppe Self Publishing auf FB gibt es eine interessante Diskussion zum Thema, mit vielen Pros und Contras:
https://www.facebook.com/groups/selbstverlag/posts/4214111228645832

Und hier noch ein Blogbeitrag zum Thema:
https://hproentgen.wordpress.com/?s=Infodump

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Hans Peter Roentgen ist Autor der Bücher „Vier Seiten für ein Halleluja“ über Romananfänge, „Drei Seiten für ein Exposé“, „Schreiben ist nichts für Feiglinge“, „Klappentext, Pitch und weiteres Getier“ und „Was dem Lektorat auffällt“. Außerdem hält er Schreibkurse und lektoriert.  


UNSERE EXPERTINNEN UND EXPERTEN


Bitte schickt den Expert*innen nur Fragen zu ihrem Expertenthema - keine Manuskripte zur Beurteilung. Bitte verseht jede Anfrage mit einem aussagekräftigen Betreff. Sonst kann es sein, dass die Mail vorsichtshalber gelöscht wird.

Fragen (anonymisiert) und Antworten werden in der Regel hier im Tempest veröffentlicht, damit auch andere Autor*innen davon lernen können. Wer das aber nicht möchte, schreibt das bitte ausdrücklich dazu.
 

Drehbuch  Oliver Pautsch Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
Fantasy Stefanie Bense Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
Heftroman  Arndt Ellmer Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
Historischer Roman  Titus Müller Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
Kinder- und Jugendbuch Sylvia Englert Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
Kriminalistik Kajo Lang Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
Lyrik Martina Weber Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
Marketing Maike Frie Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
Recherche  Barbara Ellermeier Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
Sachbuch Gabi Neumayer Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
Schreibaus- und -fortbildung  Uli Rothfuss Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
Schreibhandwerk Ute Hacker Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
Science-Fiction Andreas Eschbach Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!


FRAG DIE EXPERTIN FÜR SACHBÜCHER (Gabi Neumayer, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!)


Frage

Ich habe mein Manuskript und das Expose fertig. Nun habe ich mir zuerst eine fachliche Beratung von einem freiberuflichen Lektor eingeholt, um zu sehen, wo ich damit stehe. Nachdem der Lektor mein Manuskript gelesen hatte, gab er mir noch einige hilfreiche Tipps und hat mich ermutigt, das Manuskript bei einer passenden Literaturagentur einzureichen. [...]

Sein Rat war zudem, ich sollte für das ganze Manuskript zuerst ein Korrektorat mit Feinschliff machen lassen. [...] Ohne solch ein Korrektorat vorher hätte ich keine Chancen, und ich bräuchte mich dann erst gar nicht zu bewerben.

Nun sitze ich da mit meinem fertigen Manuskript und bin über den Ratschlag des Lektors sehr verunsichert. [...] Ist es so, dass ich solch ein Korrektorat vorher unbedingt machen lassen sollte?

 

Antwort

Ein Korrektorat ist vor dem Einreichen eines Manuskripts meiner Ansicht nach nicht nötig. Du solltest allerdings schon sicherstellen, dass Rechtschreibung und Zeichensetzung stimmen. Das lässt sich auch erst einmal mit einer Korrektur-Software bewerkstelligen - als Autor*in sollte man sich in diesem Bereich auf Dauer aber professionalisieren, das gehört dazu.

Einige wenige Fehler werden keine Agentur davon abhalten, ein Manuskript anzunehmen - sofern sie inhaltlich und erzählerisch Potential darin sehen. Mein Rat wäre also: Formal so fehlerfrei wie möglich einreichen, sich aber vor allem auf die erzählerische Qualität konzentrieren und dafür möglichst mehrere Testleser*innen um Feedback bitten.

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Gabi Neumayer hat früher viele Sachbücher zum beruflichen Schreiben geschrieben. Heute schreibt sie vor allem Kinderbücher, darunter auch zahlreiche Sachbücher. Ihr letztes ist: "Frag doch mal die Maus: Umwelt & Energie" (cbj), weitere Mausbücher erscheinen bald. Weitere Infos: http://www.gabineumayer.de.


Veranstaltungen, Ausschreibungen, Publikationsmöglichkeiten, Messen und Seminare findet ihr im zweiten Teil des Tempest, den ihr separat abonnieren müsst.


Einsendeformalien 
Einsendungen sind zu allen Rubriken von autorenforum.de - nach Rücksprache - erwünscht. Das Urheberrecht verbleibt bei der Autorin bzw. beim Autor. 
Einsendungen bitte im RTF-Format und per E-Mail, und zwar an: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!. Fragen zu Einsendungen sollten ebenfalls an diese Adresse gerichtet werden.


 IMPRESSUM


Herausgeber
Gabi Neumayer (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!)
Ramona Roth-Berghofer (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!)
Stefan Schulz (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!)
Thomas Roth-Berghofer (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!)
Jürgen Schloßmacher (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!)


„The Tempest“ ist ein kostenloser Newsletter für Autor*innen. Abonnent*innen sind herzlich aufgefordert, den Newsletter weiterzugeben oder nachzudrucken, solange alle Urheberrechte beachtet werden (Näheres s. http://www.autorenforum.de/ueber-uns) und der VOLLSTÄNDIGE Newsletter weitergegeben wird. Ansonsten bitten wir darum, mit der Redaktion Kontakt aufzunehmen. 

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