Ausgabe 5-04 (21. April 2003)

Schreib-Kick
Autorenwissen
    "Verlagsgründung oder:
    Ich stürze mich ins Abenteuer! - Teil 1"
    von Ursula Schmid-Spreer
Buchbesprechung
    "Ratgeber Freie - Kunst und Medien"
    besprochen von Martina Weber
    "Literatur in 5 Minuten"
    "Erfolgreich Kinderbücher schreiben"
    beide besprochen von Gabi Neumayer
Interview mit der Autorin Michelle Raven
Veranstaltungsbericht
    "Bericht von der Leipziger Buchmesse 2003
    von Ursula Schmid-Spreer
    mit freundlicher Unterstützung
    von Wilhelm Riedel und Antje Schnabl
Frag den Experten für Drehbuch
    (Oliver Pautsch)
Frag den Experten für Verlagswesen
    (Bjørn Jagnow)
Frag die Expertin für Literaturagenturen
    (Petra Hermanns)
EDITORIAL: 
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Liebe Autorinnen und Autoren,

Frühlingszeit - Grippezeit. Ich hoffe, ihr schnieft nicht so rum wie 
ich, sondern genießt die Sonne ohne Tempofilter!

Und den neuen Tempest natürlich auch. Er ist wieder recht umfangreich 
geworden (aber wartet nur auf die Maiausgabe - die wird noch dicker!). 
Diesmal gibt es den ersten Teil eines Beitrags von Ursula Schmid-
Spreer für alle, die einen Verlag gründen möchten. Die unermüdliche 
Ursula hat außerdem einen Bericht von der Leipziger Buchmesse mitge-
bracht (der sicher manchen Widerspruch provozieren wird - schreibt uns 
doch eure Meinung und Erfahrungen zu diesem Thema!). Passend zu den 
überall sprießenden Frühlingsgefühlen hat Manuela Tengler die Liebes-
romanautorin Michelle Raven interviewt. Gleich drei Rezensionen emp-
fehlen neuen Lesestoff, und unsere ExpertInnen haben sich wieder mit 
euren Fragen beschäftigt.

Im Ausschreibungsteil haben wir eine Menge Wettbewerbe ergänzt; dies-
mal sind besonders viele für junge AutorInnen dabei. Und wer unsere 
Experten einmal näher kennen lernen möchte: Im Seminarteil könnt ihr 
nachlesen, wer von ihnen in der nächsten Zeit Seminare und Coachings 
anbietet.

Der Tipp des Monats April, diesmal von Ingrid Heyd:

      Geht in die nächste Buchhandlung oder noch besser in
      die nächste öffentliche Bücherei (etwas Eigenwerbung - 
      bin Bibliothekarin ;-)),  und fragt mal 
      die Bibliothekarin nach ihrem ganz speziellen Buchtipp. 
      Welches Buch hat eine so richtig erfrischende, 
      leuchtende, fesselnde Sprache? Sie kann euch sicherlich
      etwas empfehlen.

Bleibt gesund, unterstützt euren Tempest weiter - und schickt mir doch 
wieder einmal Erfahrungsberichte, Artikel, Schreibtipps und -kicks 
(Berichte und Artikel bitte vor dem Schreiben mit mir absprechen: 
mailto:redaktion at autorenforum punkt de).

  Gabi Neumayer
  Chefredakteurin

~~~~~~~~~
Damit wir den Tempest auch in Zukunft weiterführen können, brauchen 
wir eure Hilfe: Wer uns unterstützen möchte, überweise bitte einen 
freiwilligen Jahresbeitrag (15 Euro haben wir als Richtwert gesetzt, 
aber ihr helft uns auch schon mit 5 oder 10 Euro weiter) auf unser 
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Für AuslandsabonnentInnen: Ihr könnt uns den Beitrag in bar schicken 
(Adresse am Ende des Tempest) oder ihn von jemandem in Deutschland von 
einem deutschen Konto aus überweisen lassen, um die horrenden Gebühren 
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ISSN 1439-4669   Copyright 2003 autorenforum.de. Copyright- und
                 Kontaktinformationen am Ende dieser Ausgabe
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   INHALT DIESER AUSGABE:


TEIL 1:

      Editorial
      Inserate
      Schreib-Kick
      Autorenwissen
         "Verlagsgründung oder: 
         Ich stürze mich ins Abenteuer! - Teil 1"
         von Ursula Schmid-Spreer
      Buchbesprechung
         "Ratgeber Freie - Kunst und Medien"
         besprochen von Martina Weber
         "Literatur in 5 Minuten"
         "Erfolgreich Kinderbücher schreiben"
         beide besprochen von Gabi Neumayer
      Interview mit der Autorin Michelle Raven
      Veranstaltungsbericht
         "Bericht von der Leipziger Buchmesse 2003"
          von Ursula Schmid-Spreer 
          mit freundlicher Unterstützung 
          von Wilhelm Riedel und Antje Schnabl
      Frag den Experten für Drehbuch
         (Oliver Pautsch)
      Frag den Experten für Verlagswesen
         (Bjørn Jagnow)
      Frag die Expertin für Literaturagenturen
         (Petra Hermanns)
      Impressum


TEIL 2 (nur für Abonnenten):

      Ausschreibungen
      Publikationsmöglichkeiten
           mit Honorar
           ohne Honorar
      Seminare
      Impressum


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pest am 12. jedes Monats. Später eingegangene Anzeigen können wir dann 
erst für die nächste Ausgabe berücksichtigen.


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INSERATE:
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SCHREIB-KICK:
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Unser Schreib-Kick für den April, diesmal aus "Die Lust zu schreiben" 
von Brenda Ueland:

Das einzigartige und besondere Detail sei die Grundlage des Sublimen, 
sagte Bölake, und über schöne Formen sagte er, Minutiosität mache ihre 
ganze Schönheit aus.

Nun, ich habe Mrs. B. geraten, mikroskopisch und ehrlich zu schreiben. 
Ich habe sie gebeten, jemanden zu beschreiben, den sie kennt, und dann 
beim Schreiben alle seine Ecken und Kanten herauszuarbeiten. [...] 
Schauen Sie sich den Menschen an, und sagen Sie einfach, was Sie se-
hen, selbst wenn es sich wie ein Text aus einem Katalog anhört.


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AUTORENWISSEN:
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                        "Verlagsgründung oder: 
               Ich stürze mich ins Abenteuer! - Teil 1"
                       von Ursula Schmid-Spreer


Wer ernsthaft die Gründung eines Verlages anstrebt, sollte sich unbe-
dingt professionelle Hilfe holen. Ich habe nach bestem Wissen recher-
chiert, lehne jedoch jede Haftung ab, da ich weder ein Anwalt noch ein 
ausgebildeter Verleger bin.

Mit der Verlagsgründung und der Namensfindung allein ist es ja nicht 
getan. Man muss ein Gewerbe anmelden, sich Gedanken über die Herstel-
lung (auf Abruf oder Auflage, und die Lagerung? Hat mein Schlafzimmer 
so viel Platz?) und den Vertrieb machen ? und nicht zu vergessen: die 
Werbung! Beginnen wir mal mit der Produktion.


          Die ISBN

Alles beginnt bei der ISBN. Die International Standard Book Number ist 
das Herzstück des Buches. Jede Nummer wird nur einmal vergeben und ist 
deshalb rund um die Welt stets eindeutig. Eine ISBN ist zum Veröffent-
lichen nicht zwingend notwendig. Es ist aber auf jeden Fall dazu zu 
raten, diese kleine Investition zu tätigen. 

Wie schlüsselt sich eine ISBN auf? Nehmen wir als Beispiel ISBN 3-
9521781-2-8. Mit der Zahl 3 beginnen alle ISBNs aus Deutschland, Ös-
terreich und der Schweiz. Nach dem ersten Bindestrich folgt die Ver-
lagsnummer. Daran erkennt man ganz kleine Verlage. Diese haben nämlich 
siebenstellige Verlagsnummern, die Giganten hingegen nur zwei- oder 
dreistellige. Da eine ISBN immer zehnstellig ist, haben die ganz Gro-
ßen dadurch mehr Nummern für die einzelnen Titel zur Verfügung. Nach 
dem nächsten Bindestrich kommt die Titelnummer. Verlage mit dreistel-
liger Verlagsnummer haben 100 000 Titelnummern zur Verfügung, kleinere 
10, also von 0 bis 9. Die letzte Zahl ist die Prüfziffer. Sie wird 
durch einen speziellen arithmetischen Prozess ermittelt. X steht hier 
übrigens in römischer Tradition für die Zahl 10.

Das folgende Handbuch bekommt man beim Bestellen der ISBNs: ISBN In-
ternationale Standard-Buchnummer Leitfaden, 1978 (!), Börsenverein des 
Deutschen Buchhandels e. V., Frankfurt am Main, 31 Seiten, ISBN 3-
87318-566-3, zu beziehen bei den ISBN-Vergabestellen.

Wichtig: Die Anzahl der bezogenen Nummern kann nicht frei gewählt wer-
den. Man erhält 10 - mit der Begründung, dass nur Verlage, die inner-
halb eines Jahres mehr als 10 Titel herausbringen, 100 Nummern erhal-
ten. 

In Deutschland werden ISBNs von der Standard-Buchnummern-Verwaltung 
der Buchhändler-Vereinigung GmbH in Frankfurt am Main vergeben. Die 
folgende Stelle sollte euch auf jeden Fall sagen können, an wen ihr 
euch wenden müsst: Internationale ISBN-Agentur, Staatsbibliothek Preu-
ßischer Kulturbesitz, Potsdamer Straße 33, 10785 Berlin (oder im Tele-
fonbuch nachsehen!).

Eine ISBN für selbst verlegte Bücher gibt es über den Börsenverein des 
deutschen Buchhandels. Sie kostet ca. 100 Euro. Bitte nachlesen unter 
http://www.german-isbn.org.


          Vorarbeiten

Der Text sollte im Textverarbeitungsprogramm fertig gestellt und erst 
danach ins DTP-Programm (Desktop-Publishing-Programm) importiert wer-
den. So herum ist es um einiges einfacher, denn viele DTP-Programme 
kennen Anforderungen wie Bedienkomfort und Übersichtlichkeit überhaupt 
nicht. Auch so fallen trotzdem noch all die kleinen Änderungen wie 
Seiten- und Zeilenjustierung an. 

Manche Verlage stellen übrigens den Block bereits im Textverarbei-
tungsprogramm völlig fertig, lesen ihn also auch Korrektur und geben 
ihn danach in die DTP-Vorlage. Das Ergebnis wird aber meist nicht so 
gut. 

Der Buchblock: Die erste Seite beginnt rechts. Das hat etwas mit den 
Einstellungen des DTP-Programms zu tun. Auf der zweiten Seite steht 
das Impressum (Copyright, Erscheinungsjahr, Verlagsname). Die Seiten-
zahlen stehen entweder in der Zeilenmitte oder rechts (siehe Duden und 
das "Chicago Manual of Style") .

Das Cover: Libri hat einen guten Ratgeber für das Berechnen des Buch-
blocks. Mit der richtigen Bildauflösung arbeiten! Die am meisten ver-
wendete Druckauflösung liegt bei 300 dpi (dots per inch). Auf dem 
Bildschirm sieht man aber nur 72 dpi. Bei der Druckerei nachfragen, 
wie es gewünscht wird.

Von genereller Wichtigkeit: Auf verschiedenen Druckmaschinen werden 
die Coverfarben unterschiedlich umgesetzt. Beim Digitaldruck kann man 
zur Sicherheit eine hoch auflösende TIFF-Datei des Titelbilds mitsen-
den. Die kann der Druckverantwortliche meist sehr gut anpassen, bis 
der Druck den beigelegten Farbbeispielen entspricht. 

Das Lektorat: Korrekturlesen besteht übrigens auch darin, Layout-
Fehler zu finden! Hier einige Bücher: 

- Dieter Berger: Komma, Punkt und alle anderen Satzzeichen. Die neuen 
Regeln der Zeichensetzung mit umfangreicher Beispielsammlung. Duden-
Tb. 1. Bibliographisches Institut
- Duden Band 9: Richtiges und gutes Deutsch. Bibliographisches Insti-
tut
- Walter Heuer: Richtiges Deutsch, Verlag NZZ

Denkt daran, dass nur ein gut lektoriertes Buch bei den Kritikern eine 
Chance hat. 

Die Abgabe der Dateien: Wie, in welchem Format und in welcher Auflö-
sung Dateien abgegeben werden, hängt ganz von der Druckerei ab. Nehmt 
Kontakt auf. Beim Digitaldruck werden meist PDFs und PostScript-
Dateien verlangt. 

Die Freigabe: Wenn alles gut läuft, gibt es einige Wochen nach der Ab-
gabe der Dateien ein sogenanntes "Gut-zum-Druck"- oder "Freigabeexemp-
lar". Dieses sollte auf Herz und Nieren geprüft und zum Druck freige-
ben werden. Danach legt die Druckerei los. 


          Die Preisgestaltung

Wenn ihr bei Libri publiziert, ist die Preisgestaltung größtenteils 
schon vorgegeben. Der Großbuchhandel, die Verlagsauslieferungen und 
der Buchhandel berechnen ihren Verdienst in Prozenten des Buchpreises. 
Der Großbuchhandel will rund 45 Prozent Rabatt auf den Verkaufspreis, 
davon geben sie 30 bis 35 Prozent an die Buchhandlungen weiter. Das 
bedeutet, dass die Produktionskosten und der Verdienstanspruch pro Ex-
emplar zusammengezählt und diese Zwischensumme zur Berechnung des End-
preises etwa verdoppelt werden sollte. 

Die Deutsche Bibliothek, Adickesallee 1, 60322 Frankfurt: Wer bei 
Libri veröffentlicht, kommt automatisch in deren Verzeichnis.

Das Hauptinstrument des deutschsprachigen Buchhandels ist das VLB, das 
Verzeichnis lieferbarer Bücher, und dieser Eintrag kostet nicht gerade 
wenig. Mit den ISBNs bekommt ihr normalerweise auch das VLB-Handbuch. 


          Der Vertrieb

Wenn ihr bei Libri, der ein Großbuchhändler ist, publiziert, müsst ihr 
euch nicht um den Vertrieb kümmern. Zwischen dem Verlag und dem End-
käufer stehen Großbuchhändler und Verlagsauslieferungen. Diese führen 
ein so genanntes Barsortiment. Dieser Begriff bezeichnet die bei die-
sen Unternehmen eingelagerten Bücher. 

Während das Sortiment der Großbuchhändler nicht auf die Erzeugnisse 
bestimmter Verlage begrenzt ist, arbeiten Verlagsauslieferungen nur 
mit den von ihnen kontaktierten Verlagen zusammen. Bei den beiden Aus-
lieferungsmodellen kommen unterschiedliche Buchhandelsrabatte zur An-
wendung. 


          Das Bewerben des Titels

Gutes Marketing beginnt lange vor dem Publizieren, indem ihr als Ver-
leger euer Licht nie unter den Scheffel stellt, über euer Hobby redet 
und Kontakte knüpft. Konkret müsst ihr die Kulturredaktionen von Onli-
ne- und Offline-Publikationen weich klopfen, Lesungen in Restaurants 
oder Kulturläden, in Schulen oder auf Weihnachts- bzw. Ostermärkten 
organisieren, bei Partys immer hübsch lächeln und stets ein Verkaufs-
exemplar eures neuesten Buches in der Tasche griffbereit haben. Und 
immer, immer nachfassen, wenn jemand sein Interesse bekundet. Ein 
kleiner Skandal kann auch nicht schaden. Oder euer Autor ist ein Tee-
nager, der ein Märchenbuch oder SF geschrieben hat. Denkt immer an 
Darwin: Nur die Stärksten überleben. 


          Alleine oder ein stiller Teilhaber?

Wenn ihr einen "Co." habt, stellt Regeln (am besten schriftlich) auf. 
Hier einige Punkte, die geklärt werden sollten: 

- die Aufgaben jedes einzelnen (Gründungs-)Mitglieds (genaue Definiti-
on)
- der Zeitaufwand, den jedes Mitglied für euer Vorhaben einsetzen kann
- ob, wie und in welcher Höhe ihr finanzielle Verpflichtungen eingehen 
wollt/könnt
- ob ihr zu gleichen Teilen beteiligt seid oder gemäß der geleisteten 
Arbeit
- was ihr tun wollt, wenn jemand plötzlich nicht mehr mitmachen kann 
(Entgelt für geleistete Arbeit)
- was ihr vorhabt, wenn euer Unternehmen plötzlich Gewinn abwirft 
(Reinvestition/Auszahlung)
- wie ihr eventuelle Nachzügler einbindet (Beteiligung/Anstellung)
- wie ihr bei einer Auflösung mit gemeinsam gemachten Anschaffungen 
verfahrt. 

Ebenso sollte jeder Teilnehmer seine Arbeitszeiten aufschreiben und 
eine Belegliste mit seinen Anschaffungen für das Unternehmen führen, 
um über beides in regelmäßigen Sitzungen Bericht zu erstatten. Nur so 
lassen sich bei Problemen und in Streitfällen fundierte Diskussionen 
führen und Lösungen finden. 


          Interview mit Herrn Rolf Wagner 
          vom Prolibris Verlag in Kassel

Ursula Schmid-Spreer: Wie lange besteht Ihr Verlag, Herr Wagner?

Rolf Wagner: Der Verlag wurde 1999 gegründet, die Produktion wurde im 
Jahre 2000 aufgenommen.


USS: Geben Sie eine bestimmte Art von Büchern heraus?

RW: Vorwiegend Krimis mit regionalem Ortsbezug und historische Ge-
schichten; das können durchaus auch die sechziger Jahre sein. Aller-
dings sind wir auch für andere Genres offen.


USS: Was hat Sie bewogen, einen Verlag zu gründen?

RW: Ich habe mein Handwerk von der Pike auf gelernt, bin ausgebildeter 
Verlagsbuchhändler und habe eine Lehre beim Herder-Verlag absolviert. 
Ich habe mich dann anders orientiert und auf die Fotografie speziali-
siert. Über diese Schiene kam ich an Bildbände, die ich von der an-
fänglichen Idee über die Autorenakquise bis zum Layout betreut habe. 
Ich wurde Projektleiter und habe im Jahre ca. vierzig Bücher betreut. 
Und da dachte ich mir, dass ich dies auch als Selbständiger tun könn-
te.


USS: Haben Sie es jemals bereut?

RW: Nein, auf keinen Fall! Es macht mir Spaß und Freude, ein Buch vom 
Anfang bis zum Ende zu betreuen und mein Verkaufsgeschick zu beweisen. 
Ich bereise die Buchhändler, d.  h., ich stehe hinter jedem Buch, das 
ich verlege.


USS: Wie kommen Sie an Ihre AutorInnen?

RW: Ganz verschieden. Einige kannte ich aus meinem beruflichen Vorle-
ben, ich sehe im Internet und in verschiedenen Foren nach, und mitt-
lerweile melden sich auch Autoren bei mir. Bei Lesungen habe ich al-
lerdings noch keinen Autor gefunden.


USS: Schreiben Sie selber?

RW: Jaaeeiin! Ich fotografiere und versehe die Bildbände mit kleinen 
Texten.


USS: Wie gestaltet sich Ihr Lektorat?

RW: Ich lektoriere, und meine Frau macht den Feinschliff. Sie liest 
sehr genau und hat ein sehr gutes Gespür für Stil und Ausdruck.

USS: Machen Sie Ausschreibungen?

RW: Keine schlechte Idee! Allerdings sollten die Geschichten einen re-
gionalen Bezug aufweisen.


USS: Wie sieht Ihr Arbeitsalltag aus?

RW: Leider wird er oft von Routine zugemüllt. Das fängt mit Rechnun-
genschreiben an, geht weiter mit Postkontrolle, wobei ich versuche, 
ein vernünftiges Manuskript darin zu finden, lesen, lesen, lesen, 
Buchproduktionen für den Herbst vorbereiten, Autorengespräche führen, 
Druckereiangebote einholen ? Gewohnheit eben.

Highlights gibt’s natürlich auch, wenn ich in der Weltgeschichte her-
umreise, um mit den Autoren zu sprechen, um neue Projekte zu realisie-
ren und um jeden einzelnen Buchhändler zu besuchen. Da ich die Bücher 
selber vermarkte, stehe ich hinter jedem Buch und versuche, möglichst 
gute Platzierungen zu bekommen. Deshalb stelle ich den Buchhändlern 
auch Plakate und sonstige Werbemittel zur Verfügung.


USS: Haben Sie gute Pressekontakte?

RW: Die muss ich mir natürlich erarbeiten! Ich finde es besser, wenn 
örtliche Journalisten eine Rezension über das Buch schreiben, das dann 
im Buchhandel, möglichst an der Kasse, platziert ist. Eine Anzeige 
wird sicher wahrgenommen, aber ein redaktioneller Beitrag wird gele-
sen. Das kostet mich ein Telefonat, bringt aber weitaus mehr.


USS: Wie gehen Sie bei Absagen vor?

RW: Da entscheide ich aus dem Bauch heraus. Manchmal gibt es eine aus-
führliche Begründung, wenn ich das Gefühl habe, dass der Autor eine 
konstruktive Kritik auch versteht, manchmal gibt es ein lapidares 
Rückschreiben.


USS: Haben Sie sich damit schon mal Feinde geschaffen?

RW: Zum Glück nicht!


USS: Machen Sie andere Verlage auf Autoren aufmerksam, die Sie selber 
nicht verlegen können?

RW: Konkret nicht, ich habe nicht so viele Kontakte zu anderen Verla-
gen.


USS: Welche Erfahrungen haben Sie allgemein mit Autoren gemacht?

RW: Richtig unverschämt war bisher kein Autor! Es gab welche, die von 
sich sehr überzeugt und leicht beleidigt waren. Wenn ich mich auf ei-
nen Autor einlasse, bin ich davon überzeugt und pflege sehr intensive 
Beziehungen zu ihm.


USS: Machen sich die Kleinverlage untereinander Konkurrenz?

RW: Ja! Die das gleiche Feld beackern, die machen sich Konkurrenz. Al-
lerdings machen die kleinen Verlage auch den großen Konkurrenz. Die 
großen haben ihren Stab von Mitarbeitern und müssen eine Masse an Bü-
chern vorlegen. Die schielen dann auf die kleinen Verlage und nehmen 
die (guten) Autoren weg, ködern mit Vorschüssen.


USS: Was wünschen Sie sich für die Zukunft? 

RW: Autoren mit überzeugenden Manuskripten, ein paar neue Ideen, die 
noch nicht so abgegriffen sind und mit denen man Erfolge einfahren 
kann. Außerdem wünsche ich mir ein langsames Wachstum meines Verlages 
? bis zu einem bestimmten Grad, damit ich mich noch persönlich darum 
kümmern kann. 


USS: Wollen Sie Ihren Verlag größer gestalten und ausweiten?

RW: Überschaubar sollte er bleiben. Ich möchte nie in die Verlegenheit 
kommen, nur noch verwalten zu müssen und meine Autoren nur noch vom 
Namen her zu kennen. 


USS: Und dann natürlich eine wichtige Frage: Was halten Sie von den 
Druckkostenzuschuss-Verlagen?

RW: Absolut dagegen! Ich lehne das ab. Zum einen leidet die Qualität 
und weil man dem Autor etwas vormacht. Für sein Werk, für seine Ar-
beit, für die Zeit, die er investiert hat, soll der Autor nicht auch 
noch bezahlen müssen.

Für manche Autoren, die über viel Geld verfügen, kann es die Erfüllung 
eines Traumes sein, sich endlich gedruckt zu sehen. Nur leider sagt 
das halt nichts über die Brauchbarkeit des Buches aus. In der Regel 
lektorieren diese Verlage nicht. Sie sind reine Dienstleister.


USS: Arbeiten Sie im BoD-Verfahren?

RW: Nein, wir haben eine Druckerei an der Hand. Die Auflagen bewegen 
sich zwischen 2 000 und 3 000 Büchern.


USS: Wie wird sich die Verlagslandschaft entwickeln?

RW: Es bleiben sicher viele kleine Verlage auf der Strecke. Es wird 
Kleinstverlage geben, die Marktnischen besetzen. Es wird mehr Konzent-
ration stattfinden, wenige, mit guten Ideen, werden den Verlagsmarkt 
bestimmen. 


USS: Können Sie sich vorstellen, dass es einmal keine Verlage mehr ge-
ben wird, sondern dass jeder, der veröffentlichen möchte, im Eigenver-
lag oder über BoD auf den Markt geht?

RW: Ich glaube nicht, denn die technischen Voraussetzungen fehlen da-
zu. Außerdem ist ein unabhängiger Lektor wichtig und dann natürlich 
der Vertrieb ...


USS: Und zum Schluss: Sie haben doch sicher ein paar Tipps, die Sie an 
die Autoren weitergeben können?

RW: Nicht aufgeben! Marktgerecht und handwerklich gut schreiben! Wer 
veröffentlichen will, muss wissen, wen er ansprechen möchte, für wel-
che Leserschaft er schreibt. Folgende Fragen sollte man sich stellen: 
Wen interessiert das, was ich schreibe? Wer kauft mein Buch? Wen 
spricht mein Buch an? Habe ich den Nerv der Zeit getroffen? 

Wenn ich diese "Marktanalyse" betreibe, habe ich gute Chancen und die 
entsprechenden Argumente, um einen Verlag zu finden.


USS: Vielen Dank, Herr Wagner, für das ausführliche Gespräch.


Quellen: intensive Internetrecherche, Informationen vom Arbeitsamt, 
freundliche Unterstützung des Dussy-Verlags, www.meinbu.ch, www.bod.de

[Im zweiten Teil dieses Beitrags im nächsten Tempest geht es um Ver-
lagshard- und -software, um die verschiedenen Druckmöglichkeiten und 
um Rechtliches.]

                    **~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~**

Ursula Schmid-Spreer ist Lehrerin für Gesundheitsberufe (Zahnmedizin). 
Als Ausgleich für den nicht immer ganz leichten Job schreibt sie gerne 
- Briefe, Tagebuch und kleine Storys für ihre Tochter. Im Geestverlag 
sind in einer Anthologie zwei Geschichten zum Thema Hoffnung von ihr 
erschienen. Das Märchenbuch "Florian Floh" wurde im Thomas-Rüger-
Verlag veröffentlicht.


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BUCHBESPRECHUNG:
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                                  (mailto:redaktion at autorenforum punkt de)


                  "Ratgeber Freie - Kunst und Medien"
                      besprochen von Martina Weber


Im vergangenen Jahr ist der Ratgeber Freie, ein Projekt der Vereinig-
ten Dienstleistungsgewerkschaft ver.di, in der sechsten Auflage er-
schienen. Goetz Buchholz bespricht in diesem Buch den geschäftlichen 
Teil der freiberuflichen Arbeit, also all die Aspekte jenseits der 
"eigentlichen" kreativen Arbeit, die den Traum von Freiheit und Erfül-
lung im Beruf auf ein solides Fundament stellen. Themen sind der Ein-
stieg (persönliche Kontakte, erste Aufträge, Professionalität, Start-
ausstattung), das Geschäft (Anbieten und Abrechnen, Buchhaltung, 
Künstlername), Starthilfen und Geldquellen (Wirtschafts- und Kultur-
förderung), Statusbestimmungen zwischen Selbständigkeit und Arbeitneh-
mereigenschaft, Urheberrecht (Grundbegriffe und Verwertungsgesell-
schaften), Kooperationen (Netzwerke, Gesellschaftsformen und Hierar-
chien), Verträge und Honorare, Steuern, Versicherungen und Interessen-
vertretungen.

Diese Themen lassen Sprödes befürchten - zu Unrecht. Goetz Buchholz, 
der nach einigen Jahren Tätigkeit als Architekt vor fast 25 Jahren in 
den Journalismus wechselte und unter anderem als Chefredakteur, Kor-
respondent und Ghostwriter tätig war, schreibt mit einem Engagement 
und einer Klarheit, die einfach wunderbar sind. Aus diesem Buch 
strahlt nicht nur die Liebe zur Freiberuflichkeit, sondern auch die 
Sehnsucht nach einem wiederauflebenden solidarischen Verhalten, wie 
sie vor allem seiner, der Nachkriegsgeneration eigen ist. ("Und redet 
über eure Honorare! Egal, ob sie gut oder schlecht sind. Macht den 
Markt durchsichtig. Von der Unsitte, Honorare als Geheimsache zu be-
handeln, profitieren allein die Honorardrücker auf Auftraggeberseite." 
S. 27) 

Der Ratgeber Freie richtet sich an alle im Untertitel genannten Be-
rufsgruppen, also an Tätige in den Bereichen Bildende Kunst, Darstel-
lende Kunst, Fernsehen, Film, Grafikdesign, Illustration,  Journalis-
mus, Kleinkunst, Lektorat, Literatur, Multimedia, Musik, Online-
Medien, Rundfunk, Übersetzung und Webdesign. Goetz Buchholz ist be-
geisterter Journalist und Fachbuchautor. Wenn er mit dem wirtschaftli-
chem Blick, den dieses Buch vermittelt, auf die schöne Literatur 
blickt, tut das etwas weh. So schreibt er Folgendes über den Einstieg 
in die Literaturszene: "Das ist ein langwieriger und anstrengender 
Weg, auf dem man sich durchaus die Frage stellen sollte, ob es denn 
wirklich und ausschließlich die reine Literatur sein muss. Es gibt so 
vieles zu schreiben, wovon man zumindest besser leben kann als von 
schöner Literatur, und auch unter den erfolgreichen Literaten findet 
man kaum einen, der nicht einen ganz wesentlichen Teil seines Einkom-
mens mit Zeitschriften- und Sachbuch-, Rundfunk und Fernsehhonoraren 
bestreitet." (S. 32) Für AutorInnen, die "nur" im literarischen Be-
reich arbeiten, sind im Ratgeber vor allem die Erklärungen zum Urhe-
berrecht, zu Verträgen und Honorarempfehlungen, zu Steuern und zur 
Künstlersozialversicherung wichtig.

Das Buch ist auf dem Stand vom 1. April 2002; im Vergleich zur Vorauf-
lage wurde der Text um 130 Seiten erweitert und aktualisiert. Die Än-
derungen, die sich seit 1. April 2002 ergeben haben, können auf  
http://www.ratgeber-freie.de eingesehen werden. Unter 
http://www.ratgeber-
freie.de/index.php3?menue=ratgeber&akt=inhalt&view=&si=3e90b44960ddc 
findet sich die digitale Version des aktualisierten Buches. Diese Web-
site ist allerdings nur für diejenigen zugänglich, die das Buch zur 
Hand haben (als Passwort werden Worte aus dem Buch abgefragt).

Über aktuelle Entwicklungen und neue Gesetze informieren darüber hin-
aus die Homepage des Autors, http://www.goetzbuchholz.de, und der von 
mediafon / ver.di herausgegebene monatlich verschickte Newsletter, 
dessen Redakteur Goetz Buchholz ist und der unter  
http://www.mediafon.net  abonniert werden kann. 

Goetz Buchholz: "Ratgeber Freie ? Kunst und Medien. Bildende Kunst - 
Darstellende Kunst - Fernsehen - Film - Grafikdesign - Illustration - 
Journalismus - Kleinkunst - Lektorat - Literatur - Multimedia - Musik 
- Online-Medien - Rundfunk - Übersetzung ? Webdesign", 6. Auflage 
2002, Rechtsstand: 1. April 2002, 480 Seiten, 20 Euro (für ver.di-
Mitglieder: 3 Euro plus 2 EuroVersand), Ver.di GmbH

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Martina Weber, 1966 geboren, Juristin mit journalistischem Aufbaustu-
dium. Sie schreibt Lyrik, Prosa, Fachliteratur (Arbeitsrecht, Kranken-
pflegerecht, Autorenwissen) und Rezensionen. Newsletter-Redakteurin 
der Federwelt (Abo unter http://www.federwelt.de ). Förderpreis beim 
Literaturwettbewerb zur 7. Buchmesse im Ried (Stockstadt) 2003.


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BUCHBESPRECHUNG:
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                                  (mailto:redaktion at autorenforum punkt de)


                       "Literatur in 5 Minuten"
                     besprochen von Gabi Neumayer

Kürzestgeschichten, darum geht es in diesem "Schnellkurs". Einen Timer 
auf fünf Minuten stellen, eine Schreibaufgabe auswählen - und los-
schreiben. Das ist das Grundprinzip, nach dem Allens Methode funktio-
niert.

Klingt simpel, ist es aber nicht ganz. Denn es gehört noch einiges da-
zu, um dieses Schnellschreiben wirklich produktiv für sich zu nutzen. 
Was das ist, erläutert Allen anschaulich und ausführlich, und wer sich 
an die Vorgaben hält, kann erstaunliche Ergebnisse produzieren. Nicht 
nur entstehen auf diese Weise tatsächlich Geschichten - sie enthalten 
auch vieles, was AutorInnen überraschen wird: wiederkehrende Themen, 
verblüffende Ansatzpunkte, ungewohnte stilistische Ausdrucksmöglich-
keiten und mehr. Das klingt wie Zauberei, aber noch einmal: Das Ergeb-
nis richtet sich danach, wie weit man sich in die Lage versetzt, 
schnell und mit der richtigen Einstellung zu diesen Übungen (und das 
sind sie alle erst einmal) zu schreiben.

Allen ist jedoch keineswegs jemand, der nur auf Inspiration baut und 
nichts von handwerklichen Fähigkeiten hält. Deshalb ist ein großer 
Teil dieses Buches der Analyse von Kürzestgeschichten gewidmet (von 
Walser bis Tschechow), ein anderer Teil dem Überarbeiten der Übungser-
gebnisse. Dabei geht es um die klassischen Überarbeitungsmethoden, a-
ber auch darum, wie man mit Hilfe der 5-Minuten-Methode immer wieder 
Ansatzpunkte findet, um neu oder weiter zu schreiben. Ob man nun einen 
Charakter ausbauen, eine Sackgasse im Plot verlassen oder das Setting 
gestalten und mit den Charakteren verbinden will.

Nicht zuletzt lassen sich auf Basis dieser Methode auch längere Erzäh-
lungen, ja sogar Romane verfassen. Auch darauf geht Allen im Detail 
ein.

Alle von ihr vorgestellten "Untermethoden" erläutert sie übrigens 
nicht nur sehr verständlich, so dass man sie gut anwenden kann. Sie 
zieht auch immer wieder Beispiele vor allem ihrer SchülerInnen heran, 
um Möglichkeiten zu zeigen und Theoretisches zu illustrieren.

Wer sich auf Allens Methode einlässt, sollte nicht erwarten, sozusagen 
aus dem Nichts in fünf Minuten perfekte Prosa produzieren zu können. 
Aber diese Übungen können jede/n AutorIn (ob Profi oder noch am An-
fang) viel übers Schreiben beibringen - und mindestens ebenso viel ü-
ber den Kern des eigenen Schreibens. Und sie können die Basis für Ge-
schichten sein. Mein Tipp: Ausprobieren!


Roberta Allen: "Literatur in 5 Minuten - ein Schnellkurs", 2002, 280 
Seiten, 15 Euro, Verlag Zweitausendeins (nur dort erhältlich!)


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BUCHBESPRECHUNG:
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                                  (mailto:redaktion at autorenforum punkt de)


                 "Erfolgreich Kinderbücher schreiben"
                     besprochen von Gabi Neumayer



Dies ist ein ungewöhnlicher Schreibratgeber. Nicht nur, weil es darin 
(endlich einmal) um Kinderbücher geht, sondern vor allem, weil die Au-
torin einen sehr persönlichen Ansatz gewählt hat. Wer sie durch dieses 
Buch begleitet, den nimmt sie mit auf eine Reise durch ihr Leben als 
Kinderbuchautorin - von den ersten Anfängen bis heute. Dabei lässt sie 
uns an jeder Entscheidung, jedem Fehler, jedem Irrweg (der manchmal 
nur ein Umweg war) und all dem teilhaben, was sie auf dem Weg gelernt 
hat.

Dieser Ratgeber geht also nicht von der Theorie aus (Wie konstruiere 
ich einen Plot? Wie trete ich an einen Verlag heran? Was sollte ich 
über Honorare, die KSK und Verträge wissen?), sondern von der Situati-
on jedes Schreibanfängers: Ich will schreiben und veröffentlichen - 
was tun? Wir begleiten Heidemarie Brosche in diesem Buch in Verlage, 
nach Bologna zur Kinderbuchmesse, in Gespräche mit dubiosen Buchmen-
schen, in Schreibwerkstätten, in viel versprechende Kontakte (die mal 
ins Nichts, mal auch ganz woanders hinführen, als ursprünglich ge-
dacht), in schwierige und beglückende Phasen des Autorenlebens.

Das bedeutet aber nicht, dass hier keine praktischen Informationen und 
Tipps vermittelt würden. Ganz im Gegenteil. Exposé und Vita schreiben, 
Telefonate vorbereiten und führen, Kontakte aufbauen, verschiedene 
Formen von Veröffentlichungsmöglichkeiten finden, der Weg vom Manu-
skript zum Buch, Verträge, Urheberrecht, die Werbetrommel rühren, 
Steuern, Co-Autorenschaft, Lesungen, Schreibwettbewerbe ... Zu all 
diesen Themen bekommt man hier neben den persönlichen Erfahrungen auch 
komprimierte Tipps, Checklisten, Anschauungsbeispiele und Adressen. 

Darüber hinaus kann jede/r aus Brosches Erfahrungen eigene Schlüsse 
ziehen. Deutlich wird zum Beispiel immer wieder, wie wichtig telefoni-
scher Kontakt ist (auch und gerade in Zeiten von E-Mail), was Hartnä-
ckigkeit bewirken kann - und dass Offenheit AutorInnen nicht selten in 
Bereiche und zu Publikationen führen kann, an die sie vorher nie ge-
dacht hätten, die sie aber dennoch weiter bringen.

Ein Serviceteil, ein Interview mit der Autorin Nina Schindler und 
Tipps für Veröffentlichungswege abseits der großen Verlage runden die-
sen außergewöhnlichen Ratgeber ab. Und spätestens, wenn man das Buch 
zu Ende gelesen hat, macht man sich mit neuem Schwung und neuen Ideen 
an die Herausforderungen des Autorenlebens.


Heidemarie Brosche: "Erfolgreich Kinderbücher schreiben", 2003, 192 
Seiten, 12,95 Euro, moses. Verlag

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Gabi Neumayers aktuelle Veröffentlichungen: "Wie die Gänseblümchen zu 
ihrem Namen kamen" in: Bausteine Kindergarten 2/03 (Bergmoser + Höl-
ler); je fünf Storys in "Engelgeschichten, die Kindern helfen" und in 
"Meine ersten Abenteuergeschichten" (beide Gondrom); Kurzkrimi "Taxi" 
in der Anthologie "Liebestöter" (Scherz); "English at work", ein Rat-
geber für Business-Englisch (Eichborn). http://www.gabineumayer.de.


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INTERVIEW:
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                                  (mailto:redaktion at autorenforum punkt de)


                  "Über das schreiben, was man kennt"
                     Interview mit Michelle Raven


Manuela Tengler: Wie sind Sie zu Liebesromanen gekommen? Waren das 
schon immer die Bücher, die Sie gern gelesen haben? Hat es Sie ge-
reizt, eigene Ideen umzusetzen? Wie würden Sie den Liebesroman defi-
nieren? 



Michelle Raven: Seit über fünfzehn Jahren lese ich schon Liebesromane. 
Ich lese auch gerne Thriller und Fantasy und noch einiges andere, aber 
ich mag am liebsten Geschichten, die neben einer spannenden Handlung 
auch eine Liebesgeschichte beinhalten. Deshalb lese und schreibe ich 
derzeit überwiegend Romantic Suspense.

Ja, mein Anreiz, selber eine Geschichte aufzuschreiben, war unter an-
derem, dass ich noch keinen Liebesroman gelesen habe, der im Arches 
National Park spielte und Ranger als Hauptfiguren hatte. Allgemein 
gibt es sehr wenige Liebesromane, die in der Landschaft eines National 
Parks (USA) spielen. Es hat mich gereizt, die fantastische Landschaft 
dort mit einer spannenden Liebesgeschichte zu verbinden.

Mich fasziniert die Vielfältigkeit im Liebesroman. Es gibt so viele 
verschiedene Genres, dass für jeden Geschmack etwas dabei ist. Und e-
gal ob es sich um einen historischen oder modernen Roman handelt, um 
Fantasy oder Sciencefiction, Gefühle sind in allen enthalten. Es ge-
fällt mir, dass so gut wie jeder Liebesroman ein glückliches Ende hat. 
Ein Liebesroman hilft mir ein bisschen aus der Realität zu entfliehen, 
ein paar schöne Stunden zu erleben und mich im Geiste in das Leben der 
Charaktere hineinzuversetzen. 


MT: Ihr erster Roman "Canyon der Gefühle" wurde ein großer Erfolg im 
Momentsclub (Bertelsmann Verlag). Ihr nächster Roman "Riskante Nähe" 
erschien vor kurzem. Und am dritten Buch arbeiten Sie gerade. Wie ge-
hen Sie an das Schreiben heran? Und hat sich Ihre Arbeitsweise seit 
dem ersten Buch verändert?

MR: Der Erfolg von "Canyon der Gefühle" kam für mich doch sehr überra-
schend, damit hatte ich gar nicht gerechnet. Mein drittes Buch habe 
ich fertig geschrieben, und mit dem vierten habe ich bereits angefan-
gen. Im Prinzip habe ich eine Idee für eine Geschichte, arbeite ein 
paar Eckpunkte dazu aus und fange dann an zu schreiben. Alles weitere 
kommt beim Schreiben. Bei "Canyon der Gefühle" hatte ich noch sehr 
große Pausen dazwischen, manchmal habe ich monatelang nicht geschrie-
ben, deshalb hat es auch drei Jahre gedauert, bis ich es fertig hatte. 
Ich schreibe nur in meiner Freizeit, da ich Vollzeit arbeite, bleibt 
mir nicht viel Zeit dazu. Bei meinem ersten Buch habe ich ausprobiert, 
ob ich überhaupt eine Geschichte aufschreiben kann, weil ich so etwas 
zuvor noch nie getan hatte. Bei "Riskante Nähe" war mir dann klar, 
dass ich es kann, und mein Ehrgeiz war geweckt, es diesmal schneller 
zu schaffen. Es gab keine größeren Pausen, und ich habe fast jede 
freie Minute daran geschrieben. Vier Monate rechne ich momentan dafür 
ein, ein Buch fertig zu schreiben. Danach kommen dann noch die Korrek-
turen dran. Meine Arbeitsweise ist viel zielstrebiger geworden, ich 
weiß, worauf es ankommt, wie ich mich motivieren kann und dass ich 
dran bleiben muss, um nicht den Faden zu verlieren.

 
MT: Wie verlief die Verlagssuche? Welchen Rat können Sie anderen Auto-
rInnen geben?

MR: Ich muss gestehen, ich hatte sehr viel Glück. Mein Manuskript war 
fertig, ich habe es an Isolde Wehr, Herausgeberin des Moments-
Programms innerhalb des Bertelsmann Clubs, geschickt, und sie hat es 
genommen. Deshalb kann ich jetzt auch anderen AutorInnen nicht viel 
raten, außer vielleicht, wirklich darauf zu achten, den passenden Ver-
lag für das Manuskript zu suchen, bevor man es wild an viele Verlage 
schickt. Außerdem gibt es in Büchern und auch im Internet sehr viele 
Quellen für junge AutorInnen, die wahrscheinlich viel mehr dazu sagen 
können als ich.

 
MT: Im Liebesromangenre tut sich einiges am deutschen Markt. Würden 
Sie die Chancen für Liebesromane bei anderen Verlagen nun besser ein-
schätzen? Ist die Situation für AutorInnen in diesem Genre nun leich-
ter? 

MR: In diesem Genre gibt es gerade zwei gegenläufige Entwicklungen. 
Derzeit werden von vielen großen Verlagen die Liebesromanprogramme ge-
kürzt oder sogar ganz gestrichen. [Das betrifft auch das Moments-
Programm. - die Red.] Und nicht etwa weil die Liebesromane schlecht 
laufen würden, sondern weil sie häufig innerhalb des Verlags schlecht 
angesehen werden. Liebesromane werden von vielen als keine richtige 
"Literatur" betrachtet, sondern mehr als "Groschenroman". Was der Lie-
besroman heutzutage wirklich nicht verdient hat. Die Situation für die 
AutorInnen ist also nicht besser als früher, wenn man die große aus-
ländische Konkurrenz sieht, ist sie für deutsche LiebesromanautorInnen 
eher schlechter. Einen Lichtblick gibt es allerdings: Es wurde gerade 
die Vereinigung deutschsprachiger Liebesroman-AutorInnen (DeLiA) ge-
gründet, die für die Belange der AutorInnen eintreten wird. Seit Feb-
ruar bin ich Mitglied in dieser Vereinigung.


MT: Des einen Freud, des anderen Leid: Überarbeiten. Wie geht Michelle 
Raven an die Überarbeitung heran? Wie lange benötigen Sie für eine Ü-
berarbeitung? Geht es bei den nächsten Büchern leichter?

MR: Ich bin kein Freund von Überarbeitungen, deshalb lasse ich mein 
Manuskript am liebsten so, wie ich es geschrieben habe. Da ich meine 
Sätze schon beim Schreiben ausformuliere, muss ich hinterher meist 
nicht mehr viel daran ändern, höchstens ein paar kleinere Korrekturen 
der Rechtschreibung.  Wenn meiner Korrekturleserin natürlich eine 
Stelle im Plot nicht gefällt, muss ich noch einmal daran gehen und 
versuchen, sie zu ändern. Was ich wirklich äußerst ungern tue. Die Ü-
berarbeitungen dauern meistens nicht lange, vielleicht ein oder zwei 
Wochen nach Fertigstellung des Manuskripts. Ich habe festgestellt, 
dass ich meine Sätze inzwischen viel flüssiger schreibe als noch beim 
ersten Buch, daher muss ich jetzt weniger an den Sätzen feilen.
 
 
MT: Feedback und Kritik kann Freund und Feind sein - welche Erfahrun-
gen haben Sie damit gemacht? Hat es Ihnen geholfen, Kritik zu bekom-
men? Natürlich ist man durch Feedback gezwungen, sein Schreiben objek-
tiver zu beurteilen. Kritikpunkte überdenken. Hat es auch stark ge-
macht, den Glauben an das eigene Können und an die Buchidee selbst 
weiter festzuhalten?  

MR: Ich glaube fast, ich bin neben meiner Korrekturleserin mein här-
tester Kritiker, daher wurde ich von den bisherigen Kritiken immer po-
sitiv überrascht. Natürlich gab es auch einige Punkte, die den Lesern 
aufgefallen sind, und ich habe mich bemüht, diese in den nächsten Bü-
chern zu verbessern (z. B. die Form des Dialogs in "Canyon der Gefüh-
le"). Ob mir das gelungen ist, wird sich in den nächsten Kritiken zei-
gen. Die durchweg positive Reaktion auf "Canyon der Gefühle" hat mich 
darin bestärkt, weiter zu schreiben, und gezeigt, dass meine Richtung 
richtig war. Besonders hilfreich ist immer die Kritik meiner Korrek-
turleserin, die mir schonungslos sagt, wenn etwas nicht stimmt, un-
wahrscheinlich ist oder nicht in die Geschichte passt. Ich bin ihr 
sehr dankbar dafür, auch wenn es manchmal schon weh tut, wenn man sich 
von etwas trennen muss, das man mochte.


MT: Was können Ihre Fans in nächster Zeit erwarten? Gibt es besondere 
Aktionen vom Momentsclub für die zweite Veröffentlichung? Was gibt es 
Neues von Michelle Raven? 

MR: Meine LeserInnen können sich mit mir über das Erscheinen von "Ris-
kante Nähe" im Bertelsmann Club freuen. Im ersten Monat gibt es wieder 
eine Preissenkung für das Buch. Es erscheint nicht nur in der Moments-
Beilage, sondern auch im Clubkatalog. Und "Riskante Nähe" wird höchst-
wahrscheinlich auch in Österreich und der Schweiz zu finden sein. Eine 
Lesung ist noch nicht geplant, aber ich werde wahrscheinlich auf der 
Booklover Conference in Bad Homburg (2. - 4. Mai 2003) dabei sein. Ich 
werde versuchen, mein drittes Buch in diesem Jahr noch zu veröffentli-
chen. Außerdem werde ich jetzt mit Volldampf an dem vierten Buch 
schreiben, das in Südafrika und den USA spielen wird. Alle anderen 
Neuigkeiten stehen immer auf meiner Homepage 
(http://www.michelleraven.de) unter "Aktuelles".
 
 
MT: Sie haben schon einige Lesungen gemacht? Ist da auch für "Riskante 
Nähe" etwas geplant? Und welche positiven und negativen Erlebnisse be-
gleiten Sie noch heute? 

MR: Ich habe bisher eine Lesung für "Canyon der Gefühle" gemacht. Es 
war eine sehr interessante Erfahrung die ich so schnell bestimmt nicht 
vergessen werde. Sehr aufregend, vor ungefähr sechzig Lesern zu sit-
zen, die jedem Wort gelauscht haben. Die Lesung war von Moments sehr 
gut organisiert und insgesamt eine sehr positive Erfahrung. Ich hätte 
es schön gefunden, wenn bereits mehr Zuhörer das Buch gelesen hätten, 
doch da die Lesung sehr früh nach Erscheinen meines ersten Buches war, 
war das nicht möglich. Dadurch gab es natürlich auch weniger Fragen 
der Leser.


MT: Haben Sie Tipps für eine erfolgreiche Präsentation einer Lesung?

MR: Dazu kann ich wirklich nichts sagen, denn ich war nur der Nutznie-
ßer von Isolde Wehrs perfekter Präsentation. Was das Lesen angeht: ü-
ben, üben, üben. Nichts ist schlimmer als wenn ein Autor sich bei sei-
nem eigenen Buch ständig verhaspelt.

 
MT: Wie läuft es weiter mit Buch Nummer 3? Haben Sie schon eine Dead-
line im Auge bzw. eine Idee, wann eine Veröffentlichung möglich ist? 

MR: Erst einmal sind die Korrekturen dran, alles weitere sehe ich 
dann. Ich hoffe, ich kann es noch in diesem Jahr veröffentlichen las-
sen.
 
 
MT: Ideen gibt es ja meist viele. Wollen Sie dem Genre treu bleiben, 
oder haben Sie schon mit anderen Genres geflirtet?

MR: Erst einmal werde ich dem Genre treu bleiben. Sollten mir irgend-
wann einmal andere Ideen kommen, warum nicht?
 
 
MT: Zum Abschluss: Welche Tipps haben Sie für neue AutorInnen, die 

auch durch Ihre Erfolge nun motiviert sind, ihre Bücher zu vermarkten?

MR: Ich habe leider kein Patentrezept, man muss es einfach versuchen. 
Dabei sollte man auf jeden Fall nach den Spielregeln im Verlagswesen 
vorgehen, also sich den passenden Verlag heraussuchen und dort den 
Wünschen entsprechend ein Exposé und nur einen Teil des Manuskripts 
hinschicken. Vor allem sollte man aber über das schreiben, was man 
kennt und mag, und nicht ein Thema nehmen, das zwar momentan hoch im 
Kurs steht, einem selber aber überhaupt nicht liegt.
 
MT: Ich danke Ihnen herzlich für das Interview und wünsche Ihnen viel 
Erfolg weiterhin.

                    **~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~**

Manuela Tengler steckt gerade in der Überarbeitung ihres ersten Ro-
mans, und weil’s so viel Spaß macht, recherchiert sie für weitere In-
terviews für den Tempest. Ansonsten versucht sie derzeit wenigstens 
"nur" zwei, drei Genres die Treue zu halten, doch neue Ideen verfolgen 
sie gnadenlos.


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VERANSTALTUNGSBERICHT:
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                                  (mailto:redaktion at autorenforum punkt de)


              "Bericht von der Leipziger Buchmesse 2003"
von Ursula Schmid-Spreer mit freundlicher Unterstützung 
                 von Wilhelm Riedel und Antje Schnabl


Diesmal war es strahlender Sonnenschein, der die Besucher ? immerhin 
88 000 an der Zahl, wie die Presse berichtete ? zum Gelände der Leip-
ziger Buchmesse zog. Die Glaskuppel war sonnendurchflutet. Die Kombi-
nation von Buch und Kaffee faszinierten mich wie eh und je.

Es machte Spaß, in den Gängen zu schlendern und sich die Stände anzu-
sehen. Die Aussteller hatten sich wieder einiges einfallen lassen, um 
auf sich aufmerksam zu machen. Besonders interessant waren die Podium-
diskussionen mit Günter Grass und Peter Scholl-Latour zur Lage im I-
rak-Krieg.

Allgemein ist mir aufgefallen, dass man sehr oft angesprochen wurde. 
Verleger, Lektoren, Mitarbeiter ? sie alle waren gerne bereit, Fragen 
zu beantworten oder ihr Verlagsprogramm vorzustellen und auf spezielle 
Bücher hinzuweisen.


          Halle 3, Stand A 107

Dort hielt eisern Wilhelm Riedel von der Interessengemeinschaft 
deutschsprachiger Autoren die Stellung. Liebevoll hatte er die Bücher 
der IgdA-Mitglieder drapiert und arrangiert und die Aufnahmebögen für 
potentielle neue Mitglieder in der Hand. Flyer vom Tempest und ein 
großes Schild, das auf unser Online-Magazin hinwies, rundeten den IG-
dA-Stand ab. Die Freude war groß, bekannte Gesichter zu sehen, zu 
plaudern und sich über die Buchmesse im Allgemeinen und im Besonderen 
auszutauschen. Da die Standgebühren sehr teuer sind, teilte sich die 
IGdA den Stand mit dem Ferber-Verlag aus Köln. 

Die IGdA hatte ihre Mitglieder aufgefordert, Kurzgeschichten oder Ge-
dichte für eine Lesung einzureichen. Eine Jury wählte nach einem Punk-
tesystem aus. Wilhelm Riedel moderierte die Veranstaltung.


          Beteiligung der Autoren

Ich fand kaum kleine bzw. mittlere Verlage, die keinerlei Zuschüsse 
von den Schreibern verlangen. Dafür wurde erwartet bzw. verlangt, dass 

die Autoren tatkräftig beim Vertrieb mithelfen. Mittlerweile glaube 
ich auch, dass die jährlich ca. 80 000 Neuerscheinungen nicht zuletzt 
daraus resultieren, dass die Autoren dafür bezahlen, veröffentlicht zu 
werden.

Es gibt für einen Neuling bei großen Verlagen kaum eine Chance unter-
zukommen. Sie haben meist ihre eigenen Autoren bzw. können es sich 
leisten, teure Lizenzen aus dem Ausland zu kaufen. Diese Auskunft er-
hielt ich vom Aufbau-Verlag, der nur "anspruchsvolle Literatur" ver-
legt, und vom Bastei-Lübbe-Verlag. Sie schränkten allerdings ein, dass 
sie auch über Wettbewerbe mal den einen oder anderen Autor finden.

Ein neuer Berufszweig ist entstanden: der Coacher. Gedanken dazu hat 
sich Antje Schnabl gemacht:

"Ich bin von der Buchmesse zurück. Noch längst sind nicht alle Eindrü-
cke verarbeitet und noch weniger alle mitgebrachte Literatur. Es war 
natürlich interessant, die Vielfalt zu erleben. Aber auch ernüchternd, 
wenn nicht gar deprimierend, was die ganze Literaturszene angeht. Es 
herrschen keine normalen Verhältnisse mehr in dem Sinne, dass jeder 
Beteiligte seinen Job erledigt:
- ein Autor schreibt
- ein Buchdrucker druckt
- ein Verleger veröffentlicht und vertreibt
- ein Buchhändler verkauft

Gibt es irgendwo dazwischen noch Agenten, die sowohl den Autor als 
auch den Verlag unterstützen? So war es einmal. Und so sollte es nach 
meinem Verständnis auch sein. Aber nein. Abgesehen von den wenigen 
’großen ’ Autoren, die mit ihrem Werk an die Öffentlichkeit gebracht 
werden, sollen nach Wunsch der Verleger die Autoren doch gefälligst 
selbst sehen, wie sie Leser finden. Es sei denn, sie zahlen kräftig. 
Dann schmückt man sich gern mit Büchern und Autoren, die man ja 
schließlich herausgebracht hat. 

Ich bin insofern ziemlich verärgert aus Leipzig weggefahren. Verständ-
nis für die Kleinen? Hm, was heißt klein? Jeder, der ein Unternehmen 
leitet, muss sich vorher mit seiner Geschäftsidee auseinander setzen, 
den Markt sondieren und seine Unternehmungen darauf ausrichten. Wenn 
der kleine Verleger darauf aufbaut, dass seine Autoren sich an den 
Druckkosten beteiligen und den Verkauf über Lesungen erledigen, die 
sie selbstredend selbst zu organisieren und auszurichten haben, dann 
ist ein solches Unternehmen in meinen Augen ein Versuch, Geld zu ver-
dienen, nicht aber einen Verlag zu führen. Und dafür fehlt es mir an 
Verständnis. 

Ein solcher Verleger kann für mich kein Partner sein. Ganz vereinzelt 
gibt es auch echte Kleinverleger. Die unbekannten Autoren eine Chance 
geben. Die aber wohl inzwischen in Deutschland an einer Hand abzuzäh-
len sind und alle wirtschaftlich zumindest sehr wackelig da stehen. 
Und dadurch ist eben auch keine gute Partnerschaft, die beiden Seiten 
Nutzen bringt, möglich.


          Autoren-Coaches oder private Lektoren?

In dem Zusammenhang ärgert mich ein weiterer Auswuchs dieser kranken 
Literaturszene. Nämlich die so genannten Autoren-Coaches oder privaten 
Lektoren. Sie wollen den Autor unterstützen und fördern, was natürlich 
seinen mehr oder weniger angemessenen Preis hat. Wobei bitte wollen 
sie ihn unterstützen? Beim Schreiben? Wohl kaum. Um mehr aber hat sich 
der Autor normalerweise nicht zu kümmern. Eine Idee in Sprache und 
Worte umzusetzen, eine Geschichte zu erzählen, die den Leser amüsiert, 
unterhält, fesselt, informiert usw., das ist das, was der Autor kann 
und soll. Was ihm niemand abnehmen kann.

Das fertige Werk dann aber zu veröffentlichen, dabei braucht er Unter-
stützung. Was nicht heißt, er muss sich ums Layout kümmern oder um den 
letzten Schliff vor Einreichung eines Manuskripts an einen Verlag oder 
eine Redaktion. Das aber, was diese "Coaches" bieten, ist die auf die 
Hoffnung von Autoren und auf ihre zugegeben oft unzulängliche Kenntnis 
des Literaturmarktes gegründete Absicht, Geld zu verdienen. Keine Hil-
fe für einen Autor, der sein Handwerk versteht.


Bleiben die wirklich hilfreichen Geister, die Agenten. Wo sind sie? 
Große Namen immer wieder in den einschlägigen Medien. Die Leipziger 
Buchmesse ignorieren sie seit Bestehen. Und für unbekannte Autoren 
sind sie genauso wenig ansprechbar wie die Verlage. So gibt es sie, 
wie es auch die wirklichen Verlage gibt. Aber nur außerhalb des Berei-
ches, in dem sich jeder Autor bewegt, der nicht entdeckt wurde oder 
dem die nötigen Beziehungen zu einem Lektor oder Verleger oder zu Ju-
rymitgliedern der zahllosen Wettbewerbe fehlen."
(Gedanken von Antje Schnabl)


          Die "Guten" und die "Abzocker"

Ich habe es ähnlich empfunden. Unter der Hand wurden die "Anständigen" 
und die "Abzocker" gehandelt. "Der verlangt Druckkosten, macht aber 
den Vertrieb." "Zu dem geht man besser nicht, denn der verlangt enorme 
Druckkosten (vier- bis fünfstelliger Bereich!), verlangt extra für das 
Lektorat (wenn er denn eines macht!), und man muss auch noch selbst 
für den Vertrieb sorgen oder mindestens 100 Exemplare des eigenen Bu-
ches kaufen." Usw.

Der Vertreter eines Verlags in München sagte mir ehrlich (ich habe ihn 
auch darauf festgenagelt!), dass man sein Geld für die Druck- und wei-
teren Kosten selten hereinbekommt. Und das war noch einer von den "Gu-
ten", die Marketing, Lektorat und Vertrieb für ihre Autoren überneh-
men. Und auch mal eine Absage erteilen, wenn das Manuskript nichts 
taugt.

Nur wenige haben es geschafft und verdienen als Freiberufliche ihr 
Geld mit Schreiben. Erfreuen wir uns, die noch einem Brotberuf nachge-
hen, an den kleinen Dingen:
- dem Austausch mit Gleichgesinnten
- dem Zusammentreffen bei Versammlungen oder Regionaltreffen der ver-
schiedenen Autorenvereinigungen
- den Lesungen, die wir organisieren, um das Publikum zu unterhalten
- den Workshops, in denen wir uns weiterbilden
- den Autoren-Stammtischen
- und an den kleinen "Glücken", wenn eine Literaturzeitschrift unseren 
Text abdruckt oder wir die Nachricht bekommen, dass in der nächsten 
Anthologie ein Gedicht oder eine Geschichte von uns veröffentlicht 
wird

Und nicht zuletzt an der Buchmesse, die wie immer ein Erlebnis war.

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Ursula Schmid-Spreer ist Lehrerin für Gesundheitsberufe (Zahnmedizin). 
Als Ausgleich für den nicht immer ganz leichten Job schreibt sie gerne 
- Briefe, Tagebuch und kleine Storys für ihre Tochter. Im Geestverlag 
sind in einer Anthologie zwei Geschichten zum Thema Hoffnung von ihr 
erschienen. Das Märchenbuch "Florian Floh" wurde im Thomas-Rüger-
Verlag veröffentlicht.


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UNSERE EXPERTINNEN UND EXPERTEN:     
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Bitte schickt den ExpertInnen nur Fragen zu ihrem Expertenthema - kei-
ne Manuskripte zur Beurteilung. Speziell unsere Expertin für Litera-
turagenturen nimmt keine neuen AutorInnen an; Anfragen dazu sind daher 
zwecklos.

Bitte verseht jede Anfrage mit einem aussagekräftigen Betreff. Sonst 
kann es sein, dass die Mail vorsichtshalber sofort gelöscht wird.


  Drehbuch: Oliver Pautsch
                                      mailto:drehbuch at autorenforum punkt de
  Fandom: Thomas Kohlschmidt
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  Fantasy: Stefanie Bense
                                       mailto:fantasy at autorenforum punkt de
  Heftroman: Arndt Ellmer
                                     mailto:heftroman at autorenforum punkt de
  Historischer Roman: Titus Müller
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  Kinderbuch: Gabi Neumayer
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  Kriminalistik: Reiner M. Sowa
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  Literaturagenturen: Petra Hermanns
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  Lyrik: Titus Müller
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  Reiseführer: Gabriele Kalmbach
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  Sachbuch allgemein: Gabi Neumayer
                                      mailto:sachbuch at autorenforum punkt de
  Sachbuch Medizin/Psychologie: Maja Langsdorff
                                     mailto:med.psych at autorenforum punkt de
  Schreibgruppen: Ute Hacker
                                mailto:schreibgruppen at autorenforum punkt de
  Schreibhandwerk: Ute Hacker
                               mailto:schreibhandwerk at autorenforum punkt de
  Sciencefiction: Andreas Eschbach
                                      mailto:sf-autor at autorenforum punkt de
  Technische Literatur, CDs, Internet: Reinhard Mermi
                                       mailto:techlit at autorenforum punkt de
  Übersetzung: Barbara Slawig 
                                 mailto:uebersetzerin at autorenforum punkt de
  Verlagswesen: Bjørn Jagnow
                                  mailto:verlagswesen at autorenforum punkt de



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FRAG DEN EXPERTEN FÜR DREHBUCH:
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                     Oliver Pautsch(mailto:drehbuch at autorenforum punkt de)

Frage:
Ich würde gern wissen, was es für Möglichkeiten gibt, die Technik des 
Drehbuchschreibens zu erlernen. Muss man das studieren? Kann man Semi-
nare besuchen? Sind die sinnvoll? Wie lange dauert es, diese Technik 
zu erlernen?


Antwort:
Ich würde dir eine Bewerbung an einer der vielen Filmschulen empfeh-
len. Du kannst Drehbuchschreiben natürlich auch selbst lernen und ü-
ben, indem du Drehbücher der Formate liest, für die du schreiben 
willst. 

Allerdings beginnt man meistens nicht sofort mit einer ersten Fassung 
Drehbuch, wenn man einen Stoff verkaufen möchte. In der Regel entwi-
ckeln Drehbuchautoren zunächst ihre Idee, indem sie den "Kern" der Ge-
schichte in wenigen Sätzen zusammenfassen., die "Synopse". Danach ent-
wickelt man den sog. "Plot" (den Ablauf der Geschichte) und die Perso-
nen in einer kurzen Abhandlung, genannt "Exposé". Die längere und aus-
führlichere Form der Geschichte nennt man "Treatment". Für Anfänger 
ist diese Reihenfolge zunächst beliebig. Du musst alle Formate lernen, 
üben und beherschen.

Zur Weiterbildung sind Seminare gut geeignet. Auch Fachbücher eignen 
sich für "learning by doing". Der Bastei-Verlag hat mittlerweile eine 
gute Reihe von Fachbüchern aufgelegt, in denen die vielen verschiede-
nen Aspekte des Drehbuchschreibens umfassend behandelt werden.

Außerdem kann ich dir die Homepage des Verbands deutscher Drehbuchau-
toren empfehlen:  http://www.drehbuchautoren.de. Unter "Berufsbild" 
findest du viele nützliche Antworten von Profis zu den Themen Fachli-
teratur, Aus- und Weiterbildung etc.


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FRAG DEN EXPERTEN FÜR VERLAGSWESEN:
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                  Bjørn Jagnow (mailto:verlagswesen at autorenforum punkt de)


Frage:
Ich habe vor, ein Buch über einen Film zu schreiben, ist das grund-
sätzlich erlaubt? Das Buch soll den Film analysieren, Story und Mytho-
logie erklären. Ich habe vor, Bilder von der DVD zu erstellen und die-
se dann im Buch zu verwenden. Wie sieht es mit den Bildrechten aus - 
ich habe diese ja selber erstellt!?


Antwort:
Das Buch dürfen Sie schreiben. Rechtlich problematisch kann es aller-
dings werden, wenn Figurennamen aus dem Film als Marke eingetragen 
wurden, z. B. Harry Potter, Luke Skywalker, Tarzan. Bei den allermeis-
ten Filmen ist das allerdings nicht der Fall.

Die Bilder dürfen Sie nicht ohne weiteres erstellen. Das Recht an je-
dem Einzelbild des Films hat die Filmgesellschaft, d. h., diese müss-
ten für das Buch angekauft werden. Daher würde ich Ihnen empfehlen, 
erst mit einem Verlag über das Buchprojekt vertragseinig zu werden, 
bevor Sie größere Energie darauf verwenden. Denn die Bildrechte können 
teuer werden, und dann wird kein Verlag Ihr Manuskript drucken.

                    **~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~**

Bjørn Jagnow, Jahrgang 72, ist gelernter Verlagskaufmann, Buchhändler 
und Verlagsfachwirt. Sein Fachbuch "Marketing für Autoren. Der Weg zur 
erfolgreichen Veröffentlichung" erscheint demnächst in der 2. erwei-
terten und aktualisierten Auflage!
http://www.bjoernjagnow.de/web.pl?marketing-fuer-autoren.html.


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FRAG DIE EXPERTIN FÜR LITERATURAGENTUREN:
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                      Petra Hermanns (mailto:agentin at autorenforum punkt de)

Frage:
Wie kann man als unerfahrener Autor, der wenige oder vielleicht noch 
gar keine Veröffentlichungen vorzuweisen hat, eine Literaturagentur 
finden, die einem wirklich weiterhilft? Sind Literaturagenturen für 
Anfänger überhaupt nützlich, können sie helfen, den entscheidenden 
Kontakt zu einem Verlag herzustellen?

Außerdem würde mich noch interessieren, wie man am besten eine Agentur 
findet, die bereit ist, Anfänger und nebenberufliche Autoren zu ver-
treten, und dabei im Allgemeinen auch erfolgreich ist.


Antwort:
Gerade für Anfänger sind Agenturen natürlich eine fast unabdingbare 
"Starthilfe" in den Markt, weil sie die persönlichen Kontakte zu den 
Lektoren haben. Und auf die kommt es immer mehr an, auch wenn die Ver-
lage die Stapel unaufgefordert eingesandter Manuskripte tatsächlich 
prüfen! Dann kennen Agenten die Konditionen und können die Vertrags-
gestaltung und -verhandlung ganz anders angehen als die Autoren. 

Eine Übersicht finden Sie z. B. unter http://www.uschtrin.de, aber 
auch in Handbüchern, z. B. im VS-Handbuch von Imre Török (Steidl). Bei 
einer Agentur muss man sich genauso bewerben wie bei einem Verlag, 
auch dazu stehen viele Tipps in den Handbüchern. 

So merkwürdig es klingen mag: Am leichtesten findet man eine Agentur 
mit einer tollen Geschichte! Will sagen, es zählt einfach die Qualität 
des Projekts, und natürlich muss es auch auf dem derzeitigen Markt zu 
platzieren sein.

                    **~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~**

Petra Hermanns begann 1996 als freie Mitarbeiterin bei der Literari-
schen Agentur Brigitte Axster mit dem Handel mit Rechten und Lizenzen. 
Seit 1998 betreibt sie die Literaturagentur Scripts for sale in Frank-
furt und hat sich auf deutschsprachige Projekte spezialisiert.


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Veranstaltungen, Ausschreibungen, Publikationsmöglichkeiten und Semi-
nare findet ihr im zweiten Teil des Tempest, der mit getrennter Mail 
kommt!
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