Ausgabe 10-12 (20. Dezember 2008)

Editorial
Hall of Fame
Schreib-Kick
Leserbrief
Autorenwissen
   "Kleine Übungen für den Rücken"
   von Susanne Oswald
Verlagsportrait
   "Schreiblust-Verlag"
   von Ursula Schmid-Spreer
Küss mich, ich bin ein Autor!
Frag den Experten für Kinderbuch
   (Michael Borlik)
Frag die Expertin für Lyrik
   (Martina Weber)
EDITORIAL:  
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Liebe Autorinnen und Autoren, 

diesmal sind wir alle vor Weihnachten beschäftigt wie lange nicht  
mehr: Umzüge stehen an, Abgabetermine müssen trotz Krankheit eingehal- 
ten werden ... Aber den Tempest gibt es natürlich trotzdem! Wenngleich  
in einer wohl dosierten (sprich: etwas kürzeren) "Wellness-Ausgabe".  
Susanne Oswald zeigt uns darin, wie wir unserem in der Regel sträflich  
misshandelten Autorenrücken etwas Gutes tun können. Weitere wohltuende  
Tipps und Anregungen zum Schreiben, Recherchieren und Veröffentlichen  
findet ihr in unseren ständigen Rubriken wie dem Schreib-Kick, dem  
Verlagsportrait und den Expertenantworten. 

Wellness pur für den Geist ist übrigens auch die vierte Auflage von  
"Vier Seiten für ein Halleluja" von Hans Peter Roentgen. Nach längerer  
Durststrecke ist dieses wunderbare Buch endlich wieder lieferbar,  
jetzt aber in einem anderen Verlag: Sieben Verlag, 12,90 Euro, ISBN:  
3-9402-3536-9. Eins der besten Weihnachtsgeschenke, die man einem Au- 
tor, einer Autorin (und auch sich selbst) machen kann! 

Und wer einmal einen ganzen Tag lang Wellness rundum für die Autoren- 
seele zusammen mit anderen AutorInnen genießen möchte, sollte sich  
jetzt schon anmelden. Denn am 21. Mai 2009 ist es wieder so weit: Ur- 
sula Schmid-Spreer veranstaltet zusammen mit der Federwelt ein neues  
ihrer inzwischen schon legendären Autorentreffen - wieder mit hervor- 
ragenden ReferentInnen und spannenden Seminarthemen. Einfach im zwei- 
ten Teil des Tempest bei den Seminaren unter dem 21. Mai nachschauen  
und möglichst bald anmelden! 

Der Tipp des Monats Dezember, diesmal von Elke Bockamp: 

     Spricht man einen Text auf Band, bekommt man  
     einen ersten Leseeindruck: Durch Senken der Stimme  
     (bei einem Punkt) oder durch Heben der Stimme  
     (beim Komma) erfährt man, ob sich der Text flüssig liest.  
     Auch kann man heraushören, ob Emotionen  
     richtig transportiert werden. 

Entspannende, wohltuende Feiertage euch allen - und wenn wir uns was  
wünschen dürfen: Am meisten freuen wir uns über eure rege Mitarbeit im  
nächsten Jahr und über euren freiwilligen Jahresbeitrag, damit wir den  
Tempest auch 2009 weiterführen können. Rutscht gut in ein herrliches  
neues Jahr! 

  Gabi Neumayer 
  Chefredakteurin 

~~~~~~~~~~~ 
Damit wir den Tempest auch in Zukunft weiterführen können, brauchen  
wir eure Hilfe: Wer uns unterstützen möchte, überweise bitte einen  
freiwilligen Jahresbeitrag (15 Euro haben wir als Richtwert gesetzt,  
aber ihr helft uns auch schon mit 5 oder 10 Euro weiter) auf das Konto  
von autorenforum.de: 

Sparda Bank Südwest eG 
BLZ 550 905 00 
Kto. 100 724 515 
Stichwort: "Beitrag 2008" 

Für AuslandsabonnentInnen: Am 1. Juli 2003 wurden die Auslandsüberwei- 
sungsgebühren gesenkt. Aber natürlich könnt ihr uns euren Beitrag auch  
weiterhin per Post schicken (Adresse am Ende des Tempest). 

Wer aus Österreich überweist, braucht außerdem diese Nummern (bitte  
genau so zusammenschreiben!) 
IBAN: DE16 5509 0500 0100 7245 15 
BIC: GENODEF1S01 

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ISSN 1439-4669   Copyright 2008 autorenforum.de. Copyright- und 
                 Kontaktinformationen am Ende dieser Ausgabe 
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   INHALT DIESER AUSGABE: 


TEIL 1: 

      Editorial 
      Hall of Fame 
      Schreib-Kick 
      Leserbrief 
      Autorenwissen 
         "Kleine Übungen für den Rücken" 
         von Susanne Oswald 
      Verlagsportrait 
         "Schreiblust-Verlag" 
         von Ursula Schmid-Spreer 
      Küss mich, ich bin ein Autor! 
      Frag den Experten für Kinderbuch 
         (Michael Borlik) 
      Frag die Expertin für Lyrik 
         (Martina Weber) 
      Impressum 


TEIL 2: 

      Veranstaltungen 
      Ausschreibungen 
      Publikationsmöglichkeiten 
           mit Honorar 
           ohne Honorar 
      Seminare 
      Messekalender 
      Impressum 

~~~~~~~~~ 
Auf unserer Homepage gibt es mittlerweile einen praktischen Service  
für orientierungslose Tempest-LeserInnen: Inhaltsübersichten für ein- 
zelne Tempest-Jahrgänge, nach AutorInnen sortiert. Eberhard Kamprad  
(http://www.kamprad-online.de) hat freundlicherweise die aufwendige  
Arbeit übernommen, nach und nach die Verzeichnisse für alle bisherigen  
Jahrgänge zu erstellen.  

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HALL OF FAME: 
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                              (redaktion at team pt autorenforum pt de) 

Die "Hall of Fame" zeigt die Erfolge von AbonnentInnen des Tempest.  
Wir freuen uns, wenn ihr euch davon motivieren und ermutigen lasst -  
dann werden wir euer neues Buch hier bestimmt auch bald vorstellen  
können. 

Melden könnt ihr aktuelle Buchveröffentlichungen nach diesem Schema: 

....... 
AutorIn: "Titel", Verlag Erscheinungsjahr (das muss immer das laufende  
oder das vergangene Jahr sein!), Genre (maximal 2 Wörter). Zusätzlich  
könnt ihr in maximal 60 Zeichen inklusive Leerzeichen (nicht Wörtern!)  
weitere Infos zu eurem Buch unterbringen. 
....... 

Ausgeschlossen sind Veröffentlichungen in Anthologien, Bücher im Ei- 
genverlag und BoDs (sofern sie im Eigenverlag erschienen sind) sowie  
Veröffentlichungen in Druckkostenzuschussverlagen.  

ACHTUNG, NEU! 
Schreibt in eure Mail mit der Meldung immer auch hinein, dass ihr bes- 
tätigt, dass die Veröffentlichung weder im Eigenverlag noch in einem  
Verlag erschienen ist, bei dem der Autor irgendetwas bezahlt hat! 

Schickt eure Texte unter dem Betreff "Hall of Fame" an  
redaktion at team pt autorenforum pt de.  

Wir berücksichtigen ausschließlich Meldungen, die nach dem obigen  
Schema gemacht werden! 
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Hans-Jürgen Rusch: "Späte Rechnung", Sieben-Verlag 2008, Kriminalro- 
man. Mord mit CO2 - Löffler und Müller III ermitteln 

Boris Koch: "Der Drachenflüsterer", Heyne 2008, AllAge-Fantasy. Dra- 
chen, Freundschaft, erste Liebe & mehr. www.boriskoch.de  

Ute Heymann gen. Hagedorn: "Kühnemund und Hannes jagen die Golddiebe",  
Auer-Verlag 2008, Kinderbuch. Abenteuergeschichte, Mittelalter, für  
Kinder ab 10 J. 

Astrid Pfister: "Der Tag an dem Weihnachten verschwand", Verlag Pia  
Bächtold, 2008, Kinderroman. Ein Weihnachtsbuch der etwas anderen Art.  
Für Kinder und Erwachsene. 

Astrid Pfister: "Das Land VS", Verlag Pia Bächtold, 2008, Kinderkurz- 
geschichten. 16 Kurzgeschichten für Kinder im Erstlesealter und Er- 
wachsene 


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SCHREIB-KICK: 
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                              (redaktion at team pt autorenforum pt de) 


Unser Schreib-Kick für den Dezember, diesmal von Frank Bonse: 

ich möchte euch ein kleines Gedankenspiel vorschlagen, das ich fast  
ständig spiele. Meistens nur für mich, aber auch schon einmal laut mit  
denen, von denen ich weiß, dass sie es verstehen. 

Es beruht auf dem berühmten "Kentucky Schreit Ficken"-Sketchen einer  
alten TV-Comedyserie. Es geht darum, dass man einzelne Buchstaben ver- 
tauscht. Das können die ersten sein wie bei Kentucky Fried Chicken,  
aber auch Buchstaben aus der Mitte. Besonders schön finde ich die Wir- 
kung bei zusammengesetzten Hauptwörtern, wobei dann aus Schindluder  
sehr schnell Schundlieder wird. Das "e" entsteht dabei natürlich nur  
in meinem Kopf, aber es geht mir ja darum, ungewöhnliche Assoziationen  
und damit Anregungen zu bekommen.  


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LESERBRIEF: 
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                              (redaktion at team pt autorenforum pt de) 


Hallo, Frau Bense, 

im Tempest lese ich gerade Ihren Beitrag über Ideenklau [erschienen im  
Tempest 10-11 - die Red.]. Ich gebe gerne eine Erfahrung weiter: 

Vor längerer Zeit erzählte der Autor Roger Willemsen in einer Talkshow  
eine Episode, dass eine Freundin ihn zu einem Date nach Tokio bestell- 
te, er sich größte Hoffnungen machte, es könnte aus der Beziehung et- 
was werden, und sie ihn nach einem Tag zurück nach Hause schickte. 

Diese verrückte Begebenheit fand ich so abstrus, dass ich sie gerne in  
meinem Roman "Schwimm, Benno" (Geest-Verlag) verwenden wollte. Einer  
meiner Protagonisten sollte ein solches Desaster in Havanna erleben. 

Glücklicherweise trat Herr Willemsen ganz in meiner Nähe auf, und ich  
gab meine Anfrage und den Romanauszug in seiner Garderobe ab. Kurze  
Zeit später schickte er mir eine E-Mail mit der Erlaubnis und dem ab- 
schließenden Satz: "Die Welt der Literatur ist so groß, da ist für uns  
beide Platz." 

Mit freundlichen Grüßen 
Bärbel Rädisch 


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AUTORENWISSEN: 
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                              (redaktion at team pt autorenforum pt de) 


                    "Kleine Übungen für den Rücken" 
                          von Susanne Oswald 

Ein müder Rücken bremst die Kreativität, deshalb sollte man ab und zu  
für etwas Erfrischung sorgen.  


          Einstimmung 

Als Erstes stell deine Füße nebeneinander auf den Boden. Setz dich  
aufrecht hin, und lass die Arme locker runter hängen oder auf den Arm- 
lehnen liegen. Stell dir vor, an deinem Kopf, ganz oben in der Mitte,  
zieht ein Faden dich nach oben. Wackle mit deinem Körper etwas hin und  
her, und versuche, deinen Schwerpunkt zu finden, über dem du dich nun  
ausrichtest und in dich zusammensackst. Aber oben ist immer noch der  
Faden, der dich aufrichtet! So sitzt du nun ganz entspannt. 

Schließ deine Augen, und atme ganz bewusst langsam und tief ein und  
aus. Bei jedem Ausatmen lässt du Anspannung los und atmest Ängste,  
Sorgen, Ärger und Müdigkeit, alles was dich belastet, mit aus.  

Nach einigen Atemzügen spürst du, wie du ruhiger wirst. Öffne deine  
Augen wieder. 


          Erste Übung 

Atme ganz tief ein.  

Während des Einatmens hebst du deine Arme langsam vom Körper weg nach  
oben. Streck die Arme ganz hoch! Jetzt atmest du lange aus und bringst  
dabei die Arme wieder in die Ausgangsstellung neben dem Körper.  

Wiederhole diese Übung dreimal. 


          Zweite Übung 

Lass den Kopf nach vorne fallen, wölbe den Rücken. Nimm die Arme über  
den Kopf, und mach einen richtigen Katzenbuckel. Der Kopf zieht Rich- 
tung Knie, die Arme ziehen parallel zu den Oberschenkeln. Wipp ruhig  
ein paarmal nach, so kannst du die Dehnung verstärken.  

Jetzt kommst du langsam wieder mit Kopf und Armen in die Ausgangsstel- 
lung zurück und zentrierst dich neu.  

Auch diese Übung wiederholst du dreimal.  


          Dritte Übung 

Greif mit der rechten Hand am linken Oberarm vorbei nach dem linken  
Schulterblatt, gleichzeitig mit der linken Hand am rechten Oberarm  
vorbei nach dem rechten Schulterblatt. Zieh die Schultern ein wenig  
nach vorne, und wölbe leicht den oberen Rückenbereich. Halte diese  
Stellung einen Moment.  

Nun löst du deine Arme ganz langsam und ziehst dann gleich die Ell- 
bogen nach hinten. Dabei schiebt es die Schulterblätter gegeneinander.  

Diese Übungsfolge solltest du dreimal wiederholen. 


          Vierte Übung  

Roll dich - von der Lendenwirbelsäule beginnend - so weit zusammen,  
wie es dir möglich ist. Wenn es nicht mehr weiter geht, verharre einen  
Moment und löse die Dehnung dann - bei der Lendenwirbelsäule beginnend  
- wieder auf. Nimm das Becken mit, beug es erst nach hinten und beim  
Aufrichten nach vorne.  

Das Ganze bitte dreimal.  


          Fünfte Übung 

Na ja, okay. Für den Rücken direkt ist die jetzt nicht, aber sie tut  
gut, und was einem gut tut, hilft auch dem Rücken.  

Für diese Übung musst du deine Füße von Schuhen und Strümpfen be- 
freien. Nimm ein Papiertaschentuch (kann auch ein Stofftuch sein), und  
leg es neben deine Füße. Nun greifst du das Tuch mit den Zehen, hebst  
es hoch und legst es ein paar Zentimeter nach links oder rechts wieder  
ab. Jetzt kommt der andere Fuß. 

Gönn dir und deinen Beinen ruhig eine häufigere Wiederholung. Durch  
die Zehenbewegung wird der Lymphfluss in den Beinen angeregt, und du  
vermeidest oder verminderst geschwollene Füße.  

Jetzt hast du es geschafft. Zur Belohnung kommst du nun noch einmal in  
deine Ausgangshaltung, schließt die Augen und atmest einige Male ruhig  
durch. Du spürst wieder, wie dein Körper die Sitzfläche berührt. Du  
nimmst den Boden unter deinen Füßen wahr und spürst, wie gut dir diese  
kurze Pause getan hat. Jetzt kannst du mit neuer Kraft wieder an deine  
Arbeit zurückgehen.  

Entspanntes Schreiben! 

                    **~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~** 

Susanne Oswald lebt in St.Georgen im Schwarzwald. Sie arbeitet als  
Autorin, Heilpraktikerin und in der Senferey ihres Mannes. Veröffen- 
tlichungen: Autogenes Training, Urania Verlag, 2006; Entspannung für  
Körper und Seele, Gondrom Verlag, 2008; "Die Inselmalerin" bei  
www.club-der-Sinne.de. "Die Traumgeister" (Kinderfantasy) und "Papri- 
kahuhn mit Reis" (Frauenroman) suchen eine Heimat.  
www.susanneoswald.de 


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VERLAGSPORTRAIT: 
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                              (redaktion at team pt autorenforum pt de) 

Schreiblust-Verlag 
Andreas Schröter 
Semerteichstraße 75 
44141 Dortmund 
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! 
http://www.schreib-lust.de 
Telefon: (02 31) 41 86 26 


Andreas Schröter arbeitet im Hauptberuf als Kulturredakteur in der  
Stadtredaktion Dortmund der Ruhr Nachrichten. Im Januar 2002 gründete  
er im Nebenberuf den Schreiblust-Verlag. Im harten Kern arbeiten sechs   
Mitarbeiter, etwa sechzehn im Dunstkreis, die beispielsweise mal eine  
Kolumne für die Zeitschrift Schreib-Lust Print beisteuern. 

Der Anlass für die Verlagsgründung war, dass Schröter den Eindruck  
hatte, so viele talentierte Autoren zu kennen, dass es möglich sein  
sollte, mit ihnen gute Bücher zu machen. Das ist natürlich nur die  
halbe Wahrheit. Die volle Wahrheit ist: Er hatte einfach Lust, das zu  
machen (für vieles im Leben nicht die schlechteste Grundlage, hat er  
festgestellt). Seit 1996 befasste sich Schröter mit Online- 
Literaturprojekten, 2001 gründete er mit Schreib-Lust sein eigenes,  
2002 erwuchs daraus der Schreiblust-Verlag. 


          Programm und Philosophie 

Schreib-Lust gibt Geschichten-Anthologien mit mehreren Autoren heraus.  
Das ist weniger eine Philosophie als vielmehr die nackte Angst, dass  
man etwa bei einem Roman eines Newcomers zehn Exemplare verkauft, und  
das war's. Bei Anthologien mit mehreren Autoren kann man sicher sein,  
dass aus dem Dunstkreis der Autoren zumindest so viele Bücher abgenom- 
men werden, dass das Ganze nicht in einem finanziellen Desaster endet.  
Auch hat man breitere Werbemöglichkeiten (Presseartikel in den Städ- 
ten, in denen die Autoren wohnen).  

Der Schreiblust-Verlag ist ein Kleinverlag der sich vor allem als Hob- 
byprojekt definiert. Schröter will damit kein Geld verdienen, aber  
auch keines hineinstecken. Die Schwächen und Stärken solcher Projekte  
sind bekannt: kein Vertreternetz, kein (großes) Werbebudget, (bislang  
noch) keine Zusammenarbeit mit Grossisten, ABER: familiäres, warm- 
herziges Klima, intensive Zusammenarbeit mit den Autoren, großes En- 
gagement der Mitarbeiter, viel Liebe zum Buch. 

Daher ist das Verlagsziel schnell erklärt: gute Bücher machen.. 


          Welche Autoren wurden bisher verlegt? 

Um nur einige zu nennen: Verena Blecher, Birgit Erwin, Pia Helfferich,  
Sandra Henke, Fran Henz, Josef Koba, Anant Kumar, Ingeborg Struck- 
meyer, Heike Wulf. 


          AutorInnen gesucht? 

Der Verlag machen regelmäßige Ausschreibungen. Und dafür werden immer  
gute Geschichten gesucht. 


          Konditionen 

Die Autoren erhalten ein branchenübliches Honorar. Von den Büchern  
werden bestimmte Auflagen gedruckt, es wird also nicht auf "Book-on- 
Demand-Verfahren" gesetzt.. Details zur Ausschreibung können auf der  
Homepage nachgelesen werden. Es gibt ein bescheidenes Autorenhonorar  
und ein Freiexemplar vom Buch. 


          Was ist besonders wichtig? 

Originalität - und nicht das x-te Widerkäuen von Geschichten, die man  
so oder nur geringfügig anders schon tausendmal gelesen hat.  


          Zukunftspläne, Perspektiven 

Weil der Schreiblust-Verlag ein Hobbyprojekt ist, wird daraus sicher- 
lich vorerst nichts Größeres erwachsen als das, was es momentan ist. 


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KÜSS MICH, ICH BIN EIN AUTOR! 
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                              (redaktion at team pt autorenforum pt de) 


"Schreib doch mal was, das geht!" 

(Sylvia Görnert-Stuckmann) 


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UNSERE EXPERTINNEN UND EXPERTEN:      
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Bitte schickt den ExpertInnen nur Fragen zu ihrem Expertenthema -  
keine Manuskripte zur Beurteilung. 

Bitte verseht jede Anfrage mit einem aussagekräftigen Betreff. Sonst  
kann es sein, dass die Mail vorsichtshalber sofort gelöscht wird. 


  Drehbuch: Oliver Pautsch 
                              drehbuch at experte pt autorenforum pt de 
  Fandom: Thomas Kohlschmidt 
                                fandom at experte pt autorenforum pt de 
  Fantasy: Stefanie Bense 
                               fantasy at experte pt autorenforum pt de 
  Heftroman: Arndt Ellmer 
                             heftroman at experte pt autorenforum pt de 
  Historischer Roman: Titus Müller 
                    historischer.roman at experte pt autorenforum pt de 
  Kinder- und Jugendbuch: Michael Borlik 
                            kinderbuch at experte pt autorenforum pt de 
  Lesungen: Rüdiger Heins 
                              lesungen at experte pt autorenforum pt de 
  Lyrik: Martina Weber 
                                 lyrik at experte pt autorenforum pt de 
  Sachbuch: Gabi Neumayer 
                              sachbuch at experte pt autorenforum pt de 
  Schreibaus- und fortbildung: Uli Rothfuss 
                           fortbildung at experte pt autorenforum pt de 
  Schreibgruppen: Ute Hacker 
                        schreibgruppen at experte pt autorenforum pt de 
  Schreibhandwerk: Ute Hacker 
                       schreibhandwerk at experte pt autorenforum pt de 
  Sciencefiction: Andreas Eschbach 
                              sf-autor at experte pt autorenforum pt de 
  Technik (physikalisch!): Woldemar Schilgen 
                               technik at experte pt autorenforum pt de 
  Übersetzung: Barbara Slawig  
                         uebersetzerin at experte pt autorenforum pt de 
  Verlagswesen: Bjørn Jagnow 
                          verlagswesen at experte pt autorenforum pt de 

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................. 
Experten-Special: 
................. 

Bjørn Jagnow hat seine über 80 Fragen und Antworten zu den Themen Ur- 
heberrecht, Verlagswesen und Vermarktung der letzten acht Jahre gesam- 
melt (jetzt inklusive 2007) und stellt sie euch als kostenloses PDF  
zur Verfügung. Das Tolle daran: Die Fragen sind nun thematisch geord- 
net, das elektronische Format erlaubt eine schnelle Volltextsuche -  
und Björn hat außerdem alle Antworten überarbeitet und aktualisiert.  
Ob ihr Infos sucht zu Ausfallhonorar, Book on demand, Buchpreisbin- 
dung, Druckkostenzuschussverlag, Exposé,  Honorar, ISBN, Leseprobe,  
Nebenrechte, Plagiat, Titelschutz, Verlagsgründung, Zitat oder ...  
Hier werdet ihr fündig: http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:0062- 
tempest2-4. 

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FRAG DEN EXPERTEN FÜR KINDERBUCH: 
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Michael Borlik (kinderbuch at experte pt autorenforum pt de) 

Frage: 
Da ja die Verlage in aller Regel ihre eigenen Illustratoren haben,  
sollte ich denn zumindest, wenn ich ein Bildermanuskript an einen Ver- 
lag schicke, die szenische Aufteilung beschreiben, vielleicht sogar  
innerhalb des Textes? Oder sollte ich nur den reinen Text einschicken,  
und der Verlag übernimmt den Rest zusammen mit dem Illustrator? 

Und in wie weit hätte ich in letzterem Fall Einflussmöglichkeiten und  
Mitspracherecht bezüglich Stil, Bildgestaltung und szenischem Aufbau?  
Ich kann nämlich leider nicht zeichnen, habe aber z. B. sehr konkrete  
Vorstellungen über die szenische Gestaltung.  

Die Texte zu Bilderbüchern haben ja meistens die Angewohnheit, recht  
kurz zu sein. Bis zu welcher Länge macht es Sinn, doch das gesamte  
Manuskript einzusenden? Und sollte man dann trotzdem eine Zusammenfas- 
sung / ein Exposé voranstellen, obwohl dieses sicherlich nicht wirk- 
lich kürzer sein wird als das fertige Manuskript? 


Antwort: 
Szenische Beschreibungen innerhalb eines Manuskriptes unterbrechen den  
Lesefluss und reißen immer wieder aus der Geschichte heraus, daher  
würde ich dieses Vorgehen nicht empfehlen. Wenn überhaupt, sollten Sie  
diese Beschreibungen dem Manuskript separat beifügen. In der Regel  
übernimmt jedoch eine Lektorin oder ein Lektor die szenische Eintei- 
lung der Geschichte. Einfluss auf den Stil oder die Bildgestaltung hat  
man als Autor nur in den seltensten Fällen.  

Da ein Bilderbuchmanuskript nur wenige Seiten lang ist, sollten Sie  
gleich das gesamte Manuskript einschicken. In dem Fall reicht es, wenn  
Sie in Ihrem Anschreiben den Inhalt Ihrer Geschichte in zwei, drei  
Sätzen auf den Punkt bringen. Heben Sie dabei das Besondere an Ihrer  
Idee hervor! 

                    **~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~** 

Michael Borlik, 1975 geboren, machte 1995 sein Abitur und ging an- 
schließend in eine kaufmännische Ausbildung, die er 1998 erfolgreich  
abschloss. Seit 2001 erfolgte eine Reihe von Veröffentlichungen. Über- 
wiegend schreibt er Kinder- und Jugendbücher, die u. a. bei Ueberreu- 
ter, Thienemann und Arena erscheinen. Seit Sommer 2005 ist er freier  
Schriftsteller. Mehr Infos unter http://www.borlik.de. 


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FRAG DIE EXPERTIN FÜR LYRIK: 
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Martina Weber (lyrik at experte pt autorenforum pt de) 


Frage:  
Ich stelle gerade Bilder (private Aufnahmen) und Gedichte aus der  
klassischen deutschen Lyrik zusammen. Welche Quellenangaben muss ich  
zu den Gedichten machen? Genügt zum Beispiel "Lyrikkanon Reich- 
Ranicki"? 



Antwort: 
Zunächst gehe ich davon aus, dass Sie Ihre Zusammenstellung aus Foto- 
grafien und Gedichten veröffentlichen möchten. Wenn Sie nur ein Weih- 
nachtsgeschenk für eine Freundin basteln oder einen Kalender für sich  
selbst, müssen Sie nichts weiter beachten. 

Wenn Sie Ihre Zusammenstellung aus selbst angefertigten Fotografien  
und nicht selbst geschriebenen Gedichten veröffentlichen wollen, müs- 
sen Sie sich zunächst Gedanken darüber machen, ob Sie die ausgewählten  
Gedichte überhaupt ohne Rücksprache mit der Autorin bzw. der Inhaberin  
des Nutzungsrechts veröffentlichen dürfen. Nach § 64 Urheberrechtsge- 
setz erlischt der Urheberschutz eines Werkes 70 Jahre nach dem Tod des  
Urhebers. Das bedeutet, dass Sie Gedichte, deren VerfasserIn seit 70  
Jahren verstorben ist, veröffentlichen dürfen, ohne beim Inhaber des  
Nutzungsrechts die Genehmigung für eine Veröffentlichung einholen und  
gegebenenfalls dafür eine Lizenzgebühr entrichten zu müssen. Da Sie  
Gedichte aus der Zeit der Klassik (Ende des 18. bis Anfang des 19.  
Jahrhunderts) veröffentlichen möchten und alle LyrikerInnen aus dieser  
Zeit seit mehr als 70 Jahren verstorben sind, ist der Urheberschutz  
für diese Gedichte erloschen. Darüber brauchen Sie sich also keine  
Gedanken zu machen. 

Für die Frage der Quellenangabe gilt § 63 Urheberrechtsgesetz. Danach  
ist die Quelle in den in der Vorschrift genannten Fällen dann deutlich  
anzugeben, wenn ein Werk oder ein Teil eines Werkes vervielfältigt  
wird. Die Quellenangabe geht über das Recht des Urhebers auf Namens- 
nennung hinaus, das in § 13 Urheberrechtsgesetz garantiert wird. Die  
Pflicht zur Quellenangabe hat den Sinn, dem Urheber einen Ausgleich  
dafür zu schaffen, dass er sein Werk meist unentgeltlich anderen zur  
Nutzung zur Verfügung stellt. Heutzutage ist es leider absolut üblich,  
dass für die Veröffentlichung einzelner Gedichte in Anthologien, Lite- 
raturzeitschriften und Kalendern kein Honorar gezahlt wird. Die Quel- 
lenangabe soll es den LeserInnen ermöglichen, das Werk, aus dem ein  
Gedicht entnommen wurde, einem Buch zuzuordnen und dieses Buch zu kau- 
fen. Die Quellenangabe ist damit eine Werbung für den Urheber und den  
Verlag. Folgende Angaben sind für eine korrekte Quellenangabe erfor- 
derlich: AutorIn oder HerausgeberIn (Vor- und Zuname), Titel des Bu- 
ches, Verlag, Verlagsort, Erscheinungsjahr. Die Angabe "Lyrikkanon  
Reich-Ranicki" genügt diesen Anforderungen nicht. Mit dieser Angabe  
konnte ich kein Buch im Bestand des Katalogs der Deutschen National- 
bibliothek (http://www.ddb.de) identifizieren. 

Die Pflicht zur Quellenangabe gilt jedoch nur für Werke, die den Urhe- 
berschutz nach dem Urheberrechtsgesetz genießen. Da das Urheberrecht  
nach § 64 Urheberrechtsgesetz 70 Jahre nach dem Tod des Urhebers er- 
lischt, können Sie Gedichte aus der Zeit der Klassik ohne Quellenanga- 
be veröffentlichen. Es genügt dann, wenn Sie unter das Gedicht den  
Namen des Urhebers setzen, also zum Beispiel Heinrich von Kleist oder  
Friedrich Hölderlin. 

                    **~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~** 

Martina Weber ist Autorin des Buches "Zwischen Handwerk und Inspirati- 
on. Lyrik schreiben und veröffentlichen" Uschtrin Verlag München 2008,  
http://www.uschtrin.de/weber.html. Mehr über Martina Weber unter:  
http://www.poetenladen.de/martina-weber-person.html 


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Veranstaltungen, Ausschreibungen, Publikationsmöglichkeiten, Messen  
und Seminare findet ihr im zweiten Teil des Tempest, der mit getrenn- 
ter Mail kommt! 
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Einsendeformalien: 
Einsendungen sind zu allen Rubriken von autorenforum.de - nach Rück- 
sprache - erwünscht. Zurzeit können jedoch noch keine Honorare gezahlt  
werden. Das Urheberrecht verbleibt bei der Autorin bzw. beim Autor.  

Einsendungen bitte im RTF-Format und per E-Mail, und zwar an:  
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Fragen zu Einsendungen sollten ebenfalls an diese Adresse gerichtet  
werden. Die genauen Richtlinien findet ihr unter der Adresse  
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   Ramona Roth-Berghofer public.relations at team pt autorenforum pt de  
   Gabi Neumayer                redaktion at team pt autorenforum pt de 
   Stefan Schulz                     webmaster at autorenforum pt de 
   Thomas Roth-Berghofer  
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