The Tempest

Ausgabe 27-10 (20. Oktober 2025)

   Editorial
   Hall of Fame 
   Neues aus der Buchszene 
   Praxistipp
       „Wenn's nicht flutscht“
   Schreibkurs
     „Fünf Übungen, die dich nach dem Sommer zurück in den Schreibflow bringen‟
      von Meike Blatzheim
    Autorenwissen
     „Was man von Felicitas Fuchs lernen kann‟
      von Hans Peter Roentgen 
    Impressum



EDITORIAL

Liebe Autor*innen,

na, aus dem Urlaub zurück und direkt hinein in die Herbstmüdigkeit? Meike Blatzheim hat fünf Schreibübungen, die euch zurück ins Schreiben bringen. Und wer einen zusätzlichen Tritt ... einen zusätzlichen Tipp braucht: Im „Praxis-Tipp“ geht es heute ebenfalls um dieses Thema.

Apropos Schreiben: Dabei schadet es ja nie, sich anzusehen, welche Tricks Bestsellerautor*innen so drauf haben. Hans Peter Roentgen lässt uns heute wieder einmal hinter die Kulissen blicken.

Und für die Pausen zwischendurch: Wie wäre es statt Instagram mal mit Ramonagram? Sie hat wieder wichtige News für Autor*innen im Netz gesammelt. 

Zitat des Monats, diesmal von Graham Greene:
„A writer's knowledge of himself, realistic and unromantic, is like a store of energy on which he must draw for a lifetime: one volt of it properly directed will bring a character to life.‟

Welche Tipps habt ihr, um ins Schreiben zu kommen? Schreibt uns! Gern, nachdem ihr uns einen freiwilligen Beitrag überwiesen habt - wie es geht, steht direkt hier unterm Editorial.

   Gabi Neumayer
   Chefredakteurin
~~~~~~~~~~~

Damit wir den Tempest auch in Zukunft weiterführen können, brauchen wir eure Hilfe: Wer uns unterstützen möchte, überweise bitte einen freiwilligen Jahresbeitrag (15 Euro haben wir als Richtwert gesetzt, aber ihr helft uns auch schon mit 5 oder 10 Euro weiter) auf das Konto:

     Susanne Schloßmacher
     Kreissparkasse Köln
     BIC: COKSDE33XXX
     IBAN: DE23 3705 0299 1142 1761 63
     Stichwort: „Beitrag Tempest“

Ihr könnt auch über unsere Website direkt per Paypal überweisen!

Und wer nicht überweisen möchte, kann uns den Beitrag auch weiterhin per Post schicken (Adresse am Ende des Tempest).


ISSN 1439-4669 Copyright 2025 autorenforum.de. Copyright- und Kontaktinformationen am Ende dieser Ausgabe


INHALT DIESER AUSGABE

TEIL 1

   Editorial
   Hall of Fame 
   Neues aus der Buchszene 
   Praxistipp
       „Wenn's nicht flutscht“
   Schreibkurs
     „Fünf Übungen, die dich nach dem Sommer zurück in den Schreibflow bringen‟
      von Meike Blatzheim
    Autorenwissen
     „Was man von Felicitas Fuchs lernen kann‟
      von Hans Peter Roentgen 
    Impressum

TEIL 2 (in separater E-Mail, falls ebenfalls abonniert)

   Veranstaltungen
   Ausschreibungen
   Publikationsmöglichkeiten
     mit Honorar
     ohne Honorar
   Seminare
   Messekalender

 


HALL OF FAME (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.)


Die „Hall of Fame“ zeigt die Erfolge von AbonnentInnen des Tempest. Wir freuen uns, wenn ihr euch davon motivieren und ermutigen lasst - dann werden wir euer neues Buch hier bestimmt auch bald vorstellen können.

Melden könnt ihr aktuelle Buchveröffentlichungen (nur Erstauflagen!) nach diesem Schema:

.......

AutorIn: „Titel“, Verlag Erscheinungsjahr (das muss immer das laufende oder das vergangene Jahr sein!), Genre (maximal 2 Wörter). Zusätzlich könnt ihr in maximal 60 Zeichen (nicht Wörtern!) inklusive Leerzeichen weitere Infos zu eurem Buch unterbringen, zum Beispiel eine Homepage-Adresse.

.......

Ein Beispiel (!):

Johanna Ernst: „Der Fall der falschen Meldung“, Hüstel Verlag 2015, Mystery-Thriller. Dann noch 60 Zeichen - und keins mehr! Inklusive Homepage!

.......

Ausgeschlossen sind Veröffentlichungen in Anthologien, Bücher im Eigenverlag und BoDs (sofern sie im Eigenverlag erschienen sind) sowie Veröffentlichungen in Druckkostenzuschussverlagen.

ACHTUNG!

Schreibt in eure Mail mit der Meldung immer auch hinein, dass ihr bestätigt, dass die Veröffentlichung weder im Eigenverlag noch in einem Verlag erschienen ist, bei dem der Autor irgendetwas bezahlt hat! Als Bezahlung gilt auch, wenn er Bücher kostenpflichtig abnehmen muss, Lektorat bezahlt o. Ä.

Schickt eure Texte unter dem Betreff „Hall of Fame“ an dDiese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein..

Wir berücksichtigen ausschließlich Meldungen, die nach dem obigen Schema gemacht werden und die Bestätigung zum Verlag enthalten. Änderungsaufforderungen zu Meldungen, bei denen das nicht der Fall ist, werden nicht mehr verschickt!

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Eva Mutscher: „Vom Alltag, der nicht mehr grau sein wollte‟, Verlag am Eschbach, 2025, Weisheitsgeschichte, Geschenkbuch. https://eva-mutscher-geschichten.eshop.t-online.de/

Eva Mutscher: „Wann fängt Weihnachten an?‟, Verlag am Eschbach, 2025, Adventsgeschichte, Weisheitsgeschichte. https://eva-mutscher-geschichten.eshop.t-online.de/

Eva Mutscher: „Das Märchen vom kleinen Wunsch‟, Verlag am Eschbach, 2025, Weisheitsgeschichte, Geschenkbuch. https://eva-mutscher-geschichten.eshop.t-online.de/


NEUES AUS DER BUCHSZENE (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.)


Wir leben in turbulenten Zeiten, die Buchbranche ist in Bewegung wie nie zuvor. Ob es nun um KI geht, die zunehmende Digitalisierung des Marktes oder all die neuen Chancen und Möglichkeiten, die sich Verlagsautoren und professionellen Selfpublishern bieten: Eine Nachricht jagt die nächste. Damit ihr den Überblick behaltet und nichts Wichtiges verpasst, fassen wir hier alle interessanten Links zusammen, die uns jeden Monat ins Auge fallen - natürlich ohne Anspruch auf Vollständigkeit.


Verlage / Buchmarkt


Von Booktok bis KI: Welche Trends die Buchbranche beschäftigen.

Unterstützung durch Kommunen gefordert. Zahl der Buchhandlungen in Deutschland sinkt auf Tiefststand.

Wie wirkt sich KI auf die Buchbranche aus?

Neue Statistik: Zahl der Buchhandlungen nimmt weiter ab.

Die Buchbranche feiert Rekordzahlen beim BookTok-Phänomen, verliert aber Millionen Käufer.

Insolvenzantrag jetzt auch für Mediengruppe Stein.

Die Barbara Buchhandlung in Moers nennt den Spiegel-Aufkleber das „Arschgeweih der Literatur‟.

Trump verklagt Penguin Random House.


Artikel / Interview


Ein Synchronsprecher wird durch KI ersetzt und kämpft gegen die Armut.

Wie KI den Kunstmarkt aufmischt.


Preise / Auszeichnungen


Independent-Verlage: Preisträger der Hotlist 2025!

Jugendliteraturpreis 2025: Die besten Bücher stehen fest.

Deutscher Buchpreis an Dorothee Elmiger: Holländerinnen, die im Dschungel verschwinden.

Der SPIEGEL legt Literaturpreis auf. Im Zentrum steht aktuelle belletristische Literatur.

Deutschlands schönstes Regionalbuch 2025.


KI


Ihre Entscheidung: Welche Bücher sollen einen KI-Hinweis erhalten?

KI Shop: Der Tod des Internets.

 


PRAXISTIPP (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.)


Kurz und knackig: Hier findet ihr Tipps aus jedem Bereich des Schreibens und Veröffentlichens. Teilt eure eigenen Tipps doch auch mit unseren Leser*innen!


„Wenn’s nicht flutscht“

Manchmal läuft es einfach nicht. Du sitzt vor dem Bildschirm, kämpfst mit einer Szene und statt Inspiration kommt nur Frust. Dann hilft kein Zwingen, sondern Loslassen. Leichter gesagt als getan, klar. Auch erfahrene Schreibende kennen diese Momente, in denen gar nichts mehr geht. Charlotte Link hat uns in einem Interview ihren Trick verraten: Steh auf, geh raus, bewege dich. Eine Joggingrunde oder ein Spaziergang können Wunder wirken. Jonas Jonasson zieht es dann oft in die Bibliothek, ins Café oder ans Meer.

Die frische Luft bläst den Knoten aus dem Kopf, und der Tapetenwechsel öffnet neue Horizonte. Deine Gedanken sortieren sich, Ideen sprudeln. Oft weißt du spätestens am nächsten Morgen, wie es weitergeht.

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Der Tipp stammt aus dem Buch „Bestseller schreiben wie Fitzek, Link, Adler-Olsen u. v. m.“, romanschule.de/temp-buch 

 


SCHREIBKURS (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.)


 „Fünf Übungen, die dich nach dem Sommer zurück in den Schreibflow bringen‟

von Meike Blatzheim

Nicht nur du warst in den Ferien, sondern auch dein Manuskript? Bei vielen meiner Coachees wird es im Sommer ruhiger. Das Wetter ist schön, Grillpartys, das Freibad und der Sommerurlaub locken, und die Arbeit an den eigenen Schreibprojekten gerät zwischenzeitlich in den Hintergrund.

Macht nichts! Fünf kreative Schreibübungen helfen dir, in nur zehn Minuten Schreibzeit zurück zum Text und in den Flow zu finden.

Die Perspektive eines Gegenstands

Such dir einen Gegenstand aus deinem Manuskript oder, wenn dir gerade keiner einfällt, einen aus deinem unmittelbaren Umfeld. Es darf so etwas Profanes wie ein Kaffeebecher oder eine Lesebrille sein. Was hat dieser Gegenstand über deine Figur zu sagen? Bring ihn zum Sprechen.

Drei unausgesprochene Gedanken

Nimm dir eine bereits geschriebene Szene vor. Notiere, was deine Hauptfigur in dieser Situation denkt, aber nicht ausspricht. Die reine Fingerübung ist hier schon beendet. Hast du Lust, stärker einzusteigen, überlege, ob das Unausgesprochene der Szene schon klar genug zu Tage tritt. Falls nicht, überarbeite sie dahingehend. (Solltest du zu dem Ergebnis kommen, dass das Unausgesprochene zu deutlich über der Szene hängt, kannst du natürlich auch in diese Richtung überarbeiten.)

Dialog-Sprung

Hüpf direkt in einen Dialog zwischen zwei (oder mehr) deiner Figuren, ohne Erklärung oder Einleitung. Fällt dir gerade keine Szene ein, versuch, mit etwas Banalem (das Wetter, der Einkauf, die Deutsche Bahn ist mal wieder zu spät) zu beginnen und das Gespräch von dort nach zwei bis drei Repliken in etwas Persönliches zu drehen.

Rückwärts schreiben

Schnapp dir den letzten Satz einer bereits geschriebenen Szene oder einer kompletten Geschichte. Versuche nun, eine neue Szene zu schreiben, die ebenfalls mit diesem Satz endet. Sollte sich das als zu schwierig entpuppen, kannst du den letzten Satz auch als neuen ersten Satz verwenden.

Soundtrack für deine Szene

Wenn dein Text verfilmt würde, welchen Soundtrack hätte er dann? Konzentriere dich bei einem Romanprojekt auf eine Szene, bei einer Kurzgeschichte kannst du vielleicht den kompletten Text hernehmen. Notiere zunächst Stichpunkte. Wie müsste die Musik klingen? Suche einen passenden Song, höre ihn mindestens einmal, und schreibe dann deine Szene – gern mit der Musik im Hintergrund – aus dem Gedächtnis neu. Hier endet die Fingerübung. Wenn du Lust hast, kannst du zusätzlich analysieren, was sich durch die Übung am Text geändert hat.

Stell dir beim Schreiben dieser Mini-Übungen unbedingt einen Timer auf zehn Minuten. Natürlich darfst du verlängern, aber Zeitknappheit hilft oft, den inneren Zensor auszuschalten. Denn es geht hier nicht um perfekte Szenen für dein Buchprojekt, sondern einzig darum, deine Fantasie und Schreiblust zu wecken und dich nach einer längeren Pause wieder in deinen Text hineinzufühlen.

Und jetzt: Schreib los!

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Meike Blatzheim, online auch bekannt als Textgefährtin, arbeitet als Lektorin, Literaturübersetzerin und Autorencoach. Außerdem bietet sie Schreibkurse an, z. B. im November 2025 den „Schreib-November“ als Ersatz zum seit diesem Jahr nicht mehr stattfindenden NaNoWriMo.

 


AUTORENWISSEN (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.)


„Was man von Felicitas Fuchs lernen kann‟

 von Hans Peter Roentgen

Felicitas Fuchs hat schon viele Romane geschrieben, die auf der Spiegel-Bestsellerliste gelandet sind. Eins davon ist „Die Akte Schneeweiß‟. Das spielt in der Nazizeit und der des Wirtschaftswunders.

Anders als viele andere Krimis oder Thriller beginnt es nicht mit einem Knall, sondern mit einer Beschreibung. Habe ich nicht immer vor Beschreibungen auf den ersten Seiten gewarnt? Schon. Aber dieses Buch zeigt uns, wie man es macht, ohne den Leser durch Infodumps abzuschrecken.

Was für ein Haus! Katja konnte sich bei der Besichtigung des Bungalows an all den schönen Dingen gar nicht sattsehen.
„Ihr habt euch ja nagelneu eingerichtet! Und alles ist so schick und modern‟, flüsterte ihre Mutter und strich mit der Hand nahezu liebevoll über das Polster eines zierlichen Sofas.
„Die Couch kann man ausklappen, falls mal Besuch übernachten will‟, erklärte die Nachbarin Tante Uschi.

Ein ruhiger Beginn mit ausklappbarer Couch. Wer hat heute noch eine Klappcouch für Besucher? Nur wenige. Klappcouches waren in den Sechzigern modern. Heute hat man Gästezimmer, wenn man wohlhabend ist, und das ist hier sichtlich der Fall. Wir springen so gleich in eine andere Zeit. Und die Beschreibung ist mit Handlung und Dialog verbunden, ganz wichtig.

Einen Fernseher mit Zimmerantenne gab es in diesem geräumigen Wohnzimmer, eine Musiktruhe und einen Tisch, den man mit einer Kurbel hoch- und runterdrehen konnte. Dann betraten sie eine Anbauküche mit himmelblauen Fronten. Selten hatte Katja ihre Mutter so staunend gesehen.
„Todschick‟, sagte sie, „todschick. Und was das gekostet hat!‟
Tante Uschi nickte. „Billig war das nicht. Aber wir mussten ja kein Grundstück kaufen, der Garten meiner Eltern war groß genug für ein zweites Haus. Aber du hast recht, das läppert sich.‟

Weiter geht es mit Ungewohntem. Fernseher mit Zimmerantenne, Musiktruhe, Tisch, den man hoch- und runterkubeln kann. Nur die älteren der Leserinnen können sich noch an solche Wohnungen erinnern.

Dazu erfahren wir etwas über die Personen. Geld ist ganz wichtig, wer sich viel leisten kann wie Tante Uschi, der wird bewundert. Und beneidet, wie von Katjas Mutter.

Ach ja, was wissen wir hier bereits über Katja? Sie ist jung, vermutlich ein Teenager. Sie kann sich an den Farben nicht sattsehen. Aber anders als ihre Mutter scheint sie die Nachbarn nicht wegen des Wohlstands zu beneiden.

Eine einfache Szene und wir wissen schon eine ganze Menge über die Personen, aber auch über die Zeit.

Die Nachbarin zwinkerte ihr zu. „Sogar mein Mann war gleich begeistert, ich musste ihn nicht lange … überzeugen … wenn du verstehst, was ich meine.‟ Dabei grinste sie mit verschwörerischem Blick.

Hier wird nicht gesagt, was gemeint ist. Aber die Mutter und die Leserin wissen sofort, was zwischen den Zeilen steht. Frauen nutzen Sex zur Überzeugung der Männer. Ob sie selbst Spaß haben, ist uninteressant. Und die Dinge werden nicht in Diskussionen geklärt, sondern der Mann bestimmt. Den müssen die Frauen verführen, damit sie bekommen, was sie wollen.

Natürlich redet man nicht offen darüber. Das wird im weiteren Roman noch eine wichtige Rolle spielen. All das, worüber in dieser Zeit nicht geredet wurde.

Auch hier: Wir erfahren das aus einem kurzen Dialogsatz. Nicht die Autorin erklärt es dem Leser, sondern ein typischer Satz dieser Zeit lässt den Leser das erschließen.

Katja hätte am liebsten eine Grimasse geschnitten. Dachten die Frauen, sie wüsste nicht, womit Männer sich am liebsten überzeugen ließen? Im März war sie vierzehn geworden, sie war doch nicht doof – und sie konnte lesen. Jeden Mittwoch ging sie in die Bücherei, um sich Lesefutter zu besorgen. Als sie neulich „Das ärztliche Hausbuch‟ zur Ausleihe auf den Tisch gelegt hatte, hatte Herr Frings sie über den Rand seiner Brille hinweg streng angesehen.
„Hör mal, das ist aber noch nichts für dich, mein Frollein!‟ Sie hatte behauptet, das Buch sei für die Mutter, die müsse etwas nachschlagen. Das stimmte nicht. Mutti hatte ihr Exemplar versteckt, weil sie, genau wie Herr Frings, der Meinung war, „so was‟ habe ein Mädchen nicht zu interessieren.
(Fuchs, Felicitas. Die Akte Schneeweiß: Roman – Ein ergreifendes Familiengeheimnis nach einer wahren Begebenheit, S. 5-6, Penguin Random House Verlagsgruppe GmbH, Kindle-Version)

Aha, Katja ist vierzehn. Aber sie weiß schon einiges. An den Klapperstorch glaubt sie nicht mehr. Hier kündigt sich an, was in den nächsten Jahren passieren wird. Sex wird nach und nach öffentlich werden, die Menschen dürfen darüber reden. Und Katja ist niemand, der sich durch „Darüber redet man nicht‟ und „Anständige Mädchen interessiert das nicht‟ abschrecken lässt. Der Bibliothekar ist noch alte Schule, aber Katja setzt sich durch. Sie lässt sich nicht so leicht durch Regeln gängeln. Auch das bereitet uns auf das Thema des Buches vor. Was alles unter den Tisch gekehrt wird und dass sich Katja darauf nicht einlassen wird.

Wir kennen aus der ersten Seite bereits die Zeit, erfahren, was „man‟ sagen kann und was nicht. Wer Katjas Mutter ist und dass Katja sicher bald das Schweigen durchbrechen wird.


Resümee

Verbinden Sie Beschreibungen mit Handlung und Dialog. Und beschreiben Sie nichts Beliebiges, sondern das Besondere, das den Leser in Szene und Umfeld versetzt.

**~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~**

Hans Peter Roentgen ist Autor der Bücher „Vier Seiten für ein Halleluja“ über Romananfänge, „Drei Seiten für ein Exposé“, „Schreiben ist nichts für Feiglinge“ und „Klappentext, Pitch und weiteres Getier“. Außerdem hält er Schreibkurse und lektoriert.    

 


UNSERE EXPERTINNEN UND EXPERTEN


Bitte schickt den Expert*innen nur Fragen zu ihrem Expertenthema - keine Manuskripte zur Beurteilung. Bitte verseht jede Anfrage mit einem aussagekräftigen Betreff. Sonst kann es sein, dass die Mail vorsichtshalber gelöscht wird.

Fragen (anonymisiert) und Antworten werden in der Regel hier im Tempest veröffentlicht, damit auch andere Autor*innen davon lernen können. Wer das aber nicht möchte, schreibt das bitte ausdrücklich dazu.

Drehbuch Oliver Pautsch Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.
Fantasy Stefanie Bense Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.
Heftroman Arndt Ellmer Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.
Historischer Roman Titus Müller Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.
Kinder- und Jugendbuch Sylvia Englert Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.
Kriminalistik Kajo Lang Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.
Lyrik Martina Weber Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.
Marketing Maike Frie Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.
Sachbuch Gabi Neumayer Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.
Schreibaus- und -fortbildung Uli Rothfuss Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.
Schreibhandwerk Ute Hacker Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.
Science-Fiction Andreas Eschbach Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.

Veranstaltungen, Ausschreibungen, Publikationsmöglichkeiten, Messen und Seminare findet ihr im zweiten Teil des Tempest, den ihr separat abonnieren müsst.


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 IMPRESSUM


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Ausgabe 27-11 (vom 20. November 2025)

TEIL 1 (Schreiben und Veröffentlichen):

   Editorial
   Hall of Fame 
   Neues aus der Buchszene 
   Praxistipp
       „10-Finger-Schreiben lohnt sich“
   Buchbesprechung
     „Writer’s Toolbox – Wie du einen Content-Plan erstellst“
     von Stephanie Müller
      besprochen von Maike Frie
    Autorenwissen
     „Was man von Stephen King lernen kann - Teil 1‟
      von Hans Peter Roentgen 
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