Echo-Service
Autorenwissen
"Schafft endlich die Normseite ab!"
von Ute Hacker
Marketingideen
"Drei, zwei, eins: DEINS -
eBay als Marketing-Aktionsplattform"
von Jana Paradigi
Buchbesprechung
"Kauf! Mich! Jetzt!"
besprochen von Gabi Neumayer
Interview mit Boris von Smercek
Fragen Sie Honeyball, Lektor und Autorenfresser
"Können Sie mir einen kurzen Leitfaden
des perfekten Kritisierens geben?"
von Stephan Waldscheidt
Frag die Expertin für Fantasy
(Stefanie Bense)
Frag die Expertin für Sachbücher
(Gabi Neumayer)
Frag die Expertin für Kriminalistik
(Nikola Hahn)
Hall of Fame
EDITORIAL:
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Liebe Autorinnen und Autoren,
das Unangenehme zuerst, dann haben wir es hinter uns: Ich muss euch
noch einen weiteren Monat um Geduld bitten, was die "Vier Seiten für
ein Halleluja" angeht. Das liegt daran, dass die kompetenten LektorIn-
nen, die sich uns dafür freundlicherweise kostenlos (!) zur Verfügung
stellen, alle durch ihren Beruf einen stressigen Arbeitsalltag ohne
festen Feierabend oder Wochenende haben. Daher verschiebt sich dann
für uns schon einmal ein Termin. Aber im nächsten Tempest wird es -
komme, was wolle - ein neues Lektorat geben, versprochen!
Allerdings haben wir in dieser Ausgabe so viel Spannendes, das Ihr das
Lektorat hoffentlich kaum vermisst. Jana Paradigi hat eBay als Marke-
tingplattform genutzt und eine individuelle Kurzgeschichte verstei-
gert, was ihr vor allem viel Aufmerksamkeit gebracht hat. Auch meine,
und so hat sie Ihre Erfahrungen für euch in einen Artikel gepackt. Ute
Hacker greift diesmal etwas an, womit sich jede/r AutorIn mehr oder
weniger erfolgreich herumschlägt: die Normseite. Ihre Vorschläge dazu
fordern eine Diskussion geradezu heraus - schreibt uns eure Meinung
und eure Erfahrungen dazu!
Honeyball hat sich auch wieder ins Zeug gelegt. Diesmal stellt er euch
einen sehr ... ähm ... persönlichen Leitfaden des Kritisierens vor.
Kai Bliesener hat den Autor Boris von Smercek interviewt, unsere Ex-
pertInnen teilen wieder ihr Fachwissen mit euch - und im zweiten Teil
des Tempest findet ihr besonders viele neue Ausschreibungen fürs neue
Jahr.
Der Tipp des Monats Januar, diesmal von Regina Seidel:
Besonders gelungen finde ich euer neues Angebot
"Vier Seiten für ein Halleluja". Hierzu gleich
mein Tipp: Den vorgestellten Text erst mal
selbst lektorieren und dann die eigenen Notizen
mit dem Lektorat vergleichen. Das schärft nicht nur
den Blick für fremde, sondern auch für eigene Texte.
Einen grippelosen und spannenden Schreib-Februar!
Gabi Neumayer
Chefredakteurin
~~~~~~~~~~~
Damit wir den Tempest auch in Zukunft weiterführen können, brauchen
wir eure Hilfe: Wer uns unterstützen möchte, überweise bitte einen
freiwilligen Jahresbeitrag (15 Euro haben wir als Richtwert gesetzt,
aber ihr helft uns auch schon mit 5 oder 10 Euro weiter) auf unser
Konto:
autorenforum.de
SEB Mainz (früher: BfG)
BLZ 550 101 11
Konto 14 24 18 99 00
Stichwort: "Beitrag 2005"
Für AuslandsabonnentInnen: Am 1. Juli 2003 wurden die Auslandsüberwei-
sungsgebühren gesenkt. Aber natürlich könnt ihr uns euren Beitrag auch
weiterhin per Post schicken (Adresse am Ende des Tempest).
Wer aus Österreich überweist, braucht außerdem diese Nummern (bitte
genau so zusammenschreiben!)
IBAN: DE69550101111424189900
BIC: ESSEDE5F550
~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~
ISSN 1439-4669 Copyright 2005 autorenforum.de. Copyright- und
Kontaktinformationen am Ende dieser Ausgabe
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INHALT DIESER AUSGABE:
TEIL 1:
Editorial
Inserate
Schreib-Kick
Echo-Service
Autorenwissen
"Schafft endlich die Normseite ab!"
von Ute Hacker
Marketingideen
"Drei, zwei, eins: DEINS -
eBay als Marketing-Aktionsplattform"
von Jana Paradigi
Buchbesprechung
"Kauf! Mich! Jetzt!"
besprochen von Gabi Neumayer
Interview mit Boris von Smercek
Fragen Sie Honeyball, Lektor und Autorenfresser
"Können Sie mir einen kurzen Leitfaden
des perfekten Kritisierens geben?"
von Stephan Waldscheidt
Frag die Expertin für Fantasy
(Stefanie Bense)
Frag die Expertin für Sachbücher
(Gabi Neumayer)
Frag die Expertin für Kriminalistik
(Nikola Hahn)
Hall of Fame
Impressum
TEIL 2 (nur für Abonnenten):
Veranstaltungen
Ausschreibungen
Publikationsmöglichkeiten
mit Honorar
ohne Honorar
Seminare
Messekalender
Impressum
~~~~~~~~~
Auf unserer Homepage gibt es mittlerweile einen praktischen Service
für orientierungslose Tempest-LeserInnen: Inhaltsübersichten für ein-
zelne Tempest-Jahrgänge, nach AutorInnen sortiert. Martin Eberhard
Kamprad (http://www.ekamprad.de) hat freundlicherweise die aufwendige
Arbeit übernommen, nach und nach die Verzeichnisse für alle bisherigen
Jahrgänge zu erstellen.
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Kleinanzeigen
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(Die Redaktion behält sich vor, Anzeigen zu kürzen oder Anzeigen, die
gegen Rechte Dritter, das Urheberrecht oder Jugendschutzbestimmungen
verstoßen, abzulehnen.)
Private Anzeigen kosten bis zu fünf Zeilen 1,60 Euro pro Zeile. Jede
weitere Zeile kostet 1,10 Euro.
Anzeigen von nicht kommerziellen Literatur-Organisationen etc. sind
kostenlos (max. 5 Zeilen á 60 Zeichen).
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bis zu fünf Zeilen 2,60 Euro pro Zeile. Jede weitere Zeile kostet 1,60
Euro.
Anzeigenschaltung unter mailto:werbung at team punkt autorenforum punkt de.
Der Abdruck erfolgt nur gegen Vorkasse (Scheck / bar / Überweisung auf
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Für Übermittlungsfehler haftet autorenforum.de nicht.
Aus organisatorischen Gründen liegt der Anzeigenschluss für den Tem-
pest am 12. jedes Monats. Später eingegangene Anzeigen können wir dann
erst für die nächste Ausgabe berücksichtigen.
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INSERATE:
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(mailto:werbung at team punkt autorenforum punkt de)
www.jens-neuling.de: Bücher - Ambiente - Räucherwerk
__________
TKT-Warm up wendet sich an alle, die im Bereich Handwerk des Schrei-
bens noch Lücken haben und diese gemeinsam systematisch schließen wol-
len, bevor sie sich größeren Projekten zuwenden oder keine Zeit für
größere Projekte haben, aber trotzdem regelmäßig schreiben wollen, um
in Übung zu bleiben.
Die Werkstatt findet im Internet statt, Einstieg ist jederzeit mög-
lich, Infos unter: http://www.textkraft.de/pageID_597248.html
__________
Lektor für Texte gesucht?
Mein Name ist Andreas Meyer; ich habe Literaturwissenschaften, Lingu-
istik und Philosophie studiert (mit Auszeichung) und lektoriere seit
mehreren Jahren. Da ich selbst als Schriftsteller (aber auch als Hör-
buchproduzent - z. B. für "Die Siedler von Catan") tätig bin, kenne
ich sowohl kreative als auch technische Anforderungen verschiedener
Medien. Meine Spezialgebiete sind Fantasy, Horror und Science Fiction.
Das biete ich Ihnen:
Begutachtung und Lektorat (z. B. von Exposé, Kurzgeschichte, Roman)
Detailbesprechung (Charaktere, Dialoge, Plot, Setting, Stil, Atmosphä-
re)
Feedback für wissenschaftliche Arbeiten und Sachbücher
Sie sind interessiert? Mailen Sie mir: mailto:Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.
__________
Neu - Neu - Neu: DEUTSCHES JAHRBUCH FÜR AUTOREN, AUTORINNEN 2005/2006
die völlig neu recherchierte Ausgabe erscheint Ende Januar 2005:
http://www.autorenhaus.de/verlagsprogramm/jahrbuch/index.shtml
__________
Vom Manuskript zum Buch: Sie suchen eine fachlich versierte und sach-
lich kompetente Unterstützung und Beratung in Bezug auf die Arbeit an
und mit Ihrem Manuskript? Als renommierte Lektorin unterstütze ich Sie
gerne bei Ihrem Buchprojekt. Simone Verwied, Tel.: (0 21 95) 68 88 97,
mailto:Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein. , Internet:
http://www.autorenservice.com
__________
Schreibreisen nach Norwegen und in die Toskana
Lassen Sie sich gemeinsam mit Gleichgesinnten von wundervoller Land-
schaft und reicher Geschichte inspirieren!
In einem Rahmenprogramm biete ich Ausflüge zu historisch und kulturell
interessanten Orten an, vor allem wird es jedoch viel Zeit zum Schrei-
ben und zum Austausch mit anderen Autoren geben. Je nach Wunsch können
Sie sich mit vorbereiteten Aufgaben auseinander setzen oder an Ihren
eigenen Projekten arbeiten. Ich stehe Ihnen jederzeit als Ratgeber,
Lektor und Gesprächspartner zur Verfügung.
Termine 2005: --- Norwegen: 22. bis 29. Juli --- Toskana: Oktober.
Mehr unter: http://www.textwerkstatt-muench.de. Oder schreiben Sie mir
direkt: Niels-Arne Münch, mailto:Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein. .
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SCHREIB-KICK:
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(mailto:redaktion at team punkt autorenforum punkt de)
Unser Schreib-Kick für den Januar, diesmal von Claudia Arnold:
Wenn ich mit Personen nicht weiterkomme, dann "suche" ich meine han-
delnden Personen, bis ich sie gesehen habe. Beim Einkaufen, beim Spa-
zierengehen oder wo sonst Menschen sind, warte ich, und früher oder
später kommt jemand, in dem ich z. B. meine Protagonistin wiedererken-
ne.
Nun ist diese fremde Person schon auf den ersten Blick viel komplexer
und weniger klischeehaft, als ich sie mir ausgedacht habe, und sie
kann Merkmale haben, die mich sehr betroffen machen, aber die in mei-
ner ursprünglichen Figur gar nicht angelegt waren. Plötzlich läuft
dann die Geschichte in meinem Kopf los, wahrscheinlich, weil ich nun
eine realistischere Vorstellung habe. - Etwas geniert gebe ich zu,
dass ich schon einmal einem jungen Mann durch mehrere Straßen nachge-
gangen bin - aber er sah so vollkommen wie der "Bücherwurm mit Sexap-
peal" aus, über den ich schreiben wollte, dass ich einfach noch eine
Weile länger hinschauen musste.
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ECHO-SERVICE:
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(mailto:redaktion at team punkt autorenforum punkt de)
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Darmstädter Spät Lese Abend
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Sehr geehrte Autorinnen und Autoren,
für den Darmstädter Spät Lese Abend suche ich noch Menschen, die etwas
geschrieben haben und ihre Werke gern einmal einem Publikum vorstellen
möchten. Es gibt keine Beschränkung des Themas. Ob nun Fantasy oder
Krimi oder Liebesromane. Alle Themen sind erlaubt, ja erwünscht. Nur
so kann die Vielfalt der SchriftstellerInnen vorgestellt werden.
Der Darmstädter Spät Lese Abend findet jeden letzten Mittwoch im Monat
statt. Ich als Veranstalter verdiene kein Geld, der Raum im Kaffeehaus
ist kostenlos, der Eintritt für die Besucher ebenfalls. Aus diesem
Grund kann ich für AutorInnen leider kein Honorar bezahlen. Daher
lohnt sich der Vorleseabend nur für AutorInnen, die in der Nähe von
Darmstadt wohnen oder zufällig während des Termins in der Nähe sind.
Ich möchte sie trotzdem gern einladen, an den Lesungen teilzunehmen.
Bisher fanden zwei Spät Lese Abende statt. Allen, den Autoren wie den
Zuhörern, machte es viel Spaß. Deswegen suche ich weitere schriftstel-
lernde Menschen für den Abend. Interessenten wenden sich bitte an
mailto:Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein. .
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AUTORENWISSEN:
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(mailto:redaktion at team punkt autorenforum punkt de)
"Schafft endlich die Normseite ab!"
von Ute Hacker
Als Expertin für Schreibhandwerk erhalte ich die unterschiedlichsten
Anfragen, eine jedoch wiederholt sich in steter Regelmäßigkeit: Wie
formatiere ich eine Normseite? Wobei diese Anfragen meist ein Hilferuf
sind, denn die AutorInnen wollen in der Regel an einem Wettbewerb
teilnehmen, und der Abgabetermin steht vor der Tür.
Sie haben - fast - alle Hürden geschafft: Sie haben einen Text ge-
schrieben, sie sind damit auch einigermaßen zufrieden, sie haben ihn
sogar rechtzeitig fertiggestellt - doch nun drohen sie an einer Forde-
rung im Ausschreibungstext zu scheitern: maximal 10 Normseiten (30
Zeilen à 60 Zeichen). Stunden-, ja tagelang versuchen sie, in ihrer
Textverarbeitung eine Einstellung zu finden, die diese Vorgaben er-
füllt. Ich behaupte, sie alle scheitern daran, denn es gibt keine Ein-
stellung.
Daher meine Forderung an alle Verleger, Ausschreibenden und Herausge-
ber: Schafft endlich die verflixte Normseite ab!
Zugegeben: Was man so alles an Kreationen erhält, wenn man eine Aus-
schreibung macht, ist abenteuerlich. Als Herausgeberin verschiedener
Anthologien weiß ich, wovon ich spreche. Handschriftliches Gekritzel
auf Butterbrotpapier mit Kaffeeflecken gibt es zum Glück nicht mehr,
aber Schriftgröße 8 Punkt, einzeiliger Abstand, keine Absätze, jeweils
1 cm Rand ist nach wie vor keine Seltenheit.
ABER - liebe Verleger, Ausschreibenden, Herausgeber etc: Ist denn das
Äußere wirklich wichtiger als der Inhalt? Werfen Sie einen Text auto-
matisch in den Müll, nur weil die Normseite nicht eingehalten wurde?
Ich behaupte: nein, denn dann hätte ich bis heute keine einzige Zeile
veröffentlichen dürfen.
Damals ...
Woher stammt der Begriff Normseite eigentlich? Die Älteren unter uns
können sich sicher noch an PC-freie Zeiten erinnern, als man Manu-
skripte noch mühsam mit der guten, alten Schreibmaschine tippte. Es
gab in der Regel nur einen Schrifttyp (Courier), der sich vor allem
durch eines auszeichnete: Jeder Buchstabe, egal welchen Platz er bean-
sprucht, hat dieselbe Breite. Ein "i" nimmt also denselben Raum ein
wie ein "m". Da ist es natürlich ein Leichtes, 60 Zeichen in eine Zei-
le zu packen, und das regelmäßig über die gesamte Seite verteilt.
Aber wir leben jetzt im Zeitalter der modernen Medien. Selbst Autoren,
die eine Erstfassung noch mit der Hand schreiben, haben in der Regel
jemanden, der das Manuskript früher oder später in einen Computer
tippt. Und natürlich möchte man auch die Vorzüge eines PC ausnutzen
(ich gebe zu, dass hier AutorInnen manchmal etwas übertreiben). Kein
Mensch kann ernsthaft erwarten, dass ich einen Text in Courier setze,
nur damit ich eine Normseite erhalte! Nicht nur ist diese Schrift
scheußlich, man tut sich auch schwer, sie zu lesen. Dafür hat man ja
die Proportionalschriften erfunden, um dem Leser entgegenzukommen.
(Proportionalschrift deshalb, weil jeder Buchstabe hier nur den Platz
erhält, den er beansprucht. Ein "i" ist hier also sehr viel anspruchs-
loser als ein "m".)
Machen Sie den Test. Drucken Sie eine Seite in Courier aus und eine in
Times New Roman oder einer anderen Proportionalschrift, und Sie werden
den Unterschied sehr schnell sehen.
Zeichen statt Zeilen
Nicht alles, was aus den USA kommt, ist gut, aber auch hier haben die
Amerikaner eine Vorreiterrolle übernommen. Sie verlangen Texte, die
eine bestimmte Anzahl von Zeichen nicht überschreiten dürfen. Darüber
hinaus machen sie Vorgaben für Rand- und Zeileneinstellungen, und her-
aus kommen einheitlich aussehende Manuskripte, ohne dass der Autor
sich stundenlang abmühen muss. Warum stellen wir nicht auch auf diese
Vorgabe um? Die heißgeliebte Normseite hat 1.800 Anschläge (60 Zeichen
x 30 Zeilen). Wenn ich also Texte haben möchte, die eine Länge von
maximal 10 Normseiten haben, kann ich Texte mit maximal 18.000 Zeichen
fordern. Jede moderne Textverarbeitung kann die Zeichen eines Textes
zählen, man hat als Autor also jederzeit den Überblick. (Achtung:
Manchmal werden die Leerzeichen mitgezählt, manchmal nicht!) Kombi-
niert mit den oben erwähnten Angaben für Rand- und Zeileneinstellung
wäre das eine wunderbare Hilfe für alle AutorInnen.
Es wäre wünschenswert, wenn sich diese Vorgaben so bald wie möglich
durchsetzten und damit die lästige Normseite ablösten. Kein Verleger
kann ernsthaft daran interessiert sein, dass sich ein Autor mehr mit
der Formatierung als mit dem Schreiben des Textes befasst. Deshalb
rate ich allen AutorInnen, die sich Hilfe suchend an mich wenden, die
Normseite zu ignorieren und meine Einstellungen zu verwenden:
- Ränder: oben 2,7 cm, unten 2,5 cm, links 3,0 cm, rechts 2,75 cm,
Bundsteg 0 cm, Kopfzeile 1,25 cm, Fußzeile 2,0 cm
- Schrift: Arial, 13 Punkt; Zeilenabstand 1,5
- Einzug 1. Zeile: 1 cm (Ausnahme bei neuem Absatz, also nach einer
Leerzeile)
- Flattersatz; mit Silbentrennung, wenn ich den Text selbst ausdrucke,
ohne Silbentrennung per E-Mail
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Ute Hacker schreibt Kurzgeschichten und Romane für Kinder und Erwach-
sene und ist Herausgeberin diverser Krimianthologien. Kürzlich er-
schien "Tatort Kanzel" (Fr. Wittig Verlag), herausgegeben zusammen mit
Tatjana Kruse. Sie ist seit vielen Jahren Mitglied der International
Online Writing Group. Derzeit arbeitet sie an ihrem zweiten Kriminal-
roman. Mehr Informationen auf http://www.utehacker.de/
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MARKETINGIDEEN:
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(mailto:redaktion at team punkt autorenforum punkt de)
"Drei, zwei, eins: DEINS - eBay als Marketing-Aktionsplattform"
von Jana Paradigi
Ich bin eine junge, aufstrebende Autorin und immer auf der Suche nach
ergiebigen, publikumswirksamen Marketingaktionen. In diesem Artikel
möchte ich euch von meiner Idee, Motivation und Erfahrung mit meiner
Werbeversteigerung bei eBay berichten.
Ernst gemeinte Vermarktung einer Nachwuchsautorin und eine kommerziel-
le Versteigerungsplattform, auf der man vom verschimmelten Käsebrot
über Dildos bis hin zu Escada-Kostümen alles ergattern kann, was der
Geldbeutel hergibt - passt das überhaupt? eBay - eine Möglichkeit,
sich einen Namen zu machen, oder geistige Prostitution, durch die man
in Verruf gerät? Bildet euch eure Meinung, und lasst uns darüber dis-
kutieren!
Was war die Ausgangssituation für meine Idee?
Nachdem ich es geschafft hatte, durch Literaturwettbewerbe mehrere
Kurzgeschichten in Anthologien unterzubringen, hatte ich den Drang,
der Öffentlichkeit von mir und den Büchern zu erzählen. Ich wollte
durch eine ausgefallene Werbeaktion auf mich als Autorin aufmerksam
machen. Es musste etwas sein, das mich zumindest kurzzeitig aus der
Masse all der anderen aufstrebenden AutorInnen heraushob.
Da die Bücher mit meinen Geschichten alle im Herbst erschienen und
Anfang Oktober passgenau auch noch die Frankfurter Buchmesse statt-
fand, war der Terminrahmen (4.10. - 17.10.04) schnell gefunden.
Ich wollte meine Werbung mit möglichst geringem Aufwand so breit wie
möglich in der Öffentlichkeit streuen. Um möglichst viele Menschen zu
erreichen, suchte ich also nach einer etablierten Plattform, die für
meine Zwecke geeignet war.
Die spontane Antwort hieß eBay. Ein Ort, an dem sich tausende Menschen
tagtäglich bewegen und so ziemlich alles möglich ist. Zusätzlicher
Bonuspunkt war das immer wiederkehrende Interesse der Medien an beson-
ders ausgefallenen Aktionen bei eBay.
Aber was genau sollte ich versteigern? Die Idee lag nahe: eine von mir
für den Höchstbietenden exklusiv geschriebene Kurzgeschichte.
Wie machte ich es für die Bieter interessant, bzw. warum sollten sie
mitsteigern wollen? Sie durften im Kreationsprozess mitwirken. Zusätz-
lich baute ich eine Preisstaffelung ein.
Der Höchstbietende durfte aus einer Auswahl von Genres wählen (Erzäh-
lung, Fantasy, Science-Fiction), durfte die Ausrichtung bestimmen
(spannend, skurril etc.) und zusätzlich auch noch drei deutsche
Schlagworte vorgeben, die in der Geschichte eine Rolle spielen soll-
ten. Je höher der Preis ausfallen würde, umso mehr Seiten sollten es
außerdem werden.
Was waren meine Ziele?
- die Presse auf mich aufmerksam machen
- Leser auf mich aufmerksam machen
- meinen Namen im literarischen Umfeld positionieren, z. B. bei Maga-
zinen und Redakteuren
- möglichst viele Menschen für die eBay-Aktion interessieren und damit
Bieter; denn nur wenn bei einer Versteigerung auch geboten wird, er-
regt sie Aufmerksamkeit
Wie habe ich dafür geworben?
- Ich habe Bannerwerbung auf der Website und im Newsletter der Frank-
furter Buchmesse platziert.
- Ich habe im Aktionszeitraum bei Google über AddWords Text- und Bil-
dAdds geschaltet.
- Ich habe an ca. 80 Adressen (Zeitungen, Magazin, TV, Radio) eine
professionell gestaltete Pressemeldung per Post versendet.
- Ich habe weiteren ca. 40 Adressen die Pressemeldung per E-Mail ge-
schickt.
- Ich habe Din-A4-Flyer in die BuCon-Besuchertaschen stecken lassen
(Science-Fiction- und Fantasy-Fanmesse).
- Ich habe kleine Flyer gedruckt und selbst am Wochenende auf der
Frankfurter Buchmesse verteilt.
- Zusätzlich habe ich ein Werbe-T-Shirt (Bügelfolie!) getragen, mit
meinem Aktions-Slogan und der Internet-Adresse meiner Homepage.
- Ich habe in jedem Online-Forum, in dem ich aktiv bin, einen Beitrag
geschrieben und wenn möglich einen Banner platziert.
- Ich habe Verlage, in deren Anthologien ich erscheine, darum gebeten,
mein Banner zu zeigen und vielleicht ein Autoren-Portrait von mir on-
line zu stellen.
Was hat es mir gebracht?
- Ich habe zumeist sehr positives Feedback (von Messebesuchern, Auto-
renkollegen, Verlagen, Bekannten etc.) zu meiner Idee und Aktion er-
halten.
- Innerhalb von zehn Tagen (Zeitraum der Versteigerung) wurden insge-
samt 38 Gebote abgegeben mit einem Endpreis von 74 Euro.
- Ich hatte über 500 Besucher auf meiner eBay-Seite und mehr als 1.050
Interessierte auf meiner Autoren-Homepage.
- Auf mehreren Internetseiten wurden News über meine Aktion veröffent-
licht (unter anderem bei BuchMarkt.de).
- Ich bin auf der Buchmesse spontan vom hr-Radio interviewt worden.
- Ich wurde vom Münchner Merkur (Tageszeitung) zu einem Interview ge-
beten. Ergebnis: ein großer Artikel und ein Foto im Lokalteil noch
während der Aktion.
- Ich wurde von der Süddeutschen Zeitung (Tageszeitung) zu einem In-
terview eingeladen. Ergebnis: als Nachfassaktion ein langer Artikel im
Lokalteil.
- Durch beide Zeitungsartikel habe ich mehrere Anfragen für mögliche
Projekte im Bereich Kurzgeschichte und Roman erhalten.
- Durch die Versteigerung bekam ich Kontakt zu Lektoren eines renom-
mierten Verlags.
Wie bewerte ich das Ergebnis?
Die Aktion war ein voller Erfolg in puncto Werbung und hat mir viel
Erfahrung und die gewünschte Aufmerksamkeit gebracht.
Rein finanziell habe ich natürlich draufgezahlt, denn 74 Euro wiegen
die Ausgaben nicht annähernd auf. Doch ich wollte die gesamte zur Ver-
fügung stehende Palette an Möglichkeiten einmal ausprobieren; denn nur
was man kennt, kann man beurteilen.
Was ist schlecht gelaufen?
Der Newsletter der Frankfurter Buchmesse wurde leider früher versen-
det, als ich erwartet hatte, so dass der Werbeeffekt dort gleich Null
war.
Neben den positiven Stimmen gab es natürlich auch negative. Eine Auk-
tion bei eBay sei "geistige Prostitution" und Verrat an der Kunst. Ich
verstehe auch diese Ansicht und toleriere sie, wissend, dass nicht
jeder für die Masse schreiben und mit den Medien zusammenarbeiten
möchte. Literatur als Kunst hat vielerlei Auslegungen, und als AutorIn
muss man darauf gefasst sein, dass man auf die eigene kritisch ange-
sprochen wird, wenn man sich der Öffentlichkeit präsentiert.
Ich persönlich sehe aber (im Moment) keinen Schaden für meinen Ruf -
so wie von manch einer Stimme prophezeit. Ganz im Gegenteil.
Was habe ich gelernt?
- Das Versenden von Pressemeldungen hat einen hohen Streuverlust, ist
aber ein wichtiges Mittel, um die Presse zu erreichen.
- Zeitungsartikel sind ein sehr wirkungsvolles Mittel, um auf sich
aufmerksam zu machen.
- Teure Maßnahmen sind nicht immer die besten!
- Wenn man will, dass über einen gesprochen wird, dann erreicht man
sowohl Befürworter als auch Kritiker. Dabei geht es nicht immer fair
zu. Man sollte aber jede Meinung stehen lassen und auf keinen Fall zu
schnell in Verteidigungshaltung gehen. Mein Motto: Feedback entgegen-
nehmen und selbst entscheiden, was man am Ende davon annehmen möchte.
- Kontakte helfen einem sehr weiter. Man muss nur den Mut haben, sich
bei dem einen oder anderen zu rühren. Traut euch!
Zum Abschluss muss ich fairerweise noch anführen, dass ich hauptberuf-
lich sehr viel mit dem PC, Internet, Grafik und Programmierung zu tun
habe. Dadurch sind mir solche Aufgaben wie die eigene Webseite, Ban-
nererstellung und Flyer-Design sicherlich leichter gefallen als manch
einem anderen. Die Nutzung meiner eigenen Ressourcen hat mir auf jeden
Fall viel Geld und viele Nerven gespart, andererseits aber auch Zeit
gekostet.
Meiner Meinung nach sollte ein Autor allen Mut zusammennehmen und bei
jeder Gelegenheit mit stolzgeschwellter Brust "hier!" schreien. Dabei
sind durchaus ungewöhnliche Mittel erlaubt - denn Aufmerksamkeit ist
der erste Schritt zu einem Kontakt.
Man sollte sein Versprechen von ernst gemeinter, guter und unterhalt-
samer Literatur aber auch einlösen können, denn sonst fehlt der gut
gemachten Verpackung schlussendlich der Inhalt.
Doch, wie gesagt: Bildet euch eure eigene Meinung, und teilt sie mit
mir! Entweder über das Kontaktformular auf meiner Website:
http://www.janaparadigi.de oder gleich an: mail-
to:Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein. .
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Janka Ptacek, geboren 1972 in München. Hauptberuflich technische Lei-
terin im Bereich neue Medien, schreibt seit 2001 als freiberufliche
Autorin Kurzgeschichten und Romane. Unter dem Pseudonymen Jana Paradi-
gi (Erzählung, Fantasy, Science-Fiction) und Hedda Hunch (Krimi, Ero-
tik) veröffentlichte sie 2004 in über zehn Anthologien und Magazinen.
Tel.: (01 71) 83 12 122; mailto:Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein. .
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BUCHBESPRECHUNG:
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(mailto:redaktion at team punkt autorenforum punkt de)
"Kauf! Mich! Jetzt!"
besprochen von Gabi Neumayer
Bernd Röthlingshöfer hat vor kurzem eine virtuelle Buchtournee durch-
geführt (ein Bericht darüber ist im Tempest 6-12 erschienen), die zu
dem hier vorgestellten Buch läuft gerade. Eine Buchtournee: Das ist
nur eine der vielen - auch ungewöhnlichen - Marketingideen für Auto-
rInnen und SelbstverlegerInnen in diesem Buch. Hier eine Auswahl der
Themen:
- Zielgruppenanalyse und -planung
- Basiswissen Buchmarkt für Selbstverleger
- Vor der Veröffentlichung
- Werbung im eigenen Umfeld
- Internet: Website gestalten, in Suchmaschinen gefunden werden,
Weblog statt Website, Werbestrategien fürs Internet, E-Mails und News-
letter einsetzen, virtuelle Buchtournee
- Wie man in die Presse kommt: Ansprechpartner finden, gute Pressemit-
teilungen schreiben, Rezensionen bekommen, Presseveranstaltungen
- Buchhandel und andere Vertriebsstätten
- Lesungen: planen, durchführen, Kooperationen
- Wie Mundpropaganda funktioniert
- Außenwerbung
Jede Menge Themen, die praxisbezogen aufbereitet sind. Nicht nur durch
Tipps und originelle Ideen, sondern auch durch Interviews, Kontaktad-
ressen und - besonders nützlich - konkrete Preiskalkulationen, zum
Beispiel für Werbebanner im Internet, Plakate und den Einsatz von PR-
Profis.
Ein Buch für zwei Zielgruppen (AutorInnen und SelbstverlegerInnen):
Dieses Konzept hat positive, aber auch negative Effekte. So können
AutorInnen in klassischen Verlagen durchaus von manchen Tipps profi-
tieren, die vor allem für SelbstverlegerInnen gedacht sind. Ein Kapi-
tel wie das über Vertriebsstätten beispielsweise ist hingegen nur für
diejenigen interessant, die selbst verlegen. Und manche Hinweise hät-
ten deutlicher nach Zielgruppen unterschieden werden müssen. So darf
beispielsweise ein Autor, der in einem klassischen Verlag veröffent-
licht, ohne Rücksprache keine Leseproben auf seine Website setzen -
was für einen Selbstverleger kein Problem ist.
Dieses Buch spricht die zentralen Themen des Autorenmarketings an -
und noch einige mehr. Angesichts der schieren Menge der Themen wird
dabei vieles nur angerissen, so dass man manchmal tiefer gehende Ana-
lysen, Hinweise und Beispiele vermisst. Aber letztlich kommt es ja
darauf an, dass jede/r AutorIn ein eigenes Konzept für sich entwi-
ckelt. Und dafür bietet dieses Buch allemal genug Material - von Ideen
über Kalkulationen und Adressen bis zu konkreten Beispielen aus der
Praxis.
Bernd Röthlingshöfer: "Kauf! Mich! Jetzt! Die besten Werbestrategien
für Autoren und Selbstverleger", 192 Seiten, 14,90 Euro, BoD; Website
des Autors: http://berndroethlingshoefer.typepad.com/mbb
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INTERVIEW:
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(mailto:redaktion at team punkt autorenforum punkt de)
"Durchhalten, durchhalten, durchhalten!"
Interview mit Boris von Smercek
Die letzten beiden Veröffentlichungen von Boris von Smercek sind "Han-
nibals Märchen - von einem, der auszog, seinen Traumberuf zu leben"
(Econ 2004, Business-Fabel) und "Das Matthäus-Projekt" (Bastei Lübbe
Taschenbuch 2004, Thriller). Seine Internet-Adresse:
http://www.borisvonsmercek.de.
Kai Bliesener: Herr von Smercek, bevor Sie sich dem Schreiben gewidmet
haben, haben Sie den Weg einer klassischen Bankkarriere eingeschlagen,
also nicht gerade eine kreative oder künstlerische Laufbahn im Blick.
Wie kam es zu dem Entschluss, ein Buch zu schreiben?
Boris von Smercek: Als Jugendlicher wollte ich eine Zeit lang Regis-
seur werden. Damals habe ich mir auch schon einige Gedanken zu den
Filmen gemacht, die ich später einmal drehen wollte. Allerdings ist
daraus nie etwas geworden. Regisseur - das war mir dann doch etwas zu
gewagt. Also entschied ich mich für einen vernünftigen Beruf bei einer
großen deutschen Sparkasse. Während meiner Ausbildung und der ersten
Jahre im Job kam so viel Neues auf mich zu, dass ich gar nicht mehr an
meinen Jugendtraum dachte. Aber irgendwann kam die kreative Ader wie-
der durch, und ich sagte mir: Filme sind schließlich nicht die einzige
Möglichkeit, Geschichten zu erzählen. Warum versuchst du nicht, ein
Buch zu schreiben? So schwer kann das ja nicht sein!
Ich muss dazu sagen, dass ich zu dem Zeitpunkt zwar begeisterter Leser
war, aber keinerlei Übung im Schreiben hatte. Meine Einstellung war
also ziemlich naiv. Rückblickend bin ich jedoch froh darüber, denn
sonst hätte ich es vielleicht niemals ausprobiert.
KB: War es schwer, ein geeignetes Thema für den Erstling zu finden?
BvS: Überhaupt nicht. Ich habe einfach einen Stoff genommen, den ich
Jahre zuvor als Drehbuch aufarbeiten wollte. Wenn man so will, habe
ich mir einfach "meinen Film geschrieben".
KB: Wie sind Sie an Ihr erstes Buch rangegangen: Einfach hingesetzt
und drauflos geschrieben, oder hatten Sie einen fertigen Plan im Kopf?
BvS: Wie bereits erwähnt, bin ich ziemlich naiv an "Tod im Regenwald"
herangegangen. Ich hatte zwar ein paar Ideen im Kopf - ich wusste bei-
spielsweise, dass ich ein Flugzeug im brasilianischen Dschungel ab-
stürzen lassen wollte und dass die Geschichte vorwiegend in einer tro-
pischen Forschungsstation spielen sollte -, mehr aber auch nicht. Ich
dachte, beim Schreiben würde sich schon alles weitere ergeben. Im
Nachhinein würde ich das nie wieder machen! Aber damals wusste ich es
eben nicht besser.
Also habe ich mir meinen Sommerurlaub 1995 reserviert, um das Skript
zu schreiben. Morgens ging ich ins Freibad, um mir ein paar Notizen zu
machen und die nächsten Kapitel zu überlegen. Mittags bin ich dann
nach Hause gegangen und habe mich an mein Notebook gesetzt. Ich war
davon überzeugt, das Buch in drei Wochen fertig zu haben, zumindest
die Rohfassung. Rein rechnerisch hätte es auch funktionieren können:
10 Seiten pro Tag über drei Wochen hinweg ergibt 210 Seiten. Aber die
Praxis sieht eben oft anders aus als die Theorie. Etwa ab Seite 100
hat nichts mehr zusammengepasst - die Quittung dafür, dass ich einfach
drauflos geschrieben habe. Ich hatte keine Ahnung, wie ich die einzel-
nen Erzählstränge zusammenführen und eine sinnvolle - und noch dazu
spannende - Geschichte daraus machen sollte. Am Ende musste ich einse-
hen, dass es das Beste wäre, das Skript in den Papierkorb zu werfen
und noch mal von vorn anzufangen. Natürlich konnte ich auf vieles zu-
rückgreifen, was ich mir in der ersten Version erarbeitet hatte. Den-
noch war es eine schmerzliche Erfahrung. Aus meinen geplanten drei
Wochen wurden letztlich etwa zwei Jahre - zwei komplette Sommer- und
Winterurlaube und unzählige Stunden an Abenden und an Wochenenden.
KB: Hatten Sie zwischendurch auch mal Zweifel an Ihrem ersten Roman-
projekt?
BvS: Natürlich habe ich mich zwischendurch immer wieder gefragt, wie
viel Arbeit ich noch investieren will - für ein Projekt mit ungewissem
Ausgang. Aber je länger ich an meinem Skript schrieb, desto schwerer
fiel es mir, wieder damit aufzuhören, denn dann hätte ich mir einge-
stehen müssen, die viele Zeit einfach nur vergeudet zu haben. Das
wollte ich nicht. Also habe ich weitergemacht.
Selbst nachdem ich das Skript einigen Freunden zum Lesen gegeben und
durchweg positive Resonanz erhalten hatte, war ich noch skeptisch.
Würde sich ein Verlag dafür finden? Aber nach all der Mühe wollte ich
es wenigstens versuchen.
KB: Von allen Seiten ist zu hören, dass die Veröffentlichung weit
schwieriger ist als das Schreiben. Wie sind Sie zum Verlag für Ihren
ersten Roman gekommen?
BvS: Ich habe mir überlegt, welche Verlage für mein Skript am ehesten
in Frage kommen. Meinen drei Favoriten schrieb ich einen Brief, dem
ich ein Exposé meiner Geschichte beilegte. Ich dachte: Wer sich dafür
interessiert, wird das Skript schon anfordern. Weit gefehlt. Heute
weiß ich, dass sich auf den Tischen der Lektoren so viele unaufgefor-
dert eingesandte Manuskripte stapeln, dass sie weder Zeit noch Lust
haben, sich ans Telefon zu setzen, um mit einem Nobody zu sprechen.
Ich habe sogar Verständnis dafür. Lektoren sind Leute, die den ganzen
Tag lang lesen, meist auch abends und am Wochenende. Wenn man es nicht
schafft, sie schon vom ersten Satz an für sein Projekt zu interessie-
ren, kann man es vergessen.
Beim zweiten Anlauf war ich also schlauer. Ich habe mein Skript fünf
Mal kopiert und an fünf andere Verlage geschickt. Mein Exposé war na-
türlich auch dabei, sozusagen als Appetitmacher. Außerdem habe ich
einen Brief mit - so plump es klingt - Verkaufsargumenten beigelegt.
Nach dem Motto: Was unterscheidet mein Skript von der Masse der ande-
ren? Anscheinend hat das gewirkt, denn immerhin meldeten sich zwei
Verlage, die sich für mein Buch interessierten. Das heißt, ich konnte
mir sogar noch aussuchen, mit wem ich zusammenarbeiten wollte. Viel
besser kann es für einen Anfänger kaum laufen.
KB: Wie entwickeln Sie heute, als erfahrener Autor, den Plot für ein
Buch? Haben Sie eine Art Zettelkasten und setzen dann die einzelnen
Versatzstücke ,oder wie gehen Sie vor?
BvS: Ich habe tatsächlich irgendwann einmal angefangen, einen Zettel-
kasten anzulegen. Da steht zum Beispiel drauf: "Club der toten Dichter
- Lehrer muss gehen, Schüler stehen auf dem Tisch." Für diejenigen,
die den Film nicht gesehen haben: Es geht darum, dass ein Lehrer eines
sehr konservativen Internats seine Schüler dazu ermutigt, eigenständig
zu denken und zu leben. Dafür muss er letztlich seine Sachen packen.
Um zu demonstrieren, dass sie seine Lektion gelernt haben, steigen in
der Schlusssequenz einige Schüler auf die Tische. Sehr ergreifend! Ein
ähnliches Ende habe ich für einen (bisher unveröffentlichten) histori-
schen Roman verwendet: Ein Sklave wird auf der Flucht gefangen und
soll zu Tode gepeitscht werden, aber die anderen Sklaven, denen er im
Lauf der Geschichte ihre Selbstachtung zurückgegeben hat, stellen sich
als lebende Mauer vor ihn und verhindern durch ihren passiven Wider-
stand, dass er sterben muss.
Aber ich arbeite selten aktiv mit meinem Zettelkasten. Er dient mir
eher als Gedächtnisspeicher. Gelegentlich blättere ich ihn durch, um
mir einzelne Plots zu vergegenwärtigen. Wenn ich eine neue Geschichte
entwickle, "krame" ich nur noch in meinem Hinterkopf - und meistens
fallen mir die Plots dann von alleine ein.
KB: Was steht am Anfang des Entstehungsprozesses für ein neues Buch?
BvS: Meistens ist es irgendein zentrales Thema, das ich gerne verar-
beiten will. Bei "Das Matthäus-Projekt", meinem letzten Roman, geht es
beispielsweise um moderne, computerchipgesteuerte Prothesen. Ich habe
darüber vor ein paar Jahren einen interessanten Artikel in einer Wis-
senschaftszeitschrift gelesen und war davon so angetan, dass ich einen
Thriller daraus machen wollte. Also habe ich mich weiter in die Thema-
tik eingelesen. Und wenn ich mich über Wochen und Monate geistig mit
einem Thema befasse, formen sich ganz allmählich die Ideen. Anfangs
sind sie eher verschwommen, aber im Lauf der Zeit werden sie konkre-
ter. Dann nehme ich mir irgendwann einen Block und einen Bleistift zur
Hand und fange an herumzukritzeln. Ich schreibe mir einzelne Stichwor-
te auf, die ich in der Geschichte gerne verarbeiten will, Personen,
die darin auftauchen sollen, einzelne Szenen, die mir im Kopf herum-
spuken. Alles, was ich für wichtig erachte. Wenn mir nichts mehr ein-
fällt, lasse ich die Notizen eine Weile liegen und nehme sie mir spä-
ter wieder zur Hand. Das Ganze wird erst mal ein einziges großes
Durcheinander, aus dem niemand so richtig schlau wird - ich übrigens
auch nicht. Aber ich habe die Gewissheit, dass meine Ideen nicht ver-
loren gehen.
Irgendwann fange ich dann an, meine bekritzelten Blätter systematisch
durchzuarbeiten. Das heißt, ich gehe sie von A bis Z durch und fasse
sie noch mal separat zusammen. Auf diese Weise werden aus 50 oder 100
Seiten plötzlich nur noch 5 oder 10, auf denen sich die besten Ideen
verdichtet haben. Das ist der Punkt, an dem ich beginne, eine Chrono-
logie in mein "Ideenkonzentrat" zu bringen. Einige Eckpunkte ergeben
sich dabei ganz automatisch, beispielsweise wenn man sich fragt: Wel-
che Personen sollen zu welchem Zeitpunkt in der Geschichte sterben?
Wann sollen sich zwei Verliebte das erste Mal küssen?
Auf diese Wei-
se erhält man ein grob gestricktes Handlungsmuster. Die Ideen, die
danach noch übrig sind und nicht zwangsweise an einer bestimmten Stel-
le im Skript auftreten müssen, bringe ich in eine Reihenfolge, die mir
für den Spannungsaufbau am besten geeignet erscheint. Eine Geschichte
soll sich ja steigern.
Sind alle Ideen verplant, ist das Konzept aber noch längst nicht fer-
tig, denn jetzt beginnt bei mir der systematische Teil. Dabei frage
ich mich zum Beispiel: Folgt die Geschichte einem kausalen Zusammen-
hang, oder gibt es logische Brüche? Reicht das Konfliktpotential, um
die Geschichte für den Leser interessant zu machen? Stimmt die Motiva-
tion der Figuren? Unterscheiden sich die Figuren so deutlich voneinan-
der, dass der Leser sie auseinander halten kann? Hier konkretisiere
ich auch die Hauptfiguren, und zwar möglichst dreidimensional, also
physiologisch (Aussehen, körperliche Merkmale
), soziologisch (Her-
kunft, Freundeskreis
) und psychologisch (Charakter, Ängste
). Ich
habe eine ganze Liste an Dingen, die ich überprüfe. Was fehlt, wird
ins Konzept der Geschichte noch eingearbeitet, Unstimmigkeiten elimi-
niere ich. Dann setze ich mich an den Computer und schreibe ein Expo-
sé.
KB: Wenn der Schreibprozess beginnt, muss man dann alles, jede Person,
jeden Handlungsstrang, jede Wendung und vor allem den Schluss im Kopf
haben, oder entsteht beim Schreiben eine gewisse Eigendynamik?
BvS: Wie bereits erwähnt: Ohne Plan läuft bei mir nichts mehr. Zurzeit
schreibe ich beispielsweise ein Buch für Bastei Lübbe, das im kommen-
den Sommer erscheinen wird. Das Exposé dafür umfasst zweiundzwanzig
dicht beschriebene DIN-A4-Seiten. Darin ist bereits jedes einzelne
Kapitel skizziert, oft auch mit Literaturhinweisen, damit ich die ent-
sprechenden Stellen später schnell finde, wenn ich sie noch einmal
nachlesen muss. Von diesem Exposé weiche ich nur noch graduell ab.
Anders gesagt: Sobald das Exposé steht, ist die Geschichte eigentlich
fertig. Danach fasse ich sie "nur noch" in Worte.
KB: In Ihrem jüngsten Roman, "Das Matthäus-Projekt", steht erneut die
Wissenschaft im Mittelpunkt. Was fasziniert Sie an der Welt der Wis-
senschaft als Thema für spannende Thriller?
BvS: Ich lese ziemlich gerne Sachbücher und Zeitschriftenbeiträge zu
aktuellen wissenschaftlichen Themen. Auch im Fernsehen sehe ich mir
oft Sendungen à la "Abenteuer Forschung" an. Am meisten faszinieren
mich Entwicklungen, die sich noch im Entstehungsprozess befinden, oder
Fragen, auf die auch die moderne Wissenschaft keine Antwort hat.
KB: Woher bekommt man das nötige Hintergrundwissen, wie recherchiert
man die nötigen wissenschaftlichen Fakten?
BvS: Bis vor kurzem habe ich ausschließlich Fachbücher und Zeitschrif-
ten gewälzt. Oft fand ich darin weitere Literaturhinweise, die ich
dann so lange verfolgt habe, bis ich das Gefühl hatte, genug über mein
Thema zu wissen. Auch die wissenschaftlichen Fakten zu "Das Matthäus-
Projekt" habe ich auf diese Weise zusammengetragen. Aber das ist zeit-
aufwendig und mühevoll.
Heute lese ich mich meistens nur noch grob in die Themen ein. Zwei,
drei Bücher und ein paar Artikel. So gewinne ich einen fachlichen Ü-
berblick, der mir ausreicht, um meine Geschichte zu konzipieren. De-
tails recherchiere ich dann über das Internet - ganz normal über Such-
maschinen wie Google oder Altavista. Da habe ich bisher fast alles
gefunden, was ich für meine Arbeit brauche: wissenschaftliche Fakten,
Wetterdaten, Bilder von den entlegensten Regionen der Erde. Stehen
nach der Internet-Recherche noch Fragen offen, versuche ich es mit ein
paar Telefonaten. Für "Das Matthäus-Projekt" habe ich beispielsweise
bei der Polizei und beim Gericht angerufen, um mich über einige straf-
rechtliche Vorgehensweisen zu erkundigen. Was ich partout nicht he-
rausfinden kann, fülle ich mit Phantasie auf.
KB: Viele Schriftsteller versinken geradezu in ihre Texte, schließen
sich tage- oder wochenlang ein. Wie intensiv arbeiten Sie an einem
Projekt? Schreiben Sie jeden Tag zu festen Zeiten, oder wie sieht Ihr
Tagesablauf aus?
BvS: Mein Arbeitstag ist ziemlich geregelt. Meine Frau geht morgens so
gegen 7:00 Uhr aus dem Haus - sie arbeitet in München bei einer Bank.
Dann setze ich mich an den PC, frage meine E-Mails ab und recherchiere
ein wenig im Internet, aber nur die Dinge, die ich aktuell brauche.
Anschließend schreibe ich - jeden Tag etwa acht Stunden lang. "Neben-
her" führe ich den Haushalt. Ich wasche, bügle, gehe einkaufen, koche,
versorge unsere Katzen. Die Hausarbeiten erledige ich immer, wenn ich
eine Pause benötige oder wenns mit dem Schreiben mal nicht so läuft.
Und abends im Bett lese ich gelegentlich noch einige Seiten Fachlite-
ratur, die ich im Lauf der kommenden Tage brauche.
KB: Schreiben ist ein einsamer und zeitintensiver Job. Wie können Sie
das mit Familie, Privatleben und Ihrem Job als Projektberater über-
haupt unter einen Hut bringen?
BvS: Zunächst mal muss ich gestehen, dass der Bereich Projektberatung
zurzeit ziemlich weit hinten ansteht. Als ich mich vor drei Jahren
selbständig gemacht habe und von Stuttgart nach München gezogen bin,
habe ich noch eine ganze Zeit lang für "meine Sparkasse" gearbeitet,
als eine Art externer Berater. Aber das hat sich immer mehr reduziert,
allein schon aufgrund der Entfernung. Momentan führe ich für eine
Münchner Firma als Freiberufler Existenzgründungsseminare durch. Aber
nur sporadisch. Im Großen und Ganzen konzentriere ich mich auf die
Schriftstellerei. Und da ich, wie bereits erwähnt, rund vierzig Stun-
den pro Woche schreibe, bin ich auch ganz froh, die Abende und Wochen-
enden auszuspannen. Die gehören (fast) immer meiner Frau. Für uns bei-
de ist das die ideale Lösung.
KB: Beschäftigen Sie sich mit den Büchern der Thrillerkonkurrenz?
BvS: Nur insofern, als ich selbst sehr gerne Thriller lese. Ich nehme
mir kein Konkurrenzbuch zur Hand und analysiere es systematisch. Aber
ich muss zugeben, dass ich beim Lesen schon manchmal denke: Ah - das
ist aber eine interessante Art, Spannung aufzubauen. Diesen Trick muss
ich mir merken. Thriller lesen ist für mich so etwas wie Weiterbil-
dung. Auch ich kann da noch viel lernen.
KB: Was lesen Sie selbst am liebsten?
BvS: Es gibt zwei Stilrichtungen, die ich bevorzuge: Thriller / Krimis
und historische Romane. Bei Thrillern finde ich z. B. Dan Brown (Illu-
minati, Meteor) klasse. Ebenso Michael Crichton (Dino Park, Beute),
James Rollins (Operation Amazonas) und Clive Cussler (Höllenflut, Ope-
ration Sahara). Im historischen Bereich ist Ken Follett mein unge-
schlagener Favorit (Die Säulen der Erde, Die Pfeiler der Macht), Noah
Gordons "Der Medicus" ist natürlich ebenfalls brillant. An deutschen
Autoren lese ich am liebsten Andreas Eschbach (Das Jesus-Video, Eine
Billion Dollar) und Rebecca Gablé (Das Lächeln der Fortuna). "Der
Schwarm" von Frank Schätzing kenne ich leider noch nicht, aber das
wird das nächste Buch sein, das ich lese.
KB: Mussten Sie im Werdegang als Autor auch Rückschläge verzeichnen,
oder ist die Schriftstellerei für Sie eine reine Erfolgsstory?
BvS: Nein, natürlich gabs auch Rückschläge. Die gibt es auch heute
noch. Der Sklaven-Roman, von dem ich oben sprach, ist ein Beispiel
dafür. Mein Agent hatte mich von Anfang an gewarnt, dass die "Fackeln-
im-Sturm-Zeit" vorbei sei, aber ich wollte dieses Buch unbedingt
schreiben. Heute sieht es ganz danach aus, als ob ich keinen Abnehmer
dafür finde. Das ist umso bedauerlicher, als mein Agent sagt, dass
dies mein bestes Buch sei. Auch die Verlage sind vom Aufbau der Ge-
schichte und vom Schreibstil her angetan. Aber natürlich ist keiner an
einer Story interessiert, die sich nicht verkaufen lässt.
Andererseits passieren auch immer wieder Dinge, die mir Auftrieb ge-
ben. "Das Dschungel-Seminar" - ein Buch, das ich für den Econ-Verlag
geschrieben habe - wurde mittlerweile mehrmals ins Ausland verkauft.
Ich habe u. a. Freiexemplare auf Koreanisch und Chinesisch daheim im
Bücherschrank. Auch "Hannibals Märchen - von einem, der auszog, seinen
Traumberuf zu leben" hat sich bereits ins Ausland verkauft. Diese Er-
folgserlebnisse machen mich schon stolz.
KB: Neben Ihren Thrillern sind noch ein Jugendbuch und zwei so genann-
te Business-Fabeln entstanden. Ist es für einen Autor nicht eine Ge-
fahr, für so unterschiedliche Genres zu schreiben?
BvS: Ich betrachte es eher als Abwechslung und Herausforderung. Aber
natürlich ist es jedes Mal eine Umstellung. Man benötigt Zeit, um sich
der neuen Materie und dem neuen Stil zu nähern - mal mehr, mal weni-
ger. Deshalb will ich den Jugendbuch-Bereich auch nicht weiter vertie-
fen, sondern mich auf die beiden anderen Schreib-Richtungen konzent-
rieren.
KB: Können Sie uns schon etwas über Ihr nächstes Buchprojekt verraten?
BvS: Zurzeit arbeite ich an zwei Thrillern. Der eine ist bereits abge-
schlossen und liegt gerade zur Begutachtung bei meinem Agenten. Natür-
lich will ich nicht zu viel verraten, aber es geht ums Thema Evoluti-
on: Vor der Küste Australiens wird eine neue Delphinart entdeckt -
nicht freundlich, sondern aggressiv. Zudem scheint sie sich binnen
kürzester Zeit weiterzuentwickeln, nicht erst im Lauf der Jahrmillio-
nen. Einen Verlag habe ich dafür noch nicht, aber wie ich hörte, ist
Bastei Lübbe daran interessiert. Beim zweiten Thriller stecke ich ge-
rade mitten drin. Arbeitstitel: Der zweite Gral. Darüber möchte ich
aber noch nichts erzählen, weil dafür bereits ein Vertrag besteht. Das
Buch erscheint im Sommer 2005. Ideen für die nächsten zwei bis drei
Thriller habe ich auch schon im Hinterkopf. Die sind jedoch noch zu
unausgegoren, um etwas darüber zu verraten. Aber ich halte Sie auf dem
Laufenden.
KB: Welche Tipps haben Sie für angehende Autorinnen und Autoren?
BvS: Ich denke, es ist wichtig, sich laufend die Frage zu stellen: Ist
meine Geschichte für die Leser interessant? Denn wenn das nicht der
Fall ist, wird kein Verlag ein Buch daraus machen wollen.
Ansonsten kann ich nur Agatha Christie zitieren: Schreiben besteht zu
10 % aus Inspiration und zu 90 % aus Transpiration. Das muss einem
klar sein, bevor man sich an den Schreibtisch setzt. Thomas Gifford
hat für seinen Erfolgsroman "Assassini" ganze neun Jahre gebraucht.
Deshalb ist der beste Tipp, den ich geben kann: durchhalten, durchhal-
ten, durchhalten!
**~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~**
Kai Bliesener, geboren 1971, arbeitet als Pressesprecher der IG Metall
Stuttgart. Er hat bereits mehrere Kurzgeschichten verfasst, drei wur-
den bisher prämiert. Außerdem hat er Veröffentlichungen in der "taz"
und "Federwelt" sowie in diversen anderen Publikationen. Bliesener
ist verheiratet, hat ein Kind und lebt in der Nähe von Stuttgart. Wei-
tere Informationen unter http://www.kaibliesener.de.
*********************************************************************
FRAGEN SIE HONEYBALL, LEKTOR UND AUTORENFRESSER:
---------------------------------------------------------------------
(mailto:redaktion at team punkt autorenforum punkt de)
Sehr geehrter Herr Doktor Honeyball,
Sie als Lektor wissen, wie man einen Autor kritisieren muss, um das
Beste aus ihm herauszuholen. In unserer Schreibgruppe kommt es beim
Kritisieren jedoch regelmäßig zu Beleidigungen, Mord- und Selbstmord-
drohungen und anderen unschönen Szenen. Können Sie mir einen kurzen
Leitfaden des perfekten Kritisierens geben?
Mit Grüßen aus Charleston
Ellen Robillard
++++++++++
Sehr geehrte Frau Robillard,
ja, das kann ich. So knapp könnte ich Sie abspeisen, und Sie hätten es
sich selbst zuzuschreiben. Seien Sie direkt in Ihrer Schreibe. Sagen
Sie genau, was Sie wollen.
Tacheles:
1. Kritik muss dem Kritisierten weh tun
Wie jedes andere Tier lernt auch der Mensch am besten durch Schmerz,
egal, ob dieser physischer oder psychischer Natur ist. Je mehr eine
Kritik schmerzt, desto besser bleibt sie im Gedächtnis und desto kon-
struktiver kann sie wirken.
2. Kritik muss präzise sein
Die Aussage "Dein Text ist unerträglich schlecht" mag zwar Kriterium 1
erfüllen und tut dem Kritisierten weh, doch um langanhaltend zu
schmerzen, ist sie zu ungenau. Legen Sie den salzigen Finger in die
Wunde - und nicht einen Millimeter daneben. Wenn die Protagonistin
eine unsympathische Zicke ist, die auf jeden Mann überzogen hysterisch
reagiert, dann sagen Sie das genau so.
Versuchen Sie, wie bei einer gelungenen Beschreibung, ein einprägsames
Detail für das Ganze Ihrer Kritik sprechen zu lassen. Das spart Ihnen
Arbeit und schult Ihre eigene Schreibe.
3. Kritik muss emotional und befreiend sein
Verstecken Sie sich nicht hinter Höflichkeiten oder hinter dem guten
Herz, das Sie in Ihrer Brust vermuten. Sagen Sie frisch heraus, was
Ihnen an dem Text nicht passt, schreien Sie es heraus, wenn Ihnen da-
nach ist. Je mehr Sie sich dabei in Rage reden, desto befreiender
wirkt die Kritik auf Sie.
Die Kritik, die Sie am wenigsten gern geben, ist häufig die wichtigs-
te. Die Dinge, die einen am Text eines anderen am meisten stören, sind
oft genau die Stellen, die an den eigenen Texten faul sind. Oder an
der eigenen Persönlichkeit - und nur an deren Optimierung sollte Ihnen
gelegen sein und nicht an der Verbesserung der Person, die Sie kriti-
sieren (= vernichten).
4. Kritik muss dem Kritiker Spaß machen
Dinge, die keinen Spaß machen, betreibt man in der Regel nur zögerlich
und bringt sie meist nicht zu Ende. Damit ist keinem gedient: Ihnen,
dem Kritiker, so wenig wie dem Kritisierten. Damit Kritik Spaß macht,
dürfen Sie ihr keine Zügel anlegen: Lassen Sie alles raus, was Sie zu
sagen haben, ohne Rücksicht, ohne Bescheidenheit (siehe auch 3). Haben
Sie einmal damit angefangen, werden Sie feststellen, dass Sie plötz-
lich nicht mehr aufhören können: Sie schießen über das Ziel hinaus,
kritisieren zu viel, kritisieren zu subjektiv, kritisieren zu persön-
lich und ungerecht.
Das ist gut so. Der Kritisierte nimmt Ihnen sowieso nicht die komplet-
te Kritik ab. Da er mindestens die Hälfte davon streichen wird, geben
Sie ihm ruhig 200%.
Mag sein, dass Sie sich durch diese unkontrollierte Krittelei unbe-
liebt machen, dass Sie Kollegen verärgern oder gar Freundschaften ver-
derben. Gut. Dann erkennen Sie, wer Ihre wahren Freunde sind und wer
etwas einstecken kann.
Ein Autor muss verdammt viel einstecken können. Wenn er schon keine
Kritik eines Freundes erträgt, wie wird er dann erst mit der Kritik
wildfremder, aber sehr einflussreicher Berufsrezensenten fertig? Wenn
Ihre beste Freundin Sie mit einer Mäkelei an einem unvollkommenen Dia-
log schon zum Weinen bringen kann, was geschieht dann, wenn ein Reich-
Ranicki Sie vor einem Millionenpublikum in der Luft zerreißt? Oder
eine Heidenreich Ihr Wunderbuch einfach ... ignoriert?
5. Kritik muss die Sprache des Kritisierten sprechen
Je treffender eine Kritik am Text eines anderen ist, desto tiefer
dringen Sie in eine fremde Welt ein, in fremde Gefühle, einen anderen
Verstand und in verborgen Gehaltenes.
Stellen Sie sich vor, Sie reisen als Arzt in ein fremdes Land, in dem
man eine andere Sprache spricht. Sie sehen eine schwer kranke Frau
allein unter einem Ölbaum liegen, in der Nähe nur ein paar Schafe, in
der Ferne Berge, Wald. Mit geübtem Blick erkennen Sie, dass einzig
eine sofortige Notoperation das Leben der Frau retten kann. Sie müssen
der Frau den Bauch aufschneiden. Ohne Narkose.
Welches ist wohl die bessere Alternative? (a) Sie machen sich, ohne
ein Wort zu verlieren, mit gezücktem Messer ans Werk. (b) Sie erklären
der Frau in ihrer Sprache, was Sie vorhaben, bevor Sie loslegen. (Na,
was stimmt an diesem Bild nicht? Kritisieren Sie!)
6. Kritik sollte vom Kritiker als Mittel
der Selbstdarstellung genutzt werden
Jede Aussage ist Selbstdarstellung. Wer sich als Kritiker geriert,
ruft zwischen den Zeilen lauthals: "Seht her, ich weiß das besser als
der Schreiber", "Seht doch, meine Augen und mein Verstand sind schär-
fer als der des Schreibers, weil ich etwas gefunden habe, das ihm ent-
gangen ist", "Ich kann das besser beurteilen als der Schreiber", "Ich
habe einen besseren Geschmack, einen besseren Überblick, eine umfas-
sendere Bildung" und so weiter. Geben Sie sich daher alle Mühe mit
Ihrer Kritik.
Merke: Eine schlechte Kritik kann gut für den Kritiker sein, eine
schlecht vorgebrachte Kritik ist immer schlecht für ihn.
7. Kritik sollte vom Kritiker
als Mittel der Belehrung genutzt werden
Belehrung ist immer auch Beeinflussung. Kritik eignet sich hervorra-
gend, jemand anderem das eigene Bild von der Welt, die eigene Wahrheit
aufzuzwingen. Kritisieren Sie alles, was nicht dem entspricht, was Sie
für richtig halten. Untermauern Sie das Gesagte durch Beispiele aus
guten Romanen, Schreibratgebern und vor allem Ihren eigenen Texten.
Ignorieren Sie den Rest.
8. Kritik muss überheblich sein
Kritik sollte von oben herab vorgebracht werden. Behandeln Sie den
Kritisierten wie ein kleines Kind, das von nichts eine Ahnung hat.
Lassen Sie ihn zwischen den Zeilen, aber dennoch deutlich, spüren,
dass Sie nichts von seinem Text halten (unabhängig davon, ob Sie etwas
davon halten). Wirklich gute Autoren werden dadurch zu Höchstleistun-
gen angestachelt: "Warte, dir zeig ichs!"
Wichtig: Damit insbesondere diese viel Raffinesse erfordernde Art von
Kritik nicht wirkungslos verpufft, muss sie einiges an Substanz ent-
halten.
9. Kritik sollte als Mittel genutzt werden,
unliebsame Konkurrenz auszuschalten
Autorengruppen sind etwas Ähnliches wie Ölkartelle. Der Zusammen-
schluss von Wettbewerbern hält nur so lange, wie jeder seine Interes-
sen gewahrt glaubt. Durch geschicktes Kritisieren können Sie Konkur-
renz auf dem engen Buchmarkt ausschalten:
Geben Sie falsche Ratschläge. Verunsichern Sie den Kritisierten mit
harschen Kommentaren. Reiten Sie auf seinen Schwächen herum. Verwirren
Sie den Kritisierten mit widersprüchlichen Aussagen zu seinem Text.
10. Kritik sollte genutzt werden,
um von eigenen Mängeln abzulenken
Kritisieren Sie nur das bei anderen, was Sie besser können - oder bes-
ser zu können glauben. Sind die Dialoge des Kollegen zu steif, Ihre
aber flüssig und lebensecht, kritisieren Sie die Dialoge. Beneiden Sie
den Kollegen um seine assoziationsreichen Beschreibungen, verlieren
Sie kein Wort darüber, selbst wenn Sie Schwachstellen darin finden.
Heimlich lernen Sie, dadurch Ihr eigenes Schreiben zu verbessern. Dass
Sie das nötig haben, braucht ja nicht jeder zu wissen. (Dieser Punkt
greift auf die Methoden 6 bis 9 zurück.)
Und jetzt mischen Sie Ihre Schreibgruppe auf, Frau Robillard!
Herzlichst
Ihr Honeyball
PS: Und falls Sie nicht wissen, was Sie mit den toten Autoren machen
sollen, die in Ihrer Schreibgruppe einem (Selbst-)Mord zum Opfer ge-
fallen sind: Sie kennen ja meine Adresse.
**~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~**
Stephan Waldscheidt, Jahrgang 67. Freier Autor und Texter. Mehr von
ihm und von seinem Alter Ego Honeyball auf http://www.waldscheidt.de.
*********************************************************************
UNSERE EXPERTINNEN UND EXPERTEN:
---------------------------------------------------------------------
Bitte schickt den ExpertInnen nur Fragen zu ihrem Expertenthema -
keine Manuskripte zur Beurteilung. Speziell unsere Expertin für Lit-
eraturagenturen nimmt keine neuen AutorInnen an; Anfragen dazu sind
daher zwecklos.
Bitte verseht jede Anfrage mit einem aussagekräftigen Betreff. Sonst
kann es sein, dass die Mail vorsichtshalber sofort gelöscht wird.
Drehbuch: Oliver Pautsch
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Fandom: Thomas Kohlschmidt
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Fantasy: Stefanie Bense
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Heftroman: Arndt Ellmer
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Historischer Roman: Titus Müller
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Kinderbuch: Gabi Neumayer
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Kriminalistik: Nikola Hahn
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Lesungen: Rüdiger Heins
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Literaturagenturen: Petra Hermanns
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Lyrik: Martina Weber
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Sachbuch allgemein: Gabi Neumayer
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Sachbuch Medizin/Psychologie: Maja Langsdorff
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Schreibaus- und fortbildung: Uli Rothfuss
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Schreibgruppen: Ute Hacker
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Schreibhandwerk: Ute Hacker
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Sciencefiction: Andreas Eschbach
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Technische Literatur, CDs, Internet: Reinhard Mermi
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Übersetzung: Barbara Slawig
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Verlagswesen: Bjørn Jagnow
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FRAG DIE EXPERTIN FÜR FANTASY:
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Stefanie Bense (mailto:fantasy at experte punkt autorenforum punkt de)
Frage:
Seit über einem Jahr bin ich mehr oder weniger auf der Suche nach ei-
nem passenden Verlag für mein Buch. Einige Bekannte haben das Manu-
skript schon zu lesen bekommen und bisher waren die Meinungen immer
sehr positiv und auch konstruktiv, was viele Änderungen im Buch her-
beigeführt hat. Eine Rückmeldung war z. B. (die Meinung kam von einer
Frau), dass es erstaunlich ist, wie ich die Gefühlswelt der Frau, der
sozusagen die zweite Hauptrolle im Buch gehört, wiedergegeben habe,
und dass eine Frau selber das nicht besser hätte schreiben können.
Außerdem war sie nicht die Erste, die ich mit dem Buch so sehr bewegt
habe, dass sie geweint hat. Das Ende des Buches ist auch nebenbei sehr
genreuntypisch, da es eben nicht um das typische Happy End geht.
Deshalb frage ich mich, wäre es klüger, das Buch an Lektorinnen zu
schicken anstatt an ihre männliche Kollegen? Ich weiß, die Frage mag
sich dumm anhören, aber wenn mein Werk anscheinend so emotional ausge-
fallen ist, mag es vielleicht gerade bei Frauen anders wirken als bei
manchen Männern. Haben Sie einen Tipp für mich, wie ich weiter vorge-
hen könnte? Ich hatte vor einiger Zeit auch einmal einen Agenten zu
Rate gezogen, der mir zwar gesagt hat, dass mein Buch schön flüssig zu
lesen sei, aber der Markt nichts hergibt auf dem Gebiet Fantasy.
Antwort:
Glückwunsch, dass du so ein lesebegeistertes Umfeld hast, das auch
noch qualifizierte Kommentare zu deinem Roman abgeben kann. Nicht je-
de/r hat das. Glückwunsch auch dazu, dass du dich anscheinend in deine
Figuren richtig hineinversetzen kannst. Das ist schon mal die "halbe
Miete", wenn man Romane schreibt. Sicherlich werden deine Figuren
nicht distanziert wirken.
Allerdings reichen emotionale Beteiligung und fehlendes Happy End
nicht aus, um einen guten Fantasy-Roman auszumachen. (Nebenbei: Wer
sagt, dass ein Happyend genretypisch ist??? Oder einem guten Roman
widerspricht?) Es müssen vor allen Dingen Plot, Spannungsbogen, Set-
ting und Figurengeflecht stimmig sein, zusammenpassen und den Lektor
überzeugen.
Ich freue mich für dich, dass die Testleser/innen dein Manuskript bis-
her positiv beurteilt haben. Dennoch ist es ein großer Unterschied, ob
jemand ein Manuskript zum Vergnügen liest oder ob er es als Geldanlage
beurteilen muss.
Lektoren sind Profi-Leser, die das Manuskript daran messen,
a) wie viel Arbeit sie und die Autoren noch hineinstecken müssen, bis
es ihrer Meinung nach verkaufbar ist
b) ob das Manuskript in das voraussichtliche Verlagsprogramm passt
c) welche Verkaufschancen das spätere Buch hat: Gibt es Konkurrenzpro-
dukte? Liegt das Thema oder Setting im Trend, oder ist es überholt?
Welche Zielgruppen spricht das Buch an? Wie sieht das Kosten-
Leistungs-Verhältnis aus (etwa Umfang zu Druckkosten)? Wird der Ver-
trieb mitspielen? usw.
d) wie originell die Ideen, das Setting, das Thema, die Figuren etc.
sind, um sich vom "Einheitsbrei" abzuheben
e) ob es Mehrwerte zu bieten hat (z. B. Anreiz zur Mundpropaganda,
Serienreife oder Zyklenoptionen, Nebenprodukte von einer Filmidee bis
zum Merchandising ...) oder ein Einzelwerk ist
f) ob der Autor / die Autorin "ausbaufähig" ist
g) ob es Spaß macht, die Geschichte zu lesen
Sicherlich legen verschiedene Lektoren auf die einzelnen Punkte unter-
schiedlich viel Wert. Jeder Lektor hat andere Prioritäten. (Manchmal
ist es auch Geschmackssache.) Aber:
Jeder Lektor, ob männlich oder weiblich, wird als Erstes die Verkauf-
barkeit des Manuskriptes im Blick haben. Da mag das Ende deines Romans
noch so überraschend oder ungewöhnlich sein - wenn der Rest nicht gut
genug ist, wird es nicht gekauft.
Jeder Lektor ist Profi, sonst könnte er / sie nicht davon leben. Da
spielt es keine Rolle, ob eine Frau oder ein Mann liest! Geschmäcker
sind verschieden, aber geschlechtsspezifische Dinge dürften bei einem
Lektor weniger eine Rolle spielen.
Zur Marktgängigkeit, Einheitsbrei contra Individualität von Texten
kann ich dir einen Artikel von Hans-Peter Roentgen empfehlen:
http://www.literaturnetz.com/modules.php?name=News&file=article&sid=25
27
In diesem Artikel (und in dem Link zum Interview mit dem Literatur-
agenten Michael Meller) wird sehr schön dargestellt, was Marktgängig-
keit heutzutage bedeutet und dass es keinen Sinn macht, nur Trends
hinterherzuschreiben. Wichtig ist, dass man etwas "Eigenes" zu erzäh-
len hat, dazu steht und handwerklich gut genug schreibt.
Warum der Agent Fantasy für nicht lohnend hält, kann ich nicht beur-
teilen, und ich möchte darüber auch nicht spekulieren. Möglich wäre,
dass er z. B. keine Kontakte zu Verlagen hat, die Fantasy verlegen.
Dann kommt hinzu, dass das Publikum für Fantasy auf jeden Fall zahlen-
mäßig kleiner ist als jenes für Krimis oder Historische Romane. Außer-
dem ist momentan sehr viel Fantasy auf dem Markt, die in die Richtung
"Herr der Ringe" oder "Harry Potter" gehört - und das können die Ver-
leger, Lektoren und Agenten inzwischen nicht mehr sehen. Der Trend
läuft sich gerade tot.
Als Tipp kann ich dir nur sagen: Durchhalten, den Roman bestmöglich
überarbeiten und weiterhin versuchen, eine Agentur oder einen Verlag
dafür zu interessieren. (Und vielleicht schon den nächsten Roman an-
fangen zu schreiben.)
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Stefanie Bense lebt und arbeitet in Hannover, gibt seit 1993 Schreib-
kurse, veröffentlicht sporadisch und schreibt - was sonst - an ihrem
ersten Roman. Kontakt: mailto:Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein. .
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FRAG DIE EXPERTIN FÜR SACHBÜCHER:
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Gabi Neumayer (mailto:sachbuch at experte punkt autorenforum punkt de)
Frage:
Ich habe in einem großen Verlag ein Sachbuch veröffentlicht, ein zwei-
tes ist fertig und erscheint im Frühling. Außerdem ist ein drittes
geplant. Ich habe meinem Lektor ein Exposé für ein weiteres Sachbuch
angeboten, das er abgelehnt hat. Statt sich für dieses Buch zu begeis-
tern, hat er mir dieses dritte Sachbuch in Aussicht gestellt. Sein
Argument: Er kann mein Exposé nicht akzeptieren, da er bereits ein
Sachbuch mit einem ähnlichen Thema im Programm hat.
Ich bin nach wie vor von meiner Idee überzeugt und möchte sie einem
anderen Verlag vorschlagen, in dessen Programm das Buch auch passen
würde. Ich denke an einen ganz bestimmten Verlag, natürlich einen Kon-
kurrenten. Hier meine Frage: Kann ich das wagen, oder habe ich dann
bei meinem Verlag verschissen? Ich weiß, dass ich als selbständige
Autorin das Recht habe, auch mit anderen Kunden (Verlagen) zu verhan-
deln, aber mich interessieren die ungeschriebenen Gesetze der Branche.
Die Gefahr, dass mein Lektor von dem Angebot erfahren würde, besteht
durchaus, da man sich ja kennt und auf Messen auch über seine Autoren
redet.
Was raten Sie mir? Wie soll ich mich verhalten?
Antwort:
Grundsätzlich gibt es kein Gesetz (auch kein ungeschriebenes), das
besagt, dass man nur für einen Sachbuchverlag schreiben sollte - für
die meisten AutorInnen wäre das auch ruinös :-). Daher ist es völlig
in Ordnung, Ihr Projekt einem anderen Verlag anzubieten.
Was die Konkurrenzsituation betrifft: Solange Ihr neues Buch nicht zu
einem Ihrer bisherigen in dem jetzigen Verlag in direkter Konkurrenz
steht, bräuchten Sie nicht einmal mit Ihrem Verlag darüber zu spre-
chen. - Sie können das natürlich trotzdem tun, wenn Sie wollen, so
nach dem Motto: "Wenn Sie es nicht brauchen können, werde ich mich
dann dafür nach einem anderen Verlag umsehen."
Damit das Buch übrigens direkt in Konkurrenz mit einem Ihrer anderen
Bücher steht, reicht es keineswegs, dass das Thema ähnlich oder auch
gleich ist. Da kommt es auch auf das Format, den Umfang und den Preis
an. Nur wenn das alles vergleichbar ist, müssten Sie mit dem jetzigen
Verlag sprechen. Aber so wie ich Sie verstehe, ist das bei Ihrem neuen
Manuskript sowieso nicht der Fall.
Mein Tipp wäre also: Den bisherigen Verlag einfach kurz informieren,
dass Sie das Buch anderswo anbieten. Und dann viel Erfolg bei der Ver-
lagssuche!
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Gabi Neumayers letzte Sachbuch-Veröffentlichungen sind die Ratgeber
"English at work" (Thema: Business-Englisch), und "Geschäftsbriefe
schreiben von A bis Z", beide erschienen bei Eichborn. Weitere Infos:
http://www.gabineumayer.de.
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FRAG DIE EXPERTIN FÜR KRIMINALISTIK:
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Nikola Hahn (mailto:kriminalistik at experte punkt autorenforum punkt de)
Frage:
Wie viel Lokalkolorit verträgt ein Krimi? Ich habe jetzt ungefähr 100
Seiten von meinem Nürnbergkrimi heruntergeschrieben. Mein Ermordeter
wird im Johannisfriedhof hier in Nürnberg beerdigt. Dieser Friedhof
ist sehr geschichtsträchtig. Dann lasse ich meine Mörderin spazieren
gehen und über ihre Tat nachsinnieren. Dazu bietet sich wieder ein
geschichtsträchtiges Teil an - der Dutzendteich mit dem Reichspartei-
tagsgelände, die Innenstadt mit dem Schönen Brunnen und der Luitpold-
hain. Ich habe recherchiert, und es ranken sich einige nette Geschich-
ten um diese Sehenswürdigkeiten, die ich gerne einbauen würde. Auch
die Nürnberger Bratwurst soll zu ihrem Recht kommen.
Ich möchte nur nicht den Eindruck erwecken, dass ich ein Geschichts-
buch schreibe, der Krimi soll schon im Vordergrund stehen.
Antwort:
Eigentlich bin ich ja als Kriminalistik-Expertin "angestellt", aber
ich mach mal eine Ausnahme :-).
In Prozenten an der Handlung gemessen, ist deine Frage natürlich nicht
zu beantworten ... Ich sags einfach mal so: Solange die regionalen
Zutaten die Story würzen und nicht versalzen, kannst du sie unbesorgt
hineinrühren. Wichtig ist, dass die regionalen Elemente mit der Ge-
schichte verflochten sind, dann wirken sie natürlich und nicht aufge-
setzt oder belehrend. Natürlich gibt es ein paar Tricks, wie man diese
Verflechtung erreichen kann:
1. Führe eine Figur in deine Geschichte ein, die die Örtlichkeit nicht
kennt, und lass sie mit jemandem reden, der sie kennt. In meinen his-
torischen Romanen, die ja zum Großteil von Lokalkolorit leben, habe
ich dem ortsfremden Kommissar einen alteingesessenen Frankfurter Mit-
streiter zur Seite gestellt, der seine Stadt liebt und dem "Zugelaufe-
nen" natürlich allerlei Dinge erzählt - teilweise gegen dessen Willen.
(Hier kann man durchaus eine Prise Humor oder Sarkasmus unterbringen!)
2. Die guten alten Regeln - Zeigen, nicht beschreiben! Alle Sinne an-
sprechen! - gelten auch fürs regionale Element: Lass deine Figuren die
Stadt nicht nur sehen, sondern auch riechen, hören - und schmecken.
Die Bratwurst bietet sich hier natürlich besonders an! Lass deine
(ortsfremde) Figur sich meinetwegen die Finger dran verbrennen und
fluchen, und der Nürnberger erklärt, dass man solches Kulturgut mit
Würde zu essen habe, und gibt als Dessert eine kleine Anekdote über
die Wurstgeschichte zum Besten.
3. Verbinde Regionales tatsächlich oder vermeintlich mit der (Krimi-
nal-)Handlung. Auch hierzu ein Beispiel aus einem meiner Romane: Die
Alte Brücke in Frankfurt am Main ist ein Wahrzeichen der Stadt. Darauf
steht ein goldener Wetterhahn. In früheren Zeiten wurden dort verur-
teilte Verbrecherinnen in Fässer gesteckt und in den Main geworfen.
Das war lange vor der Zeit, in der mein Roman spielt, aber ich habe
diese alte Geschichte aufgegriffen, indem ich eine (mögliche) Verbin-
dung in die Romangegenwart gezogen habe: Genau auf diese grausame Wei-
se wird offenbar ein Dienstmädchen umgebracht. Im Zusammenhang mit den
Ermittlungen ist es also plausibel, die alte Geschichte gründlich zu
recherchieren.
Auf deine Mörderin bezogen, würde das bedeuten, dass sie nicht nur
einfach durch die Stadt geht und räsoniert (einfaches "Sich-Erinnern"
kann nicht nur leicht aufgesetzt, sondern auch ermüdend wirken, wenn
kein Bezug zur aktiven Handlung da ist), sondern dass beispielsweise
der Brunnen oder der Hain oder der Teich in der Geschichte (in ihrer
Biographie) eine maßgebliche Rolle spielt, die nach und nach ans Licht
kommt (möglichst nicht von ihr selbst durch Erinnern, sondern durch
aktives Ermitteln des Detektivs / der Polizei).
4. Gib deinem Leser das Gefühl, dass deine Geschichte nur an diesem
Ort (Nürnberg) und sonst nirgends spielen könnte! Wenn es dir ge-
lingt, die Kriminalgeschichte in deinem Handlungsort aufgehen zu las-
sen, wird der Leser nicht denken: Da hat aber jemand unbedingt diese
Anekdote erzählen wollen, sondern er wird es kaum erwarten können,
dass er nun endlich hinter dieses Geheimnis (des Friedhofs, des Brun-
nens ...) kommt, das ihm die Erklärung für die Tat gibt - oder zu
geben scheint. Hier und dort ein Original ("typische Nürnberger")
agieren oder reden zu lassen, verstärkt das Gefühl der Authentizität!
Diese Personen (in meinen Romanen u. a. ein Mainfischer oder eine
Marktfrau, die dann auch mal reden dürfen, wie ihnen der Dialekt-
Schnabel gewachsen ist) sollten aber grundsätzlich nur als Nebenfigu-
ren eingeführt werden und, wenn sie längere Dialogpassagen bewältigen
müssen, auf jeden Fall in der Lage sein, auch Hochdeutsch zu reden. In
puncto Dialekt wird die Suppe (gerade für Ortsfremde) dann doch
schnell versalzen, aber wohl dosiert eingesetzt ist es ein wunderbares
Gewürz der "regionalen Romanküche".
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Nikola Hahn ist Kriminalhauptkommissarin und Fachlehrerin an der Hes-
sischen Polizeischule in Wiesbaden; nebenberuflich arbeitet sie als
Autorin mit dem Schwerpunkt historische Kriminalromane. Informationen
im Internet: http://www.nikola-hahn.com.
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HALL OF FAME:
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(mailto:redaktion at team punkt autorenforum punkt de)
Ja, die Lage auf dem Buchmarkt ist schwierig, und manchmal glaubt man,
man wird es nie schaffen, ein Buch zu veröffentlichen. Aber andere
schaffen es ja auch!
Die "Hall of Fame" zeigt die Erfolge von AbonnentInnen des Tempest.
Wir würden uns freuen, wenn ihr euch davon motivieren und ermutigen
lasst - dann werden wir euer neues Buch hier bestimmt auch bald einmal
vorstellen können.
Melden könnt ihr aktuelle Buchveröffentlichungen nach diesem Schema:
.......
AutorIn: "Titel", Verlag Erscheinungsjahr (das muss immer das laufende
oder das vergangene Jahr sein!), Genre. Zusätzlich könnt ihr in maxi-
mal 60 Zeichen (nicht Wörtern!) weitere Infos zu eurem Buch unterbrin-
gen.
.......
Ausgeschlossen sind Veröffentlichungen in Anthologien, Bücher im Ei-
genverlag und BoDs (sofern sie im Eigenverlag erschienen sind) sowie
Veröffentlichungen in Druckkostenzuschussverlagen. Schickt eure Texte
unter dem Betreff "Hall of Fame" an mail-
to:redaktion at team punkt autorenforum punkt de. Wir können ausschließlich Meldungen
berücksichtigen, die nach dem obigen Schema gemacht werden!
++++++++++
Simone Behnke: "Federspiel", Bastei Lübbe 2005, Roman. Lassen Sie sich
ködern! http://www.simonebehnke.de
Susann Sitzler: "Grüezi und Willkommen. Die Schweiz für Deutsche", Ch.
Links Verlag 2004, Feuilletonistisches Sachbuch. Eine Einführung in
das Wesen der Schweizer, 15,90 Euro
Sylvia Görnert-Stuckmann: "Mit Kindern Geschichten erfinden", Ernst-
Reinhardt-Verlag 2003. 9,90 Euro, Elternratgeber, www.buchschmiede.de
Sylvia Görnert-Stuckmann: "Aus die Laus!", AUER-Verlag 2004. Grund-
schul-Arbeitsmappe über Kopfläuse, www.buchschmiede.de
Sylvia Smuda: "Bergweg", Vias Verlag 2005, Roman. Das Leben eines jun-
gen Paares in Hitlerdeutschland
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Veranstaltungen, Ausschreibungen, Publikationsmöglichkeiten, Messen
und Seminare findet ihr im zweiten Teil des Tempest, der mit
getrennter Mail kommt!
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Einsendeformalien:
Einsendungen sind zu allen Rubriken von autorenforum.de erwünscht.
Zurzeit können jedoch noch keine Honorare gezahlt werden. Das Urheber-
recht verbleibt bei der Autorin bzw. beim Autor.
Einsendungen bitte im RTF-Format und per E-Mail, und zwar an:
mailto:beitrag at team punkt autorenforum punkt de.
Fragen zu Einsendungen sollten ebenfalls an diese Adresse gerichtet
werden. Die genauen Richtlinien findet ihr unter der Adresse
http://autorenforum.de/Tempest/richtlinien.html.
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I M P R E S S U M
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Herausgeber:
Ramona Roth-Berghofer mailto:public.relations at team punkt autorenforum punkt de
Gabi Neumayer mailto:redaktion at team punkt autorenforum punkt de
Stefan Schulz mailto:Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.
Thomas Roth-Berghofer
mailto:Thomas.Roth-Berghofer at team punkt autorenforum punkt de
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