Hall of Fame
Schreib-Kick
Lesetipp
Schreibkurs
"Wie schaffe ich Figuren, die kein Leser vergisst?"
von Ulrike Dietmann
Ein Exposé zum Knutschen
"Der offene Kreis"
Text: anonym, Lektorat: Hans Peter Roentgen
Autoren-Wellness
"Erfrischung für die Augen"
von Susanne Oswald
Veranstaltungsbericht
"DeLiA 2009"
von Jennifer Schreiner
Glosse
"Der ganz alltägliche Autorenwahnsinn"
von Janine Wilk
Küss mich, ich bin ein Autor!
Frag den Experten für Drehbuch
(Oliver Pautsch)
Frag den Experten für Kinderbuch
(Michael Borlik)
Frag den Experten für Historischen Roman
(Titus Müller)
Frag die Expertin für Lyrik
(Martina Weber)
EDITORIAL:
---------------------------------------------------------------------
Liebe Autorinnen und Autoren,
nicht zum ersten Mal steuert Susanne Oswald einen Beitrag bei, in dem
es um körperliche Fitness und Entspannung speziell für Schreibtischwe-
sen wie uns AutorInnen geht. Um die Bedeutung des Themas angemessen zu
würdigen, haben wir jetzt eine neue Rubrik eingerichtet: "Autoren-
Wellness". Dafür sind eure Tipps und Artikel natürlich ebenso willkom-
men wie für jede andere Rubrik!
Was gibt es noch in diesem Tempest? Ulrike Dietmann zeigt in ihrem
neuen Schreibkurs, wie man unvergessliche Charaktere schafft. (Sie
gibt übrigens auch Seminare, siehe Tempest Teil 2!) Hans Peter Roent-
gen hat sich mit seinen bekannten analytischen Fähigkeiten ein neues
Exposé vorgenommen, Jennifer Schreiner berichtet vom DeLiA-
Jahrestreffen, und Janine Wilk ist mit einer ihrer köstlichen Glossen
zu uns zurückgekehrt. Außerdem gibt's wie immer Schreib- und Veröf-
fentlichungstipps von unseren ExpertInnen. Und einige neue Ausschrei-
bungen findet ihr im zweiten Teil des Tempests ebenfalls.
Der Tipp des Monats Juni, diesmal von Katja A. Freese:
Bei körperlichen Schmerzen oder seelischem Druck
gleich zum Stift oder Computer eilen und eine fiktive Person
damit anfüttern; es kommt oft Ungewöhnliches dabei heraus.
Man selbst wird den Schmerz manchmal sogar los,
und einer Buchfigur verleiht es Intensität.
Es ist nichts Neues, aber: Wir brauchen eure Schreibtipps und Lese-
Tipps (zu empfehlenswerten Websites), Artikel und Erfahrungsberichte!
Nutzt die Gelegenheit, eure Erfahrungen an über 5.000 LeserInnen wei-
terzugeben und euch auszutauschen! Das bringt euch nicht nur Vorteile
beim Netzwerken, sondern auch positive Werbung (im Kurzprofil bei län-
geren Beiträgen) - und natürlich einen Platz in unserer Lostrommel, in
der für die nächste Verlosung im Übrigen etwas sehr Ungewöhnliches
wartet ...
Genießt den Sommer (so er sich denn noch blicken lässt), schickt mir
eure Beiträge - und überweist bitte hin und wieder etwas zum Erhalt
des Tempest. Wir sind darauf angewiesen.
Gabi Neumayer
Chefredakteurin
~~~~~~~~~~~
Damit wir den Tempest auch in Zukunft weiterführen können, brauchen
wir eure Hilfe: Wer uns unterstützen möchte, überweise bitte einen
freiwilligen Jahresbeitrag (15 Euro haben wir als Richtwert gesetzt,
aber ihr helft uns auch schon mit 5 oder 10 Euro weiter) auf das Konto
von autorenforum.de:
Sparda Bank Südwest eG
BLZ 550 905 00
Kto. 100 724 515
Stichwort: "Beitrag 2009"
Für AuslandsabonnentInnen: Am 1. Juli 2003 wurden die Auslandsüberwei-
sungsgebühren gesenkt. Aber natürlich könnt ihr uns euren Beitrag auch
weiterhin per Post schicken (Adresse am Ende des Tempest).
Wer aus Österreich überweist, braucht außerdem diese Nummern (bitte
genau so zusammenschreiben!)
IBAN: DE16 5509 0500 0100 7245 15
BIC: GENODEF1S01
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ISSN 1439-4669 Copyright 2009 autorenforum.de. Copyright- und
Kontaktinformationen am Ende dieser Ausgabe
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INHALT DIESER AUSGABE:
TEIL 1:
Editorial
Hall of Fame
Schreib-Kick
Lesetipp
Schreibkurs
"Wie schaffe ich Figuren, die kein Leser vergisst?"
von Ulrike Dietmann
Ein Exposé zum Knutschen
"Der offene Kreis"
Text: anonym, Lektorat: Hans Peter Roentgen
Autoren-Wellness
"Erfrischung für die Augen"
von Susanne Oswald
Veranstaltungsbericht
"DeLiA 2009"
von Jennifer Schreiner
Glosse
"Der ganz alltägliche Autorenwahnsinn"
von Janine Wilk
Küss mich, ich bin ein Autor!
Frag den Experten für Drehbuch
(Oliver Pautsch)
Frag den Experten für Kinderbuch
(Michael Borlik)
Frag den Experten für Historischen Roman
(Titus Müller)
Frag die Expertin für Lyrik
(Martina Weber)
Impressum
TEIL 2:
Veranstaltungen
Ausschreibungen
Publikationsmöglichkeiten
mit Honorar
ohne Honorar
Seminare
Messekalender
Impressum
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HALL OF FAME:
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(redaktion at team pt autorenforum pt de)
Die "Hall of Fame" zeigt die Erfolge von AbonnentInnen des Tempest.
Wir freuen uns, wenn ihr euch davon motivieren und ermutigen lasst -
dann werden wir euer neues Buch hier bestimmt auch bald vorstellen
können.
Melden könnt ihr aktuelle Buchveröffentlichungen nach diesem Schema:
.......
AutorIn: "Titel", Verlag Erscheinungsjahr (das muss immer das laufende
oder das vergangene Jahr sein!), Genre (maximal 2 Wörter). Zusätzlich
könnt ihr in maximal 60 Zeichen inklusive Leerzeichen (nicht Wörtern!)
weitere Infos zu eurem Buch unterbringen.
.......
Ein Beispiel (!):
.......
Johanna Ernst: "Der Fall der falschen Meldung", Hüstel Verlag 2009,
Mystery-Thriller. 60 Zeichen - und kein einziges mehr!
http://www.ernstfa.de
.......
Ausgeschlossen sind Veröffentlichungen in Anthologien, Bücher im Ei-
genverlag und BoDs (sofern sie im Eigenverlag erschienen sind) sowie
Veröffentlichungen in Druckkostenzuschussverlagen.
ACHTUNG, NEU!
Schreibt in eure Mail mit der Meldung immer auch hinein, dass ihr bes-
tätigt, dass die Veröffentlichung weder im Eigenverlag noch in einem
Verlag erschienen ist, bei dem der Autor irgendetwas bezahlt hat!
Schickt eure Texte unter dem Betreff "Hall of Fame" an
redaktion at team pt autorenforum pt de.
Wir berücksichtigen ausschließlich Meldungen, die nach dem obigen
Schema gemacht werden und die Bestätigung zum Verlag enthalten. Ände-
rungsaufforderungen zu Meldungen, bei denen das nicht der Fall ist,
werden ab sofort nicht mehr verschickt!
~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~
Jonah Martin: "Die Frau aus Nazareth", Aufbau Verlag 2009, Histori-
scher Roman. Die Geschichte einer Frau zu Zeiten Jesu
Edeltraud Schönfeldt: "Mitlesebuch. 81", Aphaia-Verlag 2009, Gedich-
te, Kurzprosa. Mit Bleistiftzeichnungen von Hans Wunderlich
Dietmar Füssel: "Gelsomina - eine Mückengeschichte in sieben Stichen",
Liliom Verlag 2009, Bildgeschichte. Illustriert von Hilde Wallner
Klaus Märkert: "Hab Sonne", Edition Paperone 2009, Popkultur-Roman.
80iger Szene Ruhrgebiet. ISBN 978-3-941134-18-8, Euro 12,95
Karl Plepelits: "Unterwegs in Ägypten. Der Nil, die Felsengräber und
die Liebe", Iatros-Verlag 2009, Reiseroman. Entführung, Bekehrung mit-
tels "religiöser Vergewaltigung"
Brigitte Märker: "Liebster Justus", Rosenheimer Verlagshaus 2009,
Briefroman. Aug. 1914 - Und plötzlich ist Klara allein
Ricarda Martin: "Tochter der Schuld", Knaur 2009, Familiensaga. Ein
aufregendes Familiengeheimnis vor der Kulisse Cornwalls
Boris Koch, Kathleen Weise: "Der Königsschlüssel", Heyne 2009, All-Age
Fantasy. Ab 10, www.heyne-magische-bestseller.de/feature.html
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SCHREIB-KICK:
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(redaktion at team pt autorenforum pt de)
Unser Schreib-Kick für den Juni, diesmal von Charlotte Brinkmann:
Mir hilft es sehr, mir Fotos aus Zeitschriften oder aus dem Internet
zu suchen, um ein lebendigeres Bild von meinen Protagonisten zu bekom-
men. Sehr gut geeignet sind dafür die Magazine über Buchneuerscheinun-
gen, die man in Buchhandlungen bekommen kann - sogar kostenlos! Die
Portraits sind sehr schön, dabei sind nicht nur schöne Menschen darge-
stellt. Als ich den letzten Gewinner des Nobelpreises für Literatur
gesehen habe, kam mir sofort eine Idee für einen grausamen Krimi!
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LESETIPP:
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(redaktion at team pt autorenforum pt de)
http://www.raum-zum-schreiben.de: Beim kostenlosen Autorenhaus-Sommer-
Workshop "Raum zum Schreiben" wird zurzeit jede Woche aus dem Buch
"Raum zum Schreiben" von Bonnie Goldberg eine ausgewählte Lektion als
Aufgabe vorgestellt. Die Teilnehmer können ihre Texte eintragen und
die der Autoren-Kollegen kommentieren, und sie erhalten eine Nach-
richt, wenn ein Kommentar zu ihrem Text eingegangen ist.
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SCHREIBKURS:
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(redaktion at team pt autorenforum pt de)
"Wie schaffe ich Figuren, die kein Leser vergisst?"
von Ulrike Dietmann
Der Terminator, Hannibal Lecter, Hancock, E. T., Rotkäppchen, Dornrö-
schen, Madame Bovary, Hamlet, Jeanne d'Arc, Götz von Berlichingen,
Werther, Lolita ... Figuren, die jeder kennt. Was haben sie gemeinsam?
Und wie kann ich als Autor eine solche einzigartige Figur schaffen?
Herausragende Figuren verkörpern eine Essenz. Ihre Eigenschaften und
ihr Schicksal können in wenigen Worten erzählt werden. Obwohl sie wie
echte Menschen erscheinen, sind sie sorgfältig destillierte Kunstpro-
dukte, gereift wie ein guter Whiskey.
Große Figuren verkörpern kollektive Wunsch- und Angstvorstellungen.
Sie berühren einen archetypischen Bereich unserer Psyche, wie der
Schweizer Psychiater C. G. Jung es nennt. Sie sprechen Eigenschaften
und Gefühle an, die in jedem menschlichen Bewusstsein schlummern.
Bigger-than-life-Figuren stehen mit einem Bein in der Welt der Vision.
Sie werden nicht allein am Reißbrett geschaffen, indem der Autor Fra-
gelisten nach Beruf, Alter und Lieblingsessen seiner Hauptfigur aus-
füllt. Sie treten in das Leben eines Autors, gebeten oder ungebeten.
Manchmal sind sie einfach da. Manchmal werden sie von einem Autor
freigelegt wie das geheimnisvolle Troja.
Übung
.......
Frag dich, welchen allgemeinen Wunsch und welche Angst deine Figur
repräsentiert. Rotkäppchen zum Beispiel verkörpert die Angst, von et-
was Animalischem verschlungen zu werden. Werther verkörpert den Wunsch
nach bedingungsloser Liebe.
Die Sinne schärfen
Wenn du auf der Schatzsuche nach einer unvergesslichen Figur bist,
setz all deine Sinne ein: Riechen, Hören, Sehen, Tasten, Schmecken -
und deine übersinnlichen Fähigkeiten dazu. Träume, Intuition, Bauchge-
fühl, merkwürdige Zufälle, Zeichen und Botschaften, Eingebungen, Be-
ziehung zu Musen können dir helfen. Achte auf deine Körperreaktionen.
Deine Eingeweide sagen dir, wann du auf Gold gestoßen bist.
Aber du brauchst noch mehr, um eine solche Figur mit Leben zu füllen.
Denn sie ist herausfordernd und will wissen, ob du ihr gewachsen bist.
Sie verlangt deine Bereitwilligkeit, dich selbst aufs Spiel zu setzen.
Sie will ein echtes Gegenüber.
Übung
.......
Frag dich, ob du, der Autor, von deiner Figur fasziniert bist. Frag
dich, ob sie eine echte Herausforderung für dich darstellt, ob sie
dich an deine Grenzen bringt - nicht nur am Bildschirm, sondern als
ganzen Menschen. - Sieh dir den Film "Shakespeare in Love" an als Bei-
spiel dafür, wie Figuren mit dem Leben eines Autors zusammenhängen.
Die Geburt einer Figur in der Welt der Worte
Wenn du nun so eine Figur mit archetypischen Qualitäten gefunden hast,
musst du ihr geheimnisvolles Wesen in die Welt des Tageslichts retten,
ohne dass sie dabei zu Staub zerfällt. Hier ein paar nützliche Spiel-
regeln für den Umgang mit ungezähmten, freilaufenden Protagonisten.
Spielregel Nummer Eins:
Filtere zwei klare Eigenschaften deiner Figur heraus. Eine Stärke und
eine Schwäche. Zwei, nicht fünfzehn!
Ein Beispiel: Hannibal Lecter, der Kannibale aus "Das Schweigen der
Lämmer", besitzt einen brillanten Geist. Das ist seine Stärke. Seine
Schwäche ist, dass er süchtig ist nach Menschenfleisch. Diese beiden
Eigenschaften sind die treibenden Faktoren seiner Geschichte.
Spielregel Nummer Zwei:
Finde die Prüfung, die deine Figur bestehen muss. Gib deiner Figur
einen Gegner, eine Gruppe von Gegnern oder eine Situation, die sie an
den Rand des Scheiterns bringt.
In Hannibal Lecters Fall ist das die Kommissarin Clarice Starling, der
erste Mensch, der ihm gewachsen zu sein scheint.
Spielregel Nummer Drei:
Große Charaktere scheitern groß und siegen groß.
Auch wenn Werther Selbstmord begeht und Effi Briest dahinsiecht, so
tun sie es doch im Namen eines Wertes, der ihr persönliches Leben
transzendiert. Wenn "Pretty Woman" in Gestalt der Prostituierten Vivi-
an das Herz ihres Geliebten gewinnt, kommt jener tatsächlich als Rit-
ter auf einem modernen weißen Pferd angeschwebt.
Archetypische Figuren
Archetypische Figuren stehen für starke, allgemeingültige Werte: Liebe
jenseits von arm und reich (Pretty Woman), Individualität und Unabhän-
gigkeit (Götz von Berlichingen), modernes Heldentum (Hancock), Glauben
(Jeanne d'Arc), Freundschaft, Gerechtigkeit, Zugehörigkeit, Überleben
..., all das, was Menschen tief bewegt.
Die Kraft von archetypischen Figuren besteht darin, dass sie uns mit
diesen Werten und den dazugehörigen Gefühlen in Verbindung bringen,
uns daran erinnern, dass diese Werte unsere besten Seiten verkörpern.
Davon und nur davon erzählen starke Figuren. Das Drumherum ist Deko.
Übung
.......
Frag dich, welchen wesentlichen Wert du mit deiner Figur erzählst. Ob
es einen solchen emotionsgeladenen Grundwert in deiner Geschichte
gibt, und wie du ihn noch mehr entwickeln kannst.
Die Gefahren beim Schaffen großer Figuren
Große Figuren bringen nicht nur große Chancen, sondern auch große Ge-
fahren mit sich.
Eine Gefahr liegt darin, dass der Autor sich in die Äußerlichkeiten,
die tollen Aufritte, die tollen Sprüche, Klamotten und Aktionen seiner
Figur verliebt und dabei ihren Kern aus dem Auge verliert. Ich nenne
es: mit den Waden von David Beckham wackeln, anstatt ein Tor zu schie-
ßen.
Wen kümmert es, welche Haarfarbe Jeanne d'Arc hatte oder was sie zum
Frühstück verspeiste, solange sie erhobenen Hauptes zum Scheiterhaufen
schreitet? King Lear gibt es in unzähligen Varianten in Kulturen auf
der ganzen Welt, und trotzdem ist seine Geschichte immer dieselbe.
Es ist wichtig, das Wesentliche vom Unwesentlichen zu trennen, zu wis-
sen, wo man spielen darf und was unbedingt in die Geschichte hinein
muss.
Eine andere Gefahr besteht darin, eine überlebensgroße Figur nicht mit
dem nötigen Respekt zu behandeln, sprich: sie aus Versatzstücken zu-
sammenzuleimen. Große Figuren brauchen Zeit, sich zu entwickeln, sie
müssen mit Hingabe, Sorgfalt und Leidenschaft gestaltet werden, sonst
wirken gerade Figuren mit überlebensgroßen, verdichteten Eigenschaften
unangenehm hölzern und konstruiert. Der Leser merkt es und nimmt es
dem Autor übel.
Große Figuren in unserer Zeit
Bei den Griechen, wo es noch tragisch zuging, war es leicht, große
Helden zu schaffen, denkt man sich. Aber in unserer anonymen Instant-
Kultur, gibt es da noch echte Größe? Die gibt es.
Auch unsere Zeit hat ihre Archetypen. Erin Brockovich, der Terminator
oder Good Will Hunting erzählen uns etwas über die emotionale und
geistige Verfassung unserer Kultur. Hollywood erfindet täglich neue
Archetypen, ebenso wie deutsche AutorInnen. Eine unvergessliche Figur
muss nicht tragisch sein, sie kann auch komisch sein wie Bridget Jones
oder Erkan und Stefan.
Setz all dein Können daran, und folge deiner Vision, dann hast du die
Chance, eine unsterbliche Figur schaffen. Du wirst außerdem etwas über
dich selbst erfahren, mit dem du nicht gerechnet hast. Denn ob es dir
gefällt oder nicht: Aus diesem Grund kam diese Figur in dein Leben.
**~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~**
Ulrike Dietmann, Jg. 61, Autorin mit zahlreichen Veröffentlichungen,
Schreibcoach und Betreiberin der Pegasus-Schreibschule. Am 18./19.
Juli veranstalte ich ein Wochenend-Seminar "Faszinierende Figuren
schaffen " in Kirchheim/Teck bei Stuttgart. Infos: http://www.pegasus-
schreibschule.de.
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EIN EXPOSÉ ZUM KNUTSCHEN:
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(redaktion at team pt autorenforum pt de)
Exposés sind der Alptraum vieler Autoren. Wie kondensiert man 400 Sei-
ten Text auf zwei, wie presst man einen Elefanten durch ein Nadelöhr?
Hans Peter Roentgen will zeigen, wie es gemacht wird. Aber nicht abs-
trakt, sondern wie bei "Vier Seiten für ein Halleluja" an praktischen
Beispielen. Wer also immer schon wissen wollte, warum sein Exposé
nicht funktioniert und wie man es verbessern kann, der kann es ihm per
E-Mail schicken. Maximal 5.000 Anschläge, wenn möglich RTF-Format. Wer
möchte, kann auch eine Kurzfassung ("Pitch") seines Projekts mitsen-
den, eine Darstellung der Geschichte in drei Sätzen, maximal 200 An-
schläge. Mailadresse: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein. .
Aus den Einsendungen werden beispielhafte ausgesucht und besprochen,
und daran wird gezeigt, wie man Exposés schreibt und verbessert.
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"Der offene Kreis" (Arbeitstitel)
Text: anonym, Lektorat: Hans Peter Roentgen
Eine junge Frau findet durch Zufall heraus, dass ihre eigentlich tot
geglaubte Mutter Lara sie verlassen hat, als sie noch ein Baby war.
Sie liest die Erinnerungen ihrer Mutter, welche diese für sie aufge-
schrieben hat, um Antworten zu erhalten.
Lara ist eine achtzehnjährige Schülerin, die sich eingeengt fühlt von
den dörflichen Konventionen und den festgeschriebenen Vorstellungen
ihrer Eltern hinsichtlich Berufswahl, Heirat und Mutterschaft. So
bricht sie alle Brücken hinter sich ab und verlässt eines Abends Hals
über Kopf ihr Heimatdorf, um in Berlin neu anzufangen und ihre Träume
vom Leben zu verwirklichen. Die Unterkunftsmöglichkeit, auf die sie
gehofft hatte, zerschlägt sich jedoch noch in der gleichen Nacht, so
dass sie sich allein und ratlos auf der Straße wiederfindet. Der Zu-
fall bringt sie in ein Burgerrestaurant, wo ihr vom Filialleiter,
Herrn Cysielski, eine Arbeit an der Kasse und damit eine erste Per-
spektive angeboten wird. Der erste Job bringt Lara eine Romanze mit
einem Kollegen doch bald auch Langeweile und Routine. Sie spürt, dass
sie unzufrieden ist, nach mehr strebt, und beschließt, neben der Ar-
beit ihr Abitur nachzuholen. Ihre Ambitionen lassen die Liebesbezie-
hung zerbrechen, doch sie lässt sich nicht beirren und geht weiter auf
ihrem Weg.
In der Schule lernt sie Anouk, eine Mitschülerin, kennen, die Lara die
Tür in ihre eigene aufregende und farbenfrohe Welt aus Freunden und
Vergnügungen öffnet. Lara genießt die Zeit, scheint endlich das span-
nende und selbstbestimmte Leben gefunden zu haben, nach dem sie ge-
sucht hat. Bald darauf trifft sie Dirk, Anouks besten Freund. Die drei
verbindet schnell eine enge Freundschaft, doch Dirk und Lara verlieben
sich. Da sie sich ihrer Gefühle noch nicht sicher sind, halten sie
ihre Liebe einige Zeit vor Anouk geheim, so wie Anouk und Dirk die
ganze Zeit verheimlichen, dass sie einmal eine Affäre hatten und Anouk
noch immer mehr als nur freundschaftliche Gefühle für Dirk hat. Letzt-
lich gehen sowohl Freundschaft als auch Beziehung an den nach und nach
an die Oberfläche kommenden Heimlichkeiten auseinander und Lara findet
sich ein weiteres Mal allein im Leben vor.
Unterstützt durch ihren väterlichen Mentor, Herrn Cysielski, entschei-
det sich Lara nach der Schule für ein BWL-Studium. Dort lernt sie Tom
kennen, der ihr bester Freund wird. Schon bald besteht zwischen den
beiden ein unzertrennliches Band, da Lara Tom das Leben rettet, als
dieser aus enttäuschter Liebe einen Suizidversuch unternimmt.
Die gemachten Erfahrungen mit Anouk, Dirk und Tom prägen Lara, sie
sehnt sich immer mehr nach Geborgenheit und Nähe und tut sich zuneh-
mend schwerer, den Sinn ihres Weges zu erkennen. Eine unglückliche
Affäre mit einem verheirateten Professor ihrer Universität verstärkt
die Zweifel noch mehr.
Mit dem Ende des Studiums verlässt Lara das Burgerrestaurant und be-
ginnt eine Tätigkeit als Trainee in einem Industrieunternehmen - sie
hat sich zum Ziel gesetzt, erfolgreich und einflussreich zu werden.
Lara verändert sich, sie wird forscher, mutiger und findet im Unter-
nehmen bald Freundinnen, mit denen sie das Leben eine Zeit lang ge-
nießt, Spaß hat und nach ihren enttäuschenden Erfahrungen mit der Män-
nerwelt sich nunmehr ihre Liebhaber selbst aussucht. Doch das unbe-
stimmte Sehnen nach Geborgenheit bleibt bestehen.
Schließlich gelingt ihr durch Mut, Zufall und Können der Einstieg ins
Management des Unternehmens. Der Geschäftsführer sieht in Lara trotz
ihres jungen Alters ein großes Talent und überträgt ihr schnell viel
Verantwortung und Macht. Ihre neue Position als kaufmännische Leiterin
ist mit den Freundschaften innerhalb des Unternehmens nicht vereinbar.
Nur Tom steht ihr weiter treu zur Seite, als sie - ohne es recht zu
bemerken - immer weiter in die Rolle der einsamen Karrierefrau hinein-
rutscht.
Bald übernimmt Lara die Gesamtverantwortung für ein sehr wichtiges
Großprojekt. Die enorme Aufgabe stellt sich schnell als schwierig her-
aus, sie stößt im Unternehmen auf Widerstände und Feinde, so dass die
Frage nach Ziel und Sinn ihres Strebens immer drängender wird.
In dieser extrem arbeitsreichen und von Stress geprägten Phase begeg-
net Lara schließlich Konstantin, ihrem Seelenverwandten, der Liebe
ihres Lebens. Die beiden führen eine kurze Zeit lang eine glückliche
Beziehung, die jedoch von sexuellen Problemen überschattet ist.
Schließlich muss Konstantin aus beruflichen Gründen für sechs Monate
in die USA gehen. Lara bleibt zunächst allein zurück mit den ungelös-
ten Beziehungsfragen und ihrer Arbeit, die für sie mittlerweile zur
Qual geworden ist, der sie sich jedoch auf Grund eines folgenschweren
Fehlers, den sie begangen hat, weiterhin verpflichtet fühlt.
Überraschend stirbt Herr Cysielski, ihr väterlicher Freund und ehema-
liger Chef, was Lara die räumliche Entfernung zu Konstantin schmerz-
lich bewusst macht - dieser kann ihr kaum Unterstützung bieten. Der
Todesfall macht Lara nachdenklich, sie nimmt sich vor, zusammen mit
Konstantin nach dessen Rückkehr ein neues Leben zu beginnen.
Doch bevor es dazu kommt, ändert sich Laras Leben radikal: Ihre Mutter
macht sie mehr als elf Jahre nach ihrem Weggang ausfindig, um ihr mit-
zuteilen, dass ihr Vater gestorben ist. Die Dualität der beiden Todes-
fälle und die Schuldgefühle, die Lara auf Grund ihres sang- und klang-
losen Verschwindens vor so langer Zeit noch immer plagen, veranlassen
sie, mit ihrer Mutter zusammen in ihren Heimatort zurückzukehren, um
der Mutter bei der Abwicklung der Formalitäten und dem aus wirtschaft-
lichen Gründen dringend erforderlichen Verkauf des Elternhauses zu
helfen.
Die Atmosphäre, die Lara empfängt, als sie sich ihrer Vergangenheit
stellt, ist seltsam surreal und vertraut, zugleich unheimlich und woh-
lig. Das Band zu Konstantin zerfasert immer mehr in der unwirklichen
Umgebung ihrer Heimat, in der sich nichts verändert zu haben scheint.
Einer der Interessenten für das Haus ist ihr Jugendliebe Tobias, mit
dem sie aus Sentimentalität und Zweifeln an der Sexualität mit Kon-
stantin heraus eine Nacht verbringt. Aus Reue und Scham über den Sei-
tensprung willigt sie schließlich ein, das Haus an Tobias zu verkau-
fen, ihre Aufgabe bei ihrer Mutter ist damit erfüllt.
Nach der Rückkehr an ihre Arbeit bemerkt Lara vor Überlastung und
Stress erst nach über drei Monaten, dass sie von Tobias schwanger ist.
Tom unterstützt sie in der verbleibenden schweren Zeit bis zu Konstan-
tins Rückkehr, doch alles scheint verloren. Lara beichtet Konstantin
gleich nach dessen Ankunft die Schwangerschaft. Dieser versucht zu-
nächst aus Liebe zu ihr die Beziehung fortzusetzen, doch muss schließ-
lich einsehen, dass er das Kind eines anderen nicht als das seine auf-
ziehen kann - Laras große Liebe ist gescheitert. Sie steht scheinbar
vor dem Nichts, ihren aufreibenden und sowieso verhassten Job kann und
will sie als Hochschwangere und später dann Mutter nicht weiterführen.
Lara eröffnet Tobias, dass er Vater wird. Dieser schlägt ihr vor, zu
ihm in eine Art WG in ihr ehemaliges Elternhaus zu ziehen, so dass er
sich um sie und das gemeinsame Kind kümmern kann. Lara ist des Kämp-
fens müde geworden und willigt mangels Alternativperspektiven ein.
Sie fühlt sich jedoch sowohl in dem Haus als auch in ihrem Heimatort
fremd, zu sehr hat sie sich verändert. Tobias und sie beginnen aus
Vernunftsgründen eine Beziehung miteinander, bald darauf kommt die
kleine Sophie zur Welt.
Langsam beginnt Lara wieder Kraft zu schöpfen, ihr eigenes Streben
nach Glück, nach "mehr" im Leben kommt wieder an die Oberfläche. Sie
bemüht sich um einen adäquaten beruflichen Neuanfang und um Leiden-
schaft in der zwar soliden, doch emotional lauwarmen Beziehung zu To-
bias, doch ihre Anstrengungen sind vergeblich. Die Aussicht, letztlich
doch das Leben zu führen, das ihre Mutter ursprünglich einmal für sie
vorgesehen hatte, und die Leere, die sie empfindet, lassen schließlich
in Lara den Entschluss reifen, dass sie so nicht weitermachen kann.
Sie geht ein weiteres Mal fort, heimlich und allein, ihr Kind lässt
sie zurück, in der Hoffnung durch den harten Schnitt und den Neuanfang
sich selbst und das Glück wiederzufinden. Schließlich schreibt sie aus
der Ferne ihre Geschichte, wie sie in dem Buch erzählt ist, für ihre
Tochter auf, als Abschiedsgeschenk und Erklärung, warum sie ihr keine
Mutter sein konnte, und verabschiedet sich ins Ungewisse.
Die erwachsene Sophie weiß nun, dass ihre Mutter Lara vermutlich noch
irgendwo am Leben ist, und öffnet in diesem Wissen für sich ein neues
Kapitel in ihrem Leben, erfüllt von dem Wunsch, ihre Mutter eines Ta-
ges zu finden.
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Lektorat von Hans Peter Roentgen
Was ist bloß mit Sofie los? Sie liest die Geschichte ihrer Mutter, die
diese für sie aufgeschrieben hat, und nun "weiß" sie, dass Lara noch
irgendwo am Leben ist.
Eine Person ohne Folgen
Und was folgt daraus im Exposé? Gar nichts. Sofie verschwindet aus dem
Exposé so schnell, wie sie aufgetaucht ist.
Personen, die nur kurz auftauchen und die weder etwas tun noch sonst
auf die Handlung Einfluss nehmen, sollte man tunlichst streichen. Was
würde sich ändern, wenn wir Sofie aus dem Exposé entfernen würden und
nur noch ein Verweis dort stünde: "Lara schreibt aus der Ferne ihre
Geschichte für ihre Tochter auf."?
Das Exposé würde kürzer. Nicht viel, aber etwas. Und es wäre immer
noch die gleiche Geschichte.
Aber vielleicht hat Sofie im Text selbst doch eine wichtige Rolle? Die
darüber hinaus geht, dass ihre Mutter für sie ihr Leben aufschreibt?
Gut möglich. Aber dann gehört das ins Exposé, und vor allem gehört
dann auch hinein, was sie tut und welche Folgen das hat.
Motivation der Figuren
Der zweite Punkt ist Laras zweifache Flucht. Sie erträgt die Enge im
Dorf nicht mehr? Verständlich, sie geht in die Großstadt. Das haben
Tausende vor ihr getan, das werden Tausende nach ihr tun. Aber warum
bricht sie alle Brücken hinter sich ab? Wir schreiben 1990, uneheliche
Kinder, vorehelicher Sex und aufmüpfige Töchter sind auch in den abge-
legensten Dörfer längst Alltag geworden.
Was also ist in dem Leben von Lara passiert, dass sie nicht nur in die
Großstadt geht, sondern alle Brücken abbricht? Welche Motivation
treibt die Heldin an? Offenbar verbindet sie mit der Heimat eine selt-
same Hassliebe, die auch nach vielen Jahren ungebrochen anhält, dazu
führt, dass sie wieder ins Dorf zurückkehrt und es später ebenso heim-
lich wieder verlässt. Genau das wäre es, was den Leser an diesem Pro-
jekt fesseln könnte. Geschichten leben nicht nur von dem, was pas-
siert, sondern genauso von dem, was dahintersteht. Was ist Laras gro-
ßes Problem? Die bedrückende Enge des Dorfes dürfte es allein jeden-
falls nicht sein.
Dabei liest sich das Exposé ansonsten klar und verständlich, die Hand-
lung klingt spannend, die Brüche sind - abgesehen von der fehlenden
Motivation - nachvollziehbar. Man könnte es sicher noch etwas kürzen,
mit ca. vier Normseiten ist es etwas lang geraten, Und an einigen
Stellen ist es zu allgemein, bei Laras Karriere. Sie übernimmt "ein
wichtiges Großprojekt", macht einen "folgenschweren Fehler". Welches
Großprojekt? Entwurf einer vollautomatischen Hähnchenbraterei? Eine
neue Autofabrik? Die Großdruckerei eines weltweiten Konzerns? In bei-
den Fällen könnte man das konkreter und damit spannender benennen.
Der Pitch
Mit dem Exposé kam etwas, das die meisten Autoren nicht schicken: eine
Kurzfassung und ein Pitch. Pitch heißt die Darstellung eines Manu-
skripts in ein, zwei Sätzen, den Pitch benötigen Sie für das Anschrei-
ben an Verlage oder Agenten. Schauen wir uns zunächst mal den Pitch,
in Form eines Kurzexposés an.
..........
Lara hat ihr Kind verlassen - doch wie kam es dazu?
Der Roman "Der offene Kreis" erzählt Laras bewegte Lebensgeschichte,
wie sie als junge Frau das eng vorgezeichnete Leben in ihrem Heimat-
dorf aufgibt und nach Berlin geht, um ihre Träume von einer selbstbe-
stimmten Zukunft zu verwirklichen. Sie durchlebt Höhen und Tiefen,
erkämpft sich berufliche Erfolge und muss Rückschläge einstecken, fin-
det treue Freunde und die große Liebe. Doch die Erinnerung an ihre
Familie, die sie zurückgelassen hat, lässt sie nie ganz los - bis ihre
Vergangenheit sie nach Jahren doch noch einholt und sie vor eine
schwierige Wahl stellt.
..........
Das sagt gar nichts. Als ich ihn las, habe ich den Rest erst mal bei-
seite gelegt und gehofft, das ich es nicht lesen muss. Ich fürchte, so
manchem Lektor wäre es ähnlich gegangen. Denn dass Lara ihr Kind ver-
ließ, ist nur ein kleiner Teil der Geschichte und nicht der wesentli-
che, sondern der Höhepunkt. Und so formuliert, klingt das Ganze sehr
melodramatisch.
Dieses Kurzexposé hat den Haken, dass es viel zu allgemein ist. "Be-
wegte Lebensgeschichte" ist eine Behauptung, die bei jedem Lektor den
Verdacht nährt: langweilige Lebensgeschichte. Wenn sie bewegt wäre,
würde uns der Autor diese Bewegung nicht vorenthalten. Auch der Rest
klingt wenig spannend, weil viel zu nichtssagend. In diesem Falle ist
das längere Exposé die sehr viel bessere Fassung.
Wie wäre es mit: "Lara flieht aus ihrem spießigen Heimatdorf in die
quirlige Hauptstadt, um dort Karriere zu machen und alle Brücken zu
ihrer Vergangenheit abzubrechen. Doch die Karriere füllt sie nicht
aus, sie geht zurück ins Dorf, um dort ein Kind zu bekommen. Auch das
Leben als Mutter kann sie nicht erfüllen, und sie verlässt ihr Kind,
um erneut ihr Heil in der Karriere zu suchen, immer auf der Flucht,
immer auf dem Sprung."
Besser? Ein wenig. Ein Pitch darf schon mal vier Zeilen haben (mehr
bitte nicht). Vor allem merkt man diesem Pitch an, dass der Autor des
Pitchs (nämlich meine Wenigkeit) gar nicht weiß, was Lara immer wieder
aufs Neue antreibt, zu verlassen, was sie erreicht hat.
Ein Pitch ist gefährlich. Er zeigt oft schonungslos auf, was noch
fehlt. Gerne wird das von Autoren mit den Worten ummäntelt: "Ich kann
meinen komplexen Plot eben nicht in vier Zeilen darstellen!"
Was eine faule Ausrede ist. "Slumdog Millionaire" ist ein sehr komple-
xer Plot, dennoch lässt er sich leicht pitchen: "Ein Kellner aus dem
Slum will bei 'Wer wird Millionär?' den Jackpot knacken - nicht um des
Geldes willen, sondern um seine Freundin wiederzufinden."
Und wie ist es mit Jurassic Park? Auch dort ist Buch wie Film nicht
gerade einfach strukturiert, es gibt Nebenplots, jede Figur hat eine
andere Motivation, trotzdem lässt es sich pitchen.
Na gut, ich gebe zu, auch das braucht Übung und Gehirnschmalz. Aber es
geht.
Kurzfassen heißt nicht, einfach etwas zu behaupten. Ganz im Gegenteil,
gerade die Kurzfassung sollte das Besondere, das Einmalige eines Manu-
skriptes zeigen. Was unterscheidet dieses Manuskript von anderen. Wa-
rum sollen wir es lesen?
**~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~**
Hans Peter Roentgen ist einer der Moderatoren der Schreibwerkstatt
www.Textkrafttraining.de, Mitglied der Phoenix-Schreibgruppe
(http://www.roentgen-software.de/phoenix/phoenix.html) und schreibt
Artikel, Rezensionen und Geschichten
(http://www.textkraft.de/pageID_600054.de.html) sowie Computerprogram-
me.
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AUTOREN-WELLNESS:
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(redaktion at team pt autorenforum pt de)
"Erfrischung für die Augen"
von Susanne Oswald
Jeder, der viel am Bildschirm arbeitet, kennt diese Momente, in denen
die Augen brennen und eine Auszeit fordern.
Hin und wieder sollte man sich und seinen Augen eine Pause gönnen. Gut
für zwischendurch ist mehrfaches Zwinkern oder mal die Blickrichtung
zu ändern. Vielleicht könnt ihr aus dem Fenster ins Grüne oder auch in
den Himmel schauen, ohne etwas zu fokussieren.
Es geht auch mit einer Visualisierung:
Stell deine Füße nebeneinander auf den Boden. Setz dich aufrecht hin,
und lass die Arme locker runter hängen oder auf den Armlehnen liegen.
Stell dir vor, an deinem Kopf, ganz oben in der Mitte, zieht ein Faden
dich nach oben. Wackle mit deinem Körper etwas hin und her, und versu-
che, deinen Schwerpunkt zu finden, über dem du dich nun ausrichtest
und in dich zusammensackst. Oben ist aber immer noch der Faden, der
dich aufrichtet! So sitzt du nun ganz entspannt.
Schließ deine Augen, und atme ganz bewusst langsam und tief ein und
aus. Bei jedem Ausatmen lässt du Anspannung los und atmest Ängste,
Sorgen, Ärger und Müdigkeit, alles was dich belastet, mit aus.
Nach einigen Atemzügen spürst du, wie du ruhiger wirst.
Nun gehst du in deiner Vorstellung zu deinen Augen. Fühl hinein,
spürst du, wie die Entspannung auch schon deine Augen erreicht hat?
Mit jedem Atemzug entspannen sich deine Augen mehr und du spürst, wie
deine Augenlider sich immer leichter anfühlen. Allein deine Aufmerk-
samkeit bewirkt schon eine positive Reaktion bei deinen Augen.
Nun stellst du dir vor, wie blaue Energie deine Augen umspült und sie
anfüllt. Spürst du, wie deine Augen sich immer weiter entspannen? Die
angenehme Kühle, die das Blau dieser Energie mitbringt, erfrischt dei-
ne Augen und gibt ihnen Kraft. Stell dir vor, wie Zelle um Zelle dei-
ner Augen diese Energie aufnimmt und wunderbar gestärkt wird. Auch die
Umgebung deiner Augen bekommt etwas von dieser blauen Energie ab, und
du merkst, wie sich deine Stirn entspannt und deine Gedanken Klarheit
gewinnen.
Mit jedem Atemzug verstärkt sich die Wirkung dieser heilsamen Energie,
und du nimmst es dankbar wahr. Deine Augen sind jetzt wieder frisch
und klar, und die Zellen deiner Augen sind aktiv. Die Tränendrüsen
produzieren wieder Flüssigkeit, so dass deine Augen wieder angenehm
befeuchtet ihre Arbeit aufnehmen können. Dein Verstand ist hellwach
und bereit, sich erneut auf die Arbeit zu konzentrieren.
Nun wirst du dir langsam wieder deines Körpers bewusst. Du spürst wie-
der, wie dein Körper die Sitzfläche berührt. Du nimmst den Boden unter
deinen Füßen wahr, und du kommst ganz langsam zurück ins Hier und
Jetzt. Atemzug für Atemzug.
Atme ruhig ein paar Mal sehr kräftig durch, reck und streck dich. Du
kannst deine Schultern nach hinten ziehen oder die Arme über den Kör-
per strecken. Öffne deine Augen. Steh auf und geh ein paar Schritte.
Du bist wieder vollkommen in der Gegenwart und erfüllt von blauer E-
nergie.
Mit dieser aufgetankten Kraft setzt du dich nun wieder an deinen
Schreibtisch. Dankbar und mit Leichtigkeit.
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Susanne Oswald lebt in St. Georgen im Schwarzwald. Sie arbeitet als
Autorin und Heilpraktikerin und ist Mitbetreiberin der Senferia. Ver-
öffentlichungen: Autogenes Training, Urania Verlag, 2006; Entspannung
für Körper und Seele, Gondrom Verlag, 2008; "Die Inselmalerin" bei
www.club-der-Sinne.de; "Heilen mit der Kraft der Gedanken - So akti-
vieren Sie Ihren inneren Arzt" Knaur, 2009. www.susanneoswald.de
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VERANSTALTUNGSBERICHT:
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(redaktion at team pt autorenforum pt de)
"DeLiA 2009"
von Jennifer Schreiner
Das Treffen der Deutschsprachigen Liebesromanautoren und -autorinnen -
kurz DeLiA - fand dieses Jahr vom 14. bis zum 17. Mai in Celle statt.
Mich erwartete nach einer dreistündigen Autofahrt im Großen Festsaal
des Herzogschlosses Celle ein Sektempfang. (Sprich: Gemeinsam mit Uwe,
dem Mann unserer 1. Vorsitzenden, schenkte ich Sekt in Gläser und emp-
fing alle anderen; was den Vorteil hatte, dass ich wirklich alle be-
grüßen konnte.)
Nachdem überraschend viele Autoren und Autorinnen angekommen waren und
ich einfach nicht verhindern konnte, dass ich den meisten erst einmal
auf den Busen starren musste - nein, nicht weil ich sexuell interes-
siert war! Da hingen die Namensschildchen -, gönnte auch ich mir einen
Sekt und mischte mich unters Volk, bewunderte einige neue Cover, freu-
te mich mit befreundeten Autoren über neue Verträge oder Lizenzen und
überzog mein diesjähriges Buchgeld - bis zur Preisverleihung.
Zu meinem Überraschen war es der Organisatorin des Jahrestreffs, Petra
Last, gelungen, den Bürgermeister Celles zur "Eröffnungsansprache" zu
bewegen. Auch er schien überrascht zu sein: von dem bunt zusammenge-
würfelten Haufen befreundeter Autoren und Autorinnen, von den vielen
Büchern und der guten Organisation. Humorvoll nahm er seine eigenen
Vorurteile gegen Liebesromane und Liebesromanautoren/innen auf die
Schüppe und sprach damit den meisten von uns aus der Seele. Denn mal
ganz ehrlich: Wer glaubt schon, dass es mehr in der Liebesliteratur
gibt als Nackenbeißer und Liebes-Chick-Lit?
Ich! Denn neben den oben genannten gehören auch Krimis, erotische oder
historische Romane und sogar Horrorbücher dazu. - Welches gute Buch
kommt schon ohne Liebesgeschichte aus? Und so war es auch nicht über-
raschend, dass die Finalrunde einen Querschnitt durch zahlreiche Gen-
res bot. Die acht Autoren/innen waren alle anwesend und ein Klappen-
text klang besser als der nächste. Eine harte Entscheidung für die
Jury, die schließlich den 1. Platz gekannt gab: Britt Reissmann mit
dem Stuttgart-Krimi "Der Traum vom Tod".
Die Seminare
Seminar 1: "Druckkostenzuschussverlage" von Petra Last
Die Autorin und Organisatorin der Celler Liebesromantage berichtete in
einer sehr persönlichen und mitreißenden Art von den Möglichkeiten und
Unmöglichkeiten der sogenannten Druckkostenzuschussverlage, erläuterte
das Auftreten der "Abzocker" und wies Möglichkeiten auf, schwarze
Schafe trotz aller Versprechungen zu erkennen.
Merke: Wer für eine Veröffentlichung Geld haben will, ist kein Verlag,
sondern ein Druckkostenzuschussverlag (auch wenn er das Geld für das
Lektorat, die Werbung oder für ein schönes Einfamilienhaus benötigt).
(Mehr unter www.petralast.de)
Seminar 2: "Dialogführung - Wie verleihe ich meinen handelnden Perso-
nen eine eigene unverwechselbare Sprache?" von Ednor Mier
Die Autorin Ednor Mier plauderte aus dem Nähkästchen und verriet Tipps
und Tricks, die bislang nur Teilnehmern ihrer Autorenseminare zugäng-
lich sind. Dabei gab sie den Anwesenden viele hilfreiche Anregungen
mit auf den Weg.
(Mehr unter www.ednor-mier.de und unter http://darklady.twoday.net/)
Seminar 3: "Tipps und Tricks, um spannend zu schreiben" von Ulrike
Dietmann
Autorin, Workshopleiterin für Kreatives Schreiben und Autorencoach
Ulrike Dietmann zeigte anhand eines Probekapitels auf, wie man eine
spannende Szene aufbaut und mit welchen Tricks und Mitteln ein Autor
Dramatik einbringt.
(Mehr unter www.ulrikedietmann.de und unter www.pegasus-
schreibschule.de)
Seminar 4: "Dramaturgie-Regeln aus dem Film für Unterhaltungsromane"
von Eva Völler
Die bekannte Autorin von über 40 Unterhaltungsromanen führte in das
bekannte 3-Akt-(Film-)Modell ein, in die Plotgestaltung, Figurencha-
rakterisierung, die Ausarbeitung von Konflikten und die emotionalen
Perspektiven, und wandelte diese Informationen in ein Rüstzeug um, das
jeder Autor für jedes Buch nutzen kann.
(Mehr unter www.evavoeller.de)
Wer ist DeLiA?
DeLiA ist der Verein der "Deutschsprachigen Liebesromanautoren/innen".
Wir haben es uns zur Aufgabe gemacht, das Genre des Liebesromans in
all seinen Ausprägungen aufzuwerten und dafür zu sorgen, dass es von
Lesern, Verlagen, Buchhändlern und der breiten Öffentlichkeit als ei-
genständige und ernstzunehmende Literaturform anerkannt wird.
Durch den Zusammenschluss von zurzeit 63 - teils sehr bekannten und
renommierten - Schriftstellern mit insgesamt weit über 6.000 veröf-
fentlichten Titeln aller Literaturgattungen soll nicht nur gezeigt
werden, dass auch die Verfasser deutschsprachiger Liebesromane ernst-
zunehmende Autoren sind, die für qualitative Unterhaltung sorgen kön-
nen. Zu diesem Zweck werden neben zahlreichen Lesungen in verschiede-
nen Städten und Ländern und einem hilfreichen Informationsnetzwerk
auch Workshops und mehrtägige Veranstaltungen wie das Jahrestreffen
und die Verleihung des DeLiA Literaturpreises initiiert.
Mehr zu DeLiA, ihren Mitgliedern und zu Möglichkeiten der Mitglied-
schaft unter: http://www.delia-online.de
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Wer mehr über die Autorin Jennifer Schreiner oder ihr aktuelles, dämo-
nisches Fantasy-Romance-Buch "Eine Löwin für die Bestie" erfahren
will, kann ihre Homepage http://www.JenniferSchreiner.com besuchen.
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GLOSSE:
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(redaktion at team pt autorenforum pt de)
"Der ganz alltägliche Autorenwahnsinn"
von Janine Wilk
Immer wieder wird Autoren empfohlen, sich mit Gleichgesinnten zum ge-
meinsamen Austausch zu treffen. So saß auch ich letztens mit meiner
Schriftstellerkollegin Simone in einer schwummrigen Künstlerkneipe zum
Fachsimpeln und Leidensaustausch.
"... und da wurde Anita vom Cheflektor des Verlags angerufen, stell
dir das mal vor. Der hat sie am Telefon angeschrieen, sie solle bitte
aufhören, ihr Scheiß-Manuskript permanent einzuschicken, beim letzten
Betriebsfest habe man den ganzen Abend lang die Gulaschkanone alleine
mit ihren Manuskripten beheizt", lästert Simone gerade über eine ge-
meinsame Bekannte ab. "Anita konnte ihr Glück kaum fassen", schließt
sie ihre Erzählung.
"Wie bitte?" entfährt es mir erstaunt.
"Na, wer wird denn schon vom Cheflektor höchstpersönlich angerufen?
Sie sieht das als positives Zeichen und hat ihm gleich noch ein paar
weitere Exemplare ihres Manuskripts zugeschickt."
Oha. Das nenne ich Durchsetzungsvermögen. "Nun ja, wir Autoren haben
wohl manchmal unsere ganz speziellen Eigenheiten", stelle ich fest.
Wir beginnen, in Erinnerungen an unsere eigenen Verfehlungen zu
schwelgen.
"Als ich mich beim ersten Mal bei einem Verlag beworben habe, bin ich
doch tatsächlich den ganzen Tag lang nicht aus dem Haus gegangen, weil
ich ihren Rückruf nicht verpassen wollte!", erzählt Simone.
Wir lachen Tränen. Mir erging es ähnlich: Nachdem ich zum ersten Mal
einer Agentur meine Bewerbung per E-Mail geschickt hatte, habe ich 48
Stunden lang alle drei Minuten meine Mails abgefragt. Heutzutage werde
ich sogar misstrauisch, wenn sich ein Agent oder Lektor innerhalb ei-
nes Monats bei mir zurückmeldet. Das ist doch wohl als schlechtes Zei-
chen zu werten, wenn der so viel weniger ausgelastet zu sein scheint
wie seine Arbeitskollegen.
"Vor meiner ersten Veröffentlichung dachte ich, ich wäre der glück-
lichste Mensch auf Erden, wenn ich meinen ersten Verlagsvertrag in
Händen halte", erzähle ich.
"Von wegen", fällt mir Simone ins Wort. "Man sucht nach der so genann-
ten Verarschungsklausel, weil man vermutet, der böse Verlag will den
naiven Autor über den Tisch ziehen."
Ich nicke. "Danach dachte ich, ich wäre glücklich, wenn ich mein Buch
zum ersten Mal in Händen halte. Als es dann endlich so weit war, dach-
te ich nur: 'Endlich! Hat die Druckerei das Ding per Hand geschrieben,
oder was?' Die haben erst drei Wochen nach dem offiziellen Veröffent-
lichungstermin geliefert!"
Wie doof ich in dieser Zeit vor meinen Freunden da stand. Die dachten
schon, ich hätte mir das mit der Veröffentlichung nur ausgedacht.
"Auch die Interviews mit der Presse waren nicht so, wie ich mir das
ausgemalt hatte ..."
"... voll den Blödsinn geredet ..."
"... meiner Muttersprache nicht mehr mächtig ..."
"... und erst die Lesungen ..."
"... kein Schwein gekommen. Nur meine Eltern waren da ..."
"... in der ersten Reihe haben die doch tatsächlich begonnen, eine
Diskussion über Bio-Eier zu führen, während ich gelesen habe ..."
"... und vor Lampenfieber habe ich mich übergeben ..."
Wir lächeln versonnen in unsere Weingläser hinein. Das Autorenleben
scheint tatsächlich nicht mehr so schlimm, wenn man erst mal einen
Leidensgenossen gefunden hat.
Simone grinst. "Aber weißt du, was richtig übel ist? Immer wenn ich
aus dem Haus gehe, muss ich vorher meine Dateien auf den USB-Stick
kopieren, weil ich permanent damit rechne, das Haus könnte abbrennen
und all meine Manuskripte wären weg."
"Und was soll daran schlimm sein?"
"Den Hund lass ich dann aber trotzdem allein daheim." Simone prustet
los, ein leicht irres, rotweingeschwängertes Lachen. Die Gute sollte
echt weniger trinken.
Ich linse vorsichtig in meine Handtasche und bin beruhigt, als ich
meinen USB-Stick erblicke. Nicht verloren, dem Himmel sei Dank. Ich
bin nämlich schon einen Schritt weiter als Simone. Ich rechne schließ-
lich damit, dass unser Haus abbrennt und ich gleichzeitig meinen USB-
Stick verliere. Nur ein Autor weiß, wie hart das Leben sein kann.
"Ich habe immer die Befürchtung, dass sich jemand in meinen Computer
einhackt und meine Manuskripte klaut", gestehe ich grinsend.
Simone ist nun nicht mehr zu halten. Sie kreischt vor Lachen laut los,
fast hab ich Angst, sie erstickt gleich, weil sie das Atmen vergisst.
"Super ... die Story toppt ja wohl alles ... als ob jemand so blöd
wäre!"
Das Lächeln erstirbt in meinem Gesicht. Wie? Was soll das denn jetzt
heißen? "Na, der Hacker könnte mein Manuskript ja schließlich an ei-
nen Verlag verschachern", versuche ich zu erklären. "Und es würde dann
zum Megabestseller, während ich daheim ho ..."
Ich komme nicht mehr weiter. Simone ist vor Lachen vom Stuhl gekippt.
Das war mein letztes Treffen mit Autorenkollegen. Also wirklich, auf
so was kann man doch echt verzichten!
**~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~**
Janine Wilk ist Autorin von Satire, Lyrik und Kinder- und Jugendlite-
ratur und Kurzprosa. "Sex und andere Peinlichkeiten", 200 Seiten,
Paperback ISBN 3-9388-8210-7, 9,95 Euro.
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KÜSS MICH, ICH BIN EIN AUTOR!
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(redaktion at team pt autorenforum pt de)
Der Gatte, der sich auf einen Fußballabend eingestellt hatte, blickt
enttäuscht, als sich die Gattin auf dem Fernseh-Sofa niederlässt:
"Hast du eigentlich nichts zum Dichten?"
(Franziska Röchter)
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UNSERE EXPERTINNEN UND EXPERTEN:
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Bitte schickt den ExpertInnen nur Fragen zu ihrem Expertenthema - kei-
ne Manuskripte zur Beurteilung.
Bitte verseht jede Anfrage mit einem aussagekräftigen Betreff. Sonst
kann es sein, dass die Mail vorsichtshalber sofort gelöscht wird.
Drehbuch: Oliver Pautsch
drehbuch at experte pt autorenforum pt de
Fandom: Thomas Kohlschmidt
fandom at experte pt autorenforum pt de
Fantasy: Stefanie Bense
fantasy at experte pt autorenforum pt de
Heftroman: Arndt Ellmer
heftroman at experte pt autorenforum pt de
Historischer Roman: Titus Müller
historischer.roman at experte pt autorenforum pt de
Kinder- und Jugendbuch: Michael Borlik
kinderbuch at experte pt autorenforum pt de
Lesungen: Rüdiger Heins
lesungen at experte pt autorenforum pt de
Lyrik: Martina Weber
lyrik at experte pt autorenforum pt de
Sachbuch: Gabi Neumayer
sachbuch at experte pt autorenforum pt de
Schreibaus- und -fortbildung: Uli Rothfuss
fortbildung at experte pt autorenforum pt de
Schreibgruppen: Ute Hacker
schreibgruppen at experte pt autorenforum pt de
Schreibhandwerk: Ute Hacker
schreibhandwerk at experte pt autorenforum pt de
Sciencefiction: Andreas Eschbach
sf-autor at experte pt autorenforum pt de
Übersetzung: Barbara Slawig
uebersetzerin at experte pt autorenforum pt de
Verlagswesen: Bjørn Jagnow
verlagswesen at experte pt autorenforum pt de
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.................
Experten-Special:
.................
Bjørn Jagnow hat seine über 80 Fragen und Antworten zu den Themen Ur-
heberrecht, Verlagswesen und Vermarktung der letzten acht Jahre gesam-
melt (jetzt inklusive 2007) und stellt sie euch als kostenloses PDF
zur Verfügung. Das Tolle daran: Die Fragen sind nun thematisch geord-
net, das elektronische Format erlaubt eine schnelle Volltextsuche -
und Björn hat außerdem alle Antworten überarbeitet und aktualisiert.
Ob ihr Infos sucht zu Ausfallhonorar, Book on demand, Buchpreisbin-
dung, Druckkostenzuschussverlag, Exposé, Honorar, ISBN, Leseprobe,
Nebenrechte, Plagiat, Titelschutz, Verlagsgründung, Zitat oder ...
Hier werdet ihr fündig: http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:0062-
tempest2-4.
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FRAG DEN EXPERTEN FÜR DREHBUCH:
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Oliver Pautsch (drehbuch at experte pt autorenforum pt de)
Frage:
Ich habe kürzlich ein Drehbuch von [...] gelesen, professionell ge-
macht, mit Moods-DVD. Daraufhin hat meine Tochter ein Drehbuch mit
gleichen Entwicklungsstand 12-fach zur Förderung eingereicht - und
verloren. Frage: Kann es sein, dass sie zu professionell war?
Antwort:
Die Entscheidungen der Gremien von Film- und Drehbuchförderungen sind
ungefähr so vorhersagbar wie das Wetter am 1. Juni in zwei Jahren.
Sicherlich kann man es bei einer Einreichung übertreiben. Bunte Deck-
blätter, Bilder, Filme und Tondokumente können ein Jury sicher über-
fordern. Grundsätzlich sollte eine den Anforderungen entsprechende,
saubere Präsentation des Stoffs genügen.
Zu viel? Lieber nicht. Zu professionell? Geht das überhaupt?
Bei der hohen Anzahl eingereichter Projekte entscheidet häufig der
erste Eindruck und die ersten Sätze, habe ich mir sagen lassen.
Vielleicht erfahren Sie bei der/dem Zuständigen, woran es im Fall Ih-
rer Tochter gelegen haben könnte. Falls die Person an der Sitzung
teilgenommen hat. Das ist nicht immer der Fall. Freundliches Nachfra-
gen könnte vielleicht Licht in die Sache bringen.
**~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~**
Oliver Pautsch, Jahrgang 65, sammelte zunächst Erfahrungen als Fahrer,
Beleuchter, Aufnahmeleiter und Regieassistent im Fernsehgeschäft. Spä-
ter ein Zwischenspiel an der Uni Düsseldorf, doch er wollte lieber
direkt für die Branche schreiben. Es entstanden Drehbücher für Kurz-
filme, Serienfolgen und für den sog. "abendfüllenden" Film.
http://www.drehbuchautoren.de/Autoren/meinautor.php?ID=164
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FRAG DEN EXPERTEN FÜR KINDERBUCH:
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Michael Borlik (kinderbuch at experte pt autorenforum pt de)
Frage:
Ich schreibe gerade ein Kinderbuch für 6-8-Jährige. Voraussichtlich
wird es einen Umfang von etwa 20.000 Wörter haben. Ist das zu kurz?
Wie lange sollte ein Kinderbuch für diese Zielgruppe mindestens (bzw.
höchstens) sein?
Antwort:
Bei Büchern für Sechsjährige handelt es sich meist um Vorlesegeschich-
ten, während Achtjährige schon selber lesen.
Sie müssen sich also überlegen, für wen Sie die Geschichte schreiben
wollen. Ich empfehle Ihnen, sich im Internet oder in einer Buchhand-
lung umzusehen und sich an den Büchern der entsprechenden Altersklasse
zu orientieren.
Jeder Verlag stellt in der Regel andere Ansprüche an den Umfang des
Textes. Oft liegt dieser zwischen 30 und 50 Normseiten, wobei eine
Normseite 60 Zeichen (inklusive Leerzeichen) je Zeile und 30 Zeilen je
Seite entspricht.
**~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~**
Michael Borlik, 1975 geboren, machte 1995 sein Abitur und ging an-
schließend in eine kaufmännische Ausbildung, die er 1998 erfolgreich
abschloss. Seit 2001 erfolgte eine Reihe von Veröffentlichungen. Über-
wiegend schreibt er Kinder- und Jugendbücher, die u. a. bei Ueberreu-
ter, Thienemann und Arena erscheinen. Seit Sommer 2005 ist er freier
Schriftsteller. Mehr Infos unter http://www.borlik.de.
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FRAG DEN EXPERTEN FÜR HISTORISCHEN ROMAN:
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Titus Müller (historischer.roman at experte pt autorenforum pt de)
Frage:
Wie vermittle ich dem Leser Sympathien für meinen Hauptcharakter? Ich
bin derzeit an einem Buch, das von einem römischen Soldaten handelt
[...] Problem dabei: Meine Hauptperson ist in einer mehr oder weniger
adligen Familie untergebracht. Wie zu dieser Zeit üblich, haben Adlige
Sklaven, die für sie schuften. Der moderne Leser ist Sklaverei aber
eher abgeneigt. Muss ich deshalb meiner Hauptperson ebenfalls eine
Abneigung gegen Sklaven verschaffen? Wenn nein, wie schaffe ich es
dann Sympathien für meine Figur zu erschaffen?
Antwort:
Sympathien für den Hauptcharakter - damit rührst du an eine der Kern-
fragen des Romanschreibens.
Ich habe die Erfahrung gemacht, dass mein erster Impuls mich in eine
Falle lockt. Ich will Protagonisten haben, die schön, stark, hartnä-
ckig, konsequent und begehrt sind. Für die Leser bedeutet das, dass
sie diese Romanfiguren bestaunen, vielleicht auch beneiden. Beides
schafft Distanz. Wir wollen aber Nähe erreichen, die Leser sollen sich
identifizieren. Perfekte Menschen empfinden wir als unangenehm, weil
wir selbst nicht perfekt sind. Identifikation hingegen beruht auf
Gleichartigkeit. (Wen suchen wir uns als Freunde? Leute, die wir ver-
stehen können und die uns verstehen.) Gib deinem Protagonisten Schwä-
chen, dann können sich die Leser mit ihm identifizieren. Mitleid für
die Schwächen des Protagonisten verwandelt sich leicht in Sympathie
und Sympathie in Identifikation.
Ich würde den römischen Soldaten - schon aus Gründen der historischen
Genauigkeit - wie selbstverständlich mit den Sklaven umgehen lassen,
so wie wir heute wie selbstverständlich mit der Armut umgehen, obwohl
es traurig ist, dass es so etwas in unserem reichen Land gibt. Daran
denken wir kaum je einmal, und auch dein Protagonist sollte wenig dar-
über nachdenken, wie sich die Sklaven fühlen. Vielleicht zwingt es ihm
ein krasser Vorfall vor Augen, und er versteht für einen kurzen Augen-
blick ihre Sicht auf die Welt. Dann aber sollte er innerlich kapitu-
lieren, weil er als Einzelner unmöglich das System umkrempeln kann.
Wenn du willst, dass die Leser sich mit ihm identifizieren, sollte er
Sehnsüchte haben, die sich so widersprechen, dass sie ihn mit sich
selbst in Widerstreit bringen. Dadurch ist sein Handeln nicht mehr
voraussagbar, weil man sich als Leser nicht sicher ist, welche seiner
Seiten gewinnt. Beispielsweise könnte er einerseits seinen Feldherrn
verehren und dessen Anerkennung erwerben wollen, andererseits einer
bezaubernden Kritikerin Scipios verfallen sein, die ihn dazu bringen
will, Scipio zu hintergehen.
Er sollte eine "Leiche im Keller" haben. Lass ihn Ängste haben, Hem-
mungen, Schuldgefühle, Phantasien. Die Leser werden ihn dafür lieben.
**~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~**
Neu im Taschenbuch! Titus Müller: Das Mysterium. Ausgezeichnet als
einer der drei besten historischen Romane der letzten zwei Jahre mit
dem Sir Walter Scott-Preis in Bronze. "Bestechend detailgenau recher-
chierte Erzählung. Von der Münchner Milieustudie über den Entwick-
lungsroman bis zum Thriller." (DeutschlandRadio Kultur) Mehr Infos
unter www.titusmueller.de.
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FRAG DIE EXPERTIN FÜR LYRIK:
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Martina Weber (lyrik at experte pt autorenforum pt de)
Frage:
Vor kurzem habe ich mich mit einigen Gedichten bei einem kleinen Ver-
lag (kein Zuschuss, kein BoD) auf eine Lyrikanthologie beworben. Der
Verlag bekundete Interesse, allerdings möchte das Lektorat diverse
Änderungen vornehmen, in allen Gedichten soll ich demnach einige Teile
streichen, andere umformulieren. Mich hat das verwundert, und ich
möchte Sie fragen, ob das ein übliches Vorgehen ist?
Dass bei einem längeren Werk Fehler unterlaufen, die korrigiert werden
müssen, kann ich mir vorstellen, aber bei Gedichten handelt es sich
doch um "fertige" Texte. Bisher habe ich mich mit einigen Texten bei
Zeitschriften und ähnlichen Projekten beworben und dabei auch schon
Erfolg gehabt. Dabei war das Verfahren aber immer so, dass meine Ge-
dichte entweder abgelehnt oder angenommen wurden, Überarbeitungen aber
nicht verlangt wurden. So würde ich es gerne weiter halten - oder ma-
che ich mir damit falsche Vorstellungen über die Lyrik- beziehungswei-
se Verlagswelt?
Antwort:
Bei der Veröffentlichung von Gedichten in Literaturzeitschriften und
Anthologien ist es tatsächlich üblich, dass Gedichte entweder angenom-
men oder abgelehnt werden. Dass die Redaktion oder die Herausgeberin
Lektoratsvorschläge macht, kommt eher selten vor. Solche Vorschläge
sehe ich allerdings positiv, sie sind ein Zeichen dafür, dass sich
jemand Gedanken um Ihre Texte macht. Lektoratsvorschläge können für
Ihre Arbeit sehr hilfreich sein. Ich würde sie nicht grundsätzlich
ablehnen, sondern die Gedichte entsprechend der Vorschläge umschrei-
ben, sie auf mich wirken lassen und darüber nachsinnen, ob die Gedich-
te dadurch besser werden oder nicht. Wenn Sie von den Änderungsvor-
schlägen überzeugt sind, sollten Sie sich darauf einlassen. Wenn Sie
die Vorschläge ablehnen, schreiben Sie das an die Herausgeberin der
Anthologie, und stellen Sie klar, dass Sie Ihre Gedichte nur so, wie
Sie sie eingereicht haben, veröffentlichen möchten und lieber auf eine
Veröffentlichung verzichten als die vorgeschlagenen Änderungen einzu-
arbeiten.
Ihre Ansicht, dass Gedichte im Unterschied zu längeren Prosatexten
"fertige" Texte seien, kann ich allerdings nicht teilen. Ganz im Ge-
genteil gelingen besonders in den ersten Jahren des Gedichteschreibens
nur wenige Texte, und die angehende Lyrikerin sollte, wenn sie es
ernst meint mit ihrer Kunst, zunächst das Handwerkszeug der Lyrik ler-
nen und viel herumprobieren. So wie eine Prosaautorin sollte jede Ly-
rikerin lernen, ihre eigenen Gedichte zu überarbeiten, also selbst zu
lektorieren. Eine Literaturgruppe und Brief- oder E-Mail-Kontakte zu
Kolleginnen sind dabei sehr empfehlenswert.
Hier noch zwei Anregungen zum Lektorat Ihrer Gedichte:
1. In der Ausgabe des "The Tempest" vom 20.6.2008 habe ich bereits
eine Anfrage zu Kriterien für ein Lyriklektorat beantwortet. Frage und
Antwort finden Sie im Archiv des "The Tempest" unter
http://www.autorenforum.de/content/view/692/77/
2. In der Juniausgabe 2009 des Schreibmagazins "Textart"
(http://textartmagazin.eomis.de/) finden Sie einen Artikel von Dirk
Hülstrunk und mir über ein ausführliches Lyriklektorat anhand eines
Beispiels: "Ich nenne es Warten auf Freitag. Der Prozess eines Lyrik-
lektorats".
Ergänzend möchte ich anfügen, dass im Rahmen der Veröffentlichung ei-
nes Lyrikbandes ein Lektorat durch den Verlag üblich, aber auch nicht
zwingend ist. Ob die Gedichte ohne Änderung gedruckt werden, hängt vom
Verlag ab und natürlich von der Qualität der Gedichte.
**~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~**
Martina Weber ist Autorin des Buches "Zwischen Handwerk und Inspirati-
on. Lyrik schreiben und veröffentlichen", Uschtrin Verlag München
2008, http://www.uschtrin.de/weber.html. Mehr über Martina Weber un-
ter: http://www.poetenladen.de/martina-weber-person.html
+++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++
Veranstaltungen, Ausschreibungen, Publikationsmöglichkeiten, Messen
und Seminare findet ihr im zweiten Teil des Tempest, der mit getrenn-
ter Mail kommt!
+++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++
Einsendeformalien:
Einsendungen sind zu allen Rubriken von autorenforum.de - nach Rück-
sprache - erwünscht. Zurzeit können jedoch noch keine Honorare gezahlt
werden. Das Urheberrecht verbleibt bei der Autorin bzw. beim Autor.
Einsendungen bitte im RTF-Format und per E-Mail, und zwar an:
beitrag at team pt autorenforum pt de.
Fragen zu Einsendungen sollten ebenfalls an diese Adresse gerichtet
werden. Die genauen Richtlinien findet ihr unter der Adresse
http://autorenforum.de/Tempest/richtlinien.html.
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I M P R E S S U M
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Herausgeber:
Ramona Roth-Berghofer public.relations at team pt autorenforum pt de
Gabi Neumayer redaktion at team pt autorenforum pt de
Stefan Schulz webmaster at autorenforum pt de
Thomas Roth-Berghofer
Thomas.Roth-Berghofer at team pt autorenforum pt de
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"The Tempest" ist ein kostenloser Newsletter für Autorinnen und Auto-
ren. Abonnenten sind herzlich aufgefordert, den Newsletter weiter-
zugeben oder nachzudrucken, solange alle Urheberrechte beachtet werden
(Näheres s. http://www.autorenforum.de/?UeberUns/Impressum) und der
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um, mit der Redaktion Kontakt aufzunehmen.
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