Ausgabe 5-12 (22. Dezember 2003)

Schreib-Kick
Schreibkurs
    "Interview mit einem Vampir-Jäger"
    von Anja Odenthal
Buchbesprechung
    "Short Story" von James M. Bickham
    besprochen von Gabi Neumayer
Interview mit Jörg Kastner
Erfahrungsbericht
    "Schreibwerkstatt – eine besondere Erfahrung"
    von Manuela Tengler
Essay
    "Große Literatur?"
    von Petra A. Bauer
Glosse
    "25 Tipps, wie man einen Wettbewerb nicht gewinnt"
    von Mareen Göbel
Stephan Waldscheidts kleine Autorentypologie
    "Der, den diese eine Geschichte
    schon sein ganzes Leben verfolgt"
Frag den Experten für Drehbuch
    (Oliver Pautsch)
Frag die Expertin für Literaturagenturen
    (Petra Hermanns)
NEU: Hall of Fame
EDITORIAL: 
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Liebe Autorinnen und Autoren,

liegt’s am kalten Winter oder an der Lage auf dem Buchmarkt? Wir be-
kommen in letzter Zeit jedenfalls besonders viele satirische Beiträge 
von euch. Nicht, dass wir uns beschweren wollen - wir freuen uns dar-
über. Zumal diese Texte immer auch jede Menge Wissenswertes für Auto-
rInnen enthalten. Ihr habt hoffentlich auch viel Spaß an diesen Bei-
trägen, zum Beispiel an Anja Odenthals "Interview mit einem Vampir-
Jäger", Mareen Göbels "25 Tipps, wie man einen Wettbewerb nicht ge-
winnt" - und natürlich an Stefan Waldscheidts neuer Glosse.

Außerdem gibt es in diesem Tempest: ein Interview mit dem Autor Jörg 
Kastner, einen Schreibwerkstatt-Bericht, ein Essay (zu dem ihr uns - 
wie zu allen Beiträgen - gern schreiben könnt), Expertenantworten, 
Schreibkick, Hall of Fame ...

Noch ein Wort zu den Expertenadressen: Die alten haben wir nun abge-
schaltet - gültig sind ab sofort nur noch die neuen, die ihr unten ü-
ber den Expertenantworten findet.

Der Tipp des Monats Dezember, diesmal von mir (bitte schickt mir neue 
Tipps!):

    Tauscht euch doch einmal über ein Buch, das ihr mögt,
    mit jemandem aus, dem dasselbe Buch gar nicht
    gefallen hat (oder umgekehrt). Versucht zu begründen,
    was genau euch gefällt - und hört euch genau an, was
    dem anderen nicht gefällt. Dadurch lernt ihr nicht nur
    etwas über unterschiedliche Geschmäcker, sondern auch 
    eine Menge über Schreibtechniken, ihren Einsatz
    und mögliche (Neben-)Wirkungen.

Das ganze Team von autorenforum.de wünscht euch schöne Feiertage, ei-
nen guten Rutsch und vor allem ein produktives, erfolgreiches und 
schönes Jahr 2004. Wir selbst wünschen uns, dass ihr uns auch im neuen 
Jahr helft, den Tempest lebendig zu halten - durch viele neue Beiträge 
und Tipps und nicht zuletzt durch euren Jahresbeitrag, der es uns er-
möglicht, weiterzumachen.

  Gabi Neumayer
  Chefredakteurin

~~~~~~~~~
Damit wir den Tempest auch in Zukunft weiterführen können, brauchen 
wir eure Hilfe: Wer uns unterstützen möchte, überweise bitte einen 
freiwilligen Jahresbeitrag (15 Euro haben wir als Richtwert gesetzt, 
aber ihr helft uns auch schon mit 5 oder 10 Euro weiter) auf unser 
Konto:

autorenforum.de
SEB Mainz (früher: BfG)
BLZ 550 101 11
Konto 14 24 18 99 00
Stichwort: "Beitrag 2004"

Für AuslandsabonnentInnen: Am 1. Juli wurden die Auslandsüberweisungs-
gebühren gesenkt. Aber natürlich könnt ihr uns euren Beitrag auch wei-
terhin per Post schicken (Adresse am Ende des Tempest).

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ISSN 1439-4669   Copyright 2003 autorenforum.de. Copyright- und
                 Kontaktinformationen am Ende dieser Ausgabe
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   INHALT DIESER AUSGABE:


TEIL 1:

      Editorial
      Inserate
      Schreib-Kick
      Schreibkurs
         "Interview mit einem Vampir-Jäger"
         von Anja Odenthal
      Buchbesprechung
         "Short Story" von James M. Bickham
         besprochen von Gabi Neumayer
      Interview mit Jörg Kastner
      Erfahrungsbericht
         "Schreibwerkstatt – eine besondere Erfahrung"
         von Manuela Tengler
      Essay
         "Große Literatur?"
         von Petra A. Bauer
      Glosse
         "25 Tipps, wie man einen Wettbewerb nicht gewinnt"
         von Mareen Göbel
      Stephan Waldscheidts kleine Autorentypologie
         "Der, den diese eine Geschichte 
         schon sein ganzes Leben verfolgt"
      Frag den Experten für Drehbuch
         (Oliver Pautsch)
      Frag die Expertin für Literaturagenturen
         (Petra Hermanns)
NEU:  Hall of Fame
      Impressum


TEIL 2 (nur für Abonnenten):

      Veranstaltungen
      Ausschreibungen
      Publikationsmöglichkeiten
           mit Honorar
           ohne Honorar
      Seminare
      Messekalender
      Impressum


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Aus organisatorischen Gründen liegt der Anzeigenschluss für den Tem-
pest am 12. jedes Monats. Später eingegangene Anzeigen können wir dann 
erst für die nächste Ausgabe berücksichtigen.


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INSERATE:
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www.textkraft.de bietet euch Warm-up, Romanwerkstatt und Coaching, um 
eure Schreibmuskeln zu trainieren, und TeXt-ray, um eure Texte gründ-
lich zu durchleuchten.
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SCHREIB-KICK:
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                                  (mailto:redaktion at autorenforum punkt de)


Unser Schreib-Kick für den Dezember, diesmal von Petra A. Bauer:

Ihr habt einen Protagonisten und wisst auch schon, welchen Beruf er 
haben soll. Das Ganze wirkt aber noch zu platt, oder ihr braucht nähe-
re Infos? Dann gebt die Berufsbezeichnung doch in eine Suchmachine 
ein. Zu fast jedem Berufszweig gibt es Internetseiten, die ein wenig 
persönlicher gestaltet sind; auf denen die Menschen beispielsweise 
darüber berichten, wie sie auf die Idee gekommen sind, ausgerechnet 
diesen Beruf zu ergreifen. Auch Hintergrundinfos zum jeweiligen Job 
finden sich dort. Solche Storys inspirieren ungemein und tragen dazu 
bei, den Charakter insgesamt "runder" erscheinen zu lassen.


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SCHREIBKURS:
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                                  (mailto:redaktion at autorenforum punkt de)


                  "Interview mit einem Vampir-Jäger"
                          von Anja Odenthal


Die Idee für die Welt stand schon: Fantasy sollte es werden, mit einer 
Adelskaste, die aus Vampiren besteht. Ich stellte mir zerklüftete 
Bergzüge vor, nebelverhangen, und an ihrem Fuß eine Festung, in der 
mein Lehnsherr haust. Den hatte ich auch schon: einen Vampir namens 
Theon, der mir ein halbes Jahr zuvor in einer anderen Geschichte schon 
mal über den Weg gelaufen war.

Nun fehlte dem guten Theon nur noch eine Herausforderung. Ein 
Gegenspieler oder vielleicht auch ein Gefährte, aber auf jeden Fall 
einer, mit dem er sich so richtig zoffen konnte, der ganz andere An-
sichten haben sollte, denn sonst wär’s langweilig geworden. Nur hatte 
ich noch immer keinen Blassen, wer das denn sein sollte. Mir wollte 
nichts einfallen. Absolute Leere im Hirn. Um meiner Fantasie auf die 
Sprünge zu helfen, schrieb ich ein Jobangebot aus: 

...................
WANTED: Protagonist
Gesucht wird eine toughe, clevere Hauptperson, die bereit ist, es mit 
einem Vampir aufzunehmen.
Männliche Bewerber bevorzugt.
...................

Um meinem Unterbewusstsein ein bisschen Zeit zu geben, an der Idee zu 
knabbern, legte ich für das Jobinterview einen Termin am nächsten Tag 
fest. Und beschäftigte mich dann nicht mehr weiter mit der Sache.

Am nächsten Tag setzte ich mich um die vereinbarte Zeit hin, machte 
Musik an, was man so tut, Stift und Zettel lagen bereit, und dann 
lehnte ich mich zurück und schloss die Augen. Ich stellte mir einen 
Raum vor, hell mit Parkettboden, in dem ich bequem in einem roten Ses-
sel saß, um die Stellenbewerber in Empfang zu nehmen. Eine Weile lang 
passierte nichts.

Ja, und dann geht die Tür auf, und dieser Knirps rollt rein. Irgendwie 
musste ich mir wohl doch schon Gedanken gemacht haben, wie mein Pro-
tagonist aussehen soll; ich hatte an einen distinguierten Herrn Ende 
Dreißig gedacht, zurückhaltend, tatkräftig ...

Jedenfalls, was sich da vor mir aufbaut, den Zettel mit meinem Jo-
bangebot zwischen den Zähnen, weil er die Hände an den Rädern seines 
Rollstuhls hat (aus Holz übrigens, das Ding, aber das sehe ich erst 
später), und mir den Zettel dann vor die Füße spuckt, das ist so ein 
Knirps, gerade mal ein Teenie, und dann auch noch ein Krüppel! Wusch-
lige braune Haare, Sommersprossen im Gesicht. Sieht ein bisschen aus 
wie Alfred E. Neumann. Mir fällt jedenfalls erst mal die Kinnlade run-
ter.

Während ich noch versuche, mein Hirn wieder in Gang zu setzen, redet 
mich der Knirps auch schon an. "Such nicht weiter, Lady!", sagt er, 
"hier bin ich!" 

Mir fällt nichts Gescheiteres ein, als erst mal zu fragen: "Lady?"

Er verzieht das Gesicht, als hätte er mit Widerspruch gerechnet. "Na 
ja, wahrscheinlich hast du gedacht, dass ich dich mit Herrin oder gar 
Göttin anrede, oder so ’n Quatsch, was? Schließlich hast du ja wohl 
mein kleines Reich hier erschaffen, wenn du also nicht ‘ne Göttin 
bist, dann weiß ich auch nicht mehr. Aber das mit der Herrin kannste 
dir gleich mal abschminken, ich denk gar nicht dran, vor dir zu buck-
eln!"

Das fordert geradezu Widerspruch heraus. "Moment mal, Hosenschisser!", 
gebe ich zurück. "Du hast ganz Recht - das hier ist MEINE Welt, und 
ich hab dich wohl gerade eben in einem Anfall von geistiger Umnachtung 
erfunden. Also was, bitte schön, hindert mich daran, dich so unterwür-
fig zu machen, wie ich nur will? Ich brauch mir das bloß vorzustellen, 
und du wirst mit Freuden meine Schuhe ablecken! Du wirst es gar nicht 
mehr anders kennen!" 

"Nope", gibt der Knirps zurück. "Versuch’s ruhig - dann mach ich mich 
gleich wieder vom Acker!"

Hmmm, denke ich mir, eins muss man dem Kurzen lassen: Mut hat er. "Mo-
ment!", sage ich also und "hier geblieben!"

Er grinst, als ob er was gewonnen hätte. "Ich heiße übrigens Mars."

"Angenehm", erwidere ich automatisch, während ich mich frage, ob er 
damit den Planeten meint, den Kriegsgott oder den Schokoriegel? Aber 
mittlerweile kann mich nichts mehr schocken. Und ich denke gar nicht 
dran, ihm meinen Namen zu nennen. Reich diesem Typ den kleinen Finger 
... "Du meinst also, du halbe Portion kannst es mit meinem Vampir auf-
nehmen?", frage ich ihn.

Da runzelt er die Stirn. "Wenn du mich nicht reinlegst!", erwidert er. 
"Was soll das übrigens heißen, dein Vampir? Ist der Kerl so ‘ne Art 
Schoßhündchen?"

Ich stelle mir vor, was Theon dazu sagen würde, und bin froh, dass er 
nicht anwesend ist.

"Ich meine, krieg ich ‘nen fairen Prozess oder was?", bohrt Mars 
weiter.

"Wenn du ihn verdient hast." Ich geb mich absichtlich unentschlossen. 
Irgendwie bereitet es mir diebisches Vergnügen, den kleinen Klug-
scheißer zappeln zu lassen.

"Okay!" sagt er einfach und rollt näher. Hält mir seine Pranke hin. 
Für einen Teenie hat er ganz schön große Hände. Und auch mächtig Mus-
keln an den Armen! Also, denke ich mir, entweder ist der Kerl le-
bensmüde oder verdammt wild auf seine eigene Story. Oder er über-
schätzt sich gnadenlos. Vielleicht auch alles auf einmal. 

Egal. Mir ist’s recht, interessant wird die Sache auf jeden Fall! Ich 
zucke mit den Schultern und schlage ein. 

Jetzt hab ich also einen Roman mit einem größenwahnsinnigen Paraple-
giker an der Backe. Und einen schmollenden Vampir, denn Theon fühlt 
sich bereits jetzt von Mars aus der Geschichte gedrängt. Er würde ihn 
ja liebend gerne umbringen, aber er weiß genau, dass ich ihm dann 
fristlos kündige. Mars ist halt schon ’ne Nummer ...

                    **~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~**

Anja Odenthal kommt ursprünglich von der Bildenden Kunst her, sie malt 
und zeichnet seit vielen Jahren und hatte dieses Jahr ihre ersten bei-
den Einzelausstellungen. Sie ist berufstätig und quetscht ihre tägli-
che Schreibroutine zwischen aufstehen, Katzen füttern und zur Arbeit 
gehen. Sie schreibt gerade an ihrem ersten Roman. 


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BUCHBESPRECHUNG:
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                                  (mailto:redaktion at autorenforum punkt de)

                             "Short Story"
                      besprochen von Gabi Neumayer


James M. Bickham hat viele Seminare gegeben und viele Schreibbücher 
geschrieben. In diesem geht es um das Schreiben von Kurzgeschichten - 
aber auch wer Romane schreiben möchte, findet hier Tipps in Hülle und 
Fülle.

Was Bickham hier anbietet, ist ein strukturierter Arbeitsplan. Haupt-
werkzeuge sind Karteikarten und farbige Stifte - und natürlich Fanta-
sie, Arbeitswillen und auch die Bereitschaft, sich mit sich selbst 
auseinander zu setzen. Denn "nur wer sich selbst kennt, kann gute 
schriftstellerische Arbeit leisten", sagt Bickham, und "Kurzgeschich-
ten sind nichts für emotionale Feiglinge".

Wer sich auf Bickhams System und seine Arbeitsanregungen einlässt, 
wird von diesem Buch enorm profitieren können. Denn dadurch entwickelt 
man nach und nach Figuren, Schauplätze, Dialoge und Plot und wird am 
Ende mit einer fertigen (auch überarbeiteten) Geschichte dastehen und 
zusätzlich mit jeder Menge Karteikarten, die unzählige Ideen und Ele-
mente für zukünftige Geschichten enthalten. Alles wird in Schritten 
mit praktischen Anweisungen und Hilfestellungen erläutert. Es geht 
darum, an einer Geschichte zu arbeiten, nicht um theoretische Unter-
weisung. Aber zu den wichtigsten Schreibaspekten gibt es Exkurse, in 
denen man das eine oder andere Thema theoretisch vertiefen kann.

Jedem Kapitel sind einige Fragen vorangestellt, die der Autor / die 
Autorin für sich beantworten sollte. Am Ende findet sich jeweils eine 
Zusammenfassung. Und zwischendrin und am Ende des Buches gibt es zahl-
reiche nützliche Checklisten.

Für welche AutorInnen ist dieses Buch geeignet? Zum Beispiel für An-
fängerInnen, die noch keine ideale Arbeitsweise für sich gefunden ha-
ben oder die kaum wissen, wo sie wie anfangen und wie sie dann weiter-
machen sollen. Doch auch wer schon lange schreibt, kann sich hier noch 
neue Tipps und Anregungen holen, mit denen sich das eigene Schreiben 
verbessern lässt. Und wer öfter einmal die Erfahrung macht, dass er / 
sie beim Schreiben nicht weiterkommt, wird hier schnell den Punkt he-
rausfinden können, an dem es hakt.


James M. Bickham: "Short Story", 2002, 220 Seiten, 12,75 Euro, Zwei-
tausendeins (nur dort erhältlich!)

                    **~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~**

Meine aktuellen Veröffentlichungen: 10 Teufelgeschichten in "Mein 
dickes buntes Buch der 4 _-Minuten-Geschichten", paletti; 
"Schulgeschichten" für ErstleserInnen, Gondolino; Downloadkurs "Die 
professionelle Überarbeitung", http://www.storials.com; Kurzkrimi 
"Rudolph the Rednosed Reindeer" in: "Schlaf in himmlischer Ruh ...", 
Ullstein. Weitere Infos: http://www.gabineumayer.de und 
http://www.bato-schreibt.de.


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INTERVIEW:
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                                  (mailto:redaktion at autorenforum punkt de)


            "Entscheidend aber ist eines: Nicht aufgeben!"
                      Interview mit Jörg Kastner


Ramona Roth-Berghofer: Herr Kastner, im September 2003 ist Ihr Vati-
kan-Thriller "Der Engelsfluch" im Droemer Verlag erschienen. In Ihren 
Nachbemerkungen weisen Sie den Leser darauf hin, dass Sie in Ihrem 
Vorgängerroman "Der Engelspapst" den historischen Mord am Kommandanten 
der päpstlichen Schweizergarde und seiner Frau als Anknüpfungspunkt 
für eine fiktive Geschichte genommen haben. Wie sind Sie beim Recher-
chieren und Schreiben, beim Verweben von Realität und Fiktion vorge-
gangen?

Jörg Kastner: Die Leserecherche für den "Engelspapst" hat sich in zwei 
Teile untergliedert. Zum einen habe ich mir sämtliche Informationen 
besorgt, die zu dem Zeitpunkt über den so genannten Gardemord zu er-
halten waren, um mir ein eigenes Bild der sehr dubiosen Vorgänge im 
Vatikan zu machen. Der andere Teil der Leserecherche beschäftigte sich 
mit der Geschichte der Kirche, mit dem Leben Jesu und mit theologi-
schen Fragestellungen wie der Heiligen Dreieinigkeit - also mit allen 
Elementen, die in meinem Roman eine Rolle spielen. Außerdem bin ich 
nach Rom geflogen, habe mir dort sehr viele "locations" angesehen und 
habe auch an einer Papstaudienz teilgenommen. Ich hatte in diesem Fall 
das große Glück, dass mein Agent in Rom lebt und die Stadt sehr gut 
kennt. Er und seine Frau haben Reiseführer abgegeben, wie man sie sich 
begeisterter und instruktiver nicht wünschen kann.

Realität und Fiktion greifen gerade bei diesem Roman stark ineinander. 
Letztlich überwiegt aber die Fiktion, habe ich den tatsächlichen Vor-
fall zum Ausgangspunkt genommen, um eine von mir erfundene Geschichte 
über ein mögliches Geheimnis der katholischen Kirche zu erzählen. Wenn 
heute, ein paar Jahre danach, immer mehr Fakten ans Licht der Öffent-
lichkeit dringen, die auf eine meiner Fiktion nicht unähnliche Ver-
schwörung hindeuten, finde ich das natürlich sehr interessant und in 
gewisser Weise auch bestätigend.


RRB: Sind Sie dabei mehr ein intuitiver Autor, oder planen Sie jedes 
Detail storyboardmäßig im Voraus?

JK: Ich schreibe nach einem Exposé, in dem die wesentlichen Handlungs-
stränge und die Hauptcharaktere bereits festgelegt sind. Allerdings 
nicht Szene für Szene wie ein Storyboard beim Film. Das würde mir die 
Spannung nehmen, in die jeweilige Szene, die ich gerade schreibe, ein-
zutauchen und mit den Charakteren einen Lösungsweg zu suchen. Kleine 
und hin und wieder auch größere Abweichungen vom Exposé können schon 
einmal vorkommen, und ein eigentlich positiver Charakter kann sich ins 
Negative verkehren (oder umgekehrt). Wie gesagt, das macht das Schrei-
ben für mich selbst spannend.


RRB: Wie umfangreich gestaltete sich die Zusammenarbeit mit dem Lekto-
rat des Droemer Verlages? Musste der Roman für das Programm des Verla-
ges noch irgendwie angepasst werden (evtl. Kürzungen etc.)?

JK: Ich nehme an, Sie meinen mein neues Buch, "Der Engelsfluch", das 
gerade bei Droemer erschienen ist: Da ich erst den Verlag und den Ver-
trag hatte und dann das Buch geschrieben habe, gab es keine Anpas-
sungsprobleme irgendwelcher Art. Der Verlag kannte das Exposé und 
wusste daher, um was es ging. Mein Lektor hat sich im Wesentlichen um 
Stil- und Logikfragen gekümmert, und da ist es immer gut, wenn ein 
nach ein paar Monaten Arbeit am eigenen Roman betriebsblinder Autor 
einen guten Lektor zur Hand hat - was bei mir glücklicherweise der 
Fall war. Beim "Engelspapst", dessen Originalausgabe bei Scherz er-
schienen ist, verhielt es sich ähnlich.


RRB: Hatten Sie (oder Ihre Agentur) Einfluss auf die Titelwahl, die 
Wahl des Buchcovers oder den Klappentext?

JK: Sowohl beim "Engelspapst" als auch beim "Engelsfluch" stammen die 
Titel von mir, und ich gestehe, damit auch sehr zufrieden zu sein. Die 
Buchcover werden naturgemäß vom Verlag ausgesucht, wurden mir aber 
vorgelegt, und ich habe auch Anregungen zur Vervollkommnung gegeben. 
Ähnlich verhielt es sich mit den Backcover- und Klappentexten. Beim 
"Engelsfluch" ist es sogar so gewesen, dass meine zuständige Programm-
leiterin und ich, als sie mich in Hannover besuchte, gemeinsam an die-
sen Texten gefeilt haben. Überhaupt sollte es im Idealfall so sein, 
dass Autor und Verlag an einem Strang ziehen und dass jeder sich zu-
mindest die Argumente des anderen anhört.


RRB: Wie kamen Sie zum Schreiben? Gab es da ein bestimmtes Schlüssel-
erlebnis?

JK: An ein Schlüsselerlebnis kann ich mich nicht erinnern. Der Drang 
zum Schreiben war bei mir schon immer vorhanden. Vielleicht habe ich 
da etwas von meinem Vater geerbt, der zwar keinen schriftstellerischen 
oder künstlerischen Beruf ausgeübt hat, aber der ein begnadeter Erzäh-
ler ist. Als ich dann mit etwa achtzehn Jahren in den Besitz meiner 
ersten mechanischen Reiseschreibmaschine kam, begann ich, die Verlage 
mit Romanen und Kurzgeschichten zu bombardieren. Gut verdient hat dar-
an eine Weile nur die Post, die fleißig meine Manuskripte hin und her 
transportiert hat. Aber ich denke, das fortwährende Schreiben war für 
mich eine gute Übung. Wenn ich mir heute meine ersten Ergüsse so anse-
he, drängt sich mir dieser Schluss unweigerlich auf.


RRB: Wie lange arbeiten Sie im Durchschnitt an einem Roman?

JK: So zwischen sechs und zwölf Monaten, das hängt nicht unmaßgeblich 
von der erforderlichen Recherche ab. So kam es mir beim "Engelsfluch" 
natürlich zugute, dass ich das Thema Vatikan bereits für den "Engels-
papst" recherchiert hatte.


RRB: Wie sieht der Alltag Ihres Autorendaseins aus?

JK: Entschieden weniger romantisch, als es uns manche Bücher und Filme 
erzählen. Zumindest in meinem Fall. Ich stehe morgens auf, setze mich 
nach dem Frühstück an den Schreibtisch und beginne zu schreiben oder, 
falls ich noch in der Recherchephase bin, zu lesen. Das geht manchmal 
bis abends um sechs, manchmal bis um acht oder auch bis um zehn. Je 
nach Gemütslage und Dringlichkeit des Abgabetermins. Farbtupfer in 
diesem Alltagstrott sind die Recherchereisen wie der bereits erwähnte 
Rom-Trip oder der Besuch etruskischer Nekropolen in Italien, den ich 
für den "Engelsfluch" unternommen habe.


RRB: Was macht Ihrer Meinung nach einen guten Autor aus?

JK: Dass sein Publikum mit ihm zufrieden ist. Dabei meine ich nicht 
ein möglichst großes Publikum, sondern das, für das der jeweilige Au-
tor schreiben möchte. Bei Günter Grass sind das andere Leute als bei 
Ken Follett und bei einem Romanautor andere als bei einem Lyriker. 
Letztlich muss der Text stimmen, und die Leser dürfen das Buch nicht 
enttäuscht oder gelangweilt aus der Hand legen.


RRB: Sie werden von der Autoren- und Verlagsagentur AVA international 
vertreten. Was hat Sie dazu bewogen, sich von einer Literaturagentur 
vertreten zu lassen? Wie kamen sie zusammen?

JK: Ich kenne Roman Hocke, den Geschäftsführer der AVA international, 
noch aus der Zeit, als er Verleger bei Weitbrecht war. Damals wollten 
wir zusammen ein Buch machen, aber es wurde nichts draus. Als Roman 
Hocke sich dann als literarischer Agent selbständig machte, fragte er 
mich, ob er mich vertreten könne. Damals suchte ich gerade einen Agen-
ten. Bis dahin hatte ich mich als Einzelkämpfer selbst durchgeschla-
gen, war aber zu der Erkenntnis gelangt, dass man heutzutage ein frei- 
und hauptberufliches Dasein als Autor längerfristig nur dann erfolg-
reich über die Bühne bringen kann, wenn ein guter Agent, der die Ge-
pflogenheiten des Verlagsgeschäfts kennt und Kontakte zu den Chefeta-
gen der Verlage hat, einen vertritt. Mit Roman Hocke und der AVA in-
ternational habe ich dann einen echten Glückstreffer getan.


RRB: Wie sieht Ihre Zusammenarbeit mit der AVA international aus?

JK: Zunächst einmal regelt die Agentur den gesamten Verwaltungskram. 
Verträge werden ausgehandelt, zu Papier gebracht, Rechnungen werden 
gestellt, überfällige Belegexemplare bei den Verlagen angemahnt und so 
weiter. Darüber hinaus ist Roman Hocke aber auch ein literarisch sehr 
versierter Mann, was wohl zu einem guten Teil auf seine enge Zusammen-
arbeit mit Michael Ende zurückgeht. Er feilt mit seinen Autoren vom 
Exposé bis zum fertigen Roman an dem Stoff, bringt immer wieder seine 
Ideen ein und scheut auch vor ebenso freundlich vorgetragener wie in 
der Sache schonungsloser Kritik nicht zurück. Was für das fertige Buch 
letztlich sehr gut ist. Ich glaube, nicht alle Agenten machen sich 
diese Mühe, und viele beschränken sich wohl auf den geschäftlichen / 
vertraglichen Teil.


RRB: Werden Ihre Bücher auch im Ausland gelesen?
JK: Meine Agentur kümmert sich darum, den von ihr vertretenen Autoren 
durch ein Netz von ausländischen Subagenten, das derzeit im Aufbau 
begriffen ist, auch im Ausland Geltung zu verschaffen. Bei meinen Bü-
chern sind allerdings erst exotische Anfangserfolge zu verzeichnen. 
Für den gemeinsam mit meiner Frau geschriebenen Fantasy-Roman "Die 
Steinprinzessin" liegt eine Übersetzungsanfrage aus Thailand vor, und 
für den "Engelspapst" hat sich jüngst ein Verlag in Lettland interes-
siert. Entsprechende Vertragsabschlüsse stehen meines Wissens aller-
dings noch aus.


RRB: Historische Romane, Sciencefiction, Vatikan-Thriller ... Gibt es 
sonst noch ein Genre, das Sie als Schriftsteller reizen würde? Wie se-
hen Ihre Schreibpläne für die Zukunft aus?

JK: Ich würde mir gern meine Vielseitigkeit bewahren bzw. diese noch 
ausbauen. Aber das ist, betrachtet man es mal unter dem Marketing-
Aspekt, schwierig. Natürlich möchten Verlage gern von einem Autor das 
haben, was unter seinem Namen erfolgreich gelaufen ist. Und, seien wir 
mal ehrlich, bei den meisten Lesern verhält es sich nicht anders. Eher 
klein dürfte die Zahl derer sein, die quer durch alle Genres lesen. 
Ein Schriftsteller wie Ken Follett, der seine Leser vom Mittelalter-
Epos zum modernen Thriller mitnimmt, gilt in der Verlagswelt als abso-
lute Ausnahmeerscheinung. Ich würde mich natürlich freuen, wenn mir 
Ähnliches gelänge. Als Nächstes steht bei mir ein historischer Roman 
mit phantastischen Elementen an, angesiedelt im Barock. Das Buch wird 
voraussichtlich im Frühjahr 2005 bei Droemer erscheinen.


RRB: Welchen Roman (welche Zeitschrift, welche Kurzgeschichte) lesen 
Sie gerade? Was hat Sie am stärksten beeindruckt?

JK: Zurzeit liegt ein ganzer Stapel historischer Magazine mit interes-
santen Artikeln auf dem Lesetisch. Leider wächst der Stapel schneller 
an, als ich ihn abarbeiten kann. Beeindruckendes und natürlich auch 
Beeinflussendes ist mir in meinem langen Leben als Leser natürlich 
vieles untergekommen, zu vieles, um hier einzelne Werke aufzuzählen.


RRB: Von 2.000 Manuskripten wird im Schnitt eines als veröffentli-
chungsfähig angenommen. Gerade mal 3  % aller publizierten Romanauto-
ren können von ihrem Schreiben leben. Das sind nicht gerade rosige 
Aussichten für angehende Autoren. Was würden Sie unseren Lesern in 
Hinsicht auf Brotberuf, Künstlersozial(kranken)kasse etc. raten?

JK: Zunächst halte ich einen Brotberuf für ein sehr nützliches Ding. 
Ich habe zwar schon vorher ein bisschen was veröffentlicht, aber auf 
die frei- und hauptberufliche Autorenkarriere habe ich mich erst ge-
stürzt, als ich mein zweites juristisches Staatsexamen in der Tasche 
hatte. In Deutschland ist die Situation leider so, dass selbst die 
Leute in den Verlagen staunen, wenn man ihnen erzählt, dass man vom 
Schreiben lebt. Deshalb ist ein zweites Standbein ungemein wichtig. 
Außerdem kann man mit den Verlagen viel besser verhandeln, wenn die 
eigene Existenz nicht am nächsten Verlagsvertrag hängt. 

Und bei den Verträgen gilt: Hier nicht einfach alles unterschreiben, 
was einem nach dem Motto "So sehen alle unsere Verträge aus" vorgelegt 
wird. Vorher alles genau durchlesen, unklare Passagen hinterfragen und 
den Vertrag am besten mit einem der Musterverträge, die bei diversen 
Stellen erhältlich sind, abgleichen. Nach meiner Erfahrung lässt ein 
Verlag, wenn er an einem Projekt interessiert ist, über einzelne Klau-
seln durchaus mit sich reden. So macht z. B. die beliebte Optionsklau-
sel (Option für die nächsten Werke) nur Sinn, wenn der Verlag auch die 
quantitative Möglichkeit dazu besitzt und die inhaltliche Bandbreite 
des Autors abdeckt. Wer bei einem reinen Krimiverlag untergekommen 
ist, als Nächstes aber einen Fantasy-Roman schreiben will, ist mit ei-
ner solchen Optionsklausel nicht gut beraten. Ein fairer Verlag wird 
einem Autor auch faire Bedingungen zugestehen.


RRB: Hätten Sie sonst noch einen Rat für angehende Autoren?

JK: Vermutlich so viele, dass sich ein eigenes Buch lohnen würde. Ent-
scheidend aber ist eins: Nicht aufgeben! Selbst wenn ein ganzer Akten-
ordner mit Ablehnungsschreiben voll ist, einfach den nächsten Ordner 
anfangen und das Manuskript - vorausgesetzt natürlich, man hält es 
selbst für gut - wieder auf Reisen schicken. Bei mir hat das jeden-
falls geklappt. (Und wer noch Fragen an mich hat, kann sie im Forum 
meiner Homepage http://www.kastners-welten.de stellen.)


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ERFAHRUNGSBERICHT:
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                                  (mailto:redaktion at autorenforum punkt de)


             "Schreibwerkstatt – eine besondere Erfahrung"
                          von Manuela Tengler


Ungeduldig wartete ich auf die Nachricht – aufgenommen oder nicht?! 
Spannender war es bei der Aufnahmeprüfung für die Mittlere Reife auch 
nicht!  Lange hatte ich überlegt, welche Arbeitsproben ich für meine 
Bewerbung an die Schreibwerkstatt mitschicken könnte. Und dann hieß es 
warten.

Hurra, ich bin dabei, und mit mir noch zehn andere AutorInnen! Gleich 
vorweg, das war und ist meine erste Schreibwerkstatt. 

Es fing an mit der Vorstellung. Wir sind ein bunter Haufen von Auto-
rInnen, und alle haben wir vor allem eines im Kopf – schreiben, einen 
Roman im Laufe der Schreibwerkstatt so hinzukriegen, dass er mal nicht 
bei den unvollendeten Geschichten in der ohnehin überfüllten berühmten 
Schublade endet.

Los ging`s mit unserer ersten Aufgabe: Zeige deine Hauptfigur, mit ih-
ren Schwächen und Stärken, ihren Wünschen, Zielen und allem, was dir 
sonst wichtig erscheint. Klar, dachte ich. Nichts leichter als das – 
ich, die Charakterisierungen nie gerne macht. Viel lieber schmeiße ich 
mich mit Elan in das Erstkapitel, schreibe motiviert weiter und ver-
sumpfe dann ungefähr in der Mitte, weil ich mir um einige "Nebensäch-
lichkeiten" bisher noch keine Gedanken gemacht habe! Warum auch, ich 
kenne doch meine Figur, oder?


          Braucht man eine Charakterisierung?

Die Charakterisierung ging dann doch recht gut, aber dann kam`s ... 
viele Fragen der anderen Teilnehmer. Hatte ich meine Hauptfigur bisher 
doch nur im besten Licht gesehen, und offensichtlich hielt ich nicht 
viel davon, meiner Hauptfigur auch negative Eigenschaften zu verpassen 
oder sie diese ausleben zu lassen? Vielleicht brauche ich sie mal spä-
ter – aber im Augenblick der Charakterisierung entstand eine Mischung 
aus Florence Nightingale und Jeanne d’Àrc. Super! Überarbeitung, Fra-
gen über Fragen, auch der Autor in mir grübelte ...

Reicht eine gründlichere Überarbeitung meiner Hauptfigur? Doch was ge-
schieht dann mit meinen bisherigen Manuskriptseiten? Unbrauchbar, zum 
Müll? Ich habe doch eine Vision, wie meine Hauptfigur ihr Glück findet 
... oder auch nicht. 

Doch da hilft alles nix. Ich wage den Anfang neu, versuche meine 
Hauptfigur neu zu entdecken – auch mit ihren schlechten Eigenschaften, 
denn genau die machen sie doch erst lebensfähig. Nicht liebenswert, im 
schlechtesten Fall, aber ich kann behaupten, mein Charakter ist rund, 
dreidimensional.

Alle Lehrbücher des belletristischen Schreibens holte ich verzweifelt 
hervor – Tipps zur erfolgreichen Charakterisierung. War mein Weg, die 
Charakterisierung auszulassen, vielleicht doch nicht der beste Start, 
um einen vorzeigbaren Roman zu schreiben? 

Manchmal komme ich mir vor, als säße ich auf der Titanic. Einerseits 
hoch motiviert – den Eisberg ramme ich nicht! –, meine Hauptfigur auf 
den richtigen Weg zu führen und sie so glaubwürdig, spannend, interes-
sant zu gestalten, dass sie meine Mitschreibwerkstättler in den Bann 
zieht und später auch Agenten, Lektoren und natürlich viele Leser! An-
dererseits schwanke ich jetzt immer wieder – Wellen der Verzweiflung, 
der Hoffnung ...


          Der Weg zum eigenen Ich als Schreiber

Man lernt sich selbst besser einzuschätzen während einer Schreibwerk-
statt. Den Schreibstil, die eigene Art des Plottens besser kennen zu 
lernen bzw. zu ändern. Es ist ein Prozess des ständigen Auseinander-
setzens mit den Figuren, der Idee, dem Plot.

Es ist sehr interessant, die Texte der anderen zu lesen. Mir persön-
lich fällt es schwer, meine eigenen Texte – besonders die aktuellen – 
objektiv und kritisch zu beurteilen. Bei fremden Texten geht das na-
türlich leichter, doch es gibt viele Texte, bei denen man denkt: Tolle 
Idee, guter Ansatz, interessanter Plot! Es spornt erneut an, moti-
viert, den eigenen Text wieder zu überarbeiten und schließlich so zu 
präsentieren, dass er genau das ist, was er sein soll: ein guter Ro-
man, der nicht nur unterhält, sondern auch noch Tage danach im Ge-
dächtnis haften bleibt. Charaktere, die man lieb gewonnen hat, oder 
auch solche, die durch ihre böse Seite im Ich beeindruckt haben. 

Guter Rat am Schluss: Wer so eine Schreibwerkstatt mal angeboten be-
kommt – macht mit. Man lernt so viel – und vor allem: Man schreibt und 
schreibt und schreibt. Und das ist eben das Wichtigste am Weg zum Er-
folgs. Auch wenn wir nicht Grisham, Rendell, Leon oder Steel heißen – 
ohne Schreiben gibt es keine Manuskriptseiten, keine Figuren und kein 
Material, um in einer Schreibwerkstatt seine Schreibe zu überdenken!

(Dieser Artikel soll auch ein persönliches Dankeschön an die Moderato-
ren des Textkrafttrainings sein - die Schreibwerkstatt, an der ich 
teilgenommen habe: Judith Rau, Mareen Göbel, Anja Krebber und Hans Pe-
ter Roentgen. Ohne sie würde ich noch immer die Schublade füllen, und 
auch wenn sie der Verzweiflung manchmal nahe waren, mir hat`s gehol-
fen. - Das neue Textkrafttraining startet bald. Fragt mal an, wenn ihr 
Interesse bekommen habt. Vielleicht gibt es noch Restplätze. Toitoi-
toi.)

                    **~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~**

Manuela Tengler steckt gerade in der Überarbeitung ihres ersten Ro-
mans, und weil’s so viel Spaß macht, recherchiert sie für weitere In-
terviews für den Tempest. Ansonsten versucht sie derzeit wenigstens 
"nur" zwei, drei Genres die Treue zu halten, doch neue Ideen verfolgen 
sie gnadenlos. Sie wird von einer Literaturagentur betreut und arbei-
tet an ihrem ersten Frauenroman.


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ESSAY:
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                                  (mailto:redaktion at autorenforum punkt de)


                          "Große Literatur?"
                          von Petra A. Bauer


Es gibt Bücher, die lege ich nicht aus der Hand, bis der letzte Satz 
gelesen ist, da vergesse ich die Zeit um mich herum und bin traurig, 
wenn ich unterbrochen werde.

Es gibt Bücher, die werden hoch gelobt, ich kaufe sie und frage mich: 
Warum? Ich finde nicht in die Story hinein, bei einem "schreibender 
Gott" genannten Autor ärgere ich mich über viel Text in Klammern, bei 
einer anderen Autorin bekomme ich kaum Luft beim Lesen, weil einzelne 
Sätze eine oder gar anderthalb Seiten lang sind und ich mich gehetzt 
fühle wie ein gejagtes Tier. Besonders scheußlich, wenn ich Sätze 
mehrmals lesen muss, um zu verstehen, was der Autor damit sagen 
wollte. Nicht, dass ich dumm wäre. Nur hin und wieder beschleicht mich 
der Verdacht, dass der Autor vielleicht selbst nicht wusste, was er 
damit sagen wollte. Oder es einfach nicht besser ausdrücken konnte. 
Oder völlig bekifft war.

Vielleicht entstand meine Abneigung gegen "große Literatur" in der 
Schule, wo man mich zwingen wollte, in den Sommerferien Flauberts "Ma-
dame Bovary" zu lesen. Ich lag unter der spanischen Sonne und ließ 
mich davon anöden, wie sich Madame über ihr Unglücklichsein ausließ, 
viele, viele Seiten lang, bis ich sie zusammen mit Felix Krull und den 
anderen Herrschaften tief unten in den Koffer stopfte und nie wieder 
hervorholte. 

Vielleicht hätten die Lehrer uns helfen sollen, besser in die damalige 
Zeit einzutauchen. Möglicherweise ist es aber auch der völlig falsche 
Ansatz, Schülern die so genannte Weltliteratur nahe bringen zu wollen, 
da den meisten aufgrund des Alters vermutlich das Verständnis oder die 
Reife fehlt. Die Grundlage sollte mit Büchern gelegt werden, die den 
Nerv der Jugendlichen treffen - dann können sie später ihre eigenen 
Wege in Richtung "große Literatur" gehen. Wobei ich immer noch nicht 
ganz herausgefunden habe, was ein Buch nun eigentlich "groß" macht. 
Ich habe immer häufiger den Eindruck, dass ein Buch immer dann sehr 
gut wegkommt, wenn auch die Literaturkritiker es nicht mehr verstehen.

Muss ich mich schämen, John Grisham zu lesen, seit ich hörte, dass 
seine Bücher gnadenlos zur Trivialliteratur gezählt werden? Trivial 
heißt "einfach", aber ich denke nicht, dass es einfach ist, spannende 
Bücher - Bestseller gar - zu schreiben. Aber sie sind einfach, leicht, 
schnell und fesselnd zu lesen. Schlimm?

Ich lese keine Heftromane, einfach, weil ich stets einen Vorrat an 
Büchern im Schrank und auf der Wunschliste habe. Aber ist es nicht un-
gleich schwieriger, innerhalb strenger Vorgaben (muss in die Reihe 
passen, genretypische Elemente aufweisen etc.) zu schreiben, als das, 
was einem nach Belieben in die Tasten fließt? Auch das ist schon 
schwierig genug, damit mich niemand missversteht. Denn Voraussetzung 
für Literatur, mag man sie nun trivial nennen oder anspruchsvoll, 
sollte immer sein, dass der Autor sein Handwerk versteht. Das ist 
längst nicht so einfach, wie viele Leute glauben, bloß weil sie in der 
Schule Buchstaben gelernt haben. Allein ein Buch überhaupt zu Ende zu 
bringen ist eine große Kunst.

Ich möchte mich jedenfalls nicht schämen müssen, Spaß an Büchern zu 
haben, die es dem Leser leicht machen. Und ich will mich auch nicht 
dafür verstecken, solche zu schreiben. 

                    **~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~**

Petra A. Bauer ist freie Journalistin und Autorin. Durch ihre vier 
Kinder hat sie fast zwangsläufig den Schwerpunkt auf das Themengebiet 
Kind & Familie gelegt. Im Frühjahr 2004 erscheinen ihr erstes Kinder-
buch "Bauer Claus bleibt heut zu Haus" (Coppenrath) und ihr erstes Sa-
chbuch (Ueberreuter Redline Wirtschaft). Zeitgleich arbeitet sie an 
ihrem ersten Roman. Mehr unter http://www.writingwoman.de.


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GLOSSE:
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                                  (mailto:redaktion at autorenforum punkt de)


         "25 Tipps, wie man einen Wettbewerb nicht gewinnt - 
                   oder: Erfahrungen einer Jurorin"
                           von Mareen Göbel

1. Wenn für die Ausschreibung "Kurzgeschichten" (oder auch "Short 
Storys" oder gar "Storys") zu einem bestimmten Thema gewünscht werden, 
schicken Sie bitte alle Geschichten ein, die Sie auch an andere 
Wettbewerbe geschickt haben. Wenn das Thema "Eine Form von Liebe" lau-
tet, werden sicher auch die Texte passen, die Sie zum Thema "Tulpen-
jahr" oder "Fahrstuhlbegegnungen" geschrieben haben. Da Juroren nie 
selbst schreiben, wissen sie bestimmt nicht, welche Ausschreibungen in 
den letzten zwei Jahren so veranstaltet wurden. Und schließlich drückt 
ja "24" auch "eine Form von Liebe", aus - findet am 24. Dezember doch 
das "Fest der Liebe" statt. Puh! Gerettet.  TC l1 " 

2. Der Begriff "Kurzgeschichte" ist ohnehin albern. Im Zeitalter der 
Postmoderne muss man Begriffe hinterfragen. Also macht es immer Sinn, 
zu zeigen, dass man ein Querkopf oder eine Querköpfin ist; daher schi-
cken Sie Restaurantrechnungen, Tagebucheinträge, Liebesbriefe an den 
Verflossenen ein. Und natürlich einige Auszüge aus Ihrem Roman – den 
Juroren werden sie so gut gefallen, dass Sie nicht nur im Bereich 
"Kurzgeschichte" gewinnen werden, sondern möglicherweise ergibt sich 
aus der Veröffentlichung zum Wettbewerb auch die Entdeckung des Ro-
mans. Romane bestehen ja bekanntlich aus Kurzgeschichten. 

3. Sprechen Sie die Juroren direkt an. Schreiben Sie einen Text (keine 
Kurzgeschichte! Siehe Punkt 2) darüber, wie ein Schriftsteller vor dem 
Monitor sitzt und über die Ausschreibung nachdenkt. Dass ihm nichts 
einfällt. Wie er innerlich vor den Juroren auf die Knie geht. Vor lau-
ter Sympathie wird die Jurorin das Essay oder die Momentaufnahme oder 
sogar den persönlichen Brief ("Liebe Jurorin. Ich wollte immer schon 
schreiben. Leider ist mir nichts Originelles eingefallen, aber ich 
liebe das Schreiben, ich bin ein Vollblutautor ..."), der sich als 
Kurzgeschichte tarnt (wie reaktionär!), in ihre Auswahl mit einbezie-
hen.

4. Bitte verzieren Sie das Manuskript mit Bildern, am besten selbst 
gemalt. Ihre Grundschullehrerin meinte, Sie könnten gut zeichnen? Per-
fekt! Ein so hübsches und offenbar mit Liebe gefertigtes Manuskript 
muss einfach auf Gegenliebe stoßen. Falls Sie nicht zeichnen können, 
graben Sie alle Motivstempel aus, die Sie finden können. Es geht unter 
Umständen um Ihre erste Veröffentlichung!

5. Falls Sie keine Stempel haben, erfreuen Sie die Juroren durch opti-
sche Abwechslung. Drucken Sie die Kurzgeschichte mehrfarbig in Tol-
kiens Elbenrunen oder in karolingischer Minuskel aus, deren ästheti-
scher Wert die Aussage Ihrer Geschichte unterstützt.

6. Idealerweise wählen Sie farbiges Papier. Neongrünes Papier leuchtet 
aus dem langweilig weiß-gelblichen Stapel hervor und wird garantiert 
als Erstes gelesen – jedenfalls wird es sich optisch herausheben, und 
Gestaltung ist ja schon die halbe Miete, wie die Punkte 4 und 5 zei-
gen.

7. Es kann nicht schaden, weiteren sensorischen Input zu produzieren. 
Parfümieren Sie das Papier – wahlweise tut es Ihre Katze für Sie. Der 
Geruch wird einen unverwechselbaren Eindruck hinterlassen.
8. Schonen Sie die Umwelt: Sparen Sie Papier! Die Jurorin wird es ver-
stehen, wenn Ihre Geschichte in 6-Punkt-Schrift, ohne Ränder und ohne 
Zeilenabstand ausgedruckt wird. Bei vier Ausfertigungen, in denen Sie 
die Geschichte wegschicken, entsteht sonst irreparabler Schaden an der 
Umwelt, was keine Jurorin mit ihrem Gewissen vereinbaren könnte. 

9. Verwenden Sie unbedingt das Motto oder das Thema der Ausschreibung 
in der Überschrift. "Eine Form von Liebe" kann dann bequemerweise von 
den Juroren gleich durchnummeriert werden, dann entsteht nicht so viel 
Aufwand in der Verwaltung. Noch besser ist es, das Thema leicht umzu-
formulieren, zum Beispiel: "GeLiebte Form" oder "Formen der Liebe", 
auch "LIEBES-Formen" ist originell.

10. Wenn ein Charakter am Küchentisch sitzt und über sein Leben nach-
denkt, nennt man das eine Kurzgeschichte.

11. Eine Kurzgeschichte ist eine Kurzgeschichte, wenn sie kurz ist. 
Ansonsten gibt es keine Merkmale. Die Germanisten und Deutschlehrer 
sollen sich gefälligst ins Knie ficken. Sie. Sind. Ein. Querkopf!

12. Gehen Sie sicher, dass das Thema der Ausschreibung, wenn schon 
nicht im Titel, dann zumindest irgendwo im Text vorkommt, und mög-
lichst irgendwie hervorgehoben, damit die Juroren es auch garantiert 
bemerken: "Sie machte ihm jeden Morgen das Frühstück. Auch das war ei-
ne FORM der LIEBE!"

13. Verwenden Sie den Anlass der Ausschreibung, um über großpolitische 
Dinge nachzudenken. Wenn Sie aus George W. Bush "den Cowboy" machen, 
nennt man das Literatur.

14. Sie sind Mitglied einer Schreibgruppe? Sie haben bestimmt Texte in 
der Schublade, etwa "Beobachtung eines alten Mannes im Park". Wegschi-
cken! Das ist die Chance!

15. Schreiben Sie über wirklich dramatische Themen. Sex und Gewalt 
müssen sein. Kindesmissbrauch ist eine "Form der Liebe". Niemand außer 
Ihnen wird es wagen, dieses Tabu zu brechen! Ihnen gehört schon der 
erste Preis! Alternativ tut es auch die Bombardierung Dresdens, immer-
hin spricht da zurzeit alle Welt drüber. Je drastischer, desto besser.

16. Wenn Ihre Geschichte eine Pointe hat (pfui! Reaktionär!), dann 
verwenden Sie ein Codewort, in dem die Pointe vorkommt. Sollten Sie ü-
ber einen Mord geschrieben haben, der sich als Mord an einer Fliege 
erweist (Pointe!), dann nehmen Sie unbedingt das Codewort "Fliege". 
Ist immerhin schön doppeldeutig, schon wegen des Fernseh-Pfarrers. 
Noch besser ist es natürlich, wenn Sie aus der Pointe gleich den Titel 
machen – dann wird die Jurorin durch die Erwartung und die Spannung 
nicht so abgelenkt.

17. Virtuose Sprache reicht. Verschwenden Sie keinen Gedanken an Hand-
lung oder Figuren. Wahre Kunst lebt von der Form, nicht vom Inhalt. 
Und schreiben Sie in diesem Geiste alles klein, möglichst ohne Satz-
zeichen oder am besten die ganze Geschichte gleich in einem einzigen 
Satz – oder Wort. Sie sind Meisterin der Sprache, das wird man dann 
gleich sehen!

18. Virtuose Figuren oder Handlung reichen. Verschwenden Sie keinen 
Gedanken an die Sprache, Syntax oder Grammatik. Wahre Kunst lebt vom 
Inhalt, nicht von der Form.

19. Ein Dialog ist, wenn zwei Leute reden.

20. Ein Plot ist, wenn Sachen hintereinander passieren.

21. Eine Figur ist jemand, der Name und Haarfarbe hat. 

22. Machen Sie möglichst wenige Absätze. Der Text soll als geschlosse-
nes Ganzes gelten und nicht sinnlos zergliedert sein. Auch Dialoge le-
sen sich im Block ohne Absätze viel besser, dichter halt. Und ein 
Dichter ist, wer Sprache verdichtet.

23. Fangen Sie die Geschichte damit an, dass es eine dunkle stürmische 
Nacht ist, dass der Wecker klingelt oder dass es ein Tag wie jeder an-
dere ist. Das ist originell! Am besten, Sie kombinieren alle drei An-
fänge. 

24. Hören Sie mit dem Text auf, wenn Ihnen nichts mehr einfällt. Ganz 
wichtig: Deuten Sie die Geschichte in einem Nachwort oder einer Moral, 
falls die Jurorin sie nicht so schnell verstanden hat. Nur um sicher-
zugehen, dass Ihr Text alle verdiente Wertschätzung erhält.

25. Sollten Sie den Wettbewerb nicht gewinnen, bringen Sie die E-Mail-
Adressen der Veranstalter und Juroren in Erfahrung, und erklären Sie 
ihnen die Geschichte. Möglicherweise liegt eine Verschwörung, Nepotis-
mus oder eine Verwechslung vor. Lassen Sie nicht locker, bis Sie Ihren 
wohlverdienten Preis bekommen haben.

                    **~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~**

Mareen Göbel ist Dozentin bei http://www.textkrafttraining.de, Kultur- 
und Literaturwissenschaftlerin und schreibt gerade Romane Fünf und 
Sechs. Für ihren Textkraft-Schreibkurs "Warm-up" sind noch Plätze frei 
- einige Übungen und Essays sind ja schon aus dem Tempest bekannt. Bei 
Fragen und Kommentaren: mailto:Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.


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STEPHAN WALDSCHEIDTS KLEINE AUTORENTYPOLOGIE:
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                                  (mailto:redaktion at autorenforum punkt de)


                   "Der, den diese eine Geschichte 
                  schon sein ganzes Leben verfolgt"


Sie brennt ihm unter den Nägeln, sie liegt ihm auf dem Magen, sie 
drückt ihm aufs Gemüt und lastet schwer auf ihm. Sie lässt ihn nicht 
los. Sie beißt sich an ihm fest. Sie ist hartnäckig. Sie klebt an ihm 
wie eine Klette. Die eine Geschichte.

Damals. Wie gut er sich erinnert. Alles steht glasklar vor ihm. Ein 
Morgen wie aus dem Ei gepellt, wie mit dem Lineal gezogen, wie gegen 
den Strich gebürstet. Ein solcher Morgen. Wer hätte damals gedacht? 
Wer hätte nur ahnen können, dass?

Er schüttelt den Kopf. Er wehrt sich. Sie lässt sich nicht abschüt-
teln. Schreib mich, ruft sie, klagt sie, droht sie. Sie wütet in sei-
nem Kopf.  Die eine Geschichte.

Er sucht nach Ausflüchten, er verreist, zieht um, heiratet, er ändert 
sein Leben, ändert sein Aussehen, seinen Namen, sein Geschlecht. Er 
wird sie nicht los.

Schreib mich, fleht sie, drängt sie, brüllt sie ihn an. Sein Wider-
stand bricht und er zusammen.

Er schreibt. Oh, wie er schreibt! Seht nur, wie besessen und selbst-
vergessen er schreibt! Schade eigentlich, dass sich keine Sau und kein 
Verleger für seine Geschichte interessieren.


          Typische Themen

Nur ein einziges, ganz und gar untypisches Sujet


          Textprobe

Es war ein Morgen wie aus dem Ei gepellt, glasklar die Luft. Am selben 
Abend schon würde nichts mehr so sein, wie es war. Nie mehr. Nie.

                    **~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~**

Stephan Waldscheidt, Jg. 67. Ein historischer Roman und ein Satire-
Werk für Autoren werden derzeit von Verlagen geprüft. Drückt mir die 
Daumen! Ein neuer Roman und eine weitere Satire sind in Arbeit. Veröf-
fentlichungen: "Weitgehend Höllenfahrten" (Erzählungen) sowie Kurzge-
schichten und Satiren in Anthologien und Zeitschriften. Lest mal auf 
meiner neuen Website vorbei: http://www.waldscheidt.de.


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UNSERE EXPERTINNEN UND EXPERTEN:     
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Bitte schickt den ExpertInnen nur Fragen zu ihrem Expertenthema - 
keine Manuskripte zur Beurteilung. Speziell unsere Expertin für Lit-
eraturagenturen nimmt keine neuen AutorInnen an; Anfragen dazu sind 
daher zwecklos.

Bitte verseht jede Anfrage mit einem aussagekräftigen Betreff. Sonst 
kann es sein, dass die Mail vorsichtshalber sofort gelöscht wird.


  Drehbuch: Oliver Pautsch
                              mailto:drehbuch at experte punkt autorenforum punkt de
  Fandom: Thomas Kohlschmidt
                                mailto:fandom at experte punkt autorenforum punkt de
  Fantasy: Stefanie Bense
                               mailto:fantasy at experte punkt autorenforum punkt de
  Heftroman: Arndt Ellmer
                             mailto:heftroman at experte punkt autorenforum punkt de
  Historischer Roman: Titus Müller
                    mailto:historischer.roman at experte punkt autorenforum punkt de
  Kinderbuch: Gabi Neumayer
                            mailto:kinderbuch at experte punkt autorenforum punkt de
  Kriminalistik: Reiner M. Sowa
                         mailto:kriminalistik at experte punkt autorenforum punkt de
  Literaturagenturen: Petra Hermanns
                               mailto:agentin at experte punkt autorenforum punkt de
  Lyrik: Martina Weber
                                 mailto:lyrik at experte punkt autorenforum punkt de
  Sachbuch allgemein: Gabi Neumayer
                              mailto:sachbuch at experte punkt autorenforum punkt de
  Sachbuch Medizin/Psychologie: Maja Langsdorff
                             mailto:med.psych at experte punkt autorenforum punkt de
  Schreibgruppen: Ute Hacker
                        mailto:schreibgruppen at experte punkt autorenforum punkt de
  Schreibhandwerk: Ute Hacker
                       mailto:schreibhandwerk at experte punkt autorenforum punkt de
  Sciencefiction: Andreas Eschbach
                              mailto:sf-autor at experte punkt autorenforum punkt de
  Technische Literatur, CDs, Internet: Reinhard Mermi
                               mailto:techlit at experte punkt autorenforum punkt de
  Übersetzung: Barbara Slawig 
                         mailto:uebersetzerin at experte punkt autorenforum punkt de
  Verlagswesen: Bjørn Jagnow
                          mailto:verlagswesen at experte punkt autorenforum punkt de


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FRAG DEN EXPERTEN FÜR DREHBUCH:
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              Oliver Pautsch(mailto:drehbuch at experte punkt autorenforum punkt de)


Frage:
Das "Buch zum Film"-Schreiben würde mich sehr interessieren. Könnten 
Sie mir Tipps geben, wie ich an Drehbücher komme, um dann daraus einen 
"Roman" zu entwickeln? Wo / Bei welchen  Verlagen etc.  Interesse be-
steht? Wo man erst mal zur Probe etwas schreiben kann? Wohin ich mich 
überhaupt wenden könnte?


Antwort:
In der Regel verkauft ein Drehbuchautor mit seinem Stoff auch sog. 
Zweitverwertungsrechte an jene Film- bzw. Fernsehproduktion, die den 
Stoff verwirklichen will. Darunter fällt auch das Recht, aus dem Dreh-
buch einen Roman erstellen zu lassen. In manchen Fällen behält der 
Drehbuchautor diese Rechte. - Wenn Sie sich für eine Adaption zum Ro-
man von einem Drehbuch oder Film interessieren, führt der erste Weg 
sicher über den jeweiligen Autor oder seine Produktionsfirma.

Einige Buchverlage sichern sich Optionen auf Drehbücher und / oder 
Filme, um daraus einen Roman schreiben zu lassen. Der andere mögliche 
Weg wäre also, sich als Auftragsautorin bei Buchverlagen zu bewerben, 
die bereits Filmtitel als Romane verlegt haben.

++++++++++

Frage:
Ich schreibe zwar Romane, interessiere mich aber auch sehr für Drehbü-
cher und lade mir gerne von amerikanischen Servern welche zum Lesen 
herunter. Nachdem der deutsche Film in den letzten Jahren immer inte-
ressanter geworden ist, habe ich nun versucht, auch deutsche Drehbü-
cher im Internet zu finden, bin allerdings gescheitert. Wissen Sie ei-
nen Link?


Antwort:
Hier meine gesammelte Liste "Kleine Linksammlung Drehbuchdownload". 
Viel Spaß beim Klicken ;-)

Deutschland:
- http://www.filmevona-z.de/filmcreativ_drehbuch.cfm
- http://www.zweitausendeins.de/Filminfo/film_index.htm
- http://www.regie.de/content.php?showtopic=Drehbuch

USA:
- http://www.script-o-rama.com
- http://www.simplyscripts.com/
- http://www.joblo.com/moviescripts.htm
- http://www.scriptfly.com/screenplays/
- http://www.screentalk.org/gallery.htm
- http://www.rosebud.com.br/scripts/list_a.htm
- http://www.thesource.com.au/

Liste mit weiteren Links:
- http://www.moviescriptsandscreenplays.com

Diverse:
- http://www.scriptsales.com/
- http://blake.prohosting.com/awsm/

                    **~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~**

Oliver Pautsch, Jahrgang 65, sammelte zunächst Erfahrungen als Fahrer, 
Beleuchter, Aufnahmeleiter und Regieassistent im Fernsehgeschäft. 
Später ein Zwischenspiel an der Uni Düsseldorf, doch er wollte lieber 
direkt für die Branche schreiben. Es entstanden Drehbücher für 
Kurzfilme, Serienfolgen und für den sog. "abendfüllenden" Film. 
http://www.drehbuchautoren.de/Autoren/meinautor.php?ID=164


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FRAG DIE EXPERTIN FÜR LITERATURAGENTUREN:
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              Petra Hermanns (mailto:agentin at experte punkt autorenforum punkt de)


Frage:
Meine Frage ist fast schon banal - aber wie sollte ein Exposé für ei-
nen Roman genau aussehen?

Nirgendwo finde ich Informationen über die Wünsche der Agenturen (und 
letztendlich Lektoren) hinsichtlich Länge, Gliederung und auch Inhalt. 
Was ich mir letztlich wünschen würde, wäre eine Art "Kochrezept" - a-
ber ich bin mir natürlich darüber im Klaren, dass es eine wirklich 
allgemeingültige Antwort kaum geben wird. Darum habe ich einige der 
brennendsten Fragen hier aufgelistet:

Ist eine kurze knappe Inhaltsangabe der richtige Ansatz, oder besser 
eine Art Nacherzählung? Sollte zum besseren Veständnis (bei umfangrei-
chem "Personal") eine Liste der handelnden Personen beigefügt sein? 
Ist für das Exposé Verlagsformat erforderlich, oder darf es nach Be-
lieben formatiert sein? Bei einem Roman von rund 600 Seiten wäre wel-
che Seitenlänge des Exposés angemessen? Gibt es darüber hinaus Dos and 
Don’ts, die man kennen sollte?


Antwort:
Eine sehr wichtige Frage, die Sie da aufgreifen! Ein "Rezept" gibt es 
zwar nicht, aber vielleicht eine Richtlinie. Ein Exposé soll einem A-
genten oder einem Lektor dazu dienen, schnell erfassen zu können, um 
was für eine Geschichte es sich handelt (Genre), aber auch zu sehen, 
wie eine Geschichte "gebaut", also erzählt wird (Figuren, Schauplätze, 
Thema, Spannungsbogen) etc. D.h., in der Regel kann man auf 1-2 Seiten 
einen Roman nacherzählen und die Figuren kurz vorstellen.

Wichtig dabei ist, dass man die Ausgangssituation der Geschichte kurz 
beschreibt, dann den Verlauf und auch das Ende. Es geht in einem Expo-
sé, das man für eine solche Bewerbung bei einem Verlag/einer Agentur 
benötigt, nämlich nicht darum, Spannung zu erzeugen! Es soll kein 
Klappentext sein! Auch vom Stil her kann es eher in einem nüchternen 
Ton gehalten sein, also es muss als Textsorte nicht literarisch er-
zählt werden. Der professionelle Leser soll anhand eines guten Exposés 
schnell erkennen, ob die Geschichte ihn anspricht, ob sie für das Pro-
gramm geeignet ist etc. 

Bei einem 600-Seiten-Roman darf ein Exposé dann ruhig auch drei Seiten 
haben. Sie wissen vielleicht, dass bei großen Verlagen und Agenturen 
täglich bis zu 10 Bewerbungen eintreffen, da gilt es einfach, sich 
schnell einen Eindruck von einer Zusendung verschaffen zu können. Und 
diesem Zweck soll das Exposé dienen.

Gerade in der Kürze liegt auch die Schwierigkeit, ein Exposé zu ver-
fassen. An einem Exposé kann man sich schon einige Stunden aufhalten, 
aber die Arbeit lohnt sich: Denn wenn diese Hürde erst einmal genommen 
ist und ein Lektor/eine Agentur dann mit der Lektüre einer Leseprobe 
oder des Manuskripts beginnt, heißt das im Grunde schon, dass er sich 
für die Geschichte grundsätzlich interessiert und sich dann ganz auf 
die Umsetzung konzentrieren kann! Ein Exposé kann also der Türoffner 
für die Lektüre sein.

Natürlich gibt es trotzdem Lektoren und Agenten, die das Exposé zur 
Seite legen und lieber gleich mit der Lektüre beginnen. Aber wenn Sie 
sich nicht sicher sind, welche Unterlagen Sie losschicken sollen, bzw. 
wenn nicht jemand explizit gesagt hat, dass er auf ein Exposé verzich-
ten möchte, auf jeden Fall ein Exposé beifügen!

                    **~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~**

Petra Hermanns begann 1996 als freie Mitarbeiterin bei der Literari-
schen Agentur Brigitte Axster mit dem Handel mit Rechten und Lizenzen. 
Seit 1998 betreibt sie die Literaturagentur Scripts for sale in Frank-
furt und hat sich auf deutschsprachige Projekte spezialisiert.


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HALL OF FAME:
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                                  (mailto:redaktion at autorenforum punkt de)

Ja, die Lage auf dem Buchmarkt ist schwierig, und manchmal glaubt man, 
man wird es nie schaffen, ein Buch zu veröffentlichen. Aber andere 
schaffen es ja auch!

Die "Hall of Fame" zeigt die Erfolge von AbonnentInnen des Tempest. 
Wir würden uns freuen, wenn ihr euch davon motivieren und ermutigen 
lasst - dann werden wir euer neues Buch hier bestimmt auch irgendwann 
einmal vorstellen können.

Melden könnt ihr aktuelle Buchveröffentlichungen nach diesem Schema:
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AutorIn: "Titel", Verlag, Erscheinungsjahr (das muss immer das laufen-
de Jahr sein!), Genre. Zusätzlich könnt ihr in maximal 60 Zeichen wei-
tere Infos zu eurem Buch unterbringen.
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Ausgeschlossen sind Veröffentlichungen in Anthologien, Bücher im Ei-
genverlag und BoDs (sofern sie im Eigenverlag erschienen sind) sowie 
Veröffentlichungen in Druckkostenzuschussverlagen. Schickt eure Texte 
unter dem Betreff "Hall of Fame" an mailto:redaktion at autorenforum punkt de. 
Wir können ausschließlich Meldungen berücksichtigen, die nach dem obi-
gen Schema gemacht werden!

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Markus K. Korb: "Grausame Städte", BLITZ-Verlag, 2003, Phantastik.
Unheimliches aus Venedig und Berlin; die Stories sind verbunden.

Jeanine Krock: "Wege in die Dunkelheit", UBooks, 2003, Paranormal 
(Vampire). Von der unsterblichen Leichtigkeit des modernen Vampiris-
mus. 

Eric Walz: "Die Herrin der Päpste", Blanvalet, 2003, Historischer Ro-
man. Leben einer Frau, die Geliebte, Mutter und Großmutter von Päpsten 
war.

Roland Rosenbauer: „Unterblich wie der Tod", Zaubermond Verlag, 2003, 
Dark Fantasy. Ein Lilith-Eden-Roman aus der Serie „Das Volk der 
Nacht".


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Veranstaltungen, Ausschreibungen, Publikationsmöglichkeiten, Messen 
und Seminare findet ihr im zweiten Teil des Tempest, der mit 
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The Tempest: Vorschau auf die aktuelle Ausgabe

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Ausgabe 19-11 (vom 20. November 2017)

TEIL 1:

Editorial
Hall of Fame
Neues aus der Buchszene
Schreibkurs
    “Feinplotten entlang der dramatischen Grundstruktur:
    Teil 2 und 3 des Plots”
    von Sibylle Zimmermann
Interview mit Madeleine Puljic
Buchbesprechung
    “Hört mir jemand zu?”
    besprochen von Gabi Neumayer
Erfahrungsbericht
    “Hilfe, ein Radiointerview!”
    von Marion Bischoff
Frag die Expertin für Fantasy
    (Stefanie Bense)

TEIL 2 (nur im Abonnement):

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