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Editorial
Hall of Fame
Schreib-Kick
Lesetipp
Autorenwissen
"Tipps und Tricks vom Profi -
Teil 3: Verlagssuche"
von Jennifer Schreiner
Marketing-Ideen
"Werbung im Internet: Die Website"
von Jennifer Schreiner
Buchbesprechung
"Vom Abenteuer, einen Roman zu schreiben"
besprochen von Gabi Neumayer
Des bösen Lektors Wörterbuch
Essay
"Die alten Männer und das Mädchen
oder: Ein Wechselbad von Gefühlen"
von Ute Hacker
Küss mich, ich bin ein Autor!
Frag die Expertin für Lyrik
(Martina Weber)
EDITORIAL: ---------------------------------------------------------------------
Liebe Autorinnen und Autoren,
wenn man besser schreiben, veröffentlichen und das Geschriebene vermarkten möchte, ist man gut beraten, andere AutorInnen um Tipps zu bitten. Jennifer Schreiner hat das getan, und in dieser Ausgabe findet ihr gleich zwei Artikel von ihr: den dritten Teil der "Tipps und Tricks vom Profi" und ein Special zum Thema Homepage.
Auch Titus Müller gibt zahlreiche eigene und auch fremde Tipps weiter - in seinem wunderbaren neuen Buch, das wir in der Buchbesprechung vorstellen. Ute Hacker macht ihren Gefühlen angesichts der "Affäre Hegemann" Luft, unsere Lyrikexpertin gibt Auskunft zu urheberrechtlichen Fragen - und neue Lese-Tipps, einen weiteren Auszug aus "Des bösen Lektors Wörterbuch", einen Schreib-Kick und vieles mehr gibt es natürlich auch.
Der Tipp des Monats April, diesmal von Veronika A. Grager:
Man kann Postkarten auch kostengünstig selbst herstellen. Als A4-Format ausarbeiten lassen und vierteln. Man kann auch die Texte individuell gestalten - je nach Ort. Ich habe die auch bei allen Kleingewerbetreibenden der Umgebung deponiert (Kosmetikerin, Friseur, etc).
Möge euch der Frühling inspirieren und in jeder Hinsicht bereichern - auf dass ihr auch für den Tempest ein paar Euro erübrigen könnt ...
Gabi Neumayer Chefredakteurin
~~~~~~~~~~~ Damit wir den Tempest auch in Zukunft weiterführen können, brauchen wir eure Hilfe: Wer uns unterstützen möchte, überweise bitte einen freiwilligen Jahresbeitrag (15 Euro haben wir als Richtwert gesetzt, aber ihr helft uns auch schon mit 5 oder 10 Euro weiter) auf das Konto von autorenforum.de:
Sparda Bank Südwest eG BLZ 550 905 00 Kto. 100 724 515 Stichwort: "Beitrag 2010"
Für AuslandsabonnentInnen: Am 1. Juli 2003 wurden die Auslandsüberweisungsgebühren gesenkt. Aber natürlich könnt ihr uns euren Beitrag auch weiterhin per Post schicken (Adresse am Ende des Tempest).
Wer aus Österreich überweist, braucht außerdem diese Nummern (bitte genau so zusammenschreiben!) IBAN: DE16 5509 0500 0100 7245 15 BIC: GENODEF1S01
~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ ISSN 1439-4669 Copyright 2010 autorenforum.de. Copyright- und Kontaktinformationen am Ende dieser Ausgabe ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~
INHALT DIESER AUSGABE:
TEIL 1:
Editorial Hall of Fame Schreib-Kick Lesetipp Autorenwissen "Tipps und Tricks vom Profi - Teil 3: Verlagssuche" von Jennifer Schreiner Marketing-Ideen "Werbung im Internet: Die Website" von Jennifer Schreiner Buchbesprechung "Vom Abenteuer, einen Roman zu schreiben" besprochen von Gabi Neumayer Des bösen Lektors Wörterbuch Essay "Die alten Männer und das Mädchen oder: Ein Wechselbad von Gefühlen" von Ute Hacker Küss mich, ich bin ein Autor! Frag die Expertin für Lyrik (Martina Weber) Impressum
TEIL 2:
Veranstaltungen Ausschreibungen Publikationsmöglichkeiten mit Honorar ohne Honorar Seminare Messekalender Impressum
********************************************************************* HALL OF FAME: --------------------------------------------------------------------- (redaktion at team pt autorenforum pt de)
Die "Hall of Fame" zeigt die Erfolge von AbonnentInnen des Tempest. Wir freuen uns, wenn ihr euch davon motivieren und ermutigen lasst - dann werden wir euer neues Buch hier bestimmt auch bald vorstellen können.
Melden könnt ihr aktuelle Buchveröffentlichungen (nur Erstauflagen!) nach diesem Schema:
....... AutorIn: "Titel", Verlag Erscheinungsjahr (das muss immer das laufende oder das vergangene Jahr sein!), Genre (maximal 2 Wörter). Zusätzlich könnt ihr in maximal 60 Zeichen (nicht Wörtern!) inklusive Leerzeichen weitere Infos zu eurem Buch unterbringen. ....... Ein Beispiel (!):
Johanna Ernst: "Der Fall der falschen Meldung", Hüstel Verlag 2009, Mystery-Thriller. 60 Zeichen - und kein einziges mehr! Inklusive Homepage! .......
Ausgeschlossen sind Veröffentlichungen in Anthologien, Bücher im Eigenverlag und BoDs (sofern sie im Eigenverlag erschienen sind) sowie Veröffentlichungen in Druckkostenzuschussverlagen.
ACHTUNG, NEU! Schreibt in eure Mail mit der Meldung immer auch hinein, dass ihr bestätigt, dass die Veröffentlichung weder im Eigenverlag noch in einem Verlag erschienen ist, bei dem der Autor irgendetwas bezahlt hat!
Schickt eure Texte unter dem Betreff "Hall of Fame" an redaktion at team pt autorenforum pt de.
Wir berücksichtigen ausschließlich Meldungen, die nach dem obigen Schema gemacht werden und die Bestätigung zum Verlag enthalten. Änderungsaufforderungen zu Meldungen, bei denen das nicht der Fall ist, werden ab sofort nicht mehr verschickt!~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ ~
Elli H. Radinger & Günther Bloch: "Wölfisch für Hundehalter. Von Alpha, Dominanz und anderen populären Irrtümern", Kosmos 2010, Sachbuch. http://www.elli-radinger.de
Christiane Gref: "Das Meisterstück", Verlag M. Naumann 2010, historischer Roman. Ein Silberpokal birgt den Tod. www.autorenkrise.de
Christa Baumann: "Spuren des Glaubens legen. Rituale im Familienalltag", Aussaat- Verlag 2010, Sachbuch. Vorwort: Ursula von der Leyen. www.christa-baumann.de
Christa Baumann/Carola Zuberer: " Kommt mit nach draußen. Vielfalt im Außenspiel", Dreieck-Verlag 2010, Sachbuch für ErzieherInnen. Illustrationen: Katharina Klimza www.katharinaklimza.de
Astrid Pfister, "Ver-zogen", Wunderwaldverlag 2010, humoristischer Roman. ISBN 978-3-940582-22-5; ein Umzugsbuch der etwas anderen Art
Eberhard Kamprad: "Dollys Dackelgeschichten I : Kurzgeschichten", Testudoverlag Ute Winkler 2009. 34 S., ISBN 978-3-942024-03-7, EUR 2,00, www.ekamprad.info
Eberhard Kamprad: "Dollys Dackelgeschichten II : Kurzgeschichten", Testudoverlag Ute Winkler 2010. 25 S., ISBN 978-3-942024-04-4, EUR 2,00, www.ekamprad.info
Günther Zäuner: "Kokoschanskys Drache", Kontrast-Verlag 2009, Thriller
Günther Zäuner: "Unterösterreich. Alles über Österreichs Unterwelt", Ecowin 2009, Sachbuch
Günther Zäuner: "Verbrechen zahlt sich aus. Über kriminelle Karrieren", Goldegg-Verlag 2009, Sachbuch
Günther Zäuner: "Hirngift & Seelenmord. Die Schattenwirtschaft der Sekten", Goldegg-Verlag 2009, Sachbuch
Markus Stromiedel: "Feuertaufe", Knaur-Verlag 2010, Politthriller und Hauptstadt-Dystopie. http://www.markus-stromiedel.de
Boris Koch: "Der Drachenflüsterer - Der Schwur der Geächteten", Wilhelm Heyne Verlag 2010, Fantasyroman. Jugend, Freundschaft, Drachen. http://www.boriskoch.de
Sandra Bräutigam: "Ovum", Piper Verlag 2010, Wissenschaftsthriller. Der Traum vom ewigen Leben, www.sandra-braeutigam.de
Christine Schneider: "Indianer essen kein Fondue", Lauber-Verlag 2010, Erlebnisbericht
Caren Benedikt: "Die Feinde der Tuchhändlerin", Der Club Bertelsmann 2009, Historischer Roman
Myk Jung & Klaus Märkert: "Ich bin dann mal tot", Muschel Verlag 2010, skurril-humorvolle Erzählungen. www.schementhemen.de
Gabi Neumayer: "Frag doch mal die Maus! Tiere aus aller Welt", cbj 2010, Kindersachbuch. Sind Kängurubabys beutelrein? Und können Tiger schnurren?
********************************************************************* SCHREIB-KICK: --------------------------------------------------------------------- (redaktion at team pt autorenforum pt de)
Unser Schreib-Kick für den April, diesmal von Ursula Schmid-Spreer:
Schreiben Sie eine Annonce / ein Inserat. Folgende Stichpunkte: Wer oder was? Wie beschaffen? Was geschah damit? Unter welchen Bedingungen? Zu welchem Preis? Angebote an wen?
********************************************************************* LESETIPP: --------------------------------------------------------------------- (redaktion at team pt autorenforum pt de)
http://www.schreibaufgabe.de: Hier gibt es jede Woche eine neue Schreibaufgabe, mit ein paar erläuternden Hinweisen und Beispielen. Wer Anregungen, Anstöße, Tritte in den ... sucht, ist bei diesem kostenlosen Service richtig.
http://www.andreaseschbach.de/schreiben/schreiben.html: Die Homepage des Bestseller-Autors Andreas Eschbach ist immer wieder einen Besuch wert. Hier als Anregung Eschbachs "Mythen übers Schreiben".
********************************************************************* AUTORENWISSEN: --------------------------------------------------------------------- (redaktion at team pt autorenforum pt de)
"Tipps und Tricks vom Profi - Teil 3: Verlagssuche" von Jennifer Schreiner
Angenommen, autor hat ein ausgezeichnetes Manuskript fertiggestellt, bereits die Testleser-Feedbacks hinter sich gebracht und das Exposé geschrieben. Nun ist es Zeit, einen Verlag zu suchen. Doch wie?
Michael Borlik - im Tempest Experte für Kinderbuch
Wenn man einen Verlag sucht, sollte man sich auf jeden Fall informieren, ob das angebotene Projekt überhaupt ins Verlagsprogramm passt. Vielleicht macht der Verlag ja gar keine Fantasy?!
Oder man sucht sich eine Agentur. Bei http://www.uschtrin.de gibt es eine ganze Liste, und natürlich findet man weitere im Internet. (http://www.borlik.de)
Astrid Martini
Aus meiner Sicht wichtig: Finger weg von Verlagen, bei denen der Autor eine Selbstbeteiligung bezahlen muss und die so gut wie jedes Manuskript veröffentlichen. (http://www.astrid-martini.de)
Jennifer Schreiner
Oftmals sind kleine und mittelgroße Verlage offener für "Anfänger" und schneller in der Lage, auf aktuelle Trends zu reagieren. Also: Nicht nur Verlage in der Größe von Random House anvisieren, sondern auch die kleineren Verlage auf Eignung prüfen. (http://www.JenniferSchreiner.com)
Ednor Mier
Senden Sie Ihr Manuskript nicht wahllos an irgendwelche Verlage, sondern gezielt. Um es drastisch auszudrücken: Es hat keinen Sinn, ein Roman-MS, in der die weibliche Prota abtreiben lässt, an den Verlag "Katholisch-christliches Dasein" zu schicken. Sehen Sie sich das Verlagsprogramm zuvor genau an! Viele Verlage haben auf ihren Internetseiten so genannte FAQ - in denen die genauen Richtlinien für die Manuskripteinreichung stehen.
Sehen Sie sich Ihr Manus genau an, passt es dort hinein oder nicht? Fehlen diese Hinweise, mailen Sie oder rufen Sie im Verlag an und fragen Sie, ob Interesse an einer Zusendung besteht, und wenn ja, an wen genau Sie das Material senden sollen. Das hat den Vorteil, dass Ihr Manus an die richtige Stelle kommt und Sie schon mal einen direkten Ansprechpartner haben. (http://www.ednor-mier.de und http://www.darklady.twoday.net)
Monika Dennerlein
Zur Verlagssuche: Bevor der Autor einen Verlag anschreibt, sollte er sich erkundigen, zu welchem Verlag das Buch überhaupt passt. Denn es bringt nicht viel, ein erotisches Manuskript an einen Sachbuchverlag zu schicken. (http://inka.gfx-online.de)
Jeanine Krock
Vor der »Bewerbung« lohnt sich ein genauer Blick auf die Verlagslandschaft. Das ist inzwischen so einfach wie noch nie. Die Verlage stellen ihre Programme ins Internet, und man kann im Vorfeld bereits erkennen, ob die eigene Geschichte überhaupt dort hineinpasst.
Auf Verlagswebsites finden sich übrigens zumeist Hinweise zum Thema »unverlangt eingesandte Manuskripte«. Auch hier mein Rat: Gewissenhaft durchlesen und es genau so machen. Dies gilt übrigens auch für die Suche nach einer geeigneten Literaturagentur. Die meisten sagen ganz klar, welche Art von Literatur sie vertreten und wie sie sich die Kontaktaufnahme wünschen. (http://www.Jeaninekrock.de)
Monika di Giorgi
Zur Verlagssuche: Suche einen Verlag, der zu dir und deinem Werk passt. (http://www.midnightfairytales.de)
Nina Behrmann
Es gibt tausende von Verlagen. Von Publikums- bis zu Kleinverlagen: Für jede Nische, jedes Genre und jeden Leser ist etwas Passendes zu finden. Daher sollte man als Autor genau schauen, welcher dieser vielen Verlage denn überhaupt zum eigenen Buch passt.
Möchte man sich nicht direkt bei Verlagen bewerben, gibt es den seit knapp zehn Jahren auch sehr populären Weg über den Literaturagenten. Dieser Weg ist nicht unbedingt leichter, weil seriöse Agenturen ebenso prüfen wie Verlage und sich leider auch darunter immer wieder schwarze Schafe finden. Allerdings ist der Kontakt zu Agenturen leichter herzustellen, das Projekt wird meist in einem Zeitrahmen von wenigen Wochen bis zu zwei Monaten begutachtet, und man hat größere Chancen, auch bei Verlagen vorgestellt zu werden, bei denen man es mit einem unverlangt eingesandten Manuskript vielleicht nicht bis auf den Schreibtisch des Lektors geschafft hätte.
Wichtig in beiden Fällen ist die korrekte Bewerbung. Exposé und Leseprobe sollten formal den üblichen Ansprüchen genügen, ebenso wie das Anschreiben. Eine Bewerbung mit einem Manuskript ist wie eine Bewerbung für einen Job. Und genauso sollte man sich auch vorstellen. (http://www.kerimaya.de)
Lilly Grünberg
Im Internet lässt sich inzwischen recht gut nach Verlagen und den von ihnen vertretenen Genres recherchieren. Es macht keinen Sinn, einen Liebesroman einzureichen, wenn der Verlag dieses Genre gar nicht vertritt.
Fast immer findet man Vorgaben zur Manuskripteinreichung, ob beispielsweise 10 oder 30 Seiten Leseprobe gewünscht sind, ob es das erste Kapitel sein muss oder das sein darf, was man selbst für das beste hält.
Meistens werden Bewerbungen per Post gewünscht, aber auch da gibt‚s Ausnahmen. Je näher man sich an die Vorgaben hält, vielleicht sogar einen konkreten Ansprechpartner ermittelt, desto eher besteht die Chance, dass es überhaupt gelesen wird.
Abgesehen von Banalitäten wie Sauberkeit, Rechtschreibung, Anschreiben ... (http://www.sira-lilly.de)
Christine Spindler
Zur Verlagssuche: Sich möglichst professionell verhalten, damit meine ich so Sachen wie: Schick das Exposé nur an Verlage, bei denen es ins Programm passt, vermeide Firlefanz im Anschreiben, zeige keine beleidigten Reaktionen auf Absagen. Immer schön sachlich bleiben, dann klappt es irgendwann auch mit dem Verlag. (http://www.christinespindler.de)
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Wer mehr über die Autorin Jennifer Schreiner oder ihr aktuelles, dämonisches Fantasy-Romance-Buch "Eine Löwin für die Bestie" erfahren will, kann ihre Homepage http://www.JenniferSchreiner.com besuchen.
********************************************************************* MARKETING-IDEEN: --------------------------------------------------------------------- (redaktion at team pt autorenforum pt de)
"Werbung im Internet: Die Website" von Jennifer Schreiner
Die meisten Autoren besitzen bereits eine Website oder spielen zumindest mit dem Gedanken, sich eine zuzulegen. Doch wozu sollte man eine besitzen, was sollte die Autorenwebsite bieten, und wie sollte sie aufgebaut sein? Gibt es Tipps und Tricks, die dafür sorgen, dass sie tatsächlich von Lesern entdeckt und frequentiert wird? Was kann man machen - und was sollte man lassen -, um seine Website speziell zu machen? Diese Fragen beantwortet der folgende Beitrag.
Gestaltung einer Autorenwebsite
Die Autorenwebsite ist eure Visitenkarte im World Wide Web! Dieselbe Sorgfalt und Übersichtlichkeit, die man auf einer Visitenkarte präsentiert, sollte man auch im Internet an den Tag legen. Blinkende, drehende Dinge, knallbunte Spielereien gehören nur auf eine Webseite, wenn man sie ausdrücklich für Kinder gestaltet. Merke: Die Gestaltung muss zum Autor und zum Produkt passen.
Beispiel: Sargartikelhändler dürfen ein Seite mit schwarzem Hintergrund, weißer Schrift und roten Extras haben ... Erotikautoren auch. Bei Kinder- und Sachbuch ist diese Farbkombination bestenfalls ungünstig.
Aufbau einer Autorenwebsite
Was gehört auf eine Webseite? Fakten, Fakten, Fakten!
Auf jeden Fall: - eine Vita - Veröffentlichungen - Informationen zum Produkt/zu den Produkten, sprich: Klappentext, Leseprobe, Kaufmöglichkeit / Link zur Kaufmöglichkeit, Impressum
Weiterführend: - Termine (wo ist man wann zu treffen und in welchem Zusammenhang?) - Kontaktmöglichkeiten - Neuigkeiten
Absolut sinnvoll auch: - Pressefoto (professionell, zum Download und mit Verweis auf den Fotografen; unbedingt hinzufügen, dass sie zum Abdruck freigegeben sind) - Presseinformation: Pressetexte zu den einzelnen Produkten / Büchern (1.500 und 500 Zeichen, dabei objektive Fakten anbieten) - Pressespiegel: vorhandene Rezensionen zu den Produkten / Büchern - Links (wieso sollten andere Autoren etc. dich verlinken, wenn du es auch nicht tust?)
Nette Gimmicks, aber kein Muss: - Interviews - Projektvorschau - Gästebuch Der Aufbau der Website sollte übersichtlich sein. Nicht alles muss direkt auf der Startseite stehen!
Bewerben der eigenen Website
- auf der Visitenkarte - im Buch - im Verlag (in der Verlagsbiografie, bei Leseproben etc.) - in Interviews - in Foren und auf Onlinepräsenzen (z. B. Facebook) - in Anschreiben (Verlagsanschreiben, Biobibliographien, Lebensläufen etc.) - verlinken: mit den eigenen anderen Onlinepräsenzen und mit anderen Autoren
Homepage-Specials
Man kann vieles tun, um eine Homepage interessanter zu gestalten:
- Fotos (eigene, von Lesungen) - Eventberichte (z. B. Lesungen, Messen) - Recherchematerial zu seinen Produkten / Büchern (Fotos, Notizen etc.) - Tagebuch (wie ist man bei Buch XY mit dem Schreiballtag klargekommen?) - Buchtrailer - Filme (Interviews, Lesungen) - Podcasts (vertonte Kurzgeschichten, Leseproben etc.) - Newsletter - ein eigenes Forum (zu sich, Buch, Thema) - interaktive Möglichkeiten: Blog, Twitter - Gratis-Kurzgeschichte nach Registrierung des Users - Gewinnspiele - Adventkalender
Und - absolut wichtig und meist sträflich vernachlässigt: die Verlinkung mit den anderen eigenen Internetpräsenzen!
"Warum hast du eine Webseite?" - Autorenantworten
Jeanine Krock: "Eine Webpräsenz ist derzeit die schnellste - beinahe schon klassische - Möglichkeit für Interessierte (Leserinnen und Leser, Pressevertreter etc.), Informationen in komprimierter Form und aus erster Hand zu finden oder mit Autoren Kontakt aufzunehmen. Mir gibt eine Website die Möglichkeit, ganz unkompliziert aktuelle Inhalte zu hinterlegen." (http://www.JeanineKrock.de)
Lucy Palmer/Inka Loreen Minden: "Der Kontakt zu meinen Lesern ist mir wichtig, und mit meiner Homepage haben sie ein Medium, durch das sie mich erreichen können und zudem von meinen neuesten Veröffentlichungen erfahren oder nachlesen können, was sich in meinem Autorendasein sonst noch so tut." ((http://inka.gfx-online.de)
Nina Behrmann/Kira Maeda: "Eine Homepage ist die persönliche Visitenkarte im Web. Falls jemand gerne mehr über meine Arbeit und mich wissen möchte, kann derjenige sich dort informieren. Ich versuche dort auch die Fortschritte meiner momentanen Projekte oder der Projekte von Freunden festzuhalten." (http://www.kerimaya.de)
Lilly Grünberg: "Da ich von Natur aus auch neugierig bin, google ich natürlich auch, wenn ich was von einem Autor gelesen habe, was mir gefallen hat. Und dann bin ich enttäuscht, wenn es keine Website gibt und man so gar nichts erfährt. Deshalb fassten meine Freundin Sira und ich irgendwann den Entschluss, eine gemeinsame Website zu gestalten. In der heutigen Zeit gehört das meiner Meinung nach einfach dazu."
Rena Larf: "Weil ich mich nirgendwo sonst in der Welt so komplex in all meiner Vielfalt präsentieren kann wie auf meiner eigenen Homepage." (http://www.esprisa.de)
Moni Di Giorgi: "Das Internet ist heute eine unverzichtbare Möglichkeit, um potentielle Leser zu erreichen." (http://www.midnight- fairytales.de)
Christine Spindler: "Weil ich mich ohne Homepage unsichtbar fühlen würde. Die meisten Lesungsanfragen bekomme ich über meine Homepage. Auch Fans nutzen das Kontaktformular." (http://www.christinespindler.de)
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Wer sich davon überzeugen möchte, wie die Autorin dieses Artikels ihre Homepage nutzt und ob es mehr zu ihren vampirischen Fantasy-Romance- Romanen gibt, kann sich unter http://www.JenniferSchreiner.com selbst ein Bild machen.
********************************************************************* BUCHBESPRECHUNG: --------------------------------------------------------------------- (redaktion at team pt autorenforum pt de)
"Vom Abenteuer, einen Roman zu schreiben" besprochen von Gabi Neumayer
Die LeserInnen des Tempest kennen Titus Müller seit langem: Er ist unser Experte für Historische Romane, und das von Anfang an. Er hat außerdem die "Federwelt" aufgebaut, den Autorenkreis "Quo Vadis" mitgegründet - und ist trotz allen Engagements für andere AutorInnen auch längst selbst ein erfolgreicher Autor.
Wer ihn in einem Vortrag oder Seminar schon einmal erlebt hat, weiß, dass er zudem hervorragend über das Schreiben und das Leben als Schriftsteller erzählen kann. Und das tut er auch in diesem kleinen und wunderschön gestalteten Buch so gekonnt, humorvoll und ehrlich, dass man das Buch aus vielerlei Gründen in einem Rutsch durchliest:
Zum Beispiel, weil Titus Müller nichts beschönigt, sondern alle Tiefen und Abgründe des Schriftstellerdaseins offen anspricht. Er kennt sie ohne Zweifel selbst - und zeigt uns die Tricks, die ihm helfen, wenn er mal wieder demotiviert oder abgelenkt ist oder sich selbst im Weg steht.
Zum Beispiel, weil er wunderbare Tipps zum Aufbauen von Spannung, zu den Figuren, zum Dialogschreiben, zur Sprache und zu vielem anderen gibt, die auf eigenen Erfahrungen und auf denen anderer AutorInnen basieren.
Zum Beispiel, weil er selbst mit der Sprache so großartig umgeht, dass das Lesen allein schon ein Lehrstück in Sachen treffender Ausdruck und faszinierender Stil ist.
Und nicht zuletzt, weil dieses Buch einfach ein Lesevergnügen ersten Ranges ist.
Die spannenden Interviews mit den BestsellerautorInnen Andreas Eschbach, Rebecca Gablé und Kai Mayer sind da nur eine erfreuliche Zugabe.
Das einzig Unerfreuliche: Nach gut hundert Seiten ist man schon am Ende - denn die letzten 40 Seiten des Buches sind frei und für Notizen gedacht. Dabei würde man gern noch ein paar hundert Seiten weiterlesen, weiterlernen und sich weiter vergnügen ...
Titus Müller: "Vom Abenteuer, einen Roman zu schreiben", 2010, 144 Seiten, 14,90 Euro, Textmanufaktur Verlag (Band 1 der "Bücher für Autoren")
********************************************************************* DES BÖSEN LEKTORS WÖRTERBUCH: --------------------------------------------------------------------- (redaktion at team pt autorenforum pt de)
Buch zum Film Ergebnis der Silikoneinspritzung in ein Drehbuch.
Buchclub Lesezwang von Unterhaltungsliteratur unter Gruppendruck (siehe dazu die psychologische Fachliteratur).
Bücherverbrennung Viel zu selten benutzte Möglichkeit destruktiver Kritik.
Buchmarkt Massenansturm von durstigen Affen, Pfauen, Füchsen, Eseln, Hornochsen, Geiern und Stinktieren auf eine Pfütze, die sie für einen See halten.
.......... aus: Dr. Honeyball Lektor / Stephan Waldscheidt (Hrsg.): "Zehn Gründe, eine Schriftstellerin zu heiraten", Satire, 128 Seiten mit Abbildungen und Cartoons. Mehr dazu: http://www.waldscheidt.de
********************************************************************* ESSAY: --------------------------------------------------------------------- (redaktion at team pt autorenforum pt de)
"Die alten Männer und das Mädchen oder: Ein Wechselbad der Gefühle" von Ute Hacker
Ganz klar: Es geht um Helene Hegemann. Das gleich vorweg, für die, die den Namen nicht mehr sehen können. Mir geht es eigentlich genauso, dennoch schreibe ich darüber. Warum? Ich finde, es geht um so was wie die schriftstellerische Ehre.
Ich gebe offen zu, am Anfang war ich vor allem neidisch. Eine 17- Jährige wird in den Feuilletons hochgejubelt. Toll!! Warum passiert mir das nie? Na ja, klar, ich bin längst keine siebzehn mehr. Vor allem aber schreibe ich vorwiegend Kinder- und Jugendbücher, da gibt‚s wenig Sex und Alkohol und noch weniger Drogen (bisher eigentlich gar keine).
Dann kam die erste Nachricht: Alles nur geklaut. Hah! Was nun, liebe Feuilletonisten? Eine Handvoll - wenn überhaupt - revidierte die eigene Meinung, sagte jetzt: Wenn sie von anderen geklaut hat, ist das Buch nicht so toll, wie wir dachten. Es hat immer noch was, aber es ist anrüchig. Klauen ist nicht okay, auch für eine 17-Jährige nicht. Auch, wenn sie behauptet, es gebe keine Originalität mehr, nur noch Echtheit.
Andere bemühten Thomas Mann oder Elfriede Jelinek, die offensichtlich auch geklaut hatten, um - ja was? Um eine hochgejubelte Jungautorin vor dem Absturz zu bewahren oder doch nur, um ihr eigenes Gesicht zu wahren? Um nicht sagen zu müssen: "Sorry, ich hab mich geirrt, das Buch ist gar nicht so toll, ich hab‚s nur nicht zugeben wollen, weil alle es klasse fanden."?
Es ist ja nun kein Geheimnis, dass einer mit einem Hype anfängt und (fast) alle auf den Zug aufspringen. Das ist mit Rezensionen so und auch mit Preisen. So ist der Literaturbetrieb nun mal.
Am 15. März haben namhafte Schriftsteller (u. a. Günter Grass und Christa Wolf) die "Leipziger Erklärung zum Schutz geistigen Eigentums" abgegeben. Natürlich ist es ein Seitenhieb auf die Nominierung von Hegemanns Buch für den Leipziger Buchpreis. Vor allem aber ist es ein wichtiges Plädoyer für den Schutz geistigen Eigentums, egal, wo es steht, in Büchern, Blogs oder E-Books.
Ich lese regelmäßig die Süddeutsche Zeitung und Die ZEIT und bin immer wieder fasziniert, welch abstruse Bücher dort oftmals rezensiert werden. Jedes Buch hat ganz klar seine Berechtigung. Aber sollte es nicht die Aufgabe eine Rezensenten sein, Bücher für die Mehrheit der Leser zu besprechen? Manchmal scheinen die Feuilletonisten in einem Paralleluniversum zu leben. Das muss man wohl als gegeben hinnehmen. Dass aber manche dieser Feuilletonisten den Diebstahl geistigen Eigentums verharmlosen, weil es sich um eine 17-Jährige handelt oder weil sie nicht zugeben wollen oder können, dass sie auf einen Marketingtrick hereingefallen sind, ist nicht akzeptabel!
In einem muss man Hegemann zustimmen: Es gibt nichts, was nicht schon mal erzählt wurde. Aber das war schon immer so, nicht erst seit Google, Blogs und Twitter. Im Prinzip erzählen wir AutorInnen immer noch die gleichen Geschichten, die sich schon unsere Urahnen vor Jahrtausenden am Lagerfeuer erzählt haben: Held rettet die Welt, Mann trifft Frau, Ermittler jagt Killer.
Worauf es ankommt, ist, die eigene Stimme zu finden. Den Plot so zu konstruieren, dass es neu klingt, dass die Leser nicht sagen: Hatten wir doch schon hundert Mal. Aus langjähriger Schreibgruppenerfahrung weiß ich, dass es eigentlich normal ist, dass jeder ein Thema anders interpretiert. Gib zwölf Leuten die gleiche Überschrift, und du erhältst zwölf vollkommen unterschiedliche Texte.
Ich bin stolz drauf, meine Geschichten zu erfinden, meine Fantasie zu bemühen, auch wenn‚s manchmal schwer fällt. Wenn man schon zwanzig Texte zum selben Thema geschrieben hat (wie bei meinen 3-Minuten- Geschichten), fällt einem erst mal nichts mehr dazu ein. Da ist man schon versucht, sich umzuschauen. Aber mir geht das gegen die schriftstellerische Ehre, bei anderen AutorInnen zu klauen. Da steht doch mein Name drüber, also soll es auch mein Text sein.
Vermutlich bin ich zu alt(modisch). Das hält man Helene Hegemann ja zugute: Sie ist ja noch jung, sie weiß es nicht besser. Aber hallo! Meine Eltern haben mir schon im Kindergartenalter beigebracht, was deins und meins ist. Und Vater Hegemann gehört sicher noch nicht zur Generation Internet. Er sollte es also wissen.
Neulich, während einer Lesereise, war ich in einem Buchladen. Zwei Exemplare von "Axolotl Roadkill" lagen auf einem Tisch, das Schwarz- Pink sticht raus. Aus reiner Neugier habe ich mal drin geblättert. Wenn man den Rezensionen glauben will, gibt‚s in dem Buch nur verschraubte Sätze, die zumindest ich nicht verstanden hätte. Und es geht nur ums Ficken, Saufen, Kotzen, Drogennehmen. Das ist nicht meine Welt.
Aber ich war ehrlich überrascht. In dem Buch stehen auch völlig normale Sätze! Lesen werde ich es trotzdem nicht. Wie gesagt, es ist nicht meine Welt, ich bin auch gar nicht die Zielgruppe. Dass die Amazon-Leser das Buch mit deutlicher Mehrheit schlecht finden, macht mich auch ein klein wenig schadenfroh. Nicht alle 83 Leser können Dumpfbacken (Zitat Elke Heidenreich) sein, die nur neidisch sind auf Hegemann. Mir beweist es, dass der Hype um das Buch künstlich erzeugt wurde, vom Verlag und von den alten Männern im Feuilleton.
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Ute Hacker schreibt deutsch und englisch und tummelt sich in verschiedenen Genres, vor allem im Kinderbuch (als Luisa Hartmann), aber auch im Krimi (als Billie Rubin). Sie ist aktives Mitglied bei der International Online Writing Group IOWG, die sie mitgegründet hat, und bei der Autorinnenvereinigung. Vom Verlag an der Ruhr wurde sie 2010 zur Autorin des Jahres gekürt. Mehr Infos: www.utehacker.de
********************************************************************* KÜSS MICH, ICH BIN EIN AUTOR! --------------------------------------------------------------------- (redaktion at team pt autorenforum pt de)
Ich komme gerade von einer Recherchereise zurück und habe einen Riesenstapel Material zu sichten und zu ordnen. Gleichzeitig müssen Druckfahnen für ein neues Buch gelesen, ein weiteres Buch lektoriert und zwei Artikel abgeben werden. Ich habe mir meine Zeit gerade so eingeteilt, dass ich alles bis zum Ende der Woche fertig haben kann. Aber - ich habe Geburtstag!
Morgens klingt es an der Tür. "Überraaaaschung! Ich bin dein Geburtstagsgeschenk!" Eine Freundin hat sich mit ihren drei Hunden auf den Weg gemacht und ist 700 km gefahren, um mir eine Freude zu machen. Auf meine vorsichtige Frage, wie lange sie bleibt, strahlt sie mich an: "Stell dir vor, eine ganze Woche!"
(Elli Radinger)
********************************************************************* UNSERE EXPERTINNEN UND EXPERTEN: --------------------------------------------------------------------- Bitte schickt den ExpertInnen nur Fragen zu ihrem Expertenthema - keine Manuskripte zur Beurteilung.
Bitte verseht jede Anfrage mit einem aussagekräftigen Betreff. Sonst kann es sein, dass die Mail vorsichtshalber sofort gelöscht wird.
Drehbuch: Oliver Pautsch drehbuch at experte pt autorenforum pt de Fandom: Thomas Kohlschmidt fandom at experte pt autorenforum pt de Fantasy: Stefanie Bense fantasy at experte pt autorenforum pt de Heftroman: Arndt Ellmer heftroman at experte pt autorenforum pt de Historischer Roman: Titus Müller historischer.roman at experte pt autorenforum pt de Kinder- und Jugendbuch: Michael Borlik kinderbuch at experte pt autorenforum pt de Lesungen: Rüdiger Heins lesungen at experte pt autorenforum pt de Lyrik: Martina Weber lyrik at experte pt autorenforum pt de Sachbuch: Gabi Neumayer sachbuch at experte pt autorenforum pt de Schreibaus- und -fortbildung: Uli Rothfuss fortbildung at experte pt autorenforum pt de Schreibgruppen: Ute Hacker schreibgruppen at experte pt autorenforum pt de Schreibhandwerk: Ute Hacker schreibhandwerk at experte pt autorenforum pt de Sciencefiction: Andreas Eschbach sf-autor at experte pt autorenforum pt de Übersetzung: Barbara Slawig uebersetzerin at experte pt autorenforum pt de Verlagswesen: Bjørn Jagnow verlagswesen at experte pt autorenforum pt de
~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~ ................. Experten-Special: .................
Bjørn Jagnow hat seine über 80 Fragen und Antworten zu den Themen Urheberrecht, Verlagswesen und Vermarktung der letzten Jahre gesammelt und jetzt auch in einem Buch zusammengefasst - thematisch sortiert und aktualisiert:
Björn Jagnow: "Fragen und Antworten zu Urheberrecht, Verlagswesen und Vermarktung", 2009, 188 Seiten, 10,00 Euro, Edition Octopus
********************************************************************* FRAG DIE EXPERTIN FÜR LYRIK: --------------------------------------------------------------------- Martina Weber (lyrik at experte pt autorenforum pt de)
Frage: Ich möchte gern am Anfang meines Buches ein Rilke-Gedicht zitieren. Muss ich dafür eine Genehmigung einholen, auch wenn ich einen genauen Quellennachweis mache?
Antwort: Wenn Sie einem Buch ein Gedicht als Zitat voranstellen möchten, müssen Sie aus urheberrechtlicher Sicht die §§ 51, 62 und 63 Urheberrechtsgesetz beachten.
§ 51 Urheberrechtsgesetz nennt die Voraussetzungen, nach denen das Zitieren ohne Zustimmung des Urhebers und ohne Vergütungspflicht (also ohne Kontaktaufnahme mit dem Urheber oder dem Verlag) zulässig ist. § 51 Urheberrechtsgesetz bezieht sich nur auf urheberrechtlich geschützte Werke.
Nicht geschützt sind zum Beispiel Gesetzestexte; nicht MEHR urheberrechtlich geschützt ist ein Werk, dessen Urheber seit 70 Jahren tot ist (siehe § 64 Absatz 1 Urheberrechtsgesetz). Rainer Maria Rilke starb am 29.12.1926. Rilkes Werk ist also seit dem 30.12.1996 nicht mehr urheberrechtlich geschützt.
Nicht geschützte und nicht mehr geschützte Werke dürfen beliebig zitiert werden, allerdings darf das Zitat nicht geändert werden (siehe § 62 Urheberrechtsgesetz), und es gilt die Pflicht zur Quellenangabe nach § 63 Urheberrechtsgesetz: Nicht nur der Name, sondern auch der Titel des Werkes und die Fundstelle müssen genannt werden. Der Sinn der Fundstellenangabe liegt darin, dass die LeserInnen prüfen können, ob korrekt zitiert wurde.
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Martina Weber ist Autorin des Buches "Zwischen Handwerk und Inspiration. Lyrik schreiben und veröffentlichen", Uschtrin Verlag München 2008, http://www.uschtrin.de/weber.html. Sie erhielt das Frankfurter Autorenstipendium 2009, http://kultur.frankfurt.de/ (weiter auf "Literatur" und auf "Autorenstipendium")
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