Lyrik

Fragen zum Thema, beantwortet von Martina Weber.

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Martina Weber lebt in Frankfurt am Main. Sie ist Lyrikerin und Juristin. Zahlreiche Lyrikveröffentlichungen in Literaturzeitschriften und Anthologien, u. a. in Sinn und Form, Jahrbuch der Lyrik, Macondo, Ausserdem, Blumenfresser und Der deutsche Lyrikkalender (Alhambrapublishing).

Preise und Förderungen:
2009: Frankfurter Autorenstipendium
2008: Georg K. Glaser Förderpreis
2007: Heinrich Vetter Preis

Seit 2005 Leitung der Textwerkstatt II im Zentrum für junge Literatur in Darmstadt.
Außer zahlreichen juristischen Fachpublikationen erschien der Band: "Zwischen Handwerk und Inspiration. Lyrik schreiben und veröffentlichen" Uschtrin Verlag München 2. Auflage 2008 (Inhaltsverzeichnis).

Mehr über Martina Weber in ihrem Fixpoetry-Profil.

  • Soll man für sein Buch bezahlen, oder verdient man laut Buchvertrag sogar Geld?

    Ich schreibe Gedichte und möchte jetzt einige von meinen Gedichten in einem Band veröffentlichen. Wenn man sich mit einem Verlag in Verbindung setzt, soll man dann für sein Buch bezahlen, oder verdient man laut Buchvertrag sogar Geld?

  • Ist eine Veröffentlichung von Gedichten über BoD zu empfehlen, oder macht das einen schlechten Eindruck auf Agenten und Verlage?

    Ich würde gerne meine Gedichte veröffentlichen. Diese lese ich derzeit zusammen mit einem Songschreiber in einem Gesangs-Lyrik-Abend in regelmäßigen Abständen öffentlich vor. Ich wurde mehrfach angesprochen, ob man diese Gedichte nicht in einem Buch kaufen könnte. Ich trage mich mit dem Gedanken, sie bei Book on Demand zu veröffentlichen, und hätte sicher auch keine Problem, sie zu verkaufen! Auch einige Buchläden würden das Buch nehmen.
    Jetzt riet mir ein befreundeter Autor davon ab. Da ich zurzeit auch an einem Roman arbeite, könnte die Veröffentlichung bei BoD einen schlechten Eindruck auf potentielle Agenten und Verlage machen. Was ist da dran? Sollte ich lieber unter Pseudonym veröffentlichen? Welche Verlage bzw. Agenten sind überhaupt interessiert an Lyrik von neuen Autoren? Ich habe schon die ganze Odyssee hinter mir: "lobende" Absagen nach monatelangem Warten, unakzeptable Angebote von Zuschussverlagen etc. Für Tipps wäre ich sehr dankbar!

  • Worauf soll / kann / muss ich achten, wenn ich Gedichte lektoriere?

    Worauf soll / kann / muss ich achten, wenn ich Gedichte lektoriere? Gibt es eine Art Checkliste inhaltlicher bzw. formaler Kriterien?

  • Wie kann man, als relativ Unbekannter eine gewisse "Aufmerksamkeitsresonanz" finden in literarischen Kreisen?

    Ich schreibe seit Mitte der 1970er Jahre Gedichte. 1978 erschien mein erster Gedichtband in einem bekannten Verlag. Fast dreißig Jahre später habe ich meine Gedichte quasi im Selbstverlag veröffentlicht. Trotz einer recht positiven Rezension in einem Literaturmagazin hält sich das Interesse von Literaturkreisen, gelinde gesagt, in Grenzen. Meine Frage: Wie kann man, als relativ Unbekannter [...] eine gewisse "Aufmerksamkeitsresonanz" finden in literarischen Kreisen? [...] Mir geht es gar nicht einmal um Eitelkeit, sondern einfach um ein Kommunikationsinteresse, ich hätte gern Rückmeldungen zu meinen Texten.

  • Welche Quellenangaben muss ich zu Gedichten machen? Genügt zum Beispiel "Lyrikkanon Reich-Ranicki"?

    Ich stelle gerade Bilder (private Aufnahmen) und Gedichte aus der klassischen deutschen Lyrik zusammen. Welche Quellenangaben muss ich zu den Gedichten machen? Genügt zum Beispiel "Lyrikkanon Reich-Ranicki"?

  • Wenn ein Zitat, Sprichwort oder Ähnliches abgeändert wurde, darf man es dann veröffentlichen?

    Wenn ein Zitat, Sprichwort oder Ähnliches abgeändert wurde, darf man es dann veröffentlichen (in meinem Fall auf ein Fotokarte drucken)? Es geht um einen Spruch von einer Person, die noch lebt. Nun möchte eine Freundin genau diesen Spruch für ihren Laden auf einer Karte haben und hat aus dem "ich" in dem Satz ein "wir" gemacht, ihn also abgeändert. Darf ich ihn nun, ohne Angabe der Person die ihn geschrieben hat, verwenden?

  • Ist es üblich, dass Lyrik lektoriert wird?

    Vor kurzem habe ich mich mit einigen Gedichten bei einem kleinen Verlag (kein Zuschuss, kein BoD) auf eine Lyrikanthologie beworben. Der Verlag bekundete Interesse, allerdings möchte das Lektorat diverse Änderungen vornehmen, in allen Gedichten soll ich demnach einige Teile streichen, andere umformulieren. Mich hat das verwundert, und ich möchte Sie fragen, ob das ein übliches Vorgehen ist?
    Dass bei einem längeren Werk Fehler unterlaufen, die korrigiert werden müssen, kann ich mir vorstellen, aber bei Gedichten handelt es sich doch um "fertige" Texte. Bisher habe ich mich mit einigen Texten bei Zeitschriften und ähnlichen Projekten beworben und dabei auch schon Erfolg gehabt. Dabei war das Verfahren aber immer so, dass meine Gedichte entweder abgelehnt oder angenommen wurden, Überarbeitungen aber nicht verlangt wurden. So würde ich es gerne weiter halten – oder mache ich mir damit falsche Vorstellungen über die Lyrik- beziehungsweise Verlagswelt?

  • Wie mache ich meinen ersten Gedichtband bekannt?

    Ich schreibe seit drei Jahren Gedichte, und gerade ist mein erster Gedichtband in einem kleinen Verlag erschienen. [...] Mein Verleger und ich machen uns nun Gedanken um die Vermarktung. [...] Zunächst wollen wir einige Literaturzeitschriften und Tageszeitungen anschreiben und fragen, ob wir ein Rezensionsexemplar schicken dürfen. Ich hatte dann noch eine andere Idee, nämlich, den Zeitschriften zwei oder drei Gedichte zu schicken und dazu eine fertige Rezension. Wir wollen nämlich nicht riskieren, dass die Rezensionsexemplare im Altpapier landen oder dass das Buch womöglich gar nicht rezensiert wird. Mit einer fertigen Rezension würden wir der Redaktion etwas liefern, was sie ansonsten Zeit und Personal kostet und möglicherweise willkommen ist. Was meinen Sie zu der Idee?

  • Muss ich ein Stipendium versteuern?

    Ich habe die erfreuliche Nachricht erhalten, dass mir für die Arbeit an meinem zweiten Lyrikband sechs Monate lang ein Literaturstipendium in Höhe von 1.200 Euro monatlich überwiesen wird. Ich bin über die Künstlersozialkasse sozialversichert. Nun wüsste ich gern, ob das Stipendium als Einnahme zählt und ob ich es versteuern muss. Wenn das Stipendium als Einnahme zählen würde, hätte dies eine deutliche Erhöhung meiner Sozialversicherungsbeiträge zur Folge. Und natürlich auch meiner Einkommenssteuer.

  • Muss ich eine Genehmigung einholen, wenn ich ein Gedicht zitieren möchte?

    Ich möchte gern am Anfang meines Buches ein Rilke-Gedicht zitieren. Muss ich dafür eine Genehmigung einholen, auch wenn ich einen genauen Quellennachweis mache?

  • Wenn das Urheberrecht erlischt, darf man dann Zitate auch ändern?

    Sie schrieben in der Aprilausgabe 2010 des "Tempest", dass nicht mehr geschützte Gedichte zwar nach Belieben zitiert werden dürften, dass das Zitat jedoch nicht geändert werden dürfe. Dazu habe ich eine Rückfrage. Nach § 64 Urheberrechtsgesetz erlischt das Urheberrecht siebzig Jahre nach dem Tod des Urhebers. Nach meinem Verständnis bedeutet dies, dass es für diese Werke schlichtweg kein Urheberrecht mehr gilt. Gibt es dann trotzdem noch ein Änderungsverbot für Gedichte, deren Urheberin länger als 70 Jahre tot ist?

  • Soll man für sein Buch bezahlen, oder verdient man laut Buchvertrag sogar Geld?

    Ich schreibe Gedichte und möchte jetzt einige von meinen Gedichten in einem Band veröffentlichen. Wenn man sich mit einem Verlag in Verbindung setzt, soll man dann für sein Buch bezahlen, oder verdient man laut Buchvertrag sogar Geld?

  • Ist eine Veröffentlichung von Gedichten über BoD zu empfehlen, oder macht das schlechten Eindruck?

    Ich würde gerne meine Gedichte veröffentlichen. Diese lese ich derzeit zusammen mit einem Songschreiber in einem Gesangs-Lyrik-Abend in regelmäßigen Abständen öffentlich vor. Ich wurde mehrfach angesprochen, ob man diese Gedichte nicht in einem Buch kaufen könnte. Ich trage mich mit dem Gedanken, sie bei Book on Demand zu veröffentlichen, und hätte sicher auch keine Problem, sie zu verkaufen! Auch einige Buchläden würden das Buch nehmen.
    Jetzt riet mir ein befreundeter Autor davon ab. Da ich zurzeit auch an einem Roman arbeite, könnte die Veröffentlichung bei BoD einen schlechten Eindruck auf potentielle Agenten und Verlage machen. Was ist da dran? Sollte ich lieber unter Pseudonym veröffentlichen? Welche Verlage bzw. Agenten sind überhaupt interessiert an Lyrik von neuen Autoren? Ich habe schon die ganze Odyssee hinter mir: "lobende" Absagen nach monatelangem Warten, unakzeptable Angebote von Zuschussverlagen etc. Für Tipps wäre ich sehr dankbar!

  • Worauf soll / kann / muss ich achten, wenn ich Gedichte lektoriere?

    Worauf soll / kann / muss ich achten, wenn ich Gedichte lektoriere? Gibt es eine Art Checkliste inhaltlicher bzw. formaler Kriterien?

  • Wie kann man, als relativ Unbekannter eine gewisse "Aufmerksamkeitsresonanz" finden in literarischen

    Ich schreibe seit Mitte der 1970er Jahre Gedichte. 1978 erschien mein erster Gedichtband in einem bekannten Verlag. Fast dreißig Jahre später habe ich meine Gedichte quasi im Selbstverlag veröffentlicht. Trotz einer recht positiven Rezension in einem Literaturmagazin hält sich das Interesse von Literaturkreisen, gelinde gesagt, in Grenzen. Meine Frage: Wie kann man, als relativ Unbekannter [...] eine gewisse "Aufmerksamkeitsresonanz" finden in literarischen Kreisen? [...] Mir geht es gar nicht einmal um Eitelkeit, sondern einfach um ein Kommunikationsinteresse, ich hätte gern Rückmeldungen zu meinen Texten.

  • Welche Quellenangaben muss ich zu Gedichten machen? Genügt zum Beispiel "Lyrikkanon Reich-Ranicki"?

    Ich stelle gerade Bilder (private Aufnahmen) und Gedichte aus der klassischen deutschen Lyrik zusammen. Welche Quellenangaben muss ich zu den Gedichten machen? Genügt zum Beispiel "Lyrikkanon Reich-Ranicki"?

  • Wenn ein Zitat, Sprichwort oder Ähnliches abgeändert wurde, darf man es dann veröffentlichen?

    Wenn ein Zitat, Sprichwort oder Ähnliches abgeändert wurde, darf man es dann veröffentlichen (in meinem Fall auf ein Fotokarte drucken)? Es geht um einen Spruch von einer Person, die noch lebt. Nun möchte eine Freundin genau diesen Spruch für ihren Laden auf einer Karte haben und hat aus dem "ich" in dem Satz ein "wir" gemacht, ihn also abgeändert. Darf ich ihn nun, ohne Angabe der Person die ihn geschrieben hat, verwenden?

  • Ist es üblich, dass Lyrik lektoriert wird?

    Vor kurzem habe ich mich mit einigen Gedichten bei einem kleinen Verlag (kein Zuschuss, kein BoD) auf eine Lyrikanthologie beworben. Der Verlag bekundete Interesse, allerdings möchte das Lektorat diverse Änderungen vornehmen, in allen Gedichten soll ich demnach einige Teile streichen, andere umformulieren. Mich hat das verwundert, und ich möchte Sie fragen, ob das ein übliches Vorgehen ist?
    Dass bei einem längeren Werk Fehler unterlaufen, die korrigiert werden müssen, kann ich mir vorstellen, aber bei Gedichten handelt es sich doch um "fertige" Texte. Bisher habe ich mich mit einigen Texten bei Zeitschriften und ähnlichen Projekten beworben und dabei auch schon Erfolg gehabt. Dabei war das Verfahren aber immer so, dass meine Gedichte entweder abgelehnt oder angenommen wurden, Überarbeitungen aber nicht verlangt wurden. So würde ich es gerne weiter halten – oder mache ich mir damit falsche Vorstellungen über die Lyrik- beziehungsweise Verlagswelt?

  • Wie sieht der Buchmarkt für Lyrik momentan aus?

    Mich würde interessieren, wie es momentan auf dem Buchmarkt um die Chancen für jüngere, unbekannte AutorInnen steht, veröffentlicht zu werden. Liest heutzutage überhaupt noch jemand so etwas, und noch wichtiger, kauft jemand so etwas (jenseits von Literaturzeitschriften)? Wie groß ist der Anteil der Gegenwartslyrik am gesamten Buchmarkt? Sind auch in der Lyrikszene Agenturen schon das Nonplusultra? Wie findet man als blutiger Anfänger eine gute Agentur?

  • Darf ein Gedichtband von den Loorbeeren alter Meister profitieren?

    Ist es guter Stil, in Lyrikveröffentlichungen Gedichte lebender und mehr oder weniger bis unbekannter Autoren zusammen mit Gedichten "toter Dichter" zu veröffentlichen? Meine Meinung dazu ist, dass die unbekannten Autoren damit von den "Lorbeeren" der alten Meister mit profitieren wollen; das gilt auch für Herausgeber, die solche Werke zusammenstellen. Hier erhofft man sich einen höheren Buchverkauf (soweit von Buchverkauf im Lyrikbereich überhaupt noch gesprochen werden kann).

  • Wie weit darf man sich dem Werk eines anderen nähern bzw. Bezug darauf nehmen?

    Ich beschäftige mich derzeit mit dem Schriftsteller und Philosophen Pavel Florenskij und seinen Briefen über "der pfeiler und die grundfeste der wahrheit". Ich möchte Florenskijs Gedanken in eine lyrische Form bringen. Wie weit darf man sich dem Werk eines anderen nähern bzw. Bezug darauf nehmen? Ist das etwa eine Gratwanderung oder doch ein "schlechter Stil"?

  • Ich möchte einen Band mit Gedichten herausgeben. Kennen Sie einen vertriebsstarken Verlag?

    Ich möchte demnächst einen Band mit ca. achtzig Gedichten herausgeben (in bibliophiler Aufmachung). Kennen Sie einen Verlag, der auch im Vertrieb stark ist?

  • Was halten Sie von dem Angebot eines Druckkostenzuschussverlags, das ich bekommen habe?

    Lyrik verkauft sich, wie mir bekannt ist, sehr schlecht. Deshalb ist es schwierig, wenn nicht gar unmöglich, als Neu-Autor einen Verlag zu finden, der Lyrik veröffentlicht. Nun habe ich ein Lyrik-Projekt fertiggestellt. [...] Trotz eines perfekten Layouts und qualitativ hochwertiger Fotos fanden wir bis jetzt noch keinen Verlag, der es ALS Buch veröffentlichen möchte.

    Nun antwortete uns ein Verlag, der von dieser Idee und allem begeistert ist. Dieser Verlag verlangt aber für 300 Bücher in guter Qualität ca. 2 000 DM Zuzahlung (Zahlung der Druckkosten). Dafür können wir 150 Bücher zu 30 % Rabatt sofort abnehmen, und für die anderen bekommen wir 15 % Honorar pro verkauftem Buch. Den Nachdruck würde dann der Verlag bezahlen, ebenso kümmert er sich um ISB-Nummer, Werbung, Anmeldung bei Amazon, Messe. Die Covergestaltung, das Layout und die Arbeit bis zur Druckvorstufe wollten wir dem Verlag stellen, da das mein Co-Autor perfekt beherrscht.

    Laut Auskunft verschiedener Druckereien würde uns der Eigendruck von 500 Büchern ca. 3 000 bis 4 000 DM kosten, käme uns also teurer, abgesehen davon, dass wir uns dann um alles andere selbst kümmern müssten.

    Haben Sie Erfahrung damit? Was würden Sie uns raten?

  • Welche Verlage veröffentlichen Lyrik, und gibt es spezialisierte Literaturagenturen für Lyrik?

    Gibt es ein Verzeichnis von weniger bekannten Verlagen, die Lyrik veröffentlichen? Gibt es Literaturagenturen, die sich vor allem für Lyrik zuständig fühlen?

 

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