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Ich möchte mich an eine Agentur wenden, die zunächst eine 30-seitige Leseprobe von mir möchte. |
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Ich möchte mich mit meinem historischen Roman (470 Seiten) an eine
Agentur wenden, die zunächst gerne eine 30-seitige Leseprobe von
mir hätte.
1. Ist es üblich, hierfür einen zusammenhängenden Text
zu wählen?
2. Was spräche für oder gegen das Anfangskapitel?
3. Was spräche für oder gegen die Splittung der 30 Seiten in
zwei oder sogar drei Textstellen?
4. Müsste ich in Fall 3 den Kontext der Auszüge darlegen, falls
dies nicht eindeutig aus dem Exposé hervorgeht, oder würde
die Auskunft "aus dem Mittelteil" genügen?
Eine Leseprobe
sollte immer vom Anfang an die ersten zusammenhängenden 30 bis 50 Seiten
enthalten (je nachdem, welcher Umfang gewünscht wurde). Einem Agenten
oder einem Lektor geht es darum, zu prüfen, wie ein Autor den Roman
beginnt (Romananfänge sind sehr wichtig!), und natürlich darum,
den Erzählstil zu beurteilen. Wenn man Kapitel aus dem Zusammenhang
reißt, ist es für Außenstehende sehr schwer, sich da rein
zu finden (Figuren, Handlung etc.), daher bitte auf keinen Fall ein Splitting!
Und wenn einem die Leseprobe gefällt, fordert man sowieso das Manuskript
zur weiteren Prüfung an.
Daher kann ich Ihnen nur empfehlen, das Anfangskapitel bzw. die ersten
30 Seiten sehr gut vorzubereiten und einen guten, außergewöhnlichen
Einstieg zu wählen. Denn die Chance, dass ein Agent die Leseprobe
liest, muss genutzt werden und kommt pro Agentur nur einmal. Diese Lektüre
entscheidet ja dann auch über weiterlesen oder absagen.
beantwortet von:Petra
Hermanns (7-07) |