Schreibhandwerk PDF Drucken E-Mail
ImageDie Münchner Autorin Ute Hacker schreibt in verschiedenen Genres, darunter Krimis (als Billie Rubin) und Kinderbuch (als Luisa Hartmann). 1997 gründete sie die Autorinnengruppe München, die sie bis 2001 auch leitete. Sie ist u.a. Mitglied bei den "Sisters in Crime" und "Das Syndikat"; außerdem hält sie Workshops für Kreatives Schreiben. Mehr Infos auf ihrer Homepage: www.utehacker.de.

 

Wie kann man Ideen, die man nicht sofort ausarbeitet, so konservieren, dass möglichst wenig verloren geht? Je mehr ich mich mit Schreib- oder Literaturtheorie befasse, desto mehr frage ich mich, wie viel Spontaneität man beim Schreiben einfließen lassen sollte. Ist es ratsam, sich ganz zu Anfang ein genaues, starkes Konzept festzulegen?

 

Seit einiger Zeit versuche ich einen Roman zu verkaufen. Offenbar ist es aber bei einigen Verlagen und auch in anderen Literaturkreisen üblich, das Manuskript zu verlangen und dann nie wieder - auch nicht auf Nachfrage - von sich hören zu lassen. Abgesehen davon, dass ich diese Ignoranz geradezu als Frechheit empfinde - eine E-Mail erfordert schließlich kaum Zeit -, woher weiß ich, wann ich meine Hoffnungen begraben muss? Wenn ich nach vier Wochen keine Antwort erhalten habe? Oder vielleicht nach einem Vierteljahr? Ist es allgemein üblich, verlangte Manuskripte nicht mehr zurückzuschicken, und wie lange braucht ein Verlag in der Regel, um sich für oder gegen ein Manuskript zu entscheiden?

 

Was eine Standardseite ist bzw. wie man sie einrichtet, ist mir bekannt. Da ich gerne und viel mit wörtlicher Rede arbeite, komme ich nicht umhin, mit vielen Zeilenumbrüchen leben zu müssen. Im Allgemeinen ist das natürlich kein Problem. Allerdings stößt man bei Wettbewerben, die oftmals eine Vorgabe, z. B.: "max. 5 Standardseiten", enthalten, oft auf eine Beschränkung der Seitenzahl. Ich habe gerade einen Text geschrieben, der zwar 5,5 Seiten umfasst (statt erlaubter 5), aber mit 2.000 Zeichen unterhalb der theoretisch möglichen 9.000 Zeichen liegt.

Wie geht man in diesem Falle vor? Kann man die Seitenzahl ein klein wenig überziehen, sollte man vorab einen Hinweis darauf geben, warum man überzogen hat, oder kann man - ohne gleich vom Stilisten erschlagen zu werden - die wörtlichen Reden "aneinander ketten"?

 

Ich habe eine Frage zum Exposé. Sollte dieses das gesamte Werk, also auch den Schluss enthalten, selbst wenn dieser ein "Kracher" ist, oder sollte der Schluss im Exposé offen bleiben und nur eine Andeutung enthalten, damit der Lektor "Lust" auf das ganze Manuskript bekommt?

 

Ich wage mich an ein größeres Projekt. Den Rahmen und die einzelnen Handlungsstränge habe ich inzwischen ausgearbeitet. Jetzt geht es in die Details [...]:

Zwei Nebenfiguren sind ausländischer Herkunft: Einer ist Italiener, der schon lange in Deutschland lebt, der andere ein Amerikaner, ehemaliger GI. Beide sprechen fließend Deutsch, natürlich mit Akzent - und vielleicht auch hin und wieder einem grammatikalischen Fehler. Wie bringe ich in Dialogen die Akzente am besten zur Geltung? Sollte ich bei dem Amerikaner ab und zu ein englisches Wort einfließen lassen, bei dem Italiener phonetisch schreiben - oder wie kann ich dieses Problem sonst lösen? Was schlagen Sie vor?

 

Wie finde ich die richtigen Namen für Figuren und Orte?

 

Ich habe eine Frage zum Thema Erzählperspektive. Am Anfang (1. Kapitel) meines Romans wird eine junge Frau angegriffen und überwältigt. Am Ende der Szene wird sie (leblos) von ihrem Peiniger "weggeschafft". Der Leser soll dabei nicht erfahren,
a) ob das Mädchen bei diesem Überfall ihr Leben verliert oder nur bewusstlos wird
b) wer der Täter ist (ein guter Bekannter oder ein Fremder)

Ich plane, diese Szene aus der personalen Erzählperspektive des Mädchens zu schreiben. Da sie am Ende der Szene bewusstlos oder gar tot ist, ist hier die personale Perspektive nicht mehr möglich. Kann ich für diesen Zweck innerhalb der Szene auf die auktoriale Erzählperspektive umsteigen, oder wird mir ein Lektor das übel nehmen?

 

Wie schreibt man eine Kurzvita oder Kurzbiographie? In Tabellenform wie bei einer Bewerbung? Oder in etwa so: "Ich wurde dann und dort geboren. Nach dem Abitur ..." etc. Was sollte darin unbedingt enthalten sein und was eher nicht?

 

finde doch bitte mal einen, der so richtig erklärt und ein schriftliches etwas dazu mitgibt, wie und wann in einem manuskript welche gedankenstriche (kurz, lang, mit und ohne leerzeichen), anführungsstriche und halbe anführungsstriche, apostrophs und andere obere zeichen, auslassungspunkte und alles, was man so falsch machen kann, verwendet werden und wo man sie auf dem pc findet. Ich habe [...] einen artikel dazu gelesen und vollkommen bahnhof verstanden. Um ehrlich zu sein, ich wußte gar nicht, dass es da verschiedene muß-möglichkeiten gibt.