 | Titus Müller, Jahrgang 1977, studiert Literatur, Mittelalterliche
Geschichte und Publizistik in Berlin. 2002 erschien "Der Kalligraph des
Bischofs" im Aufbau Taschenbuch Verlag, 2003 folgte "Die
Priestertochter". Von 1998 bis 2001 war er Herausgeber der
Autorenzeitschrift "Federwelt". Weitere Veröffentlichungen, zudem Fotos
und Veranstaltungstermine unter www.titusmueller.de .
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Ich arbeite an meinem zweiten historischen Roman und bin mir etwas
unsicher, was den Plot betrifft. Da die Ereignisse ja mehr oder weniger
historisch festgelegt sind, fällt es mir schwer, mich auf ein
Plot-Muster festzulegen. Fest steht, dass Leben und Entwicklung des
Protagonisten im Vordergrund stehen, dies aber verbunden mit dem
historischen Hintergrund. Haben Sie einen Tipp für mich?
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Für meinen historisch-phantastischen Roman versuche ich, ein Exposé zu entwerfen.
Nun weiß ich zwar, dass das Exposé so etwas wie eine Inhaltsangabe ist, ohne
Dialoge, aber da hört mein Wissen auch schon auf. Was gehört da rein? Welche
Kriterien gibt es? Wie lang soll es sein? Und: Wie verbindlich ist es? Der
Roman ist nämlich noch nicht fertig, aber ich wollte mich schon mal umhören,
ob an dem Projekt Interesse besteht, die Verlage brauchen ja ohnehin Monate
für eine Antwort.
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Zurzeit arbeite ich an einem (Kriminal-)Roman, der in der Zeit Kaiser
Augustus’ spielt. Was mich bei einigen anderen Romanen des Genres störte,
waren die häufig schlecht recherchierten Zeitumstände. Mein
Anspruch war, keine historisch unkorrekte Ereignisse, Sachverhalte, Gegenstände
usw. zu verwenden [...].
Bald schon gelangte ich an eine Grenze, als ich feststellte, dass verwendete
Längenmaße beispielsweise heute nicht mehr nachvollzogen werden
können. Das Gleiche gilt auch für Zeitangaben, Arbeitskompetenzen
der verschiedenen Verwaltungseinheiten (Quästor, Konsul, Prokonsul,
Legat usw.) und vieles mehr.
Fußnoten einzufügen zum besseren Verständnis oder etwa
ein Glossar schien mir den Kriminalroman zu sehr in Richtung geschichtliche
Dokumentation zu lenken. Gebe ich dem Leser keine Erklärungen, so
leidet das Verständnis der Geschichte.
Sicherlich kann man einige Probleme umgehen (1,5 m werden zu zwei Schritt,
30 km zu einem Tagesritt, 6:00 Uhr morgens wird zu "nach Tagesanbruch")
dennoch reicht dies nicht aus. Von daher möchte ich Sie mit Ihrer
Sachkenntnis um Rat fragen, welchen Mittelweg in diesem womöglich
speziellen Fall ich einschlagen könnte.
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Schreibe schon seit einiger Zeit an einem historischen Roman. Jetzt habe ich mit Schrecken festgestellt, dass vor kurzem ein Roman mit dem gleichen Thema erschienen ist. Habe ich trotzdem Chancen, meinen Roman herausbringen zu lassen?
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Ich schreibe zur Zeit an einem Buch, das vor einem geschichtlichen Hintergrund spielt,
dessen Protagonisten und Story aber erfunden sind. Es geht um die Geschichte [...] im
Verlauf von Atomtests, die ja dort in hohem Maße stattfanden. Ich habe bereits ein
bisschen Material zusammengetragen, mir fehlt aber sozusagen der "rote Faden". Ich
weiß nichts über das damalige Zeitgeschehen in Kasachstan, die politische Lage etc.
Ich stecke also so ziemlich in der Klemme. Außerdem habe ich noch nicht wirklich
viel Erfahrung, was Recherche angeht. Ich wäre froh, wenn du mir weiterhelfen oder
mir sagen könntest, wo ich weiterkommen kann.
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Ich arbeite an einem historischen Roman, dessen Anfang und Ende von historischen
Ereignissen bestimmt werden. Das auslösende Ereignis ist ein politisch
relativ bedeutendes, das Ereignis zum Schluss ein kleines, das aber nicht
ohne Folgen in einem bestimmten kulturellen Bereich blieb und mich intensiv
inspiriert hat. Dazwischen liegen vierzig Jahre - eine Zeitspanne, die
für die Entwicklung meines Protagonisten und auch für die Handlung
des Romans zu lang ist. Ich habe nun den Beginn bereits in einen Prolog
gepackt, diesen etwa fünfzehn Jahre vor dem ersten Kapitel angesiedelt.
Bleiben immer noch fünfundzwanzig Jahre. Zu viel.
Meine Frage nun: Ist es Ihrer Meinung nach akzeptabel, wenn ich hier
etwas mogle, die Zeit sozusagen raffe? Abgesehen von Anfang und Ende kommen
keine historisch relevanten Ereignisse vor, und ich plane, auch gar keine
Jahreszahlen zu erwähnen, außer in einem Nachwort. Dem Lesefluss
würde das m. E. nichts anhaben, aber wer sich die Mühe macht,
nachzurechnen, und das Alter des Protgonisten vergleicht, wird den Schummel
bemerken. - Was halten Sie davon?
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In einer Geschichte, die in einer mittelalterlichen Welt spielt, wäre es wichtig, dass die handelnden Personen (Fürsten, König und Gefolge) bei einem Festessen in ihren Kettenhemden an der Tafel sitzen. Nun kommt mir diese Vorstellung doch sehr abstrus vor, bedenkt man, wie unbequem die Rüstungen gewesen sind.
Oder gab es damals Anlässe, zu denen hochstehende Personen aus repräsentativen Gründen derart schwer
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Ich interessiere mich für Geschichte (Altertum, Mittelalter) und überlege, einen
historischen Roman zu beginnen. Leider bin ich noch nicht auf viele Links gestoßen,
die das Schreiben von historischen Romanen behandeln. Auch allgemeine Links zu
historischen Themen, die sich zum Schreiben (Recherche etc.) verwenden lassen,
wären interessant. Bestimmt sind Sie im Laufe Ihrer Tätigkeit schon auf viele
brauchbare Links gestoßen. Ich wäre froh, wenn Sie mir weiterhelfen könnten.
Auch englischsprachige Links sind willkommen.
Und noch eine Frage: Wie sehen Sie derzeit die Chancen für historische Romane?
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1) Ich bin Historikerin und schreibe an einem historischen Krimi - d.
h., eigentlich liegt er seit einiger Zeit brach. Mein Roman versinkt in
Fachwissen.
2) Ich traue mich nicht so recht, Dialoge sinngemäß in die
moderne Sprache zu "übersetzen".
3) Der Markt ist so dicht mit historischen Romanen - wie hat man da zur
Zeit eigentlich überhaupt eine Chance, beachtet zu werden?
4) Ist die Ich-Perspektive allgemein eine nicht übliche Perspektive
für historische Romane, oder ist es Zufall, dass die meisten mit
mehreren Perspektiven spielen? [...]
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Ich schreibe gerade an einem Roman, der in der Zeit von 1157 bis zur
Entlassung von Richard Löwenherz durch Heinrich VI, den Staufer,
spielt. Muss ich genau alles so beschreiben, wie es die Historiker
schon bewiesen haben, oder kann ich ein wenig meine Fantasie
einfließen lassen? Es ist nämlich schwierig, über jeden und alles Bescheid zu
wissen. Alleine bei der Anrede der verschiedenen Könige und Kaiser
heißt es nachdenken. Vielleicht wissen Sie im Internet gute Seiten,
die sich mit Etikette und Kleidung usw. im 12. Jahrhundert beschäfti-
gen? |
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1. Wo liegt der Hauptunterschied zwischen historischem Roman, historischer
Liebesgeschichte und "historical romance"?
2. In meinem Roman steht die Liebesgeschichte im Vordergrund, die Figuren
sind frei erfunden, haben aber Kontakt zu Personen, die existiert haben.
Reicht das für einen historischen Roman, oder ist es besser, Figuren
zu nehmen, die gelebt haben?
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Ich schlage mich mit zwei Ideen herum. Die erste findet ihren Ursprung in einer Legende,
der Keim der Idee wuchs inzwischen weiter. Jedoch eher im Rahmen einer Zeitsprunggeschichte,
so dass ich nun nicht sicher bin, ob man das Manuskript dann eigentlich als historischen
Roman anbieten kann?
Darum meine Frage, welche Vorgaben ein Roman erfüllen muss, um als historischer Roman
zu gelten? Wie groß soll der Anteil an Geschichte sein? Welche Tabus gibt es, bzw.
was ist besonders dabei zu beachten?
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Ich habe seit längerer Zeit einen Roman im Kopf, der in den letzten
zwölf Jahren spielen soll, bzw. zwischen DDR und BRD, also in den
letzten fünfzig Jahren.
Ich habe mich zwar durch zeitgemäße Bücher durchgelesen
und auch auf einiges Gutes und Hilfreiches gestoßen. Aber trotzdem
fehlt mir Einzelheiten mit Recherchen, z. B. Immobilienkauf, Enteignung
durch die DDR-Zeit bzw. Rückgewinnung von Eigentum auf ehemaligen
DDR-Gebiet nach der "Wende".
Meine Frage nun: Wie gehe ich bei einer Recherche vor, wen kann ich ansprechen
bzw.vorgehen bei den o. g. Punkten? Haben Sie eventuell einige gute Tipps?
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Gibt es irgendwo ein Buch oder jemanden, der sich mit so was auskennt: Zeitform
der Verben innerhalb einer Rückblende, und gibt es in der Rückblende nur indirekte
Rede - keinesfalls wörtliche Rede?
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Wie vermittle ich dem Leser Sympathien für meinen Hauptcharakter? Ich bin derzeit an einem Buch, das von einem römischen Soldaten handelt [...] Problem dabei: Meine Hauptperson ist in einer mehr oder weniger adligen Familie untergebracht. Wie zu dieser Zeit üblich, haben Adlige Sklaven, die für sie schuften. Der moderne Leser ist Sklaverei aber eher abgeneigt. Muss ich deshalb meiner Hauptperson ebenfalls eine Abneigung gegen Sklaven verschaffen? Wenn nein, wie schaffe ich es dann Sympathien für meine Figur zu erschaffen? |
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Ich schreibe an einem historischen Roman. Meine Recherchen waren recht umfangreich. Doch ich frage mich, wie viel man an fiktiven Personen an die realen geschichtlichen anheften darf. Beispiel: Kann ich einem Herzog, den es tatsächlich gegeben hat, statt dem einen realen Sohn beispielsweise noch einen zusätzlichen andichten, den es nie gegeben hat? Wo ist da die Grenze?
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Wenn ich historische Personen
verwende, z. B. Julius Cäsar, Kolumbus, noch lebende Prominente, wie
weit muss ich mich an historische Details halten, z. B. wann er sich wo
aufgehalten hat? |
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Nach zwei Jahren habe ich endlich die Biographie meiner Mutter fertig
gestellt. Nach x-mal überarbeiten will ich noch mehr Zeitkolorit der
Jahre 1933 bis ca. 1950 hineinbringen. Können Sie mir Tipps geben für
Quellen, und könnten Sie mir vielleicht auch Tipps geben, wie es sich
in die Handlung einbauen lässt? |
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Ich schreibe an einer Geschichte, die zwischen den Jahren 1968 und 1971 in Italien spielt.
Wo kann ich im Internet etwas über die Sozial-, Stil-, Gesellschafts- und Politikgeschichte
dieser Zeit finden?
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