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In dieser Rubrik stellen wir Bücher zum Thema 'Schreiben' vor. Schreibt an die Redaktion, wenn ihr ein Buch zur Besprechung vorschlagen wollt. (Bitte prüft vorher mit unserer Suchmaschine, ob die gesuchte Besprechung nicht doch auf unserer Site zu finden ist!)

Nur wenig ist Außenstehenden bekannt über "das Geschäft mit dem Buch", geschweige denn über den Weg, den ein Manuskript vom Autor bis zum Leser durch den abenteuerlichen Dschungel der Literatur-Großindustrie zurücklegen muss. Das im Heyne-Verlag erschienene Buch "Wie finde ich den richtigen Verlag" von Kristiane Allert-Wybranietz bietet hier etliche Tipps für Autoren und solche, die es werden wollen, und dabei spart die Autorin nicht mit eigenen Erfahrungen und guten Ratschlägen.

 

Der amerikanische Autor Robert Bahr hat für sein Buch über das Handwerk des Schreibens einen Rahmen gewählt, der nicht nur interessant ist, sondern sich auch gut eignet, um Arbeit und Aufgaben von AutorInnen darzustellen: das Theater. Der Autor als Darsteller, Regisseur, Zuschauer - diese Analogie geht hervorragend auf. Und sie kann allen, die schreiben, einen neuen und manchmal auch klareren Blick auf das vermitteln, was sie tun oder auch tun sollten. (Bahr schließt in seinem Buch übrigens ausdrücklich das Schreiben von Sachtexten ein.)

 

Als kleinen Nachtrag zu meinem Artikel "Schreibü(h)bungen" möchte ich euch ein weiteres Buch mit Übungen empfehlen, das ich sicher für den Artikel mit "ausgeschlachtet" hätte, wenn es mir nicht erst danach in die Hände gefallen wäre.

 

Dieses Buch der IG Medien ist heute, 14 Jahre nach seinem ersten Erscheinen, immer noch das Handbuch Nummer Eins für freie Erwerbstätige im Bereich Medien und Kunst. Kein Wunder, denn hier werden alle nur erdenklichen Fragen in Bezug auf das freie Arbeiten beantwortet: Wie und wo bekomme ich einen Presse? oder KünstlerInnenausweis? Bin ich scheinselbständig? Was für Vertragstypen gibt es? Darf ich ein und denselben Text mehrmals verkaufen? Was sind Urheber?, Leistungsschutz? und Nutzungsrechte? Ist meine Idee für ein Projekt bereits geschützt, oder gilt das erst für das fertige Manuskript oder Textwerk? Was ist ein angemessenes Honorar für meine Arbeit? Wie werde ich Mitglied in der KSK? Bekomme ich wirklich "einfach so" Geld von den Verwertungsgesellschaften?

 

Wer noch tiefer in die Geheimnisse der Mythologie einsteigen will, dem sei dieses Buch wärmstens empfohlen.

 

Die meisten Schreibbücher behandeln Plot nur am Rande. Das Thema ist schwierig: Immerhin ist Plot der Handlungsaufbau einer Geschichte. Innerhalb eines Lehrbuches die Entwicklung einer Szene aufzuzeigen ist bei weitem nicht so aufwendig wie die Entwicklung des Plots eines Romans.

 

"Dieses Buch wird Sie vom ersten Schritt an bei allen Phasen der Buchentstehung begleiten und Ihnen einen Eindruck davon vermitteln, was hinter den Kulissen der Verlage und in der Literaturszene stattfindet. Sie erfahren nicht nur alles über die erste Kontaktaufnahme mit Verlagen oder Veranstaltern, sondern auch, wie Sie Honorar und Vertrag richtig verhandeln, was Sie nach Vertragsschluss und bei der Zusammenarbeit mit dem Lektorat beachten sollten und was Sie nach der Veröffentlichung noch für Ihr Buch tun können."

 

Wer die ersten beiden Bücher von James N. Frey - "Wie man einen verdammt guten Roman schreibt", Band 1 + 2 - kennt, wird sich auch in dem neuen Buch von ihm schnell zurecht finden. Alle drei Bücher sind ähnlich logisch aufgebaut, anhand eines - sehr ausführlichen - Beispiels wird die Theorie erklärt und anschaulich dargestellt.

 

Dieses Buch ist nicht für jeden Autor gedacht. Das wird gleich zu Anfang deutlich, wenn wir das deutsche Vorwort und die Einleitung des amerikanischen Originals lesen. Volker Neuhaus beklagt in seinem vorangestellten Text, in Deutschland herrsche immer noch das Vorurteil, gute Autoren seien geborene Genies und Schreiben könne man nicht lernen. Genauso wie Komponisten, Maler und Bildhauer ihr Handwerk an Universitäten und Akademien einüben müßten, so sollten auch Schriftsteller systematisch Grundlagen ihrer Kunst erwerben. Das sei in den USA leichter als hier, dort gäbe es Kurse für ’creative writing’, in denen man vor allem lerne, dramatisch und spannend zu schreiben.

 

Wie man einen verdammt guten Roman schreibt 2" ist alles andere als ein Nachklatsch von "Wie man einen verdammt guten Roman schreibt", auch wenn es nach einem ersten Blick auf die Inhaltsangabe und einem groben Drüberlesen so scheint. Tatsächlich präsentiert James N. Frey in dieser wieder sehr anschaulichen und humorvollen Fortsetzung genau jene Mittel, Tricks und Tipps, die aus einem guten einen noch besseren Roman machen können. Anhand von zahlreichen neuen Beispielen geht Frey die wesentlichen Punkten des Romanschreibens für den fortgeschrittenen Autor noch einmal durch, erweitert und vertieft die Ansätze und Erläuterungen aus seinem ersten Buch und scheut auch nicht davor zurück, Fehler einzugestehen und zu korrigieren.

 

Der Titel sagt es schon: Dieses Buch ist nicht eines von denen, durch die man vor allem das Drehbuchschreiben lernt. Stattdessen konzentriert es sich auf das Schreiben, Präsentieren und Verkaufen von Drehbüchern unter dem geschäftlichen Aspekt. Denn wer Drehbücher schreiben will, aber vor der geschäftlichen Seite der Angelegenheit die Augen verschließt, wird kaum je ein Drehbuch verkaufen können ...

 

Das Schreiben sei "zweifellos eine Symbiose aus Handwerk und Geheimnis" (Wolfgang Weyrauch), "zu zehn Prozent Inpiration und zu neunzig Prozent Transpiration" (Umberto Eco), zitiert Fritz Gesing in der Einleitung zu seinem Buch "Kreativ Schreiben". Der Teil, auf den Fritz Gesing mit seinem Buch eingehen will, ist somit der größere. In "Kreativ Schreiben" geht es um das Handwerk des Schreibens, um ein Schreiben, das gezielt die Leser ansprechen soll. Das Ziel, das Gesing sich setzt, ist die Vermittlung von "Voraussetzungen und grundlegenden Techniken" eines solchen Schreibens.

 

Bereits in meiner Kindheit faszinierten mich Lexika. Wann immer ich etwas Bestimmtes darin suchte, fand ich auch anderes: geheimnisvolle Namen und Orte, Hinweise auf Geschichten aus der Mythologie, Dinge, die zum Träumen anregten.

 

Der Autor, Verlags- und Marketingfachmann Bjørn Jagnow - Tempest-LeserInnen bereits als Experte vertraut - hat mit diesem Buch einen Ratgeber vorgelegt, der für alle, die nicht nur schreiben, sondern auch veröffentlichen möchten, wertvoll sein kann. Man merkt sofort, dass hier ein Fachmann schreibt: Wir erfahren, was Marketing eigentlich ist, lernen seine vier Säulen kennen und verstehen nach und nach, wie der Buchmarkt funktioniert und wie wir uns als AutorInnen darin souverän und erfolgreich bewegen können.

 

Dieses Arbeits- und Lesebuch geht in zahlreichen Beiträgen den verschiedenen Aspekten des Krimischreibens auf den Grund. Es wendet sich ausdrücklich an SchreibanfängerInnen - hält aber auch für Erfahrene eine Menge Tipps, Tricks und Übungen bereit.

 

Dieses Arbeits- und Lesebuch geht in zahlreichen Beiträgen den verschiedenen Aspekten des Krimischreibens auf den Grund. Es wendet sich ausdrücklich an SchreibanfängerInnen - hält aber auch für Erfahrene eine Menge Tipps, Tricks und Übungen bereit.

 

Was hat "Jonas im Walfisch", eine zweieinhalbtausend Jahre alte Geschichte aus der Bibel mit "American Heroe", einem Film aus Hollywoods Traumfabrik gemein? Sie wissen es nicht? Lesen Sie "Schule des Erzählens", allein diese vier Seiten sind es wert. Das Buch ist vielleicht nicht das beste Buch übers Schreiben, sicher aber das Amüsanteste, das ich kenne. Selten hat es eine Autorin verstanden so spannend über die "Geschichte hinter der Geschichte" zu fabulieren und dem Leser trotzdem wichtige Erkenntnisse über Stoff, Schauplatz, Charakter und Plot zu vermitteln. Sybille Knauss untersucht eine Vielzahl von Geschichten, Romanen und Filmen, altehrwürdige wie "Madam Bovary" und Hollywoodschnulzen wie "ET".

 
Wünschen wir uns nicht oft einen kompetenten Kritiker oder eine Kritikerin, der/die uns beim Schreiben über die Schulter sieht und uns auf Problemzonen und Schwachstellen (unserer Story!) aufmerksam macht?
 

Von den Epochen der irdischen Geschichte scheint keine den Geist der Fantasy-Autoren mehr zu beflügeln als das Mittelalter. Das mag unter anderem an den zahllosen Bilderbuch-Klischees liegen, die unsere Vorstellung von jenem doch recht langen Zeitabschnitt prägen, wobei der Teufel auch hier meistens im Detail steckt. Genau gesagt in den Kleinigkeiten des Alltags.

 

"Romane sind Erzählungen, und Erzählungen, egal in welchem Medium - Wort, Film, Comicstrip -, fesseln ein Publikum dadurch, dass sie Fragen aufwerfen und die Antworten hinauszögern."

 

 

Kritik ist es, was Menschen beim Schreiben weiterbringt - das leuchtet uns in der Regel vor allem dann ein, wenn wir die Texte anderer kritisieren. Mit Kritik an den eigenen Werken umzugehen ist da schon etwas anderes. Am schwierigsten scheint es aber zu sein, die eigenen Texte mit ungetrübtem Auge zu analysieren.

 

Nur wenig ist Außenstehenden bekannt über "das Geschäft mit dem Buch", geschweige denn über den Weg, den ein Manuskript vom Autor bis zum Leser durch den abenteuerlichen Dschungel der Literatur-Großindustrie zurücklegen muss. Das im Heyne-Verlag erschienene Buch "Wie finde ich den richtigen Verlag" von Kristiane Allert-Wybranietz bietet hier etliche Tipps für Autoren und solche, die es werden wollen, und dabei spart die Autorin nicht mit eigenen Erfahrungen und guten Ratschlägen.

 

Stellen Sie sich vor, Sie werden für ein Jahr auf eine einsame Insel geschickt und dürfen neben einem internettauglichen PC drei frei zu wählende Dinge mitnehmen. Als eins dieser Dinge würde ich Ihnen diesen Ratgeber empfehlen.

 

Und auch diesesmal verspricht der Untertitel mehr als das Buch zu halten in der Lage ist. Vielleicht sollte er besser lauten "Von der Idee ein Buch zu verkaufen zum Bucherfolg".

 

Für Autoren und alle, die es werden wollen, ist im Ullstein-Taschenbuchverlag ein Ratgeber mit dem Titel »Von der Buchidee zum Bestseller« erschienen.

 

Veröffentlichen kann man nicht nur über die etablierten Verlage. Manchmal findet sich auch für gute Buchprojekte kein Verlag - sei es nun Belletristik oder auch Sachliteratur, die vielleicht auf ein kleines, spezialisiertes Publikum zielt. Was dann? Dann besteht immer noch die Möglichkeit, das Buch im Selbstverlag oder im eigenen Mini-Verlag herauszubringen.

 

Wer mit dem PC noch nicht so gut vertraut ist, ihn aber fürs kreative Schreiben nutzen möchte oder muss, findet Hilfe in diesem Ratgeber.

 

Es gibt kaum etwas Faszinierenderes, als zu sehen, wie eine Serienproduktion funktioniert. Woher kommt die Idee? Was macht der sogenannte Autorenstab daraus? Wie entwickelt sich ein Drehbuch vom Entwurf bis zur fertigen Episode? Und in diesem Fall : Wie war das alles bei Star Trek - Deep Space Nine?

 

Am Anfang war das Wort, nein, die Selbsttherapie. Am Ende vielleicht die Heilung. Es gibt drei Gründe, die jemanden zum Schreiben veranlassen können: Seelischen Druck loswerden wollen; Freude am schreibenden Gestalten und Formulieren, für sich allein (so etwas wie die erwachsene Version der Funktionslust kleiner Kinder); und für andere Leute stellvertretend etwas verarbeiten.

 

Die laufende Wettbewerbssaison beschäftigt sich offenbar ausgiebig mit den Themen Sex und Erotik - ob die Vorgabe nun lautet, etwas zu "interstellarem Sex" zu schreiben oder eine erotische Geschichte im Star-Trek-Universum anzusiedeln. Für alle, die (soll’s ja geben!) noch auf der Suche nach originellen Ideen in diesen Bereichen sind, möchte ich hier ein bemerkenswertes Sachbuch kurz vorstellen. Es heißt "Spielpläne. Zufall, Chaos und die Strategien der Evolution" und wurde von einem österreichischen Mathematikprofessor geschrieben.

 

Der bekannte britische SF-Autor Brian Stableford hat ein Sachbuch über das Schreiben von Science Fiction- und Fantasyliteratur verfaßt. Der Covertext verrät uns, daß Stableford 1948 in Yorkshire geboren wurde, bisher über 40 Romane geschrieben hat, einer der wichtigsten Mitverfasser der Encyclopedia of Science Fiction ist und in Schreibkursen "creative writing" unterrichtet. Idealerweise sollte das Schreiben so sein wie das Radfahren, erzählt Brian Stableford zu Beginn des Buches. Wenn man einmal weiß, wie es geht, muß man nicht mehr ständig daran denken, was man tut. Aber bevor es soweit ist, muß man mehrere Dinge mühevoll Schritt für Schritt erlernen: Den Beginn und das Ende einer Geschichte planen, über die Strukturen des Plots nachdenken und verschiedene Perspektiven des Erzählens sowie die Kunst des Dialogs und der Exposition erlernen.

 

Ich sitze vor meinem Text. Irgend etwas stimmt nicht, ich kann aber nicht sagen was. Der Bleistift, extra scharf gespitzt, tritt nicht in Aktion. Wie zum Teufel kann ich den verdammten Text verbessern, wenn ich nicht weiß, was ihm fehlt? Kommt euch dieses Gefühl bekannt vor? Dann solltet ihr euch Soll Steins Buch anschauen.

 

Einem Autor kann kaum etwas Unangenehmeres widerfahren, als mit Wortlosigkeit geschlagen zu sein. Da arbeitet man an einer Szene, die Worte fließen einem nur so aus der Feder (Tastaturartisten fliegen gewissermaßen über ihre Tasten), da geschieht es. Das richtige Wort will sich einfach nicht zeigen, weigert sich, auf Papier gebannt zu werden. Wie man sich auch dreht und wendet, das Wort will nicht raus.

 

Dieses berühmte und nun auch ins Deutsche übersetzte Buch von Ronald B. Tobias kann vor allem SchreibanfängerInnen zu einer Menge Aha-Erlebnisse verhelfen - und ihnen viel Arbeit ersparen. Allerdings nicht in dem Sinne, dass man sich einfach eines der vorgestellten Plotmuster nehmen, es etwas ausfüllen und das Ganze dann als Geschichte präsentieren könnte. Denn - so macht Tobias klar - ein Plot ist weder ein Skelett noch ein Gerüst, wie man es oft liest; der Plot ist ein Prozess, und er durchdringt eine Geschichte überall.

 
Randvoll mit nützlichen und wertvollen Informationen ist dieses Handbuch des Verbands deutscher Schriftsteller (VS).
 

Nur wenig Informationen, Hilfen und Literatur gibt es in Deutschland für diejenigen, die mit Schreiben Erfolg haben oder sogar ihr Geld verdienen wollen. Ein aktuelles, umfangreiches und hochinformatives Buch, das dabei hilft und nahezu alle Facetten anspricht, ist 1997 in seiner vierten Auflage erschienen (erste Auflage: 1985): Das "Handbuch für Autorinnen und Autoren" von Sandra Uschtrin.
Was bietet dieses Handbuch? Zunächst einmal: jede Menge Adressen - von Verlagen, Sendern, Literaturzeitschriften und -agenturen, Literaturbüros und -vereinigungen, Wettbewerben und Förderungen. Schon allein deshalb ist dieses Buch eine unbezahlbare Fundgrube für seine Zielgruppe.

 

Dieses Buch will untersuchen und erklären, "was im heutigen Verlagsgewerbe als ,kommerzieller’ Bestseller" gilt (S. 18). Der Autor Albert Zuckerman ist Lektor und hat, in seinen eigenen Worten, "bei über einem Dutzend von Welterfolgen gewissermaßen die Hebamme gespielt" (S. 19). Er ist also jemand, der Manuskripte zuhauf gelesen hat, und genau weiß, welche Elemente an einem Roman wichtig sind und was ein Manuskript zu einem potentiellen Bestsellerroman macht.